Der Narzisst und seine Launen

Mit seiner Launenhaftigkeit kann ein Narzisst seine Mitmenschen in den Wahnsinn treiben. Nie kann man wirklich voraussehen, wie er sich im nächsten Moment fühlen wird, ob er freundlich und zugänglich ist oder zornig und abweisend. Seine Unberechenbarkeit löst bei anderen eine große Unsicherheit aus, weil sie die Gründe für seine plötzlichen Stimmungsschwankungen nicht kennen und sich daher nicht angemessen auf ihn einstellen können.

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Da sich der Narzisst von einer äußeren Zufuhr an Bewunderung abhängig macht, ist der Zustand seines Wohlbefindens nie ganz vorhersehbar. Bekommt er ausreichend Bestätigung, hat er das Gefühl, ernst genommen zu werden, wichtig und besonders zu sein, fühlt er sich gebührend beachtet, kann er mit seiner Größe und Kompetenz punkten und wird er von anderen ernst genommen, dann kann er sehr vergnüglich sein, zuweilen sogar regelrecht anziehend. Er zeigt sich von seiner charmanten Seite, ist großzügig, tolerant und weltmännisch. Er läuft dann mit erhobenen Kopf und mit breiter Brust stolz voran, hat ein genüssliches Lächeln auf den Lippen und fühlt sich pudelwohl in seiner Haut.

In einem solchen Augenblick ist der Narzisst sogar in der Lage, seinem Partner die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, nach der dieser sich sehnt und die dieser selbst so dringend benötigt. Das durch äußere Umstände erzeugte Hochgefühl kann den Narzissten zu besonders aufregenden Unternehmungen und Abenteuern führen, die auch das Leben des Partners abwechslungsreicher und lebenswerter machen. Dies sind dann die Augenblicke, weshalb viele Partner überhaupt mit einem Narzissten zusammengekommen sind. Er zeigt sich von seiner lebensfrohen Seite und reißt andere in seiner Begeisterung mit. Im Sog seines Hochgefühls und seiner überschwänglichen Lust kann er die unglaublichsten Momente kreieren, die ein Leben an der Seite eines Narzissten erstrebenswert erscheinen lassen.

Doch es ist eben wie mit einer Tankfüllung. Irgendwann ist das Benzin verbraucht und der Narzisst benötigt wieder dringend seine Zufuhr an Bewunderung, um den inneren Motor zum Laufen zu bringen. Bleibt der Wunsch nach übermäßiger Bewunderung unerfüllt, schlägt seine Stimmung plötzlich um, wie ein Wagen, der ohne Benzin nicht mehr anspringen mag. Er muckt rum.

Plötzlich sieht er alles nur noch aus der negativen Brille. Alles ist schlecht, alles ist nicht gut genug, keiner kann es ihm recht machen und an allem hat er etwas auszusetzen. Sein Hochgefühl schlägt in Frust um und er lässt seine innere Wut heraus, indem er andere kritisiert, entwertet oder einfach missachtet. Er sucht geradezu das Schlechte in jeder Sache, um sich aufregen zu können. Selbst wenn die Umstände oder der Anlaß noch so freudig oder gar vollkommen sind, findet er mit Sicherheit das Haar in der Suppe. Er will einfach nicht das Gute sehen, sondern fokussiert sich einseitig auf das Schlechte, um Dampf ablassen zu können.

Seine Launenhaftigkeit schlägt auf andere über

Dabei kann er allen anderen hervorragend die gute Laune vermiesen. Sind seine Mitmenschen glücklich und zufrieden, vielleicht sogar geradezu heiter, während er mit seinem inneren Frust alleine ist, dann kann ihn das rasend eifersüchtig machen. Es darf einfach nicht sein, dass andere glücklich sind, während er innerlich mit seiner Laune kämpft. Also muss er die Stimmung solange verpesten, bis sich auch die anderen unglücklich und gefrustet fühlen. Denn erst wenn sich die anderen auch schlecht fühlen, geht es ihm wieder besser. Dann spürt er das erhebende Gefühl von Macht, weil er andere mit seiner Laune anstecken kann, was ihm gleichfalls wieder die Bestätigung gibt, etwas Besonderes zu sein.

Meistens versucht er dann die Stimmung wieder anzuheben, indem er plötzlich wie auf Kommando locker, entspannt, versöhnlich, gesellig, charmant, witzig oder unternehmungslustig auftritt. Auf diese Weise kann er dann das allgemeine Stimmungstief auflösen und dafür sorgen, dass alle wieder zufrieden sind. Er ist dann der Retter des Abends und geht als glänzender Unterhalter in die Geschichtsbücher ein, was ihm zusätzlich ein Gefühl von der eigenen Genialität verleiht.

Er profitiert also doppelt von einer schlechten Stimmung: Einmal, wenn er sie erzeugt und das zweite Mal, wenn er sie wieder anhebt.  

Dieses plötzliche Umschlagen seiner Stimmung von einem Moment auf den anderen ist für seine Mitmenschen kaum nachvollziehbar. Da er keine äußere Benzinanzeige mit sich herumträgt, die den aktuellen Stand seines Selbstwertgefühls anzeigt, können andere nicht mitbekommen, wann der Tank wieder leer ist. Auch scheint der Verbrauch nicht gleichmäßig zu erfolgen, sondern ist von äußeren Ereignissen abhängig und sehr individuell, je nachdem, wie sehr er unter einer Kränkung oder Missachtung leidet.

Aus der Laune entsteht Überheblichkeit

Aber selbst wenn der innere Tank gefüllt ist, muss das keine Garantie sein, dass er sich umgänglich verhält. Dieses Hochgefühl kann ihn dazu treiben, den Partner erst recht zu schikanieren. Ein Übermaß an Bewunderung treibt ihn förmlich zur Überheblichkeit. Er fühlt sich unantastbar und in seiner Person derart bestätigt und gestärkt, dass er nun glaubt, alles mit seinen Mitmenschen machen zu können. Er will dann endgültig wissen, ob ihm alle zu Füße liegen und ob er sich alles erlauben kann. Dann können diesem Übermut eine ganze Reihe von Demütigungen an seinen Mitmenschen folgen, die überhaupt nicht wissen, wie ihnen geschieht. Unschuldige bekommen augenblicklich die Funktion des Prellbocks, an dem er all seine Gefühle einfach austoben kann.

Somit muss der Partner eines Narzissten immer mit diesen „Ups“ und „Downs“ leben und kann sich in der Regel keinen logischen Reim auf die starke Launenhaftigkeit machen. Er glaubt jedes Mal, selbst der Auslöser für diese sonderbaren Wandlungen zu sein, vor allem, wenn sich der Narzisst wieder schlecht fühlt. Er glaubt, etwas falsch gemacht und den Narzissten provoziert zu haben. Dann versucht er es dem Narzissten um jeden Preis Recht zu machen, nur um die alte Harmonie wieder herzustellen und das angespannte Klima aufzulösen. Dies gelingt auch von Zeit zu Zeit, weshalb er glaubt, die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

Gegen seine Launen ist kein Kraut gewachsen

Tatsächlich ist es aber so, dass der Narzisst den Unfrieden in sich selbst trägt. Da kann der Partner noch so viel auf ihn eingehen, ihn trösten und wieder aufbauen, ihm alles hinterhertragen und sich für ihn opfern, das harmonische Gleichgewicht wird sich immer nur für einen Augenblick einstellen. Doch mit fortwährender Dauer der Beziehung wird es immer schwerer und unerträglicher, weil der Narzisst immer unverschämter wird. In dem Maß, wie der Narzisst keinen Widerstand vom Partner erfährt, kann er seine Stimmungsschwankungen ungehindert ausleben. 

Diesen inneren Wallungen des Narzissten kann man als Außenstehender nicht Herr werden. Das Problem liegt alleine im Narzissten und kann auch nur von ihm aufgelöst werden. Leider erkennt der Narzisst aber nicht, dass seine Launen eine negative Auswirkung auf seine Mitmenschen haben und noch weniger erkennt er, dass seine sonderbaren Stimmungsschwankungen aus ihm selbst heraus entstehen. Weil ihm aber der Zugang zum Inneren fehlt, sucht er den Grund für seine Launen alleine im Äußeren und wird dort auch immer fündig, selbst wenn die Herleitungen noch zu abstrus und perfide sind.

Als Partner sollten man sich gegenüber den Gefühlen des Narzissten klar abgrenzen und sich nicht in den Sog seiner Launenhaftigkeit hineinziehen lassen, indem man ihm seine Launen lässt und klar macht, dass man nicht für seine Gefühle verantwortlich ist. Statt alles Mögliche zu unternehmen, um den Narzissten wieder gnädig zu stimmen, sollte sich Partner durch ein nicht-defensives Verhalten von dem Narzissten abgrenzen und die Verantwortung für sein seelisches Wohlbefinden dort belassen, wo sie auch hingehört – beim Narzissten selbst.


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56 Kommentare zu “Der Narzisst und seine Launen
  1. Elisabeth sagt:

    Hallo zusammen!
    Also ich denke, jeder normale, liebende Mensch wird versuchen, seinen Partner (oder auch einen guten Freund) zu verstehen. Denn wenn es Konflikte gibt, liegt es manchmal durchaus auch an beiden.
    Wer das beherzigt, wird Verständnis haben und versuchen, den anderen zu erreichen.
    Meine Erfahrung ist nur, dass ein wirklich narzisstischer Mensch (ob nun Partner, Freund/in oder Familienmitglied) jegliches Ansprechen auf zwischenmenschliche Probleme (selbst, wenn es sachlich und ruhig passiert!) recht schnell zu Leugnungen oder Abwertungen übergeht.

    Nun, welcher normale Mensch will sich sowas auf Dauer zumuten?

    Viele Grüße und alles Gute den Noch-Betroffenen

  2. Silv sagt:

    Hallo Mona,
    Trotzdem:Frohe Weihnachten.
    ICH würde den Enkeln keine Geschenke schicken. Eine Liebe Kartei besonderen Anlässen. Und Sparvertrag. Oft ist es doch so, dass Kinder im Spiel der Eltern gefangen sind. Und zuweilen mit zunehmendem Alter das Ganze hinterfragen. Wenn dir der persönliche Kontakt wichtig ist- man kann den erfolgreich einklagen.Du wirst deine Enkel dann in einen Loyalitätskonflikt bringen. Die Zeit wird ggfs für dich arbeiten.Halte deine ‚Tür‘ geöffnet. Was ich nicht tun würde: Auseinandersetzungen führen, suchen. Bringt nix- auch wenn weh tut.Sei einfach da, wenn soweit ist.

  3. Mignon sagt:

    Nach 20 Jahren an der Seite eines Narzissten habe ich kein Selbstvertrauen mehr, kann meinen Beruf nicht mehr ausüben, kann nicht mehr Autofahren, haben eine Nebennierenerschöpfung. Den Alltag, so man dies bezeichnen kann, schaffe ich gerade so. Freunde habe ich schon lange nicht mehr, die wurden systematisch rausgeekelt. Wie schaffe ich es, wieder an mich zu glauben? Wie habt Ihr das geschafft?

    • Silv sagt:

      Hallo Mignon,
      An der Seite eines narzisstisch veranlagten Menschen wird es dir wahrscheinlich immer so gehen, da er sich über dich aufbaut. Ich habe 3 Jahre alle Liebe gegeben- ihm und seinen Kindern- und eigentlich kaum authentische Gefühle bei ihm gespürt..Auch seine sehr intelligenten, schulisch und musisch sehr begabten Kinder werden in den Himmel gelobt. Es sei denn, sie widersprechen. Und zeigten auch schon so gewisse Züge…
      Nun gibt’s eine ‚Neue‘- nachdem ich fallengelassen wurde, weil ich ja so negativ sei. Das.hat er mit seinen Eskapaden aus mir gemacht und ich habe es zugelassen.Ich bin in ein tiefes depressives Loch gestürzt und habe ein Jahr gebraucht um mich wieder zu stabilisieren. Nie nie hätte ich gedacht dass es mir, der Selbstbewussten und Frohen, so ergehen könnte. Nun hab ich meine Lebensfreude zurück, und der Narzisst sucht weiterhin Kontakt über jedweden Weg- WhatsApp, Facebook, XING etc.
      Zu mir- der Achso- Negativen😁.
      Du wirst dich befreien müssen. Mit Hilfe eines Therapeuten.
      Es gibt keine echte Strategie um das Leben mit einem Narzissten lebenswert und gleichberechtigt werden zu lassen- es könnte ein ewiger Kampf sein und Einer wird ‚verlieren ‚- DU.

    • Anne sagt:

      Hallo Mignon,
      ich habe eine 25 jährige Ehe mit einem Narzissten mit Borderline „überlebt“. Wir sind 3 Jahre jetzt getrennt. Nach einem halben Jahr der Trennung lernte ich einen wunderbaren Mann kennen. Leider das gleiche Muster. Ich selbst bin eine sehr starke Persönlichkeit und konnte soviel Kraft aufwenden all die Jahre, dass mein Selbstvertrauen nicht in den Boden gestampft wurde. Im Grunde musst du eines wissen. Der Narzisst hat ein Ziel – eine Mission. Er nimmt sich in der Regel einen „schwachen, empathischen, oft hochsensiblen Menschen“ zum Partner. Dort kann er am besten bestehen. Frage dich nicht, welchen Wert du hast, weil er dir einen Wert gegeben hat. Frage dich ganz ehrlich, wer du bist, was du kannst und wo du herkommst. Was sind deine Stärken ? Was sind deine wirklichen Schwächen ? Und vermeide in allen Punkten, das Urteil einfließen zu lassen, dass dir dein Partner eingeredet hat. Du kannst an dich glauben, wenn du die Stempel ausradierst, die dein Partner dir nach seinem Willen aufgedrückt hat. Das Bild, dass du von dir hast, ist nicht dein wirkliches, sondern jenes, dass der Narzisst erschaffen hat, um selbst zu überleben.

  4. Si.A. sagt:

    Der Artikel trifft zu. So habe ich es auch viele Jahre erlebt und lange nicht verstanden. Kam ich 30 min zu spät von der Arbeit, folgten 2 h Beschimpfungen vor unserer damals 2-jährigen Tochter (Warum ich es denn nie schaffe, pünktlich von der Arbeit zu kommen?). Wenn ich dann tränenüberströmt dasaß, war es, als habe man einen Schalter umgelegt: plötzlich sagte er:“So, jetzt machen wir uns einen schönen Abend! Was gucken wir denn im Fernsehen?“Ich war dann immer hin und her gerissen zwischen Erleichterung, daß es vorbei war und dem Wunsch, zu klären, eine Entschuldigung zu erhalten. Solche Situationen habe ich immer und immer wieder erlebt. Es wurde zum Ende der Beziehung immer schlimmer. Wenn ich widersprach, hielt er mir sogar mein Passbild vor und brüllte: „Guck` Dich mal an, wie gestört Du aussiehst, keine normale Frau tut das in ihren Reisepass.“ Auch ich hab` viele Jahre versucht, es zu verstehen. Letztlich kann man ihn nicht ändern und auch nicht mit ihm leben. Man kann nur Verantwortung für sich selbst übernehmen. Ich bin mit meiner Tochter ausgezogen. Obwohl es nicht einfach ist, gibt es keine Alternative, auch wenn man seinem Kind nicht eine solche Beziehung vorleben möchte.

  5. Adrianna sagt:

    Daniel S.
    Was sind das für Therapieformen

  6. Daniel S. B. sagt:

    Einige Beiträge dieser Seite fand ich hilfreich, andere wiederum nicht. Hier wird meiner Meinung nach immer noch zu viel pauschalisiert, und den Opfern ein Alibi gegeben, dafür, dass sie sich nicht mit sich, ihren Verletzungen und narzisstischen Bedürftigkeiten auseinander zu setzen. Des weiteren bin ich bei Betreibern von Seiten dieser Art vorsichtiger geworden, denn viele von Ihnen betreiben eine gewisse Form von Ponerologie und Pathokratie. Man schreibt der Narzisst ist böse. Man schreibt das Opfer verdient Mitgefühl. Man schreibt sehr einseitig, und die Massen springen auf diesen Zug mit auf. Dass der Narzisst, ein Opfer seiner Kindheit ist, möglicherweise sogar auch eine narzisstische Beziehung führte (ob nun zu einer Frau oder seiner Mutter) wird hier nur in einem Nebensatz erwähnt. Hier wird pathologisiert wo es nur geht, ohne sich selbst zu reflektieren, was ebenfalls für einen pathologischen Narzissmus spricht.

    Fakt ist wir alle kommen als Narzissten zur Welt. Als Baby dreht sich alles nur um das Kind. Wenn die narzisstischen Bedürfnisse ausreichend befriedigt werden, kann das Kind einen Zugang zu seinen eigenen Gefühlen entwickeln. (Gesunder Narzissmus) Wird das Kind vernachlässigt oder verhätschelt, besteht die Möglichkeit, dass das Kind in seiner emotionalen Entwicklung nachhaltig gestört wird. (Ungesunder Narzissmus).

    Ebenso ist eine NPS eine psychische Krankheit. Die Betrofenen wissen es entweder nicht, oder sie leiden und leben das Dilemma des grandiosen Menschen, der alles dafür tut, gemocht zu werden, der sein idealisiertes Selbst in den Vordergrund schiebt, aus Angst vor Verletzung, aus Angst vor dem Ausleben, des erneuten Kindheitstraumas und eben aus Schutz und Abwehr vor dem Selbstverlust, die sich dann in Form einer depressiven Krise zeigt.

    Wer nur beschreibt, wie er einen Narzissten empfindet, aber nicht hinter die Fassade blicken kassen, der sollte auch keine Artikel über Narzissten verfassen, denn dann bleibt es bei Ponerologie und dann wird der Narzissmus irgendwann tatsächlich nicht mehr therapierbar sein (was zum jetzigen Zeitpunkt lt. Gerüchten auch nicht geht/Ponerologie- denn es gibt einige Wirksame Therapieformen die einem Narzissten helfen können, mit sich und seiner Umwelt besser klar zu kommen).

    • Claudia2 sagt:

      Ich suche in einem Partner einen Menschen auf Augenhöhe und keinen Patienten, dessen Empathiefähigkeit durch eine ungünstige Kindheit derart eingeschränkt ist, dass er nicht mal meine Grundbedrüfnissnie befriedigen kann.
      Hinter die traurige Fassade eines Narzissten zu blicken ist Aufgabe eines Psychotherapeuten nicht meine.
      Spätestens im Krankheitsfalle, wenn man alleine im Krankenbett liegt, wacht man unbarmherzig auf, weil man wertvolle Lebenszeit damit verbracht hat, hinter die Fassade des Narzissten zu blicken, während andere kranke Frauen von ihren Partnern fürsorglich versorgt werden.

      • Silv sagt:

        Claudia, deinen Post kann ich nur dreimal unterstreichen.Weil ich es so erlebt habe.

        • Claudia2 sagt:

          Vielleicht hatte Freud nicht in allem Unrecht, wenn er schreibt:
          „Die volle Objektliebe [ ..] ist eigentlich für den Mann charakteristisch [ ..]. Anders gestaltet sich die Entwicklung bei dem häufigsten, wahrscheinlich reinsten und echtesten Typus des Weibes. Hier scheint mit der Pubertätsentwicklung [ ..] eine Steigerung des ursprünglichen Narzißmus aufzutreten, [ ..] welche der Gestaltung einer ordentlichen [ ..] Objektliebe ungünstig ist…“
          Ich beobachte dieses Muster dauernd im Alltag. Er liebt, die Frau – teilweise richtig unansehnlich – läßt lieben. Umgekehrt scheint mir wesentlich seltener vorzukommen.

      • Miro sagt:

        Haha….Wie Passend….auch so erlebt als Ich mit unserem Baby nach der Entbindung im KH lag. Nach 3Tagen wurde Ich abgeholt und in meine Wohnung gebracht….er fuhr weiter in seine Wohnung, musste arbeiten….kam aber täglich zum abendessen was Ich, statt mich von der Geburt zu erholen, zubereitet habe…vor der Nacht fuhr er Heim….
        Da fällt mir auch 2Jahre später und 1,5Jahre nach der Trennung nix mehr zu ein….
        Manche dinge machen einen sprachlos, ein Leben lang.

    • Silv sagt:

      Im Fall einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gibt’s kein wirksames Therapie-Verfahren. Der Therapeut kann nur durch Sozialkompetenz-Training versuchen, gewisse Verhaltensweisen zu korrigieren. Wenn der Patient sich als solcher erkennt. Oft lassen sich Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur wegen Depression/Lebenskrisen helfen. Alles Andere weisen sie weit von sich.

      • Claudia2 sagt:

        Die Hirnforscherin Tanja Singer erforscht im Gehirn die Empathiefähigkeit. Nach ihrer Aussage läßt sich durch Achtsamkeitstraining und Meditation diese Fähigkeit um einiges steigern. Jüngst kam in einer Fernsehsendung auch, dass man dieses Empathietraining bereits erfolgreich bei Strafgefangenen eingesetzt hat. Das wären doch mal Aussichten für die Narzissten?!

    • Silv sagt:

      NPS fällt unter Störungsbilder nicht unter ‚psychische Krankheit ‚.Persönlichkeitsstörung gehören zu den sog.frühen Störungen. Das bedeutet auch, dass sie nicht ‚wegtherapierbar ’sind

    • Ina sagt:

      Hallo Daniel,
      Du kannst davon ausgehen, dass jede Schreiberin/jeder Schreiber hier viel zu lange Verständnis hatte und Ursachenforschung betrieben hatte, bevor endlich die Erkenntnis kam, dass es gesünder und heilsamer ist, eben nicht mehr verstehen zu wollen – im Übrigen auch für den Narzissten, denn Veränderung beginnt ja mit der Selbstverantwortung. Das hier ist ein Block für Betroffene, die den Austausch suchen, um v.a. sich selbst zu verstehen und anfänglich muss man auch im Opferdasein suhlen dürfen- das hilft zumindest mehr als das Aufzählen von Fachbegriffen, die letztendlich auch nur pauschalisieren.

      Partnerschaft basiert auf das Zusammenspiel und nicht auf einseitige Manipulation und Kontrolle. Das setzt natürlich emotionale Reife voraus, die insbesondere bei der narzisstischen Persönlichkeit noch zu entwickeln ist.
      Ohne Zweifel gibt es wirksame Therapieformen, wenn man denn bereit ist.
      Kleine Anmerkung: Mein Ex – Partner hatte sogar zwei Therapeuten gleichzeitig – passt doch, ich bin mir sicher, er hatte beide gut im Griff.
      Ina

      • Silv sagt:

        Hallo Ina
        Oder der Selbstverantwortung wird aus dem Weg gegangen indem das Objekt (Partner) ausgetauscht wird. Dem Nen schenken mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung gelingt keine echte Selbstreflektion
        Mein Exmann gab immer vor sich verstanden zu haben und hat dann im gleichen Muster weiter gemacht. Eine Persönlichkeitsstörung kann nur ‚beigeschliffen’werden durch einen Therapeuten der sich darauf einlässt. Sie/Menschen mit NPS sind in ihren Verhaltensmuster überdauernd gefangen. Sie kommen immer wieder durch
        Leider erzeugen Sie ne Menge Leid. Man kann als Lebensgefährte verzweifeln und selbst daran zerstört werden oder es lassen und sich lösen.Ich hab als Partnerin alles durch bis ich selbst in tiefe Depression und am Ende war.Ind mich letztendlich gefragt habe: warum?Habe ich das mitgemacht..Die Fragen habe ich mir beantwortet. Der Expartner macht mit neuer Besetzung weiter und sucht parallel Kontakt.Und genau:Therapeuten werden akzeptiert wenn der/NPSler sie im Griff haben.

      • Anne sagt:

        Irgendwann ist man es leid, man ist ausgesaugt vor lauter hoffen und Verständnis haben. Ich wollte eine gesunde Beziehung auf Augenhöhe – nicht mehr. Ich bekam eine Großbaustelle und wurde in die Rolle des Ewigverstehers, Ewighoffers und Ewigverletzten hineingezwungen. Nein – Verständnis ist ok, aber wenn die andere Seite überhaupt keinen Drang hat, die Situation für uns erträglich zu machen, dann brauchen wir auch den Drang nicht, unser Leben lang leiden zu müssen.

    • Radulf sagt:

      Die spannende Frage ist doch, wer der Leidtragende und der Leidende in diesem Spiel ist? Aus meiner Erfahrung ist es immer der Co-Narzisst, der dann sehr lange, nach dem überraschenden „Aus“, in einer negativen Phase verharrt und mit dem Wechselspiel von großer Liebe und wortlosem Abgang einfach nicht klar kommt. Somit gilt hier mit Recht den Co-Narzissten das Haupt-Augenmerk. Der Narzisst wird sich niemals ändern und immer nach einer neuen, besseren Versorgung suchen. Auch wenn der Narzisst ein Opfer seiner Kindheit ist, wird er somit zum unberechenbaren Beziehungskiller bei seinen Partnern und hinterlässt bei ihnen auch nachhaltige Negativ-Spuren für die Zukunft.

      • Flora sagt:

        Hmm,

        nicht jeder Partner ist ein Co Narzisst. (Im übrigen wird die Vorsilbe CO heutzutage inflationär benutzt) Man wird zum Co übrigens gemacht 🙂
        Die meisten Targets(Ziele) verfügen über hohe emotionale Kompetenz.
        Fast muss ich lachen, die Tatsache, dass wir so lange brauchen um uns von den Folgen des narzisstischen „Aussaugens“ erholen müssen, ist wohl eher dem Umstand geschuldet, dass man diesen ganzen Bullsh.. und das ewige Gelüge als Partner erst einmal durchschauen, und verarbeiten muss. Jaja, ich sage Targets, denn die wahren Opfer sind doch immer die Narzissten, die haben diesen Zustand ja lebenslang gepachtet. Immer Opfer, nie Täter, die Welt so gemein, alle anderen dumm und ihr so schlau.

        Als erstes muss man raus aus diesem Nebel den der Narz erzeugt, wenn der sich lichtet und die Armseeligkeit, der Neid und die Missgunst sichtbar werden, wendet man sich in Abscheu ab. Bei den Inuit setzte man solche Menschen auf einer Eisscholle aus. Ihr habt es heute echt gut 🙂

        Warum es Hilfeforen für Targets gibt? Ganz einfach weil wir uns im Gegensatz zu euch ändern können. Es gibt kein Forum in dem sich Narzissten helfen, sie haben sich nichts zu geben..und sie suchen keine Hilfe.

        Auch wenn menschlich sein manchmal mit viel Kummer verbunden ist, so wollen wir es doch nicht aufgeben 🙂

        Flora

    • Lena sagt:

      Hallo Daniel,

      Aus eigener Erfahrung kann ich dem zustimmen was du geschrieben hast….es bedarf jedoch einer übernatürlichen starken und Mächtigen Kraft dies so zu bewerten und sich nicht als Opfer (was menschlich gesehen mehr als berechtigt ist) zu sehen und fühlen. Dies braucht Zeit, Mut und bedarf einer Kapitulation zu meinen eine nps aus eigener Kraft tragen/ertragen zu können oder ihr entgegen zu wirken. Auch wenn es sich naiv, altmodisch und unglaubwürdig anhört es bedarf einen Glauben an Jesus der eine Heilung in jedem Menschen der es möchte ermöglicht, dass man nicht unter dem Verhalten zerbricht und zu einem Häufchen Elend wird. Dass man nicht voller bitteren Schmerz, Wut und sich selbst vollkommen verliert…usw. Sondern man weiß wer man ist und die Selbstachtung unabhängig von äußeren Umständen/Personen behält. Dass man nicht abhängig von der Liebe des anderen ist, sondern dass man geliebt ist!! (Und da brauchen wir alle eine Erneuerung)
      Es bedarf einer Verbindung mit göttlicher Kraft, eine Entscheidung zu treffen gehen zu können und nicht krank zu werden und sich nicht als Opfer zu fühlen..oder zu bleiben und das Verhalten des Partners mit einer narzisstischen Störung Zu tragen und ebenfalls nicht persönlich zu nehmen und nicht krank zu werden!!
      Ein Vortrag von Horst Müller „warum brauche ich einen Erlöser “
      Das Buch ein gesunder Geist von Timothy Jenings
      Kann ich nur empfählen

      Alles gute 🙂
      Lena

      • Silv sagt:

        Na, ob Gott da hilft.
        Es gibt psych.Störungen die irreversibel sind
        Die sog.’frühen Störungen‘.Dazu gehört die narz.Persönlichkeitsstörung.Bei einer Persönlichkeitsstörung ist das Verhaltensrepertoire überdauernd, also auch therapeutisch nicht grundlegend zu ändern. Verhaltensweisen können versucht werden, etwas sozialkompatibler durch Therapie gestaltet zu werden.In Stresssituationen kommen aber meist die alten Verhaltensweisen wieder durch.Eine Diagnose stellt das Fachpersonal- wegen der Stigmatisierung aber sehr zögerlich.

      • Lina 2 sagt:

        Also als Atheistin bestreite ich das vehement!

        Das ist die Illusion von tiefen Vertrauen, die aber in Wirklichkeit eine Illusion ohne die geringste Basis ist.

        Gerade Religionen produzieren die Vorstufe von Co-Narzisstinnen und Narzissten (Dulden, Verzeihen, Helfen, die Wünsche von Anderen über die eignen stellen, etwas Besonderes sein, idealisierte Liebe u.s.w. Wird erzeugt von der Suggestion, dass da von oben einer guckt und urteilt, so dass man unerfüllbar immer besser werden muss, und das wird gedrillt von Kindheit an. Die andere Seite kommt dann ebenfalls zum Zuge: Macht, Gefühllosigkeit, selbstverständliches Einfordern unmöglicher Aufgaben u.s.w)

        Ich bin froh, mich davon befreit zu haben, der Co-Narzissmus ist aber die Folge des frühkindlichen Verbiegens. Gott war wichtiger als ich.
        Der Abschied davon war genau so schmerzhaft wie der Abschied von meinem unendlich geliebten Narzissten, den ich unerschütterlich 17 Jahre lang liebte, obwohl ich wusste, wer er war.

        Aber wenn ich mein scheinbar ewiges Leben aufgeben konnte (mit diesen Typen will ich bestimmt nicht im Himmel sitzen 😉 , so kann ich auch einen Partner finden, mit dem ich einfach eine ganz normale Beziehung haben werde.

        Mein Narzisst ist sich selber der größte Feind, und ich will ihm nicht gleich ziehen.

  7. Wurst sagt:

    Geehrte Opfer!
    Wir versuchen es euch nur Recht zu machen. Ganz ehrlich…Hört mal auf euch dauernd gegenseitig fertig zu machen, dann müssen wir auch nicht dauernd euer Wohlbefinden korigieren.
    Mit Liebe, ein Sündenbock

    • Daniel S. B. sagt:

      finde deine Antwort gut, wenn auch etwas provokant…. aber MImimi bringt das Opfer nicht weiter….

    • Mona sagt:

      Hallo Wurst,
      schöner Name den du dir ausgesucht hast.
      Jeder ist für sein eigenes Wohlbefinden verantwortlich und nicht du als Sündenbock.
      Ja es gehören immer zwei dazu, einer der es tut und einer der es sich gefallen lässt. Vielleicht vergessen wir den Sündenböcken die Grenzen zu zeigen und übergehen damit unsere eigenen Grenzen.

  8. Claudia M. sagt:

    Der Bericht oben ist mal wieder sehr gut – für mich finde ich dort 100 % Übereinstimmung mit meinem Erlebten!
    Ja, es hat lange gedauert, dies alles zu verarbeiten, zu verstehen, zu durchschauen. Aber jetzt macht mir Keiner mehr etwas vor!

    Nur schade und erschreckend, wenn man dann „sehend“ erleben muss, dass Fachleute wie Mitarbeiter Jugendamt, Sozialarbeiter oder Therapeuten diesem Menschen (Studium hin oder her, Berichte der Kindsmutter hin oder her) „blind“ auflaufen, seinem Charme erliegen und dann fatale Entscheidungen bzgl. Kindeswohl treffen.
    Anstatt richtig hin zu gucken, wird lieber eine „böse Kindsmutter“ kreiiert und zusammen mit dem kranken Kindsvater polarisierend an einem Strang gezogen. – Armes Deutschland!

    Erinnert mich irgendwie an Hexenverbrennung im Mittelalter.
    Diese Frauen wußten und konnten richtig viel – aber es war nicht gewollt.
    „Weg mit den Wissenden, Narzissten an die Macht“ scheint das Motto derzeit weltweit zu sein (u.a. Putin, Trump). Und die Konsequenzen scheint Niemand zu blicken. Hallo, Aufwachen!
    War Hitler nicht auch ein Narzisst?
    Leute, lasst Euch nicht benutzten und verdummen!

    • Sterntaler sagt:

      An Claudia M.
      Dein Kommentar super!
      Genau auf den Punkt!
      Aufwachen!!!!
      Betroffene könnten bessere Arbeit leisten als diese Theoretiker mit ihrem Nichtwissen!!!!!
      Mit dem Wissen und der Erkenntnis könnten wir vielen Betroffenen helfen, die noch auf der Suche nach dem “ warum “ sind!!!

  9. Heidrun Pfaff sagt:

    Hi 🐞

    Gerne gebe ich meine Erfahrungen weiter aus einer nach wie vor bestehenden Ehe seit 25 Jahren mit einem Narzissten!

    „Und mindestens 5 Jahre Therapie Erfahrung meinerseits um die Situationen einigermaßen beherrschen zu können.“

    Es gibt wundervolle Tage und
    Tage an denen man durch
    die Hölle geht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Heidrun Pfaff

  10. Heidrun Pfaff sagt:

    Es ist unglaublich!
    Ihre Beschreibungen sind so was von stimmig und ich denke sehr oft, …….
    ………. dass Sie genau mein Empfinden oder die Situationen beschreiben!

    – Danke ! –

  11. Mona sagt:

    Seit dem 14. September hängt der Begriff narzisstische Persönlichkeitstörung über mir wie ein Schwert, dass mit riesiger Macht zu geschlagen hat.
    Mir wurde mitgeteilt, dass ich eine NPS haben soll und derjenige denkt, dass darauf hin, meine Probleme in Beziehung daher zu rühren sind. Ich solle diese doch behandeln lassen, wenn ich irgendwann mein Enkelkind vor der Einschulung wieder sehen möcht. Bis dahin wird kein Kontakt gewünscht.
    Da ich zu dieser Zeit schon mit Depressionen in Behandlung war, habe ich meinen Arzt daraufhin angesprochen. Er schüttelte nur mit dem Kopf. Die Frage die ich nachfolgend immer hörte; Hat jemand da eine medizinische Ausbildung?. Nein die hat keiner von den Beiden.
    Nun bestand ich darauf mich testen zu lassen. Es wurde keine NPS festgestellt sondern die Diagnosse von oben bestätigt.
    So einfach kann man mit einer Behauptung, einem Vorwurf ein Menschenleben kaputt machen. Jetzt versuche ich mich zurück in mein altes Leben zu kämpfen und diese gestaltet sich verdammt schwer.
    Meine Familie sowie ein paar wenige, enge Freunde wissen davon. Jeder schüttelt mit dem Kopf und glaubt wie ich im falschen Film gelandet zu sein. Danke an die Menschen, die mir zur Seite stehen und versuchen mich aufzubauen.

    • Silv sagt:

      Hallo Mona
      Da stellt sich die Frage:
      ‚Wer hat die NPS‘?

      • Mona sagt:

        Hallo Silv,
        Die Frage wurde mir auch gestellt?
        Ich dachte ich habe mein Leben so wie es ist im Griff. Jedoch ist mein Leben nicht mehr so wie es einmal war. Ich kämpfe mit Depressionen und Trauer, mit Hoffnungslosigkeit und mit dem WARUM gerade mir das geschehen muss.

        • Silv sagt:

          Hallo Mona,
          Das du trauert, glaube ich gerne.
          Beim Kontaktabbruch kannst du zwar als Großmutter den Kontakt zum Enkel gerichtlich festsetzen lassen- aber das wird das Verhältnis zum Sohn/Tochter nicht verbessern. Das Verhalten deines Kindes ist natürlich eine Frechheit. Und der Hinweis, du solltest dich behandeln lassen, ist respektlos. Mit sich ärgern, bietet man aber eine Aufmerksamkeitsplattform. Du wirst nur abwarten können. Ohne Kontakt versuch. Dem Enkelkind würde ich aber zu besonderen Anlässen Karten/ Briefe schreiben mit unverfänglichem Inhalt.Ind ein Sparkonto als Geschenkeersatz führen für später.Aber das ist nur MEINE Idee.
          Dir trotzdem schöne Weihnachten

          • Mona sagt:

            Hallo Silv,
            ich habe eine Sparbüchse gemacht, wo jede Woche etwas hinein kommt. Dazu noch einen Sparvertrag.
            Jetzt kam das Nikolaus-Geschenk zurück mit der Post und wieder mit der Email von September und mit dem Zusatz, jede weitere Post fliegt ungeöffnet in den Papierkorb. Ich hätte doch das Porto nutzen können um seine restlichen Sachen zu schicken.
            Immer wieder die Gedanken um die NPS machen micht fertig. Stellt mein ganzen Leben, die letzten 30 Jahre in Frage.
            Das tut so weh. Wie kommt er darauf? Aber die Antwort kann er mir nur geben. Ich hoffe, meine Therapie hilft mir weiter. Ich möchte zurück ins Leben, aber wie???
            Auch dir schöne Weihnachten

          • Mona sagt:

            Ich habe dieses hier entdeckt. Diese Worte machen mich sehr nachdenklich.
            „Jemand der in der Lage ist, dich ohne ein wahres Herz-zu-Herz Gespräch zu verlassen, hat keine Empathie und ist manipulativ“
            Ob ich die Antworten bekommen werde auf die Fragen,die ich mir immer wieder stelle.

    • Lina 2 sagt:

      Mona, wo hast du dich denn testen lassen? Narzissten merken ja nicht, dass sie es sind und Internettests sind ungenügend! Wie soll denn die Diagnose in diesen wenigen Wochen erstellt worden sein?

  12. Elena sagt:

    Der Narzist ist eigentlich der Verlierer, wegen Beziehungsarmut, etc. Da er die Bedingungen des Spiels diktiert, entsteht der Anschein,
    er sei der Gewinner und der strahlende Held. Dabei haben sie alle Beziehungen immer erfolgreich in den Sand gesetzt. Leben immer in der Gefahr enttart zu werden, wie ein krimineller. Ich habe einen distanzierten, sehr kontrollierten und kontaktvermeidenden Narzisten aus der Nähe kennengelernt. Der beruflich und privat alles gut und genau inszinieren konnte. Erst hiess es, er brauche Distanz von der Familie, das Team sei seine Familie. Bis er pensioniert wurde und die Diagnose Krebs kam. Da war das System erst mal erschüttert. Selbst die Krankheit wurde narzistisch verarbeitet. Als schwer kranker Vater, Ehemann und potenter Ernährer der Familie hatte er eine weiche Landung im Schoß der Familie. Da gibt es auch allerhand zu verteilen.

  13. Elena sagt:

    Digital aufgebaut. Jeder Mnesch ist auf Zufuhr angewiesen.
    Bei Narzisten ist alles extremer, da keine Instrospektionsfähigkeit greift. Statt Selbstreflektion, Affekte pur.
    Mein Exfreund war überkontrolliert, deswegen habe ich es erst spät bemerkt. Seine Familie, die von ihm finanziell und psychisch abgängig ist, nimmt es als interesante und intellektuell verbrämte Allüren eines Chefarzt Ades und „Urzynikers“ in Kauf. Wohl bekommt es. Die Ehefrau wirkte lange verhermt und frustriert.
    Wenn der Narzistische Zufuhr stimmt, bekommt man ein Brosamen ab.
    Falls nicht, ist Gewitter angesagt.
    Man soll sie im eignen Regen stehen lassen.
    Do not follow a narzist! Never
    Weder privat noch politisch.

  14. k.a. sagt:

    Gibt es eine Möglichkeit den Narzissten vor den Kopf zustoßen oder ist so etwas unmöglich?

    • … mit schlagfertigen, spiegelnden Fragen kann man ihn manchmal zum Schweigen bringen, ganz selten auch zum Nachdenken.

      • Elena sagt:

        Herr Grüttefien,
        lohnt sich das? Man kann in einer Beziehung nicht immer kontern und kämpfen. Meiden, sich schützen und ignorieren. Unterschätze man den Selbstschutz von Narzisten nicht. Aus teflon gebaut, Kratzer macht sie noch mehr toxisch. Leave it, do not love it.

      • Silv sagt:

        Oder es schaukelt sich zu Wortgefechten auf und regelrechten Machtspielen ala ‚wer hat das letzte Wort’oder kann effektiver sein Gegenüber blamieren.

      • Uli sagt:

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Narzissten vor den Kopf zu stoßen, dasselbe ist wie Öl aufs Feuer zu kippen. Mit dem Spiegeln kann man ihn vielleicht eine Zeitlang ruhig stellen, bzw. am langen Arm halten aber in der Zwischenzeit arbeitet er schon wieder an eine neue Angriffsstrategie.

      • Detlef sagt:

        Das finde ich gut!!

      • Silv sagt:

        Nee das funktioniert nicht wirklich. Man hat dann Dauerkrieg weil der narzisstisch veranlagte Mensch versuchen wird eine Retourkutsche zu bieten

      • Barbara sagt:

        Klappt aber leider oft nur ein einziges Mal. Der Narz ist ja auch lernfähig…- zumindest ging es mir mit meinem so.

    • H sagt:

      Zuerst: „der Narzisst“ wurde nicht bösartig geboren, sondern hat sich wohl aus irgendwelchen Gründen dazu entwickelt, das sollte man versuchen zu sehen. Aber was meiner Erfahrung nach hilft: wenn er einen wieder bloss stellen/blamieren will; nicht darauf antworten oder sich verteidigen wollen, sondern schweigen und nur lange anschauen – somit blamiert er sich selbst vor anderen und die kapierens auch! Achtung; im Moment tut das zwar gut, aber man verletzt dann ja auch jemanden und allenfalls folgt die Strafe dafür dann später…

      • Silv sagt:

        Genau! Die ‚ Strafe‘ folgt ganz sicher
        Wenn man sich wehrt und wenn nicht, dann auch.
        Ich hab zukünftig keinen Bock mehr auf dieses strategische Denken in einer Beziehung.

  15. Sil sagt:

    Gut beschrieben und genau so erlebt.
    Launen von denen sich immer wieder abgegrenzt werden musste und die so manch schöne Feier beeinträchtigt haben.Tlw schon im Vorfeld.

  16. Kiwi sagt:

    Sehr gut geschrieben, trifft die Tatsachen. Genau so verhält es sich zwischen Narzisst und Co-Narzisst. Danke für den Artikel.

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