Wie man Kindern von narzisstischen Eltern helfen kann

Kinder von narzisstischen Eltern haben  ein besonders schweres Los: Sie erhalten von einer narzisstischen Mutter oder einem narzisstischen Vater nicht die Zuwendung und Geborgenheit, die für eine gesunde Entwicklung nötig wären. Stattdessen erfahren sie ein Übermaß an Ablehnung, Missachtung, Manipulation, Unterdrückung, Kritik und Demütigung – oder auch an körperlicher Gewalt. Wie kann man einem Kind, das hilflos dem destruktiven Einfluss eines narzisstischen Elternteils ausgesetzt ist, helfen?

Bild: © emkaphotos – Fotolia.com

Das Kind lernt früh, dass es nicht so sein darf, wie es ist, sondern dass es so sein muss, wie es sich das narzisstische Elternteil (im Folgenden wird nicht mehr zwischen einer narzisstischen Mutter und einem narzisstischen Vater unterschieden) wünscht. Um nicht von der Liebe der Eltern abgeschnitten zu werden, unterwirft es sich dem dominanten Willen der Eltern und passt sich ihrem Bild an.

Das Kind hat keine andere Wahl, es kann sich nicht von seinen schwierigen Eltern distanzieren. Um nicht die Aufmerksamkeit und die Versorgung der Eltern zu verlieren, muss es lernen, den Willen der Eltern zu akzeptieren und sich an ihnen zu orientieren. Um keine Kritik oder Bestrafung zu erfahren, muss es außerdem ständig in Kontakt mit den Eltern bleiben und sich übermäßig anstrengen, um keinen Fehler zu machen oder die Eltern nicht zu verärgern.

Auf diese Weise verliert das Kind aber den Kontakt zu sich selbst und verstrickt sich zu stark im fremden Selbst des narzisstischen Elternteils. Es kann nicht erfahren, wer es ist, weil es von den Eltern nicht angenommen, sondern ständig von sich selbst weggeführt wird, um den Idealvorstellungen der Eltern zu entsprechen. Die Eltern lassen keine eigenständige Entwicklung des Kindes zu und unterstützen das Kind auch nicht in seinen Veranlagungen, sondern erwarten von ihm, dass es sich ganz nach den Vorstellungen der Eltern verhält.

Das Kind muss lernen, seine Eltern zu lieben

Das Kind wird kaum die Chance haben, sich von den narzisstischen Eltern abzugrenzen und sich gegen ihren Willen durchzusetzen. Es wird die Behandlung als elterliche Liebe wahrnehmen müssen, weil ihm gar nichts anderes übrigbleibt. Würde es seine Eltern als egoistische Tyrannen sehen, sich gegen das destruktive Verhalten wehren und sich von seinen Eltern distanzieren, dann wäre dies sein Tod.

Die Eltern würden das Kind auf irgendeine Weise bestrafen und mit materiellem oder emotionalem Entzug drohen. Da das Kind dies nicht zulassen kann, muss es für sich unbewusst ein Bild von den schwierigen Eltern aufbauen, das deren verletzende Behandlung rechtfertigt. In der Regel gibt es sich daran selbst die Schuld, indem es annimmt, ein schlechter oder böser Mensch zu sein.

Es zweifelt nicht daran, dass seine Eltern im Grunde liebende Menschen sind und dass sie ihr Kind aus reiner Liebe gezeugt haben. Da es die Eltern von der Schuld befreit und ihnen einen Heiligenschein aufsetzt, muss es sich selbst die Schuld geben, damit es für die grauenvollen und erniedrigenden Erfahrungen eine sinnvolle Erklärung hat und nicht wahnsinnig wird. Das Kind muss annehmen, dass das Verhalten der Eltern normal ist und diese durchaus liebevoll handeln würden, wenn das Kind den Erwartungen der Eltern entsprechen würde.

Das Kind muss seine Gefühle verdrängen

Das Kind lernt also, seine eigenen Bedürfnisse zu leugnen und mit Schuldgefühlen aufzuwachsen. Es muss seine Gefühle auf irgendeine Weise verarbeiten und wird sich entsprechend seiner Veranlagung entweder aggressiv gegen das Verhalten der narzisstischen Eltern stellen oder passiv den Kummer in sich hineinfressen. Geht es aktiv gegen den Willen der Eltern vor, bringt ihm das am Ende nur noch mehr Demütigungen und Bestrafungen ein. Dadurch steigert sich die Wut des Kindes nur noch weiter und bricht bei anderen Gelegenheiten oder gegenüber anderen Personen aus.

Je nach Veranlagung wird jedes Kind eigene Kompensationsmechanismen entwickeln, die ihm ein Überleben an der Seite der narzisstischen Eltern sichern, aber immer dazu führen, dass die Wahrheit verdeckt bleibt, vorhandene Gefühle unterdrückt werden und der Zugang zum eigenen Selbst verschüttet wird.

Das Kind wird fortan in einem starken Konflikt leben zwischen dem, was es sein soll und dem, was es eigentlich ist. Auf der einen Seite spürt es die eigenen Impulse von innen, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse, merkt aber auf der anderen Seite, dass diese bei den Eltern nicht erwünscht sind. Es ist fortlaufend einem Prozess von Unterdrückung und Anpassung ausgesetzt, was immer einen inneren Druck erzeugt, der sich irgendwann im Leben entladen muss.

Das Kind kommt in Konflikt mit der eigenen Wahrnehmung und wird hierdurch verunsichert und geschwächt. Es weiß nicht, wie es die unterschiedlichen Eindrücke in Einklang bringen kann. Welche Wahrnehmung ist die richtige – die eigene oder die fremde? Und in welchem Augenblick ist welche Wahrnehmung richtig? Es spürt zwar, dass es den Impulsen aus der Außenwelt nicht vertrauen kann, tut sich aber auch schwer, der eigenen Intuition zu vertrauen, weil es hierfür keine Bestätigung erfährt.

Narzisstische Eltern haben eine ganze Palette raffinierter Maßnahmen, die das Kind von sich selbst wegführen und – natürlich zu seinem Besten – in die Knie zwingen. Sie rechtfertigen ihre misshandelnden Taten mit Liebe und reden dem Kind ein, dass es eines Tages froh sein wird, dass es so streng erzogen wurde. Ein Kind muss glauben, dass die Eltern mit dieser Begründung Recht haben und es eine entsprechende Behandlung benötigt. Somit bleibt es in der Täuschung stecken und muss sich irgendwie mit dieser Realität arrangieren.

Das Kind braucht einen verständnisvollen Partner

Für Kinder, die mit einem narzisstischen Elternteil aufwachsen müssen, ist es daher ungemein wichtig, eine Bezugsperson an ihrer Seite zu haben, der sie vertrauen und mit der sie über das Erlebte sowie über die eigenen Eindrücke und Gefühle reden können. Es muss sich dabei um eine Person handeln, die das manipulierende Verhalten des narzisstischen Elternteils wahrnimmt, ähnlich wie das Kind empfindet und die Sorgen und Nöte des Kindes nachvollziehen kann.

Diese Personen können Geschwister sein, die in derselben Situation sind. Geschwister können sich sehr viel Halt untereinander geben und durch vertrauensvolle Gespräche verhindern, dass sie von ihren narzisstischen Eltern auseinandergebracht werden. Auch eine Tante, ein Onkel, die Großeltern, ein Freund oder eine Freundin, aber auch ein wachsamer Lehrer, Trainer oder Nachbar kann dem Kind zur Seite stehen und ihm eine Möglichkeit bieten, seine Gefühle auszusprechen und der Wahrheit einen Schritt näher zu kommen.

Diese Personen sollten nach Möglichkeit unabhängig von den Eltern sein, die Eltern aber gut genug kennen, um die Sorgen des Kindes nachvollziehen und Verständnis für die Situation des Kindes aufbringen zu können. Sie sollten in der Lage sein, die Wahrheit in Bezug auf das Verhalten der Eltern zu erkennen.

Auch der andere Elternteil kann dem Kind ein Ventil bieten. Er leidet zwar selbst unter dem Missbrauch des narzisstischen Elternteils und sucht ebenfalls nach Schutz, kann aber in Gegenwart des Kindes durchaus seine eigenen Meinung vertreten, wenn er momentan nicht unter dem Einfluss des Narzissten steht. Selbst wenn er nicht in der Lage ist, an der Situation etwas Grundlegendes zu ändern, so darf man die Bedeutung dessen nicht unterschätzen, dass sich das Kind in seiner Gegenwart zumindest verstanden und angenommen fühlt.

Das Kind kann seine Eindrücke mit einem anderen Beteiligten, Opfer oder Beobachter teilen und steht nicht alleine da. Es ist ein enorm wichtiger Aspekt, für das Kind ein Licht in der Dunkelheit zu sein und ihm durch Zuhören eine Bestätigung für die eigenen Gefühle zu geben und dadurch der Wahrheit ein Stück näher zu kommen. Es macht dann vielleicht zum ersten Mal in seinem Leben die Erfahrung, dass es sich nicht täuscht, dass es seinen Sinnen vertrauen kann, dass mit den Eltern offenbar etwas nicht stimmt und dass es sich von seinen schwierigen Eltern abgrenzen kann.

Das Kind kann lernen, sich abzugrenzen

Es macht dann vielleicht auch die Erfahrung, dass es sich nicht mehr schuldig fühlen und keine Angst mehr haben muss, was für das Kind eine ungemeine Erleichterung darstellen und ein erster Schritt hin zu einem gesunden Selbstbewusstsein und zur Selbstbestimmung sein kann. Es kann in diesem Fall die falsche Sichtweise der Eltern erkennen und allmählich beginnen, sich emotional von dieser Realität zu lösen.

Die größte Hilfe, die man solchen Kindern geben kann, ist, sie zu begleiten und sie in ihren Eindrücken und Gefühlen zu bestärken. Diese sind nicht falsch – es sind im Gegenteil die Eltern, die eine Störung haben. Das mit Rissen behaftete Bild des Kindes kann somit allmählich geglättet werden. Das Kind merkt, dass es noch eine andere Realität als die der Eltern gibt und es bekommt das erste Mal im Leben das Gefühl, eine Wahl zu haben und sich aus eigenem Antrieb für einen Weg entscheiden zu können: für den Weg der Eltern oder den eigenen Weg.

Die Kunst liegt dann darin, dem Kind die Eltern nicht als abschreckendes Beispiel oder als Feindbild darzustellen, auf das es zukünftig seine ganze Wut projizieren wird. Es sollte lernen, den Respekt vor anderen Menschen zu bewahren, selbst wenn diese nicht immer alles richtig machen. Das Kind sollte sich aus freier Überzeugung für einen eigenen Weg entscheiden, ohne andere Menschen für den von ihnen gewählten Weg zu verfluchen. Nutzt das Kind seine Eltern nur dazu, um sich über sie zu erheben oder seine Aggressionen an ihnen abzulassen, dann bleibt es nach wie vor mit den Eltern verstrickt, weil es im Grunde die Eltern benötigt, um ihnen zu beweisen, dass es besser ist als sie.

Das Kind findet später schneller in ein unabhängiges Leben

Durch diese Einsichten hat sich das Kind aber noch lange nicht von den narzisstischen Eltern befreit: Es wird die Attacken und Übergriffe weiterhin ertragen müssen. Doch weiß es jetzt, dass diese Schikanen vorbei sein werden, wenn es erwachsen ist, und dass es den Eltern gegenübertreten können wird, um seine eigenen Ansichten zu vertreten und sein eigenes Leben zu führen.

Solange es noch auf die Unterstützung der Eltern angewiesen ist, muss es bis zu einem gewissen Grad gehorchen. Es weiß jedoch, dass dies notwendig ist, um die Zeit mit den schwierigen Eltern zu überstehen. Gleichzeitig weiß es aber auch, dass es sich danach von dem Verhalten und dem Einfluss der Eltern distanzieren kann und sich nicht länger von deren Meinung abhängig machen muss. Diese Erfahrung wird das Kind auch im späteren Leben vor destruktiven Einflüssen schützen, weil es schneller die entsprechenden Methoden erkennen und seiner eigenen Wahrnehmung vertrauen kann.


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Veröffentlicht in Blog, Familie und Erziehung
43 Kommentare zu “Wie man Kindern von narzisstischen Eltern helfen kann
  1. Arianna sagt:

    Hallo,
    ich lese diesen Blog seit einiger Zeit nur sporadisch mit, auf diesen Artikel möchte ich aber als selbst Betroffene eingehen.

    Es ist für ein Kind, das bei einem narzisstisch gestörten Elternteil lebt, schlichtweg nicht möglich, sich diesem zu entziehen. Ist der Missbrauch vor allem direkt, wird es ggf. Abwehrmechanismen entwickeln und fliehen; aber bei subtilem Missbrauch in Form von Suggestion, Isolation, Schuldgefühlen, Verunsicherung und Einbeziehung der gesamten Umgebung ist es kaum machbar. Das Kind MUSS diesem Elternteil glauben, alles andere würde ihm den Boden unter den Füßen entziehen. Es hat keine Alternative, als sich an die Realität des Menschen, der seine ganze Welt ist, zu klammern. Da hilft keine Vernunft, der seelische Druck ist zu groß. 1. Es muss irgend jemandem vertrauen können, sonst übersteht es diese Phase nicht; 2. es ist noch zu jung, um die Situation differenziert zu sehen, und 3. der narzisstisch Gestörte wird alles tun, um es daran zu hindern. Er wird entweder anstreben, dass sich das Kind völlig von dem „bösen Elternteil“ abwendet, oder es benutzen, um den anderen auszuspionieren und weiter fertig machen zu können; im schlimmsten Fall beides.

    Wird das Kind erwachsen und lebt endlich sein eigenes Leben, ist es gut möglich (schließlich hat es einen freien Willen), dass es die Ideen, die ihm eingetrichtert wurden, überdenkt. Meist steht es ohnehin unter Leidensdruck und wird das Hinterfragen, sobald es stark und unabhängig genug ist, allein schon deswegen beginnen.

    Man kann einen narzisstisch Gestörten nicht auf seinem eigenen Terrain schlagen, dafür sorgt er mit allen Mitteln. Die Kinder müssen von selbst den Mut finden, sich zu befreien und der Wahrheit ins Auge zu sehen und / oder nach Hilfe zu suchen; von anderer Seite auch an ihnen zu zerren macht ihnen das Leben nur noch schwerer, und sie müssen ohnehin erwachsen werden und sich ihr eigenes Leben aufbauen. Als Außenstehender oder als das andere Elternteil bleibt einem nicht viel übrig, als das Kind möglichst in Ruhe zu lassen und ihm nur bei Gelegenheit zu signalisieren, dass man für es da ist.

    Über „Was ist damals eigentlich passiert?“ zu sprechen ist sehr schwer; wenn sich das Kind einmal (wenn auch aufgrund von Erpressung) auf die Seite des missbrauchenden Elternteils gestellt hatte, ist es ihm im Nachhinein wahrscheinlich entsetzlich peinlich. Und schneidet man als Betroffener das Thema selbst an, kommt man leicht in die Rolle von „wer sich verteidigt, klagt sich an“ und verliert dadurch an Glaubwürdigkeit. Nur wenn das Kind selbst nachfragt, sollte man ruhig und sachlich antworten.

    In allererster Linie muss man aber den narzisstisch Gestörten völlig aus dem eigenen Leben ausblenden (umziehen, Telefonnummer ändern etc.), damit man endlich Ruhe hat. Solche Menschen sind wie Krebsgeschwüre, und man kann auch dem eigenen Kind nicht helfen, so lange es einem selbst schlecht geht. Auch sollte man an sich selbst arbeiten und hinterfragen, warum man eigentlich an so einen Menschen geraten ist; sonst ändert sich nie etwas.

    Ein Verwandter von mir ist nach einer schrecklichen Scheidungsgeschichte jetzt seit Jahren in einer glücklichen Beziehung und hat auch wieder Kontakt zu seiner Tochter. Und ein Bekannter hat nach einer ähnlichen Sache neulich seinen Enkel wiedergesehen.
    Ich will jetzt keine falschen Hoffnungen machen im Sinne von „Alles wird gut“; aber mit Ehrlichkeit und Vernunft gegen so schamlose Menschen vorgehen zu wollen hat nach meiner Erfahrung überhaupt keinen Zweck, dazu haben sie zuviel Macht. Als Betroffener kann man diese nicht unterwandern, man kann sich nur auf die eigene Macht über sich selbst und das eigene Leben konzentrieren.

    Alles Gute den Betroffenen…

    • Katja sagt:

      Seh ich ähnlich,
      bin selber Kind eines narzisstischen Vaters – war ihm gegenüber immer loyal, bis ich als junge Erwachsene selber durchschaut habe, dass mit meinem Vater was nicht stimmt.
      Erst weitere 20 Jahre später habe ich ihn durch gesammelte Informationen als Narzissten erkennen können.
      Hätte mir aber damals jemand was Negatives über meinen Vater erzählen wollen, hätte ich mich immer auf seine Seite gestellt.
      Ich habe ihn über alles geliebt!
      Man muss (als das betroffene Kind) selber reif werden – das kann ihm kein Außenstehender abnehmen.

    • Alex sagt:

      Deswegen haben ich und die Kleine meiner Ex uns auch so gut verstanden, weil ich wohl der Einzige in ihrem Umfeld war, der mit dem Kind normal umgegangen ist.

      Aber, die Packung kommt, wenn die Kleine alt genug ist und sie mitbekommt, warum sich die Mutter vom Vater getrennt hat und was die Alles abgezogen hat.
      Die Frage hier ist nicht ob, sondern wann das passieren wird.

  2. Nane sagt:

    Sehr geehrter Herr Grüttefien, vor ein paar Tagen stieß ich auf Ihre Seite und bin unendlich dankbar für Ihre Hilfe, die ich damit gefunden habe. Ich musste erst 60 Jahre alt werden, um zu erkennen, was der Grund für den ewigen Krieg mit meiner Mutter war und immer noch ist. Jeder Satz, den sie zur narzisstischen Mutter schreiben, ist ein Volltreffer und ich kann zu jedem Punkt Geschichten erzählen, die kaum jemand nachvollziehen kann. Ich hatte niemanden in meiner Kindheit, der mir beigestanden hätte. Mein Vater ist, wie ebenfalls treffend beschrieben, passiv. Er redet nicht viel, hatte zwar Verständnis für mich aber gegen diese Mutter keine Chance. Mich hat diese Empathielosigkeit als Jugendliche so wütend gemacht, dass ich dadurch einen unheimlich starken Willen entwickelt habe. Mit 17 bin ich zu Hause abgehauen, sonst wäre ein Unglück passiert. Ein stabiler Freundeskreis war hilfreich, mein jüngerer Bruder mein Verbündeter. Als der 2008 an einer seltenen Krebsart verstarb, habe ich ihn vor dieser gnadenlosen Mutter beschützen müssen. Die wollte, als er noch einen Monat zu leben hatte, eine „Abschiedsparty“ für ihn veranstalten. Das wäre „ihr großer Auftritt“ gewesen in ihrem Lebensdrama! (Seht her, welche Kraft diese gramgebeugte Frau im Angesicht des Todes ihres Sohnes in der Lage ist, zu leisten) Mein Bruder war sehr geschwächt, total verzweifelt und hatte – unglaublich – ein schlechtes Gewissen weil er ihr diesen Wunsch abgeschlagen hat. Das ist nur EINE von vielen Geschichten aus 45 Jahren. Meine Mutter ist zudem noch depressiv und droht schnell mal mit Suizid, wenn nicht alles so läuft wie sie es gern hätte. Alles, was ich dazu über emotionale Erpressung gelesen habe, trifft absolut zu. Anfang September habe ich den Kontakt zu meinen inzwischen sehr betagten Eltern abgebrochen, ich kann nicht mehr. Bin nur eine „gute“ Tochter, wenn ich den beiden mit 83 und 89 Jahren das gewohnte Leben im großen Haus bis zum Ende ermögliche. Das schaffe ich nicht. Geld wäre da für ein angenehmes Dasein im betreuten Wohnen, ist nicht erwünscht. Fange ich davon an, werde ich hysterisch angeschrien. Als ich diese Seite hier fand, hatte ich vor, mich im Forum mit anderen auszutauschen. Es ist jedoch so viel, dass ich gar nicht wüßte, womit ich anfangen sollte. Ich schreibe jetzt für mich alles auf, chronologisch. Vielleicht wird’s ein Buch und ich kann anderen damit helfen. Allen hier Betroffenen wünsche ich rechtzeitige Erkenntnis und viel Kraft!

    • Jutta sagt:

      Hallo Nane, ich meine grad sie würden mein Leben niederschreiben. Es ist zu 100% gleich und mir glaubt immer noch niemand.Meine Mutter hat mir fast jeden aus der Verwandtschaft genommen, da Narzisten redegewandt sind in ihren Lügen, das glaubt man nicht. Es hört nie auf . Richtig schlimm wurde es auch bei mir als ich todkrank war aber überlebt habe. Sie hätte sich auch gramgebeugt immer hingegeben dass sie ihre Tochter verloren hat und jeder hätte sie bemitleidet. Ab dem Zeitpunkt als man wusste, dass ich weiterlebe wurde ich ihr größter Feind. Ich hab ihr immer vergeben aber nun ksnn ich nicht mehr

      • Nane sagt:

        Liebe Jutta, danke für die Rückmeldung, ist schon ein kleiner Trost zu wissen, dass man nicht allein ist mit solchen Erlebnissen, die man ja lange für normal hält, weil man nichts anderes kennt. War zumindest bei mir so. Ich bin die einzige, die sich immer gewehrt hat, nur ist das wie mit Vollgas gegen eine Wand fahren. Dafür wird man dann völlig empört als aggressiv hingestellt. Ich sollte gefälligst mal an mir arbeiten! Als bei meinem Bruder der Krebs diagnostiziert wurde, der wenig erforscht und sowieso nicht heilbar ist, haben wir trotz dieser niederschmetternden Nachricht versucht, das den Eltern so schonend wie möglich beizubringen. Das habe ich gemacht, zusammen mit einer neutralen Person, damit mein Bruder nicht die Reaktion mitbekommt, die ja völlig unberechenbar sein konnte. Letztendlich sagte unsere Mutter: ach, wenn er doch gar nicht wieder aufwachen würde nach der OP. Da dachte ich, ich bringe sie um. Ich habe gekämpft! Für meinen Bruder und gegen diese Gnadenlosigkeit! Je mehr ich jetzt aufschreibe und alle Geschichten nochmal durchlebe, umso klarer wird mir, was mir das Leben da aufgebuckelt hat. Der Rest gehört jetzt mir und meiner Freiheit und sonst niemandem! Ich sage Dir, liebe Jutta, Wut ist die beste Energiequelle! Jedenfalls bei mir. Herzliche Grüße und viel Kraft schickt Dir Nane (ich sag einfach Du 🙂

  3. Gerhard M. L. sagt:

    Hallo Hr. Grüttefin, wieder ein toller Bericht – herzlichen Dank.

    Bei mir ist es etwas anders. Meine Ex ist die Tochter einer solchen narzisstischen Mutter. Da sie keine Aufarbeitung ( trotz meines Angebotes auch evtl. 5 Jahre zu bleiben) ihres Problems für nötig hält bzw. 3 Ehetherapie-Angebote abgeschlagen hat, ist es vor ca. 5 Jahren zur Trennung meinerseits gekommen. Die Hölle für mich leider immer noch. Gierige und unverschämte Forderungen treiben mich in die Privatinsolvenz. Meine Sorge gilt aber unseren beiden gemeinsamen Kindern.

    Da sie vermutet, dass die Kinder dann auch ihre Fassaden-Technik erkennen, ist sie überlieb zu den Kindern, macht mich weiterhin bei den Kindern immer nur schlecht. Ich habe Gerichtsverhandlungen über (angebliche) häusl. Gewalt und einen Stalking-Prozess hinter mir. Bin aus meinem eigenen Haus ohne meine Möbel rausgeflogen. Damit hat sie die kompl. Isolierung von meinen Kindern erreicht. Seit drei Jahren sind die Kinder so verunsichert, dass ich so lange nichts mehr von ihnen höre. Es zerreißt mir mein Herz.
    Diese Mutter erzieht sich Co-Narzissten weil sie weiß, dass sie abhängig sind von ihr. Nie habe ich es erlebt, dass sie zu den üblichen Feiertagen mal die Kinder motiviert diese gemeinsam zu erleben. In der Schule werden diese Kinder aber in das obere Fünftel getrimmt. Fast kann man sie als Helikoptermutter bezeichnen. Diese Störung bei ihr erfordert ständige Bestrebungen nach Anerkennung. Können sie sich vorstellen wie eine „fam.-interne Entführung“ sich anfühlt ? In der Schule habe ich von den Lehrern erfahren müssen, dass sie mir nicht auskunftsberechtigt sind, wenn es die Kinder ab 16 Jahren nicht wünschen! Ich bin per Gesetz zur Sorge verpflichtet und das mache ich sehr gerne – und dann bekommt man solche Aussagen – der pure Horror.

    So wurde aus einem Opfer eine Täterin. Wie oft habe ich gebetet, dass diese kranke Frau von diesem so destruktiven Weg abweicht. Mehr bleibt mir ja nicht übrig.

    Allen Anderen wünsche ich viel Kraft u. einen Schutzengel, der einen vom Suizid abhält. „Irgendwann werden die Kinder sich melden“ – das höre ich immer wieder. Bis dahin hat sie leider ihre destruktiven Marken aber bei den Kindern hinterlassen – und ich konnte das mit der männer/ Väter-feindlichen Gesetzgebung leider nicht verhindern –

    so long

    • Katja sagt:

      Wie schrecklich! Du hast mein ganzes Mitgefühl!
      Ich habe selber Kinder. In meiner Vorstellung ist es das Grausamste, sie weggenommen zu bekommen bzw wenn sie einen durch Gehirnwäsche und Manipulation nicht mehr sehen wollen.
      Ich wünsche dir von Herzen, dass sie das „Spiel“ irgendwann durchschauen und den Kontakt zu dir suchen.
      Gib die Hoffnung nicht auf und suche dir emotionalen Beistand (Selbsthilfegruppe?), um diese schwere Zeit durchzuhalten.
      Ich weiß, das ist leicht gesagt…
      Alles Gute!

    • Thomas sagt:

      Hallo Gerhard, ich kann mit dir mitfühlen. Weiter unten im Thread hab ich beschrieben wie ich zu grossen Teilen das Gleiche mit der Ex und ihrer narzisstischen Familie erlebt hab. – Wurdest du auch nahtlos ausgetauscht?

  4. Stella sagt:

    Wieder mal ein sehr aufschlussreicher, interessanter und gut erklärender Artikel!
    Allerdings glaube ich, dass das, was dort beschrieben wird, großenteils auch in nicht-narzisstischen Familien abgeht, weil die meisten Eltern Erwartungen an ihre Kinder haben, wie diese sein sollen, und die Kinder von klein auf lernen sich anzupassen, um die Liebe ihrer Eltern nicht zu verlieren, und sich eher selbst in Zweifel ziehen als ihre geliebten Eltern. Die Entglorifizierung der Eltern und das kritische Auseinandersetzen mit ihnen und ihrer Erziehung ist für ALLE Kinder ein wichtiger Schritt zum Erwachsenenwerden und für die eigene Ich-Werdung, meiner Meinung nach. Für Kinder narzisstischer Eltern ist dieser Prozess nur leider besonders schwierig, schmerzhaft und ernüchternd.

  5. Mike sagt:

    Auch wenn sich das jetzt hart anhört, aber wenns nicht das Eigene Kind ist, sollte man nix mehr machen!
    Wenn man es geschafft hat, sich von seiner/seinem N zu trennen, muss man auch Abstand vom Kind nehmen; Alles Andere bringt nix.

    Diesen radikalen Schritt musste ich auch machen, auch wenn ich das Kind geliebt habe und ichne wichtige Bezugsperson da war. Eine sehr wichtige sogar, den bei mir war das Kind ruhig und normal.
    Aber was bitte soll ich machen? Das Kind ist eh schon durch seine Mutter und ihre Männergeschichten versaut, und da es nicht von mir ist, muss ich es ziehen lassen, auch wenns mir das Herz bricht.
    Aber der radikale Schritt war notwendig und richtig!
    Alles Andere hätte mich kaputt gemacht!

    • Katja sagt:

      Interessanter Aspekt…
      Jetzt verstehe ich, warum meine damalige Stiefmutter mich ohne ein Wort verlassen hat, als sie sich von meinem narzisstischen Vater trennte (nach 27 Jahren, in denen sie mir wie eine zweite Mutter war).
      Es war für mich sehr schlimm, und obwohl ich schon längst erwachsen war, fühlte ich mich grundlos verstoßen.
      Ich rief sie an, sie ging nicht ans Telefon und rief nie zurück.
      Ich schrieb ihr Briefe, fragte nach dem WARUM, bekam nie eine Antwort.
      Die Gefühle, die ich hatte: Verzweiflung, Trauer, Wut, Hass…
      Ich verstand es einfach nicht.
      Fühlte mich betrogen um das Vertrauen, das ich zu ihr hatte, fühlte mich weggeworfen, getäuscht, wusste nicht mehr, ob die empfundene Liebe Wahrheit oder Illusion war, kam mir dumm und naiv vor, misstraute meiner eigenen Wahrnehmung.
      Ein ähnliches Gefühl, wie wenn man einen Menschen durch plötzlichen Tod verliert – vielleicht sogar schlimmer, weil dieser Mensch die Trennung bewusst und aktiv herbeigeführt hat, und die ganzen Fragen offen bleiben, obwohl eine Antwort ja noch möglich wäre!
      Dank deines Beitrages verstehe ich ihre Seite nun besser,
      aber trotzdem möchte ich anregen, dem Kind zumindest einen Brief zu schreiben, denn GHOSTING ist auch (emotionale) Gewalt!
      Ich leide heute noch unter dem Verlust ohne Worte oder Aussprache (und das ist etwa 15 Jahre her!)

      • Alex sagt:

        @Mike

        Sehe ich genau so und hab ich auch so gemacht.
        Kontakt komplett abgebrochen, obwohl mir ihre Tochter Alles bedeutet hat. Auch ich war eine Bezugsperson, wo die Kleine immer ruhig und lieb war, wenn ich sie besucht habe.
        Aber das hat der Mutter nie gepasst und entsprechend hat sie versucht, einen Keil dazwischen zu schieben.
        Als mich meine dann zum 4x betrogen hat (ja, ich weiß, dass ich doof bin), hab ich jeglichen Kontakt entgültig abgebrochen.
        Und auch die Gedanken an die Kleine mussten weg, denn ich konnte der nie helfen und will ich auch nicht mehr; wozu auch?

        Das Kapitel ist vorbei und ihre Mutter schafft es ganz alleine, durch ihr Verhalten und ihre Depressionen, das Kind langfristig zu versauen.
        Irgendwann bekommt sie eh die Packung für Alles, den wirklich ändern wird sie sich niemals, obwohl sie das bisher schon so oft wollte.

        • Alex sagt:

          @Katja
          Das „Gute“ bei mir war, die Kleine war damals 3 Jahre alt; die hat mich längst vergessen, was auch gut ist. (Obwohl ich keine ahnung hab wie sie regiert, wenn wir uns mal spontan sehen sollten)

          Ich will nicht wissen, was ihre Mutter ihr für Lügen über mich erzählt hat, warum ich nicht mehr komme, da sie so oft gefragt hat, warum ich so selten da bin und warum ich nicht öfter kommen. Sie hat mich sogar mehrmals gefragt, ob ich sie nicht Lieb habe, weil wir uns so wenig sehen; mit 3 (!) Jahren!!

          Ich weiß, dass ich der Kleinen mehr als gut getan habe und ein Ruhepol für sie war. Ich hab stundenlang mit ihr gespielt und sie geliebt wie mein eigenes Kind und selbst die Eltern meiner Ex meiten, dass die Kleine mich unglaublich liebt.
          Das Problem war nur die kranke und verlogene Mutter.

          Ich kann Deine Gefühle bzgl Deiner Stiefmutter verstehen, aber bedenke bitte auch, dass eine Weiterführung von Allem, mit Sicherheit bei ihr auch negative Auswirkungen hätte haben können. Natürlich kann man im höheren Alter schon erwarten, dass wenigstens mal ein kurzes Statement kommt.

          Ich kenn da jetzt die Hintergründe nicht, aber für mich war der Schritt logisch, wenn auch verdammt schwer.
          Aber es war der Einzig richtige Weg für mich, um von 2 Jahren Terror entgültig zu entfliehen.
          Daher würde ich zB der Kleinen weder einen Brief schreiben, was mit 5 Jahren eh nix bringt, noch werde ich sie irgendwo ansprechen, wenn ich sie zufällig treffen sollte, denn das würde mir wieder einen großen Rückschlag versetzen.

          Das Thema ist durch, und so Leid mir das tut, weder ich noch sonst jemand wird dieses Kind retten können.

          • Katja sagt:

            @ Alex:
            vielleicht wäre es eine Möglichkeit, sobald das Kind alt genug ist, selbst Kontakt zu dir zu halten (14? 15? 16?), einfach nur dem Kind die Liebe zu versichern (wenn es denn Liebe ist), ohne über die Eltern (Mutter) zu sprechen? Dem Kind zu versichern, dass es nichts dafür kann, dass man weg (aus der Familie raus) ist.
            Einfach nur „da“ zu sein, auch wenn man im Hintergrund bleibt wie ein entfernter Onkel?
            So dass der Kontakt nicht völlig abreißt, und dann, wenn das Kind erwachsen ist, über die Problematik zu sprechen?
            Jeder „Fall“ ist anders – wenn es für dich nicht geht, kann man natürlich nichts dran ändern…
            Oder einen Brief schreiben, und den später an das erwachsene Kind schicken?

          • Alex sagt:

            @ Katja

            Bzgl. Deiner Antwort „vielleicht wäre es eine Möglichkeit, sobald das Kind alt genug ist, selbst Kontakt zu dir zu halten (14? 15? 16?)“.

            Die Kleine wurde grade 4 als ich den Kontakt zur Mutter und ihr abgebrochen habe, nachdem sie mir erneut fremdgegangen ist und mir die Schuld gab.

            Ich verstehe was Du meinst und in der Theorie magst Du Recht haben, ABER, mir bringt das nix.

            Dieses Kapitel hat mich 20 Monate meines Lebens gekostet, und so Leid mir die Kleine auch tut, weder ich noch sonst jemand kann der bei der Mutter und den Großeltern helfen.

            Ich musste für mich da einen entgültigen Cut machen, denn für mich sehe ich keinerlei Gründe für weiteren Kontakt; weder jetzt noch in 10 Jahren. das ich sie in der stadt mal sehen werde (wie letzte Wo), da komm ich nicht drum rum.
            Ich weiß ja auch nicht, welche Lügen sie der Kleinen erzählt hat; hat sie beim Kindsvater ja auch mal gemacht, dass die Tochter 2 Monate keinen Kontakt wollte.

            Wie schon gesagt, die würde mich jetzt eh nicht mehr kennen, was auch gut ist, denn ich hätte wohl sehr große Probleme, wenn ich ihr direkt in der Stadt begegne und sie regaiert, wie sie immer reagiert hat, nämlich auf mich zulaufen und mir um den Hals fallen.

            Es ist nicht mein Kind, und da soll sie froh sein, den dann wär die nicht mehr bei der Mutter!

          • Flora sagt:

            Hallo Alex.
            Du musst dich nicht rechtfertigen.
            Eigensicherung geht immer vor. Wer weiss, welche Anschuldigungen die Mutter ins Feld führen würde wenn du den Kontakt zu dem kleinen Mädchen suchen würdest. In dem Alter vergessen Kinder schnell, insbesondere wenn der Durchlauf an Männern das begünstigt.

          • Alex sagt:

            Flora,
            sie hat nicht nur einmal versucht, ihre Tochter gegen mich aufzuhetzen. Als das nicht geklappt hat, hat sie der Kleinen Lügen erzählt und so eine Reaktion provoziert.
            Natürlich war sie sich keiner Schuld bewusst und die Kleine hat diese Manipulation ziemlich schnell wieder vergessen.
            Dennoch eine Schande, dass die immer wieder damit durchkommt. Selbst im Kindergarten ist die Kleine durch ihr nervöses Verhalten aufgeallen, was von der Mutter aber umgehend wegdiskutiert wurde und den Kindergärtnerinnen die Schuld gegeben wurde.

            Dem Kind könnte man nur helfen, wenn’s von der Mutter wegkommt.aber wohin? Der Kindsvater ist überhaupt nicht in der Lage, sich um das Kind zu kümmern

        • Silv sagt:

          Trotzdem hat man die Möglichkeit, dem Kind noch eine Erklärung zu geben. Und nicht einfach wortlos von der Bildfläche verschwinden. Das ist auch emotionale Gewalt wenn man geisterhaft abtaucht. Auch wenns nicht das leibliche Kind ist hat man da eoch eine gewisse Verantwortung. Als Mensch. Als oft langjähriger elterngleicher Begleiter

          • Alex sagt:

            Ich kann hier jetzt nur von mir sprechen.

            Ich hab da keinerlei Verantwortung mehr; Null!
            Am Ende würde mir nämlich genau das zur Last gelegt oder Schlimmeres.
            Leicht gefallen ist mir das bestimmt nicht, aber was bleibt mir Anderes übrig?
            Was soll ich dem Kind erklären? Was für eine verlogene Schlampe seine Mutter ist? Wie sie mich belogen hat? Warum zig Kerle bei ihr ein und aus gehen?
            Jeglicher Kontakt zum Kind danach hätte mir nur geschadet, keinerlei Sinn ergeben und in dem Alter, wo das Kind damals war, ist die Chance, dass es schnell vergisst Recht groß!
            Ich sehe mich in keinster Weise daher für irgendetwas verantwortlich, ausser für mich selbst, dass ich diese Frau vergesse, drüber weg komme und nie wieder mit ihr zu tun haben werde. Das Kind ist eh versaut, so schlimm das ist. Der Kindsvater rafts doch selbst nicht und was die Mutter macht, wird schön durch Lügen verwischt.
            Also wer hat Verantwortung wem gegenüber?

            Bei der Sache von Katja ist das was Anderes. Da hätte man mal eine Nachricht schicken müssen.

          • Katja sagt:

            Das finde ich auch!
            Es ist einem Kind gegenüber grausam, es ohne Erklärung zu verlassen, es wird für etwas „bestraft“, wofür es nichts kann, und was es nicht versteht, und dabei muss es wegen der leiblichen Eltern doch schon genug leiden…
            Außerdem wird sich dieses Kind ewig fragen, was mit ihm nicht stimmt und warum es nicht liebenswert ist – denn DAS ist die Metamitteilung, die bei ihm ankommt.
            Der Selbstwert wird noch schlimmer beschädigt, als er ohnehin schon ist.
            Aber macht ja nichts – man kann ja später mit seinem Psychiater drüber sprechen! (Ironie)

          • Alex sagt:

            Katja, bei mir ist, bzw war das Problem, das meine Ex immer wieder gesagt hat „Der Kleinen geht’s gut“ was absolut nicht gestimmt hat. Durch ihre Manipulationen konnte sie ihren ex Mann und ihre Eltern täuschen.

            Es hatte seinen Grund, dass die Kleine unruhig war, mehrmals ins Auto gekotzt hat und Nachts nicht schlafen konnte.
            Wenn ich bei ihr war, war sie ruhig und normal.
            Das meine Ex ihre Tochter instrumentalisiert hat um ihre Kerle zu bekommen, sowas merkt sie nicht.
            Ich denke, irgendwann in der Zukunft wird sie ihre Saat entsprechend ernten, den das Kind ist nicht doof und wird entweder erzählt bekommen, warum die Mutter den Vater verlassen hat und was da so passiert ist, oder sie kommt von selbst drauf.
            Deswegen kann meine Ex so oft sagen „ich änder mich“ wie sie will. Hat sie mir 5x versprochen, nix gemacht und jetzt plötzlich soll das Anders sein? Niemals; Irgendwann fällt sie wieder ins alte Muster zurück. Hauptsache sie last mich in Ruhe, den ich bin fertig mit ihr.
            Nur ihr Kind kann niemand retten!

      • Flora sagt:

        Hallo Katja,

        vielleicht fiel es ihr schwer dir damals zu erklären was sie forttrieb? Kinder werden sehr oft instrumentalisiert, und wenn man den Eindruck hat, dass das Kind vollkommen durch den Partner dominiert und instrumentalisiert wird, wird es manchmal überlebenswichtig (psychisch) jeglichen Kontakt abzubrechen. ich möchte dir Mut machen noch einmal zu schreiben, ohne Vorwürfe, ihr zu verstehen geben, dass du verstehst warum sie gehen musste. Sag ihr wie wertvoll sie für dich ist, und dein größter Wunsch wäre wenn ihr euch aussprechen könntet. Versuche es, vielleicht wartet sie schon sehr lange auf dein „Erwachen“.
        Alles Gute

        • Katja sagt:

          Das habe ich getan, mehrmals,
          aber ich habe aufgegeben, und ich will nun auch nicht mehr.
          Irgendwann ist der Zug abgefahren.
          Es gibt eben Charaktere (wie meine Stiefmutter), die nicht stark genug sind für Konfrontation und später vielleicht, um ihre Schwächen einzugestehen bzw sich auch zu entschuldigen.
          Wenn ein Erwachsener ein Kind verlässt, ist das SEINE Verantwortung, aber leider sehen sich viele Erwachsene selbst so sehr als Opfer, dass sie die noch Schwächeren (die Kinder) im Stich lassen.
          Ich kann in einem solchen Verhalten Schutzbedürftigen gegenüber keinerlei Reife erkennen.
          Trotzdem danke für deine lieben Worte!

  6. Valerie Horumsberg sagt:

    Prima Artikel, der sehr gut das Dilemma eines Kindes in dieser schrecklichen Situation darstellt. Ich bin selbst Kind einer Mutter, der ich – heute – eine narzisstische Persönlichkeitsstörung attestieren darf. Was mich an diesem Artikel allerdings sehr stört, steckt im Header: „ein Übermaß an Ablehnung, Missachtung, Manipulation, Unterdrückung, Kritik und Demütigung – oder auch an Gewalt“.
    Es ist ganz klar, dass auch „ein Übermaß an Ablehnung, Missachtung, Manipulation, Unterdrückung, Kritik und Demütigung“ bereits Formen der Gewalt darstellen – ganz genau: seelische bzw. psychische Gewalt!
    Was vermutlich gemeint ist, ist, dass KÖRPERLICHE oder gar SEXUELLE Gewalt hinzukommen können. Das sollte dann aber auch so differenziert geschrieben werden. Die Formulierung im Header suggeriert jedoch, dass die erwähnten Taten und Vernachlässigungen „noch keine“ Gewalt sind, was den Opfern immer erschwert, die Schäden, die an Ihnen verursacht wurden, als „schwer genug“ einzustufen, als dass sie z.B. als Traumata bezeichnet werden dürfen. Gerade solche Kinder haben enorme Schwierigkeiten, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen – das wurde ja sehr gut dargestellt – und glauben daher sehr schwer daran, dass ihnen Gewalt angetan wurde.
    Unsere Gesetze haben – dem Himmel sei Dank! – inzwischen seelische Vernachlässigung und psychische Gewalt als strafbar eingestuft. Von daher würde ich mir für einen so guten Artikel einen stärker sensibilitisierten Umgang mit dem Wort „Gewalt“ wünschen. Das würde manchem (ehemals) betroffenen Kind vermutlich sehr helfen und auch dazu beitragen, dass die gesellschaftliche Sensibilisierung gegenüber seelischer und psychischer Gewalt endlich zunehmen würde!

    • …ja, Sie haben Recht! Gemeint ist natürlich körperliche Gewalt. Die vorgenannten Formen der Misshandlung beziehen sich auf die seelische Gewalt, die nicht minder grausam ist.

    • Lise sagt:

      Ich meine sogar, dass die sseelische Gewalt noch schlimmer ist, insofern dass sie unsichtbar ist. Gegen körperliche Gewalt könnte man Anzeigen machen oder bekommt Beistand von Anderen, jedoch die seelische Gewalt wird ja oftmals nicht mal selber von den Betroffen als das erkannt, was sie ist, als Brechen der Persönlichkeit. Viele der „Erzogenen“ denken, das muss so sein und sie haben das verdient.
      Manche seelische Grausamkeit ist so subtil, das es nicht mal Menschen bemerken, die drum herum sitzen und es anhören und die Worte mitbekommen, eine Ohrfeige würde bemerkt werden.
      Das macht seelische Gewalt in meinen Augen noch gefährlicher, weil man sich noch weniger dagegen wehren kann als gegen körperliche Gewalt.

      • Jutta sagt:

        genau Lise, die seel. Gewalt sieht niemand. Aber ich bin heute sehr selbstbewusst und fürsorglich. Denn irgendwie habe ich mich früh abgespalten was das angeht, meiner Mutter zu glauben. Sie war zwar zuhause aber mein Vater sagte zu uns Kindern immer: wir müssen eure Mutter schonen, dürfen sie nicht belasten. Somit belastete ich die Mütter meiner Freundinnen mit meinen Problemen…und habe mir selbst beigebracht was gut und richtig ist. Das war wahrscheinlich gut so, denn ich selbst habe 3 liebe erwachsene Kinder, die mit beiden Beinen im Leben stehen.

    • Gerhard M. L. sagt:

      Hallo Valerie,
      Zitat „Unsere Gesetze haben – dem Himmel sei Dank! – inzwischen seelische Vernachlässigung und psychische Gewalt als strafbar eingestuft“ – hast Du da nähere Infos?. Ich hatte hier in Bremen versucht gegen diese seelenmordende Frau das alleinige Sorgerecht zu bekommen. 3 Anwälte hatt ich konsultiert – keiner konnte mir in HB Hoffnung machen damit die Kinder zu schützen.

      LG Gerhard M.

  7. Katja sagt:

    Ich sehe das Kind meiner narzisstischen Ex-beste-Freundin sehr leiden, nur ist keinerlei Zugang zum Kind (10 Jahre alt) möglich, da es schon völlig verstrickt ist und alles negativ Belastende, was die Mutter betrifft, verleugnet und die Mutter auf ein Podest stellt – in der verzweifelten Hoffnung, deren Liebe zu bekommen…
    Um nicht wahrhaben zu müssen, dass diese mütterliche Liebe nur sehr dünn vorhanden ist (was im Kind viel zu großen Schmerz erzeugen würde), werden die eigenen kritischen Gefühle der Mutter gegenüber völlig abgespalten.
    Da gibts keine Möglichkeit für Gespräche mit dem Kind.

  8. Silv sagt:

    Hallo Thomas,
    deine Geschichte habe ich schon woanders gelesen. Es wirkt so, dass Du noch sehr gefangen bist durch die Ereignisse. Deiner minderjährg.Tochter ist geschuldet, dass ein gewisser Kontakt bestehen bleibt. Leider wurde sie instrumentalisiert.
    Ich für meinen Teil würde an deiner Stelle keinen Kontaktabbruch zur Tochter vollziehen. Versuche einen bewusst anderen Kontakt: nicht über die Ex und ihre Eskapaden sprechen, der Tochtet zeigen, dass deine Tür stets für sie geöffnet ist. Denn oft ist es ja so, dass instrumentalisierte Kinder schnell beim narz veranlagtem Partner in Ungnade fallen, wenn sie sich behaupten möchten. Bewusst die Gespräche mit der Tochter weg von der Beziehung hin zu ihr oder euren Gemeinsamkeiten lenken.So hadt du die Chance, einen Fuß in der Tür zu behalten. Und wie immer: sich selbst reflektieren. Was hat dich in diese Beziehung gebracht? Was hält dich unentwegt in Gedanken dort? Was ist / könnte mein Lebensinhalt für mich sein?

    • Silv sagt:

      Achja: Informationspflicht bzgl Planungen wie Schulwahl etc besteht beim gemeinsamem Sorgerecht. Was die Regel ist. Ggfs wirst du das anwaltlich durchsetzen müssen. Oder warten bis die Tochter 18 ist. Und nicht über die Mutter nebst Familie herziehen. Das bringt die Tochter in Loyalitätskonflikte. Deine persönliche Haltung zu gewissen Dingen solltest du ihr aber schon kommunizieren

      • Thomas sagt:

        Hallo Silv,
        hab immer wieder Kontakt gesucht,ihr, da ich Hobbymusiker bin und auch eigene Lieder mache, meine Musik ihr zukommen lassen. Beim letzten Besuch Ihrerseits nichts über die Mutter verlautet und ihr Geld gegeben. Vorher hatte ich ihr, in der Prozessphase einige Warheiten über die Illoyalität und Lügen der Mutter aufgedeckt.
        Ich denke wenn mir die zum Zeitpunkt von 15 Jahren alte Tochter sagt das es zum Einen logisch wäre warum ihre Stiefschwestern mich ablehnten, zum Anderen die Frage warum ich mich auf eine verheiratete Frau ( die Mutter) eingelassen habe und zuletzt das Wissen der Tochter das alle drei Kinder um den Betrug ihrer Väter wissen, frag ich mich ob das normal ist.

        Warum ich darin verstickt bin? Da sind die geschilderten Erlebnisse, die nur ein Teil sind, der seelische und materielle Schäden im Rahmen der Scheidung. Fehlende Liebe väterlicherseits aus Kindheitstagen gepaart mit Hänseleien Gleichaltrigersowie Mordversuch Selbiger im Alter von ca 9 Jahren.
        Die Liebe die ich in Partnerschaften gesucht hab hat mich narzisstischen Menschen in die Arme getrieben.
        Jetzt mit 54 J.ist als Konsequenz wohl ein leidiges Singledasein bis zum Lebensende angesagt.

        • Lieber Thomas,

          „Jetzt mit 54 J.ist als Konsequenz wohl ein leidiges Singledasein bis zum Lebensende angesagt.“

          Dieser, Deiner Aussage, möchte ich ganz entschieden widersprechen und Dir sagen, dass Du nicht so ein Leben führen musst.

          Und Dir Mut machen. Es gibt nämlich jemanden, der Dich niemals alleine und in einem „trostlosen“ Single-Dasein, was vor allem Allein-/Verlassensein heißt, lässt.

          Dieser Jemand, das bist Du selbst. DU mit allem, was Dich ausmacht. Das wünsche ich Dir, dass das Deine Konsequenz ist. DICH finden! Und dass Du es wert bist.

          Ich verstehe Dich sehr gut. Und wie alle anderen Menschen wünscht Du Dir vermutlich eine Partnerschaft, in der ihr euch auf Augenhöhe begegnet. Ich möchte Dir lediglich sagen, dass ich Dir wünsche, dass Du Dich selbst lieben und akzeptieren lernst – mit allem, was da ist und das Dich ausmacht. Dass Du Deinem Selbst auf Augenhöhe zu begegnen lernst. DU bist es wert!

          Ich habe einen 17-jährigen Sohn, der die letzten 4 Jahre bei (s)einem narzisstisch veranlagten Vater gelebt hat. Ich konnte nach meinem Zusammenbruch und damit verbundener Therapie mich nicht mehr allein um ihn kümmern und er zog für vorher festgelegten Zeitraum zum Vater.

          Nun…. Als unser Sohn seinem Vater vor Ablauf dieser Vereinbarung seine Grenze aufzeigte, weil er erwachsen und vor allem selbstständig und unabhängig werden wollte – hat der Vater das mit seinem selbstherrlichen Ego nicht verkraftet. Und vor allem nicht, dass „sein Produkt“ (besser gesagt sein Besitz) nicht mehr die Verantwortung für ihn übernehmen wollte, sondern (s)ein Selbst entwickeln wollte.

          Ich hab mich getrennt, als er 4 Jahre alt war. Und seit ich in Therapie bin, weiß ich um meine Muster und verstehe, warum dieser Mann überhaupt bei mir „andocken“ konnte. Und ich lerne. Selbstempathie und Selbstliebe. Und das kann ich heute auch meinem Sohn vermitteln.

          Ich wünsche Dir alles Gute und schick Dir Kraft für Deinen Weg!

          Alles Liebe,
          Tiefseelfrau

        • Silv sagt:

          ‚Ein leidiges Singledasein‘ führst du wenn du es so möchtest.Sich in Beziehungen zu unguten Menschen zu begeben nur um nicht allein zu sein, kann und sollte nicht die Lösung sein. Was ist dein eigener Lebenssinn? Und – inhalt? Es gibt noch ein Leben jenseits von Partnerschaften

  9. Thomas sagt:

    Sehr geehrter Herr Grüttefien unf Mitglieder des Forums wie sehen sie die folgende Situation: Ich war der zweite Ehemann meiner narzisstischen Ex-Frau (45J.) die sich bis heute nicht räumlichund materiell ( Geld, kostenloser Wohnraum und sonstige Zuwendungen) von ihrer narzisstischen Herkunftsfamile getrennt. Aus ihren 2 Ehen, die jeweils durch übergangslose Partner beendet wurden, gingen 3 Töchter hervor. Die 2 Töchter aus erster Ehe ihrerseits wurden in der Ehe mit mir, sowie die Grosseltern, gegen mich instrumentalisiert da man mich für den Bruch der ersten Ehe, in der es materielle Zuwendungen in Form finanzieller Zuwendung für eine Eigentumswohnung gab, die durch mein Erscheinen verkauft werden musste. Ausserdem wurde den Kindern suggeriert das ich nichts zu melden hätte. In der Ehe mit meiner Ex-Frau gab es das übliche narzisstische Programm mit Zuckerbrot und Peitsche, Illoyalität, ständige Aussenkontakte mit Dritten u.s.w.. Mittendrin in alledem war die gemeinsame Tochter die zum Trennungszeitpunkt 14 Jahre alt war.

    Ich war vor dem offiziellen Ende ein halbes Jahr aus dem engen Bereich der Schwiegerfamilie und ihrem Mobbing entflohen. Einem gemeinsamen Auszug auf neutralem Boden wollte die Ex-Frau nicht zustimmen. Ein halbes Jahr besuchte die Ex-Frau mich heimlich, gepaart mit Versprechungen und gemeinsamem Besuch einer von mir in die Wege geleitete Paarberatung, für Stunden in meiner Wohnung. In dieser Zeit suchte sie hinter meinem Rücken nach Ersatz und als dieser sich einfand wurde ich nach 16 Jahren mit einem Berg an Schuldvorwürfen entsorgt.

    3 Wochen später begann für mich in meinem Seelenschmerz eine drei Jahre anhaltende juristische Odysee die an Gemeinheiten Lügen und Verleumdungen kaum zu überbieten war. Da wurde ich wegen Betrug, Diebstahl angeblich geschenktem Geldes, das mein Gesamtvermögen inkl. Erbe meiner verstorbenen Eltern darstellt, sowie Sorgerechtsentzug in wichtigen Bereichen. Alle juristischen Anklagen gegen mich erwiesen sich als haltlos zumak ich auch Zeugen vorweisen konnte.
    Inmitten diesen Geschehens stand und steht die jetzt gemeinsame 17jährige Tochter die bei der Mutter und ihrem Clan wohnt. Der Kontakt zwischen ihr und mir ist stark belastet zumal sie in der Geldsache als Klägerin gegen mich instrumentalisiert wurde ( Ich hatte aus reinen Verzinzungsgründen einen hohen fünfstelligen Betrag, der hauptsächlich aus Erbmasse stammt auf einen, unter Absprache der Ex-Frau sowie 2 beiwohnenden Zeugen auf ein extra hierfür angelegtes Jugendtagesgeldkonto angelegt). Zu diesem Zeitpunkt war die Tochter 11Jahre alt. Als dann 3 Jahre später die Trennung kam hab ich umgehend mein Geld abgehoben. Es war ja lediglich geparkt. Im darauffolgenden Klageprozess stand ich dem Vorwurf „Diebstahl geschenkten Geldes“ gegenüber. Die 16 jährige als Klägerin!
    Seit der Trennung und dem juristischen Hintergrund gibt es wenige angespannte Tochter in meinem kleinen Einzelhandelsgeschäft sowie selten über Whatsapp. Wenn die Tochter mal kommt spekuliert sie auf eine Taschengeldaufbesserung und fragt mich nach meinem Beziehungsstatus nach Frauen.
    Die Tochter will im Grunde nichts von mir wissen und ich hab auch keine Hoffnung mehr dass sich das ändert.

    Anmerken möchte ich noch das seit der Trennung durch die Ex-Frau mit nichts was die Tochter betrifft wie Firmung, Schulwechsel, Ferienfahrten u.a. informiert wurde.
    Persönlichen Kontakt gibt es, auch auf meinen Wunsch, keinen mehr, wenn man mal davon absieht das sie als mit meinem Nachfolger sporadisch in der Stadt händchenhaltend an meinem Ladengeschäft vorbeigeht.

    • Christina sagt:

      Hallo Thomas,
      wie hast du es so lange mit dieser angeheirateten Familie ausgehalten? Hut ab, dass du es geschafft hast rauszukommen.
      Ich wurde in sowas hineingeboren. Somit kann ich dir nur die Kindersicht widergeben. Deine Tochter wird, wie du ja schon geschrieben hast, manipuliert.
      Wenn deine Tochter dich besucht, muss sie zu Hause jedes Wort, jede Geste, jede Mimik und Handlung von dir widergeben. Jede Veränderung muss wahrgenommen werden (Möbel, Frisur,…) Das wird dann zusammen im „Familienkreis“ ausgewertet und besprochen bis zum Umfallen. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass du da ganz schlecht wegkommst. In alles wird eine bösartige Absicht deinerseits hineininterpretiert bzw. wird das von deiner Ex benutzt um das „böse“ Vaterbild von dir zu bestätigen (daran hat sie jetzt Jahre gearbeitet). Du bist der gemeinsame Feind. Das tut mir für dich sehr sehr leid. Du könntest höchstens mal was unerwartetes tun- deine Ex hat deiner Tochter schon genau eingebleut wie und wer du bist und wie du dich bei welchen Fragen verhalten und was du sagen wirst… vielleicht hinterfragt deine Tochter mal die ganze Sache.
      Wenn deine Tochter selber kein Narzisst ist, sehe ich erst Chancen wenn sie ausgezogen ist und lange (sehr lange) in Selbständigkeit leben durfte. Solange deine Ex Kontakt mit ihr hat, sehe ich schlechte Karten für dich. Sie muss dass alles selber hinterfragen – oder von einer dritten unabhängigen Partei (Freunde,..) mal angestubst werden (…stimmt das eigentlich alles was deine Mutter erzählt?). Das blöde ist halt, deine Ex hat für jeden Widerspruch eine neue Lüge parat- hast du ja bei deiner Scheidung genug gesehen… umso mehr schade, dass deine Tochter das nicht sieht. Das kann sie aber nicht. Ich habe meiner Mutter damals auch blind vertraut. Ohne auch nur einen Hauch von Zweifeln!! Unglaublich! Meine Mutter zeigte mir natürlich auch nur die SMS und Mails, die ihr Lügengerüst bestätigten. Alles andere nicht. Es ging damals um Geld an meine Schwester (was für eine Überraschung..). Als sogar der Anwalt meine Mutter nicht mehr vertreten wollte, fragte ich zwar warum – liess mir aber eine fadenscheinige Antwort auftischen. Ich glaubte der jedes Wort! Erst lange nach meinem Auszug (ganz weit weg – wir hatten nur noch telefonischen Kontakt) und mit der Ruhe fing ich an, darüber nachzudenken. Nachdem ich wieder Kontakt zu meiner Schwester aufnahm und wir dann über die Situation redeten, kam alles raus. Ich war nur noch schockiert! Konnte und kann es auch heute kaum noch glauben wie naiv ich war. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass meine Mutter log. Nun ja. Ich bin nicht narzisstisch – und suchte von selber den Kontakt zu meiner Schwester. Vielleicht schafft es deine Tochter auch – ich wünsche es dir sehr – aber das braucht Zeit, viel Zeit.
      LG Christina

      • Thomas sagt:

        Hallo Christina,
        ganz lieben Dank für deine Stellungnahme.

        Ich kann nicht verstehen warum die Ex das alles macht, wenn sie mich doch gegen einen „besseren besser gestelten Partner ausgetauscht hat der doch, so ihre Worte vor 3,5 Jahren „mich besser versteht und man mit ihm reden könnte“. Da müsste sie doch glücklich sein und das Alte ruhen lassen. Warum muss sie händchenhaltend ( letztes Mal vor 2,5 Monaten) an meinem Ladengeschäft mit Blick zu mir ( war grad beim einräumen) vorbeigehen?

        Genauso,in dem erwähnten Geldprozess gegen mich gabs 2 Verhandlungstage. Die Mutter und Tochter verklagen mich auch „Diebstahl geschenkten Geldes“ (was ich widerlegen konnte) Zwischen diesen beiden Tagen im vergangenen November und Februar kommt die Tochter in den Laden mit einem Dokument zur Unterschrift zur Erwerbung des Autoführerscheins mit 17. In Anbetracht der Gesamtumstände hatte ich die Unterschrift zuerst abgelehnt und 4 Wochen später zugestimmt. In der Zwischenzeit hatte die Ex, durch die Unterschriftsverweigerung eine Sorgerechtslage (mit 17 Jahren!) eingereicht. Zur Begründung wurde Unterschriftsverweigerung sowie mangelndes Interesse an der Tochter angeführt. Ich konnte einen Whatsappverlauf mit der Tochter schriftlich ( wie bei Allem) nachweisen. Wie schon erwähnt wird umgekehrt ein Schuh draus: Über rein garnichts wurde ich von der Mutter informiert. Als die Tochter ihre Firmung hatte hab ich den Termin des Gottesdienstes selbstrecherchiert und war dort mit Geschenk für due Tochter anwesend! Bei der Führerscheinsache stellte dich hersus dass due Tochter, erneut ohne mein Wissen, den theoretischen Teil des Führerscheins 2 Monate zuvor absolviert hatte. Wäre nicht von Seiten des Landratsamt die Unterschrift beider Elternteile von Nöten gewesen, hätte ich vom Erwerb des Führerscheins erfahren. Prellbock in der Sache war eine tränenaufgelöste Tochter.
        Noch ein weitere Fall war im Sommer letzten Jahres eine Anfrage der Tochter zwecks Ferienjob mit KOSTENPUNKT von 1780€! Ich war immer der Meinung das man für Arbeit Geld erhält statt bezahlt. Meine telefonische Nachfrage ergab das die Tochter einen vierwöchigen Ferienjob in einem Kinderheim in SÜDAFRIKA machen wollte. Neben dem Kostenpunkt lehnte ich das Vorhaben aus Verantwortungsgründen ab – die Tochter war 16!!. Später angefragt was die Mutter meine gabs zu Antwort das soll der Vater entscheiden. Ergebnis einmal mehr war ich in den Augen der Tochter der Buhmann!
        Was soll man bei alledem nur machen? Zur Tagesordnung übergehen?

        Das Jugendamt, das von der Ex belogen wurde ( wie auch ihr Abwalt) hält sich bedeckt.

        • Lise sagt:

          „Was soll man bei alledem nur machen? Zur Tagesordnung übergehen?

          Das Jugendamt, das von der Ex belogen wurde ( wie auch ihr Abwalt) hält sich bedeckt.“

          Ja, du kannst nicht weiter die Jahre voller ungelebtem Leben hinnehmen?

          Und wieso kommst du drauf, dass ihr Anwalt dir gegenüber nicht bedeckt sein sollte? ER jmuss das sogar!

          Also fang an und leb nicht mehr das Leben, das deine Ex dir gestaltet, sondern die eiges leben, wo solche üblen Dinge ncihts mehr verloren haben.
          Sie haben entschieden, und du nicht. Wie kommt das? Warum machst du das?

          Du wählst diese Situation, es ist deine Entscheidung, das so zu machen, du bist kein Opfer, sondern hast im Moment entschieden, so zu leben. Was gibt dir das?
          Ich weiß, dass es bei Leiden Gewinn gibt. Was ist es für dich?

      • Thomas sagt:

        Wurde zuerst von meiner Herkunftfamilie isoliert dann wurde ich abhängig. Hab viel geschluckt, weil eine uneheliche Beziehung mit Sohn ( damals 2,5Jahre) zerbrochen ist und angeschlagen war. Das hat sich die Ex-Frau um unsere Tochter zunutze gemacht!

    • Mike sagt:

      Thomas, ich verfolge Deine Beträge schon eine ganze Zeit und ich finde, Du bist da noch viel zu sehr „drin“.
      Auch wenns schwer ist, Du kannst doch nix ändern, aber Du must für Dich da langsam mal rauskommen, sonst haderst Du in 10 ‚Jahren noch damit und das ist dann verschenkte Zeit.

      Du must langsam wieder anfangen zu leben und in die Zukunft zu schauen, auch wenns schwer ist, den Du gibst Deiner Ex Frau genau das, was sie will: Viel Leid und Selbstmitleid.

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