Narzissmus als Chance

Ist es möglich, dass eine Begegnung mit einem Narzissten eine tiefere Bedeutung haben kann? Könnte hinter einer Beziehung mit einem Narzissten, die gekennzeichnet ist von Kränkungen und Enttäuschungen, die kein dauerhaftes Glück verspricht und permanent von Querelen durchkreuzt wird, unter Umständen eine tiefere Botschaft stecken? Haben Sie schon einmal versucht, eine ganz andere Perspektive einzunehmen und die Beziehung zu einem Narzissten in einem neuen Zusammenhang zu sehen?

Bild: © Jenko Ataman – Fotolia.com

Ein Narzisst lebt in Extremen: mit dem Mittelmaß kann er sich nicht zufrieden geben. Daher kann in seiner Gegenwart keine dauerhafte Ruhe und Harmonie entstehen. Immer wieder treibt es ihn dazu, aus gewohnten Verhältnissen auszubrechen. Es mag Augenblicke der Eintracht geben, doch der Narzisst wird diesen friedvollen Zustand früher oder später wieder zerstören. Wenn alles harmonisch und gleichmäßig verläuft, spürt er sich selbst nicht mehr. Er fürchtet sich vor  Eintönigkeit und seiner eigenen inneren Leere. Daher flüchtet er in extreme Reize als Ersatz für diese Leere und jagt ständig dem „ultimativen Kick“ hinterher.

Aus diesem Grund kann er auch keine beständige Liebe geben. Er ist selbst nicht erfüllt von echter Liebe und kann daher nur – ganz seiner Wesensart entsprechend –  übertrieben Liebe vortäuschen. Er weiß nicht, was wahre Liebe ist und wie sie sich anfühlt. Die Hoffnung, der Narzisst könnte jemanden auf tiefe und ehrliche Weise berühren, wird  ein unerfüllbarer Traum bleiben. Man überfordert einen Narzissten mit derartigen Erwartungen.

Ein Narzisst kann anderen Menschen aber auf unbewusste Weise als eine Art Leuchtturm für deren eigenes Leben dienen. Meistens leben die Partner von Narzissten nämlich in dem anderen Extrem: Sie sind bescheiden, zurückhaltend, opfern sich für andere auf und verleugnen ihre Bedürfnisse. Auch dies ist eine extreme Form der Entfernung vom eigenen Selbst, nur in eine andere Richtung – und hat ebenso wenig mit echter Liebe zu tun. Selbst wenn in diesem Extrem der Umgang herzlicher und friedvoller ist, kann man dennoch nicht von einem erfüllten Leben sprechen.

Sich selbst kennenlernen

Wahre Liebe beginnt immer bei sich selbst. Wer sich nicht selbst annehmen, achten, schätzen und für seine eigenen Überzeugungen einstehen kann, der liebt sich nicht und lehnt sich in der Folge durch seine unbewussten negativen Gedankenmuster jeden Tag selbst ab. Er möchte sich selbst gar nicht begegnen und flieht in irgendwelche Idealvorstellungen. Wer aber nicht bereit ist, sich selbst zu akzeptieren, sich selbst zu gefallen und auf sich selbst zu hören, der kann es schlecht von anderen erwarten und darf sich nicht wundern, wenn er entsprechend behandelt wird.

Wer sich selbst kennenlernen will, muss nach innen schauen und seine tiefere, unbewusste Welt ergründen. Statt sich auf das Denken und Verhalten anderer zu konzentrieren, sollten Sie beginnen, sich selbst zu verstehen. Andere Menschen werden keine Macht oder Kontrolle mehr über Sie haben, wenn Sie gelernt haben, dass Sie in jedem Augenblick selbst für ihre Reaktionen verantwortlich sind. Statt sich auf andere zu fokussieren und ihnen die Schuld an Ihrem Zustand zu geben, können Sie Ihre Gefühle als Aufforderung betrachten, etwas über sich selbst zu lernen und sich selbst zu hinterfragen

Nur die Augenblicke schenken die wahren Offenbarungen. Sie sind die einzig glaubhaften Sinnbilder der Ewigkeit.                                    Ernst Bertram

Liebe bedeutet, sich selbst kennenzulernen und sich selbst zu meistern. Liebe bedeutet aber auch, alles anzunehmen, was sich in jedem einzelnen Augenblick des Lebens offenbart, jeden Menschen, jede Situation, jeden Gedanken und jedes Gefühl. Stehen Sie Ihren Empfindungen nicht zynisch gegenüber und wehren Sie sich nicht dagegen. Betrachten Sie sie eher mit einer inneren Gelassenheit und beobachten Sie Ihre inneren Reaktionen. Wenn Sie sich gegen Ihre Empfindungen wehren, erhalten Sie keinen Zugang zu Ihrem innersten Wesen. Nehmen Sie alles an, was da ist. In der Haltung eines neutralen Beobachters können Sie sehr viel über sich selbst lernen.

Der Narzissmus kann ein hilfreicher Begleiter sein

Echte Liebe befindet sich weder in dem Extrem von Macht und Herrschaft auf der einen Seite noch in dem von Unterwerfung und Aufopferung auf der anderen Seite. Wahre und beständige Liebe liegt im Ausgleich der beiden Pole, im harmonischen Einklang dieser beiden Extreme. Macht- und Herrschaftsansprüche wandeln sich im Zustand der Harmonie in Solidarität, Unterwerfung und Aufopferung in Selbstbestimmung.

Das Leben besitzt eine allgegenwärtige Kraft, die ständig für Ausgleich sorgt. Es strebt nach Vollkommenheit, die nur mit der Kraft der Liebe möglich ist. Unser Verstand oder unser Ego verblendet uns meistens derart, dass wir den Weg zu einem harmonischen Zustand nicht finden können. Zu schnell lassen wir uns durch äußere Reize und Eindrücke ablenken und unterliegen den rationalen Urteilen unseres Denkens, statt auf die weise Stimme unseres Herzens zu hören.

Das Streben nach extremen Reizen in der Hoffnung, dort Halt und Erfüllung zu finden, entfernt uns aber nur von uns selbst und muss früher oder später als Irrweg erkannt werden. Das alltägliche Leben hingegen hilft uns dabei, den Weg zu unserem Herzen zu finden, indem es für Umstände sorgt, die wir für gewöhnlich Zufall oder Schicksal nennen, uns aber bei genauerer Betrachtung eine tiefere Botschaft offenbaren und eine klare Richtung weisen.

Die Ergänzung in der Polarität suchen

Je stärker und langanhaltender wir uns vom innersten Selbst entfernen, umso deutlicher werden die Zeichen, die uns das Leben sendet. In der Regel aber lässt unser beschränktes, verstandesorientiertes Bewusstsein nicht zu, aus den äußeren Umständen einen Rückschluss auf uns und unser Leben zu ziehen. Wenn es uns schlecht geht, hoffen wir darauf, dass sich andere Personen oder die Umstände ändern mögen. Dass diese Situation eine Chance für unsere eigene Persönlichkeitsentwicklung darstellen könnte, auf diesen Gedanken kommen wir für gewöhnlich  nicht.

Die Existenzen fremder Menschen sind die besten Spiegel, worin wir die unsrige erkennen können.         Johann Wolfgang von Goethe

Der Narzisst kann seinem Partner zeigen, was es bedeutet, mehr auf sich selbst zu achten, für seine Bedürfnisse einzustehen und für seine Ideale zu kämpfen. Auf der anderen Seite kann der Partner dem Narzissten zeigen, was es bedeutet, liebevoll für andere Menschen zu sorgen, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, geduldig zu sein und nicht immer im Vordergrund stehen zu müssen. Der Narzisst kann den Partner innere Stabilität und Durchsetzungsvermögen lehren, der Partner kann dem Narzissten mehr Einfühlungsvermögen und Respekt beibringen.

Das egoistische, männliche Prinzip auf der einen und das altruistische, weibliche Prinzip auf der anderen Seite können sich ergänzen und jeder der beiden Partner kann vom anderen lernen, um so seinen Weg zur inneren Harmonie zu finden. Wir lernen nicht zufällig einen Menschen kennen, weil wir uns in ihn verliebt haben. Die Lustgefühle, die wir in der Kontaktphase erleben, sind nur Mittel zum Zweck. Das Leben schickt uns die Menschen und Situationen, die es uns ermöglichen, uns selbst zu begegnen.

Schlussfolgerungen für die eigene Persönlichkeit ziehen

Im Zustand der inneren Harmonie, in dem Sie mit sich selbst und allen anderen Menschen im Reinen sind, müssen Sie nicht täglich um Liebe kämpfen. Sie müssen auch keine Angst mehr haben, die Liebe könnte vergehen. Im Zustand der vollkommenen Harmonie ist die Liebe allgegenwärtig und immerwährend. Sie ist die Quelle, die niemals versiegt. Wenn Sie bei sich selbst bleiben, werden Sie den Kontakt zu dieser Quelle niemals verlieren.

Vielleicht haben Sie in der Vergangenheit schon einmal Berührung mit Narzissmus gehabt, vielleicht begegnet Ihnen der Narzissmus schon das ganze Leben lang in der Partnerschaft, im Beruf oder in einem anderen Bereich Ihres Privatlebens. Vielleicht können Sie nun, nachdem Sie mehr über Narzissmus erfahren haben, die chronologischen Zusammenhänge in Ihrem Leben erkennen und daraus ableiten, warum Sie in eine solche Situation geraten sind.

Wenn es keine Leiden gäbe, würde der Mensch in sich keine Schranken kennen, er würde sich selbst nicht kennen.                                    Lew N. Graf Tolstoi

So leidvoll eine intensive Lebensphase mit einem Narzissten auch sein kann: Am Ende können und sollten Sie sich die Frage stellen, was wirklich dahintersteckt. Glauben Sie, einfach nur an den Falschen geraten zu sein? Glauben Sie, dass beim nächsten Mal alles besser wird?  Oder kann es sein, dass die Begegnung gar kein Zufall war, sondern die zwangsläufige Konsequenz aus einem Mangel an Selbstliebe und Selbstachtung? War der Narzisst am Ende gar nicht die große Liebe, das Glück, das Sie gesucht und gefunden zu haben glaubten, sondern nur ein gnadenlos aufrichtiger Spiegel Ihres innersten seelischen Zustands?

Entfernen Sie sich innerlich von dem Narzissten und konzentrieren Sie sich wieder auf sich selbst, indem Sie sich Zeit nehmen und folgende Aufgaben und Fragen bearbeiten:

  1. Schreiben Sie chronologisch alle Ihre Begegnungen mit Narzissten auf.
  2. Notieren Sie auch, in welcher Phase Sie sich zu diesem Zeitpunkt innerlich befunden haben.
  3. Wie haben Sie sich zu diesem Zeitpunkt gefühlt, was haben Sie über sich gedacht?
  4. Wie haben Sie zur dieser Zeit über Ihre Mutter oder über Ihren Vater gedacht?
  5. Wie haben Sie zu diesem Zeitpunkt über andere Menschen gedacht?
  6. Was haben Sie an sich selbst geliebt und was haben Sie an sich abgelehnt?
  7. Was haben Sie an anderen Menschen geliebt und abgelehnt?
  8. Welche Wünsche und Sehnsüchte hatten Sie zu dieser Zeit?

Bedenken Sie, dass Sie nach den geistigen Gesetzen das, was Sie an sich oder an anderen besonders ablehnen oder hassen, in Ihr Leben ziehen. Dadurch sollen Sie lernen, alles im Leben anzunehmen und zu lieben, auch die Dinge, die Sie momentan noch verabscheuen.

Unter dieser Betrachtungsweise werden Sie erkennen, dass der Narzissmus, dem Sie begegnen, als Chance zu begreifen ist. Offenbar gibt es ein paar Risse in Ihrem eigenen Seelenleben, die dringend einer „Reparatur“ bedürfen. Betrachten Sie die Begegnung als gütige Hilfe „von oben“ und seien Sie sich bewusst, dass es gerade die Auswirkungen des Narzissmus sind, durch die Sie sich selbst kennenlernen können.


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98 commenti su “Narzissmus als Chance
  1. Petra Schwandtke sagt:

    Guten Abend Sven,eine Frage .Abwertung,Kretik ,Verbal Agressive Angriffe Kontrolle u.Krankhafte Eifersucht verbunden mit Unterstellung u.erfundenenen Vorwürfen.Dann einschmeicheln verwöhnen um dann weiter zu machen mit Verletzungen ?Er sagt ja selbst :Das wird immer wieder passieren u.er kann nicht anderst.Dann macht er das Spiel mit der neuen Frau genau so ?Und hat es mit allen Frauen so gemacht die an seiner Seite waren? Auch über andere Menschen redet er schlecht.Seidem sie bringen ihm nutzen o.Vorteil .Dann stellt er sie auf den Sockel und wertet alles andere ab.Lieben Dank für die Antwort.Hilft mir sehr für meine Verarbeitetung .Spüre kein Herzgefühl .Aber der Bauch sagt ,da ist noch was ?Nochmal Danke.Grüsse aus Erfurt

    • A.F. sagt:

      Dann will ich auch mal…

      Eine Warnung gleich vorweg, das hier wird lang werden, sehr lang sogar befürchte ich.
      Im Prinzip ist’s die gleiche Leier wie bei den meisten anderen hier auch. Da ich aber beim Lesen der vielen anderen Beiträge gespürt habe, wie gut es mir getan hat, zu sehen das ich nicht alleine bin mit meinen Gefühlen, dass ich eigentlich mehr Opfer als Täter bin (aber auch Letzteres)und das ich auch damit nicht alleine bin, möchte ich Euch hier jetzt meine Geschichte erzählen, in der Hoffnung vielleicht auch ein wenig Trost zu spenden, oder jemanden eventuell die Augen zu öffnen, aber auch um selbst Erleichterung – und hoffentlich Hilfe zu finden.
      Nachdem es letzte Woche mal wieder eskaliert ist und ich, nachdem ich nach Hause kam, den einzigen mir verbliebenen, „echten Freund“ am Telefon mein Leid klagte – und dieser dann zu mir sagte: „ich hab schon immer vermutet, dass Deine Exfrau ein waschechter Narzisst ist“, viel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich bin dann auch gleich auf dieser Seite gelandet und habe seither fast nichts anderes gemacht als lesen, lesen, lesen. Bis ins Morgengrauen, dann, kaum geschlafen, und wieder den ganzen Tag gelesen, gegooglet usw. usw.

      „Es war einmal, oder von Narzissten umzingelt…“

      Aufgewachsen bin ich (männlich, 54 Jahre alt) in einer, wie ich tatsächlich bis vor kurzem noch dachte, vielleicht ein wenig unterkühlten, aber ansonsten normalen Familie, als drittes Kind (eine Schwester, ein Bruder, beide älter). Die Grausamkeiten die mir und allen anderen Familienmitgliedern von Seiten meines Vaters angetan wurden, hatte ich wohl absolut und erfolgreich verdrängt, obwohl ich schon damals wußte, „das wirst Du später Deinen eigenen Kindern NIEMALS antun!“.

      Geschlafen hab ich in einer winzig kleinen Dachkammer in unserem kleinen alten Haus. Oft hatte ich große Angst und konnte nicht schlafen weil es mal wieder im Gebälk ächtzte und stöhnte. Ging ich runter um mein Leid zu klagen, wurde ich barsch von meinem Vater zurückgeschickt, schlafen konnte ich dann natürlich erst recht nicht, ging ich nochmal runter setzte es Prügel. So lernte ich wohl schon früh: Prügel und emotionaler Schmerz sind gut für Dich, dann mußt Du solange weinen, bis Du vor Erschöpfung einschläfst und wenn man schläft ist alles gut und nichts tut weh, naja, wenigstens in den Nächten in denen man keine Alpträume hat. Schon im Vorschulalter dann entdeckte ich ein gewisses künstlerisches Talent an mir (vom Vater geerbt). Malen, bzw Zeichnen. Ich malte viel, vornehmlich Tiere und jeder der meine Bilder sah, war hellauf begeistert. Prima! Ich wußte was ich später einmal werden will, Künstler! Mein Vater hat mir diesen „Furz“ natürlich sofort ausgeredet.
      Danach hab ich kaum noch gemalt – und wenn, dann waren es nur noch „unvollendete Werke“, die Konturen halt, oder aber völlig zerstückelte Bilder. Keine Tiere mehr am Stück, sondern nur noch die einzelnen Körperteile, Kopf, Beine, Körper, Schwanz, alles einzeln.

      Dann kam die Schulzeit. Als es mit den ersten benoteten Klassenarbeiten losging, schrieb ich promt ne glatte Eins in meinem ersten Aufsatz. Die Lehrerin rief mich nach vorne und mein Aufsatz wurde vor der ganzen Klasse vorgelesen und gelobt. Nach der Schule, stolz wie Oskar und ab nach Hause, auf dem schnellsten Weg, querfeldein… Statt anerkennender Worte gab’s Haue, ich hatte mich schmutzig gemacht. Das „Mollekühl“ Haar in der Suppe wurde zielsicher von meinem Vater lokalisiert und der ganze Aufsatz verbal zerrissen. Der weitere Schulweg war vorgezeichnet, genau wie der am häufigsten gewählte Heimweg. Die weiteren Leistungen in der Schule waren somit vorgezeichnet und bestenfalls mittelmässig, zeitweise sogar schlecht. Meine Zeit verbrachte ich im wesentlichen damit, aus dem Fenster zu schauen um Vögel und Wolken zu beobachten. Das ich schulisch nicht völlig abgerutscht bin, verdanke ich nur meiner relativ schnellen Auffassungsgabe, mit dem Bisschen was ich trotzdem vom Unterricht mitbekam, konnte ich mich geradeso durchmogeln.
      Bei meiner Mutter fand ich zwar mehr Zuneigung und emotionale Nähe als bei meinem Vater, aber auch von ihr gab’s gelegentlich Senge wenn ich mal wieder was ausgefressen hatte, ich vermute aber eher weil mein Vater es mehr oder weniger von ihr verlangte bzw. erwartete und abends gabs dann selbstverständlich nochmal „Nachschlag“.
      Meine Mutter war es dann auch die mich zum Messdiener auserkohr. Rückblickend denke ich, um für die „Familiesünden“ zu büßen. Ich habe es gehasst! Der Pfarrer ist mal während der Sonntagsmesse von der Kanzel gestiegen und hat mir eine gedonnert, weil ich während der Predigt lachen mußte als mein Banknachbar Blödsinn gemacht hat. Zu Hause, richtig Nachschlag! Das war noch vor meiner Karriere als Kirchendiener.
      Einer meiner Messdienerkollegen und gleichzeitig Klassenkamerad, hat dann etwas später, er war 1 1/2 Jahre älter als ich, mir damals noch körperlich deutlich überlegen und „biologisch“ schon ein Mann (hatte in der Schule schon ne Ehrenrunde gedreht), versucht mich in seinem abgeschloßenen Zimmer zu vergewaltigen… Dieses miese Stück Scheiße (sorry, ich halte nicht viel von „political correctness“, sie ist nur die kleine, bucklige Schwester der Lüge!) ist heute wo? Genau, er hat „Karriere“ bei der Kirche gemacht…

      Dann Pubertät, nur noch Augen für die Mädels! Aber nicht für irgendwelche oder die Nettesten, die Hübschesten und Eingebildetsten sollten es doch bitte sein! Mindestens! 1000 Mal unglücklich verliebt natürlich nie was draus geworden. Wie denn auch, mußte ja immer irgendwelche abgewetzten, schon jahrelang von jemand anderem getragene Klamotten auftragen. Sexuelle Frustration machte sich breit, zwanghaftes Ornaieren bis nur noch warme Luft kam…
      Die Freunde gewechselt um cool zu sein. Waren natürlich die falschen Jungs. Das „Aufnahmeritual in erlauchte Kreise“ lautete Ladendiebstahl, natürlich wurde ich prompt erwischt, mit allen Konsequenzen, Polizei, Gerichtsverhandlung blablabla… wegen drei Mark. Aber, erstaunlicherweise keine Prügel. Sattdessen ein unerwarter Taktikwechsel seitens meines Vaters, schwere Vorhaltungen wie, „Du hast mich 10 Jahre meines Lebens gekostet“.
      Die Leistungen in der Schule wurden schlechter, noch schlechter, Mathe 5, Deutsch 5, Englisch 5, nen Haufen 4er obendrein. Versetzung gefährdet, „Frank stört häufig den Unterricht!“
      Lehrerwechsel in Mathematik, eine kleine unscheinbare Frau, ein Mauerblümchen. In einer anderen Klasse hatte ihr mal jemand eine Dartpfeil in den Rücken geworfen, ein typisches Opfer halt, wie ich heute weiß. Keiner in der Klasse hat sie respektiert, ich hab sie trotzdem gemocht. Ihr hab ich es zu verdanken das ich Mathe doch noch kapiert hab, nicht weil plötzlich alle die Formeln verstand, im Gegenteil, die meisten davon weiß ich bis heute nicht. Aber ich habe begriffen das Mathe berechenbar ist (ha, grenzgeniales Wortspiel (da ist er wieder, der „kleine“ Narzisst in mir ;o)). Berrechenbar da logisch und was logisch ist kann man auch lösen, jedenfalls wenn man sich dabei nicht selbst im Weg steht. Ein halbes Jahr später, Zeugnis Mathe 2, mit Tendenz nach oben -> Mathe-Leistungskurs -> anderer Lehrer -> wieder abgestürtzt -> zurück in die normale Klasse -> alles wieder gut!
      Fast zeitgleich bekamen wir einen neuen Klassenlehrer. Alles war anders, besser, viel besser! Ein großer, athletischer Mann, carissmatsich, gutaussehend, Ruhe, Gelassenheit und Souveränität austrahlend, Ex Soldat. Er bot uns allen das Du an, keiner hat es je benutzt, auch nicht später nach der Schule, bei den Klassentreffen. Auch die größten Dummköpfe und Rüpel nicht, die die andere Lehrer ungefragt duzten. Man hatte automatisch Respekt vor diesem Mann, nein Respekt ist nicht das richtige Wort, Achtung, Achtung(!) dieses Wort trifft es deutlich besser, ja! Er hat niemals jemanden sanktioniert der unschuldig war. All diese kleinen gemeinen Demütigungen, Missachtungen, Strafen und Erniedrigungen mit denen andere Lehrer die ihnen Anvertrauten so gerne auf hinterhälltigste Art und Weise quälen, gingen ihm völlig ab. Ich hab äußerst sensible Antennen für sowas. Heute weiß ich warum ich diesen Mann innerlich verehrte, ich erkannte den Vater in ihm nach dem ich mich so sehr sehnte! Diese Erkenntnis ist neu, sie wurde mir hier und jetzt erst während des Schreibens wirklich bewußt. Und ich bin dankbar dafür… sehr sogar.
      Es war das letzte Schuljahr und ich hab’s in vollen Zügen genossen. Instinktiv wußte ich, danach ist Schluß mit lustig! Du wirst in irgendeinem langweiligen, deiner Kreativität und Intellekt nicht gerecht werdendem Knuffer-Beruf landen. Self-fulfilling prophesy wie sich herausstellen sollte.
      Nach der Schule dann einen freiwilligen Intelligenz und Eignungstest gemacht, da ich keinen Plan hatte was ich werden wollte. Wieder ein Wink mit dem Zaunpfahl den ich nicht verstand.

      Echten Trost fand ich in der ganzen Zeit bei den Tieren. Wir hatten viele davon. Immer einen oder gar zwei Hunde, eine Katze, Vögel, Fische, whatevsky, (fast) alles nur erdenkliche Viehzeugs eben. Ich hab sie geliebt, Alle! Vor allem die Hunde und Katzen.
      Da war etwas zwischen uns, man kann es nur sehr schwer in Worte fassen, eine tiefe Verbundenheit, ein unsichtbares Band. Ich sah ihnen in die Augen und sie mir, ganz tief, bis in’s Innerste der Seele und augenblicklich war es da, Liebe! Ich liebte sie und sie liebten mich.

      Einmal hatten wir einen Hund aus zweiter Hand, ich nehme an, dass arme Tier wurde von unseren Vorgängern gequält, geprügelt, keine Ahnung was. Er hörte nicht, büxte aus, kein Zaun konnte ihn davon abhalten, er hat ihn einfach kaputtgebissen… und er biss Menschen. Jeden, naja fast, meine Mutter, meine Schwester, meinen Bruder, Fremde. Mich nicht, meinen Vater auch nicht, ich nehme an, von ihm hab ich auch diese Gabe. Wir waren ein Herz und eine Seele, lagen stundenlang aneinandergekuschelt in seiner Hütte, spielten, tobten und striffen gemeinsam durch die Felder. Als wir ihn abgeben mußten, brach es mir das Herz. Das arme Tier fristete den Rest seines traurigen Lebens als Kettenhund auf einem Bauernhof seinem Tod entgegen… Es tut mir jetzt noch weh!

      Das soll’s erst mal gewesen sein. Ich bin sehr müde und erschöpft, mir fehlt Schlaf. Der Rest, noch bitterer, kommt! Wann weiß ich nocht genau, ob vielleicht morgen schon oder aber erst in ein paar tagen.
      Viele Tränen sind geflossen während ich diese Zeilen niederschrieb. Ist nicht weiter schlimm (im Gegenteil), weinen bin ich gewohnt. Gefühlt hat mein Körper in diesem Leben mehr Flüßigkeit durch die Augen verlassen, als über irgendein anderes Organ.

      Aber ich habe bereits jetzt in den paar Stunden beim Schreiben, sehr, sehr viel über mich selbst und andere Menschen erfahren dürfen. Mehr als ich mir vorher je hätte erträumen können.

      Danke euch Allen!

      • salt sagt:

        Hallo A.F.,

        ich finde es sehr mutig von dir, dass du dir hier öffentlich alles von der Seele geschrieben hast. Das Annehmen der Situation, sich also zu sagen ‚So war es, da gibts nichts zu beschönigen‘, ist wohl ein erster wichtiger Schritt zur Aufarbeitung.
        Positiv finde ich, dass du in der Lage bist zu weinen. Viele Männer können das nicht, weil sie dazu erzogen wurden, stark bleiben zu müssen. Dabei ist Weinen ein ganz normaler Vorgang, um aufgestaute Energien loszulassen. Mit jedem Mal wird es leichter werden, das, was passiert ist, anzunehmen, gedanklich und emotional nochmal zu durchleben und dann loszulassen. Es ist auf jeden Fall besser, als alles herunter zu schlucken. Blockierte Energien würden sich sonst über andere Kanäle den Weg an die Oberfläche suchen, meist durch Krankheiten.

        In einigen deiner Erzählungen habe ich mich selbst wieder erkannt. Ich habe auch ein großes künstlerisches Talent, zeichne gern und bin dabei, es auszubauen. Mathematik war auch mein Hassfach in der Schule und dennoch stand am Ende der Schulzeit eine 2 auf dem Zeugnis. Irgendwie hats dann doch hingehauen.

        Prügel gab es auch in meiner Familie, wenn auch nicht so häufig wie bei dir. Nach aussen hin wurde das Bild der harmonischen, heilen Familie aufrecht erhalten. Materiell fehlte es meiner Schwester und mir an nichts. Emotional jedoch…wurde die Liebe an Bedingungen geknüpft, bis heute.

        Das schwierigste an der Aufarbeitung ist zu verstehen, dass unsere Eltern uns im Grunde immer geliebt haben, sie aber aufgrund ihrer eigenen Erziehung und sozialen Konditionierung handelten. Auch sie unterlagen gewissen Glaubenssätzen. Die innere Überzeugung ‚Unartige Kinder müssen bestraft werden‘ ist so ein Glaubenssatz.
        Aus kindlicher Perspektive ordneten wir dann natürlich die Bestrafung so ein, dass wir es nicht wert gewesen sind, geliebt zu werden. Es festigt sich also unser Glaubenssatz ‚Mama und Papa lieben mich nicht‘ oder ‚Ich bin nicht liebenswert‘, ‚Ich bin wertlos‘.
        Ein Kind begreift ja noch nicht, aus welchen Motiven oder Glaubenssätzen heraus die Eltern so handelten. Aus Angst vor Wiederholung entwickeln wir Vermeidungsstrategien, also gewisse Verhaltensmuster, um nie wieder diesen Schmerz spüren zu müssen.

        Im Verlauf des Lebens werden die nicht verarbeiteten Gefühle durch andere Menschen getriggert. Automatisch fahren wir dann unsere Schutzschilde hoch und wenden unsere früh antrainierten Muster an. Wir kleben praktisch auf eine bereits eiternde Wunde ein Pflaster, das die Ursache an sich aber nie heilen kann.

        Heilen kann sie nur, indem wir verstehen, dass die Handlungen unserer Eltern und anderer Menschen rein gar nichts mit unserem Wert als Mensch zu tun haben. Die Emotionen, die heutzutage hochkommen, sind ganz alte Gefühle aus Kindheitstagen, die nun verarbeitet werden wollen.
        Wir sind im Grunde ganz viel wert. Jeder einzelne auf seine ganz eigene Weise mit all seinen Fähigkeiten, Kenntnissen, Interessen, Stärken und Schwächen. Und unsere Eltern haben sicherlich nur das beste gewollt für uns, gemäß ihrer inneren Überzeugungen und Wertvorstellungen, die sie widerum durch ihre Eltern, Großeltern, Lehrer etc. übernommen haben.

        Natürlich soll das nicht alles entschuldigen, was uns angetan wurde. Es kann aber enorm helfen, zu verstehen wie die menschliche Psyche funktioniert und wie tief die Auswirkungen von sozialer Konditionierung sitzen.

        Ich hoffe, du kannst aus meinen Worten etwas für dich verwerten, das dir hilft. Mich würde die Fortsetzung deiner Geschichte interessieren. Aber lass dir ruhig Zeit, so lange wie du eben brauchst.
        Meine Erfahrung ist, dass wir jederzeit genau an dem Punkt in unserem Leben stehen, wo wir sein sollen und dass wir zu jeder Zeit immer genau das bekommen, was für unsere weitere Entwicklung nötig ist. Das kann positiv wie negativ sein, aber es ist immer richtig und wichtig. Nichts geschieht ohne Grund, das stelle ich immer wieder fest. Hab Vertrauen in das Leben, es trägt dich von ganz allein.

        Aufmunternde Grüße von salt

  2. Alicja sagt:

    Lieber Sam,
    danke für Deine Nachricht.
    Das hilft mir sehr, zu wissen, dass man nicht alleine ist.
    Seit 2 Wochen habe ich eine totale Kontaktsperre (auf allen Kanälen gesperrt: Hany, E-Mail etc..). Von meiner Seite aus. Also kein direkter Kontakt, ABER:
    Ich drehe langsam durch, rufe ihn an mit unterdrückter Telefonnummer um ein Parr Sekunden sein „Hallo“ zu hören. Oder gucke von weitem auf seine Wohnung Fenster, hoffe auf seinem Balkon zu sehen, oder ihn mit der „Next“. Manchmal denke ich, wenn ich die „Neue“ sehe, hilft mir das.
    Für einen kleinen Moment helfen mir die „Aktionen“.
    Und ich war damals nie so!!!… Erschreckend.
    Und ich kann das nicht unterbinden…Jetzt weiß ich was das heißt „Auf Entzug“ zu sein.
    Es ist echt sehr schlimm, die Sucht der Sehnsucht ist überwältigend. Es ist eine SUCHT!
    Ich schreibe jetzt wie Du mir geraten hast einen Brief an ihm. Ich habe mir Bilder von der Trennung gemalt, die auf meiner Wand in Schlafzimmer hängen. Ich will versuchen zu visualisieren. Ich lese viel über die NPS.
    Ich hatte schon 10 Sitzungen bei einer Beratung.
    Ich würde mich freuen, wenn ich meine Erfahrungen persönlich austauschen konnte (Hamburg oder Umgebung), nicht zuletzt deswegen da mir immer noch das schreiben auf Deutsch nach 25 Jahren in Deutschland immer noch gewisse Schwierigkeiten bereitet.
    Habe nach eine Selbsthilfe Gruppe gesucht, aber nix gefunden.
    Ich weiß ich muss durchhalten, das wird mal besser, aber das ist ziemlich das schlimmste was mir bis jetzt im Leben passiert ist.
    Sam, es war toll, das Du mir geschrieben hast.
    Liebe Grüße
    Alicja

    • Gerda sagt:

      Hallo Alicja,

      ich habe deine Erfahrungsberichte hier mit großem Interesse gelesen. Durch diese Seite habe ich herausgefunden, dass mein sogenannter Freund wohl auch Narzisst ist. Er hat mit mir spontan Schluss gemacht aus einem lapalen Grund. Und er hat mir böse Sachen geschrieben. Dass er alles blockiert, ich ihn in Ruhe lassen soll und mich auf keine Weise bei ihm melden soll. Sonst würde er mich anzeigen. Nur weil ich ein Hotelzimmer für uns beide an der Ostsee gebucht habe, wo er angeblich mit mir hin wollte. Habe dummerweise als Gast (nur)seinen Namen mit angegeben. Ich bin aus allen Wolken gefallen, dass das der Grund für eine derartige Konsequenz gewesen sein soll. Ich hätte ihm alles versaut. Wir wollten auch zusammen seinen Geburtstag feiern. Wir hatten knapp 3 Jahre eine Beziehung, was man nicht als solches wirklich bezeichnen kann. Er hat mir nie seine Gefühle offenbart und wenn ich mich eher mehr geöffnet habe, hat er sich zurück gezogen und bedrängt gefühlt. Er hat schon mehrfach mit mir Schluss gemacht ohne Grund, wenn ihm etwas nicht in den Kram passte. Manchmal dachte ich, er hätte eine andere, er kam immer wieder. Er sagte mir, dass er für Sex auch mit anderen Frauen haben will, das hätte aber nichts mit mir zu tun. Hat mit mir Pläne gemacht, was er meistens nie eingehalten hat. Mir gegenüber sich zu öffnen und über Gefühle reden , konnte er nie. Nach jeder Trennung durch ihn, ohne Erklärung, habe ich sehr gelitten. Und ich leide wieder. Die Gedanken über ihn gehen mir nicht aus dem Kopf. Obwohl er mich oft verletzt und weh getan hat. Wenn ich mich nicht verhalte wie er es will, oder was aus eigenem Antrieb tue, wie das mit Hotel, dann rastet er aus und fühlt sich hintergangen. Auch wenn ich ihm Nachrichten geschrieben habe und er sich danach nicht gemeldet hat, habe ich mir darüber Gedanken gemacht, was ich schon wieder falsch gemacht haben könnte, warum er nicht reagiert. Habe mich immer für alles entschuldigt.
      Eigentlich bin ich auf den Satz von dir gestoßen, dass du Erfahrungen von Frauen aus HH suchst. Mein Freund war aus HH und auch 50 und nie verheiratet. Es muss nichts bedeuten und kann Zufall sein, aber hoffentlich meinen wir nicht denselben Mann? Mich würde noch einiges interessieren. Es wäre schön, wenn wir uns als PN per mail austauschen könnten?

      Gruß von Gerda

  3. Medusa sagt:

    Guten Tag,

    heute war ich einfach im Netz auf der Suche nach einem Beitrag, der mir bei meinen Beziehungsproblemen helfen könnte. Ich lebe in einer Patchworkfamilie. Habe aus früherer Ehe 2 Kinder mit in die neue Beziehung gebracht und mein Partner 3. Zusammen haben wir ein weiteres Kind bekommen. Ich habe immer das Gefühl es allen Recht machen zu müssen, bin eifersüchtig auf die Kinder meines Partners und die Aufmerksamkeit die er Ihnen schenkt. Gleichzeitig auch eifersüchtig darauf das ich es bei meinen eigenen Kindern nicht schaffe so zu sein. Unsere Beziehung liegt seit Monaten auf Eis (emotional und sexuell). Ich will nicht darüber mit ihm reden…will ihn nicht so Nahe an mich ran lassen. Ich denke es liegt an der Tatsache das wir so wenig Zeit für unsere Beziehung haben und zu guter letzt…ich fühle mich manchmal ganz wohl in der Rolle. Ich fühle mich ihm überlegen. Ich lasse keine Nähe und kein Sex zu. Weiß aber er wöllte beides, scheut aber auch das Gespräch. Und dann wieder bin ich enttäuscht das er mich nicht anspricht.

    Bei meiner Suche stieß ich auf ihre Seite und machte auch den Test. Jetzt war ich erschrocken. Der Test besagte ich sei Narzisstisch und auch in ihrem Beitrag weiblicher Narzissmus fand ich mich wieder. Ich habe nie darüber nachgedacht, dass die Schuld am scheitern meiner Ehe, an meinen häufigen Affären, meiner Suche nach Bestätigung und Komblimenten Krankhaft sein könnte. Ich dachte es läge daran das mein Vater immer zu mir sagte ich seie zu dünn, keine richtige Frau, mein Mund zu groß, meine Leistung in der Schule zu schlecht…oder daran dass ich mit 8 eine kleine Schwester bekam, welche mich bei meiner Mutter vom Thron stoß. Auf welchem ich wirklich saß. Halt einfach das ich deswegen den Lob anderer brauche…aber ich will nicht die Menschen in meiner Umgebung…meine Kinder, meinen Partner ins Unglück stürzen.

    Wenn man Ihre Beiträge ließt fühlt man sich wie ein Monster. Das macht mich traurig…weil ich weiß das ich eines bin.

    Hilfe brauche ich mir ja auch nicht suchen schreiben sie, da es keine Heilung gibt.

    Niemand kann es mir recht machen und ich komme immer wieder in jeder Beziehung an den Punkt meinen Partner für Dinge zu mißachten, mich überlegen zu fühlen, ihn für seine Fehler zu Hassen, mich als Opfer zu sehen u.s.w.

    Ich muss also versuchen mich zu ändern. Um meiner Kinder und meines Partners willen. Ich will nicht alleine sein. Ich will nicht keine Beziehung…fühle mich aber auch in meiner nicht wohl. Einmal mag ich meine Stiefkinder und einmal sind sie mir zu wieder. Es fühlt sich schrecklich an so zu empfinden.

    1 1/2 Jahr habe ich es geschafft mit dem Rauchen aufzuhören…für meinen Sohn während der Schwangerschaft und Stillzeit. Jetzt habe ich wieder angefangen. Vor meinem Partner verheimliche ich es. Es gibt mir ein Gefühl von Freiheit, ausbrechen und Zeit für mich. Auch diese Schwäche an mir nervt mich oft. Ich will mir nicht eingestehe Süchtig zu sein!

    Ich fühle mich jetzt aber besser weil ich das alles mal auf Papier gebracht habe. Natürlich Anonym…aber trotzdem mal los geworden. Wie eine Befreiung.

    Vielleicht gibt es jemanden dem es so ähnlich geht wie mir…oder vielleicht hat jemand einen Rat was ich tun könnte?

    Um

    • Heiner sagt:

      Hallo Medusa,

      lies mal meinen Beitrag. Denk Dir am Anfang 15 Sätze aus wie: „Ich will nicht Lügen. Ich will handeln. Ich will die Situation realistisch einschätzen“ usw.
      Kauf Dir ein paar Kopfhörer und höre das immer und immer wieder.
      Dann musst Du rausfinden wie es anfängt. Ich merke es wenn ich nervös werde oder aufeinmal eine Sache unbedingt tun willst aus dem Bauch heraus. Dieses Gefühl ist falsch, spüre in Dich wo es herkommt, wie es anfängt. Dann hinsetzten, tief durchatmen und es nicht tun. Ins Bett legen, die CD anmachen und hören.

      Irgendwann wird es langsam besser. Ich weis auch nicht ob es je weggeht, aber das hat mir geholfen. Ich weiß dein tiefster Wunsch ist es das Du so nicht sein willst. Das musst Du nicht, es wird nicht einfach aber spüre, fühle und jedesmal wenn dein Bauch sprechen will sage nein.

      • Medusa sagt:

        Hallo Heiner,

        vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde mir Deine Ratschläge zu Herzen nehmen und Sie versuchen um zusetzten.

        Liebe Grüße
        Medusa

    • Gertraud sagt:

      „Hilfe brauche ich keine zu suchen, da es keine Heilung gibt.“

      Liebe Medusa,

      Doch. Es gibt sie. Und Sätze wie: Ein Narzisst ändert sich nie“, sind so einfach falsch.
      Es stimmt, der Drang,mich zu ändern, muss aus mir kommen, aus dem Empfinden von LIEBE. Und dass Du zu Liebe und Verantwortung fähig und bereit bist, zeigt doch schon Dein Entsetzen darüber, wie Andere unter Dir gelitten haben. Und Du hast für das Kind, das in Dir wuchs, das Rauchen aufgegeben!
      Das tut KEIN „Narcopath“!
      Es gibt keine LEICHTE Heilung. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Erschütterung darüber, dass Andere unter mir leiden, und der Herzenswunsch, das zu ändern, das Einzige ist, was überhaupt hilft. Es ist zuerst einmal das Furchtbarste, was wir als „Anständige“, und anständig BIST Du im Innersten, überhaupt empfinden können.
      Aber es ist das Tor zu einem Neuanfang!
      Du BIST ZUR LIEBE FÄHIG. Du trägst wie jeder Mensch dieses Beste und Schönste überhaupt in Dir. Präge Dir, wenn überhaupt, den einen Satz ein:
      Ich KANN lieben, und ich WILL lieben! –
      Das heißt: Ich LIEBE das LEBEN und alle, die mit mir zusammen lebendig sind, egal wie unvollkommen und fehlerhaft wir sind. Ich will an mir arbeiten, will kämpfen, um das Beste in mir, und wenn ich wieder einmal hingefallen bin, stehe ich wieder auf und kämpfe und ringe weiter. Ich werde mich nie innerlich auf scheinbaren Lösungen und Heilungen ausruhen, ich will innerlich lebendiger und freier werden, und es ist schön zu leben und lieben zu können.

  4. Heiner sagt:

    Hallo,

    ich schreibe aus der Sicht eines Narzissten. Ihre Seite ist sehr interessant. Ich habe erst vor kurzem raus gefunden, das ich stark narzisstisch war oder bin.
    Erst vor kurzem raus gefunden, das ich 15 Jahre in einer komplett abstrusen, selbst geschaffenen Realität gelebt habe. Ich habe dadurch in 3,5 Jahren die Frau meines Lebens verloren, die Liebe zu ihr hat mich auf die Suche gebracht, zum Psychologen, auf ihre Seite.
    Ich habe mir früher schon Hilfe gesucht, wusste aber nie was es ist. Habe Psychologen manipuliert, so das am Ende eine geglückte Therapie stand wegen irgendwelche selbst ausgedachten Problemen. Habe jegliche Menschen die mir nahe standen, ausgenutzt, belogen, ihnen ihre Lebenskraft geraubt. Mehrere Frauen habe ich im Laufe meines Lebens komplett zerstört und all ihrer Kraft beraubt.
    Die geschieht alles komplett unterbewusst. Der Narzissmus ist wie ein Vampir, der seinen Blutdurst stillen muss. Es sind Anfälle sozusagen, die ich erst langsam gelernt habe zu erkennen. Wie ein Tier auf der Jagd, nur diese Jagd geht auf den Geist des geliebten Menschen.
    Es ist wie ein Rauschzustand. Innerhalb weniger Minuten habe ich bei schwachen Menschen im Gespräch die Schwachstellen meines Gegenübers vor Augen, kann sehen wo er angreifbar ist oder was ihm schmeichelt.
    Das einzige was eine Besserung bis jetzt gebracht hat ist sich Wörter und Sätze ins Gehirn einzubrennen. Habe eine Audio CD aufgenommen, mit Sätzen wie sich normale Menschen verhalten würde, wie sie denken und was sie machen würden. Diese lass ich während dem Schlaf 8 Stunden in Dauerschleife laufen. Habe in jedem Raum meiner Wohnung ein Plakat mit diesen Sätzen aufgehängt.

    Bis jetzt funktioniert diese Technik am besten. Ca. 10000-20000 mal muss jeder Satz gehört, gelesen, wiederholt werden bis er sich ins Gehirn gebrannt hat. Das Unterbewusstsein schickt dennoch die Narzisstischen Gedanken, als Narzisst darf man sich nicht auf sein Bauchgefühl verlassen, nicht auf sein Herz hören.

    Es scheint zu funktionieren, aber der Narzissmus ist gerissen, er passt sich an. Er vermittelt einem selber das Gefühl, das Problem jetzt gefunden zu haben und gelöst zu haben. Nur damit das Kartenhaus nicht einbricht, damit die Scheinrealität erhalten bleibt. Habe das in den letzten 2 Wochen schon 2x durchgemacht, das ich einfach nur in das nächste Konstrukt gelaufen bin aus Selbst belügen und Scheinrealität.

    Eine Trennung zerstört auch einen Narzissten, also eine Trennung die nicht von ihm ausgeht, ich habe so oft unglaubliche Wut auf mich selber gehabt, warum ich so bin. Warum jede Beziehung nach 1/2-2 Jahren geendet ist. Früher bin ich dann direkt zur nächsten Frau gerannt. Es liegt daran weil mit jeder Trennung das Kartenhaus zusammenfällt. Die ganze Scheinrealität die ich mir selbst geschaffen hatte ist zerbrochen. Der größte Wunsch ist immer diese Scheinrealität zu erhalten, nichts ist größer als dieser Wunsch. Man geht nicht arbeiten aus Spaß an der Arbeit, sondern einfach um das Geld zu haben seine Realität aufrechtzuerhalten.

    Nach der Trennung beginnt der tiefe Rausch, der andere wird entweder überschüttet mit Geschenken, Liebesbekenntnissen oder irgendeine Art den Kontakt aufzubauen ein Gespräch anzufangen, weil dann kann man zuschlagen. Sobald angebissen wurde, wird direkt darauf eingegangen, vertieft, die Kontrolle übernommen. Deswegen ist es das beste nur kurz und knapp zu antworten, am besten gar nicht. Jedes Gespräch sie werden es irgendwann verlieren, sobald sie Emotionen zeigen oder Privates erzählen. Alles was mit Emotionen oder Gefühlen zu tun bleibt im Hirn, alles was einem nützlich sein könnte für Kontrolle und Manipulation.

    Die Bösartigkeit bei Trennungen, die Lügen und weitere Zerstörung des anderen konnte ich schon abstellen.

    Ich hoffe ich finde diesmal den Weg damit umzugehen und kann sie zurückerobern und ich hoffe es ist nicht wieder er der Narzissmus der dazu lernt um noch gerissener zu sein.

    Es hat ca. 15 Jahre gedauert bis ich an diesem Punkt gekommen bin.

    Und ich kann Ihnen nur raten wie im Artikel, arbeiten sie an sich selbst. Der Narzisst wird Ihnen automatisch irgendwann ihre Schwachstellen offenbaren um sie damit einzufangen, alle die sie haben. Den ich kann sie spüre, sehe sehr schnell wenn ein ungelöster Konflikt mit Mutter, Vater, Familie oder sonstwo vorliegt, Verletzungen in der Kindheit, Job, alles. Wenn Sie diese Schwachstellen an sich selber lösen sind sie stärker als er, weil er wird seine eigenen Schwachstellen nicht bearbeiten und ihnen dann unterlegen sein. Weil wenn er das tut bricht das Kartenhaus zusammen für ihn.

    Wenn sie Fragen haben, bin ich gerne bereit diese zu beantworten.

    Grüße

    • Samantha sagt:

      Sei doch einfach Du selbst….jetzt hast Du die eine Rolle (Narzisst) durch eine andere (Narzisst auf Besserungskurs) ersetzt – auf Dein Herz darfst Du Dich sehr wohl verlassen – auf Dein Hirn eher nicht…Trau Dich doch einfach die Stimmen im Aussen weg zu lassen – geh weg – sein nur mal 4 Wochen irgendwo alleine nur für Dich, im Gebirge, auf einer Insel – ohne Dauerschleifen, ohne Plakate, ohne TV ohne Web ohne Bewunderer – und ohne jemanden, dem Du seine Fragen beantwortest…;-)) – dann werde sie kommen, Deine Geister, nicht im Herzen, diese Stimme kannst Du wahrscheinlich zuerst gar nicht hören, sondern in Deinem Kopf werden sie sein, eine laute quatschende Affenherde, die Deine wahren Ängste offenbart – und Du wirst Leiden und wenn Du Dich traust zu leiden und (endlich!) zu fühlen, nicht davon zu laufen, dann wirst Du noch mehr leiden – aber irgendwann wird es still und dann kannst Du erst leise und dann immer deutlicher die Stimme Deines Herzens hören – dazu brauchst Du keine 15 Jahre – es reichen ein paar ehrliche und tapfere Stunden pro Woche….und dann gibt es den Narzissten nicht mehr….er löst sich einfach auf…. so einfach ist das….aber leider wird es niemand sehen, es wird Dich niemand dafür bewundern…..denn je weniger man im Aussen wahrnimmt um so spektakulärer sind die Prozesse im Inneren…

      • Gertraud sagt:

        Liebe Samantha,

        Danke für diesen schönen und hilfreichen Beitrag!

        Er zeigt mir, dass ich um innerlich lebendiger zu werden, mit dem wirklichen Leben, dem Leben in der Natur und in mir selbst wieder in Kontakt kommen muss.

        Die Arbeit an sich selbst mit hilfreichen Sätzen ist auch gut und wichtig.

        Aber aber das Wiederfinden des Lebendigen und Natürlichen ist einfach unentbehrlich.

        Herzliche Grüße!

        Gertraud

    • Alicja sagt:

      Hallo Heiner,
      vielen Dank für Deinen Beitrag.
      Es ist sehr hilfreich für mich, das alles von deiner Seite zu sehen.
      Ich bin eine Co-Narzisstin, und war in einer Beziehung (4,5 Jahre)mit einem Narzissten zusammen.
      Seit 6 (!) Monaten befinde ich mich in eine Trennung Phase. Den Kontaktabbruch schaffe ich nicht ganz. ABER: es wird immer weniger Kontakt. Mein kleiner Erfolg.
      Er will mich jetzt unbedingt zurück. Vor allem: mich heiraten und mit mir zusammenziehen.
      Er hat meinen wunden Punkt getroffen: ich will noch mal gerne heiraten. Bis jetzt war aber nie die Rede davon. Die ganze Beziehung ist verlaufen wie im „Buch geschrieben“. Erste Zeit super, und dann nicht mehr. Er hat mich betrogen und belogen. Und jetzt will er einen neuen e h r l i c h e n Anfang.
      Ich habe eine Frage an Dich: Ist ihm wirklich NICHT KLAR, was er mir mit dem Angebot (heiraten) antut? Was das aus mir macht? Ist ihm nicht klar, wie grausam sein Spiel ist. WIRKLICH nicht?!
      Er ist 50 und war bis jetzt nicht verheiratet.
      Liebe Grüße
      Alicja

      • Heiner sagt:

        Hallo,

        das kann ich Dir leider nicht beantworten. Ich würde mir an Deiner Stelle sehr sehr viel Zeit lassen und ihn lange warten lassen, dann kommst Du am ehesten auf seine wahren Absichten.

        Es kann sein das er es weiß, es kann sein das er es nicht weißt, macht in der Situation aber keinen Unterschied, weil er tut es.

        Ich würde ihn offen auf eine Therapie ansprechen und ihm nicht glauben, Zeit enttarnt ihn. Du bist 50 ob du jetzt oder in 2 Jahren heiratest macht wohl nicht viel aus denke ich.

        Also halte die Trennung so lange wie möglich aufrecht.

        Grüße

        • Alicja sagt:

          Hallo Heiner,

          vielen Dank für deine Antwort.
          Nehme ich mir zu Herzen.

          Liebe Grüße
          Alicja

          • Sam sagt:

            Liebe Alicja,

            ich bin selbst durch eine Beziehung mit einem psychopathischen Narzissten durch. belogen und betrogen worden etc…das ganze Programm. Hatte zu Anfang gedacht, auf meine alten Tage 😉 und des längeren Singledaseins findet man noch eine Partnerschaft, die nicht auf rosaroter Brille beruht und/ oder eine gewisse „erwachsene“ Beziehung beinhaltet. Das war ein Irrtum. Ich habe mich intensivst mit der Thematik auseinandergesetzt, und mal einen guten Bekannten gefragt, der „vom Fach“ ist. Dieser hatte sich auch die social media Seiten angeschaut. Ergebnis war ernüchternd. Fazit: der sogenannte Narcopath hat mich vom ersten Satz der Begegnung bis hin zum letzten Satz in einer Email belogen, und würde es auch weiterhin so machen. Ich habe auch Kontakt zu einer amerikanischen Autorin aufgenommen, die ein Buch darüber geschrieben hat. ich war fassungslos, das er schon eine „Neue“ …ein neues..wie sagt man „Target“ hat…. Sie antwortete mir: Alle „Wir-sind-so-glücklich-postings im social media etc etc…alles ILLUSION. Ich habe in ihrem Forum von Fällen gelesen, Männer wie Frauen, die betroffen waren. Dagegen habe ich wohl noch Glück gehabt.“Dein“ Narcopath wird sich nicht ändern. DAS ist ein TRUGSCHLUSS ! Und auch die „Neue“, wenn er denn mal eine hat, wird ihn nicht ändern können. Narcopath oder krankhafte Narzissten wissen GENAU, was sie tun !!! Sie kennen deine Schwachstellen ( hier wohl : „…möchte wieder heiraten…“ )….Es gibt nur EINE Möglichkeit , da raus zu kommen. ABSOLUTE Kontaktsperre!!!! In social media blocken, keine Emails, Anrufe etc, und ALLE SEINE Aktionen zu speichern und zu verwahren. Am beste nimmst du deine Beine in die Hand und läufst…weit weg. Sei traurig, wütend, verzweifelt, lass alle Gefühle zu…. aber zeige sie NIE IHM !!! Das System läuft folgendermaßen: Es ist ein Triangle. Erst kommt das „Grooming“….kurz gesagt: du bist die beste, die schönste, blablabla…er trägt dich buchstäblich auf Händen oder Aussagen „was Besseres als dich gibt es nicht….oder: ich will dich zurück….usw… DANN beginnt die Isolation (engl.) -Phase . WIR sind die Welt, was brauchst du andere ….und irgendwann beginnt die Demontage-Phase: Kritik im Übermaß, Demütigungen, Aussagen wie „…mach kein Drama daraus…“, oder in Gegenwart von anderen : “ Seht ihr, wie wütend sie ist, sie ist eifersüchtig, macht mir Probleme und ich bin doch das Opfer …“ etc etc…. In der Demontage-Phase werden gerne auch mal Exfreundinnen wieder kontaktiert oder über socia media oder real Fotos mit anderen Frauen gemacht usw. , man nimmt sich „Freiheiten“, weil du würdest ihn vielleicht einengen etc…. Ich sage dir: ich gehe da auch noch durch. Es ist furchtbar ! …aber furchtbar WICHTIG, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Die Enttäuschung ist groß. Aber das Wort Enttäuschung ist, entgegen landläufiger Meinung, ein sehr positives Wort !!! Man muss es nur aufteilen “ ENT — Täuschung“…..die Täuschung wird aufgehoben. Man blickt wieder klarer durch. Schreibe dir alles auf. Am besten , du schreibst ihm einen Brief, all das, was du ihm mal sagen willst, dir gewünscht hast oder wünschen würdest. Aber mach keinen Fehler …smile..SCHICKE DEN BRIEF NIEMALS AB !!!!! …lege ihn beiseite und lese ihn dir nochmal durch, wenn du wieder dieses Gefühl hast „ob ich es nochmal versuche?“…..Ich kann dir nur raten NEIN!….Je nachdem, wie lange man mit einem Narzissten dieser Art zusammen war und was geschehen ist, dauert auch die Heilung. Ich habe Frauen /Männer kennengelernt , die haben nach ihren Aussagen Jahre damit zu tun. Nur, wenn du dich vollkommen davon löst und diese Beziehung als „Lehre“ betrachtest und dich mit dem „Warum-ist-mir-das-passiert“ auseinandersetzt, wirst du eines Tages den Mann treffen, der wirklich zu dir passt und mit dir eine gesunde Beziehung führen kann. Alles andere führt dich weiter…hm…ja man kann es so sagen: in den Abgrund zur Hölle und ist „wasted time“…verschwendete Zeit. . Liebe Grüße Sam

    • Klam sagt:

      Hallo Heiner
      Ich lebe mein ganzes „Leben“ schon mit Narzissten zusammen.Erst Kindheit, 30 Jahre Job(der ist zum Glück Geschichte) und in der Ehe. Dadurch habe ich nicht begriffen, das DAS keine Normalität ist. Erst diese Seiten öffneten mir die Augen. Nun meine Frage.Schafft man es einen Narzissten in Therapie zu bringen? Er, verhält sich aus seiner Sicht nicht falsch, es ist doch die ganze Welt die falsch ist.
      Danke für die Antwort

      • Gertraud sagt:

        Liebe Klam,

        Nein. Das kann kein Mensch.
        Nur das Entsetzen über sich selbst und der furchtbare Schmerz, dass andere unter MIR leiden und dass ich wirklich GUT für andere und mich selbst sein will, kann das „Liebe Ich“ wachrütteln. Das ist ein so schreckliches Empfinden, aber der einzig wirkliche Anfang, in mich zu gehen und nach besseren Wegen zu suchen.
        In eine wirklich heilsame Therapie kann NIEMAND „gebracht“ werden. Da muss JEDER aus EIGENEM Antrieb und auf EIGENEN Füßen hin wollen.
        Das gehört doch zu unserem innersten Wesen als Mensch.
        Auch die Freiheit, um es einmal derb zu sagen, mich bequem in den Wahn einzulullen, dass alle anderen die „Arschlöcher“ sind, oder zunächst fast unter der Erkenntnis zusammenzubrechen, dass Zum Beispiel ICH, die edle, menschenfreundliche Person, für andere als Quälgeist wirke, zwar nicht immer, aber doch sehr oft.
        Seit ich das gemerkt habe, nachdem einige schlimme Fehler meinerseits jemanden gequält und fast seinen Tod mit verursacht haben, war ich zunächst völlig verzweifelt, habe aber so viel herzliche Hilfsbereitschaft erlebt, dass die Lebensfreude wiederkam und es jetzt immer öfter möglich wird, anderen Mut zu machen, Freude zu vermitteln. Das kostet überhaupt nicht viel, nur ein wenig Zeit. Und es macht einfach glücklich.
        Ja, manchmal deprimiert es mich, dass ich noch nicht alle Folgen von früheren Fehlern gutmachen kann, aber es muss einfach weitergehen, und es kommen Hilfen.
        Und es ist deprimierend zu sehen, wie sehr ein übersteigerter oder gar krankhafter Narzissmus sich zur schlimmsten Pandemie der Menschheitsgeschichte ausgewachsen hat.
        Und die am ärgsten Befallenen beherrschen Wirtschaft, Politik, Kunst, Kultur, Wissenschaft,
        Erziehung – und ALLE Ideologien, ob materialistische oder religiöse.
        Es gibt, wie mir scheint, wirklich niemanden, der von sich behaupten kann, frei von jeder Selbstwert-Wunde zu sein. Aber es gibt so viel Heilsames in den ganz einfachen, schönen Dingen, und es tut so gut, einfach dafür dankbar zu sein und die Freude weiterzugeben an jeden, dem ich begegne und auch in den „A.L.“s einfach Spiegel zu sehen: Was mich besonders ärgert, habe ich hundert pro in mir selber.
        Mich ärgert und verletzt es zum Beispiel, wenn mir jemand dauernd ins Wort fällt, völlig unvermittelt das Thema wechselt und mein Anliegen ignoriert, so tut, als hätte ich überhaupt nichts gesagt. Und weil ich das leider auch bei anderen so mache und es erst bemerke, wenn diese verärgert oder gkränkt reagieren, habe ich mich jetzt entschlossen, jedesmal nachzufragen, ob das Thema für die betreffende Person interessant ist. Falls nicht, ist e gut, das zu wissen. Falls das, wovon mein Gegenüber anfängt, für dasjenige ganz dringlich ist, empfinde ich es schon als wichtig, das auch wahrzunehmen.
        Bei solchen Nachfragen kamen schon sehr hilfreiche Hinweise. Zum Beispiel: “ Ich weiß gar nicht, ob Sie MICH meinen, weil Sie woanders hinblicken.“ – Das war eine echte Hilfe! Es ist mir tatsächlich eher unangenehm, jemandem sehr lang in die Augen zu sehen. Ich empfand es immer als ziemlich aufdringlich. Aber wer mit mir reden soll, der hat auch ein Recht auf Blickkontakt. Jedenfalls einen freundlichen. Für diese sachliche und freundliche Antwort war ich sehr dankbar. Das Hinsehen beim Reden muss ich immer noch üben, aber es erspart mir seither doch einige Anlässe, mich gekränkt und ignoriert zu fühlen.
        Eine sehr verständnisvolle Bekannte wies mich auch darauf hin, dass mein ganzer Tonfall und ALLES in meiner Haltung viel intensiver ist und mehr zu ihr durchdringt, als wenn ich „vom Hundertsten insTausendste“ abschweife. Leider, das ist wirklich etwas, das ich schwer sein lassen kann.
        Seit diesem Hinweis fällt es mir auch leichter, langweilige Schwätzer etwas geduldiger zu ertragen oder etwas von der notwendigen Minimalunhöflichkeit anzuwenden und meinerseits entweder das Thema zu wechseln oder einen Anlass zu ergreifen und mich freundlich zu verabschieden.
        Womit ich aber tatsächlich noch nicht klarkomme, ist der eigene innere Schweinehund in Gestalt von Bequemlichkeit. Der verursacht mir selbst und anderen reichlich Ärger und Verdruss.
        Für Ein paar gute Motivationssätze, beziehungsweise Erfahrungen von Leuten, die sich mit diesem Viech schon einigermaßen erfolgreich auseinandergesetzt haben,
        wäre ich sehr dankbar.
        Denn ich glaube, neben der lieben Eitelkeit und in Verbindung mit ihr ist doch die liebe Bequemlichkeit, aus der fast alles Unschöne in unserem Leben entspringt.
        Beide können wir nicht ganz abschaffen. Aber wie muss sich unser Inneres, unser Bewusstsein wandeln, dass wir ein gesundes Selbstbewusstsein, notwendige Selbsbehauptung (also Positiv-Narzissmus) und eine ebenso gesundeBremse gegen wilden, unsinnigen Aktionismus und eine gewisse Lockerheit als Schutz vor Verbissenheit und Fanatismus (also eine positive, natürliche Gelassenheit) entwickeln können.
        Für diese Lebensaufgabe – auch wenn ich selbst schon im „Dritten Abschnitt“ bin,
        würde es mich sehr freuen, wenn mir jemand Anregungen geben kann.

    • Hallo Heiner,
      ich habe mit grüßem Interesse deinen Bericht gelesen,
      habe mich vor kurzem von einem Nazissten getrennt nach einer anstregenden und belastenden Beziehung und einer noch schmerzvolleren Trennungsphase.
      Kann ich davon ausgehen, wenn der Narzisst sagt: „nie wieder mit dieser
      Person!“, dass er mich für immer in Ruhe lassen wird?

    • Gertraud sagt:

      Lieber Heiner,
      Danke für die guten und umsetzbaren Tipps.
      Was mich besonders berührt hat, ist Deine Feststellung, dass es die wirklich echte Liebe war,die in Dir den Willen zur Veränderung geweckt hat.
      Dass Menschen mit ausgeprägtemNarzissmus sich nicht wirklich ändern können, halte ich für eine ziemlich gefährliche „Botschaft“.
      Viele von uns leiden doch selbst unter der Erkenntnis, immer wieder anderen Schaden und Leid zuzufügen, scheinbar gar nicht anders zu können.
      Dein Beitrag zeigt, DASS wir sehr wohl an uns arbeiten können, dasses aber unmöglich ist, am Narzissmus von irgendwem außer unserem eigenen zu arbeiten, und dass wir, sobald wir das erkannt haben, durchaus auch von Erfahrungen anderer profitieren können.
      Herzliche Grüße
      Gertraud

    • Susanne Fiebig sagt:

      Hallo habe deinen beitrag gelesen… und bin doch ein stück erleichtert … mein lebensgefährte ist einnarzisst…. ich verliere nach 5 jahren langsam alle kräfte ich liebe ihn wirklich sehr aber ich weis nicht mehr wie ich unsere Familie reten kann. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen…

    • Anke Labrador sagt:

      hallo,
      ein narzisstischer erfolgreicher Ehemann hat sich von mir getrennt, manipuliert und lügt… schneidet mich ab von Freunden und Familie, hat Affäre oder Beziehung mit meiner ,Freundin‘ begonnen,diese tat weiterhin so als wäre sie meine Freundin, alles aufgeflogen! Ich liebe nicht mehr, vertraue nicht mehr, Wut und Hass verraucht, habe 2 Kinder, bin finanziell abhängig, würde gerne einfach abhauen- kann nicht Kinder (12 u. 15), wie verhalte ich mich! ? habe einfach alle Kontakte abgebrochen und lasse alles über Anwalt regeln! wie entgehe ich der Kontrolle Manipulation und Lüge!???Bin nicht dumm aber zu mitfühlend!

    • Jeany sagt:

      Hallo,
      Zuerst mal meinen tiefen Respekt,vor dieser Selbsterkenntnis !!
      Es macht Hoffnung…
      Ich lebe selbst seit 3 Jahren mit einem narzissten zusammen und würde mir wünschen das er dies selbst erkennt.allerdings weiß ich nicht mehr was ich diesbezüglich noch machen kann…wie sind sie soweit gekommen? Kann solch eine Beziehung überhaupt funktionieren? Ich würde mich freuen von ihnen zu hören.
      Liebe grüße
      Jeany

    • Ria sagt:

      Hallo heiner bis jetzt las ich immer nur artikel von narzisstischen opfer nie von einem narzissten selber. Ich habe deinen artikel regelrecht aufgesaugt. Es war so eindrücklich und interessant und unendlich traurig auch die situation mal aus sicht eines narzissten zu lesen. „Meiner“ ist lichtjahre von deiner weisheit und einsicht entfernt. Ich sei die liebe seines lebens aber natürlich gibt es noch zig andere frauen in seinem leben. Ich lebe quasi in einem harem und bin seine „hauptfrau“ er verbringt ferien wochenende feiertage alles mit mir und soweit er für sich eben “ lieben“ kann bin ich schon „seine liebe“ aber er ist ein narzisst durch und durch ohne einsicht oder ohne nur anzeichen von irgend einer möglichkeit sich ändern zu wollen. Er ist für mich die liebe meines lebens und versuche mich nun schon seit jahren zu “ entlieben“ genauer seit 4 jahren wo i das ganze realisiert habe. Zuvor hatte ich die schönsten und besten jahre meines lebens 4 jahre lang war ich die glücklichste frau umso schlimmer der fall auf den boden als ich erfuhr wieviele frauen es neben mir gibt und mit diesem hammerschlag kam alles andere vom narzissmus zu tragen. Hast du einen rat wie ich mich entlieben kann weil ich bin so ziemlich am ende meiner kräfte bin und habe die hoffnung auf eine veränderung aufgegeben. Vielen herzlichen dank ria

    • lili sagt:

      was passiert wenn der narzisst sich zum ersten Mal selber spürt aber dann wieder ins alte Muster verfällt kann es immer wieder passieren dass er sich selber spürt und wieder in eine Depression fällt oder ist dies eine einmalige Sache

    • Susanne sagt:

      Dieser Bericht hat mir sehr geholfen. Mein Narzisst ist wie ein Raubtier. Ich sehe es an seinem Raubtierblick, wie er andere taxiert und einordnet. Wie er Urteile zu seinen Gunsten fällt. Wie er jede psychische Schwäche auf die Goldwaage legt und darüber sinniert, wie er sie zu seinem Nutzen gebrauchen kann. Ich bin stark und lasse mich nicht unterkriegen. Seine Vorwürfe und Beleidigungen treffen mich nicht mehr. Seine Wut, sein Zorn, seine ständigen Stimmungsschwankungen erreichen mich nur noch, wenn mein Sohn betroffen ist. Das weiß er. Darum geht er auch mit Nachdruck und üblen Verleumdungen das Kind (11) an. Er sucht Konflikte, wo ich keine sehe und sein Größenwahn ist unermesslich. Er tut mir leid, aber ich mir mehr und dulde nicht, dass mein Kind fertig gemacht wird. Einsicht? Wenn es die gibt, dann nur in ganz seltenen Momenten. Was du tust finde ich toll. Es zeugt von großer Stärke zu seinen Schwächen zu stehen. Ich wünsche dir viel Kraft und Mut es weiter zu versuchen. Am Anfang eines jeden Weges steht immer eine Einsicht. Übrigens bei jedem Menschen.

  5. Sofia sagt:

    Als Tochter und wohl auch Schwester eines Narzissten habe ich voller Angst entdeckt, daß ich wohl auch Borderline narzisstisch bin oder sein könnte. Ich habe generelle Tendenzen, andere nieder zu machen, neidisch zu sein, anderen ihr Glück nicht zu gönnen und denke meistens, daß ich im Recht bin. Ich bin eine Perfektionistin, ‚Overachiever‘, alles was ich anpacke, funktioniert, aber immer zu einem hohen, emotionalen Preis. Ich werde von außen als großzügig, hilfreich und begabt gesehen, bin aber insgeheim geizig, ungerecht und immer unsicher, daß ich nicht gut genug bin. Ich habe große Angst, daß mein Narzissmus meinem Sohn Schaden zufügen wird und, daß meine übergroße Liebe für ihn nur darauf aufgebaut ist, daß er mich dann ja zurücklieben muß. Diese Seite habe ich aufgerufen, um über meinen Vater zu lernen, habe meinen Bruder erkannt und stelle viele meiner Persönlichkeitszüge nun in Frage. Ich denke, Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, weshalb ich mich selbst nur als Narzissmus-gefährdet bezeichne, denn ich habe ja immer Selbstzweifel und bin bereit, meine Verhaltensweisen zu erkennen und zu ändern. Trotzdem besteht die Gefahr weiterhin, daß ich Menschen vor den Kopf stoße, alles besser weiß und meinem Sohn nicht genug Freiheit lasse, sich selbst unabhängig und gesund zu entwickeln.
    Danke für alle Eure Kommentare. Ich bin in der glücklichen Situation, einen sehr liebevollen Ehemann zu haben, der bereit ist, mit mir gemeinsam an meinen persönlichen Problemen zu arbeiten. Das Leben hat mir den ‚Richtigen‘ gesandt, jetzt muß ich noch meine Arbeit tun, um ihm das zu geben, was ihn glücklich macht. Ich muß mich zwingen, ihm zuzuhören, wenn er von sich spricht. ist das nicht schrecklich???? Ich ertappe mich dabei, bei jeder Gelegenheit das Gespräch seiner z.B. Beruflichen Probleme mit Beispielen aus meiner beruflichen Vergangenheit zu kommentieren….Auch wenn Narzissten nichts dafür können, man kann sehr wohl erkennen, wie man selbst ist und muß der unangenehmen und schmerzhaften Wahrheit ins Gesicht sehen und daran arbeiten. Leer fühle ich mich meist, habe Angst, allein zu sein, abgelehnt zu werden, nicht eingeschlossen zu sein, muß immer ‚meinen Senf dazugeben‘, kann nie nur zuschauen…. Es ist wahrhaft Zeit, mich von meinem Vater und Bruder zu trennen und ein besserer Mensch zu werden, um meine eigene kleine Familie vor mir selber zu schützen und eine Zukunft zu geben. Viel Glück Euch Opfern von Narzissten, aber auch viel Kraft denjenigen, die sich auf dieser Seite selbst erkennen und aus dem Teufelskreis raus wollen.

  6. Petra Schwandtke sagt:

    Auch ich habe die Erfahrung mit so einem Menschen gemacht. Stunden 4,5 Agressiv Berbal Angriffe.Manipulieren auf übelste Art. Nie bin ich gut genug .Abwertung ,Kretik .Übels schlecht reden oder dritte Personen haben schlecht über mich gerettet.Nur ein Beispiel: Mein Schatz bleib liegen ,zu anderen sagt er ,da bleibt die liegen und lässt mich allein zum Bahnhof fahren.Hinterhältig.Alle Personen,meine Kinder ,Freunde wollte er von mir trennen.Sollte mit niemandem reden.In der Öffendlichkeit hat er mich laustark angegriffen vor allem in der Bar o.Kneipe hat er mich nieder gemacht.Bin dann jedesmal abgehauen .Geheult obwohl ich eigentlich stark bin.Aber dann habe ich es emotional an mich gelassen.Bin immer mehr in mich .Habe nicht mehr mit geredet.Ich war leer.Er sagte :Den Feind vernichten.Angriff ist die beste Verdeitigung.Das macht er immer so,so kommt er an sein Ziel.Er sagte zu mir.Ohne Aufforderrung zu wissen was der andere will,braucht,denkt ,fühlt.Er Arsch:ist Seelsorger bei der Telefonseelsorge.Das müsst ihr euch mal vorstellen.Seit Dezember ist es entgültig Schluss. Nach 1000 mal Trennung senerseits habe ich das Ende dieses
    Mal angenommen.Damit kann er garnicht umgehen .Sms:Ich denk an dich an unsere Zeit.Will dich nicht verletzten.Lass uns anständig miteinander umgehen.5Jahre waren wir ein paar.Ich fragte ihn :Warum suchst du dir keine Frau die so tickt wie du.? Seine Antwort,nee da muss ich mich wieder am Anfang verstellen und das ist harte Arbeit.Er spürt genau wie er tickt.Er macht es bewusst .Nur kann er nicht anders.Am Anfang ist es sehr schön.Auch heute. noch zeigt er liebe Seiten.Aber wenn die Waage nicht ausgeschlichen ist.Muss ich gehen.Das tut weh .Mitt 58Jahren gehe ich einen anderen Weg.Ich vermisse ihn immer noch.Ich habe 5Jahre alle Sms festgehalten und seine verbalen Angriffe auf ein Ticktiergerät aufgenommen.Wenn es eine Straftat wäre .Ich würde ihn sofort anzeigen.Ich kann aber den Spieß umdrehen.Ich nenne das ganze:Storken und Mopping.Das wiederum ist strafbar.Das letzte was er
    mir schrieb.Durch mich hat er gelernt den Menchen dort zu lassen wo er ist.Er kann den Mensch nicht ändern und schon garnicht wenn die Einsicht fehlt.Ich habe meine Wohung und verdiene meine Brötchen selbst.Ich lasse mich nicht verbiegen.An alle ,Ich wünsche euch viel Kraft :Ganz liebe Grüße.

  7. Sternenseglerin sagt:

    Guten Abend Herr Grüttefien,

    vielen Dank für diese für mich äußerst wirkungsvolle und hilfreiche Seite und Erklärung der Zusammenhänge.
    Es war wie ein Aufwachen und genau das, was ich insgeheim bei jedem meiner bisherigen Besuche verschiedener Coachs und Psychologen gesucht habe: Erklärungen um zu verstehen und daraus für mich wieder neue Wege und Lösungen finden zu können.

    Der Nachteil dieser Seite war/ ist für mich, dass ich zunächst plötzlich überall „Narzissten“ sah/ sehe, einschließlich mir und es mich verunsichert bzw. in einen Gewissenskonflikt bringt, wenn ich merke, das ich jemand anderen manipuliere (Ist das gut? Darf ich das? Ist es in dieser Situation richtig?).
    Ich habe mich in der Kombination Komplementärnarzisst auf dem Weg zur reifen Persönlichkeit zusammenlebend mit „erfolglosen“ narzissitschen Ehemann, narzisstischer (Schwieger-)Mutter und Kind (das alle unseren „narzisstischen Strömungen“ vereint?) wiedergefunden.
    Bezüglich meines Ehemannes kam mir ein Vergleich mit dem Christian Grey aus „Shades of Grey“ in den Sinn. Er brauchte die körperliche Distanz, um Nähe zulassen zu können. Mein Mann braucht scheinbar eine seelische Distanz, um Liebe und Harmonie aushalten zu können…
    Es fällt mir (noch) schwer dieses einzusehen und aushalten zu können, da es so ziemlich genau das ist, was ich mir NICHT als Beziehung vorgestellt habe bzw. was ich auch unserem Kind NICHT bieten wollte. (Mein Wunsch war vielmehr eine PARTNERSCHAFT und innere Verbundenheit mit meinem Mann und harmonische Familie mit allen).
    Auch wenn ich schon vor längerer Zeit damit begonnen habe, mich selbst kennenzulernen und meine Emotionen und Gefühle verstehen zu lernen (meist mit verblüffenden Einsichten und Veränderung meiner Glaubenssätze), werde ich doch immer wieder von Zweifeln geplagt, ob ein Zusammenleben mit allen richtig ist oder ob ich nicht besser mit Kind ausziehen sollte, um uns beide zu „schützen“.
    Ich spüre, das ich (noch) Angst vor dieser/ meiner Lebensaufgabe habe, die Führung für uns zu übernehmen oder wie Sie es nennen „das Zepter in die Hand“ zu nehmen, Angst davor vom Partner alleingelassen zu sein und alle Alltagsentscheidungen (erstmal) alleine treffen und verantworten zu müssen. Paradoxerweise müsste ich dies im Falle einer Trennung ja auch. Der Gedanke daran macht mir jedoch weit weniger Angst …?!
    Andererseits glaube ich daran, das man nur richtig lieben kann (sich lieben kann und dann entsprechend auch andere), wenn man es schafft wirklich mit sich allein sein zu können.
    Aber dieses wird wohl noch ein schmerzvoller Weg, an dessen Ende erst (hoffentlich) die innere und äußere Unabhängigkeit steht (nämlich durch die momentane Nicht-Liebe bzw. das momentane Gefühl des Getrenntseins vom anderen nicht mehr verletzt zu werden)….

    Nochmals herzlichen Dank für Ihre Seite!!!!

    • Liebe Sternenseglerin,
      Sie sollten sich bezüglich des eigenen narzisstischen Anteils nicht zu viele Gedanken machen. Ein gewissen Grad an Narzissmus braucht jeder. Und seine eigenen Rechte durchsetzen und die eigenen Meinung zu behaupten gehört zu einem eigenständigen Leben dazu. Dazu können auch schon mal leichte Manipulationen hilfreich sein. Aber die Grenze zwischen der Geltungmachung der eigenen Ansprüche und die Verletzung fremder Rechte ist nicht immer klar zu ziehen. Im Fall eines Narzissten wird die Manipulation aber immer aus egoistischen Gründen betrieben und zum Schaden des anderen.
      Ich wünsche IHnen auf Ihren Weg zu sich selbst alles Gute !

  8. querplop sagt:

    Ich lese hier viele Kommentare; und die meisten sind sehr einseitig.

    Ich selbst lasse mich gerade von einer Narzisstin scheiden. Und mir wurde 10 jahre übelst mitgespielt.

    Aber ich muss zugeben, ich bin ebenso narzisstisch gewesen. Erst durch eine Therapie habe ich den Kern überwunden.
    Es sind eigentlich IMMER beide.

    Am Anfang unsere Beziehung vor 15 Jahren war ICH der progressive Narzisst; inzwischen ist sie es eher. Aber die Eigenschaften vermischen sich.

    Meine Frau hat sich in 8 Jahren so an die 10 mal getrennt; mich jedesmal bei der Trennung komplett abgewertet und ich hab mich dann aus panik um kopf und kragen geredet (das wird gern als „einreden“ wahrgenommen von Frauen – ist aber nur manifestierte Verlustangst).

    Meine Frau hingegen hat den Sprung leider nicht geschafft und sich getrennt. Sie gibt mir keine Erklärung ab, redet nichts mit mir; ich weiss nichtmal genau warum. Sie geht immer auf Kontaktabbruch.
    Sie stellt sich ebenso nicht den Auseinandersetzungen.

    und diese flucht IST Manipulation. Erwachsene menschen reden sich aus, nehmen den anderen wahr.

    Aus ihrer Sicht war ich der „böse verfolger“ der sie manipulieren wollte. Dabei wollte ich nur nahe sein (das habe ich auch so kommuniziert).
    und nachdem ich es verstanden hatte und das nicht mehr tue – beschwert sie sich wenn ICH mal auf flucht gehe (habs probiert, sehr kurios).

    Im Unterschied zu den meisten hier, denke ich dass beide gleichermassen Opfer und Täter sind. Und jede Dame und jeder Herr der sich alleine als Opfer sieht liegt wohl falsch. Das System haben beide erschaffen.

    mein Problem ist nur – ich habs gecheckt, bin in Scheidung, will ihr nix böses. und sie will mir die kinder wegnehmen. sieht aber nur ihre seite.
    d.h. jeder fehler wird mir vorgeworfen. Ich sehe ihre genauso, aber wenn ich es ihr vorwerfe ist es wieder narzisstisch.

    auf jeden fall möchte ich mal klarstellen: schweigen ist missbrauch. und das ist extrem narzisstisch. nicht das viel reden, sondern das schweigen. denn wenn du nie weisst woran du bist beim anderen, dann macht dich das wahnsinnig

    • Klam sagt:

      Wenn man Jahrzehnte lang nur Einschläge hat hinnehmen müssen. Das egal wie man auf den Missbrauch graviert hat und ich habe Alles versucht, jede Strategie war falsch, bleibt nur noch Schweigen, man hat keine Worte mehr. Irgendwann muss man Selbstschutz betreiben sonst geht man vor die Hunde.

  9. brigitte0809 sagt:

    Ein gutes Gefühl zu sehen, dass man nicht alleine ist. Hier einmal ein paar Worte dazu, warum ich glaube, dass ich in letzter Instanz bei einem schweren Narzissten gelandet bin. Vielleicht gibts auch bei Euch „Vorgeschichten“, die euch helfen das Warum zu verstehen. War gerade zwanzig Jahre verheiratet 2 Töchter damals 16 und 21. Ja was soll ich sagen, lebte in meiner Ehe schon einige Jahre frustriert. Die Kinder waren fast draussen und ich stellte fest, dass ich wenig Gemeinsamkeiten hatte mit meinem Mann. Meine Hobbies interessierten ihn nicht, er hatte kaum welche und vor allem neigte er dazu übermäßig Alkohol zu trinken, allerdings ohne gewaltätig zu sein, nur immer wieder peinlich und für mich halt nicht lustig, für die anderen oftmals schon. Irgendwann habe ich auch festgestellt, dass wir intellektuell nicht zusammenpassten. Wir hatten wenig Themen außer die Kinder und den Alltag, über die wir uns unterhalten konnten, eigentlich überhaupt keine. Er war sonst ein guter Mann, der mich, glaube ich wirklich gern gehabt hat, der aber über Gefühle nicht sprechen konnte und ein sehr passiver Mensch war. Ich war diejenige die alles „im Griff“ gehabt hat, auch irgendwie alles an sich gerissen hat und ihn gar nicht „aufkommen“ ließ. Das hat sich mit der Zeit alles aufgestaut, ich habe mir 115 kg raufgefuttert, das war schon immer meine Frustbewältigungsstrategie. Er war ebenfalls frustriert und am Ende fehlte jeder Respekt und wir haben uns verbal gegenseitig niedergemacht, wobei ich hier mit Worten besser war und ihn damit noch mehr verletzt habe.
    Zusätzlich kämpfte ich seit meiner Jugendzeit mit schlimmen Selbstbewusststeinsproblemen nicht zuletzt, wie ich heute weiß, aufgrund eines narzisstischen Vaters und einer Komplementärnarzisstin, oder sogar richtigen Narzisstin von Mutter. Ständige Streitereien zu Hause, Alkoholismus des Vaters. Sexuelle Belästigung meinerseits durch den Vater, seltsame Verhaltensweisen der Mutter (wir wurden eingesperrt und durften nur zur Schule die Wohnung in Wien verlassen, keine Freunde, nichtmal beim Fenster runterschauen war erlaubt u.v.m. Es würde zu weit führen alles zu erklären, meine drei Geschwister haben übrigens auch alle Probleme verschiedenster Art, großer Bruder auch Narzisst in abgeschwächter Form, glaube ich, kleiner Bruder Selbstmordversuch, spielsüchtig gewesen, kleine Schwester, Entzug der Kinder durchs Jugendamt wegen Vernachlässigung etc.).Zusätzlich hatte ich, bis heute übrigens, mit starker Akne zu kämpfen und wurde auch in der Schule als Außenseiterin gesehen. Irgendwann in der späteren Schulzeit habe ich mir ein starkes Mundwerk zugelegt und nach außen die Coole gemimt, was mir mit der Zeit doch einigen Respekt und die eine oder andere Freundschaft eingebracht hat.(Dies ist übrigens bis heute so, wirke nach außen Selbstbewusst mit lockerem Mundwerk (nicht verletzend, eher humorvoll würde ich sagen.) Mein Selbstbewusstsein war aber deswegen noch nicht gestiegen und ich war dankbar für jede Aufmerksamkeit, die mir vor allem von Jungs zuteil wurde. In meiner Teenagerzeit hatte ich in der einzigen Zeit des Jahres, wo wir ein wenig „Freiheit“ genießen konnten, nämlich bei der Großmutter am Land in den Ferien, jeden Augenblick einen anderen Jungen in den ich verliebt war, vermutlich weil derjenige gerade in irgendeiner Form mir ein wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat. Als ich schon älter war so um 16 herum hatte ich, wenn der Kontakt zu Jungs enger zu werden begann größte Hemmungen aufgrund meiner Selbstbewusstseinsprobleme. Und in mir hat sich auch manifestiert, dass ich den Mann, den ich mir wünsche sowieso nie bekommen werde und habe dadurch in der Wahl meines ersten Freundes und dann in der Folge meines Mannes, mich für diese entschieden,weil sie mir halt ein wenig Aufmerksamkeit mehr geschenkt haben als andere. Ich habe nicht darauf geachtet, ob derjenige auch wirklich zu mir passt, sondern war froh sozusagen jemanden zu haben. Das hat sich später sowohl bei meinem ersten Freund als auch bei meinem Mann irgendwie gerächt. Der erste Freund hat mich ausgenützt (war vielleicht auch schon ein Narzisst), habe in ein Haus finanziell nicht unerheblich investiert, das ihm gehört hat, mitgeholfen beim Bau etc. etc., habe nie wieder was davon gesehen, als es vorbei war. Vorbei war es allerdings, weil ich meinen Mann kennengelernt habe und extremer Frust aus dieser Vorbeziehung bereits vorhanden war,mein Mann nett und voller Aufmerksamkeit für mich und schon war ich gefangen. Es ging 15 Jahre gut, die letzten fünf Jahre waren nicht mehr so toll,aber zwei tolle Töchter!! Und wichtig ich bereue es NICHT! Allerdings wieder Frust und dann kam er, der Narzisst, wie er im Bilderbuch steht, sozusagen. Ich hab ihn vor 8 Jahren kennengelernt seit 7 Jahren sind wir zusammen. Er war damals 60 ich 47. Ein offenbar gebildeter Mann, Lehrer (für Schwererziehbare), hatte scheinbar unheimlich viel zu erzählen, aus seinem Leben, was er alles gemacht hat neben seinem Beruf, nebenbei Reisen in die ganze Welt, tolles Auto, Cabrio, gut situiert und dreimal verheiratet von den Frauen aber sowas von enttäuscht und alles ohne eigenes Verschulden.Der Arme, sofort kam die „Samariterin“ in mir zum Vorschein und unterbewusst der Gedanke, ich werde jetzt diejenige sein, die dich all diese Enttäuschungen vergessen lässt, weil ich werde alles für dich tun, so, oder so ähnlich muss sich mein Unterbewusstsein hier schon verhalten haben. Er war derzeit lose situiert ohne emotionale Bindung an diese Frau, eigentlich alleine. So seine Worte. Ich war vom ersten Tag an hin und weg, bin an seinen Lippen gehangen und das beste er fand mich gut. Ein Mann, wie ich ihn mir schon immer erträumt hatte, einer von denen, wo ich immer geglaubt habe, so einen bekomme ich niemals. Äußerlich auch dem entsprechend was ich mir vorstellte, wilder Typ (längere Haare, tätowiert), rauhe Schale weicher Kern, das war es was ich wollte. Ich habe damals fast 30 kg abgenommen, fühlte mich total attraktiv, nicht zuletzt, weil er es mir bestätigt hatte. Er wollte mich auf Händen tragen, wir seien füreinander bestimmt etc. etc. Es kam was kommen musste, ich verließ meinen Mann und zog zu ihm. Schon zu Beginn gab es Dinge die mir unangenehm auffielen. Er konnte aus dem Nichts heraus von 0 auf 100 sein ganz extrem, damals aber noch nicht mir gegenüber. Er hat seine Bekannte, von der er mir erzählt hat lange im Unklaren gelassen und mich lange vertröstet, als ich von ihm eine Klärung gegenüber seiner „Bekannten“ verlangte. etc. etc. Jedenfalls hatte ich ca. 3 Jahre eine tolle Zeit. Wir verreisten 3-4 Mal ihm Jahr (er hat das meiste dazu gesponstert). Die immer wieder auftretenden Seltsamkeiten wischte ich weg,weil ich es nicht wahrhaben wollte. Bis es anfing,dass ich ihn immer weniger interessierte, bis ich merkte, dass meine Angelegenheiten ihn nicht wirklich interessierten (meine Kinder z.B.,meine Kinder haben übrigens gleich bei der ersten Begegnung gewusst, dass mit ihm was nicht stimmt und mögen ihn bis heute nicht, wie weise sie doch sind), und bis ich dann vor 4 Jahren zum ersten Mal auf Narzissmus gestoßen bin und erkannt habe, das ist es. Alles was ich gelesen hatte, hätte meinen Partner betreffen können, teilweise Wort für Wort. Ja der Rest hat sich, und spielt sich immer noch, so ab, wie auf dieser Homepage und in den Kommentaren zu lesen. Ich bin noch bei ihm, doch mittlerweile hat sich viel geändert. Ich habe inzwischen eine eigene Wohnung und er ist schwer krank, was auch nicht förderlich ist, denn als Narzisst kann er gar nicht damit leben, dass er nicht mehr so kann wie er will, vor allem nicht mehr reisen, und er ist in seiner Krankheit mittlerweile unerträglich. Trotzdem fällt es mir schwer ihn gerade jetzt zu verlassen. Ich glaube aber ich werde müssen, denn es schlägt sich auch auf meine Gesundheit bereits nieder (Schlaflosigkeit, totale Verspannungen, wieder enorm zugenommen Frustesserin etc. etc. etc.).Was mir komischerweise noch einfällt. Er hat ganz zu Beginn einmal zu mir gesagt, er gelte im Allgemienen als manipulativ, ich glaube heute, dass er mich aus irgendeinem Grund heraus instinktiv vor ihm selbst warnen wollte, zu einem Zeitpunkt wo für ihn noch nicht feststand, das wir zusammenkommen könnten. Er hat ja gewusst, dass ich verheiratet bin und gemeint er sei nicht auf der Suche. Auch seine spätere Aussage, als ich ihn fragte, warum er sich auf mich eingelassen hat, er hätte sich letzlich sehr geschmeichelt gefühlt, weil ich nicht locker ließ, lässt mich heute den Narzissten erkennen. Ja, ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt. Wie lange es noch dauern wird weiß ich nicht, ich würde gerne weg…..PS Ich bin die Komplementärnarzisstin, ist übrigens eine Erkenntnis, die ich auch gewonnen habe. Jetzt muss ich was damit anfangen, was? Ich weiß es noch nicht.

    • Sonnenschein sagt:

      Liebe Brigitte und Alle Betroffenen.
      Ich habe vor 2,5 Jahren einen Narzissten geheiratet. Meine Alarmglocken gingen eigentlich sofort nach unserer ersten Begegnung an. Er ließ nicht locker, umgarnte mich, und das ganze andere Programm, bis ich mich doch letztendlich so geschmeichelt und geehrt fühlte und ich verloren hatte. Wie dem so ist, alles aufgegeben, mit Kind und Kegel zu ihm gezogen, im Betrieb mitgearbeitet, mich aufgeopfert….. natürlich war ich seine große Liebe bla bla bla. Nach der Hochzeit ging es eigentlich relativ schnell, zwei Monate später mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, zufällig durch eine Scheibe geflogen…… wie es später hieß und ich auch sagen mußte, was sollen denn die Leute denken ! Ich zog in eine Ferienwohnung, damals zeigte er sich noch reumütig und meinte dies wäre nur passiert weil er so eifersüchtig sei, mich so liebe ….. heute sehe ich es einfach als so wenn er nicht die Kontrolle hat wird er fiese. Ach dann folgten zwei Jahre volles Programm von euphorischer Liebe über totale Ignoranz und Machtgetue.
      Im Januar habe ich es endlich geschafft zu gehen, ( ehrlich gesagt auch weil wieder mal die Staatsanwaltschaft sich eingeschaltet hatte ) leider nicht allzu weit weg, seitdem darf ich nicht mehr in seinen Betrieb, werde nicht mehr gegrüßt, gehöre nicht mehr dazu. ( Ich muß dazu sagen, das ich leider ab und an noch hinmuß, da ich dort etwas eingebracht habe, was ich von heute auf morgen nicht wegbekomme.)
      Ja, ich existiere gar nicht mehr.
      Ab und an bekomme ich dann böse emails wie ich mich zu verhalten habe, das ich meine letzten Chancen verspiele……
      Am Anfang war es sehr schwer zu begreifen, und auch jetzt will es noch nicht so 100 % in mein Gehirn rein, das es tatsächlich Menschen gibt, die innen TOT sind. Ich habe ihm letztens ein paar Fragen zu seiner Innenwelt gestellt, die er mir auch sehr zuvorkommend beantwortet hat. “ ER SPÜRT NUR ETWAS WENN ER EXTREME DINGE TUT. “ Ich fragte ihn , was spürst Du wenn wir intim sind ( was ab und an noch vorkommt ) Antwort: Nur SCHÖN “ kein Wort von Gefühl “ Ich frage : Gibt es Dir Energie ? ER ja, mehr braucht er eigentlich nicht von mir, nur Zuwendung und Wärme. ( Ich weiß das er das als KInd nie hatte.) Ich sagte: Ich weiß das Du mich wieder links liegenläßt wenn dein Akku wieder Voll ist, aber diesmal ( war letzte Woche ) lade ich meinen mit auf.
      Darauf war er nicht vorbereitet, das ich fröhlich nach Hause ging. Dann kamen zwar noch ein paar blöde mails, aber ich habe sie ignoriert. Bin mit einem Freund essen gegangen, habe gelacht, mit den Kindern und Freundin was unternommen, und zufrieden ins Bett.
      Ich merke so nach und nach, das es so viele nette andere Menschen gibt mit denen man REDEN kann.
      Ich jedenfalls drehe mal den Spieß um solange ich noch Kontakt haben muß, es läuft doch immer nach dem selben Muster…… reagiert doch mal ganz anders wie er es geplant hat, wie man sonst reagiert hat, statt traurig werden lachen etc. damit kann er nichts anfangen ! Und man schützt sich ein wenig selber.
      Alles Gute Euch

  10. Lagainst sagt:

    Auch, wenn der obige Text im Zeitalter der Schnelllebigkeit „alt“ ist, möchte ich all den hier geschriebenen Kommentaren danken, genauso, wie die Texte auf dieser Webseite. Ich weiß um die Problematik mit Narzissten, aber hier werden wirklich so gut all die Umstände und Gefühle bei den „Empfängern“ beschrieben, dass mir teilweise die Tränen kamen, so genau treffen die Worte die Realität. Ich bin auch durch einen Menschen mit N-Persönlichkeit soweit gekommen, dass ich noch immer in einer Therapie bin. Es tut gut, auch mal zu lesen, dass man es schaffen kann. Bei dem Punkt des Verstehens und des Vergebens muss ich noch sehr an mir arbeiten, aber ich habe dazu (leider) reichlich Gelegenheit.
    Also, nochmal vielen Dank an all die guten und hilfreichen Kommentare zu den wirklich guten Texten auf dieser Webseite!

    • Lagainst sagt:

      Ach sorry, ich meinte mit altem Text den ersten, der unten ganz am Ende vor der Kommentarmöglichkeit steht. Deshalb auch“obiger Text“ 🙂 Natürlich nicht die aktuellen Kommentare!

  11. Susanne sagt:

    Ich bin sehr froh, diese Seiten gefunden zu haben. Bei mir ist es meine Mutter. Nachdem ich hier einiges durchgelesen habe, wird mir endlich klar, was in meiner Kindheit schief gelaufen ist. Ich sei ein „schwieriges“ Kind gewesen bekam ich zu hoeren auf den Vorwurf dass ich bis weit in die Pupertaet immer wieder geschlagen worden bin. Schwierig, na klar. Ich habe eine eigene Persoenlichkeit entwickelt und das war nicht erwuenscht. Es ist ein wenig besser geworden, als ich von zu Hause ausgezogen bin. Als ich fuer meinen Beruf ins Ausland ging habe ich den Abstand auch innerlich vergroessern koennen. Nur, als mein Sohn geboren wurde, machte ich den fatalen Fehler, sie wieder dicht an mich ranzulassen. Nichts ist gut genug, sie will mir vorschreiben wie ich mein Leben zu leben, wie ich mich zu kleiden habe, wie ich mein Kind erziehe. Und, ich sehe wie sie langsam bei meinem Sohn auch anfaengt ihn zu „formen“. Es ist schade aber, wahrscheinlich ist auf lange Sicht nur eine Trennung hilfreich bevor ein weiteres Kind schaden nimmt…

    • Blaue Blume sagt:

      Liebe Susanne, sofort, sobald als möglich und mit minimaler Lautstärke, den Kontakt abbrechen. Sie wird wahrscheinlich, durch Dich, weiterhin Einfluss haben auf Dein Kind, aber so ist das Leben. Es ist für Dich wichtig, Du selbst zu sein; – und Deiner Geschichte nach hast Du das Recht, sie aus Deinem Leben auszuschließen. Auch wenn das nicht automatisch alle Probleme beseitigen kann…: nur in Freiheit wirst Du in Zukunft Verantwortung übernehmen können für das, was Du als Mutter getan und unterlassen hast. Ich wünsche Dir Kraft, und Genesung. Ich habe selber drei Kinder, die jetzt langsam erwachsen werden, eine narzisstische Mutter, und einen narzisstischen Partner, ihren Vater, mit dem ich (bedauerlicherweise) seit 23 Jahren zusammenbin ( das wird sich demnächst ändern, danke, Sven) Du kannst als Mutter eines kleinen Kindes nicht den Überblick haben, das ist einfach zuviel verlangt. Aber schaffe Dir den Freiraum, Du selbst zu sein so weit wie möglich, inclusive Kids. Ich habe „viele Fehler“ gemacht als Mutter, aber die Großmutter auszuklammern /auszuschalten, das war kein Fehler. Alles Gute! keine Gewissensbisse!

    • Katze sagt:

      Auch meine Mutter hat sich ähnlich verhalten, weniger körperlich, aber emotional verletzend. Schwieriges Kind, psychisch gestört, aggressiv, all diese Vorwürfe kenn ich auswendig. Aus dem gleichen Grund wie du, Susanne, weil ich von Klein auf nicht eingesehen habe, zum formbaren Objekt der Erwachsenen zu werden. Weil ich meinen eigenen Weg finden wollte. Ich nahm natürlich in Kauf, dass ich dann die Böse sein würde. Es ist leider sehr viel passiert und ich bin froh und stolz darauf, mich abgekapselt zu haben. Ich musste es tun, um nicht selbst seelisch kaputt zu gehen. In Therapie war ich schon in der Kindheit bzw. bin ich immer noch. Das hilft mir, alles zu verstehen. Ich musste erst Mitte Zwanzig werden, um überhaupt zu begreifen, dass diese enormen Abwertungen nichts mit mir zu tun haben. Ich habe gelernt: Umerziehen kann ich niemanden, ich kann nur mich selbst schützen und mir selbst eine gute Freundin sein, um nicht selbst in so ein Muster zu verfallen.
      Kontaktabbruch ist nie einfach, aber oft die einzige Lösung, um nicht noch mehr zu Schaden zu kommen.

      • fratz von t sagt:

        liebe katze, ich antworte hier zwar auf deinen beitrag, möchte meine frage aber doch ans ganze forum richten: kontaktabbruch zu deiner mutter war möglicherweise der einzige weg um zu dir zu finden. wie aber geht es weiter, wenn ein gegenüber dies tatsächlich zum anlaß nimmt, über sich nachzudenken und an sich zu arbeiten? wenn in diesem falle konkret deine mutter erkennen würde, was sie versäumt und was sie angerichtet hat? würdest du dann den kontakt wieder zulassen? wenn sie dich um verzeihung bitten würde – würdest du die tür komplett geschlossen halten? und wie könnte sie einen weg zu dir gehen?
        ich denke auch, daß kontaktabbruch manchmal die einzige möglichkeit ist. aber wenn der andere sich bewegt und man sich selbst nicht, vergilt man dann nicht gleiches mit gleichem und lädt neue schuld auf sich? ganz abgesehen davon, daß es ja immerhin deine mutter ist, eine unauflösliche verbindung. sie hat sicher bei allem falschen auch was gut gemacht, schon, daß sie dich auf die welt gebracht und vermutlich ja auch jahre um dich gekümmert hat.
        eltern oder partner – es ist eben doch eine andere sache. die eltern kann man nicht tauschen …

  12. Tonya sagt:

    Auch ich möchte mich ganz herzlich für diese klugen und einfühlsamen Seiten bedanken! Als Leidtragende setzte ich mich schon sehr lange mit Persönlichkeitsstörungen auseinander, bin seit ca. vier Jahren in therapeutischer Behandlung, nutze alle Angebote an Informationen, die ich finden kann, um mich aus der „Opferrolle“ heraus weiter zu entwickeln.

    Trotzdem habe ich bisher wenig Literatur gefunden, die mich so erreicht und aufgefangen hat wie die Zeilen auf dieser Website. Es tut unbeschreiblich gut, die eigene Situation in der Schilderung eines anderen wiederzuerkennen und dabei zu verstehen, dass man dem sehr subjektiv empfundenen Elend gegenüber auch einen rationalen Standpunkt einnehmen kann, um aus angemessener Distanz eine ruhige und besonnene Einschätzung der Lage zu gewinnen.

    Bei all dem Verständnis, das ich mittlerweile für mich und meinen narzisstischen Partner entwickelt habe, fällt es mir aber immer noch schwer, eine eindeutige Entscheidung für oder gegen die Beziehung zu fällen. Es scheinen auf sonderbare Weise immer genau gleich viele Argument dafür wie dagegen zu sprechen.

    Vielleicht ist meine persönliche Weiterentwicklung einfach noch nicht weit genug fortgeschritten, um klar erkennen zu können, was mir wirklich wichtig ist oder was ich bereit bin, über mich ergehen zu lassen. Ich empfinde es als große Belastung, dass ich mich nicht nur gegenüber dem emotionalen Missbrauch meines narzisstischen Partners behaupten muss, sondern mir auch die eigene Persönlichkeit dabei im Wege steht, ein erfüllteres und seelisch gesünderes Leben zu führen.

    Allen Leidensgenossen wünsche ich viel Kraft und Energie und ein gesundes Maß an Egoismus.

    • Blaue Blume sagt:

      Es gibt kein gesundes Maß an Egoismus. Solange Du auf diesem Standpunkt beharrst, wirst Du Deinen Narzissten ertragen müssen. Zu meinem goßen Erstaunen habe ich letzthin festgestellt, dass nicht alle Menschen so sind; es gibt viele anständige Menschen, wir müssen „nur“ lernen, sie zu beachten. Egoismus als Chance? i pfui igitt. Geh mir los, dafür habe ich nicht mein Leben lang gekämpft. Gemeinsam sind wir stark. Alleine geht nichts. Alles Gute!

  13. Andrea Sophia sagt:

    Hallo,
    Es ist für mich das erste Mal, dass ich in ein Forum schreibe. Eure Geschichte ist meine.
    Nur macht es komplizierter, dass mein Mann ( lebe seit September 2015 von ihm getrennt Luftlinie 15 m) mich in seine Firma geholt hat. Diese hat er von seinen Eltern übernommen, die in seiner kinderziehung sicherlich viel falsch gemacht haben. Ich habe aber ein gutes Verhltnis zu Ihnen, die Mutter meines Mannes hat mich bei dem Auszug sehr unterstuetzt, sie sagte…. Sonst kriegst du ja nie deine Ruhe.

    Wir sind seit 24 Jahren verheiratet, haben 2 Kinder 23 und 20 Jahre. Wir alle haben viel mitgemacht, ständige alkoholexzesse, so dass wir früher oft flüchten müssten. Insgesamt
    Hat er 1,5 Jahre in alkoholkliniken, psychiatrien oder entwoehnungskliniken verbracht. 1 Jahr hat er sich aus der Firma zurückgezogen und auf Hausmann gemacht, weil er die Wirtschaftskrise, die auch bei extrem zu spüren war, emotional nicht verkraftete.
    Ich bin Gesellschafterin und Geschäftsführerin, so dass ich ihn rechtlich auf Grund der Rückfälle längst haette kündigen können. Im März letzten Jahres, ertrug ich es nicht mehr, dass er seiner „alten sandkastenfreundin“ ( er hatte sie seit ca. 37 Jahren nicht gesehen) übertrieben Geschenke machte und mich belog. Da er aber keine Lust auf die Verwaltung seiner Finanzen hat, konnte ich natürlich immer seine abbuchungen sehen.
    Nach extremen Streiten schlug er mir vor in eine wohnung über unserem Büro zu ziehen,die noch seinen Eltern gehört. Ich habe innerhalb 30 Sekunden zugestimmt, weil sich mir eine Abgrenzung Bot, die er empfahl. Mit meiner Zustimmung hatte er nicht gerechnet. Wir müssten ein halbes Jahr den Schwebezustand aushalten, dann war die Wohnung frei und meine Kinder unterstützen mich enorm, sie zu streichen und Sachen herueberzutrage. Meine Begründung ihm, meiner Familie und allen Freunden gegenueber war, dass ich es so nicht mehr aushalten könne, ihn immer noch lieben wuerde und jetzt einfach mal sehen wollte, wie stark unser fundament ist. Ich wollte mich von ihm trennen, um mit ihm zusammenbleiben zu können. Klingt Paradox, aber er in seinem leben war es immer schon so, dass er eigentlich das, was er fuehlt, nicht kommunizieren kann, sondern im das Gegenteil ausspricht. Ich bin ein absolut verlaesslicher Mensch, der m.E. Viel Empathie besitzt und mein Ziel immer war, ihn zu retten. Jetzt wo meine Kinder selbstständig, sie studieren beide, haben beide 2 Jobs und beide Stipendien bekommen, also tolle persönlichkeiten geworden sind, klare Ziele formulieren können und sehr sozial sind, muss ich sehen, dass all das mein Mann nicht ist. Ich habe es in seinem fall nicht geschafft, ihm soviel liebe und Selbstvertrauen zu geben, dass er sein Leben selbstständig meistert.
    Jetzt, wo ich ausgezogen bin, muss er sich selbst um einen vollen Kühlschrank, seine Wäsche etc. Sorgen. Er hat eigentlich keine Lust dazu. Ich habe nun mein eigenes Konto, was milch sehr beruhigt. Denn immer waren unsere Konten überzogen, weil er ungeachtet des zu Verfügung stehendem seine Kauflust befriedigen müsste. Er hat den Lohn meiner Arbeitskraft von 14 jahren selbststaendigkeit ständig mit verbraten… Aber ich könnte ja froh sein,dass er mich in seine Firma geholt hat.!
    Er ist einer seiner durchgestylten Wohnung sehr einsam und hat sich bei einer Partnervermittlung angemeldet. Er teilte mir mit, dass er nur jemand intelligentes zum Kaffetrinkenbraeuchte.. Er gäbe mir aber Bescheid, wenn die Frau ihm gefiele, sodass ichnische 5 Wochen zeit hätte, um ihn zu kämpfen, bevor er sich mit ihr einlassen würde. Diesen fall haben wir nun… Ab jetzt noch 5 wochen. Ich sagte ihm, dass er mir noch immer sehr viel bedeuten würde und ich liebe für ihne empfände, aber so wie ich bin, bin ich gut und es gäbe nichts zu kämpfen. Die Entscheidung, ob er sich mit Einlässe wuerde und könne ich ihm nicht abnehmen. Die müsste er selbst treffen und auch die Verantwortung dafür tragen. Er möchte mich natürlich in kleiner weise in der Firma
    verlieren. Ich teilte Ihm mit, dass bei einer neuen Beziehung seinerzeit ich auf jeden fall die Wohnung wechseln wuerde, da ich es nicht ertragen könne. Was mit der Firma sei, sehen wir dann noch, ob ein gemeinsames arbeiten möglich ist.
    Es tut mir gut, mich abgrenzen zu können und für mich und meine Gefühle zu kämpfen.
    Ohne die klare Sichtweise meiner Kinder und ihrer liebe zu mir hätte ich diesen Schritt nicht geschafft.
    Tut mir leid für die Menge an Text, aber ich musste das alles loswerden.

    Danke fuers zuhoeren, Macht’s gut

  14. Gerti sagt:

    Hallo,
    ich bin so dankbar auf diese Seite gestoßen zu sein, mir fällt es wie Schuppen von den Augen, ich habe 13 Jahre lang mit einem Narzisten als vemeintlichen Partner gelebt. Mich komplett aufgegeben, klein machen lassen….. oh mein Gott…. alle Eure Geschichten könnten meine sein. Haus gekauft, Schulden gemacht, ihn in Krankheit gepflegt …. immer nur um ihn gekümmert um jetzt vor den Trümmern meines Lebens zu stehen…
    Gerti

  15. Sa sagt:

    Ich habe vor 3 Monaten einen Mann kennengelernt. Er überschüttete mich mit Liebesbekundungen, Geschenken, Anerkennung. Ich habe es genossen. In meinem Leben gibt es nicht so viel Glanz und Anerkennung. Ich habe ihm allerdings gesagt, dass ich nicht offen für eine Partnerschaft bin, die Trennung von meinem Ex zehrt noch an mir und ich habe noch nicht die Ruhe und das Vertrauen dafür. Es war ihm egal, ich war die Liebe seines Lebens, obwohl er verheiratet ist. Innerhalb von 2 Wochen wollte er sich von seiner Frau trennen. Die war total überrumpelt. Mir kam er immer näher, überrumpelte auch mich mit Wünschen, Forderungen. Ich habe manchmal Schuldgefühle, wenn ich Grenzen setze, besonders, wenn der andere mich ja so sehr „liebt“. So wurde ich aber gereizt und setzte doch Grenzen. Dann war ich „unsensibel und kalt“. Bis es ihm „zuviel“ wurde und er Abstand haben wollte. Der Abstand kommt mir ja gerade recht. Dann wollte er ein 2-tägiges Abschiedsritual in einem Hotel, um sich wohlwollend und respektvoll von mir zu verabschieden. Das hat mir richtig Bauchschmerzen gemacht. Viel zu viel, zu vereinahmend. Was wollte er da? Ich schlug ihm einen Tag vor, im Café und spazieren gehen. Das konnte er nicht akzeptieren. Jetzt greift er mich mehr an, behauptet, ich sei eine schlechte Mutter, mein Kind sei so traurig. Kein Wunder bei einer alleinerziehenden überforderten Mutter. Ich habe Angst vor seiner Wut, dass er mich anderen gegenüber schlecht macht. Ich habe ihn auch schon übel über andere Menschen schinmpfen hören, die ich nicht kannte. Ich habe Angst vor Angriffen und Stalking. Ich weiß, er kann mir vielleicht nicht sehr viel tun. Trotzdem habe ich gerade total Angst. Vielleicht kann er doch.

    • CC sagt:

      Liebe Sa,

      Deine Angst ist verständlich, es hilft aber nur eines: Sie zu überwinden. Wenn Du es nicht alleine kannst oder meinst, dass Du es nicht kannst, dann hole Dir Hilfe. Nicht nur hier, auch da draußen gibt es viele Stellen, an die man sich wenden kann. Beratungsstellen der Kommunen oder der Kirchen, Vereine zu Trennung und Scheidung, Hilfen für Frauen…

      Auch „mein“ Narzisst hat sich mich gezielt ausgesucht als alleinerziehende Mutter. Wir bieten so viel Angriffsfläche, weil wir doch ohnehin schon immer Selbstzweifel haben, ob wir unseren Rollen als Mama und Brötchenverdienerin gerecht werden können. Wir sind das personifizierte schlechte Gewissen, das schreit geradezu nach dem Narzissten: „Komm her, ich bin leicht zu manipulieren, Du kannst mir ganz schnell ein schlechtes Gewissen machen!“

      Diese Typen spüren das. Ich kann Dir nur raten: Geh auf Distanz. Du bist ihm NICHTS schuldig. Auch kein Abschiedsritual. Gar nichts. Wenn er versucht, Dir einzureden, dass Du ihm das schuldest, schweig. Das ist seine Sicht. Es muss nicht Deine sein. Wir können schließlich nicht die Überzeugungen anderer ändern. Wenn ein Mensch meint, Deine Kleider seien zu bunt, dann ist das eben seine Meinung. Es muss nicht Deine sein. Wenn einer meint, Du solltest aber wirklich viel mehr Sport machen, dann ist das seine Meinung. Es muss nicht Deine sein. Wenn er meint, er braucht ein Abschiedsritual, dann ist das seine Meinung. Es muss nicht Deine sein. Und Abschiedsrituale gibt es auch ganz stille, für sich.

      Du bist NICHT verantwortlich für SEINE Gefühle. Nur für Deine.

      Ich wünsche Dir viel Kraft und Glück,

      Alles Liebe
      CC

  16. Frau Holle sagt:

    Der Kreis begann mit meiner Geburt – Als 3. Kind von vieren, Tochter eines schizoiden Vaters und einer depressiven Mutter: Im jahrzehntelangen Rosenkrieg der beiden unterstellte mir der Eine alle schlechten Eigenschaften des jeweils Anderen. Ich erbrachte Höchstleistungen in meiner Sehnsucht nach Zuwendung und Nähe, doch die lockenden Trauben rückten immer weiter – ich erreichte sie nie, die Liebe und Anerkennung meiner Eltern …

    Dann Anfang 20 die 10jährige Ehe mit einem manisch-depressiven Narzissten – ich gab, bis nichts mehr übrig war von mir – wollte wirklich gehen, bereitete lautlos alles vor, doch eine Freundin fand mich gerade noch rechtzeitig…

    Die Arbeit begann: anderthalb Jahre ambulante verhaltenstherapeutische Analyse mit einem distinguierten, distanzierten Psychiater. Ich war eine Musterpatientin, die alles dransetzte, den Therapeuten zufriedenzustellen, durchgehend erfolgreich berufstätig – Der Kreis wuchs weiter …

    Es folgen zwei langjährige Partnerschaften mit Männern, die KEINE Narzissten waren – doch ich hatte MEIN GEFÄNGNIS IM KOPF immer bei mir – Gedanken und Verhaltensmuster – mein GEFÜHL wusste es ja nicht besser, mein via Therapie geschulter VERSTAND ahnte nur …

    Verflixt noch mal – ich wollte doch nur ENDLICH angenommen, geliebt werden – UM JEDEN PREIS – doch das Scheitern war vorprogrammiert…

    Vor rund 3 Jahren dann kam ER – Mein Narzisst als schillernde Inkarnation meines Prinztraumes… angelockt und verführt gab ich so viel… wurde krank und traurig … Doch irgendwas war anders: Das Gefängnis in meinem Kopf hatte ein Leck – die ERKENNTNIS, dass ich alle Narzissten dieser Welt nicht ändern konnte – MICH ABER SEHR WOHL…

    Ich stellte mich gezielt und bewusst meiner stets latenten Angst vor dem Alleinsein – der Angst vor Eigenständigkeit und Autarkie. Spielte monatelang Trennung und Alleine leben gedanklich immer wieder durch, las das Buch „Grundformen der Angst“ von Fritz Riemann – saß nächtelang wie gelähmt im Flur auf dem Boden – gellende, erstickende Angst – seltsamerweise die gleiche Angst, wie ich sie als ungefähr 6jähriges Kind erstmalig erinnere…

    Die Entscheidung war dann einfach da – ICH habe IHM gekündigt – nur zwei Tage bin ich ihm zuvor gekommen! Die letzte Nacht vor seinem Auszug diesen Oktober war die Krise, der Show-down – Schüttelfrost, Herzrasen, Übelkeit…

    Doch seit er endlich raus ist: ERLEICHTERUNG ! KEINE Angst, KEINE Panik – einfach nur FRIEDEN …

    Mein Narzisst war MEINE Chance: Einige besonders hässliche Eindrücke habe ich mir bewusst konserviert und rufe sie wie einen Film ab, sobald sich diese melancholische Sehnsucht nach IHM einstellt – ohne zu dämonisieren, ohne Hass, denn dies würde IHM zu viel Raum in meinem Leben gewähren, der ihm nicht zusteht. Autosuggestion als Schutz – ER gleitet immer weiter weg …

    Zum ersten Mal – fast 50jährig – habe ich LUST darauf, nur für mich zu sein – es ist neu, es ist ungewohnt – aufregend – ich bin FREI !!! Musste über unbekanntes zugefrorenes Wasser gehen, Angst davor einzubrechen, zu ertrinken… doch das Wasser unter dem Eis ist nur 2 cm tief… Ich habe MICH wieder …

    Und der Kreis schließt sich…

    Ich DANKE meinen beiden klärenden Narzissten für die Aufgabe, die sie mir hinterlassen haben:
    Nicht mehr zu geben als ich habe – zu lernen, angenommen und gemocht zu werden nur um meiner selbst willen; Zuneigung, Wertschätzung zu empfangen ohne schlechtes Gewissen und den Drang zu einer Gegenleistung … Bei mir selbst fange ich zuerst an: stelle mir vor, ich sei eine große bunte Wundertüte mit ganz vielen unbekannten Schätzen, die ich jetzt alle entdecke – welche Begabungen habe ich, was weiß ich, was kann ich, was mögen andere an mir, was mag ich selbst …. Das fühlt sich sooo gut an … meine treue Freundin Gudi begleitet mich dabei …

    Sagt, was sind EURE Schätze ?

    • Virviane sagt:

      Liebe Frau Holle, danke für diese wunderbaren zeilen, sie untermauern meine Rettung. Vier Jahre lang befand ich mich im Phantasialand, voller Hoffnung, es gäbe dieses von meinem hochgradig narzisstischen Expartner, vielzitierte Band. Wir sind seit über zwei Jahren getrennt, ich hatte meinen vorherigen Lebenspartner seinetwegen nach über 20 Jahren eigentlich schöner Beziehung, kurz vor einer lange geplanten Weltreise verlassen, glaubte wohl an Märchen und den Traum vom mediterranen Leben im Süden Europas. Ich habe die gaze Zeit nie begriffen, warum er mich so gedemütigt hat, betrogen, belogen, wir waren nur 2,5 Jahre “ zusammen“, in denen er mich manipulierte, demütigte, verdrehte, bis ich in der psychomatischen Klinik landete. Ich liebte ihn doch so sehr… udn glaubte die ganze Zeit, auch er würde mich immer noch lieben, den neuen Frauen, ich gab ihnen keine Bedeutung, wir hielten ja die ganze Zeit Kontakt, ich war so eine Art Backup-Frau für seine erotischen Phantasien. Heute weiß ich, dass er mich benutzt hat, mich nie, auch nur eine Sekunde geliebt hat, obgleich er mich anfangs, in der Buhlphase, wie eine Göttin hofierte. Doch er kann nicht lieben, eine bittere Erkenntnis. Es war ein Satz vor ein paar Tagen von einer Therapeutin: „Gestehen Sie sich endlich ein, dass Sie auf einen klassischen Narzissten herein gefallen sind, wie so viele vor Ihnen. Würden all‘ diese Exfrauen Ihres Expartners hier im Raum sein, jede würde immer noch denken, sie sei die einzig Wahre für ihn gewesen“. Das ist das perfide Spiel, dich genau da abzuholen, wo du es brauchst. Dich einzuwickeln, gefügig und willenlos zu machen, gegen die Wand zu werfen und auf dem Asphalt verbluten zu lassen. Ich habe mich total abhängig von ihm gemacht, war nur noch wie paralysiert. ich wollte nicht mehr, aber war nicht mutig genug, das Leben hinter mir zu lassen. Ohne ihn, seine „LIEBE“ wollte ich nicht leben, heute bin ich dankbar, dass mir der Mut fehlte, endlich kann ich wieder anfangen zu leben. ich wünsche mir jemanden, der mich so annimmt wie ich bin. Ich hatte das Gefühl immer falsch zu sein, egal was ich tat, es war verkehrt, doch er gab mir für alles die Schuld, selbst an seinen Seitensprüngen, die sich sogar als Parallelbeziehungen herausstellten. Verrückt, dass es ein intelligenter Mensch nicht schafft, sich aus diesem Sog zu lösen. Kopfmäßig war mir längst alles klar, es hat lange gebraucht, bis ich es auch emotional an mich habe herankommen lassen. Heute bin ich dankbar. Deine Zeilen liebe Frau Holle, bestärken mich noch. Es ist ein gutes Gefühl, dieses zu teilen, nicht allein zu sein, verstanden zu werden. Geben wir den Narzissten keine Macht mehr! Auf die Freiheit… ud auf die echte, lebbare, gesunde Liebe :o)))))

      • Frau Holle sagt:

        Liebe Virviane,

        Du schreibst „eigentlich schöne Beziehung“ vor dem Narzissten. Was hat Dir gefehlt? War’s die Routine? Torschlusspanik? Geheime unausgesprochene Wünsche? Was hat dazu geführt, dass der Narzisst „andocken“, Dich verführen, von Deinem vorherigen langjährigen Partner weglocken konnte? Wie ist diese langjährige Partnerschaft zustande gekommen? Wie bist Du aufgewachsen? Habt Ihr vor der Trennung und dem Wechsel zu dem Narzissten miteinander über Eure Bedürfnisse und Sehnsüchte gesprochen (oder es versucht)? Siehst Du die Möglichkeit, heute mit deinem langjährigen Ex-Partner darüber zu reden? Ich denke, dass in der bedingungslos ehrlichen Beantwortung dieser unserer Fragen der Schlüssel liegt, Herr über uns selbst, nie mehr Spiegel für einen Narzissten zu werden…

    • CC sagt:

      Liebe Frau Holle,

      als ich Deine Geschichte las, dachte ich, ich lese meine. Die Kindheit, der Traumprinz, das „Kündigen“. Auch ich bin fast 50 und versuche genau das: Meine eigenen Schätze zu entdecken und zu bergen. Vor kurzem noch ohnmächtig und hilflos, haben mir diese Seiten viele nützliche Erkenntnismomente geschenkt.

      Erstens: Ich bin nicht allein! Ich bin nicht die Einzige, der so etwas „passiert“!

      Zweitens: Es ist nicht „ohne Grund“ passiert. Es hat eine Vorgeschichte und ich war dadurch das „prädestinierte“ Ziel oder Opfer meines Narzissten.

      Drittens: Ich kann etwas daraus lernen, etwas ändern, etwas FÜR MICH tun. Mich entdecken.

      Auf das Letzte freue ich mich. Ich lasse auch all die schmerzhaften Gefühle und Erinnerungen zu und nehme sie an. Auch meine Sehnsüchte. Wir alle wollen uns geborgen fühlen, und ich danke allen, die auf diesen Seiten schreiben, denn sie helfen einander zu den obigen drei Punkten und damit auch, sich geborgen zu fühlen.

      Ich wünsche Dir und uns allen viel Freude im Entdecken unserer eigenen Schätze, im eigenen Leben.

      Alles Gute

      CC

    • Blaue Blume sagt:

      super Beitrag, ich dachte erst, das sei wieder einer dieser aufgeblasenen jetzt-bin-ich-dran-Artikel, aber gar nicht! also danke! DasAlleinsein ist gar nicht so furchterregend. Das Mittelmässigsein ist eine Riesenerleichterung. Man KANN in seiner Ecke sitzen und glücklich sein, und da ist nix Falsches dran! Man hat keinen Zwang, für jemand anders was repräsentieren zu müssen. Man KANN einfach Mensch sein! Toll!

    • Christine sagt:

      Große Gratulation!!
      Ich wünsche mir.das wären meine Geschichten und meine Prüfungen gewesen.
      Ich bin ähnliche Seelenwege nur ansatzweise gegangen weil ich zu große Angst vor diesen Vernichtungsgefühlen hatte. Und mich zu sehr allein fühlte – ich spürte kein Vertrauen auf Menschen zu treffen die solches Wohlwollen für mich haben könnten,mir in meinem Heilungsprozeß beizustehen. Bin jetzt anfang 60 und fühle mich zu kraftlos meiner Liebe zu mir selbst auf die Spur zu kommen.
      Es ist dennoch sehr schön für mich zu erfahren wie es Dir gelang und gelingt Dich zu finden. Danke

  17. Hubert sagt:

    Weihnachten steht vor der Tür.
    Die Trennung von meiner narzisstischen Frau war im Sommer. Danach wurde ich nur beachtet, wenn ich im Haus etwas helfen konnte. Das habe ich aber auch eingestellt, dann wurde ich als Ar… und Wi… beschimpft.
    Und was kam heute? „Sollen wir Weihnachten zusammen verbringen?“
    Vor ein paar Wochen wäre ich ganz aufgewühlt gewesen, hätte mir Hoffnungen gemacht. Und die Begründung bekam ich gleich mit…
    Wir haben eine gemeinsame, 6jährige Tochter, meine Stieftochter ist 18 und verbringt die Zeit nach Heiligabend mit ihrem leiblichen Vater und danach mit ihrem Freund. Ab dem 1. Weihnachtsfeiertag wäre meine kleine Tochter bei mir gewesen.
    Und meine narzisstische Ex wäre dann… tata… alleine gewesen.
    Jetzt bekomme ich Honig um den Mund geschmiert. Sie sei ja dann alleine. Vorher war ich der Ar… und Wi… Jetzt, so ihre Aussage, wäre es ja schön, wenn wir durch das Zusammensein an Weihnachten wieder zueinander finden könnten. Nicht mit mir. Ich werde an diesen Tagen da sein, aber nur wegen meiner kleinen Tochter. Sie müsste sonst leiden, alleine mit dieser frustrierten, leeren Mutter.

    Und eine Woche später ist Sylvester. Ich würde wetten, dass ich dann meine kleine Tochter nehmen soll, weil sie ja an Weihnachten, also meinem Wochenende, nicht bei mir war. Und meine narzisstische Ex auf eine Sylvesterparty will. Bis jetzt nur eine Vermutung, aber da wage ich bereits jetzt eine Prognose.

    Wenn man einen Narzissten mal erkannt hat und sich, dank dieser Seiten, eine Orientierung verschafft hat, wird es leichter, mit diesen „Menschen“ umzugehen. Man ist besser vorbereitet. Was einer dauerhaften Trennung jedoch nicht vorbeugt. Da bin ich der klaren Meinung: Nur Distanz hilft. Es wird sich nichts ändern!!!

  18. Hubert sagt:

    Hier ein Songtext von Andreas Bourani. Das Lied heißt „Hey“ und der Text hat mich sehr berührt.

    Wenn das Leben grad zu allem schweigt
    dir noch eine Antwort schuldig bleibt
    dir nichts andres zuzurufen scheint als Nein
    Es geht vorbei

    Wenn der Sinn von allem sich nicht zeigt
    sich tarnt bis zur Unkenntlichkeit
    wenn etwas hilft mit Sicherheit, dann Zeit
    Es geht vorbei, es geht vorbei

    Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
    es ist ok wenn du fällst
    auch wenn alles zerbricht
    geht es weiter für dich

    Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
    auch wenn dich gar nichts mehr hält
    du brauchst nur weiter zu geh’n
    komm nicht auf Scherben zum steh’n

    Wenn die Angst dich in die Enge treibt
    es fürs Gegenhalten nicht mehr reicht
    du es einfach grad nicht besser weißt
    dann bleib
    es geht vorbei

    Wenn jeder Tag dem andern gleicht
    und ein Feuer der Gewohnheit weicht
    wenn lieben grade kämpfen heißt
    dann bleib
    es geht vorbei, es geht vorbei

    Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
    es ist ok wenn du fällst
    auch wenn alles zerbricht,
    geht es weiter für dich

    Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
    auch wenn dich gar nichts mehr hält
    du brauchst nur weiter zu geh’n
    du brauchst nur weiter zu geh’n

    • Miriam sagt:

      Hallo Hubert,

      herzlichen Dank für diesen wunderbaren Songtext. Sehr gut! Er beschreibt die Momente, in denen nur noch eines geht: weiteratmen.

      Ich wünsche Dir schöne Tage mit der kleinen Tochter und weiterhin klugen Umgang mit der Ex.

  19. Michaela sagt:

    Hallo,

    ich bin sehr dankbar, auf diese Seite gekommen zu sein!

    Wie könnte es anders sein – natürlich bin auch ich (53) „betroffen“ und war die letzten fünf Jahre mit einem Narzissten (64) zusammen. Wie es halt so ist, habe ich ihm vieles nachgesehen und ihn immer in Schutz genommen, wenn meine Familie mich wieder mal gefragt hatte, warum ich mir das antue, er meint es ja nicht so, er kann ja nichts dafür, er ist halt so usw.

    Dann hatte er im Sommer einen Schlaganfall (einen Herzinfarkt hatte er schon vor meiner Zeit) und ich habe mit Entsetzen festgestellt, dass es mir nicht in erster Linie um sein Befinden (er ist sehr, sehr glimpflich davongekommen) ging, sondern dass mein Gedanke war, wenn wirklich etwas mit ihm ist, dann ist für alles und für jeden gesorgt, nur nicht für mich! Diese „Denke“ war für mich absolut neu.

    Wie auch immer – ich habe dafür gesorgt, dass er zwei Wochen nach dem Krankenhaus dann noch einmal einen Neurologen aufgesucht hat (eigentlich wollte er in Urlaub, aber ich habe gesagt, unter diesen Umständen fahre ich mit ÜBERHAUPT gar nirgends hin, bevor nicht geklärt ist, was das genau war und womit weiterhin zu rechnen ist. Ich kenne niemanden, der bei einem Schlaganfall so glimpflich davongekommen ist, dem der Schlaganfall an sich aber so wenig zu denken gegeben hätte. Jedenfall hat der Neurologe allerhand Untersuchungen veranlasst, unter anderem auch ein MRT, bei dem heruasgekommen ist, dass seit dem Schlaganfall immer wieder Durchblutungsstörungen aufgetreten sind, was darauf schließen ließe, dass bald EIN GROßER Schlaganfall kommt. -> wieder Neurologe, Krankenhaus, Operation Halsschlagader, noch ein zweites Mal zwei Wochen später, Empfehlung für die andere Seite, sonst dann alles gut. Jedenfalls hatte ich inzwischen ein Inserat aufgegeben für eine Wohnung für Wohnung für meine Tochter und für mich 25km weiter weg, weil ich jetzt zumindest mal ausziehen wollte, wieder raus aus der Stadt (ich wohnte zusammen mit meiner Tochter in einer seiner drei Wohnungen „zur Miete“) und wieder „mein eigenes haben.

    Das erste, was nämlich passiert war, ist, dass er mir vor fünf Jahren angeblich „helfen“ wollte – ich hatte 2001 als alleinerziehende Mutter von drei Mädels ein Haus gakauft – , meine Schulden loszuwerden, indem ich Insolvenz anmelde und er das Haus dann kauft. Ich habe mich sozusagen in diese insolvenz „drängen lassen“ – es konnte gar nicht schnell genug gehen – , aber als ich realisiert habe, dass es in keinster Weise darum ging „mir zu helfen“, sondern eher darum, sich mein Haus anzueignen (auf diese Art ein echtes Schnäppchen), wollte ich nicht mehr, dass er das Haus kauft, es wurde dann versteigert und ein Fremder hat es gekauft, dem ich schon im Vorfeld dazu verholfen hatte, VOR der Versteigerung bereits die Dachwohnung zu kaufen. Es tut heute noch weh, das Haus verloren zu haben, aber verloren hätte ich es sowieso, nachdem ich die Insolvenz angemeldet gehabt habe – ER hätte es eben dann gehabt und es dann (lt. eigener Aussage) irgendwann mal seinem Sohn vererbt. Meine Kinder mussten ausziehen, ich musste ausziehen und so hat das Unheil seinen Lauf genommen. Das Haus war erst der Anfang, mein Auto musste weg, ER hat mir dann eines „zur Verfügung gestellt“, ein Motorrad „zur Verfügung gestellt“, Urlaube bezahlt, wo er mich dabeihaben wollte, um es mir dann hinterher vorzuhalten – es gibt überhaupt nichts, was er in den fünf Jahren gemacht hat, OHNE es mir später immer und immer wieder vorzuhalten – dafür „durfte“ ich dieses und jenes und was weiß ich alles für ihn machen, aber DAS war alles selbstverständlich! Ja, das übliche „Spiel“ halt eben im Zusammensein mit einem Narzissten. Dass es einer ist, das ist mir erst jetzt so klar geworden, nachdem ich viel im Internet gelesen habe und auch eben auf diese Seite hier gestoßen bin.

    Darum geht es mir aber jetzt gar nicht – es ist wie es ist und immerhin habe ich jetzt eine Erklärung für vieles, was ich all die Jahre nie verstanden habe, wie man SO sein kann! Nachdem ich die jetzt habe, möchte ich MEINEN Anteil an dieser Sache „bearbeiten“, um wenigstens EINEN Nutzen aus den letzten fünf Jahren zu ziehen!

    Meine Frage ist nun, WIE gehe ich das an? Im Moment wünsche ich ihm alles, nur nichts Gutes, es ist alles noch zu frisch, den Kontakt habe ich komplett abgebrochen und im Moment ist auch von seiner Seite mal Ruhe. Ich möchte davon weg von diesem „Hass“ und der Wut und von all den destruktiven Gefühlen in Zusammenhang mit dieser „Beziehung“! Er kann wirklich nichts dafür, das weiß ich inzwischen, er hätte eher mein Mitgefühl verdient als Groll, aber ich fühle mich zutiefst verletzt und total kaputt. Ich war zuerst in der Psychosomatik, dann auch bereits in der Psychiatrie, muss Medikamente nehmen, die nicht helfen und kann auch nicht mehr arbeiten. Dennoch möchte ich JETZT für mich einen Neuanfang starten, weiß aber nicht, wie ich das am besten angehen kann.

    Ich wollte gar nicht so viel schreiben, natürlich ist es auch längst noch nicht alles – ich könnte ein Buch schreiben – , ich habe vielmehr meinen Anteil an dieser Sache erkannt und möchte jetzt daran gehen, diesen zu bearbeiten, damit ich vielleicht doch (trotz meines Alters!) noch ein erfülltes Leben führen kann. Als ich ihn getroffen habe, war ich mit mir und mit der Welt zufrieden, ich hatte meine Kinder, wir hatten unser Zuhause und unser Geld hat gereicht, um es zu finanzieren. Mehr brauchte ich nicht. Ich war zufrieden auf der rmeines Hauses am Ortsrand zu sitzen, nur Felder, Wälder und Wiesen – alles war gut.

    JETZT ist nichts mehr gut, ich könnte heulen den ganzen Tag, möchte aber „aus dem Opferland“ ausziehen, so schnell es eben geht!

    Danke für Eure Aufmerksamkeit.

    LG

    justme

    • Stankovic Peter sagt:

      Schade das es hier kein Forum gibt
      ich habe Probleme mit einer Beziehung – depressive Frau sehr nett udn echt super und ich liebe sie zu wenig
      oft bin ich gerne im Mittelpunkt
      ich sage einfach, ich bin krank ist halt so
      recht habe ich oft udn ich argumentiere auch
      ich möchte weg von meiner NPS, wenig ARbeit wäre mir am liebsten
      ich suche noch Leute die das selbe haben wie ich überall
      und ich hoffe es kann mir wer antworten
      danke

  20. Anna sagt:

    Dieser Artikel beschreibt so wundervoll, was ich lernen durfte. Ich bin von Dankbarkeit erfüllt und freue mich auf die schönen Erfahrungen. Das ganze Leben ist doch nichts anderes, als eine Perlenkette an Erfahrungen, die uns dann – so gewünscht – uns näher bringt, so nahe, wie wir selbst es zulassen wollen. Alles Liebe.

  21. Gudrun sagt:

    Hallo, ich, Komplementärnarzisstin, habe eine narzisstische Partnerin und bin erstaunt, wie sehr das Gelesene trotz der unterschiedlichen Dynamik in gleichgeschlechtlichen Beziehungen passt! Auf jeden Fall bin ich bestätigt worden, dass Trennung keine Lösung ist … und werde versuchen, mehr auf mich selbst zu schauen als mich über meine Partnerin aufzuregen … Ich glaube schon, dass die Liebe auf beiden Seiten echt ist, aber sie hat manchmal einfach keine Chance … vielleicht ein bisschen so wie eine Blume, die kein Licht bekommt …? Auf jeden Fall 1000 Dank für diese Seite!

  22. Tanja sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    Bin auf diese Seite gestoßen und habe sie verschlungen. Wie so viele andere Seiten und Bücher zu diesem und anderen Themen. Ich bin aufgewachsen mit einer Borderliner Schwester, einem autistischem Bruder und einem narzisstischen Vater. Meine Mutter ist depressiv und Alkohol krank. Es hat viele Jahre in Anspruch genommen zu begreifen, „was los“ ist. Zumal man die Missstände auf sich selbst zurück führt, sich selbst die Schuld gibt und es Lebensphasen gibt in dem ich total destabilisiert war. Zu meiner Schwester habe ich den Kontakt gänzlich abgebrochen, weil der Kontakt einfach „schadhaft“ ist. Zu meinen Eltern hatte ich ein paar Jahre keinen Kontakt. Nach Kontaktaufnahme habe ich geschildert, wie schmerzhaft meine Kindheit war und welcher seelischer und körperlicher Gewalt ich ausgesetzt war. Meine Eltern ( getrennt ) haben sich beide dafür aufrichtig entschuldigt!!! Ich weiß dass ganz wenige sowas erleben dürfen. Zumal mir mein Vater nie zugehört hatte und nie Fehler macht- es war überirdisch für mich. Seit ich Anfang 30 bin habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern, verstehen und respektieren den Kontaktabbruch zu meiner Schwester. Sie behandeln mich respektvoll und lieb. Sie wissen aber auch dass ich mir keinen Meter mehr Ungerechtigkeiten und boshaftes Verhalten gefallen lasse! Und seit ich 40 bin habe ich inneren Frieden gefunden. Bis dahin musste ich wohl noch ein paar Lernprozesse durchlaufen: Eine Beziehung zu einem Borderliner der viel Alkohol trank, eine Beziehung zu einem Narzissten, zwei narzisstische Chefs… Man begegnet solange bestimmte Menschen bis man bestimmtes gelernt hat! Dann bekommt man die nötige Sensibilität des Erkennens, die eigene Persönlichkeitsentwicklung zum positiveren, die nötige Akzeptanz der Dinge. Tief im inneren auf die Stimme seines Herzens hören, ohne sich dabei zu scheren was die anderen sagen würden. Anderen Grenzen setzten. Gesunde Eigenliebe leben. Spüren, wer einem gut tut. Sich gnadenlos von Dingen und Menschen trennen die einem nicht gut tun- man kann sie ja sowieso nicht retten… Damit habe ich mich selbst gerettet

    • Suse sagt:

      Bin sehr dankbar auf diese Seite gekommen zu sein, vor ca. einer halben Stunde und werde sie ab jetzt wohl öfter besuchen um mich verstanden zu fühlen. Ich befinde mich gerade in dem Prozess den Tanja aus der Rückschau beschrieben hat und es macht mir Mut und Zuversicht in meine eigene Entwicklung, die sich nach langer und auch zeitweilig zäher therapeutischer Unterstützung gerade wie Phönix aus der Asche vollzieht. Ich lebe in einer narzisstischen Beziehung, bin Mutter und wir haben zwei gemeinsame kleine Kinder. Ich weiß nicht wohin mich diese Auseinandersetzung führt, jedoch habe ich Allen Grund zur Hoffnung für mich und meine Kinder auf diesem Weg und was meinen Mann betrifft bin ich unsicher – es liegt eben nicht in meiner Hand, sondern in seiner.
      Was mir sehr hilft ist meine Interesse am Thema : Gewaltfreie Kommunikation von Marshall Rosenberg.

    • Andrea sagt:

      Hallo Tanja,

      hab auch so eine 10-jährige Beziehung hinter mir und bin seid Frühsommer getrennt. Bin dann im Sommer bei dreiwöchigem Urlaub und langen Strandspaziergängen oft durch die Hölle gegangen: Die Wahrheit flog mir nur so um die Ohren und ich habe alles zugelassen, wenn ich dabei auch oft grenzgradig neben der Spur war. Aber es waren im nachhinein betrachtet ganz wichtige Reflektionen, wie sehr ich mich verloren hatte und nur noch darum bemüht wr, es GUT GENUG zu machen.Nun bin ich beruflich gerade total eingespannt, ist richtig auch mein Ding und es fühlt sich an wie ein Befreiungsschlag, kann endlich wieder MEINS machen, merke, wie die Menschen um mich herum mich gut behandeln, hab keine Angst mehr vor Kritik, sondern bin eher dankbar für Austausch. Ich merke aber auch, wie tief es noch sitzt, als wenn ein kleiner Dämon noch immer im Kopf arbeitet. Aber wie soll es auch nach 10 Jahren! Und ich merke, totale Kontaktsperre ist für mich der einzige Weg zu mir zurück. Verrückt ist, dass dieser Mensch von anderen eher als der Schwache, der arme Einsame, der Gute gesehen wird. Aber das kann ich mittlerweile gut stehen lassen und weiß, dass nur jamand, der Ähnliches erlebt hat, überhaupt weiß, was da los ist. Und- hab ihn neulich unbeobachtet gesehen und war erschrocken, welche Panikreaktion auf der einen Seite gleich da war und wie unendlich traurig ich doch war, weil ich ihn doch genug kenne und weiß, wie schwach er ist und wie wenig er mit sich sellbst anfangen kann. Musste da mit dem Verstand alles Gefühle zur Seite schieben, und die sind von allem Etwas. Ist noch nicht vorbei, er hätte sofort wieder Macht über mich, verrückt. Nach der Krise im Urlaub gestehe ich mir das auch ein und bin einfach noch nicht so weit, dass ich ihm vergeben kann, vom Verstand her weiß ich, dass er nichts dafür kann, wie er ist, aber das dauert wohl noch. Ich denke auch, dass man diese LEKTION geschickt bekommt, um irgendwann daraus zu lernen und das kann ich annehmen und das gibt mir wieder ganz viel Vertrauen in den Lebensprozess.Und nur kurz gesagt, die Beziehung hat mich bis nach ganz unten gebracht und bei mir ging nichts, gar nichts mehr und nun? Nächste Woche eröffne ich mit 54 Jahren mein neues Geschäft und es ist mein Baby und echt wie ein Befreiungsschlag, niemand nimmt mich mehr auseinander mit dem, was und wie ich es tue. Ich merke jetzt erst, wie wenig ich noch da war und wie ich eigentlich war/bin. Hätte nie gedacht, das ich, die eigentlich mit beiden Beinen mehr oder weniger gut im Leben steht, so was lebt und es nicht mal merkt.Verstehe erst jetzt, dass die schon früher einschießenden Gedanken, wie: er hat gar keine Empathie, ich fühle mich nicht geborgen,nie ist es gut, warum gebe ich mir immer Mühe, warum bin ich immer angespannt, schon wieder eine Freude kaputt, bin ich wirklich nicht kritikfähig…. gesunde Gedanken waren, die mich aber damals nur verwirrt haben, echt krass um in der Sprache meiner KInder zu sprechen. Und ich bin noch nicht wieder ganz ich selbst; der Weg ist aber gut. Und habe auch noch ein wenig Angst noch mal abzusacken in eine Krise, weil es jetzt zwar schön ist, tun lassen zukönnen, was ich will, aber nach der jetzt großen Arbeitszeit kommt auch gewiß mal wieder Einsamkeit durch, oder? Das Wichtigste ist aber, zu merken, dass ich das Leben wieder ganz anders empfinde und mein Gottvertrauen zurückkommt. Ob man da wohl je wieder beziehungsfähig wird? Zur Zeit bin ich auch gar nicht gewillt, mich einzulassen, aber irgendwann würd ich gern wieder mit jemanden das Leben teilen, mal sehen. und last but not least: Das ganze kommt ja auch irgendwo her, dass jemand so die KNöpfe drücken kann und bei mir war es kurz und knapp meine Mutter und ich dachte, ich hätte das sortiert, war wohl nicht so und so musste ich noch mal da durch.
      So, nun muss ich was tun. Danke für das Lesen meines Romans.
      Andrea

      • Tanja sagt:

        Andrea, du hast schon so viel erkannt und geschafft- es wird alles noch besser. Denn je mehr man zur Selbsterkenntnis kommt, desto mehr ändert sich dein Verhalten. Dein neues Verhalten ändert deine Umgebung und die Menschen denen du begegnest. Positive Gedanken schaffen Positives.

  23. ena sagt:

    Ich habe mir heute alle Antworten durchgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass haupsächlich von narzistischen Männern die Rede ist. Ich persönlich erlebe das mit einer Frau und bin sehr froh diese Seite gefunden zu haben.

    • Peter sagt:

      Bitte schreibe doch mal näheres,bei mir ist es genauso mache grade eine ziemlich schwierige Trennungsphase durch

    • Gudrun sagt:

      Hallo, aus deinem Text ging leider nicht hervor, ob du Mann oder Frau bist … erscheint mir nicht ganz unwichtig im Hinblick auf die Thematik.

  24. Mara sagt:

    Endlich eine Seite gefunden, die das komplexe Thema Narzissmus klar und leicht verständlich darstellt.

    Ich bin Tochter eines Narzissten und arbeite nun schon 20 Jahre in seiner Firma. Es ist die Hölle und mein mangelndes Selbstbewusstsein lässt eine Bewerbung in einer anderen Firma gar nicht erst zu. Auch die Angst in der neuen Firma könnte wieder so ein Chef sein, lässt mich geradezu erstarren.

    Diese Seite hilft mir jetzt schon sehr mich besser zu fühlen. Werde dieses Jahr 50 und ich wünsche mir, nochmal Beruflich etwas anderes machen zu können.

  25. suse sagt:

    Vielen Dank für diese äußerst hilfreichen Seiten. Auch ich musste leider schlimme Erfahrungen mit einem Narzissten machen.Beratungen bei „Frauen in Not eV“ haben mir geholfen, das Dilemma zu erkennen und mich zu trennen. Leider ist die Geschichte noch nicht zu Ende, da Umgangsregelung mit der gemeinsamen Tochter zu treffen sind!

  26. PJ sagt:

    Ich muss das jetzt einfach kurz schreiben, obwohl ich sonst keine „Kommentar“-Schreiberin bin: Vielen Dank für diese wunderbaren und klugen Seiten.

    Ich war 2 Jahre lang Partnerin eines Borderliners, der im Anschluss für eineinhalb Jahre zu einem Stalker wurde und mir drohte, mich umbringen zu wollen. Irgendwie überstand ich diese Zeit, war aus Selbstschutz aber gefühlskalt geworden und bildete mir zudem ein, dass es nicht mehr tiefer gehen und ab jetzt nur noch besser werden könnte. Und so lief ich direkt in die Arme eines Narzissten, der mich mit dem übergoss, was mir abhanden gekommen war, nämlich „Gefühlswärme“, und der somit meine Überzeugung vom Besseren / Guten zu bestätigen schien.
    Nach 7 Jahren trennte er sich vor gut 11 Monaten nun von mir, vor allem wohl, weil ich an seiner Seite zu selbstständig geworden war, sucht inzwischen aber wieder meine Nähe, was für mich eine sehr große Herausforderung darstellt. Ich habe die Hölle durch mit ihm, aber ich verurteile ihn nicht. Ich hoffe, ich habe Dank meines Verstandes sehr viel begriffen inzwischen – über ihn, wie über mich selbst. Trotzdem hilft es sehr, sehr Seiten wie die Ihre lesen zu dürfen. Vor allem der Artikel „Narzissmus als Chance“ tut ungemein gut, weil er bestätigt, dass es möglich ist, aus dem eigenen „schwarzen Loch“, in das man ganz ungeplant gefallen ist verknüpft mit der bitteren Frage „Warum musste mir das passieren?“ wieder etwas Helles zu machen, wenn man bereit dazu ist, sich den Dingen zu stellen und sowohl der Wahrheit des anderen als auch der eigenen ins Gesicht zu sehen, so hässlich sie einem im Moment auch erscheinen mag. Folglich macht mir der Narzissmus keine Angst, aber weh tut eine solche Wahrheit schon, vor allem, wenn einem der besagte Mensch so viel bedeutet hat. Ich laufe auch jetzt nicht davon, weiß aber nun, mit wem ich es zu tun habe und dass ich ganz sicher nie damit zu rechnen brauche, gleichfalls „erkannt“ zu werden. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto besser komme ich mit dieser Erkenntnis klar, weil mir immer mehr bewusst wird, dass eine Persönlichkeit, die ihre Wurzeln verstanden hat und ihre Stärken und Schwächen kennt, zurecht kommt und sich ihres Wertes bewusst ist, auch wenn ihr Gegenüber wohl immer unfähig bleiben wird, sie je wirklich wahrzunehmen, zu schätzen und anzuerkennen. Das ist dann wohl auch das Ende von Macht, Kontrolle und Manipulation, der man bislang ausgeliefert war. Gleichzeitig sehe ich es so wie Sie es schreiben: Nicht nur man selbst, sondern auch der Narzisst hat eine Chance, denn er kann lernen, wie man mit seinen Mitmenschen nicht umgehen darf. Und das vermittle ich gerade auch – sanft, aber bestimmt und trotz der Verletzungen (es fühlt sich nach wie vor so an als wären mir zwei blaue Augen verpasst worden, als hätte ich ausgeschlagene Zähne, aufgeplatzte Lippen und eine mehrfach gebrochene Nase) bemüht, ihm seinen Wert zu lassen. Und vielleicht hilft es. Vielleicht auch nicht. Ich mache mir gerade klar, dass ich nichts bestimmen kann und lernen und akzeptieren muss mit beiden Möglichkeiten zurechtzukommen.

    Es hilft wirklich sehr, Ihre Zeilen zu lesen. Indem man sich auseinandersetzt, kann man den nötigen Abstand finden und dabei tut es auch sehr gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die nachvollziehen können, was man hinter sich hat: Nochmals vielen Dank für Ihre klugen und menschlich warmen Zeilen!
    … und vielmals Entschuldigung dafür, dass ich so viel geschrieben habe … das hatte ich jetzt gar nicht beabsichtigt gehabt.

    • Danke für Ihren Kommentar. Manchmal muss man sich den tiefen Frust von der Seele schreiben, um die innere Blockade zu lösen und damit alles wieder fließen kann. Mit Ihren Erfahrungen helfen Sie auch anderen, den Narzissmus besser zu verstehen und die Erlebnisse zu verarbeiten.

      • Braunbärin sagt:

        Danke. Das stimmt. .Je mehr Menschen hier schreiben, desto besser verstehe ich mein eigenes Koordinatenkreuz…Wenn der Vergleich so verständlich ist.Ich hoffe es jedenfalls.

  27. All-mut52 sagt:

    Durch eine Äußerung meiner Schwester, ob unser Vater nicht an einer Persönlichkeitsstörung leide, habe ich versucht, hierauf eine Antwort zu finden und bin nun – endlich – auf diesem umfassenden Artikel gestoßen. Es ist das beste, was ich bisher zu diesem Thema gelesen habe.

    Insbesondere die Absätze über N. in der Familie und narzisstische Väter waren überaus erhellend und hilfreich. Es ist in den meisten Punkte wie die Beschreibung des Charakters unseres Vaters. Seitdem ich dieser Spur folge, ergibt vieles einen Sinn, den ich vorher nie begreifen konnte und der mich oft einfach nur sprachlos gemacht hat. Mißgunst und Neid, Verächtlichtmachung von Bekannten und Verwandten, abstruse Geschichten über das Verhalten anderer; andere Leute, auch Kinder und Enkelkinder lächerlich machen und vieles mehr – ich habe es nie verstanden und konnte nicht begreifen, wie die denken. Gerne wird auch ein Streit vom Zaun gebrochen oder versucht, z.B. uns Kinder untereinander auszuspielen. Wir drei Kinder haben alle ein ausgesprochen schlechtes Verhältnis zu den Eltern und können sie nur kurzzeitig ertragen.

    Seit gut einem Jahr habe ich den Kontakt zu meinen Eltern (nach einem weiteren unguten Anlass) abgebrochen und möchte es auch dabei belassen. Ich bin mittlerweile selbst im Rentenalter und fühle mich nicht mehr in der Lage, weiterhin dieses Theater zu ertragen.

    Verarbeitet habe ich das alles noch nicht, aber dieser Artikel gibt viele Denkanstöße und ich werde mich weiterhin damit beschäftigen.

  28. blob sagt:

    Diese Seite hat mir echt die Augen geöffnet. Mein Vater ist letztes Jahr verstorben und ich habe nie verstanden warum er so war wie er war. Mit so jemandem aufzuwachsen hinterlässt tiefe Spuren und erst als ich gemerkt habe, dass ich immer versuche eine bestimmte Form Frauen zu finden und über glückliche Zufälle auf Narzissmus gestoßen bin, habe ich verstanden, wer mein Vater war und ich habe endlich nach langen qualvollen Jahren (die bis in seine Lebzeiten hineinreichen) Frieden mit ihm gefunden. Ich habe auch viel über mich verstanden, aber das ich mit meinem Vater abschließen konnte, dafür danke ich euch.

  29. Sterntaler sagt:

    Auch ich bin seit gestern auf diese Seite gestoßen, nachdem ich alles im Internet durchgestöbert habe!
    Auch ich habe die „Hölle “ erlebt und erlebe sie noch! ( Scheidung)!
    Aber auf dieser Internetseite gibt es Aussagen ( endlich), die alles auf den Punkt bringen! Auch wenn diese N. krank sind, so wissen sie doch wie sie eine Familie bewusst zerstören können und wollen!
    Und wenn dies geschieht muss man sich Gedanken machen , das auch für die Zukunft ein Gesetz für diese Menschen erlassen wird! Wir Betroffenen von diesen “ bösen“ Menschen müssen alles ertragen! Wir müssen immer da stehen und uns einreden, das uns das stärker macht, das wir gut sind! Aber diese Bösen machen weiter und weiter…! Ihre Kinder werden bewusst manipuliert und ihren Ehefrauen bewusst demütigt und erniedrigt! Hilferufe werden ignoriert! Wir Betroffenen von N. kennen die Wahrheit, aber es gibt kein Gesetz! Warum? Und ich bin und ich will nicht der Sündenbock für seine Kindheit sein! Wir Engel müssen permanent gegen den Teufel kämpfen! Und ja , es macht uns stark und ja, wir können stolz auf uns sein! Aber ich will, das die Welt es weiß, dass wir mehr leisten,als manch ein Promi im Fernsehen!!!! Wir sind die wahren starken Frauen in dieser Welt und nicht dieser Klatsch und Tratsch in den Medien! Pflegt eine dieser Promi-Damen ihren Mann mit reichlich Geld , wird sie hoch gehoben…., in der Medien-Welt !! Aber wir sind die wahren Kämpfer für unsere Kinder , sowie für uns!

  30. Nell sagt:

    Vielen, vielen Dank für diese Seiten!
    Ich bin erst vor ein paar Tagen darauf gestoßen…

    Niemand wollte mir glauben, aber hier ist meine Kindheit beschrieben. Ich habe vor fast 3 Jahren den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen. Er ist ein Narzisst der übelsten Sorte – wirklich ALLES, was ich hier bisher gelesen habe trifft auf ihn zu!

    Dieser „Mensch“ hat seine ganze Familie zerstört – seine Frau und seine Kinder… Alle in Therapie oder auf dem Weg dahin. Man kann sich nicht vorstellen, was ein einzelner Mensch alles kaputt machen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

    Vielen Dank! Das hier hilft mir sehr, einiges zu verstehen. Vieles ist klarer geworden!

  31. Tina sagt:

    Im Internet suche ich die Unterstützung, die ich nach mehr als 6 Jahren mit einem Menschen, der stark an Narzissten oder Borderliner erinnert, dringend benötige: um zu verstehen, um über das rationale Verstehen schlussendlich die Stärke zu finden, ein immer wirkendes Mantra, das mich aus diesem Gefühl heraus holt: verloren zu haben, mich , mein Leben, unsere Zukunft…..Viele Seiten im Netz bieten Erklärungen, oft nahezu gleich formuliert. Aber was denn nun für ein Sinn dahinter gesteckt haben kann und – daraus abgeleitet- was ich damit tun soll, wie es wieder Perspektive geben kann, das hab ich h i e r gefunden. Ich bin im dritten Jahr des Kontaktabbruchs seinerseits und der vezweifelten Versuche meinerseits, diesen wieder aufzunehmen, auf diese Worte gestoßen, die mich trösten, die mich aufbauen, die mir einen Plan vermitteln, wie ich morgen die Arbeit schaffe und mit der Erwartung das Haus verlasse, dass vielleicht auch Gutes auf mich wartet, wenn ich mich so verhalte, dass Gutes den Weg zu mir schaffen kann.
    Diese Seiten sind wichtig und gerade das Kapitel Narzissmus als Chance hat so viel Positives, Zukunftsgerichtetes. Allen anderen Lesern hier wünsche ich viel Stärke und einen liebevollen Blick in den Spiegel. Wir schaffen diese Herausforderung. Jeder von uns ist nicht allein!!

    • Impossibile sagt:

      Bin nach vielen Monaten suchen im Internet, auf diese Seite gestoßen. Tina, ich bin nicht wirklich erleichtert, wenn ich dein Kommentar lese. Drei Jahre keinen Kontakt mehr und du versuchst es immer noch? Ich selber befinde mich gerade in den gefühlten 100. Abbruch des Kontaktes und hoffe nun ist er endgültig. Ich habe ihn bewusst verletzt, damit er alles blockt was geht. Habe bewusst manipuliert um nicht mehr Opfer seiner Launen zu werden und sicher hätte ich es selber machen müssen. Den Kontakt unterbinden, doch leider bin ich ein Mensch der nicht so schnell Türen schließt.
      Wieso möchtest du wieder Kontakt aufnehmen, meinst du es wird besser?

      • Tina sagt:

        @impossibel:
        ich hab den Satz vielleicht ein wenig verquer formuliert: es ist das dritte Jahr, in dem er immer wieder Kontaktabbruch betreibt….es war nicht einer, es waren mehrere, die Zeiten dazwischen wurden immer strubbeliger….die Schuld sollte bei mir liegen…und das hab ich lange Zeit auch geglaubt. Aber die Härte und Kälte, die mir schlussendlich – nach verlorenen Urlauben, nach hässlichen Szenen von jetzt auf gleich, nach Hintergehen und dem Aufbau von Parallelbeziehungen entgegenschlug, hindert mich daran, den Telefonhörer hochzunehmen und anzurufen, bei im vorbei zu gehen – wir wohnen 20m voneinander entfernt…vielleicht auch, weil diese Worte im obigen Text zu finden waren. Und vielleicht auch, weil ich auf Deine Antwort in dieser Form gewartet habe….eine Antwort, die mir hilft, durchzuhalten und irgendeinen Plan zu entwickeln..einen eigenen für m e i n Leben. Ich bin jetzt 50 und neu zu beginnen fordert viel.

        • Anne sagt:

          Hey Tina,

          Stehe gerade am Anfang einer Trennung von einem N. mit psychopathischen Persönlichkeitsmerkmalen. Es tut weh und man ist fassungslos und über die Maßen enttäuscht. Meine Kinder wohnen jetzt bei ihrem Vater weil ich nicht mehr im Stande war mich vernünftig um sie zu Kümmern. Zu viel Raum hat Er eingenommen. Es war nur ein Jahr, Gott sei Dank, aber ich hoffe das sich doch alles zum Guten wendet. Ich nehme psychologischen Rat in Anspruch denn ich denke das Problem ist auch in mir, denn sonst hätte er mich nicht derart manipulieren können. Ich wünsche Dir und allen die so etwas erleben mussten endlos viel Kraft und irgendwann die Geborgenheit nach der Wir uns schon so lange sehnen.

        • Gugu sagt:

          Hi Tina, so ein Spiel habe ich jetzt 5 Jahre mitgemacht.
          Ich könnte lange nicht zuordnen, was da überhaupt passiert ist und warum ich mich überhaupt so habe vorführen lassen. Zu Beginn war ich ein wenig fasziniert, von der Art zuzuhören, Kleine Aufmerksamkeiten, usw.
          Und dann : Parallelbeziehungen, sich nicht mehr melden, keinerlei Kritikakzeptanz und immer wieder das Gefühl vermittelt zu bekommen: Du hast ja etwas falsch gemacht, Du hast es falsch ausgedrückt., Du verstehst das nicht. Ich habe immer Fehler bei mir gesucht.
          Dann bin ich an Brustkrebs erkrankt und habe da richtig schmerzhaft erkannt, das der Mann, den ich bis dahin geliebt habe, gar nicht der Mann ist, den ich in ihm gesehen habe. So selbstverliebt, so egoistisch .
          Kein: Wie geht es Dir? Wie fühlst Du Dich? Schaffst Du das? Brauchst Du Hilfe? Nichts!!! Er hat sich dann um seine „anderen Frauen “ gekümmert,
          Soll er, er liebt mich nicht. Das brauche ich nicht.
          Das nennt sich vielleicht lernen durch Schmerz, aber das vergisst man dann auch nicht so leicht.
          Dieses Mal habe ich es beendet. Selbstverständlich meldet er sich jetzt wieder,
          aber seine Vorstellungen sind nun ganz anders als meine.
          Mit mir nicht mehr!!!!!

          Heut kann ich auch ohne ihn auf meine Insel (Norderney ,dort haben wir uns kennengelernt) fahren und die Zeit genießen
          Ich wünsche Dir alles Gute ( ich bin übrigens schon 56 und das Objekt des Leidens ist fast 60)

      • Lana sagt:

        Genau das selbe habe ich auch getan. Die Not macht erfinderisch. Ich bin zu schwach selbst alles zu blockieren. Bin in der Phase wo ich erst erkenne. Habe bewusst gelogen, verletzt da wo es am meisten den N packt. Er will nuchts mehr von mir wissen. Ich versuche selbst stark zu sein und keinen Kontakt zu suchen. Ich kann sagen, dass ich ihn geliebt habe. Aus Kalkül und erst un- dann ganz bewusst habe ich es provoziert. Denke es war die Angst wieder zu fallen noch tiefer als vorher. Vlt ist es das beste was passieren kann, dass ein N und hasst und nicht mehr will. Vlt begreift und realisiert und akzeptiert man so besser. Emotional bin / war ich komplett abhangig und es war nie gut genug. On off und irgwann stößt man an seine persönliche Grenze. .. traurig, dass man dann genau das macht wie die und eigentlich das was einen verletzt. Habe noch drauf gepackt und immer geschwankt, zugespamt und ihn den Spiegel vorgehalten. Dann lassen Sie ab, Sie sehen dann das Ausmaß ihrer taten in uns das wird gehasst und vlt ist das der einzige Weg um aus einer Abhängigkeit raus zukommen. Kontaktsperre ist wie ein kalter Entzug.

  32. Bärbel Bodendörfer sagt:

    Ich habe vergeben. Dem widerlichen Subjekt, dem Mörder des Guten, ich habe ihm vergeben und mich dadurch wenigstens von meiner Wut befreit. Diese abartigen Geschöpfe rauben einem so viel Kraft. Wenn man vergeben hat, ist man freier. Ich habe also vergeben, weil er ja auch NUR ein Opfer seiner ERZIEHUNG (Eltern, Geschwister, Großeltern) und als nicht frustrationstolerantes Wesen in seiner Großartigkeit aufgezogen wurde. PUNKT. Jetzt kann ich Mitleid mit ihm haben und hasse ihn trotzdem dafür, was er meinen Kindern, mir und vielen anderen Menschen angetan hat und immer noch antut. Ich möchte, dass er dafür strafrechtlich verfolgt und verurteilt wird. Manchmal wünsche ich mir, er hätte mich geschlagen, damit ich Beweise und irgendjemand MITLEID mit mir hätte. Ich frage mich, warum diese Persönlichkeitsstörung nicht einen Straftatbestand erfüllt. Es gibt diese Störung und die Folgen sind bekannt. Wenn man mit blauen Flecken am Körper und Messerstichen ins Krankenhaus kommt, wird sofort nach dem Täter gefragt. Wenn man mit schwersten seelischen Verletzungen in die Psychiatrie eingeliefert wird, wird niemand anderes zur Rechenschaft gezogen. Ganz im Gegenteil: das Opfer wird zum Täter erklärt. Und es ist unglaublich, dass in fast jedem Artikel oder Beitrag von einer OpferROLLE gesprochen wird: das Opfer hat keine Rolle gespielt: es wurde oder wird gefoltert, auf die grausamste Art und Weise, die man sich vorstellen kann, nämlich emotional. Das hinterlässt keine offensichtlichen körperlichen Verletzungen. Vielleicht ist das die Idee? Sich selbst körperliche Wunden zuzufügen, um den Täter endlich anklagen zu können und seiner gerechten Strafe zuzuführen.
    Nett, aber leider wenig hilfreich ist der Tipp, sich abzugrenzen. Ich nehme an, dass typische OPFER hat genau in diesem Bereich große Schwierigkeiten. Es kann sich nie abgrenzen, weil es zu empathisch und verständnisvoll ist, voller Liebe steckt und diese gerne verschenken möchte. Da unsere Gesellschaft leider auf dem besten Weg ist, Werte wie Hilfsbereitschaft, (Gast-)Freundlichkeit, Selbstlosigkeit und Güte als „schlecht“ zu bewerten und die wirtschaftlichen „Werte“ heroisiert, wird dieses Problem wohl eher verschärft als bekämpft werden.

    • Tina sagt:

      Liebe Bärbel,
      zeitnah habe ich Deine Worte gelesen, kann so gut nachvollziehen und unterschreiben, was Du schilderst und forderst. Ich hätte gern mit Dir Kontakt gehabt, viel zu selten trifft man auf Menschen, die z e i t g l e i c h selbe Probleme haben. Ich wünsche Dir einen Weg, einen guten—-und dass es Dir besser geht. Schau mal unter em life oder unter re-empowerment nach…beides Seiten im Netz, die die von Dir geschilderten Sachverhalte intensiv aufnehmen. Mit entsprechenden Foren. LG Tina

    • Marion sagt:

      Du sprichst mir aus der Seele…Genauso empfinde ich auch…. War 27 Jahre mit einem Narzissten zusammen, der seine Freude daraus zog, mich seelisch zu quälen…sie begehen Menschenrechtsverletzung und kommen ungestraft davon…. Sich selbst verzeihen ist der einzige Weg…. Ich gehe ihn noch.. LG

    • Flower sagt:

      Als Tochter einer Narzistin kann ich Bärbel nur zustimmen, es ist wirklich „schade“, dass wir keine sichtbaren Verletzungen davontragen, wir Kinder bekommen keinerlei Hilfe in der Gesellschaft (oder auch nur in der Familie), kaum jemand versteht, was wir durchgemacht haben, da rechtlich kein Straftatbestand vorliegt, haben wir kein Recht auf kostenlose psychologische Hilfe und Therapien sind sehr teuer, wenn man sich das nicht leisten kann, hat man eben Pech gehabt. Soweit ich weiss, versucht England da jetzt weiterzugehen und seelische Misshandlungen von Kindern sehr wohl als Straftatbestand aufzunehmen, ich hoffe sehr, viele weitere Länder werden folgen. Dabei geht es mir gar nicht um die „Bestrafung“ des Narzisten, da ist eh Hopfen und Malz verloren, genau wie Bärbel habe auch ich inzwischen eher Mitleid mit Narzisten, wenn ich denn meine Wut zur Seite schiebe…, aber es geht mir um die Anerkennung unseres Leidens in der Gesellschaft und in der Familie und um die Hilfe, die wir brauchen.

  33. blümchenblau sagt:

    vielen Dank,
    ich bin sehr berührt und beeindruckt über diesen für mich äusserst erläuternden Artikel!
    Ich erkenne mich in der gebenden Partnerrolle wieder – wie wenn es das Drehbuch zu meiner vier jährigen on-off-Beziehung wäre, welche nun zum wiederholten Male von ihm beendet wurde!
    Ich suche nach Lösungsansätze um bei mir und für mein Leben etwas zu erkennen und zu ändern – danke für diesen Artikel, er hilft mir ein großes Stück weiter!

    • ocean sagt:

      Sehr hilfreich. Beim lesen des Textes kam eine Nachricht von meinem Freund der sich jetzt erstmalig getrennt hat…vorher ich.Esist Himmel und Hölle. Es geht nicht mit und ohne einander. Wir waren 1x zur Paatherapie das war sehr schön. Wir wollen uns 6nd werden wohl weitermachen bis jeder seine Defizite aufgearbeitet hat und dann in Harmonie weitergeht.

  34. einfach-nur-ich sagt:

    hallo, ich lese seit drei tagen auf dieser webseite, mit dem hintergrund zu begreifen und zu akzeptieren. mein erster gedanke war „hilfe, mein halbes leben steht im internet…“ so böse klassisch, der verlauf meiner letzten beziehung (11 jahre), vor vier jahren beendet und bin immer noch am kämpfen, für mich und meine kinder (7 und 10)….
    psychotherapie, familienberatung, familiengericht… alle verzweifeln, jede woche kommen neue vorwürfe und falsche behauptungen, keiner weiß mehr weiter. die ohnmacht der behörden und ämter… zieht einen zusätzlich runter, die erkenntnis bleibt, diesen „kampf“ muss ich ganz allein durchstehen. aber durch diese webseite kann ich dem ganzen zum ersten mal einen namen geben und hoffentlich lernen, damit besser umzugehen. ich habe die erniedrigungen, die selbstzweifel welche über die jahre (unter anderem auch mit den hier beschriebenen psychospielchen)entstanden sind, die ignoranz meiner person überhaupt uvm den täglichen kampf „nur keine fehler zu machen“, an allem was schlecht läuft schuld zu sein, und, und, und… nicht mehr ausgehalten und bin gegangen. aber ein ende war das nicht, leider. bis heute, vier jahre nach der trennung versucht er mich zu manipulieren, mir das leben schwer zu machen und das wirklich schlimme, er nutzt alle mittel und unsere gemeinsamen kinder dafür und ich kann nichts dagegen machen. ich habe versucht mein leben neu aufzubauen, aber selbst das ist nicht möglich. keiner kommt zur ruhe. meine kinder leiden. es ist nicht jeder tag gleich, an manchen tagen denke ich „jetzt nicht mehr mit mir“ und an anderen tagen reicht selbst heute noch eine kleine bemerkung von ihm und ich bin am boden zerstört. es ist wahnsinnig schwer, immer wieder aufzustehen und weiter zu machen, aber schon alllein für meine kinder werde ich das tun, ich habe auch über mich auf dieser seite sehr viel erkannt, gelernt und begreifen können, denn zu solch einer situation gehören immer mindestens zwei leute. ich weiß, das ich noch einen langen weg gehen muss und diese webseite wird mir definitiv dabei helfen. danke.

    • Ja, es wird sicherlich noch ein langer Weg sein, verbunden mit Rückschlägen. Aber Erkenntnisse wachsen nicht über Nacht ! Versuche zu verstehen, wie es in Deinem Ex-Partner aussieht und warum er so handeln muss und keine Alternativen hat. Es wird Dir helfen, Deine Selbstzweifel zu überwinden !

  35. feli-tas sagt:

    Vielen Dank für diese Seite und diesen Artikel. Ich bin seit 6 Wochen getrennt. Geflohen aus einer Beziehung mit einem Mann, den ich in seinen Eigenarten auf allen ihren Beiträgen erkennen kann. Er hat mir „eingebläut“ (Sie wissen was das in diesem Zusammenhang heißt: stundenlanges verbales Einhämmern, brutale Monologe bis in die frühen Morgenstunden – und ich bin Schuld, dass wir keinen Schlaf gefunden haben), seine Reaktionen seien nur Spiegel meines Verhaltens. Ich verletze ihn durch mein Verhalten und er zeigt mir „bloß“ seine Verletzung. Das perfide an diesem Vorwurf ist auch noch, dass er wahr ist. Er ist verletzt (durch meine emotionale Überlegenheit), aber der Auslöser für das Ausmaß seiner Reaktionen, der liegt ganz woanders (fehlende Mutterliebe). Es hat gedauert, bis sich diese Erkenntnis gefestigt hatte. Ich habe dies immer angenommen, auch jetzt noch, nachdem ich ihn das fünfte Mal innerhalb unserer 1,5 jährigem Beziehung verlassen habe. Nicht weil ich gehen wollte, ich wollte so gerne genau diese Chance mit ihm ergreifen, die Sie beschreiben. Aber ich musste von ihm gehen, denn ich hatte das Gefühl mein Selbst verschwindet auf eine Art, die es mir unmöglich machte, der Außenwelt als “ ich“ und „lebende“ Person gegenüber zu treten. Es war wie in einer grauen Wolke, alles eingenebelt und verzerrt durch seine Brille, durch sein unvorhersehbares Spiel aus Heorisierung (Fruchtbarkeitsgöttin, Amazone, Luxusartikel, Perle, du bist sowieso konkurrenzlos) und Entwertung (du hast es zu nichts gebracht in deinem Leben, Versagerin, Lügnerin, Egoistin, du fliehst, du stellst dich nicht der Auseinandersetzung, du Schlampe, Behinderte usw.). Ich konnte meine Farben nicht mehr sehen. Jetzt, getrennt, geht es mir (noch) nicht besser. Ich bedaure, dass das starke ICH von mir, welches ich in den wenigen Momenten mit ihm verspüren konnte, nicht halten konnte mit ihm. Es war, als ob er mich zu mir Selbst geführt hat, zu der, die ich selbst sein wollte – aber nur, um im nächsten Moment mir mit einer bösen Bemerkung aus dem nichts („Du Schlampe“, „Du bist schuld, dass ich keine Goldene Hochzeit mehr feiern kann“….) den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Immer und immer wieder. Aufrappeln, stark machen, zusammenfallen. Aufrappeln, Augen zudrücken, zusammenfallen…..Irgendwann kann man einfach nicht mehr grade stehen, sehen und verstehen und die Schmerzen in der Brust werden mit jedem Aufwachen stärker. Leider habe ich seine wirklich paranoiden Attacken immer wieder ernst genommen – und ein Teil meines ICH glaubte, etwas Wahres in seinen Urteilen über mich zu erkennen. Eben eine sehr schwache, beeinflussbare Seite meines Ichs. Ich leide noch sehr, dass ich das starke ICH, welches ich mit ihm kurzzeitig verspürt habe, nicht mehr mit ihm teilen kann. Und mir mühsam alleine aufrechterhalten muss. Nicht, dass ich Minderwertigkeitskomplexe habe, nein, ich gebe gerne, habe tolle Talente, bin eine attraktive, leidenschaftlich Frau, habe aber doch immer wieder innerliche Selbstzweifel und ein (wohl zu hohes) Maß an Toleranz und Vorschussvertrauen für andere Menschen, was ich grundsätzlich aber gut finde. Ja, es gibt einen Eigenanteil, aber der entspringt häufig erstrebenswerten Tugenden. Die des Narzissten sind hingegen menschenverachtend. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Zu diesem Konzept hat ein Narzisst mit krankhaften Zügen keinen emotionale Zugang. Allerhöchstens rational. Biblisch sind Sie Vertreter des Teufels auf der Erde, wirklich des Satan’s Söhne – besser gesagt die Eltern von Ihnen. Ich habe sein familiäres und soziales Umfeld kennengelernt. Ich weiß, woher seine Spaltung kommt. Aber er weigert sich hinzuschauen. Ist vielleicht auch verständlich. Er kann sich nicht als jemand ausserhalb seiner Selbst sehen, er scheint noch überhaupt nicht die Frage gestellt zu haben, dass, ob und wie ihn seine Eltern geprägt haben. Außen der schillernde Politiker, Emotional ist er noch ein kleiner Junge. Erst macht er mich verbal nieder (2-3 Stunden sind keine Seltenheit), dann urplötzlich – Switch- und er will in meinen Armen getröstet werden wie ein kleiner Junge. ob ich dazu nach diesem entwürdigendem Szenario bereit dazu bin, spielt keine Rolle. Aber wir haben uns – und unsere Ergänzung auf erwachsener Ebene – nicht mehr für unser Leben und das ist traurig. Die Sehnsucht nach einem Leben mit ihm ist trotz aller Grenzüberschreitenden Übergriffe immer noch da. Ich hätte ihm all das geben können, was er nicht hat und verzweifelt sucht. Und umgekehrt. Das macht die Trennung so schmerzhaft und schwer. Entschuldigt die Länge, Ihr Beitrag hat mich angeregt dazu zu schreiben.

    • Liebe Feli-tas, manchmal muss man sich den Schmerz von der Seele schreiben ! Niemand kann über eine so lange Zeit diese Demütigungen wegstecken. Und man merkt, wie viel Wut und Enttäuschung noch in Dir steckt. Projiziere Deine negativen Gefühle aber nicht auf ihn, sondern erkenne darin Deine eigene Natur !

    • Petra Schwandtke sagt:

      Hallo Feli-Ditas auch wenn das schon eine Zeit vergangen ist.Lese immer wieder um zu begreifen was das mit einem macht.Die verbalen Agressiven Angriffe über Stunden habe ich auch kennenden lernen dürfen.Irre das ganze Schauspiel .Heisst der auch Markus.Alles genauso erlebt :Mutterliebe war keine ( Adopttiert mit 5Jahre .Er wurde nach der Geburt weiter gereicht in ein Kinder Heim. Gleichwohl ist sein Handeln keine Entschuldigung .Bin getrennt .Jetzt leide ich sehr.Weil es entgültig sein wird .Auserdem weiß er genau was er anrichtet ,warum sonst sucht er sich liebe Frauen .Weil die Frauen an nichts bösen denken .Auch ein dickes Dankeschön an Sven…..das hält mich ehrlich gesagt im Leben.Herzliche Grüße .PS:Meine Freunde so glaubte ich,sind jetzt seine Freunde.Ja manipulieren ,dass kann er richtig gut…

  36. catwoman sagt:

    Ich bin beeindruckt. Beschäftige mich seit längerem mit diesem Thema und habe schon viel darüber gelesen. Dieser Artikel ist der beste. Die ganze Thematik aus einer anderen Perspektive zu betrachten ist sehr interessant.
    Toll, weiter so !

    • Wenn man in seiner ganzen Tiefe verstehen will, warum man dem krankhaften Narzissmus begegnet ist, muss man bereit sein, neue Perspektiven einzunehmen. Ansonsten bleibt nur die Enttäuschung zurück. Ich freue mich, wenn ich Ihnen neue Anstöße geben konnte !

      • Vielen Dank für die vielen guten Kommentare. Da ich mich im Moment auch noch im Sorgerechtsstreit befinde und die „Hilflosigkeit“ des Jugendamtes sehr gut kenne, möchte ich Euch bitten, mir die Erlaubnis zu geben, diesen Link an meine Anwältin und die zuständige Sachbearbeiterin des Jugendamtes zu schicken. Diese Seite ist öffentlich, ich weiß, aber ich wäre trotzdem dankbar, wenn ich Euer OK bekäme.
        Für alle diejenigen, die von dem Narzissten über die Kinder missbraucht werden, folgender Tipp, dem ich heute endlich gefolgt bin:
        Kinderschutzbund!
        Hier scheinen kompetente, schnell arbeitende Menschen engagiert zu sein, die ein Netzwerk geschaffen haben, um allen Betroffenen zu helfen.
        Viele liebe Grüße und ich wünsche uns allen, dass wir auf diesem Weg irgendwie dem Guten zum Sieg verhelfen können.
        Schlaft gut – trotz allem. Es ist schön zu wissen, dass man nicht allein ist

        • An Tina:
          Ja gerne würde ich mit Dir in Kontakt treten – besonders, wenn man zeitgleich betroffen ist. Leider habe ich im Eifer des Gefechts vergessen, bei welchem Blog ich meinen Kommentar verfasst hatte … wenn Du magst, freunde Dich bei fb mit mir an, dann können wir versuchen, unsere Erfahrungen auszutauschen, und irgendwie möglicherweise die Welt ein wenig besser zu machen – das gilt natürlich auch für alle anderen Opfer … für die Täter noch nicht:
          Viele liebe Grüße an Euch alle

      • Stefan sagt:

        Danke dir ! Sven. Es ist sehr stimmig für mich. Seit 5 Jahren eine Beziehung mit einer N zistin, seit 2 Monaten getrennt . Entgültig ? ! Wer weis . Es ist viel Trauer , teilweise Wut Wellen …
        Diese Seite hat mit den Umgang besser verständlich gemacht!
        Sicher ist , meine eigenen Anteile zu durchschauen , damit ich nicht mehr in Resonanz gerate…
        Es geht um die Heilung , die wünsche ich für alle betroffenen.
        Damit gebe ich dem keine nahrung und Aufmerksamkeit mehr…

        .. Dankbar und demütig , für das was ist , war, und sein wird….

        Alles gute jovani

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