Wie wird man Opfer eines Narzissten?

Warum fallen Betroffene auf die Verlockungen und Versprechungen des Narzissten herein und folgen diesen blind, obwohl die meisten von ihnen bereits am Anfang zahlreiche Hinweise auf die wahre Natur des Narzissten erhalten, die eigentlich zum sofortigen Abbruch der Beziehung führen, mindestens aber skeptisch machen müssten? Warum gehen Betroffene so leichtfertig über diese Warnsingale hinweg und werden dann zum Opfer eines Narzissten?

Bild: © New Africa – Fotolia.com

Viele Opfer von Narzissten stellen sich die Frage, warum ausgerechnet sie an einen Narzissten geraten mussten und warum sie so dumm waren, dessen niederträchtigen Absichten nicht schon viel früher zu erkennen? Allen sonderbaren Zeichen, kuriosen Signalen und eindringlichen Warnungen Dritter zum Trotz sind Betroffene davon überzeugt, dass sie in dem Narzissten ihren Traumpartner gefunden haben und ihr ungutes Bauchgefühl sie trügt. Sie gehen darüber hinweg, beschönigen das unpassende Verhalten des Narzissten oder bagatellisieren seine unrühmlichen Taten, nur um die Wahrheit nicht sehen zu müssen und auf diese Weise den Glauben bewahren zu können, den perfekten Partner fürs Leben gefunden zu haben.

Die unglaublich schönen Momente mit einem Narzissten in der Anfangszeit lassen im Grunde überhaupt keinen Zweifel an dessen aufrichtiger Liebe zu, so dass situativ auftretenden Befremdlichkeiten im Umgang mit dem Narzissten keine weitere Beachtung geschenkt wird. Betroffenen stößt das inadäquate Verhalten des Narzissten in bestimmten Situationen zwar auf, doch gehen sie dem Grund für ihre Wahrnehmung nicht weiter nach und glauben, dass das sonderbare Benehmen nichts zu bedeuten habe.

Schließlich birgt eine intensivere Beschäftigung mit dem merkwürdigen Verhalten des Narzissten die Gefahr, den momentanen zauberhaften Zustand und den Glauben an die perfekte Liebe zu zerstören. So wird über das Unerfreuliche hinweggesehen und schnellstmöglich abgehakt, nur damit die Illusion erhalten bleibt, einen echten Märchenprinzen gefunden zu haben. Betroffene lassen sich daher bedingungslos auf die Verführung ein und werden so zum Opfer des Narzissten.

Doch was bringt Betroffene dazu – trotz anfänglicher Hinweise, die eindeutig belegen, dass ihr Märchenprinz keineswegs makellos ist – die Wahrheit nicht zu sehen oder nicht sehen zu wollen?

Schwaches Selbstwertgefühl

Betroffene wollen sich durch die Beziehung mit dem Narzissten aufwerten und fühlen sich großartig bei dem Gefühl, mit einer so strahlenden Persönlichkeit zusammensein zu dürfen. Sie glauben, sich die beeindruckende Stärke, das große Selbstbewusstsein, die außergewöhnliche Attraktivität und die imposante Ausstrahlung, die ihnen selbst fehlen, durch den narzisstischen Partner aneignen zu können, um sich auf diese Weise selbst zu stärken. Der Mangel an Selbstliebe von Betroffenen wird durch das besondere Interesse des Narzissten an deren Person ausgeglichen. Der Narzisst wird von Betroffenen zur eigenen Selbstwertregulierung benötigt.

Verlorengegangene Lebensfreude

Die gleichbleibende Routine des Alltags oder zahlreiche Enttäuschungen können die Lebensfreude abtöten. Oft funktionieren Betroffene dann nur noch für den Beruf, für die Familie oder für Freunde und dafür, die Lebensaufgaben irgendwie zu bewältigen. Die immer gleichen Anforderungen und die Belastungen des Alltags erzeugen einen Mangel an Lustgefühlen – die Freude am Leben geht verloren und es fehlt eine aufbauende Perspektive. Zudem machen frustrierende Erlebnisse in der Vergangenheit misstrauisch und verbittern. Betroffene wollen endlich aus dieser Tretmühle herauskommen und wieder etwas Besonderes erleben. Sie wollen Teil von etwas Außergewöhnlichem und Aufregendem sein. Sie wollen das Leben wieder spüren. Wenn an diesem Punkt ein Narzisst mit seiner grandiosen Ausstrahlung und  Begeisterungsfähigkeit in ihr Leben tritt, dann lassen sie sich auf ihn ein.

Sucht nach Zärtlichkeit und sexueller Nähe

Der Sex mit dem Partner ist langweilig geworden oder es steht derzeit kein Partner zur Verfügung. Betroffene erleben keine körperliche Zärtlichkeit, fühlen sich nicht liebenswert und vermissen zutiefst das leidenschaftliche Einswerden mit einem gefühlvollen Partner. Es besteht eine große Liebesbedürftigkeit, weshalb das Verlangen nach erotischen Abenteuern als besonders quälend empfunden wird und sich der Verstand durch die eingeschränkte Sicht vernebelt. Verhängnisvollen Verlockungen wird dann aufgrund der übermächtigen Begierde zu leicht nachgegeben.

Weitere Gründe

    • großes Leiden (körperlich, seelisch)
    • hohe soziale Belastungen z. B. durch Schulden, neue Lebensbedingungen, einen wirtschaftlichen Abstieg, Erfolglosigkeit, Konflikte in einer Beziehung
    • Trauer und Verlusterfahrungen (Verlust einer nahestehenden Person, Verlust des Arbeitsplatzes etc.)
    • Einsamkeit
    • Mangel an Sicherheit und Geborgenheit

Die quälende innere Leere, das Gefühl von Wertlosigkeit oder Sinnlosigkeit sowie der Mangel an Liebe lassen den Wunsch entstehen, an etwas Besonderem oder Großartigem teilzuhaben. Man erträgt nicht länger die eigene Minderwertigkeit, die Durchschnittlichkeit des eigenen Daseins, das Gewöhnliche im Alltag und die drückende Langeweile. Man wünscht sich, es würde endlich etwas Spannung und Aufregung ins eigene Leben kommen oder jemand hält die Arme offen und spendet etwas Trost.

Der Narzisst nutzt diese Schwächen aus

Bei einer derartigen Ausgangslage hat der Narzisst leichtes Spiel: Er verführt seine Opfer, lässt sie an etwas Besonderem teilhaben und gibt ihnen das Gefühl, ein ganz besonderer Mensch zu sein. Deren Leben scheint plötzlich wieder einen Sinn zu bekommen, sie spüren wieder Feuer und Leidenschaft, Glück und Euphorie, Lust und Sinnlichkeit. Nie wieder wollen sie in das triste Leben, das sie zuvor geführt haben, zurückkehren und klammern sich daher an den Narzissten.

Die grandiosen Inszenierungen des Narzissten und seine scheinbar glaubwürdigen Liebesbekenntnisse treiben Betroffene in eine Abhängigkeit, weil sie in dem Narzissten einen himmlischen Retter sehen, der sie von der Einförmigkeit ihres Lebens, von ihrem Frust und inneren Mangel befreien kann. Der Narzisst befriedigt ihren Wunsch nach Beachtung und Wertschätzung, stärkt ihr Selbstwertgefühl, beschenkt und verführt sie, erfüllt ihre sexuellen Wünsche, macht ihr Leben wieder lebenswert und verleiht ihnen das Gefühl von vollendeter Lebensfreude.

Betroffene werden von dem Gefühl überwältigt, in der Beziehung mit dem Narzissten endlich das lang ersehnte Glück gefunden zu haben. Doch letztlich führt der Narzisst seine Opfer auf schmerzhaften Umwegen zu ihrem verborgenen Leid zurück und vermehrt es sogar noch: Erst entzückt er sein Opfer und versetzt es in einen Rauschzustand, dann vereinnahmt er es und missbraucht es für seine Zwecke. Hierzu wertet er sein Opfer beständig ab, zerstört somit sein Selbstwertgefühl und nimmt ihm vollständig seine Lebensfreude und sein Lebensglück. Manche Opfer von Narzissten sehnen sich nach diesen niederschmetternden Erfahrungen sogar nach dem tristen und gewöhnlichen Leben, das sie zuvor hatten, zurück – und erkennen erst dann, wie gut es ihnen eigentlich damit ging.

Der Idealisierung entkommen

Die große Sehnsucht nach Liebe und die Hoffnung auf die Erfüllung aller Träume können blind machen für die Realität. Abweichungen von den eigenen Idealvorstellungen werden als solche nicht erkannt, Störungen werden nicht ernst genommen, Konflikte werden unter den Teppich gekehrt und Fehltritte des Narzissten verharmlost. Alles wird idealisiert, damit der Traum von der perfekten Liebe nicht platzt und Betroffene nicht in ihr altes, abwechslungsloses Leben zurückkehren müssen.

Jedoch gibt es auch Opfer von Narzissten, die den narzisstischen Missbrauch früher erkennen und sich nicht so tief wie andere in eine narzisstische Beziehung verstricken. Zwar genießen sie ebenfalls die anfängliche Idealisierung, werden aber mit der Zeit skeptisch, wenn alles immer nur durch die rosarote Brille gesehen wird oder der Narzisst sie mehr und mehr bedrängt und vereinnahmen möchte. Sie vermissen eine respektvolle Distanz, beginnen, ihre Gefühle gegenüber dem Narzissten zu zügeln, und warten erst einmal ab, bevor sie sich ganz auf die großspurigen Bekundungen des Narzissten einlassen.

Die wahre Qualität einer Beziehung zeigt sich erst dann, wenn das erste Verliebtsein verflogen ist und das Zusammensein mit anderen Inhalten gefüllt werden muss. Ein Partner sollte zeigen, dass er seine Versprechen in die Tat umsetzen kann und nicht nur in blumigen Worten davon redet. An seinen Taten sollte man den Menschen erkennen und nicht an seinen Absichten.

Mit dieser Einstellung bleiben Betroffene in ihrer Mitte und können so der großen Anziehungskraft entgehen, die von dem Wunsch nach Verschmelzung mit dem Partner ausgeht, und leichter ein Fehlverhalten des Narzissten erkennen und es als solches auch bewerten. Die vielen anfänglichen alarmierenden Hinweise werden mehr als solche wahrgenommen und sachlich abgewogen, ohne etwas zu beschönigen. Auf diese Weise können Betroffene verhindern, dass ihre persönlichen Grenzen überschritten werden, ohne dass sie es merken, und sie sich einem selbstsüchtigen Blender hingeben.


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Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
66 Kommentare zu “Wie wird man Opfer eines Narzissten?
  1. Stefanie sagt:

    Ich glaube, ich bin unter anderem auf so jemanden reingefallen, weil ich total gutgläubig war, dachte, wenn jemand etwas verspricht, hält er es auch, und wenn mir jemand das Gefühl gibt, er liebt mich und ich bin seine Teaumfrau, dann meint er es auch so. Die bösen Überraschungen während unserer Beziehung haben mich immer so stark aus der Bahn geworfen, weil ich lange gebraucht habe, um zu verstehen, dass jemand, der mir Gutes tun will, sich immer von seiner besten Seite zeigt. Aber jemand, der mir nichts Gutes tun will, wird das auch machen. Und zwar so lange, bis er mein volles Vertrauen hat, um mich dann mit voller Kraft zu verletzen.

  2. Alex sagt:

    „Schwaches Selbstwertgefühl“ oder „verlorene Lebensfreude“ würde ich prinzipiell mal ausschließen. Nicht Alle Opfer von Narzissten fallen in dieses Raster.
    Ich denke, der Grund WARUM man so jemandem verfällt ist, dass sich der Narzisst(in) perfekt verkaufen kann. Er sagt, was eigentlich jeder normale Mensch hören will, grad im Bezug auf eine Beziehung. Alles, was generell als perfekt oder die ideale Beziehung angesehen wird, schmiert der Narz einem ums Maul und die Opfer glauben es.
    Ich meine, wer möchte keine toll laufende Beziehung mit Zukunftsplanung? Und da setzen sie an.
    Gleiches wenn sie wiederkommen. Reue, Versprechen, Wünsche, blabla und man fällt drauf rein, weil man denkt „jetzt hat er/sie es verstanden; nur, um dann wieder auf die Schnautze zu fallen.
    Und DANN beginnt man evtl. an sich selbst zu zweifeln.
    Die oben beschriebenen Merkmale sind in meinen Augen dinge, die NACH einer Bez mit einem Narz kommen können. Und dann ist man def. anfällig für die Ehrenrunde. Das kann, muss aber nicht so sein.
    Ich schließe mich da garnicht von aus, weil ich selbst Gutgläubuig war und meine Packungen dafür bekommen habe.
    Aber die Gründe, warum ein Narz Erfolg hat, sind dann in meinen Augen doch ein wenig komplizierter als hier Beschrieben!

    • Radulf sagt:

      Häufig sind es empathische, hoch sensible Menschen, die es dem Narzissten angetan haben. Der Narzisst ist tief in seinem Inneren auf diese Eigenschaften krankhaft neidisch und will dann mit diesem idealisierten Partner verschmelzen. Es sind seelisch verkrüppelte Gestalten, die auf der Suche nach einer Übermutter sind, die ihnen das gibt, was sie seit ihrer frühesten Kindheit so schmerzlich vermissen. Echt kaputt, echt krank, diese Vögel.

      • Alex sagt:

        Stimme ich Dir zu!
        Ich würde mich, ohne das negativ zu meinen, als Empath beschreiben, weil ich meine Umwelt beobachte und drauf reagiere.
        Das lustige ist, meine Ex hat mir sogar gesagt, dass Ihre Eltern und deren Erziehung einen großen Anteil an dem haben, wie sie heute ist.
        Das Problem ist aber, sie ist in ihrer eigenen Blase gefangen, kann mit Hilfe, Zuwendung und Ähnlichem nix anfangen und läuft eher weg, als das zu akzeptieren und vor Allem anzunehmen.

        Warum ich mich in sie verliebt habe? Keine Ahnung! Genau so wenig, warum sie seit Jahren immer wieder ankommen darf.
        Manipulativ ist sie, sagt was man hören will. Plus, ihre Tochter, die ich vergöttert habe und die meine Anwesenheit immer mehr als genossen hat. Hatte gehofft, dadurch sieht sie, was sie mit mir verliert. War ihr aber egal, wie immer.

      • Rosi sagt:

        Trifft den Nagel auf den Kopf

    • Elisa sagt:

      Ein bisschen klingt der Artikel für mich auch, als ob da zwei Narzissten aufeinander treffen. Der eine auf einem Hoch, der andere in einem Tief. Wie unterscheidet man, ob man nicht sogar durch eigene narzisstische Züge in diese Situation geraten ist? Der Narzisst liefert einem die Selbstbestätigung, die man selbst nicht erzeugenden kann. Ist das nicht der Kern des Pudels?

  3. Mike2 sagt:

    Es gehören immer 2 dazu.
    Einer der macht, und einer der es mit sich machen lässt.
    Wenn derjenige, der es mit sich machen lässt, endlich versteht, dass es komplet sinnlos ist, dann wird der, der macht auch aufhören, denn dann verfliegt der Reiz an dem Ganzen.
    Also sollten Alle, die hier auf dieser Seite schreiben, incl. mir, dringend mal überlegen, was wir Denen immer wieder für Futter geben und somit unser eigenes Unglück immer weiter selbst vorantreiben und nähren.
    Wir sind nicht Schuld an dem, was uns angetan wurde, aber daran, was uns danach immer wieder angetan wird.
    Ist leider so!

  4. Tatjana sagt:

    Es kann jeden treffen, man muss selbst nicht zwangsläufig aus dyfunktionalen Verhältnissen kommen. Meist sind es jedoch sehr empathische Menschen, die in die Fänge geraten.
    Solche Seiten wie diese hier helfen den Geschädigten und dienen zur Aufklärung, was sehr wichtig ist.
    Und diese Personen bekommen es täglich zurück, wir bekommen es nur nicht mit. Sie müssen ständig in Angst leben, das jemand ihnen auf die Schliche kommt. Rachegedanken sind völlig normal, aber wir sollten uns freuen, es raus geschafft zu haben.
    Mein Stalker aus Wuppertal hat sicher auch wieder zahlreiche Frauen in seinen Fängen. Natürlich hat man Mitleid, aber warnen bringt nichts. Viele haben einen hohen Leidensdruck.

  5. S.W. sagt:

    Ich habe seid 2Jahren jeglichen Kontakt zu dem Narzissten abgebrochen,mein Blick geht zur Seite sobald er mir begegnet,ich meide Gespräche über ihn und dennoch ertappe ich mich immer wieder das das Ganze mich beschäftigt.Wie könnte ich so naiv und einfaelltig sein,warum habe ich nicht früher die Freundschaft beendet,warum habe ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört! Der anfängliche Zorn und Hass auf ihn ist verflogen,ich wollte zu Beginn das er genau so leiden muss wie die Menschen denen er das antut.Ich hab schnell gemerkt und auch in Büchern gelesen das ich da den Kürzeren zieh,es glaubt einem keiner.Alle sind sie hin und weg von diesem Menschen! Bis heute quält mich die Frage warum die Narzissten immer ungestraft davon kommen obwohl sie so viele Menschen verletzen,demütigen,erniedrigen ,belügen und betrügen. Mir tun alle Menschen leid die in diesen Fängen sind!

    • JustMe sagt:

      Hallo S.W.,
      die Folge dessen, was sie tun wird kommen…
      Ich stecke da jetzt seit 5 Jahren ( davon 4 on/off ) mitten drin, da er mein Vorgesetzter ist und wir uns zwangsläufig jeden Tag sehen….
      Mein Großvater neigte sein Leben lang zu genau diesen narzissTischen Zügen. Immer mehrere Frauen gleichzeitig, nur und ausschließlich seine eigenen Interessen verfolgt….
      Vor Einen knappen Jahr erlitt er mehrere Schlaganfälle, ist seitdem nicht mehr mobil und kann dementsprechend sein ‚ach so tolles‘ Leben so nicht mehr führen!
      Seine Koordination war eines Tages so schlecht, dass 2 seiner’Frauen‘ gleichzeitig bei ihn am Tisch saßen. Was da los war, muss ich nicht groß erklären!
      Fazit: Jetzt sitzt er mutterseelenalleine an seinem Tisch! Alles andere als schön, aber die Folge seines Handelns….Einsicht? Bis heute keine….aber glücklich ist er auch nicht!
      Ich denke, so wird es viele ‚irgendwann‘ treffen!

      • S.W. sagt:

        Danke JustMe ,danke für deine Antwort.Ja ich hoffe auf Gerechtigkeit.Ich wünsche niemand etwas schlechtes,aber ich hoffe das es eine Gerechtigkeit gibt,dafür was ich erlebt und durchgemacht habe,wie ich gelitten habe als ich merkte daß er gar kein wahrer Freund war,das er mich verraten und verkauft hat um die eigene Haut zu retten!Ich habe immer zu ihm gehalten,hab ich verteidigt,wäre für ihn durchs Feuer und er hätte mich verbrennen lassen!Seelische Gewalt ist weitaus schlimmer als körperliche Gewalt,man sieht es nicht und man braucht deutlich länger bis man handelt!

        • S.W. sagt:

          Ich denke wie man zum Opfer eines Narzissten wird spielt keine Rolle,Fakt ist das seine Charme,sein Lob und seine Anerkennung Balsam für die Seele eines Jeden ist.Man fühlt sich geehrt,ist stolz das es Menschen gibt die einen mit anderen Augen sehen.Aber wenn man dann merkt das Ganze ist ein falsches Spiel,alles auf Luegen aufgebaut,dann ist das eine bittere Lebenserfahrung,die einen prägt.Ob man das unbedingt braucht sei dahingestellt.Natuerlich lernt man daraus fürs Leben,aber die Demütigungen,das Abseviert werden wenn man keinen Nutzen mehr bringt,die vielen Luegen wo ich mich heute noch frag was war überhaupt wahr,all das muss man nicht wirklich haben.Ich wusste bis dato gar nicht das es solche Menschen überhaupt gibt.Und nun soll man die Narzissten auch noch verstehen,sie nicht zu Unmenschen machen! Sie spielen ihr falsches Spiel weiter,mit immer neuen Menschen,verletzen,demütigen und kränken sie und man kann nichts machen gegen diesen Psychoterror,das kann ich einfach nur schwer akzeptieren!

          • Waltraud sagt:

            Hallo S.W.,
            es ist eine bittere Erfahrung, definitiv! Und auch das Unverständnis von anderen, die den Narzissten leider nicht so erlebt haben, wie man selber, tut sein übriges. Aber das Verstehen ist wichtig bzw. mit welcher Spezies man es zu tun hat. Durch Hintergrundwissen kann man erst anfangen sich zu schützen, um nicht wieder auf die perversen und ausgekochten Spielchen von ihnen reinzufallen. Ich glaube jeder hier, hätte sich diese Erfahrung absolut gerne erspart, zumal das weit über das ertragbare hinausgeht. Das durch solche Seiten wie diese hier, Aufklärung erfolgt, ist von unschätzbarem Wert, weil Aufklärung die Anfälligkeit minimiert, das Narzissten weiter wie bisher im Verborgenen agieren können. Es ist noch ein grosser Schritt zwischen theoretischem Wissen und es in der Praxis hautnah zu erleben, was da abgeht. Man konnte sich sowas in seinen künsten Träumen nicht vorstellen. Und so geht es Menschen, die keine Erfahrung mit dieser speziellen Störung machen mussten.
            Ich kann wie Du nur schwer bis gar nicht damit umgehen, das dieser Täter weiter unbeschadet durchs Leben läuft und man auch noch als schwerst Geschädigter vom Narzissten dessen bezichtigt wird, was er selbst abgezogen hat. Das ist mal eine himmelschreiende Ungerechtigtkeit. Ich hab angefangen meine Geschichte aufzuschreiben und andere versucht über seine Machenschaften Einblick zu geben. Aber weil sie nur die liebe, nette, hilfsbereite Oberfläche sehen, ist das vielleicht sogar noch schädlich, weil das ganze auf mich wieder zurückfällt. Die Glaubwürdigkeit wird angezweifelt.
            Schließlich ist er ja jahrzehnte mit seiner Masche durchgekommen und alles was nicht passte, wurde mir übergestülpt und ein völlig falsches Bild im aussen manifestiert. Sie nicht zu Unmenschen zu machen scheint da unmenschlich, aber für die eigene Seele vielleicht ein Weg. Ich weiss es nicht. Und ich will immer noch Gerechtigkeit für mich.

          • Lise1 sagt:

            Du bist doch weg, was willst du noch mit dem!

            Kümmern dich um dich und sammle schöne Minuten. Jede gute Minute zählt dabei. Das steht in deiner Macht.

            Was er macht, ist schon lange nicht mehr dein Spielfeld, es ist komplett außerhalb deiner Kontrolle, also verwende deine Energie ab heute und sofort für wertvolle Dinge.

            Dann musst du dir das Mantra, doch keinem was Böses zu wünschen nicht mehr in dir haben, das ist ein ganz schöner Kraftaufwand. Das merkt man erst, wenn man dagegen nicht mehr ankämpfen muss. Und statt dessen bei sich und den guten Menschen ist.

          • Lise1 sagt:

            Mein Post vom 06.02.war an SW gedacht

        • Lise1 sagt:

          S.W.

          du schriebst: „man sieht es nicht und man braucht deutlich länger bis man handelt!“

          Weil man das Gefühl für seine eigene Würde verloren hat. Oder die weggenommen bekam.

          Wenn man aber das wieder fühlen (lernen) kann, sind Narzissten ab dem Tag machtlos. Dann brauchst du nicht mehr lange, bis du handlest, dann merkst du die Veletzungen der Seele genau so wie eine körperliche. Dann lässt du unwürdiges Verhalten dir gegenüber nicht mehr zu.

          Dann könnten sich deine Werte ändern, der Wert „Dulden und Verstehen und Verzeihen“ verliert an Priorität und der Wert Menschenwürde (deine und seine) rückt weiter nach vorn. Das gibt dir die Macht und die Mittel, unwürdiges Verhalten beiderseits auszubremsen. (deine eigene Meschenwürde verrätst du nicht mehr, der Verrat an dir selber hört auf, du kannst der werden, der du lieber wärst, nicht mehr selbstentfremdet. Unabhängig davon, was irgendein N. macht oder nicht macht)

      • Glücklich sagt:

        @ S W
        Ich verstehe sehr gut was du meinst. Fühle genauso und denke, dass es eine Gerechtigkeit geben wird. Sie sind ja insofern schon gestraft, dass sie keine echten, positiven Gefühle empfinden können. Sondern nur Wut, Hass und Neid. Habe einen N. auch noch nie herzhaft lachen sehen, alles Maske.

        Spätestens wenn diese
        Personen auf sich selbst zurückgeworfen werden und ihnen niemand mehr emotionale Zufuhr geben wird, fallen sie in sich zusammen wie ein Vampir beim ersten Sonnenstrahl.

        Deswegen ist AUFKLÄRUNG über diese ENERGIERÄUBER so WICHTIG.

        Damit sie entlarvt werden und wir uns schützen!

    • Lise1 sagt:

      @S.W.

      Sie kommen ja nicht ungestraft davon. Ein mehr oder weniger großer Teil der Bekannten oder Freunde oder Arbeitskollegen wendet sich ohne Begründung (für den N. unverständlich) ab.
      Einige bekommen eine späte Strafe, wie z.B. die MeToo-Debatte zeigt, wo einige , die dachten über allen Regeln oder Gesetzen zu stehen nun die volle Ladung Rache abbekommen. Oder die Einsamkeit im Alter. Oder ihre destruktiven Süchte.

      Mach dir darum keine Gedanken, auch N. müssen die Folgen ihres Verhaltens aushalten. Es sieht manchmal nur so aus, als ob sie sich ein gutes Leben machen.Das ist einfach, es so aussehen zu lassen, sieh soziale Medien, mit den extra aufgesetzen Foto-Lächeln oder nur Selbstdarstellung, was andere neidisch machen könnte. Man sieht nicht das wirkliche Leben, das sie führen.

      Sieh aber einfach gut zu, dass du dir dein Leben nach deinen Vorstellungen gestaltest, ohne andere bewusst zu schädigen, unabhängig davon, ob der Ex nun sofort 1:1 bestraft wird oder nicht.

      • S.W. sagt:

        Hallo Lise 1,danke für deine Stellungnahme,ich hoffe du hast Recht,ich wünsche niemand etwas schlechtes,aber ich wünsch mir Gerechtigkeit.Wie alle,hätte ich nie gedacht das mir sowas passiert.Ich war mir sicher ,ich merke wer es ehrlich mit mir meint.Er hat mich geblendet, manipuliert,belogen und uns Freunde gegeneinander ausgespielt,auf übelste Art und Weise.Es ging nur darum die eigene Haut zu retten.Er war ein falscher Freund! Am Anfang wollte ich seine Frau warnen,ihr anonym ein Buch zukommen lassen ,wie erkenne ich einen Narzissten,damit sie ein Gespür für das Ganze bekommt,nachdem ich die Ursache für das Verhalten gefunden hatte! Ich hab es nicht getan,er hat sie so beeinflusst,dass nur wir die Böden waren und noch immer sind.Seine Frau hat keine Freunde mehr,sie sind ihm alle nicht gut genug.Sie hat nur ihre Tochter und die ist so im Bann des Vaters ,schrecklich.Aber wenn man über Narzissmus nichts weiss ,kann man nicht handeln und agieren.Man erträgt seine Launen und sucht die Schuld bei sich selber!

  6. Rabauz sagt:

    Was für ein Schwachsinn.
    Um Opfer eines Narzissten zu werden braucht es nur zwei Dinge:

    1. Auf der Empathieskala musst du zu den oberen 30% gehören, Narzissten suchen sich nur die wertvollsten und edelsten Menschen aus. Je mehr Selbstbewusstsein und Selbstliebe desto mehr Narzissten ziehst du an.

    2. Du hast noch nie von Narzissmus gehört, die Methoden der Narcs sind so perfide das du dir als normaler Mensch gar nicht vorstellen kannst das es so etwas gibt. Erst gewissenhaftes notieren von Red Flags bietet einen sicheren Schutz.

    Das oben gesagte trifft natürlich nicht auf jeden zu, die Kombination zwei Cluster B`s in einer Beziehung kommt öfter vor als man glaubt. Und natürlich gibt es auch Co- Dependent`s, aber die sind sehr selten.

    Aber fast jeder der aus einer Toxischen Beziehung kommt glaubt das mit ihm etwas nicht stimmt, egal wie glamourös und vorbildlich es die Trennung überstanden hat. Das hat ihm der Narzisst ja auch lange genug eingeredet das mit ihm etwas nicht nicht in Ordnung ist, und wenn das dann auch noch so hier auf der Seite steht, dann muss das ja stimmen. Die Opfer suchen nach jedem Strohhalm um den Blick vor der Realität zu meiden, nämlich das so viel Boshaftigkeit tatsächlich existiert. Da ist es doch viel bequemer das Problem bei sich selber zu suchen, das schaft wenigstens die Illusion man könnte daran etwas ändern.

    Jedes normale Traumabonding wird nach Möglichkeit gleich in eine Co- Abhängigkeit umgedeutet. Auch die C-PTSD die sich jeder in so einer Beziehung einfängt wird wenn es irgend wie geht in etwas Therapierbares umgedeutet.

    Cluster-B´S sind bis auf Borderliner sehr schlechte Kunden für Therapeuten. 30% Aller Menschen geraten in ihrem Leben einmal in eine Toxische Beziehung, da ist es doch viel lukrativer den Opfern einzureden das die Therapie brauchen als den 5% die das Verursacht haben.

    Nochmal an alle Opfer:
    Dein Schuldanteil beträgt 0,0%, du bist einfach nur reingelegt worden.

    • Waltraud sagt:

      Das unter 2. aufgeführte kann ich voll unterschreiben und bestätigen.
      Das unter 1. mit Einschränkung. Die Aussage: „Da ist es doch viel bequemer, das Problem bei sich sich selber zu suchen“ stimmt für mich nicht. Der Narzisst hat es erfolgreich verstanden, seine Probleme auf das „Opfer“ abzuladen, das dieses unter der schweren Last irgenwann zusammen brechen muss. Und ich hab auch nicht den Blick für die Realität verloren, aber der Narzisst verschleiert so geschickt, was es schwer macht, ihm auf die Schliche zu kommen. Mein Bauchgefühl lag intuitiv immer richtig, aber ich hatte keine Ahnung was oder wie sich Narzissmus zeigt. Erst durch diese Kenntnis, kann man die Zusammenhänge verstehen und hat ein aha-Erlebnis, die Schilderungen anderer zu lesen, die sich mit den eigenen Erfahrungen decken. Man fällt im wahrsten Sinne des Wortes vom Glauben ab und hätte man schon vorher etwas darüber erfahren, diese Menschen hätten keine oder wenig Chanchen, mit dem Leben anderer zu spielen. Steckt man drin, wird man geblendet, getäuscht, belogen was das Zeug hält, herabgewürdigt, der Ruf wird massiv beschädigt und man ist für alles verantwortlich und bekommt noch Schuldzuweisungen. Einfach unglaublich!!

      • Christina S. sagt:

        @Rabauz, @Waltraud
        Ich kann ALLEM nur beipflichten – hätte ich jemals zuvor mit derart bösen Menschen zu tun gehabt, hätte ich meine Heimat nicht verlassen müssen (Flucht vor dem Typ), hätte jetzt keine Angst um meinen 26-jährigen Sohn und dessen Freundin (daran arbeitet der Ex immer noch), hätte vielleicht auch noch wenigstens 1 Freund in der Heimat, würde noch gegrüßt werden in der Heimat, müsste mich nicht täglich mit neuen Hetzkampagnen herumschlagen…Das Schlimmste ist, das aus dem Umfeld keiner glaubt, das dieser reizende Mensch mir irgendetwas böses wollte bzw. immer noch tut. Mein EX ist nicht nur Narzisst, sonder auch nahezu ein Meister der Suggestion und hat dadurch fas jeden Menschen im Griff. Ich bin also in aller Leute Augen die furchtbarste Person (natürlich fragt mich keiner, was los war/ist – dafür hat er genauso gesorgt).
        Meine Trennung ist fast 1 Jahr her (nach über 17 Jahren verlogener/ manipulierter Beziehung). Und es ist für unerfahrene empathische Menschen völlig unvorstellbar, was solch ein einzelner Mensch anrichten kann. Jeder unterschätzt diesen schmucken, lieben und sooo aufrichtigen Herrn. Keiner kann sich vorstellen, was er für ein Machtspiel treibt – es ist ja auch völlig sinnlos, das er das tut. Es bringt ihm schließlich nichts, wenn ich nichts mehr habe, dadurch wächst sein eigenes Vermögen ja auch nicht. Aber ihm geht es halt nur um meine Vernichtung – nichts anderes.
        In meinem neues Umfeld kann er nichts mehr anrichten, aber bzgl. meines Sohnes (der bereits 9 Jahre war, als der Narzisst in mein Leben kam) mache ich mir ganz schmerzhafte Sorgen!

        • Waltraud sagt:

          Hallo Christine,
          das kenn ich leider auch so. ER hat alle und alles im Griff einschließlich unserer Kinder. Man steht auf verlorenem Posten. Ich wundere mich auch nicht mehr darüber, wie er alle zu seiner Meinung bekehren kann. Das war der Fall als ich nichts von Narzissmus wusste. Es bleibt trotzdem ein Phänomen. Er kommt so harmlos, nett und charmant daher, das niemand dahinter was Böses vermutet. Ich hab mich auch gefragt, was es ihm nutzt, mir so massiven Schaden zuzufügen. Es hat ihm keinen finanziellen Mehrwert gebracht, sondern im Gegenteil. Danach hab ich verstanden, es geht um Macht. Den anderen in die Knie zwingen und mit allen Mitteln in seine Gewalt bringen. Ich hätte nie geglaubt, es mit einer so kranken Persönlichkeit zu tun zu haben, aber genau das ist die Realität.

        • n. sagt:

          Liebe Christina,

          genau das was du schreibst erlebe ich gerade, alles was ich mir je erarbeitet und erschaffen habe wird gerade komplett zerstört. Ich werde komplett ausgegrenzt, isoliert und zusätzlich jeglicher Versuch hier wegzukommen sabotiert. Wer solche Menschen kennt und so was ähnliches durchgemacht hat, weiß jetzt genau wohin diese Strategie führen soll…
          Er hat mit seinen Helfern in meinem kompletten (!!!) Umfeld derart berechnend vorgesorgt, dass ich sein Image jaaaaa nicht beschädigen kann, ihn nicht demaskiere, dass man sich sowas nicht vorstellen kann. Er ist der Meister der bösartigen Strategie und ich bin in jegliche Falle getappt ohne es zu wissen.
          Auch mir ist keiner mehr geblieben, natürlich auch teilweise mitunter durch die eigenen sensiblen Reaktionen die man dank PTBS aufweist.
          Wie kommt man da nur raus?
          Womit hat man das verdient?
          Ich muss für ein perfides Strategie Spiel absolut alles aufgegeben. Meine privatesten Details gingen nach außen und alles subtil ohne Beweise.
          Tja, wie macht man da weiter?!

          • Lise1 sagt:

            Liebe(r) n.,

            suche dir bitte professionelle Hilfe. Sowohl für die rein sachlichen Fragen (Anwalt, Frauenhaus, Notar, Polizei, Jugendamt, Schuldenberatung, Umzugsfirma, Arbeitsamt, oder was immer es ist, was bei dir zerstört wurde) und auch für dein Seelenleben, wie du dich schützen bzw. für dein Recht sorgen kannst (gut ausgebildete Psychiater oder Psychotherapeuten, Hausarzt)

      • Verzweifelte sagt:

        Hallo Waltraud
        Bin gerade in der Phase „abwarten“. Habe unterdessen viel über Narz gelesen. In meinem Fall ist es aber eine extreme verdeckte Form.
        Trotz er mein Handy ausspioniert hat und Eifersüchtig ist und hinter jedem Mann einen Potentiellen Konkurrenten sieht bin ich noch da. Ich wollte bereits 4 Mal ausziehen (wir sind natürlich zu ihm gezogen). Wir sind seit 2.5 Jahren zusammen. Eine schlechte/hohe Bilanz.
        Ich habe ihm das mit dem Spionieren verziehen, da seine Ex dauernd fremd ging.
        Jetzt soll ich ihm dankbar sein, dass er bei mir bleibt obwohl ich keine Kinder bekommen kann (Entfernung meiner GB vor 3 Monaten) obwohl ich ihm das von Anfang an gesagt habe.
        Wir haben uns zwar erst gerade versöhnt aber mein Bauch schreit immer noch und ich warte eigentlich nur bis zum nächsten Krach . . .
        Manchmal frag ich mich ob nicht ich der Narz bin.
        Er wirft mir ja auch vor Kritikunfähig zu sein. ER macht ja nichts falsch. Entschuldigt hat er sich noch nie während der ganzen Beziehung, nur 1 Mal weil ich es von ihm verlangt hatte, aber das hat er nicht mal ernst gemeint.

        • Waltraud sagt:

          Hallo Verzweifelte,
          kann es sein, das er der Ex das Fremdgehen nur unterstellt hat? Wenn er Dir gegenüber auch so unterwegs ist.
          Was Du schilderst, hört sich für mich absolut narzisstisch an.
          Sie bringen ihren Partner dazu, das dieser anfängt extrem an sich zu zweifeln. Das ist ihre Methode, um einen klein und abhängig und gefügig zu machen. Laß Dich nicht fertig machen von so jemanden. Ich weiss erst seit ein paar Jahren, das mein Ex ein narzisstisch Gestörter ist und als ich begann hier zu lesen und sich mein Erlebtes mit den vielen Geschichten hier deckte, war ich fassungslos, was ich mir und meinen Kindern zugemutet habe. Aber bis dahin war er ja der Tolle, der alles wusste, der alles bestimmte. Und das er absolut verdeckt vorgeht, damit ihm niemand auf die Schliche kommt und deswegen schwer auszumachen für mich. Ich kann Dir nur wünschen, das Du es schaffst, ihn aus Deinem Leben zu verbannen. Ich wünschte, ich hätts früher kapiert. So muss ich lernen, mit meiner Vergangenheit frieden zu schliessen, was mir immer noch nicht gelingt.
          Alles Gute für Dich!

    • Mike sagt:

      Genau so sieht’s aus Rabauz!

    • Radulf sagt:

      Sehr guter Kommentar. Deckt sich alles mit meinen eigenen Erkenntnissen. Doch es gibt natürlich auch die unsicheren Empathen, mit wenig Selbstbewusstsein, die dann das absolut perfekte Opfer für diese kalten Krieger sind. Mich würde aber mal interessieren, woher du die Zahl 5 % NPS-Gestörter hast.

    • Glücklich sagt:

      Ganz genauso sehe ich das auch, Rabauz.
      Ich frage mich auch, nachdem ich jahrelang im Dunkeln tapote, WARUM gibt es so gut wie keine AUFKLÄRUNG zu diesem immer größer werdenden Problem?!
      Erst wenn du etwas benennen kannst, kannst du handeln. Vorher bist du wie vernebelt und suchst bei dir, wo es nichts zu finden gibt, weil du einfach von Bösartigkeit attackiert wurdest und immer noch ans Gute geglaubt hast.
      Und das hat NICHTS mit Naivität zu tun sondern entspricht den Grundzügen der MENSCHLICHKEIT!
      Wer weiß von welchem Stern diese Bioroboter kommen…????!!!!

  7. Tom sagt:

    Wie wird man Opfer eines Narzissten?

    Indem man sich verliebt und dadurch nicht die Wirklichkeit sehen will.

    Sachen wie:
    großes Leiden (körperlich, seelisch)
    •hohe soziale Belastungen z. B. durch Schulden, neue Lebensbedingungen, einen wirtschaftlichen Abstieg, Erfolglosigkeit, Konflikte in einer Beziehung
    •Trauer und Verlusterfahrungen (Verlust einer nahestehenden Person, Verlust des Arbeitsplatzes etc.)
    •Einsamkeit
    •Mangel an Sicherheit und Geborgenheit

    können ein Grund sein, aber das hat mit dem zum Opfer fallen in meinen Augen fast nix zu tun!

  8. Rabe sagt:

    Als Antwort auf diese Frage fällt mir ein, per Geburt. Weiter gefragt, wie wird man eine befruchtete Eizelle?
    Und diese Frage meine ich ernst.

  9. Maria sagt:

    DAnke für all Eure Beiträge. Sie geben mir Kraft und eröffnen mir einen Raum, neu mit mir selbst in Kontakt zu treten. Mein GEfühlschaos und die Abhängigkeiten zu erkennen, um mir meinem Anteil in der Beziehung anzusehen. Und dabei mir selbst die Chance auf Heilung zu geben.
    Danke für diesen wertvollen Ort der Begegnungen.

  10. Anett sagt:

    Wieder mal ein sehr sehr gelungener Artikel von Sven Grüttefien. Auch ich finde mich in einigen Schilderungen wieder. Lange habe ich gebraucht, um zu begreifen, wie es dem Narzissten nur gelingen konnte, in mein Leben zu dringen. Eigentlich habe ich es erst richtig erkannt bzw. bestätigt bekommen, als ich zufällig auf dieses Forum gestoßen bin. Schon seit einiger Zeit ist es mir eine echte Lebenshilfe, da ich nun weiß, dass nicht ich es bin, die falsch tickt, aber auch erkannt habe, dass es eben doch auch an mir lag, dass der Narzisst zeitweise die Oberhand über mein Leben bekommen konnte.
    Im Übrigen haben ich den Narzissten schon immer als Vertreter beiderlei Geschlechts gesehen.

  11. Yvonne sagt:

    Sehr guter Artikel. Er zeigt eben auch auf, dass auch die Opfer einen Teil beitragen, wenn auch unbewusst. Genau diese „Opferhaltung“, die meist schon vorhanden ist, zieht diese „Blut- und Energie-Sauger“ an. Auf jedes Opfer wartet sein Täter. Die „riechen“ das nämlich. Bei mir war es allerdings so, dass ich durchaus gerne gebe, solange eben ein fairer Austausch von Geben und Nehmen stattfindet. Sobald es kippt, gebietet der Selbstschutz sofort Grenzen zu ziehen, wenn man nicht völlig „ausgeblutet“ liegen bleiben will. Ich bin sicher auf 6 Narzissten ausgerutscht, bis ich endlich, endlich meinen Anteil sah. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass die die Verletzlichkeit dermassen perfide ausnützen konnten. Unfassbar. Aber jetzt nicht mehr. Ich weigere mich, zur „Nahrung“ oder zum Opfer zu werden. Es gibt ein kurzes Wort dafür und das heisst NEIN! (und nicht vielleicht!)

  12. Renata sagt:

    Ein kluger und sehr gelungener Artikel! Danke Herr Grüttefien, Sie haben mir heute zu wichtigen Einsichten verholfen.

    Der innere Mangel ist das Einfallstor des Narzissten. Das habe ich so noch nie bedacht, dabei ist genau das zentral. Dazu die vergebliche Hoffnung, die innere Leere mit jemandem füllen zu können. Ist das nicht auch eine Form des Missbrauchs? Ich denke schon. Vielleicht sollten sich die über einen Narzissten Gestrauchelten auch einmal an der eigenen Nase nehmen, denn man kann die Verantwortung für ein erträgliches Leben nicht delegieren.

    Ich glaube, dass jeder über kurz oder lang verstehen und akzeptieren muss, dass ein Mensch letztlich und Innersten alleine ist und bleibt.
    Es liegt aber in der Macht jedes Einzelnen, dieser existenziellen Einsamkeit gesegnete Augenblicke abzuringen.

    • Klarsicht sagt:

      Ja, der innere Mangel kann eine Ursache sein. Doch woher kommt er? Lange, lange habe ich gebraucht zu sehen, woher er kommt, der innere Mangel. Er hat ihn nicht bewirkt, der Narzisst. Er zeigt ihn mir nur auf. Er hat auch einen, einen inneren Mangel. Doch es ist meine Geschichte, es sind meine Wunden, die mich das erleben lassen und ich treffe nicht per Zufall auf ihn, den Narzissten. Er zeigt mir meine Wunden auf, wo ich heilen soll. Und dafür bin ich ihm sehr dankbar. Heilen muss ich selbst, oder mit fachlicher Hilfe. Er ist dafür nicht zuständig. Natürlich habe ich keine unauflösliche Verbindung zu ihm, bin Gott sei Dank immer selbständig geblieben, keine gemeinsamen Kinder, keine gemeinsame Wohnung, keine gemeinsamen Bank-Konten… da ist es einfacher, sich zu trennen…
      Alles Gute und Liebe denen die stärker mit ihm verbunden sind.

      • Anett sagt:

        Weitestgehend stimme ich Ihnen zu, dankbar bin dem Narzissten jedoch nicht. Heute kann ich sagen, dass ich an der Beziehung zu „meinem“ Narzissten auch gewachsen bin, nicht zuletzt, weil ich meine Defizite erkannt habe, woran er einen großen Anteil hat. Andererseits, was wäre der einzelne Mensch ohne seine Schwächen? Sind es nicht gerade auch die, die ihn einzigartig und liebenswert machen? Den perfekten Menschen gibt es doch wohl kaum.

        Und sie haben Recht, man hat keine unauflösliche Verbindung zu ihm, wenn man mal von der Eltern-Kind-Beziehung absieht, die sich bis zu einem gewissen Alter wohl kaum so einfach auflösen lässt.

        Auch ich habe mir immer ein gewisses Maß an Selbstständigkeit bewahrt, zum Teil auch wieder zurückgeholt: eigenes Auto, eigenes Konto, Vollzeitbeschäftigung und damit finanzielle Unabhängigkeit, überhaupt Unabhängigkeit … keine gemeinsamen Kinder oder gemeinsame finanzielle Verpflichtungen. Natürlich habe ich auch „Lehrgeld“ bezahlt und Erfahrungen gemacht, die ich mir doch gerne erspart hätte. Heute sehe ich es als Teil eines Lernprozesses, der mich auch ein Stück weit dahin gebracht hat, wo ich heute stehe.
        Alles Gute für die Zukunft.

  13. Lisa sagt:

    Das ist für mich einer der treffendsten Beiträge .Vielen Dank

  14. Maritt sagt:

    Für mich hatte mein Mann zwei Persönlichkeiten. In die eine Persönlichkeit habe ich mich verliebt. Aber überhaupt nicht weil sie großartig war und ich mir davon Glanz erhofft habe. Sondern weil es die ganz normale Persönlichkeit war, die man sich erhofft: gleiche Interessen, gleiche Einstellung, Verlässlichkeit…etc. Nur die andere Persönlichkeit hat nicht gepasst: Überheblich, verletzend, egoistisch, empathielos…etc. Und ich habe die ganzen Jahre versucht, der liebenswerten Persönlichkeit zum Sieg zu verhelfen. Ich habe viel versucht mit viel Hoffnung, dass ich es schaffen könnte. Denn dann wäre es eine schöne, ganz normale Beziehung gewesen.Auf Großartigkeit war ich nie aus. Erst als ich von Narzissmus gelesen habe, ist mir klar geworden, dass mein Kampf und mein Aushalten lebenslang sein wird. Erst dann ist es zur Trennung gekommen, die schwer war nach 35 gemeinsamen Jahren (Ortswechsel, Arbeitsplatzwechsel,finanzielle Verluste..). Ich bin noch immer der Meinung, dass die Unkenntnis über Narzissmus der Hauptgrund für ein Bleiben ist.

    • Melanie sagt:

      Liebe Maritt,
      für mich waren die zwei Persönlichkeiten, wie Du sie nennst, immer die
      zwei Gesichter…. In das nette Gesicht habe ich mich verliebt und viele
      Jahre das 2. Gesicht gar nicht wahrgenommen, weil es für mich total im
      Verborgenen war. Die Bücher „Das schleichende Gift“ und „Die Masken der
      Niedertracht“ beschreiben sehr gut die verborgene 2. Seite/Gesicht. Mit
      der Puppertät der Kinder trat das destruktive, verweigernde, nicht an-
      erkennende 2. Gesicht gegenüber den Kindern und mir immer mehr zu Tage.
      Für mich eine immense Lebensaufgabe, denn ich stand sehr häufig zwischen „allen Stühlen“…. Ich wollte den Forderungen der Kinder und ihm gerecht werden und ich war ständig im Zwiespalt, jedoch kam der Weg einer Trennung für mich zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage, denn ich brauchte tatsächlich 44 Ehejahre für das absolute E n d e !!!
      Ich bin sehr froh, dass mir dabei ein „ZUFALL“ geholfen hat und freue
      mich jetzt auf mein selbstbestimmtes n e u e s Leben und ich kann mir
      nicht vorstellen, dass es für mich nochmals einen vertrauensvollen Partner geben wird, aber weiß man es? Ich bin nicht verbittert und hadere auch nicht mit meinem Schicksal, denn ich habe dieses Leben mit
      den vielen Höhen und Tiefen ja auch wirklich gelebt. Ich bin ein positiver Mensch und für mich ist das Glas halbvoll und nicht halbleer…
      In diesem Sinn wünsche ich allen hier viele positive Eingebungen und für die Zukunft alles Gute – es kann nur besser werden….
      Melanie

    • Waltraud sagt:

      So seh ich das auch. Ohne das Hintergrundwissen ist man nicht gefeit wieder auf seine Spiele reinzufallen, obwohl man schon getrennt ist. So ist es mir zumindest passiert und er hat mich dadurch für eine Zeit wieder unter seine Herrschaft gebracht.

    • Elke Baldy sagt:

      Ja, die Wahrnehmung des wohl wahren Wesenskerns, der Fokus auf das Gute (immerhin Sind die „positiven Illusionen“ eins der erforschten und empirisch bestätigten fünf Erfolgsgeheimnisse für gelingende Beziehungen), die Hoffnung und die Berücksichtigung der Interessen von Kindern – all das kann deutlich dazu beitragen, in der Beziehung zu bleiben.

      Die andere Seite dieses Bleibens kann – neben Verletzungen und deren Bewältigung – u.a. auch sein, dass man es lernt, Verantwortung für die eigenen Entscheidungen zu übernehmen, Erwartungen (an sich und andere) zu überprüfen und Werte zu leben

      Das ist eine wunderbare Grundlage für Eine reife Beziehung, wobei natürlich die alte Beziehung so geheilt sein sollte, dass man wieder vertrauen kann

  15. Elke Baldy sagt:

    Es gibt noch weitere Gründe/Motive etc., sich auf eine Persönlichkeit mit höher ausgeprägten narzisstischen Merkmalen einzulassen und keineswegs ist dies generell mit Schwächen, Mängeln, Ängsten oder bestimmten (schwachen) Persönlichkeitsmerkmalen, Co-Abhängigkeit, fragilem Selbstwert oder selbstbezogenen Bedürfnissen verknüpft.

    Ich persönlich halte es für unerlässlich, auch biografische und individuelle Aspekte zu berücksichtigen, die Schuld- und Negativ-Bewertungsebene zu verlassen (denn wo wäre dann ein Unterschied zum narzisstischen Verhaltensmuster?) und Heilung über Erkenntnis und Vergebung zu fördern.

    Aufklärung bringt sicher sehr gute Erkenntnisse und dient der Vorbeugung – Danke dafür.
    Doch es gibt weder DEN Menschen, noch DEN Narzissten, noch DEN Gegenpart eines stärker nsrzisstisch betonten Menschen.

    PS: die Schublade ‚(Co)Narzisst(in)“ gibt es so nicht – narzisstische Merkmale haben wir alle – sie bewegen sich wie alle Persönlichkeitsnerkmale bzw. -konstrukte in einem Kontinuum – daran wollte ich nochmal erinnern

  16. Elke Bakdy sagt:

    Es gibt noch weitere Gründe/Motive etc., sich auf eine Persönlichkeit mit höher ausgeprägten narzisstischen Merkmalen einzulassen und keineswegs ist dies generell mit Schwächen, Mängeln, Ängsten oder bestimmten (schwachen) Persönlichkeitsmerkmalen, Co-Abhängigkeit, fragilem Selbstwert oder selbstbezogenen Bedürfnissen verknüpft.

    Ich persönlich halte es für unerlässlich, auch biografische und individuelle Aspekte zu berücksichtigen, die Schuld- und Negativ-Bewertungsebene zu verlassen (denn wo wäre dann ein Unterschied zum narzisstischen Verhaltensmuster?) und Heilung über Erkenntnis und Vergebung zu fördern.

    Aufklärung bringt sicher sehr gute Erkenntnisse und dient der Vorbeugung – Danke dafür.
    Doch es gibt weder DEN Menschen, noch DEN Narzissten, noch DEN Gegenpart eines stärker nsrzisstisch betonten Menschen.

    PS: die Schublade ‚(Co)Narzisst(in)“ gibt es so nicht – narzisstische Merkmale haben wir alle – sie bewegen sich wie alle Persönlichkeitsnerkmale bzw. -konstrukte in einem Kontinuum – daran wollte ich nochmal erinnern

  17. norbert foeckeler sagt:

    sehr geehrter Herr Grüttefien,

    Warum wird hier immer davon ausgegangen das der Mann der Narzisst ist? Die Informationen sind so einseitig. So ist es halt einfacher !! und im Trend!
    Basteln Sie nur weiter am Matriarchat. Sie schaffen damit nur nimmermehr einsame Singles auf beiden Seiten. Das Schloss-Schlüsselloch Prinzip macht auch vor Persönlichkeitsstrukturen nicht halt und führt zu vielen glücklichen Symbiosen.
    Statt gegenseitiges Verständnis für Biografien zu predigen, heizen Sie die Konflikte an
    mit zweifelhafter Motivation. Für Harmonie fehlt die Lobby.
    Prozesse erkennen und gemeinsames Verständnis entwickeln wäre die hilfreiche Devise.

    Mit freundlichem Gruß N. F.

    Norbert

    • Waltraud sagt:

      Herr Foeckeler was Sie schreiben entbehrt doch jeglicher Grundlage. Hier wird sowohl der männliche als auch der weibliche Narzisst zum Thema gemacht. Die Mehrzahl der Narzissten befindet sich statisch auf der männlichen Seite. Was ist Ihr persönliches Problem in dieser Hinsicht?

    • Hallo Norbert,

      da immer nur von dem Narzissten die Rede, kann natürlich der Eindruck entstehen, dass nur das männliche Geschlecht gemeint ist. Tatsächlich wird aber bei den Beschreibungen eines Narzissten nicht zwischen den Geschlechtern unterschieden: Gemeint sind immer beide. Auf die speziellen Eigenarten des weiblichen Narzissten bin ich in dem folgenden Beitrag eingegangen:

      https://umgang-mit-narzissten.de/der-weibliche-narzisst/

    • Melanie sagt:

      In 44 Jahren Ehe habe ich um Harmonie und Anerkennung gekämpft und das mit dem Einsatz all meiner mir zur Verfügung stehenden Empathie! Das Aufdecken eines mehrjährigen Doppellebens hat mir dann. e n d l i c h. die Augen geöffnet! Ich kann nur sagen: Gott sei Dank!
      Vorgestern erfuhr ich von einem dazu sehr passenden Sprichwort: „Der Zufall ist das Glück des Schicksals“!

      Ich danke Herrn Grüttefien für seine sehr guten und mir bei der Verarbeitung helfenden vielen Beiträge — diese Plattform gefunden zu haben verdanke ich auch dem „Zufall“!!!!

      Ich wünsche allen Drangsalierten, Gedemütigten, Betrogenen und doch noch glücklich Entkommenen viel Kraft — es tut sehr weh, aber es gibt eine glücklichere Zukunft, wenn wir es schaffen, unser Leid in der Vergangenheit zu begraben,
      Ganz herzlichen Gruß
      Melanie

      Ich verstehe hier alle angesprochen Narzissten in weiblicher und männlicher „Ausführung“!

      • Friedel sagt:

        Hallo Melanie,

        Dankeschön für Deine Ausführungen. Mich hat das berührt, nach 44 gelebten Beziehungsjahren den Blick positiv in eine selbstbestimmte Richtung zu geben. Aus meiner Sicht steht das für den Ausdruck der Motivation und Bestreben vieler Betroffener.

        Zutreffend empfinde ich auch den Impuls, das Leid zu begraben. Sinnbildlich betrachtet gelingt das vielen Betroffenen mit Zeit, Abstand und Aufbau des eigenen Lebens sowie guter Resilenzen. Die bringen aus meiner Sicht, eine Vielzahl der Betroffenen mit.

        Toxische Ausbeutung und Missbrauch dürfte schwierig sein zu vergessen, jedoch begraben, beinhaltet es von außen betrachten zu können und nach Beendigung der „Grabpflege“ tritt der Zustand der Gleichgültigkeit ein. Im günstigsten Fall sogar vereinzelte Situationen mit Humor betrachten zu können.

        Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und viel Zufriedenheit.

        Friedel

        • Lise1 sagt:

          Resilienzen entwickeln sich, wenn man als Kind oder Heranwachsender schon viel Leid erfahren hat. Sie sind dann auch eine Anpassungsleistung und ein Hinweis, dass man keine tolle Kindheit hatte. Man lernte, mit schwierigen Situationen leben zu müssen.
          Auch für diesen Notausgang muss man nicht dankbar sein, denn es reultiert aus viel (teilweise vergessener) Pein, Traumata und/oder Minitraumatas.

          Daher haben Menschen, die versuchen, mit Narzissten (oder Autisten, Borderlinern und Ähnlichem) zu leben, ihnen zu helfen und in der Beziehung zu bleiben, oft diese Resilienz, beides hängt zusammen mit der frühen Biografie.

          • Friedel sagt:

            Lise 1

            Durchaus zutreffend. Resillienzen entwickeln sich aus dem Leid der Kindheit.

            Ich stimme Dir zu, dass die Dankbarkeitsfrage hier keine Rolle spielen sollte.

            Jedoch hilft es im – häufig ferngesteuertem Erwachsenendasein – aus Weg- Steinen eine Treppe zu bauen, das halbleere Glas wieder zu füllen und selbst aus der niederträchtigsten Erfahrung aufzustehen und neue Ziele anzuvisieren.

            Es geht auch deutlich einfacher. Diese Auswahl stellt sich leider vielfach nicht dar.

    • Tom sagt:

      Mensch Norbert, schon mal was von Genderneutralität gehört?
      Ist momemtan total in! Sollte auch bei Dir angekommen sein!

  18. marie sagt:

    Bei mir war es das Gefühl endlich „angekommen“ zu sein. Endlich jemanden zu haben, der einen versteht, weil er die gleichen Verletztungen wir ich in der Kindheit erlebt hatte. Ich wollte immer nur endlich die Familie, welche ich nie haben konnte/durfte. Mit ihm schien es, als hätte ich endlich jemanden gefunden,mit dem ich alt werden könnte. Er versprach mir (unbewusst), mir etwas zu geben, dass ich mir mehr als sehnlichst erhofft hatte.

  19. Angelina sagt:

    Alles hier stimmt hundertprozentig. Anscheinend gehörte ich aber zum Glück zu den Letzteren, die die immer warnende innere Stimme nicht ganz zum Verstummen bringen und endlich nach viel zu langer Zeit wieder darauf hören können.
    Nun sind der „tolle“ Narzisst und ich seit nunmehr 4 Jahren endgültig getrennt, und er hört immer noch nicht damit auf, mir irgendwelche Geschenke ans Auto zu stellen oder an den Scheibenwischer zu hängen.
    Deshalb habe ich die Polizei eingeschaltet.
    Es reicht endgültig! Ich werde nicht nachlassen, bis ich ihn für immer lost bin!

    • Heidi sagt:

      Hallo Angelina, dass Du die Polizei eingeschaltet hast, ist eine gute Sache. Es kann zwar sein, dass das Deinen Belagerer wütend macht, aber das ist ja nicht Dein Problem. Diese Sorte Mensch braucht ganz klare Grenzen und ebenso klare Konsequenzen, falls er diese überschreitet. Halte durch, das stärkt Dich. Und an einem ist so ein Typ ganz sicher nicht interessiert: dass seine Zielperson (ich mag das Wort Opfer nicht) wächst und stärker wird. Dann wird man ganz schnell uninteressant. Viel Glück!

  20. Cordula sagt:

    Oh, wie wahr. Genauso habe ich die anfänglich traumhaft-schöne, wenn auch fast nur virtuelle Beziehung zu dem völlig gestörten Menschen empfunden. Die sich, als ich nicht gleich alles liegen und stehen lassen wollte in meinem bisherigen Leben, in einen Alptraum aus Bedrängtwerden und Psychoterror verwandelt hat. Dieser Mensch hat mich wissentlich seelisch so an die Wand gespielt, meine eigene Wahrnehmung untergraben und mich so von sich emotional abhängig gemacht, dass ich eineinhalb Jahre brauchte, bis ich wieder auf dem Damm war. Eineinhalb Jahre für eine kurze tatsächliche Begegnung von zwei Tagen, der Rest war Psychoterror per WhatsApp. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, wird mir immer noch schlecht, wie naiv und leichtgläubig ich war.

    • Nadine sagt:

      Hallo, Wie kann so was virtuell erfolgen? Wie hast du ihn kennen gelernt?

      • Lise1 sagt:

        Im Internet kann man sich leicht fake-Profile erstellen, die absichtlich auf bestimmte Personen abgestimmt sind und die beim Opfer den Eindruck des Seelenzwillings entstehen lassen.

        Partnerbörsen oder Hobbyforen sind voll davon. Man glaubt dann, einen gleich gesinnten Menschen per Mail oder chat zu kennen und zu lieben.

      • Cordula sagt:

        Hallo Nadine,

        ja, das geht auch virtuell. Ich habe ihn in einem Hobbyforum „kennengelernt“. Ihn dann später, da er am westlichen Ende Deutschlands lebt, also weit entfernt, für ein Wochenende getroffen. Die ganz große Show, viel zu groß, mit wirklich ALLEM, was das Lehrbuch so vorhält. Liebe meines Lebens, Kingdom Come, Seelenverwandte, der kannte mich doch kaum. Ich empfand das als viel zu übertrieben, zudem emfand ich immer einen Abstand zu ihm, einer Glasscheibe gleich. Als ich wieder heim fuhr, war ich irgendwie erleichtert, denn mein Bauchgefühl funkte mir, dass mit diesem Mann, stattliche 55 Jahre alt, etwas nicht stimmte. Hätte ich nur darauf gehört und das ganze als den Fehler abgehakt, der es war, wäre mir viel erspart geblieben. Denn als ich wieder daheim war, ging der 24/7 WhatsApp-Terror erst los.

      • Cordula sagt:

        Nachtrag: Ein Fake war er nicht, Name, Adresse, Beruf, Firma, hat alles gestimmt. Die äußere Hülle war die eines absolut authentischen Ehrenmannes mit lauteren Absichten. Tja, so kann man sich täuschen.
        In meiner Heilungsphase habe ich viel rechierchiert und auch viele seine Lügen aufdecken können. Dabei habe ich eine Frau aus seiner Ecke kennengelernt, die den ganzen Irrsinn im realen Leben mit ihm hatte. Jetzt weiß ich, dass ich noch mit einem blauen Auge aus der ganzen Sache herausgekommen bin. Hätte ich seinem Druck nachgegeben und mein ganzes Leben hier aufgegeben, säße ich jetzt ohne alles da.

        • Lise1 sagt:

          Mit fake meinte ich auch die Selbstdarstellung als der tolle Typ, der gar nicht vorhanden ist. Da mag Name und Beruf stimmen, aber die Selbstdarstellung des N ist völlige Illusion für das Opfer, wird auch oft an die Bedürfnisse des Opfers angepasst.

          • Cordula sagt:

            Lise1, da stimme ich Dir absolut zu. Er betreibt ein Geschäft in einer Stadt in NRW, im medizinischen Bereich. Seine weiße Weste ist ihm enorm wichtig. Er geriert sich als der ehrenwerte Kaufmann, der Karnevalsorden stiftet und Vereine unterstützt. Alles andere, seine Darstellung mir gegenüber ist allerdings Illusion, nichts anderes. Meine Interessen waren seine Interessen, er war wie ich, er hat mich mit soviel Geschick gespiegelt, dass ich wahrhaftig glaubte, ich hätte mein fehlendes Stück getroffen. Verbal natürlich dasselbe. Ganz großes Kino, ganz großes Drama. Später dann troffen seine Worte nur noch vor Häme und Gemeinheit, nadelspitz und bitterböse.

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