Narzissmus im Vereinsleben

Menschen schließen sich Vereinen an, um ihre gemeinsamen Interessen zu pflegen oder ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Leider schleichen sich auch Narzissten ins Vereinsleben ein und stören das gute Miteinander durch Wichtigtuerei, Intoleranz, Missgunst und Intrigen. Sie sind mehr an dem eigenen Image interessiert als an dem Wohl des Vereins oder der Mitglieder.

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Ein Verein ist ein Zusammenschluss mehrerer Personen zur Verfolgung eines gemeinschaftlichen Ziels oder eines gemeinsamen Zwecks auf freiwilliger Basis. Die Ämter zur Leitung und Organisation des Vereins werden meist ehrenamtlich übernommen. Da mit der Ausübung von Ämtern innerhalb des Vereins sehr viel Arbeit verbunden ist, die aber in der Freizeit erledigt werden muss und unbezahlt bleibt, ist die Bewerberzahl für diese Posten meist überschaubar.

Mitglieder können viel Befriedigung aus der Mitarbeit in einem Verein ziehen, allerdings widerstrebt es vielen, nach Feierabend noch ein verantwortliches Amt mit viel Arbeit auszuüben. Auf der anderen Seite bieten solche Ämter auch Einfluss und Macht. Wer eine Funktion im Vorstand eines Vereins ausübt, kann mitbestimmen und mitgestalten, besitzt Entscheidungsbefugnisse und genießt in der Regel verschiedene Privilegien, wie z. B. Dienstreisen mit Kostenübernahme, Vorzugsbehandlung im Vereinsleben oder auch im gesellschaftlichen Leben außerhalb des Vereins, Ehrenamtskarten, Geschenke, Urkunden und Orden für die Amtsausübung.

Narzissten können in Vereinsämtern ihre zentralen Bedürfnisse befriedigen: Sie stehen im Rampenlicht, ziehen Aufmerksamkeit auf sich, genießen Bewunderung für ihre grandiose Persönlichkeit und haben in der Regel besondere Vorrechte gegenüber anderen Mitgliedern.  Man findet sie daher in jeder Form von Vereinen: Sportvereine, Karnevalsvereine, sozialen Vereine wie z. B. Deutsche Rote Kreuz, Deutsche Caritasverband, die Arbeiterwohlfahrt oder die Diakonie, Vereine für Natur- und Tierschutz, Heimat- und Brauchtumsvereine, Kunst- und Kulturvereine, religiöse Vereine oder Sammlervereine.

Narzissten übernehmen gerne einen höheren Posten

Leitende Posten im Verein werden von Narzissten bevorzugt. Mit ihrem Charme, ihrer Begeisterungsfähigkeit, ihrem Darstellungstalent, ihrer Sprach- und Redegewandtheit, und ihrem geballten Geltungsdrang schieben sie sich schnell in den Vordergrund, überzeugen mit flotten Sprüchen und Konzepten, erfassen sicher die Interessen der Mitglieder und motivieren sie für ihre Ideen. Es gelingt einem Narzissten in der Regel schnell, sich bei den Mitgliedern beliebt zu machen.

Und dem Verein kommt das hohe Geltungsbedürfnis zugute. Der Verein findet in dem Narzissten eine engagierte Person, die den unliebsamen Job des Vorstandes ausfüllen möchte und der auch noch Enthusiasmus, Ideenreichtum, Geschicklichkeit und scheinbar Kompetenz mitbringt. Durch sein Auftreten scheint er wie für das Amt geboren zu sein. Auf diese Weise kommt eine Person in ein Amt, die möglicherweise nicht geeignet ist, sich aber gut präsentieren kann.

Dem Narzisst geht es nicht vorrangig um den Erfolg des Vereins, sondern in erster Linie um den eigenen Nutzen. Sein Ziel ist es, von allen bewundert und verehrt zu werden. Das alleine steht für ihn im Vordergrund. Fortan im Amt sieht der Narzisst den Verein als seine ganz persönliche Spielwiese an, wo er seine Selbstsucht bei jeder Gelegenheit ausspielen kann. Er betrachtet den Verein als sein Königreich, in dem er schalten und walten kann, wie er möchte.

Zwei Sorten von Narzissten im Verein

Dabei gibt es meist zwei verschiedenen Sorten von Narzissten, die sich im Vereinsleben breit machen. Zum einen können es die erfolgreichen Narzissten sein, die zur weiteren Steigerung ihres ohnehin schon beruflichen Erfolges einem Verein, Verband oder einer Initiative beitreten, um hierdurch das eigene geschäftliche Interesse noch besser und effektiver verfolgen zu können. Hierzu zählen z. B.  Bürgerinitiativen (z. B. im Kampf gegen die Ansiedlung von Konkurrenzunternehmen), Gemeinschaften (um die Wirtschaft in der Region anzukurbeln, wie z. B. Werbegemeinschaften), Verbände (um Erfahrungen, Wissen und Kontakte auszutauschen, aber auch um wirtschaftliche Vorteile zu genießen, wie z. B. Einkaufsverbände).

Hier geht es dem Narzissten nicht nur darum, sich in einem Verein darzustellen, sondern alle Kräfte zu bündeln, um den gemeinsamen Zweck zu fördern, der ihm letztlich für den eigenen Beruf, Arbeitsplatz oder Unternehmen von Vorteil ist. Er will seine Macht, seinen Einfluss und sein Vermögen mit Hilfe einer Organisation weiter steigern. Insofern wird er drauf drängen, dass man sich besonders ehrgeizige Ziele setzt und dazu sämtliche Kapazitäten des Vereins extrem gefordert werden.

Auf der anderen Seite gibt es den erfolglosen Narzissten, der in seinem Beruf nicht die notwendige Anerkennung und den erhofften Erfolg findet und sich dann nach Feierabend in einem Verein austoben kann, um seinem Bedürfnis nach Bewunderung nachgehen zu können. Da sich meist ohnehin kaum Freiwillige finden, die den Posten des leitenden Vereinsvorsitzenden ausfüllen wollen, haben solche Naturelle in der Regel wenig Probleme, in eine entsprechende Position zu gelangen. Ihnen geht es dann weniger um die Förderung des Vereins, als mehr um die Beachtung und Wertschätzung ihrer Person.

Wie gelangt der Narzisst in ein angestrebtes Amt?

Sollte es mehrere Bewerber geben, so ist sich der Narzisst nicht zu schade, seine Konkurrenten vor der Wahl in der Öffentlichkeit herabzusetzen, die Kompetenz und Glaubwürdigkeit der Gegner in Frage zu stellen, ihnen Fehler unterzuschieben, Gerüchte und Lügen zu verbreiten, das Ansehen zu beschmutzen oder ausgetüftelte Intrigen zu schmieden. Ist der Narzisst bereits im Amt und handelt es sich um eine Wiederwahl, dann kennt er auch mittlerweile Wege, um das Wahlergebnis zu seinen Gunsten zu manipulieren oder um Wähler zu bezirzen und zu bestechen.

Auch hat er ein feines Gespür für die Meinungsführer innerhalb des Vereinslebens und weiß durch beeindruckende Konzepte, großspurige Versprechen und blumige Worte die wichtigen Leute auf seine Seite zu ziehen. Oder er schreckt Bewerber ab, indem er ihnen erklärt, wie zeitaufwendig und undankbar der Job des Vorstands ist und wie groß die Herausforderungen in der nahen Zukunft sein werden. Er schüchtert andere potenzielle Kandidaten ein und stellt sich selbst als eine Koryphäe dar, die alle anstehenden Probleme lösen kann.

Die graue Eminenz im Hintergrund

Manchmal kommt es aber auch vor, dass der Narzisst gar kein Ehrenamt bekleiden möchte, weil es mit zu viel Arbeit verbunden ist oder die Gefahr zu groß sein könnte, aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen im Amt zu scheitern oder unangenehme Entscheidungen treffen zu müssen und somit den Groll der Mitglieder  auf sich zu ziehen. Oder der Narzisst hat Angst davor, von den Mitgliedern nicht gewählt zu werden, was er als eine schreckliche Demütigung erleben würde. Dann bleibt er lieber unauffällig in der zweiten Reihe, tingelt mit den Verantwortlichen herum, macht sich den Vorstand zum Lakaien und ist sozusagen die graue Eminenz im Hintergrund, die heimlich den Verein leitet.

Der Vorstand trifft dann keine Entscheidung, ohne nicht zuvor die Meinung des Narzissten gehört zu haben, auch wenn dies laut der Statuten überhaupt nicht nottut. Aber der Narzisst schafft über geschickte Manipulation eine emotionale Abhängigkeit des demokratisch gewählten Vorstandes und übt auf diese Weise die alleinige und heimliche Herrschaft über das Vereinsleben aus. Auf diese Weise muss er nicht seinen Kopf hinhalten, sondern kann alle Fehler bequem auf den Vorstand abwälzen.

Der Narzisst als normales Mitglied

Bekleidet der Narzisst kein Amt im Verein, sondern ist er nur ein normales Mitglied, dann kann man beobachten, wie er immer wieder seine Meinung und seine Vorstellungen einbringen möchte, wie alles sich um ihn drehen muss, wie er über den Vorstand und andere Mitglieder, die sich um den Vereinen bemühen, nörgelt und lästert sowie hohe Ansprüche und Erwartungen an den Verein und die Verantwortlichen stellt. Außerdem erwartet er für sich – auch ohne besondere Begründung oder Verdienste – eine Vorzugsbehandlung. Die Regeln des Vereins werden von ihm unterlaufen, wenn sie ihm nicht gerade in den Kram passen oder er fordert andere Regeln ein, die ihm mehr Freiraum oder Vorrechte garantieren.

Auf der anderen Seite kann er aber andere Mitglieder sehr deutlich auf die Einhaltung der Vereinsgrundsätze aufmerksam machen, wenn sie sich nicht daran halten. So kann er den Eindruck erwecken, pflichtbewusst für Zucht und Ordnung zu sorgen und selbst mit gutem Beispiel voranzugehen. Dabei schaut er herablassend auf andere Mitglieder und verbündet sich mit höher- oder bessergestellten Mitgliedern. Der Narzisst neigt zur Grüppchenbildung, um unerwünschte Mitglieder auszugrenzen und sich selbst zum Kern der Vereinselite zu küren.

Der Narzisst erwartet von anderen, mit Respekt behandelt zu werden. Er glaubt, eine Autorität darzustellen und etwas Besonderes zu sein, selbst wenn er kein führendes Amt im Verein übernommen hat. Behandelt man ihn nicht standesgemäß, gibt man ihm nicht den Vorrang und achtet seine Rechte, dann kann er grob, beleidigend, wütend und aggressiv werden. Meist macht dann schon jeder freiwillig Platz für ihn und hält sich zurück, nur um keinen Ärger zu provozieren.

Wie wirkt sich sein Verhalten auf das Vereinsleben aus?

Es ist für die Bildung einer produktiven Gemeinschaft immer störend, wenn sich bestimmte Menschen als etwas Besonderes empfinden, Bevorzugung auch ohne besondere Verdienste erwarten und glauben, ihre Ansichten wären die einzig richtige Sicht auf die Dinge. Andere Menschen werden von vornherein als schlechter oder weniger talentiert angesehen und können machen, was sie wollen, sie bekommen von dem Narzissten niemals die Beachtung, die sie verdienen würden. Der Narzisst sucht bewusst nach Mängeln und Unzulänglichkeiten bei den anderen Mitgliedern, um sich selbst aufspielen und erhöhen zu können. Dieses Verhalten schafft keine konstruktive Gemeinschaft, sondern fördert den Neid und Hass unter den Mitgliedern. Folgendes kann man dabei beobachten:

  • Der Narzisst hält endlose Ansprachen und Reden, nur um im Mittelpunkt zu stehen. Er spricht gerne davon, was er schon alles geleistet hat und wie sehr er dem Verein geholfen hat. Besonders treue und loyale Mitglieder, die ihm behilflich sind, hebt er gerne hervor. Auf der anderen Seite hat er schnell die Sündenböcke ausfindig gemacht, die nicht mitziehen wollen, die ihm nicht nach dem Mund reden und angeblich den Verein behindern.
  • Er setzt den Maßstab und die Richtung für den Verein. Er glaubt, alleine zu wissen, was für den Verein und für die Mitglieder gut ist.
  • Es werden neue Konzepte vorgestellt, die auf modernen Charts eindrucksvoll präsentiert und teilweise mit Unterstützung von externen Experten vorgetragen werden, um von vornherein jeden Zweifel an der Richtigkeit seines Konzeptes auszuschließen.
  • Meist ist das Konzept auch schon beschlossene Sache und die Mitglieder werden nur vordergründig zu einer Abstimmung oder Diskussion eingeladen. Im Grunde werden sie aber nur informiert.
  • Der Narzisst hasst Unpünktlichkeit und kritisiert Mitglieder, wenn sie zu spät zu Versammlungen erscheinen. Er selbst nimmt es aber mit der Pünktlichkeit nicht so genau.
  • Er verweist sehr gerne auf die Statuten, um die Mitglieder zu disziplinieren. Er selbst genehmigt sich aber gerne scheinbar notwendige Ausnahmen.
  • Der Narzisst setzt aus Neid den Verdienst oder die Leistungen anderer herab.
  • Mitglieder, die nicht für ihn sind und seine Ideen und Vorschläge boykottieren, werden von ihm bekämpft. Mitglieder, die sich gegen ihn wenden, werden von ihm ausgegrenzt, missachtet, beleidigt, benachteiligt oder mit unseriösen Methoden aus dem Verein gedrängt.
  • Der Narzisst reagiert unverhältnismäßig auf jede Form von Kritik und greift zu Strafen oder Diskriminierung, die aber meist im Verborgenen hinter den Kulissen ablaufen. Er will sich nicht öffentlich als Bösewicht zeigen, sondern lässt Diskreditierungen geschickt aus dem Hintergrund über Mittelsleute vollziehen.
  • Folgt man nicht seinen Ideen und Vorstellungen, dann kann er tagelang beleidigt vor sich hin schmollen und Entscheidungen blockieren. 
  • Das Vereinsleben wird nicht geprägt durch einen offenen Austausch, durch konstruktive Kritik und einer demokratischen Abstimmung. Es wird nur so getan, als ob man diese Werte leben würde. In Wirklichkeit werden fremde Meinung bekämpft, andersdenkende Mitglieder werden ausgebootet oder zu unsachlichen Diskussionen auf Mitgliederversammlungen ermuntert. Eskalation unter den Mitgliedern wird bewusst von dem Narzissten gefördert und zugelassen

Ein narzisstischer Vorstand manipuliert seine Mitglieder

Doch selbst hartnäckige Vereinsmitglieder, die sich nicht aus dem Verein boxen lassen wollen, sondern bei der nächsten Wahl dafür abstimmen möchten, dass ein neuer Vorstand ernannt wird oder mit ihrer Stimme einen Einfluss auf bevorstehende Entscheidungen nehmen wollen, müssen erleben, wie der Narzisst geschickt Mitglieder auf seine Seite zieht und Mehrheiten für sich schafft:

  • Die Tagungsordnungspunkte werden schwammig und missverständlich formuliert, so dass sich die Mitglieder nicht genügend vorbereiten können.
  • Die Mitgliederversammlung wird auf ungünstige Tageszeiten oder Wochentage gelegt, an denen Störenfriede nicht erscheinen können.
  • Experten werden eingeladen, um die Meinung des Narzissten zu unterstützen.
  • Gute Beispiele anderer Vereine werden aufgezeigt, um die eigenen Ideen zu rechtfertigen.
  • Für eine mehrheitliche Abstimmung sind bereits loyale Mitglieder im Vorfeld auf die eigene Seite gezogen und manipuliert wurden.
  • Stimmen werden durch das Versprechen von Vergünstigungen oder die Vergabe von Privilegien „erkauft“.
  • Angst- und Schreckensszenarien werden aufgebaut, für den Fall, dass man der Entscheidung des narzisstischen Vorstands nicht folgt, z. B. droht er mit Rücktritt oder Auflösung des Vereins.

Der Narzisst schafft sich im Verein eigene Machtstrukturen, die seine Position festigen, während die Sachthemen, die im Verein zu lösen sind, zweitrangig sind und nur dazu dienen, sich selbst darzustellen und möglichst viele Mitglieder auf die eigene Seite zu ziehen. Ob die erarbeiteten Lösungen dabei wirklich wirksam und nachhaltig sind, ist für den Narzissten nicht von Bedeutung. Im Vordergrund steht immer nur sein Bedürfnis nach Bewunderung und Ansehen, nach Status, Einfluss und Macht.


Veröffentlicht in Blog, Narzisstische Gesellschaft
4 Kommentare zu “Narzissmus im Vereinsleben
  1. Rosie sagt:

    Mein Narc ist total negativ, zieht auch ALLES ins Negative runter und wenn Leute glücklich sind, dann gibt er erst Ruhe, wenn sich alle ärgern und auch negativ und unglücklich sind. Dann ist er zufrieden und fragt noch sarkastisch, was eigentlich los mit den ANDEREN ist.
    Seine 4 Kinder wollen keinen Kontakt mehr zu ihm haben, was für ihn völlig unverständlich ist aber ihm eigentlich auch ziemlich wurscht ist.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Narcs so tun,als ob dies alles normal ist, oder wissen sie es doch, dass sie total daneben sind? Wissen sie, dass sie Menschen emotional total manipulieren und haben sie Freude daran?

    • … wenn sie Menschen benutzen und manipulieren wollen, dann machen sie es bewusst. Oft handeln sie aber auch aus ihrer Launenhaftigkeit heraus und agieren dann sprunghaft, rücksichtslos und aggressiv. Dann sind sie sich ihres Verhaltens nicht bewusst – es ist eine Form der unbewusste Gefühlsverarbeitung und oft genug muss dann der Partner als Sündenbock herhalten.

  2. Moorkönigin sagt:

    Vor Jahren hat mich das Verhalten meines Ex total irritiert. Unser Sohn spielte Fussball im gut organisierten Dorfverein bei den Bambinis. Er hatte Talent, wurde von seinen Trainern gefördert und erhielt Anerkennung in der Gruppe der Gleichaltrigen. Er fühlte sich sehr wohl dort. Für uns berufstätige Eltern hieß es Mal Kuchenbacken, Wirtsdienst am Wochenende oder Taxisfahrten zu den Auswärtsspielen. Mein Ex, der Vater meines Sohnes, reagierte völlig allergisch, wenn er gebeten wurde, sich am Vereinsleben zu beteiligen. Er machte die Trainer schlecht und schimpfte über alles, was die Gutes für seinen Sohn machten. Diese Abwertung stößt mir heute noch auf. Mein Sohn hat das Fußballspiel aufgegeben und hat keinen Kontakt mehr zu seinem Vater. Er ist hochdepressiv und sucht seine Identität.
    Es ist sehr schwer für mich, ihn vaterlos zu sehen.
    Selbst als er, der narzisstische Vater noch bei uns wohnte, hatten die Kinder keinen Kontakt zu ihrem Vater.
    Sie hätten ihn gerne gehabt und meiden ihn heute.

  3. Mia sagt:

    Danke für diesen aufschlussreichen Beitrag! Es ist sehr schade, dass in Vereinen eine so destruktive Atmosphäre herrschen kann. Eigentlich sollte doch ein Verein eine Zusammenkunft von Gleichgesinnten sein, die gemeinsam für eine Sache stehen. Dass es dem Narzissten vielmehr um EINsamkeit geht als um ZWEIsamkeit nehme ich immer mehr wahr. Ich merke auch, wie wichtig es ist, sich von so viel Negativität abzugrenzen!!! Daran arbeite ich täglich!

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