Der narzisstische Lehrer

Jeder kann sich sicherlich noch an strenge und unangenehme Lehrern in seiner Schulzeit erinnern, die ihre Schüler unfair behandelt, bloßgestellt und beschimpft, ungerecht angegriffen oder bestraft haben. In Einzelfällen mag dies vielleicht hinnehmbar sein. Bei einem narzisstischen Lehrer ist sein destruktives Verhalten aber eine durchgängige Methode. Er schüchtert hilflose Schüler ein, um ihnen gegenüber seine Macht  auszuspielen.

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Ein gut ausgebildeter Lehrer sollte neben der fachlichen Qualifikation sozialen Fähigkeiten, wie z. B. Verständnis und Einfühlungsvermögen, Kooperationsbereitschaft, Begeisterungsfähigkeit und Fairness mitbringen. Diese Eigenschaften findet man aber bei einem narzisstischen Lehrer nicht. Er kann sich nicht in die Haut seiner Schüler hineinversetzen. Das seelische Wohlergehen seiner Schüler ist ihm gleichgültig. Für ihn sind die Kinder gefundene Opfer, an denen er seine eigene Unzufriedenheit auslassen kann und die ihm als leichte Quelle für seine Bewunderung dienen.

Es ist für ihn ein besonders gutes Gefühl, Macht über seine Schüler zu haben. Hilflose Schüler kann er behandeln, wie er möchte, wenn er mit ihnen alleine ist. Besonders dienen sie ihm als Publikum für seine grandiosen Selbstinszenierungen. Er hält keine Vorträge, damit die Schüler etwas lernen, sondern damit sie ihn für sein Wissen, sein Sprachtalent, seine Präsentation und seine Schlagfertigkeit bewundern. Vor der Tafel hat er seine Bühne und das Publikum sind seine Schüler. In erster Linie will er beweisen, wie gut er ist, und er hat nicht im Sinn, dass auch die Schüler gut werden.

Der Unterricht ist die Bühne des narzisstischen Lehrers

Denn ein Narzisst kann neben sich keine Konkurrenz ertragen. Jemand, der besser ist als er oder auch nur genauso gut, den kann er nicht ertragen. Da ihn jede Form von Kritik besonders verletzt, schützt er sich davor, indem er sich gar nicht erst auf Personen einlässt, die besser sein könnten als er. Daher fühlt er sich auch zwischen seinen Schülern so wohl, weil sie ihm unkritisch alles abkaufen müssen, was er ihnen erzählt. Sie können noch gar keine Kritik äußern, weil es ihnen in den Lehrfächern an Erfahrung mangelt.

Um sich vor Kritikern zu schützen und seine Macht vor allen Schülern zu demonstrieren, nutzt er permanent die Methode der Verunsicherung. Völlig willkürlich entscheidet er über den Unterrichtstoff, über Klausurtermine, über Noten und Versetzungen. Er fragt Themen und Inhalt ab, die noch gar nicht dran sind oder er verlangt die Lösung von Aufgaben, mit denen die Schüler überfordert sind. Seine Methoden zielen immer darauf, die Schüler zu schwächen, indem er sie ständig auf dem falschen Fuß erwischt.

Der bösartige Lehrer fischt sich einzelne Schüler aus der Klasse heraus, um diese systematisch einzuschüchtern und zu demütigen. Hat er erst einmal ein oder mehrere Opfer gefunden, dann werden sie immer wieder vor der gesamten Klasse bloßgestellt. Sie bekommen von dem strengen Lehrer den Stempel des Sündenbocks aufgedrückt und können dann machen, was sie wollen – sie verlieren immer. Nicht, weil es objektiv so wäre und sie in der Tat alles falsch machen, sondern einfach nur, weil es der böse Lehrer so will.

Die Sündenböcke des bösen Lehrers

Die Behandlung der Schüler kommt dann oft einer öffentlichen Hinrichtung gleich. Narzisstische Lehrer können unschuldige und nichtsahnende Schülern das Leben zur Hölle machen und ihre Schulzeit zu einem einzigen Alptraum werden lassen. Sie picken sich bestimmte Schüler aufgrund von Vorurteilen heraus und machen sie zum schwarzen Schaf der Klasse. Dabei kann der Grund für die Diskriminierung in der sozialen oder religiösen Herkunft des Schülers liegen, weil er einfach schwächer oder ängstlicher, übergewichtig oder hässlich ist, oder manchmal einfach nur wegen seinem Vornamen. Das Verhalten des bösen Lehrers kann sich dann wie folgt äußern:

  • Bestimmte Schüler werden immer wieder an die Tafel geholt, um sie vor der gesamten Klasse zu blamieren. „Na, nun weißt Du mal wieder nicht weiter,wie? Was soll nur aus Dir werden?“
  • Beleidigende und negative Kommentare auf Antworten von ungeliebten Schülern. „Na, da freuen wir uns aber, dass Du auch mal was weißt!“
  • Unbeliebte Schüler werden nicht herangenommen, auch wenn sie sich melden und sich einbringen möchten. Sie werden demonstrativ ignoriert.
  • Unbeliebte Schüler werden immer wieder ausgegrenzt, missachtet oder verspottet.
  • Es werden immer wieder dieselben Schüler bevorzugt behandelt und den anderen „schlechten“ Schülern als gutes Vorbild empfohlen. „Die Faulpelze unter Euch können sich mal ein Beispiel an Sandra nehmen! Die ist immer vorbereitet!“
  • Einzelne Schüler werden durch psychischen Terror regelrecht gemobbt und der Rest der Klasse wird ermuntert, sich an den Schikanen und Demütigungen zu beteiligen.

Die Lieblinge des bösen Lehrers

So sehr ein narzisstische Lehrer eine Gruppe von Schülern abwerten und benachteiligen kann, so sehr kann er eine andere Gruppe idealisieren, ständig loben und bevorzugen. Der einen Gruppe schreibt er alle negativen Eigenschaften und Fehler zu, während er einer anderen Gruppe oder einzelnen Schülern alle positiven Eigenschaften zuschreibt. Ein Narzisst kann nicht differenzieren und die feinen Unterschiede sowie die mannigfaltigen Abstufungen erkennen. Entweder etwas ist großartig und vollkommen oder es ist schlecht und inakzeptabel.

  • Lieblinge bekommen bessere Note ohne objektiv erkennbaren Nachweis.
  • Lieblinge erhalten keine unangenehmen oder schwierigen Aufgaben.
  • Lieblinge erhalten eine Vorzugsbehandlung, wie z. B. eher Schulschluss oder weniger Hausaufgaben.
  • Wenn Lieblinge offensichtliche Fehler machen, wird ihnen leichter verziehen oder es wird als einmaliger Ausrutscher ausgelegt
  • Lieblinge des Lehrers können machen, was sie wollen, sie werden immer gelobt, gefördert und besser bewertet als die Sündenböcke
  • Für die Lieblinge hat der narzisstische Lehrer immer Zeit.
  • Die Klassensprecherwahl wird so gesteuert, dass ein Liebling diese Position einnimmt.

Auf diese Weise errichtet der narzisstische Lehrer zwei Lager, die sich in der Regel verfeinden. Es wird keine Klassengemeinschaft gefördert, sondern die Rivalität und der Hass untereinander. Das kommt dem bösen Lehrer sehr entgegen, weil er hierdurch immer Verbündete hat, die ihm zugewandt sind und die sich niemals gegen ihn verschwören würden und eine andere Gruppe, denen man immer für alles die Schuld geben kann. Jeder Streit und jede Unregelmäßigkeit kann auf die schwierigen Schüler geschoben werden, die sich nicht anpassen und richtig mitmachen wollen oder können.

Sein Zorn und Sadismus kann sich aber auch gegen die ganze Klasse richten. Dann pickt er sich nicht einzelne Schüler oder eine Gruppe heraus, sondern die gesamte Klassengemeinschaft wird unsystematisch gedemütigt:

  • Die Schüler werden mit dem Lehrstoff absichtlich überfordert und auf bevorstehende Prüfungen nicht ausreichend vorbereitet
  • Klausuraufgaben sind sehr anspruchsvoll, die Bewertung erfolgt sehr kleinlich
  • Die ganze Klasse muss immer wieder nachsitzen
  • Fragen müssen ganz korrekt und umfassend beantwortet werden. Der Lehrer bohrt immer tiefer und will auch die letzten Details korrekt beantwortet haben
  • Einführung von ungewöhnlichen Unterrichtszeiten (Unterricht bereits vor dem eigentlichen Schulbeginn oder am späten Nachmittag)
  • Unangemessen viele und umfangreiche Hausaufgaben
  • Ungerechte Notenverteilung
  • Schlechte Ergebnisse werden demonstrativ vor der ganzen Klasse präsentiert
  • Die gesamte Klasse wird permanent abgewertet: „So eine schlechte Klasse hatte ich noch nie!“ oder „Ihr habt eine hundsmiserable Klassenarbeit hingelegt!“  oder „Ihr gehört doch alle auf eine Idiotenschule!“
  • Rassistische und Sexistische Bemerkungen
  • Es wird nach Fehlern und Mängel gesucht, nur um wieder kritisieren zu können

Das Verhalten des bösen Lehrers sowie das Ausmaß seiner Schikanen richtet sich ganz nach seiner Tageslaune. Die Schüler können sich bei ihm auf nichts einstellen. Plötzlich ändert er den Lehrplan, die Sitzordnung, die Klausurtermine oder die Klausurinhalte. Mal ist er mit einem Arbeitsergebnis zufrieden, ein anderes Mal wird es kritisiert. Es herrscht Willkür, die die Schüler stark verunsichert.

Kein Gefühl in seinem Gesichtsausdruck

Der typisch böse Lehrer hat ein versteinertes und gefühlloses Gesicht. Die Schüler können aus seiner Mimik nie ablesen, was der denkt und wie er reagieren wird. Man kann dem narzisstischen Lehrer nicht anmerken, ob er gut gelaunt ist oder ob er im nächsten Augenblick wieder kränkend und beleidigend wird. Wenn Schüler etwas zum Unterricht beitragen, können sie nie wissen, ob das, was sie sagen richtig oder falsch ist. Der Gesichtsausdruck des Lehrers ist kühl, ohne Regung, ohne jegliche Form der Zustimmung oder Abneigung.

Er steht starr und bewegungslos, beinahe wie eine eiserne Wand vor ihnen, hört ihnen zu, geht aber mit den Äußerungen in keiner Weise mit. Die Schüler müssen immer warten, bis der narzisstische Lehrer etwas sagt, weil sie aus seinen Körperbotschaften keine eindeutigen Signale ableiten können. Das verunsichert die Schüler stark und oft trauen sie sich nicht mehr, überhaupt noch am Unterricht teilzunehmen, weil sie Angst haben, auf unangenehme Reaktionen zu stoßen.

Der seelische Missbrauch hat starke Auswirkungen

Kinder können unter der Leitung eines narzisstischen Lehrers seelische Verletzungen davontragen, die ihr Selbstwertgefühl stark beschädigen. Die Kinder müssen die destruktiven Eigenarten des Lehrers ertragen und sind seiner Tyrannei hilflos ausgesetzt. Aus Scham wagen sie es oft nicht, sich bei anderen Lehrern zu beschweren oder ihr Herz bei den eigenen Eltern zu erleichtern. Scheinbar gibt es ja auch immer Schüler, die ganz gut mit dem narzisstischen Lehrer zurechtkommen. Also glaubt der gedemütigte Schüler, dass es an ihm selbst liegt und das die Behandlung des strengen Lehrers wohl auch angemessen ist.

Wie sehen die Auswirkungen einer solchen Behandlungsweise aus?

  • Verunsicherung unter den Schülern und große Unzufriedenheit
  • Schlechte Noten bei vielen Schülern, hervorragende Ergebnisse bei einigen wenigen Schülern
  • Die Schüler hinken entweder extrem mit dem Wissen hinter anderen Klassen hinterher oder sie liegen aufgrund des Drills des Lehrers extrem vor
  • Angst, zur Schule zu gehen und am Unterricht teilzunehmen
  • Das Kind kommt ständig weinend, nachdenklich oder bedrückt von der Schule
  • Das Gefühl, aufgrund von Überforderung ausgebrannt zu sein
  • Furcht vor Prüfungen und Angst, zu versagen und sich zu blamieren
  • Schulschwänzen oder häufigere krankheitsbedingte Ausfälle
  • Probleme der Schüler werden als Einzelfälle deklariert
  • Eine Gruppe der Schüler, die für den Lehrer die Lieblinge darstellt, fühlen sich wohl und lobt den Lehrer, eine andere Gruppe von Schülern, die die Sündenböcke darstellen, fühlen sich unwohl. Es ist eine deutliche Spaltung der Klassengemeinschaft zu erkennen
  • Bei anderen Lehrer ist die Bereitschaft zum Lernen höher und die Ergebnisse besser

Eltern trauen sich in der Regel nicht, gegen solche Lehrer vorzugehen, weil sie zum einen das Leben ihres Kindes nicht noch erschweren möchten, falls sie mit Ihren Vermutungen nicht weiterkommen. Zum anderen müssen sie Verbündete finden, die dieselben Beobachtungen gemacht haben und bereit sind, entschlossen vorzugehen. Doch ein narzisstischer Lehrer pflegt nicht nur seine „Lieblinge“ unter den Schülern, sondern auch unter den Kollegen, Vorgesetzten und Eltern.

Der narzisstische Lehrer versteht es sehr gut, in der Öffentlichkeit charmant und anständig aufzutreten. Er prahlt mit seinen Musterschülern und deren ausgezeichneten Leistungen und schiebt die Unzufriedenheit und die Mangelleistungen der schlechten Schüler glaubwürdig auf Defizite im Elternhaus. Durch diese gewitzte Täuschung kommt man nicht so schnell dahinter, dass so ein scheinbar freundlicher Mensch zu solch perfiden Methoden fähig sein kann. Somit kann die Wahrnehmungen unter den Eltern beträchtlich differieren.

Die Beschwerde über den Lehrer verläuft im Sand

Die eine Gruppe steht hinter dem Lehrer und betet ihn geradezu an, die andere Gruppe hasst ihn und bezweifelt die pädagogischen Methoden. Auf diese Weise ist es besonders schwer, den Machtmissbrauch des Lehrers transparent zu machen. Es stehen widersprüchliche Aussagen im Raum, die eine genaue Beweisführung erschweren. In der Regel wird dann darauf verwiesen, dass es sich um Einzelfälle handelt, denen man keine weitere Beachtung schenken muss. Zeigt sich der narzisstische Lehrer dann in einem persönlichen Gespräch von seiner guten Seite, dann können selbst die unzufriedenen Eltern an ihrer Theorie vom strengen und gemeinen Lehrer zweifeln. Außerdem genießen Lehrer immer noch eine gewisse Autorität, gegen die sich damalige Schüler auch im Erwachsenenalter nicht gerne auflehnen wollen.

Auf diese Weise ist es dann für Eltern schwer, die initiativ werden wollen und sich gegen den Missbrauch ihrer Kinder stemmen möchten. Sie müssen Mehrheiten finden und tun sich schwer damit, weil sich eine ganze Reihe von Eltern und Lehrerkollegen auf die Seite des Narzissten schlagen. Eltern, die aufklären wollen, haben es dann plötzlich mit einer ganzen Armee von aufgebrachten Gegner zu tun, die die Anschuldigungen überhaupt nicht nachvollziehen können und den Narzissten decken. Am Ende muss das Elternteil sogar damit rechnen, aus der Elterngemeinschaft ausgeschlossen zu werden und weitere ungerechte Behandlungen des Kindes zu ertragen.

Daher sollte man bei einem Verdacht sehr vorsichtig vorgehen und zunächst die Stimmung bei anderen betroffenen Kindern und deren Eltern neutral und sachlich aufnehmen:

  • Werden die eigenen Eindrücke durch andere Kinder, Eltern, Lehrer bestätigt?
  • Gibt es eine große Mehrheit, die in dem Lehrer eine Gefahr für die Kinder sehen?
  • Liegen eindeutige Beweise vor, die den Missbrauch belegen?
  • Wer wäre bereit, mit seiner Beschwerden an die Öffentlichkeit zu gehen?
  • Kann man ein Vorgespräch mit dem Klassenlehrer, Vertrauenslehrer oder der Schulleitung führen?
  • Gibt es ein Schulpsychologen oder Beratungslehrer?
  • Kann man an einer Lehrerkonferenz teilnehmen oder gibt es ein Schulforum?
  • Sollte man eine Elternversammlung einberufen?
  • Inwieweit wird der narzisstische Lehrer von den Kollegen getragen?
  • Lohnt es sich, eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen oder sich an das Kultusministerium zu wenden?
  • Werden die Persönlichkeitsrechte des Kindes so stark verletzt, dass ein gerichtliches Vorgehen unerlässlich ist?
  • Mit welchen Konsequenzen muss man für das Kind oder für sich selbst rechnen, wenn man Beschwerde einreicht?

Mit einem einmaligen Gespräch mit dem narzisstischen Lehrer, einer Rüge durch den Schuldirektor, Besserungsgelöbnissen, didaktische Einzelberatungen oder dem Besuch einer Fortbildung des Lehrers, um seine pädagogisch-psychologischen Fertigkeiten zu verbessern, wird es aber nicht getan sein. Hier muss eine grundlegende Wesensveränderung eintreten. Dieser Lehrer hat eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, die ihn für eine solche Funktion unqualifiziert macht. Dieser Mensch sollte dazu motiviert werden, sich einen anderen Beruf zu suchen oder innerhalb eines Schulsystems Aufgaben zu übernehmen, die nicht die Seele eines Kindes verletzen, wie z. B. Verwaltungstätigkeiten.

Leider ist eine derart notwendige Korrektur im Beamtensystem nur schwer umsetzbar. Duldet man aber solche Lehrer, dann sind die Kinder immer die Leidtragenden und am Ende die Verlierer. Die seelischen Wunden, die diese Kinder davontragen können, werden sie auch noch im späteren Leben behindern. Die Wut, die sich in solchen Kindern aufstaut, weil sie hilflos demütigenden Situationen ausgesetzt sind, wird sich eines Tages entladen wollen und möglicherweise wieder Unschuldige treffen.


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23 Kommentare zu “Der narzisstische Lehrer
  1. Alex sagt:

    Sehr deutliche Beschreibung, die mir (glücklicherweise) nicht aus der Schule bekannt vorkommt – aber aus der Arbeitswelt.

    Unsere für die Personalführung zuständige Geschäftsführerin agiert ebenso, ich habe ihr Vorgehen „Buddy-System“ getauft, wirklich jede Abteilung ist in Lieblinge und die Anderen aufgeteilt, letztlich der gesamte Laden gespalten, eine ordentliche Zusammenarbeit nicht möglich, da Erfolg ihr oder den Buddys angerechnet wird, Fehler den Anderen zugeschoben werden, mittlerweile sogar Azubis, wenn dadurch nur kein Buddy Schuld hat.

    Diese Erbärmlichkeit wäre lustig anzusehen (vor allen Dingen weil sie es geschafft hat, sich mehrfach gerade die Minderleister als Buddy anzulachen und sich das langsam aber sicher auf die Umsätze auswirkt), würde man nicht gleichzeitig mitansehen müssen, wie auf diese Weise Menschen zerstört werden. Ich habe Glück und bin flexibel genug, die Firma langfristig verlassen zu können, andere haben nur die Aussicht, entweder diesen Job zu machen oder keinen. Und alle halten durch …

  2. Studentin sagt:

    Leider bin ich in der Erwachsenenbildung auf einen narzisstischen Dozenten gestoßen. Ignorieren und alleine lernen? Das wird sehr schwer, aber ich weiss keine andere Lösung. Mit ihm reden hilft nicht und die Verwaltung bietet mir keine Alternative. Also, was soll ich tun? Es ist auch schon so weit, dass andere Teilnehmer (seine Sympathisanten) mich „mobben“. Alles ganz klassisch, wie oben beschrieben…

  3. Topflaash sagt:

    Generell steckte ich immer doppelt und dreifach ein, wenn ich verkloppt wurde. Und oft war ich dabei mutterseelenallein. Ich glaube nicht, dass irgendjemand aus meinem Umfeld jemals erfahren hat, wie oft ich als Kind aus niederen Gründen von anderen Kindern verprügelt, verspottet oder gehänselt wurde. Meine Mutter meinte ja immer, ich würde vieles überdramatisieren und manches wäre sicherlich nur ein Fehler meiner Wahrnehmung, oder ich wäre selber Schuld weil ich ja angeblich polarisiert habe und dadurch die anderen Kinder provoziert habe. Und wenn ich mich dann mal gewehrt habe, hatte ich am Ende trotzdem das Gefühl, das Arschloch zu sein. Während ich für jedes Mal, wo ich mich zur Wehr gesetzt habe, bestraft wurde, kamen die ganzen grausamen Kinder, die mich Tag für Tag quälten oft damit durch. Es gab nur einen einzigen Menschen, der neben meinen Großeltern, wirklich ernsthaft an mich glaubte und vor allem mir glaubte. Das war mein Schuldirektor Pahlke. Er hat sich regelrecht für mich den kleinen Daniel den Arsch aufgerissen, Elterngespräche geführt, die älteren Kinder, die mich nach der Schule immer verfolgten, zum Nachsitzen verdonnert, damit ich meinen Schulweg ungestört nach Hause gehen konnte, damit ich wenigstens ein bisschen zur Ruhe komme. Am Ende der dritten Klasse, musste er die Schule verlassen. Immerhin nahm er die zwei größten Arschlöcher mit, indem er sie beide von der Schule verwies. Wo auch immer sie sind Herr Pahlke, ich werde mich immer positiv an sie erinnern. Sie haben mir geholfen, obwohl so viele ihrer Kollegen gegen mich waren. Ich danke Ihnen von Herzen.

    Ich war mittlerweile 9 oder 10 Jahre alt und bin in die 3. Klasse versetzt worden. Im ganzen vorherigen 2. Schuljahr, saß ich aufgrund meiner Tendenz mich auszubreiten allein und hatte keinen Banknachbarn.
    Zu Hause wurde mir immer eingetrichtert ordentlich zu sein. Ich muss aufräumen um geliebt zu werden. Nicht ich darf, nein ich muss. (strafender Modi: Wenn du nicht das tust, dann…. / fordernder Modi: Räum auf, um…. ). Nur ich war´s ja von zu Hause gewohnt, dass es keine Konsequenzen gab. Ich musste zwar aufräumen, doch am Ende hat es dann Mama für mich getan oder ich hab´s widerwillig selbst getan, nachdem mir Strafe angedroht wurde. (fordernder Modi: Du musst ordentlich sein, um geliebt zu werden). Stubenarrest oder Fernsehverbot ist nicht so geil, vor allem, wenn man schon so Schwierigkeiten hatte selbstständig Freude zu finden. Generell wurde ich für Fehler sehr häufig bestraft. Manchmal gab´s sogar Ohrfeigen oder den berühmten Klaps auf den Hintern, wohlgemerkt von einer Frau, die selber im sozialen Bereich mit Kindern arbeitet. Für weinende Gesichter in der Schule (damals gab´s keine Noten) musste ich zu Hause Extraaufgaben mit meinem Papa machen. Ich wurde nicht wirklich getröstet. Kam ich mit einem Lachenden Gesicht an, gab´s Geld oder mein Lieblingsessen, aber kein „Ich bin stolz auf Dich“ oder eine Umarmung.
    Jedenfalls wollte ich nicht mehr alleine sitzen. Also fragte die Lehrerin, wer sich neben mich setzen würde. Lisa, eine dunkelhäutige Afroamerikanerin meldete sich freiwillig. Die Lehrerin meinte, es wäre ein Versuch, man würde nach 4 Wochen sehen, ob es klappt. (Wunsch nach Bedingungslosigkeit/ uneingeschränkter Akzeptanz nicht erfüllt) Ich riss mich auch sehr zusammen. Vom Ordnungsfaktor her, war nichts zu beanstanden. Ich disziplinierte mich selber, hatte ich doch das Ziel vor Augen, nicht mehr allein sitzen zu müssen, dazu zu gehören zur Gemeinschaft. Ich hatte ein starkes Sicherheitsgefühl und wünschte mir, trotz meiner manchmal vorkommenden Unordentlichkeit akzeptiert zu werden. (Kindliches Bedürfnis: Zugehörigkeit)
    Irgendwann kam dann der Tag X, wo ich zum Sündenbock auserkoren wurde.
    Lisa saß immer noch neben mir, es war in der 4. Stunde, direkt nach der großen Pause. Wir sollten einen Übungsaufsatz schreiben. Worum es da ging, weiß ich leider nicht mehr. Nach einer gewissen Zeit, stand Lisa auf, verließ das Klassenzimmer und ging auf die Toilette. Mein Kopf lag auf dem Tisch. Mir meinem linken Arm auf dem Tisch liegend, verdeckte ich mein Heft, damit niemand luschern konnte. Mit Rechts schrieb ich. Mein Schriftbild sah so für mich hübscher aus. Mein Blick war konzentriert auf das Heft gerichtet. Ich träumte davon die schönste Schrift der Klasse zu haben. (Wunsch nach Anerkennung und Bestätigung) um überhaupt für etwas gelobt zu werden. Irgendwann kam dann Lisa wieder und der Aufschrei von Ihr, holte mich aus meinen Tagträumen zurück. Was war passiert? Irgendjemand hatte mit einem Füller, ihren Aufsatz in ihrem Schulheft durchgestrichen. Der Strich war sogar gerade, wie mit einem Lineal gezogen. Natürlich wurde ich zuerst gefragt, ob ich es gewesen bin oder etwas gesehen habe. Ich verneinte. Ich habe tatsächlich nichts mitbekommen. Auch meine übrigen Mitschüler haben nichts gesehen. Aber irgendjemand muss es doch gewesen sein, meinte die Lehrerin. So ein Heft streicht sich nicht von selbst durch. Naheliegend kann es ja nur der kleine Daniel gewesen sein. Lisa sitzt ja auch erst seit 4 Wochen neben ihm. Vielleicht war´s ein Versehen, meinte dann die Lehrerin. Aber es war kein Versehen. Nicht von mir. Denn ich war es nicht und das sagte ich auch. Doch ich spürte schon, dass man mir nicht glauben wird. Die Augen meiner Mitschüler waren auf mich gerichtet. Meine Lehrerin meinte dann, sie wird herausfinden wer es war.
    Abends klingelte dann bei uns das Telefon. Ich hatte meiner Mutter von diesem Vorfall schon erzählt, deswegen war meine Mutter nicht überrascht, als sie das hörte. Zudem saß sie im Elternbeirat. Seit der ersten Klasse schon. Dadurch hatte ich schon eine Sonderrolle inne, musste ich doch immer den Briefträger zwischen Mutti und meiner Lehrerin spielen. Meine Mutter sprach dann auch mit mir. Ich verneinte es glaubhaft. Sie glaubte mir, als Einzige wie sich nachher zeigen sollte.

    Am nächsten Morgen in der Schule, war unsere Klassenlehrerin schon da. Sie erwartete uns. Neben unserem Klassenraum, war ein kleiner Gruppenraum, der mit einer Verbindungstür zu unserem Klassenraum verbunden war. In diesem Raum, so sagte meine Klassenlehrerin wird sich heute noch herausstellen, wer der Täter war. Jeder kam also einmal dran und musste rein. Meine Lehrerin meinte, sie würde es am Verhalten merken. Als ich dann drinnen war, wiederholte ich meine Geschichte, dass ich es nicht gewesen war.
    Schließlich wurde das „Verhör“ beendet.
    Unsere Klassenlehrerin betrat den Raum und stellte sich vor die Klasse, so dass alle sie sehen konnten. Und dann sagte sie, niemand habe zugegeben, dass er es war, aber sie wüsste schon wer es war. Als sie dann meinen Namen sagte, errötete ich vor Scham. Ich wusste nicht, was ich getan haben soll. Und gleichzeitig fragte ich mich, wer es gewesen war und warum sich dieser jemand nicht meldete. Alle Augenpaare waren auf mich gerichtet. Ich hatte Schuld. Von da an, hatte ich immer Schuld. Hat einer mal die Kreide versteckt, war ich schuld. Als der Stuhl unserer Klassenlehrerin einmal im Nebenraum stand, war ich wieder schuld. Unsere Lehrerin behandelte mich sehr abschätzig. Als dann meine Mutter irgendwann auch noch fragte, ob ich es nicht vielleicht doch gewesen wäre, platze mir die Hutschnur. Ich weinte und ich war böse. Ich wiederholte meine Geschichte. Meine Mutter sagte dann nichts mehr. Sie nahm mich auch nicht in den Arm um mich zu trösten.
    Wenige Wochen später im Kunstunterricht wiederholte sich alles. Diesmal saß nicht Lisa neben mir, sondern Sarah. Wir nähten Mäuse mit Schwänzchen. Auch sie ging irgendwann auf Toilette. Als sie wiederkam, gab es erneut einen Aufschrei. Irgendwer hat der Maus, den Schwanz abgerissen. Wieder dieselbe Prozedur, nur diesmal war ich nicht nur Schuld, sondern auch ein Lügner. Ich konnte von da an machen, was ich wollte. Mir wurde nicht geglaubt. Irgendwann, jedenfalls nach der Grundschulzeit habe ich dann erfahren, wer es wirklich gewesen ist. Dass dieser jemand, dann nicht bestraft wurde, so wie ich bestraft wurde, ist selbstverständlich. Kann man nicht ändern, war dann die Aussage der Lehrerin. Ist halt so. Pech!
    Ich habe diese Frau bis zu meiner Therapie in Mainz verachtet und in meinem Kopf mehrfach umgebracht. Ich hatte wirklich böse Gedanken, wenn ich mal wieder für irgendwas die Schuld bekam. Und dann kam das Bild des kleinen Daniels in der dritten Klasse und das Gesicht der Lehrerin in meinen Kopf, in das ich am liebsten reingeschlagen hätte.

  4. Sven sagt:

    „Große Heftigkeit des Wollens ist an sich eine stete Quelle des Leidens“

    „Ich will, ich will, ich muss, ich werde….“
    Standardsprüche; jeden Tag zigfach über Monate.
    Getan hat sie nix, garnix. Nur gelabert und am Ende mir die Schuld gegeben

  5. Silv sagt:

    Als Lehrer hat man Macht. Machtinnehabende Positionen kommen narz. Veranlagten sehr entgegen.

  6. Claudia2 sagt:

    Hier noch eine aus meiner Sicht sehr wertvolle Anregung Schopenhauers zum
    physiognomischem Ausdruck des bösen Charakters:
    „Große Heftigkeit des Wollens ist an sich eine stete Quelle des Leidens. Weil nun vieles und heftiges Leiden von vielem und heftigem Wollen unzertrennlich ist, trägt der Gesichtsausdruck sehr böser Menschen das Gepräge des inneren Leidens; selbst wenn sie alles äußerliche Glück erlangt haben, sehen sie stets unglücklich aus, sobald sie nicht in augenblicklichem Jubel begriffen sind, oder sich verstellen.“
    Ich finde diese Ansicht sehr wertvoll, weil man einen leidenden Gesichtsausdruck sehr leicht identifizieren kann.
    Wenn ich Bilanz über meine Erfahrungen mit Menschen ziehe, muss ich sagen, dass diejenigen, die leicht mein Mitleid erweckten und irgendwie leidend wirkten, fast immer beim näheren Kennenlernen boshaft und völlig egozentrisch waren, wenn nicht gar grausam.
    Aus diesem Grund interessiert mich immer das Gesicht von Menschen, die ein großes Verbrechen verübten. Fast immer wirken sie „leidend“. So bewusst habe ich das allerdings bisher nicht wahrgenommen.
    Auch der IS-Terrorist Anis Amri, der auf einem Berliner Weihnachtsmarkt ein Attentat verübte, sieht latent leidend aus. Ebenso diese entsetzliche Beate Zschäpe.
    Vielleicht erklärt das auch, weshalb Narzissten ja häufig sehr empathische Menschen als Partner anziehen. Die Partner spüren die innere Not des Narzissten und wollen helfen und wiedergutmachen.

    • Michelle sagt:

      @Claudia2
      Ich würde so gerne Dich und Deine Beträge verstehen, aber ich schaffe es nicht.
      Wirklich helfen, tun Deine pseudo-wissenschaftlichen Ansprachen keinem hier.

  7. Petra sagt:

    Aber teile der Beschreibung ist doch Alltag in der Schule, das hat nicht unbedingt mit einen narzisstischen Lehrer zu tun. Aber vielleicht gibt es solche Lehrer öfter vor als man denkt!

  8. Alex sagt:

    Meine Ex Narz IST Lehrerin und hat immer gepralt, wie sie ihre Schüler unter Kontrolle hat. Oder was für Aktionen sie gemacht hat. Ferner hat sie des öfteren Fotos von schlechten Klausuren gemacht und die zur Belustigung an Freunde rumgeschickt. Auf meinen Einwand, dass Sie vielleicht Schuld ist, wenn eine Klausur wieder und wieder widerholt werden musste, darauf kam sie nicht, Schüler waren ja halt doof. Das zeigt mir, wie unfähig sie für den Job ist, denn fast immer ist eine Klasse nur so gut/schlecht, wieder der Lehrkörper.
    Sie ist mit dem Job seit Jahren total überfordert und spielt drauf, irgendwann auf krank machen und daheim bleiben zu können. Ein Hoch aufs Beamtentum.

  9. Mia sagt:

    Ich hatte eine narzisstische Mutter und gerate immer wieder an Narzissten. Dies wurde mir erst vor einigen Monaten klar, als ich auf diese Seite im Internet aufmerksam wurde. Ich fragte mich schon als Kind und dann später im Erwachsenenalter, warum nicht andere Personen das perfide Verhalten des Narzissten/Narzisstin sehen. Mittlerweile glaube ich, dass viele Menschen darüber hingwegsehen, sei es, sie haben nicht so einen engen Kontakt zum Narzissten oder nicht in so einer Abängigkeit ihm gegenüber sind. Als Kind ist man sehr wohl von seinen Eltern bzw. Lehrern abhängig. Wenn man dann versucht sich aufzulehnen, wird man so lange tyrannisiert, bis einem das Rückgrat gebrochen wird. Ich arbeite seit über 10 Jahren an mir, damit ich mich aus diesem immer wiederkehrenden Kreislauf befreien kann und bin nun sehr zuversichtlich, mithilfe der Bücher von Herrn Grüttefien, einen Narzissten schon im Vorfeld erkennen zu können.
    Bei meinem derzeitigen Kollegen lief es genau so ab wie in den Büchern beschrieben. Er zeigte sich anfangs von seiner charmantesten Seite, wickelte mich regelrecht um den Finger. So lange, bis sein wahres Wesen zum Vorschein kam. Es vergingen einige Monate, bis ich merkte, wie zurückgezogen ich auf einmal war. Ich kam mir wie eine graue Maus vor, die nur mehr abrufbereit zur Verfügung stand. Es ist sehr schmerzhaft, sich selbst so missbrauchen zu lassen. Meine Gedanken drehten sich nur mehr um den Narzissten, sogar in meinem Privatleben. Vor Weihnachten faste ich dann den Entschluss und schlug meinem Arbeitgeber eine einvernehmliche Auflösung meines Arbeisverhältnisses vor, wo er letztendlich einwilligte.
    Ich versuchte zwar meinen Arbeitgeber darüber zu informieren, wie es mir an meinem Arbeitsplatz ging, jedoch verstand dieser letztendlich nicht meinen Beweggrund. Und genau das ist schon perfide an sich!
    Dem Arbeitgeber gegenüber verhält sich der Narzisst vollkommen anders als mir gegenüber (ich bin dort Assistentin) und in meiner Position stehe ich unter dem Narzissten. Mir gegenüber verhält sich der Narzisst in jeder Weise abwertend, missbrauchend und ausgrenzend.
    Ich weiß, dass einerseits meine Existenz auf dem Spiel steht, und bin auch froh,in einem Sozialstaat wie Österreich zu leben, jedoch ist mir meine Selbstachtung viel zu wichtig, als dass ich mich von so einem kranken Menschen weiter herunterziehen lasse und dann in einem tiefen schwarzen Loch sitze und mich damit beschäftige, wie ich aus diesem Loch wieder hinauskomme.
    Bitte glaubt an euch selbst, auch wenn andere kopfschüttelnd und ungläubig eure Beweggründe nicht verstehen. IHR WISST ES BESSER!

    • Arianna sagt:

      „Ich kam mir wie eine graue Maus vor, die nur mehr abrufbereit zur Verfügung stand.“
      Oh ja, das kenne ich gut. Großmutter, Mutter, Chefs, sogenannte Freunde haben das Spiel mehrmals mit mir gespielt. Ich habe ewig gebraucht, um zu begreifen, dass ich keine graue Maus bin, sondern in diese Rolle gedrängt wurde von Menschen, die mein Vertrauen ausbeuteten. Ich hoffe, ich bin inzwischen weiser geworden.

      • Katharina sagt:

        Eine Freundin von mir ist sehr marzistisch veranlagt und man kann mit ihr unterwegs ganz gut spaß haben. Vielleicht komme ich gut mit ihr klar weil ich mich selber nie in frage gestellt habe und es auch nie tun würde.

    • Klam sagt:

      Ganz genau so ist es.Den Nagel auf den Kopf getroffen. „….wie eine graue Maus, die eigentlch IMMER abrufbereit zur Verfügung stand“.
      Ich hab Jahrzehnte gebraucht um die Muster zu erkennen. Gratulation an dich, wie schnell du das begriffen hast.
      Alles Gute für dich und die anderen Leidensgenossen.

  10. Kati sagt:

    Liebe Alle,
    Ich selbst habe Lehrer aus meiner Schulzeit hierüber identifiziert und jetzt sind leider auch meine Kinder betroffen. Hinzu kommt das es sich bei meinen Kindern jeweils um Lehrerinnen handelt. Deren Selbstdarstellung beginnend an der Klassenzimmertür zum ersten Schultag war sehr auffällig. Dauerhaft werden einzelne Kinder abgewertet und schlecht gemacht; den Kindern die Schuld für Ihr Verhalten, Versagen etc. in die Schuhe geschoben. Schulpsychologe oder Schulamt zu informieren ist (fast) aussichtslos. Ich würde hier auch sehr vorsichtig vorgehen. Eher zufällig habe ich erfahren, dass der Mann der Lehrerin meiner Tochter Referent für die betreffende Grundschule ist. Dieser wird natürlich seine „tolle und hochgelobte“ Frau unterstützen.
    Mein Sohn ist jetzt vom Kinderarzt zum Psychologen überwiesen worden, wg. Schulangst.
    Warum der Leidensdruck der Kinder/Schüler nicht anerkannt wird und entsprechend dagegen auch von Seiten der Krankenkassen/ Sozialgemeinschaft vorgegangen wird, ist für mich nicht nachvollziehbar. Kindliche Entwicklungsphasen und deren Störungen sind lange untersucht worden und im Internet/ Büchern nachzulesen.

  11. Klam sagt:

    Kann ich nur bestätigten. Habe zweimal in teilstationärer psychologischer Behandlung , insgesamt 5 Monate verbracht. Anteil von Lehrerkindern 20%.
    Nicht nur in der Schule „Gott spielen“ auch in den eigenen 4 Wänden.
    Spreche aus Erfahrung.Bin auch so ein schwer geschädigtes Lehrerkind. Kämpfe 52 Jahre später immer noch mit den katastrophalen Auswirkungen.

    • Silv sagt:

      Ich habe eine junge Lehrerin in der Familie. Bei Diskussionen über Schule und Eltern im Allgemeinen, nimmt sie stets eine besserwisserische Haltung ein, die eigentlich immer ganz genau weiß, was die Eltern alles falsch machen.Die Schüler müssten auch ganz anders sein.Und wehe, sie hört eine Meinung, die von der Ihrigen abweicht

  12. Claudia M. sagt:

    Ich bin erschüttert!
    Nicht nur darüber, was ich selber erlebt habe und welche perfiden „Spielchen“ der Narzisst treibt, sondern auch, was so allgemein „geduldet“ wird, obwohl Beschwerden oder Beweise vorliegen.
    Ganz egal, ob Lehrer, Chef, Kindsvater – alle werden „hochgelobt“ vom System (Beamtenapparat, Firma, Jugendamt + Gesetze) und in ihren Taten auch noch unterstützt.
    Ein psychisch Kranker darf unschuldige gesunde Menschen lebenslang krank machen. Ich finde, diese Krankheit müsste per se mit „Sanktionen“ bestraft werden! (Hart, aber wahr.)

  13. Lili sagt:

    Trifft auch auf die Erwachsenenbildung zu.

    • Claudia2 sagt:

      Habe ich auch erlebt in einem EDV-Kurs.
      Der Lehrer, ein selbstverliebter Provinzcasanova, legte es darauf an, die Frauen in sich verliebt zu machen, indem er jeder das Gefühl der Seelenverwandtschaft hinter geschlossenen Türen gab. Zusätzlich wurde überschwänglich süßholzgeraspelt. Diejenigen die sich in ihn verliebten und den ersten Schritt zur näheren Kontaktaufnahme machten, wurden dann unmissverständlich zurückgewiesen. Hinter geschlossenen Türen wies er mich genüsslich auf die Scharen von Frauen hin, die „privat“ nicht von „beruflich“ unterscheiden könnten und die er dann in ihre Schranken verweisen müsse. Ich bin gottlob nie auf das Lockspiel reingefallen.
      Aber die Geschichte fand ein gerechtes Ende. Ganz plötzlich wurde dieses missbräuchliche Subjekt gnadenlos in die Verwaltung versetzt – auf unbestimmte Zeit, wo er jetzt Aktenordner in einem Einzelzimmer mit sweettalk beglücken darf.
      Wahrscheinlich ist diese Blindschleiche jetzt verstärkt als pickup artist in seinem Privatleben unterwegs.

      • Arianna sagt:

        Mich griff vor ein paar Monaten in einem Kurs über Stilberatung die Referentin vor allen anderen an und putzte mich herunter, wie man so herumlaufen könne. Und ich war als einzige mit zusammenpassenden Kleidungsstücken und Farben gekleidet, fast alle anderen trugen achtlos zusammengestoppeltes Zeug. Ich weiß nicht, ob sie narzisstisch war, aber sicher sehr eingefahren und von sich überzeugt.
        Diese Dame gibt auch Kurse für Umgangsformen. Eigentlich lustig, wenn man es sich so überlegt. 🙂

        • Claudia2 sagt:

          Später habe ich dann auch noch erfahren, dass der pickup artist eine „Tante“ war.
          Aber nun zu Ihrer mißliebigen Erfahrung.
          Ich hoffe, Sie hatten eine schlagfertige Antwort parat. Sven Grüttefien gibt hierzu ja jede Menge Anregungen.
          Mein ehemaliger Verhaltensthrapeut bemühte sich, mir die Taktik der „positiven Umdeutung“ beizubringen. In Ihrem Fall hätte man z. B. honigsüß antworten können: „Schön, dass Ihnen auffällt, dass ich meine Kleidung mit Bedacht auswähle.“
          Meist fällt einem in der Situation boshafter Angriffe leider nichts passendes ein. Aber schon allein die Tatsache, sich eine Antwort auszudenken in der Situation, verhilft einem dazu, Abstand zu gewinnen – einen Schritt zurückzutreten.

          • Silv sagt:

            Positive Umdeutung ist im Umgang mit stark narz.Personen sicher wirkungsvoller als Konfliktsucherei.Die man nicht gewinnen kann und die in einem Dauerkrieg enden bis Einer dann ‚verloren‘ hat. So bin ich als vorgesetzte Kollegin mit einer vertretenden narz.veranlagten Kollegin umgegangen, die versuchte, mich in einer Krankheitsphase aus dem Job zu kicken. Sie nahm zu diesem Zweck Allianzen zu einer sie unterstützenden Kollegin auf. Mit dieser stand sie früher auf Kriegsfuß

  14. Julia sagt:

    Leider wahr! Als Schülerin hatte ich solch einen Mathelehrer 4 Jahre. Dieser Lehrer hat seine gesamte Berufszeit hindurch, Schüler gequält und diffamiert. Jede der zahlreichen Beschwerden von Eltern blieben wirkungslos. Nun ist er pensioniert.
    Da ich selbst auch Lehrerin an einer Grundschule bin, sehe ich aber um mich herum leider solche agierenden Lehrer an meiner Schule. Zumeist haben deren Klassen Angst vor der narzisstischen Klassenlehrerin und verhalten sich entsprechend untypisch leise und ängstlich, gar nicht kindgerecht. Meistens suchen diese Kinder dann Hilfe bei den verbleibenden unterrichtenden Lehrer ihrer Klasse. Leider klappt dies auch nicht immer, da diese Lehrer im Vorfeld von der narzisstischen Lehrerin in Misskredit gebracht wird, sodass die Schüler sich dort auch keine Unterstützung holen.

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