Narzissten und Empathen

Ein Gastbeitrag von Evi Steiner-Böhm (Künstlerin und Pädagogin)

Ich lese seit geraumer Zeit (auch) auf dieser Seite die Beiträge zum Thema Empathen und Narzissten und habe mich sehr gefreut, als ich gemerkt habe, wieviele Menschen es mittlerweile gibt, die sich aktiv mit diesen menschlichen Verhaltensweisen auseinandersetzen. Aber, auch wenn ich die Wut und die Trauer der Empathen gut nachvollziehen kann, ich habe oft das Gefühl, dass viele versuchen, nun den Spieß umzudrehen und die Narzissten aus der Gesellschaft auszuschließen. Damit lösen wir aber das Grundproblem nicht. Denn narzisstische oder emphatische Charakterzüge sind nicht im luftleeren Raum entstanden, sondern Ergebnis einer jahrtausendealten Entwicklung.

Narzissten und Empathen sind zwei Seiten der gleichen Medaille

Natürlich ist es für Empathen wichtig, die typischen Verhaltensweisen der Narzissten zu analysieren, um so die eigenen Reaktionen besser beurteilen und verändern zu können. Es tut unendlich gut zu erkennen, dass man nicht alleine ist, dass es viele gibt, die die Dinge so erleben, wie man selber es auch getan hat. Aber, ich möchte auch eine Lanze brechen für die Narzissten. Ich behaupte, dass die Empathen für die Narzissten ebenso anstrengend und enttäuschend sind, wie umgekehrt. Am Anfang glauben auch sie, mit dem anderen ihr Glück gefunden zu haben. Sie müssen dann aber irgendwann feststellen, dass ihre vermeintlichen Bewunderer mitnichten die treu ergebenen Gefolgsleute sind, die sie sich erhofft haben, sondern dass diese sich plötzlich (aus ihrer Sicht) in nörgelnde, fordernde oder klammernde Schwächlinge verwandeln. Am Ende verstehen sie genau wie die Empathen die Welt nicht mehr und bleiben wütend und enttäuscht zurück. Dass sie sich dann in Peiniger verwandeln, liegt in der Natur der Sache, denn Empathen und Narzissten wurden und werden zu ihrem Verhalten ermutigt und erzogen.

Krieg und Gewalt bestimmen unsere menschliche Gesellschaft

Um zu verstehen, woher diese Verhaltensweisen kommen, muss man sich klar machen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die Krieg und Gewalt als adäquate Mittel zur Sicherung des eigenen Überlebens betrachtet. Vermutlich gab es eine Zeit, in der dies nicht der Fall war, denn es gibt in praktisch allen Kulturen und Religionen Erzählungen von friedlichen, freundlichen Gesellschaften. Aber dann haben die Menschen offensichtlich entdeckt, dass es einfacher ist, anderen die Früchte ihrer Arbeit mit Gewalt abzunehmen, statt sich selber anzustrengen. Der Krieg war geboren. In dieser neuen Gesellschaftsform, von der übrigens alle Menschen profitiert haben, gab es nun zwei ganz wichtige Aufgaben, nämlich die der Krieger und die der Heiler. Krieger mussten dabei zwangsläufig Menschen sein, die ohne Furcht und ohne Mitgefühl andere Menschen bestehlen, betrügen, quälen oder töten konnten. Die mit einem guten Gewissen für ihre Gruppe möglichst viel Beute machen und möglichst viele Feinde töten konnten. Diesen Dienst für die Gruppe konnten sie aber nur tun, weil es fürsorgliche Menschen gab, die sie dabei unterstützten, indem sie zuhause für das Wohlergehen der eigenen Gruppe sorgten, sich um den Nachwuchs, die Alten und die Verwundeten kümmerten.

Kriegsgesellschaften funktionieren mit Hierarchien

Eine ganz wichtige Voraussetzung für das Funktionieren von solchen (Kriegs)-gesellschaften sind Hierarchien. Damit ein Mensch sich motivieren lässt, bestimmte Verhaltensweisen zu entwickeln, muss es dafür eine Belohnung oder eine Bestrafung geben. In einer Kriegsgesellschaft sind die am höchsten angesehenen Menschen die Krieger. Sie erwarten, und fordern das auch lautstark ein, dass andere sie bewundern, fürchten und ihnen ohne Widerworte gehorchen. Sie erhalten den größten Anteil an der Beute und bestimmen darüber, was in der Gesellschaft geschieht. Diese hohe Stellung motiviert sie. Menschen, die für den Kriegsdienst nicht taugen, stehen in der Hierarchie unter den Kriegern. Ihre Fähigkeiten werden als weniger wichtig eingestuft, sie erhalten von der Beute, was übrig bleibt, und dürfen nicht oder nur wenig mitbestimmen. Aber diese untergebene Stellung nehmen sie als Preis für die Versorgung durch die Krieger in Kauf.

Das Modell Krieg

Diese Grundordnung des Kriegs hat sich über die Jahrhunderte auch in unserer gesamten gesellschaftlichen Ordnung abgebildet. Das Prinzip von Oben und Unten, von Sieg und Niederlage zieht sich heute durch alle Bereiche des Lebens. Ob in militärischen Auseinandersetzungen, in der Konkurrenz zwischen Wirtschaftsunternehmen, in sportlichen Wettbewerben, in der Schule oder den Rosenkriegen, die sich Paare liefern, alle bedienen sich der Muster einer Kriegsgesellschaft. Aber, das muss man auch sehen, der Mensch hat es dadurch als Spezies geschafft, sich über den ganzen Erdball auszubreiten und ungeheuer zu vermehren.

Das Auslaufmodell Krieg – alles verändert sich

Auch wenn wir es noch nicht ganz glauben wollen, merken wir doch mehr und mehr, dass wir auf unserem Planeten an unsere Grenzen gestoßen sind. Es gibt nichts mehr zu erobern, denn alle Eroberungen werden mittlerweile mit unvorstellbar hohen (eigenen) Verlusten erkauft. Deshalb werden wir, wenn wir als Menschheit überleben wollen, nicht umhin können zu lernen, wie man friedlich zusammenlebt. Ich bin der Überzeugung, dass genau aus diesem Grund so viele Menschen mit neuen Verhaltensweisen experimentieren und uns so viele neue Erkenntnisse zuteil werden. Dass es den Narzissten schwerer fällt, sich zu verändern, liegt auf der Hand, denn sie müssen zunächst auf viel mehr Vorteile verzichten als die Empathen. Aber unser gemeinsames Problem als bedrohte Spezies werden wir nur überwinden, wenn es uns gelingt, auch die Narzissten von einem neuen friedlichen Zusammenleben zu überzeugen.

Das Buch von Evi Steiner-Böhm zum Thema:
„Der Fuchs und die kleine Fee“, Hg. Evi Steiner-Böhm und Michael Horn, Hardcover, 48 Seiten, Wunderhof 2008 beschreibt den Weg, den die zwei unterschiedlichen Charaktere gehen müssen, um zu einem neuen Verständnis für sich selbst und des anderen zu gelangen. Zu dem Märchen gibt es eine Interpretation als Begleitbroschüre. Beziehen kann man es über Amazon oder den Onlineshop von Evi Steiner-Böhm: www.venia.design


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Veröffentlicht in Narzisstische Gesellschaft
204 Kommentare zu “Narzissten und Empathen
  1. MaRiSa sagt:

    Liebe P.,
    ich befasse mich schon eine ganze Weile mit dem Thema und es heißt immer, dass man sich absolut trennen soll. Das verstehe ich und würde ich auch gerne, aber leider ist das auch bei mir mit sehr vielen Umständen – ähnlich wie bei dir – verbunden, die wir ja auch ua. aufgrund unserer jahrzehntelang geraubten Kräfte durch diese Teufel – ja ich nenne sie bewusst so – nur sehr schwer imstande sind, zu bewältigen.
    Du bist jetzt die erste, wo ich lese, dass eine komplette Trennung eben aufgrund div. Umstände nicht geht. Deshalb erlaube ich mir zu sagen, dass ich glaube, deine Situation und Gefühle nachempfinden zu können. Ich kann dir tatsächlich in jedem Punkt Recht geben (auch Hund, Garten, Reisen), sogar was deine Befürchtungen um dein eigenes Leben betreffen. Soetwas kann man nämlich leider nicht mal Freunden erzählen, denn wie sollen denn das auch Außenstehende glauben können, wenn es uns doch selbst lange nicht bewusst war.
    Ich danke dir wirklich sehr für deine Worte und wünsche dir weiterhin viel Kraft.

  2. S. Sch. sagt:

    Hallo an alle,

    ich habe mich auf meiner Suche danach sie endlich zu verstehen zum Glück hierher gefunden.

    Ich bin immer noch dabei mich von ihr zu lösen.

    Ich habe jetzt (noch) nicht alles an Kommentaren gelesen.

    Was der Artikel m.M.n. sagen will ist das der Narzissmuß nicht rein negativ als ‚Störung‘ gesehen werden sollte. Sondern auch die Entstehungsgeschichte betrachten sollte. Ich war eine Zeitlang sehr bitter, bis ich an mir selbst merkte das ich ähnlich aggressiv und unbeirrbar, unhinterfragt, geradezu dogmatisch gegen sie wetterte – in meinem Selbstverständnis zu der Zeit als Verteidigung gegen ihre ständige Tatsachen-verdreherei und die Verleumdungen in der Nachbarschaft (versuche mich zu isolieren). Ich begann Feuer mit Feuer zu bekämpfen, dabei verlöschen aber beide Flammen. Das war der Zeitpunkt an dem ich anfing zu begreifen das ich gehen muss – um unser beider Willen. Wusste damals noch nichts von (krankhaftem) Narzissmuß. Hatte nur meine Ahnungen.

    Narzissmuß, wie Empathie, ist eine Anpassung an die aus der Geschichte der Menschheit erwachsenen Bedürfnisse einer Gesellschaft.

    Ich wusste lange nicht das es solch ‚extreme‘ Menschen gibt. Geschweige denn, das ich als Empath ebenfalls ein ‚extremer‘ Mensch bin. Quasi die Kehrseite der Medaille. Diese extreme hat jeder in sich, nur mehr oder minder leicht auszulösen.

    Zu Empathen/Narzisten kommt es dadurch das genetische Veranlagung durch die Erlebnisse in Kindheit und Jugend übersteigert ausgeprägt werden – also eine Anpassung an die Umstände darstellt. Je nach Veranlagung und erlebtem.
    Ist das eine ‚Störung‘ oder nur die Natur des Menschen (als Anpassungsfähiges wesen)?

    Ich kenne ihre Geschichte, sie meine (was sie oft sehr imo fies misbraucht hat).
    Witzigerweise sind da viele Ähnlichkeiten zu finden, nur unsere Reaktionen/Entwicklungen waren Grundverschieden.
    Wenn ich sie als ‚gestört‘ beschimpfe und ihr jeglichen Platz in der Gesellschaft abspreche, dann trifft das auch auf mich zu….
    Ja, auch wir Empathen können schädlich sein – ohne es zu merken.

    Das da Welten aufeinander geprallt sind und sie meine ständigen Versuche ihren Aggressionen und den Abwertungen etc. mit Diplomatie und Vernunft beizukommen als versteckten Versuch sie zu dominieren missverstanden hat, kam mir nicht mal in den Sinn.
    Ergebnis: Eskalation und wachsendes gegenseitiges Misstrauen.
    Wir sind wie Feuer und Wasser gewesen. Ich habe versucht zu verstehen. Sie hat versucht zu führen.
    In ihrem Selbstverständnis dagegen ist führen nichts negatives, nein sie fühlt sich gebraucht, sie hat den Anspruch an sich selbst alles zu kontrollieren um sich zu schützen (und erklärt sich ala der Zweck heiligt die Mittel) zum Helden. Sie sieht sich als Führsorglich wenn sie einem ihren Willen aufzwingt.
    Was anderes kommt nicht in Betracht, was anderes bedeutet Gefahr für sie und die an denen sie hängt. – kommt das dem einen oder anderen Empathen bekannt vor?

    Aber verharmlosen sollte man es auf keinen Fall. Narzissmuß ist in krankhaftem Ausmaß eine Bedrohung für Leib und Seele /Psyche, ganz zu schweigen von dem Ruf.

    Aber gibt es Raum für Narzissten in unserer Gesellschaft? Kann man daran arbeiten ihre Stärken zu integrieren (den sie haben Vorzüge) und ihre gefährlichen Tendenzen abmildern?
    Falls ja, gilt das auch für uns Empathen.

    Den gemeinsamen Rand der Empathen/Narzisst – Medaille ist wohl die Inakzeptanz/Intoleranz der Gesellschaft, welche auf Unverständnis und allzu übereifrigem Fokusieren auf negative Aspekte beruht – der ganz normale Wahnsinn. Gibt ja auch den Normopathen :-).

    Obiges (zum heulen) schön auf den Punkt brachte es P damit:
    (verkürzt)
    „Mensch sein bedeutet Mensch werden.
    ^^Danke dafür (den gesamten Text)

    @Lämmchen zu 1.
    Ich verstehe deine Wut nur zu gut (wünschte es wäre nicht so)

    Der Narzisst fühlt sich bedroht (unter Umständen geradzu tödlichst), nicht genervt.

    In seiner/ihrer Welt bedeutet Angriff nicht nur die beste, sondern einzige Verteidigung.
    Für den Empathen gilt dagegen allzu oft (bei mir war es so)
    Halte so lange die andere Wange hin bis der andere zur Einsicht kommt. Das MUSS in einer Katastrophe münden.
    Heute versuche ichs eher mit ner Aikido Sicht darauf.

    Wenn du dich in die Wut (dieses dir vielleicht noch immer eher unbekannte Wesen reinsteigerst) ist das (evtl. notwendiger) Selbstschutz.
    Aber versuch dir deinen gerechfertigten Zorn als immer kurz unter der Oberfläche sitzenden Dauerzustand vorzustellen… Der Narzisst kommt da nicht ohne Hilfe raus. Und als nahestehender Mensch? Keine Chance, alles was du vlt versucht hast ihm zu helfen löst bei ihm nur Angst aus. Diese Angst kann sigar psychotische Züge annehmen.
    Bei der impulsiven Natur folgt eine sofortige Reaktion (Krieger oder Handler), fast ohne Umweg über Abwägungen. Wo Empathen hingegen lannnnnge denken/fühlen bis sie reagieren.

    Das ist gewachsen, bei ihm so, bei dir genau andersherum.

    Ich will nicht erdrückend wirken, ist nur ein Denkanstoß. Habe das durch und kenne meine Wut jetzt auch.
    Wollte die nie kennenlernen… Denke nun aber das ich dieses Biest zwar an die (Vernunft)Kette lege, aber nicht mehr tief in mir verstecke, bis sie mich von innen zerfrisst.

    Balance ist was ich anstrebe, jedoch noch lange nicht erreicht habe.

  3. Ich finde es nicht sonderlich empathisch, Narzissten grundsätzlich verteufeln.

    • Lämmchen sagt:

      Wer sowas schreibt, hat noch keinen narzisstischen Missbrauch erlebt oder ist selbst Einer!

      • Lise1 sagt:

        Lämmchen, das ist Wunschdenken der Opfer, dass wenn jemand anderer Meinung ist, der nur ein Narzisst sein kann. Nach dem Motto „ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“.

        Aber leider führt die Traumatisierung zu einer verzerrten Interpretation der Wahrnehmung, denn nicht jeder, der einem den Spiegel vorhält, muss ein Narzisst sein. Dass man das so wahrnimmt, resultiert aus dem Selbstschutz, aber auch daran kann man arbeiten, wenn man merkt, dem einen oder anderen Menschen gegenüber ist das völlig unnötig. Auch wenn man merkt, dass das, was man den Ex-Partnern vorwirft man selber macht (Abwertung anderer, Empathielosigkeit gegenüber unschuldigen, Überlegenheitsgefühl, Gutmenschentum mit Verletzungen für andere)

        Dass man aufgrund seiner Verletzungen empathielos werden kann, teilweise auch muss, ist eine fast logische Folge und wenn man das nicht sein will, dann muss man nicht fremde Menschen für ihre Sichtweise beschimpfen, sondern könnte versuchen, das zu ändern. Dabei natürlich den Eigenschutz gegenüber echten Tätern nicht vernachlässigen

  4. Leonie sagt:

    Die Diagnose „Verbitterungsstörung“ ist natürlich mit äußerster Vorsicht zu genießen. Der Neigung deutscher Kassentherapeuten, auch noch die gesündesten Verhaltensweisen ihrer Klientele zu pathologisieren, um sich auf deren Kosten zu erhöhen, spielt die Diagnose „Verbitterungsstörung“ natürlich in die Hände. Gewinner sind zudem die Apotheker.
    Tagebuchschreiben über die schlimmen Erlebnisse soll sehr heilsam sein. Da sollen ähnliche Wirkmechanismen wie bei EMDR zum Tragen kommen – so der Neurowissenschaftler Servan-Schreiber auf seiner homepage: guerir/org.

  5. Christine sagt:

    Hallo in die Runde,

    ich möchte unbedingt nochmals die ‚verbrannte Erde‘ ansprechen, bevor ein viertes Mal dementiert wird, dass
    nicht „die Betroffenen diese hinterlassen“, denn ich glaube, ich war Urheber dieser Botschaft am 3.Mai um 21.25 Uhr, die aber sogleich mal mißverstanden/-gelesen wurde.

    Ich hatte in dem Zusammenhang geschrieben, dass ich es „sehr traurig & schade finde, dass so viele Menschen aufgrund ihrer Erfahrungen in (…) Beziehungen oft so nachhaltig ‚verhärten‘ (meine pers. Erfahrung!) und so viel verbrannte Erde ZURÜCKBLEIBT“.

    Das sollte der Blick auf das allgemeine ‚Schlachtfeld‘ nach Beziehungen zu Menschen mit NPS sein, den man als Betroffener erstmal fassungslos ertragen muss, mit dem ultrafernen Ziel irgendwo im Herzen, in der Seele oder einer versteckten Hirnregion, auf diesem verwüsteten Boden jemals wieder unbeschwert, ‚aufgeräumt‘ und vor allem mit verheilten Wunden, bestenfalls in einer neuen Beziehung (privat, geschäftlich,etc.) zu leben!

    …Habe inzwischen auch die Beiträge von Sonnenblume gelesen, wozu ich aus zeitlichen Gründen zuvor nicht kam:

    Schöne & auch für mich ’starke‘ Worte, die Du in Deine Botschaften schreibst, woran ich mich inhaltlich weitestgehend nur anschließen kann.

    Weiterführend kann ich den ‚Unmut‘ einiger über den Artikel und über das ‚dünn‘ ausgefallene Statement der Autorin dazu einerseits verstehen…

    Andererseits beschrieb der Artikel an sich ausführlich ein „Modell“, welches aufgrund seiner doch größtenteils metaphorischen Schilderungen Raum für Interpretationen lässt.

    Ich finde, jeder kann & darf sich diesen Raum selbst füllen, wie er möchte – sich daraus rausnehmen, was er möchte und dies kritisch/konstruktiv beleuchten oder auch bewerten…dafür ist dies da.

    Wenn jedoch negative Emotionen dazu hochkommen und der Grad zwischen Bewerten & Verurteilen schmal wird, finde ich es immer wichtig, sich selbst zuliebe (!) die Stopp-Taste zu suchen, zu finden und dann auch zu drücken, um wirklich konstruktiv zu bleiben und Gefühle wie Unmut, Ärger, Empörung, etc. wieder aus dem eigenen Gepäck abladen zu können.

    Würde ein Autor zu jeder Unstimmigkeit/Irritation, etc. Stellung beziehen, liefe das meiner Meinung nach Gefahr, in einem ‚Rechtfertigungs-Marathon‘ zu enden,bei dem dann sowohl o.g. „Modell“, als auch der Raum für Meinungen am Ende eine komplette Irritation darstellt.

    ….Noch zu P. und ihrer angesprochenen ‚dependenten‘ Struktur:

    Mir hat u.a. das Buch von Heinz-Peter Röhr – „Wege aus der Abhängigkeit“ (und auch das Buch „Narzissmuss“) ein Stück weit geholfen.

    …Mich hat ein Appell aus dem Forum dennoch selbst irritiert, bzw. nachdenklich gemacht, sofern ich ihn richtig verstanden habe:

    Und zwar, dass man seine „‚Friedenspfeifen‘ (…) an die Täter richten solle und nicht an die Betroffenen“ (so in etwa formuliert).

    Das verstehe ich nicht ganz und es kommt mir vor, als werde man aufgefordert, mit verbundenen Augen + zehnmal im Kreis gedreht, aus den eigenen Reihen in feindliches Gebiet loszusteuern, eifrig die weiße Fahne schwenkend.

    Wo doch von gleicher Seite heftigst und mehrfach (auch den Artikel betreffend) behauptet wurde, es sei UNMÖGLICH, mit ‚der Gegenseite‘ Frieden zu schließen.

    ???🤔

    Ein Spruch noch, den ich an einer kleinen Pinnwand zuhause hängen habe und der mir persönlich immer mal wieder ein Stück mehr ‚Selbst-Bewusst-Sein‘ & Achtsamkeit für mein eigenes Handeln schenkt:

    „Die Freiheit des Menschen liegt nicht unbedingt darin, tun zu können, was er will – sondern nicht tun zu müssen, was er nicht will.“

    • Friedel sagt:

      @Christine.

      Die Ausführungen zur „Friedenspfeife“ stammen von mir. Ich empfehle Dir, meinen Kommentar noch einmal zu lesen sowie weitere, daraus ergibt sich schlüssig was gemeint ist und welche unmissverständliche Ansicht ich dazu vertrete.

      Nämlich, dass es eben NICHT möglich ist mit dem Schädiger eine „Friedenspfeife“ zu rauchen für ein einvernehmliches Miteinander sowie die Botschaft der Friedensappelle für ein, aus meiner Sicht rein theoretisches einvernehmliches Miteinander an diejenigen zu richten, die die verbrannte Erde hinterlassen.

      • Leonie sagt:

        @Friedel
        Man kann sich gar nicht klar genug in Foren ausdrücken, um nicht missverstanden zu werden, mittlerweile bevorzuge ich Hauptsätze und lasse die Nebensätze weg – wenn irgendwie möglich.
        Klar sollte jedem hier sein, dass er sich so prägnant und kurz fassen sollte wie möglich, um überhaupt gelesen zu werden. Das setzt allerdings voraus, dass man das, was man sagen möchte, auch wirklich verdaut hat.

        Es wird hier von Verhärtung der Geschädigten gesprochen. Vielleicht wird Verhärtung mit der Entwicklung gesunder Aggressivität und gesunden Misstrauens verwechselt.
        Im Land der Untertanen kann eine solche Entwicklung nur unwillkommen geheißen werden.

        Mein Respekt, dass Sie sich ehrenamtlich kostenlos für die Opfer engagieren. Gutsein macht glücklich, so die Hirnforschung.

        • …bei der Entwicklung gesunder Aggressivität und einem gesunden Misstrauen gibt es einen großen Unterschied zur Verhärtung. Auch wenn ich mich aggressiv verhalten, kann ich noch spüren, was ich anderen antun und kan auch Scham empfinden. Bei einer Verhärtung stumpf die Gefühlswelt ab und es fällt schwer, die eigenen Gefühle und die von anderen wahrzunehmen.

          • Friedel sagt:

            Meine Frage wäre, ob dieses häufiger der Fall ist.
            Im Austausch mit Betroffenen habe ich eher nicht den Eindruck, dass dies sehr häufig vorkommt.

          • Wie bereits erwähnt kommt dies nicht sehr häufig vor. Aber es kann eben vorkommen. Daher sollte man bei Beratungen vorsichtig sein und dem Klienten genau zuhören und nicht zu schnell urteilen oder Lösungen anbieten, die dann in diesem Fall nicht zielführend sind. Meist reden diese Betroffenen im Gegensatz zu anderen extrem negativ und fortwährend abwertend von dem Narzissten – oft auch verbunden mit Rachegelüsten. Es gelingt ihnen kaum, sich innerlich vom Narzissten zu distanzieren und sie bleiben in ihrer Verbitterung hängen, die sich dann auch in Situationen äußert, die nichts mit dem Narzissten zu tun haben.

          • Leonie sagt:

            @Herr Grüttefien
            Da gebe ich Ihnen recht. Hier muss auf jeden Fall differenziert werden. Nicht umsonst spricht man ja auch bereits von der Verbitterungstörung.
            Ansonsten mal ein Lob für Ihren sehr klaren, präzisen Schreibstil. Das ist letztlich das schwierigste: klar zu schreiben.

        • Christine sagt:

          @Leonie

          Vielen Dank für Ihren Verweis auf die sog. „Verbitterungsstörung“.

          Noch nie zuvor gehört und soeben gegoogelt:

          Bei der Erläuterung zur „Posttraumatischen Verbitterungsstörung“ (Wikipedia) gab gute & verwertbare Ansätze zu lesen.

      • Christine sagt:

        Hallo Friedel,

        Ok.
        Danke nochmals für Deine Erläuterung.

        Gruß,
        C.

  6. Waltraud sagt:

    Meiner Meinung nach kann Frau Steiner-Boehm hier nicht einen Gastbeitrag erstellen und zu ihren Äußerungen dann keine Stellung beziehen. Ich finde es im Umkehrschluss auch unhöflich auf die jeweiligen Kommentare,die nicht mit ihrem Artikel und dessen Inhalt übereinstimmen, nicht einzugehen bzw. zu antworten. Lediglich auf die Bitte von Herrn Gruettefien wurde von Frau Steiner-Boehm eine einmalige und sehr oberflächliche Stellungnahme abgegeben. Es hätte mich gefreut, wenn sie hier näher auf ihre Aussagen eingegangen wäre und sich konstruktiv beteiligt hätte, aber…..leider. Vielleicht wäre das ein oder andere durch eine Erklärung ihrerseits verständlicher rübergekommen.
    Und wie hier schon festgestellt würde, nicht die Betroffenen hinterlassen die verbrannte Erde, müssen sich aber mit den Folgen auseinandersetzen. U. a. hier.

    • Glücklich sagt:

      Ja, das stimmt, Waltraud.
      Verbrannte Erde trifft es gut. So als hätte ohne Vorwarnung ein Buschfeuer über diese Plattform gewütet.

    • Lise1 sagt:

      Waltraud, (und andere) du versuchst, fremde Menschen zu steuern und weil das nicht gelingt, würdigst du sie herab.

      • Waltraud sagt:

        Lise1, da fällt mir glatt nichts mehr zu ein. Ausser das ich mich von Dir gerade herab gewürdigt fühle. Und mir kommt das in anderer Konstellation sehr bekannt vor.

        • Susanne sagt:

          Das ist mehr als herabwürdigend, liebe Waltraud.

          Wow. Großes Kino, Liese1,2…oder 3?
          Ein Angriff aus dem Hinterhalt und wieder abtauchen um an anderer Stelle wieder Giftpfeile abzufeuern.

          • Melanie sagt:

            Hallo ich bin 😮 – hier braucht aber heute Jemand eifrig „Nahrung“😎!
            Bei Giftpfeilen kann man sich nur wegdrücken – haben wir Empathen doch
            eifrig Erfahrung gesammelt!

  7. Christine sagt:

    ..Zu dem Eintrag von Hr. Grüttefien, heute um 12.25 Uhr:

    DANKE Sven von Herzen für Ihr doch sehr ausführliches Statement zu Genanntem + ergänzende Worte.

    Sie haben mir in einem Teil Ihrer Beschreibung nahezu ‚aus der Seele‘ gesprochen und ich musste bitterlichst (im Sinne von erleichtert, aber irgendwie auch aus ‚Selbstmitgegühl‘) weinen, weil ich mein persönliches Empfinden -weder privat, noch in Therapie- selbst bisher so treffend nach aussen formulieren/kommunizieren konnte.

    Ja, es ist richtig, dass man oft nur ‚pauschale Ansätze‘ geben kann und natürlich ein individuelles Erleben eines Jeden -sowohl das Trauma, als auch die eigene Heilung betreffend- existiert.

    Ich für meinen Teil fühl(t)e mich beim Lesen Ihres Beitrages so sehr verstanden, trotz doch verhältnismäßig weniger, einfacher Worte, ein SO ‚großes‘ Thema betreffend…und hoffe, viele andere tun das auch :)!

    Danke.

  8. P. sagt:

    Hallo, Ihr Lieben – ich melde mich hier erstmals zu Wort und hab ein wenig Angst vor meiner eigenen Courage. Der Artikel von Frau Böhm hat mich eher fassungslos gemacht. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man historische Ereignisse in der Entwicklung der Menschen für krankhafte Persönlichkeitsstörungen verantwortlich machen kann. Eher wird doch umgekehrt ein Schuh daraus. Narzissten zetteln Kriege an.Außerdem erklärt das schon gar nicht die Entstehung des weiblichen Narzissmus- das wären dann die Amazonen, oder was? Finde ich völlig daneben. Ich persönlich kenne keine großen Krieger. Sollte man den Darstellungen auf diversen Hollywoodstreifen Glauben schenken , werden doch gerade diese als besonders emphatisch, friedlich und grosszügig in Szene gesetzt.Begutachtet man aber die politische Wirklichkeit, kommt man zu einem ganz anderen Ergebnis. Gerade Narzissten gelangen durch ihre Gewissenlosigkeit und Gerissenheit an die Führungsspitze.Sollte ich falsch liegen, bitte ich um Entschuldigung . Mich beschäftigt noch etwas anderes. Dieses Forum wurde ins Leben gerufen, damit sich Leidende , Opfer und durch Narzissmus Geschädigte gegenseitig Mut machen und sich unterstützen, richtig ? Ich habe bisher festgestellt, dass es offensichtlich alle geschafft haben, sich aus der narzisstischen Beziehung zu befreien oder zumindest dabei sind. Ich finde das absolut bewundernswert und stark und zeigt mir, dass es doch tatsächlich möglich ist. Erst vor kurzem habe ich mein ganzes Leben unter diesem Aspekt beleuchtet und musste feststellen, dass der einzige Empath in meinem Leben mein Vater war, der leider aus ungeklärten Ursachen verstarb, als ich 15 war. Danach war ich gnadenlos einer krankhaft narzisstischen Mutter und Schwester ausgeliefert . Nur der Prinz kam nicht, sondern durch meine Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit war ich leichtes Opfer von Narzissten und bin von einer narzisstischen Beziehung in die andere geschlittert. Mit Anfang 30 konnte ich mich noch durch Ortswechsel und Scheidung daraus befreien. Heute bin ich Anfang 60 und leide unter einer dependenten Persönlichkeitsstörung . Noch bevor ich vom Narzissmus irgendetwas wusste, hatte ich bereits vor längerer Zeit innerhalb der jetzigen bereits 29 Jahre andauernden Ehe Grenzen gezogen um mich vor weiteren Verletzungen zu schützen. Ich habe meinen eigenen Bereich, mein eigenes Konto und getrennte Kasse. Das Zusammenleben ähnelt dem einer WG. Aber ich habe auch unseren Hund, meinen Rosengarten und lange Spaziergänge, sowie Wald und Ostsee unmittelbar vor der Tür. Leider nur eine Kleinstadt und Kfz kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr führen. Leider bin ich inzwischen chronisch krank. Als ich meinen Ehemann sozusagen durch die Brille der Erkenntnis betrachtet hatte, fühlte ich mich sozusagen wie Phönix aus der Asche und erleichtert eine Erklärung gefunden zu haben. Gleichzeitig wütend auf mich und immer noch voll Sehnsucht nach Liebe und Zuneigung. Aber man ist den narzisstischen Übergriffen nicht mehr so gnadenlos ausgeliefert und meine Verachtung wächst täglich .Ich habe versucht, mir außerhalb ein eigenes Leben aufzubauen . Dabei hatte ich gehofft, freundliche und friedliche Geschlechtsgenossinnen kennenzulernen . Leider Fehlanzeige: beim Yoga erlitt ich einen Bandscheibenvorfall , in der örtlichen Therme und Sauna blieben die Kontakte eher oberflächlich und beim DRK drehte sich alles um die Kaffeetafel und die Vergangenheit -eher nichts für mich. Auch beim Versuch auf Reisepartner gesucht hatte ich bisher kein Glück. Ihr glaubt nicht, wieviel übergriffige „ Weiber“ es so gibt. Das heißt , es gibt kein soziales Netz , was mich auffängt . Meine eigentlichen Freundinnen kennen meinen Mann nur als charmant und umgänglich und sind eher hilf – und fassungslos. Das heißt, sollte mir die Trennung gelingen, müsste ich bei Nacht und Nebel aus unserem gemeinsamen Haus und Grundstück ausziehen und würde dann als Sozialfall in einer 1 Raumwohnung in der Platte leben und noch mal ganz von vorn anfangen . Meine EU Rente ist leider klein – aber Wohngeld steht mir trotzdem nicht zu( alles schon erfragt ) Eine friedliche Scheidung würde es nicht geben – Haus und Grundstück müsste verkauft werden. Eher bringt mein Mann mich um – er ist Jäger und hat den Waffenschrank voll oder ich stürz irgendwo einen Berg herunter. Wie sagte bereits Thomas Gottschalk , ein bekennender Narzisst: An Scheidung hab ich nie gedacht, an Mord dagegen öfter!“ Derlei Äußerungen sollte man nicht so ganz so verharmlosen. Irgendwie sitze ich in der Falle. Ich kann mich auch noch gut an die Zeit erinnern, als ich allein war- 2 mal die Woche ins Fitnesszenter, abends tanzen am Wochenende, oft ins Kino oder mit Kollegen getroffen . Aber eigentlich war das nur die Suche nach Familienersatz und das möchte ich so auch nicht wieder . Meine Tochter ist erwachsen und lebt ihr eigenes Leben, die steht voll auf meiner Seite. Trotz allem, am Ende wäre ich allein . Also , Ihr Lieben. Ich habe mich hier komplett nackig gemacht und viel Vertrauen in Eure Meinung. Ich versuche es noch mit viel Schlafen. Es ist alles so anstrengend. Mit Lesen und ein wenig autogenem Training. Man ist komplett ausgelutscht und kraftlos. Vorher war ich eine lustige, toughe Frau voller Elan und Unternehmungsgeist. Jetzt schaff ich knapp den Haushalt.Vielen Dank für Eure Hilfe

    • Sonnenblume sagt:

      Liebe P.

      … ich kann mir vorstellen, dass es dir gutgetan hat, über dich zu schreiben, so dass es andere lesen können. Damit rauszurücken und sich auszudrücken. Das alleine schon finde ich was Gutes und Heilsames.

      Als mir klar wurde, dass ich mich herausentwickeln möchte aus destruktiven Abhängigkeitsmustern, habe ich auch viel geschrieben. Dabei habe ich sortiert und habe mich ernst genommen.

      Und dann habe ich auch eine Selbsthilfegruppe aufgesucht. Die gibt es auch.

      Das große Thema Abhängigkeit hat viele Gesichter und bestimmt gibt es in deiner Nähe auch ein Angebot in diese Richtung, wo du mehr Chance hast, auf Verständnis zu stossen und paraktisch auch zu lernen, gesunde Grenzen zu setzen und gut für dich selber zu sorgen und Unterstützung zu erfahren.

      Ich finde es schön, dass Du bei aller Problematik auch siehst, was Du Gutes und Schönes direkt unmittelbar um dich herum hast und das eben auch so schön beschrieben hast…

      „…. ich habe auch meinen Rosengarten,…. meine langen Spaziergänge unmittelbar vor meiner Türe….“

      Ja, genau – das ist ein ganz großer Blick hin auf das, was gut ist und möglich ist, wo du dir ohne etwas am Großen und Ganzen schnell verändern zu können oder gar zu müssen(wer weiß wie und wo und wann und was alles) Dir schon jetzt eine gute Situation schaffen kannst und das auch offensichtlich tust….

      Frieden schliessen mit dem was ist wie es ist. Auch wenn es weh tut, ist meiner Erfahrung nach schon ein ganz neuer Ausgangspunkt für innere Wandlung und ich nenne es auch Heilung.

      Was betone ich?

      Was zählt?

      Und wenn ich das Gestern nicht ändern kann. Das Morgen noch nicht da ist und ungewiss, habe ich genau das Heute. Und das ist mein Leben, was jetzt stattfindet. Wo ich mich entscheiden kann. Was ich hegen und pflegen will….

      ….. den Rosengarten….

      Für mich sind Rosen mehr als Rosen…..

      Ich kann dir nicht so viel inhaltlich schreiben und auf alles eingehen, was du hier geschrieben hast.

      Aber ich wünsche Dir weitere Worte und ganz viel gute Gedanken des Friedens in dir drin mitten drin in dein Gewordensein und die Erfahrung von kleinen, aber großen Schritten und oft den Blick nach oben….

      viele liebe Grüsse von mir hier

      • P. sagt:

        Danke liebe Sonnenblume. Hier auf Deine liebevollen verständnisvollen Worte zu stoßen , ist für mich in der Kälte um mich herum so, als hättest Du meine Seele gestreichelt und mich umarmt. Mir Kullern jetzt glatt die Tränen und ich werde Deine unendlich gütigen Worte wieder und immer wieder lesen. Danke, dass es Dich gibt😘

        • Maritt sagt:

          Wow!!! Sonnenblume! Ich hab mir lange überlegt was ich Dir liebe P. schreiben kann um Dir Mut zu machen. Denn ich weiß ebenso genau wie es Dir geht.Ich hab es schließlich gelassen weil ich es nicht ausdrücken konnte. Aber Sonnenblume spricht mir aus dem Herzen! Vielleicht noch ein Rat von mir: Es gibt das Forum auf dieser Seite. Dort kannst Du Dich anmelden und mit ganz vielen Menschen kommunizieren, die alle ähnliche Erfahrungen haben, oder auch nur die Berichte lesen oder Dir vieles von der Seele schreiben. Das hat mir unheimlich geholfen und ich kann mir vorstellen, dass es auch Dir gut tut. Du bist nicht allein! Liebe Grüße M.

          • P. sagt:

            Liebe Maritt, jetzt hab ich einen Kloß im Hals. Danke auch Dir für Deine lieben Worte und guten Tips. Es tut so unendlich gut, ehrliche und einfühlende Vorschläge zu erhalten. Ich bin glatt überwältigt. Obwohl Ihr für mich völlig Unbekannte seid, seid Ihr mir durch Euer Einfühlvermögen viel näher und herzlicher , als es Familienmitglieder sind. Das lässt mich hoffen und ich bin so dankbar, dass ich hier nicht belehrt und fertig gemacht werde. Ganz ganz lieben Dank für Menschlichkeit und uneigennützige Hilfsbereitschaft.

          • Sonnenblume sagt:

            Liebe P. und liebe Maritt,

            …. über eure Resonanz freue ich mich jetzt …..

            Danke.Schön

            Ich glaube, dass wir Menschen ähnlicher sind, als wir immer denken. Im Innersten. Wir alle sehnen uns nach Liebe, Annahme, Wertschätzung, gesehen und geachtet werden und Verständnis.

            Ich glaube, dass ist genau das, was uns alle miteinander verbindet und menschlich macht.

            …. wir können hart werden oder weicher….
            …. wir können uns öffnen oder verschliessen….
            …. wir können hinsehen oder wegsehen…..

            Ich glaube, dass Menschsein auch immer ein Menschwerden bedeutet. Wir können uns entwickeln und neue Horizonte entdecken direkt von da aus, wo wir gerade sind. Es liegt immer direkt vor den Füssen. Der nächste Schritt. Jedesmal ein neuer Tag….

            Und ich glaube, dass es auch Entwicklungsphasen gibt.

            In den letzten Jahren auf meinem Weg hatte ich immer wieder den Eindruck, dass es vergleichbar ist, wie mit der Entwicklung eines Schmetterlings.

            Eine Raupe frisst sich ja auch durch alles durch. Sie muss das. Irgendwann ist es soweit, da hört sie mit dem Fressen auf. Dann verpuppt sie sich und ist von aussen betrachtet bewegungslos. Aber in ihrem Inneren gehen ungeheure Prozesse vor sich. Man würde nie denken, was aus ihr mal werden kann….

            Was für ein Wunder?
            Das habe ich oft gedacht…
            … und habe mich auch so gefühlt.

            Wie wichtig war mir die Anerkennung von aussen, von anderen, wie sehr sehnte ich mich, dazuzugehören und dabeizusein, aber es reichte nie und ich nahm was ich kriegen konnte und wurde dabei immer hungriger, anstatt erfüllt und satt…

            …. selbst das Schönste und Beste konnte dieses innere Verlangen nicht befriedigen und stillen….

            Ich lernte die Unersättlichkeit so richtig kennen…. und wohin sie mich brachte. Ganz an den Rand.

            …. und so wurde ich wach und immer wacher. Immer lebendiger und aufmerksamer und fing an, das Leben neu und anders wahrzunehmen.

            Ich glaube, unsere Geschichten sind zwar alle unterschiedlich. Von aussen betrachtet. Aber da ist eben das Wesentliche, das wonach wir uns sehnen, was im Grunde – im Kern das gleiche ist…..

            Schön, wenn ein Mensch einem anderen etwas zu spüren gibt, was hilft, sich selbst besser zu verstehen und sich selbst besser zuhören zu können….

            …. nur das zu lesen und aufzunehmen macht ja etwas und kann sich mit dem Alltag nicht vermischen. Und das ist ja das Gute daran.

            Weil es unangetastet sichtbar und spürbar bleiben kann….
            …. und mitten im Alltag dann buchstabiert werden will, was einem auf oder im Herzen brennt….

            Eigentlich ist es spannend.
            Gerade weil wir keine Opfer sein müssen oder bleiben müssen, sondern darüberhinaus kommen können….

            … in Liebe und im Frieden….

            …. das fiel mir noch dazu ein….

            In diesem Sinne,
            S.

    • Konny sagt:

      Hallo liebe P.
      gut, dass du geschrieben hast!
      🙂
      Mitzuteilen und friedvolle Menschen sind starke Mittel, dem Narzissmus voller Akzeptanz zu begegnen.
      Hierbei bleibt jeder Narzisst außen vor.

      Deine Angst vor dem Gewehr kann ich gut nachvollziehen…
      Pass auf dich auf!
      Ich wünsche dir alles Gute!
      Liebe Grüße
      Konny

  9. HY sagt:

    Ich empfinde den Artikel nicht als provokant, eher irgendwie am Thema vorbei ! Einen Narzissten mit Kriegsgeschehen zu vergleichen – was soll das für ein Quatsch sein ?
    Ein Krieger der „oben an der Spitze steht und bewundert werden muss bekommt die fetteste Beute ab … Im Krieg wird gemeinschaftlich gekämpft für „irgendwas“ viele Krieger opfern auch Ihr Leben für „irgendwas“

    Ein Narzisst kämpft allein und nur für sich selbst, und kein einziger würde sein Leben unwillkürlich opfern für einen anderen geschweige denn für einen gemeinschaftlichen Zweck ! „ wie im Krieg“!

    Punkt2: Egal Wie es kommt der Mensch wird auf diesem Planeten nicht überleben, ob nun friedlich oder unfriedlich, die Dinge geschehen wie sie geschehen, die Dinosaurier sind auch ausgestorben, und ich glaube nicht dass es daran lag, dass der emphatische Tyrannosaurus Rex dem Narzisstischen Littlefood kein Friedvolles Zusammenleben beibringen konnte.

    Und wir Empathen bringen sicher eher einer Kuh das Rechnen bei als einem Narzissten: Friedliches Zusammenleben !

    Das einzige Defizit was ich bei einem Empathen sehe und mir auch selbst zuschreibe ist… dass wir es besser wissen sollten … ein Mensch mit einer Störung kann es nicht besser wissen oder besser machen, ein Blinder kann auch nix sehen egal wieviel Mühe er sich gibt….aber ein Emphat ist eigentlich prinzipiell ein gesunder Mensch mit Verstand + Gefühlen !

  10. Leonie sagt:

    Der Brief eines Narzissten. (Hörspiel) Deno Licina/you tube

    Sehr hörenswert!

  11. Leonie sagt:

    @w.

    Hallo w.,

    den dongerdo 83 kenne ich noch nicht. Danke für den Tipp.
    A. Aurora macht wirklich eine großartige Arbeit bei der schweren Aufgabe, die Wahrheit von der Lüge zu trennen. Interessant wie die Täterschützer mit ihrem aufgesetzten, scheinheiligen Gutmenschgebaren da gleich aufgejault haben und alles dransetzten, sie zum Schweigen zu bringen. Die scheuten nicht mal davor zurück, mit ihren ehemaligen Männern Kontakt aufzunehmen.
    Das Thema narzisstischer Missbrauch sollte endlich von den Medien unterstützt werden. Dazu ist aber Öffentlichkeitsarbeit nötig. Das schmerzhafteste an narzisstischem Missbrauch ist, dass man als Opfer ja völlig hilflos den Verschleierungstaktiken und der Täter-Opfer-Umkehr gegenüberstehst.
    Es wäre eine Revolution des besseren Lebens in einer Gesellschaft, in der Empathie das höchste Gut sein sollte.

    Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.
    Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!
    (Bertolt Brecht)

    • Friedel sagt:

      Das ist leider aktuell die Anstrengung den Verschleierungstaktiken und der Täter-Opfer- Umkehr gegenüberzustehen.

      Die sich mir überhaupt nicht erschließt und mehr als überrascht, doch Raum für Mutmaßungen lässt.

      Missbrauch ist und bleibt Missbrauch. Betroffene machen sich blank, berichten ihre Erlebnisse. Monatelange Wartezeiten auf Therapieplätze, erschütternde Erfahrungen hilfesuchend – und vielfach erfolglos – angesprochene Ermittlungsbehörden und Gerichte.

      Es stellt sich tatsächlich die berechtigte Frage, warum mittlerweile vielzählig laut aufschreiende, blankziehende Betroffene in die Situation weiteren Erklärungsnotstandes gebracht werden.

  12. Christine sagt:

    P.S. Sorry für den ein oder anderen Rechtschreibfehler…von Handy aus getippt…

  13. Christine sagt:

    Wow..ich muss sagen, dass es einerseits sehr spannend ist, hier im Forum den Verlauf + die Dynamik der Reaktionen zu verfolgen…

    Andererseits bin ich doch froh, über’s Schreiben gewissermaßen ‚geschützter‘ zu sein, als in einer direkten persönlichen Diskussionsrunde stecken zu müssen.

    GeschütztER deshalb, weil auch blose, geschriebene Worte oft sehr viel Kraft haben können und je nach Resilienz des Gegenübers auch diesen u.U. schwer treffen könn(t)en.

    Es schwingt für mich in der Beobachtung der Argumentationen tatsächlich ein gewisses ‚Kriegsszenario‘ mit (zumindest VOR den Stellungnahmen – sowohl von Herrn G. als auch von Frau B.)…besser oder vielmehr fast schon eine ‚Steinigung‘ auf scheinbar hohem, wissenschaftlichem Niveau.

    Mir ist bewusst, dass wenn man öffentlich Stellung bezieht oder sich zu ‚Thesen‘ äußert – seien sie nun fundiert oder nicht – man durchaus polarisiert (was ja in gewissem Maß auch anregend und erwünscht ist) und auch mal mit Anfeindungen rechnen muss..

    Doch dies hier hat mich gefühlt teilweise echt zum ‚Fremdschämen‘ gebracht!

    Unglaublich, wie sehr hier über den Inhalt des Artikels hinaus verurteilt, ja sogar wild diagnostiziert wird und in dritter Form immer wieder von ‚der Dame‘ gesprochen wird!

    Wissen über diverse ‚Syndrome‘ und freie Meinungsäußerung in allen Ehren, aber wo bleibt denn da der Bezug zur Menschlichkeit und vor allem der hochersehnte friedvolle Umgang miteinander??

    Realitätscheck??

    Konstruktives Argumentieren oder der Austausch von Meinungen bekommt gerade eben ein ziemlich verzogenes Gesicht, finde ich.
    Das berühmte ‚Spiegelbild im Wasser‘..

    (Damit meine ich natürlich nicht den Austausch derer, die sich hier gegenseitig helfen.)

    Die u. a.enorme Verteidigungshaltung einiger ‚Artikelgegner‘, worin sogar an Herr G.’s Seriosität appelliert wird, bzw. die der wunderbaren Seite angezweifelt wird, bedarf meiner Meinung nach fast schon einer Entschuldigung all derer, die mit den größten ‚Brocken‘ geworfen haben..(hierbei Daumen hoch an Lise1, die in der Autorin zumindest mal zwischendurch den Menschen gewürdigt hat).

    Kann mir zwar sehr gut vorstellen (und sogar aus eigener Erfahrung nachvollziehen), dass eine derartige Abwehrhaltung aus einer tiefen Verletzung hervorgeht, aber gerade an dieser Stelle wird es doch Zeit, den Spiegel tatsächlich mal wieder umzudrehen (zu sich), um wieder klar zu sehen.
    Sich selbst weiter die Chance zu geben, zu heilen.

    Ich bin weder studiert, noch sehr bewandert in Psychologie.

    Dennoch möchte ich als Gast auf dieser Seite (zu diesem Artikel) aufrütteln, dass uns (mich eingeschlossen) zuuuu viiieeel ‚zerpflücken‘ und analysieren einer Sache (einer Person!) vom Wesentlichen wegdriften lässt.

    Was uns allen innewohnen sollte (und leider leider dem pathologischem Narzissten meist lebenslang verwehrt bleibt) und was meiner Meinung nach auch unbedingt immer wieder bewusst angewendet werden sollte:

    Vergebung und Nächstenliebe (basierend auf Selbstliebe).

    Dabei bin ich auch nicht mal gläubig und schon lange aus der Kirche ausgetreten.

    Ansonsten wirklich Daumen hoch für die Arbeit und das Fingerspitzengefühl, was hinter dieser Seite steckt, Herr Grüttefien und weiter ‚froher Mut‘ für Sie, Frau Böhm.

    Beste Grüße

    • Friedel sagt:

      Guten Tag Christine,

      den Eindruck eines „Kriegsszenarios“ teile ich nicht, sondern lese hauptsächlich klar positionierte Kommentare. Zu Bedenken geben möchte ich ebenfalls, dass in den zwei Tagen ab Veröffentlichung vom 30.05.2019 seitens der Autorin Frau Steiner-Böhm eine Beteiligung hätte stattfinden können, jedoch nicht stattfand, welche ggf. etwas mehr Aufklärung zu ihrer Intension und Motivation gegeben hätte. Die übersichtlichen Ausführungen 2 Tage später finde ich, wie gesagt übersichtlich, jedoch nicht er- oder aufklärend.

      Vollkommen zutreffen ist, sich vom WESENTLICHEN nicht weg zu driften oder driften zu lassen.

      Nämlich:
      Narzisstischer Missbrauch ! – des Partners/Ex-Partner.

      Definition Missbrauch:
      (vorsätzlich) falsch, der eigentlichen Bestimmung o. Ä. zuwiderlaufend gebrauchen; in unredlicher, unerlaubter Weise -für eigennützige Zwecke- gebrauchen, benutzen

      Missbrauch in psychischer, teilweise physischer als auch finanzieller Form, und zwar in der Form, dass häufig am Ende schwer geschädigte, durchgekaute und ausgespuckte Betroffene übrig bleiben, einschließlich Kindern. Die sich jahrelang in Therapien begeben, Wohnungswechsel, Arbeitsplatzwechsel, Verleumdungen ausgesetzt sind etc. etc. etc.

      Soviel zu Menschlichkeit! Soviel zu Vergebung und Nächstenliebe!

      Der Großteil der durch narzisstischen Missbrauch Betroffenen ist froh, irgendwann wieder halbwegs Boden unter den Füßen zu haben, um dann mühselig neue Kräfte zu mobilisieren ihr Leben wieder aufzustellen.

      Und nochmal mein dringender Appell !

      Richtet doch bitte Eure Aufrufe an Friedenspfeifen und Nächstenliebe nicht an die Geschädigten, sondern begebt Euch doch in die Reihen von destruktiven Menschen und Narzissten. Damit wäre auch meiner Sicht doch mal ein Schritt in die richtige Richtung getan.

      Langsam beginne ich mich fremd zu schämen!

      • Melanie sagt:

        Hallo Friedel,

        wie wahr, wie wahr – ich bin ganz bei Dir! Ich bin weit weg vom
        Verzeihen, denn ich kann n u r Verachten!

        Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es bei manchen
        Statements um leere Hülsen handelt und sich manch einer/eine
        noch von dieser Plattform „nährt“!

      • Glücklich sagt:

        Sehr, sehr guter Kommentar, liebe Fredel.
        Mir fällt auch nichts mehr ein zu all dem Scheuklappendenken.
        Aber Fremdschämen brauchen wir uns nicht!
        Return to sender. 🙂

      • Christine sagt:

        Hallo Friedel, hallo Melanie,

        natürlich (!) bin ich -ebenfalls aus Sicht eines ‚Opfers’narzisstischen Missbrauchs- völlig bei Euch und habe Euren ausführlichen und sehr treffenden Ausführungen nichts hinzuzufügen.

        Mir ging es auch gar nicht darum, pauschale Appelle punkto Menschlichkeit, Vergebung, Nächstenliebe, etc. für den Umgang mit Narzissten zu vergeben – ich denke ich habe meinen Focus klar auf die teilweise -über konstruktive Kritik/Meinungsäusserung hinausgehenden- (für mich!) Anfeindungen gegenüber Frau Steiner-Böhm sowie die Zweifel an Herr Grüttefien’s Seriosität gelegt, die VOR deren Stellungnahmen hier schwarz auf weiß zu lesen waren.

        @ Friedel: sicherlich hätte sich Fr. S.B. früher äussern können.

        Ich stelle mir hierzu nur vor, wie ich selbst erst einmal nahezu ‚geschockt‘ wäre, würde ich auf einen ‚wohlgemeinten‘ Artikel, DERARTIGE Reaktionen erhalten.
        Vielleicht bräuchte ich auch für eine AW/Stellungnahme etwas Zeit, zumal da sehr viel Fingerspitzengefühl gefragt ist, wie man ja definitiv sogleich aus den Reaktionen ableiten kann..

        Aber klar: „Unwissenheit schützt vor Torheit nicht“.

        Lediglich darum ging es mir in meinem Statement.

        Ich habe nach dem Artikel auch erst mal geschluckt – war empört, irgendwie ‚getroffen‘ und irritiert zugleich.

        Nachdem ich nach meinem eigentlichen ‚Beitrag‘ aber dann die weiteren Beteiligungen gelesen hatte bin ich selbst wohl -in dem Fall nicht vom Wesentlichen- aber vom Thema abgedriftet (@ Melanie) und habe mich mitfühlend & verärgert zugleich auf die Seite der Autorin begeben -meinen Emotionen & Gedanken dazu Luft gemacht…

        Ich persönlich finde es einfach wichtig (und es ist auch für mich selbst ein fortwährender Lernprozess), trotz aller -absolut verständlicher Verletztheit & Emotionen- nicht selbst zum ‚Täter‘ zu werden und evtl. über’s Ziel hinausschießen.

        Ich bleibe bei meiner Sichtweise diesbezüglich und fand Vieles gar nicht fein.

        Danke aber auch für viele doch so wertvolle und informative Beiträge, die immer wieder ‚Lernstoff‘ enthalten!

        Schönes WE

        • Friedel sagt:

          Hallo Christine,

          ich danke für Deine Antwort.

          Ich habe nicht in Zweifel gestellt, dass der Gastbeitrag eine wohlgemeinte Absicht war. Allerdings ist es ein hoch brisantes Thema und für die meisten Betroffenen ein sehr leidvolles. Unzählige Schicksalsbeiträge geben den Umgang und Folgen mit und durch einen toxischen Menschen her. Und ich meine auch, wenn man sich, wie erfolgt da ran wagt, dann ist es auch in der Verantwortung sich darauf zu erklären und zu beteiligen.

          Für mich ist es eher ein logische Schlussfolgerung, dass Kommentare deutlicher wurden, weil eben keine Reaktion der Autorin erfolgt.

          Wenn es möglich wäre, würde ich aufrufen mal bitte alle Arme hoch, die in der Beziehung und nach der Trennung Lug, Betrug, Verleumdung und Ausbeutung erlebt haben – und ich meine nicht ausschließlich Betrug durch Fremdgehen.

          Ich garantiere, da wären die meisten Arme oben.

          Wie soll es also bitte funktionieren Menschen mit NPS, oder jene, die die Diagnosekriterien erfüllen, die in der Grundstruktur Lügen, betrügen und Vorteilsnahme am anderen betreiben (durchaus vorsätzlich), zu einem friedlichen Miteinander zu bewegen.

          Ich möchte auch noch auf eine im Netz nachzulesende Äußerung von Prof. Röpke hinweisen : Das Leid des anderen lässt den Narzissten schlicht kalt.

          Abgesehen davon, bei diagnostizierten Narzissten – und die meisten werden nicht diagnostiziert und erfüllen trotzdem die Kriterien – wurde wissenschaftlich im MRT nachgewiesen, dass im Bereich der emotionalen Empathie, tief im inneren des Gehirns, in der Darstellung der grauen Zone Defizite und Veränderungen vorhanden sind.

          Emotionale Empathie ist nicht transplantierter.

          Und aus meiner Sicht ist hier gar niemand zum „Täter“ geworden, sondern hat sich positioniert auf einen Inhalt, der a. nicht auch noch bei Betroffenen platziert werden sollte und b. schlicht außerhalb jeder möglichen Umsetzung ist.

          Ich greife Deinen Impuls auf „Realitätscheck!

          Unter Berücksichtigung meiner Historie, im Austausch mit vielen Betroffen, den derzeitigen Erkenntnissen der Wissenschaft, stecke ich doch nicht auch noch den Arm in den Tigerkäfig in dem Glauben der kuschelt nur daran, und beisst ihn nicht ab.

          • Waltraud sagt:

            Super Metapher!

          • Christine sagt:

            Hallo Friedel,

            Dank auch DIR für Deine erneute Antwort!

            Deine Metapher am Ende ist wahrlich zutreffend & gut und lässt mich an der eigenen Nase packen, den Rest meines angebissenen Armes, trotz des Wissens darum, wie der Tiger tickt, nicht nur ein Mal in den Käfig gesteckt zu haben :/ – AUTSCH.

            (By the way: Darauf war allerdings mein ‚Realitätscheck‘ nicht bezogen, aber die Wortbedeutung lässt sich für Deinen Zusammenhang auch gut verwenden).

            Mir tut es übrigens leid (an alle gesprochen, die das lesen und sich u.U. angesprochen fühlten), dass ich scheinbar mit dem Wort ‚Täter‘ zu leichtfertig um mich geworfen hab – hätte da viellt. noch feinfühliger & differentierter mit umgehen sollen.

            Nochmals zur Klarstellung: Das war NICHT im Sinne der Opfer-Täter- Umkehr bezüglich des NPS & des Empathen gemeint!!!

            Bitte ggf. auch differenzierter lesen, danke.

            …..Im Allegemeinen finde ich es sehr schade & traurig, dass so viele Menschen aufgrund ihrer Erfahrungen und ihrer großen Leiden in Beziehungen oft so nachhaltig ‚verhärten‘ und derart ‚verbrannte Erde‘ zurückbleibt :(.

            Wirkt auf mich wie die Neuentstehung einer anderen Art von ‚Grauzone’im System.

            Meine Intention bzw. Anregung bei der Beobachtung mancher ‚übergriffiger‘ Argumentationen war einfach nur, dieser Entstehung durch gewisse Selbstreflektion erst gar keinen Boden mehr zu geben.

            Ich wünschte mir diesbezüglich eine ‚buntere Zukunft‘ ohne Fremdschämen ;).

            Und Friedel – Du schreibst völlig richtig:

            Größtenteils gab es ‚klar positionierte Kommentare‘ und das ist auch gut & wichtig so.

            Alles Liebe

          • …mich würde an dieser Stelle gerne einmal die Quelle des wissenschaftlichen Nachweises interessieren, dass Narzissten eine Degeneration im Gehirn haben.

          • Friedel sagt:

            Hallo Sven,

            das findest Du in den wissenschaftlichen Feststellungen von Prof. Röpke aus der Charité Berlin.

            „Patienten mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung zeigen eine Verminderung der grauen Substanz in einer für das Empfinden von Mitgefühl relevanten Region des Gehirns. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team von Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Freien Universität Berlin im Rahmen einer Kooperation im Excellenzcluster „Languages of Emotion“. Die Studie ist jetzt in der Fachzeitschrift Journal of Psychiatric Research* publiziert.“

            Ebenfalls auf dem YouTube Kanal der „Lina Narzisse“ die eigenen Schilderungen zufolge in Therapie ist in Berlin und Bestätigt, dass auch ihr MRT bestätigt, dass es im Bereich der emotionalen Empathie im MRT Veränderungen gibt.

            Grüße

          • Ich möchte zu der wissenschaftlichen Feststellung noch folgende Ergänzung hinzufügen: Die Veränderung bestimmter Hirnregionen ist bei narzisstischen Härtefällen beobachtet wurden. Bei diesen Personen handelt es sich um maligne Narzissmus, um dissoziale Persönlichkeiten und Psychopthen. Nicht alle Arten von Narzissten weisen diese celebralen Auffälligkeiten auf. Im Übrigen wurden diese Beobachtungen auch bei anderen Persönlichkeitsstörungen gemacht und sogar zum Teil bei psychisch unauffälligen Personen. Nicht jede Disposition zeigt auch ein gleichlautendes Verhalten und nicht jedes gestörte Verhalten ist auf eine Schädigung des Gehirns zurückzuführen. Dies kann nur bei Härtefällen bestätigt werden, weshalb bildgebende Verfahren für Diagnosezwecke ungeeignet sind.

          • Friedel sagt:

            Dankeschön Christine! Danke!

            Nicht die Betroffenen verhärten und auch nicht die Betroffenen hinterlassen verbrannte Erde.

            Wir Betroffenen wurden übelstelst missbraucht. Und genau wir Betroffenen mobilisieren alle ! Kräfte genau diese verbrannte Erde hinter uns zu lassen und den Boden unseres Lebens – und auch der Kinder – wieder fruchtbar zu machen.

            Es ist der Schädiger, der häufigst einfach keine Ruhe gibt und weiter agiert.

            Es ist unzumutbar zu erwarten, dann auch noch mit dem Schädiger am harmonischen Lagerfeuer Energie zu vergeuden, in Resonanz des Klangkörpers einer Gitarre, einer verlogenen – und nicht berechenbaren – Friedenspfeife. Er/sie log während der Beziehung. Lügen in der Trennung. Wie laut sollen Betroffene sich denn noch aufbäumen gehört zu werden?

            Ich begleite Frauen kostenfrei, oft mehrfach täglich, neben meiner eigentlichen Berufstätigkeit. Neue Arbeitgeber, die anonym delikate Fotos erhalten. Drohungen, bis Morddrohungen, die von Ermittlungsbehörden nur auf Anschubs verfolgt werden. Fünf Wochen trotz Nachweisen, bis ein Kontaktverbot erwirkt wird. Insbesondere Frauen – die begleite ich – die nicht mehr essen können und sich täglich übergeben. Albträume haben und Angstzustände. Und ich schreibe hier nicht von exotischen Darstellungen. Frauen, die keine Unterhalt für gemeinsame Kinder bekommen.
            Manchmal an die 100 Anrufversuche pro Nacht. 400 Whats App.
            Standard, was abgeht nach der Trennung.

            Und ich weiss, was mir passiert ist. Der Masterblender!

          • Die erste Aussage kann ich so nicht ganz stehenlassen: Betroffene erzeugen weder in der Beziehung noch nach der Beziehung verbrannte Erde – es sei denn, sie starten aus Kränkung einen veherrenden Feldzug der Rache. Dieser Ausssage kann ich mich anschließen. Aber aufgrund meiner Erfahrungen bei der Beratung unzähliger Betroffener musste ich feststellen, dass manche Betroffene in der Tat verhärten. Dies erfolgt meist aus einem emotionalen Selbstschutz heraus, weil die zahlreichen Demütigungen des Narzissten nicht zu ertragen sind und daher die Gefühle unterdrückt werden, um sie nicht spüren zu müssen. Dies erzeugt eine gewisse Abgestumpfheit und Gefühlskälte, die sich im Umgang mit anderen zeigen kann, aber vor allem gegen sich selbst gerichtet wird. Für Betroffene ist es in diesem Fall wichtig, wieder den liebevollen Zugang zu den eigenen Gefühlen zu entdecken und ihr Potenzial, das verdeckt wurde, wieder zu reaktivieren. Dies betrifft nach meiner Beobachtung nicht die Mehrheit der Betroffenen, aber es kommt immer wieder vor. Im Gegensatz hierzu konnte ich aber auch in Beratung mehrfach beobachten, dass sich Betroffene trotz massiver Krännkungen durch den Narzissten ihren Glauben an das Gute im Menschen, ihre Gefühlstiefe, ihr Wohlwollen, und ihr großes Mitgefühl nicht nehmen lassen. Es entsteht sogar eher der Eindruck, dass diese Gruppe von Betroffenen umso mehr Herzenswärme erzeugt, je mehr der Narzisst emotional zuschlägt. Diese Immunität bestärkt sie jedoch darin, dem Narzissten unbedingt helfen zu wollen und deshalb zu bleiben. Der Beratungs- oder Therapieansatz ist hier dann, den Betroffene ihr wunderbares und einzigartiges Potenzial zu verdeutlichen und sie davon zu überzeugen, dass sie dieses in eine falsche Sache investieren und ihre Begabung eher dort einsetzen sollten, wo es echten und nachhaltigen Nutzen stiftet. In einer Beziehung mit einem Narzissten wird das große Poentzial von Betroffenen unterdrückt oder fehlgeleitet, weshalb in den meisten Fällen nach der Beziehung im Zuge der Aufarbeitung die Hinwendung zum eigenen Potenzial so wichtig ist, um sich selbst wieder zu finden und den eigenen individuellen Beitrag zum Ganzen leisten sowie Nutzen für andere stiften zu können.
            Mit anderen Worten möchte ich an dieser Stelle und aufgrund der oben gemachten Aussage darauf hinweisen, dass jedes Schicksal von Betroffenen sowie deren persönlichen Abwehrmuster immer individuell betrachtet und bewertet werden müssen. Mit Pauschalaussagen hilft man Betroffenen nicht weiter. Mir ist natürlich durchaus bewusst, dass auch ich in meimen Beiträgen und Büchern Pauschalaussagen mache. Dies dient aber in erster Linie der Beschreibung eines Musters. Jeder Betroffene erlebt jedoch die Manifestierung dieser Muster ganz unterschiedlich, weshalb auch letztlich immer individuelle Ansätze gefunden werden müssen, um wirklich zu helfen.

  14. Waltraud sagt:

    Es ist völlig illusionaer mit einem Narzissten Frieden zu schliessen. Das ist überhaupt nicht sein Ziel. Seid gestern werde ich wieder mit diversen Anrufen bedacht auf meinem Festnetzanschluss und bin mega genervt. Zudem von seinen unterschiedlichen Anschlüssen. Ich überleg, mir eine neue Nummer zuzulegen. Es reicht ihm immer noch nicht, was er angerichtet hat. Boah es reicht mir sowas von…

    • Melanie sagt:

      ….ich wünsche Dir starke Nerven…. Mir hilft bei allem Frust, dass es
      sich um sehr „arme Menschen“ handelt, die niemals glücklich werden können. Sie sind „Getriebene“ und „Unzufriedene“, die tagtäglich andere Menschen drangsalieren müssen, um sich selbst zu spüren – wie traurig.
      Alles Gute und hoffnungsvolle Gedanken für die Zukunft…
      Melanie

      • Waltraud sagt:

        Danke Melanie. Wahrscheinlich reg ich mich so auf, das er nach all den ganzen Machenschaften noch die Unverschämtheit hat, hier anzurufen. Aber ist ja nicht neu, immer so zu tun, als ob nichts gewesen wäre, was ich mir früher nie erklären konnte. Ich muss noch an mir arbeiten, das es einfach abprallt.
        Man wird sie irgendwie nie los, nur weil man Mal was falsches angenommen hat. Ich krieg schlechte Laune, wenn ich von oder über ihn was höre, was ich nicht möchte. Wünsch Dir eine schöne Zeit und Narzissten freie Zone🌞

    • Lise1 sagt:

      Waltraud, man kann auch beim Festnetz Nummern sperren lassen. Mit ein paar wirklich einfachen Klicks für jede zu sperrende Nummer und kostenlos. Es würde mich auch nerven, wenn ich die Nummer regelmäßig ändern müsste. Man kann auch Weiterleitungen einrichten, z. B. an die Nummern des Anrufers. Der freut sich dann vielleicht, wenn er seinen eigenen AB hört bei jedem Anruf. Oder an den AB weiterleiten, den aber abschalten, dann bekommt er immer ein Besetztzeichen zu hören.

      • Waltraud sagt:

        Ach Lise1, ich weiss. Und genau das hab ich bei meinem alten Telefon gemacht. Beim jetzigen geht’s nicht. Zumindest hab ich trotz lesen der Bedienungsanleitung keinen einzigen Hinweis gefunden. Auch das mit der Rufweiterleitung ist mir bekannt. Aber vielen Dank für die Info. Ich hatte auch ehrlich nicht damit gerechnet, das es mit den Anrufen
        weitergeht. Täglich grüßt das Murmeltier und daher kann er sich seit gestern mit dem AB unterhalten. Aber das wird nicht passieren, er hat noch nie eine Nachricht auf dem AB hinterlassen. Bringt ihm ja nichts🤗

  15. Leonie sagt:

    „Empathische Menschen müssen sich leider bei diesem einen Prozent der Menschen (die Literatur gibt auch andere Prozentzahlen, aber darum soll es hier nicht gehen) entgegen ihrer wertvollen, erwachsenen Haltung des permanenten Perspektivewechsels verhalten…“
    Vielen Dank Herr Baumgartner für Ihren differenzierten Artikel. Es geht eben gerade nicht um einen Perpektivwechsel im Umgang mit Narzissten, sondern hier hilft nur unbeirrtes Handeln. Perspektivwechsel ist im Umgang mit „normalen“ Menschen sehr wohl angezeigt, erweitert den Horizont und bedeutet Beziehungsfähigkeit.
    In der Therapieszene bekommt man häufig zu hören, wenn ich über den Verdacht beispielsweise der Erbschleicherei eines Verwandten sprechen will: „Ja reden Sie mit ihm, fragen Sie ihn.“
    Eine wirklich sehr dumme Antwort. Wenn ich einen Erbschleicher, Heiratsschwindler, Nepper, Schlepper, Bauernfänger frage, ob er mich betrügen will, wird er wohl kaum seine wahren Absichten preisgeben. Er wird mich gaslighten.

    • Lise 1 sagt:

      Leonie, je mehr du Antworten bekommst, auch wenn es gaslighting sein sollte, um so mehr hast du überprüfbare ggf. widerlegbare Behauptungen

      Und an der Reaktion auf dien Fragen kannst du auch die Verhaltensformen idendifizieren, die dich abwehren sollen und still machen sollen. Kann auch ein Hinweis sein.

      Der Tipp der Therapeuten ist nicht ohne Grund ein Hinweis auf eine mögliche Umgangsweise mit dem Verwandten. Dumm ist der Tipp keineswegs.

      • Leonie sagt:

        Kein Tipp ist dumm genug, als dass nicht ein paar Dumme ihn ernst nehmen würden. Wäre die Menschheit gesund kritikfähig, würde ihre Wahrnehmungsantennen stetig verfeinern, hätten Politiker, Leute mit Autorität nicht so leichtes Spiel mit dem Gaslighting einer denkfaulen Masse.

        Ansonsten, liebe Lise 1: no contact mit Dir, Du liegst nicht auf meiner Wellenlänge…
        Lies nochmals den Artikel von Baumgartner, vielleicht verstehst du ihn dann..

  16. Evi Steiner-Böhm sagt:

    Liebe Leserinnen und Leser,
    zunächst einmal tut es mir leid, dass mein Artikel zu so vielen heftigen Reaktionen und Irritationen geführt hat. Damit habe ich nicht gerechnet. Meine Erfahrungen, meine Entwicklung, die mich zu dem Punkt geführt haben, an dem ich heute stehe, kann ich natürlich nicht in kurzen Worten erklären. Aber seien Sie versichert, dass ich alles, von dem ich schreibe, selber sehr schmerzvoll erlebt habe, und dass ich mich über viele Jahre Schritt für Schritt herausgearbeitet habe, so dass ich eben heute der festen Überzeugung bin, dass auf lange Sicht nur gemeinsamer Weg mit allen Menschen uns weiterbringen wird.
    Von meiner Ausbildung her bin ich Gymnasiallehrerin für Englisch und Geschichte, mit einer zusätzlichen Ausbildung in Kunst und kunsttherapeutischen Arbeitsweisen.
    Zu den Fragen, wie ich auf diese Gedanken komme, wer mich beeinflusst hat, hier einige der für mich essentiellsten Autoren:
    Louise Hay, „Gesundheit für Körper und Seele“
    Doris Lessing, „Die Ehen zwischen den Zonen 3, 4 und 5“
    und „Shikasta“
    und am wichtigsten der (mittlerweile verstorbene) amerikanische Psychologe Arno Gruen, der selber aus dem Nazideutschland geflüchtet ist, und sich dann sein ganzes Leben damit befasst hat, herauszufinden, wie es möglich ist, dass Menschen anderen Menschen mit einem anscheinend guten Gewissen die entsetzlichsten Dinge antun können.
    Von ihm empfehle ich: „Der Verrat am Selbst“, Der Verlust des Mitgefühls“, „Der Fremde in uns“ und „Ich will eine Welt ohne Kriege“.
    Ich hoffe, dass diese Informationen hilfreich sind und verbleibe mit den besten Grüßen
    Evi Steiner-Böhm

    • Glücklich sagt:

      Sehr geehrte Frau S.B.
      Entweder waren Sie nie eine Betroffene narzisstischen Mißbrauchs oder stecken noch mittendrin und versuchen durch reine Theorie Ihre belastende Situation zu relativieren.
      Sollte dem nicht so sein, hätten Sie auf jeden Fall mit derartigen Reaktionen tatsächlich Betroffener auf Ihren empathielosen Artikel rechnen MÜSSEN!
      Für mich haben Ihre Aussagen kein Fundament.

    • Friedel sagt:

      Verehrte Frau Steiner-Böhm,

      ich danke für Ihre Antwort. Persönlich empfinde ich diese jedoch unter Berücksichtigung Ihrer Theorie als auch die darauffolgenden Kommentare etwas sehr übersichtlich und habe mir dazu mehr Aufklärung erhofft. Theoretisch müsste man ihre Buchempfehlungen lesen, um mehr Hintergrund zu erhalten.
      Selbstverständlich ist der Wunsch ein Leben ohne Krieg zu führen und ein Leben in Sicherheit und Frieden.

      Die Frage, die sich mir in der Vergangenheit immer mehr aufdrängt ist – und ich möchte diese rein auf Erfahrungen und Folgen von Betroffenen durch narzisstischen Missbrauch begrenzen, warum genau diese sowieso schon Geschädigten dann auch noch die Narzissten von einem neuen friedlichen Zusammenleben überzeugen sollen.

      Das hat schon während der Beziehung nicht funktioniert. Das funktioniert auch mit der Trennung und sogar dann erst recht nicht. Ich möchte hier keine Fallbeispiele nennen und denke, dass die Vielzahl der Schilderungen in Kommentaren das darstellen.
      Persönlich halte ich das für vollkommen ausgeschlossen und sinnlos.

      Warum erfolgt also eine Ansprache nicht direkt beispielsweise bei diagnostizierten Narzissten und es wird versucht dort mehr Verständnis nahe zu bringen. Aktuell treten ja immer mehr in die Öffentlichkeit.

      Es gibt Therapeuten, die eine Behandlung ablehnen, um nicht in narzisstisches Fahrwasser zu geraten.

      In der Zusammenfassung meiner Recherchen und Marktanalysen stelle ich fest, unterm Strich wird die Hauptverantwortung gerne Betroffenen zugeordnet. Sei es an weitreichenden Konsequenzen, die Betroffene mit einer Trennung tragen müssen, sei es am Festhalten der Verkündung von „eigenen Anteilen“, sei es Verständnislosigkeit des Umfeldes, sei es Reha-Maßnahmen – Psychotherapien – medizinische Unterstützung in schwerer Kleinarbeit zusammen sammeln zu müssen. Die Liste könnte ich noch lange fortführen.

      Und ich möchte Ihren letzten Satz aufgreifen:
      Aber unser gemeinsames Problem als bedrohte Spezies werden wir nur überwinden, wenn es uns gelingt, auch die Narzissten von einem neuen friedlichen Zusammenleben zu überzeugen.

      Ich denke, dass wäre mal ein Ansatz, genau dort Ihr – sicher gut gemeintes Anliegen vorzutragen.

      Die meisten von uns sind genau mit dem ehemals unbelasteten Wunsch eines friedlichen Zusammenlebens zerschellt und davor gab es schon Ex-Partner, die genauso zerschellt sind.

      Grüße Friedel

    • Lise 1 sagt:

      Vielen Dank, Frau Steienr-Böhm! Für den Artikel und für Ihre Antwort auf die Nachfragen.

      Leider wird gelegentlich unterstellt, wenn man Abstand gefunden hat über den schmerzvollen Weg der oft langjährigen Verarbeitung, dass man keine Ahnung hat. Es tut mir leid, dass diese Reaktionen so heftig waren.

  17. Friedel sagt:

    Verehrte Autorin,

    die eine oder andere Frage ist direkt an Sie gestellt worden. Vielleicht könnten Antworten ihrerseits Aufklärung geben zu Ihrer Motivation und Ihren Erfahrungen durch narzisstischen Missbrauch.

    Ihrem Artikel einnehme ich, dass Sie seit geraumer Zeit (auch) auf dieser Seite Leserin sind.

    Über ein Feedback von Ihnen würde ich mich freuen.

    Grüße Friedel

  18. Waltraud sagt:

    Frage an die Autorin; wenn doch die Empathen so anstrengend und enttäuschend sind für den Narzissten? Warum stellt er einem dauernd hinterher und lässt einen nicht in Ruhe. Hatte gerade wieder einen Anruf. Einen Kontakt wird es von meiner Seite nicht mehr geben. Zuviele Schäden und ein Leben als „Schattenkind“, das immer Schuld war und als Schutzablageplatz diente. Nie wieder!!!!

    • Melanie sagt:

      Hallo Waltraud,

      meintest Du wirklich „Schutzablageplatz“? Ich empfinde eher die Bezeichnung „Schmutzablageplatz“ für mich passend, denn ich war für a l l e s zuständig, an allem schuld – sozusagen hatte generell den „schwarzen Peter“ für vieles was schief ging! Gerade aktuell bin ich fassungslos, wieviele Helfershelfer bereit sind, sich von ihm manipulieren zu lassen und das noch nicht einmal merken, denn i c h bin ja die Schuldige!
      …..ich arbeite täglich auf das Ziel hin: „Wer zuletzt lacht…..“ und das ist kein Galgenhumor😂
      Der Mai ist gekommen und der Frühling beschert uns eine wunderbare Natur – genießen wir sie😀
      Sonnige Grüße
      Melanie

      • Waltraud sagt:

        Hallo Melanie,
        nee sorry, hab ich jetzt selbst gesehen; meinte Schuttablageplatz (Autokorrektur). So wie Du es beschreibst, hab ich’s auch erlebt. Alle seiner Meinung und auf seiner Seite. Ich bin jetzt auf meiner Seite. Ich geniesse die Sonne (im Moment abwesend). Auch sonst bin ich guter Dinge. Er geht mir am ….. vorbei.
        Ansonsten halt ich’s wie Du und wünsch Dir das Beste.
        LG Waltraud

        • Waltraud sagt:

          Oh man – Schuttabladeplatz

          • Melanie sagt:

            Hallo Waltraud und hallo Friedel,
            ich lese gerade schmunzelnd Eure lieben Zeilen – danke dafür. Ja, wir sind starke Frauen und haben nun unser Leben im Griff und keiner kann uns das streitig machen.

            Da ich meistens mit positiver Lebenseinstellung und froh-gemut durchs Leben gegangen bin – trotz viel verborgener Traurigkeit – hat dies meinen NZ immer besonders heraus-gefordert und geärgert. Es geschah bei ihm viel Frustabbau im Verborgenen (habe ich nach und nach entdeckt!), da er zu feige war, mich frontal zu attackieren – was aber auch vorkam, denn ich musste ja bestraft werden!

            Meine Antennen sind ständig ausgefahren und sobald ich von einem männlichen Wesen „ich, ich, ich“ höre, bin ich sofort gewarnt. Ist doch schön – ich habe was gelernt….und das für immer!!!

            Ich lese gerade das Buch: „Der Feind an meiner Seite“ – kann ich sehr empfehlen. Da ich gerade dabei bin, mich wohnungs-mäßig ziemlich zu verkleinern, habe ich auch überlegt, danach ein Buch zu schreiben, ich glaube aber, bei meinem reichen Erfahrungsschatz werden es bestimmt zwei Exemplare – mal sehen.

            Mir ist es sehr wichtig, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und gebe deshalb auch gerne meine Erfahrungen in
            meiner Selbsthilfegruppe weiter! Ich möchte dazu beitragen,
            anderen Menschen ein leidvolles „Aushalten“ zu ersparen, sie aufklären (soweit dies möglich ist) und sie stark machen, etwas daran zu verändern. Sehr oft verweise ich auf diese Plattform, denn sie hat auch mir sehr geholfen zu verstehen, zu begreifen und einen unumkehrbaren Weg zu beschreiten. Warum sollte ich als empathischer Mensch mir eigene Schuldanteile anrechnen, nur weil ich geliebt, vertraut und immer ein harmonisches Miteinander angestrebt habe? Gefühlskalte Egoisten sind bedauernswerte Wesen, sie tun mir leid, denn sie haben u n s überhaupt nicht verdient! Basta…

            In diesem Sinn Euch allen einen schönen Wonnemonat….
            Melanie

        • Melanie sagt:

          Hallo Waltraud,

          …..leider ist mein „Kampf“ noch nicht zu Ende und es geht um s e h r viel!
          Dabei geht es ausschließlich um Wahrheit, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und um mein mit viel Vertrauen eingebrachtes 🎶……

          Ich bin nun mal ein optimistischer Mensch, sonst hätte ich diese vielen Jahre auch nicht ertragen können! Ich fühle mich aber nicht als Opfer oder Verliererin,
          denn ich bin mir sicher, der Täter wird lebenslang an seiner schweren Schuld zu tragen haben.

          Außerdem wird er auch bei seiner permanenten Suche, nach der Frau seines Lebens irgendwann kapitulieren müssen……
          In diesem Sinn — die Zukunft gehört uns✌️
          Melanie

          • Waltraud sagt:

            Hallo Melanie,
            aber sie fühlen sich doch nicht schuldig an nichts, was sie einem antun. Von Gewissen keine Spur. Im Gegenteil sie stellen sich doch als Opfer da im aussen. Egal was sie mit einem abgezogen haben. Und glaub mir, die finden immer jemand, den sie wieder einwickeln. Ich kann nur für Dich hoffen, das Du da gut raus kommst👍 Viel Erfolg wünsch ich Dir

          • Melanie sagt:

            Ja, Waltraud, ich gebe Dir in vielen Punkten recht – sie übernehmen keine Verantwortung, weil sie ja unschuldig sind☺️, aber nach der Scheidung einer über 40Jahre langen Ehe geht es auch um „Gesichtsverlust“ und um das damit auszuhaltende „Stigma“ auf lange Sicht……!
            Ich fühle in mir, dass diese schwere Schuld an ihm nagt, denn ich werde zwar ständig ausgetauscht, aber wirklich ersetzt werden kann ich nie😍
            Dieses Wissen verschafft mir eine gewisse Genugtuung! Auch ist es ja für den NZ schwer zu ertragen, wenn nicht E R den Cut vollzogen hat, sondern wider Erwarten I C H🤣
            LG Melanie

          • Friedel sagt:

            Hallo Melanie,

            das sind gute Resilienzen über die Du verfügst- „ich bin nun mal ein optimistischer Mensch, sonst hätte ich diese vielen Jahre auch nicht ertragen können.“

            Ich habe festgestellt im Austausch, dass viele Betroffene über gute Resilienzen verfügen und auch aus diesem Grund in der Lage sind ihr Leben wieder aufzustellen und „überleben“ konnten.

            Rückblickend habe ich mich manchmal gefragt, wie ich diesen Super Gau dank Masterblender mit Münchhausengabe habe überleben können.

            Heute blicke ich auf das, was ich wieder aufgebaut habe und stellenweise noch im Aufbau bin. Den enormen finanziellen Verlust von jahrzehntelangem aufgebauten Bestand, geschrottet in wenigen Jahren aufgrund Fehlentscheidungen durch manipulativ vorsätzlich inszenierte Vortäuschungen, werde ich aufgrund meines Alters nicht mehr ausgleichen können und in meiner Altersversorgung deutlich spüren.

            Es ist jedoch gelungen sehr viel wieder aufzubauen, einschließlich mir selbst.
            Ich bin froh und dankbar über diese Resilienzen zu verfügen, die entscheidend geholfen haben einen positiven Blick in die -meine wertvolle Zukunft nie zu verlieren.

            Ich wünsche Dir alles Gute und vielen Dank für Deinen Kommentar!

          • Waltraud sagt:

            Hallo Melanie, hallo Friedel, vielleicht kann man feststellen, das Narzissten ohne uns keine Überlebenschance haetten, deshalb sind sie uns immer wieder auf den Fersen. Bleibt wachsam und bei Euch😃

          • Friedel sagt:

            Liebe Waltraud,

            das „vielleicht“ kannst Du getrost streichen. Mittlerweile bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es nahezu jeden emphatischen Menschen treffen kann. Es gibt sie, die Masterblender, welche über einen Einfallsreichtum verfügen, der außerhalb jeder Vorstellungskraft eines empathischen, mit vollkommen gesunden Wertestrukturen liegt.

            Die Lieblingsspeise des Narzissten ist der Empath. Mal als Vorspeise, mal als Hauptgang und auch als Dessert.

            Eine Vielfalt an Abstufungen je nach Beziehungs- familiärer- beruflicher – oder Umfeldsituation sind möglich.

          • Waltraud sagt:

            Hallo Friedel, das mit dem Einfallsreichtum kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich wär im Leben nicht drauf gekommen, wenn’s mir nicht passiert wäre. Und deswegen nehmen einem andere das auch nicht ab, weil es wirklich ausserhalb jeder Vorstellungskraft ist.
            Ich hoffe, wir sind durch diese Erfahrung immun geworden gegen diese Blender und Taeuscher.
            Lg

  19. Charlotte Schmidt sagt:

    Was sind das überhaupt für Behauptungen,die da aufgestellt werden? Ist das die ureigene Erfindung der Dame oder fusst das auf irgendeiner wissenschaftlichen Grundlage? Wenn nicht, dann alleine schon deswegen unseriös.
    Ich finde es auch höchst problematisch, dass den Empathen eine Mitschuld zugerechnet wird. Es gibt außer der vermeintlichen Hierarchie keinen sinnvollen Erklärungsansatz warum der Narzisst als Krieger nicht nur „Feinde“ sondern auch seine „eigenen“Leute zerstört.
    Alles in allem unausgewogen, keine Quelle. Warum. Wird das hier veröffentlicht?

    • Waltraud sagt:

      Wortwörtlich von der Autorin; sie möchte eine Lanze brechen für den Narzissten. Außerdem wird ein Buch von ihr vorgestellt.

    • Heike sagt:

      Das ist doch mal ein Denkansatz – und noch nicht mal ein schlechter.
      Mit einem gehörigen Abstand nach quälenden Jahren mit einem Narzissten bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich durch mein „Erdulden“ eine ganze Menge Mitschuld auf mich geladen habe.
      Ich bin froh ein Empath zu sein, wobei ich trotz aller Empathie nie wieder vergessen werde, mir selbst genauso viel Empathie zuzugestehen wie jedem anderen auch.
      Gerate ich mal wieder an einen Narzissten (egal ob beruflich oder privat), bin ich gerne Egoist – denn ich hab mich lieb und ich weiss, was mir gut tut.
      Sonnige Maigrüße

      • Waltraud sagt:

        Oh Heike Danke, musste gerade lachen. Ich hab mich auch lieb, dazu und auch sonst brauchen wir keine Narzissten mehr. Lg

  20. Klarsicht sagt:

    Ich würde es nicht als „Krieg und Frieden“ bezeichnen. Wir wollen einander weder bekriegen, noch vor Kriegern Angst haben (müssen). Wir wollen ja in Frieden miteinander leben. Doch denke ich haben wir bei der Geburt alle ein gewisses Mass an Energie erhalten. Diese reicht bis zum Tod. Und wenn der Empath nur gibt, dies an verschiedenen Orten… und wenn er nur geliebt wird, wenn er gibt, dann „läuft er aus“, verbraucht seine Lebensenergie, wird krank und stirbt (vorzeitig, da seine Energie damit auch vorzeitig verbraucht ist). Dies gilt es zu erkennen und zu verhindern, auf alle Arten, und dies vielleicht auch (s)eine Lehre daraus. Eine gute Lehre, aber eine schmerzhafte und eben stark energieverbrauchende !

    • Leonie sagt:

      Und wenn wir auf solche Artikel wie den obigen eingehen, die nur den Zweck haben, uns zu provozieren und Energie abzusaugen, sind wir schon wieder in der Falle der Gebenden.
      Das Leben ist kurz, deshalb sollte man sich Seiten, Kanäle, Bücher, Sendungen ansehen, die einen bereichern anstatt einen nur aufzuregen.

      • Susanne sagt:

        Ganz genau, Leonie.
        Ich sehe diesen Artikel auch als Provokation und irgendwie als Test…..
        H. Grüttefien nimmt ja keine Stellung zu den Irritationen der Leser.

      • w. sagt:

        Na, dann bin ich ja froh ,dass die meisten hier es genau so sehen wie ich.
        Schon ganz zu Beginn des Textes hatte ich so ein merkwürdiges Bauchgefühl.
        Und wenn wir eins gelernt haben, dann auf unser Bauchgefühl zuhören.
        Lg an alle Empathen
        W.

        • Friedel sagt:

          Liebe Grüße zurück.

          Auch wenn dieser Gastbeitrag für viele Irritationen gesorgt hat, betrachte ich jedoch die stark positionierten Kommentare darauf als gutes Zeichen.

          Die Motivation und der persönliche Hintergrund zu Frau Steiner-Böhm ist nicht bekannt. Anhand des Beitrages wird jedoch der Eindruck erwecks, dass Verständnis für die leidvollen Schicksalsbeiträge und auch die Kraftausübung und Folgen durch narzisstischen Missbrauch fehlen.

          Ein anschauliches Beispiel wie Betroffene im Umfeld zu kämpfen haben, denn niemand, der das nicht erlebt hat, verfügt über die Vorstellungskraft sich da rein zu versetzen. Familie und Freunde geben häufig vollkommen falsche – jedoch durchaus gut gemeinte Ratschläge.

          „Hak es ab“ Ein Standardspruch.
          „Tu Dir was Gutes, leg Dich in die Badewanne und entspann.“
          „Es gehören immer zwei dazu.“
          und und und……

          Das führt zur Ohnmacht aufgrund Hilflosigkeit von Betroffenen.

  21. Leonie sagt:

    Es gibt in der deutschen Therapieszene ja sogar Therapeuten, die den Kleinen Prinzen verbieten lassen wollen. Der sei eine Giftpille für die Jugend, weil er das eigene Wohlergehen nicht in den Vordergrund stellen würde.
    Wahrscheinlich ist der Kleine Prinz in den Augen perverser Menschen ein Co-Abhängiger.

  22. Peter Baumgartner sagt:

    Der Artikel ist ein einziger Skandal. Schon die Grundannahme „Krieg und Gewalt bestimmen unsere menschliche Gesellschaft“ ist eine völlig unfundierte Behauptung und in meiner eigenen Einschätzung eine maßlose Übertreibung. Natürlich gibt es irgendwo auf der Welt Krieg und natürlich gibt es irgendwo auf der Welt Gewalt. Aber unsere Gesellschaft ist, wenn’s denn schon unbedingt plakativ sein muss, tagein, tagaus eher von Kommunikation, Zusammenarbeit und Vernunft bestimmt – Krieg und Gewalt sind ein leidiges Nebenprodukt, nicht der Kern unserer Welt! Die Grundannahme des Artikels dient einzig und allein der Dramatisierung, um das Terrain für die restlichen Spekulationen zu ebnen. Der Artikel ist eine quellenfreie Ansammlung von rein spekulativen Behauptungen, von denen 80% bei ernsthafter Analyse sich in lauwarme Luft auflösen würden. –

    Nach dem Rasiermesser von Ockham sollte man stets die einfachste Erklärung für ein beobachtetes Phänomen suchen: zum Beispiel für das Phänomen dieses gänzlich missratenen Artikels auf einer sonst so wertvollen Website, die immer wieder von Neuem in wunderbarer Klarsicht das Thema der narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS) auf den Tisch bringt. Daher wäre zu prüfen, ob die Autorin möglicherweise selber unter einer NPS leidet: ob das nicht die einfachste Erklärung für diesen Artikel wäre. Denn die Autorin wendet nicht nur, wie Kathi schreibt, Victim Blaming und Gaslighting an, sondern sie verwendet auch die Techniken der Herablassung (1) und den problematischen Umgang mit Verantwortung in Konfliktsituationen (2):

    (1) Der von der Autorin verwendete Ausdruck „Empath“ ist nichts anderes als eine suggestive, herablassende Beschreibung eines ganz normalen, gesunden Menschen (Fisher 2017). Normale, gesunde Menschen empfinden Empathie – es braucht für normale, gesunde Menschen nicht ein neues Wort, und schon gar nicht eines, das krankhaft klingt. (Ich bemühe mich übrigens meinerseits, Menschen mit einer NPS nicht als „Narzisst“ oder gar als „Narz“ zu bezeichnen, ich soll ja nicht die Herablassung, die ich verurteile, kopieren, auch wenn einen die Verzweiflung und die Wut manchmal zur Retourkutsche verleiten können).

    (2) Menschen mit NPD haben einen fürchterlichen Umgang mit Konfliktverantwortung. So weit es nur geht, versuchen sie, seinem Gegenüber alle Schuld in die Schuhe zu schieben, wenn es ein Problem gibt: Blame Shifting/Otherblaming, Sündenbockmentalität (Dodes 2017, Gartner 2017, West 2017, Schwartz 2017, Sheehy 2017). Kommt aber irgendwann trotz allem der Moment, dass es nicht mehr möglich ist, alle Schuld dem anderen Menschen in die Schuhe zu schieben, dann ist der Mensch mit NPS der erste, der sofort einen der folgenden drei Pfeile aus seinem glitzernden Köcher zieht:

    (a) Der Hinweis auf „Actio/Reactio“, dem Gesetz aus der Physik, das der Mensch mit NPD dazu missbraucht, all seine Taten als bloße, quasi-unvermeidbare Reaktionen auf die Auslöser des anderen zu interpretieren.
    (b) Der pseudo-salomonische Wunsch, doch die gesamte Verantwortung ab sofort fifty-fifty zu teilen, weil das so unheimlich gerecht oder weise sei.
    (c) „Present Hedonism“, dieses ach-so-fröhliche Gegenwartsgeplapper über Spontaneität, wonach man sofort alles Vergangene unbesehen (!) vergessen solle und auf der grünen Wiese „ganz neu anfangen“ solle.

    Und das soziale Umfeld holt dann leider häufig noch einen vierten, nicht minder fiesen Pfeil aus dem Köcher, nämlich das Resonanzgesetz: Dass nämlich der normale Mensch quasi-schuld sei an der Misere und sich diese ja ausgesucht habe. Ganz nach dem Sprichwort: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

    Sven Grüttefien, ich schätze Ihre Website überaus. Es ist mir ein Rätsel, wie dieser Gastbeitrag es auf Ihre Seite geschafft hat. Im ersten Moment dachte ich, Ihre Seite sei gehackt worden…

    • Susanne sagt:

      Sehr gut erklärt, Herr Baumgartner.

      Ich bin gespannt, ob H. Grüttefien eine Stellungnahme anstrebt.

      • Die Auswahl des Gastbeitrages war von meiner Seite in keinster Weise als Provokation gedacht. Mir ist daran gelegen, dass Thema Narzissmus aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und daher auch einmal fremdartige Meinungen zuzulassen – Kommentare ähnlicher Art unterbinde ich im Übrigen auch nicht – es sei denn sie haben menschenverachtenden oder diskriminierenden Inhalt. Allerdings muss ich aufgrund der vielen empörten Reaktionen selbstkritisch zur Kenntnis nehmen, den Toleranzrahmen überschritten zu haben. Das war keineswegs meine Absicht und ich möchte noch einmal betonen, dass ich die Seite für Betroffene von narzisstischen Missbrauch erstellt habe und daher meine Position gegenüber Narzissten klar sein dürfte, wenngleich ich mir erlaube, narzisstische Menschen deswegen nicht grundsätzlich zu verachten. Ich danke allen Lesern für das kritische Feedback und werde zukünftig sorgsamer und nachvollziehbarer die Beiträge auswählen.

        • rubicon sagt:

          …ich fand die wahl des artikels nicht unangemessen, werter herr grüttefin. und ich sehe mich durchaus als „opfer“ narzisstischen missbrauchs – und dies noch in verbindung mit einem gemeinsamen kind, das noch recht jung ist. man muss nicht jede meinung gänzlich teilen – aber ehrlich gesagt fand ich dieser war einer der interessantesten postings, die ich auf ihrer seite gelesen habe. neben den elementaren artikeln, die mir in der anfangsphase sehr geholfen haben, die situation, in der ich mich damals befand, überhaupt erst richtig einordnen zu lernen. wie in meinen weiteren kommentaren bereits erwähnt, ziehe ich es (möglicherweise im gegensatz zu manchem anderen) allerdings auch vor, mich selber nicht länger als „opfer“ zu sehen – und mich erst recht nicht länger dazu machen zu lassen. dahin zu kommen hat viel mühe und und kraft gekostet. aber es war ein lohnender weg (für mich jedenfalls, denn ich durfte sehr viel lernen). wenn man ihn einmal hinter sich hat, kann man sich auch ohne reflexartige abwehr eingestehen, dass es auch eine menge dinge gegeben hat, die nur deshalb passiert sind, weil man sie eben zugelassen hat. weil sie mit einer bestimmten disposition, die man selber in die beziehung eingebracht hat, in resonanz getreten sind. den gedankengang zur kriegerischen gesellschaft finde ich deshalb nicht uninteressant – selbst wenn ich ihn nur bedingt teile und damit keinesfalls rechtfertigen oder schönreden möchte, was narzisstisch geprägte menschen anderen menschen „anzutun“ imstande sind. ich hab es ja selber erlebt. dennoch: ich fand ihre auswahl keinesfalls achtlos oder unnachvollziehbar. auch wenn der artikel in einem rahmen wie diesem natürlich ziemliches polarisations-potenzial hat. wie sie ja selber gesehen haben… aber auch das halte ich – wie gesagt – nicht für verkehrt. denn das verharren in der opferrolle macht das „ehemalige“ opfer nicht frei… frei macht (für mich gesprochen) das loslassen dessen, was geschehen ist und was man nun erkannt hat. das lernen der lektion, die man daraus für sich mitnehmen kann. das wachsen an dem schmerzhaften, was einem passiert ist. MEINE meinung. die das gros der kommentierenden hier nicht teilt, wie mir scheint. aber das muss ja jeder für sich selber wissen. ich fand den artikel zumindest interessant in dem sinne, als dass er anlass zu erneutem nachdenken gegeben hat.

          • Ich persönlich finde den Grundgedanken des Artikels auch interessant, vielleicht hätte man auf gewisse Aspekte intensiver eingehen müssen, um Irritationen zu vermeiden. Dennoch muss ich mich hier mit den Vorwürfen meiner Leser auseinandersetzen. Schließlich schreibe ich die Seite nicht für mich, sondern für Betroffene und daher ist mir deren Meinung wichtig.

        • Friedel sagt:

          Sven Grüttfien, ich bedanke mich für die Stellungnahme und Erläuterungen !

          • Susanne sagt:

            DankeHerr Grüttefien, dass Sie Stellung bezogen haben.

          • Peter Baumgartner sagt:

            Lieber Herr Grüttefien, danke für Ihre beiden Stellungnahmen. Sie ergeben für mich Sinn.

            Ich höre Ihre Absicht, das Thema Narzissmus aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten zu wollen. Das Bestreben, die Dinge, die wir in Alltag, Beruf, Liebe oder Politik erleben, stets aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten zu wollen, halte ich für ein überaus großes Gut. Der Perspektivenwechsel, das Abwägen, das Denken in Alternativen scheint mir geradezu eines der wichtigsten Ziele des Erwachsenwerdens zu sein: Kleine Kinder operieren im Schwarzweißdenken und suchen klare Schwarzweißregeln, und mit zunehmenden Alter lernen wir abzuwägen, alternative Gedanken zu evaluieren, Dinge situativ zu gewichten oder eine alte Meinung zu ändern. Gerade auch Menschen mit einem hohen Maß an Empathiefähigkeit werten dieses Denken in alternativen Perspektiven besonders hoch, und ich selber bewerte diese Grundhaltung als positiv und wertvoll, im bilateralen menschlichen Umgang wie auch im Rahmen der Gesellschaft. Empathische Menschen überdenken ihr Verhalten immer wieder und sind immer wieder bereit, die Option für eine Veränderung bei sich zu suchen, indem sie zum Beispiel ihre eigene Kommunikation überdenken und verbessern.

            Und dann kommt aus meiner Sicht das Aber. Genau dieses an sich so wertvolle Verhalten ist in der Interaktion mit Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NPS/NPD) leider völlig vergeblich. Empathische Menschen müssen sich leider bei diesem einen Prozent der Menschen (die Literatur gibt auch andere Prozentzahlen, aber darum soll es hier nicht gehen) entgegen ihrer wertvollen, erwachsenen Haltung des permanenten Perspektivewechsels verhalten. Bei diesem einen Prozent, mit dem man in einen persönlichen Konflikt geraten ist, gibt es nur eines: Entschiedenheit, Standfestigkeit und die Einsicht, nichts Wesentliches verändern zu können – außer man geht.

            Weil man sich einem Menschen mit einer NPD gegenüber so völlig anders verhalten muss als mit den anderen 99% der Menschen, ist es eminent wichtig, die Entscheidung, ob man es mit einer NPD zu tun habe oder nicht, nicht leichtfertig zu fällen. Denn wer in einem Konflikt mit den 99% der Menschen ohne NPD steht, der muss in der Tat unbedingt unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen, Alternativen bedenken, an der eigenen Kommunikation feilen, Fehler eingestehen und so weiter und so fort. Meiner Meinung nach ist diese Entscheidung „NPD ja oder nein“ unheimlich gravierend und schwierig. Aber wenn sie gefällt ist und man sich seiner Sache sicher ist, dass man es mit einer NPD zu tun hat, dann ist Perspektivenwechsel nicht mehr angesagt.

            Und schließlich breche sogar ich selber eine (kleine!) Lanze für all jene Menschen irgendwo draußen in der Welt und fern von meinem sozialen Umfeld, deren NPD sie antreibt zu wunderbaren künstlerischen Leistungen, zu beachtlichen Leistungen auf der Bühne, zum Schreiben eines packenden Romans oder Ähnlichem. Die Literatur weist immer wieder darauf hin, dass Narzissmus eine kreative Triebkraft sein kann – aber ich bin gleichzeitig dankbar, die gravierenden Schattenseiten des Narzissmus nicht in meiner Partnerschaft oder an meinem Arbeitsplatz erdulden zu müssen. Zudem gilt der Umkehrschluss ja auch nicht, dass man kreative Leistungen nur mit der Triebkraft des Narzissmus erbringen könne.

          • Sie haben es sehr gut ausgedrückt, Herr Baumgartner, und ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Ich wollte den Narzissmus einmal aus einer anderen Perspektive betrachten – frei von jeglichen persönlichen Konflikten mit einem Narzissten und daher mit dem Blick aus einem emotionalen Abstand. Man darf ja mal nach dem tieferen Sinn forschen, warum die Natur Narzissten produziert und was sie damit zu bezwecken versucht – auch wenn sich der Sinn nicht immer gleich erschließt und die Suche mehr einem Versuch gleicht als das Auffinden von konkreten und zufriedenstellenden Antworten. Ich verstehe aber, dass für Betroffene, die sich in einer aktuellen Konfliktsituation mit einem Narzissten befinden, diese Sichtweise in ihrer derzeitigen Situation unerheblich ist und daher verwirrend sein muss.

        • Lise1 sagt:

          Ich finde den Artikel unter dem Aspekt, Dinge von verschiedenen Seiten zu betrachten, auch sehr wichtig. Mit emotionale Abstand ändert sich bei dem einen oder anderen eventuell in der Zukunft die Sichtweise. Mir jedenfalls erging es so, nachdem ich nach schlimmsten Leiden und großen Verlusten durch einen schwer gestörten Ehemann nach vielen Jahren Abstand finden konnte und Wege fand, nicht mehr in toxischen Beziehungen zu leben. Sondern in einer glücklichen.

          Insofern kann die gelassenere Sichtweise nach Heilung der Traumata und den Aufbau des guten neuen Lebens eine Bereicherung sein. Das Interpretieren der Welt nach dem Pippi-Langstrumpf-Prinzip (ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt) und das (unbewusste und selbstschützende) Ausblenden eines Teils der Realität ist ja letztendlich nur der halbe Weg.

          Nichtsdestotrotz weiß ich aus eigener Erfahrung, und verstehe es deshalb gut, dass die eigene traumatische Erfahrung Wut und Irritation hervorrufen kann, wenn eine andere Meinung nicht mit der eigenen übereinstimmt und derjenige, der sie äußert herabgewürdigt werden muss.

          Danke auch für diesen Artikel!

          • Glücklich sagt:

            Liebe Lise, dann übe dich bitte als erstes darin, die Meinung anderer gelten zu lassen. Nur so als Tipp.

    • Schnuppke sagt:

      Danke Herr Baumgartner!
      Besser kann man diesem Artikel nicht begegnen.
      Sehr gute, scharfe Analyse und Darstellung der Realität.
      Ich war im ersten Moment auch einfach nur verdattert und hätte auch gern eine Reaktion von Herrn Grüttefien, wie es dieser Artikel auf diese bisher so fundierte und seriöse Seite geschafft hat…

  23. Leonie sagt:

    Toxische Menschen: Warum Sie diese anziehen (Karrierebibel)

    „Es ist ein Irrglaube, dass Sie toxische Menschen durch Ihre eigenen schlechten Seiten anziehen. Sicher haben Sie schon einmal das Sprichwort Gleich und gleich gesellt sich gern gehört. Dass diese Volksweisheit nicht wirklich zutrifft, lässt sich in den unterschiedlichsten Beziehungen feststellen. Hier greift also eher ein anderer Vergleich: Die beiden negativen Pole eines Magneten stoßen einander ab, während die Gegensätze sich anziehen.

    Soll heißen: Sie ziehen toxische Menschen vor allem durch Ihre besonders positiven Eigenschaften und Verhaltensweisen an. Das zeigt sich auch in diesen fünf überraschenden Gründen.
    1. Sie sind sehr hilfsbereit
    2. Sie sind ein guter Zuhörer
    3. Sie teilen Ihre Ideen und Ziele
    4. Sie knüpfen gerne neue Kontakte
    5. Sie wirken auf andere positiv…“

    • Friedel sagt:

      Genau. Und in der sogenannten Lovebombing Zeit beginnt das Studium des anderen, um später in der inszenierten Abwärtsspirale genau die von Dir genannten positiven Eigenschaften abwertend und destabilisierend zu missbrauchen.

      Es grenzt ja aktuell auch an ein Phänomen wie häufig das Wort Resonanz eingesetzt wird.
      Betrachtet man mal die von Dir beschriebenen positiven Eigenschaften, dann müsste gemäß Resonanzgesetz der Narzisst doch genau in diese positiven Schwingungen geraten und nicht Lug und Betrug in der Beziehung Einzug halten.

      Aber nein, es wird wieder emphatischen und sowieso schon geschädigten Betroffenen versucht – nahezu penetrierend – einzureden, dass genau dieses angebliche Resonanzgesetz und die „eigenen Anteile“ und „Schattenkinder“ die Erklärung ist, warum Betroffene Ausbeutung erfahren – denn schließlich gehen sie ja in Resonanz mit dem Schädiger.

      Selbstverständlich bringen viele – bis die meisten Betroffenen – Prägungen aus der Kindheit mit, weshalb sie schlichtweg in gutem Glauben die narzisstische Machenschaften schlichtweg nicht! erkennen können. Es berechtigt und entschuldigt jedoch einen narzisstischen Schädiger in keinster Weise.

      Das Resonanzgesetzt ist schlichtweg eine „auf den Markt“ geschmissene Annahme. Allerdings eine viel lukrativere und längerfristige Marktstrategie, Betroffene weiterhin in verwirrenden Abhängigkeiten zu halten und zu suggerieren, dass diese nur mittels Seminaren, Kursen, Coachings und Klicks auf Kanälen auf der Suche „ihrer eigenen Anteile“ und „Schattenkinder“ die wahre Erleuchtung und einzige Heilung nach narzisstischem Missbrauch zu finden.

      • Lise1 sagt:

        Friedel, was schreibst du andauernd von Schattenkinder? Du bist diejenige, die das Wort immer wieder hier reinbringt.

        Wenn man sich nicht mit den Gründen befasst, warum man sich an toxische Personen bindet, auf sie reinfällt oder nur schwer loskommt, dann blendet ma die halbe Wahrheit aus.
        Dass man so ungefähr die Hälfte der Ursachen des Leids in sich trägt, auch sogar den Partner mit den unerwünschten Vethaltensformen unterstützt hat, ist keine Schuldzuweisung, sondern die Chance auf ein besseres Leben, wenn man das irgendwann integriert. Mit „Kopf in den Sand“ bleibt alles beim Alten und der nächste schwierige Partner oder die Einsamkeit, Gram und das Opfertum sind vorprogrammiert.

        • Friedel sagt:

          Guten Tag Lise1,

          nett mal wieder von Dir zu lesen. Schönen Tag noch. Deine Ansichten sind mir bestens bekannt, jedoch habe ich sie nie geteilt, teile ich auch aktuell nicht und werde sie auch in Zukunft nicht teilen.

          Wenn Du die Hälfte der Ursachen Deines Leides in Dir tragen möchtest und sogar Deinen Partner mit den unerwünschten Verhaltensformen unterstützt hast, ist das doch Deine Sache.

          Für mich trifft das eben nicht zu.

          Lass gut sein Lise1 und verwende Deine Kommentare eher für Gleichgesinnte, die Deine Sprache sprechen und an diesen Theorien festhalten wollen.

          • Leonie sagt:

            Liebe Friedel,

            mochte die Kommentare von Lise 1 nie leiden. Die Frau meint es ja sogar noch besser zu wissen als ein David Servan-Schreiber, der den antidepressiven Effekt von Omega 3-Fettsäuen vertritt. Der Mann promovierte bei einem Nobelpreisträger und wird von der führenden Elite der Hirnforscher geradezu mit Zärtlichkeit bedacht.
            Aber nein die kleine Lise 1, die so treu und devot auf ihre Kassentherapeuten schwört – der deutsche Untertan lässt grüßen – die weiss das besser, weil der Kassentherapeut uns „gute Sachen“ verschreibt – wahrscheinlich Psychopharmaka.
            Ich vermute mal, die Frau kommt vom Land. Da sind sie noch untertäniger als in der Stadt.
            Bei der Dame kommt der Dunning-Kruger-Effekt zudem zum tragen.
            Also no contact auch hier.

          • Friedel sagt:

            Liebe Leonie,

            ah, Du kennst das Buch. Ich habe dieses in Reihen von befreundeten Ärzten empfohlen, welche ebenfalls schwer angetan sind und teilweise aktuelle, nach neuesten Erkenntnissen bestätigende Fachartikel in Ärztezeitschriften dazu abgeglichen haben.

            Er stand ehemals durchaus in der Kritik seiner Kollegen, tatsächlich war er seiner Zeit deutlich voraus.

            Ebenfalls beschreibt er sehr eindrucksvoll die Folgen eines Traumas, insofern für mich, die im Artikel gemachte Aussage

            „unser gemeinsames Problem als bedrohte Spezies werden wir nur überwinden, wenn es uns gelingt, auch die Narzissten von einem neuen friedlichen Zusammenleben zu überzeugen“

            nahezu fahrlässig ist.

            Ich danke Dir für Dein Feedback!

          • Lise1 sagt:

            Leonie, ich schrieb keineswegs grundsätzlich gegen Omega-Säuren, sondern nur dagegen, sich das im Drogeriemarkt zu holen. Ich selber nutze die positiven Wirkungen auch bewusst über die Nahrung.
            Auch wies ich darauf hin, dass vorher durch eine einfache Blutuntersuchung festgestellt werden sollte, ob und an welchen Elementen Mangel besteht und nicht wild nach Internet-Posts Nahrungsergänzungsmittel aus dem Supermarkt zu schlucken! Davon sind schon zu Viele krank geworden.

            Leonie, deine restlichen Vermutungen sind so weit ab von der Realität wie sie nur sein können und sind ein schöner Beleg für das Pippi-Langstrumpf-Prinzip und das Herabwurdigen anderer wegen abweichender Meinung, nachdem man sich ein völlig falsches Phantasiebild zusammen gewurschtelt hat. Danke für das Beispiel, es sagt nichts über mich, nur über dich.

      • Susanne sagt:

        Genauso ist es, liebe Friedel.

        Aber einmal erwacht, heißt für mich, nie mehr Augen verschließen vor diesen Toxen und ihren Machenschaften.
        Es ist harte Arbeit, aber sie lohnt sich auf jeden Fall.

    • Alex sagt:

      All die positiven Merkmale, die sie selbst nicht haben, aber gern haben würden, werden solange absorbiert, bis es langweilig wird. Dann geht’s ab zum Nächsten, wo das gleiche Spiel von vorne beginnt. Das sind ganz arme Schweine, da muss man nicht um den heißen Brei rumreden!

    • Leonie sagt:

      Seitdem es Narzissmus-Aufklärer gibt, die sich für die Opfer stark machen, sprießen plötzlich die Täterschützer wie Pilze aus dem Boden.
      Meine Laieninterpretation ist, die Täterschützer sind selbst Narzissten, fühlen sich durch die Narzissmus-Aufklärung entlarvt und sind in Panik, ihnen könnten die Zufuhrquellen ausgehen, weil die Leute sich nicht mehr so leicht gaslighten lassen.
      Habe gestern auf dem Kanal einer Täterschützerin Viktor Frankls weltberühmtes Zitat eingstellt:
      „Es gibt nur zwei „Rassen“: die Rasse der anständigen Menschen und die Rasse der unanständigen Menschen. Gerade deshalb, weil wir wissen, dass die Anständigen in der Minorität sind, ist jeder einzelne aufgerufen, diese Minorität zu stärken und zu stützen…“
      Die Dame mit der Ausstrahlung einer biederen Hausfrau hat das sofort zensiert.
      Diesen Täterschützern geht es nicht um die Sache, sondern um die Wahrung der Machtverhältnisse. Die Opfer müssen unwissend gehalten werden und damit steuerbar für die Interessen der Narzissten.

      • Susanne sagt:

        Ja genau.
        Bei der besagten Dame mit der Ausstrahlung einer biederen Hausfrau habe ich auch mal kritische Kommentare hinterlassen.
        Als ich am nächsten Tag besagtes Viedo aufrufen wollte, war es komplett gelöscht worden.
        Hihi, haha……

      • Friedel sagt:

        Es hat sich eine Kehrtwende entwickelt in den Reihen einiger Aufklärer. Insbesondere ab Oktober/November 2018 wurde verstärkt der Fokus auf „eigene Anteile“ gelegt und schrittweise dafür – und teilweise kollektiv – Betroffene immer mehr dahin geleitet. Ich führe es eher darauf zurück, dass die Aufklärung – und das Informationsmaterial für Betroffene nahezu ausgeschöpft ist. So richtig viel mehr gibt es eigentlich nicht mehr zu sagen, außer die 5978 Red flag, nachfolgend aufgegriffen und wiederholt auf diversen Kanälen.

        Insofern muss ein neues Produkt her. Mittlerweile gibt es ja einige, die für ihre Aufklärung diagnostizierte Narzissten ran ziehen. Das ist schon ein aberwitziger Widerspruch in sich. No Contact zu empfehlen und gleichzeitig in Kooperation mit Narzissten zu treten und Betroffenen zu präsentieren.

        Durch narzisstische Machenschaften emphatische Betroffene bieten doch dafür die allerbeste Verständnisoberfläche, denn sie sind ja schon im guten Vertrauen eine ganze Zeit lang dem einen oder anderen Aufklärer gefolgt.

        Abschließend bleibt dann natürlich der „eigene Anteil“. Dazu besteht jetzt wieder großes Potenzial den zu betrachten, zu beschreiben, zu besprechen und in Seminaren oder sonst wo zu therapieren.

        • Friedel sagt:

          Durch narzisstische Machenschaften geschädigte empathische Betroffene…….

        • Leonie sagt:

          @Friedel
          Vielleicht wäre es an der Zeit, darüber aufzuklären, was einen konstruktiven, empathischen Menschen ausmacht, anstatt dauernd den Fokus auf das Schlechte in dieser Welt zu richten.
          Deswegen schätzte ich eben Servan-Schreiber so. Er hat Bücher empfohlen von und über Menschen, die eine Bereicherung für ihre Mitmenschen darstellten. Viele dieser Bücher gingen ja in die Weltliteratur ein. Viktor Frankl, Saint-Exupery beispielsweise. Auch die wissenschaftlichen Bücher, die er empfahl, öffnen den Horizont für neue Sichtweisen.
          Wenn man sich erst mal an wirklich gute Bücher gewöhnt hat, fühlt man sich schnell abgestoßen von minderwertigem Schrott. Und vielleicht geht es einem mit Menschen ja genauso. Wenn man erst mal mit den Guten, Sanften beschäftigt, werden einem primitive, destruktive Charaktere umso unerträglicher.

          • Friedel sagt:

            Ganz genau liebe Leonie,

            in kollektiver Zusammenarbeit arbeiten wir u.a. an so einem Buchprojekt. Darin wird natürlich auch als Quellennachweis David Servan-Schreiber erwähnt.

            Nahezu täglich werden aktuell neue Steilvorlagen veröffentlicht, wo man sich als Mensch mit gesunder Empathie und haarsträubenden Erlebnissen sowie Folgen an den Kopf fasst und fragt, wie das angehen kann.

  24. Silv sagt:

    Um ‚Spieß- umdrehen‘ und ausschließengehts garnicht. Wer Umgang mit narz Gestörten hat weiß, dass Diese es ja garnicht akzeptieren würden.
    Natürlich ist Narzissmus schematherap nachvollziehbar. Und trotzdem muss sich aus Selbstschutz zuweilen distanziert werden.

  25. Leonie sagt:

    Hört Euch die Videos von Anna Aurora an, die hat noch einen gesunden Menschenverstand und das Herz auf dem rechten Fleck.
    Auch „Melodias“ und „Narzissmus im Alltag“ sind gute Kanäle. Auch Prof. Bonelli ist gut.
    Was soll man sich die Laune verderben lassen von solch provozierenden Seiten hier.
    Das Leben ist kurz, deshalb sollte man sich mit Menschen beschäftigen, die eine Bereicherung für das Leben darstellen.
    Ich achte auch sehr auf die Ausbildung der Aufklärer. Diejenigen, die hier aktiven Täterschutz betreiben sind durchgängig keine Akademiker.

    • Lise1 sagt:

      Prof. Bonelli und einige andere gute Quellen, wie auch Prof. Dr. Claas Hinrich Lammers, verurteilen Narzissten auch nicht oder schließen Sie aus, und widerlegen auch, dass sie komplett untherapierbar sind.

      Dass man aus Selbstschutz den Kontakt abbricht ist etwas ganz anderes, schließlich ist man kein Therapeut, sondern braucht selber Hilfe und Schutz. Also das sollte man nicht miteinander vermischen, was Therapeuten können und was Betroffene können.

      • Leonie sagt:

        Prof. Bonelli verbreitet schon mal nicht den Unsinn, dass Narzissten ganz bedauernswerte, traumatisierte Menschen mit böser Kindheit seien. Er vertritt das lerntheorethische Modell, wonach Narzissten vor allem überverwöhnte, verzogene Menschen seien.
        In meiner Verwandtschaft gibt es solche Fälle. Schon auf dem Wickeltisch als Star gefeiert ohne besondere Fähigkeiten vorweisen zu können, gingen sie später hinaus ins Leben mit der Anspruchshaltung: was hast Du, was bist Du, bist Du mir nützlich? Bist Du ein Gebertyp?? Trägst Du mich durchs Leben??
        Ihre Partner blieben finanziell und emotional ausgeblutet am Straßenrand zurück.
        Es ist vor allem der Bodensatz in der Selbsthilfe- und Therapieszene, der Täterschutz betreibt.

        • Lise1 sagt:

          Auch hier lese isch das kaum, dass narzissten bedauernswerte Wesen sind, ich erinner mich an keinen einzigen Post in dieser richtung.

          Es ist auch kein Täterschutz, wenn darauf hingewiesen wird, wie man sich selber stärken kann und aus dem Kreislauf ausbrechen kann und abschließen kann. Der Täter spielt dabei keine Rolle mehr, es ist ein hartes Stück Arbeit an sich selbst. Nichts dagegen zu sagen, wenn ein Täter über z.B. Strafverfolgung oder Entlassung oder Trennung usw. seine üblen Taten sühnen muss. Die kann man sicherlich einschalten, wenn ein Täter meinte, über dem Gesetz und vielen Regeln stehen zu dürfen. In meinem Umfeld gibt es Narzissten, die aufgrund ihrer Taten mit Recht vieles verloren haben, u.a. ein ehemaliger Chef von mir mit fristloser Entlassung und Berufsvergot belegt wurde. Mit der späteren Trennung der Ehefrau von ihm aufgrund der ganzen Dinge. Mit anschließendem halbjährigen Klinikaufenthalt in der Psychatrie. Ich habe da kein Mitleid gehabt, er hat alles dafür getan, dass es so kommt. Er hat es bis heute nicht verstanden, aber kann nur noch begrenzt Schaden anrichten.

          Jedoch unabhängig davon – gerade wenn es nicht funktioniert wie erwünscht – ist es allerste Priorität, sich um sich selber zu kümmern. Dem Ausbluten entgegenwirken. Das Kaputtgegangene heilen. Das Verlorene wieder erarbeiten.

          Ich sehe nicht, was daran Täterschutz sein soll.

    • w. sagt:

      Hallo Leonie

      Deine Beiträge gefallen mir gut.
      Hatten wohl die gleichen Aufklärer. dongerdo 83 hat auch super Beiträge geleistet. Leider gibts von ihm nichts Neues.
      Aber Anna Aurora bringt es nach wie vor auf den Punkt.
      Die Täterschützer verraten sich schon immer mit den ersten Sätzen.Sobald ich feststelle, dass die Videos mir nicht guttun breche ich ab. Meine kostbare Zeit der Heilung ist mir zu schade um mir den Schwachsinn anzuhören.
      Auf Anna, Melodias und wenige andere Freue ich mich immer schon.
      Die Tatsache das wir den Unterschied gegen den Wind riechen können , zeigt dass wir auf einem guten Weg sind.

      lg. W.

  26. Christine sagt:

    Hallo zusammen..

    ..ich (selbst betroffener ‚Empath‘) habe mir sowohl den Artikel als auch die Kommentare dazu zwei Mal durchgelesen und bin zu folgender ‚Interpretation‘ des Gesamten gekommen, die ich hier mit Euch teilen möchte:

    Die Hierarchien, die die Autorin bezogen auf Kriegszeiten erwähnt, findet man in den Generationen danach, bishin zu uns doch auch irgendwie innerhalb einer jeden Familie wieder.
    Ganz banal gesagt werden auch dort u.a. Narzissten und Empathen erzogen/gezogen, welche früher oder später zwangsläufig/’naturgegeben‘ in Beziehungen (natürlich vorerst unwissend über ihren Part dabei) aufeinandertreffen.

    Um nur ein Beispiel zu nennen, spreche ich die Art von ‚Muttersöhnchen‘ narzisstischer Eltern an, deren Vater (nicht nur als Vater, sondern auch als Mann) einerseits durch Abwesenheit und Unverantwortlichkeit glänzt – also keinerlei konstruktives Miteinander an den Tag legt, andererseits SEINE eigenen Bedürfnisse dann meist mit wehenden Fahnen und Trompeten ankündigt und ggf. auch (grundlos!) rücksichtslos durchsetzt, indem er vielleicht cholerische Wutanfälle, etc. hat, sobald ihm irgendetwas quer kommt und diese dann natürlich auf Frau und Kindes Rücken ausgetragen werden, WEIL (und das ist an dieser Stelle sehr wichtig!, dient aber nicht zur Verteidigung des Verhaltens vom Vater sondern lediglich zum Verständnis) er vielleicht selbst z.B. in einer Familie mit fehlendem Vater und mehreren dominanten Frauen (Mutter,Schwestern..) aufgewachsen ist und sich nur SO behaupten konnte.

    Der stets erschrockene Sohn, dessen Vater im Verhalten ja Vorbildfunktion eines Mannes darstellt, sucht nun Zuflucht bei der Mutter, die aber (inzwischen auch einsam/konditioniert & hilflos) den ‚fehlenden Mann‘ an ihrer Seite durch Pseudoschutz/-Liebe gegenüber ihres Sohnes versucht, irgendwie zurückzuholen.
    Dies z.B. durch gemeinsame Essen, an denen der (inzwischen erwachsen und viellt. auch schon in einer Beziehung stehende) Sohn selbstverständlich ‚dankbar & geliebt‘ immer teilnimmt/teilnehmen muss!
    Und schon schließt sich der Teufelskreis.
    Der narzisstische Vater, der seiner Familie entwachsen ist, fördert den narzisstischen Anteil (den jeder von uns innehat) der vielleicht zunächst empathischen Mutter so lange heraus, bis diese ihn nun manipulativ gegenüber ihrem Sohn ausspielt, um enstandenes Ungleichgewicht (Hierarchie!) und die Mängel, die sie durch ihren Mann erfahren hat, SO zu kompensieren.
    Das Ergebnis:
    Ein narzisstischer (Mutter)Sohn der dazu herangezogen wird, das er weder Zuneigung noch ein frisch gekochtes Essen, etc., etc., etc. bedingungslos bekommt, WENN nicht zuvor ein Kampf/Krieg/Leistung/’Opfer‘ bringen, etc. erfolgt.
    Sprich – er bekommt ggf. über Jahrzehnte die absolut die falsche Herangehensweise vorgelebt, um ‚Belohnung‘ (die ja für uns ALLE essentiell in Frieden, Zuneigung, Liebe) liegt, zu bekommen – emotional & sozial zu ‚überleben‘.

    Und genau dieser Sohn wird ’naturgemäß‘ früher oder später von einer Empathin angezogen und umgekehrt.

    Versteht ihr was ich im Bezug auf den Artikel meine?

    Ziemlich sicher spielt da jetzt meine eigene Geschichte mit rein..

    Es soll wie gesagt auch keineswegs in irgendeiner Form krankhaft narzisstisches Verhalten in Schutz nehmen!

    Ich musste übrigens auch mit bitterem Beigeschmack (im Sinne von bereits erwähntem ‚Hohn‘, den die Autorin scheinbar an den Tag legt, lachen, als ich ihren letzten Satz gelesen hab:

    Sicherlich wird es uns nicht ‚mir nix – Dir nix‘ gelingen, dem uns umgebenden Narzissten einfach mal so ein friedliches Miteinander ‚beizubringen‘ – genausowenig wie wir mal schnell einem Mr. D. Trump was flüstern und sich die Welt dadurch zum Besseren ändert.

    Aber WIR SELBST können durch viel Austausch, Wissen und Veständnis für die dahinterstehende Dynamik im kleinen Kreis -in unseren Familien & Beziehungen- weiterhin versuchen, durch Vorbildfunktion einen sich fortführenden Wandel zugrunde zu legen!

    Und von ‚WIR‘ spreche ich aus Sicht der Empathen, die sich hier natürlich vorwiegend als Opfer sehen (und doch nicht sehen wollen), jedoch im Zuge ihrer doch z.T. vehementen ‚Verteidigung‘ selbst bereits dabei sind, Krieg zu führen.

    Denn auch wir alle wissen um die unglaublich destruktive Reaktion des Narzissten auf (vermeintlichen) ‚Angriff‘ durch den immer friedlich und gütig gestimmten Empathen und sollten von daher unsere Verteidigung in Handlung für uns selbst wandeln und dem Narzissmuss keinen fruchtbaren Boden mehr bieten.

    Damit meine ich (auch wenn ich da vielleicht nicht von jedem Zuspruch erhalte) dass wir weiterhin FÜR UNS in Therapien gehen sollten, uns trennen sollten, nach vorne sehen sollten und dies nicht als ‚Opfer-Schmach‘ für das Empathendasein im Gegnerheer der Narzissten ansehen sollten, sondern als wertvolle Erkenntnis & Motivation für hoffentlich unsere späteren ‚Früchte‘ annehmen sollten.

    Das einfach meine Gedanken zum Artikel.

    Gebt nicht auf – und schenkt Eurer wertvollen vorhandenen Selbst- & Nächstenliebe volle Aufmerksamkeit & Energie, anstatt sie in Verteidigung ausarten zu lassen!

    Seid stolz auf Euch, wie ihr seid.

    • Lise1 sagt:

      Christine, ich will noch was ergänzen : Therapie nicht nur für uns, sondern auch um die unbewusste Weitergabe dieser Art toxischen Beziehungen über Generationen bewusst abzubrechen, das wächst sich nicht automatisch aus sondern muss bewusst gemacht werden

    • Natalie sagt:

      Danke für die mutmachenden Sätze! 🙂

  27. Leonie sagt:

    Im Grunde genommen sollte man bei solch verlogenen Seiten sofort in no contact gehen.
    Das wäre die einzig richtige Verhaltensweise.
    Meist gelingt mir das auch.
    Solche Leute sind es nicht wert, kommentiert zu werden.

  28. Serenity_MUC sagt:

    Hallo in die Runde,

    Ich teile die Verwunderung über diesen Text!

    Der Artikel stellt aus meiner Sicht Aspekte aus dem inner-psychischen in Relation zu sozial-psychologischen Entwicklungen, dazu etliches, was sehr geschlechtsspezifisch ist gemischt mit einigen scheinbar logischen (= eingängigen) „Theorien“, zusammen. Politik (Krieg als Lösungsoption von gesellschaftlichen Konflikten ist keinesfalls „natürlich“ und kommt so im Tierreich gar nicht vor) sollte man hier nicht daraus erklären, dass bestimmten Menschen leider die Fähigkeit fehlt, absolut notwendiges Einfühlen für Ihre Mitmenschen zu entwickeln. Das ist nicht möglich und für ein friedliches Weiterkommen der Menschheit kann man dann nur hoffen, dass hier die entsprechenden Menschen aufeinandertreffen und über Konsequenzen ihres Handelns spüren, welche Folgen heraufbeschworen werden.

    Das ist kein Weg, kein Miteinander, keine Zukunft. Und dabei sehe ich, dass die Tendenz zum Narzissmus weiter im Vormarsch ist, ja durch unsere spätkapitalistische Geisteshaltung eher noch belohnt wird.

    Empathen hier quasi als „selber-Schuld“ hinzustellen, weil sie ja so anhänglich, drängend und abhängig auftreten, ist eher ein Zeichen von Unkenntnis und Unverständnis dieser grundsätzlichen Dynamik zwischen diesen und dann narzisstischen Partnern. Denn während empathische Partner meist dann glückliche Partnerschaften eingehen, sobald sie ihre Dynamik entschlüsseln können, gehen Narzissten doch meist von einer Beziehung in die nächste, da sie weder zur Einsicht noch zu authentischen, wohlwollenden, liebenden Beziehungen in der Lage sind.

    Natürlich haben auch Menschen Daseinsberechtigung, die auf einer Dimension eher in eines der Extreme tendieren (so gibt es ebenfalls Autisten, die außerhalb der sog. „Norm“ liegen). Die Frage ist aber, inwiefern sie Menschen schaden, kränken, verletzten und emotional mißbrauchen. An diesem Punkt würde ich die Annahme, man könne Narzissten „von etwas überzeugen“ ziemlich in Frage stellen. Wer jemals etwas mit einem Narzissten zu tun hatte, weiß, dass das Teil ihres Wesens und damit auch ihrer Eigenart ist.
    In dem Artikel klingt es fast so, „als müsse man wohl jedem mal seine Chance geben“. So etwas halte ich für kurzsichtig und unerfahren. Gerade Narzissten „nehmen“ sich alles, was sie wollen, auf Kosten anderer Menschen. Am ehesten ist da Änderung zu erwarten, wenn sie psychische Konsequenzen erfahren, d.h. evt auch emotional wirklich getroffen sind. Ähnlich wie bei Suchtkranken sind am ehesten konkrete Änderungen zu erwarten, wenn einmal der eigene Tiefpunkt erreicht ist und damit der Zugang zu den eigenen Ressourcen möglich ist. Jedoch auch hier ist Einsicht, Demut und eine gewisse Anerkennung der Verantwortung zentral. Dazu sind Narzissten per Definition nicht in der Lage, und zudem kaum entwicklungsfähig.

    Es gibt wohl einen Grund, warum selbst Psychotherapeuten ungern überhaupt Narzissten behandeln. Wie sollte da „die Gesellschaft“ eine Art „Integration“ leisten? Diesen gesamten Gedankengang würde ich als fast naiv ansehen.

    So gesehen bin ich ehrlich gesagt erstaunt, so einen Text hier zu finden. Da würde ich noch am ehesten denken, so einem Autoren doch lieber noch etwas Feldeinsicht zu empfehlen.

    Viel Lesestoff auf dieser sonst guten Website empfohlen, liebe Autorin! 😉

  29. Leonie sagt:

    Da scheint unser Staat aber etwas gründlich falsch zu machen, wenn er Kriminelle wegsperrt.
    Also, wenn ich das richtig verstehe, müsste man Kinderschänder, Mörder, Heiratsschwindler, Bauernfänger, die ihr böses Spiel mit Senioren betreiben alle integrieren und auf die Menschheit loslassen.
    Wo bleibt der Opferschutz?
    Selbst die Kirche ist da schon fortschrittlicher in ihren Ansichten und begrüßt die Sichtweise von A. Aurora, die noch ein Unrechtsbewusstsein hat und die Zivilcourage besitzt, eine moralische Bewertung vorzunehmen. In Sachen der Moral gibt es nur ein richtig oder ein falsch und nichts dazwischen, so ein Kirchenmann. Recht hat er!!
    Damit hier die Maßstäbe wieder zurechtgerückt werden und die sogenannten „Gutmenschen“ sich mal an die verlogene Nase fassen, ein Zitat von Viktor Frankl:
    Es gibt nur zwei „Rassen“: die Rasse der anständigen Menschen und die Rasse der unanständigen Menschen. Gerade deshalb, weil wir wissen, dass die Anständigen in der Minorität sind, ist jeder einzelne aufgerufen, diese Minorität zu stärken und zu stützen.
    Viktor Frankls Arbeit fand schon zu Lebzeiten weltweite Anerkennung in höchstem Ausmaß, während er in seinem Heimatland fast nur unter Akademikern bekannt war. Der ehemalige Bundespräsident Rudolf Kirchschläger bemerkte schon zu Lebzeiten Frankls, dass er wohl der größte noch lebende Österreicher sei………..

  30. Marita F. sagt:

    Mein Bruder und ich wurden durch unser Elternhaus zum Krieger und Empathen geprägt. Ich bin die Emphatin und mein Bruder ist der Krieger.
    Fr. Evi Steiner-Böhm – was Sie schreiben, stimmt – aus meiner Sicht heraus – ganz genau.
    Ein Krieger wird nie zuerst die Hand reichen. Emphaten haben, wenn sie sich die innere Freiheit dazu erarbeitet haben, diese Wahlmöglichkeit……………

  31. Konny sagt:

    Die Kommentare sind breit gefächert. Der Inhalt ist also ein hervorragendes Diskussionsthema!
    Wer keine Lust / Kraft mehr zum Diskutieren hat, der kann hier gut seinen Standpunkt finden. Macht aus den Zitronen Limonade 🙂
    Man kann hier die Narzisstenfakten checken und seine eigenen Fortschritte überprüfen.
    Welche der Aussagen triggern mich?
    Habe ich solch eine Meinung schon mal von dritten erlebt, die konstruktiv in den narzisstischen Konflikt eingreifen wollten? War das hilfreich?

    Meine Frage an Frau Steiner-Böhm:
    Auf welchen Studien basieren Ihre Aussagen?
    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die Quellen angeben würden!

    Beste Wünsche an alle!

    • Rabe sagt:

      Danke Konny,
      denn mein Atem wurde soviel ich las immer schneller und mein Herz bubbert. Angst.
      Einfach nur Danke und (schnell) tschüß! Hilfreich! Dein Beitrag!

  32. Friedel sagt:

    Blick auf die Situation nach der Trennung:

    Die Folgen durch „Behandlung“ des Narzissten sind häufigst psychisch, physisch als auf finanziell schwere bis schwerste Schädigungen.

    Hier beginnt für die Vielzahl der Weg unter äußersten Anstrengungen sich wieder aufzustellen.

    Häufig geht jedoch dann die Kriegsführung des Schädigers erst recht los. In diesem Zusammenhang möchte ich auf den vorangegangenen Newsletter verweisen „Grenzen sie sich vom Narzissten ab“.
    Aufklärung derart wäre ja grundsätzlich nicht notwendig, würde Ihr rein theoretischer Ansatz, verehrte Autorin, zutreffen.

    Meine Wertvorstellungen und persönlichen Strukturen, nämlich Vertrauen, Verständnis als auch in vorsätzlich -nicht erkennbaren – durch den Schädiger inszenierten Situationen, meine daraus folgende Unterstützung sind vollkommen gesunde Eigenschaften. Absolut ungesund und abnormal ist es diese zu missbrauchen und zum eigenen Vorteil zu nutzen.

    Dafür habe ich weder eine Einladung erteilt, noch muss ich davon ausgehen, dass mein „Partner“ derartige Machenschaften und Kriegsstrategien an den Tag legt, schließlich geht man/frau ja nicht in eine Beziehung, um hinter jedem Stuhlbein Verrat oder evtl. Kriegsschauplätze zu vermuten.

    Der Vertrauens- und Verständnisbonus wurde bereits während der Beziehung schamlos ausgeschöpft.

    Ebenfalls möchte ich gerne noch einmal den Begriff Empathie aufgreifen.

    Kürzlich las ich im Internet einen Kommentar, dass Empathie mittlerweile von der Fraktion der „eigenen Anteils“ „Dualseelen“ als auch „Resonanzgesetzgläubiger“ als Störung betitelt wird.

    Definition Empathie:
    Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Einstellungen anderer Menschen einzufühlen.

    Wenn diese gesunde Fähigkeit, nunmehr als Störung betitelt wird und von weiteren Kommentatoren ebenfalls zustimmend abgenickt, dann wird es tatsächlich bedrohlich.

    Verehrte Autorin, ich persönlich halte Artikel wie Ihren, für überaus bedenklich und würde persönlich keine Verantwortung übernehmen wollen, damit u.U. teilweise schwerst geschädigten Betroffenen Impulse zu geben in eine gänzlich falsche Richtung, ggf. sich sogar weiter in nicht berechenbaren Kontakt beispielsweise mit einem Ex-Partner mit schwer narzisstischen Zügen oder einer NPS zu begeben.
    Ich möchte nur mal an die Auswirkungen der narzisstischen Wut erinnern.
    Wie gesagt, dies entspricht jedoch nur meiner persönlichen Meinung als Betroffene.

    Heutigen Nachrichten zufolge wurde gerade wieder eine junge Frau von 27 Jahren durch ihren Ex-Freund erschossen. Lt. Angaben bestand gegen ihn ein Kontaktverbot sich ihr nicht nähern zu dürfen. Nachfolgend hat er sich vor einen Zug geschmissen und beide Beine verloren.

    Gerne möchte ich an dieser Stelle Ihren Satz aufgreifen:
    „Dass es den Narzissten schwerer fällt, sich zu verändern, liegt auf der Hand, denn sie müssen zunächst auf viel mehr Vorteile verzichten als die Empathen.“

    Die Frauen, die ich in Akutsituationen begleite haben teilweise ebenfalls gerichtliche Kontaktverbote erwirken müssen, da keine Aussicht bestand auf Ende der durchaus sehr bedrohlichen und nicht berechenbaren narzisstischen „Kriegsführung“ sowie nach erfolglosen Versuchen einer einvernehmlichen Lösung und Gesprächsversuchen.

    Es verhält sich eben nicht so, wie harmonisch auf Ihrem Bild dargestellt, dass am Ende der Narzisst und der Empath in friedlicher Eintracht wie zwei Schmetterlinge im warmen Sonnenschein auf einer Blüte landen.

    Übrigens, Schmetterlinge sind weltweit vom Aussterben bedroht und ich hoffe, es ist nicht die Empathie, die ausstirbt.

    • Heike sagt:

      Lieber Friedel,
      ich glaube auch nicht daran,dass Narzisst und Empath jemals friedlich als Schmetterlinge auf einer Blüte sitzen.
      Und ich glaube auch nicht,dass Empathen aussterben werden.
      Ich bin in Vorbereitung meiner Trennung nach 17 Jahren und ich mache mir nichts mehr vor; ich weiss genau,mit wem ich es zu tun habe und treffe alle Vorsichtsmaßnahmen,die ich nur treffen kann und kalkuliere eine harte Zeit ein.
      Ich sehe es als meine längst überfällige Arbeit an,mich aus all den Verstrickungen und Abhängigkeiten zu befreien,ohne mich als krankhaft empathisch zu sehen.Und ich bin sehr glücklich,dass ich Menschen gefunden habe,die mich auf diesem Weg stützen und begleiten,denn alleine kann man m.E. diese Loslösung nicht schaffen.
      Der Narzisst wird sich nicht ändern,weil er kaum reflektieren kann.Ich denke aus meiner Erfahrung,dass der Panzer um das Narzisstenherz viel zu groß und dick ist und in diesem Leben nicht mehr geöffnet werden kann,weder von ihm noch von anderen.Es ist eine schmerzhafte Erkenntnis,aber bitter nötig,um sich selbst zu retten.
      liebe Grüße,Heike

  33. Marianne sagt:

    Dieser Artikel geht doch voll an der Sache vorbei. Narzissten sind keine starken Krieger, die ihre Sippe schützen und für deren weiterkommen sorgen. Narzissten sind in im Grunde schwache und feige Menschen, die sich auf Kosten anderer eigene Größe vorgaukeln. Um dieses Selbstbild aufrecht zu erhalten quälen, lügen, betrügen und erniedrigen sie alle Menschen in ihrem Umfeld.

  34. Natalie sagt:

    Über so einen unfundierten Mist bin ich fassungslos.
    Kriege entstanden in ihrem Ursprung durch Machtbedürfnusse in Familien.
    Nicht umgedreht.
    Es gab also schon immer Menschen, die man heute als Narzissten bezeichnen würde. Man nannte sie vielleicht damals Tyrannen.
    Die Dame sollte sich erst mal bilden, bevor sie solche verdrehten Texte öffentlich macht.
    Oder EINEN Narzissten nennen, der nach erfolgreicher Therapie seine Selbstsucht, seine Scheinwelt, um größer zu wirken, seine Kontrolle und sein Machtbedürfnis in gesunden Selbstwert und menschliche Fürsorge zu GEBEN, AUS EHRLICHEM EIGENEM BEDÜRFNIS, änderte.
    Der Satz „Es ist Krieg und keiner geht hin.“,funktioniert genau wegen der selbstfixierten Menschen nicht.
    Ich denke auch, daß materielle Gier erst NACH dem Machthunger steht.
    Um die fehlende Herzlichkeit zu kompensieren.
    Menschen, die solche Artikel verfassen, haben es vielleicht auch nötig, sich dadurch bedeutungsvoller zu machen, als sie sind…

    Sie kennt sicher nicht, wie schlimm ein Trauma durch solche „Behandlung“ sein kann.
    Ich war ein sehr fröhlicher, lebhafter und immer bewusster Mensch.
    Jetzt bin ich in einer traurigen Abstumpfung und mir selber fremd. Bin in Therapie und hoffe darauf und arbeite dran, da raus zu kommen.
    Ich will diesen Artikel nicht persönlich nehmen.
    Denn dann wär er ein Hohn.

  35. kathi sagt:

    Ich bin entsetzt über diesen Artikel und kann es nicht fassen, dass er auf diesem Portal erscheint, das ich bisher für sehr gut gehalten habe. Dieser Beitrag ist jedoch victim blaming und gaslighting pur!

  36. Heike sagt:

    Ein wunderbarer Artikel! Bringt es genau auf den Punkt,denn so sehe ich es mittlerweile auch.So habe ich gesehen,dass ich mit meinem (oft devoten) Verhalten den Narz zwinge so und nicht anders auf mich zu reagieren.Es ist ein ziemlich mieses Spiel auf beiden Seiten,der Narz kann es nicht stoppen,nur ich,der Empath kann es.Es ist ein spannender und schmerzhafter Prozess in die Tiefen meines inneren Kindes vorzudringen,meinen eigenen frühen Mißbrauch zu erkennen und was ich selber davon übernommen habe.Mein Verhalten lädt nicht nur Narzissten ein,diesen Mißbrauch an mir fortzusetzen. Es geht nicht um den Narzissten, er spiegelt uns nur Erfahrungen mit Mißbrauch,den wir schon lange kennen und es ist unsere Chance,das zu erkennen und an UNS zu arbeiten,Mißbrauchmuster aufzulösen und in die Selbstliebe zu kommen.Dann sind wir frei für ein neues Leben.

  37. Barbara sagt:

    Ich finde den Artikel gut. Es geht darin nicht darum, das Verhalten von „Kriegern“ oder „Empathen“ zu rechtfertigen, sondern lediglich zu erklären, wo es herkommt, ein Enstehungsmodell also.
    Ich denke als Christ mal ein bisschen quer: Der Mensch war im Paradies, das war ihm nicht genug und er/sie wählte („ihr werdet sein wie Gott“) – das Modell Krieg. Gott hat ihn/sie/uns gewähren lassen, denn er wusste schon immer, dass dieser Planet Grenzen hat und wir irgendwann an diese stoßen und wir uns dann – manche jedenfalls – unserer Ohnmacht und Schuld bewusst werden verbunden mit der Einsicht, dass Paradies doch schön und genug war und Gott eben doch schlauer ist als wir kleinen Besserwisserlein – und daraus wiederum kann der Wunsch nach Vergebung für unseren Umgang mit diesem Planeten und unseren Mitmenschen und Rettung durch Jesus entstehen. Jesus hat quasi mit Satan den Deal gemacht: Du darfst mich quälen und hinrichten, dafür lässt du alle die Menschen laufen und überlässt sie mir, die das möchten. Für die Menschen, die umkehren und diese Rettung durch Jesus für sich annehmen, hat Gott ein neues ewiges Leben, einen neuen Himmel und eine neue Erde. Nicht diese Erde. Gott flickt nicht, er erschafft neu! Für die übrigen gilt weiter „Modell Krieg“, d.h. die kriegen exakt das, was sie wollen. Ich weiß es nicht, aber ich vermute, dass ziemlich viele „Heiler“, also Empathen, bereit sind, sich Jesus anzuschließen und ziemlich viele „Krieger“, also Narzissten, nicht. Stellt euch eine Welt vor, in der nur noch Narzissten übrig sind und sich gegenseitig das Leben schwer machen – ist das nicht die Hölle? Und umgekehrt: lauter Empathen, die noch dazu durch Gott von ihren Macken geläutert sind, ist das nicht der Himmel?
    Noch ein Nachsatz: Da Gottes Pläne feststehen seit Ewigkeit, ist es vollkommene Kraftverschwendung, selber ohne Jesus diesen Planeten retten zu wollen oder den Weltfrieden erreichen zu wollen. Investiert euch z.B. in Bibellesen, Jesus kennenlernen und ihr erhaltet den Frieden Gottes, der höher ist als jegliche menschliche Vernunft (und Logik). Ist so, ich schreibe aus Erfahrung (u.a. der Erfahrung mit mehreren, zunächst jahrelang unerkannten, Narzissten in meinem Leben)

  38. P. sagt:

    Damit Empathen und Narzissten „Frieden schließen“könnten, müssten sich Narzissten ja überhaupt erst als Narzissten erkennen – und das tun sie ja in den wenigsten Fällen. Und wenn, dann Nutzen sie dieses Wissen i.d.R., um noch effektiver an narzisstische Zufuhr zu kommen. Genau dazu habe ich gerade erst mehrere sehr erhellende Aufklärungsvideos von Sam Vaknin gesehen. Selbst narzisstischer Psychopath, rät er den Opfern/Angehörigen dringend zu konsequentem „No Contact“.
    Dass unsere Gesellschaft, besonders die Eliten, politische Führungen und auch die staatlichen Institutionen, von Narzissten geradezu unterwandert werden und es somit gar nicht möglich ist, sie „auszuschließen“, steht auf einem ganz anderen Blatt…

    • Alex sagt:

      Es kann und wird niemals Frieden zwischen einem Narzissten und einem Empathen geben. Den frieden finden man nur, wenn man als Empath den kompletten und kompromisslosen Cut machen; für immer!

      • Waltraud sagt:

        Den Frieden will der Empath, nicht der Narzisst! Der Narzisst freut sich sadistisch wenn er Unfrieden sähen kann. Wenn er sieht, das der andere leidet, kommt er als Retter und Helfer ins Spiel, um sich wiederum vor anderen als Gutmensch dar zu stellen.
        Die Künstlerin und Pädagogin dieses Artikels hat ihr Wissen über Narzissten durch mitlesen auf diesen Seiten?! Warum hat sie hier seit einiger Zeit mitgelesen? Das erschließt sich mir nicht. Eigene Erfahrung kann ich mir nach ihrem Artikel nicht vorstellen. Was ist also die Motivation? Prädestiniert es sie als Pädagogin hierzu Stellung zu beziehen?? Völlig unqualifiziert!

        • Alex sagt:

          Ganz genau, Waltraud. Hier ist der Narzisst der Kriegstreiber und tut Alles, damit dieser Zustand aufrecht gehalten wird.
          Der Empath kann nur kämpfen, verzweifeln und verlieren. Oder aber, er sieht, dass man nicht gewinnen kann und verlässt das Schlachtfeld für immer!

        • w. sagt:

          Hallo Waltraud

          Wo die Autorin die Motivation hernimmt?
          Das wurde mir soeben bewusst.
          Zufuhr ohne Ende…Wahrscheinlich lacht sie sich über jeden von uns ins Fäustchen .
          Vielleicht hätten wir alle besser daran getan diesen Artikel einfach zu ignorieren ganz nach dem Motto:
          Narzissten schiesen mit Giftpfeilen ,doch die „EMPATHEN“ gehen nicht hin.
          Sie schreiben es ja selbst“Der Narzisst freut sich sadistisch wenn er Unfrieden sähen kann“
          Mit Kritik kann die Dame auch nicht umgehen, sonst würde sie Stellung beziehen.
          lg W.

          • Waltraud sagt:

            Hallo W.,
            die Autorin hat in ein Wespennest gestochen. Ich vermute auf diese geballte Gegenwehr war sie nicht vorbereitet. Warten wir’s ab.
            Lg

          • Solange die Intension der Autorin nicht bekannt ist, möchte ich bitten, sich mit derartigen Kommentaren gegenüber der Autorin zurückzuhalten. Ich habe die Autorin gebeten, sich an der Diskussion zu beteiligen, um eben keinen Raum für Spekulationen zu geben.

        • Waltraud sagt:

          Hallo Herr Gruettefien,
          da sie hier niemanden konkret ansprechen, das ich auch gemeint bin. Ich finde es legitim, zu Hinterfragen. Natürlich sollte das Niveau nicht abrutschen auf etwas, was wir selbst hier anprangern…

  39. Linda Walcheren sagt:

    Gefällt mir gar nicht, ich bekomme sogar ein merkwürdiges Gefühl beim Lesen, auch ich schließe mich den Vorherigen Kommentaren an; und nein keine Lanze für Narzisten brechen…dafür habe ich zuviel gelitten!
    Zur Kenntnis genommen- nicht hilfreich, weg damit.

  40. Rabea sagt:

    @ Betroffen:

    Zur Kriegsführung gehören immer zwei.
    Völlig unzutreffende Metahper, also, für das Verhältnis Narzisst/Empath.

    Der Narzisst ist die leibhaftige Bedrohung, der Empath der fruchtbare Boden, auf den die Bedrohung fällt. Aber niemals mit dem Ausgang des Krieges gegen den Narzissten. Eher bekämpft der Empath sich selbst bis zur Selsbstzerstörung!

  41. Bekennende Empathin, und das ist auch gut so. sagt:

    Empathen und Narzissten als zwei Seiten einer Medaille??? Ich fasse es nicht.

    Narzissten suchen sich Empathen, weil diese für sie besonders leichte Beute sind. Und Empathen kümmern sich um andere, weil es ihrer Natur liegt. Ihnen zu unterstellen, dass sie dadurch Kriegstreibern dienen würden, ist wirklich absurd.

    Natürlich ist jeder für sich selbst und sein Leben verantwortlich. Aber Narzissten kämpfen mit ungleichen Waffen, sind radikal darin Menschen zu vernichten. Das tun Empathen nicht. Punkt.

    Es sind immer die Nicht-Narzisst(innen), die in der Beziehung die Verantwortung gehen muss, das ganze beenden, Grenzen setzen, zum Therapeuten rennen, sich Hilfe suchen etc.. Die Narziss(innen)“ sind halt nicht therapierbar“, die armen kleinen verletzten Kinderchen, man muss ihnen verzeihen, damit es wieder gut werden kann usw.. Diese Haltung kotzt mich mittlerweile regelrecht an!

    Wird es nicht langsam mal an der Zeit, auch nach anderen Wegen zu suchen? Wo ist hier die Forschung? Weshalb gibt es noch immer keine geeigneten Therapien? Kümmert sich überhaupt jemand darum?

    • Glücklich sagt:

      @Bekennende Empathin

      Das sehe ich genauso.
      An den Empathen verdienen Therapeuten jedenfalls besser als an den Narzissten.

      Ich verstehe nicht, wie solch ein Rückschlag wie dieser Artikel HIER Einzug erhalten konnte…..
      Diese Seite hat mir vor zwei Jahren die Augen geöffnet und nun so ein irritierender Newsletter!?
      Das passt hier nicht hin.
      Möchte es verstehen, Herr Grüttefien.

    • Alex sagt:

      sehr guter Kommentar!

    • Anett sagt:

      Auf den Punkt getroffen, viel mehr gibt’s da nicht zu sagen.

  42. Barbara sagt:

    Ich selbst bin sehr stark betroffen, durch jahrzehntelangen quälen und peinigen meines Partners und Ehemannes, der ein bösartiger Narzisst ist. Durch immer wiederwährendes Verständnis, für seine Sichtweise der Dinge, seine Probleme, seine Wut, seine Ungerechtigkeiten usw. wurde unser gesamtes Leben, Meines und das der drei Kinder, mehr und mehr zerstört und nicht “ friedlicher“ oder “ verständnisvoller“ , oder in irgendeiner Weise, „lebenswerter“. Es gab von Seiner Seite, NIEMALS, den geringsten Ansatz, zur Güte, zur Vergebung oder zum Frieden. Im Gegenteil, er wurde immer narzisstischer und hochmütiger, immer egoistischer und fühlte sich durch meine immerwährende Bereitschaft, zu vergeben, Frieden zu schliessen und gütig zu sein, Das ich ihm auch immer wieder vorlebte, noch bestätigt und Alles wurde unerträglich und schlimm. Ich finde diesen Artikel mehr als unpassend und ungerecht. Er bestätigt praktisch den Narzissten, so zu sein, wie ihm beliebt und drängt damit die Opfer von Narzissten dazu, NOCH MEHR für diese Peiniger zu tun. Ich frage mich, was Das soll und distanziere mich davon!

    • Steffi sagt:

      Das tut mir sehr leid Barbara, ich kann mir gut vorstellen, was Du durchgemacht hast. Und ich finde diesen Artikel auch ganz fürchterlich und ich kann nicht verstehen, wie Herr Grüttefien so einen unseriösen Artikel hier zulassen kann. Bisher fand ich diese Artikel ganz informativ, wobei es Informationsmaterial gibt, dass Narzissmus und die Auswirkungen noch besser darstellt, aber ab jetzt werde ich mich ganz klar von diesem Informationsmaterial hier ebenfalls distanzieren. Dieser Artikel wird dem Thema Narzissmus bei Weitem nicht gerecht und macht einen sehr verblendeten, wenig informierten und vor allem unseriösen Eindruck. Und ich finde ihn sehr respektlos gegenüber den Opfern.

    • Lise1 sagt:

      Barbara, in dem Artikel steht keinesfalls, dass man noch mehr für einen Peiniger tun soll.
      Allerdings steht dort das, was du auch schreibst, dass du durch Gutmütigkeit den Narzissten unterstützt und eingeladen hast. Das kannst du abbrechen und das sollte jeder Leidende tun!

      Sehr oft kommen auch in den gleichen Familien Empathen und Narzissten nebeneinander vor, auch hier im Blog wird oft von den Empathen von narzisstischen Geschwistern oder anderen nahen Angehörigen berichtet. Es können 2 Seiten der gleichen Medaille sein. Es sind unterschiedliche Selbstschutz Mechanismen vor der Bedrohung. Empathen und auch übersensible lernen sehr, sehr früh, aufgrund kleinster kaum wahrnehmbare Anzeichen die Gefühle von anderen zu sehen, damit sie vor Gefahr gewarnt sind bzw. Damit sie durch „liebsein“, „Helfersyndrom“, selbst zurück nehmen, Fleiß oder Leistung versuchen können, die Stimmung des Aggressor zu bessern. Wenn man das leider lernen musste, man man als Erwachsener in der Beziehung alles genau so weiter. Auch das ist selbstschadigend und auch das ist schwer therapierbar, weil sich Betroffene über ihr „Gutsein“ überlegen fühlen und sich darüber als Person definieren. Wenn man da anfängt zu reflektieren, braucht man Begleitung, weil es behutsam geschehen muss. Die Abwehr ist groß, weil man ja so gut ist, nur leider ein Opfer, weil man gesunde Abwehr nie gelernt hat, man hat nur die große Empfindlichkeit und das große Bemühen, endlich geliebt zu werden, ebenso das magische Denken, das Verhalten anderer von außen beeinflussen zu können, indem man sich Unsägliches antun lässt. Oder indem man über sich bestimmen lässt entgegen jedem eigenen Interesse.

      Auch wenn es viele nicht hören wollen, ohne hilfreiche Empathen könnten Narzissten nicht besonders weit kommen.

      Erst wenn der Narzisst seine Empathen verliert, dann kann er beschließen, sich anders zu benehmen, sich Hilfe zu suchen (oder auch nicht, es liegt allein in seiner Macht)

      Egal wie er entscheidet, jeder, der da hineingeraten ist und Verletzungen und großen Schaden erlitten hat, ist für sich verantwortlich, sich ein lebenswerte Leben zu gestalten, mit Menschen, die man sich aussucht und nicht mit Menschen an die man auf schlimme Art gefesselt ist.

      • Susanne sagt:

        Liebe Lise 1,
        es wäre hilfreich, wenn du nicht immer so verallgemeinernd kommentieren würdest.
        Wenn ich deine Kommis lese, weiß ich nie von wem du sprichst…????!!!!
        Meinst du dich, oder die Autorin im Artikel oder vielleicht deine Nachbarn??
        Werde doch mal konkret und bekenne Farbe, trau dich, stell dich doch endlich deinen eigenen Anteilen oder was auch immer!
        Aber hör auf, immer so um den heißen Brei herum zu reden.

        Danke.

  43. Rabea sagt:

    Liebe Sonnenblume!

    Man erkennt immer sehr klar, welche Zeigenossen es wirklich schon einmal mit einem Narzissten zu tun hatten, und welche in theoretischen Märchen schwelgen.

    Im Übrigen: Vergebung ist ein hohes Gut! Hat aber rein gar nichts mit der nüchternen Erkenntnis über die Problematik zu tun. Man kann einem Narzissten aus tiefstem Herzen vergeben, muss aber nicht gleichzeitig die Relevanz seiner Taten herunterspielen oder zurechtbiegen.

  44. Betroffen sagt:

    Die Artikel finde ich sehr gut! Der Zusammenhang mit der Kriegsentstehung ist grandios!

    • Rabea sagt:

      Und Ihre eigenen Berührungspunkte mit Narzissten?
      Oder sprechen Sie nur theoretisch?
      Über ein Thema, mit dem Sie noch keine eigenen Erfahrungen hatten?

      • Lise1 sagt:

        Manche hatten Erfahrung, haben an den Tiefen Ursachen des damiligen Leids gearbeitet und sind aus den ersten Phasen der Aufarbeitung und des Leids inzwischen in einem geänderten Leben angekommen.

        Wenn man glücklich lebt, Abstand hat, dann ist es auch wichtig mitzuteilen, dass es ein sehr gutes Danach geben kann. Allerdings dauert es und man muss an Tabus rütteln und nicht nur dort suchen, wo die Laterne der Hausfrauenpsychologie steht. Der Hund ist sehr versteckt begraben und es wird viel getan, die Ursachen schön unentdeckt zu lassen, es tut nämlich weh.

    • Glücklich sagt:

      Betroffen????????

    • Steffi sagt:

      Der Zusammenhang ist kompletter Schwachsinn und zeigt nur, dass Narzissmus hier lediglich eine Bühne für eine Narzissstin ist sich darzustellen. Victim Blaming, das trifft hier zu.
      Ich habe den Newsletter abbestellt und wende mich seriöseren Informationsquellen zu.

  45. Richard sagt:

    Schließe mich dem Konsens der bisherigen Kommentare an.
    Sicherlich haben immer beide Seiten ihren Beitrag bei dieser Problematik.
    Der Vergleich mit der kriegerischen Gesellschaft, Kriegern und Heilern und die damit gerechtfertigte Absolution des teils menschenverachtenden Verhaltens von Narzissten hinkt jedoch komplett! Keine unserer ach so kriegerischen Gesellschaften (was wir im übrigen in weiten Teilen der zivilisierten Gesellschaft schon lange nicht mehr sind) hätte sich zu dem entwickelt was sie heute sind, wenn die narzisstischen Krieger sich gegen die emphatischen Heiler ihrer Gesellschaft gerichtet hätten. Ein vollkommen an den Haaren herbeigezogener Vergleich.
    Ein Beitrag der für Menschen, die aufgrund ihrer teils verzweifelten Situation mit narzisstischen Partnern hier nach Hilfe suchen, ein Schlag ins Gesicht ist. Ich bin enttäuscht so etwas hier zu lesen!

  46. Rabea sagt:

    Die Autorin nennt sich auch noch Pädagogin?!?! Na, Prost Mahlzeit! Arme Kinder, die in den Dunstkreis ihrer verkorksten Ideologie geraten!

    Ich würde dem Betreiber dieser Webseite auch raten, sich das hohe Niveau seiner wertvollen Beiträge nicht durch einen solch sinnlosen Schrott runterziehen zu lassen! Hier lesen Leute, die nach Orientierung zum Thema suchen. Da ist so eine verdrehte Sicht der Dinge völlig fehl am Platz! Unter Umständen mit schmerzhaften Folgen für einen Leser, der das noch nicht einzuordnen weiß!

    • Marie Schneider sagt:

      Das Ganze ist doch sehr weit hergeholt.

      Wenn ich einen Narzissten mit einem Krieger, der mich rettet und dem ich noch dankbar sein muss, dass er die Beute mit mir teilt, vergleichen muss, dann frage ich mich von welchem Planeten die Autorin kommt.

      Selten so einen Mist gelesen.

      • Rabea sagt:

        Leider von unserem Planeten!
        Gesunder Menschenverstand?
        Nicht nur Mangelware, sondern, wo vorhanden,
        leider immer mehr verpönt, zugunsten konstruierter, kranker Theorien!

  47. Monika Lang sagt:

    Mir stehen die Haare zu Berge. Einen Narzisten/Psychopathen überzeugen! Dr. Donald Blacks Studie lesen wird nie funktionieren. Da ja nur seine Meinung, Ansichten etc. wichtig sind. Er/Sie wird Dir vermutlich nicht mal zuhören selbst Du hast einen Mentor dabei. Wer solch einen Artikel schreibt hat nie mit so einem Menschen gearbeitet oder zusammengelebt.

  48. Sonnenblume sagt:

    Ich habe mir schon ganz oft gedacht, dass die Geschichten zwischen sogenannten Narzissten und deren sogenannten Coabhängigen wie ein Krieg ist. Nein, nicht „wie“, sondern ein Krieg ist. Wenn es darum geht, jemanden zu bekämpfen, als nach einer friedlichen Lösung zu streben und läge sie in der Erkenntnis, dass es Störungen und deren Auswirkungen gibt. Im eigenen Leben wie im Leben eines anderen. Und das es nie um Schuldzuweisungen gehen kann, sondern um Lösungen….

    Vergebung ist meines Erachtens ein guter Weg in dieser Richtung. Vergebung ist eine höhere Form des Selbstinteresses (weil man damit aufhören will, die Last von Verletztwordensein und verletzen nicht mehr mit sich herumtragen will, um sich letztendlich selbst damit zu schaden und sich daran zu hindern ein freies Leben in der begrenzten Realität zu ermöglichen)

    Wie im Kleinen so im Großen.

    Und so verstehe ich diesen Artikel auch.

    Krieg kann nie die Lösung sein.

    Weder in der kleinen Welt noch in der grossen Welt…..

    Soweit meine spontanen Gedanken zu diesem neuen Artikel, der eine schöne neue Perspektive über alle anderen wichtigen Erkenntnisse stellt….

    DANKE

    Danke für den guten Artikel, der guten gesunden Stoff zum Nachdenken und Vertiefen enthält für mich.

    • Alex sagt:

      Krieg ist das falsche Wort.
      „Kampf“ ja, aber zum Krieg lässt man es erst werden, wenn es ausartet. Und da sollte man dann spätestens die Beine in die Hand nehmen und laufen…

      • Glücklich sagt:

        Oder erst gar nicht teilnehmen.

        Der altbekannte Satz:“Stellt euch vor, es ist Krieg, und KEINER GEHT HIN!“
        wäre die Lösung!

        Und NEIN:
        Empathen haben KEINE Verantwortung für das Verhalten der Narzissten.
        Jeder trägt Selbstverantwortung!
        Jeder hat die Möglichkeit zur Selbstreflexion!
        Jeder kann liebevoll und einfühlsam handeln!
        Vorausgesetzt es ist ein MENSCH, der menschlich handelt!!

        • Alex sagt:

          Das „Problem“ ist hier, dass Empathen nicht logisch handeln, bzw den Missbrauch erkennen. Dazu brauch es eine gewisse Zeit und auch Ehrenrunden.
          Wenn das aber mal der Fall ist, sollte das Handeln nicht nur logisch, sondern auch konsequent sein

          • rubicon sagt:

            …genau das ist wirklich das problem. ja. sehe ich auch so, alex. ich für meinen teil habe auf ziemlich schmerzhafte weise lernen „dürfen“, genauer hinzuschauen und regelmäßig bzw. früher meinen verstand zwischenzuschalten. da hatte ich sehr, sehr lange ein ausgeprägtes defizit. eines, das ich mir sehr eloquent selber schön geredet habe. heute sehe ich: in der beziehung, in der ich mich lange „gefangen“ wähnte, sind zwei extreme aufeinandergeknallt, die beide problematisch waren. jedes auf seine art und weise. soweit ich das heute noch beurteilen kann ist der einzige unterschied, dass ich mit seit jahren an/mit all dem erlebten arbeite, mich verändere. glücklicher und unabhängiger werde. mein damaliger gegenüber hingegen macht unverändert weiter so wie gehabt. aber das ist seine sache. seine verantwortung. sein leben. und deshalb auch sein leid (und ja – er leidet).

          • Alex sagt:

            Rubicon, wenn Dein Bauchgefühl dir Bescheid gibt, hör drauf. egal wie sehr Du denkst verliebt zu sein, wenn der bauch dazwischenfunkt oder Du anfängst nachzudenken, stimmt was nicht!

          • rubicon sagt:

            …da hast du auf jeden fall recht, alex. DIESE lektion habe ich definitiv gelernt. und meine erlebnisse liegen auch schon lange hinter mir – mein herz erreichen sie nicht mehr. nur noch mittelbar – wie das eben so ist, wenn man ein gemeinsames kind hat.

    • rubicon sagt:

      …ich sehe das ähnlich, wie du. sonnenblume. ich habe irgendwann beschlossen, mich nicht länger als opfer fühlen/sehen zu wollen und der – zumindest für mich – einzig gangbare weg war, alles, was geschehen ist und was nicht ungeschehen gemacht werden kann, „loszulassen“. loslassen meine ich hier im sinne von: es sein lassen, wie es nunmal war/ist und es genau so anzunehmen. seitdem geht es mir wesentlich besser. „schuldfragen“ zu erörtern (und sei es im stillen dialog mit sich selbst) – das habe ich viel zu lange gemacht. und es hat mir rein gar nichts gebracht – im gegenteil! das einzige, was passiert ist, ist dass sich meine eigene wahrnehmung von mir in meiner opferrolle zementiert hat. rückblickend halte ich es nicht nur für müßig, sondern sogar für kontraproduktiv. so unschön die erkenntnis für mich war: zu kampf und/oder krieg gehören IMMER zwei. IMMER. anders ist es nur bei dem, was du vergebung und was ich loslassen nenne (und was natürlich nicht bedeutet, dass man das verhalten, das man erlebt hat, gut heißt). das geht nämlich sehr gut auch allein 🙂

      • Sonnenblume sagt:

        Ja, genau Rubicon, das Wort „Loslassen“ trifft es auch für mich. Annehmen, Frieden schliessen und „sein lassen, was es war und was es ist“. Und das ist eine Haltung, zu dem man den anderen nicht „braucht“.

        Und mich hat diese schwierige Geschichte, in die ich sehenden Auges und doch blind, hineingeschrauscht bin, auch sowas wie nachsichtig (vielleicht hast du noch ein besseres Wort?) gemacht für mein eigenes anfälliges Menschsein. Manches was man tat, wollte man ja gar nicht. Und hat es trotzdem gemacht oder zugelassen. Man war ja dabei und hat sich so verhalten. Und das war dann der Augenöffner.

        Irgendwie möchte ich daraus auch die richtigen Schlüsse ziehen, die ins Leben und in gute Eigenständigkeit und Beziehungsfähigkeit führen, anstatt gegen etwas oder jemanden zu sein.

        Und ich gehe vielmehr als früher davon aus, dass im Leben manchmal etwas „passiert“ und wir Menschen eben nicht immer den vollen Durchblick haben. Phase um Phase. Einen Schritt um den anderen…..

        Und so geht es den sogenannten Empathen und auch den sogenannten Narzissten. Ich möchte nicht immer alles bewerten oder verurteilen müssen. Sondern wahrnehmen und erkennen und lernen daraus….

        • rubicon sagt:

          ..ich weiß SEHR genau, was du meinst! viel „wachstum“ dir auf deinem weiteren lebensweg…

          • Sonnenblume sagt:

            Danke für deinen positiven Wunsch für mich – Wachstum…

            Wachstum hat nichts mit Anstrengung zu tun. Denn das geschieht von ganz alleine, wenn wir das Pflänzchen (ich denke dabei immer an einen Baum) hegen und pflegen und ihm das zukommen lassen, was dem Wachstum dient….

            …. und so sehe ich das mit dem Loslassen. Ich brauche meine Wurzeln nicht mehr in einen Steinhaufen oder in eine Trümmerstätte zu graben, sondern in frische gute Erde, die durch den ganzen Mist sogar noch bestens gedüngt wird….

            Mir gefällt diese Metapher und andere, die mich über vieles hinauswachsen lassen…

            Also – in diesem Sinne auch Dir fruchtbares Weiterwachsen ….

        • rubicon sagt:

          merci 🙂

          • Sonnenblume sagt:

            🙂 – aber sowas von gerne!

            Und weil die Sonne heute so schön scheint noch eine Beobachtung ganz natürlicher Art aus dem Garten:

            Ein Baum wächst immer dem Himmel entgegen…

  49. Lis sagt:

    Ich finde den Artikel gut. Bin selber Betroffene und weiß nach jahrelanger Therapie um meine Anteile in einer Beziehung mit einem Narzisten. Sich das einzugestehen, dass man selber auch seinen Teil dazubeiträgt ist schwer und braucht Zeit. Zu sagen der andere ist der Böse/Schuldige/etc ist immer einfacher. Ich will kein Opfer sein. Ich hab mein Leben selber in der Hand und kann mich immer wieder aufs neue entscheiden zu gehen oder nicht, Therapie zu machen und an mir zu arbeiten oder nicht, mich hilflos fühlen oder nicht, etc

    • Steffi sagt:

      Ja, wenn ich weiß, dass ich angegriffen werde kann ich das, aber wie Waltraud gesagt hat: die Peiniger waren sie mehr oder weniger von Anfang an, deshalb hat der Partner eines Narzissten erst angefangen, sich irgendwann gegen diese ganzen Bösartigkeiten zu wehren und noch Glück gehabt, wenn er ihm/ihr irgendwann sogar auf die Schliche kam, was da alles gelaufen ist an Schw……….
      Bei meinem Narzissten hatte ich auch keine Ahnung wie er gelogen und betrogen hat und erst als mir sein Verhalten merkwürdig vorkam und ich den ganzen Lug und Betrug erkannt habe habe ich ihn auch abgeschossen. Man fasst es einfach nicht, zu was solche Menschen in der Lage sind und wie sie andere Menschen durch ihre Bösartigkeit zerstören können. Bei meinem hat die Exfrau 3 Selbstmordversuche gemacht, ich konnte das anfangs nicht nachvollziehen und hab auch von eigenen Anteilen geredet, jetzt nach 3 Jahren Beziehung und dem Abschluss meinerseits kann ich völlig verstehen, wie er sie soweit gebracht hat. Und ich finde es sehr überheblich, da von eigenen Anteilen zu reden- es gibt einfach so böse Menschen, wie man es sich gar nicht vorstellen kann als normaler Mensch, und das kann Menschen, die in einer schwächeren Position sind und abhängiger zerstören. Ich hatte das Glück, nicht abhängig von ihm zu sein (was er auch versucht hat) und konnte gehen, andere sind das nicht – und dann kommt auch noch jemand und redet von eigenen Anteilen anstatt die Opfer verstehen und zu unterstützen.

    • Glücklich sagt:

      Für mich gehört Eigenverantwortung und Selbstreflexion zum alltäglichen Leben. Das ist gar nicht schwer, sondern seeeehr einfach, wenn man es KANN!

  50. Linnea sagt:

    Also dieser Artikel ist eine einzige Enttäuschung. Es wirkt so, als hätte die Autorin auch stark ausgeprägte narzisstische Züge. Narzissten sind normalerweise die, die sich nach der Honeymoonphase als nörgelnde graue Gewitterwolken herausstellen, die mit einer ordentlichen Portion Sadismus die Beziehung und die Umwelt permanent auf die Probe stellen. Dieser Artikel ist Schrott! Victim blaming vom Feinsten. Ich bin wirklich enttäuscht, so etwas Pseudo – ganzheitliches hier zu lesen. Denn es ist nicht ganzheitlich, sondern verallgemeinernd. Es packt das Problem nicht bei der Wurzel. Narzissten ändern sich nicht, da sie keinen Leidensdruck haben. Erst im Alter, in der Vereinsamung, in der Sucht. Und dann ist es meistens zu spät. Ich bin angewidert, empört und werde den Newsletter abbestellen.

    • Isabella sagt:

      Den Newsletter wegen eines Artikels abzubestellen ist nicht richtig. Diese Website ist ein Geschenk für Komplementärnarzissten und ein Quell der Erkenntnis. Mit hat sie immer geholfen, auch die Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.
      Auch ich finde den Beitrag schwach, obwohl an der Überschrift schon etwas dran ist, denn natürlich passen die beiden Formen super zusammen in Ihrer Zusammensetzung , wenn auch auf Dauer zu Lasten des Empathen.
      Es soll auch keine Entschuldigung für die Narzissten geben, aber sie verfügen nicht über die Möglichkeit, etwas zu ändern. Diese Gabe haben nur die Empathen, die sich selbst hinterfragen und Hilfe annehmen können. Und die brauchen alle Unterstützung, die sie kriegen können, auch von dieser Website.

      • Glücklich sagt:

        Isabella.
        NEIN!
        Diese beiden “FORMEN“, wie Du sie nennst, PASSEN NICHT SUPER ZUSAMMEN.
        Was hier für ein Quatsch geschrieben wird…..tztztz.
        Solche Kommentare können nur von NICHT-Betroffen verunstaltet dargestellt werden.

        Lasst es, BITTE!!

      • w. sagt:

        Allein die Bezeichnung Komplementärnarzissten macht mir Pickel.
        Die Forschung ist schon weiter.
        W.

  51. Alex sagt:

    Schließe mich den Vorrednern an, komischer Artikel.
    Narzissten brauchen Empathen, weil sie selbst diese „Vorteile“ des Empathen nicht haben und sich selbst dadurch aufwerten. Ohne Empathen ist der Narz nämlich nur ein kleines Häufchen Elend und wir Empathen versuchen natürlich (unbewusst) Alles richtig zu machen und auch Grenzen zu überschreiten.
    Auch für mich wirkt dieser Atikel sehr unvorteilhaft und geht nicht wirklich auf das Zusammenspiel Narzisst – Empath ein!

  52. Lämmchen sagt:

    1. Es interessiert man ende niemanden, ob Empathen auf Narzissten anstrengend wirken oder nicht, denn Täter sind hier klar Narzissten. Dieser Satz im Artikel impliziert eine Mitschuld Dean Emapthen an seiner Situation und entschuldigt quasi den Narz, der ja nur so handelt, weil der Empathie anfängt zu nerven

    2. Den Verweis Krieg/Gewalt und das Modell Krieg, halte ich in diesem gesamten Zusammenhang für… ich will nicht sagen unnötig, aber unpassend. Auch die Aussage, wir sollen Narzissten zu einem friedlichen Zusammenleben überzeugen. Nein müssen wir nicht. Wir müssen gar nix. Erst Recht nicht weiter auf Narzissten einreden, denen wir eh egal sind und die uns Empathen für ihr nicht vorhandenes Selbstbewusstsein missbrauchen.

    Sorry, aber komischer Artikel, der für mich die wesentlichen Dinge komplett übergeht

    • Lämmchen sagt:

      UPS, sorry. Blöde Autokorrektur am Handy 😉

    • w. sagt:

      ….Narzissten zu einem friedlichen Zusammenleben überzeugen….Lächerlich, genau deswegen hatte ich ihn ja geheiretet.
      Für ihn war es eine Einladung mich zu belügen , zu betrügen, zu benutzen, zu demütigen , zu hintergehen , auszunutzen.

  53. Waltraud sagt:

    „Das sie sich dann in Peiniger verwandeln, liegt in der Natur der Sache“?!
    Sorry, das kann ich so absolut nicht stehen lassen; die Peiniger waren sie mehr oder weniger von Anfang an, deshalb hat der Partner eines Narzissten erst angefangen, sich irgendwann gegen diese ganzen Bösartigkeiten zu wehren und noch Glück gehabt, wenn er ihm/ihr irgendwann sogar auf die Schliche kam, was da alles gelaufen ist an Schw………

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