Tipps zum Umgang mit Narzissten

Narzissten haben ein großes Defizit, was den respektvollen und einfühlsamen Umgang mit anderen Menschen anbelangt. Nicht selten geraten ihre Mitmenschen an den Rand der Verzweiflung. Egal wie zuvorkommend und rücksichtsvoll sie dem Narzissten begegnen: Es ist nie genug. Mit seinem Mangel an Empathie kann der Narzisst jederzeit andere Menschen, die in bester Absicht handeln, völlig unerwartet vor den Kopf stoßen. Im Folgenden werden einige Verhaltensregeln aufgeführt, die Ihnen den Umgang mit einem Narzissten erleichtern können.

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Allgemeine Umgangsregeln            Umgangsregeln für eine Liebesbeziehung      ♦      Umgangsregeln bei narzisstischen Vorgesetzten

Allgemeine Regeln für den Umgang mit Narzissten 

1.  Narzissmus erkennen: Der wichtigste Tipp zum Umgang mit Narzissten ist, den Narzissmus erst einmal zu erkennen. Bei den klassischen Formen des Narzissmus, etwa beim grandiosen Narzissten, ist dies kein Problem. Da aber nicht alle Formen des Narzissmus so offensichtlich sind, sondern die meisten in der Regel vielmehr im Verborgenen schlummern, sollten Sie wachsam im Hinblick auf potenzielle narzisstische Persönlichkeitszüge und Verhaltensweisen  sein. Achten Sie auch auf äußerliche Körpersignale. Ein Narzisst kann sich zwar grandios inszenieren und anderen etwas vortäuschen, er kann sich aber nicht ein Leben lang verstellen. Wenn Sie den krankhaften Narzissmus an Ihrem Partner zweifelsfrei feststellen konnten, dann können Sie für sich eine bewusste Entscheidung treffen. Zuvor sind Sie unbewusst in etwas hineingeraten und hatten ganz andere Vorstellungen. Nun wissen Sie, dass Sie getäuscht worden sind. Sie können sich jetzt entscheiden, ob Sie weiterhin Kontakt mit dem Narzissten wünschen oder ob Sie lieber einen anderen Weg einschlagen wollen. Wenn Sie sich zu einer Fortsetzung entschließen, könnten die folgenden Ratschläge nützlich sein.

2. Entziehen Sie sich seiner Präsenz: Der Narzisst erzeugt mit seiner Attraktivität um sich herum eine ganz bestimmte Aura. Wenn er einen Raum betritt, richten sich alle Blicke auf ihn. Wenn er das Wort ergreift, zieht er alle in seinen Bann. Er hat manipulative Fähigkeiten. Die Gefahr, die eigene Urteilsfähigkeit zu verlieren und Wegen zu folgen, denen man von sich aus nicht gefolgt wäre, ist sehr groß. Man wird sozusagen hypnotisiert. Dieser Aura muss man sich entziehen, indem man seine eigenen Grenzen klarmacht, die eigenen Bedürfnisse verteidigt und den eigenen Überzeugungen treu bleibt. Betrachten Sie die Äußerungen des Narzissten immer mit dem notwendigen Abstand und bleiben Sie kritisch.

3. Erkennen Sie seinen weichen Kern: Wenn Sie einmal über die eigentliche Ursache narzisstischen Verhaltens Kenntnis erlangt haben und dem Kind einen Namen geben können, ist eine Begegnung mit einem Narzissten wesentlich erträglicher. Sie können das Verhalten durchschauen und verstehen, was Ihnen die Ehrfurcht und die Angst vor dem Auftreten des Narzissten nimmt. Der Narzisst verliert seine Macht, weil Sie nun hinter seinem selbstverliebten und egoistischen Verhalten das schwache, sensible Kind sehen, das sich nach Liebe sehnt und innerlich mit einem Gefühl der Minderwertigkeit zu kämpfen hat.

4. Bewahren Sie sich Ihre Autonomie: Nehmen Sie Ihren eigenen Standpunkt ein und geben Sie Ihrer Meinung einen Raum. Der Narzisst kann jeden mit seiner Präsenz und Macht erdrücken. Lassen Sie sich nicht zu irgendwelchen Handlungen oder Zugeständnissen hinreißen, sondern räumen Sie sich im Zweifel immer Bedenkzeit ein. Mit etwas Abstand gelingt es Ihnen besser, Ihr eigenes Urteil zu fällen, es mit Argumenten zu untermauern und standfest zu bleiben. In Gegenwart des Narzissten wird er Ihnen jede Meinung ausreden, die ihm nicht in den Kram passt. Den Anmaßungen und Unverschämtheiten des Narzissten müssen Sie ausweichen. Schwimmen Sie nicht mit dem Strom, wenn Sie es nicht für angemessen halten.

5. Spiegeln Sie den Narzissten:  Spiegeln Sie mit Wiederholungen die selbstgefälligen Aussagen des Narzissten, dann kommt er vielleicht selbst darauf, wie lächerlich oder gar peinlich sein Imponiergehabe wirkt. Etwa so: „Finden Sie das wirklich großartig?“ Oder: „Haben Sie das wirklich als Erster geschafft?“ Oder: „Finden Sie das nicht etwas übertrieben?“  Halten Sie ihm den Spiegel vor. Aber Vorsicht! Es kann gut sein, dass er gekränkt reagiert. Da er keinen Spott verträgt und äußerst humorlos reagieren kann, wenn man versucht, ihn lächerlich zu machen, sollte man diese Methode nur sehr dosiert einsetzen und auf entsprechende Gegenreaktionen gefasst sein.

6. Loben Sie im rechten Maß: Der Narzisst braucht das Lob wie der Säugling die Muttermilch. Wenn Sie einen Narzissten nicht in ausreichendem Maß anerkennen und loben, werden Sie ihn nie erreichen. Es handelt sich hierbei um eine Sucht. Entziehen Sie ihm das Lob, wird er gereizt, nervös und zornig reagieren. Übertreiben Sie das Lob, wirken Sie oberflächlich und er wird Sie nicht ernst nehmen. Das Lob muss echt und authentisch sein. Sie sollten eine Situation, in der Sie ihn aufrichtig loben können, nicht übergehen. Er wird Sie besser respektieren können und verleiht Ihnen als Lobendem unbewusst eine wertschätzende Position.

7. Zeigen Sie Ihre Grenzen auf: Im Umgang mit einem Narzissten müssen Sie Ihre Grenzen deutlich und unmissverständlich aufzeigen. Machen Sie klar, dass Sie nicht zu allem bereit sind. Dadurch werden Sie zwar seine Übergriffe und Ausschweifungen nicht verhindern, wohl aber reduzieren und ihn zu mehr Vorsicht anhalten. Werden Sie jedoch nicht barsch und unfreundlich, sondern bleiben Sie konsequent und verbindlich. So können Sie Angriffen auf Ihrer Person vorbeugen.

8. Therapieren Sie keinen Narzissten: Verfallen Sie niemals der Verlockung, einen Narzissten therapieren zu wollen, sei es nun durch eigene Maßnahmen oder indem Sie ihm zu einer Therapie raten. Ein Narzisst empfindet sich nicht als therapiebedürftig: in seiner Überzeugung ist er ein perfektes Wesen. Daher ist es ihm nicht möglich, seine unverhältnismäßigen Eigenschaften und deren Wirkung auf andere zu erkennen. Er ist eher der Meinung, alle andere bräuchten eine Therapie. Treten Sie daher nicht als Retter auf, der den Narzisst erlösen will. Es könnte sei, dass Sie hinterher selbst beim Psychiater landen.

9. Den Ausgleich bei anderen Menschen suchen: Ein Narzisst kann sich nicht auf andere Menschen einstellen, und schon gar nicht so, wie diese es bräuchten. Daher ist ein regelmäßiger Umgang mit anderen Menschen, die Ihnen das bieten können, was der Narzisst nicht bieten kann, wie z. B. ehrliches Verständnis und Anteilnahme, ein wichtiger Gegenpol. Suchen Sie den vertrauensvollen Umgang mit Menschen, die in der Lage sind, Sie so anzunehmen, wie Sie sind. Suchen Sie Menschen, die Ihr Selbstvertrauen stärken können und die Sie als einen wertvollen Freund betrachten. Wenn Sie dem Einfluss eines Narzissten zu viel und zu einseitig ausgesetzt sind, ist es essenziell, wieder Bestätigung und Bestärkung durch gute Freunde zu erhalten.

10. Begrenzte Erwartungen an den Narzissten haben: Natürlich gibt es wunderbare Seiten an einem Narzissten, die ein Zusammenleben aufregend und schön machen können. Da einem Narzissten aber die Tiefe und Breite menschlicher Emotionen fehlt, wird er Ihnen nur in einem begrenzten Rahmen emotionale Unterstützung bieten können. Wenn es um Fakten geht, wenn Sie einen sachlichen Rat benötigen, kann der Narzisst durchaus eine sinnvolle Option darstellen. Brauchen Sie hingegen Trost oder Verständnis, gehen Sie besser zu jemand anderem. Im Umgang mit einem Narzissten müssen Sie lernen, dass er Ihre Bedürfnisse nur begrenzt erfüllen kann. Den anderen Teil müssen Sie sich woanders holen, wenn Sie nicht verkümmern wollen.

11. Sie können es einem Narzissten nie recht machen: Der Narzisst ist total von sich überzeugt und glaubt, anderen Menschen überlegen zu sein. Vielleicht können Sie für kurze Zeit die Gunst des Narzissten erlangen und ihn beeindrucken. Das wird Ihnen aber nicht auf lange Sicht gelingen. Er wird Sie niemals als eine gleichwertige Person neben sich akzeptieren. Er braucht das Gefühl, überlegen und besser zu sein als andere. Und genau aus diesem Grund wird er immer wieder Ihre Schwächen suchen, um sie Ihnen schonungslos vor Augen zu führen.

12. Hören Sie zu: Nichts kann den Narzissten mehr aufregen als das Gefühl, dass man ihm nicht zuhört. Nicht zuhören bedeutet, ihn zu ignorieren. Und eine Ignoranz seiner Person empfindet er als eine Bestrafung, gegen die er sich entschlossen wehren muss. Daher sollten Sie ihm in der gemeinsamen Zeit Ihre ganze Aufmerksamkeit widmen und ihm interessiert zuhören. Aber beachten Sie, dass alles seine Grenzen hat.

Nicht immer wird man sich im Umgang mit einem Narzissten behaupten können, zu facettenreich sind die Reaktionsmuster eines Narzissten, die hier bei weitem nicht alle beschrieben werden können. Je krankhafter und extremer der Narzissmus ausgeprägt ist, desto weniger kann man sich auf die Person einstellen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Sie sich Ihre Autonomie bewahren sollten, indem Sie klare Grenzen setzen. Lassen Sie sich nicht vereinnahmen und zum bloßen Objekt machen. Bleiben Sie aber auch empathisch und haben Sie Verständnis für das Auftreten des Narzissten: Er darf einzigartig sein – Sie aber auch!

Umgangsregeln für eine Liebesbeziehung 

1. Bewahren Sie sich Ihren Freiraum: Schaffen Sie sich in der Beziehung einen Freiraum, der nur Ihnen allein gehört und den Sie mit niemandem teilen, schon gar nicht mit Ihrem narzisstischen Partner. Hier können Sie ganz Ihrem eigenen Sinn folgen, positiven Gedanken nachgehen,  entspannen und alles tun, worauf Sie Lust haben. Sammeln Sie sich und spüren Sie hinein, was Ihr Herz Ihnen sagen möchte. Lassen Sie sich nicht durch das Geschwätz Ihres narzisstischen Partners aus der Ruhe bringen. Grenzen Sie sich bewusst ab und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung, zu der Sie stehen können.

2. Erkennen Sie Ihren eigenen Wert: Die Meinung Ihres narzisstischen Partners darf Ihr Selbstwertgefühl nicht zerstören. Grenzen Sie sich ab, indem Sie sich klarmachen, was Sie in Ihrem Leben schon alles geleistet haben und worauf Sie stolz sein können. Machen Sie sich bewusst, was an Ihnen einzigartig ist und was Sie gut können. Jeder Mensch hat in seinem Leben ein einzigartiges Talent mitbekommen, das er entdecken, leben und der Welt zeigen darf. Ob es nun für Ihren narzisstischen Partner einen Wert darstellt oder nicht, ist dabei unerheblich. Im Zweifel weiß er es halt nicht zu schätzen und verschließt sich somit einer möglichen wunderbaren Erfahrung.

3. Machen Sie ihn nicht zum Unmenschen: So schmerzhaft eine Auseinandersetzung mit einem narzisstischen Partner auch sein kann – Sie sollten ihn nicht verfluchen. Auch er trägt einen Konflikt in sich, den er offensichtlich noch nicht gelöst hat. Machen Sie Ihren Partner nicht zu Ihrem Feind, indem Sie sich von ihm abwenden und ihn gegenüber Freunden oder Bekannten schlechtmachen, um sich selbst hinterher besser zu fühlen. Das wirkt zwar erleichternd in diesem Moment, ist aber letztlich nur die Kompensation Ihrer Opferrolle.  Bedenken Sie, dass in einem Narzissten ein zutiefst verletztes Kind steckt, das bislang keine anderen Strategien gefunden hat, um sich von seinem inneren Dilemma zu befreien.

4. Nehmen Sie seine Vorschläge nicht zu ernst: Der Narzisst kann hervorragend phantasieren. Er macht die unglaublichsten Pläne und produziert sagenhafte Ideen. Und er beschreibt sie mit einer derart felsenfesten Überzeugung, dass Sie keinen Zweifel daran haben, dass er seine Pläne bereits am nächsten Tag umgesetzt haben wird. Meist ist es aber dann so, dass er am anderen Tag ganz andere Einfälle hat, dass er kurzfristig umdisponiert oder dass er von seinen eigenen Ideen vom Vortag plötzlich nichts mehr wissen will oder gar abstreitet, jemals von diesen Ideen gesprochen zu haben.

Seien Sie deshalb nicht enttäuscht. Ein Narzisst widerspricht sich ständig selbst, er ist launenhaft und seine Stimmung kann von einem Moment zum anderen kippen. Während er in einem Moment noch vom Traumurlaub in der Karibik schwärmt, kann er im nächsten Augenblick die Lust daran verlieren. Auch das hat nichts mit Ihnen zu tun. Sie haben nichts falsch gemacht oder ihm plötzlich die Lust an der Reise genommen. Diese Schwankungen sind der Ausdruck seiner mangelnden Fähigkeit, die eigenen Gefühle kontrollieren zu können. Lassen Sie ihn also reden und planen, aber warten Sie geduldig ab, was daraus wird.

5. Reduzieren Sie Ihr Bedürfnis nach Nähe: Ein Narzisst wird ständige Nähe nicht ertragen können. Diese Tatsache stellt den zentralen Beziehungskonflikt mit einem Narzissten dar. Er will Sie nur um sich haben, wenn er Sie braucht. Braucht er Sie nicht, können Sie gerne Ihrer eigenen Wege gehen. Einerseits will er zwar mit der Partnerin verschmelzen, andererseits hat er Angst, seine Freiheit zu opfern. Es ist ein ständiges Hin und Her. Auf Ihr spezielles Bedürfnis nach Nähe wird er jedenfalls keine Rücksicht nehmen. Wenn Sie ihn brauchen, er aber nicht bei Ihnen sein will, wird er sich auch nicht überwinden. Er lebt seine Gefühle aus, wie sie ihm kommen, und alle anderen müssen das akzeptieren, während er von anderen erwartet, dass sie ihre Gefühle unterdrücken, wenn sie ihm nicht in den Kram passen.

6. Schenken Sie ihm Lob und Bestätigung: Geben Sie ihm das Gefühl wichtig und unentbehrlich zu sein. Überlassen Sie ihm die Führung in der Beziehung, ansonsten gibt es ohnehin nur Ärger. Wenn Sie einen positiven Einfluss auf ihn ausüben wollen, dann schmeicheln Sie ihm – nicht übertrieben, sondern ehrlich. Sagen Sie ihm, wie großartig er ist und was er alles kann. Sie müssen ihn zu Ihrem Helden machen, dann wird er sich wohlfühlen und kann sogar erträglich sein.

7. Der Narzisst wünscht sich einen attraktiven und selbstbewussten Partner: Natürlich dürfen Sie ihm nicht überlegen sein, aber ein Narzisst möchte auch mit seinem Partner punkten und nach außen gut dastehen. Er möchte stolz auf Sie sein. Deshalb darf der Partner ruhig intelligent und erfolgreich sein, muss aber im Schatten des Narzissten bleiben. Arbeiten Sie daher unbesorgt an Ihrer eigenen beruflichen oder privaten Karriere und schaffen Sie sich so zusätzlich Freiraum. Achten Sie aber darauf, dass Sie dem Narzissten nicht ins Gehege kommen oder ihn gar überbieten wollen. Dann kann es mit der Eintracht sehr schnell aus sein.

8. Schenken Sie ihm Aufmerksamkeit: Wenn Ihr Partner nach Nähe verlangt, kümmern Sie sich um ihn und geben Sie ihm seine Streicheleinheiten. Achten Sie aber darauf, es nicht zu übertreiben oder gar naiv-kindisch zu wirken. Das würde den Narzissten nur provozieren und auf die Palme bringen. Er merkt sehr genau, ob Sie es ernst meinen oder ihm nur etwas vorspielen wollen. Auf der anderen Seite kann er Sie plötzlich wegstoßen, wenn es ihm zu viel wird. Es ist ein Balanceakt. Zeigen Sie aufrichtiges Interesse, lauschen Sie seinen Geschichten, gehen Sie mit seinen Ansichten in wesentlichen Punkten konform und hören Sie einfach aufmerksam zu.

Umgangsregeln bei narzisstischen Vorgesetzten

1. Bewahren Sie Ruhe und emotionalen Abstand: Nehmen Sie die Wutanfälle Ihres Vorgesetzten nicht persönlich und machen Sie sich immer wieder klar, dass das überzogene Verhalten Ihres Vorgesetzten nichts mit Ihnen zu tun hat. Seien Sie sich Ihrer Stärken und Kompetenzen bewusst und lassen Sie sich nicht von den destruktiven Kommentaren verunsichern oder demütigen. Lassen Sie sich aber vor allem nicht zu einem Streitgespräch hinreißen. Mit einem Narzissten kann man nicht diskutieren. Er beansprucht für sich, immer Recht zu haben und er wird nicht eher lockerlassen, als bis er es Ihnen klargemacht hat.

2. Springen Sie über Ihren eigenen Schatten: Bleiben Sie immer höflich und respektvoll, auch wenn Sie das Gleiche nicht von Ihrem Vorgesetzten erwarten dürfen. Würdigen Sie seine Äußerungen und Ansichten und geben Sie ihm die Anerkennung, die er so dringend benötigt. Befolgen Sie seine Anweisungen und vermeiden Sie offene Kritik, wenn Sie nicht Ihren Arbeitsplatz gefährden wollen.

3. Kennen Sie Ihre Grenzen: Wenn Sie sich nicht wohlfühlen und Ihr Selbstwertgefühl dauerhaft leidet, sollten Sie sich nach einem anderen Job umsehen und kündigen, um nicht Ihre Gesundheit und Ihr emotionales Wohlbefinden zu gefährden. Das ist manchmal leichter gesagt als getan, doch kommt irgendwann möglicherweise der Punkt, an dem Sie aus Kraftlosigkeit und mangelndem Selbstvertrauen überhaupt nicht mehr handeln können. Nehmen Sie Ihre permanente Unzufriedenheit nicht auf die leichte Schulter. Das „Prinzip Hoffnung“ wird Ihnen nicht helfen. Handeln Sie, solange Sie dazu im Stande sind.

4. Loben Sie ihn statt zu kritisieren: Wenn Sie etwas Kritisches loswerden wollen, müssen Sie erst loben und dann sehr vorsichtig fortfahren, um Ihr Anliegen anzubringen. Aber es bleibt eine Gratwanderung. Geben Sie ihm stets das Gefühl, dass Sie voll und ganz hinter ihm stehen und dass Sie ihn nicht in Zweifel ziehen wollen. Tritt der leiseste Verdacht der Kritik beim Narzissten auf, wird er Ihre Meinung demontieren und Sie herausjagen. Wenn Sie ihm schmeicheln, ist er am empfänglichsten.

5. Legen Sie ihm Ideen in den Mund: Geben Sie dem narzisstischen Chef das Gefühl, dass Ihre Idee nicht von Ihnen, sondern von ihm selbst stammt. Lassen Sie Ihrem Chef großzügig den Vortritt. Er wird es Ihnen zwar nicht danken, da er glaubt, die Idee käme tatsächlich von ihm,  zumindest wird er Sie aber nicht aus Neidgefühlen heraus attackieren oder die Idee schlechtreden.

6. Räumen Sie sich Zeit ein: Narzisstische Vorgesetzte haben überzeugende Argumente, reden ohne Unterlass und bauen Druck auf. In dieser Atmosphäre lässt man sich leicht zu Zugeständnissen hinreißen, die man möglicherweise hinterher bereut. Daher sollten Sie sich in jedem Fall Zeit einräumen. Entscheiden Sie nie sofort, wenn Sie sich nicht absolut sicher sind. Ihre inneren Zweifel geben Ihnen wahrscheinlich Recht. Sagen Sie Ihrem Chef, dass Sie z. B. über das Angebot oder die Entscheidung eine Nacht schlafen wollen. So können Sie mit Distanz und ohne die störenden Argumente des Chefs zu einem Urteil kommen, das Sie auch vertreten können.

7. Abstand suchen: Falls Ihr Vorgesetzter Sie ungerecht behandelt hat, versuchen Sie Wege zu finden, diesen Vorfall schnell zu verarbeiten. Beziehen Sie das Ereignis nicht auf sich und seien Sie sich stets bewusst, dass Ihr narzisstischer Vorgesetzter aus seiner eigenen Veranlagung heraus reagiert hat. Er kann einfach nicht anders. Lenken Sie sich daher nach Feierabend ab und lassen Sie nicht zu, dass Ihr Gedankenkarussell Sie in Schach hält. Treffen Sie sich mit Freunden oder verbringen Sie die Zeit bewusst in der Familie. Wenn Sie allein leben, schauen Sie sich einen schönen Film an, in den Sie versinken können, oder hören Sie Musik und entspannen Sie sich. Machen Sie Dinge, die Ihnen guttun und die Sie auf andere Gedanken bringen. Es lohnt sich nicht, über die ungerechte Handlungsweise des Chefs nachzudenken.

8. Erkennen Sie Ihr Limit:  Narzissten setzen immer neue und immer höhere Ziele. Sie bekommen nie genug. Da sie ihre Angestellten als Leibeigene betrachten, erachten sie es als selbstverständlich, sie zu fordern, wie es ihnen gefällt, und ihnen immer größere Aufgaben zu stellen. Kann jemand nicht mehr mitziehen, wird er kurzerhand ausgetauscht. Nicht zuletzt ist dies Grund genug für viele Angestellte, den Forderungen des Chefs nachzukommen. Achten Sie daher auf Ihre eigenen Grenzen. Lassen Sie sich nicht überallhin jagen und spüren Sie in ruhigen Momenten nach, ob Sie sich gegen Ihren Willen missbrauchen lassen oder Ihre Leistungsfähigkeit übersteigert wird. Bleiben Sie in Ihrem Rhythmus, wann immer es geht. Natürlich werden Sie Kompromisse eingehen müssen, doch behalten Sie das Gefühl für Ihre eigene Leistungsgrenze, bevor Sie in einen Burn-out stürzen. Die ungewöhnlich hohe Fluktuationsrate im Umfeld Ihres Vorgesetzten sollte Ihnen zu denken geben.

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