Warum man den Missbrauch nicht früher erkennt

Opfer von narzisstischem Missbrauch ärgern sich noch lange Zeit nach der Trennung von dem Narzissten über ihre Dummheit, die Misshandlungen nicht schon viel früher entdeckt zu haben. Nachdem sie den Narzissmus verstanden und die perversen Muster in der Beziehung erkannt haben, sitzen sie nur noch kopfschüttelnd vor ihrem Schicksal und sind regelrecht fassungslos, dass sie so etwas mit sich haben machen lassen.

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Dabei ist diese Erkenntnis immer ein notwendiger Auslöser, um die Empörung über das Unglaubliche zuzulassen. Solange man sich noch nicht sehr intensiv mit dem Narzissmus beschäftigt hat, sondern nur den einen oder anderen Beiträge gelesen hat, findet man immer noch ausreichend Entschuldigungen für die unglückliche Beziehung und dem destruktiven Verhalten des Partners. Solange man den Narzissmus noch nicht wirklich in seiner ganzen Tragweite verstanden hat, zweifeln viele daran, ob es sich bei dem Partner wirklich um einen Narzissten handelt und hoffen eigentlich, dass dem nicht so ist.

Sie wollen es einfach nicht wahrhaben und versuchen weiterhin, die entwürdigenden Schikanen und die demütigende Behandlung zu entschuldigen. Sie suchen regelrecht mit einer kommissarischen Spürnase nach Indizien, die den narzisstischen Missbrauch widerlegen. Dann freuen Sie sich sogar, wenn es Ihnen gelingt, positive Eigenschaften beim Partner zu finden, die seine Ritterlichkeit beweisen, auch wenn diese Seiten des Partners nur vorübergehend in Erscheinung treten.

Aber es sind Hoffnungsschimmer, an die sich Opfer klammern. Sie wollen ihren Partner idealisieren, sie verharmlosen seine Taten, sie entschuldigen seine Schwächen und übersehen seine dunklen Seiten. Sie wollen einfach nichts Beunruhigendes wahrnehmen, was die Beziehung gefährden könnte. Weil sie im Grunde Angst vor einer Trennung und vor dem Alleinsein haben, werden die detaillierten, empirischen oder wissenschaftlichen Beschreibungen des Narzissmus zur Seite gelegt und ignoriert, weil sie so wenig Mut auf eine Besserung machen.

Im Grunde versuchen die Opfer durch die Strategie des Wegschauens ihr leidvolles Schicksal besser ertragen zu können. Es darf alles nicht so schlimm sein, wie es durch den Narzissmus beschrieben wird. Es muss irgendwie doch gut sein und gelingen können.

Die Opfer kommen aber bei allen Beschönigungen, die ihnen einfallen, immer wieder mit der eigenen inneren Wahrnehmung und den äußeren Provokationen des Partners in Konflikt und es wird auf Dauer immer schwieriger, den Erniedrigungen und dem egoistischem Verhalten des Narzissten noch etwas Positives abzugewinnen. Dann wird die Schmerzgrenze so weit überschritten, dass sich die Opfer immer regelmäßiger über den Narzissmus informieren, um endlich eine Erklärung für ihre Lage zu finden.

Ab einem gewissen Punkt der Recherche über den Narzissmus gibt es dann keinen Weg mehr zurück und Opfer können die Tatsachen nicht länger verleugnen, weil der Missbrauch zu offensichtlich wird. Dann hält die Strategie des Leugnens nicht mehr stand und Opfer müssen erkennen und sich eingestehen, dass sie sich in einer hoffnungslosen Lage befinden. In dem Maß, wie sie ihre eigene Geschichte, das Verhalten des Partners und das eigene Verhalten reflektieren und sich wahrscheinlich das erste Mal in der ganzen Zeit der destruktiven Muster des Narzissten, aber auch der eigenen Ohnmacht bewusst werden, steigt das Ausmaß der Empörung.

Die Empörung ist der Einstieg ins Loslassen

Die Empörung ist ein erster wichtiger Schritt bei der Auflösung des eigenen inneren Schmerzes. Die Empörung ist sozusagen die Vorarbeit für die darauffolgende Trauerarbeit und das Zulassen der inneren, unterdrückten Wut. Tränen sind nötig, um den Verlust, den man in der Zeit erlitten hat, zu betrauern. Der Schmerz über die verlorenen Jahre, die verlorengegangen Lebenskraft und Lebensfreude sowie der unentwegte Verzicht auf die eigenen Wünsche muss in seiner ganzen Tragweite einmal zugelassen und gespürt werden. Wenn diese Trauerarbeit erfolgt ist, kommt meistens eine Phase der Wut über den Narzissten: Die Wut über seine Gemeinheiten, seinen Manipulationen, seine Rücksichtslosigkeit und seinen gnadenlosen Egoismus. Aber auch die Wut über sich selbst, weil man es zugelassen hat, sich so behandeln zu lassen und weil man sich nicht gewehrt hat.

Dann taucht die Frage nach dem WARUM immer wieder im Kopf auf: Warum habe ich es zugelassen? Warum habe ich es nicht gesehen? Warum durfte ein Mensch so über mich verfügen? Warum musste mir das passieren? WARUM?

Diese Fragen tauchen immer im Prozess der emotionalen Befreiung auf und müssen befriedigend beantwortet werden. Dabei sollten Sie jedoch fair mit sich umgehen und nicht in permanenten Selbstvorwürfen ersticken. Sie sind doch mit guten Absichten in die Beziehung gegangen und glaubten, Ihrem Partner vertrauen zu können. Was ist an dieser Vorgehensweise auszusetzen? Das Gute im Partner zu sehen und auf schöne, gemeinsame Zeiten zu hoffen, sind doch die Grundvoraussetzung für eine glückliche Partnerschaft. Und es ist doch ganz selbstverständlich, dass Sie davon ausgegangen sind, dass ihr Partner dieselben Absichten hat. Würden Sie heute wieder in eine neue Beziehung gehen und von vornherein davon ausgehen, dass sie missbraucht werden?

Sie waren nicht naiv

Der Glaube an das Gute, das Schöne und die Wahrheit sind ein ehrenhaftes Streben, für das man sich nicht entschuldigen und verfluchen muss. In diesem Glauben sind Sie in diese Beziehung eingetreten und haben dann verständlicherweise mehr nach den positiven Dingen Ausschau gehalten als nach den negativen. Da ein Narzisst seine weniger wünschenswerten Seite auch erst allmählich offenbart, gibt man nur zu gerne anderen Umständen und vor allem sich selbst die Schuld an einer Krise und glaubt, dass der Narzisst irgendwann wieder zu den alten und angenehmen Gewohnheiten zurückkehren wird. Und eine enge Beziehung bedeutet ja auch, dass es mal schwierige Zeiten geben kann, ohne dass man deswegen sofort aufgibt. An Krisen kann eine Beziehung auch reifen – wenn beide Partner einen Konflikt als Chance betrachten.

Die guten Absichten, Ihre ehrenhaften Motive und das durchaus vielversprechende Verhalten des Narzissten in der Anfangszeit lässt doch gar keine andere Einschätzung als den Glauben an eine glückliche, gemeinsame Zeit zu. Zudem kommen ja auch noch meist belastende Umstände hinzu, wie z. B. ein fordernder Beruf, Erziehung der Kinder, kranke Eltern, etc., die den Blick für die immer wiederkehrende Verhaltensmuster des Narzissten vernebeln. Da man auch noch andere Sorgen hat und irgendwie mit dem Leben klar kommen muss, blickt man nicht so intensiv hinter die Fassade. Zudem kann ein Narzisst für jede noch so verwirrende Situation einleuchtende Gründe finden, die sein Opfer zunächst entweder beruhigen oder in eine falsche Richtung lenken.

Man erkennt nicht die psychische Störung

Und außerdem muss man erst einmal auf den Begriff „Narzissmus“ stoßen. Leider ist diese psychische Störung immer noch nicht sehr geläufig und die wenigsten wissen, was sich wirklich dahinter verbirgt. Narzissmus wird zu leicht ausschließlich mit selbstsüchtigen und arroganten Verhalten gleichgesetzt, was es auch ist, aber es ist eben weitaus mehr als dies. Hinter krankhaften Narzissmus verbirgt sich eine zerstörerische Kraft, der kein Opfer gewachsen ist.

Aufgrund der beschriebenen Fakten sollte es Ihnen möglich sein, verzeihlich mit sich selbst umgehen zu können. Sie konnten das Drama, in das Sie geraten sind, nicht erkennen und Sie sollten abwägen, welche Umstände dazu geführt haben, dass Sie es so lange nicht sehen konnten. Dafür gibt es immer plausible Gründe. Selbst wenn Sie es gesehen haben, aber es nicht wahrhaben wollten, dann kann es ein innerer, unbewusster Schutzmechanismus des Körpers gewesen sein, um mit den schmerzhaften Gefühlen, die sich in Ihnen aufgestaut haben, nicht in Kontakt kommen zu müssen. Somit handelte Ihr Körper oder Ihr innerstes Selbst aus Liebe zu Ihnen, um Sie zu schützen. Doch am Ende bricht eben jede Liebe auseinander, wenn das Fundament nicht auf der Wahrheit beruht.


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Veröffentlicht in Blog, Trennung von einem Narzissten
39 commenti su “Warum man den Missbrauch nicht früher erkennt
  1. Ein sehr guter Artikel!
    Ein Betroffener in einer narzisstischen Beziehung, welcher auch immer, kennt das meist bereits von Kindheit an. Solche Beziehungen können eine gewisse Normalität haben, man nimmt sie als gegeben hin.

    Erst wenn man immer wieder auf narzisstische Menschen trifft und dann vielleicht auch noch ein Partner oder Chef trifft, der eine extreme narzisstische Persönlichkeitsstörung aufweist, wacht man so nach und nach auf.

    Die Wut und Ohnmacht und die Verzweiflung steigen und die Kräfte sinken. Und irgendwann sucht man im Internet oder in der Literatur nach Lösungen. Oder man geht wegen zum Therapeuten. Erst wenn das „Kind“ einen Namen bekommt: Narzissmus … gibt es ein Erkennen und einen Weg aus der Situation.

    Der Weg hat immer etwas mit Aufklärung, Akzeptanz der Situation und Stärkung des Selbstwerts zu tun. Und er ist oft lang, bis er dann zur Befreiung von einem Narzissten führt …

  2. Regina sagt:

    Ich kenne eine arme Frau die bei ihrem furchtbaren Ehemann bleibt, obwohl der sie seit Jahrzehnten belügt und betrügt und glaubt, ein Recht dazu zu haben. Ich weiß nun warum sie den Absprung nicht schafft. Sie wird Gehirnwäsche und Psychoterror ausgesetzt. Die Arme. Wenn Sie Ihrem Mann Vorwürfe macht, beschimpft er sie und bezichtigt sie noch der Hysterie. Ein abgrundtief narzisstischer und böser Mensch. Übt psychische Gewalt aus

  3. Hanna sagt:

    Hallo Monika Noak Staudemeyer,
    also meine Geschichte ist deiner sehr sehr ähnlich. Mein Rat an dich: Verhindere die Scheidung!!! Denn wenn du dich scheiden lässt, fällst du aus der Beihilfe! Das bedeutet, dass du dich privat versichern musst und dass ist teuer. Keine normale Krankenkasse nimmt dich in deinem Alter auf. Er müsste bei Scheidung die Versicherung zahlen und dann b!eibt wesentlich weniger Unterhalt für dich! Du wirst arm! Er muss in deinem Fall den vollen Unterhalt zahlen, weil du arbeitstechnusch als nicht vermittelbar bist.
    Ich lebe dauerhaft getrennt und finanziell geht es mir gut und ich habe mir damit meine Witwenpension gesichert. Das geht. Ich habe ihm klar gemacht, dass er bei Scheidung soviel Unkosten hat und seine halbe Pension weg ist, dass er auch verarmt! Ansonsten mache ich ihm deutlich klar, dass wenn er mir noch mal zu Nahe tritt, dass er Konsequenzen erleben wird, die ihm bestimmt nicht schmecken werden und Ruhe ist! Die Kraft mich für meine Interessen einzusetzen, habe ich in einer guten Therapie und durch meine Freundinnen wieder bekommen! Lass dich nicht einschüchtern. Das Leben geht weiter! Ich bin 57 und ich erwarte noch etwas vom Leben und mache es mir schön! Kopf hoch und alles Gute!!

  4. Arianna sagt:

    Nach meiner Erfahrung packen dich diese Menschen bei deinen ureigensten Schwächen.
    Bist du naiv, wirst du die Augen vor ihrem Verhalten noch mehr verschließen.
    Bist du unsicher, wirst du dich damit aufbauen, dass du so einen (scheinbar) tollen Partner hast.
    Bist du stur, wirst du dir einreden, dass du eben besonders tolerant und geduldig bist und dir sein Verhalten deswegen nichts ausmacht.
    Hast du wenig Selbstwertgefühl, wirst du denken, wie gut du doch bist, dass du diesem Menschen zur Seite stehen willst, denn „er kann ja nichts dafür und meint es eigentlich gut“.
    Damit verschwendet man nur wertvolle Lebenszeit. Je eher man den Mut und die Kraft findet, sich selbst anzuschauen und sich zu fragen, was für scheinbare Vorteile man in dieser Beziehung sieht, und warum man sich so daran klammert, obwohl es so viele Anzeichen für den schlechten Charakter dieses Menschen gibt und dafür, dass er dich nur ausnutzt, desto eher wird man sie los.
    An und für sich haben Beziehungen zu narzisstisch Gestörten keine oder nur wenig helle Seiten. Aber sie können eine unglaubliche Chance sein, sich selbst kennen zu lernen und wirklich erwachsen zu werden, nicht nur „erwachsen“ an Lebensjahren.

    • Mike sagt:

      Ich bin zum größten Teil bei dir, aber:
      Man muss aber nicht naiv, unsicher, stur sein oder wenig Selbstwertgefühl haben, um an einen Narz zu geraten und sich von ihm verarschen zu lassen.
      Das ist doch deren Kunst, einen eben zu manipulieren, dass man wirklich glaubt, das ist es jetzt. Und wenns schlecht läuft, wird auf die Tränendrüse gedrückt und man gibt nach, weil, in diesem Fall, man dann denkt „Jetzt hat er/sie es verstanden“ was natürlich nicht der Fall ist.

      • Zinnober sagt:

        hallo,
        ich schließe mich deiner meinung an Mike.
        ich habe 5 jahre mit einem narzisten zusammen gelebt und ein weiteres unglaublich entsetzliches jahr nach der trennung im (immer noch) gemeinsamen haus verbracht. erst in dieser phase habe ich wirklich in der der ganzen tragweite und komplexität begriffen, wie schwer gestört dieser mann wirklich ist.

        ich würde mich weder als naiv oder unsicher bezeichnen. auch mein selbstwertgefühl ist ganz in ordnung und ich kann gut mit mir allein sein.

        mir war auch von anfang an klar, dass da „ein wenig“ narzissmus auf seiner seite im spiel ist. aber ich dachte, wir haben ja alle unsere ecken und kanten und ich wollte auch mit den schwächen meines partners gut umgehen. nun gut, das könnte ich aus heutiger sicht durchaus als naiv bezeichnen…

        ich habe mir genau deine fragen gestellt Arianna: „was spiegelt mir das?“ ich habe mich unendlich hinterfragt, die „schuld“ bei mir gesucht, jahrelang intensiv an mir gearbeitet, um diese beziehung leben zu können. ich dachte, es liegt an mir, ich mache etwas falsch. all diese tollen bücher wie „liebe dich selbst und du kannst heiraten, wen du willst“ waren die totale falle….

        ich wollte es schaffen und begreifen – und ich bin fast daran verzweifelt. DENN ES IST NICHT ZU BEGREIFEN! es ist zum verrückt werden!

        hätte ich diese seite früher entdeckt, hätte ich die absolut notwendige trennung nicht so lange verzögert. ich wäre gerannt!
        es waren die schlimmsten jahre meines lebens. nahezu irrsinnig dieser verzweifelte (und aus heutiger sicht völlig aussichtslose) kampf um diese beziehung. denn es war auch anfangs die überwältigendste beziehung meines lebens. das ist wohl die große gefahr daran. mit diesen menschen ist etwas möglich, was mit keinen anderen geht. und obwohl mich dieser mann unendlich gequält hat, erwische ich mich immer mal wieder dabei, den schönen zeiten nachzutrauern.
        vielleicht bin ich ja doch naiv….???

      • Arianna sagt:

        Stimmt, aber je schwächer und unsicherer man ist und je weniger man seine Schwächen und Unsicherheiten kennt und im Griff hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man auf so einen Menschen hereinfällt, und umso länger braucht man, um das ganze zu begreifen und sich endlich von ihm zu lösen. Mein Eintrag bezog sich auf den Titel des Blogeintrags.
        Außerdem werden diese Menschen alles tun, um unsere Unsicherheiten noch zu verstärken, denn umso abhängiger werden wir dadurch von ihnen und umso mehr lassen wir uns blenden, weil wir das schöne Märchen glauben wollen.

  5. Claudia2 sagt:

    Die Psychotherapien, die mit der Aufarbeitung von Gefühlen arbeiten, sind ja meist psychodynamisch orientiert. Ich bin nicht sehr begeistert von solchen Verfahren, da sie langwierig sind und viele Patienten nach jahrelanger Therapie eben doch noch in diesen Therapien rumhängen oder längst eine weitere Beziehung mit einem weiteren Narzissten eingegangen sind.
    Ich bevorzuge da Verhaltenstherapien, die wissenschaftlich untersucht sind, sich einem Wirksamkeitsnachweis unterzogen haben und meist viel kürzer sind.
    Eine eigene Erfahrung mit Verhaltenstherapie kann ich hier nur beisteuern. Nachdem ich durch die Distanziertheit, die Anspruchshaltung, die mangelnde Zuwendung, die Angst vor Nähe, die verwirrenden Signale meines narzisstischen Partners in Verzweiflung geraten war, suchte ich mal kurz entschlossen sowohl einen Psychoanalytiker als auch einen Verhaltenstherapeuten auf.
    Der Psychoanalytiker faselte was von jahrelanger Therapie, von Hassliebe, war recht distanziert und ließ sich auf keine klare Stellungnahme ein. Insgesamt eine frustrierende Erfahrung. Ich spürte instinktiv, dass ich mit diesem Menschen noch weitere Jahre in meiner unglücklichen Beziehung verbringen würde. Ich wollte aber um jeden Preis raus.
    Ganz anders die Stunde beim Verhaltenstherapeuten. Er ergriff entschlossen Partei für mich, fand, dass ich mich da auf ein ganz übles Spiel eingelassen hätte, bei dem ich unbestreitbar die schlechteren Karten hätte. Unter der Bedingung, dass ich bereit sei, aus diesem bösen Spiel unverzüglich auszusteigen, würde er mir eine Therapie anbieten. Ich begriff, dass er es ernst meinte, brach die Beziehung von heute auf morgen ab und nach einer Stunde Behanldung war der Narzisst aus meinem Kopf draußen. Mein Kopf wurde nun von ganz jemand anderem in Beschlag genommen – nämlich vom Verhaltenstherapeuten. Amors Pfeile hatten mich getroffen und zwar nicht wenig. Die entschiedene, klare Haltung des Therapeuten, das Engagement, die Bereitschaft, sich wirklich für mich einzusetzen, standen in krassem Gegensatz zu der ausbeuterischen und lieblosen Haltung meines Narzissten. Irgendwann löste die sich dann auch die Verliebtheit auf, und ich lebte wieder ein normales Leben. Den Narzissten habe ich nie wieder gesehen und hatte auch keinerlei Bedürfnis mehr danach. Er war mir einfach gleichgültig geworden. Bis heute bin ich nie wieder in eine derart destruktive Beziehung geraten.
    Ich möchte nicht wissen, in welchen Schlamassel ich geraten wäre, hätte ich mich für den psychodynamisch arbeitenden Therapeuten entschieden.

  6. Nicky sagt:

    Das ist sehr gut, was da steht! auch wenn es nur wieder auf „romantische“ und hetero-sexuelle Beziehungen gemünzt ist. Kann ich doch als Geschädigte einer platonischen Beziehung mit Narzissten wertvolle Parallelen ziehen: Bei meiner falschen Freundin war das genau so, ich hatte sie immer entschuldigt, sie sei Asperger-Betroffene. Aber als ich einen „echten“ Asperger-Betroffenen, bei einer Maßnahme getroffen hatte, sah ich den himmelweiten Unterschied. Der echter Asperger-Betroffene war völlig harmlos und meine falsche Freundin war zynisch, neidisch und ausbeutend. Das hat mir zu denken gegeben und ich war erschüttert, dass ich 20 Jahre für diese Person nur der Puffer war.

  7. Bo sagt:

    Danke für diesen einfühlsamen und wertschätzenden Beitrag, er hat mir gut getan.

  8. Alex sagt:

    Warum erkennt man den Missbrauch nicht früher?
    Ich würde eher sagen, warum hat man immer noch Hoffnung, obwohl das Schiff bereits sinkt?

    Bei mir war’s das einlabern, die Versprechnungen, die Tränendrüse. Das konnte meine super. „Ich will Dich nicht verlieren“, „Ich änder mich“, „nicht nur du kannst kämpfen, das kann ich auch und das wirst Du sehen“. Soviel heiße Luft hab ich im Leben noch nicht gehört.
    Ich hätte damals nach 5 Monaten einfach die Reißleine ziehen sollen, nein müssen, aber ich hab es nicht getan. Aber warum?
    Ich will nicht sagen eigene Blödheit, das wär zu radikal, aber ich hab mir was eingeredet, bzw einreden lassen, was auch nie den Hauch einer echten Chance hatte.
    Manipulation? Mit sicherheit, aber da so extreme, dass der gesunde Menschenverstand ausgehebelt wird und man irgendwann den Mist gleibt, der einem vorgesetzt wird.
    Und wer jetrzt sagt „sowas kann mir nie passieren“ oh doch, das kann es, und wie.
    Sie sind Meister der Manipulation, reden einem ein schlechtes gewissen ein oder locken mit div Dingen und Versprechnungen.

    Im Grunde genommen hab ich die 20 Monate komplett gewusst, wie es vielleicht enden wird und dass es niemals eine normale Bez sein wird und trotzdem war die Hoffnung da.
    Total Paradox.
    aber haben die einen erstmal richtig eingelullt, glaubt man das, auch wenns vielleicht unterbewusst ist und man halt fest.

    Mittlerweile schüttel ich nur den Kopf, warum ich so genhandelt habe und das Alles so hab mit mir machen lassen. Damals war meine sicht eine vollkommen Andere, eben weil ich unter ihrem Einfluss stand. Jetzt, nach fast 6 Monaten kompletter Ruhe, kommen viele dinge hoch und man fängt an, das wieder realistisch zu betrachten. Der Schaden bleibt, hoffentlich nicht für immer, aber er ist da und groß.
    Ich weiß für mich, dass ich, was sie angeht, nicht mehr anfällig bin oder werde und DAS ist für mich die größte Errungenschaft bei all dem! Ich bestimme mein Leben selbst, niemand sonst. Eine Erkenntniss, die diese Person niemals haben wird, weil ja Alle anderen Schuld sind.

    • Klam sagt:

      Man erkennt den Missbrauch nicht eher, weil man nicht glaubt bzw. wahrhaben will, das jemand der vorgibt dich zu lieben, so abgrundtief verkommen ist. Weil seine Denk- und Verhaltensweisen in einem vollkommenen Gegensatz zu den eigenen Verhaltens – und Denkweisen stehen. Diese krankhaften Züge sind nicht nachvollziehbar . Man kann nicht glauben, das man so „geschlachtet“ wird. Daher versucht einem der Verstand zu sagen,: Hei, du irrst, es kann nicht sein, so schlimm ist in Wahrheit niemand“. DOCH!!
      Nicht wir sind der Fehler! Raus aus diesem Dilemma und wieder Luft zum Atmen und Leben zu haben.

      • Alex sagt:

        Richtig!
        Man kann nicht glauben, dass ein Mensch zu zu einem Anderen sein kann. Mn wird belabert, es wird rumgeheult, geschleimt…Alles um einen zu halten. Und das klappt auch irgendwie.
        Natürlich sind wir nicht der Fehler und wir sollten Dankbar sein, dass wir endlich aus dem Kreislauf raus sind.

    • Zinnober sagt:

      Hallo Alex,
      diese frage stelle ich mir heute auch oft. „warum habe ich das nicht früher erkannt?“. meine freunde stellen mir diese frage auch andauernd.
      ich habe 5 jahre mit einem narzisten zusammen gelebt und ein weiteres unglaublich entsetzliches jahr nach der trennung im (immer noch) gemeinsamen haus verbracht. erst in dieser phase habe ich wirklich in der der ganzen tragweite und komplexität begriffen, wie schwer gestört dieser mann wirklich ist und was mir da geschehen ist. wie weit ich mich habe ausnutzen und manipulieren lassen.

      ich würde sagen ich bin eine starke und auch kluge frau mit einiger beziehungserfahrung.ich bin weder naiv oder unsicher, habe ein gutes selbstwertgefühl und kann gut mit mir allein sein.

      mir war auch von anfang an klar, dass da „ein wenig“ narzissmus auf seiner seite im spiel ist. aber ich dachte, wir haben ja alle unsere ecken und kanten und ich wollte auch mit den schwächen meines partners gut umgehen.

      ich habe mir viele fragen gestellt wie „was spiegelt mir das?“ ich habe mich unendlich hinterfragt, die „schuld“ bei mir gesucht, jahrelang intensiv an mir gearbeitet, um diese beziehung leben zu können. ich dachte, es liegt an mir, ich mache etwas falsch. all diese tollen bücher wie „liebe dich selbst und du kannst heiraten, wen du willst“ waren die totale falle….

      ich wollte es schaffen und begreifen – und ich bin fast daran verzweifelt. DENN ES IST NICHT ZU BEGREIFEN! es ist zum verrückt werden!

      hätte ich diese seite früher entdeckt, hätte ich die absolut notwendige trennung nicht so lange verzögert. ich wäre gerannt!
      es war die schlimmste erfahrung meines lebens. aber auch die tollsten…

      aber ich will nicht damit hadern, denn heute bin ich sicher, dass ich diese erfahrung gebraucht habe. auch wenn ich mir noch nicht ganz sicher bin, warum, aber etwas daran war folgerichtig und notwendig.

  9. Claudia2 sagt:

    Sich beim Psycho-Gewerbe Hilfe zu holen, ist aus meiner Sicht nicht ungefährlich. Da bekommt man in der Regel auch noch den schwarzen Peter dafür zugeschoben, dass man keine „gute Beziehung“ zum Narzissten hinbekommt. Da versucht man verzweifelt sich gegen die Vereinahmung durch den Narzissten abzugrenzen und erwartet Unterstützung durch den Therapeuten, um durchzuhalten und muss sich dann anhören:“Kann es sein, dass sich Ihr Partner von Ihnen zurückgewiesen fühlt und deshalb so unleidlich ist?“
    Sehr schnell findet man sich erneut in eine perverse Beziehung zum Therapeuten verstrickt. Da wird einem das Wort im Munde herumgedreht, alles, was man sagt, wird pathologisiert. Die Psychorichtungen werden so dogmatisch angewendet wie Textbausteine. Die Therapeuten verhalten sich häufig auch neutral, eine moralische Bewertung des Verhaltens des Narzissten wird vermieden. So fühlt man sich völlig alleingelassen.
    Natürlich soll man auch eigene Anteile sehen, aber erst in einem zweiten Schritt. Zunächst geht es doch darum, mal über seine Verletzungen sprechen zu können und dabei ernst genommen zu werden. Man sollte das Gefühl bekommen, dass die Geschehnisse klar beim Namen benannte werden und der Therapeut auf der Seite des Opfers steht.
    Der Zeit- und Energieaufwand, einen solchen fähigen Therapeuten zu finden, dürfte wohl immens sein.
    Lieber eine gute Freundin, die auf meiner Seite steht, als ein inkompetenter Therapeut, der mich am Ende auch noch schädigt, indem er Gehirnwäsche betreibt.

    • Silv sagt:

      Hallo Claudia,
      deine Aussage bzgl Therapeuten kann ich nachvollziehen. Ich arbeite selbst als leitende Mitarbeiterin in einer psych Fachklinik und bin oft entsetzt, wie lebensfern die Einschätzungen der Psychologen sind.Sie beurteilen natürlich den Partner der Klienten, der ihnen oft unbekannt ist, nicht. Das wäre auch unprofessionell
      Oftmals fehlen aber Empathie für die Klienten und zuweilen sogar fehlende Lebenserfahrung. Seinem Patienten sollte man nie das Gefühl vermitteln ihn nicht ernst zu nehmen.

  10. Arianna sagt:

    Ja, es geht immer nur um „meine Gefühle, meine Bedürfnisse“. Dass wir gleichberechtigte Menschen sind und unsere Gefühle und Bedürfnisse genau so wichtig, nehmen diese Menschen nicht wahr – und was schlimmer ist, sie nehmen auf uns Einfluss, bis wir es selbst glauben und uns für herzlos und egoistisch halten, wenn wir nicht immer nachgeben. Traurig, dass es solche Menschen gibt.

    • Zinnober sagt:

      ja, das ist doch wirklich völlig verrückt. ich habe auch jahrelang an mir gezweifelt und gedacht, ich wäre der fehler. ich habe mir das ständig auf perfide art und weise einträufeln lassen.

      erst jetzt mit abstand wird mir das ausmaß der manipulation wirklich klar. und das verrückteste daran – der mann hat absolut kein unrechtsbewusstesein. an ihm perlt alles ab, jegliche form der selbsthinterfragung oder -kritik ist ihm fremd und ihm geht es immer gut. (nach der anfänglichen exzessiven wut und rachefeldzug wegen meiner trennung hat er sich natürlich ganz schnell getröstet) er ist so von seiner herrlichkeit überzeugt – darum könnte man ihn manchmal glattweg beneiden….

  11. Ursel sagt:

    Ich denke, ich habe es so lange nicht bemerkt, weil ich es so gut kannte. Vor einiger Zeit bin ich durch unsere Tageszeitung auf das Thema gestoßen. Auf einmal war mir klar, was mit meinem Mann los ist. Wie bei vielen eine große Erleichterung, weil ich es auf einmal verstehen konnte, was einen sonst hilflos zurückläßt.

    Nur wenige Tage später kamen meine Eltern zu Besuch und meine Mutter zeigte auch klassisch narzisstische Verhaltensweisen. Daher kann ich quasi schon immer sehr gut die Beleidigungen, Mißachtungen, Zumutungen recht einfach durch ein Ohr rein und durchs andere wieder raus lassen. Das alles nicht an mich herankommen lassen. Das ist für mich normal und einfach, ich bin es schon immer so gewohnt. Das klappt nur so gut, weil ich mich innerlich ganz klein machen kann, damit ich davon nicht getroffen werde. Und das hat natürlich seinen Preis, wenn man sein Ich und seine Persönlichkeit in sich verschließt und kleinhält, damit sie nicht ständig verletzt wird. Da hab ich erkannt, das Mißbrauch dafür auch das richtige Wort ist, ich fand das anfangs doch etwas übertrieben, fast schon anmaßend. Aber dieses sich abspalten, damit der innerste Kern nicht getroffen werden kann, das gibt es eben auch bei Opfern von körperlichem oder sexuellem Mißbrauch.

    An dem Punkt der Erkenntnis bin ich jetzt. Jetzt kommt die große Schwierigkeit: daran zu arbeiten. Mich und meine Bedürfnisse wichtig zu nehmen. Und dann lernen, das auch nach außen zu vertreten.

    • Petra Schwandtke sagt:

      Guten Abend Sven,Super Seite ! Verständlich und Verständnisvoll für uns Geschädigten .Das nimmt die Schuldgefühle von den Schulten .Die schwere Last der Vorwürfe an sich selbst.Das immer Kämpfem um die Beziehumg . Hat ein Ende …..Schade ,habe in der Beziehung wirklich hart an mir gearbeitet um ihn zu verstehen .(Wissen angeeignet über Fachbücher) So gut ich eben konnte Recherche betrieben .Er ist nach der Geburt in ein Heim gegeben wurden.Er sagt ja selbst ,irgend etwas mache ich falsch .Immer wieder vergeige ich es .Ich finde es heraus .Ich will das du weist ,ich arbeite an mir .Warum will er das ich das weis.?Hat doch eine andere Frau .Meine Antwort:Einfach im Internet Narzissmus eingeben.Dort findest du die Antwort.Gute Nacht……

  12. Brigitte Gruf sagt:

    Ich bin eine Schwiegermama. Und habe seit 3 Monaten ein Enkelkind. Seit ungefähr 1 1/2 bis 2 Jahren erlebe ich diesen Psychoterror.Eine Berg und Talfahrt. Bisher glaubte ich immer es handelte sich um „normale“ Streitereien – womit ja auch der Glaube, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst, verbunden ist. Zwei Termine gab es um sich „auszusprechen“. Ich musste beide Male hinterher feststellen, dass ich keineswegs gesprochen habe und wenn musste ich mich Rechtfertigen – ich fühlte mich jedesmal schuldig, obwohl ich das auch nicht wirklich nachvollziehen konnte. Beim zweiten Mal hat sie mich gar nicht erst zu Wort kommen lassen, schrie mich sogar an und ist dann wütend davongelaufen, ich bin gegangen. Mein Sohn sieht das alles nicht, sie muss ihm gegenüber alles so verdrehen, dass auch er der Meinung ist ich könnte mich ja anders verhalten. Danach fing ich an alles aufzuschreiben. Nachdem ich alles aufgeschrieben habe, fiel es mir wie Schuppen vor den Augen, ich fand das irgendwie immer schon komisch, aber jetzt reichte es. Da konnte irgendetwas doch nicht stimmen. Ich suchte im Internet nach der Antisozialen Persönlichkeitsstörung, aber das passte irgendwie nicht. Nach 2 Tagen der intensiven Recherche stoß ich auf den Narzissmus. – Ich hätte es lieber nicht erkannt. Denn meine Schwiegertochter (sie sind noch nicht verheiratet) hat sich vorgenommen mich von meinem Sohn zu trennen. Wahrscheinlich sieht sie mich als eine Gefahr, denn ich bin meistens authentisch. Das tut unglaublich weh, zumal ich weiß das er auch gerne ein harmonisches Familienleben haben möchte. Mein Sohn mag sich nicht gerne mit psychischen Dingen befassen. Ich glaube heute dass er ganz viel Lebensangst hat und in meiner Schwiegertochter eine Frau gefunden hat, die die Regie übernimmt. Natürlich tauchen bei mir ganz viele Fragen auf 1. Was habe ich in meiner Erziehung mit meinem Sohn falsch gemacht oder verursacht, dass er sich so derart manipulieren lässt und so wenig Rückrad hat? 2. Was kann ich für meine Enkeltochter tun, damit sie unter ihrer narzisstischen Mutter nicht zerbricht. Muss ich etwas unternehmen, oder soll ich einfach alles so laufen lassen, denn ich habe inzwischen viel dazu gelesen. Ohne Kontakt kann ich nichts tun. Aber wenn ich was tun muss, dann ist auch die Frage was kann ich tun? 3. Wann kommt der Zusammenbruch. Ich weiß und denke, dass mein Sohn irgendwann (vielleicht in 10 Jahren) zu sich kommt und alles explodiert wie eine Bombe. Ich fühle mich total hilflos mit dieser Situation und bin auch extrem traurig. Ich habe das Gefühl, meine Schwiegertochter hat mir meine Familie genommen.

    • ue sagt:

      Diesen Kommentar kann ich 1:1 unterschreiben, nur dass es in meinem Falle ein ER ist, und dass sich der Terror seit 4 Jahren hinzieht. Als ich das gelesen habe, musste ich zweimal hinschauen; ich dachte, es ist meine Geschichte.

      Anfangs (zu Beginn der Beziehung, noch ohne den Terror) denkt man ja nur, er hat eben manchmal komische, teilweise seltsame Verhaltensmuster ( Motto: jeder spinnt auf seine Weise), und man übersieht auch vieles, um sein Kind nicht zu düpieren). Es dauert extrem lange, bis man dahinter kommt, was eigentlich Sache ist.

      Auch ich habe total unmotivierte und höchst beleidigende Schreiereien erlebt, ebenso die „Aussprachen“ (monologisierendes Gelaber, das mir die ganze „Schuld“ zuschiebt und ihn als das arme Opfer stilisiert).

      Den Keil zwischen meiner Tochter und mir hatte er vor zwei Jahren via Projektion bereits angekündigt, was mich in meiner damaligen Unwissenheit über das ganze Thema total ungläubig und verwirrt hat zuhören lassen: ich würde behaupten er würde/ wolle einen Keil zwischen uns treiben (Projektion= eines der typisch narzisstischen Verhaltensmuster, bei denen der eigene Gedanke/ Wunsch/ die Absicht auf das Gegenüber projiziert wird; damit wird der andere zum Schuldigen und der Narzisst selbst ist der Unschuldige und das arme Opfer, ja sogar der Märtyrer).

      Inzwischen sind es fast 7 Monate, dass ich mein Enkelkind nicht gesehen habe, und ich hoffe und bete, dass meine Tochter, die ich ebenfalls so lange nicht mehr gesehen habe (NULL Kontakt), bald aufwacht, bevor er sie komplett zerstört. Sie wurde immer dünner, immer angespannter, immer humorloser…das letzte, was ich gesehen habe, war ein Foto von ihr (muss ca.4 Monate alt sein): ich bin so erschrocken, wie schlecht sie aussieht, dass ich angefangen habe zu weinen.

      Es bringt nichts, Kontakt zu haben, denn dann kriegen die betroffenen Partner nie die Chance, das SELBST zu erkennen (essentiell!) und sich dementsprechend in einem langsamen und mühsamen Prozess aus dieser fatalen Verstrickung zu lösen. Das einzige, was man sich sagen muss, ist, zu versuchen selbst stark zu bleiben, denn dann wird man wohl sehr gebraucht werden.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft zum Durchhalten. Denken Sie daran: das Herz einer Mutter ist unendlich gross!

  13. Theresa sagt:

    Dieser Beitrag ist mal wieder Balsam für die verletzte Seele.
    Es lässt einen mehr und mehr verstehen und lernen, sich mit sich selber auseinanderzusetzen.
    Danke

  14. Monika Noack Staudemeyer sagt:

    Ja auch ich wurde ganz bitter enttäuscht. Ich lebe 27 Jahre mit meinem Mann zusammen. Bin davon 23 Jahre mit ihm verheiratet.Ich war der Meinung er ist meine große Liebe. Als wir uns kennen lernten waren wir beide noch verheiratet , ließen uns dann füreinander scheiden. Er hatte 3 Kinder , ich wusste aber nur von 2. Am Tag unsere Hochzeit habe ich erst von dem 3. Kind erfahren. Also 3 Unterhaltsverpflichtungen. Er kam mit 2 Taschen und einem alten Auto. Mir ging es finanziell recht gut. Ich habe alles bezahlt und uns alles neu eingerichtet . Als unser Sohn 1993 geboren wurde hieß es von ihm „du bleibst zu Hause “ du hast genug zu tun. Ich sorge für Euch. Tat er auch. Uns ging es gut. Beruflich konnte er sich gut weiterbilden( Beamter) und verdiente auch gut . Da ich zu Hause war , war auch die Unterhaltszahlung nicht so hoch, da ich und unser Sohn mit angerechnet wurden.Ich habe mich um den Haushalt , die Schule, die pflegebedürftigen Eltern und alles was anviel gekümmert. Es wurde nicht einmal gefragt wie ich das alles schaffe. Es hieß nur immer ich gehe Arbeiten und habe Stress und bin ko.Ich will das , ich brauche das. Laufend neues Telefon, Computer , Motorrad, Auto usw. Das Geld reichte nie , obwohl er sehr gut verdient hat. Geld ist ein Umlaufmittel habe ich nur zu hören bekommen wenn ich mal was gesagt habe.Jetzt ist alles geschafft .Die Kinder sind erwachsen , und plötzlich hat er eine eigene Wohnung und unsere wurde von ihm gekündigt ohne das ich es wusste .Ich bin aus allen Wolken gefallen. Unser gemeinsamer Sohn wohnt noch bei uns, auch das interessierte nicht das wir auf einmal auf der Straße standen.Ich brauch eine Auszeit , will alle sein sein, Ihr seit so laut usw.Ich hatte ihn gefragt ob er eine Freundin hat. Nein ich brauche keine .Mein Weg führte mich zu einer Anwältin, sie beantragte für mich den Trennungsunterhalt .Ich hatte nichts mehr. Er muss für mich jetzt zahlen und von dem Tag an begann der Krieg erst richtig. Ich erkenne meinen Mann nicht mehr wieder. Ich bin in ein sooo tiefes Loch gefallen man glaubt es kaum. Ich bin seit einem Jahr bei einer Psychologin und bin dabei das Erlebte aufzuarbeiten und zu verstehen , was mir sehr schwer fällt. Dort viel dann auch der Name des Narzissten und von da an habe ich begriffen das ich nur ausgenommen und benutzt wurde. Ich habe immer gegeben und mich hinten angestellt . Er hat jetzt die Scheidung eingereicht.Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Ich bin 58 Jahre und 23 Jahre Hausfrau und bei ihm privat Krankenversichert. Ich leide an schweren Depressionen seit dieser Zeit. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Seine Gemeinheiten sind kaum auszuhalten. Er stellt alles was war heute in Frage . Es stimmt alles nicht. Er muss sicher vor seiner neuen Partnerin glänzen. Es ist doch so ein netter lieber Mensch. Das man sich so irren kann, unvorstellbar aber leider wahr.

  15. Me sagt:

    Hallo. Ich habe gewusst, dass der Mann auf den ich mich einließ eine narzisstische PS diagnostiziert bekommen hat. Er hat mir seinen Arztbrief gezeigt. Ich bin quasi sehenden Auges hinein 😐
    Habe mich in diesem Text total wiederfinden können: ich wollte es nicht wahr haben. Dachte sogar,  wenn ich mir nur genug mühe gebe könnte ich ihm helfen. Hahaha…. naja, nun habe ich gelesen und gelesen und gelesen, mich mit anderen Betroffenen ausgetauscht. Und irgendwie hat es nie klick gemacht. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, dass er nicht checkt, wie ungerecht er ist, wie er mich ausnutzt. Dass ein Mensch so wirklich sein kann, wollte nicht in meinen Kopf. Und dann hat er mir vor zwei Tagen ins Gesicht gesagt, dass er nicht findet, dass er egoistisch ist, dass er nicht findet, dass er mich ausnutzt, dass er nicht findet, dass es ein schlechter Charakterzug von ihm ist. Und da hat es zum erstem Mal klick gemacht: Er glaubt wirklich es ist ok! Ich dachte die ganze Zeit er weiß, dass er ungerecht ist und konnte aber damit leben. Nein! Er sieht es nicht! Das war es was ich immer nicht begreifen konnte. Das war das fehlende puzzlestück… Ich hoffe sehr, dass ich mir dass immer wieder vor Augen halten kann. Damit ich nie wieder schwach werde… Habe schon überlegt mir ne Tätowierung zuzulegen, damit ich bloß nicht wieder vergesse, wenn ich wieder denke er ist gerade empathisch oder gefühlvoll oder irgendetwas an seiner zugewandheit und erneuten Kontaktaufnahme hätte auch nur einen Hauch mit mir zu tun… 1000 Dank für diese tolle Seite! Sie bringt mich immer ein Stückchen weiter weg von ihm. Natürlich mit Rückschlägen. Aber es wird immer besser 🙂

    • Zinnober sagt:

      hallo Me,
      bei deiner idee mit der tätowierung musste ich lachen…Klasse!
      und du triffst den nagel auf den kopf. man kann es einfach nicht begreifen, dass der narzisst überhaut nicht in der lage ist, sich selbst zu reflektieren. ich konnte das auch jahrelang nicht fassen. ich habe geredet und geredet und geredet, versucht klärungen zu finden. ich habe versucht ihm bewusst zu machen, wie sehr er mich und andere benutzt, abwertet, nicht sieht. dass er was ändern muss, wenn er nicht immer wieder mit seinen beziehungen auf die nase fallen will.

      es hat absolut keinen zweck!
      das zu begreifen, ist ein weiter weg. ich dachte immer, ich drehe irgendwann durch, wusste nicht mehr, ob ich mann oder frau bin. wenn er meinte, schwarz wäre weiß, dann war für ihn schwarz eben weiß. er kann es nicht anders. jede diskussion war sinnlos – und es gab sooo viele davon.

      was für eine erfahrung!
      schön diese seite zu finden und das teilen zu können. niemand, der es nicht erlebt hat, kann sich das vorstellen. wenn ich es meinen freunden erzähle, die nicht ganz so dicht an mir dran sind, schauen die mich oft komisch an und denken, ich mache jetzt meinen ex ein bisschen schlecht. niemand glaubt einem das,es ist unbeschreiblich!

  16. eva sagt:

    Ich bin seit 45 Jahren verheiratet und habe erst seit ein paar Monaten herausgefunden, dass ich einen Narzissten 1. Klasse geheiratet
    habe. So wie viele Gleich-Geschädigte berichten, habe ich jahrzehntelang stillgehalten, geduldet, entschuldigt, gelitten und immer alle Fehler bei mir gesucht und mich für alles schuldig gefühlt.
    Nun, nachdem ich so nach und nach erfahre, warum meine „Partnerschaft“ so einseitig ist, beginne ich mich zu wehren, mir Freiräume zu schaffen, nicht mehr Tag für Tag seine Sklavin zu sein, droht er mir, mich hinauszuschmeißen, mich am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen usw. usw. Er nimmt mir Haus- und Autoschlüssel weg, schließt das Arbeitszimmer ab (ich darf da nur rein um für ihn zu arbeiten und seine Aggressionen zu ertragen), verbietet mir, mich mit Bekannten zu treffen, d.h. am liebsten würde er mich einsperren.
    Freunde, die meine Situation kennen, ermuntern mich seit Jahren, mich von ihm zu trennen, und sichern mir jegliche Hilfe zu. Aber ich habe Angst vor seinen Rache-Akten, ich weiss aus Erfahrung, dass er unberechenbar wird, wenn er wütend ist.
    Er schikaniert jedoch nicht nur mich, sondern auch unsere längst erwachsenen Söhne und insbesondere auch deren Partnerinnen. Alle haben sich von ihm und somit auch von mir zurückgezogen, die Enkel-kinder sehen wir nur selten.
    Kann mir irgendjemand, der sich in meinem Alter (in bin 70) noch von einem Narzissten getrennt hat, raten, was ich tun soll?

    • Silv sagt:

      Trennen, sofort Zugewinn/Unterhalt aushandeln per Anwalt und glücklich mit den Kindern und Enkelkinder weiter leben..Du kannst deine Söhne vorher einweihen. Wenn Sie gelitten haben dann rennst du offene Türen ein..Du wirst deine Familie endlich genießen können..Er steht ggfs allein da. Lieber von Hartz 4 leben als auch noch die letzten Jahre vertun. Und evtl therapeutische Hilfe/ Beratung Familienberatungsstelle nur für dich.Alles Gute

      • Annette sagt:

        Ich kann auch nur zur Trennung raten! War 20 Jahre mit einem zusammen-15 davon verheiratet. War anfangs viel zu zögerlich bei der Trennung, weil ich dachte es wird noch. Außerdem hatte ich Angst, meine drei pubertären Kinder an ihn zu verlieren. Er hatte alles dafür getan. Diese bestätigten mir später, dass sie sich über mein zögerliches Verhalten gewundert hatten und betonten zu mir zu stehen. Heute (wir sind seit 8 Jahren getrennt) versucht er noch mir beruflich zu schaden. Aber ich habe inzwischen ein ganz anderes Selbstbewusstsein, so dass ich damit umgehen kann. Dabei hat mir auch diese Seite sehr geholfen 😊 Vielen Dank Herr Grüttefien! Mir hat es sehr geholfen einen Namen für das ganze, was ich fühlte zu bekommen: Narzismus! Seither kann ich auch ihn besser verstehen und bin gewappnet, wenn eine neue Attacke kommt. Es trifft mich nicht mehr so ins Herz. Er tut mir nur einfach leid.

  17. Corry sagt:

    Nun nach fast 1 Jahr Trennung fange ich an, mich genau dieses zu fragen.
    Letztendlich hat die demütigende „Behandlung “ seinerseits in all den bekannte FAcetten zu meinem Entschluss geführt, mich zu trennen.
    Eine Secundenentscheuidung ,mitgeteilt per WHatsapp, dei vonn ihm sofrot akzeptiert und noch mit
    „Ich verschließe jetzt mein Herz und Lebwohl “ kommentiert wurde.
    Welches Herz ?
    Kann man /frau da fragen.
    Nach 10 Monaten voller Tränen, innerem Schmerz, Sehnsucht nach ihm (Ja, das eben auch….Es versteht nur der der es fassen kann ) usw. kann ich mit Hilfe einer Psychologin und einer Freundin it der ich in schriftlichem Kontakt stehe langsam begreifen.
    Auch wenn wie ich ,ich th. tätig bin ,war ich blind für den augenscheinlichen NArzissmus.Ich war verliebt, geblendet von einem Mann ,der intelligent, eleoquent, äußerst charmant (Am Anfang ) schillernd, interssant und lebendig wirkte.
    Erlachte, weinte, war klug, ich war hIn udn Weg udn aufgewertet.
    Wer es erlebt hat, vershte was ic hmeine.
    Dann kamen die suptilen Entwertungen ,dann in härter Gangart #
    Und ich habe nichts begriffen, garn ichts , mir alles shcön geredet, es ncith wahrhaben wollen.
    Wenn er weinte, war ich so berührt gleich danach sprühte kam aus seinem Mund wahres Feuer das brannte, aber meine Wunden merkte ic erst nach und nach.
    Ich bin eine erwachsene Frau, attraktiv, auch nicht auf den Kopf gefallen, feminin und habe mich sehr angepasst, das auch geren .Denn er ist „ein Macher „.
    Ich wr ein HAufen ELnde und bin es noch ,habe mich sehr zurückgezogen und bin erstaunt, dass mich menie Menschenkenntniss so im Stich gelassen hat,,
    Ich musss aber anmerken, hört auf eire Gefühl, eureIntution.Ich habe sie überhört, bin drüber hinweg gegangen ,weil ich diesen tollen Mann wollte, der mich so wollte.Dachte ich ……
    Er hat mich latent sogar mehrfach indirekt gewarnt, mit Bemerkungen wie :“Ich bin nicht nine to five, Ich bin ein Vampir, Ich brauche immer einen Notausgang,Ich will dir nicht wehtun.“u.a.
    Ich hätte es merken können, wenn ich über NArzissmus etwas gewusst haätte. Habe ich aber nicht, selbst dann bezweifle ich aber dass ich geangen wäte. Ich wollte „ihn retten „, ihn glücklich machen.
    EIn jedoch unmögliches Unterfangen.
    Was mich „gerettet“ hat, weiß ich bis heute nicht.
    Ich glaube, da er meinen Verstand anzweifelte und sagte „Krieg mal deinen Kopf wieder klar, dann sprechen wir wieder miteinander „.
    Das empfand ich als dreist, primitiv und unverschämt.Sagte aber wie immer nichts…..
    Denn mit mir war alles in Ordnung, das wusste ich.
    Ich war nur verzweifelt, weil er so war wie er war.
    So unberechenbar und manchmal so kalt, für mich willkürlich und plötzlich.
    Narzissten sind wunderbar und zugleich schrecklich zerstörend.
    Es wird noch dauern,bis meine Herz heil ist.
    Vertrauen ist ein Fremdwort für mich geworden.

    • Silv sagt:

      Du bist th.(therapeutisch?) tätig schreibst du und kennst Narzissten nicht ..
      Tatsache scheint, dass gerade auch im therapeutischen Bereich viele ‚Mängelexemplare’tätig sind..Die dann aus eigener Bedürftigkeit anfällig sind für emotionalen Missbrauch.

      • Corry sagt:

        @Silv
        Schade und unfassbar dreist, dass Sie mir gegenäber anonym so (be)wertend sind und aus der Hüfte heraus auf mich,- in diesem Fall schießen.
        Narzissten begeben sich selten bis nie in Therapie, Ihnen geht es “ gut“,das nur nebenbei.
        Ich bin nicht hier auf diese Seite unterwegs, um mich in diesem Weise von Ihnen anonym!
        in altkluger, kuchenpsychologischer “ Es scheint…“ Manier abwatschen und als Mängelexemplar beleidigen zu lassen. Haben Sie je einen Mann wirklich geliebt?
        Waren Sie je emotional abhängig?
        Seien Sie dankbar,wenn dem nicht so ist.
        Ja, ich bin hier ehrlich,ich war dumm naiv und habe sehr geliebt.War vgeblendet und versuche da nun rauszukommen.

        • Silv sagt:

          Liebe Corry,
          Du fühlst dich schnell angegriffen. Im therapeutischen Bereich begegnen Einem Narzissten, sowohl auf Therapeuten- als auch auf Patienten-/Klienten Seite. Als Fachkraft kann man das schon erkennen.Das Problem sind eigene Bedürftigkeiten, die einen im Kontakt mit Diesen blenden. Ich kann sagen, dass auch im Therapeutensektor durchaus Menschen tätig sind, die eigene wunde Punkte haben. Und darum auch nicht vor den Schmeicheleien eines Narzissten gefeit sind.Ich habe selbst therapeutische Kollegen erlebt die sich dadurch geschmeichelt fühlten dass der narzisstisch veranlagte Patient sie als Therapeuten annähernd akzeptiert. Und sind letztendlich doch nur Manipulationsobjekte.
          Ich selbst bin einem narzisstischen Kollegen auf den Leim gegangen- das in einer Situation wo es mir zuvor nicht gut ging und er mir ’selbstlose Unterstützung‘ angeboten hat
          Ich hatte ihn zuvor, ebenso wie andere Kollegen, als Narzissten eingeschätzt. Aber auch Therapeuten sind nur Menschen und nicht gefeit vor subtiler Manipulation

  18. Claudia sagt:

    Man sollte wirklich „Frieden“schliesen.dann geht es einem selber auch wieder besser.ob man sich einem.neuen Partner öffnen kann. Ich weiß nicht,scheint sehr schwer zu sein.dieses Misstrauen haftet.viel Arbeit an sich selber.danke für den guten Blog. Bin schon immer auf nächste Woche neugierig.

  19. Tinka sagt:

    Dieser Beitrag trifft es genau. Das ist sehr hilfreich, wenn man es ahnt aber irgendwie auch nicht rauskommt.
    Das muss jetzt erstmal wirken.
    Danke für diesen Blog.

  20. Thomas sagt:

    Alles was Sven beschreibt passt aufs Haar. Eine meiner Vorkommentarinnen beschreibt auch den Vertrauensverlust in etwaige künftige Beziehungen. Die Narzissten haben im Partner eine Dauernachwirkung hinterlassen: Das Vertrauen ist schwer beschädigt und die Vorstellung von „Liebe“ zerstört. Habe in einigen Blogs meine „Ehe“ mit einer Narisstin beschrieben.

    Da ich Musiker bin hab ich einen autobiografischen Song geschrieben die den Ablauf der erlebten 16 Jahre beschreibt: charmantes Kennenlernen, schnelle Bindung, Heirat plus kind, narzisstische Schwiegerfamilie, Lug, Betrug und Entsorgung des Partners durch Warmwechsel ( wie Jahre zuvor vom ersten Mann zu mir.

    „I never had a girl like you“ – ein autobiografischer Song über eine narzisstische Partnerschaft.
    Auf youtube: https://youtu.be/-hsk7bW2p70

  21. Renata sagt:

    Vieles an diesem Artikel ist zutreffend und hilfreich. Allerdings muss ich sagen, dass ich nach meinen Erfahrungen mit einem Narzissten eine neue Beziehung nur noch mit äusserstem Misstrauen eingehen würde. Gerade der Verlust, dem anderen grundsätzlich gute Absichten unterstellen zu wollen, habe ich dem Narzissten zu „verdanken“. Das ist für mich der eigentliche Schaden, den er mir auch nach der Beziehung hinterlässt. Mein Herz ist nun, wie Paul Celan sagte, ein befestigter Ort und ich glaube kaum (und ich will es wohl auch nicht mehr), dass sich das nochmals ändert. Wenn überhaupt, dann würde ich es eher andersrum angehen. Ich würde heute höchstens von neutralen Absichten ausgehen, von den guten müsste man mich zuerst durch Taten (Worte interessieren mich nicht mehr) überzeugen. Aber letztlich frage ich mich auch: ist eine Partnerschaft das alles überhaupt wert? Gilt es nicht, mit sich selbst klar zu kommen, gut alleine sein zu können, Hobbies zu pflegen? Für mich persönlich ist die innere Ungebundenheit, die ich nach den Verstrickungen und den schlimmen Jahren mit einem Narzissten wieder mühsam erlangt habe, ein Gut, das ich nicht mehr aufgeben möchte. Ich halte es mit Augustinus: „Der Friede ist das Gold des Lebens“. Den Frieden kann ich nur aus mir selber schöpfen und bewahren. Und in diesem Frieden will meine Seele leben.

    • Hallo Renata,
      ja, man kann keinen Frieden finden, wenn es ein anderer nicht zulässt. Insofern ist es verständlich, wenn dass Misstrauen nach einer Beziehung mit einem Narzissten so stark gewachsen ist, dass man sich am liebsten auf niemanden mehr einlassen will. Doch dieser Weg führt in die Isolation. Vertrauen ist für Beziehungen – egal welcher Art – immer erforderlich. Die Erfahrung mit einem Narzissten sollte nur lehren, die Leichtgläubigkeit aufzugeben und neuen Dingen gegenüber wohlwollend skeptisch zu bleiben.

  22. Silv sagt:

    Ja richtig…Man hat das Dilemma nicht sehen können oder wollen.Bei mir waren seine Kinder mit im Spiel und den entsprechenden Gefühlen die auf beiden Seiten aufgebaut wurden..Seine Familie,Freunde betonten welch positiven Einfluss ich nähme. Und die den Kontakt, der zuvor durch ‚Missverständnisse‘ belastet und abgerissen war,dann dadurch wieder aufnahmen.
    .Als seine Beziehungen durch meine Unterstützung gekittet waren wurde ich dann für ihn zur ‚Negativen‘ die ja nur Probleme vorzuweisen habe. Das weil auch ich mal ein Thema hatte und seine Unterstützung benötigt habe.Die aber nicht kam. Nun hat er sein Leben saniert, mit meiner Hilfe eine bessere berufliche Tätigkeit erlangt und eine neue Freundin mit 13jährg.Sohn, die-als Russin-vor einem Jahr in Russland geheiratet hat. Das musste er mir noch erzählen da er ja jetzt so glücklich sein. Ich habe den Kontakt komplett auf allen Wegen abgebrochen.

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