Den Narzissten kann man nicht besiegen

Opfer von Narzissten werden nach der Trennung meist noch von Rachegelüsten getrieben und wollen es dem Narzissten um jeden Preis heimzahlen. Sie können es nicht ertragen, ihn ungestraft davonkommen zu lassen. Der Narzisst soll spüren, was er seinem Opfern angetan hat und er soll für seine Taten büßen. Daher entschließen sich viele Betroffene oft zu einem verbitterten Kampf gegen den Narzissten, um ihn wenigstens einmal in die Knie zu zwingen.

Bild: © sharpner – Fotolia.com

Betroffene haben in einer Beziehung mit einem Narzissten derartige Kränkungen erfahren, dass sich ihr Schmerz zu einer wahren Rachsucht entwickeln kann, die sie nicht mehr kontrollieren können. Sie starten dann oft eine völlig unbedachte Offensive gegen den Narzissten, die ihr Leid in der Regel nur noch vergrößert, weil sich der Narzisst von den Angriffen entweder unbeeindruckt zeigt oder selbst zu einem Gegenangriff ausholt. Betroffene werden dann weiter in ihrer Würde verletzt und müssen feststellen, dass sich der Narzisst nicht so einfach unterkriegen lässt. 

In ihrer Wut wollen Betroffene zurückschlagen und denken meist nicht an die Konsequenzen. Bei einer leichten Form von Wut werden dem Narzissten seine Fehler lediglich vorgehalten. Er wird beschuldigt, seinen Partner gedemütigt und missbraucht zu haben.  Betroffene setzen auch in ihrer Wut Gerüchte in die Welt, betreiben Rufmord oder versuchen, andere gegen den Narzissten aufzuhetzen. Bei starker und anhaltender Wut, die auch in einer regelrechten Raserei münden kann, können Betroffene zur Gewalt greifen, indem sie den Narzissten schlagen oder sein Eigentum beschädigen oder zerstören. 

Teilweise setzen Betroffene ihren ganzen Erfindungsreichtum ein, um den Narzissten in eine Falle zu locken. Sie wollen ihn blamieren, bloßstellen oder schädigen. Er soll selbst einmal erleben, wie es ist, gedemütigt, hintergangen und betrogen zu werden. Manchmal soll dieser Akt der Rache auch durchaus eine erzieherische Wirkung haben. Dann schlagen Betroffene zurück in der Hoffnung, der Narzisst würde durch die kränkende Erfahrung etwas lernen und sich zukünftig bessern.

Dem Narzisst wird der Prozess gemacht

In komplexeren Fällen versuchen Betroffene, den Narzissten mit rechtlichen Mittel zu bestrafen. Betroffene wollen dann, dass alle mitbekommen, was der Narzisst für ein abscheulicher Mensch ist und wie übel und skrupellos er sich verhalten hat. Oft begründen sie auch ihre Prozesssucht mit der guten Absicht, andere hilflose Opfer vor dem Tyrannen schützen zu wollen. Daher soll er von einem Richter über Recht, Ordnung und Sitte aufgeklärt werden und für die massiven Verletzungen der persönlichen Würde von Betroffenen einen angemessenen Preis zahlen.

So können Scheidungen in wahre Rosenkriege ausarten, aber auch andere Prozesse wie z. B. eine Räumungsklage, weil der Narzisst nicht aus der gemeinsamen Wohnung ausziehen will oder der Kampf ums alleinige Sorgerecht bei gemeinsamen Kindern. Oder dem Narzisst wird sexuelle Belästigung, Kindesmissbrauch, Verleumdung, Unterschlagung von Steuergeldern oder illegaler Waffenbesitz unterstellt. Alles, was man gegen den Narzissten anführen kann, wird genutzt, um gegen ihn einen Prozess anzuzetteln.

Dabei ist es sicherlich nachvollziehbar, wenn sich ein Betroffener gegen die Ungerechtigkeit wehren möchte, um auf diese Weise ein Gefühl der Genugtuung zu bekommen. Doch in den meisten Fällen laufen gerichtliche Prozesse ins Leere, weil sich der seelische Missbrauch nur sehr schwer beweisen lässt. Da er auf der einen Seite keine klaren Spuren hinterlässt, wie z. B. der körperliche Missbrauch, und auf der anderen Seite der Narzisst seine Argumente sehr überzeugend und plausibel vortragen kann, ist das Beweisen einer Schuld schwierig. Ohne glaubhafte Beweise steht lediglich Aussage gegen Aussage.

Der Narzissten täuscht alle

Das Risiko, dass Betroffene sich weitere Kränkungen einhandeln, ist sehr hoch. Der Narzisst ist sich nicht zu schade, unverfroren zu lügen, Tatsachen nach Herzenslust zu verdrehen, falsche Beweise vorzutragen, manipulierte Zeugen vorladen zu lassen, die Glaubwürdigkeit des anderen in Frage zu stellen, Gutachten zu seinen Gunsten ausstellen zu lassen, wichtige Dokumente verschwinden zu lassen und sich dabei so vertrauenerweckend und charmant zu präsentieren, dass niemand seine Version auch nur annäherungsweise anzweifelt.

Die grandiose Selbstinszenierung wird zwar nicht mit einem Oscar prämiert, dafür erweckt der Narzisst aber – weil man ihm nichts nachweisen kann – den Anschein der Seriosität. Unbeteiligte oder neutrale Richter halten den Narzissten für durch und durch anständig, weil er seine Version so plausibel vortragen kann und gegenteilige Darstellungen mangels Beweise nur als Vermutungen angesehen werden. Das löst bei den Opfern aber noch mehr Wut und regelrecht eine Hysterie aus, weshalb eine sachliche Verhandlung dann kaum noch möglich erscheint.

In dem Ausmaß, wie Betroffene durch die Täuschungsmanöver des Narzissten den eigenen Verstand verlieren, werden sie als verrückt angesehen und als unglaubwürdig eingestuft. Und aus Sicht des Narzissten soll am Ende auch alles darauf hinauslaufen. Er will, dass sein Gegner die Nerven verliert und durchdreht. Alle sollen sehen, dass sein Gegner außer emotionalen Entgleisungen keine fundierten Fakten anzubieten hat. Es ist für Betroffene dann eine große Enttäuschung, festzustellen, dass sie mit der Wahrheit keinen Millimeter weiterkommen und nur auf verschlossene Türen stoßen.

Außerdem kommt noch hinzu, dass das private Umfeld von Betroffenen die Streitlust gar nicht nachvollziehen können. Weil sie den Narzissten bislang nur von seiner freundlichen Seite kennengelernt haben, sehen sie nicht die perfiden Muster des Narzissten und können gar nicht verstehen, warum sich der Betroffene dermaßen aufregt. Opfer müssen dann oft feststellen, dass sie mit Ihrer Meinung alleine dastehen und bekommen zunehmend das Gefühl, wahnsinnig zu werden, weil alle etwas anderes glauben – nur nicht die Wahrheit.

Brechen Sie ab, ohne aufzugeben

Die sinnvollste Lösung scheint dann zu sein, den Kampf abzubrechen, aber ohne sich selbst dabei aufzugeben. Betroffene sollten versuchen, ihre aufgestaute Wut auf einen anderen Weg zu verarbeiten. Sie sollten beginnen, loszulassen. Das entspricht nicht im Geringsten dem Eingeständnis einer Niederlage, auch wenn es der Narzisst sicherlich so sehen wird.

Es ist wichtig zu lernen, den Narzisst links liegen zu lassen, völlig unabhängig, was danach passiert und was er danach noch macht. Betroffene dürfen sich nicht länger provozieren lassen und ihm auf diese Weise wieder in die Falle laufen. Sie müssen den Narzissten abhaken, er ist der Mühe und Aufregung nicht wert, selbst wenn er dadurch schuldfrei entkommt.

Natürlich löst sich die eigene Wut nicht in Luft auf, wenn man den Narzissten ziehen lässt. Zurück bleibt dann immer noch das Gefühl, eiskalt ausgenutzt und gedemütigt worden zu sein. Diesem Gefühl müssen Betroffene nun nachgehen, um es in die richtigen Bahnen zu lenken. Eine psychotherapeutische Behandlung kann hier oftmals sehr viel mehr bewirken, als ein gewonnener Prozess.

Es ist ein Irrtum, dass man die Wut besiegen kann, indem man den Narzissten besiegt. Selbst wenn Opfer es gelungen ist, dem Narzissten bloßzustellen und zu demütigen, dann lindert es die Wut nur für einen Augenblick. Es macht die Vergangenheit damit aber nicht ungeschehen. Es feuert jedoch den Hass des Narzissten an, der früher oder später wieder zurückschlagen wird.

Die Wut hält die emotionale Verstrickung aufrecht

Der zwanghafte Wunsch nach Rache und Vergeltung, die Hoffnung, eine umfassende Entschuldigung von dem Narzissten zu hören und das Verlangen nach Wiedergutmachung ist eine natürliche Reaktion auf die entwürdigenden Behandlungen, die Opfer erlebt haben. Sie möchten selbst einmal das Gefühl erleben, über den Narzissten zu stehen und ihm überlegen zu sein – so wie er es pausenlos bei ihnen war. Sie möchten aus der jahrelangen Ohnmacht herauskommen und einmal Macht über den Narzissten bekommen.

Doch die Macht über sich selbst und über ihr Leben bekommen Opfer nicht zurück, indem sie gegen den Narzissten kämpfen. Auf diese Weise verharren sie in einer emotionalen Abhängigkeit zum Narzissten und sind immer noch nicht frei von ihm, weil sie ihr ganzen Tun nur dem Zweck unterordnen, ihn zu vernichten. Macht über ihr Leben bekommen sie nur zurück, wenn sie sich von allen unangenehmen Einflüssen befreien: der Kontakt zu dem Narzissten, die ewigen Gedanken um den Narzissten und die eigene innere Wut.

Beenden Sie das Spiel

Verabschieden Sie sich aus dem Spiel und lassen Sie den Narzissten alleine spielen. Es ist sicherlich ein unglaublich schwieriger Prozess, die Energie in eine andere Richtung zu lenken und sich aus der emotionalen Umklammerung zu befreien. Doch in einer zermürbenden Auseinandersetzung mit einem Narzissten finden Betroffene niemals den Weg zum inneren Frieden.

In der Regel spiegelt uns das Leben immer wieder seelische Verletzung aus der Vergangenheit, die noch nicht aufgelöst wurden. Der Narzisst kann diese Wunden sehr treffsicher berühren. Der Narzisst sollte für Betroffene zukünftig nicht mehr der Feind sein, den man zerstören will, sondern ein Spiegel, der bei der eigenen persönlichen Weiterentwicklung helfen kann.

Betroffene sollten eine neue Sichtweise einnehmen. In den meisten Fällen produzieren wir unser Unglück in unserem Kopf selbst und durch einen Tunnelblick, der sich durch die Wut auf den Narzissten ganz automatisch ergibt, wird die eigene Unzufriedenheit noch weiter gesteigert. Die Energie der Wut sollte in eine andere Richtung gelenkt werden. Nur dann können Betroffene wieder zu einem inneren Gleichgewicht zurückfinden.

Der Narzisst wird sein ganz persönliches „Waterloo“ erleben – auch ohne Ihre Hilfe

Das Leben wird von ganz alleine dafür sorgen, dass sich eines Tages die Gerechtigkeit einstellt – da müssen Opfer von narzisstischem Missbrauch gar nicht nachhelfen wollen. Das Gefühl des Narzissten, immer zu gewinnen, unbesiegbar zu sein, sich alles erlauben und herausnehmen zu können sowie alles zu bekommen, was er will, treibt ihn in eine Überheblichkeit. Aus dieser Überheblichkeit heraus wird er zunehmend nachlässiger. Und aus dieser Nachlässigkeit heraus begeht er Fehler, die ihn Kopf und Kragen kosten werden. Betroffene können sich darauf verlassen, dass sich der Narzisst früher oder später sein eigenes Grab schaufelt!


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Veröffentlicht in Blog, Trennung von einem Narzissten
69 Kommentare zu “Den Narzissten kann man nicht besiegen
  1. Steff sagt:

    Ihr Lieben “Mitstreiter“ ..ich habe mal eine Frage und bräuchte euren Rat. Ich bin nach 4 jahren Beziehung seid ca einem viertel Jahr getrennt. Die Beziehung wurde immer schlechter, naja ihr kennt das ja, ..und als ich ihn dann letztlich auf einer Datingseite gesehen habe, habe ich ihm dort “alles gute“ gewünscht. Jetzt hat er nahtlos die Nächste, eine Fernbeziehung, die er im Urlaub kennen gelernt hat, während ich meine Sachen geholt habe . Es ist alles an Demütigung und Ungerechtigkeit kaum zu überbieten. Ich halte seit dem den Kontaktabbruch konsequent durch… Der Grund warum ich schreibe:Ich lebe in einer Kleinstadt, er auch in der selben. Ich weiss nicht..ist es gut, dass die anderen wissen, was er mit seinem verhalten anrichtet? Eigentlich ja, aber dann kriegt er ja mit dass ich leide. Das will ich auf keinen Fall. Bis jetzt tu ich vor seinen Eltern stark, lass nix gucken.. aber 2 weitläufige Freundinnen von mir, die ich eigentlich nicht belügen will, haben Eltern die mit seinen Eltern sehr eng befreundet sind .. es ist verflixt. Wenn ich jetzt der Einen erzähle, in was für einem Tal ich bin, dann kommt das mit Sicherheit zu ihm… Es regt mich auf, dass er mir letztlich auch das noch nimmt, den ehrlichen Zugang zu den Mädels, aber ich bin auch zu stolz und will nicht das er sich ergötzt an meinem Leid.., versteht ihr? Was mach ich denn da? .. Und ich habe jetzt Weihnachten noch viele Gesangsauftritte und Krippenspiel, wo ich ihn mit Sicherheit sehen werde.. da will ich erst recht nicht, das er mich sieht und innerlich weiss dass es mir weh tut … Also die Frage eben, wenn man es öffentlich macht, dann kriegt er ja auch mit das es Leid auslöst, an dem er sich eben wieder “ernähren“ kann… Versteht ihr das Dilemma? .. Ich wäre fpr Tips sehr dankbar:-)

  2. Ina sagt:

    Hallo in dieser Runde, ich tue mich schwer damit meine Rachegedanken zu ignorieren. Meine Trennung ist sechs Wochen her und oft noch genau so schmerzlich wie am Anfang. Er ist zwei Tage nach unserer Trennung zu seiner Ex gezogen die ihn in den elf Monaten unserer Beziehung gestalkt hat. Sie hatte vor dem offiziellen Part der damaligen Beziehung schon über sieben Jahre ein Verhältnis mit ihm. Sie hat ihren Mann und ihre Familie verlassen und ist über die anschließende Trennung fast durchgedreht. Ich kann aufgrund dieses Forums den Beweggrund ihn zurückzunehmen verstehen ,obwohl ich weiß ,dass wenn er das nächste Mal mit ihr fertig sein wird nichts mehr von ihr übrig ist. Ich selbst komme nicht zur Ruhe weil ich das Meer aus Lügen und Schauspielereien kaum ertragen kann. Ich weiß um seine kranke Seele und dennoch wünschte ich mir so sehr nicht derartig missbraucht worden zu sein. Ich schaffe es kaum aus diesem Gedankenkarussell auszusteigen. Immer wieder fallen mir Situation ein, in denen ich mir eingestehen muss dass ich einfach nur zur falschen Zeit am falschen Platz gestanden habe. Nachdem meine Gynäkologin mir wegen meines schlechten Allgemeinzustandes den Hormonspiegel getestet hat, hat sich herausgestellt dass ich schwanger war. In meiner unendlichen Trauer und handfesten Depression habe ich meinen Zustand nicht bemerkt. Dafür bin ich dankbar! Zitat von Christian Bischoff “ Das Leben spricht liebevoll zu dir, es hat noch etwas besseres mit dir vor. “ Ich weiß das, aber ich fühle nichts mehr außer Trauer. Die Verdrehungen , so viele Situationen hab mich fast in den Wahnsinn getrieben. Er ist Betriebsleiter einer hiesigen Brauerei und quetscht sich selbstbewusst in jedes Zeitungsbild und spürt nichts von der verbrannten Erde die er hinterlässt. Ein seelenloses Monster!

    • Sophie sagt:

      Liebe Ina,
      mir ging es ähnlich, aber bei mir ist es jetzt über ein Jahr her. Ich merke, dass mein neues Leben viel wichtiger für mich ist. Ich weiss dass, und wenn ich doch mal wieder ins Krübeln komme, suche ich mir eine schöne Aufgabe, die mich erfüllt und glücklich macht oder ich besuche jemanden. Ich will mir mein schönes neues Leben nicht von IHM nehmen lassen, weil ich depressiv werde oder gar verrückt und nichts mehr auf die Reihe bekomme. Dann hätte er ja auch gewonnen, wenn er mich dann trotzdem zerstört.
      Erhol dich erstmal, genieß die Zeit ohne ihn und freu die auf dein Baby. Sei froh, dass es den Vater nicht ertragen muß und schöpfe Kraft aus diesem Gedanken. Du schaffst das besser allein als mit einem Monster an der Seite.
      Alles erdenklich Gute für eure Zukunft, Sophie

      • Ina sagt:

        Hallo Sophie,
        danke für Deine Antwort. Ich „war“ schwanger.Das meinte ich mit der Aussage, dass ich froh war es nicht bemerkt zu haben. Ich hatte eine massive Blutung die ich nur für normal hielt, weil meine Menstruation unpünktlich kam.Ich bin froh das der Bus an mir vorbei gefahren ist. Ich habe ihn an dem Tag als ich es erfahren habe zufällig gesehen. Er hat mich noch nicht mal gegrüßt.
        Du hast so recht, nach 9 Wochen gelingt es mir zunehmend den Blick auf mich zu konzentrieren. Ich weiß es ist noch eine Strecke, aber der Tag wird kommen wo ich wahrscheinlich sogar froh sein werde ihm begenet zu sein, weil ich glücklich sein möchte. Und das ist so ziemlich die bewussteste Entscheidung die ich je getroffen habe.Dir alles Liebe Ina

    • Sionia sagt:

      Ich verstehe es so gut!War 23 Jahre mit einem Narzisst verheiratet.Als er mich wegen einer Frau verliess…war ein emotionaler Wrack.Alles was Du machen kannst….bewahre Abstand zu ihm, setz ihm die Grenzen und besiege ihn mit Humor ( auch wenn es anfangs schwer fällt)
      DRÜCKE DIR DIE DAUMEN.
      P.S.Deutsch ist nicht meine Muttersprache aber ich hoffe Du verstehst eas ich damit sagen wollte. LG

    • Elisabeth sagt:

      Liebe Ina, danke für deine ehrlichen Worte und für deine Öffnung. Ich bin mit meinem Narzissten noch zusammen und leide entsetzlich darunter. Ich weiß jetzt so viel, wie sie gestrickt sind und was sie brauchen. Vor allem würden ihn deine Worte Nahrung und Glück geben, wenn er sie je hier finden würde. Denn genau das braucht und will er. Er saugt Emotionen auf, die er ausgelöst hat und suhlt sich in der Macht, die er ausübt. Du bist auf dem richtigen Weg, wenn du dich dahin gehend richtest, ihn nicht mal mehr zu ignorieren. Selbst Ignorieren gibt ihm Macht. Ich wünsch dir von Herzen alles Liebe. Schreib mir wenn du magst.

    • Steff sagt:

      Ich versteh Dich soo gut!Es ist alles an Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit kaum zu übertreffen… Ich wünsch dir alles Liebe und Kraft und ein gutes verarbeiten und loslassen … Alles Liebe! Stefanie

  3. FeeInFreiheit sagt:

    Hi,
    ich habe drei Jahre eine absolut schräge Beziehung mit einem in meinen Augen durchaus narzisstisch (/psychopathisch) geprägten Menschen hinter mir. Es war die Hölle. Ich musste tief fallen, um nicht nur zu begreifen und zu verinnerlichen, sondern auch lernen.
    Es ist ein langer Weg. Nicht einfach. Regelrecht gebrochen habe ich mich gefühlt. Vorwürfe machte ich mir. Viele Fragen stellte ich mir. Ich wollte nicht wahrhaben, dass Jmd. so… sein kann. Mit professioneller Unterstützung habe ich den Weg gefunden wieder die zu werden, die ich zuvor war. Zu erkennen, wie in meiner Liebe auch eine Abhängigkeit entstand zu diesem Menschen, der ein Spiel spielte.

    Mit meiner Auffassung von Gerechtigkeit bin ich nicht weit gekommen. Weil fair ist ein Narzisst oder zumindest eine Person mit auffälliger Prägung nie. N’s machen keine Fehler. Sie trifft keine Schuld. Neiiin. ..ihr kennt das oder? Und diese Sätze wie „Das habe ich nie gesagt“ obwohl man es sich hinterher direkt aufgeschrieben hat? Notiert, weil man ja dem Wahnsinn nahe geführt wird..

    Nach Regen folgt Sonnenschein. Ich bin wieder glücklich. Voller Energie. Akzeptiere. Wut und Hass, wie schon geschrieben, binden nur länger. Verzeihen? Die Zeit heilt Wunden. Verzeihen musste ich mir selbst. Meine Schwächen. Meine Unachtsamkeit mir gegenüber. Ihm?

    Wenn ich ihn sehe (unvermeidbar), lächle ich. Denke mir: Du hast dein Spiel mit mir verloren. Ich blicke nun gespannt meiner Zukunft entgegen. Wartend auf „richtige“ Liebe. Wo Worte und Handlungen zueinander passen. Keine Nutzenanalyse und Objektivierung oder Regeln die nur für mich gelten.

    Die Beziehung hatte von Beginn an etwas Skurriles. Hinterher immer leicht gesagt. Aber es ist was dran an der These, dass es sich bemerkbar macht. Nur die rosarote Brille erlaubt nicht den realen Blick.

    Kurzum. Meine Erfahrung gleicht einem Bilderbuchexemplar eines Narzissten (/Psychopathen).
    Ich habe über Dinge gelernt, die ich mir vorher nie vorgestellt hatte, dass „sowas“ möglich sei.

    Ich lasse ihn ziehen. Mit seinem ganzen unverbesserlichen Selbst, der Weinflasche in der Hand und seinen Geschichtchen.

    Sich selbst zu verstehen, derartige Prägungen zu verstehen und wieder den Fuß auf die richtige Spur zu stellen, die da lautet: Konsequent meiden und jedwede Kommunikationsanläufe im Sande verlaufen zu lassen. Auch wenn es Wochen dauert und alle verfügbaren Kanäle beansprucht. CUT! Nur das hilft.

    Und plötzlich lebt man wieder 🙂

    Der Blog war insgesamt sehr hilfreich bzw. interessant. Danke.

  4. Maja sagt:

    Genau das hielt mich davon ab, gegen meinen Exmann wegen Partnerschaftsgewalt juristisch vorzugehen. Es wäre so sinn- wie aussichtslos Gerechtigkeit in irgendeiner Form vor Gericht zu erfahren. Schon bei sichtbarer Gewalt tut sich unsere Justiz schwer, mit unsichtbarer Gewalt wird sie gar nichts erst anzufangen wissen. Davon abgesehen, mit welchem Wert sollte denn das Gericht meine durch seine Bösartigkeit zerstörte Seele und das Leben meines ungeborenen Kindes bemessen und bewerten, um Schmerzensgeld und Schadensersatzhöhe zu ermitteln – was ist meine Seele, meine zerstörte Gesundheit wert, was ist das Leben meines toten Kindes wert? Er könnte es mit keinem Geld der Welt bezahlen!

    „Betroffene können sich darauf verlassen, dass sich der Narzisst früher oder später sein eigenes Grab schaufelt!“

    Eben – hoffentlich früher als später. Nur für den Fall, dass das nicht eintreten sollte (und selbst wenn es eintritt), werde ich dereinst auf seinem Grabe tanzen und jubeln!

    • Elena sagt:

      Leider stimmt es aus meiner Sicht nicht so ganz, dass sich Narzissten früher oder später ihr eignes Grab schaufeln, sondern oft bis zum Grab immer wieder durchkommen und sich sogar noch ein Grabredner mit anerkennenden Worten findet. Was mein Mitleid eher erregt und meine Wut lindert, ist die Vorstellung wie wahnsinnig einsam und traurig ein Leben ohne Liebe und Mitgefühl für andere Menschen sein muss.

  5. Sabeth sagt:

    „[…] Dabei ist es sicherlich nachvollziehbar, wenn sich ein Betroffener gegen die Ungerechtigkeit wehren möchte, um auf diese Weise ein Gefühl der Genugtuung zu bekommen. Doch in den meisten Fällen laufen gerichtliche Prozesse ins Leere, weil sich der seelische Missbrauch nur sehr schwer beweisen lässt. Da er auf der einen Seite keine klaren Spuren hinterlässt, wie z. B. der körperliche Missbrauch, und auf der anderen Seite der Narzisst seine Argumente sehr überzeugend und plausibel vortragen kann, ist das Beweisen einer Schuld schwierig. Ohne glaubhafte Beweise steht lediglich Aussage gegen Aussage.

    Der Narzissten täuscht alle
    Das Risiko, dass Betroffene sich weitere Kränkungen einhandeln, ist sehr hoch. Der Narzisst ist sich nicht zu schade, unverfroren zu lügen, Tatsachen nach Herzenslust zu verdrehen, falsche Beweise vorzutragen, manipulierte Zeugen vorladen zu lassen, die Glaubwürdigkeit des anderen in Frage zu stellen, Gutachten zu seinen Gunsten ausstellen zu lassen, wichtige Dokumente verschwinden zu lassen und sich dabei so vertrauenerweckend und charmant zu präsentieren, dass niemand seine Version auch nur annäherungsweise anzweifelt.

    Die grandiose Selbstinszenierung wird zwar nicht mit einem Oscar prämiert, dafür erweckt der Narzisst aber – weil man ihm nichts nachweisen kann – den Anschein der Seriosität. Unbeteiligte oder neutrale Richter halten den Narzissten für durch und durch anständig, weil er seine Version so plausibel vortragen kann und gegenteilige Darstellungen mangels Beweise nur als Vermutungen angesehen werden. Das löst bei den Opfern aber noch mehr Wut und regelrecht eine Hysterie aus, weshalb eine sachliche Verhandlung dann kaum noch möglich erscheint.

    In dem Ausmaß, wie Betroffene durch die Täuschungsmanöver des Narzissten den eigenen Verstand verlieren, werden sie als verrückt angesehen und als unglaubwürdig eingestuft. Und aus Sicht des Narzissten soll am Ende auch alles darauf hinauslaufen. Er will, dass sein Gegner die Nerven verliert und durchdreht. Alle sollen sehen, dass sein Gegner außer emotionalen Entgleisungen keine fundierten Fakten anzubieten hat. Es ist für Betroffene dann eine große Enttäuschung, festzustellen, dass sie mit der Wahrheit keinen Millimeter weiterkommen und nur auf verschlossene Türen stoßen.

    Außerdem kommt noch hinzu, dass das private Umfeld von Betroffenen die Streitlust gar nicht nachvollziehen können. Weil sie den Narzissten bislang nur von seiner freundlichen Seite kennengelernt haben, sehen sie nicht die perfiden Muster des Narzissten und können gar nicht verstehen, warum sich der Betroffene dermaßen aufregt. Opfer müssen dann oft feststellen, dass sie mit Ihrer Meinung alleine dastehen und bekommen zunehmend das Gefühl, wahnsinnig zu werden, weil alle etwas anderes glauben – nur nicht die Wahrheit. […]“

    Aber genau darum geht es: um die Tatsachen. Darum, diese öffentlich zu machen, statt das Geschehende totzuschweigen, zu verdrängen, es durch den Täter bagatellisieren oder ganz leugnen lassen zu können. – Es geht um eigene Rehabilitierung und um eine Verhaltensänderung aufseiten der Täter – die Narzissten nun einmal sind.

    Man kann hierzu nur lautere Mittel einsetzen – man muss also, wo und soweit möglich, den Rechtsweg beschreiten, wenn der Narzisst sein „Fehlverhalten“, sein Tätersein, sein Schädigen nicht eigenständig, eigeninitiativ einsieht, nicht zugibt, sich nicht dafür entschuldigt und es vor allem nicht einstellt.

    Bei allen schädigenden Verhaltensweisen kann es jedoch letztlich nur darum gehen, zu erwirken, dass sie beendet werden, dass (andere) Menschen also nicht (mehr oder grundsätzlich) zu Schaden kommen – durch ein Verhalten, das kein unumgängliches, kein zwangsläufiges ist, sondern ein letztlich pathologisches.

    Und es ist leider häufig erforderlich, dass es zuvor zu einer Erschütterung, Krise kommt – leider lernen Menschen häufig erst durch Leiderfahrung, sie kann zumindest ein Auslöser dafür sein, dass ein Einsehen stattfindet, dass die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit sich selbst, mit eigenen Unzulänglichkeiten, eigenem Fehlverhalten, dessen Ursachen, Hintergründen, dadurch (durch die Erschütterung, die Krise, die Leiderfahrung) angestoßen/in Gang gesetzt wird.

    Und natürlich geht es auf Seite der Geschädigten darum, ihrem Bedürfnis nach Gerechtigkeit, nach Wiedergutmachung und Rehabilitierung (also dem Wiederherstellen ihres Selbstwertgefühls, ihres Vertrauens/Vertrauenkönnens, ihrer emotionalen Balance) nachzukommen, dies zu respektieren, anzuerkennen und – soweit möglich – zu realisieren.

    Man kann hier durchaus von „Täter-Opfer-Ausgleich“ sprechen.

    Es geht folglich nicht ums „Besiegen“, um Rache/Vergeltung/Strafe – um also wiederum Macht, Gewalt, somit: Kompensationshandlungen, sondern um einen notwendigen Ausgleich, um das Wiederherstellen der eigenen Unversehrtheit (soweit möglich) und um eine Läuterung, Reifung, „Heilung“ beim Täter – dahingehend, dass er solche schädigenden Verhaltensweisen nicht mehr anwenden muss.

    Hierfür ist durchaus erforderlich, dass Opfer/Geschädigte gerade nicht alles mit sich allein ausmachen oder gar pathologisiert werden, sondern dass sie offen und öffentlich über das Geschehene, die Tat, sprechen können und dürfen – ohne also pathologisiert, diffamiert – und damit ein weiteres Mal beschädigt – zu werden.

    Dass es dafür Raum gibt, denn sie sind zumeist keineswegs allein oder als „seltene Ausnahmeerscheinung“ betroffen und genau das gilt es durch das Öffentlichmachen des Geschehenen deutlich, d.h. erkennbar zu machen – für andere Geschädigte, aber auch andere Täter.

    Wenn es vollständig in den je persönlichen, ausschließlich privaten Bereich abgedrängt wird, kann es nicht zu einer solch wichtigen Information, Aufklärung, zu daraus folgendem Erkennen (-Können) von emotionalem (und ggf. auch körperlichem) Missbrauch kommen, denn dann suchen die Opfer die „Schuld“ stets bei ausschließlich sich selbst – womit Tätern wiederum überhaupt erst ermöglicht wird, sich weiterhin schädigend verhalten zu können und: zu dürfen. Es wird dadurch folglich zu keiner Veränderung des Verhaltens von Tätern kommen – können.

    Schweigen brechen ist daher unerlässlich und unter Umständen auch das Beschreiten des Rechtsweges – auch bei „schlechten Aussichten“ auf „Erfolg“ – es geht um auch den symbolischen Akt dessen, darum, gesellschaftlich ein Bewusstsein für solche Taten – als eben schädigende Taten – zu schaffen und dafür, wie verbreitet sie leider sind und dass und warum wir dies weder hinnehmen können, wollen noch sollten.

    • Hope sagt:

      Ich kann dem Beitrag nur zustimmen. Mit jahrelanger gezielter Vorbereitung wurde mein Ruf und meine Existenz im Rahmen einer Scheidung und Sorgerechtsprozess einfach kaltblütig vernichtet. Es ging halt um Geld. Das Vorgehen war so unglaublich, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre und den Täter rechtzeitig hätte erwischen können. Nach Jahren musste ich von meinem persönlichen Scherbenhaufen und den meiner Kinder mit allen Konsequenzen wahrnehmen. Der disziplinierte und kontrollierte Umgang mit den persönlichen Schädigungen und Verletzungen ist mühsam, gut geht. Aber was unzweifelhaft ist, narzisstischer Täter kann immer wieder zuschlagen und weiter vernichten, was er ja möchte. ER wird nie loslassen, und wenn er den richtigen Start für seine Vernichtungsstrategie gefunden hat, ist man ihm mehr oder weniger ein Leben lang seinem Hass ausgeliefert und läuft immer wieder in seine Falle. Gut, in unserem Falle besteht halt noch Abhängigkeit durch die Kinder. Gundsätzlich haben wir ein falsches Opferverständnis, im Falle des narzisstistischen ist es noch schwerer, weil das Ausmaß von narzisstischen Taten einfach nicht gesehen wird. Und dennoch denke ich, dass man im rechtlichen Sinne Taten, die der Gegenseite Schaden zufügt, sehr wohl besser beurteilen könnte und vor allem gutachterich-psychologisch strenger durchleutet werden sollten. Ich weiß, Narzissten haben selbst da die Gabe, sich vor einer psychologischen Begutachtung zu drücken. Ich bin schon auf einem guten Weg, auch wenn es schwer ist, 15 Jahre Ehe mit Kindern plus der regelrecht „kriminell“ geplanten und durchgeführten Jahre danach einfach loszulassen. Wer einmal aus dem (narzisstischen) Blechnapf gefressen hat. (-: (-:

    • Zukunft sagt:

      Ich kann dem Beitrag nur zustimmen. Mit jahrelanger gezielter Vorbereitung wurde mein Ruf und meine Existenz im Rahmen einer Scheidung und Sorgerechtsprozess einfach kaltblütig vernichtet. Es ging halt um Geld. Das Vorgehen war so unglaublich, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre und den Täter rechtzeitig hätte erwischen können. Nach Jahren musste ich von meinem persönlichen Scherbenhaufen und den meiner Kinder mit allen Konsequenzen wahrnehmen. Der disziplinierte und kontrollierte Umgang mit den persönlichen Schädigungen und Verletzungen ist mühsam, gut geht. Aber was unzweifelhaft ist, narzisstischer Täter kann immer wieder zuschlagen und weiter vernichten, was er ja möchte. ER wird nie loslassen, und wenn er den richtigen Start für seine Vernichtungsstrategie gefunden hat, ist man ihm mehr oder weniger ein Leben lang seinem Hass ausgeliefert und läuft immer wieder in seine Falle. Gut, in unserem Falle besteht halt noch Abhängigkeit durch die Kinder. Gundsätzlich haben wir ein falsches Opferverständnis, im Falle des narzisstistischen ist es noch schwerer, weil das Ausmaß von narzisstischen Taten einfach nicht gesehen wird. Und dennoch denke ich, dass man im rechtlichen Sinne Taten, die der Gegenseite Schaden zufügt, sehr wohl besser beurteilen könnte und vor allem gutachterich-psychologisch strenger durchleutet werden sollten. Ich weiß, Narzissten haben selbst da die Gabe, sich vor einer psychologischen Begutachtung zu drücken. Ich bin schon auf einem guten Weg, auch wenn es schwer ist, 15 Jahre Ehe mit Kindern plus der regelrecht „kriminell“ geplanten und durchgeführten Jahre danach einfach loszulassen. Wer einmal aus dem (narzisstischen) Blechnapf gefressen hat. (-: (-:

  6. Moorkönigin sagt:

    Seit 2 Jahren getrennt, weine ich immer noch fast jeden Tag – um die Hoffnungen, die er mir immer wieder gemacht hat. Ich tue mir selber leid, dass ich auf so einen Blender und Lügner hereingefallen bin, wie all die anderen Frauen.
    Ich danke meinem schönen Körper, dass er mir psychosomatische Beschwerden geschenkt hat, sonst wäre ich nie hinter sein System gekommen.
    Er verbringt die Nacht mit seiner Schickse und sagt mir Stunden später, er liebe nur mich. Ich sei die einzige, er rühre keine andere Frau mehr an
    Mittlerweile glaube ich, er glaubt seine eigenen Lügen. So ein armes Würstchen. Was er sich schon im Absurditäten verstrickt hat, ohne jegliches Unrechtsbewusstsein.
    Schlim.
    Früher war er so ein schöner Mann, heute durch Alkohol, Stress, Nikotin und Tablettensucht, inklusive Viagra, ein Wrack.
    Und dieser Unmensch ist noch so viel in meinem Kopf.
    Ich bin jeden Morgen froh, dass ich alleine aufwache, ohne dieses faule, stinkende Wesen.
    Abends bin ich froh, ohne ihn einschlafen zu dürfen.
    Bäh, er ist als Arzt so in die Verwahrlosung gegangen. Und die jungen Mädels fliegen auf ihn.
    Ich freue mich jeden Tag, ihn weniger in meinen Gedanken zu haben.
    Die Abhängigkeit lässt nach.
    Therapeuten und Familie helfen.
    Dort erfahre ich wohltuendes Mitgefühl.
    Danke dafür.

  7. Romy sagt:

    Hallo an alle hier im Forum ,
    ich lese nun schon längere Zeit hier mit und möchte mich nun auch mitteilen.
    Dieses Forum und die sehr vielen hilfreichen Beiträge , helfen mir bei meiner eigenen Verarbeitung zu einer Beziehung , bzw Trennung von einem Narzissten , wie er im Buche steht .
    Von Glück kann ich reden , das unsere Beziehung erst knapp 7 Monate bestand , d. h. mit kurzen Trennungen dazwischen .Diese immer wieder kehrenden Dramen ( Eifersucht und Kontrollsucht mit Beschuldigungen), waren von ihm inszeniert um in der Zeit andere Frauen für seine gut gefüllte Pipeline zu ködern . Doch das war mir anfangs alles nicht bewusst. Sein Fokus lag anfangs ausschließlich auf mir und ich erlag seinem Charme . Wusste er um seine Wirkung auf mich , hatte mich sicher im Sack sitzen ,aber mit der Zeit, erkannte ich ihn nicht wieder . Jedes Zusammensein war Stress und der blanke Horror . Seine grundlose Eifersucht , mich bei jeder Kleinigkeit zu kontrollieren und observieren . Mich Taten beschuldigt hat ( Männer hinter seinem Rücken zu kontaktieren , wobei er es wirklich tat – Frauen kontaktieren) , ich musste zeitliche Nachweise erbringen , wo ich wann genau war . Es war einfach nicht mehr auszuhalten und ich konnte mir meine Angst und Herzrasen bei seiner Anwesenheit anfangs nicht erklären . Sein Ton wurde laut und scharf , voller Vorwürfe . Selbst ein paar Bekannten redete er ein , mit mir würde etwas nicht stimmen , ich hätte Borderline oder Narzissmus , beides . Die zwei Bekannten zog er auf seine Seite . Ich begann mich täglich immer mehr zu entschuldigen , zu rechtfertigen , redete und erklärte mich um Kopf und Kragen . Hatte oft richtige Angstzustände mit Panikattacken . Doch welche Schuld ich trug und warum ich mich überhaupt rechtfertigen musste , ergaben keinen Sinn und Zusammenhang . Er verdrehte alles und jedes Wort , so das zum Schluss der Inhalt des Streits nicht erkennbar war . Er liebte die Macht und den Druck , den er auf mich ausüben konnte . Mich lautlos und gefügig machen .
    War er mal ein paar Stunden nicht da , beruhigte sich alles wieder in mir und ich dachte , vielleicht lag es ja doch an mir , er bräuchte eben mehr Liebesbeweise . Die er ständig einforderte und ich zuungunsten meines Berufs- und Privatlebens täglich gab . Nachts war er wach , machte sehr oft durch , da keinen festen Job ( was ich anfangs nicht wusste , da er log ).
    Auch kiffte er , ich sollte es nicht mitbekommen . Auch waren seine EX – Freundinnen in seinen Augen alle psychisch gestört . Das war mir schon verwunderlich , dachte aber anfangs nicht weiter nach.
    Mein Schlafpensum rutsche auf ein Minimum , ich war nicht mehr ich . Müde und ausgelaugt lebte ich neben mir her . Er wollte nachts diskutieren mit mir und natürlich Liebe machen – nach seinen Regeln !
    War ich an der Arbeit , vergnügte er sich im Netz , ich bekam es nach und nach raus . Nicht nur Pornographie , nein , er suchte reale Kontakte .
    Von mir darauf angesprochen , begründete er es mit der Tatsache – ich würde ihm nicht genug Liebe , Zeit und Aufmerksamkeit schenken und ich würde ihn dahin treiben . Bis dato , hatte ich nie so etwas erlebt . Wie entwürdigend und verachtend . Wie kann ein Mensch derart verlogen und hinterlistig agieren .
    Ein paar Trennungstage und er war wieder da , charmant , voller Liebesschwüre und Versprechen . Ich verzeihe mir nicht , das ich ein paarmal erneut hereinfiel .
    Alles ging wieder von vorne los , Frauen über Frauen . Erst telefonierte er mit ihnen , dann skypte er , was da alles lief , ich möchte es nicht wissen .
    Doch irgendwann kochte bei mir das Fass über , meine Wut und Verzweiflung war riesengroß , denn ich wusste , dass ich dies alles nicht lange überlebe , wenn es so weiter gehen würde .
    Nur die endgültige Trennung und Kontaktsperre würden mich wieder gesunden lassen . Er machte sich plötzlich einen Spaß daraus zu gehen – Warmgewechselt zur Nächsten Frau , die natürlich allemal besser als ich wäre !! Ich war baff und er hat es wieder geschafft , mich damit klein zu machen . Er zog gleichgültig von dannen .
    In meiner Seele war ein Loch , er hat mir etwas genommen , was ich nie wieder erlangen werde – Vertrauen und meine Unbeschwertheit , meine Fröhlichkeit . Das , was ihn anfangs so faszinierte an mir .
    Doch damit nicht genug , per Handy meldete er sich weiterhin über SMS , die ich nicht blockiert hatte , sondern nur Whatsapp hatte ich blockiert .
    Sein Wunsch diesmal : Unsere Sexualität wäre doch so einmalig gewesen , diese würde er gerne mit mit – quasi als Verhältnis – weiter aufrecht erhalten . Er könnte mich nicht vergessen .
    Meine Wut stieg in mir hoch und ich ließ mich zu einigen dummen SMS-en hinreißen . Es war ihm eine Genugtuung , allein das ich antwortete. Davon lebt er – Aufmerksamkeit ! Heute weiß ich , das nur konsequentes Ignorieren hilft . Auch wenn es verdammt schwer fällt .
    Denn diese Menschen kehren immer wieder , wissen um unsere hohe Emotionalität und Verletzbarkeit . Sie saugen dich aus wie Energievampire und bist du kraftlos und leer ziehen sie weiter. Du sollst als leere Hülle zurückbleiben , wirst keines Blickes oder gar Gedanken mehr gewürdigt .
    Und verdammt , warum muss ich darüber nachdenken , mir den Kopf zermartern und er lebt genauso weiter , ohne Selbsterkenntnis und auch nur irgendeine Entschuldigung mir gegenüber . Das verletzt dermaßen , und lässt unseren Genesungsprozess unnötig in die Länge ziehen .
    Wie gesagt , es waren nur 7 Monate , aber sie kamen mir vor wie 2 Jahre und es blieb nichts als ein Scherbenhaufen .
    So stürmisch er in mein Leben wirbelte – so Hurrikanähnlich wirbelte er wieder hinaus – und hinterließ ein Trümmerfeld .
    Meine Seele erholt sich ganz langsam , Tag für Tag etwas mehr .
    Mein Mitgefühl denen hier im Forum , die viele Jahre und Jahrzehnte mit solch Monstern ertragen mussten .
    Und herzlichen Dank – das es dieses Forum gibt . Es hat mir zu sehr viel Erkenntnis verholfen und die Beiträge anderer Teilnehmer helfen sehr .

  8. icke sagt:

    ein freundliches Hallo in die Runde,
    von Anfang an hatte ich ein komisches Gefühl. ..immer wieder. ..was als Affäre für mich begann, wurde zu einer sehr intensiven Beziehung mit einem 14 Jahre jüngeren. nach 5 Jahren merkte ich daß er spielsüchtig ist, lügt und betrügt, gaslightning etc…meine Eltern verhinderten daß ich mich von ihm trenne. danach ging es nur noch bergab mit mir. nach 7 Jahren warf ich ihn raus…sehe ihn aber täglich, er ist mein Nachbar. habe ihn vom Hartz4 zum gutverdiener gecoacht. er hat während der Beziehung seine Schulden abbezahlt, ich welche aufgebaut. ..jetzt ist es 11 Jahre her….bis vor einem halben Jahr hatten wir noch immer mal Sex, obwohl er ein neues Opfer hat…aber damit ist Schluss! ich arbeite mega hart, langsam stellt sich Erfolg ein. letzte Woche fuhr ich an dem Casino vorbei wo er sein komplettes Geld verballert ( er ist inzwischen verschuldeter denn je). dachte, kuckste mal rein….da saß er mit seinem Opfer, Mutter von 2 kleinen Kindern am zocken. …um 1.30 nachts….als er sie dann demonstrativ kraulte, er mag sowas garnicht, habe ich mein ganzes Skorpiongift verspritzt, und zwar mit Vergnügen! ich weiß er wird sich rächen wollen. …aber ich weiß alles von ihm und ich habe keine Angst. ich habe seiner Freundin gesagt, er wird dich und auch deine Kinder zerstören, habt ihr eigentlich einen babysitter oder lasst ihr die Kinder alleine…etc etc….es war toll! nun bin ich endgültig frei….egal was er macht oder anzettelt….ich habe keine Angst mehr…boahhhh ich wusste garnicht daß ich so bitchy sein kann! er kann nichts machen. …ich weiß zuviel. ..oke vielleicht schneidet er meine geliebten Rosen und Lilien ab, aber ernsthaft schaden kann er mir nicht mehr! ich bin wieder in meiner Mitte und Kraft! euch allen auch viel Kraft und Selbstvertrauen. …mit Beziehungen bin ich allerdings erstmal durch! ich komme gut alleine klar! liebe Grüße!

    • Lina2 sagt:

      Gratuliere!

      Aber kleine Frage…gibst du dich denn damit zufrieden, dass du mit Beziehungen durch bist? Dann bist du ihm auch damit zu Willen.

      Gönn dir lieber was Gutes!

  9. Friedel sagt:

    Mit Interesse habe ich den aktuellen Newsletter gelesen. Grundsätzlich eine gute Anleitung im Umgang. Vielen Dank dafür!

    Unter Berücksichtigung der jeweiligen Einzelgeschichte, denke ich jedoch, dass es nur stellenweise zutrifft.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Ausführungen zu Rache insgesamt zutreffend sind.

    Ich schließe mich ein und diesbezüglich Freunden aus meinem Umfeld an, denen Ähnliches passiert ist, es geht keinesfalls um Rache sondern lediglich um Wiederherstellung von Gerechtigkeit.

    Ein Freund kämpft nunmehr seit Jahren. Nie hat er aufgegeben. Diverse gerichtliche Verfahren. Nunmehr mit Erfolg für ihn und das Blatt dreht sich gewaltig gegen die Gegenseite. Es geht ihm nicht um Rache.

    Auch mir geht es keinesfalls um Rache. Das ich den Menschen nicht erreiche ist klar. Jedoch ist für mich auch klar unter Berücksichtigung der Historie, Äußerungen alleine zu meinem eigenen Schutze nicht stehen lassen zu können.

    In einem Punkt laufe ich nicht konform. Ich denke durchaus, dass es stellenweise Sinn macht sich zur Wehr zu setzen und je gradliniger, umso besser. Aus meiner Erfahrung kann man selbstverständlich einen Narzissten damit in die Schranken weisen. Ob dieser versteht oder nicht, ist unerheblich, aber auch ein Narzisst “zieht den Schwanz ein“, wenn ihm gerade, strukturiert und taktisch nach grenzüberschreitenden Aktionen seinerseits die Stirn geboten wird.

    Diesen Weg zu gehen bedeutet jedoch weitestgehend psychisch wieder stabil zu sein. In einer Auseinandersetzung oder Gegenwehr sind Emotionen unbedingt herauszuhalten. Die kann man dann später im „stillen Kämmerlein“ oder bei vertrauten Freunden raus lassen.

    Es ist erforderlich strategisch und taktisch überlegt zu handeln. Man stelle sich vor, dass der Narzisst genau so einen Partner innerhalb der Beziehung ja nicht wahrgenommen hat, sondern wusste, welche Knöpfe zu drücken sind den Partner zu destabilisieren, Macht und Druck auszuüben. An die Menschen, die ihn (sie) schnell durchschauen und nicht sein Aufmerksamkeits-und Machtbedürfnis befriedigen traut der Narziss sich ja auch nicht ran.

    Ich stimme vollkommen zu, dass es keinen Sinn macht sich in Rachegelüsten zu verrennen.
    Ein sachliches Handeln zur Gegenwehr zum Schutze oder auch Durchsetzung von Forderungen halte ich jedoch im Bedarfsfall für unbedingt erforderlich.

    Ebenfalls stimme ich zu….dann am Ende den eigenen Weg einzuschlagen und den Focus auf ein selbstbestimmtes Leben zu richten.

  10. Hannah sagt:

    Ich bin auch so sehr enttäuscht darüber, dass ich auf so einen Menschen hereinfallen konnte.
    Der Anfang war ziemlich glamerös und ich fühlte mich in ein komplett anderes Leben versetzt. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ich teuer dafür bezahlen werde. Nach dem Zusammenziehen in ein wunderschönes Haus, abgelegen und einsam, fing er an, mich wie eine Zecke auszusaugen, emtional, mental, physisch. Ich wurde zum Haussklaven. Seine Wutausbrüche machten mir Angst, ich verlor gänzlich das Vertrauen, aber glücklicherweise noch nicht meinen Verstand. Mir war klar, dass das nicht mehr normal sein kann. Ein Mensch, der mit Freude nachtritt, wenn man schon längst am Boden liegt. Monsterhafte Züge. Nach aussen hin, der perfekte Mann: charmant, männlich, stark, großzügig.
    Nachdem ich zufällig auf das Thema Narzissmus gestoßen bin, wurde mir endlich klar, was hier los war. Denn ich konnte mir das alles vorher nicht erklären.
    Jetzt bin ich ausgezogen und finde langsam aber mit Freude zu mir zurück.
    Und ich denke: du arme Sau. Hast auch nur ein Leben und musst es in der Gestalt eines Narzissten verbringen, der die wahre Liebe nie empfinden und kennenlernen wird. Von Kindesbeinen auf verkackt. Immer in der Angst, dass andere die Schwachstellen in der Person entdecken. Was für ein anstrengendes Leben!
    Wut erreicht einen Narzissten nicht und berührt ihn nicht, ebenso wie Hass. Das verbittert nur das eigene Leben. Diese Menschen haben verkackt. Irgendwann fällt auch der Vorhang und das Publikum ist verschwunden. Versuchen wir es mit einem bisschen Mitleid und mit dem guten Gefühl, dass wir noch auf uns selber blicken können, uns verändern können, stark genug sind, neue Wege zu gehen.
    Ich freue mich auf mein neues Leben. Bitte nie mehr mit einem Narzissten.

  11. Arabiata sagt:

    Mal wieder ein SEHR guter Artikel, Danke Herr Grüttefien. Mit dem Vergeben ist es so eine Sache. Das Gefühl sagt nein, aber man bleibt auf negative Weise ,verbunden` wenn man es nicht tut. Selbst im Vaterunser heißt es „Vergib uns wie w i r vergeben unseren Schuldigern“. Da Körper, Seele, Geist zusammengehören, können sich psychosomatische Erkrankungen bilden, wenn Wut nicht verarbeitet wird, man zuviel ,Gift + Galle spuckt`.. Trotz Wissen drum und frommer Worte bin ich selbst aber auch nicht frei davon, phasenweise kommen mir auch Rachegedanken, deshalb sind Artikel wie dieser so hilfreich..

    • Silv sagt:

      Vergeben muss man nicht zwingend…vergessen reicht.Es kommt die Zeit, wo man die Geschichte verarbeitet/ verdaut/ bearbeitet hat- dann lässt die Wut einfach nach. Vergeben werde ich ihm seine miesen Eskapaden nicht.

      • Friedel sagt:

        Ich schließe mich an. Mit Gewalt auf Biegen und Brechen funktioniert Vergeben nicht. Die Zeit dynamisiert den Abstand und das dauert so lange wie es im Einzelfall dauert.

      • Sabeth sagt:

        Hallo Silv,

        hier bin ich anderer Ansicht – ich denke, im Grunde hilft letztlich nur das Verzeihenkönnen – generell, nicht nur im Umgang mit Narzissten. Nur gibt es kein bedingungsloses Vergeben/Verzeihen – wie uns jedoch immer wieder eingeredet wird/weisgemacht werden will.
        Es braucht zuvor die Einsicht und das Sich-Entschuldigen des Täters, idealerweise auch ein „Wiedergutmachen“.

        Vergessen kann natürlich – wie immer – auch helfen, aber Verzeihen ist der heilsame(re) Weg, denke ich.

    • Lina2 sagt:

      vergeben ist doch nicht verarbeiten!
      Die psychosomatischen Störunger, die ich hatte, kamen vom Vergeben.

      Sie gingen weg, als ich wusste, dass die Wut und alle anderen „verbotnen Gefühle“ berechtigt waren, und ich einen neuen Zugang zu meinen eigenen Gefühlen fand. Und angemesen damit umgehen lernte bzw. immer noch lerne, auch lernte sicher zu werden, dass und wie ich mich in Zukunft schützen kann und als ich anerkennen konnte, dass es mir geschehen ist und zu meinem Leben gehört.
      Das mit dem Vergeben kann ich nun machen oder es lassen, es ist nicht mehr wichtig. Irgendwie kommt es mir vor, als ob mich die damaligen Leute nicht mehr interessieren. Oder wenn ich Kontakt habe, es interssierte mich nicht, was sie früher taten. Sie werden es mir nicht mehr antun können.

      Ich bin nicht mehr hörig, vielleicht eher ungehörig.

      Ich weiß, es ist gewesen, aber ob ich ihnen vergebe oder nicht, ist für mein zukünftiges Leben egal. Da würde ich mich ja sonst wieder um sie kümmern. Wozu, wenn ich grad viel Wichtigeres machen will.
      Abgeschlossen ist das Kapitel trotzdem. Und ich werde auch nicht wieder in so eine Lage geraten.

  12. Julie sagt:

    Unsere Nazisstin (Schwester) feindet gerade ihre eigene Tochter (die leider auch narzistische Züge hat) und meine Eltern an und überzieht sie mit Gerichtsverfahren.
    In unserem Fall hat der Richter aber den Narzissmus erkannt und meine Schwester gerügt. Das von ihr angestrengte Verfahren wurde abgewiesen.
    Auch manipuliert sie meinen Bruder sehr geschickt, aber ich bin guter Dinge er bemerkt das noch und nimmt Abstand von ihr.
    Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass das so kommt.
    Sie bevormundet jeden und ist extrem streitsüchtig.
    Ich weiss um ihren Narzissmus schon seit Jahren, habe mich still und leise von ihr distanziert, aber so, dass sie es nicht als Ablehnung hat interpretieren können.
    Und jetzt sehe ich zu, wie sie sich ihr eigenes Grab schaufelt.
    Ich hätte das zwar nicht mehr – zur Genugtuung – gebraucht aber: Recht hat der Autor dieses Artikels

    • Julie sagt:

      Übrigens werden mittlerweile Personaler auf das Erkennen von Persönlichkeitsstörungen immer mehr geschult; auch Richter wissen um diese Persönlichkeitsstruktur sehr gut und sind in der Lage sie zu erkennen, schliesslich ist der Narzisst der Hauptkunde 😉

      • Sabeth sagt:

        Hallo Julie,

        … das denke ich nicht – ich fürchte viel eher, dass gerade Menschen in Führungs-, Entscheidungs- und Machtpositionen häufig selbst Narzissten sind und ihresgleichen daher eher sogar schützen und schonen – auch Richter und Staatsanwälte. – Leider.

      • Lina2 sagt:

        außer der Richter ist selber Narzisst,

        Narzissten finden solche Berufe toll, die Macht und das Ansehen eines Richters ist zeimlich groß. War mal extra lnage Jahre Schöffin, weil mich gerade dieser Punkt interessiert hat bei unverständlichen Urteilen, die mich betrafen. Ist aber schon lange her. Seitem weiß ich aber, dass dort auch Narzissten reichlich vertreten sind. Die dann einen Narzissen unterstützen.

        Sie sind auch wieder die Guten, die für Recht und Ordnung sorgen.

        Aber wenn man das weiß ist das schon der halbe Gewinn, achtsam zu sein. Der Anwalt muss davon wissen, wenn er nicht auch Narzisst ist, bzw. dann ist man vielleicht am Besten gegen Narzissten gewappnet, wenn der eigene Anwalt auch einer ist.

        Richter sind übrigens die schlechtesten Lügenerkenner in allen Berufen, weil sie oft Lügen sehen und teilweise erkennen und denken, sie können es gut, weil sie viel erkennen. Ihnen entgeht aber wieviel sie nicht erkennen. Der Prozentsatz erkannter Lügen sinkt mit der Überheblichkeit.
        Der Normalbürger erkennt ca 50%, (kann es mit Training erhöhen), Richter liegen deutlich drunter.

    • Ingrid sagt:

      Hallo Julie, als ich Deine Antworten gelesen habe, dachte ich an meine Geschwister und wie es war als unsere Mutter noch lebte. Genau so, ist es bei uns auch.Kann nur noch nicht ganz sehen, ob sie sich im Moment ihr eigenes Grab schaufelt, oder wieder durch kommt, mit gefälschten Dokumenten. Sie kam bisher immer mit gefälschten Dokumenten durch, auch mit einem Testament.

  13. Waltraud sagt:

    Mein Narzisst wird in diesem Jahr 70 und ich glaube nicht mehr an Gerechtigkeit oder das er jemals für seine TATEN in irgendeiner Form zur Rechenschaft gezogen wird. Er lügt, betrügt das sich die Balken biegen und nach aussen der saubere Geschäftsmann, der Gutmensch, der hilfsbereite, der nette freundliche Mensch. Was er mit mir abgezogen hat, gleicht einem Krimi, legale Kriminalität. Und als ich dahinter kam was mit ihm ist, wars für mich schon zu spät. Anderen sugeriert er, das ich ja selber schuld bin. Er hat mit meinen Verlusten nichts zu tun. Auch die Kinder täuscht er wie alle anderen. Diese Ohnmacht die immer auf meiner Seite war hätte ich nie mit einer NPS von ihm in Verbindung gebracht. Und nachdem ich viel gelesen hab hierüber, wars sonnenklar was los ist und war. Man ist einfach nur sprachlos über soviel Unverfrorenheit, soviel skrupellosigkeit. Und die Wut hat mich gerad wieder gepackt, weil man erkennen muss, man kann nichts tun, die koennen einfach weiter machen.
    Waltraud

    • Lina2 sagt:

      solange alle bleiben und mitmachen, können sie weiter machen.
      Da kann man nicht jammern, sie machen es, weil sie es können und weil es ihnen gut tut. Das willige Publikum entzieht sich nicht und macht auch sonst nichts von Bedeutung.

  14. Paula sagt:

    Neulich habe ich gelesen, dass Narzisstinnen/Narzissten diesen uns allen bekannten, goldglänzenden Schokoladenhasen gleichen: Ihr Äußeres ist mit einer goldglänzenden Hülle bedeckt. Enfernt man diese, findet man gewöhnliche Schokolade vor. Wird diese auseinandergebrochen, existiert – Nichts – Leere.
    Dieses Bild hilft mir bei der Befreiung von Narzissten.

    • Hannah sagt:

      Und wenn niemand mehr da ist, der ihn vor zuviel Hitze (im übertragenden Sinne)schützt, bleibt nur noch ein grosser brauner Fleck😊

      Schöner VergleicH!

      • Angie sagt:

        Wie schön, wenn man in diesem Zusammenhang auch noch schmunzeln kann und bei all den Geschichten nicht nur ohnmächtig, wütend und frustriert von einem Entsetzen ins andere fällt.
        Danke auch für diesen Blog und den Austausch.

  15. Claudia sagt:

    Ich sehe das auch so.ein Narzisst verkraftet es sehr schlecht ,wenn man nach einer Trennung ein gutes stressfreies Leben führt.ich habe meinem partner nach 1,5 Jahren Trennung nun endlich seine letzten Sachen aus dem Haus gebracht.sein Kommentar dazu:Jetzt entsorgt du mich aber restlos.das hat mir schon wieder gereicht.

  16. Arianna sagt:

    Ein großes Problem ist, dass sich narzisstisch Gestörte oft selbst als Opfer sehen und ihre eigenen Rachefeldzüge inszenieren mit der Ausrede, sie müssten sich „wehren“. Das meinen sie völlig im Ernst.
    Mein Tipp: nicht auf dieses Niveau sinken sondern diese Menschen weitestgehend vergessen und links liegen lassen. Das Leben wird sie noch genug bestrafen. Und eigentlich sind sie schon bestraft dadurch, dass sie innerlich so hohl sind und nur nach außen eine glänzende Fassade (sprich Lebenslüge) aufzuweisen haben. Früher oder später durchschaut diese jeder, der sie näher kennen lernt.
    Und jedes Mal wird es mit ihnen schlimmer, jede Lüge muss größer sein als die vorherige, jeder nächste Partner bekommt die Wut ihrer vorherigen Enttäuschungen mit und jeder Misserfolg untermauert ihre Überzeugung, ein armes Opfer zu sein, das nur das Beste im Sinn hatte aber völlig verkannt wird.
    Wir, die wir diese Menschen aus unserem Leben ausgeklammert haben, sind eigentlich zu beglückwünschen.

    • Elena sagt:

      Danke stimmt. Er hat schon seine Quittung mit seiner Krebserkrankung- maligne Melanom bekommen. Fürher hat er in seinem Team, als Chefarzt
      im Krankenhaus im Sauerland schwadroniert. Sie konnten sich gegen den Chefarzt nicht wirklich wehren. Heute wird er seine ungefragten, aufdringlichen und aufgezwungnen Monologe bei seinen 3 Söhnen los werden, die von ihm finanziell und psychisch abghängig sind. Freunde hat er ja nicht, ich stehe nicht mehr zur Verfügung. Menschen hat er sowieso als Minusvarianten, Balastexistenzen verachtet-letzlich auch sich selbt. „Behinderte lösen Totschalgreflex aus“. Für so einen Narzisten wie ihn, Strafe genug. „ich bin auf mich zurückgeworfen“. Die Allianz mit seiner Ehefrau wieder nach 15 jahren, nur tktisch, strategisch. Metastasen in der Seele.

    • Grit sagt:

      Aber das ist so schwer, wenn man merkt, dass er alle gemeinsamen Freunde und Bekannten manipuliert und sie ihn bedauern und ihm helfen. Sicher kann man sagen, wirkliche Freunde sehen beide Seiten. Aber weh tut es trotzdem, wenn sich Leute von dir abwenden, weil sie ihm glauben.

      • Arianna sagt:

        Narzisstisch Gestörte haben keine „Freunde“, sie haben einen Fanclub bzw. ein Publikum. Nichts weiter. 🙂

        • Julie sagt:

          Wie wahr. Und ganz bald und so sicher wie das Amen in der Kirche wird einer dieser Fans selbst mit dem reizenden Wesen des Narzisten konfrontiert 😉

          • Silv sagt:

            Stimmt Julie. Selbst gesehen bei meinem Ex der die Frau seines‘ besten Freundes‘ beleidigt hat, so dass die Freundschaft einen Knacks bekam. Sie wsr aber auch immer so zynisch zu ihm 😂

        • Senta sagt:

          Hi Arianna, da hast Du vollkommen recht! In meinem Fall kann ich sagen, das sein Publikum an Qualität verliert und seine Scheinwelt wird im Laufe der Zeit immer unglamouröser! Eigentlich alles sehr traurig aber eben nicht zu ändern – zumindest nicht von einem anderen Menschen als ihm Selbst. Er würde wohl eher zu Grunde gehen als sich das einzugestehen! Glückwunsch an die, die es schaffen abzuspringen!

          • Silv sagt:

            Die Beziehungen und Freundschaften bleiben oberflächlich. Für Momente intensiv aber nicht zu nah.

          • Sabeth sagt:

            @Senta – genau so ist es: Ändern könnten es – dieses Verhalten – nur die Narzissten selbst – so sie es denn einsähen und selbst wollten. Wozu es zumeist bekannterweise ja „kaum“ kommt – wiederum aus Gründen …

        • Sabeth sagt:

          @Arianna,

          auch hier kann ich zustimmen/erlebe das auch so: die Leute, mit denen sich Narzissten umgeben, sind Bewunderer oder Fürsorgende – Ersatzmütter, meist eben Frauen, die mitfühlend, gebend sind, dies weiß der Narzisst und nutzt es skrupellos aus.
          Es sind also eher Untergebene, keine Freunde. Und er muss sie manipulieren, um das von ihnen zu erhalten, das er jeweils von ihnen will – er kann nicht geben, er nimmt nur.
          Und dafür schlüpft er gerne in die hilflose, bemitleidenswerte Opferrolle …

      • Sabeth sagt:

        @Grit

        ja, diese massive Manipulation von Narzissten macht einen einfach fassungslos – dass es ihm auch immer wieder so relativ leicht bei so vielen Menschen gelingt – und die anderen es also nicht erkennen können bzw. wollen …, einen selbst stattdessen meiden, pathologisieren, diffamieren. Das ist schon traurig, ja.

  17. Thomas sagt:

    Bei mir ist es so dass meine Narzisstin mich vor drei Jahren nach 16 Jahren in ihrer zweiten Ehe mit gesamt 3 Kindern (eins mit mir) durch Warmwechsel ausgetauscht hat.
    Ein halbes Jahr zuvor bin ich aus der gemeinsamen Wohnung bei ihrer narzisstischen Verwandschaft mit Bitte um gemeinsamen Auszug nach dem Unwillen der Ex-Frau allein ausgezogen. Ein halbes Jahr wurde ich mit Versprechungen und S. warmgehalten um dann nachdem ein Neuer da war mit mir am Telefon Schluss zumachen.

    Meine Wut und Verletztheit war und ist enorm zumal ich zuvor eine länger und wie man sieht erfolglose Eheberatung angeleiert hatte.

    In meinem Fall wurde jedoch umgekehrt ich bis heute juristisch von meiner EX traktiert. Ein übervoller Leitz-Ordner zeugt von Themen wie Scheidung, Diebstahl, Betrug, Sorgerecht für die gemeinsame 17 jährige Tochter (die aufgrund von Instrumentalisierung kein Kontakt mehr will).

    Alle Versuche mich auf diesem Weg zu diffamieren und zu ruinieren sind vor Gericht fehl geschlagen. Trotz dauernder Niederlagen gegen mich fällt ihr immer wieder was Neues ein.

    Ich habe nach der Trennung jeden Kontakt abgebrochen und will diese Frau nicht mehr sehen. Kein Mensch hat mir im Leben soviel Leid angetan wie sie. Durch die Gerichtsprozesse bleibt sie bei mir im Kopf Dauerthema. Die Wunden heilen sehr langsam. Auch de Tochter verloren zu haben schmerzt.
    Wenn diese Art des Stalkings den Wunsch meiner EX ein neues Leben, frei von allem, verhindern soll so hat sie dies geschafft.
    Wie man, obwohl sie mich ausgetauscht hat, wie Jahre zuvor den ersten Mann durch mich, noch so nachtreten kann wird mir ein Rätsel bleiben.
    Hätte ich Schluss gemacht könnte ich dies Aktionen noch halbwegs verstehen.

    • Klam sagt:

      Sie hat Schluss gemacht.
      Das war aber nur ein Test von ihr.Sie wollte sicherlich nicht, das du gehst, sondern bettelnd auf die Knie fällst und um sie“kämpfst“.
      Das hast du wahrscheinlich nicht getan und der Schuss ist nach hinten los gegangen.
      Deshalb der Rachefeldzug.
      Schwer gekränkte Eitelkeit und der bittere Nachgeschmack die Grenzen überschritten zu haben.

      • Thomas sagt:

        Hall Klam,
        sie hat doch Schluss gemacht nachdem sie den anderen hatte. Sie hätte doch ein halbes Jahr zuvor mit mir ausziehen können. Wollte sie aber nicht. Sie wollte Bedenkzeit um mich dann wegzuwerfen. Mit meinem Nachfolger, der mehr Geld als ich habe und sie materiell warscheinlich aufwertet, ist nun seit damals also seit 3 Jahren zusammen.
        Ob das mit dem Kämpfen stimmt?
        Mit einem Berg an Schulvorwürfen hat sie mich in die Tonne getreten. Vor Dritten und ihrer Familie stand sie ohnehin nie loyal zu mir.

        • Klam sagt:

          SAG ich doch.Sie hat Schluss gemacht.Und trotzdem erwartet ,dass du um sie kämpst.Du hast es einfach akzeptiert und genau das hat sie nicht erwartet.
          In ihrem Wahn glaubt sie unwiderstehlich und die Beste zu sein. Sie ist wütend darüber, das du es nicht genauso siehst.Sie hat deine Aufmerksamkeit verloren, das kann sie nicht verkraften, darum holt sie diese sich auf anderem Wege.

          • Thomas sagt:

            Hallo Klam, glaubst du nicht das bei meinem Nachfolger die narzisstische Zufuhr gewinnbringender ist. Vor 3 Jahren beim Schlussmachen war sie doch der Meinung das er besser als ich wäre. Sie ist noch immer mit ihm zusammen. Allerdings, anders all bei mir und Ehemann Nr.1, mit getrennten Wohnungen. Sie ( 45 J.) wohnt bei ihrer Grosstante (Ersatzmama).Übrigens ihr erster Mann den sie wegen mir velassen hat kam all die Jahre immer auf einen Kurzbesuch vorbei, ich glaub auch heut noch. Mit dem hat sie keinen derartigen Stress gemacht.

          • Klam sagt:

            An Thomas
            Du sagst es doch selber.
            Der erste Mann huldigt ihr immer noch. Seine Aufmerksamkeit gilt ihr. Das möchte sie. Von allen bewundert werden. Nur eben du machst es nicht mehr, hast sie durchschaut.
            Würdest du dich entschuldigen und sie wieder vorbehaltlos anhimmeln, wäre der Kampf sofort zu Ende.
            Versetzt dich mal in ihre Welt.Sie hält sich für die Schönste und Beste, jeder Mann darf froh sein Sie zu huldigen und ist von ihrer Gnade abhängig.
            Nur du Spieler nicht mehr mit.
            Ergo, du bist der Feind, die Bedrohung für ihr aufgeblasenes Ich. Und das gilt es zu vernichten.
            Narzissen vertragen keine Ablehnung.
            Da hilft wahrscheinlich nur eins, genau Spielchen spielen wie sie.
            Sage ihr doch, du würdest sie ewig lieben und immer auf sie warten. Ist einen Versuch wert.
            Schlimmer kann es doch nicht werden, oder?

        • Rainer sagt:

          Hallo Thomas,
          das war das Hauptproblem mit meiner Narzisstin:
          sie stand in 5 Jahren nie zu mir, sondern hat mich bei ihren Freunden, Verwandten und Bekannten immer schlecht gemacht.

    • Julie sagt:

      Sie brauchen eben das Feindbild wie die Luft zum Atmen.

  18. Ann sagt:

    Ich schreibe ein „Gefühlstagebuch“ um das Gedankenkarussell zu stoppen und um meine Wut rauszulassen. Funktioniert ganz gut. Bin aber schon 3 Jahre getrennt. Die seelischen Verletzungen heilen sehr langsam. Aber sie heilen! Wünsche allen Zuversicht und Lebensfreude

  19. Jajabo sagt:

    Es wäre so schön, wenn zumindest das Leben dem Narzissten irgendwann den Spiegel vorhielte und er aufgrund seiner vielen Verfehlungen ins Straucheln käme! Aber ich fürchte, so gerecht ist das Leben nicht… Gerade Narzissten erlebe ich immer wieder als „Überlebenskünstler“, die irgendwie immer auf die Füße fallen, wenn sie denn überhaupt mal fallen. Irgendwie schaffen sie es immer wieder, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen oder ihre Umwelt mit ihrem Charme und Erfolg zu blenden, und wenn sich tatsächlich Personen aus ihrem näheren Umfeld von ihnen trennen oder zurückziehen, finden sie eben neue Bezugspersonen (Ehefrau 4 oder 5 oder oder oder…). Von daher glaube ich, dass man es als Opfer eines Narzissten durchaus lernen muss, es auszuhalten, dass dieser Narzisst nach außen hin jedenfalls immer ein sorgenfreies Leben führen wird.
    Aber es hilft mir, um seine eigentliche seelische Armut zu wissen und meistens gelingt es mir, anstatt Wut eher Mitleid zu empfinden. Tief drinnen müssen die sich eigentlich schrecklich verloren fühlen und ich bin dann froh, dass es in mir nicht so aussieht, dafür nehme ich dann gerne in Kauf, vielleicht nicht so ein glamouröses Scheinleben mit vielen Statussymbolen nach außen präsentieren zu können. Dann soll er meinetwegen in seiner goldenen Luftblase sein vermeintlich sorgenfreies, aber letztlich seelisch armes Dasein verbringen. Ich schau lieber auf das Gelingen meines Lebens.

    • Jajabo sagt:

      P.S.: Es hinzukriegen, sich nach der Trennung von einem Narzissten selbst wieder ein schönes Leben aufzubauen, ist sowieso die beste Rache! 😉

      • Heike sagt:

        Stimmt – weil das kann der Narzisst gar nicht verkraften!Er rechnet mit allem, nur damit nicht, dass es ohne ihn viel besser (sprich Lebensfreude und Lebensqualität)läuft. 😀

        • fggg sagt:

          einmal, als ich nicht wusste, womit ich zu tun habe auf eine Frage vom Narz wie es mir geht? Sagte ich, dass ohne ihn in meinem Leben ist alles super. Damit habe ich ihn geärgert, ohne es mir bewusst war.

    • Céline sagt:

      Ja, ich fürchte auch, dass das Leben oftmals nicht so gerecht ist.

      Ein schönes Beispiel dafür ist der Roman BEL AMI von Maupassant.

      BEL AMI schildert den Werdegang eines klassischen Narzissten, der charmant, dabei aber voller Menschenverachtung sich skrupellos und unverfroren seinen Weg bis an die Spitze der Gesellschaft bahnt.
      Die Rachebedürfnisse der betrogenen und belogenen Damen, die ihm nur als Steigbügelhalter nach oben gedient haben, werden kaltlächelnd abgetan und tangieren ihn gefühlsmäßig so gut wie gar nicht. Sie lösen allenfalls Ärger aus, wenn sie seiner Karriere hinderlich sind.
      Mit allerlei Winkelzügen zieht er seinen Kopf immer wieder geschickt aus der Schlinge, wenn es so aussieht, als würde das Leben seinen gerechten Tribut von ihm fordern.
      Die hochgestellten Damen der Gesellschaft, die ihm den Weg bahnen, fallen u.a. auch auf seine Signale der Hilflosigkeit und seine Selbstinszenierung als Opfer herein.
      Man hat während der Lektüre auch besten Einblick darin, wie unglaublich simpel und nieder gestrickt diese flachen, oberflächlichen Naturen sind.

      • Flora sagt:

        Hallo,

        wie ich grad lese 1885 geschrieben und natürlich auch im Bezug auf das damalige soziale Gefüge. Ich denke, heute siehts dann doch ein bisschen anders aus. Wenn ich z.B. sehe, wie viele Partner sich schon nach wenigen Monaten oder Jahren trennen (Respekt), während ich mehr als 2 Jahrzehnte in lala Land vor mich hinschmorte.

        Worauf kommt es denn letztendlich an? AUF UNS, dass wir endlich frei sind, nicht mehr manipuliert, abgewertet, ausgebeutet und mißhandelt werden.

        Letztens habe ich etwas gelesen, was mich ein wenig nachdenklich machte. Es ging auch um diese Frage nach Gerechtigkeit. ich bin total unreligiös, aber vielleicht hilfts ja dem ein oder anderen.

        Die Schreiberin meinte, die Narzissten hätten einen Pakt mit dem Bösen. Das Böse hat aber nur Nutzen von ihnen solange sie leben. Auf dem Sterbebett wird das Böse sie verlassen, sie sind nutzlos. Dann ist die Stunde der Wahrheit. Der N sieht all das Schlechte dessen er sich schuldig gemacht hat, sieht sich in seiner Erbärmlichkeit und weiss es ist alles zu spät, versucht vielleicht noch das ein oder andere, aber alle Menschen um ihn herum sind froh das es mit ihm zu Ende geht.

        Gruselig oder? Naja ich weiss nicht, kann ja jeder denken wie er mag.

        • Céline sagt:

          „…aber alle Menschen um ihn herum sind froh das es mit ihm zu Ende geht…“

          Ja, das habe ich sogar im Verwandtenkreis so beobachten können, wenn ein Mensch, der anderen lebenslänglich eigentlich vorwiegend Schaden zufügte, endlich gegangen ist. Der war schnell vergessen und hat keine Spur hinterlassen – außer vielleicht Schulden. Wirklich gruselig.

          Wenn Kinder im Spiel sind, wird der Narzisst höchstwahrscheinlich dann doch noch seiner gerechten Strafe auf Erden zugeführt.
          Nicht selten sind die ja dann wieder narzisstisch, und dann wird bis aufs Blut gefeilscht ums Erbe, die Ersparnisse der Eltern werden geschickt aufs eigene Konto umgeleitet. Besuche im Altenheim werden aus reiner Berechnung getätigt und aufs notwendigste beschränkt. Man wartet buchstäblich auf den Tod des Elternteils.
          Auch das konnte ich in der allernächsten Verwandtschaft beobachten.

    • Julie sagt:

      Der Partner meiner narzistischen Schwester bezieht seinen guten Verdienst mit sehr unsauberen Methoden, wie meine Familie erfahren musste. Und wenn sie mit materiellen Dingen protzen stört mich das nicht – ich hab da eine Meinung drüber und fühle mich eher überlegen. Und – ich backe zwar kleinere Brötchen – aber ich verdiene mein eigenes und habe Erfolg. Der Neid meiner Schwester spriesst ihr aus jeder Pore 😉 Glaubt mir, glücklich sind die Narzissten nicht, davon sind sie weit entfernt. Sie sind ständig getrieben schöner, reicher, mächtiger, begehrter, beliebter als andere zu sein. Anstrengend.

    • Lina2 sagt:

      Jajabo, du schreibst, meistens gelingt es mir, anstatt Wut eher Mitleid zu empfinden.

      warum schreibst du „gelingt“, als ob es gut wäre, die Wut zu unterdrücken? Setzt du dich famit nicht auseinander und überlegst, warum du Wut hast? Wie du gut und sinnvoll für dich damit umgehen kannst? Nicht mit unbedachten Aktionen, die allen schaden, wohl gemerkt.

      Nicht in Bezug auf ihn diese Gefühle beachten, (er ist nicht mehr wichtig genug, du kannst ihm ja ncht helfen damit), sondern in Bezug auf Dich und deine Zukunft.
      Wenn du sie wegdrückst lernst du nicht, wie du dich vor solchen Situationen schützen kannst, weil du sie nicht spürst (sondern mit Mitleid für ihn übertünchst) und dich dann hinterher wunderst, wenn es dir weiter schlecht geht.
      Es sind doch deine berechtigten Gefühle mit wichtigem Sinn!

      • Jajabo sagt:

        @ Lina2 – bezogen auf deinen Post vom 05.07.2017, 1.27 Uhr (Nachteule?? ;-))
        Ich glaube nicht, dass ich meine Wut unterdrückt habe oder unterdrücke. Jedenfalls nicht in zeitlicher Nähe der Trennung. Inzwischen ist die aber schon einige Jahre her. da wir aber eine gemeinsame Tochter haben, kriege ich leider immer noch so einiges mit aus seinem Leben und von seiner Art, wie er sich aufführt. Und dazu habe ich irgendwann beschlossen, dass ich mich darüber nicht mehr so stark aufregen möchte, denn Wut ist von den köreprlichen Vorgängen her wie Stress und Stress produziert Cortisol in meinem Körper und zu viel und dauerhaftes Cortisol im Körper kann Krebs begünstigen und DAS fehlte mir noch, dass ich wegen dieses A… auch noch Krebs bekäme! Natürlich ist Wut im Verarbeitungsprozess wichtig und notwendig, aber ich finde, irgendwann sollte man die hinter sich lassen, denn Wut zeigt ja eigentlich, dass der andere immer noch irgendwie Macht über die eigenen Gefühle hat, deshalb strebe ich eher Gleichgültigkeit an. Das wäre für mich eher ein Indiz dafür, dass ich mich von ihm befreit habe und er mir und meinem Gefühls-Hormonhaushalt nichts mehr anhaben kann. Würde ich immer noch darüber nachdenken oder beobachten, ob er wohl endlich mal seine gerechte Strafe bekommt oder irgendwie auf die Schnauze fällt, wäre ich gedanklich und emotional ja immer noch an ihn gebunden und darauf habe ich echt keine Lust mehr! Wegen unserer Tochter bekomme ich ihn nicht ganz aus meinem Leben, aber ich kann ihn aus meinem Kopf (und Herzen) bekommen – das habe ich selbst in der Hand. Aber ich gebe dir vollkommen Recht: vor dem Vergeben oder der Gleichgültigkeit kommt das bewusste und absolut gerechtfertigte Empfinden der eigenen Wut auf den Narzissten und darauf, was er einem angetan hat! Nur sollte man die Wut meiner Meinung nach nicht „künstlich“ immer wieder aufs Neue über Jahre anfeuern – zu seinem eigenen Wohlergehen (s.o.).

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