Wenn Dir Dein Umfeld nicht glauben will

Ehemaliger Partner von Narzissten stoßen nach der Trennung regelmäßig auf Unverständnis in ihrem sozialen Umfeld, weil Außenstehende die Gründe für die Trennung überhaupt nicht nachvollziehen und den narzisstischen Missbrauch nicht erkennen können. Sie können nicht sehen, wie sich der Narzisst hinter verschlossenen Türen tatsächlich verhalten und die Beziehung belastet hat. Oft ergreifen sie sogar Partei für den Narzissten, was einer weiteren Demütigung des Ex-Partner entspricht.

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Ein Narzisst zeigt sich nach außen immer von seiner guten Seite. Er will schließlich von anderen bewundert werden. Insofern prahlt er gerne mit seinen Fähigkeiten und Leistungen, zeigt sich im Umgang mit anderen charmant, freundlich und zuvorkommend, gesellig und großzügig. Er hat eine positive Ausstrahlung und kann sehr schnell sein Publikum für sich vereinnahmen und begeistern. Nach außen macht der Narzisst oft einen geradezu mustergültigen Eindruck: Gutes Aussehen, Selbstbewusstsein, eloquentes Auftreten, intelligent, redegewandt und finanziell abgesichert. Also mit anderen Worten: eine gute Partie!

Das Bild eines Traumpartners, dass der Narzisst am Anfang einer Beziehung vorspielt und auf das auch die meisten Partner zunächst hereinfallen, haftet sich auch in den Köpfen von Außenstehenden fest. Der Narzisst bekommt am Anfang von allen unglaublich viele Vorschusslorbeeren, so dass fast jeder auf sein Imponiergehabe hereinfällt. Bald hat sich herumgesprochen, was er für ein toller Typ ist und niemand bemüht sich mehr, noch ernsthaft hinter die Fassade zu schauen.

Das Blatt wendet sich, aber nur für den Partner

Da der Partner dem Narzissten näherkommt und intensiver Zeit mit ihm verbringt, fällt allmählich die Fassade und der Partner muss feststellen, dass es sich bei dem Narzissten alles andere als um ein Märchenprinz handelt. Plötzlich kommen auch die unangenehmen Eigenschaften zum Vorschein. Sein anfänglich aufmerksames und zuvorkommendes Verhalten wandelt sich in puren Egoismus und Rücksichtslosigkeit. Seine Fähigkeit, sich voll einem anderen Menschen zuzuwenden und nur noch für ihn da zu sein, wandelt sich zunehmend in Desinteresse und Lethargie. Plötzlich findet er keine lobenden Worte mehr für den Partner, sondern hat nur noch an allem etwas auszusetzen. Der Partner wird zum Prellbock seiner schlechten Laune gemacht und dieser ist fortan damit beschäftigt, den Narzissten in irgendeiner Form zu besänftigen, damit die gute Stimmung wieder zurückkehrt.

Diesen schleichenden Prozess bekommen Außenstehende nicht mit – und oft genug bekommt nicht einmal der Partner diese Entwicklung mit. An irgendeinem Punkt merkt der Partner lediglich, dass er sich immer schlechter fühlt, dass er immer mehr über die Beziehung grübeln muss, dass sein Selbstwertgefühl leidet und dass er nur noch für den Narzissten da ist und gar nicht mitbekommt, wie sehr er sich für den Narzissten opfert und auf die eigenen Wünsche verzichtet. Da diese schleichende Entwicklung nicht mit dem notwendigen Abstand betrachtet werden kann, sehen Betroffene das alleinige Problem selbst dann nicht bei dem Narzissten, wenn es eigentlich kaum noch zu übersehen wäre. Selbst dann suchen sie hartnäckig die Schuld für den Konflikt bei sich selbst.

Nach außen glänzt alles weiter

Außenstehende können die dunklen Abgründe des Narzissten nicht erkennen. Während das Bild vom Traumpartner für den Partner allmählich bröckelt und dieser mehr und mehr mit den Schattenseiten des Narzissten konfrontiert wird, bleibt aber das perfekte Bild für Außenstehende erhalten. Da der Narzisst die Schuld an den Beziehungsschwierigkeiten auf den Partner überträgt, ist die Welt für den Narzissten in Ordnung und vor anderen täuscht der dann eine weiße Weste vor. Oft wird dann der Partner vom Umfeld bedauert, weil dieser immer so unglücklich schaut, während der Narzisst beste Laune versprüht.

Daher können Beschwerden über sein Verhalten nicht nachvollzogen werden und in den meisten Fällen wird der Narzisst auch noch in Schutz genommen. Selbst wenn ein klares Fehlverhalten seinerseits vorliegt, wird es dennoch häufig mit seinen angeblich zahlreichen anderen guten Eigenschaften und Fähigkeiten aufgewogen und somit bagatellisiert. Der Narzisst wird geschont, während vom Partner verlangt wird, sich nicht so aufzuregen.

Unverständnis so weit das Auge reicht

Da schon während der Beziehung kaum Verbündete zu finden waren, die sich die Sorgen des Partners ernsthaft anhören wollten, wird es nach der Beziehung erst recht kritisch. In vielen Fällen löst die Trennung beim Umfeld nur Unverständnis und Kopfschütteln aus. Die Gründe, die zur Trennung geführt haben, werden heruntergespielt, der Narzisst wird in Schutz genommen und die wenig hilfreichen Worte wie: „Du bist auch nicht ganz unschuldig“ führen sogar noch zu einer Anklage und weiteren Schuldgefühlen.

Selbst Nahestehende wie die Eltern oder Geschwister des Narzissten, die ihn eigentlich besser kennen sollten, verteidigen beharrlich dessen Image. Das Verhalten des Narzissten wird weder als ungewöhnlich oder unpassend noch als egoistisch und rücksichtslos empfunden. Vielmehr scheint der Partner ein wenig sensibel zu sein und macht aus einer Mücke einen Elefanten. Der saloppe Hinweis, dass jeder Mensch auch seine schlechten Seiten hat, dient dann als Verteidigung einer aus Sicht der anderen lupenreinen Persönlichkeit.

Betroffene sind dann regelrecht verwirrt, weil keiner ihre Version vom narzisstischen Missbrauch ernst nimmt und nicht selten erleiden sie einen weiteren Schock. Mindestens aber kommen sie wieder in eine starke Verunsicherung, weil sie glauben, sich ihre Erlebnisse nur eingebildet zu haben und dass sie die Dinge womöglich in der Tat zu kleinlich sehen. Wieder startet des Gedankenkarussell aus Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen.

Insofern müssen Betroffene sich darüber im Klaren sein, dass sie nach der Trennung mit ihren Sorgen allein dastehen, weil sich viele auf die Seite des Narzissten schlagen und die Gründe für die Trennung überhaupt nicht nachvollziehen können und wollen. Da dem Narzissten von allen ein beispielhaftes Auftreten attestiert wird, kann die Schuld nur in der Engstirnigkeit des Ex-Partner liegen.

Das Ausmaß des Leids wird nicht richtig eingeschätzt

Es kann aber auch Außenstehende geben, die durchaus die Gründe für die Trennung verstehen können und das Fehlverhalten des Narzissten erkennen. In der Regel können sie aber nicht nachvollziehen, was Betroffene in einer derartigen Situation durchgemacht haben und wie sehr ihr Selbstwertgefühl, ihre Gesundheit und ihre Lebensfreude gelitten haben. Zu schnell wird dann versucht, die Gründe für die missliche Lage auch in anderen Umständen zu suchen (Arbeit, Kinder, Lebensweise, etc.), weil man glaubt, dass für das Unglück des Betroffenen nicht allein der Narzisst verantwortlich sein kann.

Auch können Außenstehende nicht verstehen, warum sich Betroffene mit der Trennung so schwertun und den Narzissten nicht einfach abhaken und vergessen können. Warum müssen sie noch so viel an den Narzissten und an die Beziehung denken? Warum wünschen Sie sich ihn noch zurück, obwohl sie doch angeblich so unter ihm gelitten haben? Oder warum wollen sie es ihm noch ein letztes Mal heimzahlen? Unbeteiligte können die starke emotionale Verstrickung, die auch nach einer Trennung mit einem Narzissten besteht, nicht verstehen und versuchen dann mit gutgemeinten aber wenig nützlichen Ratschlägen dem Betroffenen beizustehen: „Du findest schon wieder einen anderen Partner!“

Das Umfeld wendet sich ab

Je größer die Kritik am Narzissten ausfällt und je weniger Betroffene sich emotional lösen können, um so mehr laufen sie in Gefahr, ihr soziales Umfeld zu verlieren. Oft spaltet sich das Umfeld in drei Gruppen: Eine Gruppe hat überhaupt kein Verständnis für den Betroffenen und verteidigt den Narzissten – zum Teil helfen sie sogar, wenn der Narzisst seinen Ex nach der Trennung zurückhaben möchte oder sich rächen will. Besonders bitter ist es, wenn sich in dieser Gruppe auch die eigenen Kinder befinden, die sich nach der Trennung oder Scheidung den narzisstischen Elternteil zurückwünschen und dem Betroffenen allein die Schuld an dem Zerwürfnis geben.

Eine andere Gruppe steht zwar hinter dem Betroffenen und betreibt Seelsorge, kann aber das ganze Ausmaß des Leids nicht nachvollziehen, erkennt nicht wirklich den Missbrauch des Narzissten und zieht sich irgendwann entnervt zurück, weil man das Gejammer nicht mehr ertragen kann. Und eine dritte Gruppe bleibt dem Betroffenen erhalten – meist zeigen sich hier die wahren Freunde.

Die Kunst für Betroffene liegt nach einer Trennung darin, sich den richtigen Menschen anzuvertrauen. Da, wo man oft auf Verständnis und Zuspruch hofft, da findet man häufig nur Ignoranz. Vielfach können nicht einmal die eigenen Eltern des Betroffenen diesen Schritt verstehen und klagen ihn ebenfalls an. Manchmal findet sich sogar ein ehemaliger Partner des Narzissten aus einer Vorbeziehung, mit dem der Betroffene sich dann zusammentut und die Erlebnisse mit dem Narzissten noch einmal reflektiert. So können aus ehemaligen Rivalen treue Leidensgenossen werden, die sich gegenseitig stützen.

Über die Vergangenheit reden

Wer eine Trennung von einem Narzissten erwägt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er womöglich auf verlorenen Posten steht und mit seinen Sorgen allein zurückbleibt. Aufgrund des Mangels an vertrauensvollen Begleitpersonen kann es zu einem sozialen Rückzug kommen, wo Betroffene nur noch mehr in ihren Gedanken hängenbleiben, die Schuld bei sich selbst suchen und den Glauben an die Menschen verlieren. Der Austausch mit anderen ist aber in einer solchen Phase einer der wichtigsten Bausteine, um das Erlebte verarbeiten zu können und sich aus der Vergangenheit zu lösen.

Wenn sich im Umfeld niemand finden lässt, der behutsam und geduldig auf die Gefühle des Betroffenen eingehen kann oder wenn nur beschränkte Kapazitäten bestehen, dann sollten sich Betroffenen nach anderen Möglichkeiten umsehen: Selbsthilfegruppen, Psychotherapie, Telefonseelsorge oder Internetseelsorge, Foren zum Austausch, etc.

Betroffene sollten akzeptieren, dass aufgrund der Fassade, die ein Narzisst von sich aufbaut, das Umfeld sich extrem schwer tut, den Narzissten genauso zu verurteilen, wie es der Betroffene tut. Hier können sich Betroffene sehr schnell weitere seelische Verletzung einhandeln – nicht unbedingt aus Vorsatz, sondern eher aus Unwissenheit. Statt sich nun auch noch über das Umfeld zu ärgern und sich über so viel Kurzsichtigkeit aufzuregen, sollten sie lieber nach anderen Menschen Ausschau halten, die ihre Situation erkennen und die ihnen wirklich helfen können.


Veröffentlicht in Blog, Trennung von einem Narzissten
67 Kommentare zu “Wenn Dir Dein Umfeld nicht glauben will
  1. Rachel sagt:

    Hallo, melde mich hier zum ersten Mal zu Wort. Zunächst Danke für diesen Artikel, denn genau hier stecke ich gerade ein wenig fest.

    Ich war über Jahre mit einem parasitären Narzissten (was ich erst jetzt langsam erkenne) zusammen, bis er sich entschloss, einen Zubau an seinem Elternhaus zu bauen (was seine Eltern finanzieren). Ich kann ja mitziehen – zu meinen Schwiegereltern – oder es eben bleiben lassen. Klarerweise bin ich aber dann Schuld am Scheitern unserer 19-jährigen Ehe … ich verbog mich, um die Ehe zu retten, kämpfte, argumentierte, wütend, verzweifelt, bis unsere Ehe – und ich – zerbrach. An seinem Egoismus, seiner Emphatielosigkeit, seiner Empfindlichkeit, seinen Entwertungen und seiner fehlenden Einsicht, dass ich als 44-jährige selbständige Frau nicht im Zubau der Schwiegereltern wohnen will und kann! Er zog alle Register: Zuckerbrot und Peitsche, doch ich weigerte mich beharrlich, sagte klar NEIN zu meinem Narzissten, zog Grenzen, und so verließ er mich. Jetzt will er eine Frau, „die sein Leben teilt“. SEIN ist das Schlüsselwort …

    Er schiebt alle Schuld auf mich (Ehescheidungsklage gg mich) und meine Freunde schütteln oftmals unverständlich den Kopf: „Er wollte doch nur euch ein schönes Haus bauen“. Ja, das wollte er, für sich und seine Eltern, was für ein toller Mann, was für ein guter Sohn!

    Ich bin somit die undankbare Schwiegertochter, die selbstsüchtige Ehefrau, die egoistische Zicke. „Andere Frauen würden sich darüber freuen …“, höre ich oft. Nach all den Kränkungen und Verletzungen, und dem Verlassenswerdens, ist das echt hart zu ertragen.

    Also Danke für eure Seite! Tut gut zu lesen, dass ich nicht allein bin! Und Danke, dass ich mir das mal von der Seele schreiben konnte …

    • Thomas sagt:

      Hallo Rachel, kann dich gut verstehen. Die Grenzen die du mit der Weigerung des Einzuges in den Anbau gezogen hast waren richtig. In meinem Fall bin ich, nachdem man mich von meiner Familie isoliert hat, mit Kleinkind in die Wohnung und nächster Umgebung der Schwiegerschaft eingezogen. Da die Schwiegerverwandschaft mich vorher hinter vorgehaltener Hand nie akzeptiert hat ( sie hat mich für das Scheitern der ersten Ehe mit 2 kleinen Kindern verantwortlich gemacht, sie hat dem ersten Schwiegersohn, der sehr gefügig war, und der Tochter eine Eigentumswohnung, die durch die Trennung vom ersten Mann verloren ging, stark mitfinanziert) gings dann dort für mich dann richtig ab. In Konfliktsituationen, die die EX forciert hat, stand sie immer vor dritten illoyal den Situationen gegenüber. Nachdem ich nach Jahren allein ausgezogen bin, einen gemeinsamen Auszug lehnte sie mit Bitte um mehr Zeit vorerst ab um mich auf der einen Seite warmzuhalten und auf der anderen hinter meinem Rücken adäquaten Nachfolger zu finden. Nachdem dieser sich recht schnell eingefunden hatte wurde ich mit einem Berg an Schuldvorwürfen telefonisch abserviert.

  2. Celine sagt:

    @Flora
    Da hätte ich mich genauer ausdrücken sollen.
    Natürlich soll man seine Gefühle nicht unterdrücken. Dass man seine Wut wahrnimmt und spürt, ist ganz wichtig.
    Aber man soll der Wut nicht völlig freien Lauf lassen, sonst wird das zum Selbstläufer. Man wird reizbar im Beruf, man zieht als grollender, frustrierter Mensch natürlich auch die falschen Menschen an. Welcher liebenswerte Mann will so eine an seiner Seite haben. Ein Narzisst hingegen schon, da spürt er, die tobt sofort los bei der geringsten Provokation, da hat er Macht über die Gefühle des anderen. Je mehr sie schreit und tobt, umso besser spürt er sich.
    Man soll vielmehr die Wut wahrnehmen und sie dann in gesunde Kanäle leiten.
    Wut setzt ja eine Menge Energie frei und die kann man nutzen, um etwas aus seinem Leben zu machen.
    Und ein erfülltes Leben ist nun mal der beste Schutz vor Narzissten.

    • Alex sagt:

      Man kann doch eh nix ändern und muss von selbst an den Punkt kommen, wo man LMAA denkt.
      Da kann einem auch kein Therapeut oder sonst jemand helfen; an diesen Punkt muss man alleine kommen.
      Und man darf nie wieder rückfällig warden, was in 90% der Fälle aber nicht klappt. Warum?
      Weil man sich belabern last und obwohl man weiß, wie es wieder enden wird. Hab ich Alles durch.
      Aber jetzt weiß ich, ich bin dagegen imun. sie kann mir nix mehr

    • Flora sagt:

      Da bin ich komplett bei dir,

      ganz genau so. Da wir alle so verschieden sind, gibt es da leider keine Patentlösung. Ich finde es auch schade wenn ich lese, dass manche in der Verbitterung hängenbleiben. Aber wenn sie genau das im Moment benötigen ist auch das für mich OK. Erst wenn sie den Dialog einstellen, wird sich nichts mehr weiterentwickeln, bis dahin einfach weiterhelfen 🙂

  3. Lost666 sagt:

    Hier ist meine Erfahrung: Ein Brief an ihn

    Es ist unvorstellbar, wie schnell Du mich dazu gebracht hast, Dir zu vertrauen…dabei habe ich in vielen Momenten gespürt, dass etwas nicht stimmt. Ich habe diese Signale bewusst ignoriert, immer wieder. Meine Hoffnung und Bewunderung für Dich waren einfach zu groß….

    Als ich Dich das erste Mal sah, war ich von Deiner Aura direkt fasziniert! Dieses offene Lächeln, funkelnde Augen voller Freude und schließlich diese Unnahbarkeit…und genau diese wurde mir letztendlich zum Verhängnis. Auch dieses Signal habe ich von Anfang an ignoriert. Doch da war noch etwas, was ich bei Dir wahrgenommen habe…Du wirktest so verletzlich, so sensibel, so zerbrechlich…

    An diesen Abend habe ich Dich nicht angesprochen, ich genoss es viel lieber, Dich aus der Ferne zu beobachten und dein Wesen zu erkunden. Erst Wochen später haben wir angefangen, miteinander zu schreiben. Musik war unser Hauptthema. Ich liebte die Musik und Du ebenso… die Musik ließ uns ein Stück näher kommen. Ich liebte vor allem Deine Musik, die Du selbst komponiert hast und manchmal sogar auch exklusiv nur für mich. Ich liebte es, wie Du über uns gesungen hast und dass Du so viele verschiedene Musikrichtungen ausprobiert hast. Am schönsten fand ich den Song im Def Leppard-Stil , der mein Herz so sehr berührt hat.
    Es vergingen Monate, bis wir uns wiedersehen konnten. Aber die Monate zuvor hat sich zwischen uns eine tiefgründige Vertrautheit aufgebaut. Wir schrieben über unsere Ängste und über unangenehme Erlebnissee aus der Vergangenheit. Wir haben uns so nah gefühlt und uns tief in unsere Welten hereingelassen… so glaubte ich…

    Nach unserem Wiedersehen hat sich mein Gefühl der Vertrautheit verstärkt. Wir konnten uns zwar nur sehr kurz sehen, aber durch unsere monatelangen Gespräche kam es mir so vor, als ob wir uns schon lange kennen würden. Wir sprachen miteinander, als ob wir uns nie fremd waren und ich fühlte mich in Deiner Anwesenheit so wohl.
    Einen Monat später gab es das nächste Treffen. Ich war so aufgeregt und glücklich, Dich wiederzusehen. Nach drei Stunden intensiver Gespräche und jede Menge Tee mit Honig lagen wir uns in den Armen und ich genoss Deine Nähe, Deinen Duft und wie Du Dich anfühltest. Unsere Lippen waren so nah beieinander, doch nichts geschah. Als ich meine Augen schloss und Deine Finger meine Haarsträhne aus dem Gesicht wischten, spürte ich Deine Lippen auf meinen… Es war ein sehr sanfter und zärtlichen Kuss und mir stockte der Atem… doch Du musstest wieder weg, und ich begleitete Dich zum Bahnhof.

    Ich erinnere mich gerne an solche Momente, die ich mit Dir erleben durfte. Es hatte zum Teil etwas Märchenhaftes. Wir hatten eine sehr schöne und intensive, kurze Beziehung miteinander, voller einzigartiger Momente und voller dramatischer Momente. Ich hatte den Eindruck, ich genüge Dir nicht, denn egal was ich tat, Du konntest Dir meiner Liebe zu Dir nie sicher sein. Du konntest nicht glauben, dass da ein Mensch ist, der Dich liebt und Dich einfach toll findet, mit Deinen Macken. Am Ende war ich kraftlos. Meine Aufgabe, Dir zu beweisen, dass Du es wert bist, geliebt zu werden, habe ich nicht erfüllt. War es wirklich meine Aufgabe, Dir das zu beweisen? Du hast Dich selber und Deinen Körper nicht gemocht… und ich frage Dich, wie kann ein anderer Mensch Dir jemals all das geben, was Du Dir nicht annähernd selber geben kannst? Das wird nicht möglich sein!

    Ich habe gehofft, dass Du selber in der Lage sein wirst, Dich anzunehmen, Dich selbst zu mögen, Deine Stärken zu erkennen. Denn es ist Deine Aufgabe, dies zu erfüllen. Doch Du findest es leichter, diese persönliche Aufgabe einer anderen Person zu übertragen, und wenn die Person dazu nicht in der Lage ist, wartet schon die nächste Frau auf Dich, von der Du meinst, dass diese es bestimmt schaffen wird.
    Ich habe erkannt, dass dies Dein Verhaltensmuster ist. Aber noch viel wichtiger ist, dass ich auch mein Verhaltensmuster durch Dich erkannt habe. Zu Anfang war es eine sehr schmerzvolle Erfahrung, aber heute habe ich dadurch an Stärke gewonnen.

    Ich möchte mich bei Dir für alles bedanken, was uns verbunden hat und immer noch verbindet. Ich verzeihe Dir, denn ich weiß, dass Du nicht anders kannst, als immer wieder so zu handeln. Und ich verzeihe auch mir!

    • Maritt sagt:

      Ja, so ist es. Was es mir so schwer macht, ist zu akzeptieren, dass alles so einfach sein könnte, dass alles so optimal sein könnte, wenn der Mensch sich nicht selber im Weg stehen würde und einfach der Liebe vertrauen würde, die ihm entgegengebracht wird. Das Mitleid mit diesem Menschen, der in sich selber gefangen ist, macht es mir extrem schwer los zulassen. Ja, ich weiß schon, ich sollte viel mehr Mitleid mit mir haben, angesichts der vielen Verletzungen in vielen Jahren. Aber genau das schaffe ich nicht. Hat mir Jemand einen Rat?

      • Klam sagt:

        Aufwachen, einfach nur aufwachen.
        Wenn dein Kind in so einer Beziehung stecken würde,würdrst du zu ihr sagen: Mein Kind, dein Opfer war noch immer nicht genug, sei duldsam, verzichte auf ALLES Gute, erfülle in Demut seine Forderungen,lass dich weiter abwerten und erniedrigen, du bist nichts wert, nur er macht das du leben darfst u.u.u.,“
        Wenn das so ist, dann …

      • Flora sagt:

        Hmm,

        geh mal in deinem Leben zurück an die Stelle, an der du gelernt hast deine eigenen Bedürfnisse zu ignorieren, nur damit dein Gegenüber dich nicht verlässt, kränkt, oder mies behandelt. Darüber hinaus solltest du mal die Metaebene verlassen (in sich selbst gefangen, der Liebe vertrauen) und mit der Realitätsprüfung beginnen. Dann gelingt dir vielleicht auch der Ausstieg aus dem Lala Land.

        • Marc sagt:

          @Flora
          Ziemlich unangebrachte Verallgemeinerung, sorry.
          Hier wird die Schuld weg vom Narzissten, hin zu einem selbst geschoben, was in meinen Augen absoluter Blödsinn ist.
          Ich hab nix in meiner Vergangenheit/Kindheit, welches mich in irgendeiner Weise geschädig, mich geschwächt oder angreifbar für einen Narzissten gemacht hat, im Gegenteil.
          Es ist die Manipulation derer, weswegen wir hier sind, und daher empfinde ich Deine Aussage als Hohn den Opfern gegenüber.
          Wenn das „verlassen des Lala-Landes“ so einfach wäre, würde es diese oder andere Seiten und vor Allem die Opfer garnicht geben!

          • Flora sagt:

            Hallo Marc, da lässt sich trefflich drüber streiten, natürlich niemand ist selbst schuld wenn man so betrügerisch eingelullt wird. Da spielen ganz gezielte Manipulationen eine Rolle. Da hast du sicher Recht. Trotzdem oder grad weil man fragt, wie konnte MIR das passieren, ist man selbst der Einzige, der die Antwort in sich suchen kann, und dazu gehört Introspektion. Die Aufforderung zur Introspektion ist kein Hohn, das verbitte ich mir mal ganz frei.

            Du sagst:
            Ich hab nix in meiner Vergangenheit/Kindheit, welches mich in irgendeiner Weise geschädig, mich geschwächt oder angreifbar für einen Narzissten gemacht hat, im Gegenteil.

            Stell dir mal vor, bei mir war es ganz anders? Bin ich nun ein schlechterer Mensch? Sind meine Erfahrungen nun nichts wert, weil du andere hast? Ich denke nicht. Meine Anfälligkeit für emotionale Ausbeutung lag in einem narzisstischen Elternhaus, bin ich nun schuld?

            Diese Seite hat mir beim Verlassen des Lala Landes sehr geholfen. Doch sie ist keine Sackgasse, sondern ein Tor zur Heilung. Und jeder heilt in seinem eigenen Tempo, mit eigenen Krücken,eigenen Methoden, wichtig ist das Ziel zu erreichen.
            Denn wir haben Besseres verdient 🙂

        • Ina sagt:

          @Flora klare Worte,danke – auch wenn sie nicht jedem gefallen. Aus eigener Erfahrung sehe ich verschiedene Phasen für den Verarbeitungsprozess: lange(Halb-)Verklärung, Wut, Schmerz und Trauer. Nach der Trauer ist ein Verzeihen nicht mehr nötig- es war, wie es war. Und man kann auch die Eigenanteile gut annehmen. Die unterschiedlichen Sichtweisen in den Diskussionen ergeben sich aus der jeweiligen Verarbeitungsphase, insofern hat hier jeder recht. Für den Verarbeitungsprozess war mir die Unterscheidung zwischen der erwachsenen und der kindlichen Ebene sehr hilfreich – so konnte ich die widersprüchlichen Emotionen in mir nachvollziehen und zuordnen.Nein, ich war nicht verrückt. Je klarer man wird, desto mehr erkennt man natürlich das Ausmaß dieser narzisstischen Gesellschaft, von daher besuche ich gerne diesen Block. Danke an alle, die bereit sind aufzuwachen.

        • Maritt sagt:

          Flora, nun habe ich eine Frage bezüglich Deiner Antwort. Mir ist ziemlich klar, dass mich da meine Kindheit geprägt hat und die große Angst damals Mutter oder Vater zu verlieren. Aber ich hab nicht das Gefühl, dass mir die Erkenntnis was bringt. Ich kann deshalb mein Fühlen und das Verhalten, das daraus entsteht nicht abstellen. Leider! Wie kann ich das Wissen nutzen?

          • Flora sagt:

            Hallo Maritt,

            als Kind hat man keine Wahl, die Abhängigkeit von den betreuenden Personen und deine Anpassung an die bestehenden Verhältnisse sichern dein Überleben. Schon als Säugling entwickeln sich Strategien die das Überleben in psychischer als auch in physischer Hinsicht möglich machen. Das Aufwachsen in mißbräuchlichen Lebensumständen führt dazu, dass du deine eigenen Bedürfnisse (die man als Kind ja nicht einmal vernünftig artikulieren kann)unterdrückst, um dein Dasein zu schützen, du bist in materieller und emotionaler Abhängigkeit. Im “ Normalfall“ findest du im Laufe der Pubertät dazu dich abzugrenzen, deine Bedürfnisse zu erkennen und zu artikulieren und wenn dein Elternhaus dies erlaubt auch durchzusetzen, ohne materiell oder emotional unter Druck gesetzt zu werden. Denn deine Eltern/ Betreuer erkennen dich als eigenständiges Wesen und verschieden von sich selbst an.

            In meinem Falle ist mir diese Loslösung nicht gelungen, da meine Mutter ein symbiotisches Verhältnis zu mir unterhielt, und jeden Versuch der Loslösung sozusagen unter Strafe stellte, durch Manipulation, Lügen, Abwertung und mir das als Liebe verkaufte.

            Wie habe ich dieses Wissen, was ich mir erst nach meiner Beziehung zu meinem Ex aneignete genutzt?

            Ich konnte verstehen warum mir das exakt gleiche Verhalten meines Ex Sicherheit gab. Ich hatte Techniken entwickelt die mir in Überleben unter solchen Bedingungen ermöglichten. Ich habe begriffen, dass ich einer Lüge aufgesessen bin und heute total fähig bin meine Existenz selbst zu sichern, und auch Verantwortung zu übernehmen dass es mir gut geht.

            Das Wichtigste ist erst einmal dich selbst als wertvoll zu betrachten, du musst dein bester Freund werden, und für dich selbst mindestens das tun was du auch für andere tun würdest. Hab Mitgefühl für die Maritt in dir, die von anderen ausgebeutet wird und wurde. Die auch leben will und schönes erleben und auch gestalten möchte. Such die Marrit die es verdient hat gut behandelt zu werden, sei dir selbst ein guter Partner. Hast du einen inneren Kritiker? (Eine Stimme die dir zuraunt, das ist dein Fehler, das hättest du nicht tun sollen, du hast dich nicht genug angestrengt, du taugst nichts)? Glaub dem nicht, das ist die Stimme unserer Mißbraucher um uns zu manipulieren. Ich hätte einige Buchvorschläge für dich, lass mich wissen wenn du interessiert bist. Da ist Licht am Ende des Tunnels, glaub mir. Ich bin schon durch den Tunnel, mir ist die neue Welt nur noch ein wenig fremd 🙂 Ick drück dir

          • Maritt sagt:

            Danke Dir Flora! Ich bin schon auf dem richtigen Weg, denke ich. Kopfmäßig ist mir das klar und nachvollziehbar. Aber das „Fühlen“ hängt noch hinterher. Ich werde weiter kämpfen. LG

      • Michaela sagt:

        Liebe Maritt,
        ich habe mich nach 30 Jahre Ehe von meinem narzisstischen Ehemann getrennt. Wie ich das so lange ausgehalten habe? Ich kann es nicht sagen. Ich fand immer wieder Entschuldigungen für sein Verhalten, glaubte, dass alle Menschen nun mal Fehler hätten. Wach wurde ich, als ich an Depressionen und Ängsten erkrankte. Selbst bei Beginn meiner Krankheit wollte ich nicht ihn als Ursache akzeptieren. Erst als ich seine Nähe nicht mehr ertragen konnte und alles in mir schrie:“Geh weg“, wurde mir klar, dass ich mich endlich trennen musste. Es war ein harter Weg( Ich hatte einen sehr guten Psychologen), auch ich war voller Mitleid und es hat gedauert. Den richtigen Weg zeigte mir meine Tochter. Sie trennte sich von ihrem Partner und begründete ihre Entscheidung mit den Worten:“ Ich bin nicht weniger wert, als er.“ Erst da habe ich vollends begriffen. Vielleicht helfen dir ihre Worte auch ein wenig. Glaube mir, es lohnt sich. Ich habe es geschafft. Vieles in mir ist kaputt, aber ich bin hoffnungsvoller geworden und du solltest es auch sein. Liebe Grüsse

        • Maritta sagt:

          Danke Michaela! Deine Antwort ist mir besonders wertvoll, da du auch solange mit dem Narzissten zusammen warst. Da kommt dann noch zu allem sonstigen Übel hinzu, dass der Gedanke so unfassbar ist, etwas aufzugeben, dass einen zwei Drittel seines Lebens (in meinem Fall) begleitet und bestimmt hat. Dennoch hast Du es geschafft. Das macht mir Mut. LG

    • Sven sagt:

      Ich werde mich weder bei ihr bedanken noch verzeihen, was sie mir angetan hat.
      Was soll sowas?
      „Du bist halt so und kannst nix dafür!“
      Ähm, is klar.
      Sagt man sowas auch zu einem Mörder oder Vergewaltiger?
      Wohl kaum.
      Ich verzeihe ihr nix, diesem kranken Miststück, denn damit würde ich sie in Schutz nehmen und schönreden was sie mir angetan hat.
      Ich hoffe, Karma kommt bei ihr dreifach zurück und sie geht daran genau so kauptt wie sich mich hinterlassen hat

      • Thomas sagt:

        Hallo Sven, recht gesprochen von Dir. Wünsch meiner Ex, die auch unser Kind instrumentalisiert hat, dass sie mit meinem Nachfolger umgekehrt das Gleiche passiert was sie mir angetan hat. Warscheinlich ist diese Hoffnung auf Genugtuung aber umsonst, denn bevor sowas passiert wird wieder warm gewechselt. Meine Wut und Hass werden gegen diese Frau, deren Leben aus Lug, Betrug und Ausbeutung besteht, bis an mein Lebensende bestehen bleiben!

        • Céline sagt:

          Sie machen sich mit Ihrer feindseligen Haltung vor allem selbst kaputt. Der Körper wird mit Stresshormonen überflutet – psychosomatische Beschwerden sind die Folge.

          Vorgestrige Psychotherapeuten, die noch Methoden verfolgen aus dem vorigen Jahrhundert arbeiten mit Wut. Sie vergleichen die Psyche mit einem Dampfkochtopf, und dass abgelassene Wut zur Druckentlastung führen würde und damit zur Katharsis der Seele.

          Die Wissenschaft bzw. Hirnforschung hat diesen Unsinn längst widerlegt. Ausgelebte Wut wird schnell zum Selbstläufer im Gehirn. Man regt sich immer schneller über alles mögliche auf.

          Ganz abgesehen davon, ist es für den Narzissten noch ein Triumph, dass Sie durch Wut an ihn gebunden bleiben und sich für das weitere Leben selbst blockieren. Sie tragen die Wut in neue Partnerschaften hinein, belasten sie mit Misstrauen, etc..Wahrscheinlich werden Sie als einsamer verbitterter Mann sterben.

          Wer hingegen verzeiht, tut vor allem sich was Gutes. Der Kopf wird frei, der Körper entspannt sich und man vergisst.
          Nichts schlimmer für den Narzissten, als vergessen zu werden.

          • Alex sagt:

            Hört sich in der Theorie gut an, aber die Praxis sieht leider ganz anders aus.

            Sie machen sich also selbst kaputt? Komisch, wie kann es dann sein dass meine Ex seit 20 Jahren die Masche fährt und, bis auf Rückschläge, die aber gekonnt überspielt werden, bisher immer damit durchgekommen ist.

            Die lebt mit neuem zukünftigen Ex weiter als ob nie was gewesen wär.
            Auch ich verzeihe meiner garnix.

            Man sollte daher mit diesem theoretischen Zeug, welches einen überwiegend eh nicht weiterbringt, einfach mal eher die Realität betrachten, denn dem Narz ist es vollkommen egal ob man ihn vergisst. Er/sie hat einen doch eh ausgetauscht.
            Die haben das „Glück“ sich um all den Mist drum rum keine Gedanken machen zu müssen, weil sie.eben empathielos sind

          • Flora sagt:

            Sorry Celine, dann lesen sie wohl vorgestrige Bücher.

            Das Unterdrücken von Gefühlen führt zu schweren psychischen Problemen, das Akzeptieren und Zulassen ( nicht ausleben) aller Gefühle, auch der sozial „unverträglichen“ lässt einen gesunden. Verdrängen, schönreden führt zu Realitätsverlust. Selbst in der Bibel steht man soll nur denen vergeben die bereuen, und diese Kasper bereuen nix. Wichtig ist sich selbst zu vergeben auf solch perverse Spielchen eingegangen zu sein. Sich zu verzeihen, dass man sich selbst verraten hat, verschenkt an einen Bewusstlosen.

          • Mareike sagt:

            Jetzt kommt schon die Bibel in die Diskussion; Himmel hilf (sic!)

    • Sonnenblume sagt:

      Dein Brief berührt mein Herz an der Stelle, wo Schmerz und Liebe sich treffen können und in das wirkliche Lieben und Verzeihen münden. Ein schöner Weg und Schlußakkord, der für Dich so möglich war und den Du ermöglichen kannst.

      Ich freue mich über einen solchen Ausdruck eines befreienden Umgangs mit dem Erlebten, Erlittenen und Erfahrenen.

    • Arianna sagt:

      Ja, es stimmt leider… schade, dass diese Menschen ihre Mitmenschen kontrollieren müssen, weil sie nicht wirklich daran glauben können, dass jemand sie lieben könnte.
      Wenn man verzeihen kann, ist das letztlich sicher besser für die eigene Psyche. Aber das kann man m.E. erst, wenn man vor ihnen sicher ist. Und ich habe immer noch Angst davor, was sie mir antun könnte – insbesondere, weil sie so überzeugend auftritt und ich weiß, dass ich neben ihrer Selbstdarstellung keine Chance habe. Mit ein paar Worten könnte sie mir mein Leben kaputt machen, und ich würde zwar Hilfe bekommen, aber es wäre trotzdem ein harter Kampf, um sie wieder loszuwerden. Das macht das völlige Loslassen schwer… 🙁

      • Sarah sagt:

        @Ariana
        Ist verzeihen wirklich Besser für die Eigene Psyche?
        Ich glaube kaum, denn damit verharmlost man das Gewesene.
        Es muss einem egal werden, aber verzeihen sollte man niemals.

        Man darf diesen Personen keine Basis mehr bieten. Die können einem nur wieder Schaden, wenn man denen die Möglichkeit dazu gibt und das darf man niemals wieder. Deshalb sag ich immer, blocken wo es nur geht und wenn sie vor einem stehen, Null reagieren.
        Man weiß doch eh, wie das wieder enden wird.

        • Arianna sagt:

          Mit „verzeihen“ ist m.E. Loslassen gemeint. Das macht man mit sich allein aus, um seinen Seelenfrieden zu finden, und erst, wenn man vor diesem Menschen sicher ist, er einem nichts mehr antun kann und man das Geschehene innerlich aufarbeiten konnte.
          Verzeihen bedeutet nicht: entschuldigen, rechtfertigen, sich versöhnen, wieder angekrochen kommen. DAS meinte ich damit keinesfalls!

      • Thomas sagt:

        Wie schon oben erwähnt und Alex sieht das genauso.Verzeihen niemals.
        Von ihr nach 16 Jahren ausgetauscht nachdem ich verstärkt Loyalität gegenüber Dritten für unsere Ehe eingefordert hatte. Und als Zugabe dann 3 Jahre Gerichtsprozesse die sie allesamt verliert und meine Tochter sieht sie auch als ihr Eigentum. Bei ihren Fans hat sie immer Oberwasser doch zum Glück nicht bei Gericht!

        • Alex sagt:

          Es gibt nix zu verzeihen. Ich hatte mal Mitleid mit ihr, aber selbst das, bzw der Gedanke lohnt nicht.
          Soll sie sich Alles schönreden, dass sie JETZT Alles Besser machen und was war hinter sich lassen will.
          Aus Erfahrung (hat sie mir 4x versprochen und null gemacht) wird das langfristig nicht passieren.
          Jemand, der sein ganzes Leben so verlogen war (und ich weiß mittlerweile so Einiges), der kann die Fassade nicht ewig aufrecht halten.
          Soll sie mit ihrem Neuen bald ihr Einjähriges genießen; ich weiß wie sie ihn schon belogen hat.
          Die Frage ist nicht, ob sies versaut, sondern wann.

    • Celine sagt:

      Ihr Brief bietet ein beeindruckendes Beispiel für einen starken, resilienten Menschen.
      Es sind wohl nur wenige Menschen zu einer solchen menschlichen Größe fähig.
      Nur wenige können durch besonders belastende Erlebnisse über sich hinauswachsen und gestalten es zu einer inneren Bewährungsprobe.

      Ich habe einen Verwandten, der liegt seit 2 Jahrzehnten auf der psychoanalytischen Couch, um sich über Mamma und Pappa und seine Geschwister zu grämen, zu wüten und zu trauern.
      Er ist ein Mensch voller latenter Feindseligkeit, die sich beim geringsten Anlass in unvorstellbaren Wutausbrüchen entlädt. Er arbeitet selbst als Tiefenpsychologe, wo er seine Patienten dazu ermuntert, die Wut auszudrücken, auf keinen Fall zu verzeihen, sondern sich vor allem um sich und sein Wohlergehen zu kümmern.

      Diese Art der Vergangenheitsbewältigung – die ich bei sehr vielen Patienten in tiefenpsychologischer Behandlung beobachte – hat aus ihm einen verbitterten, gehirngewaschenen, vorzeitig gealterten Menschen gemacht.

      Was für ein trauriges, armseliges, sinnlos vergeudetes Leben.

  4. Gyrorider sagt:

    Klar sucht man die Schuld leich bei anderen….
    Aber jedes Mal wenn ich auf dieser Seite bin und auch mein Umfeld so betrachte, verfestigt sich die Überzeugung, dass wohl ein großer Teil aller psychischen Probleme, auf den Umgang mit Narzissten zurückzuführen sind.
    Was diese Leute wohl dazu sagen würden, wenn ihnen das bewusst wäre??

    LG an alle Leidensgenossen/innen

  5. Sonja sagt:

    Liebe Leidensgenossen,
    sowohl der Artikel als auch die anderen Beiträge in diesem Blog kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch ich suchte Hilfe bei einer Therapeutin, die mir keinen Schritt weitergeholfen hat. Sie erklärte mir nicht, dass mein Expartner eine narzisstische Störung hat, sondern suchte Defizite bei mir. Meine Familie begriff es ebenso wenig. Ich kämpfe seit zwei Jahren jede Nacht und jede freie Minute mit den schlimmen emotionalen Verletzungen. Ich wurde in meinem Umfeld schwer durch das Verhalten meines Expartners gedemütigt und ich habe bis heute keinen Weg gefunden, das vergangene zu überwinden. Ich habe mich anwaltlich beraten lassen, aber eine Anklage gescheut, weil dieser Missbrauch vor Gericht nicht anerkannt wird, es gibt keinen Paragraphen, der diesen Betrug und die Ausbeute unter Strafe stellt. Die Erkenntnis, trotz meiner Stärken und meines Mutes, keine Chance zu haben, den Narzissten an dem Schaden zu beteiligen und ihn gesellschaftlich bloß zu stellen, ist so bitter. Ich versinke in Traurigkeit und er strahlt.

    • Silv sagt:

      Traumatherapie? Vllt eine Möglichkeit mit den Schäden durch Demütigungen umzugehen

    • Arianna sagt:

      Psychologen gehen, glaube ich, grundsätzlich davon aus, dass man an sich arbeiten will bzw. muss, wenn man in Therapie geht. Das ist irgendwo wahr, aber wenn man ein Missbrauchsopfer ist, muss das ein Experte auch ganz deutlich erkennen, benennen und das Opfer dabei unterstützen, sich in Sicherheit zu bringen.
      An sich arbeiten, damit einem so etwas nie mehr passiert und damit man begreift, wie man überhaupt an so jemanden geraten konnte, muss man auch, aber Sicherheit ist die erste Priorität. Erst die Wunde verbinden, dann dafür sorgen, dass man sich nicht mehr so nahe an den Abgrund begibt.
      Er strahlt – tja, das tun diese Menschen meistens. Vor allem, wenn sie sich gerade über jemanden erhoben haben. Sie fühlen sich als besser, stärker als ein anderer und das macht sie glücklich. So fühlen schlechte Menschen. Heute soll man ja alles verzeihen und verstehen, aber manche Menschen sind einfach böse. Sie tun Böses und damit zeigen sie, wer sie wirklich sind. Ob sie wirkliches Glück kennen oder nur boshaften Triumph, das sei dahingestellt. Und wie lange sie strahlen bzw. ob sie noch strahlen, wenn sie allein sind und niemand da ist, der sie bewundert, ist auch die Frage.
      Denk an dich selbst, nicht an ihn. „Mein ist die Rache, redet Gott.“

      • Flora sagt:

        Als meiner mir gestanden hatte, seit Monaten eine Beziehung mit einer anderen Frau zu unterhalten, und diese Frau bei mir aufs fieseste schlecht gemacht hatte. ( um mir versteckt mitzuteilen, die ist zwar echt übel, aber allemal besser als du 🙂 ) Setzt sich dieser Kasper doch hin, fängt an zu heulen und sagt zu mir er wird mal alt und einsam sterben)

        Ich dachte damals mein Hirn implodiert. Ich war fassungslos, nichts machte irgendwie einen Sinn, der haut mir ein Messer in den Rücken,und sitzt, zerfließend vor Selbstmitleid,vor mir und erwartet Trost??? WTF ???

        Neenee, der strahlt nicht, kein bisschen. Sein jungenhafter Charme ist längst weg. Die Leute unseres Alters lassen sich nicht mehr so leicht aufs Glatteis führen. Sobald sie ihn etwas länger kennen wenden sie sich ab. Er sucht immer verzweifelter nach Zuwendung, er ist so lächerlich und erbärmlich. Ein altes, zahnloses, niederträchtiges Reptil das nur noch seine Familie hinters Licht führen kann. Er redet ekelhaft über seine Neue, ich mache mir manchmal Sorgen um sie, er ist viel aggressiver und verächtlicher geworden im Alter. Was kann ich machen? Ich halte ihn durchaus für fähig irgendwelche Kurzschlusshandlungen zu begehen. ich hoffe ich fantasiere. Ich wünsche ihr alles Gute.

        • Silv sagt:

          Aber du hast noch Kontakt zu ihm und bietest weiterhin eine Aufmerksamkeits- Plattform? Er wird das Gleiche seiner Next erzählen: wie schrecklich psychisch krank du doch bist, du hast die Beziehung zerstört, du hast…, du du du- bist halt schuldig.

          • Flora sagt:

            Nö, total null persönlichen Kontakt seit Jahren.
            Erwachsenen Kindern kann ich den Mund nicht verbieten, und auch nicht den Umgang. Und ja klar, 🙂 eigentlich bin ich die Verrückte, kann ich gut mit Leben. Gott sei Dank verrückt genug um abzuhauen damals.

            Flora

        • Alex sagt:

          @Flora
          Im bequatschen sind die Alle Meister.
          Was hab ich mir anhören dürfen, wie wichtig ich ihr bin, wie sehr mich ihr Kind vergöttert, wie sehr sie mich brauch, dasss ich sie nicht fallen lassen soll und jeder ausser mir sich gegen sie gewendet hat…blablabla.
          Mit dem Hirn implodieren trifft’s genau den Punkt,.
          Und nebenbei vögelt die schon den bzw die Nächsten.
          Selbstmitleid um dem Partner ein schlechtes Gewissen zu machen.
          Meine hat zB ihren Neuen direkt wegen mir schon belogen; hab ich zufällig mitbekommen. Soviel zum thema „will alles hinter mir lassen und neu anfangen!“ Und direkt wieder kontakt zum Ex vor mir, incl schlecht machen von meiner person… aber da steh ich drüber, weil, wenn ich wollte, könnt ich durch ihre archivierten Brieve/Nachrichten eine bombe platzen lassen, die sie vollkommen zerstört. Mach ich aber nicht sondern heb das gut verstaut für den absoluten notfall auf.
          Deswegen, die ändern sich nie und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der aktuelle „traummann“ der kommende Ex ist.

          Deswegen, nie mehr Kontakt und sollte irgendwie wieder was kommen, niemals drauf reagieren. Nix mehr machen, nie wieder!

  6. Alina sagt:

    Ich habe auch das Gefühl, dass meine Psychologin nicht viel Praxis mit wirklich scherem Narzissmus hat bzw. an Opferarbeit.

    Sie mag es auch nicht wenn man Dinge beim Namen nennt. z.B. wenn ich Fachausdrücke wie Co-Abhängigkeit etc. verwende wo ich mich sehe vor Jahren.
    Ich habe viel Fachwisse und bin Betroffene, kenne Theorie Praxis. Ich fragte sie ob sie schon jemanden so wie mich therapierte, Opfer von schwerem bösartigen Narzissmus. Sie verneinte.

    Sie schickte mich nach Hause, man könne keine Therapie machen durch die vielen narzisstischen Attacken. Ich redete mir nur immer alles von der Seele. Ist richtig so in seiner Mitte ist man nicht, aer einen nach Hause schicken zum Sozialpsychiatr. Dienst wo man alle paar Monate einen Termin bekommt ist nichts. Ich habe die schwerste Zeit ohne jegliche Unterstützung überstanden. Ständig Anwalts und Gerichtsgeschichten, es wurde immer noch schlimmer bis jetzt weiß ich nicht was noch kommt. Stolpere von Job zu Job, da er auch beruflcih mitmischte und ich einen sicheren unbefristeten Job aufgab, weil ich ja gekündigt warden soll, da ich nabenberuflich als Prostituierte arbeite wie er zur Chefin meinte und ein Fax sandte.
    Für die Justiz kein Grund die Strafanzeige Ernst zu nehmen, die Generalstaatsanwaltschaft auch nicht. Heute nach 3 Jahren stehe ich zu dem Fall immer noch vor Gericht und alles kostet und es kommt kein Ende. Ich möchte aussteigen was mich ein zusätzlicihes kleines Vermögen kosten würde. ER will nicht aufhören, macht Gegenklage

    Ich wußte viel über Soziopathie und Narzissmus aber wie gefährlich es ist da verwickelt zu sein unterschätzte ich. Die Psychologin wie viele Andere auch Richter meinten nun hätten wir ja Anwälte.
    Was helfen die wenn die Richter nicht auf emotionale Gewalt anspringen und das verleugnen. Sie nur sie können was ernsthaft bewirken was befolgt warden müßte.
    Meine Psychologin ist der Meinung sie hätte mich zwar eingehend gewart aber ich muss sagen, ich empfand es nicht so.

    Sie hätte wirklich sehr verhement mich vor allem warnen müssen, da vie Verläufe ja erforscht sind und in vielen Berichten lese ich das auch, dass man nach der Trennung mit allem rechnen muß.
    Auch trotz Anwalt aufpassen muss (Ich hatte 6 da einige das Handtuch schmissen) sehr sogar die die narzisstische Wut einen zerstören kann. Ich habe es unterschätzt aber niemand von den Fachleuten vermittelte das. Ich las alles im Netz erst nach und nach.

    Ich bin sicher es gibt nicht so viele fundierte Psychologen zur Opferhtematik.

    Es muss für die Zukunft besser warden, für die nächste Generation.
    Es wird schon viel Aufklärung gemacht, aber noch nicht ausreichend

    A.

  7. lisa sagt:

    Ein sehr guter Artikel,wie immer.Trifft absolut auf meiner Situation!Mein Man ist jetzt der armer Opfer,und viele können überhaupt nicht veórstellen was mit mir los war,als ich ausgezogen bin.Im Großen und Ganzen geht es mir jetzt gut,aber bis ich mich richtig frei fühle,sehe ich schon,wird lange dauern.Ich kann gar nicht sagen wieso aber ich bin immer noch so,als würde er mich beobachten……Durch unser gemeinsamen Sohn haben wir Kontakt ub´nd mir gegenüber benehmt sich auch total charmant,hilfsbereit usw.Er hofft dass ich zurückkomme,egal wie oft ich wiederhole,dass es nie der Fall wird.Zumindest bin ich schon ruhiger und langsam mit viel Geduld finde ich raus wer ich wirklich bin…Danke für die Hilfe!!!!!!!!!!

  8. Marta Cornelia sagt:

    Fichtenstraße
    11 b

    • Marta Cornelia sagt:

      jetzt hatte ich so einen langen Text und weg ist er… also weshalb hier nun die Adresse steht, weiß ich nicht. Vielleicht weiß jemand, wie man das löscht!

  9. Gerhard L. aus Bremen sagt:

    Hallo Hr. Grüttefin,
    Danke für die passenden Worte. Das gilt ja auch für die Narzisstinnen. Sie beschreiben oben sehr gut, was ich auch erfahren musste. Da ich ohne Eltern aufwachsen musste haben mir meine sog. Freunde oft unterstellt, ich würde deswegen mein Bild einer idealen Mutter überdefinieren. Bis sie mich dann eines Tages dann doch fragten, ob ich wüsste wie meine damalige Ehefrau über mich in meiner Abwesenheit spricht, besser lästert. Meine Erklärung: je mehr sie mich in der Öffentlichkeit klein machte um so größer erschien sie sich in ihrem ach so verletzten kleinen Ego. Im sog. rebellischen Kindheits-ICH verharrt sie seit ihrer Pubertätsendphase, in der ihre Erzeugerin (kann keine wahre Mutter sein) sie nie abgeholt hat.
    Mir hat folgendes geholfen: Gott (und nur der) schenke mir Mut, das zu ändern, was ich ändern kann, Gelassenheit, das hinzunehmen, was ich nicht ändern kann u. WEISHEIT, das eine vom anderen zu unterscheiden !

    Klienten, die in Ihrer Betreuung sind können sich glücklich schätzen über einen Therapeuten, der weiß wovon er spricht. Viele gibt es noch nicht zu diesem Thema – nach meiner 20-järigen Erfahrung.

  10. Esther sagt:

    Meine Freunde haben mir damals geglaubt. Mein Ex hat auch versucht, mich aus meinem Umfeld zu reißen. Das hat er aber nicht geschafft. Ich kenne meine Freunde seit vielen Jahren und lasse mir von niemandem einreden, dass sie nicht gut für mich sind.
    Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen. Der Ex ist Geschichte. Dafür haben wir eine neue Person in unserem Freundeskreis, die sich sehr narzisstisch verhält und es auf mich abgesehen hat. Leider wollen die anderen Freunde nicht sehen, wie hinterhältig dieser Mensch ist und lassen sich von ihm gegen mich aufhetzen. Ich habe ihnen schon mehrmals versucht klar zu machen, wie gemein diese Person ist und was sie alles tut – keine Chance. Jetzt heißt es, dass ich so gemein sei und diesen Menschen nicht bei uns aufnehmen will.
    Was soll ich machen?

  11. Alina sagt:

    auf der Webseite eines Münchner Arztes steht:
    Emotionaler Missbrauch

    Ein emotionaler Missbrauch ist eine sehr häufige aber dennoch durchaus weniger bekannte Form eines Missbrauchs. Andere Bezeichnungen sind psychische Gewalt oder emotionale Misshandlung. Sofern der emotionale Missbrauch bei Kindern oder Jugendlichen vorkommt liegt eine besondere Form der (strafbaren) Kindesmisshandlung vor. Im Unterschied zu den bekannteren Missbrauchsformen, dem sexuellen oder dem körperlich Missbrauch, findet ein emotionaler Missbrauch „nur“ auf der rein persönlichen, zwischenmenschlichen Gefühlsebene statt. Aus diesem Grund ist der emotionale Missbrauch wesentlich schwerer zu erfassen und zu finden.

    Bei einem emotionalen Missbrauch benutzt der Täter sein Opfer gegen dessen Willen über eine psychische Ebene. Mögliche Formen des emotionalen Missbrauchs sind zum Beispiel:
    – Einschüchterung durch Aggression
    – Mobbing
    – Entzug von Aufmerksamkeit und/oder Liebe
    – psychische Manipulation
    – Verhöre mit Androhung von empfindlichen Konsequenzen („…ansonsten verlasse ich Dich…“)
    – Benutzung des anderen als „Ablassventil“
    – Strafandrohungen
    – bewußtes Belügen
    – Verweigerung der Kommunikation
    – emotionale Erpressung

    Der emotionale Missbrauch ist sehr weit verbreitet. Er ist häufig zu finden im Verhältnis von Eltern zu Kindern, am Arbeitsplatz, in Beziehungen, innerhalb der Familie oder auch im Freundeskreis. Einige Täter entwickeln dabei ihre Verhaltensweisen derart intelligent weiter, daß sie am Ende ganz genau wissen, wie sie ihr Umfeld manipulieren können bzw. die missbrauchende Art zum festen Charakterbestandteil geworden ist. Eines des bekanntesten Beispiele ist ein Täter, der immer wenn er seinem Willen durchsetzen will und auf Widerstand stößt einfach anfängt zu brüllen bis das Gegenüber (das Opfer) nachgibt. Auf der anderen Seite rutschen Opfer dabei oftmals in passive Rollen und verlieren die Fähigkeit sich gegen den Täter zu wehren. So entstehen mitunter sehr schwierige Täter-Opfer-Beziehungen.

    Emotionaler Missbrauch ist im Übrigen in sehr schweren Formen strafbar. Er kann unter bestimmten Umständen den Tatbestand der Nötigung erfüllen oder bei Kindern und Jugendlicher eine Misshandlung von Schutzbefohlenen darstellen. Unter bestimmten Umständen stehen Opfern sogar Schadensersatzforderungen und/oder Schmerzensgeld zu.

    Ein emotionaler Missbrauch kann für ein Opfer schwerwiegende Folgen haben, die deutlich größer sein können, als zum Beispiel bei einer rein körperlichen Misshandlung. Bei Kindern und Jugendlichen kann dieser zu schweren Entwicklungsstörungen führen. Auch ein psychisches Trauma kann die Folge eines emotionalen Missbrauchs sein.
    Wer einem emotionalen Missbrauch ausgesetzt ist oder einen emotionalen Missbrauch zum Opfer gefallen ist sollte dringend sehr kompetente professionelle Unterstützung annehmen. Die gilt auch wenn allein der Verdacht besteht. Die moderne Psychologie bietet diesbezüglich heute sehr gute Therapie- und Interventionsansätze. In vielen Fällen sind zudem tiefenpsychologische oder psychoanalytische Ansätze zu empfehlen.

    Im Raum München steht Opfern eines emotionalen Missbrauchs die Praxis Dr. Dr. ??? & Kollegen als ein führender Ansprechpartner zur Verfügung.

    (ich weiß nicht ob ich das so schreiben darf deshalb ist der Name weg)

    A.

  12. Alina sagt:

    Sehr geehrter Herr Grüttefien,

    wie immer gelungen der Beitrag. Ich werde nicht müde ein Lob auszusprechen.

    Ich dachte nach warum mich Ihre Newsletter immer so ansprechen. Ich lese Sie immer sofort und lasse ii dem Moment alles liegen und stehen.

    Die Gestaltung spricht erstmals schon an.

    Ich bemerke, dass Sie das was in mir ist an Emotionen und Gedanken, so manches ich noch nicht so klar sortieren kann (allgemein in Ihren Beiträgen) von Ihnen sehr

    klar und logisch und fundiert wiedergeben wird für jeden veständlich , auch der kein Psychiatrie und Psychologiewissen hat.

    Ich habe Fachwissen und ich möchte es nicht missen und ich liebte diese Ausbildungsfächer schon immer dahinter zu blicken, das was die Wahrheit ist.

    Es ist ihre einzigartige klare Wiedergabe dessen was in mir ist, emotional und auch gedanklich und kognitiv und paßt immer in mein „Fachwissen“-daher kann ich es

    alles annehmen als sehr kompetent dargestellt.

    Es ist auch das Gefühl, dass das was man wahrnimmt mit diesen Menschen exakt stimmt und somit bestätigt wird- Betonung auf EXAKT und das tut einfach gut.

    Gestern fand ich eine Geschichte in Energievampiere.de über eine Frau die als Hure, Nutte und Prostiuierte verleumdet wurde vom narzisstischen

    Expartner. Die Steuerfahndung wurde eingeschaltet, der Arbeitgeber, die Freunde erhielten Emails darüber etc..

    Mir stockte der Atem, fast exakt meine Geschichte mit der ich vor Gericht bin und seit 1 Jahr und länger die Richter kein Ende herbeiführen

    zu meiner geforderten Unterlassung. Nicht mal das schaffe ich. Er macht Gegenklage, dass ich ihn einer NPS verdächtige (habe ja Arztattest auch von meiner Hausärztin wenn auch als Fremddiagnose was eigentlich verboten ist, aber sie meinte“ Sie wisse was sie arbeite und sie wisse was sie schreibe) Es geht in die 3. Runde vorf Gericiht, nebst anderen Gerichtsverfahren. Opfer und Täterrolle sind schnell ausgetauscht fast schwimmend.

    Eine Niederlage darf er nicht erleben – er hat weil eben so viel Glaubwürdigkeit da ist und sein narzisstischer Anwalt ihn verstärkt – auch immer Erfolg bis dato –

    Man schenkt diesen Leuten so viel Aufmerksamkeit und die Justiz verleugnet und verdrängt die Emotionale Gewalt extrem. Es ist schrecklich

    ich stehe ständig vor Gericht unschuldig, habe nun auch im erweitereten Führungszeugnis 2 Einträge für meinen n uen Arbeitgeber muss ich das nun lösen- ich ziehe meine Hausärztin mit ein, die Thematik könnte existentiell werden in einer konservativen sozialen Einrichtung und den Job brauche ich.

    Es handelte sich 1. um Hausfriedensbruch einer Immobilie, wo ich 50 % im Grundbuch stehe. Wer schneller einzieht ins Haus auch ohne Zustimmung des Anderen, ist im Zivilrecht der draußen steht im Strafrecht mit jedem Fuß den er auf das Grundstück setzt. Man muss sowas nur wissen, und wenn er etwas nicht weiß hilft der sehr narzisstische Anwalt der alle Manipulationswerkzeuge der Emotionalen Gewalt astrein wie er beherrscht – und berät ihn wie er am besten zu seinem Vorteil vorgeht.

    ER schuf sich damit einen Mieterstatus und Mieterschutz vor Eigentümerschutz – schon hat er das Haus alleine für sich (vor kurzes teilungsversteigert, war getilgt und sich wieder ersteigert- so einfach wenn man es richtig einfädelt und die Partnerin ahnungslos ist.

    Ich habe sowas von strukturiert hochmanipulativ ein Haus verloren in bester stadtnaher Lage und habe enormen wirtschaftlichen Schaden – auch das hat das Umfeld

    noch nicht wirklich wachgerüttelt. Die Justiz scheint überhaupt nichts zu quecken oder will nicht, auch das lese ich immer wieder und dass die Richter getäuscht und geblendet werden durch die Lügen, das beherrschen sie einfach sehr gut. Die Wahrheitsverdrehungen etc. sie können es eben

    Ich suchte lange nach Beiträgen wie es Opfern mit Richtern und Justiz geht. Mittlerweile wurden die Infos mehr. Dass es mit Kinder und nach Scheidungen brutalst

    mit solchen Expartnern vor dem Familiengericht zugeht das weiß ich nun auch.

    Der Sozipath beschäftigt mich seit 3,5 Jahren noch immer gut – auch nach der Trennung noch.

    Warum die Leute nicht mehr hinterfragen und ihm so viel Glaufwürdigkeit schenken fragte ich mich schon lange. Viele berichten das in ihren Leidensgeschichten.

    Es macht mich sehr wütend, dass das den Narzissen so gut gelingt wie auch die Opferrolle vor dem Umfeld und den Richtern und sämtlicher Justiz die instrumentualisiert

    wird zu „verkaufen“

    Es funktioniert auch so gut, weil erstens zu wenig hinterfragt wird und 2. viele Leute nichts damit zu tun haben wollen.

    Ein Einwurf eines Zettels von ihm in meinem Haus bei einer älteren Dame (73 J.), meiner Mieterin, ich wäre eine Prostituiertre, so erklären sich meine häufigen Männerbesuche und auch beim angrenzenden Nachbarn hat bei diesem eine Distanz verursacht seither habe ich ihn nie mehr gesprochen. Eine Antwort ob er auch das Schreiben wie der Ex mir androhte erhalten habe hat sich von selber beantwortet

    Die Mieterin, die ja auf mich angewiesen wäre wandte sich sofort ab, nein als Zeuge etc. werde sie nicht gehen und sie habe selber mit sich zu tun so ähnlich.

    Auch das hat mich sehr sehr verletzt – Es fehlt auch sehr an Zvilcourage. Ich besitze sie, ich würde einer Frau helfen so gut es ginge, das ist nicht geschwafelt.

    Ich habe ein Gerechtigkeitsempfinden und Mut obendrein, aber nur sehr wenige Menschen wollen da HIlfe geben. Sie haben einfach ANGST oder es ist einfach

    bequemer sich rauszuhalten.

    Ich wünschte mir mehr Zivilcourage. Die Polizei machte mal auf einer Webseite Werbung dafür. Soweit sind wir in unserer Gesellschaft angelangt. Schlimm oder ?

    Jemand schrieb in seinem Beitrag über Narzissmus im Netz:

    Zuerst muss das Selbstmitleid therapiert werden dann die Grandiosität, wenn es ginge, damit diese Menshcen erst mal auf ein normales Level gelangen.

    wie wahr !!!

    Es ist jedes Mal heilsam irgendeine Facette der Emotionalen Gewalt oder des Narzissmus von Herrn Grüttefien zu lessen.

    In MÜnchen hat ein Arzt einen kleinen Beitrag über Emotionale Gewalt auf seiner Webseite. Er macht auch Psychotherapie. Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
    DAs finde ich ganz toll und gibt Hoffnung- ein wenig dass sich irgendwann was verändert für die Opfer. Noch ist viel zu tun.

    DANKE !

    • Marta Cornelia sagt:

      Sehr geehrter Herr Grüttefien,

      ich möchte mich Alina anschließen, wie immer ein hilfreicher wie gelungener Beitrag. Auch mein tiefes DANKESCHÖN dafür, Ihre Beträge haben mich irgendwie gerettet, sonst hätte ich weiterhin geglaubt ich bin an allem Schuld, obwohl ich nichts tat, was einem dazu macht und immer meine Verantwortung für alles, was meinen Sohn und mich betraf, übernahm. (NUR FÜR DAS; WAS MIR ODER BESSER UNS DA BEGEGNETE; DAFÜR ÜBERNAHM ICH ERST EINMAL NICHT DIE Verantwortung; SONST WÄRE ICH EHER GEGANGEN UND HÄTTE DIESES ÜBLE SPIEL NICHT MITGESPIELT.) DANKE für IHRE BEITRÄGE!

  13. Alina sagt:

    Ich habe durch beruflichen Hintergrund und sehr viel „studieren“ an Lektüre und Internetseiten und Beiträgen von Leidtragenden zwar durch seine Ablenkmanöver meiner Wahrnehmung zu spat aber irgendwann doch für mich zu 1000% erkannt dass mein Expatner eine NPS hat von hohem Grad.
    Alleine meine Hausärztin wagte die schriftliche Ferndiagnose „ausgesprochene narzisstische Persönlichkeitsstörung für ein Attest für eine Gerichtsverhandlung damit ich fernbleiben konnte.

    Es ist wirklich schwer mit dem Umfeld. Ich war sehr verletzt und gedemütigt dass auch sehr gute Freunde sofort abwinken, sei es als Zeugen, sei es als Mitstreiter etc. Die Leute haben regelrecht Angst.

    Am schlimmsten traf, dsas meine beiden Schwestern auch abwehrten als zeugen der Polizei zur Verfügung zu stehen.
    Eine Schwester in Österreich die der Ex anrief und ihr sein Leid klagte in der Opferrolle “ er könne nicht mehr“ hatte folgende Aussage der Schwester zur Folge:

    „Du kannst doch nie wie er sagt Bücher lessen und im Internet nachschlagen und ihn einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung“
    bezeichnen.

    Ich weinte verzweifelt und sagte nur noch am Telefon: Du bist meine Schwester, du kannst ihm doch das nicht mehr glauben als mir ?“
    Ich habe veruflichen Hintergrund, arbeite in der Forensik mit dem Klientel und habe Fortbildungen und eine Berufsausbildung mit Psychiatrie und Psychologie ??

    Der Stachel sitzt bis heute tief. Es tut weh bis heute wie meine Schwester aus der Ferne im Ausland agierte

    Es ist unfassbar wie die blenden und täuschen diese Monster

  14. Maritt sagt:

    Ich war über 20 Jahre mit einem Narzissten zusammen und konnte, da ich von Narzissmus nichts wusste, tatsächlich selber nicht richtig benennen, was so furchtbar schlecht läuft bzw. welche Schuld meinen Mann trifft. Nach außen konnte ich das schon gar nicht kommunizieren. Auf unser Umfeld wirkte unsere Beziehung daher als gut und sogar als ideal, da mein Mann größten Wert darauf legte nach außen hin das Bild einer perfekten Familie zu malen. Nun habe ich mich getrennt und habe Schwierigkeiten selbst engen Bekannten klar zu machen, warum ich das Leben mit ihm nicht weiterführen konnte und vor allem aber, warum ich es doch so sehr vermisse. Wieder passiert es mir, dass ich lieber den Mund halte, um nicht auf Unverständnis zu stoßen, welches natürlich wieder bei mir Zweifel bzgl. der Trennung weckt. Mein Mann stellt die Trennung übrigens als Folge von Wechseljahren, Hormonumstellung, Depression meinerseits dar. Blödsinn natürlich, aber für die Umgebung leider total nachvollziehbar. Das führt dazu, dass man mir mit Vorbehalt begegnet, was natürlich mich wieder unsicher macht. Es ist wie verhext. Bei eigener Unsicherheit, wenn dazu der Partner alles versucht, die Beziehung wieder aufzunehmen, ist es leider nicht so einfach zu sagen, ich pfeife auf alles .. ich hoffe ich halte durch. Die Artikel helfen mir immens dabei. Danke! Noch ein Wort zu Psychotherapie: Ich habe es wirklich immer wieder versucht, dem Therapeuten zu erklären, warum es nicht möglich ist sachlich und vernünftig Konflikte mit meinem Mann auszutragen. Er hat es nicht verstanden, trotz aller Sympathie habe ich die Beratung deshalb abgebrochen. Da es mich zusätzlich belastet hat nicht verstanden zu werden.

    • Mareike sagt:

      Das „Problem“ ist doch, wer bechäftigt sich den groß mit Narzissmus und dessen Auswirkungen?
      Doch nur die Leute, die selbst betroffen sind und selbst dann ist das akzeptieren schwer.
      Sonst macht man sich da doch Null Gedanken drüber

  15. Nadine sagt:

    Mein ex hat auch alles gegen mich aufgehetzt. Die „scheißarbeit“ lässt er jetzt meine Familie machen, die mich regelmäßig mit SMS bombardiert, in denen ich beschimpft und beleidigt werde, mir gedroht wird und ausschließlich Abwertung hervor geht.
    Es ist sehr hart, weil ich mich so einsam fühle.andere verstehen nicht, wie es sich anfühlt die eigene Familie komplett gegen sich zu haben.
    Diese hilflosigkeit , immer Haltung bewahren und drüber stehen.

    • Sabine sagt:

      Hallo Nadine

      ICh denke , ich darf im Namen von einigen hier schreiben und dir sagen.
      Viel sind wie du von der eigene “ Familie“ verraten worden. Verraten ist nicht wirklich das richtige Wort , aber ein bessere Vergleich fehlt mir gerade nicht ein.
      Bei mir ist das nicht der Partner sonder die Mutter, aber das verhalten ist gleich.
      Ich habe das Gefühl einige haben schon erkannt dass mit den “ Tätern“ etwas nicht stimmt , die trauen sich mit der Zeit aber nicht einzumischen.
      Ich für mich selber , wünsche mir nicht ruhe. Ich will das die „Mittäter“ es selber erfahren wie es ist , in der Kreis eines Narzissen zu fallen.
      Ich will die Genugtuung , es wird mir meine verlorene Jahre nixht wieder geben , aber ich hoffe dass einige wenigsten im stillen an mich denken und es erkennen und bereuen . Warum schauen so viel weg. Jetzt bin ich erwachsen , aber was ist mit meine Kindheit. Warum hat mir keiner geholfen , es giIng seid ich denken kann. Das leben ist so ungerecht.

  16. Arianna sagt:

    „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“, das Sprichwort ist leider wahr. Irgendwann werden diejenigen, die dem Missbraucher geholfen und ihm geglaubt haben, aber auch unter ihm leiden. Ob sie dann umdenken und begreifen, dass sie sich in ihm geirrt haben, ist die andere Frage.
    Ich denke, viele Menschen in so einem Umfeld wollen einfach nichts damit zu tun haben. Sie schieben dem Opfer die Schuld in die Schuhe und sagen, es solle sich gefälligst zusammenreißen, damit sie selbst mit dem Missbraucher nichts zu tun haben müssen. (In dem meisten Fällen erkennen sie nämlich durchaus, dass dieser im besten Fall „schwierig“ ist.) Soll sich das Opfer damit herumquälen, schließlich ist es das gewohnt… Das Umfeld gefällt sich in der Rolle des Moralapostels und schont sich gleichzeitig. Auf solche „Freunde“ kann man wirklich verzichten.

  17. Alex sagt:

    Guter Artikel und beschreibt das Problem auch sehr gut.
    Bei meiner Ex war das Problem, dass sie bereits eine „Vorgeschichte“ hatte.
    Das, verbunden mit wenig/keine Freunde, war das so nicht Möglich, wie sies gern gehabt hätte.

    Welches Umfeld hat sie denn gegen mich aufbringen können?
    Ihre Eltern, ihren ex-Mann, ihre ex-Affäre und ihren letzten Ex; Alles ein Haufen von Lügnern und von ihr Belogenen.
    Das ist mir sowas von Latte, da ich auf diese Personen komplett verzichten kann und die eh auch einen Ruf weghaben.

    Die Leute, mit denen „wir“ zu tun hatten, haben sie schnell durchschaut und ohne großen aufwand meinerseits, eben meine Version geglaubt und den Kontakt zu ihr abgebrochen.

    Am Ende ist mir das auch vollkommen egal, denn ich hab Beweise was pasiert ist, mit wem und wer hier gelogen hat.
    Was ein Glück hab ich Alles für den Notfall archiviert.

    Wenn ich mich jetzt auf ihr Niveau begeben würde, könnte ich eine Mail an diverse Personen schicken und somit sicherlich ihr Leben ziemlich schwer machen und ihre aktuelle Bez zerstören.
    Aber, da aich das bei ihr eh Alles von selbst erledigt und ich nicht ihr Niveau bin, mache ich Null.

    Die Frage ist nicht, ob sie’s mal wieder verbockt, sondern wann!

  18. Marc sagt:

    Ganz ehrlich, scheiß drauf!
    Wenn Dein Umfeld jemand Anderem mehr glaubt als Dir, sind’s die falschen Freunde.
    Die Leute, denen man was bedeutet, sollten sehen, was Wahrheit ist und was nicht.
    Der größte Fehler den man machen kann ist, nach Anderen zu schauen.

    Ich hab von Anfang an einen Dreck darauf gegeben.
    Und als Leute, die meiner Ex zuerst alles geglaubt haben, dann aber langsam die Wahrheit gesehen haben, schön den Mittelfinger gezeigt!
    auf so Leute kann ich veruichten und da können die jetzt betteln und sich entschuldigen wie sie wollen

    @Thomas
    Du schreibst hier immer noch sehr viel, was ok ist. Aber das ist ja auch schon bissl bei Dir her oder?
    Wenn’s Alles noch so akut ist, hol Dir Hilfe, ansonsten bleibst Du auf Deinem jetzigen Punkt stehen.
    Ich hab mir Hilfe geholt und geärgert, dies nicht früher getan zu haben.
    Das Leben geht weiter ohne Narz. Die wollen doch nur, dass wir stagnieren und das darf man nicht zulassen

    • Thomas sagt:

      Hallo Marc,
      die Trennung ist zwar schon 3 jahre her doch diese Frau betreibt seit dieser Zeit einen juristischen Vernichtungsfeldzug gegen mich indem ich des Betruges, des Diebstahls in mehreren Fällen und jetzt einem Sorgerechtsentzug meiner Tochter (17 Jahre alt!) entgegensehe.

      Alle Vorwürfe sind haltlos und wurden vom Gericht entweder abgewiesen oder sie verliert Prozesse gegen mich. Diese Frau hat mich, wie den ersten Ehemann durch Warmwechsel verlassen, und hat seit der Trennung einen Anderen und bekriegt mich.

      WARUM – wenn ich in der Ehe (16 Jahre)doch so versagt hab???

      Wie kann man sich von der Sache lösen, wenn im 3 Wochen Rhytmus Anwaltsschreiben kommen und immer wieder Gerichtstermine fällig sind?

      Wenn die EX soviel Energie in den Erhalt der Ehe ( hab eine längere Eheberatung angeleiert ) reingesteckt hätte wie ich oder sie in den Vernichtungsfeldzug gegen mich, wären wir als Traumpaar durchgegangen.

      Sie war halt mit ihren Freunden und Verwandten ( hier gibts neben räumlicher und materieller Zuwendung) mehr verheiratet als mit mir, denn da gibts ständig narzisstische Zufuhr.
      Ihre Singlelebensgewohnheiten werden hier beweiräuchert und der Ehemann als Vollidiot mit übertriebener Anspruchshaltung deklariert.

      • Gerhard L. aus Bremen sagt:

        Thomas, das kenne ich auch. „Du musst loslassen“ kriegt man so oft zu hören. Das müssten die Zeitgenossen der Narzisstin sagen. Ich/wir haben 2 Kinder 16/ 19 Jahre. Alleine darüber hat man immer noch gemeinsame Kontakte. Wenn der Versorgungsausgleich/Rente dir jeden Monat abgezogen wird, wirst Du auch immer wieder – monatlich – an den größten Betrug/ Fehler in deinem Leben erinnert. Wenn Ferien, Zeugnisse, Abtanzball, Abi, Wahl der Berufsausbildung, normaler alltäglicher Umgang u. a. gemeinsame Sachen anstehen, kannst Du garnicht loslassen. Dummes Gelabere ! Man wünscht sich zu Recht, dass die Verursacherin (oftmals die Eltern-Generation vorher) endlich einsichtig wird. Leider ist „kausale Therapie“ erfahrungsgemäß ein unerfüllbarer Wunsch. Frau Merkel wird auch nicht mehr in Mutterschaftsurlaub gehen 😉 Mir hat geholfen: Gott (und nur der) schenke mir Mut, das zu ändern, was ich ändern kann, Gelassenheit, das hinzunehmen, was ich nicht ändern kann u. WEISHEIT, das eine vom anderen zu unterscheiden !

        • Michael sagt:

          „Loslassen“ ist unter solchen Umständen gar nicht Möglich; ABER, man sollte sich nicht Alles gefallen lassen.
          Dauernd Anwaltsschreiben und ähnlcher Terror, wieso unternimmt man nix dagegen? Der/die Narz weiß ganz genau, dass nix kommt und hier liegt der Fehler. Auf ein Hoffen der Einsichtigkeit kann man lange warten.
          Was also tun? Sich seinem Schicksal hingeben oder endlich aktiv werden?

          Hab ich auch gemacht und erfolgreich Anwaltsschreiben und Gerichtstermine meiner Ex verhindern können; eben durch Gegenklage. Hättet mal sehen sollen, wie schnell die ganz klein wurde und solche Sachen unterlassen hat.

          Auch hier, muss man aus der Opferrolle raus und mal zum Angriff übergehen, sonst geht der Mist ewig weiter.

          Und gegen den Sorgerechtsentzug sollte man auch vorgehen. Wie Deine Tochter dann Dir gegenüber reagiert, daran kannst Du eh nix ändern auch wenn du das willst.
          Aber ich garantiere Dir, wenn die was will, kommt Die und dann must Du auch mal Dir selbst true bleiben und nicht glauben, jetzt würde sich Alles dem Guten zuwenden.

          Das ist schlimm, ich weiß, aber welche Möglichkeiten bleiben Dir denn außer selbst endlich was zu machen?

  19. Lilia sagt:

    Danke für den guten Artikel. Das trifft nicht nur auf Narzissten als Partner zu. Wenn man emphatisch und sensibel genug ist, um hinter die Kulisse des Narzissten/der Narzisstin zu schauen, weil man fatalerweise dessen/deren Dilemma schlichtweg fühlt, trifft man auf genau dasselbe Vernichtungs-Spiel und auch auf das gesellschaftliche Unverständnis. Denn man war ja nicht in einer narzisstischen Partnerschaft, also kann es doch nicht so schlimm gewesen sein. Es war ja im Grunde nichts.
    Um es nochmals auszudrücken: Narzissmus beschränkt sich nicht nur auf Partnerschaften. Damit werden andere Geschädigte leider ausgegrenzt und fühlen sich von allen Seiten alleine und vergessen. Ich bin seit über drei Jahren am Kämpfen und niemand versteht es.

  20. Tinka sagt:

    Danke für diesen Beitrag. Er trifft das oft unaussprechliche genau!
    Gerade wenn man Mühe hat, das Verhalten des Narzissten in Worte zu fassen und jemand anderem darzulegen, hilft dieser Text sehr.
    Auch bei Psychotherapeuten bin ich auf Unverständnis gestoßen. In einer Phase, in der mir selbst noch nicht klar war, was abläuft. Anhand meiner Schilderungen hätte einer professionellen Therapeutin aber eigentlich klar sein müssen, welche Strukturen hier vorliegen. Leidet bekam ich hier noch mehr Unsicherheit als eh schon durch den narzisstischen Missbrauch, da ausschließlich meine Reaktion auf mein Umfeld in Frage gestellt wurden.
    Schade, dass ich diesen Beitrag nicht schon früher hatte.
    Viele Therapeuten sind m.E. Im Hinblick auf narzisstischen Missbrauch uninformiert. Eigentlich ein Unding.
    Haben andere auch diese Erfahrung gemacht?

    • Marie sagt:

      @Tinka:nach dem ich von meinem Narzissten verlassen wurde, bekam ich Depressionen und suchte mir Hilfe bei einem Therapeuten. Der erkannte zwar die Struktur und warf den Begriff Narzissmus ein, aber hatte keine Ahnung davon wie man das in den Sitzungen aufarbeiten bzw. behandeln kann. Mir kam es so vor als ob er den Begriff zwar in der Ausbildung aufgeschnappt hat, aber ansonsten keine Ahnung davon hatte.

    • Elena sagt:

      Ja viele Therapeuten sind selbst narzistisch strukturiert und wollen nicht hinsehen. mein Ex-Freund war Psychiater und Chefarzt. Er hat stets seine frau schlecht gemacht, Schreckschraube, feige, nach 17 Jahren Ehe und 3 Söhne“sie hat mit MEINEM Vermögen nichts zu tun.“Ich bin nur mit meinen Söhnen verwandt, mit ihr bin ich ja nicht verwandt. Sie hat Falten, Übel,etc. Nach seiner Hautkrebsdiagnose, und 15 Jahre Trennung, plötzlich, meine Frau will mich pflegen, meine Frau, meine Söhne, meine Immobilien, sie ist auch alleine. Von mir war keine Rede mehr. Du kannst ja nicht pflegen, Du bist so weit weg. So verlogen und kalt, können nur Narzisten sein. Narzisten haben eine klare, kalte Ökonomiekalkulation. Nutzen-Kostenrechnung. Lohnt sich, lohnt sich nicht. Kann ich manipulieren, kann ich nicht manipulieren? Nützt es mir, nützt es mir nicht? Berufsethik: ich bin wei ein Klempner, der ein verstoptes Rohr repariert, klären ist Therapeutenscheiße, der demente Freud.
      Halte es mit Jesuswort: lass die Toten, die Toten begraben.

  21. Thomas sagt:

    Das im Blog geschilderte trifft weitgehend zu.
    Meine Ex-Frau hat während der Beziehung bei ihren Freunden und der Herkunftsfamilie negative Dreieckskommunikation betrieben und mich dadurch isoliert. Ich konnte nie verstehen was ich so dermassen Schlimmes getan habe das mir von den Leuten, zu denen auch die Töchter ihrer ersten Ehe ( der erste Mann hat warscheinlich Selbiges erlebt, hält aber für mich unverständlich noch Kontakt) die mich nie akzeptiert hatten.
    Warscheinlich konnte meine Ex-Frau, obwohl sie mich subtil beherrscht hat, eine andere Meinung oder ein gelegentliches Nein nicht verkraften und hat sich deshalb bei Dritten ausgeheult die dann wie gesagt auf Abstand gingen.
    Was nach einiger Zeit ( nach Hochzeit und Geburt der gemeinsamen Tochter)zunahm war die ständige Aussenpräsenz mit ihren Freunden und der Familie, was den Unfrieden verstärkt hat. Im Grunde hat sie ein Single-Leben während der Ehe geführt. War Aussenkontakt vorhanden war ich unter „ferner liefen“. Mir wurde es sogar so ausgelegt als würde ich die Frau in der persönlichen Freiheit beschneiden.
    Die von Herrn Grüttefien beschriebenen „Trennungsgruppen“ stimmen mit meinem Erlebten überein. Weh tut das Unverständnis und sogar Vorwurf solche Situationen über viele Jahre mitgemacht zu haben. Wenige echte Freunde stehen zu mir.
    Die eigene Tochter die bei der EX lebt ( alle Familienmitglieder der Ex wohnen räumlich zusammen oder sehr nah) wurde auch juristisch in haltlosen Behauptungen gegen mich ibstrumentalisiert.

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