Erfolglose Narzissten

Narzissten sind durchaus nicht nur im Rampenlicht zu finden. Es gibt auch die Mauerblümchen, die Träumer, die Unbeachteten, wenig auffälligen oder erfolglosen Narzissten. Sie sind lediglich damit beschäftigt, vom großen Reichtum und Ruhm zu träumen, denken aber nicht daran oder schaffen es nicht, ihre Ideen umzusetzen. Meist stehen Sie sich durch ein vorgetäuschtes Handicap selbst im Weg und geben anderen die Schuld an ihrem Versagen.

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In der Regel, wenn man an Narzissten denkt, sieht man attraktive, arrogante, selbstbewusste und erfolgreiche Menschen vor sich. Bereits der äußere Eindruck lässt schon auf ihr vermeintliches Vermögen schließen. Das muss aber nicht immer der Fall sein. Innerhalb der Gruppe von Narzissten gibt es auch die weniger erfolgreichen Narzissten, die nicht mit entsprechenden Leistungen und Prunk aufwarten können und um die sich keine offensichtliche Aura der Faszination bildet. Sie sind eher unscheinbar und fallen mehr durch das auf, was sie sagen und behaupten als durch das, was sie tun und können.

Im Folgenden sollen ein paar Typen dieser Narzissten-Art beschrieben werden:

1. Der erfolglose Narzisst

Von einem erfolglosen Narzissten spricht man, wenn ein Mensch hohe Ansprüche an sich selbst stellt, diese aber nicht erfüllen kann. Zwar mag er eine Vorstellung von seinem Ziel haben, es mangelt aber an lösungsorientiertem Handeln. Es gibt eine hohe Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Leistung und den eigenen Standards, den sich der erfolglose Narzisst unterwirft. In der Regel füllt er diese Lücke mit seiner Phantasie. Er erklärt zum Beispiel, dass sein Scheitern mit äußeren Umständen zusammenhängt, die ihn vom Gelingen seiner Projekte und dem Ausleben seiner außergewöhnlichen Talente abhält.

Im Grunde ist er gar nicht oder wenig leistungsorientiert, er redet nur von großen Taten und vom großen Triumph. Das Defizit zwischen Wollen und Können wird verdrängt. Daher kann er auch so maßlos überzeugt sein , dass er es eines Tages schaffen wird. Trotz seiner übertriebenen Selbstsüberschätzung glaubt er fest daran,  dass sein Augenblick kommen wird. Es ist wie mit den früheren Goldgräber in Alaska. Jeder glaubt daran, auf den großen Fund zu stoßen und doch kommen alle immer wieder mit leeren Händen nach Hause.

Bei den Mitmenschen kann es zuweilen mitleiderregendes Kopfschütteln auslösen, wenn sie die grenzenlose Schwärmerei für ihre unrealistischen Projekte mitbekommen und gleichzeitig das regelmäßige Scheitern aufgrund des eigenen Unvermögens erleben. Dennoch gibt es genug Menschen, die auf diese Schwätzereien hereinfallen und glauben, einen wahrhaft brillanten Menschen vor sich zu haben. Das Talent der erfolglosen Narzissten liegt eben nicht in der Umsetzung und im tatsächlichen erreichen ihrer Ziele, sondern alleine im überzeugenden Verkaufen ihrer genialen, aber wirklichkeitsfernen Pläne.

2. Der gescheiterte Narzisst

Das sind erfolglose Narzissten, die plötzlich in eine Lebensphase geraten, wo sie sich den Anforderungen nicht mehr gewachsen sehen, in der sie ihre Anstrengungen und Ihren Ehrgeiz einstellen und das Gefühl entwickeln, nicht mehr gut genug zu sein und ihren Vorstellungen nicht zu entsprechen.

Dahinter können psychische Erkrankungen stecken, ein Burn-Out-Syndrom oder einfach die abnehmende Leistungsfähigkeit, was dem Alter geschuldet ist. Er kann aber auch privaten oder beruflichen Misserfolg erlitten haben, von dem er sich nicht wieder erholen kann.

Manchmal kann es aber auch so sein, dass der Narzisst nicht erkennt, wann der richtige Augenblick gekommen ist, aufzuhören und wann es besser ist zu gehen. Wer einmal den Erfolg hatte, glaubt, es würde immer so weiter gehen. Narzissten träumen immer von noch Mehr und glauben, aufbauend auf ihre früheren Großtaten auch zukünftig alles erreichen zu können. In ihrer Selbstüberschätzung können sie dann über ihre eigenen Beine stolpern.

3. Der Träumer

Dieser Typ beschränkt sich darauf, vom großen Erfolg, von Reichtum und Bewunderung lediglich zu träumen. Er lebt ausschließlich in der eigenen Traumwelt, in der er selbst der brillante Genie ist und von allen anderen Menschen für seine unglaublichen Fähigkeiten bewundert wird.

Er flüchtet in eine eigene Phantasiewelt, um der harten Realität zu entfliehen und um nicht in Kontakt mit der grausamen Wirklichkeit zu kommen. Der Träumer wird es letztendlich nie zu etwas bringen und bleibt in seiner eigenen Welt eingeschlossen. Manchmal findet man solche Menschen unter den sogenannten lebenslangen Studenten, aber auch selbsternannten Forschern und Entdeckern oder Künstler, die von dem einen großen und genialen Werk ihr Leben lang träumen.

4. Der Benachteiligte

Dieser Typ erfindet geniale Rechtfertigungs-Strategien, um von seiner eigentlichen Unfähigkeit abzulenken. Er gibt seinen Eltern, Lehrer oder Vorgesetzten die Schuld an seinem Versagen. Er beschwert sich, dass seine Talente nicht erkannt worden sind, dass seine Eltern kein Geld für die Förderung hatten oder dass er eine bestimmte Ausbildung nicht machen konnte. Er spielt allen das Opfer und den „Unglücksraben“ vor. Aufgrund von ungünstigen Umstände kann er sein Genie nicht entfalten.

Zu bezweifeln bleibt aber, ob er überhaupt dazu im Stande ist, etwas zu leisten, selbst wenn er die Bedingung dafür hätte. Im Laufe seines Lebens hat er sich einseitig darauf spezialisiert, andere für seine hoffnungslose Lage verantwortlich zu machen. Er beschränkt sich darauf, sich zu beschweren und seinen Neid gegenüber Bessergestellten freien Lauf zu lassen.

5. Der Chaot

Dieser Typ hat durchaus Talent und könnte seine Ziele erreichen, wenn er sich denn selbst mehr disziplinieren und sich konsequent bei der Verfolgung seiner Ziele und Wünsche einsetzen würde. Aber genau hier liegt sein Problem. Er kann sich einfach nicht strukturieren, er weiß nicht wo er anfangen soll, er weiß nicht, wo die Prioritäten liegen, er verzettelt sich in seinen vielen Gedanken und bringt nichts zu Ende. Dabei sehnt er sich nach dem großen Erfolg und spricht auch in glänzenden Farben davon. Er geht aber nicht diszipliniert genug vor, weshalb er auch ein Träumer bleiben muss. 

All diesen Typen ist gemeinsam, dass sie zwar vom großen Erfolg träumen und reden und dass sie sich für etwas Besonderes halten, jedoch ihre Fassade so brüchig ist, dass selbst der Gutgläubigste bereits nach kurzer Zeit dahinter kommen muss, dass sie nicht wirklich etwas außer schöne Worte zu bieten haben.

Tückisch wird es nur, wenn man auf ihr Geschwätz hereinfällt und ihre Phantasien für bare Münze nimmt. Dann kann es sein, dass man sich nicht im Paradies wiederfindet, sondern vor einem großen Scherbenhaufen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird klar, dass man auf einen grandiosen Blender hereingefallen ist, der vielleicht die schöne Welt von Luxus und Glamour vorspielen kann, aber in Wirklichkeit, nichts zustande bekommt.

Sollten Sie mit einem erfolglosen Narzissten zusammen sein, dann lassen Sie ihn träumen und gehen Sie ihrer eigenen Wege. Bewundern Sie ihn für seine Luftschlösser, damit er nicht die gute Laune verliert, aber lassen Sie sich innerlich nicht davon beeindrucken. Leider werden Sie das Zepter in die Hand nehmen müssen, wenn die Beziehung funktionieren soll. Aber auch dies sollten Sie nur sehr behutsam angehen, denn schließlich glaubt er ja, der große Meister zu sein und Ihnen alle Träume erfüllen zu können. Lassen Sie ihn in diesem Glauben und kümmern Sie sich um das Alltägliche.


Veröffentlicht in Blog, Eigenschaften eines Narzissten
49 commenti su “Erfolglose Narzissten
  1. Susanne sagt:

    Ich kann mich aus eigener Erfahrung diesem Blogeintrag und den Erfahrungsberichten der lieben Komplementärnarzissten nur anschließen. Und ich möchte mich herzlich für diesen ganzen Blog und eure Einträge bedanken. Mir hat noch nie etwas so geholfen. Und dass wo ich nach nur 1,5 Jahren mit einem erfolglosen Narzissten, ganz am Boden bin. Selbst, wenn ich mir nichts mehr von ihm gefallen lasse. Ihm deutlich seine Grenzen aufzeigen, ihn raus schmeiße, wenn er wieder seine schreienden Schimptiraden mit den übelsten Worten zulässt. Einmal hat er mich verprügelt, mein Arm war gebrochen, eine Rippe auch, ein blaues Auge und zahlreiche Hämatome.Ich habe ihn angezeigt. Vor Gericht hat er behauptet, ich sei Schuld gewesen. Eine Geldstrafe bekam er trotzdem. An der zählt er die nächsten Jahre von seinem Harz 4 ab. Denn für Arbeit ist er nicht geeignet. Dafür hat er von Morgens bis abends ganz tolle Ideen im Kopf. Er eröffnet ein 4 Sterne Restaurant. Dabei hat er keinen Topf, keine Pfanne und schon gar keine Ahnung vom Kochen. Ihm fehlt schon eine Spüle in seiner Wohnung. Die nächste Idee war eine App für Schulen. Dass es diese schon gab nahm er zum Anlass mich zu beschuldigen seine Ideen geklaut zu haben. Ein runder Kamm für die Haare usw. Und immer, wenn ich mich skeptisch zeigte, wurde er wütend. Und immer war es meine Schuld, dass aus ihm nichts wurde. Die 2000€, die ich ihm mal geliehen habe sind auch futsch. Einfach so im Gras verdampft.Von all dem gestohlenen Geld, einschließlich des Taschengeldes meines Sohnes mal ganz zu schweigen. Er wird immer erfolglos bleiben. Er sieht nicht schlecht aus und hat ein charmantes Lächeln. Damit wird er noch so manche ins Bett bekommen. Um dann nach Pornoart… Anderer Eintrag! Und dennoch forsche ich bei mir sehr stark, was es denn ist, was mich so gefesselt hat und noch tut. Ich will, dass einer mich will. Und was ich dafür tue ist übermenschlich. Es ist auch ein Hilferuf. Sieht mich denn keiner? Bin ich Luft für euch? Muss ich immer so viel tun, damit mich einer liebt? So wurde ich zur erfolgreichen Konarzisstin. Mit schwerwiegenden Folgen: Panikattaken, zu viel Alkohol, Nikotin,Ängsten, Zittern am ganzen Körper, Vermeidung von anderen in meiner Freizeit. Es gibt noch eine Freundin, die sehr geduldig zu mir hält und da kam mir Theresas Beitrag gerade recht. Meine Freundin ist geduldig. Sie ist für mich da, wenn ich nicht mehr kann, aber sie urteilt nicht. Vor allem mich nicht. Natürlich weiß ich, dass ich und nur ich die Situation ändern kann, natürlich weiß ich, wie irrational ich Handel, aber es dauert, bis Herz und Verstand Hand in Hand gehen. Und was am schädlichsten für mich ist, ist Druck von Freunden. Kommentare der Art, “ Wie kannst du nur mit so einem Arsch zusammen sein“ erhöhen nur den Druck und entfremden auch. Der Narzisst stößt mich schon an meine Grenzen. Er zeigt es mir, wo hast du Defizite? Und auch, wo belügst du dich? Klar bin ich auch nach außen eine gestandene Frau. Aber innen? Da bin ich manchmal ganz klein. Und das kann ich nicht so schnell ändern. Euch allen wünsche ich Liebe und Tapferkeit. Auch mal einen Hang zum Grenzen setzen. Und nochmals vielen Dank für das tolle Forum.

  2. Radulf sagt:

    Hallo! Zuerst einmal ein kräftiges Lob für diese doch sehr verständliche Web-Seite zu diesem sehr komplexen Thema, auf der auch Betroffene die Möglichkeit haben, sich mit anderen „Opfern“ auszutauschen und über ihre Erfahrungen zu berichten. Ich selber bin eher zufällig, bei der Beschäftigung mit dem Thema Bindungsangst, auf die Narzissten gestossen. Vor zwei Jahren hatten meine Frau und ich die nach 27 Jahren scheinbar obligatorische Midlife-Krise zu bewältigen. Ein Tagebuch, aus unserer Kennenlernzeit und unserem 1. Jahr, tauchte mit sehr unschönen Eintragungen auf, die auch noch alle schön datiert waren. Während meine Frau mit mir ein monatelanges Hinhaltespielchen mit knisternden Momenten des Lockens und Blockens zelebriert hatte, startete sie noch unmittlelbar vor unserem Beziehungsstart eine heiße Liebesaffäre mit einem Schweizer, den sie 2 Jahre zuvor in der Türkei zufällig beim Kaffeetrinken kennengelernt hatte. Es bestand dann wohl nur ein loser Briefkontakt, gelegentlich wurde auch mal telefoniert. Da der Eidgenosse dann beruflich in unserer Ecke zu tun hatte, wurden auch gleich zwei Schäferstündchen mit einer Einladung zum Frühstück mit meiner Frau realisiert. Im Gegensatz zu mir, ging es mit dem Schweizer, nach ein paar schönen Stunden, direkt ins Bett. Ihre „großen“ Gefühle der „Liebe“ und „Sehnsucht“ schrieb meine Frau in den folgenden 12 Monaten in ihr Tagebuch. Sie schrie vor Glück und brach in Tränen aus, dass er jetzt nicht bei ihr war. Er machte sie schwindelnd und besoffen und sie fühlte, neben einer unsterblichen Liebe, auch eine unendliche Sehnsucht nach diesem unbekannten Mann, während sie mit mir schon monatelang eine intime Beziehung hatte. Ich war maßlos enttäuscht und hatte starke Zweifel an den Gefühlen und an der Loyalität meiner Frau, es kriselte bedenklich, das Fundament unserer Ehe wackelte. Wir haben uns dann aber gemeinsam bemüht, Antworten für das doch sehr seltsame Verhalten meiner Frau zu finden, dass auch sie sich nicht wirklich erklären konnte und das ihr heute hochnot peinlich ist. Die eigentliche Reflexion kam mit dem Buch „Jein“ von Stefanie Stahl so richtig in Fahrt, in dem bindungsgestörte Menschen beschrieben werden. Meine Frau fand sich bei dem Typus der leisen Narzisstin am treffensten beschrieben. Obwohl es ihr sehr schwer fiel, öffnete sie sich und vertraute sich mir an, das erste Mal in 27 Jahren Beziehung. Angefangen hatte ihr seltsames Verhalten, nachdem sie von einem Mann verlassen wurde, nennen wir ihn einfach einmal Jürgen. Jürgen hatte sich wochenlang um sie bemüht, obwohl meine Frau ihn gar nicht kennelernen wollte. Doch er blieb hartnäckig und schaffte es, meine Frau herumzukriegen. Dann überrollte er sie mit einer Welle aus Aufmerksamkeiten, Liebesbriefen, Geschenken und Liebesbotschaften, bis sie völlig hin und weg war. Nach ein paar Monaten liess die Welle nach und für Jürgen wurde gekocht, gewaschen, gebügelt und er wurde auch anderweitig glücklich gemacht. Sein Abgang kam wortlos und völlig überraschend, meine Frau wurde ohne Erkärung gegen eine neue „Partnerin“ ausgetauscht, die 18 Jahre ! alt war. Zwei Jahre später hat er die „Frau“ dann geheiratet. Jürgen machte sich auch gleichzeitig mit einer Firma im Bereich EDV selbstständig, die er 5 Jahre später mit allerlei Schulden vor die Wand gefahren hat. Meine leise Narzisstin hat wohl damals einem erfolglosen Narzissten angelockt. Sehr gut erklärt wird dieser Vorgang von Rüdiger Schache in seinem Buch „Das Geheimnis meines Spiegelpartners“. Das Unterbewußtsein sucht demnach für uns unbewußt unsere Partner aus, je nachdem was wir selber ausstrahlen, nach außen spiegeln. Gesucht wird nach Bekanntem, nach Vertrautem, wie man es z. B. bei den eigenen Eltern kennengelernt hat. Nach Jürgens Abgang entickelte meine Frau eine heftige Bindungsangst. Gleichzeitig war sie aber auch immer noch sehnsüchtig auf der Suche nach der „großen verlorenen Jürgen-Liebe“, die ihr dann der Schweizer Ersatzspieler bringen sollte, der dem Jürgen wohl sehr „ähnlich“ war. dann fragte mich meine Frau im Laufe unserer Recherche, warum sich denn mein Unterbewußtsein für so eine gestörte Frau wie sie entschieden hatte, wo ich doch als großer Womanizer ziemlich jede Frau hätte haben können. Die Antwort auf diese Frage fiel für mich dann doch sehr ernüchternd aus. Auch mein Vater war ein erfolgloser Narzisst aller erster Güte, meine Mutter eine Co-Narzisstin reinsten Wassers. Meine Brüder und ich haben in unserer Jugend dieses traurige Schauspiel über Jahre miterlebt und auch schon zeitweise die Aufgaben des Co-Narzissten mit übernehmen müssen. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass meine einzige ernsthafte Beziehung vor meiner Frau natürlich mit einer waschechten Narzisstin über die Bühne ging, die mich ebenfalls nach einem Liebesbriefgewitter ziemlich wortlos wegen „beruflicher Unfähigkeit“ verlassen hatte. Auch mein mittlerer Bruder ist heute mit einer Narzisstin aller erster Güte liiert und sie lässt sich von ihm von vorne bis hinten „versorgen“. Mein jüngster Bruder spielt noch eine Liga höher. Seine alleinerziehende Medizinerin versucht mit jeder Menge Valium und Psychopharmakan irgentwie ihre Borderline-Störung in den Griff zu bekommen. Alles ziemilch ernüchtern! Ich hoffe nur, das meine Frau und ich nicht den Narzissten-Staffelstab an unsere Kinder weitergegeben haben und das Spoiel somit immer weiter läuft. Unsere eigene Beziehung ist seit unserer Reflexion um Klassen besser geworden, es scheinen, neben den narzisstischen Spielchen, auch jede Menge tiefe echte Gefühle für den anderen vorhanden zu sein. Vielleicht einmal ein kleiner Lichtblick in diesem schlimmen Narzisstenumfeld.

  3. Lina sagt:

    20 Jahre habe ich mit einem dieser erfolglosen Narzissten verbracht – und erst seit kurzer Zeit kann ich das einordnen, was ich so lange mit Verwunderung und wachsender Verbitterung an ihm beobachtet hab:

    – extreme emotionale Distanziertheit (versucht aber, Liebe vorzuspielen, wenn er etwas erreichen will!)
    – Bedürftigsein, nichts selber können, aber an anderen, vor allem an mir und den Kindern ohne jeden Grund ununterbrochen rummäkeln
    – Erfolge von anderen werden kleingeredet oder ignoriert
    -ständiges Beachtet-werden-wollen bei völliger Teilnahmslosikeit an unserem Familienleben
    – Neid auf unsere Kinder und meine Liebe zu ihnen
    – gehässiges, kleingeistiges Verspotten Schwächerer
    – Beeindruckenwollen von Fremden, was schon lächerliche, bemitleidenswerte Züge angenommen hat, so wichtig ist ihm das
    – völlig fehlende Loyalität mir gegenüber, von Anfang unserer Ehe an
    – permanentes Genöle und Widerspruch
    – führt sich auf wie ein Richter, der ALLES beurteilt was man sagt oder tut
    – ständiges Beleidigtsein
    – unglaublich dreiste Widerspüchlichkeiten und Lügen

    Nachdem ich ihm geholfen hatte, seine Firma aufzubauen (bei Bezahlung als 400€-Kraft!), stieg ihm der Erfolg zu Kopf, und dieses „es-ist-nie-genug“ führte zu äusserst riskanten Investitionen, von denen er sich nicht abhalten liess. Er hat alle Tricks angewendet, inlusive Belügen der Banken. Als ich den wachsenden Grössenwahn bei gleichzeitig völliger Unfähigkeit erkannte, stellte ich mich beruflich und letztlich auch privat auf eigene Füsse. Er ist nach nicht mal einem Jahr insolvent….und verhält sich auch während und nach der Trennung genauso erschütternd narzisstisch-gestört wie vorher, was mich zwar stört und ärgert – aber den Preis zahle ich gerne für meinen Seelenfrieden und den meiner Kinder. Es war allerhöchste Zeit!

    Erstaunlich, dass ich die ganzen Jahre zwar enttäuscht war, aber das krankhafte dahinter überhaupt nicht gesehen habe.
    Also: Es gibt ein Leben nach dem Narzissten – und es ist ein unheimliches Glücksgefühl, wenn man dann an einen „gesunden“ Mann gerät! Viel Glück

  4. Marianne Corsa sagt:

    Ich glaube es bedarf schon ein beträchtliches Maß an Narzissmus um so negativ und gehässig über andere Menschen zu schreiben wie der Autor dieser Seiten… Das scheint halt ein Paradebeispiel für den Kreislauf/die Vererbung des Narzissmus zu sein. Kein gesunder Mensch käme auf die Idee seinen Hass auf eine Personengruppe auf diese Weise öffentlich zu entladen… Just my 2 Cents…

    • Flora sagt:

      Ich glaube es bedarf schon ein beträchtliches Maß an Narzissmus um so negativ und gehässig über andere Menschen zu schreiben

      wie Sie

      über den Autor dieser Seiten.

      Sie sollten sich vielleicht einmal belesen, dann würden Sie solch eine Grütze nicht von sich geben.

      Just my 2 cents

    • Susanne sagt:

      Ich finde hier keinen Hass, nur viel Trauer.

  5. Sral sagt:

    Guten Abend,

    nachdem ich hier viel gelesen habe, habe ich auch viel für mich lernen können. Für mich und auch über mich. Ich bin von einem narzisstischen Vater großgezogen worden, was mich ebenfalls zu einem Narzissten gemacht hat. Unterbewusst wusste ich das von mir, weswegen ich nie eine Familie wollte, da ich nicht daran gezweifelt habe, dass es für niemanden möglich sein wird, in meiner Nähe glücklich zu sein. Statt dessen habe ich das gesamte Spektrum quasi im Alleingang ausgelebt, ständig wechselnde Freunde, die mir natürlich nie hinterhertrauerten, was mir einerseits rätselhaft, andererseits verständlich erschien. Eines Tages hatte ich allerdings ein Erlebnis, bei dem ich erkennen musste, dass ich bei jemandem einen extremen Schaden angerichtet habe, den diese Person nicht ansatzweise verdient hat. An diesem Tag hat sich alles für mich geändert. Ich habe erkannt, dass wenn ich so ein fähiger Mensch wäre, es unmöglich passieren könnte, dass irgendwer in meiner Nähe leidet. Da das nicht so war, wurde ich mir meiner Unfähigkeit extrem bewusst und bin erst einmal in ein tiefes, tiefes Loch gefallen. Ich habe beschlossen, meine Gefühle nie wieder ernst zu nehmen, geschweigedenn daraufhin Worte oder Handlungen auszuführen. Ich entscheide ALLES absolut Rational. Welches Ziel habe ich? Welcher Weg führt da hin? Also gehe ich ihn, ohne auf meinen Hyde zu hören. Hat den Vorteil, dass ich nun komplexe Lebensaufgaben bewältigen kann, denn jetzt bin ich verheiratet und habe 2 kleine Kinder. Es fällt mir jeden Tag schwer, bei meinem Beschluss zu bleiben. Es ist immer immer wieder, mit jeder Situation, bei allem, was mir im Alltag begegnet eine neue, schwere Entscheidung, den Mund zu halten, Aggressionen nicht zuzulassen, meine Umwelt nicht zu verbrennen.

    Es tut mir leid, was ich früher getan habe. Ich werde es nie wieder gutmachen können. Ich habe diesen Hyde in mir, der beständig hämmert. Manchmal wird er von seiner Erfolglosigkeit Müde und lässt mich einige Momente von dem Leben kosten, was ich eigentlich führe. Meine Frau ahnt nichts davon, meine Kinder auch nicht. Auch wenn ich versucht habe, es ihr zu erklären. Aber sie ist tatsächlich glücklich mit mir. Wir haben tatsächlich keine zwischenmenschlichen Probleme, sogar ein immer mehr wachsender Freundeskreis. Ich habe mich besiegt, aber ich bin es nicht wirklich, es fühlt sich wie ein Film an.

    Es gibt nur einen, der das schäumende Tier in mir wieder unkontrollierbar werden lassen kann: Mein Vater. Ich wünsche ihm, er würde auch nur einmal sehen können, was sich tatsächlich abspielt. Es würde mir wahrscheinlich viel helfen. Und ihm natürlich auch. Wenn ich nachts schweißgebadet aufwache und geträumt habe, was ich so alles mit ihm machen würde, fühle ich mich ungewohnt lebendig. Ich verfluche mich dafür.

    Jedem, der unter solchen Menschen leiden musste, kann ich nur empfehlen, Abstand zu halten. Ich würde von mir Abstand halten. Ich bin nicht ich selbst, jetzt, wo ich gelernt habe, mich selbst zu verleugnen. Aber ich bin auch froh darüber. So muss ich wenigstens nicht auf dieselbe, bemitleidenswerte Art Alt werden, wie mein Vater. Wenn meine Kinder groß sind, und eigene Liebe empfinden können, habe ich es geschafft. Ich habe das geistige Erbe meines Vaters nicht an die nächste Generation weitergereicht. Das ist mein großes Ziel, um die Familienehre wenigstens nach der dritten Generation wiederherzustellen. Hoffentlich darf ich es noch erleben, bis dahin ist noch ein langer Weg.

    Diese Seite hat mir geholfen, mich noch besser zu erkennen. Deswegen habe ich mich entschieden, hier einen Teil meiner Welt offenzulegen. Quasi als Dankeschön. Ich erkenne einen Großteil der beschriebenen Körpersprache an mir selbst und erkenne daran ebenfalls, dass ich absolut kein anderer Mensch geworden bin, seitdem ich mich dafür entschieden habe. Aber ich konnte auch sehen, dass es weniger darauf ankommt, wer man innerlich ist, solange man das nicht mit seinen Händen und seinem Mund nach außen trägt und manifestiert.

    Wenigstens weiss ich, dass Gott mich versteht:

    Die Bibel, Römer 7
    21 Ich finde also in meinem Fall dieses Gesetz: daß, wenn ich das Rechte zu tun wünsche,+ das Schlechte bei mir vorhanden ist.+ 22 Ich habe wirklich Lust+ an dem Gesetz Gottes gemäß dem Menschen+, der ich innerlich bin, 23 aber ich sehe in meinen Gliedern+ ein anderes Gesetz, das dem Gesetz meines Sinnes+ widerstreitet+ und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde,+ das in meinen Gliedern ist. 24 Ich elender* Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib, der diesem Tod verfallen ist?+ 25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn!+ So bin ich selbst denn mit [meinem] Sinn ein Sklave des Gesetzes Gottes,+ mit [meinem] Fleisch aber des Gesetzes der Sünde.+

    Auch sonst hat mir die Bibel sehr geholfen, überhaupt irgendwie klar zu kommen. Ohne sie hätte ich hier nicht darüber so offen schreiben können, sondern würde immernoch meine Umwelt verbrennen. Das muss klar gesagt werden.

    Danke auch an den Verfasser dieser Seite.
    Viele Grüße,
    Lars

    • Frau Holle sagt:

      Lars – Du redest – also wirst Du gesehen… (frei nach Sokrates)…

      Vielleicht kommt es weniger auf die Bilder, als auf die Gefühle an, die Dir Deine Träume offenbaren (oh Herr Freud – ich bitte um Entschuldigung)…
      Wie sonst soll Dir Dein Unterbewusstsein so was Abstraktes wie Gefühle (Deine) offenbaren – könnten sie nicht die Verbindung zu Dir selbst sein? …

      Du möchtest komplettiert sein? Das geht nur mit ALL Deinen Gefühlen – sie sind ein Teil von Dir.

      Hier, lies mal :

      Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte / und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, / hätte aber die Liebe nicht, / nützte es mir nichts.

      Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. /

      Prophetisches Reden hat ein Ende, / Zungenrede verstummt, / Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, / vergeht alles Stückwerk. Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

      Hohelied der Liebe (1. Korinther 13)

      Schön, nicht?

      Und was soll das mit Dir zu tun haben?

      Vielleicht mehr, als Du denkst …

      • Lars sagt:

        Frau Holle,

        danke für den tatsächlich sehr schönen Textauszug 🙂 Ich kenne das bereits, aber ich kann es leider nicht richtig nachvollziehen. Genau dort sehe ich auch meinen Fehler. Ich kalkuliere jede Sekunde meines Lebens durch, und auch wenn ich mich entscheide, es anders zu tun, stellt sich dabei keine „Liebe“ in der Gefühlswelt ein. Ich habe halt angefangen, die Dinge nicht so zu tun, dass sie nur mir zum Vorteil gereichen, sondern eben allen anderen. Die freuen sich jetzt auch darüber und das wiederum bringt mir plötzlich doch einen Vorteil, nämlich, dass ich als aufopferungsvoll und hilfsbereit wahrgenommen werde. Aber hey, ich würde lügen, wenn ich abstreiten würde, dass genau dieser Handlungsstrang ebenfalls bereits vorher schon so durchkalkuliert war. Ich komm da nicht raus, da es funktioniert.. wo ist da der Platz für die Liebe, was tut sie denn statt dessen noch mehr, als das was ich mir schon errechnen kann? Ausser, das ich weiss, dass sie mir fehlt, weiss ich nicht viel davon. Es hilft mir auch nicht weiter, zu wissen, wie sehr sie mir wirklich fehlt, ich glaube ich überschaue das schon ganz gut, da ich Menschen kenne, von denen so viel anziehende, innere Ausgeglichenheit ausgeht, dass ich gar nicht umhin komme, zu erkennen, dass die irgendwas haben, was ich nicht habe. Schön, ich beneide sie drum, ich wäre auch gern so. Was kann ich tun? Ich verbessere mich darin, die zu imitieren, die das meiner Meinung nach sehr gut können, aber ich vermisse dabei immernoch dieses Gefühl in mir.. Vielleicht habe ich es ja, nein, mit Sicherheit habe ich es irgendwo, aber irgendwie komme ich nicht hin um es freizulegen. Wie irre muss man sein, um sich in einer Gruppe lieber Menschen einsam zu fühlen?

        Das mit meinem alten Herrn ist so ein Dauerbrenner geworden, da ich ihm ständig dabei begegne, wie er gerade versucht, mir in meinem hart erkämpften Geschäft zu konkurrieren. Ohne dass mich das geschäftlich wirklich angreifen würde, so ist es das „Gefühl“, was mir sagt, dass er genau aufgrund dieser von ihm dabei gezeigten Einstellung diesen Zustand in mir einst erzeugt hat und das immernoch auf dieselbe Weise tut. Genau deswegen staut sich so viel Grimm in mir an, wo er sicher nicht hingehört. Würde er mir nicht ständig auf diese Weise über den Weg laufen, wäre das auch nicht so, ich würde ihn einfach vergessen können. Aber das möchte er nicht. Es ist zum auswachsen, da er mich genau dort hat, wo er mich haben will…an dem einzigen Gefühl, was ich wirklich kenne. Liebe ist es leider nicht 🙁

        • Sanne sagt:

          Hallo Lars,

          „Ich habe halt angefangen, die Dinge nicht so zu tun, dass sie nur mir zum Vorteil gereichen, sondern eben allen anderen. Die freuen sich jetzt auch darüber und das wiederum bringt mir plötzlich doch einen Vorteil, nämlich, dass ich als aufopferungsvoll und hilfsbereit wahrgenommen werde.“

          Durch reine Imitation kann man nicht reifen, es ist vielmehr das, was ich als Cargo-Kult bezeichnen würde, hier ist es die andere Seite der gleichen Medaille. Ich denke nicht, dass das auf Dauer weiterhilft, leider, zumindest, solange Du nicht verstehst, warum die anderen so handeln, wie sie es tun. Was Du auf jeden Fall machen kannst ist: sie fragen!

          „Warum hast Du mir/dem soundso (kein) Geld geliehen?“/ „Warum hast Du (nicht) angerufen?“, … ohne Vorwürfe / Ausreden, rein zum Informationsaustausch. Wenn die Leute merken, dass Du ehrlich interessiert bist, werden sie Dir oft genug ehrliche Antworten geben, so dass Du daraus lernen kannst, so zumindest meine Erfahrung.

          Die ausreichende Größe der Stichproben macht das zuverlässige Ergebnis 😉

          Wenn Du gefragt wirst, kannst Du ehrlich antworten und wenn Du etwas nicht weißt, dann kannst Du zugeben, dass Du es nicht weißt. Das macht die Kommunikation für alle, auch für Dich, viel einfacher.

          Die persönliche Reifung – und damit die Fähigkeit zur Liebe – geht erst mit Selbsterkenntnis einher und das ist kein einzelner Augenblick, in dem das irgendwann „geschafft ist“, sondern ein u.U. langer und schmerzhafter Prozess der dauernden Selbstreflexion, der weitergeht bis ans Lebensende (zumindest bei mir, ich bin wahrscheinlich auch „gestört“, aber anders 😉 ).

          Wenn es Dir schwerfällt, mit Dir ehrlich zu sein (was meiner Erfahrung nach bei echten Narzissten immer der Fall ist), kannst Du Dir professionelle Hilfe suchen, wo Du im Idealfall lernen kannst, Deine echten Persönlichkeitsanteile von denen Deiner Eltern – oder ihren Projektionen – zu trennen, eine eigene, unabhängige Persönlichkeit herauszuschälen, evtl. wie ein Bildhauer, nur, dass diesmal Du der Bildhauer sein wirst, nicht Deine Eltern.

          „so ist es das ‚Gefühl‘, was mir sagt, dass er genau aufgrund dieser von ihm dabei gezeigten Einstellung diesen Zustand in mir einst erzeugt hat und das immernoch auf dieselbe Weise tut.“

          Diesem Gefühl würde ich unbedingt vertrauen und dieses evtl. gleich mit dem professionellen Berater angehen.

          Evtl. können an dieser Stelle andere, die da mehr Ahnung haben als ich, etwas erzählen, wie man sich eine solche Therapie so vorzustellen hat.

          Alles Gute 🙂

          • Sanne sagt:

            „was meiner Erfahrung nach bei echten Narzissten immer der Fall ist“

            Schwupps, schon ein Fehler drin, es sind eben nicht echte Narzissten, sondern narzisstische Störungen. Echte Narzissten haben kein Problem mit Selbstreflexion.

    • Montana sagt:

      Lieber Lars,
      vielen Dank für deine Zeilen, die aufzeigen, dass auch ein Narzisst innerlich leidet. Ich erkenne mich in Vielem wieder und glaube, ich bin auch eine Narzisstin oder erkennen sich wohl auch „gesunde“ Menschen teilweise in den Beschreibungen auf dieser Webseite wieder? Das Gefühl keine Liebe zu empfinden, kenne ich. Mein Bedürfnis nach Bewunderung ist sehr gross, kann ich aber vor anderen verstecken. Deine Technik alles absolut rational zu entscheiden, sehe ich auch für mich im Moment als den einzigen Weg, den ich unbewusst schon lange gehe. Da ich zu den erfolglosen Narzissten gehöre, kann ich mir eine Therapie eben nicht leisten. Was ich auf dieser Webseite begrüssen würde, wären Hilfestellungen für Nazissten zur Heilung.

    • C.b. sagt:

      Danke für diese Zeilen. Ich bin selbst Betroffener. Leider habe ich es viel zu spät erkannt nachdem es mir ein Therapeut vor kurzem diagnostiziert hat. Ich habe das größte Glück meines Lebens zerstört und hasse mich dafür. Die wichtigsten Menschen in meinem Leben haben sich von mir abgewendet und ich habs bis zum Schluss nicht mal registriert. Schuld waren immer die anderen. Jetzt nachdem ich erkannt habe wie ich meine Umwelt und den wichtigsten Menschen in meinem Leben verletzt habe möchte ich nicht mehr leben. Zu erkennen das man den größten Teil seines Lebens eine total falsche selbstwahrnehmung hatte ist bitter und sehr schmerzhaft. Im Moment habe ich keine Ahnung wie ich mit dieser Gewissheit weiter leben kann. Oder wie ich mein Leben zukünftig gestalten soll mit der ständigen Angst jemand zu verletzen ohne das ichs merke.

  6. Marion sagt:

    Bei all diesen Beschreibungen und dem „erkennen“ der Verhaltensweisen beim eigenen (Ex?) Partner ist mir speiübel geworden. Es ist für mich immer schwerer vorstellbar, dass hinter diesen Verhaltensweisen keine Absicht liegen soll. Ich kann (fast) nicht mehr glauben dass es sich hierbei im Grunde genommen um „hilflose, verängstigte Kinder die ihre Gefühle nicht kontrollieren können“ handelt. Für mich stellt sich das jetzt alles als eine extreme Form des Sadismus dar. Und das mit absolutem Vorsatz!
    Geht es nur mir so?

    Marion

    • Marion sagt:

      Nein Marion, mir geht es genauso.ich habe das alles acht Jahre mitgemacht.Das schlimmste war für mich wie ich erkannt habe was das für ein Mensch ist. Er hatte auch in dieser Zeit ständig andere Frau ….ich habe sehr schwer daran zu kauen .mir fällt es sehr schwer daran zu glauben das es wirklich so ist.manchmal denke ich es ist uns ein Traum aber Nein es ist die Realität. Es ist jetzt vier Monate her und es wird noch lange dauern bis ich das kapiert habe. Das ist alles in der Seele eingraviert und so was vergisst man nicht.

      Liebe Grüße Marion

      • Marion sagt:

        Hallo Namensvetterin,

        Danke für deine Worte. Ja, es ist ein Traum, ein Albtraum. Auch ich wurde betrogen, habe damals einen Ohrring gefunden. Als ich ihn darauf ansprach wusste er natürlich nicht eo der herkam. Ich hab ihm, wider besseren Wissens, geglaubt. Ich WOLLTE ihm glauben, weil die Wahrheit zu schmerzhaft war.
        Alles andere, die Lügen, das Ausnutzen, das schlechtmachen bei anderen…. irgendwie tut das alles nicht so weh wie dieser Vertrauensbruch, das Fremdgehen.

        LG
        Marion

  7. Yvonne sagt:

    Ich lese diese Seite sehr gerne und lerne viel daraus. Was mir auffällt ist, dass wir in einer eher narzisstischen Gesellschaft lern, wo Schein eben oft mehr zählt als Sein.
    In der Arbeitswelt ist narzisstisches Auftreten oft gefragt.
    Ich habe keine Ahnung, ob nicht auch ich teilweise narzisstische Verhaltensweisen annehme, nämlich immer dann, wenn ich mich gegen andere Narzissten durchsetzen muss. Andernfalls gerate ich hoffnungslos unter die Räder.
    Diese Rechthaber, die keine Fehler machen und sich nie entschuldigen kenne ich sehr gut. Meine Mutter war auch so.
    Anderseits war sie verglichen mit vielen andern noch direkt „gesund“.
    Mir fällt es schwer, narzisstisches Verhalten von „normalem“ autokrativem Geschäftsverhalten zu unterscheiden. Ausserdem habe ich seit dem Umgang mit so vielen Narzissten selbst narzisstische Züge entwickelt, weil ich sonst einfach nicht gesehen oder gehört wurde. Und was mach ich jetzt damit?

    • Jeder Mensch sollte sich ja durchaus einen gewissen Grad an Narzissmus zulegen, um den eigenen Selbstwert regulieren zu können. Solange es nicht übertrieben und damit krankhaft ist, solange er selbst nicht darunter leidet und auch sein Umfeld nicht, ist es nicht schadhaft.

      • Sigrid Scommotau sagt:

        Sehr geehrter Herr Grütteffien,
        Ich bin seit 3 Jahren von einem Narzissten getrennt. Wir haben 3 gemeinsame Kinder ,diese sind jetzt! 6, 9 und12 Jahre alt.Die Kinder leben seit 3 Jahren bei ihm, weil er damals das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen hat. Das ist 70 km von meinem Arbeitsplatz und Wohnort entfernt. Ich bin damals mit den Kindern in ein Frauenhaus gegangen weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste, weil sich die Situation derart zugespitzt hatte. nur hat mir damals niemand so richtig geglaubt, es wurde ja auch mit ihm gesprochen und er kann sich sehr geschickt darstellen und ist noch dazu Psychologe ( mit Doktortitel!) . Auf jedenfall würde ich ja gerne überhaupt keinen Kontakt mehr haben , das geht aber ja wegen der Kinder nicht. Natürlich macht er mir das Leben so schwer wie möglich in jeder Hinsicht. Das schlimmste ist jedoch das er die Kinder benutzt . Und ich bin nun mal die Mutter, der jüngste war 3 Jahre damals und will eigentlich zu mir, doch er verschleppt mit allen Mitteln diesbezüglich das Gerichtsverfahren. Aller 14 Tage amWochenende habe ich die Kinder und ich versuche sie zwischendurch jeweils einzeln, manchmal auch alle zusammen zu nehmen. Ich habe einen unregelmäßigen Dienstplan ( bin Musikerin in einem Orchester, also eine feste und super Anstellungen) diese nicht so leicht in ein Schema zu pressende Arbeitszeiten machen es nicht leichter, zu mal er ja gar nicht will…aber er stellt es eben auch nach außen immer so schlimm dar meinen Beruf. Auf jedenfall verbietet er mir immer wieder die Kinder zwischendurch zu nehmen wenn ich frei habe usw……Wie soll ich als Mutter damit umgehen, das er immer wieder völlig irrsinnige Regeln aufstellt, völlig absurde Begründungen wieso ich die Kinder nicht nehmen kann(darf). Das macht mein Leben so kaputt, natürlich ist es für mich schon schwer die Kinder nur aller 14 Tage sehen zu können aber diese ständige Konfrontation mit ihm, die ich aber wegen der Kinder zu einem Minimum wenigstens haben muss(Ferien, Familienfeiern, Feste, Feiertage, etc) ….Haben sie noch einen Rat für mich wie ich damit umgehen kann, es ist auch schlimm für mich das manche dritte das überhaupt nicht durschauen und glauben es liegt auch mir.
        Auch vor Gericht ist es oft schwer in der Kürze der Zeit darzustellen und ich stehe natürlich unter Druck und bin emotional.
        Danke für diese Seite,
        Bin auch dabei ein Buch von Ihnen zu lesen zum Thema…

        Sigrid

        • Leider kann man sich gegen diese Willkür nur mit rechtlichen Mitteln wehren. Es müssen klare Umgangszeiten ( Wochenende, in der Woche, Urlaub, Feiertage, Geburtstage ) aufgestellt werden. Hierzu sollten Sie sich mit Ihrem Anwalt absprechen. Verstößt er gegen die Regeln und kann keine glaubhaften Gründe dafür vorbringen, so erfolgt unverzüglich eine Ermahnung/Anklage durch den Anwalt. Das ist natürlich keine schöne Sache und im Grunde möchte man ja auch nicht ständig einen Rechtsstreit haben. Aber Narzissten sind meistens nicht anders zu zügeln. Dem Vater Ihrer Kinder muss klar gemacht werden, dass Sie sich nicht mehr alles gefallen lassen und auch bereit sind, zum Äußersten zu greifen. Sicherlich wird er sich eine Zeitlang dagegen wehren und versuchen, Sie auszutricksen. Sie müssen dagegen halten. Leider ist es mit Kampf verbunden oder Sie geben auf und müssen sich eine andere, innere Einstellung zum Umgang mit Ihren Kindern zulegen.

    • Klingbeil sagt:

      Hallo Herr Grüttefien. Ich danke ihnen, dass sie hier etwas für die Opfer tun und nicht für die Täter, wie sonst in dieser Gesellschaft üblich. Ihre eindeutige Botschaft ist:Ihr seid NICHT schuld !!!. Die Menschen die sich darüber beschweren, sind die Narzissen. Sind beleidigt, das es nicht um sie geht. Wollen immer im Mittelpunkt stehen. Völlig empört darüber wie es jemand wagen kann den Gepeinigten zur Seite zu stehen und ihnen Mut und Kraft zu geben für ein neues und zufriedenes Leben. Das hat jeder verdient, nicht nur der Peiniger. Ich geb mal einen Tipp an alle Narzissen :Holt euch Hilfe!“ Derjenige der sich jetzt darüber echauviert , ist ein Narzisst.
      Machen sie weiter Herr Grüttefien, damit die Opfer wissen“ Wir haben KEINE Schuld!!“

      • Michaela sagt:

        Ich bin mir nicht sicher, ob es hier tatsächlich um Täter und Opfer und Schuldzuweisung oder irgendwelche Verurteilungen gehen soll. Zu jeder Art von Beziehung gehören immer zwei, die agieren, egal ob das Kräfteverhältnis ausgeglichen ist oder nicht.
        Was ich aus diesen Seiten gelernt habe ist, dass mir die Dinge, die ich mit dem Narzissten erlebt habe, passiert sind, weil ich bzw. mein Verhalten ein Auslöser dafür war. Nichts passiert ohne Grund, ich strahle etwas aus und bekomme Entsprechendes zurück. Es ist ein schwerer Schritt (vielleicht sogar mit der schwerste) zu akzeptieren, dass auch einen selbst eine Schuld trifft, weil man selbst auch Schwächen hat. So paradox es klingt, aber diese Erkenntnis hat mir die Kraft gegeben, mich neu zu sortieren, mich selbst zu finden, meine eigenen Stärken zu finden. Ab diesem Zeitpunkt habe ich meinen Narzissten mit einer gewissen Gelassenheit betrachtet, er hat mich nicht mehr beunruhigt, ich hasse ihn nicht und verurteile ihn nicht. Er ist wie er ist, weil er eine schwere Vergangenheit hat. ich bin nicht diejenige, die ihm helfen kann, aber ich wünsche ihm, dass es jemanden geben wird, der es kann. Und ich bin froh, dass ich – im Gegensatz zu ihm, der in sich gefangen ist – die Möglichkeit habe mich zu ändern, wenn ich es will…

  8. Dani sagt:

    Hallo,

    aus aktuellem Anlass bin ich über englischsprachige Seiten auf das Thema “ vulnerable“, „lavert“ oder „covert“ Narcissism gestossen. Ich bin mir sicher dass mein Partner ein solcher Narzisst ist, es wird immer schwieriger und unerträglicher, mit ihm zu leben, weil er so viele Widersprüchlichkeiten in sich vereint. Er sprach seine Therapeutin auf Narzissmus an und sie hat ihm Bücher der üblichen deutschen Autoren, z.B. Rainer Sachse empfohlen. In dem, was man bei uns über dieses Thema lesen kann, findet mein Partner sich nur zu Teilen wieder und streitet daher insbesondere seine aggressiven Anteile in sich ab, die ich dennoch, meist durch Schuldzuweisungen etc., zu spüren bekomme. Also, die Symptome findet er zum Teil zwar „passend“, aber nicht seinen „Umgang“ , sein Verhalten damit, worin sich die verschiedenen Narzissmustypen ja gravierend unterscheiden. Hier kennt man ja eher den „gewöhnlichen“ Narzissten oder das, was man sich darunter vorstellt. Gibt es in Deutschland Psychologen, die in dieser Richtung schon weiter sind, Bücher vielleicht auch?

  9. Theresa sagt:

    Guten Tag
    Mir gefällt Ihre Seite sehr gut. Es bringt alles auf den Punkt, aber eine Sache fehlt.

    Ich bin nur indirekt von einem Narzissten betroffen. Meine Freundin lebt schon sehr lange mit so einem Menschen zusammen, sie haben sogar ein Kind zusammen. Er ist eher der erfolglose Narzisst, träumt von allem, gibt sich auch so, scheut aber die Arbeit wie der Teufel das Weihwasser.
    Mittlerweile lehnt er mich als Freundin der Partnerin ab, macht mich natürlich schlecht.
    Nun habe ich endlich herausgefunden, dass er ein Narzisst ist und eigentlich Hilfe benötigt. Aber erbraucht ja keine, er macht ja alles richtig.
    Wie kann ich meiner Freundin helfen und zur Seite stehen? Ich kann ja nicht immer auf Ihren Partner rumhacken und Ihre Beziehung schlecht machen etc. Eine Trennung kommt für sie vorerst nicht in Frage, weil sie das Ihrem Kind (13) nicht antun möchte. Dieser verhält sich aber bereits wie der Vater.
    Kann ich meiner Freundin helfen oder lieber so schmerzhaft es auch für mich ist, auf Distanz gehen und/oder die Freundschaft beenden ?

    • Du solltest Ihr helfen, mit Ihren Schuldgefühlen richtig umzugehen. Sie ist nicht Schuld an der Situation, sondern ihr narzisstischer Partner. Das ist wichtig für Sie, dass zu verstehen, damit ihr Selbstwertgefühl nicht völlig zerbricht. Gib Ihr den Hinweis, sich mit dem Narzissmus zu beschäftigen. Dränge Dich aber nicht auf, sondern spüre die Situation, in denen Sie wirklich über sich und die Beziehung reden möchte und nach Unterstützung verlangt.

      • Theresa sagt:

        Lieber Herr Grüttefien,
        am vergangen Sonntag war ich bei meiner Freundin, um Ihrem Lebenspartner mal zur Rede zu stellen. Bei ihr zu Besuch, war ich hin und hergerissen, ob ich nun mein Anliegen vorbringen sollte oder nicht. Er gab sich wieder sehr charmant und ich zweifelte an mir selbst, ob ich wirklich richtig lag, mit meiner Behauptung, dass er ein Narzisst ist. Aber er ist einer. Denn stritt alles ab und beschimpfte mich mit Eigenschaften, die einem Narzissten beschreiben, so dass ich das Gespräch beendete und die Wohnung verließ.

        Das war letzten Sonntag. Seit dem tyrannisiert er sie.

        Ich gab ihr zwischenzeitlich mal den Hinweis, sich mit dem Narzissmus auseinanderzusetzen und sie bestätigte mir, dass sie einen zu Hause hat.
        Heute nun traf ich sie wieder und sie war sehr traurig. Wenn ich nach Hause komme, geht es weiter, so ihre Aussage.

        Warum ist er nur so böse zu ihr ? Ich kam auf „blauen“ Dunst und nun behauptet er, sie hätte es gewusst. Und eigentlich spielt es auch keine Rolle. Ihm wird eine Frage gestellt und der tickt aus.

        Ich habe Ihr schon gesagt, dass ich für sie da bin, wenn sie reden möchte und /oder Hilfe braucht.

        Was kann ich tun, um ihr zu helfen ?

        • Abwarten ! Wenn ein Narzisst entlarvt wird und man sein Spiel durchschaut hat, dann wird er entweder aggressiv, weil er wieder die Oberhand gewinnen möchte oder er sucht sich neue Freude. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Du gerne helfen möchtest, DU darfst aber auch nicht vergessen, dass Du Dich selber schützen musst und nicht mit heruntergezogen wird. Es ist vielleicht Deine Freundin, dennoch ist es nicht Deine Angelegenheit. Warte, bis Sie Deine Hilfe sucht !

          • Theresa sagt:

            Lieber Herr Grüttefien,
            danke für die Antwort. Nun sind ein paar Tage verstrichen, Weihnachten vorbei und ich dachte, das das schlimmste überstanden ist. Leider hat meine Freundin das Weihnachten nicht so schön verbracht, wie ich es mir Ihr gewünscht hätte. Schade, denn nun möchte sie sich weder mit mir treffen noch sonst irgendetwas. Es ist ja wirklich nicht meine Angelegenheit, aber ich mache mir Sorgen um sie, denn körperlich geht es ihr leider auch nicht gut.
            Soll ich sie nun tatsächlich in Ruhe lassen oder ist es eine Aussage, die sie so gar nicht gemeint hat und das Gegenteil wünscht?
            Soll ich Ihre Familie involvieren oder geht das zu weit ?

            Kann mir jemand aus seiner Erfahrung mitteilen, was zu tun ist ?

            Vielen Dank im Voraus

        • Henni sagt:

          Sie sollte Lesen, Lesen, Lesen um erst einmal zu begreifen, was diese „Beziehung“ überhaupt bedeutet, wieso die Handlungsweisen des Narzissten -und auch ihre- so sind wie sie sind. Erst durch das Verstehen und Erkennen wird sie in de Lage sein zu handeln. Ob sie es dann schafft sich zu trennen wird die Zeit bringen. Noch hält sie irgendetwas in ihrem innersten an ihn. Sie handelt wie sein verlängerter Arm wenn sie sich jetzt nicht mit dir trifft, -sie weiss das er es nicht möchte und Terror machen wird, also macht sie es erst gar nicht aus dem Wunsch heraus, das die gute Dr Jekyll-Seite des Narzissten wieder zum Vorschein kommt und er ihr wieder wohlgesonnen ist,alles wieder gut ist wie zu Beginn der Beziehung. Wenn Sie erkennt, das Ihre Liebe einer leeren Hülle hinterherjagt, die einfach nichts aber auch gar nichts zurückgeben kann (ein Narzisst ist gar nicht in der Lage dazu)wird sie das weiterbringen.Ich kannte einige Jahre die aerztl. Diagnose meines Mannes -eine narzisstische Pers. Störung. Was dies für MICH bedeutet habe ich jedoch lange nicht begriffen, im Gegenteil ich habe versucht meinem Mann mit seiner Krankheit zu „helfen“ -das seine Krankheit MICH und UNSER KIND zum Opfer macht musste ich erst sehr sehr schmerzlich erfahren. Erst das Lesen hat mich erkennen lassen. Und trotzdem fällt die Trennung unglaublich schwer- für Aussenstehende ist das vermutlich nicht nachvollziehbar. (Vielleicht ist der Grund das man als Partner irgendwann einmal einen kleinen Blick auf den ganz ganz ganz tief hinter dieser Dr Jekyll Mr Hyde Monster-Tarnung befindlichen winzigen vielleicht sogar liebenswerten Kern des Narzissten werfen konnte) Ich hoffe du verlierst nicht den Kontakt zu ihr, Isolation des Opfers ist ein Mittel des Narzissten. Wenn du dich zu sehr aufdrängst spielst du Sie dem Narzissten in die Arme. SIE muss das Muster selbst erkennen. Ein bisschen wie beim Süchtigen, nur das ER ihre Droge ist.

          • Theresa sagt:

            Hallo Henni,
            danke für Deine Meinung. Aufklärung betreiben ist sehr wichtig, die Frage ist nur wie. Ob sie tatsächlich sich immer noch mit dem Thema beschäftigt, kann ich nicht sagen. Sie machte sich in der Vergangenheit sehr rar, ich kam gar nicht mehr an sie ran. Mittlerweile telefonieren wir wieder, aber leider nur heimlich. Ein Treffen außerhalb ihrer Arbeitszeit geht nicht, da sie nach eigener Aussage zu Hause Ruhe haben will. In meiner Verzweiflung habe ich ihr einen Brief geschrieben, der ihr aufzeigen sollte, dass ihr Sohn (13) auch unter dem Narzisstischen Vater leidet. Sie hat ihn tatsächlich gelesen. Aber ob sie wirklich begreift, dass ich ihr nicht schaden sondern helfen will?
            Meine Frage wäre jetzt einfach, ob ich ihr mal diese Seite mit meinen Ausführungen und Antworten zeigen sollte. Dadurch würde ich mich zwar outen, aber vielleicht heiligt der Zweck die Mittel ?
            Lieben Gruß
            Theresa

  10. Frau Holle sagt:

    Hier werden Hintergrund und Qualifikation des Verfassers dieser Seiten angezweifelt, die Psycho-Physiognomie wird auch im Internet teilweise in die Nähe der esoterische Ecke gestellt.

    Mir persönlich ist es völlig wurscht, welche Qualifikation und wissenschaftliche Reputation jemand hat. „Wissenschaftlich Studierte“ Therapeutenleute und Behörden ließen mich jahrzehntelang mit meinem Problem alleine, verschlimmerten meine Situation gar. Auf diesen Seiten hier finde ich einfach gesunden Menschenverstand und eine simple, umwerfend eingängige Logik vor, die mich wirklich weiterbringt, mir hilft, meine schädlichen Denk- und Verhaltensmuster regelrecht zu enttarnen… Habe in den letzten Wochen sehr viel recherchiert und genauso viel (wissenschaftlich bestimmt fundierte) Literatur gefunden – aber das ist mir alles viel zu theoretisch, rational – kaum PRAKTISCHER Bezug. Ich habe das Gefühl, dass mit diesen Seiten BEIDES erreicht wird – mein Verstand UND mein Gefühl – und ich finde ganz viele praktische Tipps. Das Lesen vieler Beiträge hier tut wirklich weh – aber ich habe auch den Eindruck, dass es vielen Menschen – sofern sie öfter schreiben – mit der Zeit besser geht.
    Einen kleinen Haken gibt es für mich allerdings doch: habe nicht die technischen Möglichkeiten, die Ebooks downzuloaden und nehme auch nicht an elektronischen Zahlungsverfahren teil. Gibt es einen alternativen Weg, die Bücher irgendwie erwerben zu können? Gibt es sie vielleicht sogar mal als PAPIERBÜCHER ?

    • Hallo Frau Holle,
      ich arbeite gerade an der technischen Umsetzung zur Erstellung von gebundenen Ausgaben meiner E-Books. Voraussichtlich im März nächsten Jahres werden die Bücher in Papierform erscheinen und wären dann auch über den Buchhandel erhältlich. An dieser Stelle möchte ich mich bei Ihnen für Ihre zahlreichen und fundierten Kommentare bedanken.

      • Frau Holle sagt:

        Hallo Herr Grüttefien,
        viele lieben Dank für Ihre Info. Die Frage nach Papier hat neben dem technischen auch den Hintergrund, dass mir das Lesen von Papierbüchern als Sehbehinderte einfach leichter fällt.
        Davon abgesehen, haben Ihre Seiten bei mir wirklich etwas in Bewegung gebracht. Auch, wenn ich mich heuer oft mies fühle – wie ich bei Ihnen gelernt habe, sollte ich diese negativen Empfindungen aber zulassen, um sie endlich heilen und integrieren zu können, so vielleicht die Diskrepanz zwischen Verstand und verdrängten Gefühlen zu verringern. Mir geht es bestimmt nicht anders als vielen Anderen hier. Habe momentan solche Ups und Downs – jetzt rückt eher die Rolle meiner Familie in den Vordergrund – mein prügelnder, missbrauchender Bruder, die manipulierende Halbschwester, diese Eltern – zu Allen habe ich den Kontakt vor 6 Jahren komplett abgebrochen, mich frei gemacht von altruistischen Zwängen und Dogmen …
        Mit Hilfe Ihrer Seiten kann ich so viele Zusammenhänge erkennen, Vieles verknüpfen.
        Nach den Erkenntnissen, die ich hier gewinnen konnte, würde es mir schwer fallen, wieder zu meinen alten Mustern zurückzukehren – selbst wenn ich wollte. Habe mir in den letzten Jahren schon so viel von mir zurückgeholt – meine Händigkeit wurde als Kind durch Eltern und Umgebung nachdrücklich von Links auf Rechts umerzogen – die professionelle Rückschulung mit all ihren positiven Effekten, Gewichtsreduktion, Nikotinaufgabe u.s.w. waren die ersten Schritte (allerdings alle rational dominiert) – und jetzt hole ich mir meine Gefühle wieder zurück … Bin heute mit einem dicken Wunschzettel über Bücher u. A. aus Ihren Literaturempfehlungen in die Buchhandlung gerannt … das wird noch viel Arbeit – aber dem stelle ich mich gerne …

        Lieber Herr Grüttefien – ich danke IHNEN für die Hilfe und die Entwicklung, die ich durch Ihre Seiten erfahren durfte….

        Und ich sende allen so liebenswerten warmherzigen Menschen hier eine dicke Umärmeldung – einfach dafür, dass sie so sind wie sie sind…

  11. Heinz sagt:

    Ich finde es etwas befremdlich bei allem Verständnis dass in Internetbeiträgen wie diesen und vielen anderen meines Erachten etwas herabwürdigend, kalt und verletzend über narzistisch veranlagte Menschen gesprochen wird. Die Probleme sollte man klar ansprechen, aber wo sind die Lösungsansätze für mehr oder weniger narzistisch veranlagte Menschen die sich Ihr „Sein“ vermutlich bzw. bestimmt nicht ausgesucht haben. Wie kann man Beziehungen eben evtl. doch sinnvoll gestalten. Was fängt jemand mit sich an, der Selbsterkenntnis gewinnt und mit sich klarkommen muss und möchte. Das man Menschen helfen möchte die mit „Narzisten“ oder mehr oder weniger narzistsich veranlagten Menschen zu tun haben, ist gut. Aber ist man nicht insgesamt zu schnell bei der Hand mit Ratschlägen wie: ganz weit weglaufen etc. anstatt andere Lösungsansätze suchen. Und ist nicht manches auch eine Modeerscheinung, bzw. könnte es sein, dass so mancher unbewusst in eine Rolle gedrängt und manches über Gebühr pathalogisiert wird weil andere irgendetwas gelesen haben und meinen: ja natürlich, so und so ist das / die Person. Und das damit manches sogar als self-fulfilling prophecy verstärkt wird, und das von vielen zu schnell zur Trennung geraten wird, was auch ein Problem sein kann. Wo sind die kurz- und mittelfristigen Hilfsansätze, wo die Empathie für Menschen die sehen, dass sie Probleme mit Ihrer eigenen Persönlichkeit haben und darunter leiden?

    • Arianna sagt:

      Ganz einfach: es gibt keine. Wenn man das Wort „Narzissmus“ einmal vergisst und ein wenig in der Bibel liest, wird einem klar, dass dies eigentlich ein Modewort ist. Was diese Menschen tun, ist böse. Vielleicht könnten sie anders, vielleicht nicht, aber man darf sie keinesfalls bedauern und ihnen helfen wollen. Dem Bösen darf kein Raum gelassen werden. Den Narzissten als Böse zu bezeichnen ist vielleicht übertrieben, aber was er tut, ist definitiv böse. Man muss vor ihm fliehen und alles aus seinem Kopf bekommen, was dieser Mensch einem jemals einreden wollte: er dachte dabei immer nur an sich selbst.
      Sicher, man kann durch diese Menschen viel über sich selbst lernen, durch solche Beziehungen wachsen und reifen. Man kann aber auch kaputt gehen. Oder noch schlimmer, man passt sich an und wird so ähnlich wie sie.
      Man kann für seinen Missbraucher beten und Gott darum bitten, ihn zu retten. Als Opfer kann man das keinesfalls. Da bleibt einem nur eines: lauft, so weit ihr könnt!!
      Ich spreche aus über 30jähriger Erfahrung und über 3jähriger Zugehörigkeit zu einer entsprechenden Selbsthilfegruppe.

      • Heinz sagt:

        Der Mensch ist also nicht die Summe seiner Erfahrungen und Erlebnisse? Sicher kann man nicht die Verantwortung abgeben, die jeder erwachsene Mensch für sich selbst hat, aber es scheint doch so zu sein, dass ein Narzist oftmals nicht erkennt welches Problem er hat. Ich denke nicht dass es mit einer Aussage wie „gut und böse“ getan ist. Zumal es mir scheint als wenn oft nicht mehr die Grautöne gesehen werden (in den Beschreibungen) sondern nur schwarz und weiß. Narzisst/ Nicht Narzisst, und viele Leute auch etwas verrückt gemacht werden. Nach obene genannter Aussage, darf man ja keinem Menschen helfen da: „was diese Menschen tun ist böse…“ das erscheint mir doch etwas zu einfach. Ich muss zugeben ich gehe wohl von einer abgemilderten Form aus, habe aber den Verdacht und den Eindruck, dass manche „Opfer“ auch einfach nur gerne „einfache“ Erklärungsmuster aufgreifen, und es sich gelegentlich etwas einfach machen?

    • Sanne sagt:

      „Wo sind die kurz- und mittelfristigen Hilfsansätze, wo die Empathie für Menschen die sehen, dass sie Probleme mit Ihrer eigenen Persönlichkeit haben und darunter leiden?“

      Die Empathie für diese Menschen ist da, zumindest bei mir, aber diese Empathie alleine hilft ihnen leider nicht. Die Voraussetzung ist, wie Du richtig sagst, dass sie Probleme mit der eigenen Persönlichkeit wahrnehmen und dass sie ernsthaft versuchen wollen, dies zu ändern, vorher bleibt einem im Endeffekt wirklich nichts anderes übrig, als den Platz zu räumen, nicht selbst die narzisstische Zufuhr darzustellen, wie Arianna ganz richtig formuliert hat.

      Ich selbst kann auch nicht viel mit dem Begriff „böse“ anfangen, d.h. ich benutze ihn nicht, weil ich nicht genau weiß, was er heißt. Vielleicht ist er wirklich religiösen Ursprungs? Wenn ich für mich eine Definition versuchen würde, würde ich sagen, jemand der „böse“ ist, ist ein schlechter Mensch (= verletzt absichtlich andere), weiß davon und will nichts daran ändern, weil er sich im Recht fühlt (beispielsweise, weil auch er ein Opfer ist). Auch mit dieser Definition kann ich an Ariannas Standpunkt nichts aussetzen.

      Ich würde mir wirklich wünschen, dass in baldiger Zukunft eine Diagnose und Psychotherapie i.A. eben nicht mehr eine Diskrimierung darstellt, so dass die Hemmschwelle Hilfe zu suchen auch für Narzissten irgendwann niedrig genug ist. Tatsächlich habe ich gerade wieder mit einem Narzissten diskutiert, er ist natürlich ausgeflippt und hat nur noch Angriffe gesehen, die nicht da waren und mir scheint, dass die Angst, pathologisiert zu werden, auch der Hauptgrund dafür war 🙁

    • Klingbeil sagt:

      Wenn jemand merkt, das er Probleme mit seinem narzisstischen Grundwesen hat, ist Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren. Hier wird von Narzissen geredet bzw. geschrieben, die ihre Charaktereigenschaften lieben und sich als Mittelpunkt der Welt ansehen. Sie verweigern jede Hilfe, im Grundfesten Glauben nur sie sind richtig und alle Anderen sind falsch.Ich spreche aus 29 jähriger Erfahrung. Egal welche Strategie man versucht, man ist IMMER der Verlierer. Es ist die einzige Alternative zu gehen, bevor man in der geschlossenen Psychiatrie oder am Strick endet, und das wegen EINEM MENSCHEN der sich selbst am ,wichtigstem ist und über Leichen geht !!!

      • Hypathia sagt:

        „Egal welche Strategie man versucht, man ist IMMER der Verlierer. Es ist die einzige Alternative zu gehen, bevor man in der geschlossenen Psychiatrie oder am Strick endet, und das wegen EINEM MENSCHEN der sich selbst am ,wichtigstem ist und über Leichen geht !!!“

        Das kann ich bestätigen aus meiner Erfahrung mit Narzissten. Ich habe geliebt und Schläge eingesteckt bis zur Selbstaufgabe. Am Ende der Beziehung, war ich das „Problem“, weil ich wieder angefangen habe selbst zu leben, nicht zu machen was er sagt, auch mal „Kritik“ geäußert. Okay, er hat dann eine andere Frau kennengelernt, mit ihr ein Kind zusammen (mein Beileid) ich habe keinerlei Kontakt mehr zu ihm. Scheinbar bewundert sie ihn jeden Tag, sodass die Beziehung hält. Ich hatte ihn nicht mehr bewundert (das mochte er ganz besonders),und ihm nicht mehr nach dem Mund geredet. Bevor ich mich gewehrt habe, bin ich für 4 Wochen eingefahren ins Krankenhaus. Die Ärzte wussten nicht wirklich was ich hatte, ich erholte mich aber sehr schnell. Das ist jetzt fast 30 Jahre her. Seitdem versuche ich mich zu schützen, aber es gelingt nicht immer, weil ich mehrere Narzissten in meinem näheren Umfeld habe. Auch erst festgestellt durch diese Webseite von Herr Grüttefien.Danke, Danke, Danke!
        Für mich ist Rückzug und Distanz das einzige Mittel, mich selbst zu spüren, zu lieben und zu schützen, sonst Selbstvorwürfe bis zur Selbstverletzung, Alkoholmissbrauch gegen Hyperarousal.
        Ganz nebenbei habe ich auch noch ein Helfersyndrom, PTBS, Depression, Rückenschmerzen.
        Hilfe holt man sich am Besten bei Psychotherapeuten, guten Freunden und guten Webseiten, wie diese hier.

        Viele Kommentare finde ich sehr angenehm und nützlich, danke dafür!!!

  12. Frank Schreiber sagt:

    Mich würde interessieren wer Sie sind was Sie für eine Ausbildung haben und ob Sie nicht Leuten eine Anleitung geben um andere Leute zu diskreditieren und zur Verleumdung zu verleiten.
    Ist das nicht selbst ein wenig Annmaßend beziehungsweise Verantwortungslos ? Es kann meiner Meinung nach ziemlich fatal sein wenn Jemand von Anderen mit solchen Dingen etikettiert wird.
    Das sind Meinungen Behauptungen und außerdem stellt sich die Frage sind psychiatrische Diagnosen überhaupt valide ?
    Was ist ein Psycho-Physiognom ? Das ist mir irgendwie suspekt !

    Mit freundlichen Grüßen

    Wolfgang Gehri

    • Dieser Blog versteht sich als Aufklärung über den Umgang mit schwierigen Menschen, die ein hohes Defizit haben was zwischenmenschliche Beziehungen angeht. Nicht zuletzt dürften Sie aus den zahlreichen Kommentaren entnehmen können, welches Leid diese Menschen produzieren können. Deshalb sollen Narzissten nicht generell verdammt werden, sie haben halt auf anderen Gebieten ihre Stärken. In Beziehungen erweisen Sie sich jedoch als wenig einfühlsam und kompromissbereit, weshalb ein Auskommen mit ihnen sehr schmerzhaft sein kann.

  13. NHi sagt:

    Hallo,
    allein schon die Erkenntnisse, die ich auf diesen Seiten sammeln konnte, haben mir eine Zentnerlast von den Schultern genommen. Unglaublicher Augenöffner!!! Endlich!
    18 Jahre Martyrium liegen bereits hinter mir, mit fatalen körperlichen und seelischen Folgen.
    Ich war gar nicht darauf vorbereitet und bin eher zufällig auf diese Webseite gestoßen. Und aus heiterem Himmel bekomme ich einen neuen Blickwinkel.
    Bin gerade noch völlig euphorisiert!
    VG, NHi

  14. Peter sagt:

    Die Website ist super – alle Infos auf einen Blick. Ich hatte eine narzisstischen Vater. Nur auf sein Vorteil bedacht, hat er alles zwischenmenschliche zerstört – zu seiner Ehefrau wie auch den Kindern. Permanente Manipulation durch Lügen, Grössenwahnsinn, tiefstes Abwerten bis zur Schickane anderer Menschen, war alles vorhanden. Er war immer der Grösste, alle anderen waren minderwertig. Hätte ich viel früher erkannt, was mit ihm los war, hätte ich mich entfernt und ihn sein lassen. Aufgrund der Unkenntnis suchte ich immer wieder seine Nähe, um ihm unbewusst zu genügen. Was natürlich nie möglich war.

  15. aragon sagt:

    Hallo zusammen! !!! Auch ich befinde mich seit einigen Tagen in akuter trennungsphase mit einem narzissten…ich kann nur sagen ich bin am ende muss in stationäre Behandlung dazu kam noch das ich versucht habe das ganze mit Drogen zu ertragen ..das ende vom lied kann sich jeder denken…ich wusste bis heute nicht das sowas wirklich existiert…das es wirklich sein kann das man so von einem menschen getäuscht wird der doch alles für einen war…!!!Er hat mich so von sich abhängig gemacht emotional das ich denke ich kann ohne ihn nicht mehr leben…ich versuche einfach im Moment zu überleben und das ganze irgendwie zu begreifen…

    • pia sagt:

      es reicht vollkommen, nur den Tag zu überleben.
      Mehr wird im Moment nicht möglich sein. Beschäftige Dich mit dem Thema narzisstische Persönlichkeitsstörung und lies alles, was Du in die Finger bekommst.
      Es wird eines Tages leichter werden. Das kann ich Dir versprechen.
      Ich hatte insges. 3 Beziehungen mit solchen Männern. Beim 1. kannte ich diese Störung noch nicht und war komplett fertig. Durch den 2. Mann habe ich erst von dieser Störung erfahren, denn er hatte eine ärztl. Diagnose. Der 3. Mann war es dann leider auch. Durch ihn bin ich mir sehr viel näher gekommen.
      Kürzlich lernte ich einen Mann kennen und ich merkte bald, dass er sich typisch narzisstisch verhielt, da habe ich ihn sofort „verabschiedet“. Mit anderen Worten, es hat insges. 13 Jahre gedauert, bis ich den Umgang mit diesen Menschen gelernt habe. ich fühle mich gut und freue mich auf die. Zukunft.

  16. Elisabeth sagt:

    Guten Tag! Auch mir gefällt Ihre Seite gut, bringt sie doch auf einen Nenner, was ansonsten nur das stundenlange (oder vielmehr wochen- wenn nicht monatelange) Recherchieren im Internet oder Fachliteratur an Wissen zusammenhäufen kann.

    Meine Auseinandersetzung mit dem Narzissmus begann vor zwei Jahren, als ich eine fünf Jahre währende Beziehung zu einem Narzissten beendete, der sein Spiel der Blendung allerdings so gut beherrschte (oder ich meine Verdrängungsmechanismen), dass ich erst spät (fast zu spät) bemerkte, an wen und in was ich da geraten war. Mein Weg „Sehende“ zu werden und mein „Path Forward“ sind noch nicht abgeschlossen, manchmal holt mich der Schmerz über diesen substanziellen Betrug noch ein.

    Ich möchte allerdings auf eines verweisen, zwar betonen Sie in ihrem Blog mehrfach, dass sich das Gesicht des Narzissmus in vielen Spielarten zeigen kann und dass es auch „Looser“ unter ihnen geben könne, jedoch entsteht -zumindest war es bei mir so- dennoch das Bild, dass man es i.d.R. meist mit dem attraktiven und offen agierenden Narzissten zu tun hat. Nun, aufgrund eigener Erfahrung weißt ich aber, dass Narzissten nicht nur als offensichtlich Grandiose oder verhuschte Verlierer daher kommen können, sondern sich auch als s.g. „geheime“ oder „sozial angepasste“ Narzissten sehr gut tarnen können. Dieser Menschenschlag verfügt über ein eher durchschnittliches Aussehen, tritt sehr bescheiden auf, präsentiert sich als Gutmensch schlechthin, um seinen Narzissmus erst dann zu offenbaren, wenn es zu spät ist, nämlich dann, wenn sich der Partner/die Partnerin sich bereits emotional eingelassen hat. Und dies ist das Gemeine am sozial angepassten Narzissten, denn der Partner kann nicht ahnen, dass der Gutmensch nach innen genau das Gegenteil dessen lebt, was er nach außen präsentiert.

    Ich schreibe dies, weil in vielen Foren verzweifelte Narzissmusopfer gern ein Regelwerk „12. Schritte, wie ich einen Narzissten wirklich erkenne“ an die Hand bekämen und sich schwören, sich in Zukunft nur noch auf den bescheidenen und unauffälligen Typus Mensch einlassen zu wollen.

    Nun, auch in diesem kann sich ein Wolf im Schafspelz verbergen. Letztendlich bleibt für mich eine Instanz, an die ich mich in Zukunft halten werde und das ist mein eigenes Bauchgefühl, das i.d.R. sehr früh Störungen anzeigt. Und solange gilt es, wie hier so trefflich beschrieben „wohlwollende Distanz“ zu wahren.

    Auch ich kann den Narzissmus-Thread im Trennunngsschmerzforum empfehlen, auch wenn es dort mitunter hoch her geht.

    Vielen Dank nochmals!

    Liebe Grüße
    Elisabeth

  17. Rosi sagt:

    Vielen Dank für diese wertvolle Informationen. Hat mir sehr sehr geholfen. Danke

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Es gibt viele berühmte Politiker, Schau- spieler, Wirtschaftsbosse, Sportler und Künstler mit auffallend narzisstischen Eigenschaften. Es scheint so, als sei Narzissmus notwendig, mindestens aber von Vorteil, um erfolgreich zu sein und berühmt zu werden.  

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