Die 5 besten Strategien, um ihn leichter zu vergessen

Betroffene werden nach der Trennung von einem Narzissten oft von den Erinnerungen an die schönen Stunden verfolgt und es fällt ihnen unendlich schwer, nicht mehr an ihn zu denken. Ob sie sich nun bewusst getrennt haben, weil sie das rücksichtslose Verhalten des Narzissten nicht mehr ertragen konnten oder ob sich der Narzisst getrennt hat, weil er ein neues Abenteuer brauchte – in vielen Fällen bleibt die Sehnsucht erhalten.

Bild: © Amir Kaljikovic – Fotolia.com

Der Schmerz über den Verlust wiegt schwer und will einfach nicht verklingen. Immer wieder müssen sich Betroffene damit beschäftigen, warum die Beziehung schiefgegangen ist und was sie anders hätten machen können. Und selbst wenn sie den Narzissmus und die Persönlichkeitsstörung ihres Partners verstanden haben und wissen, dass sie die Schuld nicht bei sich selbst suchen müssen, dann stellt sich für sie immer noch die Frage: „Könnte es nicht doch klappen, wenn er bereit wäre, sich zu ändern oder wenn ich mir mehr Mühe geben würde?“

Betroffene belasten sich mit endlosen Vorwürfen und trauern der Zeit hinterher. Entweder geben sie sich selbst die Schuld an den negativen Erlebnissen mit dem Narzissten oder sie verfluchen den Narzissten und wollen ihm am liebsten die Augen auskratzen. Nur vergessen können sie ihn nicht, weshalb die Beziehung vielleicht physisch beendet wurde, aber im Geiste weitergeführt wird, weil allein mit der Trennung noch nicht alle emotionalen Fragen geklärt werden konnten.

Im Folgenden stelle ich fünf leichte Methode vor, um die Flut von kreisenden Gedanken zu stoppen und den Liebeskummer zu lindern:

1. Entfernen Sie alle Erinnerungsrelikte

Meiden Sie vertraute Orte, an dem Sie viel mit dem Narzissten erlebt haben und die sofort wieder alte Sehnsüchte auslösen. Verstecken Sie alte Fotos, hören Sie nicht mehr die Lieder, die Sie an den Narzissten erinnern, gehen Sie Freunden aus dem Weg, die noch mit dem Narzissten verkehren und lassen Sie auch keinen Kontakt mehr mit seiner Familie zu. Meiden Sie alles, was Sie wieder an ihn denken lässt!

Vor allem meiden Sie jeden Kontakt zu dem Narzissten! Lesen Sie keine Briefe und keine Mails von ihm. Gehen Sie nicht ans Telefon, wenn Sie seine Nummer sehen und hören Sie die Nachricht nicht ab, wenn er auf Ihr Anrufbeantworter gesprochen hat. Sperren Sie alle Nummern und Social-Media-Accounts. Verbarrikadieren Sie sich vor dem Narzissten!

Gibt es  gemeinsame Kinder und müssen aus diesem Grund häufiger Absprachen getroffen werden, dann versuchen Sie die Kommunikation kurz und sachlich zu halten und – wann immer möglich – alles auf dem schriftlichen Weg zu erledigen. Durch den schriftlichen Austausch halten Sie physischen Abstand zu der destruktiven Aura des Narzissten. Ein Narzisst kann seine Mitmenschen allein durch seine bloße Anwesenheit verunsichern. Außerdem haben Sie die Vereinbarungen dann schriftlich, womit Sie der Vergesslichkeit und Sprunghaftigkeit des Narzissten vorbeugen können.

2. Einführung eines „Trauertages“

Markieren Sie im Kalender ein Tag in der Woche oder im Monat, wo Sie ganz bewusst und intensiv über die Beziehung noch einmal nachdenken, über Narzissmus lesen oder recherchieren, Erinnerungen hochkommen lassen, Situationen in Gedanken nochmal erleben und verstehen, Ihre Gefühle zulassen und Ihr eigenes Verhalten reflektieren. Suchen Sie sich einen Ort der Stille, wo Sie ungestört einem emotionalen Rückblick wagen können.

Nutzen Sie nur diesen Tag und verbieten Sie sich, an allen anderen Tagen an Ihre Vergangenheit zu denken. Sollten in der Zwischenzeit wieder Erinnerungen und Gedanken auftauchen, dann machen Sie sich eine Notiz und merken sich das Stichwort. Vertagen Sie den Gedanken auf Ihren „Trauertag“ und kehren Sie erst an diesem Tag wieder zu dieser Erinnerung zurück.

Auf diese Weise versinken sie nicht ständig in stundenlange Grübeleien und Selbstmitleid. Andererseits geht Ihnen aber auch kein Gedanke verloren, der Ihnen wichtig ist und dem sie nachgehen möchten. Verabreden Sie sich mit sich selbst an einen festen Tag, um ausgiebig die Vergangenheit zu betrauern und allmählich Abschied zu nehmen. Machen Sie es sich selbst zur Pflicht, nur an Ihrem „Trauertag“ darüber nachzudenken und an allen anderen Tagen wischen Sie die belastenden Gedanken zur Seite.

3.  Die Wut herauslassen

Nach einer Phase der Tränen, in der man den Verlust betrauert hat, kommt meistens auch die Wut zum Vorschein: Die Wut über das rücksichtslose, egoistische, gemeine und ausbeuterische Verhalten des Narzissten – aber auch die Wut über sich selbst, dass man sich so behandeln lassen hat. Lassen Sie Ihre Wut bewusst zu, empören Sie sich über dieses Verhalten, vergegenwärtigen Sie sich noch einmal vergangene Situationen und spüren Sie, wie Sie dem Narzissten innerlich am liebsten ins Gesicht schlagen wollen.

Und dann tun Sie es auch! Nehmen Sie ein altes Foto von ihm und zerreißen oder verbrennen  es. Oder legen sie das Foto auf ein Kopfkissen und schlagen mit einem Tennisschläger oder einem Knüppel darauf ein. Oder nehmen sie ein Handtuch während Sie in das Gesicht des Narzissten schauen und stellen Sie sich vor, es wäre sein Hals und dann wringen Sie das Handtuch so stark wie Sie können. Lassen Sie Ihre Wut heraus und ordnen Sie dieses Gefühl demjenigen zu, der es bei Ihnen ausgelöst hat.

4. Suchen Sie sich neue Aufgaben

Wenn Sie Ihr Leben und Ihren Alltag nach der Trennung ohne Veränderungen weiterführen, laden Sie die alten Erinnerungen und Gedanken geradezu ein, sich in Ihrem Kopf auszubreiten. Heute bewerkstelligen Sie doch alle Aufgaben routinemäßig wie am Fließband. Das bedeutet, Sie müssen sich auf die Aufgabe nicht sonderlich konzentrieren, weil Sie die Tätigkeit bereits im Schlaf durchführen können. Somit erledigen Sie alles mechanisch und da Sie Ihr Alltag nicht wirklich fordert, wird das Vakuum mit unnützen Gedanken gefüllt, wie z. B. mit der vergangenen Beziehung.

Suchen Sie sich daher neue Aufgaben! Wenn Sie etwas Neues angehen, was Sie zuvor noch nie gemacht haben, dann müssen Sie sich intensiver darauf konzentrieren, um die neuen Abläufe, Fertigkeiten oder das neue Wissen zu erlernen, bis es irgendwann wieder zur Routine wird. Sie haben gar nicht die Möglichkeit, an die Beziehung zu denken, weil Sie sich ganz in der neuen Aufgabe verlieren, um sie bewerkstelligen zu können. Dabei ist es unerheblich, ob Sie sich eine neue Herausforderung in Ihrem Beruf suchen, ein neues Hobby zulegen, andere Gerichte kochen oder sich neue Freunde suchen. Es muss nur neu und unbekannt sein!

5. Sich selbst zuwenden

Beginnen Sie wieder so schnell wie möglich, sich selbst zuzuwenden, indem Sie mehr auf die Impulse Ihres Körpers und Unterbewusstsein achten. Stellen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund und tun Sie Dinge, bei denen Sie sich wohlfühlen. So können Sie z. B. die eigenen Gefühle auf unterschiedlichen Wegen ausdrücken: Über das Malen, Schreiben, Musizieren, Basteln oder mit Freunden reden.

Körperliche Bewegung oder Sport an frischer Luft tut dem Organismus gut und regt die Körpersäfte an, um besser regenerieren zu können. Außerdem kommen Sie mit anderen Menschen und einer anderen Umgebung in Kontakt, was Sie auf neue Ideen und Möglichkeiten bringt. Zudem bemerken Sie nebenbei, dass sich das eigene Leben auch mit anderen Dingen füllen lässt als nur mit dem Ex-Partner.

Gesunde Ernährung trägt zu einem besseren Körpergefühl bei. Daher sollte auch ein exzessiver Konsum von Alkohol und Zigaretten vermieden werden. Sie unterdrücken zwar den Kummer, sie lösen ihn aber nicht auf. Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr an gesunden Vitaminen, damit die Kraft zurückkommt und Sie wieder die Lust verspüren, etwas Neues anfangen zu wollen. In jedem Ende liegt bekanntlich auch ein Neuanfang.

Unter anderem können Sie auch mit Bachblüten Ihr Gedankenkarussell durchbrechen und schnell wieder zu einer inneren Harmonie zurückfinden (Rescue-Tropfen oder Innere Harmonie). Diese kleinen Tropfen können in manchen Fällen in erstaunlich kurzer Zeit und auf sehr sanfte Weise einen gelassenen seelischen Zustand herbeiführen.

Bitte helfen Sie anderen Betroffenen und schreiben Sie einem Kommentar, welche Methode Sie am Anfang eingesetzt haben, um die Beziehung zu Ihrem Narzissten zu verarbeiten und Ihren Liebeskummer zu lindern!


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Veröffentlicht in Blog, Trennung von einem Narzissten
93 Kommentare zu “Die 5 besten Strategien, um ihn leichter zu vergessen
  1. Lisa sagt:

    Hallo ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Ich bin 25 Jahre jung u war 3 Jahre mit einem 44 jährigen Narzissten zusammen.
    Immer wieder bin ich ihm drauf gekommen das er Kontakt mit seiner EX pflegte die ihn immer noch zurück wollte obwohl er sie 5 mal betrogen hat, weiters gab es auch noch sämtliche andere Frauen mit denen er sich getroffen hat, geschrieben, usw. mehr will ich gar nicht wissen wenn ich ehrlich bin.
    3 Jahre war ich immer so blöd u habe mich immer wieder mit Liebesgeständnissen u einer kämpferischen Art überzeugen u einlullen lassen, 3 Jahre meines Lebens habe ich an einer Liebe festgehalten die keine Liebe war. 3 Jahre lang hat er mich täglich belogen u betrogen u mein Bauchgefühlt hatte es mir immer wieder spüren lassen dazu kamen auch immer wieder Beweise die er dann immer sehr gut gerechtfertigt u erklärt hat! Das schlimmste an dem Ganzen war das R. dazu auch noch sehr eifersüchtig war u all das was er gemacht hat mir andauernd unterstellt hat er hat mich als SCHL…. hingestellt u mich tyrannisiert. Dazu hat er auch noch 3 Selbstmorde vorgetäuscht wenn ich mich nicht bezirzen lassen habe bzw. ihm mal gekontert habe oder mich gewehrt habe u 2 Herzinfarkte waren auch dabei die nur gespielt waren. U noch einige schlimme Dinge sind passiert, glaubt mir eines ich stell mir täglich u im Minutentakt die Frage warum ich das mit mir machen hab lassen es versteht auch keiner Meiner Freunde oder meiner Familie. Überall wo wir Freunde hatten hat er mich in den Dreck gezogen u mich schlecht gemacht u das schlimme daran ist alle glauben ihm das u glauben er würde mich so lieben u ich ihn verarschen. Er hat mich öffentlich erniedrigt, mich grob angegriffen u mich seelisch zerstört!!!
    Ich war eine Selbstbewusste junge Frau u durch ihn bin ich eine eifersüchtige stille graue maus geworden die ohne ihn nicht leben kann!
    Ich bin am Boden u hoffe wenigstens ihr versteht mich aber ich weiß nicht wie ich endgültig von ihm weg komme ihn vergesse u ihm keine Chance mehr gebe das er mich um den Finger wickelt ich bin echt am Ende zurzeit!!! Ich würde mich über jeden Tipp von euch freuen, da ihm mich sicher versteht!!!

    Danke euch… 🙂

    • Ina sagt:

      Liebe Lisa,
      ich habe mir einige Literatur des Verfassers dieser Seite zugelegt und das Buch „wie schleichendes Gift“ von Christine Merzeder.Das Lesen und verstehen hat unheimlich geholfen. Immer wenn diese irrationale Sehnsucht aufkam habe ich gelesen. Immer wieder, bis ich wieder in der Realität war. Und die steht da drin, ganz klar und deutlich. Ich konnte so verstehen warum meine Vorgängerin ihn zurück genommen hat und vor allem wurde mir durch sie deutlich, wo ich Ende wenn ich das Thema nicht bewust angehe und bearbeite. Ich habe mich um therapeutische Hilfe bemüht und hoffentlich auch jemanden gefunden.Außerdem nehme ich das homöopathische Mittel Ignatia und habe vor dem einschlafen in der schlimmsten Zeit, etwas Gras geraucht.Ich hatte damals Angst vor dem einschlafen, immer wenn ich aufgewacht bin musste ich so furchtbar weinen. Die Antidepressiva hatten meinen Zustand eher verschlimmert. Bei mir sind es nun 9 Wochen her. Ich brauche die Bücher und deren Anleitung immer weniger und es geht mir deutlich besser.Ich mache jeden Tag eine Stunde Sport, was mir wirklich irre hilft. Es gibt immernoch kleine Rückfälle in mir. Aber mir hat eine Therapeutin erklärt, das so eine Trennung chemisch das gleiche wie ein Drogenentzug ist. Also so wenig wie möglich von der Droge konsumieren. Kein Nachhaken, kein Stalken, alle Bilder weg und was sonst noch sein muss. Sein Sohn hatte mich mal besucht, wollte mir sagen wie Leid es ihm täte. Wir haben viel über ihn geredet,Dinge die mich hätten Schmerzen müssen.Aber es ging mir unmittelbar danach gut. Ich hatte meine Droge. Aber am nächsten Tag bin ich für 2 Tage in ein schlimmes Loch gerutscht.(Entzug)Drum weiß jetzt, wie ich mich besser schützen kann.
      Lisa, es wird wieder gut!!!!
      Glaube daran!
      Liebe Grüße
      Ina

      • Jorget sagt:

        Hallo Lisa. Aus welcher Stadt kommst du? Wie du deinen Ex Narzissten beschreibst, klingt es sehr nach meinem Ex Mann. Seine Affäre hiess Lisa und er hat sie immer abwertend fickmaus genannt. Und ich bin scheinbar die ex die ich ihn zurückgeben wollte. Er war wie du schreibst 3 Jahre mit ihr zusammen. Es würde mich echt das interessieren. Ich habe ihm vor 1,5 Monate verlassen, nachdem ich es erfahren habe. Würde ich über deine Antwort freuen.

        • Jorget sagt:

          P.s. er ist 44 Jahre alt, sie war 25.

          • Line sagt:

            Jorget, diese Texte hier sind zu alt, die Lisa wird sie hier nicht finden.
            Ich habe deine Frage nur gefunden, weil ich weiß, wenn sich die Anzahl der Antworten bei den alten Texten geändert hat. Aber wer macht sowas sonst schon.

    • Sophie sagt:

      Liebe Lisa, mir hat meine Familie unheimlich geholfen. Wir hatten fast keienen Kontakt mehr, aber sie haben gemerkt, dass etwas nicht simmt. Und als ich am Tag nach der Trennung im Mai 2016 vor der Haustür meiner Eltern stand mit meinen Töchtern, haben sie geweint und mich sofort umarmt. Und so fühle ich mich heute noch. Ich bin angekommen. Es ist zwar mein Haus, in dem wir gelebt haben, aber es steht seit dem Tag leer. Ich wohne bei meinen Eltern und mein Haus werde ich jetzt vermieten. So lasse ich ihn auch los. Ich räüme es demnächst aus und schließe damit ab. Vielleicht mach ich noch eine Feier, das durfte ich nie. Lauter verbotene Dinge tun, die auch noch schön sind und gut tun.
      Ich hoffe, du erholst dich und nimmst dein neues Leben selbst in die Hand, überlass es nicht IHM. Er hat dir nichts mehr zu sagen.
      Viel Kraft und alles Gute, Sophie

  2. Ina sagt:

    Diese Seite hat mir geholfen zu verstehen was eigentlich passiert ist. Der Zusammenbruch nach der Trennung wäre glaube ich, nicht so zu überwinden gewesen.
    Ich habe mich nach 15 Jahren alleinerziehend sein, in diesen Unmenschen verliebt. Sein Werbeblock wirkte wie ein Magnet. Er war ständig da,ließ mich nicht mehr aus seinen Fängen.
    Peinlich, ich kannte ihn 10 Jahre zuvor. Wusste das er insgesamt 14 Jahre verschiedene Partner betrogen hatte. Kannte die Tatsache das er überhaupt keine Freunde hatte. Als er merkte das ich seine Reuelosigkeit, bezüglich der Betrügereien, nicht gut aushalten konnte antwortete er “ na gut es war kein Kavaliersdelikt“, es war einfach aufgesagt. Aber ich dachte,ich könnte ihn retten. Meine Vorgängerin hatte ihn als Trophäe missbraucht und sexuell ständig unter Druck gesetzt.Ich dachte bei uns wird alles gut. Seine Familie nutzte ihn nur aus. Und das Dorf in dem er lebt und eine Fehde gegen ihn führt, die von meiner Vorgängerin ausging, war aus meiner Sicht natürlich untragbar für die geschundene Seele.Wie unfassbar blöd ich war!Die ersten Streitigkeiten kamen schnell.Irgendwie war kein Gespräch mit ihm möglich das nicht in Streit ausartete. Als ich immer wieder sagte, das unsere Kommunikation nicht gut ist, bekam ich zur Antwort:“ doch ist sie, du must nur etwas toleranter sein“ Der erste Heiratsantrag kam nach wenigen Wochen. Da ich aber wusste das meine Vorgängerin ca. 4 Wochen vorher auch noch einen solchen bekommen hatte, war das für mich nicht ernst zu nehmen. So ging es weiter. Zuckerbrot und Peitsche und ganz wichtig-ich war Schuld. Ich habe mich immer und immer mehr bemüht. Er konnte nicht alleine sein und dafür war ich verantwortlich. Er beendete unsere Beziehung und begann sie immer wieder.Er sprach mir meine Gefühle ab, schaute vor mir in Kontaktanzeigen ob sich was besseres finden könne. Irgendwann sagte er mir mal „mein Gott, dich wird man gar nicht los.“ Aber ich kam aus diesem Kampf nicht heraus, es irgendwie zu schaffen das es uns gut ging, wollte zum Anfang zurück. Zu schönen Ausflügen, guten Gesprächen und Verliebtheit. An einem Mittwoch habe ich es geschafft es zu beenden. Mehr rhetorisch als innerlich gelöst. Er war so verletzend und gemein gewesen, während er seine Pellkartoffeln in sich stopfte. Ich spürte ich sollte gehen. Am Wochenende darauf ist er zu meiner Vorgängerin gezogen. Die immer so übel roch, nur sein Geld wollte, dumm war, sexuell fordernd, eifersüchtig und schreckliche Kinder hat und in einem abartigen Haus wohnt. So hat er sich über sie geäußert.
    Eine Woche später konnte ich die Panikattacken und Schweißausbrüche kaum noch aushalten. Gefühlte 100 Liter Tränen war ich im tiefsten Tal meines Lebens.Selten habe ich eine solche Scham empfunden.
    Wenn es diese Seite nicht gäbe, wäre ich ganz sicher noch in diesem Gefühl. Manchmal wenn mich die Sehnsucht überkommt, dann lese ich hier und weiß mein Weg geht noch ein Stück.
    Mit meiner Psychologin, hatte ich heute einen tollen Gedankenaustausch.
    Ich erzählte, wenn ICH meine Tochte wäre dann hätte ich sie geschüttelt damit sie neben so einem Mann wach wird und sich rettet.
    Die Psychologin fragte mich:“und wenn sie nicht wach geworden wäre, was dann?“ Ich antwortete, dass ich bei ihr geblieben wäre um sie zu schützen. „Und wenn sie wach geworden wäre“,fragte sie mich. Ich lächelte und sagte ihr „gutes Mädchen“. Sie fragte mich wie ich über meine Tochter im Anschluss denken würde, ob ich sie abwerten würde. Ich konnte ganz schnell Antworten und ihr sagen, wie stolz ich auf sie wäre, weil sie es geschafft habe. Dann fragte sie mich „und warum sind sie nicht auf sich stolz?“

    • Silv sagt:

      Hallo Ina,
      der Anfang könnte meiner sein: auch ich kannte ihn als Kollegen, der zu selbstüberzeugt war. Ich verstand mich gut mit seinen Kindern, Exfrau, Exschwiegermutter, Freunden- was bei ihm so eine Art Eifersucht auslöste. Er begann, jede gute Zusammenkunft zu torpedieren. Unsägliches Verhalten. Er ist beruflich übrigens Deeskalationsmanager- die Strategien waren zu Beginn bei ihm privat überhaupt nicht präsent. Es wirkte so, als wenn er sich empathisches Verhalten bei mir abschaute. So konnte er seine angeschlagenen Privatbeziehungen kitten und selbst im Beruf wurde ihm deutliche Ausgeglichenheit zugesprochen,‘ seit er mit mir zusammen sei‘. Er hat dann begonnen, mich zu demontieren: schlechtmachen in Gegenwart meines Sohnes vor seinen Kindern, meiner Familie, meinen Freunden. Er hat mich bis zur totalen Zerstörung getrieben. Ich habe ihn dann komplett geblockt. Er hat Kontaktaufnahme auf allen Kanälen versucht.

  3. Rabea sagt:

    Gesunder Abschied vom Narzissten

    Kaum etwas ist so selbstzerstörerisch wie Hass- oder Rachegefühle,
    die über längere Zeit gepflegt werden.
    Es ist eine emotionale Spirale schnurstracks nach unten.
    Niemals für denjenigen, an den diese Gefühle und Gedanken gerichtet sind, sondern immer nur für einen selbst!
    Man sollte es also tunlichst vermeiden, in dieser Phase der Verarbeitung stecken zu bleiben.

    Wenn man es vielleicht noch nicht sofort schafft, kann man sich zumindest einmal vorstellen – oder sich selbst wünschen – dass man irgend wann mal die Kraft und innere Größe haben wird seinem Narzissten ehrlichen Herzens zu sagen:

    Ich wünsch dir Tränen,
    die dein Herz erweichen,
    Wärme, die es still umhegt,
    Liebe, die mit starker Güte
    weckt, was Gott hineingelegt.

    Probiert es mal – ja, nicht nur einmal. Immer wieder! Es befreit und gibt einem nach und nach ein Stück Souveränität und Lebenskraft zurück!

    Und vielleicht braucht man ja sogar selbst erst einmal diese Tränen, diese Wärme und Liebe zu sich selbst, um die eigene innere Balance wiederzufinden. Ich wünsche es jedem!

    Herzlichst,
    Rabea

  4. Elli sagt:

    Hallo,
    bin todtraurig und gleichzeitig auch dankbar, dies heute gelesen zu haben. Bin seit 3 Jahren in einer Affäre mit einem Narzissten, der leider gleichzeitig mein Chef ist. Es stimmt echt alles.. die Manipulationen, die Wut bei kleinster Kritik, die kleinen Grausamkeiten, der absolute Mangel an Emptathie, so dass man sich fast für Gefühle entschuldigt. Bis jetzt hab ich versucht, trotz allen Unbehagens die „Beziehung“ aufrecht zu erhalten. Furchtbar, das hätte ich nie von mir gedacht, ich habe Angst vor der Leere, dem Sich-mit-mir-Auseinandersetzen müssen .. und vor der Erkenntnis, dass die anfängliche große Liebe nur in meinem Kopf stadtfand. Dabei gab es deutliche Anzeichen, gleich zu Beginn ….Allerdings ist meine Würde und Wahrheitsliebe nicht komplett zerstört, weshalb er mich immer öfter anbrüllt und wütend beschimpft – und mit Trennung droht. ICH muss mich trennen, aber ich hab große Angst, dass es noch schlimmer wird, als es sowieso ist, weil ich ihn immer im Büro sehen muss. Bestimmt werd ich das 5 -Punkte-Programm durchziehen.. Wünscht mir die Stärke, mich entgültig zu trennen!!!!!

  5. Felicitas sagt:

    Es ist ein seelischer Missbrauch der passiert ist, diese Erkenntnis hat mir geholfen. Es war nicht der Grund, dass wir nicht zusammen gepasst haben. Dann hätte sie sich auch von mir trennen können. Ich habe mich getrennt aufgrund der vielen Verletzungen. Habe sie sehr geliebt. Wachsende Liebe und aushaltbare Nähe und Distanz ist nichts für „echte“ Narzissten. Alles wird traurig mit so einem Menschen. Es ist egal, wie wenig Selbstbewusstsein man selbst hat, wenn der Mensch, den man liebt einem täglich sagt, wie unpassend man ist, dann ist das seelische Gewalt. Jeder würde über kurz oder lang „einknicken“. Für einen relativ normalen Menschenverstand ist das nicht greifbar, man muss seine positive Einstellung quasi ausblenden und sich verständlich machen, dass es Menschen gibt, die anders ticken. Da ist keine Moral, keine Empathie und auch wenn man mal die Gunst dieser Person hat, sobald man etwas falsch macht ist es vorbei. Es gibt keine Aussprachen, kein Miteinander, keine Reflektion.

    • Felicitas sagt:

      Nachtrag: es geht um Bestrafung, Macht und Kontrolle. Nicht um normale Beziehungsprobleme die gelöst werden wollen. Die Beziehung ist/ war das Problem. Dies ist ein Zitat aus einem anderen Forum und es sagt genau das, was man verinnerlichen muss um diese Begegnung zu verarbeiten.

      • Thomas sagt:

        Stimmt, meine Narzisstin wollte keine Probleme lösen. Ich war das Problem. Sie war mit ihrer Herkunftsfamilie, bei der sie bis heute wohnt weils bequem ist und materielle Absicherung bedeutet und ihren Freunden verheiratet. 2 Ehen mit 3 Kindern wurden von ihr an die Wand gefahren. Die Ehemänner wurden durch Warmwechsel ausgetauscht. Die Frau war seit ihrem 15ten Lebensjahr bis heute noch kein Tag Single. Gutes Aussehen, Charme und Lügen haben ihr dabei geholfen. Bisher ist sie immer bestens durchs Leben gekommen. Ich beneide sie um diese Kaltschnäuzigkeit! Wär ich so würde ich auch keine Schmerzen und Einsamkeit verspüren!

        • Felicitas sagt:

          Ja, zu meinem Text wollte ich noch sagen, dass der Fehler bereits war die falsche Marke anzuziehen, Musik zu hören die ja keiner mag, nur ich. Ach es ist so ein Schwachsinn im Grunde genommen sich mit sowas zu beschäftigen- Lebenszeit ist begrenzt und das muss man sich vor Augen halten. Wenn einer einen nicht will, trotzt Gefühl, kann man nichts machen. Die Kaltschnäuzigkeit kenne ich, aber in anderen Situationen ist sie das sicher nicht (schwankendes Selbstwergefühl). Generell: der Partner wird eiskalt abserviert. Es ist keine schöne Beziehung die sich aufbaut sondern einfach nur Demontage des Partners – aber den Partner gibt es ja gar nicht. Kein WIR. Ich könnte einen Roman schreiben so komplex ist das.

          • Thomas sagt:

            Eine von mir in die Wege geleitete Paarberatung wo es ums WIR, Abgrenzung und Loyallität ging war eine Farce. Als ich Verantwortung einforderte wurde über einen Neuen der Notausstieg bedient.

          • Felicitas sagt:

            Lieber Thomas – Google doch mal den schutzgarten wordpress. Du musst unbedingt an Dich denken, möglichst nicht mehr an sie. Sie konnte Dich nur verletzen, weil Du Dich verliebt hast und angreifbar warst. Versuch zu verstehen, dass das keine Liebe war, auch wenn es hart klingt, weil man es „anders“ erlebt hat. Aber sie hat die Beziehung vermutlich anders gelebt als Du. Ich weiß, dass das weh tut, aber wende Dich an die Menschen, die tatsächlich gut mit Dir umgehen. Und vertraue auf die Zeit + beschäftige Dich weniger mit dem Thema sondern mit ganz anderen Dingen. Man muss sich dazu zwingen, dann klappt es. Versprochen!!

        • Thomas sagt:

          Hallo Felicitas, meine Ex-Frau und ich haben eine 17 jährige Tochter die bei der Mutter wohnt und gegen mich instrumentalisiert wird, auch juristisch (seit 3 Jahren) vorgeht. Bisher hat die EX zwar alles verloren doch ich habe viel Geld durch Scheidung, von ihr in die Wege geleitet, in Höhe von 4500 € und die Tochter verloren. Wie soll man mit 54 Jahren in dörflicher Gegend wieder eine VERTRAUENSWÜRDIGE Beziehung finden. Halte ich für aussichtslos.

        • Brigitte sagt:

          Das ist eine Ungerechtigkeit, die einen in den Wahnsinn treibt. Man selbst wurde über lange Zeit schlecht behandelt und zu einem Menschen gemacht, den man leicht verlassen kann. Der Narzisst selbst zieht jedoch unberührt weiter.

          Ich denke, dass ich erst wieder frei und glücklich bin, wenn es mir egal ist, dass mir zwar Unrecht getan wurde, er jedoch unberührt weiter lebt.

          Und kleine Tröpfchen der Erkenntnis rieseln auch schon jetzt durch:

          Der Narzisst scheint nur unberührt weiter zu ziehen. Natürlich werden ihn nie so hart die Konsequenzen treffen wie sein Gegenüber. Er wird jedoch auch nie Ruhe finden. Nie einen Heimathafen anlaufen. Er wird weiter kommen, um zu gehen und gehen, um zu bleiben.

      • Moorkönigin sagt:

        Das was Du schreibst, bringt es auf den Punkt. Ich danke Dir für Deine klären Worte, die haben mir sehr geholfen.
        Ich sehne mich jetzt nach Ruhe und seelischer Gesundheit. Er verschwindet immer mehr aus meinen Gedanken. Ich will ihm nichts mehr geben, kein Essen, keine Zeit, keinen Körper. Dabei gebe ich soooo gerne.
        Meine Grenzen wachsen. Ich werde wieder ich.
        Dank an Euch alle.
        Wir schaffen das!

  6. Aysha sagt:

    Danke, an die Macher dieser Seite ! Narzissmus scheint eine Epidemie zu sein, und wer davon heimgesucht wird, braucht wirklich Unterstützung. Die bekommt er hier.
    Bin selbst von solch einem Mann seelisch missbraucht worden, was ich mir lange nicht eingestehen wollte.
    Und als ich es vor mir nicht mehr verleugnen konnte, habe ich es nicht fertiggebracht, mich zu trennen. Ich habe mich sehr vor mir selbst geschämt, weil ich mich im Stich gelassen hatte. Ich stieß dann auf ein Buch, ich glaube es heißt „heirate dich selbst“. Da wird tatsächlich ein kleines Beispiel für ein Ehegelübde mit sich selbst beschrieben. Mehr aus Spaß habe ich das dann auch mit mir gemacht.
    Und siehe da, ich fing an, die Narzistenangriffe cool zu kontern, ihn stehen zu lassen und auszubremsen. Ich war selbst erstaunt über mich. Was passierte nach ein paar Wochen ?
    ER hat sich getrennt. Und ich blühe auf.
    Fazit: Die Selbstliebe ist der beste Schutz vor diesen Menschen.

    Nun hat ER sich getrennt und ich blühe wieder auf.

  7. Melanie sagt:

    Hallo!

    Zu meiner Situation; habe meinen Narzissten im August 2015 beim Ausgehen kennengelernt. Er gefiel mir. Äußerlich attraktiv, sehr zurückhaltend. Ich sprach ihn an. Wir haben lange miteinander gesprochen und er erzählte mir, er hat einen Fahrradladen und 3-jährige Zwillinge um die er sich kümmert, da die Mutter in der „Klapse“ war, aufgrund psychischer Probleme. Er sei seit einem Jahr von ihr getrennt. Da hätten bei mir schon die Alarmglocken läuten müssen. Zwei Tage später trafen wir uns das erste Mal. Er war sehr zurückhaltend und verklemmt, sodass ich kurzzeitig geglaubt habe, er sei schwul. Dieses Gefühl hat mich im Übrigen immer wieder eingeholt. Ich habe sofort seine Kinder kennengelernt. Ich selbst, Mutter einer damals 12-jährigen Tochter, mit dem großen Wunsch nach weiteren Kindern und Familie, fand diese Vorstellung mit ihm und den Kindern als Patchworkfamiliy sehr schön. Wir trafen uns dann auch öfter mit den Kindern zusammen. Er verstand sich eigentlich sehr gut mit meiner Tochter. Auch seine Kinder waren sehr offen mir gegenüber. Es gab allerdings immer wieder Konflikte zwischen ihm und seiner Ex. Sie, 5 Jahre älter als wir, Mutter von einer 14-jährigen Tochter und den Zwillingen, Lehrerin und eigentlich in meinen Augen alles andere als „krank“.. ich versuchte immer wieder auf ihn gut zuzureden, dass er ihr mit ihr klar kommen muss, eine Umgangsregelung mittels Familiengericht eine gute Möglichkeit wäre, weniger im Kontakt mit ihr zu sein. Alle Worte und Energie vergebens. Ein Hin und Her entstand. Er war mit den Kindern immer bei mir und meiner Tochter. Meine damalige Wohnung war für mich im Prinzip zu teuer. Da er und die Kinder immer da waren-außer er hatte mal keine Lust und war lieber beim Feiern (Drogen und Alkohol inklusive)- dadurch wurde ich auch öfter knallhart versetzt. Ich selbst war zum Zeitpunkt des Kennenlernens war ich selbst nicht sehr stabil. Ich bin zwar sehr stark und habe schon viel geschafft, bin aber schon viele Leidenswege gegangen und habe einige Dämonen in mir ( Vergewaltigung in der Pubertät, Essstörung, Hang zu Drogen, Borderlinezüge) … aber noch stark genug um ihn und seine kleine Familie zu „heilen“ … letzten Endes zog ich bei ihm im Februar 2016 mit meiner Tochter ein. Bis dahin ist eigentlich schon soviel schief gelaufen. Die Kinder durften auf einmal nicht mehr kommen. Wie ich dann von der Mutter erfahren durfte, weil der Kiga eine Meldung beim Jugendamt machte, er habe das Mädchen gewürgt. Hinzu kamen sein Konsum und sein aggressives Verhalten. Nichts desto trotz, ich gab mir die Schuld an allem. Es kamen die ersten körperlichen Übergriffe. Von einer Watschn, zur kopfnuss in der Öffentlichkeit.. etc. Er hatte wohl auch die Tochter seiner Exfreundin damals gewürgt. Er trichterte mir immer wieder ein, sowas kennt er nicht, dass alles ist aufgrund meiner Eifersucht und meines Misstrauens. Das macht ihn aggressiv. Es gab auch Situationen, in denen ich auf ihn losgegangen bin, aus Ohnmacht und Verzweiflung. Im April 2016 schlug er mich krankenhausreif. Ich wand mich damals hilfesuchend an seine Ex. Was im Nachhinein ein Fehler war. Auch sie legt mir vieles heute negativ aus und gibt mir Mitschuld daran, dass er sich nicht um seine Kinder kümmert. Ich blieb bis September 2016 in dieser Hölle. Er tyrannisierte meine Tochter täglich. Wertete uns ab und übte psychische Gewalt aus. Ich flüchtetet mich in Drogen und extremer Selbstverletzung. Er schaffte es, dass alle in unserem Umfeld mich für krank und gestört hielten. Was ich auch war!!! Aus Verzweiflung. Er stellte mich als unzurechnungsfähig dar. Sogar meine eigene Mutter glaubte mehr ihm. Im Juni ging er noch auf meinen Rat hin zum Familiengericht und klagte das Umgangsrecht ein. Er bekam Auflagen dass er Drogentests machen muss, zu MIM(Institution für gewalttätige Männer) gehen muss und es wird erstmal einen begleiteten Umgang geben. Er kümmert sich bis heute um nichts davon. Seine Ex warf mir vor, dass ich ihm dazu geraten habe. Derweil finde ich das vor allem für die Kinder das Beste. Und ich stehe zu meinem Ratschlag. Mittlerweile. Meine Tochter und ich sind dann in der Wohnung eines Bekannten unter gekommen. In einem Zimmer. Fast drei Monate. Dann bekamen wir mit viel Glück eine Wohnung von der Genossenschaft. Wir hatten allerdings weiterhin Kontakt. Er kämpfte. Aber es kam immer wieder zu Gewalt. Entwertung. Ich ging für 12 Wochen in eine Tagesklinik. Verlor meine Arbeit. In dieser Zeit wurde ich von ihm schwanger. So irre und verrückt es klingt; ich habe mir das sehnlichst gewünscht. Aber es war mein Herzenswunsch, aufgebaut auf einer Illusion. Und nichts was mit ihm zu tun hatte. So wie alles. Er verhielt sich wie das allerletzte Arschloch zu mir, dann spielte er wieder den fürsorglichen werdenden Vater. Es änderte sich nichts. Ich bekam Angst, und hab mit dem größten Schmerz und Leid in mir, entgegen meines Herzens, abgetrieben. Mir geht es noch immer nicht gut. Er lässt uns auch nicht in Ruhe. Seit 3 Wochen schaffe ich es aber ganz gut, die Distanz zu halten. Mit kleinen Ausnahmen. Wenn ich mich ihm entziehe, geht er über alle Grenzen, steht vor der Tür, ruft meine Mutter an. Er versucht mir immer noch einzureden, alles liegt an mir. Er ist ja ein treuer und liebevoller Partner. Ich hätte alles mit ihm haben können, das Kind.. etc. Es ist keine Schuld und meine Störung, dass ich seine Liebe nicht annehmen kann. Ach ja; der Fahrradladen gehört ihm nicht. Er ist ein einfacher Angestellter. Jedoch wirklich sehr erfolgreich und fleißig. Kann aber null mit Geld umgehen, ist verschuldet und kümmert sich um nichts verantwortlich, außer dass er wie ein Irrer arbeitet. Da bekommt er jede Menge Anerkennung. Da ist er in höheren Schichten, mit gut betuchten Familien, die in dem Laden ein und ausgehen. Er nimmt weiterhin Drogen und trinkt jede Menge. Seine Kinder sieht er noch immer nicht. Aber ich befürchte seine Ex lässt sich auch bald wieder blenden und verzichtet auf die Einhaltung der Auflagen. Nicht mehr mein Problem. Ich kämpfe genug mit der Trennung, dem Verlust des Kindes, den Schuldgefühlen meiner Tochter gegenüber, dem sozialen Abstieg, den Lästereien im Umfeld, meinen eigenen Dämonen. Aber es wird besser. Am Montag fange ich wieder an zu arbeiten, ich verletze mich nicht mehr, konsumiere nicht. Bin oft zuhause. Für mich. Die Mutter-Tochter Beziehung wird immer schöner. Das gibt mir Kraft!

    • Saskia sagt:

      Hallo Melanie,
      deine Geschichte macht mich traurig. Auch ich war mit einem Mann zusammen, der ausgeprägte narzisstische Züge hat. Zwar war meiner etwas harmloser, aber auch ich leide sehr unter der Trennung und weiss deshalb wie du dich fühlst. Auch deine Ohnmacht während der Beziehung kann ich nachfühlen, denn diese habe ich auch oft genug gefühlt. Bei mir waren es insgesamt vier Jahre in denen ich durch die Hölle ging. Ich habe mich vor kurzem zum zweiten Mal von ihm getrennt. Ich halte dieses Leben mit ihm nicht mehr aus.
      Bleib stark, lass dich von ihm nicht wieder einlullen. Ich denke du weisst, dass sich diese Menschen nie ändern werden. Nur wir können etwas ändern, nämlich unser Leben, jedoch nur ohne sie.
      Kämpfe. Für dich und deine Tochter. Es lohnt sich.
      Alles Liebe dir!

  8. Michael sagt:

    Vergesen ist das Eine, aber was, wenn man vergessen hat und der/die Narz wieder vor einem steht?

    Ich hoffe, dass mir das niemals passieren wird, aber nur aus Neugierde:

    Kam Euer/Eure Narz wieder an und wenn ja, nach welchem Zeitraum?
    Sprechen wir hier von Wochen, Monaten oder gar Jahren?

    • Sunny sagt:

      Bei mir hat er es immer wieder versucht.
      Nach kurzer und längerer Zeit.
      Hab ihn jetzt überall blockiert und die Handynummer gewechselt und bin umgezogen. Daher hab ich jetzt seit ca 1 Jahr meine Ruhe.
      Es ist sehr anstrengend den Kontaktabbruch beizubehalten, weil ich ihn ja eigentlich über alles liebe.
      Aber man muss konsequent sein sonst geht alles wieder von vorne los :/

    • Waltraud sagt:

      Hallo Michael,
      mit einer Rückkehr ist bei Narzissten immer zu rechnen. Meiner hat nach der Trennung immer mal wieder angerufen. Ich hab sofort aufgelegt. Dann nach Jahren fingen undurchsichtige Spielchen an. Ich wusste z. d. Zt.pkt.nichts von narz.PS. Und als ich leider nachhakte (größter Fehler)
      war ich bereits im Spiel. Ich hab mich total verheddert aufgrund seiner Lügen, Intrigen, seinen Manipulationen. Es begann die schlimmste Zeit meines Lebens, obwohl ich dachte, die hätte ich bereits erlebt.
      Ich kann Dir nur raten, lass Dich zu keiner Reaktion hinreissen, falls was kommt.

  9. Nina sagt:

    Hallo,war 8 Jahre mit so einen Menschen verheiratet und ja er hat mich sehr geblendet und ich bin auf ihn reingefallen und ich immer gesagt habe mit diesem Mann stimmt was ned .Heute wo ich das alles gelesen habe weiß ich jetzt was mit diesem Kerl los ist und ich bin schockiert darüber.. Ich bin jetzt geschieden von ihm und habe einen neuen Partner. Aber leider komme ich ned los von meinen ex mann ,den wir haben 4 kinder miteinander das schlimme ist die leben noch bei ihm das haben wir damals wo wir uns getrennt haben mit jugendamt so abgemacht weil er alles gemacht hat das ich gesagt habe dann sollen die kinder der beim ihm bleiben ..,solange wie ich alles gemacht habe wie er wollte ist es gegangen ich habe mich kaputt gemacht damit habe 12 Stunden gearbeitet und noch zu den Kindern gefahren .Aber seitdem ich jetzt einen neuen Partner habe einzieht er mir die kinder und ich immer wieder kämpfen muß das ich sie sehe war sogar vor Gericht um mein Umgang einzuklagen aber das war zu stressig für die kinder .Habe sie um drei von der schule geholt hatten dann nur zwei Stunden und dann habe ich sie wieder heim gefahren und es war immer wieder ein Kampf die wollten ned wieder zu ihm .. Ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll. Jetzt mach ich wieder so wie er es will.das ich wieder zu meinen kinder fahre.kann ..Aber das kann auch nicht der richtige Weg sein weil ich ständig Streit habe mit meinen jetzigen Partner weil er denkt ich habe noch was mit ihm was aber ned stimmt ..Mein ex mann hat keine Freunde und auch keine Familie weil mit ihm keiner was zu tun haben will ..Er hat nur die kinder und seine Mutter.. Was soll ich nur machen damit er für m7cj besser geht bitte hat jemand für mich einen Rat..

    • Sandra sagt:

      Hallo Nina

      Mir geht es ähnlich wie dir war 21 Jahre mit einem narz zusammen 10davon verheiratet hab aus der Ehe 2 kinder der große (14)lebt bei ihm die kleine (8) bei mir .
      Er hat den großen so manipuliert das er vor Gericht sogar gelogen hat
      Jetzt will er meine kleine auch noch zu sich hollen .
      Er macht mir das Leben zu Hölle .
      Ich kann bis heute nicht verstehen wie ich auf sowas reinfallen konnte . Immer diese Machtspiele , und solche wissen ganz genau wie sie dich kontrollieren und steuern .

      Ich könnte dir noch soviel schreiben ..
      das ist echt der Planke Horror , phychospiele ohne Ende .

  10. Thomas sagt:

    Wollte mal anfragen was ihr über meine These denkt: Meine Ex-Frau hatte vor mir mir eine Ehe mit schnellen Kindern sowie mit mir Selbiges mit einem Kind. Jetzt ist beim Nächsten und kann aufgrund einer Operation keine Kinder mehr bekommen und wohnt in getrennten Wohnungen ( sie wohnt bei der Herkunftsfamilie). Nun zur Frage: kann es sein das weibliche Narzissten mit Heirat und Kindern den Partner binden wollen, also das was wir aus Herzensgründen wollen für sie nur Mittel zum Zweck sind?

    • Arianna sagt:

      Natürlich. Ein narzisstisch Gestörter liebt niemals wirklich. Er besitzt den anderen, bzw. will ihn besitzen.

    • Clara sagt:

      So ist es anscheinend Thomas… aber nicht nur mit weiblichen Narzissten, die männlichen schwänger uns im legale Deckmantel der Eher und im volle Naivität und vetrautheit der partnerin…

      • Anja sagt:

        Mein männlicher Narzisst hat mir nach 3 Monaten offenbart, dass er nichts lieber hätte, als ein Kind von mir. Ich habe mich auch zuerst darauf eingelassen, weil ich gerne noch ein zweites Kind gehabt hätte und nach dem gigantischen Anfang mit ihm- natürlich an eine Seelenverwandtschaft geglaubt habe, die das Schicksal zusammengeführt hat. Dann sind aber auch schon in dieser frühen Periode der Beziehung einige Dinge passiert (zu der Zeit noch verbale Angriffe und Gemeinheiten) und ich habe insgesamt drei Mal die Pille danach genommen, weil ich immer Panik bekommen habe. Aber eigentlich geht es auf dieser Seite ja jetzt um Möglichkeiten den Narzissten zu vergessen- deshalb möchte ich auch gar nicht zu sehr, auf die beschissenen Dinge, die passiert sind eingehen- sondern nur kurz erzählen, wie ich (jetzt 4 Monate nach der Trennung)damit umgehe. Von tiefster Trauer, unendlicher Verzweiflung… schlimmster Wut, und unendlichen Selbstzweifeln, ist mir natürlich auch das gesamte Gefühls spektrum begegnet, nachdem mich die parasitäre Narzisse ganz plötzlich und ohne Vorwarnung verlassen hat. Bereits nach einer Woche bin ich angefangen alles aufzuschreiben, jedes Gefühl was mir begegnet ist festzuhalten.. zuerst waren das oft Situationen, die mir eingefallen sind und die mir schon viel eher die Augen hätten öffnen müssen. Heute habe ich mir mein Tagebuch noch mal durchgelesen und ich bin stolz auf die Entwicklung- die ich seitdem gemacht habe… während es am Anfang nur um ihn ging- geht es seit ca einem Monat auch ganz viel um mich, um die Zukunft, um Wege mein Selbstwertgefühl zu stärken.. um Ziele und Träume. Solche Dinge kannte ich ja schon lange nicht mehr, denn in unserer zweieinhalbjährigen Beziehung, ging es ja immer noch um ihn, seine Träume, seine Wünsche, seine Hobbys.Zu dem schreiben bin ich angefangen-täglich schwimmen zu gehen.. mit dem Effekt, dass sich meinen Kummerspeck langsam und stetig abbaut ( wiederum ein positiver Effekt für den Selbstwert)- aber auch meine Laune, durch die Bewegung an der frischen Luft erheblich gesteigert wird. Dann habe ich mir einen Haufen gute Bücher bestellt… die sich alle mehr oder Wenigerer mit Methoden befassen, die eigene Seele zu heilen und eine neue Perspektive zu finden. Vor ca. 6 Wochen bin ich angefangen meine teilweise sehr chaotische Wohnung aufzuräumen (in der letzten Zeit mit ihm ist viel auf der Strecke geblieben, er hat mir viel Energie geraubt) und ein paar schöne neue Möbel zu kaufen… und dann habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder meine Freunde eingeladen und für sie gekocht. Außerdem habe ich alte Freundschaften reaktiviert, bin viel ausgegangen und habe auch viel mit Freundinnen und der Familie über meine Ex Beziehung geredet. Ich bin noch lange nicht durch mit der Sache, habe zwischendurch immer wieder schreckliche Selbstzweifel und Zukunftsängste… aber es gibt auch die guten Tage, an denen ich mittlerweile immer weniger an ihn denke und mich teilweise wirklich freue über die Dinge, die ich geplant habe. Ach ja, und eine neue Haarfarbe habe ich mir auch zugelegt, eine Veränderung musste her. In meinem Tagebuch habe ich auch schon mal geschrieben, dass ich ihn verzeihe, weil ich weiß, dass er nichts dafür kann und krank ist… so richtig fühlen tue ich das noch nicht, aber ich weiß, dass Vergebung letztendlich der einzige Weg ist, um total loslassen zu können. Aber mir ist auch klar, dass das alles so schnell nicht geht… auch wenn ich oft ungeduldig bin. Eine gute Freundin hat letztens zu mir gesagt, deine Wut, die musst du dir jetzt mal selbst vergeben… die ist ja ein ganz natürliches Gefühl, nach dem- was alles passiert ist. Heute ist der Tag, an dem ich zum ersten mal zurück geschaut habe und eigentlich ganz stolz darauf bin, wie bewusst ich diesmal, trotz allem was geschehen ist, mit dieser Trennung umgehe und versuche an mir zu arbeiten. Da ich wie gesagt auch nicht gerade Meister des Selbstwertes bin, ist das auch mal ein schönes Gefühl.

    • Sabine sagt:

      Thomas, ich verfolge Deine Beiträge schon eine ganze Weile.
      Du bist noch viel zuviel in dem Thema gefangen und durch Deine Fragen sehe ich auch keine Besserung.
      Ich meine das nicht böse, aber such dir Hilfe, damit Du aus dem Loch schnellstens rauskommst. Du bist zu lange und zu tief darin gefangen

      • Thomas sagt:

        Sag das mal meiner Narzisstin mit dem“ Loslassen“: 3 Jahre Anwaltsbriefe, Verleumdungen und Gerichtsprozesse in denen die gemeinsame Tochter gegen mich instrumentalisiert wird. Wie kann man da ein neues „Leben“ beginnen?

    • Brigitte sagt:

      Ich gehöre zu den Frauen, die eigentlich keine Kinder haben wollte.

      Ich habe mich von meinem Ex Narzissten jedoch überzeugen lassen.

      Nun stehe ich da mit einem Kind für das ich die Verantwortung trage. Er ist weg. Die Arbeit und die Verantwortung, die ein Kind mit sich bringt, war im bei seiner Selbstverwirklichung im Wege.

      Mich überrannte das alles, habe ich doch an das Große, das er versprochen hat, geglaubt.

      Denn natürlich waren wir schnell verlobt.

  11. Danniela sagt:

    Ich hätte eine Frage,: gibt es Anwälte die mit sowas Erfahrung bzw. spezialiert sind. bin in Österreich, Ich bin noch immer in so einer Beziehung und alleine. Meine Therapeutin kann mir nur emotional helfen hat sie gesagt. Auch bei der Beratungsstelle konnten sie mir nicht helfen. ??

    • Arianna sagt:

      Hallo Daniela,
      ich war (in München) bei einer Anwältin für Familienrecht, die auch Psychologie studiert hatte. Bei solchen Anwälten hat man wahrscheinlich noch die besten Chancen, auf Verständnis zu stoßen und entsprechende Hilfe zu bekommen.

    • Friedel sagt:

      Gibt es. In Deutschland. Österreich musst Du Dich durchfragen.

  12. Nicky sagt:

    Das ist alles ganz gut und schön! Was ich schmerzlich vermisse, sind Probleme mit Narzissten auf der Kumpelschiene, bzw. in platonischen Beziehungen. Ich bin ausschließlich in platonischen Beziehungen mit Narzissten geraten, was auch sehr schmerzhaft und schädlich für mich war. Es gibt auch viele andere Menschen die, wie ich auch ausschließlich oder vorwiegend in platonischen Beziehungen mit und unter Narzissten gelitten haben. Ich habe für meine Leidensgenossen und mich das Anliegen, dass mehr auf Probleme (falsche Freundschaften), in platonischen Beziehungen mit Narzissten eingegangen wird. Auch wir brauchen Hilfe, dass wir besser vermeiden können, nochmals in die narzisstische Kumpel-Falle zu geraten, um besser damit umgehen zu können. Meine Bitte also: Bitte mehr auf platonische Beziehungen eingehen! Danke im Voraus.

  13. Moorkönigin sagt:

    Wie lange dauert es, nach der Trennung, bis wir nun geläuterten Ko- Narzissten wieder heil sind?

    • .. es hängt von mehreren Faktoren ab: Das Ausmaß des erlittenen Leids, der weitere Kontakt und Umgang mit dem Narzissten, die Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit sowie der eigenen Konstitution.

  14. Senta sagt:

    Ich kann nur bestätigen, das es ungleich schwieriger ist, einen narzisstischen Expartner aus dem Kopf zu bekommen – seit unserer Trennung sind fast 2 Jahre vergangen und ich habe immer noch sehr dunkle Tage. Wir waren 8 Jahre zusammen. Für mich war das Schlimmste die Erkenntnis, das alles eine Illusion war! Das in den Kopf zu bekommen uns sich damit abzufinden, das die Realität vollkommen anders aussieht ist mir unendlich schwer gefallen. Im Nachgang sage ich mir – es hätte mich nicht überraschen dürfen, sein Lebenslauf spricht schließlich Bände. Im Grunde gab es genügend Warnsignale, aber ich dachte wir hätten etwas Besonderes(das habe ich sicher mit meinen zahlreichen Vorgängerinnen gemeinsam). Und dann – einfach alles aus – ohne jede Erklärung – und während mir mein Leben um die Ohren geflogen ist, hatte er längst ein Neues begonnen. Ich habe hier oft von agressivem Verhalten gelesen – das kann ich in meinem Fall nicht sagen. Es gab keine offene Agression – stattdessen eine sehr subtile, dauerhafte Demontage meiner Person die ich zugelassen habe!). Er hat mir im Laufe der Zeit in jeder Hinsicht immer mehr abverlangt, mich emotional und finanziell massiv ausgenutzt – das ist mir erst nach der Trennung wirklich bewusst geworden. Stück für Stück ist immer mehr von meinem Selbstwert verschwunden. Immer mehr Geben meinerseits und immer mehr Nehmen seinerseits (auch das habe ich zugelassen!). Und natürlich die permanente Verdrehung von Tasachen, so das jeder Versuch eines Gespräch’s darin endete, das ich nur noch mehr an mir gezweifelt habe. Fakten haben überhaupt keine Rolle gespielt – nur Lügen, immer und immer wieder. Am Ende war ich ausgelaugt, leer und vollkommen kraftlos. Ich musste mir eingestehen das ich nichts anderes war als eines seiner zahlreichen Lebensprojekte – einfach nur eine von Vielen, die beliebig austauschbar ist – genau wie alle Anderen vor mir, einschließlich Freunde und Familie – er macht da keine Unterschiede. Es ist immer das gleiche Muster – er hinterlässt tonnenweise verbrannte Erde (was er natürlich vehement abstreitet), taucht einfach ab – mitunter für Jahre – und wenn er aus seiner Versenkung zurückkehrt, haben sich die Gemüter beruhigt. Keiner denkt mehr an die seelischen Verletzungen, an die Schulden die er überall gemacht hat, an das unmöglich Verhalten – alles vergessen und weiter geht’s in die nächste Runde! Bisher ist er damit immer durchgekommen. Mein Verstand sagt mir schon seit Monaten, das ich froh sein kann über die Trennung. Aber es gibt eben auch diese Tage an denen es mich einfach umhaut – nicht weil ich ihn zurück will. Es ist eher die Fassungslosigkeit, die gefühlte Hilflosigkeit…und auch immer wieder die Wut, die sich dann wiederum mit Verständnis und Mitgefühl für ihn abwechselt.
    Was mir bisher geholfen hat:
    – meine Analysen über mich, ihn und uns. Es war hart für mich, mir selbst zu begegnen – der Seite die ich so gern ignoriere. Heute weiß ich, das es gut so war. Ich bin längst nicht fertig mit mir, aber ich kenne mich jetzt besser und das ist eine echte Chance auf ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben!
    – mein stabiles soziales Umfeld aus Freunden und Familie
    – Meinen Alltag zu planen – besonders an den Wochenenden!(das klappt auch heute noch nicht immer, aber ich arbeite daran)
    – Yoga – mache ich jetzt seit fast zwei Jahren regelmäßig
    – regelmäßige Ausflüge in die Natur, frische Luft tanken
    – Dinge die mir gut tun und mir Freude machen (Kino, Konzerte, Freunde treffen, lesen)
    – neue Aufgaben – am Besten etwas Produktives wo man im Anschluss ein Ergebnis sieht (Gartenarbeit, Möbel restaurieren)

    Und auch wenn das vielleicht Viele anders sehen – ich werde versuchen nicht zu vergessen, das auch mein Expartner ein Mensch ist. Es ist kein gutes Leben, wenn man innerlich so leer ist und er ist ja nicht als Narzisst auf die Welt gekommen. Ich persönlich glaube, das ich meinen Seelenfrieden nur bekomme, wenn ich es schaffe zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann. Meine Einstellung und mein Leben kann ich bestimmen, alles andere nicht.

    Alles Gute für Euch!

    • Arianna sagt:

      „Für mich war das Schlimmste die Erkenntnis, das alles eine Illusion war! Das in den Kopf zu bekommen uns sich damit abzufinden, das die Realität vollkommen anders aussieht ist mir unendlich schwer gefallen.“
      Kann ich nur unterschreiben. Ich war mit der Überzeugung aufgewachsen, die bester Mutter der Welt zu haben – der erste Zusammenprall mit der Realität erfolgte wenige Monate nach unserem Auszug von ihrem ach so bösen Exmann. Da ich noch ein Kind war und sie brauchte, keine andere Bezugsperson hatte und sie mich mit allen Mitteln einwickelte, blieb ich sehr lange in dieser Illusion, auch wenn immer wieder Dinge geschahen, die mich wach rüttelten.
      Der letzte Tropfen fiel, als ich Mitte 30 war. Es hat Jahre gedauert und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung durch meinen heutigen Mann! Aber ich habe die Realität akzeptiert und den schönen Traum aufgegeben. Traurig bin ich vor allem um die Jahre und die Energie, die ich in unsere Beziehung investiert hatte.
      Und sie träumt einfach weiter: wie ich auf Umwegen erfahren habe, lebe ich ganz in ihrer Nähe… wir zwei verstehen uns super… und ich habe ihr drei Enkelkindchen geschenkt… 🙂 Wenn das die hochgepriesene Mutterliebe sein soll, dann danke und verzichte ich.

    • Thomas sagt:

      Ich bin vor 3 Jahren durch Warmwechsel von meiner Ex-Frau, für die es die zweite Ehe mit gesamt 3 Kindern (eine Tochter mit mir) trotz vieler Bemühungen u.a. in Form einer von mir in die Wege geleitete Eheberatung, ausgetauscht worden. Ich bin 54 Jahre alt und wohne in einer Gegend wo wenig los ist. Eine neue Partnerin zu finden ist schwer, weil ich auch aufgrund des Erlebten kein Vertrauen neben mangels Möglichkeiten mehr habe. In den Beiträgen lese ich immer das die Partner von Narzissten aufgrund der Fähigkeiten der Empathie und Fühlens menschlicher sind, doch was hat man davon? Während man selbst dauerhaft auf links gedreht und allein ist war die Ex- Gemahlin in ihrem ganzen Leben noch kein Tag Single. Mein Resümee: Narzissten haben vom Leben alles wad sie sich wünschen und sind glücklich. Sie tauschen Partner und Lebensumstände wie abgefahrene Reifen aus und fühlen sich toll dabei.

      • Corry sagt:

        @ Thomas und alle anderen Leser

        Sitze hier auf dem Sofa ,fast 1,5 Jahre nach der Trennung von dem Mann mit dem ich eine Affäre hatte.
        Leidenschat pur, ich war in diesen Mann unendlich und ernsthaft verliebt.
        Verstehe dich durchaus,denn das waren just auch meine wiederholten
        Gedankengänge.Zumindest ähnliche habe ich auch immer wieder.
        Wut verspüre ich (leider ) nicht wirklich ,schwanke zwishcen Nichtgegreifen udn Sehnsucht nach der Anfangszeit.
        Wut und wieder mehr Selbstbewusstsein würden mir eine gedanklichen Loslösen evtl.sicher erheblich leichter machen.?!
        Ja, mein Narzisst ist attraktiv, klug,und belesen, sexy geradezu, sehr erfolgreich und hat Geld dadurch,Hat vile Begabungen udn TAlenten mitbekommen, u.a ne Band in der er mitspielt.ich habe mich immer gefragt, wie geht das ? Merken die nichts ? Er ist auch körperlich gesund.
        Mit Sicherheit hat er eine ausgeprägte NPS.Kommt aber im Leben bestens zurecht. Tauscht Menschen aus, wenn sie ihm „langweilig “ werden oder „Druck machen “ oder oder ..
        Er sei “ Nicht nine to five „, so einer seiner Phrasen,die mich fazinierten.
        Thomas, gerecht ist das Leben nicht.
        Ich persönlich wäre froh, wenn ich innerlich frei wäre von dieser immer noch vorhandenen Sehnsucht nach ihm , meiner ! Idealisierung seiner Person.(ovbwohl ich
        Es ist eine Kruz, er tat mir weh ,bot alles auf auf es sio an Verhalten gibt (keine lkkörperliche Gwwalt oder finaz. Benutzen jedoch ,davor ist er viel zu
        „giut :“er sei ein Guter Mensch, so eine seiner Betitelungen.
        Unfassbar.
        Und trotzdem bin ich immer noch Abhänig gedanklich ,oder anhänglich.
        Lebe seither zurückgezogen, ohne viel Kraft, habe zugenommen, habe kein Interesse an
        Menschen mehr, leben gerne so ruhig seither, bin ewig müde und kann diese ganze Zeit mit ihm die auch wundervoll udn schrecklich zugleich war,noch nicht wegstecken.
        ( Auch an äußerer Schönheit so finde ich habe ich eingebüßt).
        Er jedoch strahlt sicher weiter wie ein Fixstern am Firmament.
        Wir müssen akzeptieren, was wir (!) mit uns haben “ machen“ lassen, dass wir nicht geliebt wurden und loslassen.
        Ob mir die 5 Tipps hlefen? Ich wünsche es dir.
        Besten Gruß
        Corry

        • Silv sagt:

          Hallo Corry,
          Das klingt depressiv- pass auf dich auf.

        • Bea sagt:

          Liebe Corry
          Seit einigen Monaten lese ich immer wieder in diesem Blog und bin dir dabei wiederholt „begegnet“. Und immer wieder hatte ich das Bedürfnis, dir etwas zu schreiben, tat dies dann jedoch nicht, weil das Datum deines jeweiligen Beitrags schon zu lange zurücklag und ich dachte, respektive hoffte, dass es dir mittlerweile wieder gut geht. Jetzt schreibe ich dir, weil dein jüngster Beitrag erst ein Tag alt ist, es dir also immer noch schlecht geht. Schrecklich, was du durchlebst. Ich kann dein Erleben ein grosses Stück weit nachfühlen, weil ich vor mehr als 8 Jahren selber in eine Affäre mit einem um einige Jahre jüngeren Vollblutnarzissten (was ich damals nicht wusste) gestolpert bin und sie erstmals vor 15 Monaten und zum zweiten Mal vor einem Monat beendet habe. Ich wäre bereit gewesen, mit diesem Mann durchzustarten – heute bin ich froh, dass es nicht soweit kam. In diesen 8 Jahren ist seine erste Frau an Krebs gestorben, seine nachmalige Lebenspartnerin hat er aus seinem Leben geschmissen und letztes Jahr hat er geheiratet… Mich hat er immer sehr auf Distanz gehalten – keine Zeit, Krankheit, etc. – bei jedem der raren Treffen hingehalten mit der Äusserung „unsere Zeit kommt noch“. Trotz mieser Behandlung und zweimaliger Trennung kreisen meine Gedanken aber immer und immer wieder um diesen Mann. Ich vermute, dass dies vor allem in der Tatsache gründet, dass ich nur sehr wenig Zeit mit ihm verbrachte, dafür umso mehr Zeit fürs Idealisieren hatte. Diese Schädlinge im wahrsten Sinne des Wortes gravieren Rillen in unsere Gehirne wie sie bei alten Schallplatten zu sehen sind und die Musik, die eingraviert ist, fängt immer und immer wieder selbstgesteuert an zu spielen. Ich bin daran, die Rillen aufzuspüren und mit neuem Inhalt zu füllen. Sobald ich feststelle, dass ich mich wieder im „Endlosschlaufen-Modus“ befinde, stelle ich mich gerade aufgerichtet vor den Spiegel und schaue mir in die Augen. Dann sage ich laut und deutlich zu mir, dass dieser Mensch es nicht verdient hat, dass er immer noch meine Gedanken besetzt und dass ich mir jetzt etwas ganz besonders Gutes tun werde. Wenn ich mich dann etwas zuwende, das mir wirklich Freude macht und mich ablenkt, freue ich mich, dass ich wieder ein Stück Hoheit über meine Gedankenwelt zurückgewonnen habe. Auch wenn das einzelne Stück jeweils ganz klein ist, baue ich darauf, dass die Summe der kleinen Stücke irgendwann ein brauchbares grosses Stück ergeben und der Besetzer aus Hirn und Herz verbannt sein wird.
          Liebe Corry, ich hoffe fest, dass du am Wochenende irgendetwas Schönes erleben durftest, dass dir etwas gelungen ist, worüber du dich freuen kannst und dass du heute etwas besser gehst als am Freitag. Ich schreibe diese komische Formulierung bewusst, weil mir die Wort-für-Wort-Übersetzung des französischen ‚je vais bien‘ sehr gut gefällt, weil sie ein aktives Verhalten impliziert. Unser ‚es geht mir gut‘ tönt sehr passiv und abhängig (wenn das ‚es‘ nicht mehr so funktioniert, wie es sollte, geht es mir schlecht…). Im Endeffekt müssen wir ganz für uns allein entscheiden, ob wir uns weiterhin wertvolle Lebenszeit blockieren lassen oder ob wir Schritt für Schritt in ein deblockiertes Leben starten wollen.
          Von Herzen wünsche ich dir alles Gute, Bea

          • Corry sagt:

            @ Bea

            Danke,für deine guten Worte an mich .I
            ch werde sie beherzigen Bea !
            Sicherlich ist es ganz richtig, das 2Idealisieren“ im freien raum sozusagen.
            Einfach, da wir miteinnader wenig Realität teilten, blieb /bleibt umso mehr Raum dafür.
            er hielt mich nachdem er von mir nicht genug haben konnte, mich stänsdig anrief etc.,wollte dass ich an ihn denke und das mit auch als „Auftrag “ charmant mitgab, dann in der realität bald nach dem Kennenlernen auch geschickt auf Abstand und wollte nie etwas “ Offizielles „,das sagte er aber erst später, sehr brutal dann auch am Telefon.
            Ach es war alles schrecklich eigentlich.
            Unfassbar herzlos eigentlich.

            Danke für diesen gute Erklärungsmodell!

            Bin übrigens sonst garnicht so eine Weinerliche.
            Arbeite, habe Familie, bin
            im Beruf erfolgreich und war eine ziemlich taffe,nach Außen eh immer starke und attraktive Frau.
            Kommt alles wieder, ich muss da halt durch.
            Alles Gute für dich .

          • Corry sagt:

            @ Bea
            Du meine Güte, was für fehler sich da mit handy einschleichen.Hier meine Antwort an dich noch einmal in „ordentlich „.
            ich nmmöchte dir noch danken für deine guten Gedanken, die mir weiterhelfen bea.ich habe deine Antwort an mich (an uns alle letztendlich ) auf ein Papier kopiert.
            es sit so ein weldne ,dass ich diesen mann ncith ankhaklen kann, hoffe dass mri das mal gelingt.
            —————
            Danke,für deine guten Worte an mich.
            Ich werde sie beherzigen Bea !
            Sicherlich ist es ganz richtig, das „Idealisieren“ in den freien Raum sozusagen.
            Einfach, da wir miteinander wenig Realität teilten, blieb /bleibt umso mehr Raum dafür.

            Er hielt mich,( nachdem er von mir nicht genug haben konnte, ständig anrief etc.und wolltel dass ich an ihn denke und das auch als „Auftrag “ charmant an mich gab) dann in der Realität bald nach dem Kennenlernen geschickt auf Abstand. Wollte nie etwas “ Offizielles“. Das sagte er aber erst später, sehr brutal dann auch am Telefon.
            Ach es war alles schrecklich eigentlich.
            Unfassbar herzlos eigentlich.

            Danke für dein gutes Erklärungsmodell!

            Bin übrigens sonst gar nicht so eine Weinerliche.
            Arbeite, habe Familie, bin im Beruf erfolgreich und war eine ziemlich taffe,nach Außen eh‘ immer starke und attraktive Frau.
            Kommt alles wieder, ich muss da halt durch.
            Alles Gute für dich.

      • Silv sagt:

        Hallo Thomas,
        Sind Narzissten glücklich?
        Die Fachliteratur beschreibt Anderes…

      • Maria Magdalena sagt:

        Narzissten sind letztlich die Looser ! Auch wenn es nach aussen hin scheint .sie wären glücklich – innerlich sind sie es nicht .Sie können nämlich nicht lieben und am Ende wird es für sie ein ganz schreckliches Ende nehmen ,es sei denn , sie sind bereit, die gütigen Hilfe von oben anzunehmen.das bedeutet sich selbst zu erkennen. Ihren Mangel an Einfühlungsvermögen ihre Unfähigkeit zu Reue .Möge Gott ihnen die Augen öffnen ist mein Gebet.Und Thomas das Wichtigste : Du bist nicht allein ,denn es gibt einen Gott im Himmel ,für den bist du unendlich wertvoll.So wertvoll und wichtig dass Jesus für dich Sein kostbares Blut gegeben hat damit du all dein Leid,deine Sorgen
        und deine Schuldenlast im Gebet zu Ihm bringen kannst.Er ist für dich da und will dich frei und fröhlich machen. Du darfst Ihn vertrauen. Bitte glaube mir. Ich weiß es aus Erfahrung !Ich kann mit dir mitfühlen, habe ich doch auch durch eine ganz ganz schlimme narzisstische Trennungsphase hindurchzugehen Nur Er kann uns wirklich FREI machen ! alles Gute Thomas .ich bete für dich , Maria

    • Hilde sagt:

      Liebe Senta,
      genau so wie Du hier schreibst war es bei mir auch.
      Ich kann jeden Deiner Sätze unterschreiben.
      Ich habe es geschafft, mit lieben Freunden und meiner Familie. Spaziergänge in der Natur, Gartenarbeit, in der Sonne sitzen und Freunde treffen.
      Das alles hilft.
      Nach 14 Jahren und seit August letzen Jahres getrennt, habe ich es geschafft ihn aus dem Kopf zu kriegen und darüber froh zu sein, dass ich mein altes Ich wieder gefunden habe.
      Alles Liebe
      Hilde

  15. Arianna sagt:

    Eines würde ich noch hinzufügen: alles in Frage stellen, was man von ihnen gelernt hat bzw. sich wegen ihnen angewöhnt hat.
    Auch alles, was man von Menschen mitbekommt, die den narzisstisch Gestörten unterstützen und an ihn glauben. Wenn möglich, sich mit „Feinden“ oder ehemaligen Freunden / Bekannten / Verwandten, zu denen er keinen Kontakt mehr hat, unterhalten und deren Perspektive kennen lernen. Da fallen einem manchmal riesige Schuppen von den Augen…

  16. Moorkönigin sagt:

    Jetzt lebe ich 2 Jahre getrennt von ihm. Wir waren 22 Jahre ein Paar.
    Der Terror und Stress im Haus ist vorüber. Er klebt am mir. Verspricht mir alles. Habe aufgehört zu trinken, keine anderen Frauen mehr, keine Lügen mehr….
    Ich zähle uns zur Mittelschicht, er alkoholkranker Arzt. Ich habe mit 4 Kindern einen Betrieb aufgebaut, immer das Familieneinkommen bestritten. Obgleich er das dreifache von mir verdient, hat er mich finanziell ausgenutzt. Zuletzt mit richtig großen Beträgen. Übergriffig, ohne Schamgefühl.
    Das Leben seiner letzten Affäre, einer jungen Frau, hat er zerstört. Hat sie sexuell und finanziell benutzt.
    Die im Artikel genannten Mittel sind klasse!
    Hier meine Erfahrungen:

    Mir hat eine bissige, knallharte Therapeutin geholfen. Sie, sowie mehrere Auto- Unfälle haben mich wachgerüttelt.
    Die Therapeutin machte mir meine Abhängigkeit klar. Die Sehnsucht, die ich habe, wird er nie stillen können. Das, was ich mir so sehr wünsche, war NIE Realität. Deshalb brauche ich es nicht vermissen mit ihm. Das ist echt eine harte Erkenntnis.
    Es war immer nur Illusion.

    Das Reden in der Therapie über unaussprechliche Ereignisse hat mich befreit und ein bisschen erlöst. Irgendwann waren die Gefühle auszusprechen, für die ich mich so sehr geschämt habe. Gefühle und Ereignisse, über die ich mich fremdgeschämt habe.

    Das Aufschreiben der unfassbaren Ereignisse, der aufgeflogenen Lügengeschichten, der Ungeheuerlichkeiten, hat geholfen. Und hilft noch jetzt, besonders das Nachlesen der Geschichten, wenn ich Zweifel bekomme.

    Die Therapeutin meinte, eine vulgäre Sprache helfe, die Sachen zu benennen und Abscheu zu äußern. Bei ihm geht es um Saufen und Sex. Das versteht das Gehirn directement.

    Die Wahrnehmung der Wesensveränderung meiner Kinder hilft mir, ihn von ihnen fernzuhalten. Ihn nicht ins Haus zu lassen – es gelingt mir nicht immer. Sie selbst wollen ihn nicht kontakten.

    Und die schonungslose Reflektion meiner eigenen Gefühle, hilft loszukommen. Er sagt, es sei Liebe. Ich empfinde Mitleid mit ihm. Treffe mich aus Mitleid mit ihm, lasse mich aus Mitleid küssen. Ich friere, wenn er in meiner Nähe ist, werde starr. Empfinde Ekel beim Sex. Seine Verwahrlosung stößt mich ab. Ich habe meine Lebensfreude verloren. Die Therapeuten verstehen nicht, wie es ihm gelingt, mich immer wieder anzufüttern. Ich erkenne immer mehr das Muster, wie emotionaler Missbrauch funktioniert. Darüber zu lesen, hat geholfen.

    Den Selbstwert aufzupolieren, hat geholfen.

    Diese Seite hier hilft, weil sie mich immer wieder erinnert.

    Die Lügen, die er mir ins Gesicht geschworen hat, helfen. Ich hatte mich auf einem Portal angemeldet, ihn kontaktet und er ist nach bekannter Manier sofort Richtung Sex durchgestartet. Ich bin gar nicht auf so eine Idee gekommen und hatte blauäugig erwartet, er würde tapfer der Versuchung widerstehen, weil er mich doch will…. wie er immer sagt.

    Und der Satz der Therapeutin hilft:
    Narzissten sind Zerstörer.

    Ich hoffe, vollständig von ihm loszukommen. Das ist mein Jahresziel. Rückschritte gibt es immer, das gestehe ich mir ein. Meine Ich- schwäche weicht. Ich werde wohlwollender zu mir selbst.

    Euch allen, alles Gute beim wieder glücklich und zufrieden werden!!
    Glück auf!

  17. Simone sagt:

    Hallo ihr Lieben,

    die Strategien um einen Narzissten zu vergessen finde ich sehr sehr gut. Natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich auszuführen. Denn leider gibt es kein Allheilmittel für alle beieinander. Der Trauertag ist eine schöne Möglichkeit Gefühle zuzulassen, denn das machen wir leider viel zu wenig. Genauso die Wut, die gerne zurück gehalten wird. Denn es ist unser Leid und unsere verzweifelte Seele, die unendlich schmerzhaft verletzt wurde, die sich hinter der Wut verbirgt und auf jeden Fall raus möchte. Unser Schmerz will gesehen werden und hat das absolute Recht dazu.
    Aber es gibt einige Möglichkeiten den Schmerz zu verarbeiten. Sucht euch einen Psychologen der mit EMDR (Anerkanntes Therapeutisches Verfahren) arbeitet. Es ist eine unglaublich effektive Traumabewältigungs-Therapie. Und ein Trauma sind diese Erlebnisse! Gepaart mit Ressourcen-Arbeit, denn ihr müsst eure ganz eigene Kraft, Selbstliebe, Stärke usw. (wieder)finden.
    Natürlich kann das Erlebte nicht gelöscht werden, aber das Gefühl dazu wird neutral. Man kann es sich anschauen ohne den Boden unter den Füssen und sich selber zu verlieren. Sein Leben wieder finden und Freude am Leben zu finden.
    U.a. spreche ich auch, leider oder zum Glück, aus Erfahrung. Zum Glück, weil es mir auch ganz viel über mich gezeigt hat und ich damit für mich, vieles sehen und aufarbeiten kann. Ich nutze dieses als Chance und bin sehr dankbar für diese unendlich vielen Erkenntnisse. Ohne Sie wäre ich wahrscheinlich noch nicht da wo ich jetzt stehen.
    Ich möchte sogar einen Schritt weiter gehen. Wenn der Mensch einen nicht „loslässt“, real oder nur in Gedanken, was steckt dahinter? Was will noch gesehen werden, damit es endlich gehen darf? Oder sind noch zu viele Energien gebunden, die wir einfach nicht loslassen können? Wird uns gezeigt wie wir mit uns selber umgehen? Können wir nicht verzeihen? Verzeihen bindet auch ganz viele Energien. Liebe wir uns selbst? Usw. ….
    Es gibt, so individuell wie wir Menschen sind, so viele individuelle Lösungsansätze.

    Ach ja und die Wut kann auch durch eine gezielte EMDR-Arbeit gefühlt, zugelassen und dann verarbeitet werden.

    Liebe Grüße

    Simone

  18. Mia sagt:

    Mir haben zu Anfang geführte Meditationen gut geholfen. Von „Werner Eberwein“ Er bietet Themen an wie: Angst in Gelassen wandeln, Dem Fluss des Lebens folgen – was loslassen zum Thema beinhaltet.
    Wenn die Not gross ist/war – stelle ich mich unter die Dusche und atme bewusst ab. Dort stören Tränen nicht. Durch das ganze Ritual des Duschens und Abtrocknens sowie Körper cremen durchläuft man dann Schmerz/Kummer/Not oder sonstiges abfließen zu lassen, den Körperkontakt bewusst wieder zu spüren durch das Handtuch und eine gewisse liebevolle Kontaktaufnahme zu mir selbst durch das cremen meiner Haut. …….

  19. Katinka sagt:

    Wenn es aus ist, ist das Gefühl des Entzugs resp. der Sehnsucht besonders groß. Es flackert immer und immer wieder auf, wie eine Sucht, eine Abhängigkeit, die gestillt werden will, die gezwungen das Pendant sucht. Bereits in der aktiven Verbindung wurde dieses Gefühl eingepflanzt, ganz erfüllt war ich/man bis auf die Anfangszeit nie, alles wirkte, wie als liefe das Gemeinte an einem vorbei, aber nie direkt auf einen zu, bzw. ins Herz hinein. Es bedarf viel Selbstannahme, Zulassen von Emotionen, und immer wieder diszipliniert energetisch trennende Gedanken und Verhaltensweisen. Ich habe mir selbst gesagt, dass es eine Zeit vor demjenigen gegeben hat und es wird eine Zeit nach demjenigen geben, in der es mir gut geht. Dann gilt es auszuhalten und zu akzeptieren, sich selbst reflektieren und beobachten. Es bedarf Zeit, bis es besser wird, freier wird, selbstverständlicher wird. Ich habe in dieser Phase tief zu mir gefunden, viel meditiert und versucht, es mir gut ergehen zu lassen. Ich habe in der Zeit viel zum Thema Narzissmus gelesen, um die Verhaltensweisen besser zu verstehen, anzunehmen und zu akzeptieren. Diese Akzeptanz, dass jemand eben anders ist und nicht passt, trotzdem mein eigenes Gefühl zu der Person etwas anderes sagte, hat mich den erforderlichen, stillen Abstand finden lassen. Heute lasse ich meine Emotionen bewusst nicht mehr von außen bzw. anderen Menschen steuern und begreife recht schnell, wenn es wieder versucht wird, z. B. durch emotionale Erpressung. Ich wende mich dann ab und mir zu.

  20. Survival sagt:

    Psychischen Mißbrauch kann man nicht vergessen. Er ist tief in die Seele eingebrannt. Nach 6 Jahren Trennung sind die Erinnerungen nicht mehr ganz so tief schmerzhaft, aber immer noch schmerzhaft genug um nicht vergessen zu können. Da genügt ein Ort, an dem ich mit Ihm war; ein Lied; irgendeine andere Banalität oft, um den Schmerz zurückzubringen. Dann kommen die Schuldgefühle, weshalb ich sein wahres Wesen nicht früher durchschaut habe, weshalb ich mich so viele Jahre geglaubt habe, es würde irgendwann mal besser. Eines kann ich allen narzisstischen Opfern raten: nehmt die Beine in die Hand, wenn er sich Euch nähert, laßt Euch von seiner scheinheiligen Fassade nicht wieder blenden. Denn Blender sind sie alle.

    • Marc sagt:

      „nehmt die Beine in die Hand, wenn er sich Euch nähert, laßt Euch von seiner scheinheiligen Fassade nicht wieder blenden. Denn Blender sind sie alle.“

      GANZ WICHTIG!
      Keine Chance mehr geben, dass sie einen wieder einlullen können.

      • Silv sagt:

        Genau. Hab ich auch erlebt. Schmeicheln und anbaggern nachdem ich endlich Schluß gemacht habe, um mich werben und Zukunftspläne formulieren und – nachdem er mich rumgekriegt hat- selbst ganz gemein und hinterhältig die Beziehung beenden. Damit man sein Größenbild wieder herstellen kann vor Anderen aber ohne Rücksicht auf beteiligte Kinder z.B..
        Die o.g. Strategien sind sehr gut geeignet um zu dich selbst zurück zu finden.

        • Silv sagt:

          ‚ zu sich‘..

          • Alex sagt:

            Was hat meine geschleimt nachdem sie mich wieder abgeschossen hat. Nur leere Worte, denn mehr können die nicht. Alles Andere ware ja mit Arbeit verbunden und wieso was machen, wenn eh genug Personen einem hinterherlaufen?
            Deswegen, nix auf das Gelaber geben und am Besten nie wieder auf irgendwas reagieren.

        • Thomas sagt:

          Wie bei mir. Nachdem sie mir der Bitte um einen gemeinsamen Auszug mit unserer Tochter aus den Fängen ihrer ebenfalls narzisstischen Herkunftsfamilie nicht nachgekommen und ich dann allein ausgezogen war, kamen Hooveringschmeicheleien und unerfüllte Versprechungen. Ein halbes Jahr ging das so, sie kam heimlich für 2 Stunden zu mir, dass ihre Leute nichts bemerken und hat sogar ihr Auto vor der ältesten Tochter aus erster Ehe versteckt. Diese kaufte ab und zu im direkt gegenüber liegenden Einkaufscenter ein.
          Da ihr meine Wohnung nicht gefiel gings bis 1 Monat vor Trennung mit mir zu Wohnungsbesichtigungen nachdem wir und abseits ihrer Familie getroffen hatten. Keine der Wohnungen hat natürlich gepasst. 4 Wochen später ( ein halbes Jahr nach meinem Auszug aus dem Haus ihrer Familie) hat sie mich knall auf Fall durch Warmwechsel verlassen. Von diesen Versteck- und Durchhaltespielen weiss ihre Familie natürlich nichts. Vor kurzem hab ich aber dem Freund der ältesten Tochter und unserer gemeinsamen Tochter die Sachen gesteckt.

          • Alex sagt:

            Glaub wir hatten das in nem anderen Blog schon mal diskutiert.
            Schleimen und versprechen können die Alle, aber wenns an die Umsetzung geht, versagen sie komplett. So sind sie halt.
            73 verschiedene Punkte hatte sie, die sie ändern oder verbessern wollte, nachdem sie bettelnd und unter Tränen wieder bei mir ankam. Ich hätte es besser wissen müssen. 0, NULL hat sie auch nur versucht umzusetzen und mir die Schuld gegeben.

            Alle gleich, von daher sind jegliche Überlegungen bzgl. dieser Personen unnötig und pure Zeitverschwendung

  21. Claudia sagt:

    Hi,

    ich finde alle aufgeführten Punkte sehr wichtig.
    Es geht ja darum, wieder zu sich selbst zu finden, da man von dem Narzissten ja quasi „infiltriert“ wurde.
    Den Trauertag finde ich super, dann kann ich nämlich meinen aufkommenden Sehnsüchten sagen – ihr dürft da sein – an dem und dem Tag!

    Für mich ist die größte Herausforderung, die Wut herauszulassen -ich habe gelernt, sie zu unterdrücken und werde eher depressiv. D.h. ich spüre sie nur ganz selten.
    Hast DU dazu noch Tipps, wie ich besser an die Wut herankomme?

    • Alex sagt:

      Sport!
      Mir hat immer bei Gedanken an sie beim Sport auszupowern geholfen, bis ich kurz vorm kotzen war. Tat mir gut und ich konnte die ganze Aggro rauslassen.

      Aber irgendwann must du aktiv auch was dafür tun, dass die Wut keine Basis mehr hat, denn wo Wut, da Gefühle und die müssen weg, bis es Dir schlichtweg egal ist.
      Hier muss das gemacht warden, wozu der Narz nicht im stande ist;
      Selbstreflektion und erkennen was man selbst ändern muss. Und dann natürlich umsetzen. Ist hart, aber man will aus dem Loch ja raus und das klappt dann auch.

    • Oft hilft es, wenn man mit einem anderen über die Erlebnisse spricht. Wenn man sich in dem Gespräch wirklich öffnen kann, dann kommt auch meist die Wut zum Vorschein, die dem Erlebnis anhängt.

      • Alex sagt:

        Am Anfang, richtig. Das ist wichtig, aber ab einem gewissen Zeitpunkt haben die richtigen Personen Alles gehört und der Drang zum austauschen sollte sich verringern; bringt ja nix mehr, wenn man zum zehnten Male Alles durckaut. Tut einem nur immer wieder erneut weg.
        Reden, ja! Aber irgendwann realisieren und abhaken!

        • Natürlich muss man irgendwann den Punkt finden, an dem man die Erlebnisse hinter sich lässt. Doch solange noch unterdrückte Wut vorhanden ist und diese nicht wirklich gespürt wurde, würde man mit einem vorzeigen Abbruch die Gefühle nur weiter unterdrücken. Man sollte wirklich sicher sein, alles für sich geklärt zu haben.

          • Bianca sagt:

            Wie klärt man es für sich?????
            Ich versuche es seit über drei Jahren….
            Und verliere langsam die Lust am Leben:-(

          • Alex sagt:

            @Bianca

            Auch wenn sich das jetzt hart anhört, aber solange man es für sich selbst noch nicht verstanden hat, was passiert ist, halt einen das auf.
            Vielleicht war man noch nicht am tiefsten Punkt um endlich zu sagen „JETZT REICHTS!“.
            Ich habe schlimme Dinge durchgestanden, aber irgendwann zu mir selbst gesagt, dass ich mir von einer Psychopathin nicht mein Leben versauen lasse; das schafft sie bei sich schon am Besten.
            Wenn Dud en Punkt einmal erreicht hast, geht’s langsam bergauf.
            Auch ich hab heut noch schlechte Tage, aber ich weiß für mich, dass diese Person, sollte sie jemals wieder vor mir stehen, nie wieder Macht über mich haben wird.

      • Claudia sagt:

        Lieber Herr Grüttefien, Sie sollten mal “lebenskunst (!!!!!!!) bensheim“ um einen Vortrag bitten ….🙃😑👹 Der Mann, der das … via Konzept … “inszeniert“, ist das PARADEBEISPIEL eines Narzissten mit krassester Persönlichkeitsstörung…. physische Gewalt hinter verschlossener Tür incl.
        Ich würde mir so sehr wünschen, dass so einer, der auf SUPERHEILIG macht, mal auffliegt.

        Herzliche Grüße

    • Mia sagt:

      Mir hat es geholfen ein Liste zu erstellen mit den fiesesten Gemeinheiten, welche er mir gegenüber abgeliefert hat.
      Wenn ich dann weich werden wollte oder zu sehr die Schuld bei mir suchte, dann erinnerte ich mich an meine Liste.
      Auch hat es mir geholfen und hilft mir immer noch: ein paar gute Freunde denen ich wirklich vertrauen kann. Immer wieder mit ihnen zu reden….. Wenn ich dann zu sehr in die Defensive gerate w.o. beschrieben, werden sie für mich wütend – das ist dann ansteckend 🙂 Oder sie sagen mir ab und an: auf Den brauchst Du jetzt keine Rücksicht mehr nehmen und sagen mir klar, wie sie darüber denken. Das tut mir sehr gut und ich finde darüber oft auch zur notwendigen Wut. Sobald die Depressionen zu stark werden wollen, erinnere ich mich daran. Es ist das innen gerichtete Wut: 1. hat sie dort nichts verloren. 2. habe ich das nicht verdient.

  22. Lea sagt:

    Nach 3 Jahren Trennung denke ich immer noch ab und zu an ihm, aber anders .. ich frag nicht mehr, warum es nicht klappte , ich habe auch keine Sehnsucht, ich bin nur so richtig enttäuscht, weil er mich immer noch nach der Trennung übelst erniedrigt. Er hat mich vor seiner Familie und Freunde als psychisch kranke abgestempelt. Er ist auch nach der Trennung direkt zu seine heimliche Geliebte in die Arme gelaufen. Ich glaube, sie hat auch viel dazu beigetragen dass er mich noch mehr hasst und dass er sich von mir trennen sollte. Nun hat sie ihn und beide hetzen gegen mich auf. Sie ist auch eine verdammte Materialistin 🙂 ob das gut gehen wird.. jedenfalls bin froh, dass ich mich befreien konnte, Nach drei Jahren meldet sich die bei mir und sagte, er musste dich sehr lieben dass er das mit mir ausgehalten hatte. Ich dachte sie hat meine Gedanken gelesen, den das ist es was ich fühle und auch immer wieder sage, dass ich ihm zu sehr liebte um das alles zu ertragen. Ja, dann bekam ich noch von Ihr Empfehlung mich in der Psychiatrie behandeln zu lassen. Die kennt mich nicht und hat schon ein Urteil über mich wie der Narz.

    Ich hasse diese Lügen!! Wie schön sie alles verdrehen können. Er ist nun das arme Opfer! Ich kann damit einfach nicht leben wie runter ich gemacht werde! Das tut weh! Nicht das er weg ist!
    Ich bin aber immer stärker und wenn es sein muss bin ich zum Kampf bereit .. ich habe keine Angst mehr von dem Lutscher, und werde mich verteidigen wenn es sein muss, den das kann ich nicht mehr ertragen wie meine Persönlichkeit weiter zerstört wird.
    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass es noch nicht abgeschlossen ist. Es gab auch kein Klärungsgeschpräch, bis heute Kann er nicht zugegeben, dass er mir der anderen zusammen ist. Er meidet mich und kann mir nicht in die Augen schauen, weil er mich nur belogen und betrogen hat. Er behauptete immer, er war der treueste Mann auf Erden, keine Frauen interessieren ihm, und mich hat er immer beschimpft dass ich ne schlampe bin. Ja nun sind einige Masken gefallen, deshalb meidet er mich. Er weiß, dass ich geborene Kämpferin bin, wenn es sein muss, weil ich einfach zu sehr die Gerechtigkeit, die Wahrheit liebe.. ich hatte all das, was er nicht hatte .. ich habe das Herz, und die Seele, die er nicht hat. Er sagte mir immer wieder, dass ich für ihn eine Nummer größer bin als andere Frauen, den er kämpfte um mich 5 Monate! Meine Intuition hat mich damals doch nicht geirrt, und er hat es trotzdem noch Geschaft mich um den Finger zu wickeln. er sagte damals auch, er hat mich auserwählt, weil er die Herausforderung wollte, und den Kampf der unterschiedlichen Kräfte messen wollte. Ich dachte, es ist eine Ironie von ihm.. nun stellte sich heraus, dass er mich zerstören wollte . Aber ich lebe noch und bin von Tag zu Tag stärker dank liebe Gottes, der mich durch die schwierigsten Zeiten meines Lebens getragen hat.

    Es ist wirklich sau schwer diese Wunden zu heilen .. ich glaube, die werden wir bis Ende des Lebens mit uns tragen. Ich hoffe so sehr, dass ich mich langsam für neue Liebe öffnen könnte. Diese Verletzungen sind so tief, dass ich bis jetzt alleine bin und kein Mann an mich heranlassen kann. Ich sehne mich langsam nach Liebe aber die Wunde des Vertrauensbruchs ist einfach zu groß.

    Hoffe, es wird irgendwann ganz ausheilen, damit ich auch neues Leben zu zweit starten kann.

    LG

    • Alex sagt:

      Ich hab die Lügen von ihr und ihren Spielkammeraden auch gehasst und einen großen Fehler gemacht:
      Ich habe mich bei betroffenen Personen (ex-Mann plus neuer Freundin) gerechtfertigt, sogar zT mit Beweisen.
      Was hat das gebracht? Nur noch mehr Lügen, ausgerechnet von den Personen, denen ich die Wahrheit zeigen wollte was wirklich passiert ist. Das ich schriftliche Beweise hatte, hat niemanden interessiert.
      Irgendwann wars mir dann egal; lass die Leute lügen. Die dich kennen, können entscheiden wem sie glauben. Von daher, arschlecken wenn die es immer noch nötig haben Lügen zu verbreiten. Das wird so lange gehen, wie Du Dich dafür interesierst. Mehr LMAA und ich garantiere Dir, das wird aufhören. So wars bei mir.

      • Thomas sagt:

        Hallo Alex,
        die narzisstischen Partner isolieren dich, machen negative Dreieckskommunikation bei der Familie und Freunden, sodass man immer das Gefühl hat ein Monster zu sein dass die Frau drangsaliert. Alles schon während der Ehe und danach erst recht. Die glauben Alles und Jedes. Die werden dich überall schlecht machen.

        Die Fans werden immer dem Idol glauben!

        • Alex sagt:

          Ich hab mich nie isolieren lassen.
          Weder meine Freunde noch meine Familie, die alles mitbekommen haben, haben ihr geglaubt. Und die Bekannten, die sich für die Wahrheit interessiert haben, haben mich persönlich gefragt.
          Es hat doch einen Grund, dass diese Person keine echten Freunde hat und sich im Laufe der Jahre immer wieder Alle von ihr abgewendet haben.
          Jetzt hat sie ein neues revier und es ist nur eine Frage der zeit, bis sich Alles wiederholt.

          • Thomas sagt:

            Hallo Alex,
            mit dem isolieren war bei mir so: Als ich sie kennenlernte, wars mit dem ersten Mann so schlimm und ihre Herkunftsfamilie garnicht amused über die Bekanntschaft mit mir dass sie dachten sich einschalten zu müssen: Nach 2 Monaten hat sie es ihrer Familie und ihrem ersten Mann gebeichtet und die waren alle von den Socken zumal ihre Herkunftsfamilie ihr und dem ersten Mann in grossem Maße eine ortsansässige Eigentumswohnung finanziert hat und nun durch die Bekanntschaft mit mir die Wohnung und alles samt 2 Kinder aus erster Ehe auseinanderbrach.
            Der Sündenbock war in mir schnell gefunden, sodass samt Freundin die Grosstante meiner Ex mich in meiner Wohnung damals aufsuchte und mich dahingehend zur Rede stellte ob ich zum Einen wüsste das hier eine Familie mit 2 kleinen Kindern (damals 4 und 7) auf dem Spiel stehen würde und ob ich nur ein sexuelles Abenteuer suchen würde ( heute würde ich mit meinem jetzigen Wissen gleih Schluss machen).

            Sie hat damals das Opfer aler Umstände dermaßen gut gespielt dass ich ihr wahres Ich nicht geblickt hab. Jedenfalls hat sie mein Beschützersndrom geweckt und nach einem halben Jahr ist sie mit ihren Kindern ( die mich nie aktzeptiert haben, kein Wunder bei gemeinsamer Sache mit der Grosselternverwandschaft) zu mir gezogen.

            Die Wohnung war aber für 4 Personen zu klein sodass ich meine Eltern um Hilfe gebeten hatte. Diese bauten in derelterlichen Wohnung den 2 Stock sowie Dachgeschoss zur Wohnung um.
            Dort eingezogen Hohzeit sowie gemeinsames Kind.
            Nach 2 Jahren wurde meine Mutter krebskrank und meine EX wollte unter dem Vorwand der Zukerkrankheit ihrer ältesten Tohter (da meine Betreunungsperson brauchte, während wir auf Arbeit waren) ausziehen Noch nicht lange verheiratet mit Kleinkind stimmte ich auf Drängen zu, was dann nätürlich einen Rießenzirkus mit meiner Herkunftsfamilie auslöste, zumal meine EX Krankenschwester ist.
            Nachdem Motto: Zuerst legt sich meine Herkunftsfamilie krumm um der Ex und ihren Kindern eine angenehme Wohnmöglihkeit zu ermöglihen und dann machen wir uns bei Krankheitsbeginn der Mutter (sie starb 4 Jahre später an dem Krebs) vom Acker.

            Der Split mit meiner Herkunftsfamilie hatte dann ihren grössten Ausschlag indem ich nach dem Ableben der Eltern erbschäftsmäßig gegenüber meiner beiden Schwestern finanziell benachteiligt wurde.
            Kaum zu ihren Leuten gezogen, die dann die Guten waren, gings für mich nach den bekannten Mechanismen bergab.
            Soviel zur Isolierung meiner Person durch die EX. Auch vor ihren Freunden wurde ich ausgespielt.
            Zum Glück konnte ich mich nach der Trennung mit der Ex mich mit den Schwestern einigermaßen versöhnen.
            Alles sehr bitter für mich. Die Ex konnte nie weder zu mir noch zum ersten Mann stehen.

            In ihrer Kindheit stand sie im Abseits ihrer am „Down-Syndrom“ erkrankten Zwillingsschwester einer nicht gewollten Elternschaft. Ihre aus Jugoslawien stammende Mutter wurde in ihrer eigenen Schwiegerverwandschaft ebenfalls nie akzeptiert und ist durch duies Umstände ebenfalls von der Rolle.
            Ich glaube meine Ex sucht bis heute zum Einen nach deren Liebe und sich daher nicht abnabeln kann und zum Anderen wird die Tochter mit Geld und Enkelkindzuwendungen in der Abhängigkeit gehalten.
            Das da ein Partner in den Augen der Herkunftsfamilie zum Eindringling wird und seitens der Ex ein Bedürfnisserfüller, bei gleichzeitiger Selbstaufgabe des Partners gesucht wird ist klar. Da Die EX um mit ihrer Familie nicht in Ungnade zu fallen ständig Updates mit der Famile und Dritten machen muss, kann ein Partner, es sei denn er kann materialistisch glänzen wie mein Nachfolger, kaum Boden machen.
            Jedenfalls hat sie ihn seit der Trennung durch ihren Warmwechsel schon 3 Jahre. Mit mir streitet sie hält juristisch haltlos weiter. So hat er das Gute(?) und ich den Müll.

    • Thomas sagt:

      Hallo Lea,
      ich kann das von die Geschriobene sehr gut verstehen. Bei mir ist die Sache noch eine Spur härter: Meine EX-Frau hat 2 Ehemänner mit insgesamt 3 Töchtern verschliessen. diese Frau war nach der Hochzeit plus Geburt unserer Tochter (2 Jahre nach nach dem Kennenlernen) in der ich und meine Herkunftsfamilie alles für sie getan hatte zum Inbegriff der ILLOYALITÄT mir gegenüber in allen Bereichen geworden. In meiner Herkunftsfamilie hatte sie, wie später auch bei mir, viel verbrannte Erde hinterlassen.
      Von ihrer Herkunftsfamilie, allesamt Narzissten, hat sie sich bis heute (Mit 45 Jahren!) weder räumlich nooh materiell lösen können und wollen. Pures Clan-Denken und gegenseitiges materialistisches Denken herrschen dort vor. Der Reichtum wird zwar nicht in Form von vorzeigbarem Wohlstand ausgelebt, die Sparbücher und Bankeinlagen quellen über, doch nach Aussen wird ein spiessbürgerliches Leben gelebt. Wer von Aussen kommt (in meinem Fall uns soviel ich weiss auch beim ersten Ehemann) wird man mit Inakzeptanz gesehen und da die Ex ihr Leben nach Meinung Dritter lebt hat man als Partner, im normalen Sinn keine Chance. Dritte und Familie sind wichtiger.
      Der Partner hat den Job alles gut zu finden und keine eigene Meinung zu haben oder auszuleben. Nur so als Alltagslakei, wenn die Aussentankstellen gerade nicht verfügbar sind. Sind die situationsbedingt zugänglich , die allesamt nach Nutzen abgeklopft werden, ist man ein „Nichts“.
      Dieser schleichende Prozess hat sich im Laufe der Ehe, nachdem ich von meiner Herkunftsfamilie isoliert wurde, derart verstärkt dass ich, trotz von mir in die Wege geleitete (leider sinnlose) Paarberatung, räumlich vom Umfeld ihrer Familie getrennt, immer in der Hoffnung dass sie mir in eine Wohnung auf neutralem Boden folgt. Fehlanzeige, ein halbes Jahr hielt sie mich mit tausend Versprechen, Sex und kleinen Geschenken in der Warteschlange um gleichzeitig sich einen Neuen an Land zu ziehen. Als dies erreicht war wurde ich umgehend auf sehr schmerzhafte Weise „entsorgt“.
      Das war vor 3 Jahren, und in dieser Zeit sehe ich mich neben einem Scheidungskrieg und übelsten Verleumdungen in der unserere jetzt 17 jährige Tochter von meiner EX involviert wird. Ich hätte meiner Tochter geschenktes Geld, sowie Kommuniongeld gestohlen, ich hätte beim Rentenausgleich Versicherungsbetrug begangen, würde kein Interesse an meiner Tochter haben sodass man mir das Sorgerecht für die Tochter(mit 17) wegnehmen will. u.s.w. Alles Lügen die in Prozessen vor Gericht aufgedeckt und entsprechendem Verfahrenausgang quittiert werden.
      Meine Ex und ihre Familie haben es geschafft, auch durch materielle Zuwendung (Führerschein mit 17 und Anderem das die Tochter sich gegen mich positioniert. Die Tochter wird auf Äusserste instrumentalisiert (als Klägerin vor Gericht!) sodass ich jetzt das Sorgerecht von mir selbst aus abgebe.
      16 Jahre des Lebens vergeudet, zemürbt von Prozessen kann man einen derartigen Missbrauch nicht nur nicht vergessen (ist allgegenwärtig) sondern man hat keinerlei Vertrauen und Hoffnung jemand zu finden der einach normal passt. Mit 54 Jahren ist mein Leben zuende.

      • Alex sagt:

        „Von ihrer Herkunftsfamilie, allesamt Narzissten, hat sie sich bis heute (Mit 45 Jahren!) weder räumlich nooh materiell lösen können und wollen. Pures Clan-Denken und gegenseitiges materialistisches Denken herrschen dort vor.“

        Kenne ich nur zu gut 😉

        • Uli weibl. sagt:

          ich auch, nur bei mir ist er männl. und wohnt noch mit 40 bei Mami und Papi, die ihn jeweils wie einen Superstar behandeln.
          Zusätzl.meinte seine Mutter am Tisch mit Sohn und Mann, das sie ab jetzt ihn, Blick auf den eigenen Sohn zum Mann nimmt und der da…ihr Mann kann sich ja jemand anderes nehmen.
          Beide haben kein Wort dazu gesagt, noch nicht mal gezuckt.
          Habe meinen Noch-Freund darauf angesprochen und er meinte nur “ das meint die Ernst“- seltsam emotionslos.
          Ich bin fassungslos über so einen fortdauernden Missbrauch, aber anstatt sich endlich dagegen aufzulehnen oder auszuziehen, habe ich einen pubertierenden 40 jährigen der sich an mir ,stellvertretend, abarbeitet.
          Jedoch bin ich nicht hilflos und mittlerweile wieder ganz gut emotional gestärkt und bereite alles für eine Trennung vor.
          Denn im Gegensatz zu anderen hier bin ich wieder bereit für die echte, gegenseitig erfüllende Liebe. In diesem Sinne Mädels und Jungs ihr seid es wert* – handelt auch danach*.
          Sorry ist jetzt doch länger geworden als ich wollte

      • Ursel sagt:

        Lieber Thomas,
        nein, dein Leben ist nicht zu Ende. Du hast jetzt die Chance etwas Neues zu beginnen. Ich mußte und muß mir eingestehen, dass mein Selbstwertgefühl kaum vorhanden ist. Ich habe kürzlich den Satz gelesen: wenn du keine Kritik möchtest: sag nichts, tu nichts, sei nichts. Dieses Nichtssein habe ich perfektioniert. Zumindest sobald ich jemanden mag. Bei allen Beziehungen (inkl. meiner Mutter), an denen mir etwas lag, war ich am Ende nichts. Während es mir zwischen den Beziehungen gut ging, ich wieder herausgefunden habe, was ich will und was mir Spaß macht, da lebte ich regelrecht auf. Nur wenn es um die „Liebe“ geht, würde ich quasi jeden nehmen, der mich Gestörte nur irgendwie „nimmt“, meine Bedürfnisse vollkommen zurückstellen und nur betteln: bitte, bitte, hab mich lieb, ich tu auch alles was du willst. Mir scheinen Beziehungen also nicht gut zu tun. Bezüglich dieses Problems suche ich gerade professionelle Hilfe.
        Und weil ich eigentlich ein sehr geselliger Mensch bin und gerne mit anderen zusammen bin, werde ich in Zukunft eher eine WG als eine Beziehung anstreben. Mit Freunden. Und versuchen, dabei ehrlich zu mir und anderen zu sein.

        Das alles ist mir erst in den letzten Wochen so bewußt geworden. Von daher hat auch die Katastrophe aus der ich dabei bin mich zu befreien etwas Gutes. Ich konnte offensichtlich nur so mein Problem erkennen. Mein erster Mann war nur ein Egoist. Das hat nicht gereicht, mich mein destruktives Verhalten mir gegenüber erkennen zu lassen. Offensichtlich hab ich die volle Breitseite gebraucht und auch bekommen. Ja, es ist ärgerlich, dass das erst Ende 40 passiert ist. Aber wir beide haben recht sicher noch 20 Jahre vor uns. Jahre in denen wir Dinge tun können, die uns Spaß machen und gut für uns sind. Wir sollten nicht noch mehr Zeit vergeuden.

    • Marc sagt:

      Wichtig ist auch, dass man niemals denkt „Jetzt ist sie/er mit dem neuen Partner glücklich. Die haben jetzt was ich mit ihm/ihr wollte!“
      Trugschluss. Seid froh, dass ihr den/die Ex nicht mehr an der Backe habt und jetzt ein anderer den psychologischen Mülleimer spielen darf.
      Und ihr könnt sicher sein, dass genau das auch passiert, egal, wie lange die zusammen bleibnen werden; ewig wird das nicht sein!
      Karma brauch halt Zeit um sich zu entfalten 😉

      • Bianca sagt:

        Hallo Marc,

        genau in dieser „Phase“, (in der ich das Gefühl habe, verrückt zu werde)dass ich denke, mit ihr wird alles gut, stecke ich gerade und mir helfen im Moment, so gar keine Tipps 🙁 ich geh zum Sport, treffe mich ganz oft mit meiner Freundin, denke ständig an alles, was er getan hat, damit es mir schlecht geht…. aber nichts hilft 🙁 ich überlege ständig, warum er zu mir so und bei seiner neuen anders ist!
        Wie gelangt man an den Punkt, an dem es „egal“ ist?

        • Alex sagt:

          „ich überlege ständig, warum er zu mir so und bei seiner neuen anders ist!“

          Und da liegt der Fehler.

          Frag Dich mal selbst, was bringt es Dir, Dir deswegen den Kopf zu zerbrechen? Ändert das was an der Situation? Nein.
          Hab ich Alles selbst durch und diesen Fehler auch lange gemacht.

          Und glaub mal bloss nicht „zu mir ist er so und zu ihr ganz anders“, das ist nicht der Fall. Die wollen doch, dass man das denkt.
          Irgendwann wird er sie genau so behandeln wie Dich; das ist keine Frage, ob es passiert, sondern wann. Diese Menschen verfallen irgendwann wieder in ihr altes Muster, das kann Monate oder Jahre dauern, aber es passiert. Die können nicht anders.
          Meine hat mir 4x vorgeheult, dass sies jetzt gerafft hat und sie sich ändern will. 4x leere Versprechnungen und dann trennt sie sich erneut, hat einen Neuen parallel neben mir, wieder mal, und sagt „Ich will alles was war hinter mir lassen und neu anfangen!“. Is klar…

          Bei mir ist die vierte Trennung in 18 Minaten jetzt 11 Monate her und sie ist mit ihrem fast 10 Jahre jüngeren immer noch zusammen und macht auf super glücklich.
          Klar hab ich mich das auch alles gefragt, aber es bringt mir nix ausser Gedankenkarussel. Ich weiß zB, dass sie ihn von Anfang an wegen mir belogen hat und wenn das da schon der Fall war, sagt mir das Alles.

          Du must einfach an den Punkt kommen, wo Du Dir sagst „Dieser Mensch hat keine Macht mehr über mich und ich werde nicht mein Leben an ihn mit Gedanken verschwenden!“

          Das ist schwer und das dauert, aber da muss man hin. Man muss merken, dass das eigene Leben ohne diese Person einfach besser ist, egal welche schönen Momente man im Hinterkopf hat; sie waren eh nicht echt.

          Von daher, hör auf Dir Gedanken über etwas zu machen, was Du eh nie beeinflussen kannst und konzentrier Dich auf DICH und nicht auf den Ex.

          • Bianca sagt:

            Hallo Alex,

            danke, ich weis ja, das es nichts an der Situation ändert, trotzdem komm ich nicht über diesen Punkt:-( ich reg mich schon über mich selbst auf und könnte mich dafür Ohrfeigen dafür!
            Er belügt Sie auch wegen mir, kontrolliert mich noch immer und ist eifersüchtig, wenn ich das dann höre, frag ich mich „er muss mich doch lieben, sonst würde er das doch nicht immer noch tun“
            Im Grunde weiß ich, dass er mir nicht gut tut, sonst hätte ich mich nicht von ihm getrennt. Es ging jetzt 5 Wochen, ohne Kontakt, eigentlich besser, dann kam der Geburtstag unseres Sohnes, ich war schon 2 Tage vorher, ein totales Nervenbündel und seit er da war, obwohl er sich wie ein Mega Arschloch benommen hat, ruf ich ihn wieder an, lass mich von ihm aufs übelste beschimpfen, will ihn aber trotzdem treffen….

          • Alex sagt:

            Bianca, Du stellst ihn immer noch über Dich.

            Ich hab das auch gemacht aber erkannt, dass das totaler Blödsinn ist.
            Er belügt sie? Prima, also ist Dein voriger Satz mit dem glücklich sein doch bereits hinfällig.
            Er kontrolliert Dich? Und warum? Weil Du Dich kontrollieren lässt. Ist leider so.

            Der/die Ex bekommt immer nur soviel Infos, wie man selbst zulässt.
            Bei einem gemeinsamen Kind ist das natürlich was Anderes, aber auch hier, minimaler Kontakt wegen dem Kind; keine privaten Infos oder so preisgeben, nix.

            Wie bereits gesagt und ohne Deine Situation zu kennen, er beschimpft Dich und Du springst, bzw rufst ihn wieder an. Wie bei mir auch. Demütigungen ohne ende und ich dachte „Aber sie hat doch versprochen sich zu ändern und um mich zu kämpfen!“ Verabschiede Dich von diesen Träumereien, das wird nie passieren.
            Du gibst ihm genau das, was er will, nämlich emotionale Abhängigkeit, an der Du langfristig kaput gehst und ihm damit weitere narzisstische Zufuhr gibst.

            Du musst anfangen, jetzt langsam das Gegenteil von dem zu machen, was er gewohnt ist. Sollst mal sehen, was der dann große Augen macht. Momentan bist Du sein Spielball und lässt das mit Dir machen.
            Das meinte ich mit „der tiefste Punkt ist noch nicht erreicht“ den wenn der einmal da war, ändert sich Deine Wahrnehmung und Reaktion um 100%, versprochen.

            Die einzige Person, die hier was ändern kann und muss, bist Du und sonst niemand

        • Mimimi sagt:

          Hallo Bianca..

          Zwar stecke ich selbst noch mittendrin und habe noch eine Menge Arbeit vor mir.. Diese übermächtigen Gefühle der Ohnmacht, Schmerz, Angst und Wut zuzulassen die er teils bewusst und willentlich in mir ausgelöst hat… Zur Zeit fehlt mir die Kraft dafür. Dennoch spüre ich beim Lesen deine Verzweiflung und würde dich gern an einer Erkenntnis teilhaben lassen die ich nach 3 Jahren mit einem Narz erlangt habe und an der ich mich orientiere, ja an die ich mich klammere sobald dieser trügerische Gedanke aufkommt, es würde mit ihm alles wieder gut werden.. Sich vor Augen zu halten, dass das gar nicht möglich ist, dass er sein Muster auch mit jeder anderen nicht ablegen wird hatte die ersten Male zwar eine beruhigende, langfristig aber keine heilende Wirkung.

          Es war nicht gerade angenehm mir das einzugestehen, auch macht es mir Angst.. Aber im Grunde ist dieser Gedanke nur der unbewusste Versuch, etwas anderes zu umgehen.. Und das sind die Gefühle die durch diesen Missbrauch ausgelöst wurden und/oder entstanden sind. Sie sind so schmerzhaft, so bedrohlich, dass ich sie nie richtig „durchfühlen“ konnte, nicht wahrhaben wollte und rückblickend auch während den 3 Jahren immer wieder vor ihnen weg und hinter Narz hergerannt bin. Eine paradoxe Illusion als Pflaster sozusagen.. Diese Erkenntnis stößt einen auf sich selbst zurück, sie ist letztlich sehr ernüchternd und lässt mich mich selbst besser verstehen. Man will so eine Person ja nicht zurück weil es so toll war oder er/sie so ein netter Mensch ist und ich hab mich oft dafür verachtet, dass ich Narz nach allem trotzdem zurück wollte und meine Würde derart untergraben habe.. Aber nüchtern betrachtet hat mein Unterbewusstsein nur gemerkt, was da an Gefühlen angerollt kommt und versucht sie so schnell und einfach wie möglich wieder aus der Welt zu schaffen. Wenn man sich vor Augen hält, dass das Unterbewusstsein bereit ist das Risiko einzugehen diese unlogische Investition von Hoffnung in solch eine Person der Konfrontation mit den Gefühlen die durch sie ausgelöst wurden vorzuziehen, wird schon klar wie übel die Gefühle dann sein müssen. Sie zuzulassen und zu heilen wird noch ein langer, schmerzhafter Weg.. Aber sobald der Gedanke kommt, mit ihm würde, hätte, könnte.. Rufe ich mir wieder ins Bewusstsein, warum der Gedanke da ist und dass dieser Weg mich nur davon abhält, irgendwann wieder in mir zu ruhen, mir selbst zu trauen und zufrieden zu sein. Ich stelle mir gern zwei Wege vor, einer steht in Flammen, der andere geht bergab. Auf dem zweiten rollt es erstmal ohne Schmerz, es geht aber trotzdem ganz gewiss bergab in die Dunkelheit.. Der erste wirkt bedrohlich weil dort der blanke Schmerz auf mich wartet der den Blick in die Ferne noch verwehrt.. Aber auf diesem Weg habe ich wenigstens eine echte Chance…!

          Die Wunde möchte ernst genommen werden und an der frischen Luft heilen, nicht unachtsam abgedeckt werden mit einem nicht atmungsaktiven Pflaster.

          Vielleicht kann dir diese Perspektive etwas helfen. Ich wünsche dir alle Kraft und Mut für diesen Weg!

          • Arianna sagt:

            Bianca – diese Menschen sind zu jeder Niedertracht fähig. Um zu „gewinnen“ und über ihre „Feinde“ (diejenigen, die ihnen nicht mehr gefügig sind) zu triumphieren ist ihnen jedes Mittel recht. Wenn man glaubt, es kann nicht schlimmer kommen, kommt garantiert noch etwas. Sie sind sich zu keinem Verhalten zu schade, wenn sie ihre Opfer nur damit treffen können. Sie haben keine Selbstreflexion und kein Gewissen. Hätten sie das, könnte man mit ihnen normale menschliche Beziehungen haben. So nicht. Unmöglich. Und nach meiner Erfahrung bessert sich nie etwas.
            Lügen, Isolieren, Einschleimen und danach wieder fallen lassen, vorspielen, wie gut man sich mit jedem anderen hat etc. Alles nur Strategie.
            Glaub ihm nicht. Erwarte nichts. Er lebt in einer Märchenwelt, in der er der Größte ist. Soll er das weiter glauben – du musst ihm nicht mehr glauben, du weißt es inzwischen besser. Finde dich mit der Bitterkeit der Realität ab und du wirst später auch ihre guten Seiten entdecken, z.B. Unabhängigkeit, wahre Freunde und echte Gefühle. Wir sind nicht narzisstisch gestört. Wir brauchen keine Märchen, um zu überleben.
            Viel Glück 🙂

      • Silke sagt:

        Es fällt manchmal so unglaublich schwer, NICHT zu glauben, dass es mit der/dem Nächsten glücklicher ist ….

    • Maria Magdalena sagt:

      Bin auch auf einen N. hereingefallen !Nach 30 jähriger Ehe !!!! Gott hat mich bewahrt das alles früher zu entdecken.Ich wäre dazu nicht fähig gewesen.Ich blicke auf Jesus und auf das was er für uns Menschen auf sich genommen hat.Er der unschuldig war und für eine verdorbene Menschheit den grausamen Martertod auf sich genommen hat.Er gibt mir Liebe ,und zwar WAHRE Liebe.Mit dieser Verbindung zu meinem Heiland kann ich den emotionalen unbeschreiblich tief verletzenden Missbrauch verarbeiten und durchstehen.Gebet hilft sehr dabei.Ich wünsche dir eine schnelle Heilungsphase .Vertrau auf Gott !

  23. J sagt:

    Danke für den Artikel. Ich wusste das im wesentlichen schon, aber der Trauertag hilft. Mittlerweile kämpfe ich deutlich mehr als ein Jahr und versuche mich von einer Affäre mit einem verheirateten narzisstischen Mann zu erholen. Meiner Erfahrung nach ist das ohne therapeutische Hilfe kaum zu schaffen. Man muss sich klar machen dass Narzissten zwar selbst auch sehr leiden, das aber eine sehr ernste Störung ist und einfach keine Besserung zu erwarten ist – also Finger weg und vor allem WEG!

  24. Alex sagt:

    Hmm, diesem Text kann ich nur teilweise zustimmen.
    Kann man psychischen Missbrauch „vergessen?
    Die 5 Punkte sind wichtig, aber die seelischen Schäden werden dadurch nicht automatisch weniger oder verschwinden.
    Der N hat bleibende Spuren hinterlassen, welche man nie vergessen wird.
    Man kann und muss akzeptieren und man darf sowas nie wieder zulassen und früh genug den Absprung machen muss, sollte so jemand wieder ins eigene Leben treten.

    Was zu den einzelnen Punkten:

    1. Entfernen Sie alle Erinnerungsrelikte.
    Alles weg, was an den N erinnert. Komplett und unwiderbringich entsorgen. Wozu sowas aufheben? Müll oder verbrennen und Ende!

    2. Einführung eines „Trauertages“
    Jein, denn mit einem ritualisierten Trauertag holt man sich die kontinuierlichen seelischen Qualen zurück. Lieber am Anfang richtig trauern und sich dann sagen „Es reicht!“

    3. Die Wut herauslassen
    GANZ wichtig und nötig. Wie ist vollkommen egal. Nur sollte man dies nicht am N auslassen weil diese Reaktion ihm wieder Futter für neue Aktionen geben kann.

    4. Suchen Sie sich neue Aufgaben
    Neue oder alte reaktivieren. Hauptsache was machen und nicht die Trauer überwiegen lassen

    5. Sich selbst zuwenden
    Mit der wichtigste Punkt!
    Selbstliebe und Selbstachtung nach alldem wiederfinden. Das ist schwer und dauert aber das sollte man sich als Ziel nehmen

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