Der Narzisst braucht eine offene Beziehung

Ein Narzisst hat ein starkes Freiheitsbedürfnis, das er auch in einer festen Beziehung nicht zurückstellen kann. Es fällt ihm schwer, sich nur an einen Partner zu binden und diesem ein Leben lang treu zu bleiben. Die ständige Nähe eines festen Partners engt den Narzissten viel zu sehr ein und behindert seinen Drang nach Abwechslung und Selbstentfaltung. Eine offene Beziehung hingegen lässt dem Narzissten Raum, seine Bedürfnisse auszuleben.

Offene Beziehung: Ein Narzisst braucht die Auswahl

Bild: © shotsstudio – stock.adobe.com

Der Narzisst ist wie entfesselt, wenn er sich verlieben und seinem Verlangen hingeben kann. Er liebt die Verlockung, das romantische Knistern und das Feuer der Leidenschaft. Packt ihn das Eroberungsfieber, setzt er alles daran, dem Objekt seiner Begierde den Kopf zu verdrehen und es mit seinen Verführungskünsten für sich zu gewinnen. Dem Narzissten fällt es sehr schwer, zu widerstehen: Wenn er auf die Jagd nach sinnlichen Erlebnissen gehen kann, ist seine Stunde gekommen.

Es liegt in der Natur eines Narzissten, dass er immer das Abenteuer, die Abwechslung und das Prickeln braucht. Die Routine des Alltags löscht seine Lebensfreude und seinen Enthusiasmus. Wenn der Narzisst immer nur das Gleiche sieht und erlebt, wenn er sich mit den alltäglichen Kleinigkeiten und wiederkehrenden Problemen auseinandersetzen muss, dann vergeht ihm gehörig die Lust und er wird launisch und gereizt, manchmal sogar depressiv. Zum Leben gehören für den Narzissten die glühende Leidenschaft sowie die großartige Inszenierung seiner Person.

Das Leben in einer geregelten und gleichbleibenden Beziehung lässt einen Narzissten sehr schnell ermüden und abstumpfen. Er benötigt ständig neue Reize und neue Herausforderungen, um die Freude am Leben nicht zu verlieren. So sehr sich der Partner in der Beziehung auch bemühen mag, dem Narzissten alles recht zu machen – mit zunehmender Dauer kann er ihn immer weniger mit seinen Vorzügen begeistern. Der Narzisst muss sich nach neuen Vergnügungen umsehen, um nicht psychisch zu leiden, und beginnt, die Beziehung nicht mehr als einzige Quelle des Genusses zu betrachten.

Eine feste Beziehung engt den Narzissten zu sehr ein

Der Narzisst ist einem Flirt oder einer Affäre mit einem anderen Partner selten abgeneigt. Die Aufregung eines Doppellebens und das Gefühl, von mehreren attraktiven Partnern gleichzeitig begehrt zu werden, geben ihm das Gefühl von Lebendigkeit. Er kann sich als großartig erleben, wenn er die freie Auswahl hat, und somit sein Urbedürfnis nach Bewunderung befriedigen, das der feste Partner nicht mehr zu erfüllen im Stande ist, weil seine Zuneigung zu selbstverständlich geworden ist.

Sein unersättlicher Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit verhindert, dass der Narzisst dauerhaft echte Nähe zulassen, sich nur für einen einzigen Partner entscheiden und ausschließlich für diesen da sein kann. Er braucht das befreiende Gefühl, stets die Wahl zu haben und möglichst schnell fliehen zu können, wenn ihm der gegenwärtige Partner zu langweilig oder zu anstrengend wird. Eine offene Beziehung ist daher für einen Narzissten genau das Richtige: Wenn es zu stressig wird, zieht er einfach weiter und amüsiert sich woanders.

Der Narzisst hat diesen unbändigen Trieb in sich und kann diese unbewusste Energie nicht unterdrücken oder gar auslöschen. Er braucht eine offene Beziehung, um atmen zu können und sich wohl zu fühlen. Wenn er sich jederzeit freizügig anderen Partnern hingeben kann, kommt dies in der Regel auch der bestehenden Beziehung zugute: Das Gefühl von Freiheit nimmt dem Narzissten vielfach die Angst vor einer festen Bindung. Wenn er weiß, dass er Alternativen hat und sich nicht beschränken muss, fühlt er sich wohler, ist weniger launisch und bemüht sich sogar auch wieder mehr um seinen festen Partner.

Die einseitig offene Beziehung

Der Narzisst geht zwar eine feste Beziehung ein, verwandelt diese aber im Laufe der Zeit in eine einseitig offene Beziehung – jedoch meist, ohne dass der Partner etwas davon mitbekommt. Weil der Narzisst nur zu gut weiß, dass sich sein Partner einen treuen und soliden Lebensgefährten an seiner Seite wünscht, lässt er diesen in dem Glauben, nur ihn zu lieben, und wiegt ihn damit in Sicherheit, um dann heimlich seinen Leidenschaften nachgehen zu können. Er hält sich lieber alle Hintertüren offen, statt in einer festen Beziehung wie eine Blume ohne Wasser zu verwelken. Die Befriedigung seines Verlangens ist einfach stärker als das Einhalten seines Treueversprechens.

In dem berauschenden Gefühl, unwiderstehlich zu sein und sich alles erlauben zu können, neigt der Narzisst zu einer einseitig offenen Beziehung und verdrängt dabei die Gefahr, dass seine Affäre möglicherweise auffliegt. Entweder ist der Narzisst davon überzeugt, sein Doppelleben so genial verschleiern zu können, dass ihm niemand jemals auf die Schliche kommt. Oder er hegt nicht einen Moment lang auch nur den geringsten Zweifel daran, dass ihm sein Partner jederzeit verzeihen wird, wenn dieser hinter den Schwindel kommt. In seiner Überheblichkeit ist er davon überzeugt, dass ihn sein Partner niemals aufgeben kann – weil er so einzigartig ist.

Während der Narzisst eine einseitig offene Beziehung zum emotionalen Überleben benötigt und sich in der Regel auch keiner Schuld bewusst ist, wenn er davon Gebrauch macht, achtet er sehr gründlich darauf, dass sich sein Partner nicht dieselben Freiheiten herausnimmt. Es würde ihn zutiefst verletzen, wenn er wüsste, dass ihm sein Partner nicht treu ist und sich mit anderen trifft. Der Narzisst braucht das Gefühl, dass er für seinen Partner die absolute Nummer eins ist, es für diesen niemals einen anderen geben kann und er von ihm uneingeschränkt bewundert und verehrt wird.

Eine beidseitig offene Beziehung kann es nicht geben

Daher käme eine offene Beziehung, in der für beide Partner die gleichen Regeln gelten, für den Narzissten überhaupt nicht in Frage. Es besteht für ihn zu sehr die Gefahr, sein Partner könnte sich in einen anderen verlieben und er wäre nicht mehr dessen unangefochtener Held. Der Narzisst würde sich in einem solchen Fall als ungenügend empfinden und von einem Gefühl der Minderwertigkeit überwältigt werden, das er niemals ertragen könnte. Sein hoher Mangel an Empathie macht es ihm aber auch unmöglich, nachzuempfinden, dass sich sein Partner genauso fühlen könnte, wenn er fremdgeht und einen anderen begehrt.

Manchmal macht der Narzisst aber auch offiziell den Vorschlag, eine offene Beziehung zu führen – vor allem, wenn er wiederholt beim Fremdgehen ertappt wurde. Da Monogamie für ihn keine Lösung darstellt und ihn nur unglücklich machen würde, wird der Partner mit den Vorteilen einer offenen Beziehung konfrontiert. Weil der Partner wiederum Angst hat, den Narzissten durch übertriebene Engstirnigkeit gänzlich zu verlieren, geht er zähneknirschend und widerwillig auf die Vereinbarung ein – ohne jedoch von den vielen Vorteilen, die eine offene Beziehung angeblich mit sich bringt, Gebrauch zu machen. Der Partner begnügt sich damit, die Exzesse des Narzissten zu dulden.

Der Status wechselt dann zwar von einer festen zu einer offenen Beziehung, es bleibt aber weiterhin bei einer einseitig offenen Beziehung. Der Narzisst kann völlig enthemmt seinen Ausschweifungen nachgehen und kümmert sich nicht um den unterdrückten Kummer seines Partners. Beschwert sich dieser, schlägt ihm der Narzisst lediglich vor, die neu gewonnene Freiheit doch auch einmal in Anspruch zu nehmen – allerdings in der sicheren Erwartung, dass sein Partner das großzügige Angebot nicht nutzen wird. Dem Narzissten gefällt eine offene Beziehung nur, wenn er ungehindert seinen Vorlieben nachgehen kann, der Partner ihm aber mit seiner Zurückhaltung einen Liebesbeweis erbringt.


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Veröffentlicht in Blog, Fremdgehen, Affären, Sex
29 Kommentare zu “Der Narzisst braucht eine offene Beziehung
  1. Doreen sagt:

    Frage in die Runde: Kann mir jemand von euch mitteilen:
    Worin besteht eigentlich der grundsätzliche Unterschied zwischen einer „narzisstischen Persönlichkeitsstörung“ und dem „Borderline-Syndrom“ ?
    Im Grunde ist es doch das gleiche Verhaltensmuster, oder irre ich mich ?

  2. Stephan sagt:

    Es ist so unglaublich traugig.
    Ich lernte meine NARC im Sommer 2015 kennen. Sie selbst hatte eine Woche vorher ihre Beziehung zu Ihrem damaligen Freund, einem ex-BW Offizier beendet. Sie war mit ihm wohl zwei Jahre zusammen, wovon er das zweite Jahr wohl nur noch depressiv auf dem Sofa lag.
    Ich selbst kam auch erst vor wenigen Monaten aus einer langjährigen Beziehung.
    Am Anfang war alles schön. Ich wurde mit Komplimenten und Geschenken überhäuft, aber es war auch schon sehr „erdrückend“.
    >Ich< machte in den ersten Wochen die dumme Ansage, dass es "ok" sei, dass wenn einer von und beiden mal auf einer Party jemanden kennenlernen würde, und man eine einmalige Sache hätte, man dem anderen davon jedoch nichts erzählte.
    Nach einem Jahr war ich einfach nur noch komplett verliebt, und hatte die Ansage für mich selbst nie genutzt. War aber auch einfach nicht ohne sie Party machen.
    Aber immer wieder gab es kleine on-off Phasen, die sie Anstoß, nur damit ich mein Fehlverhalten änderte. Und das versuchte ich.
    Im Herbst/Winter dann der erste Zusammenbruch meinerseits. Sie machte mal wieder Schluss, nahm sich einen Flug, und verreiste zum arbeiten nach Kapstadt (sie ist Fotografin) Das hat mich emotional so mitgenommen, dass ich ab dem Zeitpunkt so starke Panikattacken bekam, und wahrscheinlich meine erste Depression hatte, dass ich nicht mehr Autobahn oder ähnliche Situationen fahren konnte.
    Dazu muss ich sagen, dass ich seit 2006 immer mal Panikattacken hatte. Ab diesem Zeitpunkt bestimmten sie allerdings mein Leben.
    Wir schafften er wieder uns zusammen zu raufen, sodass es nach ihrer Rückkehr ab März 2018, wieder zusammen weiter ging. Ab ungefähr dem Zeitpunkt fing sie eine Analyse an. Die Zeit war schön.
    Die Weihnachts und Neujahrstage verbrachte sie dann mit ihrer Schwester wieder in Südafrika.
    Als sie im Januar 2019 zurückkehrte, bedankte sie sich noch bei mir, dass ich so an uns geglaubt und um gekämpft hätte, und sie versprach mir nun nie wieder wegrennen zu wollen.
    Das war dann auch der Augenblick als wir und für ein gemeinsames Kind entschieden haben.
    Kaum 8 Wochen später war sie auch schon schwanger.
    Arri, mein Sohn, war ein wirkliches Wunschkind, obwohl ich eigentlich nie Kinder wollte.
    Jedoch wurde diese Freude auf ihn bereits im Sommer 2019 während der Schwangerschaft getrübt.
    Dort lernte ich nämlich ihren ersten Liebhaber kennen. Im vierten Monat schwanger…
    Wir haben zusammen ein Büro, da ich selbst auch Bilder mache.
    Als wir zusammen im Büro saßen wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust auf eine 21 jährige hätte. Ich selbst war zu dem Zeitpunkt 43. Da ich die Frage komisch fand und misstrauisch wurde, schaute ich mal in ihr Telefon.
    Dort erfuhr ich dann das sie seit längeren einen Liebhaber hatte, den wir zusammen im Sommer 2018 in einem Club kennengelernt haben.
    Damals im Sommer 2018 fragte sie mich noch ob die Absprache noch gelten würde, da er sie wohl ziemlich direkt auf Sex ansprach. Ich erklärte ihr eindeutig, dass das für mich nicht mehr so der Fall sei, und ging damit von aus, dass es sich somit erledigt hätte.
    Nun war es aber 2019, und sie schrieb mit ihm. Ich wusste es, und habe sie nicht darauf angesprochen, da ich sie nicht verlieren wollte, obwohl ich trotzdem Gedanken hatte sie allein in den Kreissaal laufen zu lassen.
    Arri wurde dann Heilligabend 2019 um 17.45 geboren.
    Die Zeit danach war erstmal sehr schön, auch wenn ich die leise Stimme des Liebhabers im Hinterkopf hatte. Aber ich fing auch an ihr Telefon zu kontrollieren (habe ich in keiner vorherigen Beziehung gemacht), und war daher sicher das er erstmal nicht mehr war.
    Im Sommer 2020 machten wir dann gemeinsam Urlaub auf Mallorca. Arri war zu dem Zeitpunkt 6 Monate alt.
    Ich saß Mittags im Wohnzimmer, da mit die pralle Sonne zuviel war, während sie und Arri draußen im Pool plantschten. Ihr Telefon lag neben mir auf dem Tisch, als plötzlich eine Whatsapp aufploppte, die ich verdächtig fand, und nachgesehen habe.
    Dort erfuhr ich dann von Alex, den sie ca 1 Jahr vorher auf einem Shooting auf Mallorca kennengelernt hatte. Ihr Plan war es, sich einen Nachmittag allein abzusetzen, um sich von ihm eine "fremdb****" abzuholen.
    Ich schwieg wieder, schaffte es aber, dass zu verhindern.
    Ab diesem Zeitpunkt fing ich mich allerdings in der Beziehung ein wenig zurückzunehmen, und ihr die bis zu diesem Zeitpunkt vorhandene Bewunderung und das ständige Recht zu geben, was sie immer und ausschließlich für sich forderte.
    Jeder meiner Handschläge wurde immer beäugt und kritisiert. Nur fing ich an, ihr dann auch mal zu widersprechen. Der Anfang vom unendlichen Ende für mich.
    Daduch das sie nicht mehr ihr täglich Futter bekam, setzt für mich nun vollends die Abwertungsphase ein. Ständige Streitereien und Schuldumkehr waren die Tagesordnung. Egal was ich machte, es war falsch. Wäre ich über das Wasser gelaufen, hätte sie mir vorgeworfen nicht geschwommen zu sein.
    Der Punkt ist, zu diesem Zeitpunkt habe ich NIE an Narzissmus gedacht, hatte jedoch eine Reihe an Punkte, die ich ihr schon länger "vorgeworfen" habe. Z.B. das sie nie Schuld sei. Wenn es mal irgendwo nicht klappte, waren immer alle anderen Schuld, nur nie sie.
    Auch könnte man auf keinen Fall nur einen kleinen Punkt an Kritik anbringen. Sie flippte dann entweder sofort aus, oder ging einfach weg.
    Schuldumkehr beherrschte sie allerdings in Vollendung. Echte Empahtie fühlte ich eigentlich auch nicht. Ihr ging es vor allem um ihre Gefühle und Vorteile. Wie es mir ging, stand hinten an.
    Im August 2021, mein physischer sowie psychischer Zustand war zu der Zeit schon am Ende, fing ich unbewusst an Tagesabläufe aufzuschreiben, weil sie von ihr immer hinterher anders dargestellt wurden.
    Der endgültige Bruch kam dann im Dezember 2021. Wir/sie sind im Oktober 2021 in eine neue Wohnung gezogen, ohne jedoch die alte ganz aufzugeben, damit man mal einen Rückzugsort hat.
    Am Anfang fühlte ich sich gut an. Zwar noch Streitereien, aber man hatte auch mal Zeit für sich.
    Ab Dezember dann die "Trennung" von ihr.
    Anfang Dezember wird mir noch gesagt das sie mich liebt, Mitte Dezember dann Ende.
    Sie ertrug nicht meine "Kritik", obwohl ich ihr einfach nur ihre Doppelstandards spiegelte.
    Zu dem Zeitpunkt hatte sie allerdings auch schon die neue Nachbarin zu ihrem neuen flyling monkey gemacht. Ich fühlte mich von der Nachbarin auch komisch behandelt, und sprach meine Ex darauf an, ob sie mit ihr über uns redet. Das war natürlich kompletter Unsinn.
    Silvester 2021/22 haben wir und dann unterhalten, und nochmal versucht zu kitten.
    Das hilt bis Februar. Natürlich war ich Schuld… mal wieder.
    Trotzdem versuchte ich weiterhin ihr zu gefallen, und alles nach ihren Wünschen zu machen.
    Im März diesen Jahres saß ich Samstags abends im Büro, und ging irgendwann an ihrem Arbeitsplatz vorbei, wobei ich an dem Tisch kam, und der Rechner durch die Mausbewegung an ging.
    Whatsapp war offen, und so nahm ich es mir nicht, dort mal reinzuschauen.
    Hätte ich im Dezember bezüglich der Nachbarin in England eine Wette darauf abgeschlossen was sie und meine Ex sagten, wäre ich im März Millionär geworden.
    Das war so ziemlich genau das, worauf ich meine Ex vorher ansprach.
    Ab Mai 2020 habe ich mich auf der Erziehung zurückgezogen, da mein seelischer Zustand einfach nicht mehr in der Lage war, mich um mein Kind zu kümmern. ich hatte dauerhaft somatoforme Störungen, Depressionen, Panik usw.. Plus eine Grübelschleife, aus der ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht richtig raus bin. Intermittiert verstärkte Beziehungen funktionieren.
    Ich bin seit Monaten arbeitsunfähig, aber die Panikattacken sind weg, seitdem ich mir versuche zu entziehen. Sie ist inzwischen bei Bumble und Tinder und hat ständig wechselnde Sexualpartner. Und natürlich auch schon den einen, der so besonders ist.
    Nach und nach kommt immer mehr raus, wie oft sie mir fremdgegangen ist…

    Da ich im guten Kontakt zu ihrer ältesten Freundin stehe ist mir inzwischen klar, ich bin nur ein weiteres Schlachtfeld was sie hinterlassen hat…
    Meine Rolle erkenne ich inzwischen aber auch sehr gut, und arbeite daran.

  3. Ek sagt:

    Liebe Mitmenschen und auch Leidende,
    es ist kaum zu glauben, was so viel Menschen erleben und über Jahre durchmachen.
    Auch ich habe 8 Jahe meines Lebens leider verloren. Da ich die Hoffnung auf Einsicht, Besserung und therapeutische Hilfe nicht aufgab.
    Ein ständiges Auf-und-Ab, on/of-Beziehung.
    Manipulieren..

    Hat sich mehrfach bis zu 6 Monate zurückgezogen.
    Distanz
    Rückzug
    Zumachen
    Blockiert
    Keine Antwort

    Es lässt sich nicht aufzählen, wie ich mich für sie und ihre Kinder einsetzte.
    Kaum ein Danke, wenn dann nur aufgesetztes Lächeln.

    Abwertungen wegen Nichtigkeiten
    Habe mich oft von ihr nicht als Mensch gesehen.
    Keine Empathie
    Nur Forderungen
    Unzufriedenheiten
    Ich müsse mich ändern

    Vermute stark, beides liegt vor, NPS + BPS.
    Wenn man jemand liebt und Nähe eingeht, wertvolle Zeit an besonderen Orten gemeinsam verbringt: da gehört doch Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit dazu.
    Anders kann man doch mit keinem Menschen und Partner sich vor die Tür trauen.
    Jedoch das ist Fehlanzeige. Sie glauben ihre Lügen ist die Wahrheit. Bauen sich ihre Welt so, wie sie es brauchen.
    Tankstelle ist ein guter Begriff.
    Man überwindet und verlagert Berge für jemand und sie ist nicht bereit, den geringsten Stein aufzuheben.
    Nicht mal eine Teetasse zu spülen.
    Ausbeutung bis aufs Knochenmark.
    Lügen und betrügen, sich verstellen…

    Wie gut könnte es sein, sich mal mit Betroffenen zu treffen und auszutauschen.
    Um diesen Sumpf besser wieder aus dem Leben herauszubekommen.
    Es drückt so nach unten, nimmt einem die Kraft zum Leben.
    Betrogen und belogen zu werden, tut sehr weh. Sind große seelische Verletzungen. Wunden, zu hoffen dass die Narben nicht zu groß bleiben.

    Alles Gute beim wieder zu sich selbst finden und kommen.
    Wieder Sinn im Leben und Tun sehen und finden.
    Später vielleicht mal mehr

  4. Louisa sagt:

    Der Narzisst.. Was für ein Thema. Ich kämpfe derweil einen extrem harten Kampf einer völlig irrationalen Co-Abhängigkeit. Irrational in jeder Hinsicht, da der Mann mir de facto nichts geben kann und ich diese Abhängigkeit selber nicht verstehe. Wir kennen uns seit 28 Jahren und damals, als wir uns erstmalig begegneten hat er ALLE seine Freundinnen mit mir betrogen. Schamlos, mit einem Lächeln. Ich kann mich erinnern, ich habe Ihn nach Hause gefahren (profitieren können sie!!) und dann eben nicht zu sich nach Hause sondern zu seiner Freundin. Mitten in der Nacht nach einer Nacht im Club. Bei ihr vor der Türe angekommen knutscht er mich im Auto, sie steht in der Türe und öffnet für ihn. Es stört ihn nicht, er findet das lustig.
    Damals hat mich das alles nicht weiter bewegt. Diese und ähnliche Geschichten gibt es zu Hauf. Dann war ich viele Jahre im Ausland und er war der Erste, den ich in Deutschland wieder getroffen habe. Seitdem (2 Jahre nun) ist es eine permanente On-Off Beziehung. Von Februar 2020 bis Ende März 2020. Da hat es schon einmal gekracht und wir hatten keinen Kontakt. Seit Januar 2021 wieder, bis vor 2 Wochen.
    Im letzten Jahr hat er quasi jedes Wochenende bei mir Übernachtet. Die Nächte waren meist sehr schön, sehr nah. Aber zu seiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung kommt ein ausgewachsener Alkoholismus dazu. Ich gehöre zu der Kategorie Hypersensibele! Diese beiden Spezies ergänzen sich ja bekannter Weise sehr gut. Da ich zudem ein Kontrollfreak bin läuft es immer so, dass ich die „Beziehung“ (wobei er immer sagt er ist Single um keine Verantwortung zu übernehmen) beende, ihn rausschmeisse, den Kontakt abbreche. .. Meist um ihn dann ein paar Tage später wieder aufzunehmen. Er ist passiv.. Melde ich mich, ist es fein, wenn nicht ist es auch gut und er baut ein Gefühl und die Parolen des Hasses gegen mich auf. Bis hin, dass er in der Gesellschaft sagt ich hätte eine psychische Störung. Auf Grund dieses „Machtkampfs“ wurden in der letzten Zeit die Waffen immer brutaler seinerseits. Ich bin die immer liebende, auch wenn ich es beende, die Freundin, die Liebehaberin, die Gesellschafterin etc.
    Vor zwei Wochen dann das Finale (zumal es eine solche Situation schon 2 x gab)… Er Freitags in der Stadt, wir schreiben noch.. um 1h30 schreibt er, ob er noch auf einen „Absacker“ kommen soll. Ich antworte nicht. Wir sehen uns Samstags und er erzählt ganz stolz er sei erst um 7 Uhr zuhause gewesen… Es sei eine wirklich harte Nacht gewesen. Auf die Frage wo er war antwortet er nicht. Er bleibt die Nacht bei mir, schön, steht Sonntags um 15uhr auf. Später erfahre ich Von einem Freund, dass er mit einer oder mehreren Frauen (er hat es selbst stolz erzählt) noch aus der Stadt nach Hause gefahren ist. Ich rufe ihn an, frage wo er Freitagnacht noch war. In der Stadt sagt er, und dann zuhause. -.. Ich habe ihn auf die Lüge aufmerksam gemacht.. Seitdem kein Kontakt mehr. Ich kämpfe jeden Tag weil auch mir dieser Adrenalin oder welcher auch immer Hormonkick fehlt. Es ist wie Sucht, genau so. Krank !!!! und dies ist nur ein Beispiel seiner Unverschämtheiten von 1000…

    • Tim sagt:

      …da viele das gleiche durch machen, ich auch und ich kann nur von mir sprechen…es hat nur eine 100% Kontaktsperre geholfen, trotz minderjähriger Tochter (lebt bei ihrer Narc-Mutter)…jetzt nach 1 1/2 Jahren Trennung und Therapie, kann ich wieder auf meine Tochter zugehen, ohne das mich meine Exfrau noch belasten kann, wobei meine Ex es schon wieder probiert, die können nicht anders, selbst wer wieder in einer neuen Partnerschaft ist, oft nach 5 Jahren oder später, die tauchen immer wieder regelmässig auf!
      Ich wünsche Dir alles Gute und das Du Deine Erkenntnisse verarbeiten kannst.

      • Ja -tim, die tauchen immer wieder auf – um zu hören : ich bin zwar jetzt neu gebunden aber du warst der tollst den ich je hatte. Gesagt , und liebevoll wieder verabschiedet. Der weg und zufrieden und ich habe meine Ruhe. Ein Variante des Umgangs . Denken dabei: Du bist krank und ich kann dir nicht helfen .

  5. Elke M. sagt:

    War mal ein paar Monate mit einem solchen Typen zusammen.
    Auf dem Höhepunkt unserer Beziehung (alles lief wirklich sehr gut)
    hat er mich betrogen. Ich stellte ihn zur Rede und er meinte nur „Ja weißt du, das ist immer so bei mir.
    Wenn es mir emotional zu eng wird, breche ich aus“. Das war alles, was er mir sagte.
    Ich habe mich von ihm getrennt.
    Ich erfuhr dann von einer Freundin, die noch Kontakt zu ihm hatte, dass er nach mir wieder mit seiner EX zusammen war (also nicht der Seitensprung, sondern die vor mir). Aber er würde ständig an ihr herummeckern. Irgendwann ging die dann auch.
    Dann erzählte er meiner Freundin, dass ich wohl die einzige gewesen wäre, die ihn geliebt hätte.
    Das war auch so. Aber diese Einsicht kam etwas spät.
    Nach ein paar Jahren rief er mich an und wollte mich besuchen. Ich dachte mir, okay, eine Aussprache, wenn auch spät, kann nicht schaden. Ich bar ihn, 1-2 Tage vorher anzurufen, wann er mich besuchen will, damit ich mich darauf einstellen kann (Ich arbeite selbstständig, meine Zeit ist immer etwas knapp)
    Da rief er eines Nachmittags an, weil er noch einen Freund in meiner Nähe besucht hatte und meinte:
    „Ja, ich fahr dann jetzt los. In einer halben Stunde bin ich bei dir“
    Ich war wie vor den Kopf gestossen. Und wieder einmal hat er nur gemacht, was für ihn gerade „praktisch“ schien. Ich sagte ihm ab und erinnerte ihn daran, sich anmelden zu müssen und dass das so nicht ginge. Ich hätte jetzt keine Zeit, müsste noch zur Post, mir würde das heute überhaupt nicht passen und dann legte ich auf. Es war wie eine Befreiung für mich, dass ich das fertig brachte.
    Seitdem habe ich nichts mehr gehört von ihm. Er lebt allein.
    Und ich sage allen Frauen hier: „Bevor ihr mit einem solchen Typen eure Perlen vor die Schweine werft, bleibt lieber allein. Da verletzt euch niemand“

  6. Doro sagt:

    Es ist erschreckend wie vieles was hier im Text steht, meine Geschichte sein könnte.
    Ich kenne ihn seit 10 Jahren. Erst seit wenigen Wochen beschleicht mich das Gefühl einem Narzissten begegnet zu sein.
    Ich bin die unangenehme „Dritte“ im Bunde. Er lebt seit 40 Jahren mit seiner Partnerin zusammen, sie haben zwei erwachsene Söhne, die aber noch im Elternhaus leben, auch weil ER seinen Söhnen nichts zutraut und lieber alles selbst erledigt, damit er nachher als „Retter der Nation“ dasteht.
    Ich ließ mich für ihn scheiden, er hat mir jahrelang immer wieder Gründe genannt weshalb er jetzt gerade halt nicht seine Partnerin verlassen kann. Zuerst die kinder noch zu jung, dann pflegebedürftige „Schwiegermutter“ und jetzt Corona und finanzielle Sorgen, die daraus resultieren.
    Unsere Affäre kam vor 6 Jahren raus, die Partnerin blieb trptzdem und ließ sich wie ich auf das Dreieck ein. Mir wurde kein zweiter Partner erlaubt, denn sonst wäre es sofort aus.
    Jahrelang hörte ich immer „gib mir noch Zeit. Ich kann jetzt grade nicht raus aus der Beziehung. Wir haben zuviel erlebt, als dass ich sie so verlassen kann.“
    Mir wurden immer kleine „zückerchen“gereicht. Hier ein Abend mehr, dort ein romantisches Wochenende.
    Zu ihm zu gehen, ging nie, seine Söhne kenne ich auch nach 10 Jahren noch nicht persönlich.
    All seine Versprechen, die er mir gab, wenn xy vorbei ist, verlasse ich sie… wurden nie gehalten. Im Gegenteil, mir wurde unterstellt, dass ich die Fakten verdrehen und nur das hören würde, was ich wollte.

    In all den Jahren habe ich versucht mich zu trennen. So viele male und habe ihn immer wieder zurück genommen, weil er die Bedingungen zu meinen Gunsten etwas angepasst hatte.

    Sein Profil passt nicht 100% da er weder laut, noch beleidigend oder rasend eifersüchtig war. Aber die Darstellung von mir als seine Geliebte passt wie die Faust aufs Auge.

    Bin ich wirklich einem Narzissten in die Arme gelaufen?

  7. Ingo sagt:

    WEnn ich das alles lese, bin ich einfach immer und immer wieder nur erschrocken. Was sind das für Menschen? Wie wird mit den Menschen umgegangen, die man angeblich liebt?
    Wissen diese MEnschen überhaupt, was Liebe ist?
    Auch da erinnere ich mich an Begebenheiten mit meiner Ex.
    Ich warte jetzt jeden Tag auf das Scheidungsurteil, damit zumindest dieses Kapitel abgeschlossen werden kann, bevor es an den Vermögensausgleich und die Vermögensverwertung geht. Das wird dann auch wieder ein Spass.

    • Brigitte sagt:

      Glückwunsch für klare Verhältnisse!!!
      Kein Haus und kein Vermögen ist es wert eine solche Beziehung zu erhalten.
      Alles Gute, Kraft und Frohsinn für den neuen Abschnitt.

  8. W. sagt:

    Ich habe das besonders perfide erlebt indem ich dazu überredet(genötigt)wurde einem gemeinsamen Hobby nach zugehen.Dabei ging es um Paartausch.
    „lass uns das zusammen machen, oder ist es dir lieber wenn ich alleine fremd gehe?“
    Zu dem Zeitpunkt waren wir schon mehr als 10 Jahre zusammen und verheiratet.
    Bei den Treffen mit einem anderen Paar hat es ihn nie interesiert was oder ob überhaupt etwas zwischen mir und dem anderen Mann zustande kam. Es war ihm egal.Hauptsache er kam auf seine Kosten.
    Er wusste das ich kein Interesse daran hatte und fühlte sich sicher.Außerdem hatte er so ein sauberes Gewissen.Er ist ja nicht fremd gegangen, schließlich wusste ich davon und wir haben es ja „gemeinsam“ gemacht.
    Wollte ich nicht wurde mit Trennung gedroht.
    Nach einer Erkrankung meinerseits (ich habe es als Zeichen meines Körpers verstanden und bin endlich aufgewacht)habe ich mich geweigert.
    Dann kam das große Schweigen, nicht beachten und sonstiges typisches Verhalten wie aus dem Lehrbuch.
    Mit seinem Verhalten wollte er mich auf die Knie zwingen . Der Schuss ging aber nach hinten los ,zumal ich in der Zwischenzeit heraus gefunden hatte, das er mich trotz Allem die ganzen Jahre noch zusätzlich belogen und betrogen hat…..auch finanziell.
    Ich bin inzwischen geschieden, aber er ist natürlich das Opfer, was auch sonst?

    • Claudia sagt:

      Hallo !
      Ich habe ähnliches erlebt wie du.
      Nach einer schweren Krankheit hat er mich 3 Monate später (Ich war in einer Reha 3 Monate) zu Hause besucht. Nach einer Weile sagte er zu mir, er träume schon Wochen lang davon, mit mir einen Partnertausch zu machen. Ich war so schockiert und das war dann für mich der Endpunkt, wo Schluß war. So was perverses, krankes wie der, das kann man nicht glauben.

  9. Ruth sagt:

    Ja das musste ich auch erleben. Leider hatte ich nach 5 Jahren rausgefunden, dass ich die eigentliche Affäre war. Es gab schon eine längere Dauerbeziehung vor mir. Von anderen lockeren Spielchen vor mir, hatte er mir erzählt, aber diese alle waren nichts gegen einer guten ehrlichen und aufrichtigen Beziehung zu mir, so seine Worte.
    Als ich dann alles aufdeckte kam er mit der Ansicht, dass er eben zwei Frauen gleichstark lieben könne, was aber kein Hindernis zu einer Drittfrau darstellte.
    Es begann ein langes Hin und Her, Verzeihen, Therapie, versuchen zu vergessen……… letzten Endes hat alles nichts gebracht, ich habe an der Beziehung gearbeitet und er hatte neue Gespielinnen. NPSler werden sich niemals ändern. Es ist Zeitverschwendung mit ihnen Umgang zu haben.

    • Ruth sagt:

      Hallo Ruth,
      ich schreibe hier auch ab und zu unter dem Namen Ruth.
      Wie könnten wir uns hier unterscheiden, was meinst du?
      Vielleicht Ruth + Ruth1 oder so?

      gruss,ruth

  10. Ingo sagt:

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr die Darstellungen hier immer wieder treffen. Als ob es ein Auszug aus dem eigenen Leben wäre.
    Meine Frau kommt aus dem Ausland. Wir hatten uns im September verlobt und seltsamerweise stand dann Neujahr ihr abgelegter Liebhaber vor der Tür. Ob sie nach der Verlobung mit ihm noch was hatte, kann ich nicht sagen, da ich ja in Deutschland war.

    Nun Jahre später hatte sie erst ein Verhältnis mit ihrem Chef. In der Zeit hat sie mich sogar gefragt, ob ich ich glaube, dass er sich wegen ihr scheiden lasse. Aber ich weiß das sicher und habe für mich Gott sei Dank Beweise scharz auf weiß, auch wenn sei das hinterher noch 5 Jahre geleugnet hat. Danach möglicherweise etwas mit einem Kollegen. Ich bin mir fast sicher, nur beweisen kann ich das nicht.
    Nach meiner Trennung / meinem Auszug hatte ich eine Freundin und auf einmal war ich derjenige, der sie betrogen hat. Ihre Affäre (eigentlich war es viel mehr) hat sie immer noch geleugnet.
    Alles wie im Artikel beschrieben.

    Damit bin ich zum Glück inzwischen halbwegs fertig geworden. Ist ja auch lang genug her.

    Beschäftigen tut mich folgendes immer wieder mal: Wir haben drei Kinder. Von denen sieht meine Älteste mir relativ ähnlich. Da bin ich sicher, dass sie meine Tochter ist. Nur meine beiden kleinen Kinder sehen sich zwar ähnlich, aber mir? Gefühlt sind es meine Kinder und ich mag sie um nichts auf der Welt hergeben. Aber sind sie von mir? Manchmal habe ich da meine Zweifel und überlege einen Vaterschaftstest zu machen. Aber dann sage ich mir wieder, dass das möglicherweise nur meine Beziehung zu den Kindern unnötigerweise belasten würde. Für sie bin ich auch ihr Papa und das steht ausser Frage.

    Das schlimmste an dem allen sind die ganzen Zweifel, die in einem selber entstehen und die sich nicht ablegen lassen.
    Das ständige Misstrauen anderen gegenüber.

    Gott sei Dank habe ich diese Seite hier gefunden. Damit habe ich erst Mal verstanden, was in meiner Ehe passiert ist und dass ich nichts ändern kann. Ich konnte aus dem Hamsterrad raus. Und trotzdem dauert es ewig, das alles zu verarbeiten.

  11. Amy sagt:

    Eines ist sicher – Single und glücklich können diese Menschen nicht sein. 🙁 Auch deswegen haben sie wohl immer gern jemanden „in der Hinterhand“: springt ein Partner ab, stehen ein Dutzend neue potentielle Partner vor der Tür.

    • lilli sagt:

      … glückliche Partner.innen können sie auch nicht sein.
      Sie sind als Single oder in der Beziehung nach SehnSÜCHTEN hungernde Einzelgänger,
      die andere Menschen nur als Tankstellen betrachten können.
      Ich lese immer wieder hier auf dieser Site ‚Umgang mit Narzissten‘
      und halte Abstand zu den Tankstellen suchenden Narzissten in meinem/r Leben/ Verwandtschaft.

    • Jane99 sagt:

      Hallo,

      ich war die „Geliebte“ des Narzissten und bin jetzt seine EX? Partnerin. Ich habe ihn sozusagen erobert… mit der Zeit hat er aber kein Interesse mehr an Sex mit mir. Ich glaube auch nicht, dass er fremd geht.. aber das mit dem neuen Partner in der Hinterhand – kann ich nur bestätigen. Ich glaube er weiß nicht, dass er ein Narzisst ist! Es passt sehr viel was hier steht – nur kriminell, körperliche Gewalt, Kindesmisshandlung und Geldverschwendung ganz sicher nicht.. ich habe ziemlich viel geweint in der letzten Woche, weil es gerade auf Trennung hinausläuft, weil ich nicht mehr aufs glücklich sein warten will. Immer wieder vertröstet er mich mit neuen Zielen bis wir endlich eine glückliche ruhige Beziehung leben können und er auch Zeit mit mir verbringt. Wenn er nachgeben muss, dann bestraft er mich mit Liebesentzug… geht einfach an unseren gemeinsamen Abenden schlafen.. ich wünschte – ich könnte einfach aufhören ihn zu lieben … er gehört sicher zu der 2. Gruppe vulnerabel-fragil und wirkt manchmal so hilflos und verletzlich und damit hat er mich dann wieder an der Angel und die Wut über Demütigungen und Beleidigungen klingt ab

  12. Karin sagt:

    Genauso habe ich es erlebt. Er hatte ständig Affären – als ich ihm jedoch mehrfach eine offene Beziehung vorschlug – eher so als Test, wieviel ihm unsere Beziehung wert war – lehnte er das jedesmal vehement ab. Um selbst wie gewohnt weiter zu machen. Fast 10 Jahre lang. Bin seit über einem Jahr getrennt, lese jedoch die Beiträge hier regelmäßig und bin immer wieder erstaunt, wie treffend diese sind. Die Erklärungen helfen mir bei der Aufarbeitung meiner Beziehung sehr. Vielen Dank!

  13. Johanna sagt:

    Was mich interessiert: Sind alle Narzissten so? Oder gibt es auch solche, denen bestimmte Wertevorstellungen es nicht erlauben, diese Sucht nach Abwechslung auszuleben?
    Gibt es auch freiwillig monogame Narzissten?

    • Es ist ein typisches Muster von Narzissten – es ist deswegen aber nicht bei allen Narzissten zu beobachten! Narzissten können sich auch als grandios erleben, indem sie auf Treue besonders viel Wert legen, anderen in dieser Hinsicht ein moralisches Beispiel sind und alle anderen sofort abwerten, die ihren Partner betrügen. Es kann aber auch sein, dass der Narzisst sich in diesem Lebensbereich unauffällig verhält, dafür in anderen Bereichen seine Großartigkeit exponieren muss.

    • Meier sagt:

      Ja,mann wird älter.
      Auch narzisten haben ein Herz.
      Ich schade mir am meisten zuerst mir selber wenn ich Frauen schade.
      Ich könnte jede Woche jemanden erobern.
      Aber ich bin jetzt seit 10 Jahren in einer Beziehung.
      3 Kinder.Das jüngste mittels Befruchtung.

      Gerne bin ich der Vater.
      Meine Liebe ist jung und schön.
      Am Anfang nicht so schön wie jetzt.
      Sie ist wohl auch eine Narzisse, aber mag keine Männer, da ihr Vater sie geschlagen hat.
      Es geht um die Kinder.
      Darum verzichte ich auf fast alles.
      Durfte die schönsten,inteligentesten reichen Frauen kennen lernen.
      Ich wäre unglücklicher,hätte ich darauf verzichtet.
      Besser gesagt ist diese Energie kaum zu bändigen.
      Sex ist nicht das wichtigste dabei.
      Wohl wurde ich von meiner Mutter zu sehr als Partner gebraucht.
      Ich kann sehr gut allein sein, bin sehr interessiert und kann mich gut einfühlen.
      Rauche und trinke nicht und verachte halt schon Menschen, die ungesund leben und fett sind.
      Als einsichtiger narzisst kann ich auch ein liebevoller Partner und Vater sein.
      Helfe Menschen auch sehr gerne selbstlos.
      Behaupte nicht, dass ich vollends geheilt bin.
      Aber die/eine beziehung ist mein begehrtes Ziel.
      Da die Partnerin jung und schön ist, stehe ich ihr nicht im weg.
      Aber ich liebe sie trotzdem für immer wie auch immer.sofern ich denn überhaupt liebensfähig bin?
      Habe mich mit Psychologie befasst.
      Bin sehr selbstkritisch und bin dankbar für Kritik weil ja oft blind.großartig fühlende können auch großartige Leistungen erbringen.
      Künstler,Musiker,Sportler.erstaunlicherweise ergieng es mir nie richtig schlecht.Suizid kann ich gut nachfühlen.
      Aber ich liebe das leben zu sehr.
      Schändlicherweise liebe ich auch mich.viele cindirellas lieben sich nicht und sind süchtig nach Liebe.

  14. Katinka sagt:

    In allen beschriebenen Bereichen erkenne ich meine Ex Partnerin und beinah Ehefrau wieder. Heute, gut zwei Jahre nach der Trennung, mache ich drei Kreuze, dass wir nicht geheiratet haben und ich für ihren emotionalen Ballast und Mist keine „Verantwortung“ mehr habe und auch dementsprechend nicht mehr damit erdrückt und belagert werde.

  15. Dirk sagt:

    Bei meiner narzistischen Partnerin ist es so, dass sie immer einen Zweitpartner hat und das ist über viele Jahre immer derselbe. Sie macht das ganz offen. Begründung: Ich kann ihr nicht alles geben, was sie braucht.Ich selbst darf aber keiner anderen Frau zu nahe kommen, dann ist die Hölle los.

  16. Efa sagt:

    In meiner Geschichte habe ich es genauso erlebt, nur gab es keine „Absprachen“ in Vorfeld! Mein Mann hat einfach gehandelt. Ihm hat es auch nicht ausgereicht einfach nur ein abwechslungsreiches und aufregendes Liebesleben zu führen sondern es wurde gleich noch ein Kind gezeugt. Er brauchte eine neue Zweitfamilie zur Bestätigung seiner Grandiosität. Beschuldigt wurde natürlich ich als es heraus kam, denn ich wollte nur ein Kind haben. Nachdem das alles rauskam, bin ich jahrelang in allen Lebensbereichen durch die Hölle gegangen. Meinen Mann interessierte das überhaupt nicht und als Reaktion darauf versuchte er mich immer weiter in seine Schwierigkeiten, die er mit seiner neuen Freundin hatte, hineinzuziehen und suchte meine Unterstützung. Ich habe von Selbstmordversuchen der Schwangeren und späteren Misshandlungen des Kindes erfahren, habe an meinem Mann gesehen, wenn er sich mit seiner Freundin geprügelt hatte. Diese ganzen Szenarien stachelten seine Überheblichkeit nur noch weiter an, denn er wollte aller Welt zeigen, dass er in der Lage ist, die Situation zu kontrollieren. Die Geschichte endete so, dass die Ereignisse mich aus dieser Ehe gebracht haben, worüber ich sehr froh und glücklich bin. Meinem Sohn und mir geht es heute sehr gut und wir haben unseren Frieden gefunden. Mein damaliger Mann hat mit seiner Freundin ein weiteres Kind in die Welt gesetzt. Das erste Kind der Beiden hat eine psychische Störung davon getragen und befindet sich in therapeutischer Behandlung. Und der krönende Abschluss ist, dass mein ehemaliger Mann noch ein weiteres Kind gezeugt hat, von dem seine Freundin nichts weiß. Alle Frauen, waren immer seine Mitarbeiterinnen und fühlten sich von seinem Erfolg und den damit verbundenen Vorteilen angezogen und waren und sind bereit dafür alles zu tun.

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