Ein Narzisst stiftet Druck, aber keine Liebe

Da ein Narzisst wenig Liebe in sich trägt, kann er auch kaum liebevoll handeln, um darüber das Herz seines Partners zu gewinnen. Daher muss er die Liebe seines Partners erzwingen und kontrollieren – und dafür hat er keine anderen Mittel als Druck und Manipulation. Dies führt aber dazu, dass er auf Dauer das Vertrauen und die Liebe seines Partners verliert, weil dieser nicht in Ketten gelegt werden will und niemanden lieben kann, der sich nicht liebevoll verhält.

Ein Narzisst übt Druck aus

Bild: © jackf – 123rf.com

Ein Narzisst kann seinem Partner keine echte Liebe anbieten – bestenfalls kann er sie mithilfe von betörenden Worten und romantischen Inszenierungen für eine Weile vortäuschen. Er spielt den großen Verführer, überschüttet seine Liebste oder seinen Liebsten mit Komplimenten und sagt ihr oder ihm alles, was sie oder er gerne hören möchte. Doch tief in seinem Innersten fühlt er all das gar nicht. Der Narzisst spürt nur sein grenzenloses Verlangen nach Aufmerksamkeit und Bewunderung, weshalb er die Gefühlsregungen seines angebeteten Gegenübers weder richtig wahrnehmen kann noch richtig zu deuten versteht.

Ein Narzisst kann seinen Partner nicht lieben – er will ihn besitzen. Da er kaum Liebe in sich hat, kann er auch keine Liebe geben. Stattdessen versucht er, seinen inneren Mangel an Liebe durch die Zufuhr von Aufmerksamkeit und Bewunderung auszugleichen, die ihm seine Mitmenschen schenken sollen. Denn wenn ihm sein Partner bedingungslos zur Verfügung steht und alles für ihn tut, was er sich wünscht, empfindet sich der Narzisst als liebenswert und wertvoll und kann auf diese Weise seine gefühlte Minderwertigkeit überwinden.

Es geht dem Narzissten nur darum, dass er beachtet und verwöhnt wird – und nicht darum, dass sich sein Partner dabei auch wohlfühlt und dasselbe Glücksempfinden hat wie er. Er sieht nur seine Bedürfnisse und seine Wünsche und er erwartet, dass ihm sein Partner bei deren Erfüllung behilflich ist. Er verlangt von ihm, dass er für ihn diese Funktion erfüllt, und es interessiert ihn nicht wirklich, was dieser dabei empfindet.

Der Narzisst erdrückt seinen Partner

Da ein Narzisst zu wenig Liebe in sich hat, muss er sich vor allem um diesen Mangel kümmern und kann sich nicht auch noch um die Gefühle seines Partners sorgen. Und da er nicht weiß, wie sich echte Liebe anfühlt und was darunter überhaupt zu verstehen ist, kann er seinem Partner auch nicht mit Verständnis, Rücksichtnahme, Einfühlsamkeit, Güte und Toleranz entgegentreten, sondern besorgt sich mit Druck und Manipulation, wonach er verlangt.

Bestenfalls gibt er Mitgefühl und Verständnis in Situationen vor, in denen der Partner überhaupt nicht mehr „funktioniert“, weshalb er gezwungenermaßen auf dessen Befindlichkeiten eingehen muss, damit die Quelle seiner narzisstischen Zufuhr nicht versiegt. Die Rücksichtnahme und das Eingehen auf den anderen erfolgen aber nicht aus Liebe, sondern aus Kalkül: Er will seinen Besitz nicht verlieren und macht deswegen vorläufig Zugeständnisse.

Wo keine Liebe drinsteckt, kann auch keine Liebe herauskommen. Der Narzisst kann seinen Partner nicht mithilfe von menschlicher Wärme, Respekt, tieferer Anteilnahme und Verbundenheit an sich binden, sondern er muss ihn mit Druck und Zwang an sich fesseln, damit er ihm nicht abhandenkommt. Ein Narzisst hat keine anderen Möglichkeiten.

Im Grunde sind diese Härte und der Zwang schon am Anfang einer Beziehung zu erkennen: Weil es dem Narzissten nicht schnell genug gehen kann, übt er bereits in der Anfangsphase massiven Druck auf das Objekt seiner Begierde aus, um es für sich zu gewinnen: Er überschüttet es regelrecht mit Telefonaten, Besuchen, Einladungen, Geschenken und Komplimenten, um die Sinne des anderen zu vernebeln und nicht zu viel Abstand aufkommen zu lassen, aus dem heraus seine mangelnde Liebesfähigkeit auffallen könnte.

In der Beziehung versucht der Narzisst dann, seinen Partner mithilfe von strengen Regeln und einer engen Kontrolle zu beherrschen, damit dieser sich nicht unerlaubt von ihm distanziert und sich stets so verhält, wie es ihm angenehm ist. Er lässt ihm keinen Freiraum zur Selbstentfaltung, denn diese würde bei ihm die Angst auslösen, sein Partner könne seine Freiheit missbrauchen, unter einen ungünstigen Einfluss geraten und sich von ihm abwenden. Der Narzisst setzt sich dann häufig wie eine Henne auf ihre Küken und lässt seinem Partner kaum noch Luft zum Atmen. Alles muss stets unter seiner Aufsicht stehen und der Narzisst erkennt nicht, wie sehr er seinen Partner damit erdrückt.

Der Narzisst fesselt seinen Partner

Der Narzisst sieht darin aber durchaus ein Zeichen von Liebe: Er rechtfertigt die vollständige Vereinnahmung damit, dass er sich um seinen Partner kümmern muss, stets alles für ihn zu tun bereit ist und ihn niemals allein lässt. Das Verhältnis zu seinem Partner gestaltet sich aus seiner Sicht so, dass er jederzeit uneingeschränkt und aufopferungsvoll für seinen Partner da ist, und nicht umgekehrt. Dass die Art seiner Zuwendung dabei jedoch nicht unbedingt den Vorstellungen seines Partners entspricht, kann er nicht erkennen. Im Gegenteil: Er erwartet von seinem Partner sogar noch Dankbarkeit für eine Zuwendung, die dieser so gar nicht haben will.

Der Narzisst verkauft seine strenge Überwachung als liebevolle Fürsorglichkeit, weil er sich um seinen Partner so sehr sorge und deswegen ständig für ihn da sein wolle. Statt eines Gefühls tiefer Verbundenheit und Treue erzeugt die Umzingelung des Narzissten aber nur Abneigung oder Schuldgefühle bei dem unterdrückten Partner. Dieser will entweder gar nicht, dass man ihn von früh bis spät beaufsichtigt, oder er fühlt sich verpflichtet, die Form der Zuwendung des Narzissten anzunehmen und seine Dankbarkeit über anschließende Gegenleistungen auszudrücken.

Dabei dient die angeblich fürsorgliche Zuwendung einzig und allein dem Zweck, dass der Partner kein autonomes Leben führt und dem Narzissten für immer erhalten bleibt. Ein Narzisst schüchtert seinen Partner ein, zielt auf dessen Selbstwertgefühl und übt ständig Druck auf ihn aus, indem er ununterbrochen auf ihn einredet, ihn kritisiert oder zu erpressen versucht. Ein Narzisst kann sich gar nicht vorstellen, dass sein Partner von ganz allein, aus Liebe heraus, bei ihm bleiben will; er meint, die Treue seines Partners lenken und kontrollieren zu müssen. Seine Angst, der Partner könne sich anders entscheiden und sich eines Tages von ihm trennen, ist so groß, dass er der Ergebenheit seines Partners nachhelfen muss.

Der Narzisst raubt seinem Partner die Freiheit

Ein Narzisst glaubt, dass eine Beziehung nur funktioniert, wenn er alles unter Kontrolle hat. Er kommt gar nicht auf die Idee, dass sich ein Mensch, den er zu beherrschen versucht, nicht wohlfühlen und seine Vereinnahmung als erdrückend empfinden könnte. Der Gedanke an eine Partnerschaft, die auf der Grundlage von Freiheit und Selbstbestimmung beruht, treibt ihm den Angstschweiß auf die Stirn. Ein Narzisst würde sich sofort minderwertig fühlen, wenn er seinem Partner dieselben Rechte einräumen und denselben Wert zugestehen würde wie sich selbst.

Da sich der Partner aber auf Dauer diese Form der Einengung, Bevormundung und Erniedrigung nicht gefallen lassen und auf irgendeine Weise zur Wehr setzen wird, muss der Narzisst ständig gegensteuern: Es setzt ein tagelanges Einreden, Ausreden und Überreden ein – so lange, bis der Partner einknickt und dem Willen des Narzissten folgt. Der Narzisst fühlt sich dann durch das oppositionelle Verhalten des Partners in seiner Ansicht bestätigt, diesen unbedingt überwachen und dessen Freiraum beschneiden zu müssen, damit er keinen Aufstand probt und die Beziehung gefährdet.

Wenn unerwünschte Anteile des Partners zum Vorschein kommen, kann der Narzisst nur mit seinem eisernen Willen dagegenhalten – er kann kein Verständnis, kein Mitgefühl und keine Rücksichtnahme anbieten. Es ist nichts Warmherziges von ihm zu erwarten, wenn sich sein Partner verselbständigen und eigenen Ansichten folgen möchte, sondern nur Drohungen, Manipulationen und Einschüchterungen. Doch in dem Maße, wie der Narzisst den Willen seines Partners zu beschränken oder auszuhebeln versucht, wird sich auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich seine Befürchtung eines Tages bewahrheiten und sein Partner sich von ihm trennen wird. Sein überzogenes Misstrauen wird den Partner in die Flucht treiben – er wird es nicht verhindern können.

Doch leider kommt der Narzisst auch nach so einer Tragödie nicht zu der Erkenntnis, sein Verhalten könnte unangebracht gewesen sein. Er glaubt allen Ernstes, immer alles für seinen Partner getan zu haben und versucht dann erneut mit Druck und Kontrolle, den „Entflohenen“ wieder einzufangen und zurückzugewinnen. Er sucht ständig den Kontakt zu seinem Ex-Partner, lauert diesem auf und rennt ihm nach, steht laufend vor der Tür und ruft immer wieder an. Er will,  dass sein Ex-Partner wieder zu ihm zurückkehrt, und aus diesem Grund gesteht er ihm abermals nicht die Freiheit zu, die er schon während der Beziehung nicht zu gewähren bereit war. Er umzingelt ihn erneut. Der Narzisst kann seinen Partner nur durch Druck und emotionale Gewalt an sich binden – er schafft es nicht mit der Kraft der Liebe.


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Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
38 Kommentare zu “Ein Narzisst stiftet Druck, aber keine Liebe
  1. Hoff.44 sagt:

    Durch Druck,Kontrolle und Manipulation konnte er mich viele Jahre im Schach halten. Ich habe mich immer wieder gewehrt und konnte auch einiges nach meinem Willen durchsetzen, doch im Großen Ganzen knickte ich immer wieder ein, so dass ich feststellen musste, egal wie ich mich wehre, es gab irgendwo immer einen Punkt, bei dem ich meine Abhängigkeit von ihm nicht überwinden konnte. Diese Abhängigkeit, Bedürftigkeit und Angst vor selbstständigen Entscheidungen hat mir die Kraft genommen, den letzten und entscheidenden Punkt in unseren Konflikten zu setzen. So hat er immer die Möglichkeit gefunden, mich letztendlich klein zu kriegen.
    Doch in den letzten anderthalb Jahren unserer Ehe hat sich das Blatt gewendet, dank den umfangreichen Aufklärungen auf dieser und anderen Seiten. Ich bin endlich wach geworden und kämpfe mich aus meiner Abhängigkeit heraus. Und plötzlich sagt mein Mann:“Nichts funktioniert mehr hier, wie es sein sollte. “ Endlich erlebe ich vollkommene Siege, die mir Mut auf mehr machen. Mein Mann reagiert mit noch mehr Druck, Erpressung und Manipulationen und merkt gar nicht, dass es genau der Zündstoff ist, der mich antreibt und wachsen lässt. Je mehr er mich unter Druck setzt, desto mehr entdecke ich meine eigene Kräfte und befreie mich aus diesem Teufelskreis.
    Ich habe meine Schwachpunkte und meine Eigenanteile erkannt und arbeite daran. Und jeder Erfolg bringt mich weiter, bis ich bereit bin diesen letzten Schritt zu gehen: mich von ihm zu trennen, die Konsequenzen davon auszuhalten und zu bewältigen ( ganz wichtig an diesem Punkt nicht wieder einzuknicken) und ein neues Leben zu beginnen.

  2. Amy sagt:

    Meine N. Mutter verhielt sich genau so. Sie hätte mich fast in den Selbstmord getrieben.

    Zwei Therapeuten, bei denen ich war, kommentierten „Aber Ihre Mutter hatte doch nur Angst, Sie zu verlieren!“
    Schöne Therapeuten. Eine Person darf also eine andere einsperren und psychisch zerstören, damit sie ihr nicht mehr entkommt, aber die „Angst“, sie zu verlieren, rechtfertigt alles. Diesen sogenannten Therapeuten sollte m.E. die Lizenz entzogen werden.

    Ein Glück, dass unter anderem durch Seiten wie diese das Thema und dessen Wichtigkeit allmählich bekannter geworden ist.

    • lilli sagt:

      zu Therapie bzw. Beratungg möchte ich schreiben:
      Gute Therapeute/innen, Berater/innen befördern deine eigene Selbständigkeit.
      Narzissmus erkennen sie zusätzlich als solchen, wenn sie diese allmählich in der Nähe hervortretende manipulierende Egozentrik selbst erlebt und verarbeitet haben.

  3. Uschi sagt:

    Ein besonders beliebtes Druckmittel sind die gemeinsamen Kinder, vor allem bei narzisstischen Frauen!

  4. Uschi sagt:

    und dann muss man noch folgendes beifügen: Wenn sich der Partner trennen will, droht der Narzisst mit SELBSTMORD!

    • Lise1 sagt:

      oder, noch schlimmer, mit erweiterten Selbstmord. Diese so genannten Familientragödien sind manchmal so zu erklären, oft betroffen sind Frauen, die sich gerade trennen oder schon getrennt sind.

      Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich meinen ersten Mann gesucht habe, nachdem er Selbstmord angekúndigt hatte und sich dann stundenlang versteckte, dabei auf dem Dachboden auf einem Balken saß und mich und die Kinder beobachtete, wie wir verzweifelt nach ihm suchten. Irgendwann nach dem x. Mal hörte ich auf zu suchen und dachte, er soll machen was er will, seine Entscheidung. Als wir nicht mehr suchten, hörte das auf, aber das war keine Besserung, weil er sich andere, genau so schlimme Schikanen ausdachte.

      Es ist so lange her, und mir tun noch heute meine damals kleinen Kinder leid, die zu klein waren, um sie allein zu lassen und ohne sie suchen zu gehen. Es hat ihnen schwer geschadet.

      Ich hätte viel eher weg gehen müssen, ich mache mir da immer noch Vorwürfe. Obwohl ich keine Ahnung hatte, dass ich nie, nie, nie durch „brav sein“ etwas an der Hölle auf Erden hätte ändern können.

  5. Mariadirohan sagt:

    Ich kann nur immer wieder betonen, wie wertvoll diese Beiträge für mich in den letzten Jahren waren und sind, denn erst durch sie habe ich erkannt, an was für ein Exemplar ich geraten bin und konnte mir sein Verhalten erklären. Auch ich bin geblieben und schaffe das mit eigenen Hobbies und Abstand, den ich mir erkämpft habe. Ich habe gelernt, zu schweigen, mich auf keine Diskussion mehr einzulassen, die man gegen einen Narzissten niemals gewinnen kann, denn ihm sind die dümmsten Argumente nicht einmal peinlich! Und von Niveau kann man bei Streitigkeiten überhaupt nicht reden, seine Schimpftiraden sind unglaublich.
    Als ich einen besonderen Geburtstag, der von meinen Kindern – die nicht seine sind – besonders liebevoll ausgerichtet war später sagte, dass dieser Geburtstag für mich der schönste seit Jahren war, sagte er, für ihn sei es der schrecklichste meiner Geburtstage gewesen, er hätte überhaupt nicht gezählt.

    • Hoff.44 sagt:

      Ich gehöre auch zu denen Frauen,die noch in ihrer Ehe verbleiben und ausharren. Aber ich habe keine Illusionen mehr.
      In meinen Gedanken an die Zukunft kommt er nicht mehr drin vor. Ich denke an meine Kinder, meine Eltern, meine Arbeit und an viele andere Sachen für die Zukunft, aber ich kann ihn mir in dieser Zukunft nicht mehr vorstellen.
      Ich habe auch keine Lust mehr zu kämpfen und zu streiten. Auch an meinen Gedanken lasse ich ihn nicht teilnehmen. Ich teile ihm nur ab und zu einige Fakten mit. Ich weiß nicht, wie lange diese Phase noch dauern könnte, eins ist aber klar: ich möchte mich nicht mehr anpassen und unterordnen, damit es noch einpaar Jahre irgendwie weitergeht.
      Als die Kinder klein waren, habe ich den ersten Trennungsversuch unternommen. Bin nach einpaar Tagen wieder zurück. Habe mir damals selbst gesagt, ich solle mich nicht so anstellen, diese Ehe nicht kaputt machen, kämpfen und an die Kinder denken und und und. Jetzt nach über 20 Jahren gibt es nichts mehr zu erkämpfen und ich möchte möglichst schnell das Schlachtfeld verlassen. Nur eins steht mir noch im Weg, nämlich die Angst. Angst, diesen Weg zu gehen, schon wieder und immer noch. Aber nicht mehr lange, hoffe ich. Vor kurzem habe ich meinen Eltern mitgeteilt, dass meine Ehe in die Brüche geht. Spräche auch immer wieder mit den Kindern darüber. Es ist nicht leicht, aber trotzdem: diese Schritte habe ich noch nicht bereut. Jedesmal merke ich, wie Stück für Stück meine Angst kleiner wird. Es ist jedesmal wie ein Befreiungsschlag und ich nähere mich meinem Ziel: ich möchte gehen und nie mehr das Gefühl haben, umdrehen zu müssen.
      Nein, ich bin eindeutig nicht mehr bereit zu kämpfen, mich unterzuordnen und anzupassen oder auszuhalten.

      • Melanie sagt:

        Liebe Hoff44, Du bist auf dem richtigen Weg…alles braucht seine Zeit und irgendwann hast Du den nicht mehr rückführbaren Zeitpunkt erreicht! Ich weiß, wovon ich nach einer sehr langen Ehe spreche🥴 Wenn Du den „Punkt“ erreicht hast und gehst, wirst Du Dich dabei sicher und befreit fühlen und von da an geht’s bergauf👍
        Bis dahin wünsche ich Dir viel Kraft und viel Freude für Deine Zukunft…alles wird gut🤗
        Ich fühle mich „befreit“ im wahrsten Sinne des Wortes und habe meine Entscheidung nie bereut, denn endlich bin ich ganz ich selbst😃
        ❤️lichen Gruß an Dich und alle anderen 🙋🏻‍♀️

      • Greta sagt:

        Liebe Hoff.44,
        ich kann Dich so gut verstehen. Gerne möchte ich Dir Mut machen. Ich hab den Absprung nach 28 Jahren Ehe geschafft. Auch ich hatte große Angst vor diesem Schritt, vor dieser Endgültigkeit. Wir haben drei gemeinsame Kinder, ich mittlerweile noch zwei pflegebedürftige Eltern.
        Aber alles ist besser, als diese Hölle weiterhin zu ertragen. Ich habe länger mit dem Gedanken der Trennung gespielt. Ja, manches muss vielleicht erst von innen reifen. Mir hat ein Tipp geholfen: Ich hab mir vorgenommen, sollte er mich noch einmal vor den Kindern bloßstellen, war’s das endgültig. Es kam, wie es kommen musste. Und es war in diesem Moment gar nicht so schwer. Wir sind seit 7 Monaten getrennt und ich spüre täglich noch diese Erleichterung, diese Freiheit. Dieses Gefühl gebe ich nie wieder her. Ich lebe wieder. Unglaublich, was man alles so erträgt. Geholfen hat mir aber auch sehr, zu schauen, was meine Anteile daran sind, was mich geprägt hat. Und das hat mir die Augen geöffnet und die Möglichkeit eröffnet, daran zu arbeiten. Ist ein Prozess…
        Ich fange an, mir treu zu bleiben und beginne endlich, Grenzen zu setzen.

        Ich wünsche Dir, dass Du dieses Gefühl, wieder aufzuleben, dir wertvoll zu sein und auch entsprechend behandelt zu werden ganz bald erfahren wirst.

        Viel Erfolg dabei!

        • Hoff.44 sagt:

          Liebe Greta, es tut immer wieder gut, hier die Antworten auf eigene Posts zu finden. Ich fühle mich nicht mehr so alleine, werde verstanden und bekomme eine Portion Mut zugesprochen. In kleinen Schritten taste ich mich voran und feiere immer wieder kleinere Siege gegen die eigene Angst.
          Am meisten beschäftigt mich der Gedanke, wie meine schon fast erwachsene Kinder mit der Trennung umgehen werden. Einerseits signalisieren sie mir viel Verständnis, indem sie zu mir halten und sich gegen ihren Vater behaupten, andererseits spüren sie auch meine Unsicherheit. Was soll ich tun?
          Die Entscheidung für eine Trennung betrifft nicht nur mich, sondern auch sie, denn die Familie in der Art, wie sie sie kennen, wird es nicht mehr geben.
          Ich weiß, man kann für jede Situation eine Lösung finden und vielleicht wird es gar nicht so schwer für sie sein, doch die Gedanken daran werfen mich in meinem Fortschritt immer wieder zurück.
          Darin liegen auch unter anderem meine eigenen Anteile: Kinder stehen bei mir an erster Stelle, wenn es ihnen schlecht geht, gehe ich unter.
          Ich befinde mich in einer Zwickmühle zwischen dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben und meiner Verpflichtung und Verantwortung den Kindern gegenüber. Und erwische mich wieder beim Gedanken: wenn sie ausgezogen sind dann gehe ich auch. Aber ich will schon früher gehen!

          Was kann ich tun?!
          Frage an alle, die in einer ähnlichen Situation stecken und sich damit auseinandersetzen möchten.

  6. Ida sagt:

    Mittlerweile glaube ich , um so öfter mein Ex betonte, wie sehr er mich liebt, um so unehrlicher wurde er.
    Auch ich bin und war während unserer 6- jährigen Beziehung Vollzeit arbeiten. Meinen Beruf hatte er wiederholt als KIKIFAX bezeichnet. Ganz unangenehm waren ihm dann immer Dienstberatungen und Elternversammlungen. Wahrscheinlich hatte er Angst, ich könnte dort andere Männer kennenlernen.
    Sobald ich am Nachmittag nach Hause kam, musste ich SEIN Haus bewirtschaften: den Hund Gassi führen, waschen, die Beete gießen, kochen, einkaufen, Botengänge erledigen, … Wenn er dann nach Hause kam, zog er sich um und ging joggen. Derweil betreute ich seine 2 Kinder.
    Im Streit hat er mir dann stets vorgeworfen, wie faul und egoistisch ich wäre. Dass ich als Lehrerin nichts tauge…
    Wenn wir dann aber ausgingen, dann gab er mit mir an: Ich war sein Accessoire.
    Lange habe auch ich gedacht, er würde mich lieben- eben auf seine Art. Aber heute, 2,5 Jahre nach meinem Abgang, bin ich schlauer.
    Vielen Dank für diese Plattform hier! Es tut gut, das Gefühl zu haben, verstanden zu werden.

    • Sina sagt:

      Unglaublich, man könnte meinen, die Narzen teilen sich alle ein Gehirn. Die Parallelen zwischen den einzelnen Erfahrungen sind wirklich erstaunlich. Auch ich wurde trotz Vollzeitjob als faul dargestellt, dass er um 15 h bereits schlafend auf dem Sofa vorgefunden wurde, die Küche dreckig noch von seinem Frühstück – geschenkt. Verlogen, manipulativ.. es hat eine Weile gedauert bis ich alle Beweise hatte. Mein Instinkt hatte mich nicht getrogen. Als schmückendes Beiwerk war ich gut genug, nach außen propagierte man Stolz auf die attraktive Partnerin die toll Karriere macht. Daheim war ich faul, dreckig, eklig, mein way of life eine einzige Katastrophe. Ich hoffe, alle hier die den Absprung noch nicht geschafft haben, packen es endgültig. Ich habe es hinter mir und es geht mir endlich wieder sehr gut!! Ich bin bei euch.

      • Anni sagt:

        Man hat in der Tat das Gefühl, dass wir alle mit dem gleichen Exemplar zu tun hatten oder immer noch haben.

        So schwer es auch fällt, es hilft nur der Absprung. Man kann nur gewinnen.

    • lilli sagt:

      Liebe Hoff.44,

      auch wenn ich bleibe und mich öfter selbständig betätige als ich mir in einer Ehe vorgestellt hatte,
      meinen Mann in den einigen Gemeinsamkeiten, die uns verbinden, noch liebe,
      kann ich Dich gut verstehen, dass Du gehst-
      Vor einigen Jahren hatte ich eine schwere Operation, obwohl er sich doch um mich gekümmert hatte, war ich erschöpft und sein starkes Hauptpersonsein- Bedürfnis und seine häufige Alleswisserei so entnervend, dass ich mich fragte, warum ich ihn mir antue.
      Doch er ist nicht ganz so krass und bald hatte ich wieder die Geduld zu schweigen oder die nötigen Ansagen überlegt, kurz und bündig zu sagen und seinem eventuellen Abwerterdrang aus dem Weg zu gehen.
      Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute !

      • Hoff.44 sagt:

        Hallo lilli,
        Ich muss mich in meinem Prozess immer wieder selbst reflektieren und ausloten, wo ich zurzeit stehe.
        Früher war allein schon der Gedanke an mögliche Trennung so schmerzhaft, dass ich den ganz schnell verworfen habe. Noch vor drei Jahren als mein Mann mir gestanden hat , dass er sich in eine andere Frau verguckt hat (da ist laut seiner Aussage nicht mehr gelaufen) war ich so wütend und so verletzt und trotzdem traute ich mich nicht, mich von ihm zu trennen. Wollte den Kindern ihre Welt nicht zerstören und war selbst einfach nicht so weit, diesen Weg zu gehen. Habe wieder die Rolle der braven Frau übernommen, wusste, dass ich ihm und mir und den Kindern nur was vormache, trotzdem war die Vorstellung meinem Trennungswunsch Luft zu machen, noch zu schmerzhaft. Heute bereue ich diese Entscheidung, heute habe ich meine Kinder und meine Eltern hinter mir stehen und bin auf dem besten Weg, mich aus dieser emotionalen Abhängigkeit zu befreien. Immer kleiner wird meine Angst, immer größer wird mein Mut. Mein Mann merkt natürlich meine Veränderung, legt sich richtig ins Zeug, um die Trennung abzuwenden. Doch diese Versuche lösen in mir keine Glücksgefühle mehr aus, es nervt mich nur. Ich habe Mitleid mit ihm, das beschert mir noch eine Portion Schuldgefühle, aber ich muss einfach feststellen, dass seine Bemühungen einfach zu spät kommen und sie fruchten bei mir nicht mehr, ich kann mich emotional nicht mehr auf ihn einlassen.
        Zur Zeit löst bei mir die Vorstellung, bei ihm zu bleiben, die größere Angst aus, als zu Gehen. Wann werde ich endlich soweit sein?

      • lilli sagt:

        Hallo Hoff.44,

        passt schon-
        ich denke,
        mein Fall passt eher nicht zu denen,
        die den/die Narzissten/in verlassen müssen.

    • Alena sagt:

      Liebe Ida,
      die Abwertung meines Berufes ist mir auch gut bekannt. Obwohl ich mehr als er verdiente, war mein akademischer Job ein Idiotenjob, nur er würde etwas zur Gesellschaft beitragen. Am Ende wollte er mich mit Druck dazu bringen, meinen Job aufzugeben. Da habe ich mich getrennt.
      In der Öffentlichkeit gab er aber auch immer wieder mit mir an. Seine Verwandten wunderten sich, warum ich immer so angespannt war. Er war doch so in mich verliebt und hat alles für mich getan. Ein paar Stunden zuvor wurde ich bei einem Streit noch beleidigt und gedemütigt worden.
      Das waren Jahre voller Mindfucks.

      • Waltraud sagt:

        Ja Narzissten stellen sich selber auf ein Podest und keiner kann ihnen das Wasser reichen. Ähnliches bekam ich immer zu hören; du was machst du denn schon! Sie lassen nichts aus, um sich selber größer zu machen und ihren Partner abzusetzen. Schade, wenn man seine Zeit und Energie mit so jemanden im wahrsten Sinne verplemmpert.

  7. Tippi sagt:

    Sehr gut beschrieben. Hilft viel. Es ist wie eine Zusammenfassung auf den wesentlichen Punkt.

    Vielleicht kann man einen Narzissten daran rechtzeitig erkennen und sich schützen, wenn man VOR einer Beziehung erforscht, wie er mit anderen Menschen umgeht/umgegangen ist, die ihm nahestehen/gestanden sind. Vor allem, mit solchen, bei denen er seine Lieblosigkeit nicht verstecken muss, wie Mutter, Schwestern, Schulkameraden, Mitarbeiter, Angestellte, Exfreunde/innen, Gruppen, Menschen mit spezifischen Schwächen oder Behinderungen, u.ä.

    Die Lieblosigkeit und die ‚Der-andere-Mensch-ist-mein-Werkzeug‘-Haltung kann auch ein gutes Merkmittel sein, um eigene narzisstische Anteile zu entdecken.

    Ausser wenn jemand wirklich fremde Hilfe braucht zum Überleben (z.B. Rollstuhl, Pflege, Führung, Organisation, Struktur, usw.), dann MUSS man gewissermassen auch ‚über-andere-Verfügen‘ können, jedoch nicht lieblos. – Dieser Faktor macht dann vermutlich den grossen Unterschied!

    • Mariadirohan sagt:

      Liebe Tippi, genauso ist es. Meine Mutter hat immer gesagt: „Achte genau darauf, wie er seine Mutter behandelt, denn so wird er auch dich später behandeln.“ Als ich das erste Mal mit zu ihm nach Hause gegangen bin, war ich entsetzt über den schafren Ton, den er seiner Mutter gegenüber hatte, unduldsam, ungedulgdig und sehr scharf in Tonfall. So kannte ich ihn nicht, so hatte er noch nie mit mirgesprochen, und so glaubte ich nicht, dass er mich jemals so behandeln würde. Es dauerte nicht lange, bis ich mich fragte, warum wir eigentlich nie auf unsere Mütter hören. Aber Verliebte kann man nicht mit normalen Maßstäben messen, das macht es diesen Menschen ja so leicht, denn heute ist es so, er spricht nur noch in einem scharfen Ton mit mir, ist gelangweilt, wenn ich etwas erzähle, sein Lieblingssatz ist: „Ich weiß nicht, wovon du sprichst“, womit er meint, dass ich mich nicht klar ausdrücken kann, und reagiert auf vermeintliche Kritik – Kritik ist in seinen Augen schon die Frage, warum er etwas so oder so gemacht hat – mit Schreien und Beleidigungen. Ich bin bis jetzt geblieben, aber auch für mich steht fest, dass ich eines Tages gehen werde. Und diese Gewissheit hilft mir sehr. Und mir hilft in harmonischen Phasen entgegen jeglicher Vernunft auch immer noch die Hoffnung, dass vielleicht doch …, und ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich enttäuscht worden bin. Die Wunden auf meiner Seele verheilen immer irgendwann, aber die Narben sind geblieben, und inzwischen ist meine Seele so verhärtet, dass eine gewisse Dickfelligkeit mich vor weiteren Verletzungen schützt, er ist mir so egal geworden, dass ich ihn kaum noch wahrnehme, aber das macht ihn dann besonders bösartig.

    • Sina sagt:

      In meinem Fall war es so, dass der Narz die eigenen weiblichen Familienmitglieder komplett überhöht hat und heilig gesprochen hat, als unfehlbar und madonnenhaft verehrt hat. Aber alle Ex-Freundinnen waren Hexen.. schlimm.. Huren.. usw. und so fort. Hätte ich nur die red Flags nicht ignoriert, mir wäre vieles erspart geblieben. Insgesamt hat er einen Ödipus-Komplex und teilt Frauen generell in Heilige und Huren ein, sprich: die Frauen die er im Bett hatte werden total abgewertet, noch zusätzlich auf sexuelle Weise, als Nymphomaninnen betitelt, Phantasien werden schlecht gemacht und als krank betitelt. Natürlich dann wenn er schon hatte was er wollte und brauchte. Ekelhaft..

  8. Christina sagt:

    Es ist wie bei Sekten, Gehirnwäsche, Gehirnwäsche, Gehirnwäsche!!!
    Danke für alle diese Er- und Aufklärungen. So machen viele Erlebnisse plötzlich Sinn. Mir gehts immer wieder so als ob bei mir während dem Lesen eine Lampe angeknipst wird und ein grosses AHAAA stellt sich. Zugleich wappne ich mir für eventuelle nächste narzisstische Erlebnisse. Meine Wahrnehmung wird korrigiert, geschärft und selbstsicherer.
    Ganz vielen Dank!!!!
    Christina

    • Angelika sagt:

      Ich war 1,5 Jahre in so einer Beziehung. Heute 6 Jahre später, bin ich froh, dass ich den schwierigen Absprung geschafft habe. Und mich hinterher lange Zeit damit befasst habe, auch über meine Haltung. Ich denke, dass ich in Zukunft einen narzistisch veranlagten Menschen relativ schnell erkennen und mich früher distanzieren könnte.

  9. Vladimir Zlopasa sagt:

    Vielleicht ist das ja der eigentlich entscheidende Aspekt in Beziehungen mit Narzissten, nämlich die Nichtexistenz der Liebe. Die Liebe wird uns in Hollywood-Filmen kitschig und bunt präsentiert und ihr wahres Wesen dadurch völlig verzerrt. Aber wenn Menschen in Beziehungen stehen, wo keine Liebe existiert, dann befindet man sich nicht im Licht sondern in der Finsternis. Und die Finsternis steht immer für Verderben und Tod. Es ist letztlich ein spiritueller Kampf, täuscht Euch nicht.

    • Vita sagt:

      Hallo Vladimir,

      die Nichtexistenz der Liebe kann ich für mich nur so beschreiben.
      Als ich in Kontakt war mit Narzisso, war in dem Momentanen Zusammensein eine Übergroße LIEBE künstlich vorhanden.
      Als Er dann… wann auch immer, nicht in meiner Nähe war.. hat er nichts hinterlassen ausser Leere.
      Das sehe ich auch als meinen eigenen Anteil an.
      Was ist LIEBE? Bestimmt nicht das was in Film und Fernsehen, Romanen vorgegaukelt wird.

      LIEBE IST!TIEF…nicht an der Oberfläche…weder bei einem Selbst noch beim anderen.

      VG Vita

      • Lise1 sagt:

        Die Leere war bei den Meisten vorher da, dadurch haben bestimmte Typen überhaupt die Chance, da anzulocken.

        Die Aufgabe, sich in Zukunft vor diesen Leuten zu schützen, ist dieses Loch, das meist in der frühen Kindheit und Jugend entsteht und unbewusst ist, zu füllen, mit Eigenem.

        Schlimm ist, dass die Erziehung so gestaltet ist, dass man das Loch meist nicht merken kann.
        Da ist so eine Trennung, wo man meint, dass eine Hälfte aus einem rausgerissen wird, die Chance, das zu erkennen und nicht mehr so bedürftig zu bleiben, dass man auf Blender rein fällt.

    • Alena sagt:

      Vladimir,
      ich neige gar nicht zu esoterischen Gedanken, aber in ganz schlimmen Streits mit Drohungen, die die körperliche Unversehrtheit betrafen, hatte ich das Gefühl, einem schwarzen Nichts gegenüber zu stehen. Er war wie ein böser Schatten.

  10. Anni sagt:

    Liebe Lina,
    deine Ergänzungen könnten glatt auch meinen (Noch)Ehemann und mich beschreiben. Ich hatte auch nie Zeit für mich. Dafür hat er schon gesorgt. Hauptsache, er hat genug Freiräume. Die nimmt er sich einfach.

    Da hilft nur der Absprung.

  11. Waltraud sagt:

    Das erklärt dann wohl auch, egal was er an miesen Sachen abgezogen hat, danach immer tat, als ob alles in bester Ordnung ist (für ihn sicherlich). Einem selber blieb dann höchstens der Mund offen stehen, ob soviel Unverfrorenheit und Uneinsichtigkeit seiner Schandtaten. Nie wieder!!

  12. Lina sagt:

    Sehr gut beschrieben. Als Ergänzung: Mein Ex-Mann hat mich immer beschäftigt gehalten, um mich zu kontrollieren. Ich war berufstätig und auch Zuhause für alles komplett alleine zuständig, Haus, Kinder etc. Da blieb überhaupt kein persönlicher Freiraum, keine Zeit um auf dumme Gedanken zu kommen. Dasselbe Schema sehe ich bei meiner Mutter, die auch alle beschäftigt hält.

    • Ben sagt:

      Ohja kommt mir bekannt vor. Meine noch-Ehe-Frau war auch so. Selbst an den Tagen das ich was für mich geplannt hatte, bekamm ich Nachrichten das es ihr schlecht geht und ich soll bitte nach Hause kommen, oder das sie beim einkauf etwas vergessen hat (Am Ende war dan eine Einkaufsliste mit Dingen die ich einkaufen musste).
      Ganz gut war immer ihre „Ich bin Bipolar-Gestört und Momentan geht es mir nicht gut, du musst das machen“ Aber sobald eine ihrer tollen Freundinnen anrief und fragte ob sie mit geht feiern, war sie direkt feiern und um dann früh morgens nach Hause zu kommen.

    • lilli sagt:

      Hallo,

      ‚ein Narzisst stiftet Druck und keine Liebe‘:

      wenn ich meine eigenen Dinge mache, verfällt mein Mann in Abwertereien.
      Hilft nur Abstand,
      ihm nachzugeben ändert nichts an seinem Sichvordrängenwollen.
      Wenn ich mich z.B. unterwegs mit Bekannten unterhalte, geht er etwas voraus und schaut abfällig. Ich unterhalte mich und lasse ihn. Dann versucht er diese Bekannten abzuwerten. Hilft nur Abstand, ich gehe ohne ihn und unterhalte mich in Ruhe.
      Usw.
      Ich habe mich nicht getrennt, er sich auch nicht, ich sehe sein Bestimmenwollen
      und unsere erwachsenen Kinder auch.
      Zum Teil findet er sich ein ins Team, zum Teil versucht er zu bestimmen und abzuwerten, doch dann bekommt er keine Audienz und läuft ins Leere.
      Wir bekommen ein Enkelkind und man merkt, wie schwer es ihm fällt nicht die Hauptperson zu sein.
      Man muss immer wieder Grenzen ziehen und sich selbst zur Selbständigkeit anhalten.
      Echte Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit genieße ich bei anderen,
      denn er kann das nur wenig.

      • elke sagt:

        Hallo Lilli, ich bin auch bei meinem Mann geblieben. Wir haben 2 erwachsene Töchter. Ich habe auch gelernt mich abzugrenzen. Deine Zeilen haben mich berührt. Ich würde gern mit Dir in Austausch treten. Es tut gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die wie ich kämpfen und sich nicht trennen. Liebe Grüße Elke

        • lilli sagt:

          Hallo Elke,
          freut mich zu lesen, dass Du auch geblieben bist bzw. dies möglich war.
          Ich bin in meiner zweiten langjährigen Ehe mit nun erwachsenen Kindern.
          Ich hatte schon mal die Absicht zu gehen und blieb dann doch.
          Mein Mann ist kein so krasser Fall, er sieht bei deutlicher Konsequenz schon ein, was nicht geht. Ich war auch von Anfang an immer wieder in der Familienberatungsstelle, was mir und unseren Kindern den Rücken gestärkt und beim Grenzen ziehen sehr geholfen hat.
          Zum Beispiel wenn er jedem seinen besonderen Wein aufdrängen will ohne was anderes anzubieten: bei uns sind die Getränke im Keller und kellerkühlschrank und jeder nimmt sich sein Getränk selber oder teilt es nach normaler Anfrage.
          Dieses Thema ‚Ein Narzisst stiftet Druck …‘ hat mich angesprochen, ansonsten schaue ich nur noch ab und zu hier rein in Sven Grüttefiens hervorragende Site,
          denn ich konzentriere mich mehr auf mich selbst und mein Mann merkt dann doch, was nicht geht, mehr noch bei unseren Kindern.
          Alles Gut Dir!, hier zu lesen und zu schreiben war für den ‚Umgang mit (unserem) Narzissten‘ wahrlich ein großer Segen!

        • Hilde sagt:

          Welche Gründe hat eine Frau oder Mann und bleibt bei dem Narzissten wenn er als solcher erkannt wurde? ? Obwohl Kinder erwachsen sind und aus dem Haus. Der Narzisst liebt nicht aufrichtig , geht fremd unter Umständen , stiftet Unfrieden und Frau verliert ihren Selbstwert und muss seine Boshaftigkeiten ertragen. Ist das Angst vor dem allein sein? Ich fühle mich befreit nach 10 Jahren mit Narz. Aber auch geschädigt. Es werden Narben bleiben. Alt werden mit dem Narz. Unvorstellbar, Das macht krank und alt wird man dann nicht. Das Leben lässt sich alleine auch gut gestalten , Selbstliebe ist das Zauberwort. Alles Gute an alle die sich nicht ohne Grund so wie ich, sich mit dem Thema Narzissmus beschäftigen.

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