Der Narzisst und seine Launen

Mit seiner Launenhaftigkeit kann ein Narzisst seine Mitmenschen in den Wahnsinn treiben. Nie kann man wirklich voraussehen, wie er sich im nächsten Moment fühlen wird, ob er freundlich und zugänglich ist oder zornig und abweisend. Seine Unberechenbarkeit löst bei anderen eine große Unsicherheit aus, weil sie die Gründe für seine plötzlichen Stimmungsschwankungen nicht kennen und sich daher nicht angemessen auf ihn einstellen können.

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Da sich der Narzisst von einer äußeren Zufuhr an Bewunderung abhängig macht, ist der Zustand seines Wohlbefindens nie ganz vorhersehbar. Bekommt er ausreichend Bestätigung, hat er das Gefühl, ernst genommen zu werden, wichtig und besonders zu sein, fühlt er sich gebührend beachtet, kann er mit seiner Größe und Kompetenz punkten und wird er von anderen ernst genommen, dann kann er sehr vergnüglich sein, zuweilen sogar regelrecht anziehend. Er zeigt sich von seiner charmanten Seite, ist großzügig, tolerant und weltmännisch. Er läuft dann mit erhobenen Kopf und mit breiter Brust stolz voran, hat ein genüssliches Lächeln auf den Lippen und fühlt sich pudelwohl in seiner Haut.

In einem solchen Augenblick ist der Narzisst sogar in der Lage, seinem Partner die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, nach der dieser sich sehnt und die dieser selbst so dringend benötigt. Das durch äußere Umstände erzeugte Hochgefühl kann den Narzissten zu besonders aufregenden Unternehmungen und Abenteuern führen, die auch das Leben des Partners abwechslungsreicher und lebenswerter machen. Dies sind dann die Augenblicke, weshalb viele Partner überhaupt mit einem Narzissten zusammengekommen sind. Er zeigt sich von seiner lebensfrohen Seite und reißt andere in seiner Begeisterung mit. Im Sog seines Hochgefühls und seiner überschwänglichen Lust kann er die unglaublichsten Momente kreieren, die ein Leben an der Seite eines Narzissten erstrebenswert erscheinen lassen.

Doch es ist eben wie mit einer Tankfüllung. Irgendwann ist das Benzin verbraucht und der Narzisst benötigt wieder dringend seine Zufuhr an Bewunderung, um den inneren Motor zum Laufen zu bringen. Bleibt der Wunsch nach übermäßiger Bewunderung unerfüllt, schlägt seine Stimmung plötzlich um, wie ein Wagen, der ohne Benzin nicht mehr anspringen mag. Er muckt rum.

Plötzlich sieht er alles nur noch aus der negativen Brille. Alles ist schlecht, alles ist nicht gut genug, keiner kann es ihm recht machen und an allem hat er etwas auszusetzen. Sein Hochgefühl schlägt in Frust um und er lässt seine innere Wut heraus, indem er andere kritisiert, entwertet oder einfach missachtet. Er sucht geradezu das Schlechte in jeder Sache, um sich aufregen zu können. Selbst wenn die Umstände oder der Anlaß noch so freudig oder gar vollkommen sind, findet er mit Sicherheit das Haar in der Suppe. Er will einfach nicht das Gute sehen, sondern fokussiert sich einseitig auf das Schlechte, um Dampf ablassen zu können.

Seine Launenhaftigkeit schlägt auf andere über

Dabei kann er allen anderen hervorragend die gute Laune vermiesen. Sind seine Mitmenschen glücklich und zufrieden, vielleicht sogar geradezu heiter, während er mit seinem inneren Frust alleine ist, dann kann ihn das rasend eifersüchtig machen. Es darf einfach nicht sein, dass andere glücklich sind, während er innerlich mit seiner Laune kämpft. Also muss er die Stimmung solange verpesten, bis sich auch die anderen unglücklich und gefrustet fühlen. Denn erst wenn sich die anderen auch schlecht fühlen, geht es ihm wieder besser. Dann spürt er das erhebende Gefühl von Macht, weil er andere mit seiner Laune anstecken kann, was ihm gleichfalls wieder die Bestätigung gibt, etwas Besonderes zu sein.

Meistens versucht er dann die Stimmung wieder anzuheben, indem er plötzlich wie auf Kommando locker, entspannt, versöhnlich, gesellig, charmant, witzig oder unternehmungslustig auftritt. Auf diese Weise kann er dann das allgemeine Stimmungstief auflösen und dafür sorgen, dass alle wieder zufrieden sind. Er ist dann der Retter des Abends und geht als glänzender Unterhalter in die Geschichtsbücher ein, was ihm zusätzlich ein Gefühl von der eigenen Genialität verleiht.

Er profitiert also doppelt von einer schlechten Stimmung: Einmal, wenn er sie erzeugt und das zweite Mal, wenn er sie wieder anhebt.  

Dieses plötzliche Umschlagen seiner Stimmung von einem Moment auf den anderen ist für seine Mitmenschen kaum nachvollziehbar. Da er keine äußere Benzinanzeige mit sich herumträgt, die den aktuellen Stand seines Selbstwertgefühls anzeigt, können andere nicht mitbekommen, wann der Tank wieder leer ist. Auch scheint der Verbrauch nicht gleichmäßig zu erfolgen, sondern ist von äußeren Ereignissen abhängig und sehr individuell, je nachdem, wie sehr er unter einer Kränkung oder Missachtung leidet.

Aus der Laune entsteht Überheblichkeit

Aber selbst wenn der innere Tank gefüllt ist, muss das keine Garantie sein, dass er sich umgänglich verhält. Dieses Hochgefühl kann ihn dazu treiben, den Partner erst recht zu schikanieren. Ein Übermaß an Bewunderung treibt ihn förmlich zur Überheblichkeit. Er fühlt sich unantastbar und in seiner Person derart bestätigt und gestärkt, dass er nun glaubt, alles mit seinen Mitmenschen machen zu können. Er will dann endgültig wissen, ob ihm alle zu Füße liegen und ob er sich alles erlauben kann. Dann können diesem Übermut eine ganze Reihe von Demütigungen an seinen Mitmenschen folgen, die überhaupt nicht wissen, wie ihnen geschieht. Unschuldige bekommen augenblicklich die Funktion des Prellbocks, an dem er all seine Gefühle einfach austoben kann.

Somit muss der Partner eines Narzissten immer mit diesen „Ups“ und „Downs“ leben und kann sich in der Regel keinen logischen Reim auf die starke Launenhaftigkeit machen. Er glaubt jedes Mal, selbst der Auslöser für diese sonderbaren Wandlungen zu sein, vor allem, wenn sich der Narzisst wieder schlecht fühlt. Er glaubt, etwas falsch gemacht und den Narzissten provoziert zu haben. Dann versucht er es dem Narzissten um jeden Preis Recht zu machen, nur um die alte Harmonie wieder herzustellen und das angespannte Klima aufzulösen. Dies gelingt auch von Zeit zu Zeit, weshalb er glaubt, die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

Gegen seine Launen ist kein Kraut gewachsen

Tatsächlich ist es aber so, dass der Narzisst den Unfrieden in sich selbst trägt. Da kann der Partner noch so viel auf ihn eingehen, ihn trösten und wieder aufbauen, ihm alles hinterhertragen und sich für ihn opfern, das harmonische Gleichgewicht wird sich immer nur für einen Augenblick einstellen. Doch mit fortwährender Dauer der Beziehung wird es immer schwerer und unerträglicher, weil der Narzisst immer unverschämter wird. In dem Maß, wie der Narzisst keinen Widerstand vom Partner erfährt, kann er seine Stimmungsschwankungen ungehindert ausleben. 

Diesen inneren Wallungen des Narzissten kann man als Außenstehender nicht Herr werden. Das Problem liegt alleine im Narzissten und kann auch nur von ihm aufgelöst werden. Leider erkennt der Narzisst aber nicht, dass seine Launen eine negative Auswirkung auf seine Mitmenschen haben und noch weniger erkennt er, dass seine sonderbaren Stimmungsschwankungen aus ihm selbst heraus entstehen. Weil ihm aber der Zugang zum Inneren fehlt, sucht er den Grund für seine Launen alleine im Äußeren und wird dort auch immer fündig, selbst wenn die Herleitungen noch zu abstrus und perfide sind.

Als Partner sollten man sich gegenüber den Gefühlen des Narzissten klar abgrenzen und sich nicht in den Sog seiner Launenhaftigkeit hineinziehen lassen, indem man ihm seine Launen lässt und klar macht, dass man nicht für seine Gefühle verantwortlich ist. Statt alles Mögliche zu unternehmen, um den Narzissten wieder gnädig zu stimmen, sollte sich Partner durch ein nicht-defensives Verhalten von dem Narzissten abgrenzen und die Verantwortung für sein seelisches Wohlbefinden dort belassen, wo sie auch hingehört – beim Narzissten selbst.


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75 Kommentare zu “Der Narzisst und seine Launen
  1. Paula sagt:

    Wenn ich hier die Kommentare lese, wird mir ganz Angst und Bange, weil ich so viele Details aus meiner eigenen Beziehung kenne.
    Vor einigen Jahren verstarb mein Mann nach langer Krankheit. Inzwischen habe ich erkannt, daß auch er an einer NPS litt, wenn auch nicht so ausgeprägt. Es hat eine Weile gedauert, bis mein Leben wieder funktionierte, aber in diesem Fall hat die Zeit wirklich die Wunden geheilt.
    Dann lernte ich meinen jetzigen Partner kennen. Ich habe mich Hals über Kopf in ihn verliebt, er sich augenscheinlich auch in mich. Es ging ihm allerdings zum damaligen Zeitpunkt nicht besonders gut. Er war arbeitslos und hatte auch schon 2 Therapien hinter sich gebracht. Er wusste um seine Störung, hat mir allerdings den wahren Grund für die Therapien verschwiegen. Unsere Beziehung startete dann auch einigermaßen holperig.
    Die erste Trennung kam dann auch schon nach 2 Monaten. Er hatte sich unter Alkoholeinfluss dermaßen schlecht verhalten, daß er von sich aus eine neue Therapie machen wollte. Unter dieser Voraussetzung bin ich dann bei ihm geblieben, aber erst einmal für eine längere Zeit verreist. Der Neuanfang war dann auch in Ordnung, aber der Alkohol, den er überhaupt nicht vertrug, war immer ein störender Faktor. Allerdings hat er dann nach einigen Monaten komplett damit aufgehört und war seitdem ein ganz anderer Mensch. Nach anderthalb Jahren hat er seine Wohnung gekündigt und ist zu mir gezogen. Auch einen Job hatte er inzwischen. Alles lief gut. Ich habe ihn finanziell großzügig unterstützt und mental sein Selbstwertgefühl aufgebaut, weil ich das als eine Investition in eine gemeinsame Zukunft sah.
    Nach insgesamt 3 Jahren Beziehung ging es dann mit den anderen Frauen los. Telefonieren, Kaffeetrinken, Mailen und WhatsApp. Er erklärte mir, er habe kein Verhältnis gesucht (wenn ich aber an die zufällig gelesenen Mails denke, weiss ich, das das gelogen war) sondern nur einen gewissen Kick zur Selbstaufwertung. Er hätte halt Probleme damit, daß ich ihn finanziell so großzügig unterstützt hätte. Schade, das er keine Probleme hatte, die Unterstützung anzunehmen! Er versprach mir dann, den Kontakt zu diesen Frauen zu unterlassen, was er auch getan hat. Nur zu seiner Ex besteht er weiterhin, wenn auch in harmloser Art. Aber vollkommen mit ihr brechen will, oder kann er nicht. Außerdem hat er eine Affinität zu Pornoseiten und Prostituierten, die er allerdings nie besuchen würde, da er dazu zu ängstlich ist. Was mich aber auch so fertig macht, ist seine Art, bei jeder Problematik in der Beziehung gleich nach einer Wohnung zu suchen. Er weiss nie wirklich, was er will, kann keine Verantwortung übernehmen und zaudert bei jeder längerfristigen Entscheidung.
    Ich frage mich oft, warum ich es bis jetzt mit diesem Mann ausgehalten habe, aber er ist außerdem sehr charmant und klug, und gibt mir oft das Gefühl, eine ganz besondere Frau zu sein. Mein Lebensmotto war bisher immer, nicht zu voreilig die Flinte ins Korn zu schmeißen und aufzugeben. Die letzten 5 Jahre waren vielfach harte Arbeit mit sehr viel investierten Gefühlen. Ich bin inzwischen über 60 Jahre alt und das macht es nicht einfacher, aber jetzt kann ich einfach nicht mehr weiter. Nur, wie finde ich den Absprung?

  2. Mimimi sagt:

    Ich war so naiv.. Diese Entwaffnungsspiele die man taktisch klug mit einem Narzissten spielen müsste um selbst keine Angriffsfläche zu offenbaren liegen mir gar nicht. So würde ich nicht leben wollen, ich möchte noch ich selbst sein also habe ich ehrlich und gerade heraus angesprochen wie er sich verhält nach dem Motto, entweder er geht drauf ein und es klappt oder eben gar nicht. Tja was soll ich sagen, natürlich hat es nicht funktioniert weil diese Menschen perfide darauf programmiert sind, jeden Spieß umzudrehen und sich zugleich anderen gegenüber noch täuschender zu maskieren. Sogar eine etwas gutgläubige Freundin hat er so geschafft auf Distanz zu mir zu bringen. Ehrlichkeit dient ihnen als Information, nicht als zwischenmenschlicher Wert..
    Wenn ich es mir nicht mehr gefallen ließ ständig subtil oder ganz offen erniedrigt, herablassend behandelt und entmutigt zu werden, sauer war und darauf bestand, von meinem Partner respektvoll behandelt zu werden was normalerweise die Basis einer jeden Beziehung ist, wurde es nur schlimmer.. Plötzlich war ich der Narzisst, sei meine Laune schließlich von seinem Verhalten abhängig. So ziemlich jedes Argument, was für die NPS spricht lässt sich auf diese Weise umkehren. Das hat mein Selbstvertrauen ordentlich auf den Kopf gestellt und mich an meiner Wahrnehmung zweifeln lassen. Aber letzten Endes ist niemand völlig unabhängig von anderen, wir sind schließlich soziale Wesen und haben Bedürfnisse zu denen wir auch stehen dürfen, es ist alles eine Frage der Extreme..! Da dieser Umstand einem Narzissten bei seiner „Argumentation“ jedoch nicht hilfreich wäre, blendet er ihn einfach aus und schwupps – hat er den Freifahrtschein für sein Verhalten. Den wird er jetzt eben nur bei einer anderen einlösen müssen 🙂 Allerdings schwelen noch immer diese einprogrammierten Selbstzweifel in mir und begleiten meinen Alltag. Es fühlt sich an als wäre meine ganze Persönlichkeit in Frage gestellt und mein Verstand von einem Virus unterwandert. Hätten sie einen kokreten Rat, wie man diesen „Knoten im Kopf“ wieder lösen kann?

    Auf Ihrer Seite habe ich viel hilfreiches gelesen das mir die Augen geöffnet hat wofür ich mich einmal herzlich bedanken möchte!

    Lieben Gruß

    Mimimi

  3. Wanda sagt:

    Guten Abend zusammen,

    ich bin in der Situation, daß ich einen Mann sehr liebe, der narzisstische Züge aufweist. Nun wollen wir in Kürze heiraten. Sein Selbstbewußtsein ist eher gering, sein Egoismus sehr groß. Oft habe ich das Gefühl, daß er mich und meine Bedürfnisse erst ernst nimmt,wenn ich am Boden bin. Seine Stimmung hängt extrem an der Aufmerksamkeit und Beachtung/Bewunderung von außen und ich kenne ihn lange genug, um alle seine „Spielchen“ zu durchschauen. Obwohl ich ihm nur noch schwaches Vertrauen entgegenbringe und weiß, daß er einfach nicht zu einer tragfähigen Liebe in der Lage ist – fühle ich mich bei ihm am „rechten Platz“, weil meine Liebe zu ihm sehr stark ist und mich oft über mich hinauswachsen läßt. Es gibt ja auch schöne Stunden.
    Alles in allem überwiegen aber die schwierigen Momente, die oft sehr unverhofft auftreten. Kleine Nadelstiche, die er mit Dingen rechtfertigt, die ich angeblich falsch gemacht habe. Es ist nicht so extrem, daß er mich lange beschuldigt oder daß er bei sich selbst garkeine Schuld sieht. Aber nach den besten Gesprächen und Einsichten, wiederholen sich Kränkungen (kein Geburtstagsgeschenk – plötzlich schlechte Laune an Feiertagen – kein gutes Wort mehr – Abgrenzung) und wenn ich dann total am Ende bin, eine heiße Versöhnung und emotionale „Enge“. Ich schreibe, weil ich mir Sorgen mache. Und zwar um mich selbst. Ich kann nicht gut so leben – aber ich möchte auch nicht ohne ihn leben. Noch habe ich eine eigene Wohnung. Das wird sich bald ändern,- wie schaffe ich den Absprung? —vor allem wenn ich garnicht abspringen will? – Wie kann man eine Beziehung führen, bei der man sich emotional vom anderen abgrenzen muß? Ich hänge sehr an ihm und würde ganz viel aufgeben, wenn ich gehe. Ich wäre danach zwar lebensfähig aber ich weiß nicht, ob ich jemals eine größere Liebe und Bereitschaft zur „Arbeit an einer Beziehung“ hatte. Ich könnte das für keinen anderen Menschen in dieser Form aufbringen. Es wäre sehr viel kaputt. Bei uns beiden.Stecke ich zu tief drin? oder ist es einfach nur eine sehr sehr schwere Aufgabe? Vielleicht könnt ihr mir beim Nachdenken helfen. Lösungen und Ferndiagnosen sind natürlich nicht möglich.

    • Silv sagt:

      Sachma liebe Wanda,
      ‚ du machst Dir in der Beziehung Sorgen um Dich selbst‘?- und willst den Menschen trotzdem heiraten?
      Das hört sich stark nach conarzisstischem Verhalten deinerseits an. Vorsicht!

      • Wanda sagt:

        Hallo Silv

        Danke für das „VORSICHT“ – hat mich etwas Zeit gekostet, um einiges nachzulesen. Ja. Co-Tendenzen habe ich (schon immer) – meine Mutter war Narzisst und ich kann wohl nur dann so richtig mich auf einen Menschen einlassen, wenn der alte Muster in mir anspricht. Habe eine Psycho-Therapie nach einem BurnOut gemacht, und mich dabei besser kennengelernt. Auf Wiki-How habe ich ein paar vorsichtige Tips für den Umgang mit narzisstischen Ehemännern gelesen. Ich mag die Hoffnung einfach noch nicht aufgeben, da er sehr um ein Gelingen der Beziehung bemüht ist und auch nicht 100% auf die NPS passt. Er denkt von sich schlecht – nicht großartig.
        Mein Grund zu bleiben/heiraten: Ich kann wohl nie in einen „gesunden“ Menschen verliebt sein und ich werde vom Allein-Leben irgendwie sehr komisch. Das habe ich in der Vergangenheit erlebt. Da unternehme ich dann andere selbstschädigende Dinge – weil ich mich sonst nicht lebendig fühle. Es ist als müßte ich mit zwei Krankheiten leben lernen. Der seinen und der meinen. Auf Gedeih und Verderb. Das hört sich chaotisch an. Ist es wahrscheinlich auch. Aber solange ich denke, daß auch er an sich arbeitet, mag ich nicht alles hinwerfen.

        • Mimimi sagt:

          Liebe Wanda..

          All diese Gedanken und Gefühle die du beschreibst kenne ich sehr gut aus eigener Erfahrung mit einem Narzissten, bzw. einem Menschen mit ausgeprägten narz. Merkmalen. Auch ich fühle mich wie hypnotisch angezogen von der Ausstrahlung dieser Menschen und habe mich entschieden, genau das in Zukunft als Warnung zu verstehen! Hinterfrage vielleicht mal deine Glaubenssätze und überlege, was du wirklich für dich willst? Nur wenn man für sich bewusst die Entscheidung trifft so leben zu wollen, dass die eigenen Bedürfnisse nicht auf der Strecke bleiben, kommt man raus aus diesem Dilemma. Andere, nette und aufrichtige Menschen lassen es vielleicht auf den ersten Blick nicht so „knallen“.. Wahre Liebe braucht diesen Knall aber nicht zwangsläufig, aus anfänglicher Sympathie und Zuneigung zu einem Menschen der einen würdig und respektvoll behandelt kann gesunde Anziehung, Vertrauen und Verbundenheit entstehen. Das hat in meinen Augen sehr viel mehr mit wahrer Liebe zu tun als die abenteuerliche Drama-Anziehung zu einem Narzissten.
          Ich hoffe du wirst dir deines Wertes und der Legitimität deiner Bedürfnisse ebenso bewusst wie der Tatsache, dass du dich bewusst für sie entscheiden musst damit ihre Erfüllung möglich wird. Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!

    • Akascha sagt:

      Hallo Wanda,
      ich habe erst gestern diese Seite entdeckt und heute deine Nachricht gelesen.
      Ich bin zunächst tief bewegt von den Artikeln bislang hier, von den Nachrichten der Menschen, denn endlich endlich finde ich mich wieder. Beginne zu begreifen, dass nicht ich falsch bin mit all meinen Gefühlen. Ich fühle mich verstanden und endlich nicht mehr so alleine. Die Verwunderung der Umwelt, dass ich nicht ständig frohlocke mich endlich getrennt zu haben, endlich frei zu sein, das Unverständnis noch immer zu hadern und den „alten“ Zeiten hinterher zu trauern und noch so vieles mehr. Ich bin nicht alleine. Und viele Zeiten in meiner Ehe ergeben nun Sinn. Nicht deckungsgleich in allem, aber doch so vieles.

      Und nun lese ich deine Nachricht, Wanda, und in vielem könnte sie von mir sein.
      Mein Mann ist auch nicht übermäßig selbstbewusst. Er gab mir ein Gefühl, das einzig war. Von Anfang an auch Unstimmigkeiten, die ich jedoch verdrängte. Mich verbog von Beginn an. Gerne. So große Liebe.

      Und es wurde mehr und mehr. Gespräche, Einsichten, alles möglich. Nach vielem Reden auch mal eine Entschuldigung. Mit der Aussage, darüber nachzudenken, und damit war es auch vergessen.
      Irgendwann verstand ich das Prinzip. Und er konnte es auch äußern.
      Machte ich mich klein, verletzlich, hilflos und erhöhte ihn somit und bat um sein Verständnis und sein Verzeihen, dann funktionierte alles. Fürsorge, Liebe, Zärtlichkeit, Vergeben….Alles war möglich.

      Trat ich selbstbewusster auf, was notwenig und durch eine Therapie möglich wurde mit den Jahren um nicht komplett mich zu verlieren, dann Eskalation. Neue Methoden wurden gesucht, mich klein zu machen:
      Ignoranz, Liebesentzug, Vorwürfe, Kleinreden meiner Leistungen, etc.
      Ich musste mit den Jahren lernen, mich emotional zu distanzieren, damit er mich nicht immer so verletzen konnte. Da dies nicht meinem Naturell entspricht, verlor ich auch die positiven Gefühle in mir. Ich wurde eine lebende Hülle mit einer dicken Schutzschicht, damit mir nicht mehr alles so weh tat und an mich rankam.
      Was natürlich a, mir selbst nicht gut tat und b, der Beziehung noch mehr schadete, da nun Vernachlässigung vorgewurfen wurde etc.
      Als unser Kind dazu kam verschärfte sich dies wieder. Rational einsichtig in die Wichtigkeit der Mutter für ein Baby, war es doch überall zu spüren, wie es an ihm nagte. Zurückgesetzt fühlen.

      Ich weiß bis heute nicht, was gelogen war, was wahr. Ich weiß bis heute nicht, ob ich seit Jahren belogen wurde. Ich weiß von mancher Lüge, die mir erst dann gestanden wurde, als ich den Beweis hatte.
      Um es dann gleich in einen Angriff umzumünzen, dass ja mein Verhalten wieder beweise, wie richtig es war, mir Dinge nicht zu sagen.

      Und doch leide ich. Denke auch ich, ich werde so etwas nicht wieder erleben. Verband uns doch so ein besonderes Gefühl. Ein Gefühl, das niemals ein anderer Mann mir gab. Er war einmal meine Welt. Aus der ich mich befreien muss, denn sie tut mir nicht gut. Unser Kind und mein Körper, der immer psychosomatischer reagierte, brachten mich schließlich zum Gehen.
      Und doch hadere ich immer noch.

      Wanda, du weißt schon so viel. Du kannst schon jetzt so viel in Worte fassen, wofür ich Jahre benötigte, es zu erkennen.
      Da diese Seite auch etwas dazu schreibt, wie man mit einem solchen Menschen eine Beziehung führen kann, ist es vielleicht möglich.

      Ich denke, wenn man sich jedoch nach Nähe, Verständnis, Fürsorge, Empathie und auch einem Partner sehnt, der in brenzligen Situationen für einen da ist, wird dies nicht möglich sein.
      Das ständige Verbiegen der eigenen Person, Vernachlässigen der eigenen Bedürfnisse, Ankämpfen gegen Kleingemachtwerden, die Spur finden in den Vorwürfen egoistisch zu sein und nur an sich zu denken, wenn ein kleiner Wunsch nach Ruhe geäußert wird, …. es kostet Kraft. So viel Kraft.

      Und noch immer suche ich nach dem Ausweg. Dass er mich doch liebte, nicht anders konnte. Was weiß ich.

      Bitte, denke gründlich darüber nach, welchen Weg du gehen willst. Ob der Preis nicht zu hoch ist, bei allem speziellen Gefühl, das euch beide verbindet.
      Die Antwort weißt nur du.

      Ich wünsche dir alles alles Gute, Wanda und hoffe, es ist in Ordnung für dich, dass ich so weit in meine Geschichte ausholte, um etwas zu dir zu schreiben. Ich hoffte, dass du dich vielleicht auch darin erkennen kannst und etwas daraus ziehst.

    • Lynn sagt:

      Tu es bitte nicht. Im Zusammenleben hast du nicht mehr so schnell die Möglichkeiten zu gehen, und es wird schhlimmer werden, wenn du erstmal ganz bei ihm bist. Und wieso heiraten? Sie verstehen es so geschickt einen um den Finger zu wickeln. Ich weiß ganz genau wie Du dich fühlst, innerlich zerissen,abwägend…Das Leiden deinerseits wird größer werden, wenn er seine Spielchen ausweitet
      Findest du das eine gute Basis für eine Ehe?

  4. Elisabeth sagt:

    Hallo zusammen!
    Also ich denke, jeder normale, liebende Mensch wird versuchen, seinen Partner (oder auch einen guten Freund) zu verstehen. Denn wenn es Konflikte gibt, liegt es manchmal durchaus auch an beiden.
    Wer das beherzigt, wird Verständnis haben und versuchen, den anderen zu erreichen.
    Meine Erfahrung ist nur, dass ein wirklich narzisstischer Mensch (ob nun Partner, Freund/in oder Familienmitglied) jegliches Ansprechen auf zwischenmenschliche Probleme (selbst, wenn es sachlich und ruhig passiert!) recht schnell zu Leugnungen oder Abwertungen übergeht.

    Nun, welcher normale Mensch will sich sowas auf Dauer zumuten?

    Viele Grüße und alles Gute den Noch-Betroffenen

    • Silv sagt:

      Genau Elisabeth,
      Das tut man soch nur an, wenn man als Conarzisst abhängig ist. Daraus kann man sich lösen. Absoluter Kontaktabbruch hat-nach völligem Absturz- mir geholfen

    • Silv sagt:

      Auch ein narzisstischer Kollege geht schnell in Abwertungen und Leugnungen über- wenn zwischenmenschliche Probleme angesprochen werden. Erst gestern wieder erfahren😀

  5. Silv sagt:

    Hallo Mona,
    Trotzdem:Frohe Weihnachten.
    ICH würde den Enkeln keine Geschenke schicken. Eine Liebe Kartei besonderen Anlässen. Und Sparvertrag. Oft ist es doch so, dass Kinder im Spiel der Eltern gefangen sind. Und zuweilen mit zunehmendem Alter das Ganze hinterfragen. Wenn dir der persönliche Kontakt wichtig ist- man kann den erfolgreich einklagen.Du wirst deine Enkel dann in einen Loyalitätskonflikt bringen. Die Zeit wird ggfs für dich arbeiten.Halte deine ‚Tür‘ geöffnet. Was ich nicht tun würde: Auseinandersetzungen führen, suchen. Bringt nix- auch wenn weh tut.Sei einfach da, wenn soweit ist.

  6. Mignon sagt:

    Nach 20 Jahren an der Seite eines Narzissten habe ich kein Selbstvertrauen mehr, kann meinen Beruf nicht mehr ausüben, kann nicht mehr Autofahren, haben eine Nebennierenerschöpfung. Den Alltag, so man dies bezeichnen kann, schaffe ich gerade so. Freunde habe ich schon lange nicht mehr, die wurden systematisch rausgeekelt. Wie schaffe ich es, wieder an mich zu glauben? Wie habt Ihr das geschafft?

    • Silv sagt:

      Hallo Mignon,
      An der Seite eines narzisstisch veranlagten Menschen wird es dir wahrscheinlich immer so gehen, da er sich über dich aufbaut. Ich habe 3 Jahre alle Liebe gegeben- ihm und seinen Kindern- und eigentlich kaum authentische Gefühle bei ihm gespürt..Auch seine sehr intelligenten, schulisch und musisch sehr begabten Kinder werden in den Himmel gelobt. Es sei denn, sie widersprechen. Und zeigten auch schon so gewisse Züge…
      Nun gibt’s eine ‚Neue‘- nachdem ich fallengelassen wurde, weil ich ja so negativ sei. Das.hat er mit seinen Eskapaden aus mir gemacht und ich habe es zugelassen.Ich bin in ein tiefes depressives Loch gestürzt und habe ein Jahr gebraucht um mich wieder zu stabilisieren. Nie nie hätte ich gedacht dass es mir, der Selbstbewussten und Frohen, so ergehen könnte. Nun hab ich meine Lebensfreude zurück, und der Narzisst sucht weiterhin Kontakt über jedweden Weg- WhatsApp, Facebook, XING etc.
      Zu mir- der Achso- Negativen😁.
      Du wirst dich befreien müssen. Mit Hilfe eines Therapeuten.
      Es gibt keine echte Strategie um das Leben mit einem Narzissten lebenswert und gleichberechtigt werden zu lassen- es könnte ein ewiger Kampf sein und Einer wird ‚verlieren ‚- DU.

    • Anne sagt:

      Hallo Mignon,
      ich habe eine 25 jährige Ehe mit einem Narzissten mit Borderline „überlebt“. Wir sind 3 Jahre jetzt getrennt. Nach einem halben Jahr der Trennung lernte ich einen wunderbaren Mann kennen. Leider das gleiche Muster. Ich selbst bin eine sehr starke Persönlichkeit und konnte soviel Kraft aufwenden all die Jahre, dass mein Selbstvertrauen nicht in den Boden gestampft wurde. Im Grunde musst du eines wissen. Der Narzisst hat ein Ziel – eine Mission. Er nimmt sich in der Regel einen „schwachen, empathischen, oft hochsensiblen Menschen“ zum Partner. Dort kann er am besten bestehen. Frage dich nicht, welchen Wert du hast, weil er dir einen Wert gegeben hat. Frage dich ganz ehrlich, wer du bist, was du kannst und wo du herkommst. Was sind deine Stärken ? Was sind deine wirklichen Schwächen ? Und vermeide in allen Punkten, das Urteil einfließen zu lassen, dass dir dein Partner eingeredet hat. Du kannst an dich glauben, wenn du die Stempel ausradierst, die dein Partner dir nach seinem Willen aufgedrückt hat. Das Bild, dass du von dir hast, ist nicht dein wirkliches, sondern jenes, dass der Narzisst erschaffen hat, um selbst zu überleben.

  7. Si.A. sagt:

    Der Artikel trifft zu. So habe ich es auch viele Jahre erlebt und lange nicht verstanden. Kam ich 30 min zu spät von der Arbeit, folgten 2 h Beschimpfungen vor unserer damals 2-jährigen Tochter (Warum ich es denn nie schaffe, pünktlich von der Arbeit zu kommen?). Wenn ich dann tränenüberströmt dasaß, war es, als habe man einen Schalter umgelegt: plötzlich sagte er:“So, jetzt machen wir uns einen schönen Abend! Was gucken wir denn im Fernsehen?“Ich war dann immer hin und her gerissen zwischen Erleichterung, daß es vorbei war und dem Wunsch, zu klären, eine Entschuldigung zu erhalten. Solche Situationen habe ich immer und immer wieder erlebt. Es wurde zum Ende der Beziehung immer schlimmer. Wenn ich widersprach, hielt er mir sogar mein Passbild vor und brüllte: „Guck` Dich mal an, wie gestört Du aussiehst, keine normale Frau tut das in ihren Reisepass.“ Auch ich hab` viele Jahre versucht, es zu verstehen. Letztlich kann man ihn nicht ändern und auch nicht mit ihm leben. Man kann nur Verantwortung für sich selbst übernehmen. Ich bin mit meiner Tochter ausgezogen. Obwohl es nicht einfach ist, gibt es keine Alternative, auch wenn man seinem Kind nicht eine solche Beziehung vorleben möchte.

  8. Adrianna sagt:

    Daniel S.
    Was sind das für Therapieformen

  9. Daniel S. B. sagt:

    Einige Beiträge dieser Seite fand ich hilfreich, andere wiederum nicht. Hier wird meiner Meinung nach immer noch zu viel pauschalisiert, und den Opfern ein Alibi gegeben, dafür, dass sie sich nicht mit sich, ihren Verletzungen und narzisstischen Bedürftigkeiten auseinander zu setzen. Des weiteren bin ich bei Betreibern von Seiten dieser Art vorsichtiger geworden, denn viele von Ihnen betreiben eine gewisse Form von Ponerologie und Pathokratie. Man schreibt der Narzisst ist böse. Man schreibt das Opfer verdient Mitgefühl. Man schreibt sehr einseitig, und die Massen springen auf diesen Zug mit auf. Dass der Narzisst, ein Opfer seiner Kindheit ist, möglicherweise sogar auch eine narzisstische Beziehung führte (ob nun zu einer Frau oder seiner Mutter) wird hier nur in einem Nebensatz erwähnt. Hier wird pathologisiert wo es nur geht, ohne sich selbst zu reflektieren, was ebenfalls für einen pathologischen Narzissmus spricht.

    Fakt ist wir alle kommen als Narzissten zur Welt. Als Baby dreht sich alles nur um das Kind. Wenn die narzisstischen Bedürfnisse ausreichend befriedigt werden, kann das Kind einen Zugang zu seinen eigenen Gefühlen entwickeln. (Gesunder Narzissmus) Wird das Kind vernachlässigt oder verhätschelt, besteht die Möglichkeit, dass das Kind in seiner emotionalen Entwicklung nachhaltig gestört wird. (Ungesunder Narzissmus).

    Ebenso ist eine NPS eine psychische Krankheit. Die Betrofenen wissen es entweder nicht, oder sie leiden und leben das Dilemma des grandiosen Menschen, der alles dafür tut, gemocht zu werden, der sein idealisiertes Selbst in den Vordergrund schiebt, aus Angst vor Verletzung, aus Angst vor dem Ausleben, des erneuten Kindheitstraumas und eben aus Schutz und Abwehr vor dem Selbstverlust, die sich dann in Form einer depressiven Krise zeigt.

    Wer nur beschreibt, wie er einen Narzissten empfindet, aber nicht hinter die Fassade blicken kassen, der sollte auch keine Artikel über Narzissten verfassen, denn dann bleibt es bei Ponerologie und dann wird der Narzissmus irgendwann tatsächlich nicht mehr therapierbar sein (was zum jetzigen Zeitpunkt lt. Gerüchten auch nicht geht/Ponerologie- denn es gibt einige Wirksame Therapieformen die einem Narzissten helfen können, mit sich und seiner Umwelt besser klar zu kommen).

    • Claudia2 sagt:

      Ich suche in einem Partner einen Menschen auf Augenhöhe und keinen Patienten, dessen Empathiefähigkeit durch eine ungünstige Kindheit derart eingeschränkt ist, dass er nicht mal meine Grundbedrüfnissnie befriedigen kann.
      Hinter die traurige Fassade eines Narzissten zu blicken ist Aufgabe eines Psychotherapeuten nicht meine.
      Spätestens im Krankheitsfalle, wenn man alleine im Krankenbett liegt, wacht man unbarmherzig auf, weil man wertvolle Lebenszeit damit verbracht hat, hinter die Fassade des Narzissten zu blicken, während andere kranke Frauen von ihren Partnern fürsorglich versorgt werden.

      • Silv sagt:

        Claudia, deinen Post kann ich nur dreimal unterstreichen.Weil ich es so erlebt habe.

        • Claudia2 sagt:

          Vielleicht hatte Freud nicht in allem Unrecht, wenn er schreibt:
          „Die volle Objektliebe [ ..] ist eigentlich für den Mann charakteristisch [ ..]. Anders gestaltet sich die Entwicklung bei dem häufigsten, wahrscheinlich reinsten und echtesten Typus des Weibes. Hier scheint mit der Pubertätsentwicklung [ ..] eine Steigerung des ursprünglichen Narzißmus aufzutreten, [ ..] welche der Gestaltung einer ordentlichen [ ..] Objektliebe ungünstig ist…“
          Ich beobachte dieses Muster dauernd im Alltag. Er liebt, die Frau – teilweise richtig unansehnlich – läßt lieben. Umgekehrt scheint mir wesentlich seltener vorzukommen.

      • Miro sagt:

        Haha….Wie Passend….auch so erlebt als Ich mit unserem Baby nach der Entbindung im KH lag. Nach 3Tagen wurde Ich abgeholt und in meine Wohnung gebracht….er fuhr weiter in seine Wohnung, musste arbeiten….kam aber täglich zum abendessen was Ich, statt mich von der Geburt zu erholen, zubereitet habe…vor der Nacht fuhr er Heim….
        Da fällt mir auch 2Jahre später und 1,5Jahre nach der Trennung nix mehr zu ein….
        Manche dinge machen einen sprachlos, ein Leben lang.

    • Silv sagt:

      Im Fall einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gibt’s kein wirksames Therapie-Verfahren. Der Therapeut kann nur durch Sozialkompetenz-Training versuchen, gewisse Verhaltensweisen zu korrigieren. Wenn der Patient sich als solcher erkennt. Oft lassen sich Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur wegen Depression/Lebenskrisen helfen. Alles Andere weisen sie weit von sich.

      • Claudia2 sagt:

        Die Hirnforscherin Tanja Singer erforscht im Gehirn die Empathiefähigkeit. Nach ihrer Aussage läßt sich durch Achtsamkeitstraining und Meditation diese Fähigkeit um einiges steigern. Jüngst kam in einer Fernsehsendung auch, dass man dieses Empathietraining bereits erfolgreich bei Strafgefangenen eingesetzt hat. Das wären doch mal Aussichten für die Narzissten?!

    • Silv sagt:

      NPS fällt unter Störungsbilder nicht unter ‚psychische Krankheit ‚.Persönlichkeitsstörung gehören zu den sog.frühen Störungen. Das bedeutet auch, dass sie nicht ‚wegtherapierbar ’sind

    • Ina sagt:

      Hallo Daniel,
      Du kannst davon ausgehen, dass jede Schreiberin/jeder Schreiber hier viel zu lange Verständnis hatte und Ursachenforschung betrieben hatte, bevor endlich die Erkenntnis kam, dass es gesünder und heilsamer ist, eben nicht mehr verstehen zu wollen – im Übrigen auch für den Narzissten, denn Veränderung beginnt ja mit der Selbstverantwortung. Das hier ist ein Block für Betroffene, die den Austausch suchen, um v.a. sich selbst zu verstehen und anfänglich muss man auch im Opferdasein suhlen dürfen- das hilft zumindest mehr als das Aufzählen von Fachbegriffen, die letztendlich auch nur pauschalisieren.

      Partnerschaft basiert auf das Zusammenspiel und nicht auf einseitige Manipulation und Kontrolle. Das setzt natürlich emotionale Reife voraus, die insbesondere bei der narzisstischen Persönlichkeit noch zu entwickeln ist.
      Ohne Zweifel gibt es wirksame Therapieformen, wenn man denn bereit ist.
      Kleine Anmerkung: Mein Ex – Partner hatte sogar zwei Therapeuten gleichzeitig – passt doch, ich bin mir sicher, er hatte beide gut im Griff.
      Ina

      • Silv sagt:

        Hallo Ina
        Oder der Selbstverantwortung wird aus dem Weg gegangen indem das Objekt (Partner) ausgetauscht wird. Dem Nen schenken mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung gelingt keine echte Selbstreflektion
        Mein Exmann gab immer vor sich verstanden zu haben und hat dann im gleichen Muster weiter gemacht. Eine Persönlichkeitsstörung kann nur ‚beigeschliffen’werden durch einen Therapeuten der sich darauf einlässt. Sie/Menschen mit NPS sind in ihren Verhaltensmuster überdauernd gefangen. Sie kommen immer wieder durch
        Leider erzeugen Sie ne Menge Leid. Man kann als Lebensgefährte verzweifeln und selbst daran zerstört werden oder es lassen und sich lösen.Ich hab als Partnerin alles durch bis ich selbst in tiefe Depression und am Ende war.Ind mich letztendlich gefragt habe: warum?Habe ich das mitgemacht..Die Fragen habe ich mir beantwortet. Der Expartner macht mit neuer Besetzung weiter und sucht parallel Kontakt.Und genau:Therapeuten werden akzeptiert wenn der/NPSler sie im Griff haben.

      • Anne sagt:

        Irgendwann ist man es leid, man ist ausgesaugt vor lauter hoffen und Verständnis haben. Ich wollte eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe – nicht mehr. Ich bekam eine Großbaustelle und wurde in die Rolle des Ewigverstehers, Ewighoffers und Ewigverletzten hineingezwungen. Nein – Verständnis ist ok, aber wenn die andere Seite überhaupt keinen Drang hat, die Situation für uns erträglich zu machen, dann brauchen wir auch den Drang nicht, unser Leben lang leiden zu müssen.

    • Radulf sagt:

      Die spannende Frage ist doch, wer der Leidtragende und der Leidende in diesem Spiel ist? Aus meiner Erfahrung ist es immer der Co-Narzisst, der dann sehr lange, nach dem überraschenden „Aus“, in einer negativen Phase verharrt und mit dem Wechselspiel von großer Liebe und wortlosem Abgang einfach nicht klar kommt. Somit gilt hier mit Recht den Co-Narzissten das Haupt-Augenmerk. Der Narzisst wird sich niemals ändern und immer nach einer neuen, besseren Versorgung suchen. Auch wenn der Narzisst ein Opfer seiner Kindheit ist, wird er somit zum unberechenbaren Beziehungskiller bei seinen Partnern und hinterlässt bei ihnen auch nachhaltige Negativ-Spuren für die Zukunft.

      • Flora sagt:

        Hmm,

        nicht jeder Partner ist ein Co Narzisst. (Im übrigen wird die Vorsilbe CO heutzutage inflationär benutzt) Man wird zum Co übrigens gemacht 🙂
        Die meisten Targets(Ziele) verfügen über hohe emotionale Kompetenz.
        Fast muss ich lachen, die Tatsache, dass wir so lange brauchen um uns von den Folgen des narzisstischen „Aussaugens“ erholen müssen, ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass man diesen ganzen Bullsh.. und das ewige Gelüge als Partner erst einmal durchschauen, und verarbeiten muss. Jaja, ich sage Targets, denn die wahren Opfer sind doch immer die Narzissten, die haben diesen Zustand ja lebenslang gepachtet. Immer Opfer, nie Täter, die Welt so gemein, alle anderen dumm und ihr so schlau.

        Als erstes muss man raus aus diesem Nebel den der Narz erzeugt, wenn der sich lichtet und die Armseeligkeit, der Neid und die Missgunst sichtbar werden, wendet man sich in Abscheu ab. Bei den Inuit setzte man solche Menschen auf einer Eisscholle aus. Ihr habt es heute echt gut 🙂

        Warum es Hilfeforen für Targets gibt? Ganz einfach weil wir uns im Gegensatz zu euch ändern können. Es gibt kein Forum in dem sich Narzissten helfen, sie haben sich nichts zu geben..und sie suchen keine Hilfe.

        Auch wenn menschlich sein manchmal mit viel Kummer verbunden ist, so wollen wir es doch nicht aufgeben 🙂

        Flora

    • Lena sagt:

      Hallo Daniel,

      Aus eigener Erfahrung kann ich dem zustimmen was du geschrieben hast….es bedarf jedoch einer übernatürlichen starken und Mächtigen Kraft dies so zu bewerten und sich nicht als Opfer (was menschlich gesehen mehr als berechtigt ist) zu sehen und fühlen. Dies braucht Zeit, Mut und bedarf einer Kapitulation zu meinen eine nps aus eigener Kraft tragen/ertragen zu können oder ihr entgegen zu wirken. Auch wenn es sich naiv, altmodisch und unglaubwürdig anhört es bedarf einen Glauben an Jesus der eine Heilung in jedem Menschen der es möchte ermöglicht, dass man nicht unter dem Verhalten zerbricht und zu einem Häufchen Elend wird. Dass man nicht voller bitteren Schmerz, Wut und sich selbst vollkommen verliert…usw. Sondern man weiß wer man ist und die Selbstachtung unabhängig von äußeren Umständen/Personen behält. Dass man nicht abhängig von der Liebe des anderen ist, sondern dass man geliebt ist!! (Und da brauchen wir alle eine Erneuerung)
      Es bedarf einer Verbindung mit göttlicher Kraft, eine Entscheidung zu treffen gehen zu können und nicht krank zu werden und sich nicht als Opfer zu fühlen..oder zu bleiben und das Verhalten des Partners mit einer narzisstischen Störung Zu tragen und ebenfalls nicht persönlich zu nehmen und nicht krank zu werden!!
      Ein Vortrag von Horst Müller „warum brauche ich einen Erlöser “
      Das Buch ein gesunder Geist von Timothy Jenings
      Kann ich nur empfählen

      Alles gute 🙂
      Lena

      • Silv sagt:

        Na, ob Gott da hilft.
        Es gibt psych.Störungen die irreversibel sind
        Die sog.’frühen Störungen‘.Dazu gehört die narz.Persönlichkeitsstörung.Bei einer Persönlichkeitsstörung ist das Verhaltensrepertoire überdauernd, also auch therapeutisch nicht grundlegend zu ändern. Verhaltensweisen können versucht werden, etwas sozialkompatibler durch Therapie gestaltet zu werden.In Stresssituationen kommen aber meist die alten Verhaltensweisen wieder durch.Eine Diagnose stellt das Fachpersonal- wegen der Stigmatisierung aber sehr zögerlich.

        • Topflaash sagt:

          Also ist die beste Lösung was?
          Forensische Psychiatrie? Guantamo? Selbstmord?
          Du sagst a, Narzissten änder sich nicht und die Störung ist nicht mehr korrigierbar….
          wozu bist du dann hier?
          um das fest zu stellen?
          Vielleicht bist du ja selber Narzisstin….. vieleicht seid ihr ae ja Narzisten, ohne es zu wisssen?
          Und woher wisst ihr, dass euer nicht diagnostizierter Partner ein Narzisst ist und nicht etwa ein Psychopath oder Dissozialer Mensch?

          • Mimimi sagt:

            Weil es dafür Checklisten gibt und man das ausgiebig beobachten kann wenn man viel Zeit mit solchen Menschen verbringt. Es gibt auch Komorbiditäten, nicht ausgeschlossen also, dass ein Narzisst zugleich auch Merkmale anderer Störungen aufweist, meistens kann man aber ganz gut erkennen, was vorherrscht. Da die eigenen Bedürfnisse in einer Beziehung mit solchen Menschen dermaßen untergraben werden, können narzisstische Merkmale die jeder in sich trägt verstärkt werden. Alle anderen Möglichkeiten auch die eigenen Bedürfnisse erfüllt zu bekommen wurden dann für gewöhnlich aber bereits ausgeschöpft..
            Mit einer Cluster B Störung muss man immer reflektieren, prüfen, ehrlich zu sich sein, die eigenen Schutzmechanismen erkennen und sich alternatives, sozialkonformes Verhalten zulegen. Das fällt mit der Zeit wenn man am Ball bleibt immer leichter, wenn es auch in Stresssituationen Rückfälle geben kann. Außerdem ist das Thema Selbstliebe meiner Ansicht nach ein wichtiger Aspekt der in Therapien leider selten beachtet oder praktiziert wird!

            Aber weil den meisten Narzen das alles zu blöd und anstrengend ist werden sie wohl weiter andere Menschen nach allen Regeln der Kunst emotional demontieren und misshandeln.

            Im Grunde sind Narzissten doch irgendwie Soziopathen..!

      • Lina 2 sagt:

        Also als Atheistin bestreite ich das vehement!

        Das ist die Illusion von tiefen Vertrauen, die aber in Wirklichkeit eine Illusion ohne die geringste Basis ist.

        Gerade Religionen produzieren die Vorstufe von Co-Narzisstinnen und Narzissten (Dulden, Verzeihen, Helfen, die Wünsche von Anderen über die eignen stellen, etwas Besonderes sein, idealisierte Liebe u.s.w. Wird erzeugt von der Suggestion, dass da von oben einer guckt und urteilt, so dass man unerfüllbar immer besser werden muss, und das wird gedrillt von Kindheit an. Die andere Seite kommt dann ebenfalls zum Zuge: Macht, Gefühllosigkeit, selbstverständliches Einfordern unmöglicher Aufgaben u.s.w)

        Ich bin froh, mich davon befreit zu haben, der Co-Narzissmus ist aber die Folge des frühkindlichen Verbiegens. Gott war wichtiger als ich.
        Der Abschied davon war genau so schmerzhaft wie der Abschied von meinem unendlich geliebten Narzissten, den ich unerschütterlich 17 Jahre lang liebte, obwohl ich wusste, wer er war.

        Aber wenn ich mein scheinbar ewiges Leben aufgeben konnte (mit diesen Typen will ich bestimmt nicht im Himmel sitzen 😉 , so kann ich auch einen Partner finden, mit dem ich einfach eine ganz normale Beziehung haben werde.

        Mein Narzisst ist sich selber der größte Feind, und ich will ihm nicht gleich ziehen.

  10. Wurst sagt:

    Geehrte Opfer!
    Wir versuchen es euch nur Recht zu machen. Ganz ehrlich…Hört mal auf euch dauernd gegenseitig fertig zu machen, dann müssen wir auch nicht dauernd euer Wohlbefinden korigieren.
    Mit Liebe, ein Sündenbock

    • Daniel S. B. sagt:

      finde deine Antwort gut, wenn auch etwas provokant…. aber MImimi bringt das Opfer nicht weiter….

    • Mona sagt:

      Hallo Wurst,
      schöner Name den du dir ausgesucht hast.
      Jeder ist für sein eigenes Wohlbefinden verantwortlich und nicht du als Sündenbock.
      Ja es gehören immer zwei dazu, einer der es tut und einer der es sich gefallen lässt. Vielleicht vergessen wir den Sündenböcken die Grenzen zu zeigen und übergehen damit unsere eigenen Grenzen.

      • Topflaash sagt:

        vielleicht vergesst ihr aber auch, dass wir auch grenzen haben und gefühle, die ihr sändig überschreitet?

        • Mimimi sagt:

          Stimmt.. Die Grenze von „meinem“ Narz war, wenn ich ihn darauf angesprochen habe was sein Verhalten für die wesentlichen Basics unserer Beziehung bedeutet. Das war für ihn immer Stress und ein Störfaktor der größtes Unwohlsein, wahrscheinlich Minderwertigkeitskomplexe bei ihm auslöste und möglichst rasch mit Feindseligkeiten und allerhand anderer Abwehrmechanismen abgestraft und eliminiert wurde. Meinst du Gefühle in der Art? Tja also es tut mir ja leid das so sagen zu müssen aber leider funktionieren Vertrauen, Liebe und Beziehung nicht indem man jemanden ständig quält und sich dann über die Schreie beklagt!

          Sorry aber mittlerweile bin ich ziemlich feindselig was diese Störung betrifft denn ihr übernehmt keine Verantwortung für euer Verhalten! Ich selbst bin vor 10 Jahren mit BPS diagnostiziert worden und weiß wie hart es ist, an so tief sitzenden Mustern zu arbeiten. Aber ich habe Mitgefühl und das hat mir ermöglicht mich dagegen zu entscheiden andere Menschen wie Eigentum vereinnahmen zu wollen. Es ist ein langer und nicht endender Prozess mit einer Cluster B Störung Selbsterkenntnis zu erlangen sowie gesunde, angemessene Grenzen und Verhaltensweisen zu entwickeln. Mit stetiger Achtsamkeit wäre das auch den NPSlern möglich nur ist eben ein Bestandteil eurer Störung, dass ihr glaubt das gar nicht nötig zu haben. Da hilft erstmal nur sachliche Reflektion und gnadenlose Ehrlichkeit sich selbst gegenüber..

          „Mein“ Narz hat immer gesagt, es sei ihm völlig fremd andere zu erniedrigen um sich selbst besser zu fühlen, er war so mit der Störung verschmolzen, dass er sein Verhalten für völlig normal hielt.

          Eigentlich solltet ihr wirklich all euren „Opfern“ nur leid tun und ich für meinen Teil begreife auch sehr gut, dass selbst der Unwille zu reflektieren dazu dient euer hochfragiles Inneres zu schützen. Irgendwann hat es mich richtig traurig gemacht zu sehen, dass Narzissten sogar Freude daran haben andere zu irritieren, zu verunsichern und fertig zu machen. Ich dachte darüber nach, wie schlecht es jemandem gehen muss wenn er sowas tun muss um sich sicher und gut fühlen zu können. Dagegen scheint der Schmerz den ich tagtäglich durch meine PS spüre ein Witz zu sein, sonst hätten sich vermutlich auch bei mir mehr narzisstische Merkmale ausgeprägt..
          Dennoch seid ihr verantwortlich für euer Verhalten und müsst wohl hinnehmen, dass es für fühlende Menschen nicht einfach ist eure überzeugende Immitation von Menschlichkeit zu durchschauen, dieses Ausmaß zu begreifen und schlussendlich zu akzeptieren.

  11. Claudia M. sagt:

    Der Bericht oben ist mal wieder sehr gut – für mich finde ich dort 100 % Übereinstimmung mit meinem Erlebten!
    Ja, es hat lange gedauert, dies alles zu verarbeiten, zu verstehen, zu durchschauen. Aber jetzt macht mir Keiner mehr etwas vor!

    Nur schade und erschreckend, wenn man dann „sehend“ erleben muss, dass Fachleute wie Mitarbeiter Jugendamt, Sozialarbeiter oder Therapeuten diesem Menschen (Studium hin oder her, Berichte der Kindsmutter hin oder her) „blind“ auflaufen, seinem Charme erliegen und dann fatale Entscheidungen bzgl. Kindeswohl treffen.
    Anstatt richtig hin zu gucken, wird lieber eine „böse Kindsmutter“ kreiiert und zusammen mit dem kranken Kindsvater polarisierend an einem Strang gezogen. – Armes Deutschland!

    Erinnert mich irgendwie an Hexenverbrennung im Mittelalter.
    Diese Frauen wußten und konnten richtig viel – aber es war nicht gewollt.
    „Weg mit den Wissenden, Narzissten an die Macht“ scheint das Motto derzeit weltweit zu sein (u.a. Putin, Trump). Und die Konsequenzen scheint Niemand zu blicken. Hallo, Aufwachen!
    War Hitler nicht auch ein Narzisst?
    Leute, lasst Euch nicht benutzten und verdummen!

    • Sterntaler sagt:

      An Claudia M.
      Dein Kommentar super!
      Genau auf den Punkt!
      Aufwachen!!!!
      Betroffene könnten bessere Arbeit leisten als diese Theoretiker mit ihrem Nichtwissen!!!!!
      Mit dem Wissen und der Erkenntnis könnten wir vielen Betroffenen helfen, die noch auf der Suche nach dem “ warum “ sind!!!

  12. Heidrun Pfaff sagt:

    Hi 🐞

    Gerne gebe ich meine Erfahrungen weiter aus einer nach wie vor bestehenden Ehe seit 25 Jahren mit einem Narzissten!

    „Und mindestens 5 Jahre Therapie Erfahrung meinerseits um die Situationen einigermaßen beherrschen zu können.“

    Es gibt wundervolle Tage und
    Tage an denen man durch
    die Hölle geht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Heidrun Pfaff

  13. Heidrun Pfaff sagt:

    Es ist unglaublich!
    Ihre Beschreibungen sind so was von stimmig und ich denke sehr oft, …….
    ………. dass Sie genau mein Empfinden oder die Situationen beschreiben!

    – Danke ! –

  14. Mona sagt:

    Seit dem 14. September hängt der Begriff narzisstische Persönlichkeitstörung über mir wie ein Schwert, dass mit riesiger Macht zu geschlagen hat.
    Mir wurde mitgeteilt, dass ich eine NPS haben soll und derjenige denkt, dass darauf hin, meine Probleme in Beziehung daher zu rühren sind. Ich solle diese doch behandeln lassen, wenn ich irgendwann mein Enkelkind vor der Einschulung wieder sehen möcht. Bis dahin wird kein Kontakt gewünscht.
    Da ich zu dieser Zeit schon mit Depressionen in Behandlung war, habe ich meinen Arzt daraufhin angesprochen. Er schüttelte nur mit dem Kopf. Die Frage die ich nachfolgend immer hörte; Hat jemand da eine medizinische Ausbildung?. Nein die hat keiner von den Beiden.
    Nun bestand ich darauf mich testen zu lassen. Es wurde keine NPS festgestellt sondern die Diagnosse von oben bestätigt.
    So einfach kann man mit einer Behauptung, einem Vorwurf ein Menschenleben kaputt machen. Jetzt versuche ich mich zurück in mein altes Leben zu kämpfen und diese gestaltet sich verdammt schwer.
    Meine Familie sowie ein paar wenige, enge Freunde wissen davon. Jeder schüttelt mit dem Kopf und glaubt wie ich im falschen Film gelandet zu sein. Danke an die Menschen, die mir zur Seite stehen und versuchen mich aufzubauen.

    • Silv sagt:

      Hallo Mona
      Da stellt sich die Frage:
      ‚Wer hat die NPS‘?

      • Mona sagt:

        Hallo Silv,
        Die Frage wurde mir auch gestellt?
        Ich dachte ich habe mein Leben so wie es ist im Griff. Jedoch ist mein Leben nicht mehr so wie es einmal war. Ich kämpfe mit Depressionen und Trauer, mit Hoffnungslosigkeit und mit dem WARUM gerade mir das geschehen muss.

        • Silv sagt:

          Hallo Mona,
          Das du trauert, glaube ich gerne.
          Beim Kontaktabbruch kannst du zwar als Großmutter den Kontakt zum Enkel gerichtlich festsetzen lassen- aber das wird das Verhältnis zum Sohn/Tochter nicht verbessern. Das Verhalten deines Kindes ist natürlich eine Frechheit. Und der Hinweis, du solltest dich behandeln lassen, ist respektlos. Mit sich ärgern, bietet man aber eine Aufmerksamkeitsplattform. Du wirst nur abwarten können. Ohne Kontakt versuch. Dem Enkelkind würde ich aber zu besonderen Anlässen Karten/ Briefe schreiben mit unverfänglichem Inhalt.Ind ein Sparkonto als Geschenkeersatz führen für später.Aber das ist nur MEINE Idee.
          Dir trotzdem schöne Weihnachten

          • Mona sagt:

            Hallo Silv,
            ich habe eine Sparbüchse gemacht, wo jede Woche etwas hinein kommt. Dazu noch einen Sparvertrag.
            Jetzt kam das Nikolaus-Geschenk zurück mit der Post und wieder mit der Email von September und mit dem Zusatz, jede weitere Post fliegt ungeöffnet in den Papierkorb. Ich hätte doch das Porto nutzen können um seine restlichen Sachen zu schicken.
            Immer wieder die Gedanken um die NPS machen micht fertig. Stellt mein ganzen Leben, die letzten 30 Jahre in Frage.
            Das tut so weh. Wie kommt er darauf? Aber die Antwort kann er mir nur geben. Ich hoffe, meine Therapie hilft mir weiter. Ich möchte zurück ins Leben, aber wie???
            Auch dir schöne Weihnachten

          • Mona sagt:

            Ich habe dieses hier entdeckt. Diese Worte machen mich sehr nachdenklich.
            „Jemand der in der Lage ist, dich ohne ein wahres Herz-zu-Herz Gespräch zu verlassen, hat keine Empathie und ist manipulativ“
            Ob ich die Antworten bekommen werde auf die Fragen,die ich mir immer wieder stelle.

    • Lina 2 sagt:

      Mona, wo hast du dich denn testen lassen? Narzissten merken ja nicht, dass sie es sind und Internettests sind ungenügend! Wie soll denn die Diagnose in diesen wenigen Wochen erstellt worden sein?

      • Mimimi sagt:

        Hallo Mona..

        mein Ex wurde auch mit Depressionen diagnostiziert. Die Diagnose nach nur 2 Stunden fand er ganz toll, als er dann aber von einem erfahrenen Gesprächstherapeuten gesagt bekam, er hätte eine NPS ist er vor lauter Empörung nie wieder hingegangen. Der eigentlich einzige Grund, weshalb Narzissten eine Therapie aufsuchen ist, wenn es ihnen selbst schlecht geht weil sie mit ihrer Art ständig überall vor die Wand gelaufen sind und nirgendwo sonst mehr Aufmerksamkeit kriegen.. Die Diagnose Depression erfüllte diesen Zweck, die NPS nicht weil sie all die Schwächen offen legt und das perfide Spiel enttarnt.
        Zum Vergleich wurde auch ich in meiner Jugend mit Depressionen diagnostiziert, später dann mit BPS. Das war nicht schön wahrzuhaben aber seither arbeite ich hart daran anstatt mich wie ein sterbender Schwan auf den Depressionen auszuruhen und die anfängliche Co-Abhängigkeit/Kollusion in meiner letzten Beziehung hat mich nochmals einiges gelehrt, mich wachsamer und klarer werden lassen.

        Vielleicht überlegst du einmal, wie deine Depressionen entstanden sind oder wie du reagiert hättest, wenn dein Psychiater dir gesagt hätte, dass du eine NPS hast. Normalerweise hinterfragen sich Narzissten nicht und weisen Vorwürfe dieser Schwere von sich! Da mein Ex den Spieß ständig umgedreht hat wenn ich ihn konfrontierte und meinen Ärger über sein teils wirklich gehässiges Verhalten als Beweis dafür hingestellt hat, dass ich der Narzisst sei, wusste auch ich irgendwann nicht mehr wo oben und unten war und habe fast vollständig mein Selbstvertrauen verloren. Ich informierte und hinterfragt mich wie eine Irre, reflektierte, analysierte, immer wieder.. Bis ich irgendwann darauf kam, dass alleine DAS ein Mensch mit einer NPS schon nicht machen würde. Wenn mein Ex sich über etwas informiert hat, diente es nur dazu mich klein zu halten statt lösungsorientiert etwas zur Beziehung beizutragen. Paartherapie wollte er nicht, in seiner Therapie hat er nie über Situationen aus unserer Beziehung gesprochen..

        Ich rate dir informiere dich, sei ehrlich zu dir selbst und analysiere das Ganze, wenn nötig zusammen mit deinem Psychiater und bitte ihn deine Sorge ernst zu nehmen. Dass du so verunsichert bist könnte dafür sprechen dass du nicht von dieser Störung betroffen bist, allerdings gibt es auch die subtilen Typen unter den Narzissten bei denen äußerlich viel über die Mitleidsschiene läuft. Also könntest du dich z.B. fragen, warum du hier schreibst. Bist du verunsichert, möchtest du dich mitteilen, suchst du Aufmerksamkeit? Was überwiegt? Selbsterkenntnis durch überprüfen anhand von sachlichem Wissen und Ehrlichkeit sich selbst gegenüber sind eine gute Möglichkeit, sich einzuordnen.

        Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!

  15. Elena sagt:

    Der Narzist ist eigentlich der Verlierer, wegen Beziehungsarmut, etc. Da er die Bedingungen des Spiels diktiert, entsteht der Anschein,
    er sei der Gewinner und der strahlende Held. Dabei haben sie alle Beziehungen immer erfolgreich in den Sand gesetzt. Leben immer in der Gefahr enttart zu werden, wie ein krimineller. Ich habe einen distanzierten, sehr kontrollierten und kontaktvermeidenden Narzisten aus der Nähe kennengelernt. Der beruflich und privat alles gut und genau inszinieren konnte. Erst hiess es, er brauche Distanz von der Familie, das Team sei seine Familie. Bis er pensioniert wurde und die Diagnose Krebs kam. Da war das System erst mal erschüttert. Selbst die Krankheit wurde narzistisch verarbeitet. Als schwer kranker Vater, Ehemann und potenter Ernährer der Familie hatte er eine weiche Landung im Schoß der Familie. Da gibt es auch allerhand zu verteilen.

  16. Elena sagt:

    Digital aufgebaut. Jeder Mnesch ist auf Zufuhr angewiesen.
    Bei Narzisten ist alles extremer, da keine Instrospektionsfähigkeit greift. Statt Selbstreflektion, Affekte pur.
    Mein Exfreund war überkontrolliert, deswegen habe ich es erst spät bemerkt. Seine Familie, die von ihm finanziell und psychisch abgängig ist, nimmt es als interesante und intellektuell verbrämte Allüren eines Chefarzt Ades und „Urzynikers“ in Kauf. Wohl bekommt es. Die Ehefrau wirkte lange verhermt und frustriert.
    Wenn der Narzistische Zufuhr stimmt, bekommt man ein Brosamen ab.
    Falls nicht, ist Gewitter angesagt.
    Man soll sie im eignen Regen stehen lassen.
    Do not follow a narzist! Never
    Weder privat noch politisch.

  17. k.a. sagt:

    Gibt es eine Möglichkeit den Narzissten vor den Kopf zustoßen oder ist so etwas unmöglich?

    • … mit schlagfertigen, spiegelnden Fragen kann man ihn manchmal zum Schweigen bringen, ganz selten auch zum Nachdenken.

      • Elena sagt:

        Herr Grüttefien,
        lohnt sich das? Man kann in einer Beziehung nicht immer kontern und kämpfen. Meiden, sich schützen und ignorieren. Unterschätze man den Selbstschutz von Narzisten nicht. Aus teflon gebaut, Kratzer macht sie noch mehr toxisch. Leave it, do not love it.

      • Silv sagt:

        Oder es schaukelt sich zu Wortgefechten auf und regelrechten Machtspielen ala ‚wer hat das letzte Wort’oder kann effektiver sein Gegenüber blamieren.

      • Uli sagt:

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Narzissten vor den Kopf zu stoßen, dasselbe ist wie Öl aufs Feuer zu kippen. Mit dem Spiegeln kann man ihn vielleicht eine Zeitlang ruhig stellen, bzw. am langen Arm halten aber in der Zwischenzeit arbeitet er schon wieder an eine neue Angriffsstrategie.

      • Detlef sagt:

        Das finde ich gut!!

      • Silv sagt:

        Nee das funktioniert nicht wirklich. Man hat dann Dauerkrieg weil der narzisstisch veranlagte Mensch versuchen wird eine Retourkutsche zu bieten

      • Barbara sagt:

        Klappt aber leider oft nur ein einziges Mal. Der Narz ist ja auch lernfähig…- zumindest ging es mir mit meinem so.

      • Mimimi sagt:

        Manchmal bis selten oder auch gar nicht. Narzissten haben ein überaus empfindliches Radar dafür, wann sie eine Situation nicht mehr unter Kontrolle haben und vernebeln oder irritieren dann, um das Chaos wieder herzustellen in dem sie sich so wohl fühlen. Wann immer ich diese Strategien versuchte zu nutzen, „mein“ Narzisst hat dann entweder empört die Flucht ergriffen oder einfach selber gesagt: „Spiegel, Spiegel..!“… Das ist doch alles bloß Verschwendung von Kraft und Lebenszeit….

    • H sagt:

      Zuerst: „der Narzisst“ wurde nicht bösartig geboren, sondern hat sich wohl aus irgendwelchen Gründen dazu entwickelt, das sollte man versuchen zu sehen. Aber was meiner Erfahrung nach hilft: wenn er einen wieder bloss stellen/blamieren will; nicht darauf antworten oder sich verteidigen wollen, sondern schweigen und nur lange anschauen – somit blamiert er sich selbst vor anderen und die kapierens auch! Achtung; im Moment tut das zwar gut, aber man verletzt dann ja auch jemanden und allenfalls folgt die Strafe dafür dann später…

      • Silv sagt:

        Genau! Die ‚ Strafe‘ folgt ganz sicher
        Wenn man sich wehrt und wenn nicht, dann auch.
        Ich hab zukünftig keinen Bock mehr auf dieses strategische Denken in einer Beziehung.

        • Topflaash sagt:

          dann hör auf zu jammern und ändere dich

          • Mimimi sagt:

            Ach Topflaash, deine provokante Grobklotzigkeit triggert mich herrlich 😀
            Das hier ist ein Ort für Betroffene um sich auszutauschen und das erlebte besser verarbeiten zu können. Sich etwas von der Seele zu reden bedeutet nicht, die gleiche Scheiße nochmal mitzumachen. Anstatt dich hier unter von deinesgleichen missbrauchten Seelen zu tummeln und in deiner narzisstischen Kränkung und Wut weiter zu sticheln, schleich dich doch einfach, reflektiere woher dein Bedürfnis danach rührt, ändere dich selbst und such dir dafür einen guten Therapeuten mit Erfahrung in dem Bereich..!

  18. Sil sagt:

    Gut beschrieben und genau so erlebt.
    Launen von denen sich immer wieder abgegrenzt werden musste und die so manch schöne Feier beeinträchtigt haben.Tlw schon im Vorfeld.

  19. Kiwi sagt:

    Sehr gut geschrieben, trifft die Tatsachen. Genau so verhält es sich zwischen Narzisst und Co-Narzisst. Danke für den Artikel.

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