Der Narzisst und seine Launen

Mit seiner Launenhaftigkeit kann ein Narzisst seine Mitmenschen in den Wahnsinn treiben. Nie kann man wirklich voraussehen, wie er sich im nächsten Moment fühlen wird, ob er freundlich und zugänglich ist oder zornig und abweisend. Seine Unberechenbarkeit löst bei anderen eine große Unsicherheit aus, weil sie die Gründe für seine plötzlichen Stimmungsschwankungen nicht kennen und sich daher nicht angemessen auf ihn einstellen können.

Bild: © pathdoc – Fotolia.com

Da sich der Narzisst von einer äußeren Zufuhr an Bewunderung abhängig macht, ist der Zustand seines Wohlbefindens nie ganz vorhersehbar. Bekommt er ausreichend Bestätigung, hat er das Gefühl, ernst genommen zu werden, wichtig und besonders zu sein, fühlt er sich gebührend beachtet, kann er mit seiner Größe und Kompetenz punkten und wird er von anderen ernst genommen, dann kann er sehr vergnüglich sein, zuweilen sogar regelrecht anziehend. Er zeigt sich von seiner charmanten Seite, ist großzügig, tolerant und weltmännisch. Er läuft dann mit erhobenen Kopf und mit breiter Brust stolz voran, hat ein genüssliches Lächeln auf den Lippen und fühlt sich pudelwohl in seiner Haut.

In einem solchen Augenblick ist der Narzisst sogar in der Lage, seinem Partner die Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, nach der dieser sich sehnt und die dieser selbst so dringend benötigt. Das durch äußere Umstände erzeugte Hochgefühl kann den Narzissten zu besonders aufregenden Unternehmungen und Abenteuern führen, die auch das Leben des Partners abwechslungsreicher und lebenswerter machen. Dies sind dann die Augenblicke, weshalb viele Partner überhaupt mit einem Narzissten zusammengekommen sind. Er zeigt sich von seiner lebensfrohen Seite und reißt andere in seiner Begeisterung mit. Im Sog seines Hochgefühls und seiner überschwänglichen Lust kann er die unglaublichsten Momente kreieren, die ein Leben an der Seite eines Narzissten erstrebenswert erscheinen lassen.

Doch es ist eben wie mit einer Tankfüllung. Irgendwann ist das Benzin verbraucht und der Narzisst benötigt wieder dringend seine Zufuhr an Bewunderung, um den inneren Motor zum Laufen zu bringen. Bleibt der Wunsch nach übermäßiger Bewunderung unerfüllt, schlägt seine Stimmung plötzlich um, wie ein Wagen, der ohne Benzin nicht mehr anspringen mag. Er muckt rum.

Plötzlich sieht er alles nur noch aus der negativen Brille. Alles ist schlecht, alles ist nicht gut genug, keiner kann es ihm recht machen und an allem hat er etwas auszusetzen. Sein Hochgefühl schlägt in Frust um und er lässt seine innere Wut heraus, indem er andere kritisiert, entwertet oder einfach missachtet. Er sucht geradezu das Schlechte in jeder Sache, um sich aufregen zu können. Selbst wenn die Umstände oder der Anlaß noch so freudig oder gar vollkommen sind, findet er mit Sicherheit das Haar in der Suppe. Er will einfach nicht das Gute sehen, sondern fokussiert sich einseitig auf das Schlechte, um Dampf ablassen zu können.

Seine Launenhaftigkeit schlägt auf andere über

Dabei kann er allen anderen hervorragend die gute Laune vermiesen. Sind seine Mitmenschen glücklich und zufrieden, vielleicht sogar geradezu heiter, während er mit seinem inneren Frust alleine ist, dann kann ihn das rasend eifersüchtig machen. Es darf einfach nicht sein, dass andere glücklich sind, während er innerlich mit seiner Laune kämpft. Also muss er die Stimmung solange verpesten, bis sich auch die anderen unglücklich und gefrustet fühlen. Denn erst wenn sich die anderen auch schlecht fühlen, geht es ihm wieder besser. Dann spürt er das erhebende Gefühl von Macht, weil er andere mit seiner Laune anstecken kann, was ihm gleichfalls wieder die Bestätigung gibt, etwas Besonderes zu sein.

Meistens versucht er dann die Stimmung wieder anzuheben, indem er plötzlich wie auf Kommando locker, entspannt, versöhnlich, gesellig, charmant, witzig oder unternehmungslustig auftritt. Auf diese Weise kann er dann das allgemeine Stimmungstief auflösen und dafür sorgen, dass alle wieder zufrieden sind. Er ist dann der Retter des Abends und geht als glänzender Unterhalter in die Geschichtsbücher ein, was ihm zusätzlich ein Gefühl von der eigenen Genialität verleiht.

Er profitiert also doppelt von einer schlechten Stimmung: Einmal, wenn er sie erzeugt und das zweite Mal, wenn er sie wieder anhebt.  

Dieses plötzliche Umschlagen seiner Stimmung von einem Moment auf den anderen ist für seine Mitmenschen kaum nachvollziehbar. Da er keine äußere Benzinanzeige mit sich herumträgt, die den aktuellen Stand seines Selbstwertgefühls anzeigt, können andere nicht mitbekommen, wann der Tank wieder leer ist. Auch scheint der Verbrauch nicht gleichmäßig zu erfolgen, sondern ist von äußeren Ereignissen abhängig und sehr individuell, je nachdem, wie sehr er unter einer Kränkung oder Missachtung leidet.

Aus der Laune entsteht Überheblichkeit

Aber selbst wenn der innere Tank gefüllt ist, muss das keine Garantie sein, dass er sich umgänglich verhält. Dieses Hochgefühl kann ihn dazu treiben, den Partner erst recht zu schikanieren. Ein Übermaß an Bewunderung treibt ihn förmlich zur Überheblichkeit. Er fühlt sich unantastbar und in seiner Person derart bestätigt und gestärkt, dass er nun glaubt, alles mit seinen Mitmenschen machen zu können. Er will dann endgültig wissen, ob ihm alle zu Füße liegen und ob er sich alles erlauben kann. Dann können diesem Übermut eine ganze Reihe von Demütigungen an seinen Mitmenschen folgen, die überhaupt nicht wissen, wie ihnen geschieht. Unschuldige bekommen augenblicklich die Funktion des Prellbocks, an dem er all seine Gefühle einfach austoben kann.

Somit muss der Partner eines Narzissten immer mit diesen „Ups“ und „Downs“ leben und kann sich in der Regel keinen logischen Reim auf die starke Launenhaftigkeit machen. Er glaubt jedes Mal, selbst der Auslöser für diese sonderbaren Wandlungen zu sein, vor allem, wenn sich der Narzisst wieder schlecht fühlt. Er glaubt, etwas falsch gemacht und den Narzissten provoziert zu haben. Dann versucht er es dem Narzissten um jeden Preis Recht zu machen, nur um die alte Harmonie wieder herzustellen und das angespannte Klima aufzulösen. Dies gelingt auch von Zeit zu Zeit, weshalb er glaubt, die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

Gegen seine Launen ist kein Kraut gewachsen

Tatsächlich ist es aber so, dass der Narzisst den Unfrieden in sich selbst trägt. Da kann der Partner noch so viel auf ihn eingehen, ihn trösten und wieder aufbauen, ihm alles hinterhertragen und sich für ihn opfern, das harmonische Gleichgewicht wird sich immer nur für einen Augenblick einstellen. Doch mit fortwährender Dauer der Beziehung wird es immer schwerer und unerträglicher, weil der Narzisst immer unverschämter wird. In dem Maß, wie der Narzisst keinen Widerstand vom Partner erfährt, kann er seine Stimmungsschwankungen ungehindert ausleben. 

Diesen inneren Wallungen des Narzissten kann man als Außenstehender nicht Herr werden. Das Problem liegt alleine im Narzissten und kann auch nur von ihm aufgelöst werden. Leider erkennt der Narzisst aber nicht, dass seine Launen eine negative Auswirkung auf seine Mitmenschen haben und noch weniger erkennt er, dass seine sonderbaren Stimmungsschwankungen aus ihm selbst heraus entstehen. Weil ihm aber der Zugang zum Inneren fehlt, sucht er den Grund für seine Launen alleine im Äußeren und wird dort auch immer fündig, selbst wenn die Herleitungen noch zu abstrus und perfide sind.

Als Partner sollten man sich gegenüber den Gefühlen des Narzissten klar abgrenzen und sich nicht in den Sog seiner Launenhaftigkeit hineinziehen lassen, indem man ihm seine Launen lässt und klar macht, dass man nicht für seine Gefühle verantwortlich ist. Statt alles Mögliche zu unternehmen, um den Narzissten wieder gnädig zu stimmen, sollte sich Partner durch ein nicht-defensives Verhalten von dem Narzissten abgrenzen und die Verantwortung für sein seelisches Wohlbefinden dort belassen, wo sie auch hingehört – beim Narzissten selbst.


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Veröffentlicht in Blog, Eigenschaften eines Narzissten
36 commenti su “Der Narzisst und seine Launen
  1. Adrianna sagt:

    Daniel S.
    Was sind das für Therapieformen

  2. Daniel S. B. sagt:

    Einige Beiträge dieser Seite fand ich hilfreich, andere wiederum nicht. Hier wird meiner Meinung nach immer noch zu viel pauschalisiert, und den Opfern ein Alibi gegeben, dafür, dass sie sich nicht mit sich, ihren Verletzungen und narzisstischen Bedürftigkeiten auseinander zu setzen. Des weiteren bin ich bei Betreibern von Seiten dieser Art vorsichtiger geworden, denn viele von Ihnen betreiben eine gewisse Form von Ponerologie und Pathokratie. Man schreibt der Narzisst ist böse. Man schreibt das Opfer verdient Mitgefühl. Man schreibt sehr einseitig, und die Massen springen auf diesen Zug mit auf. Dass der Narzisst, ein Opfer seiner Kindheit ist, möglicherweise sogar auch eine narzisstische Beziehung führte (ob nun zu einer Frau oder seiner Mutter) wird hier nur in einem Nebensatz erwähnt. Hier wird pathologisiert wo es nur geht, ohne sich selbst zu reflektieren, was ebenfalls für einen pathologischen Narzissmus spricht.

    Fakt ist wir alle kommen als Narzissten zur Welt. Als Baby dreht sich alles nur um das Kind. Wenn die narzisstischen Bedürfnisse ausreichend befriedigt werden, kann das Kind einen Zugang zu seinen eigenen Gefühlen entwickeln. (Gesunder Narzissmus) Wird das Kind vernachlässigt oder verhätschelt, besteht die Möglichkeit, dass das Kind in seiner emotionalen Entwicklung nachhaltig gestört wird. (Ungesunder Narzissmus).

    Ebenso ist eine NPS eine psychische Krankheit. Die Betrofenen wissen es entweder nicht, oder sie leiden und leben das Dilemma des grandiosen Menschen, der alles dafür tut, gemocht zu werden, der sein idealisiertes Selbst in den Vordergrund schiebt, aus Angst vor Verletzung, aus Angst vor dem Ausleben, des erneuten Kindheitstraumas und eben aus Schutz und Abwehr vor dem Selbstverlust, die sich dann in Form einer depressiven Krise zeigt.

    Wer nur beschreibt, wie er einen Narzissten empfindet, aber nicht hinter die Fassade blicken kassen, der sollte auch keine Artikel über Narzissten verfassen, denn dann bleibt es bei Ponerologie und dann wird der Narzissmus irgendwann tatsächlich nicht mehr therapierbar sein (was zum jetzigen Zeitpunkt lt. Gerüchten auch nicht geht/Ponerologie- denn es gibt einige Wirksame Therapieformen die einem Narzissten helfen können, mit sich und seiner Umwelt besser klar zu kommen).

    • Claudia2 sagt:

      Ich suche in einem Partner einen Menschen auf Augenhöhe und keinen Patienten, dessen Empathiefähigkeit durch eine ungünstige Kindheit derart eingeschränkt ist, dass er nicht mal meine Grundbedrüfnissnie befriedigen kann.
      Hinter die traurige Fassade eines Narzissten zu blicken ist Aufgabe eines Psychotherapeuten nicht meine.
      Spätestens im Krankheitsfalle, wenn man alleine im Krankenbett liegt, wacht man unbarmherzig auf, weil man wertvolle Lebenszeit damit verbracht hat, hinter die Fassade des Narzissten zu blicken, während andere kranke Frauen von ihren Partnern fürsorglich versorgt werden.

      • Silv sagt:

        Claudia, deinen Post kann ich nur dreimal unterstreichen.Weil ich es so erlebt habe.

        • Claudia2 sagt:

          Vielleicht hatte Freud nicht in allem Unrecht, wenn er schreibt:
          „Die volle Objektliebe [ ..] ist eigentlich für den Mann charakteristisch [ ..]. Anders gestaltet sich die Entwicklung bei dem häufigsten, wahrscheinlich reinsten und echtesten Typus des Weibes. Hier scheint mit der Pubertätsentwicklung [ ..] eine Steigerung des ursprünglichen Narzißmus aufzutreten, [ ..] welche der Gestaltung einer ordentlichen [ ..] Objektliebe ungünstig ist…“
          Ich beobachte dieses Muster dauernd im Alltag. Er liebt, die Frau – teilweise richtig unansehnlich – läßt lieben. Umgekehrt scheint mir wesentlich seltener vorzukommen.

      • Miro sagt:

        Haha….Wie Passend….auch so erlebt als Ich mit unserem Baby nach der Entbindung im KH lag. Nach 3Tagen wurde Ich abgeholt und in meine Wohnung gebracht….er fuhr weiter in seine Wohnung, musste arbeiten….kam aber täglich zum abendessen was Ich, statt mich von der Geburt zu erholen, zubereitet habe…vor der Nacht fuhr er Heim….
        Da fällt mir auch 2Jahre später und 1,5Jahre nach der Trennung nix mehr zu ein….
        Manche dinge machen einen sprachlos, ein Leben lang.

    • Silv sagt:

      Im Fall einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gibt’s kein wirksames Therapie-Verfahren. Der Therapeut kann nur durch Sozialkompetenz-Training versuchen, gewisse Verhaltensweisen zu korrigieren. Wenn der Patient sich als solcher erkennt. Oft lassen sich Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstruktur wegen Depression/Lebenskrisen helfen. Alles Andere weisen sie weit von sich.

      • Claudia2 sagt:

        Die Hirnforscherin Tanja Singer erforscht im Gehirn die Empathiefähigkeit. Nach ihrer Aussage läßt sich durch Achtsamkeitstraining und Meditation diese Fähigkeit um einiges steigern. Jüngst kam in einer Fernsehsendung auch, dass man dieses Empathietraining bereits erfolgreich bei Strafgefangenen eingesetzt hat. Das wären doch mal Aussichten für die Narzissten?!

    • Silv sagt:

      NPS fällt unter Störungsbilder nicht unter ‚psychische Krankheit ‚.Persönlichkeitsstörung gehören zu den sog.frühen Störungen. Das bedeutet auch, dass sie nicht ‚wegtherapierbar ’sind

    • Ina sagt:

      Hallo Daniel,
      Du kannst davon ausgehen, dass jede Schreiberin/jeder Schreiber hier viel zu lange Verständnis hatte und Ursachenforschung betrieben hatte, bevor endlich die Erkenntnis kam, dass es gesünder und heilsamer ist, eben nicht mehr verstehen zu wollen – im Übrigen auch für den Narzissten, denn Veränderung beginnt ja mit der Selbstverantwortung. Das hier ist ein Block für Betroffene, die den Austausch suchen, um v.a. sich selbst zu verstehen und anfänglich muss man auch im Opferdasein suhlen dürfen- das hilft zumindest mehr als das Aufzählen von Fachbegriffen, die letztendlich auch nur pauschalisieren.

      Partnerschaft basiert auf das Zusammenspiel und nicht auf einseitige Manipulation und Kontrolle. Das setzt natürlich emotionale Reife voraus, die insbesondere bei der narzisstischen Persönlichkeit noch zu entwickeln ist.
      Ohne Zweifel gibt es wirksame Therapieformen, wenn man denn bereit ist.
      Kleine Anmerkung: Mein Ex – Partner hatte sogar zwei Therapeuten gleichzeitig – passt doch, ich bin mir sicher, er hatte beide gut im Griff.
      Ina

      • Silv sagt:

        Hallo Ina
        Oder der Selbstverantwortung wird aus dem Weg gegangen indem das Objekt (Partner) ausgetauscht wird. Dem Nen schenken mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung gelingt keine echte Selbstreflektion
        Mein Exmann gab immer vor sich verstanden zu haben und hat dann im gleichen Muster weiter gemacht. Eine Persönlichkeitsstörung kann nur ‚beigeschliffen’werden durch einen Therapeuten der sich darauf einlässt. Sie/Menschen mit NPS sind in ihren Verhaltensmuster überdauernd gefangen. Sie kommen immer wieder durch
        Leider erzeugen Sie ne Menge Leid. Man kann als Lebensgefährte verzweifeln und selbst daran zerstört werden oder es lassen und sich lösen.Ich hab als Partnerin alles durch bis ich selbst in tiefe Depression und am Ende war.Ind mich letztendlich gefragt habe: warum?Habe ich das mitgemacht..Die Fragen habe ich mir beantwortet. Der Expartner macht mit neuer Besetzung weiter und sucht parallel Kontakt.Und genau:Therapeuten werden akzeptiert wenn der/NPSler sie im Griff haben.

  3. Wurst sagt:

    Geehrte Opfer!
    Wir versuchen es euch nur Recht zu machen. Ganz ehrlich…Hört mal auf euch dauernd gegenseitig fertig zu machen, dann müssen wir auch nicht dauernd euer Wohlbefinden korigieren.
    Mit Liebe, ein Sündenbock

  4. Claudia M. sagt:

    Der Bericht oben ist mal wieder sehr gut – für mich finde ich dort 100 % Übereinstimmung mit meinem Erlebten!
    Ja, es hat lange gedauert, dies alles zu verarbeiten, zu verstehen, zu durchschauen. Aber jetzt macht mir Keiner mehr etwas vor!

    Nur schade und erschreckend, wenn man dann „sehend“ erleben muss, dass Fachleute wie Mitarbeiter Jugendamt, Sozialarbeiter oder Therapeuten diesem Menschen (Studium hin oder her, Berichte der Kindsmutter hin oder her) „blind“ auflaufen, seinem Charme erliegen und dann fatale Entscheidungen bzgl. Kindeswohl treffen.
    Anstatt richtig hin zu gucken, wird lieber eine „böse Kindsmutter“ kreiiert und zusammen mit dem kranken Kindsvater polarisierend an einem Strang gezogen. – Armes Deutschland!

    Erinnert mich irgendwie an Hexenverbrennung im Mittelalter.
    Diese Frauen wußten und konnten richtig viel – aber es war nicht gewollt.
    „Weg mit den Wissenden, Narzissten an die Macht“ scheint das Motto derzeit weltweit zu sein (u.a. Putin, Trump). Und die Konsequenzen scheint Niemand zu blicken. Hallo, Aufwachen!
    War Hitler nicht auch ein Narzisst?
    Leute, lasst Euch nicht benutzten und verdummen!

  5. Heidrun Pfaff sagt:

    Hi 🐞

    Gerne gebe ich meine Erfahrungen weiter aus einer nach wie vor bestehenden Ehe seit 25 Jahren mit einem Narzissten!

    „Und mindestens 5 Jahre Therapie Erfahrung meinerseits um die Situationen einigermaßen beherrschen zu können.“

    Es gibt wundervolle Tage und
    Tage an denen man durch
    die Hölle geht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Heidrun Pfaff

  6. Heidrun Pfaff sagt:

    Es ist unglaublich!
    Ihre Beschreibungen sind so was von stimmig und ich denke sehr oft, …….
    ………. dass Sie genau mein Empfinden oder die Situationen beschreiben!

    – Danke ! –

  7. Mona sagt:

    Seit dem 14. September hängt der Begriff narzisstische Persönlichkeitstörung über mir wie ein Schwert, dass mit riesiger Macht zu geschlagen hat.
    Mir wurde mitgeteilt, dass ich eine NPS haben soll und derjenige denkt, dass darauf hin, meine Probleme in Beziehung daher zu rühren sind. Ich solle diese doch behandeln lassen, wenn ich irgendwann mein Enkelkind vor der Einschulung wieder sehen möcht. Bis dahin wird kein Kontakt gewünscht.
    Da ich zu dieser Zeit schon mit Depressionen in Behandlung war, habe ich meinen Arzt daraufhin angesprochen. Er schüttelte nur mit dem Kopf. Die Frage die ich nachfolgend immer hörte; Hat jemand da eine medizinische Ausbildung?. Nein die hat keiner von den Beiden.
    Nun bestand ich darauf mich testen zu lassen. Es wurde keine NPS festgestellt sondern die Diagnosse von oben bestätigt.
    So einfach kann man mit einer Behauptung, einem Vorwurf ein Menschenleben kaputt machen. Jetzt versuche ich mich zurück in mein altes Leben zu kämpfen und diese gestaltet sich verdammt schwer.
    Meine Familie sowie ein paar wenige, enge Freunde wissen davon. Jeder schüttelt mit dem Kopf und glaubt wie ich im falschen Film gelandet zu sein. Danke an die Menschen, die mir zur Seite stehen und versuchen mich aufzubauen.

  8. Elena sagt:

    Der Narzist ist eigentlich der Verlierer, wegen Beziehungsarmut, etc. Da er die Bedingungen des Spiels diktiert, entsteht der Anschein,
    er sei der Gewinner und der strahlende Held. Dabei haben sie alle Beziehungen immer erfolgreich in den Sand gesetzt. Leben immer in der Gefahr enttart zu werden, wie ein krimineller. Ich habe einen distanzierten, sehr kontrollierten und kontaktvermeidenden Narzisten aus der Nähe kennengelernt. Der beruflich und privat alles gut und genau inszinieren konnte. Erst hiess es, er brauche Distanz von der Familie, das Team sei seine Familie. Bis er pensioniert wurde und die Diagnose Krebs kam. Da war das System erst mal erschüttert. Selbst die Krankheit wurde narzistisch verarbeitet. Als schwer kranker Vater, Ehemann und potenter Ernährer der Familie hatte er eine weiche Landung im Schoß der Familie. Da gibt es auch allerhand zu verteilen.

  9. Elena sagt:

    Digital aufgebaut. Jeder Mnesch ist auf Zufuhr angewiesen.
    Bei Narzisten ist alles extremer, da keine Instrospektionsfähigkeit greift. Statt Selbstreflektion, Affekte pur.
    Mein Exfreund war überkontrolliert, deswegen habe ich es erst spät bemerkt. Seine Familie, die von ihm finanziell und psychisch abgängig ist, nimmt es als interesante und intellektuell verbrämte Allüren eines Chefarzt Ades und „Urzynikers“ in Kauf. Wohl bekommt es. Die Ehefrau wirkte lange verhermt und frustriert.
    Wenn der Narzistische Zufuhr stimmt, bekommt man ein Brosamen ab.
    Falls nicht, ist Gewitter angesagt.
    Man soll sie im eignen Regen stehen lassen.
    Do not follow a narzist! Never
    Weder privat noch politisch.

  10. k.a. sagt:

    Gibt es eine Möglichkeit den Narzissten vor den Kopf zustoßen oder ist so etwas unmöglich?

    • … mit schlagfertigen, spiegelnden Fragen kann man ihn manchmal zum Schweigen bringen, ganz selten auch zum Nachdenken.

      • Elena sagt:

        Herr Grüttefien,
        lohnt sich das? Man kann in einer Beziehung nicht immer kontern und kämpfen. Meiden, sich schützen und ignorieren. Unterschätze man den Selbstschutz von Narzisten nicht. Aus teflon gebaut, Kratzer macht sie noch mehr toxisch. Leave it, do not love it.

      • Silv sagt:

        Oder es schaukelt sich zu Wortgefechten auf und regelrechten Machtspielen ala ‚wer hat das letzte Wort’oder kann effektiver sein Gegenüber blamieren.

      • Uli sagt:

        Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Narzissten vor den Kopf zu stoßen, dasselbe ist wie Öl aufs Feuer zu kippen. Mit dem Spiegeln kann man ihn vielleicht eine Zeitlang ruhig stellen, bzw. am langen Arm halten aber in der Zwischenzeit arbeitet er schon wieder an eine neue Angriffsstrategie.

      • Detlef sagt:

        Das finde ich gut!!

      • Silv sagt:

        Nee das funktioniert nicht wirklich. Man hat dann Dauerkrieg weil der narzisstisch veranlagte Mensch versuchen wird eine Retourkutsche zu bieten

    • H sagt:

      Zuerst: „der Narzisst“ wurde nicht bösartig geboren, sondern hat sich wohl aus irgendwelchen Gründen dazu entwickelt, das sollte man versuchen zu sehen. Aber was meiner Erfahrung nach hilft: wenn er einen wieder bloss stellen/blamieren will; nicht darauf antworten oder sich verteidigen wollen, sondern schweigen und nur lange anschauen – somit blamiert er sich selbst vor anderen und die kapierens auch! Achtung; im Moment tut das zwar gut, aber man verletzt dann ja auch jemanden und allenfalls folgt die Strafe dafür dann später…

      • Silv sagt:

        Genau! Die ‚ Strafe‘ folgt ganz sicher
        Wenn man sich wehrt und wenn nicht, dann auch.
        Ich hab zukünftig keinen Bock mehr auf dieses strategische Denken in einer Beziehung.

  11. Sil sagt:

    Gut beschrieben und genau so erlebt.
    Launen von denen sich immer wieder abgegrenzt werden musste und die so manch schöne Feier beeinträchtigt haben.Tlw schon im Vorfeld.

  12. Kiwi sagt:

    Sehr gut geschrieben, trifft die Tatsachen. Genau so verhält es sich zwischen Narzisst und Co-Narzisst. Danke für den Artikel.

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