Liebe – kälter als der Tod

Die Buchautoren Vera Kaesemann und Andreas Heineke haben sich in ihrem Buch „Liebe – kälter als der Tod“, dass jetzt ganz frisch im Januar erschienen ist, dem Thema einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung aus dem Blickwinkel eines betroffenen Opfers genähert und erzählen auf einfühlsame und authentische Weise über die Folgen des narzisstischen Missbrauchs bis hin zu den Auswirkungen des pathologischen Narzissmus für die gesamte Gesellschaft.

Einem Narzissten verfallen – ein Opfer berichtet

Sarah ist eine intelligente, selbstbewusste und attraktive Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Sie leitet erfolgreich ihre eigene Werbeagentur und zieht nach einer gescheiterten Ehe die gemeinsame Tochter alleine groß. Als sie Maximilian kennenlernt, ist nichts mehr wie es vorher war. Sarah verliebt sich Hals über Kopf in den charismatischen und gutaussehenden Mann, der sie in die teuersten Restaurants ausführt und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest. Als er sich nach einigen gemeinsamen harmonischen Wochen tagelang nicht meldet, immer öfter fadenscheinige Ausreden erfindet und sich nachts aus dem Bett schleicht um heimlich Telefongespräche zu führen, wird Sarah misstrauisch. Maximilian gelingt es zunächst sie immer wieder mit seinem Charme um den Finger zu wickeln, bis Sarah eines Tages seine Machtspiele, seinen Kontrollwahn und seine Lügen nicht länger erträgt und sie sein wahres Gesicht erkennt.

In „Liebe kälter als der Tod“ gewähren Vera Kaesemann und Andreas Heineke anhand von Sarahs tragischer Patientengeschichte Einblicke in das Krankheitsbild der narzisstischen Persönlichkeitsstörung und schärfen damit den Blick für ein Problem, das in verschiedensten Bereichen unserer Gesellschaft immer häufiger Thema ist. Im ersten Teil des Buchs erzählt Sarah die Geschichte aus ihrer Perspektive – vom ersten Kennenlernen bis zu ihrem völligen Zusammenbruch (die Namen und Schauplätze wurden verändert, die Geschichte selbst ist wirklich passiert). Im zweiten Teil des Buchs arbeitet Therapeutin Vera Kaesemann den Fall gemeinsam mit Sarah Stück für Stück auf. Warum verhält Maximilian sich so? Warum lässt sie das mit sich machen? Die Autoren entwerfen in ihrem Buch ein differenziertes Bild des pathologischen Narzissmus und zeigen auf, wie er weiblichen Opfern zum Verhängnis wird. Es ist gleichzeitig ein Appell an betroffene Frauen sich aus ihrer emotionalen Abhängigkeit und somit aus dieser gefährlichen Art der Beziehung zu befreien.

Vera Kaesemann ist Heilpraktikerin und leitet in Hamburg eine Praxis mit den Schwerpunkten Klassische Homöopathie, Psychosomatik und Kinderheilkunde. Zusammen mit dem Arzt und Psychotherapeuten Ruediger Dahlke erschien 2009 ihr erstes Buch „Krankheit als Sprache der Kinderseele“.

Andreas Heineke ist Journalist und Buchautor von Romanen und Sachbüchern. Neben seinen Buchprojekten arbeitet er u. a. beim NDR und für das ZDF.

Vera Kaesemann berichtet aus ihrer täglichen Praxis:

Aus meiner Erfahrung kommen Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung nicht in die Therapie. Es sind die Partner, die leiden und zusammenbrechen, die völlig zerstört und am Ende sind, nicht der Narzisst selber. Er erlebt sich nicht als gestört, in seinen Augen hat er nie etwas falsch gemacht. Immer sind die anderen schuld, er hat keine echten Zweifel an sich selbst.

Eine Therapie würde ihn mit seinen Urängsten und Schmerzen in Kontakt bringen, das will er aber unter allen Umständen vermeiden. Er will seine Schwächen verbergen, darf sich nicht bedürftig zeigen. Das würde ihm deutlich machen, wie abhängig er ist und wie groß seine Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung ist. Seine Maske darf unter keinen Umständen fallen, denn dann würde er erkennen, dass er sein ganzes Leben auf einem Lügenkonstrukt aufgebaut hat und nichts als ein verletztes Kind im Körper eines erwachsenen Mannes ist. Die Scham darüber wäre so unerträglich, dass er versuchen wird, seinen Selbstschutz ein Leben lang aufrechtzuerhalten. Das ist seine Art von Überlebensstrategie. Ganz selten erlebe ich, dass Narzissten ein paar Therapiestunden wahrnehmen, sich Analysen und Tipps anhören, dann die Therapie abbrechen und ihr nun erlangtes Hintergrundwissen nutzen, um ihr perfides Spiel weiterzuspielen.

Es ist viel wichtiger an den oft unbewussten Kindheitsverletzungen der betroffenen Frauen zu arbeiten. Deren Selbstwertgefühl wieder aufzubauen, den Bewusstwerdungsprozess zu fördern, damit  sie in Zukunft positive Erfahrungen machen und erfüllte Beziehungen leben können. Und eine große Bitte, tun Sie sich selbst einen Gefallen: Halten Sie sich von dem Narzissten fern. Hören Sie auf, Mitleid oder Sympathie für ihn zu empfinden. Geben Sie sich nicht der Illusion hin, Sie könnten die Beziehung reparieren. Sie werden scheitern und wieder und wieder seelisch und körperlich darunter leiden. Reagieren Sie auf nichts, was von ihm kommt. Antworten Sie nicht auf SMS, E­Mails oder Anrufe. Bitte üben Sie sich in Abstinenz. Das ist der einzige Weg, wie Sie heilen können.

Vera Kaesemann bietet Betroffenen von narzisstischen Missbrauch therapeutische Begleitung an. Weitere Informationen findet Sie unter Vera Kaesemann.

 

      • Vera Kaesemann, Andreas Heineke
      • Liebe – kälter als der Tod – Einem Narzissten verfallen
      • 256 Seiten
      • Goldmann Taschenbuch, Originalausgabe
      • ISBN: 978-3-442-17562-8
      • € 8,99 [D] | € 9,30 [A] | CHF 12,50 (UVP)
      • ET: 18. Januar 2016

mehr Informationen hier

 


Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
19 commenti su “Liebe – kälter als der Tod
  1. Survival sagt:

    Das sind meine Erlebnisse mit einem Narzissten, in meine Worte gefasst:
    Der Teufel mit dem Engelsgesicht
    you look like an angel
    walk like an angel
    talk like an angel
    but I got wise
    you’re the devil in disguise
    Dieser jungenhafte Charme, dieser treuherzige Blick, diese liebevolle und zuvorkommende Art…
    Er sah gut aus. In seiner Jugend wies er eine erstaunliche Ähnlichkeit mit James Dean auf.
    Alle Herzen flogen ihm zu, besonders die der Frauen.
    Auf übte er eine besondere Anziehungskraft aus.
    Sie konnten sich seine lieben und charmanten Art nicht entziehen.
    Man konnte sich ja so gut mit ihm unterhalten,
    er war ja so klug,
    hatte die ganze Welt bereist,
    er malte wundervolle Bilder,
    war handwerklich begabt,
    ein Tausendsassa.
    Seine Zuneigung zu erringen schien wie ein Hauptgewinn.
    Nur wer ihn näher und länger kannte, der wußte um seine anderen Gesichter
    und deren hatte er viel.
    Die offenbarte er erst im Laufe der folgenden Jahre.
    Er manipulierte, er ließ den Menschen seiner Umgebung seine Macht und Dominanz spüren.
    Und wehe man wagte etwas anderes zu wollen als er.
    Er zermürbte einen immer wieder mit absurden oder ausschweifenden Argumenten, wenn man nicht seiner Meinung war.
    Er provozierte und lies dem anderen seine Wut spüren.
    Eine Wut, vor dem man Angst bekam.
    Angst, diese Wut würde er nicht nur in verbaler Art äußern, sondern irgendwann dem anderen seine körperliche Überlegenheit spüren lassen.
    Menschen, die nicht nach seinem Willen handelten wurden gnadenlos aus seinem Leben wegen groben Ungehorsams entfernt.
    Wer ihn nicht näher kannte, hielt ihn weiter für einen Engel…

    • Elena sagt:

      Liebe Helena,
      genauso, als er mich kennenlernte nahm er meine Hand und zitierte das Gedocht von Rielke: Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
      Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
      und auf den Fluren lass die Winde los.

      Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
      gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
      dränge sie zur Vollendung hin, und jage
      die letzte Süße in den schweren Wein.

      Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
      Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
      wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
      und wird in den Alleen hin und her
      unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
      Nie mehr wieder hat er mir ein Gedicht zitiert.
      Als Chefarzt der Psychatrie in Sauerland trat er äußerst bescheiden auf. „ich bin ein langweiliger deutscher Chefarzt“. „Ich habe vielleicht paar bücher mehr gelesen als sie.“ Nie mehr wieder trat er so auf. Ein geschickter strategischer Taktiker. Dann bekam er Maligne Melanom, vorher Herzprobleme, als er in Rente gehen musste. Ging stoisch nicht zum Arzt. „Du weisst, ja wie Ärzte sind. Die wollen ja nur Geld“. eine primitive Projektion. er war ein Geldzahn und Geldgeil. Fast 40 Immobillien im gesamten Bundesgebiet und im Osten. Dann plötzlich entdeckte er seine „Liebe“ zu seiner Frau, nach 15 Jahren Trennung. „Sie ist feige, hat sich immer verdrückt, will nur immer Geld von mir. „Die will mich pflegen“.“Sie war nie weit weg von mir“. narzisten haben ihre eigene Beziehung zur „Wahrheit“. Sie sehen nur ihre Interessen. Lügen, ohne rot zu werden. Lügen gehört zum Überleben. Hatte er früher gesagt, meine Söhne kackten immer in den Ecken, ich brauchte Abstand zur Familie“, waren sie plötzlich als erwachsene Männer sein narzistisches Projekt. Als ich ihm seine Kälte und Zitate vorhielt: „jetzt kacken sie nicht mehr in den Ecken.“Eiskalt. Jetzt sind es die größten Musiker, und Maler. Wenn er nicht mehr auffällt und in der Zeitung steht, sollen sie es wenigstens. Als er gemerkt hat, dass ich zunehmend ihn und seine Allüren leid war, versuchte er mich mit Geld zu ködern. Vor Jahren, winkte er mit einem Testament, seine Wohnung solle mir gehören, zwei Lenensversicherungen auf Widerruf, wohl lägst geändert. Notariell beglaubigen, koste zu viel. Dann bei der Trennung, “ Ich bin ein armer Mann, ich bin verschuldet.“ „wenn ich sterbe, soll mein Sohn dir einen größeren Betrag an Geld geben. Der Sohn ein Waschlappen, den Eltern bis zum Kragen hörig, hat schon als Arzt gejammert, er habe kein Geld. Ein krankes, geldgeiles, anerkennungsbedürftiges narzistisches System. jetzt tingelt er mit seiner ehmals verschmähten Ehefrau, von der er sich mit Ausreden nicht scheiden liess zur Leipziger Kirchentag. Kirche hat er gehasst. Who cares.“ Alles Schnee von gestern“. nach dem Motto, ich bin fremdgegangen, du bist fremdgegangen, jetzt sind wir eine Familie und Firma. „Wir sind eine Firma R…der Name. Da hat er ein wahres Wort gesprochen. Ausnahmsweise.

  2. Helena sagt:

    Was in der Beziehung mit einem Narzissten mit einem selbst geschieht, wird in den folgenden Zeilen, über die ich kürzlich gestolpert bin, ausgedrückt:

    Vor vier Jahren

    Es gab einmal eine Zeit
    Da habe ich alles richtig gemacht.
    Es war wunderbar, einzigartig und klug
    Was ich sagte und tat.
    Ich empfand mich als überirdisch und vollkommen.
    —-
    Jetzt mache ich alles falsch.
    Sage unangebrachte Wörter
    Und tue immer das, was nicht passt.
    Obwohl ich genau dieselbe bin
    Wie vor vier Jahren.

  3. Birgit sagt:

    Hallo Marion,
    geh nicht zum Neurologen und nicht zum männlichen Therapeuten, sondern zu einer Therapeutin, möglichst einer, die Gestalttherapie praktiziert – nach meiner Erfahrung die lösungsorientierteste Psychotherapie, die das Übel an der Wurzel packt! Da Männer sehr häufig selbst Narzissten sind und Mediziner oft arrogant, ist frau dort per se schlecht aufgehoben.
    Lieben Gruß von Birgit

    • Mike sagt:

      „Da Männer sehr häufig selbst Narzissten sind…“

      Glaub mir, Frauen allgemein sind kein Deut Besser!

      • Jasmin sagt:

        Stimmt. Mann und Frau sind sich innerlich ähnlicher als man meint…

      • Marion sagt:

        Hallo Mike ,
        ich gebe dir absolut recht. Das kann man nicht pauschalisieren. Meine Mutter ist eine Narzisstin , wie sie im Buche steht und der Teufel in Person. Sie ist jetzt 89 Jahre alt und immer noch fähig meinen Vater zu terrorisieren.

    • Marion sagt:

      Hallo Birgit

      Zu dem Neurologen bin ich ehrlich gesagt auch nur gegangen, weil ich z.Zt. in keine andere Behandlung eingebunden bin und eigentlich in eine ganz bestimmte Klinik wollte. Aber man braucht dazu ja einen einweisenden Arzt.
      Meine letzte Therapeutin…. oje.. Ich hab mich zigmal von meinem N. getrennt, kam nicht los, bin immer wieder zu ihm zurück. Als ich dann wieder einmal sagte, dass ich mich getrennt hätte, bekam ich als Antwort nur ein lapidares „sie gehen ja doch wieder zu ihm zurück“
      Tolle Aussage!
      Als es dann um die Verlängerung der Therapie ging hat sie zur Bedingung gemacht, dass das Thema mit meinem „Ex“ dann abgeschlossen sein muss.
      Ich habe dann dankend auf eine Verlängerung verzichtet.

      Es ist wirklich nicht leicht, Hilfe zu finden. Manchmal frage ich mich, was da eigentlich so auf die hilfesuchenden Menschen losgelassen wird.
      Kein Wunder, dass es so viele „Therapie-Vermeider“ gibt.
      LG
      Marion

    • Elena sagt:

      ja, die Auffassung teile ich.

  4. ralf sagt:

    hallo marion, wollte dir ein kleines kompliment dalassen für den satz *mitgefühl. ich finde, du hast das gut beschrieben und man kann auch trotz trennung mitgefühl mit diesem menschen haben; habe mich vor 3 J. von meiner Freundin getrennt..trotz gemeinsamer Bergerlebnisse etc..kam erst später auf ein skript *narzissmus und sucht (doppelt. selbstkonzept)..und da selbst mit psy. erkrankten am arbeiten kam mir grad in den jahren danach viel mitgefühl…; das erleben wie hier auf diesen seiten geschildert bestätige ich..loskommen ist echt anstrengend..
    gruesse..r.

    • Marion sagt:

      Hallo Ralf

      Danke für das Kompliment. Hat mich jetzt ehrlich gefreut. Ja, auch mein Narzisst ist alkoholkrank (und arbeitssüchtig) und ich habe eben viele seiner Verhaltensweisen darauf geschoben. Aber rs ist genau anders herum. Im Vordergrund steht der Narzissmus, der Alkohol hilft die Gefühle von Einsamkeit zu verdrängen, um „gesellig“ zu sein und die Angst zu unterdrücken.
      Es ist ein trauriges Kapitel. Irgendwann wird dieses ganze Lügengebilde zusammenbrechen. Und ich hoffe, dass ich bis dahin endgültig mit ihm abgeschlossen habe.

      LG
      Marion

  5. Mirandolina sagt:

    „Halten Sie sich von dem Narzissten fern. Hören Sie auf, Mitleid oder Sympathie für ihn zu empfinden. Geben Sie sich nicht der Illusion hin, Sie könnten die Beziehung reparieren. Sie werden scheitern und wieder und wieder seelisch und körperlich darunter leiden. Reagieren Sie auf nichts, was von ihm kommt. Antworten Sie nicht auf SMS, E­Mails oder Anrufe. Bitte üben Sie sich in Abstinenz. Das ist der einzige Weg, wie Sie heilen können.“

    Meine Mutter ist eine narzisstische Person.
    Ich befinde mich seit eineinhalb Jahren in Behandlung, aber es fällt mir immer noch schwer, den Kontaktabbruch aufrecht zu halten.
    Ich habe den Kontakt vor 2 Jahren abgebrochen.
    Versuche aber immer noch an Infos zu kommen, wie es ihr geht.Sie ist mittlerweile über 80…
    Psychisch war ich nicht mehr in der Lage die Beziehung zu ihr aufrecht zu erhalten…

  6. jj sagt:

    Narzisst traf Borderliner…

    Das Resultat können Sie sich als Experten vorstellen.
    Durch ähnliche Erfahrungen in der Kindheit ergänzten wir uns zu Beginn fantastisch, wurden gegenseitig abhängig. Sind jedoch BEIDE in Behandlung. Hat die Beziehung irgendeine Chance in diesem Fall?

    Danke und liebe Grüsse

  7. Birgit sagt:

    Liebe Marion,
    wie lange lebst du schon mit dem Narzissten?
    Für mich liest sich dein Beitrag so, als wärd ihr beide zwei trostsuchende Kinder, die sich aneinander festhalten. Das geht nur eine Zeitlang gut – zwei gleichwertige Partner sind was anderes!
    Alles Gute

    • Marion sagt:

      Hallo Birgit

      Gottlob lebe ich nicht mit ihm zusammen. Ich habe ihn vor fast drei Jahren kennengelernt. Immer wieder Trennungen, die immer von mir ausgingen. Die längste Trennungsphase dauerte 4 Monate, dann habe ICH wieder Kontakt aufgenommen.
      Ich weiss dass eine Beziehung anders aussehen sollte, hatte aber noch nie eine wirklich gleichberechtigte. Das liegt auch an mir, bzw. an meiner Störung. Ich habe eine Selbstunsicher-Vermeidende UND die Dependente Persönlichkeitsstörung, wovon nur die erste eindeutig diagnostiziert wurde. Die zweite geht allerdings ziemlich eindeutig aus dem Text der Klinik hervor, in der ich drei Monate stationär verbracht habe (2010)
      Das traurige ist, dass nie wieder ein Therapeut darauf reagiert hat, von all denen die ich danach aufgesucht habe.
      Im Gegenteil. Mein Neurologe hat mich gefragt, ob das eine „Selbstdiagnose“ sei.
      Und wenn man dann sagt, man sei sicher dass der Partner ein Narzisst ist, dann wird auch nur von oben herab gefragt, woher man das denn wissen will?!

      Und genau das ist meiner Meinung nach das schlimmste. Man leidet, kommt nicht vom Narzissten los, wird nicht ernst genommen sondern allenfalls noch als blöd hingestellt, weil man sich nicht trennt. Was die Selbstzweifel noch erhöht.

      Darum bin ich so froh, hier auf andere zu treffen, die es so erlebt haben wie ich.

      LG
      Marion

      • Heidi sagt:

        Liebe Marion, du schilderst genau mein Los.

        ICH bin diejenige, die nicht los kommt. Und ich versuche herauszufinden, weshalb.

        Du hattest Glück, dass die Ursache in deinem Verhalten aufgedeckt werden konnte. Ich stochere leider im Trüben.

        LG Heidi

  8. Marion sagt:

    Hallo

    Alles in allem macht das auf mich den Eindruck, dass es wohl ein lesenswertes und wohl auch hilfreiches Buch zu sein scheint. Aber ein Satz stört mich ganz gewaltig. Nämlich dieser:

    „Hören Sie auf, Mitleid oder Sympathie zu empfinden!“

    Ich persönlich bin der Meinung, dass man sehr wohl Mitleid bzw. Mitgefühl haben sollte. Auch dann wenn man Distanz wahrt.
    Diese Menschen sind krank und das darf man nicht so einfach ausser acht lassen.
    Im Grunde genommen haben die Narzissten und ihre Partner dieselbe Störung. Es geht um eine Selbstwertstörung die aufgrund einer destruktiven Kindheit entstanden ist. Ich weiss von meinem N.dass er massiv von seinem Vater misshandelt (verprügelt) wurde und dieser keine Möglichkeit ausgelassen hat, ihn zu demütigen und abzuwerten.
    Ich selbst habe ähnliches erlebt,allerdings wurde ich nicht verprügelt sondern „nur“ verbal gedemütigt, emotional vernachlässigt. Aber die Folgen sind dieselben. Allerdings ist meine Bewältigungsstrategie eine andere als die des N.

    • jj sagt:

      Liebe Marion, darf ich fragen ob du auch eine Persönlichkeitsstörung hast?
      Bei mir ist dies nämlich durch den emotionalen Missbrauch in meiner Kindheit der Fall.
      Liebe Grüsse jj

      • Marion sagt:

        Hallo jj

        Ich weiss nicht, ob du es mittlerweile gelesen hast.
        Ja, ich habe die selbstunsicher-vermeidende und die dependente PS, die auch eben sehr oft in dieser Kombination auftreten.

        LG
        Marion

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