Austausch für Opfer von narzisstischen Missbrauch

Ein Gastbeitrag von Artemis Sengstock 

Artemis Sengstock ist die Betreiberin der Webseite „Hilfe für Opfer von Narzissten“ und ermöglicht einen Austausch unter Gleichgesinnten in der von ihr gegründeten Facebook-Gruppe. Im folgenden Beitrag berichtet sie über ihre Arbeit mit der Gruppe und ihren Zielen.

Bild: © Pixabay.com

Als sie aufwacht, fühlt sie sich wie gerädert. Alles tut ihr weh! Wann war sie letzte Nacht eingeschlafen? Die Erinnerungen sind wie in Nebel gehüllt. Sein Wecker klingelt, er würdigt sie keines Blickes. Steht einfach auf und geht. Erneut schießen ihr Tränen in die Augen. Langsam kommen die Erinnerungen zurück. Es gab einen Streit gestern Abend. Wieder einmal hatte er komische Nachrichten von anderen Frauen bekommen. Und als sie es gewagt hatte, seine immer gleichen Ausreden zu hinterfragen, war er ausgerastet. Sie sei verrückt! Niemand würde es sonst mit ihr aushalten. Bald schon redete er in einem einzigen Monolog mit sich selbst. Machte sie und ihr ganzes Wesen runter. So wie immer! Irgendwann waren ihr die Tränen gekommen. Er lachte über sie.

„Jetzt heulst du schon wieder? Als würde dir das jemand abkaufen. Du bist eine miserable Schauspielerin.“Er hatte sich abgewendet und seine Spielekonsole angemacht. „Ich möchte von dir heute Abend kein Wort mehr hören!“ Sie war ins Badezimmer gelaufen und hatte sich dort eingeschlossen. Die Tränen liefen nur so über ihr Gesicht. Der Schmerz in ihrer Brust zerriss sie beinah. Und als sie zurück ins Wohnzimmer kam, machte er das, was er immer tat: Er ignorierte sie – den ganzen Abend lang. Wenn sie den Raum betrat, verließ er ihn. Und während sie weinte, schlief er Stunden später seelenruhig ein. Freunde hatte sie keine mehr. Die hatte sie alle an ihn verloren. Oder daran, dass sie unfähig war zu gehen. Am Anfang hatten sie ihr noch zugehört, ihr gut zu geredet. Aber irgendwann waren sie es leid geworden. Leid geworden, dass sie es einfach nicht schaffte, ihn zu verlassen. Niemand konnte sie verstehen, niemand ihr Leid fühlen. Sie war vollkommen allein.

Die Geschichten und Erfahrungen gleichen sich

Wie oft habe ich Geschichten wie diese bei uns in der Gruppe gelesen? Wie oft, habe ich genau das gleiche durchgemacht? Narzisstischer Missbrauch ist in Deutschland immer noch ein Tabuthema. Viel zu wenig Hilfe gibt es für Betroffene. Denn dieser Missbrauch ist meist nicht körperlich. Keine blauen Flecke sind erkennbar, keine geprellten Rippen. Die Misshandlungen finden seelisch statt – oft über Jahre. Und die Angehörigen haben meist niemanden mehr, mit dem sie reden können. Denn Narzissten isolieren ihre Opfer schon recht früh, wenn alles noch perfekt ist. Wenn der Narzisst sich nur von seiner besten Seite zeigt, um die Partnerin um den Finger zu wickeln.

Dass das alles nur abgebrühte und aufgesetzte Masken sind, davon ahnen die Betroffenen am Anfang noch nichts. Sie fühlen sich aufgewertet wie noch nie, verwöhnt und geliebt. Der Missbrauch fängt erst an, wenn der Narzisst sich seines Opfers sicher ist. Wenn die Betroffene ihr ganzes Umfeld, zu Hause, Beruf und Freunde für ihn aufgegeben hat, um bei ihm einzuziehen und um ihn zu heiraten. Und das geht in solchen Beziehungen oft sehr schnell. Es ist eins der vielen Warnzeichen, die man gern übersieht. Schließlich hat man ja jetzt seinen Traumpartner gefunden!

Der Missbrauch beginnt schleichend

Nach der Isolierung, zeigt der Narzisst meist schleichend sein wahres Gesicht. Es folgen immer mehr kleine Abwertungen über die eigene Person, Witze auf Kosten des Partners. Bis es immer schlimmer wird und am Ende in sehr schlimmen psychischen Missbrauch ausartet. Der Alltag ist dann geprägt von Lügen, Manipulationen, Gaslighting, Abwertungen und Liebesentzug. Es ist wie mit dem bekannten Frosch Experiment: Wirft man einen Frosch in heißes Wasser, hüpft er sofort heraus. Aber wirft man ihn in kaltes Wasser und erwärmt es ganz langsam, dann wird der Frosch die Hitze erst viel zu spät merken und verbrennen.

Genau so ist es mit narzisstischem Missbrauch. Bis die Betroffenen merken wie ihnen geschieht, ist es oft schon zu spät. Dann sind sie schon ganz allein, haben nur noch den Narzissten und sein verdrehtes Weltbild um sich herum. Durch die emotionale Abhängigkeit, schaffen es viele nicht, sich zu trennen.

Niemand kann die Opfer verstehen

Ich selbst war in so einer Situation. Ich selbst sah keinen Ausweg mehr. Und im Internet waren die Informationen zu seiner Zeit sehr spärlich. Es gab natürlich ein paar Seiten, aber kaum Orte um sich auszutauschen. Um mit anderen Menschen zu sprechen, die das gleiche durchgemacht haben. Also beschloss ich, die Initiative „Hilfe für Opfer von Narzissten“.

Es begann als kleine Facebookseite, wo ich einfach nur ein paar andere Betroffene finden wollte. Doch es wurden täglich immer mehr Menschen, die Hilfe und Halt suchten. Also gründete ich noch eine Facebookgruppe mit gleichem Namen, da es bis dato so etwas noch gar nicht gab. Aber wir waren viel mehr als nur Fremde, die sich ihre Geschichten erzählten. Wir wuchsen immer enger zusammen, standen zueinander, jeden Tag aufs neue. Wir wurden wie eine richtige kleine Familie.

Wir sind eine große Familie

Bis heute sind wir über 900 Menschen und obwohl wir so viele sind, ist der Umgang freundschaftlich, ja, familiär. Wir gehen sehr liebevoll und respektvoll miteinander um und achten einander. Mittlerweile hat diese Gruppe schon viele Leben verändert. Ganz viele haben mittlerweile den Schritt gewagt, sich endlich aus der Beziehung zu lösen – einfach, weil sie jetzt nicht mehr alleine waren. Weil sie nun Menschen im Rücken hatten, die ihnen immer zuhören und sie verstehen.

Alsbald gründete ich zusätzlich noch einen Youtube Channel und begann Videos auf Deutsch zu dem Thema zu machen. Denn auch dazu gab es bis jetzt kaum etwas. Ich wollte, das Betroffene endlich mehr zu lesen bekommen, mehr zu hören, mehr zu sehen. Mehr Austausch, statt nur Artikel. Denn Austausch öffnet die Augen. Austausch gibt Kraft. Bis heute sind wir fast auf 2000 Menschen gewachsen, die sich tagtäglich Unterstützen, unter die Arme greifen und in Notlagen da sind.

Wir wollen helfen

Mittlerweile haben wir sogar therapeutische Hilfe, falls mal ein Notfall entsteht. Unser Projekt wächst jeden Tag weiter. Immer mehr Betroffene finden uns. Und heute kann ich sagen, es war das beste, was ich hätte tun können.  Es hat mir die Augen geöffnet, wie viele Menschen jeden Tag an psychischem Missbrauch leiden. Und wie wichtig es ist, nicht mehr alleine zu sein damit.

Unser Ziel ist es eines Tages in den großen Städten Selbsthilfegruppen für Betroffene zu installieren, damit sie sich auch im richtigen Leben regelmäßig austauschen können. Mittlerweile haben wir auch eine Webseite eingerichtet, wo wir über Betroffene schreiben und ihre Geschichten erzählen.

All das hat mein Leben verändert. Ich bin jetzt kein Opfer mehr. Ich bin aufgestanden und kämpfe. Kämpfe für mich und alle anderen, die weinend auf dem Badezimmerfußboden kauern und keine Lösung mehr sehen. Für alle, denen der Mund verboten worden ist. Für alle die denken, sie seien nichts wert und würden den Missbrauch, der ihnen widerfährt, verdienen.

Wir wollen aufklären, aufrütteln und handeln

Webseite: www.hilfefueropfervonnarzissten.com

Facebook Seite: https://www.facebook.com/groups/narzissmushilfe/

Facebook Gruppe: https://www.facebook.com/groups/1801785446775100/

Youtube Channel: https://www.youtube.com/channel/UCIiHEiKw7l8sTPi6jDq5mcA 


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Veröffentlicht in Blog, Hilfe für Opfer von narzisstischen Missbrauch
33 Kommentare zu “Austausch für Opfer von narzisstischen Missbrauch
  1. Unkraut sagt:

    Merkt hier eigentlich niemand, dass diese Seite einfach nur eine Verkaufsseite ist? Der Macher will euch die Kohle aus den Taschen ziehen. 18 Euro für ein läppisches Ebook?

    Und Physiognomik? Das qualifiziert ihn ja wirklich, richtiger Fachmann. Wissenschaftlich auf dem Niveau des zertifizierten Wünschelroutenbauers.

    Die Darstellungen hier zeugen von derartiger Einseitigkeit und fehlendem Fachverständnis, dass man eigentlich nur Absicht unterstellen kann, um ein bestimmtes Publikum anzulocken. Der erzählt euch genau das, was ihr hören wollt, damit ihr euch in eurer Opferrolle bestätigt findet. Ihr seid natürlich komplett Schuldfrei und nur der Ex-Partner war der Böse. Die anderen hier im Blog und euer Narzissmus-Guru sagen das ja auch, also muss es ja stimmen. Manche Leute wollen einfach verscheißert werden. All die Ratgeber-Seiten und selbsternannten Experten, die plötzlich überall auftauchen und natürlich nur aus Nächstenliebe handeln… Wie naiv kann man sein?

    Schlimm ist eigentlich nur, dass Menschen mit Persönlichkeitsstörung für diesen Mist missbraucht werden. Narzisst klingt ja auch schon so richtig böse. Dass die Diagnosekriterien selbst von Experten als viel zu einseitig und eng kritisiert werden… geschenkt. Passt so ja auch viel besser zum gemeinsamen Feindbild.

    • Sarah sagt:

      Wenn ma keine ahnung hat einfach mal… (kennste, ne?)
      Merkst du eigentlich, was Du hier für einen Mist schreibst?
      Wohl kaum!
      NATÜRLICH will der Ersteller auch Geld verdienen. Da macht er kein Geheimnis draus und wer das bisher nicht verstanden hat, sollte lieber die Finger vom Internet lassen.
      Allein diese Threads hier helfen Leuten und selbige können sich hier austauschen auch ohne was zu zahlen. Wahnsinn oder?

      Dass der Verfasser der Seite nicht so falsch liegen kann, beweisen die verschiedenen Geschichten, die sich im Kern Alle gleichen.
      Und natürlich zieht das eben auch die Andere Seite hierher um ihren geistigen Dünnpfiff abzulassen.
      Fehlendes Fachwissen oder einseitige Darstellung Fehlanzeige; aber vielleicht bist Du ja genau die Zielgruppe, die hier so einseitig angegangen wird?!

      Unverschämt wird es, wenn Du Leuten hier eine Persönlichkeitsstörung vorwirfst; damit disqualifizierst Du Dich nämlich selbst und somit erledigt sich jegliche weotere Diskussion.
      Aber verbreite Deinen Mist hier weiterhin, den damit bestätigtst Du genau das Klientel, um welches es hier geht.

      Beschimpfung startet in…3…2…

      • Unkraut sagt:

        Liebe Sarah,

        atme erst mal tief durch, wir wollen doch schön sachlich und rational bleiben, oder? Sonst entsteht noch ungewollt der Eindruck, du wärst ein bissel hysterisch, was ja auch die Lesefähigkeit etwas einschränken soll.

        Ich habe nicht behauptet, dass die Leute hier Persönlichkeitsstörungen haben, sondern dass ihr Menschen mit Persönlichkeitsstörung missbraucht, um euch als Opfer fühlen und darstellen zu können. Es ist überhaupt nicht klar, ob die ganzen bösen Ex-Männer eine NPS, was anderes oder gar nichts haben. Aber das spielt für dich und Konsorten keine Rolle. Ihr haltet krampfhaft an diesem Label fest. Komisch, wie nennt man das noch mal, wenn man andere missbraucht um sein Selbstbild aufrecht erhalten zu können?

        Nichts für ungut und nicht gleich in Schnappatmung verfallen, einfach mal andere Sichtweisen zulassen.

        • Sarah sagt:

          Kennst Du mich, dass Du mich beurteilen kannst?
          Wohl kaum!
          Von daher ist jegliche weitere Diskussion mit Individuen wie Dir vollkommen sinnlios.
          Gruß von Einer, die sich mit der thematic auskennt und entsprechend im beruflichen Umfeld dort auch arbeitet.

          • Unkraut sagt:

            Was machst du denn beruflich? Bist du etwa auch im Bereich Physiognomik tätig? ;o)

            Du weichst einer Diskussion mit fadenscheinigen Begründungen aus, weils am Selbstbild rütteln würde. Wenn du den Mist auf dieser Seite glaubst, kennst du dich jedenfalls nicht aus und hast den Beruf vielleicht verfehlt. Aber differenziertes Denken ist bei ausgeprägter SchwarzWeiß-Sicht auch nicht ganz leicht. Servus!

          • Sabine sagt:

            Don’t feed the Troll!

          • Goldmund sagt:

            Unkraut, urteilst du immer über Menschen, die du nicht kennst und sprichst über Dinge, von welchen du keine Ahnung hast?

    • Gila sagt:

      An Unkraut :

      Willst du damit sagen, das ein zertifizierter Wünschelroutenbauer ein niederes Niveau hat ????? Ganz schön Anmaßend!!!

      Und natürlich lockt diese Seite ein „bestimmtes“ Publikum an, nämlich die zweite Hälfte oder das Gegenstück eines Egomanen/in, der nur aus Eigennützigkeit handelt, Schmarotzers/in, brutalen/le Menschen, unter denen dieses „bestimmte“ Publikum gelitten hat oder noch leiden. 🙁

      Und es geht nicht um Schuld, sondern um das Verständnis, warum das „bestimmte“ Publikum in diese Beziehung geraten ist, und wie man sich daraus lösen kann….

      Und kannst du uns wenigstens einen Autor nennen, der Bücher oder E-Books umsonst rausgibt ????

      • Gila sagt:

        Hey Schlauberger ääähhhh Unkraut 😉

        Physiognomik : IN GESICHTER LESEN

        Betrifft ja nicht nur Narzissten, sonder ALLE Menschen !!!!

        Immer schön sachlich bleiben….

        Was ist Psycho-Physiognomik?
        Carl Huter prägte diesen Begriff im Jahre 1889.

        Psycho-Physiognomik setzt sich aus drei, aus dem griechischen kommenden, Wörtern zusammen:

        Psyche = Seele; Physis = Körper; Gnomon = Schattenzeiger, Beurteiler.

        So meint der Begriff Psycho-Physiognomik, dass der Körper, besonders das Gesicht, der Körperbau, die Mimik. die Gestik, die seelischen Eigenschaften eines Menschen anzeigt.

        Carl Huter schreibt in seinem Hauptwerk „Menschenkenntnis“:

        „Die praktische Kunst der Psycho-Physiognomik besteht wohl in der Enträtselung der Augensprache, der Gesichtszüge, der Nasentypen, kurz in der Erkenntnis des seelischen Inhalts jeder lebendigen Form. Die Wissenschaft der Psycho- Physiognomik beginnt aber mit der Erforschung des ersten Lebensorgans, „der Zelle“, und wendet die hier gefundenen Lebens- und Formgesetze bei allen Lebewesen an, die aus der Zelle entstanden sind …“.

        🙂

        „Die Psycho-Physiognomik ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur Gesichts- und Körperformenlehre, sondern auch Lebens- und Seelenausdruckskunde. Sie zeigt uns den naturgesetzlichen Zusammenhang zwischen Lebenskraft, Geistesenergie und Körperform und daher sage ich:
        „Menschenkenntnis durch Gesichtsausdruckskunde.

    • Goldmund sagt:

      Was bist denn du für ein Komiker? Willst du vielleicht kein Geld verdienen und lebst nur von Luft und Liebe?

    • cici sagt:

      narzisten sind böse!!!! ich brauche richtige Mediziner mit Psychologie Ausbildung um überhaupt wieder versuchen normal zu leben… da ich 6jahre mit einem narzisten zusammen war. mein ganzes Leben und meine Psyche ist kaputt. ich würde belogen…manipuliert..erniedrigt.. ausgenutzt.
      gut das es diese Seiten gibt!! danke

  2. linaluna75 sagt:

    @Anna Fox

    Hmm…
    Nett gemeint – aber eben sehr viel Theorie einer – bestimmt selbstbewussten, aber eben äußerst UNreflektierten und UNinformierten – Frau, die sicherlich helfen möchte – aber eben vollkommen diverse psychologische Fakten und narzisstischen Missbrauch unterstützende Traumafolge-Mechanismen bzw Grunddispositionen auf Opferseite GÄNZLICH außer acht lässt.

    Dies mag einfach Unwissenheit sein – transportiert es aber ein fatal falsches Bild davon, wer Opfer werden kann und wer nicht!

    So impliziert bspw. allein der Umstand, eine HSP (hochsensible Persönlichkeit) zu sein, zu allermeist, dass diese Menschen quasi „ab Werk“ eine überproportional HOHE Wahrnehmung und EIGENanspruchshaltung haben – und oft dazu kommt, dass dies in unzähligen schlimmen Fällen in der Erziehung noch ausgenutzt wird seitens der Eltern, da solche „vernünftigen“ Kinder wunderbar geeignet sind, von Beginn an unter Berufung (und somit bereits Manipulation!!!) auf deren ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, SELBSTkritik, Weitblick, Vernunft, Intelligenz, komplexe und extrem rasche und perfekte Auffassungsgabe uvm (…) zu Individuen heran“gezüchtet“ zu werden, die zuallererst das Wohl ihres (missbrauchenden) Gegenübers im Blick haben – und (und hier beginnt bereits die oft unabeabsichtigte, dennoch aber stattfindende Traumatisierung und somit weitere Abdrängung der gesunden Eigenwahrnehmung und verdrehte Definition von „Selbstbewusstsein“) ergo für die Nutznießer dieser hoch Werteorientierten Wesen (HSPs) weniger bis gar nicht die EIGENE Definition und Vorangstellung von Was-tut-MIR-gut-und-was-nicht“, da wegtrainiert ( was sie selbst dann bis zum großen Crash „brav“ und perfektionistisch weiterführen, wie praktisch für alle Narzissten!!!)…

    Ein Teufelskreis, der eben NICHT bedeutet, dass diese Menschen und Opfer zu wenig „Selbstbewusstsein“ hätten – sondern eben „nur“ ein völlig fehldefiniertes und zur Groteske hin „vergewaltigtes“ – und DAS muss man als Mensch mit solchem oder ähnlichem Hintergrund erst einmal erkennen – und dann die eigene Wahrnehmung wieder erlernen, systemisch unterstützt die Hinter-Gründe für das Opfer-Geworden-Sein aufdröseln – und eben auch annehmen, dass man (entgegen der hohen eigenverantwrtlichen Selbstsicht, sich IMMER für das Gegenüber, seine Wünsche, Fehlverhalten, Wut, Aggressionen, etc verantwortlich zu fühlen und an allem als negativ erlebtem selbst Schuld zu sein…) tatsächlich einen Gang herunter schalten muss, was das eigene Selbstbewusstsein angeht!!!

    Denn solche hochempathischen, selbstkritischen, überreflektierten, hochengagierten und sich selbst stets zur Optimierung (weil hochgradig werteorientiert und im Wissen groß geworden, dass man selbst immer mit „gutem Beispiel“ vorangehen müsse, stets hart an sich SELBST arbeiten und alles von sich selbst, aber nichts vom Gegenüber erwarten darf, weil Erwartungen ja wieder nicht eigenverantwortlich sind sondern Projektionen usw…) antreibenden Menschen sind GERADE aufgrund dieses ausgeprägten Bewusstseins ihrer Selbst oft die, die Narzissten anziehen – weil sie tendenziell Licht sind – und Narzissten sich genau davon ernähren – weil in ihnen nur absolute Finsternis herrscht – eine dicke Blockade, die sie innerlich von sich selbst abschneidet und deren Verdrängung ein Leben lang wahnsinnig viel Vampirismus bedarf, sprich:
    Sie müssen sich von den GUTEN Menschen ernähren – „gut“ im Sinne von Werte-orientiert, dem Ego eher skeptisch gegenüberstehenden, denen, die mit dem Wissen geboren wurden, dass zwar ALLES in JEDEM Menschen angelegt ist, wir es aber selbst in der hand haben, eher Positives, der Gemeinschaft Dienendes zu tun, sich selbst zurück zu nehmen, auf Austausch bedacht sind, von harter Selbstarbeit überzeugt sind – und im schlimmsten Fall vllt sogar bereit sind, so viel Selbstbewusstsein an den Tag zu legen, dass sie eine Missbrauchsbeziehung mit einem Narzissten noch als Herausforderung zu NOCH MEHR Selbstkritik sehen, als „Zeichen“, dass sie vllt einfach nur „bedingungslos“ und somit „wahrhaftig“ lieben müssten – und eben fatalerweise früh gelernt haben, dass man nicht verurteilen darf, wenn sich jmd schlecht benimmt, sondern um Bewusstheit ringen muss, zu „erkennen“, warum man sein Verhalten überhaupt als „negativ“ empfindet, es könnte ja schließlich auch nur um „blinde Flecken in der eigenen Seele“ gehen, die es noch zu „erlösen“ gilt (s.a. Theoretiker wie Robert Betz, die diese Bilder nähren: zusammenfassend:
    alles nur Illusion und Projektion, wenn man schlecht behandelt wird, man ist selbst „schuld“, selbstmitleidig, nicht „bewusst“ genug, und alles könnte sooo einfach sein, wenn man seinen Peinigern nur eben dankbarer sein würde – die ja auch wieder nur ausagieren, was wir dann wohl „verdient“ haben, überdominante Mütter drängen dann die Männer dazu, sich später Frauen eben weniger nett zu nähern, das muss eine Frau dann eben „erlösen“ und noch härter an sich selbst arbeiten und an ihrem vermeintlichen Männerhass und ihrer unterentwickelten Weiblichkeit, blablabla, usw- IC ganz persönlich finde derlei Gedankengut als victim blaming und wenig hilfreich, was Selbstbewusstsein angeht – aber da mag man mir zu wenig Zugang zu solchen Autoren-Gedankenwelten vorwerfen, ist halt (m)eine Privatmeinung…)

    Und es ist wahnsinnig (!!!) SCHWER, für solche intellektuell, charakterlich und seelisch hochaktiven Perfektionisten, sich da irgendwann selbst ein Stopp zu setzen und das Gegenüber zu hinterfragen – schließlich benutzen Narzissten ja exakt die Floskeln und Mechanismen, durch die HSPs ihr Leben lang missbraucht wurden und sich selbst missbraucht haben – im bestem Willen, einfach „noch bessere Menschen“ zu werden für ihr Gegenüber – um überhaupt irgendwann einmal das „Recht“ zu haben, AUCH etwas fordern zu dürfen, zu kritisieren, sich abzugrenzen – alles drei Hauptbaustellen von Hochsensiblen und Empathen!!!

    Das eigene Innere „verbietet“ einem ja klar, niederträchtiges Verhalten als solches zu erkennen und gar noch zu benennen!!!

    Und entwickelt man dann in einer Beziehung mit einem Narzissten oder in einer langjährigen Freundschaft oder Familienkonstellation mit einem tonangebenden Narz. vllt noch Depressionen, Angstzustände usw, so geht man noch härter mit sich selbst ins Gericht – enttäuscht man ja sich selbst und v.a. sein geliebtes Gegenüber schon wieder bzw „erst recht“, da man ja nun noch schlechter und imperfekter funktioniert – und die Reaktionen des Narzissten erscheinen nun NOCH angemessener und verständlicher und noch mehr „korrekt und rechtens“ denn je!!!…

    Und das eben NICHT durch zu wenig Selbstbewusstsein, sondern aufgrund hoher Reflektionsfähigkeit und v.a. -WILLEN – HSPs scheuen sich extrem vor fahrlässigem Schubladendenken oder Abstempeln ihres Gegenübers als „narzisstisch“ oder „böse“, wissen sie doch nur zu gut um die verführbarkeit des eigenen Geistes, es sich „leichter“ zu machen, wenn man jmd beschuldigt – egal, wie grausam der einen behandelt – man hat es ja wahrscheinlich selbst „provoziert“ – zumal man vllt Jahrzehntelang dorthin sozialisiert wurde:

    Eltern, Geschwister, Freunde, Schulkameraden, Arbeitskollegen und Vorgesetzte, Partner… sie ALLE profitieren enorm von der freigiebigkeit und natürlichen Bescheidenheit und dem Misstrauen der HSP, im Mittelpunkt zu stehen, sich zu behaupten, und stattdessen immer „einzusehen“, dass ihre seltenen Gaben wie vernunft, Toleranz und Verständnis sowie Einsatz- und Leistungsbereitschaft das sind, was jeweils „zufällig“ gerade gebraucht werden – eben weil es sich die „Normalos“ (KEINE Abwertung!) per se einfacher machen – weniger Wahrnehmung, weniger neuronale Vernetzungen und ergo weniger Verantwortungsgefühl, somit ausgeprägtere Egos und selbstbezogene Kurzsichtigkeit usw. (SEHR GUTES Buch: „Berufung für Hochsensible“ von L. Rohleder!!!)

    Hochsensible / Hochintelligente sind einfach zu empfänglich für jede Art von Abwertung, Schuldvorwürfen, emotionaler Manipulation oder alles, was die Eigenwahrnehmung infrage stellt – und, GANZ WICHTIG:
    Es ist an dieser Stelle und für den Verlauf narzisstischen Missbrauchs für die Opferseite auch zweitrangig, ob die Hochsensibilität angeboren oder durch Traumatisierung „entstanden“ ist, der Effekt ist derselbe! – sagt man ihnen, dass sie sich „ungerecht“ benehmen oder gar verletzend – so werden sie das in jedem Fall glauben und automatisch gegen jedes rationale Argument noch härter bei sich selbst suchen, noch härter versuchen, ihr Gegenüber nicht wieder zu verärgern, dafür sorgen, dass er/sie sich (wieder) wohlfühlt und keinen Grund zur (An)Klage hat usw usf…

    Ein weites Feld – aber all das wird in den langen Kommentaren und theoretischen Ausführungen von Anna Fox völlig außer acht gelassen…!!!

    Man hilft den Opfern eben nicht dadurch, dass man ihnen noch mehr „Optimalfall“ und mangelndes Selbstbewusstsein vorwirft, anstatt zu berücksichtigen und zu relativieren, warum diese Theorien eben gar nicht zutreffen KÖNNEN auf eine Vielzahl von Betroffenen!

    Und VORSICHT vor allzu plakativer Zurschaustellung von „Richtig“ und „Falsch“, was Ursachen geht, da muss Frau Fox leider noch „nachsitzen“!… 🙂

    Ansonsten ist aber natürlich das Engagement zu begrüßen – es drängt sich nur die Frage nach den wirklichen Hintergründen und ihren eigenen unaufgearbeiteten blinden Flecken auf…

    • Sarah sagt:

      Mir ist das Von anna einfach viel zuviel Text, zu viel Theorie und wenig Basis.
      Ich meine das nicht Bose, aber da ist mir einfach zu wenig Substanz drin

    • PaMa sagt:

      @linaluna75

      Vielen Dank für diesen, für mich, sehr aufschlussreichen Beitrag!

      Du beschreibst das Victim-Blaming im Zusammenhang mit Robert Betz. Ich kann das, als ehemaliges „Betz-Community-Mitglied“ nur bestätigen, so wird das „gelehrt“ und die wenigsten hinterfragen das.
      Im Endeffekt geht es nicht nur darum die Verantwortung für sein eigenens Handeln zu übernehmen; es muss zwingend der nächste Schritt gegangen werden:
      Die Übernahme der Narc-Verantwortung für das Handeln in der Beziehung KLAR ABZULEHNEN OHNE SCHULDGEFÜHLE!
      Ansonsten bleibt man in der Opferrolle/Schuld-Falle stecken und wird in dieser Abwärtsspirale irgendwann zu Grunde gehen.
      Der 2. wichtigste Schritt wird aber von R.B. nicht gelehrt… 🤔

    • Doris sagt:

      Jetzt kann ich nicht sagen, was in dem Buch von Anna Fox steht, da ich es nicht gelesen habe und enthalte mich hier aufgrund fehlender Informationen einer Meinung. Doch was mir sehr gut gefällt ist der dargestellte Zusammenhang von HSP zur Verbindung Narzisten von linaluna75. Für mich ist spürbar, dass Du Dich sehr mit der Thematik auseinandergesetzt hat. DANKE für diese wertvollen Impulse.

    • Klam sagt:

      Linaluna 75. Sie sind brilliant!!! Danke

  3. Hey ihr lieben,

    danke für eure lieben Kommentare hier! Narzisstischer Missbrauch war viel zu lange ein Tabu Thema und wir werden jetzt durch den Verein alles in die Wege leiten, dass dieses Thema endlich nicht mehr nur hinter vorgehaltener Hand diskutiert wird! Anna Fox sehr lobenswert, dass sie es sich hier auf die Fahne geschrieben haben, jeden einzelnen Kommentar so ausführlich zu beantworten. Wie die Betroffenen ihnen hier zu Hauf immer wieder versuchen zu erklären- die Theorie ist gar nicht so schwer, die Praxis dagegen schon! Ich denke es ist bei allen Betroffenen ein langer Prozess, aber Bewusstwerdung ist der erste Schritt zur Heilung. Austausch mit anderen ein weiterer. Es ist auch an der Zeit, dass endlich Psychologen, Ämter und Ärzte mehr mit diesem Thema konfrontiert und geschult werden. Auch dafür setzen wir uns ein und Arbeiten hiermit schon mit einer Psychologin zusammen, die genau das zu ihrem Job gemacht hat. Wir haben mit unserer Gruppe schon sehr vielen Menschen helfen können, aus dieser schädlichen Beziehung auszusteigen. Aber jeder brauch seine Zeit und das ist vollkommen in Ordnung. Hilfe zur Selbsthilfe ist unsere Devise und ich glaube, wir können in Zukunft noch sehr viel bewegen. Haltet alle die Ohren steif und gebt nicht auf! Es ist ein langer Weg, aber der erste Schritt ist immer der schwerste!

    • Maria sagt:

      Vollkommene Übereinstimmung!!!

      Ihr Lieben da draußen….schämt Euch nicht!!! Seid nicht länger Opfer!
      Geht raus und redet!!

      Mein Umfeld will das alles auch nicht wahrhaben. Sie haben 20 Jahre zugeschaut, wie mich Depressionen, Abschottung, massive Panikattacken zu einem unsicheren und wahrnehmungsgestörten Menschen gemacht haben. Glaubt immer noch lieber meinem Exmann anstatt meinen „Verfall“ bzw. jetzt meine immensen Fortschritte zu würdigen.

      Durch meine regelmäßigen und zugegebener Maßen auch oft lauten Zusammen- und Ausbrüche, ist es halt einfacher mich als Täter zu sehen.Die meisten können mit (hoch-)sensiblen und emotionalen Menschen nicht wirklich etwas anfangen.

      Sensibilisiert bekomme ich aber einige damit, dass ich einen Vergleich anstelle:
      Niemand käme auf die Idee einem Vergewaltigungsopfer eigene Schuld zu unterstellen oder sich mit dem Täter zu solidarisieren.

      NIEMAND!

      Aber bei narzisstischen Missbrauch suggerieren dir selbst Therapeuten, dass Du selbst Verantwortung trägst!!

      Genau da hört dann bei mir der „Spaß“ auf!!! Stellt Euch vor ein vergewaltigtes Mädchen rettet sich auf die Polizeistation oder ins Krankenhaus und dort würde ihr gesagt, dass sie selbst schuld sei oder eine Teilschuld trägt, da sie einen Minirock trage???!!!

      Solange emotionaler Missbrauch totgeschwiegen wird und von Therapeuten nicht ernst genommen wird, solange es Mode ist, statt Respekt, Achtsamkeit und Rücksicht nur diese undefinierte „EIGENLIEBE“ sprich „Egoismus“ gepredigt wird, solange werden Opfer wie wir weiter Opfer sein.

      Früher wurde auch eine Krebserkrankung totgeschwiegen – Depressionen sind immer noch absolutes Tabuthema.

      Menschen die emotionalen MIssbrauch betreiben, dürfen nicht länger geschützt werden.

      Daher kämpft für Eure Freiheit! Redet drüber! Zeigt sie zumindest in der Öffentlichkeit an! Irgendwann wird ein Umdenken stattfinden und es wird nicht mehr Gesellschaftsfähig sein ein NARZISST zu sein!!!

  4. Marc sagt:

    Austausch ist wichtig und auch nötig.
    Allerdings muss irgendwann von einem selbst der Zeitpunkt kommen, an dem man genug Informationen gesammelt hat und nun selbst handeln muss.

    Ändern kann man nur selbst etwas; da hilft Alles schönreden oder generelles reden nix mehr. Wir selbst sind dafür verantwortlich, was nun passiert, ob der /die NArz noch Macht hat und in wie weit diese Personen und noch kontaktieren/nerven/manipulieren können.

    Nehmt Euch Zeit wenns Frisch ist. Redet mit Freunden, Therapeuten oder wem auch immer, aber setzt Euch selbst das Ziel, dass ihr selbst aktiv werdet und was für euer Gluck tut.
    Niemand kann Euch helfen, wenn ihr selbst nicht den ersten Schritt in Richtung Besserung macht.
    Ja, das mag sehr hart sein und man wird auch oftmals kurz vorm Rückschlag stehen, aber haltet Euch immer vor Augen, was die Konsequenz ist: Mehr Leid!

    Meine Beste Freundin hat zu mir gesagt „Bekomm endlich Deinen Arsch hoch und änder DU was“ und damit hatte sie Recht!

    Deswegen, raus aus dem Selbstmittleid und schafft Euch die glückliche Zukunft ohne NArz!

  5. Renate Schwarz sagt:

    Auch ich bin sehr dankbar ,das es hier Menschen gibt sie gleiches erlebt haben.Auch ich bin Opfer narzisstischer Gewalt.Fast 5 Jahre sind es bei mir gewesen. Oh ja.. ich erinnere mich noch sehr gut an den Anfang unserer Beziehung…noch nie wurde ich für das „wie und wer ich war“ so bewundert.Am Ende war ich ein niemand mehr…nicht mal eine eigene Meinung durfte ich noch haben.
    Langsam zum Schweigen gebracht. Weinend im Badezimmer oder auf der Toilette.. krankhaft eifersüchtig war seine Diagnose über mich, die er auch überall verbreitete.
    Seid 8 Wochen getrennt…seid 5 Wochen keinen Kontakt.
    Wenn ich heute an ihn denke, rufe ich mir sofort seinen Gesichtsausdruck vor Augen als er mich würgte…
    Was ich erlebt habe ist wahrscheinlich ein „nichts“ im Vergleich zu dem was andere durchmachen mussten.
    Doch eines haben wir alle gemeinsam….unser Leben wurde zerstört…vernichtet…ausgeschaltet…wir beseitigt, ersetzt…belohen betrogen …hintergangen, verleugnet, verheimlicht…unsere Gefühle mit Füssen getreten…
    Und wir können froh sein, wenn wir langsam …ganz langsam wieder auf die Beine kommen…und unser Leben wieder meistern…wir wieder lachen und glücklich werden.

    „Bloß nicht an die Öffentlichkeit“…. wie bitte???
    Dieses Thema gehört öffentlich …absolut…es geschieht hinter verschlossener Türe…macht die Tore auf…damit allen geholfen werden kann die sich in einer solchen Situation befinden…manchmal bin auch ich nur ein stiller Leser…na und…es zeigt mir in jeder Situation, das mein Instinkt richtig war…mamchmal diskutiere und schreibe meine Erfahrung…es tut einfach nur gut..
    Schön das es „Hilfe für Opfer von Narzissten “ gibt…

    • AnnaFox sagt:

      Hallo Renate Schwarz,
      es ist schlimm, was Ihnen da passiert ist. Keine Frage. Und es ist Klasse und mutig, dass Sie es geschafft haben zu befreien, kein Opfer mehr sein wollen.
      Aber in einem möchte ich Sie ermutigen, umzudenken!
      Sie haben geschrieben: „Doch eines haben wir alle gemeinsam….unser Leben wurde zerstört…vernichtet…ausgeschaltet…“
      Damit geben Sie „ihrem Narzissten“ immer noch Macht über sich.
      Bitte denken Sie darüber nach: kein Mensch sollte einem anderen Menschen die Macht geben, dass der dem anderen sein Leben zerstören kann, dass derjenige den anderen vernichten, ausschalten kann!
      Geben Sie „Ihrem Narzissten“ nicht auch noch nachträglich die Macht dazu, indem Sie so etwas schreiben. Stecken Sie sich nicht selbst in die Rolle eines hilflosen Opfers!
      Sie haben es geschafft sich zu befreien, und damit haben Sie bewiesen, dass Sie sich eben nicht zum Opfer machen lassen wollten, damit haben Sie aufgezeigt, dass Sie eben nicht bereit waren, dass ein anderer Ihr Leben zerstört, damit haben Sie gezeigt, dass Sie sich eben nicht ausschalten lassen – so sorry, von so einem miesen kleinen Widerling!

      Erkennen Sie ihre innere Stärke und suchen Sie sich Menschen, die Sie wertschätzend behandeln, die Ihnen mit Respekt, Achtung und Wohlwollen begegnen.

      Letztlich auch hier mein Rat: befassen Sie sich nicht länger mit so einem Idioten, stempeln Sie diesen Menschen gedanklich wirklich als einen solchen ab, einen menschlichen Versager, was so ein Mensch nämlich ist, ganz egal, welche berufliche oder gesellschaftliche Position er ansonsten einnimmt und in welche Rollen dieser Typ in der Gesellschaft schlüpft, um einen guten Eindruck machen zu wollen, stets im Mittelpunkt stehen möchte und beeindrucken möchte als Charmeur – Sie haben sein wahres Gesicht kennengelernt, und bei allem Schmerz und Verletztheit möchte ich Ihnen dennoch sagen dürfen: sind Sie froh darüber, dass Sie – wenngleich nach einigen Jahren erst, sein wahres Gesicht, sein wahres Wesen, sein wahres Ich, erfahren haben, erkannt haben. Viel schlimmer wäre doch, wenn Sie immer noch in dieser tragischen Verbindung verfangen sein würden!

      Sie haben es geschafft und haben sich befreit, WEIL er eben NICHT Ihr Leben zerstöre konnte! Weil er es eben nicht geschafft hat, Sie zu vernichten, Sie auszuschalten! Denn Sie sind immer noch da, sollten Ihren Rücken durchdrücken, aufrecht durchs Leben gehen, sich über sich selbst freuen, dass Sie es geschafft haben, dass er es eben nicht geschafft hat, Sie kaputt zu machen!

      Glauben Sie an sich und dass Sie einen guten Selbstwert haben, dass Sie als Mensch ganz viel wert sind, einzigartig sind und dass niemand das Recht hat, diesen Ihren Wert mit Füssen zu treten!
      Wehren Sie sich zukünftig sofort, wenn Sie merken, dass Sie jemand respektlos oder abwertend behandeln möchte. Zeigen Sie Ihre Grenzen sofort auf und sagen demjenigen sofort: „Stopp! So nicht! Und vor allem: mit mir nicht!“
      Behandeln Sie sich selbst liebevoll und respektvoll, wertschätzend, denn sie haben das verdient!
      Lassen Sie es nicht zu, dass irgendjemand noch einmal Ihre Gefühle mit Füssen tritt! Sie haben das in den eigenen Händen, dass das nicht passieren kann. Und versucht es doch jemand, zeigen Sie diesem sofort Ihre Grenzen auf!
      Erobern Sie sich Ihre Lebensfreude zurück! Ihr Leben ist lebenswert! Heute mehr denn je, nachdem Sie diesen Idioten aus Ihrem Leben katapuliert haben!
      Und letztlich: suchen Sie sich möglichst professionelle Hilfe, einen Therapeuten oder eine Therapeutin, die zum einen mit dem Thema Narzissmus vertraut ist und zum anderen, die Ihnen hilft, ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen.

      Niemand hat das Recht einen anderen Menschen zu verletzen – weder physisch noch psychisch!

      Gehen Sie erstarkt aus dieser toxischen Verbindung hervor und glauben Sie an sich selbst!

      • Marc sagt:

        @AnnaFox

        „Niemand hat das Recht einen anderen Menschen zu verletzen – weder physisch noch psychisch!“

        Theorie und Praxis. Diese Menschen gibt es, Fakt!
        Glaubst Du, die Opfer von Narzissten geben jenen freiwillig Macht oder weil sie sonst nix Besseres zu tun haben? Vor Manipulationen ist niemand sicher, auch Du nicht. Und das am Anfang zu erkennen ist nicht so einfach, wie Du es beschreibst.

        Dzu hast aber absolut Recht, dass man sich mit den Idioten nicht länger beschäftigen darf, neuin, muss!
        Denn DAS ist der erste Weg raus aus diesem Kreislauf, wieder hin zu einem normalen Leben!

        • AnnaFox sagt:

          Hallo Marc, niemand hat uns am Anfang unseres Lebens versprochen, dass etwas leicht sein muss.
          Und auch ich habe nicht geschrieben, dass es leicht sein würde. Sicher ist es das nicht.
          Trotzdem sollte man sich immer vor Augen halten, dass es tatsächlich so ist, dass niemand das Recht hat, einen anderen Menschen zu verletzen, weder körperlich noch seelisch.

          Ich bin kein Traumtänzer, um nicht zu wissen, dass es trotzdem passiert und jeden Tag passiert und überall auf der Welt passiert. Aber nur, weil viele es tun, andere zu verletzen, deswegen wird es trotzdem nicht rechtens.

          Wollen wir dazu beitragen, die Welt ein klein wenig besser zu machen, so können wir damit immer nur als Einzelner in unserem persönlichen Kreis damit beginnen.
          Und die Welt ein wenig besser zu machen, beinhaltet auch, dass wir achtsam sind – als Erstes mit uns selbst achtsam umgehen und dann genau so auch mit anderen.
          Aber ich halte nichts von dem, was irgendwo in der Bibel steht, dass, wenn jemand auf eine Wange geschlagen wird, er demütig auch noch die andere hinhalten solle. Das ist Unsinn!

          Ich weiss nicht, ob man so pauschal sagen kann, dass niemand vor Manipulation sicher ist. Oftmals sagen das Menschen, weil sie meinen, das, was ihnen passiert ist, genau so auch anderen passieren könne.
          Das sehe ich anders. Denn manchen Menschen passiert es eben nicht, bei manchen Menschen haben Narzissten von vornherein keine Chance. Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen, dass die einen besser und die anderen schlechter oder zu dämlich sind. Nein, ganz und gar nicht. Aber letztlich werden die wenigsten zum Opfer gemacht, sondern „lassen sich“ zum Opfer machen, schlüpfen selbst in die Opferrolle, lassen sich das Büserhemd anziehen, machen sich vor anderen klein, weil sie meinen, nicht gut genug zu sein usw.
          Insofern meine ich, ist es viel wichtiger bei sich selbst hinzuschauen, sich ehrlich zu hinterfragen, was es mit einem selbst zu tun hat. Denn dass es etwas mit demjenigen selbst zu tun hat, steht ausser Frage.

          Die Denkweise „Böser Narzisst versus Gutmensch“ ist fatal, denn damit nimmt der Narzisst zum einen noch viel zu viel Raum im Denken desjenigen ein, den er geschadet hat und hält damit zum anderen denjenigen davon ab, sich um sich selbst zu kümmern.

          Wie sieht denn die Manipulation aus? Letztlich gleicht es einer Gehirnwäsche, der Narzisst unterschwellig oder offen seinem Partner suggeriert, dass er nicht gut genug ist, dass er mangelhaft ist und derjenige zweifelt irgendwann an sich selbst und bemüht sich auch noch, dem Narzisst alles recht zu machen. Und warum? Um in seinen Augen gefallen zu finden, um von ihm Anerkennung und Zuwendung zu bekommen, letztlich, um geliebt zu werden.
          Nur bitte, dass muss man sich wirklich mal verdeutlichen: Warum will ein Mensch von so einem selbstherrlichen, selbsgefälligen und ansonsten verächtlichen, lieblosen und miesen Typen geliebt werden?

          Nein, vermutlich ist es nicht einfach, gewisse Manipulationen von vornherein zu durchschauen, der eigenen inneren Stimme zu trauen und auf die zu hören und beim ersten Erkennen loszulaufen, weg zu laufen, abzuhauen so schnell und so weit die Füsse tragen!

          Ein Mensch, der einen schlecht behandelt, der einen verächtlich und mies behandelt, der verdient es nicht, dass man sich ihm zuwendet und verdient es zweimal nicht, dass man ihn nicht verlassen würde.

          Die Fähigkeit zu lieben, wahrhaft zu lieben, nicht narzisstisch zu lieben meine ich damit, sondern aufrichtige mitfühlende Liebe, die fängt bei jedem selbst an. Deswegen muss jemand kein Egoist und auch kein Narzisst sein, aber so, wie wir uns selbst behandeln, nämlich mitfühlend, achtsam, nachsichtig, verständnisvoll, wohlwollend, genau so, sollten wir erwarten, dass andere uns auch behandeln. Tun sie es nicht, können wir sie als Erstes darauf aufmerksam machen und sagen, dass ihr Verhalten wir verletzend empfinden. Ist das demjenigen gleichgültig, ist derjenige weiterhin verletzend oder verhöhnt den anderen gar, dass der eben eine Mimose sei oder gar psychisch krank sei, dann gibt es nur eines: Notbremse ziehen, den anderen aus seinem Leben katapultieren, sich selbst wieder dem eigenen Leben zuwenden, sich auf sich selbst konzentrieren und sich Menschen, Freunde suchen, die einen wertzuschätzen wissen. Der Narzisst wird sich nicht ändern, aber diejenigen Partner eines Narzissten können sich ändern, erkennen, weiterentwickeln und ihre Lebensfreude wiedergewinnen – OHNE diesen narzisstischen Idioten, ganz egal, ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelt!

          Raus aus dem Hamsterrad, raus aus dem Teufelskreis, kein Kontakt mehr, weder persönlich, noch telefonisch, noch per Email oder sonstwie. Vermutlich am Anfang nicht einfach, denn die Entwöhnung von einem Narzissten kommt einem Drogenentzug gleich, weil derjenige nämlich emotional abhängig ist oder war.
          Sucht euch professionelle Hilfe! Wendet euch an Menschen, die euch wirklich gern haben und mögen, die euch unterstützen, so wie Deine Freundin, Marc, die Dir sagte, Du solltest Deinen Allerwertesten hoch kriegen.

          Es ist zu schaffen und wer es schafft, der fühlt sich hinterher nicht nur zunehmend befreit, sondern geht auch erstarkt aus so einer toxischen Beziehung hervor.

          Nochmal, ich sage nicht, dass das alles leicht ist. Aber es ist machbar, wenn es jemand wirklich will!

          • Marc sagt:

            @ Anna
            Man kann sich das so lange wie man will „Vor Augen halten“, dennoch ist die Realität meist eine komplett Andere.
            Natürlich hat ein Mensch kein Recht, einen Anderen schlecht zu behandeln. Wenn Alles so wäre, wie Du schreibst, gäbe es keine Opfer von narzisstischem Missbrauch, weil sich jeder dessen vor Ausbruch eben bewusst wird.
            Wieder Therorie und Praxis.
            Auch Dein Hinweis auf die Bibel, ich versteh grad nicht, was das mit der Aussage an sich zu tun hat.

            KEIN Mensch ist vor narzisstischem Missbrauch sicher und ich hab auch noch niemanden getoffen, dem sofort ein Warnlicht angegangen ist. Wenn, dann waren das Andere Gründe. Ein N manipuliert und davor ist selbst der stärkste Charakter nicht sicher.
            Wenn Du das erkennen kannst, Glückwunsch, aber ich hab mich leider manipulieren lassen und das nicht mitbekommen. Und das hat nix mit fehlendem Selbstwertgefühl oder sonst was zu tun.

            Nimm mir das jetzt bitte nicht übel, aber Du schreibst sehr ausfühlich, aber das hat für mich leider keine Basis.
            Deinen letzten abschnitten stimme ich aber uneingeschränkt zu; man selbst (und nur man selbst) muss es unternehmen und das auch wollen. Das, und nix anderes, ist der Weg aus dem Tief.

      • Susanne sagt:

        @ Anna Fox

        Wie immer reinste Theorie, aus der Luft gegriffen, ohne Fundament und persönlicher Stellungnahme#!

        Kopierte, endlose Texte in allen Foren.

        • Ich kann Susanne schon verstehen. Sie maßen es sich hier ja auch an alle „therapieren“ zu wollen, ohne darum gebeten worden zu sein. Ich finde ihre Ausführungen ebenfalls sehr theoretisch und auch ein wenig unempathisch. Sie stehen einfach ganz woanders als die Betroffenen, und das merkt man sehr deutlich. Reine Theorie schafft aber selten Bewusstsein. Zu einem Therapeuten kommen die Klienten freiwillig. Hier sind einfach nur Menschen, die sich austauschen wollen- ich glaube nicht, dass sie eine genaue Analyse ihres Verhaltens haben wollten. Deswegen verstehe ich Susanne schon. Nichts für ungut.

        • Sunny sagt:

          Was maßen SIE sich denn hier an? Ist ja unfassbar, wie Sie hier maßregelnd, belehrend und übergriffig kommentieren. Betroffene haben andere Sorgen, als sich hier mit Ihren anmaßenden Fragen auseinanderzusetzen und sich von Ihnen Beurteilungen gefallen zu lassen. Einfach nur unverschämt!

  6. Martina sagt:

    Hallo,

    ich bin auch ein Opfer eines Narzissten und weiß erst seit der Trennung Anfang Juli was das bedeutet, habe komischerweise 2 Wochen vor der Trennung zum 1. Mal sehr oberflächlich davon gehört… Ich habe Gott sei Dank schnelle Hilfe bei einem Psychologen bekommen, war 3 Wochen krankgeschrieben und bin immer noch fassungslos, traurig und leer, genauso wie man es überall nachliest.
    Ich bin eine sehr selbstbewusste und emanzipierte Frau, die immer alles gewuppt hat und dann so etwas…. das mir das passieren konnte, so manipuliert zu werden…..

    Das muss ich erst einmal verstehen, 1 wunderschönes Jahr, nur Liebe, Fürsorge (Kontrolle) und dann nach fast 2 Jahren das AUS, so kalt so böse wie ein Horrorfilm, wenn der nette Hauptdarsteller am Schluss seine Maske abnimmt und nachdem ich diese tollen Seiten „Umgang mit Narzissten“ gelesen habe ist es wie ein Puzzle, ich kann so viele Dinge 1:1 übernehmen.
    Seine 1. WhatsApp Nachricht war: Ich bin einer von den Guten……
    Die Koseworte – nie meinen Namen zu erwähnen, wer denkt sich da etwas Böses??? Wer möchte nicht gerne „Mäuschen“ MEINE SÜßE“ genannt werden??
    Über das Mäuschen denke ich inzwischen auch anders….
    Danke für die tolle Hilfe, die ich durch diese Seiten gefunden habe!!
    Martina

    • AnnaFox sagt:

      Hallo Martina,
      mein Name ist Anna und ich habe den Artikel eingangs aufmerksam gelesen, wie ich auch Ihre Schilderungen aufmerksam gelesen habe.
      Bewundernswert finde ich, dass jemand so offen schreiben kann über das, was ihm da passiert ist. Ich versuche mich da einzuspüren und denke dass das einerseits nicht einfach ist, andererseits aber sicherlich auch eine Art Erleichterung und erster Schritt zur Selbsthilfe sein kann oder aber begleitend für jemanden, der sich bereits professionelle Hilfe gesucht hat.
      Eine gute „Einrichtung“ finde ich auch die Website „HilfefuerOpfervonNarzissten“.

      Beim Lesen Ihrer Schilderungen bin ich allerdings ein wenig darüber „gestoplert“, dass Sie zum einen anführen eine sehr selbstbewusste und emanzipierte Frau zu sein, weiter unten dann schreiben „Wer möchte nicht gerne „Mäuschen“ MEINE SÜßE genannt werden und es letztlich mit einem Menschen, der Sie ignorant, geringschätzig, abwertend, respektlos, gleichgültig, verhöhnend und ohne eine Spur von Mitgefühl behandelt hat, so lange „ausgehalten“ haben.

      Hier wie bereits bei ähnlichen Schilderungen von anderen Frauen, stellen sich mir immer als erstes die Frage: Warum lässt sich eine angeblich selbstbewusste und emanzipierte Frau so eine verächtliche, würdelose Verhaltensweise eines Mannes gefallen?

      Für mich zeigt sich an dieser Stelle ein Widerspruch.
      Verstehen Sie es bitte nicht falsch, ich möchte hier weder als wertend noch urteilend auftreten und verurteilend schon zweimal nicht.
      Wenn ein Mensch aber vorgibt „selbstbewusst“ zu sein – also sich seiner Selbst bewusst, was beinhaltet, dass ein Mensch, in dem Fall als Frau, jemand um seinen persönlichen Wert weiss, sich dessen – wie das Wort „selbstbewusst“ es anzeigt – bewusst ist, sich somit auch seiner eigenen Würde bewusst sein müsste, warum lässt sich so jemand dann würdelos behandeln?
      Mit Liebe hat das nichts zu tun. Weder von der einen Seite, noch von der anderen.

      Ich glaube, dass der eigentliche „Knackpunkt“ der ist, dieses eigene „Selbstbewusstsein“ zu hinterfragen. Das erscheint mir viel wichtiger und hilfreicher, um Klarheit zu gewinnen und aus diesem Gefühlschaos wieder herauszukommen, als sich ständig nur mit dem „Narzissten“ befassen zu wollen, sozusagen dem „Täter“ auseinandersetzen zu wollen, Antworten finden zu wollen, warum der sich so verhalten hat, wie er sich eben verhalten hat oder gar noch Entschuldigungen finden zu wollen für dessen miserables Verhalten, weil der „arme Kerl“ vielleicht eine schlimme Kindheit hatte oder so.

      Niemand ist für die Kindheit eines anderen erwachsenen Menschen verantwortlich und es gibt auch so etwas wie eine Verfallsdatum, das am 18. Geburtstag eines jeden Menschen einsetzt, wo Eltern für die weitere Entwicklung eines Menschen nicht mehr verantwortlich gemacht werden können, wo jeder selbst für sich Verantwortung übernehmen muss.

      Insofern kann auch eine „tragische Kindheit“ später nicht als ständige Entschuldigung und Rechtfertigung bemüht werden, wie es gerne Partner von Menschen mit narzisstischer Prsönlichkeitsstörung tun, weil diese mit ihrem Helfersyndrom letztlich der perfekte Co-Narzisst oder Komplementärnarzisst ist. Oft wollen das die sogenannten „Opfer“ nicht hören, dennoch ist es so.
      Für abwertendes, respektloses, geringschätzendes und ignorantes Verhalten gibt es keine Entschuldigung. Punkt.
      Und letztlich ist Fakt, DASS er sich so verhalten hat! Und eigentlich zählt nur das. Und hier setzte bei einem wirklich selbstbewussten Menschen sofort sein eigener Schutzmechanismus ein, indem er sich so ein Verhalten nicht bieten lässt. Das hat auch nichts mit fehlender Gutmütigkeit, Gefühllosigkeit und mit jemanden Nachsicht haben wollen zu tun, wie es auch kein Entschuldigen geben kann, indem jemand sagt „Aber am Anfang war der doch ganz anders, am Anfang war der doch ganz lieb und charmant und bezaubernd usw.“
      Fakt ist, dass er es dann plötzlich nicht mehr ist. Und nur dieser Fakt zählt dem Moment und jemand der wirklich selbstbewusst ist, als sich seines Selbst und damit seines Wertes bewusst ist, macht hier an dieser Stelle der Verletzung dann einen Schritt zurück, reagiert genau aus diesem seinem Selbstbewusstsein und dem Wissen um seinen Selbstwert, baut einen Schutzwall um sich auf, nicht indem so jemand dann in Tränen ausbricht, sondern indem er dem anderen, dem Verletzer, ganz klare Grenzen aufzeigt, unmissverständlich dem anderen erklärt „So nicht! Das machst Du nicht mit mir!“
      So ein abwertendes Verhalten darf kein zweites Mal passieren und passiert auch kein zweites Mal bei einem wirklich selbstbewussten Menschen, denn er gibt dem Verletzer gar keine Chance so etwas überhaupt ein zweites Mal tun zu können, denn da ist beim ersten Mal schon Schluss. Zumindest für einen Menschen, eine Frau, die wirklich sich ihrer Selbst bewusst ist, eine wirklich selbstbewusste und emanzipierte Frau ist. An so eine Frau traut sich normalerweise ein Mann mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gar nicht erst ran, und wenn doch, ist diese Begegnung in kürzester Zeit beendet.

      Bitte verstehen Sie es nicht falsch, nicht an Kritik ihrer Person, denn das soll es nicht sein. Aber ich glaube, viele Frauen machen sich da in gewisser Weise selbst etwas vor, wenn sie von sich selbst sagen, sie würden sehr selbstbewusst sein. Und eigentlich müsste hier erst einmal geklärt werden, was jemand unter einem gesunden Selbstbewusstsein versteht?

      Und ich kann Ihnen als selbstbewusste Frau auch verraten, dass eine selbstbewusste und emanzipierte Frau ganz und gar nicht „Mäuschen“ oder „Meine Süße“ genannt werden möchte.
      Denn diese angeblichen Koseworte sind keine Koseworte für eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht, die sich ihrer Selbst bewusst ist, die „immer alles gewuppt“ hat, will sagen, die mutig ist und ihr Leben gut alleine meistern kann. So eine Frau ist weder ein Mäuschen noch eine Süsse, sondern eine starke, selbstbewusste und emanzipierte Frau, die es nicht braucht von einem Mann verniedlicht zu werden.
      Ich kenne einige Frauen, die wirklich selbstbwusste Frauen sein, die eigenständig und eigenverantwortlich ihr Leben leben, beruflich wie privat erfolgreich sind und die sich nicht über einen Mann definieren, die sich lauthals dagegen wehren würden, Mäuschen oder meine Süsse genannt zu werden.

      Gut, dass Sie über das „Mäuschen“, wie sie schreiben, inzwischen scheinen auch anders zu denken, wenngleich Sie nicht erklärten, „wie“ das „anders“ gemeint ist und die drei Punkte am Ende ihres Satzes letztlich Raum lassen für eigene Interpretationen und Spekulationen, nicht hervorgeht, wie sie heute wirklich darüber denken.

      Warum sind Sie heute immer noch fassungslos, und vor allem warum fühlen Sie sich heute immer noch traurig und leer?
      Das kann ich als selbstbewusste Frau nicht nachvollziehen.
      Behandelt mich jemand mies, abwertend, respektlos, geringschätzig und zeigt Null Einfühlungsvermögen und aufrichtiges Mitgefühl, stattdessen, dass ich demjenigen offensichtlich gleichgültig bin, versucht mich dann so jemand sogar noch zu verhöhnen, so hat das alles doch eigentlich nichts mit mir zu tun, sondern macht deutlich, wer der andere ist, der sich so verhält.
      Und eigentlich ist das doch letztlich eine „wunderbare“ Enttäuschung, die derjenige damit sichtbar macht, nämlich, dass er mich vorher versuchte zu täuschen. NUR – wer bitte, möchte gern getäuscht werden?
      Ich denke, niemand. Auch ich nicht. Und insofern würde ich als selbstbewusste Frau in der Art reagieren, und das schon beim ersten Mal eines solches „Daneben-Benehmens“ von so einem Mann, dass ich ihm offen ins Gesicht schauen würde, sagen würde „Danke! Danke, dass Du mir nun Dein wahres Gesicht gezeigt hast, Deine Maske hast fallen lassen, Du mich nun nicht mehr täuschst! Und jetzt darfst Du gehen. Ich möchte mit Dir nie mehr etwas zu tun haben.“
      Und wenn er schon nicht gehen würde, dann würde ich gehen. Und zwar auf Nimmerwiedersehen. Und da würde es auch keinen Versuch des Narzissten mit iner Entschuldigungsorgie hinterher geben. Da wäre einfach Schluss, aus, Ende, weil ich nicht gewillt bin, mich von irgend jemanden mies, abwertend, gemein, gefühlskalt, missachtend usw. behandeln zu lassen.
      Weil ich bin ein wertvoller Mensch – auch, wenn ich Stärken und Schwächen habe und manchmal eben auch Fehler mache. Das gehört zum Leben eines Menschen dazu. Aber Respektlosigkeit, Geringschätzigkeit, mangelnde Achtung vorm anderen, fehlendes Einfühlungsvermögen, das gehört nicht zwingend dazu und mit Menschen, die so sind, möchte ich auch nichts zu tun haben, versuche ich auch gar nicht erst in meinen persönlichen Kreis zu lassen. Es entspricht einem gesunden Selbstwertgefühl und einem gesunden Selbstbewusstsein, dass man Grenzen aufzeigt und bestimmte Verhaltensweisen sich von anderen einfach nicht bieten lässt, umgekehrt sich auch nicht auf die Ebene eines anderen herablässt, der sich so mies verhält.

      Wenn ich nun hier „ich“ geschrieben habe, so meine ich damit nicht mal nur mich selbst als Frau, sondern kann in diesem Sinne auch für andere wirklich selbstbewusste Frauen sprechen, die das genau so sehen und sich genau so verhalten, wie ich das tun würde und auch schon getan habe.
      Es geht dabei hier nicht darum um sich selbst zu „erhöhen“ und kopfschüttelnd auf andere herabzuschauen, wie ihnen so etwas passieren konnte, sondern es geht mir darum, weil ich eben auch eine Frau bin, allerdings eine wirklich selbstbewusste Frau bin, die das ansonsten auch so nicht „heraushängen“ lässt,dass ich Frauen hier ermutigen möchte, um aus dem emotionalen Schlamassel wieder herauszukommen, wieder innerlich frei, heil und erstarkt zu werden, dass diese Frauen in erster Linie bei sich selbst hinschauen sollten, sich selbst hinterfragen sollten, WARUM das jemand, WARUM das ein Mann überhaupt mit ihnen machen konnte? Warum sie das zugelassen haben? Warum sie nicht sofort die Reissleine gezogen haben, schon beim ersten Mal? Und nicht zuletzt auch Warum eine Frau gern „Mäuschen“ genannt werden möchte, denn ein „kleines, süsses Mäuschen“ zu dem „übermächtigen, grossen, starken Mann“ aufschaut.
      Die Frage, die sich diese Frauen auch stellen sollten, ist die: was haben sie überhaupt für eine Vorstellung von einem Partner bzw. von dem Mann, der ihnen Partner sein könnte?
      Man muss keine Emanze sein im negativen Sinn, wenn man sich nicht „Mäuschen“ oder „meine Süße“ nennen lassen möchte, sondern so eine Frau möchte lediglich als Partnerin nicht verniedlicht werden, möchte dem Mann, mit dem sie zusammen ist eine „gleichwertige“ Partnerin sein, indem man sich gegenseitig auf Augenhöhe begegnet.
      Ein Mann, der mich geringschätzig, abwertend, gleichgültig, zynisch behandelt, so ein Mann kann einer wirklich selbstbewussten Frau kein Partner sein, weil er nämlich mit seinem Verhalten ganz klar offenbart, dass er kein wirklich selbstbewusster, starker Mann ist, sondern ein mieses, kleines Würstchen, dass sein Selbstwertgefühl daraus beziehen muss, indem er andere abwertet, um sich selbst aufzuwerten!
      Wie menschlich „klein“ ist das denn? Wenn das jemand nötig hat – egal, ob das ein Mann oder eine Frau ist, dann offenbart das immer, wer derjenige selbst ist.
      Jemand der wertschätzend und respektvoll ist, der achtsam ist und liebevoll, jemand, der um seinen eigenen Selbstwert weiss und sich seiner Würde bewusst ist, so jemand behandelt auch andere Menschen dementsprechend wertschätzend, respektvoll, achtsam und liebevoll.

      Der bösartige Narzisst ist wie er ist. Er ist unfähig sich zu ändern, denn er stellt sich selbst im Weg sich ändern zu können, da er sich ja für denjenigen hält, der „in Ordnung“ ist, der grandios ist, der keine Fehler macht und wenn er diesbezüglich schon mal nicht „ausweichen“ kann, dass er einen Fehler nachgewiesen bekommt, selbst dann macht er noch andere dafür verantwortlich, dass die die Vorlage sozusagen gegeben haben, dass er gar nicht anders konnte, als sich so zu verhalten. Und genau so hält er es mit der Wahrheit, die es bei einem bösartigen Narzissten in dem Sinne eigentlich gar nicht gibt bzw. er seine eigenen Wahrheiten hat, die er dementsprechend verdreht, so dass er letztlich immer als „der Gute“, der „Bewundernswerte“ dastehen will.
      So ein Mensch wird sich nicht ändern, denn er will sich gar nicht ändern, weil er sich ja so, wie er ist, für grandios hält.

      Aber so sorry, solche Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, ob das nun eine leichte oder eine schwere Störung ist, solche Menschen sind einfach nur anstrengend, auch, weil sie ständig im Mittelpunkt stehen müssen, ganz im Sinne von ICH, Icher, am Ichsten. Solche Menschen sind nicht nur anstrengend, sondern als Partner auch noch peinlich und so sorry, wenn ich das so direkt schreibe, welche Frau oder welcher Mann möchte gern mit so einem „Kotzbrocken“ von Menschen gern zusammensein?
      Und wenn jemand dennoch mit so jemanden zusammen ist und zusammen bleibt, dann stimmt mit demjenigen auch etwas nicht. Und nur das ist es wert sich selbst zu hinterfragen, um da wieder rauszukommen und im eigenen Leben weiterzukommen und vor allem, dass demjenigen so etwas kein zweites Mal passiert.
      Das zumindest wünsche ich hier allen Betroffenen!
      Da rauszukommen, ihre Lebensfreude wieder zu finden, auch, indem sie ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein hinterfragen und stabilisieren.
      Alles Gute!

    • Anonym sagt:

      Hallo Martina,
      hatte auch ganz kurze Begegnung mit Mann, der kleines Mäuschen und Prinzessin als Kosenamen hernahm. Hatte ihn nicht ernst genommen und Abwertung erfahren;-), die werden nicht aufhören zu spielen. Er war auch der einzige Gute unter den Bösen. Lass dich von so einem kleinen Wicht nicht runterziehen, die werden nie glücklich.

  7. Christian sagt:

    Ich finde es extrem wichtig, dass sich jemand diesem Thema annimmt. Aufklärung ist eine Sache aber wirklich zu helfen ist noch viel wichtiger. Die Hilfe zur Selbsthilfe ist ein erster Schritt. Selbst wenn man selbst nicht in der Lage ist professionell zu helfen, kann man zumindest Ratschläge geben, welches Vorgehen richtig und wichtig ist. Hilfe für Opfer von Narzissten macht einen guten Job und wird die Welt mit dem Verein zu einem besseren Ort machen.

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