Der Narzisst braucht eine offene Beziehung

Ein Narzisst hat ein starkes Freiheitsbedürfnis, das er auch in einer festen Beziehung nicht zurückstellen kann. Es fällt ihm schwer, sich nur an einen Partner zu binden und diesem ein Leben lang treu zu bleiben. Die ständige Nähe eines festen Partners engt den Narzissten viel zu sehr ein und behindert seinen Drang nach Abwechslung und Selbstentfaltung. Eine offene Beziehung hingegen lässt dem Narzissten Raum, seine Bedürfnisse auszuleben.

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Der Narzisst ist wie entfesselt, wenn er sich verlieben und seinem Verlangen hingeben kann. Er liebt die Verlockung, das romantische Knistern und das Feuer der Leidenschaft. Packt ihn das Eroberungsfieber, setzt er alles daran, dem Objekt seiner Begierde den Kopf zu verdrehen und es mit seinen Verführungskünsten für sich zu gewinnen. Dem Narzissten fällt es sehr schwer, zu widerstehen: Wenn er auf die Jagd nach sinnlichen Erlebnissen gehen kann, ist seine Stunde gekommen.

Es liegt in der Natur eines Narzissten, dass er immer das Abenteuer, die Abwechslung und das Prickeln braucht. Die Routine des Alltags löscht seine Lebensfreude und seinen Enthusiasmus. Wenn der Narzisst immer nur das Gleiche sieht und erlebt, wenn er sich mit den alltäglichen Kleinigkeiten und wiederkehrenden Problemen auseinandersetzen muss, dann vergeht ihm gehörig die Lust und er wird launisch und gereizt, manchmal sogar depressiv. Zum Leben gehören für den Narzissten die glühende Leidenschaft sowie die großartige Inszenierung seiner Person.

Das Leben in einer geregelten und gleichbleibenden Beziehung lässt einen Narzissten sehr schnell ermüden und abstumpfen. Er benötigt ständig neue Reize und neue Herausforderungen, um die Freude am Leben nicht zu verlieren. So sehr sich der Partner in der Beziehung auch bemühen mag, dem Narzissten alles recht zu machen – mit zunehmender Dauer kann er ihn immer weniger mit seinen Vorzügen begeistern. Der Narzisst muss sich nach neuen Vergnügungen umsehen, um nicht psychisch zu leiden, und beginnt, die Beziehung nicht mehr als einzige Quelle des Genusses zu betrachten.

Eine feste Beziehung engt den Narzissten zu sehr ein

Der Narzisst ist einem Flirt oder einer Affäre mit einem anderen Partner selten abgeneigt. Die Aufregung eines Doppellebens und das Gefühl, von mehreren attraktiven Partnern gleichzeitig begehrt zu werden, geben ihm das Gefühl von Lebendigkeit. Er kann sich als großartig erleben, wenn er die freie Auswahl hat, und somit sein Urbedürfnis nach Bewunderung befriedigen, das der feste Partner nicht mehr zu erfüllen im Stande ist, weil seine Zuneigung zu selbstverständlich geworden ist.

Sein unersättlicher Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit verhindert, dass der Narzisst dauerhaft echte Nähe zulassen, sich nur für einen einzigen Partner entscheiden und ausschließlich für diesen da sein kann. Er braucht das befreiende Gefühl, stets die Wahl zu haben und möglichst schnell fliehen zu können, wenn ihm der gegenwärtige Partner zu langweilig oder zu anstrengend wird. Eine offene Beziehung ist daher für einen Narzissten genau das Richtige: Wenn es zu stressig wird, zieht er einfach weiter und amüsiert sich woanders.

Der Narzisst hat diesen unbändigen Trieb in sich und kann diese unbewusste Energie nicht unterdrücken oder gar auslöschen. Er braucht eine offene Beziehung, um atmen zu können und sich wohl zu fühlen. Wenn er sich jederzeit freizügig anderen Partnern hingeben kann, kommt dies in der Regel auch der bestehenden Beziehung zugute: Das Gefühl von Freiheit nimmt dem Narzissten vielfach die Angst vor einer festen Bindung. Wenn er weiß, dass er Alternativen hat und sich nicht beschränken muss, fühlt er sich wohler, ist weniger launisch und bemüht sich sogar auch wieder mehr um seinen festen Partner.

Die einseitig offene Beziehung

Der Narzisst geht zwar eine feste Beziehung ein, verwandelt diese aber im Laufe der Zeit in eine einseitig offene Beziehung – jedoch meist, ohne dass der Partner etwas davon mitbekommt. Weil der Narzisst nur zu gut weiß, dass sich sein Partner einen treuen und soliden Lebensgefährten an seiner Seite wünscht, lässt er diesen in dem Glauben, nur ihn zu lieben, und wiegt ihn damit in Sicherheit, um dann heimlich seinen Leidenschaften nachgehen zu können. Er hält sich lieber alle Hintertüren offen, statt in einer festen Beziehung wie eine Blume ohne Wasser zu verwelken. Die Befriedigung seines Verlangens ist einfach stärker als das Einhalten seines Treueversprechens.

In dem berauschenden Gefühl, unwiderstehlich zu sein und sich alles erlauben zu können, neigt der Narzisst zu einer einseitig offenen Beziehung und verdrängt dabei die Gefahr, dass seine Affäre möglicherweise auffliegt. Entweder ist der Narzisst davon überzeugt, sein Doppelleben so genial verschleiern zu können, dass ihm niemand jemals auf die Schliche kommt. Oder er hegt nicht einen Moment lang auch nur den geringsten Zweifel daran, dass ihm sein Partner jederzeit verzeihen wird, wenn dieser hinter den Schwindel kommt. In seiner Überheblichkeit ist er davon überzeugt, dass ihn sein Partner niemals aufgeben kann – weil er so einzigartig ist.

Während der Narzisst eine einseitig offene Beziehung zum emotionalen Überleben benötigt und sich in der Regel auch keiner Schuld bewusst ist, wenn er davon Gebrauch macht, achtet er sehr gründlich darauf, dass sich sein Partner nicht dieselben Freiheiten herausnimmt. Es würde ihn zutiefst verletzen, wenn er wüsste, dass ihm sein Partner nicht treu ist und sich mit anderen trifft. Der Narzisst braucht das Gefühl, dass er für seinen Partner die absolute Nummer eins ist, es für diesen niemals einen anderen geben kann und er von ihm uneingeschränkt bewundert und verehrt wird.

Eine beidseitig offene Beziehung kann es nicht geben

Daher käme eine offene Beziehung, in der für beide Partner die gleichen Regeln gelten, für den Narzissten überhaupt nicht in Frage. Es besteht für ihn zu sehr die Gefahr, sein Partner könnte sich in einen anderen verlieben und er wäre nicht mehr dessen unangefochtener Held. Der Narzisst würde sich in einem solchen Fall als ungenügend empfinden und von einem Gefühl der Minderwertigkeit überwältigt werden, das er niemals ertragen könnte. Sein hoher Mangel an Empathie macht es ihm aber auch unmöglich, nachzuempfinden, dass sich sein Partner genauso fühlen könnte, wenn er fremdgeht und einen anderen begehrt.

Manchmal macht der Narzisst aber auch offiziell den Vorschlag, eine offene Beziehung zu führen – vor allem, wenn er wiederholt beim Fremdgehen ertappt wurde. Da Monogamie für ihn keine Lösung darstellt und ihn nur unglücklich machen würde, wird der Partner mit den Vorteilen einer offenen Beziehung konfrontiert. Weil der Partner wiederum Angst hat, den Narzissten durch übertriebene Engstirnigkeit gänzlich zu verlieren, geht er zähneknirschend und widerwillig auf die Vereinbarung ein – ohne jedoch von den vielen Vorteilen, die eine offene Beziehung angeblich mit sich bringt, Gebrauch zu machen. Der Partner begnügt sich damit, die Exzesse des Narzissten zu dulden.

Der Status wechselt dann zwar von einer festen zu einer offenen Beziehung, es bleibt aber weiterhin bei einer einseitig offenen Beziehung. Der Narzisst kann völlig enthemmt seinen Ausschweifungen nachgehen und kümmert sich nicht um den unterdrückten Kummer seines Partners. Beschwert sich dieser, schlägt ihm der Narzisst lediglich vor, die neu gewonnene Freiheit doch auch einmal in Anspruch zu nehmen – allerdings in der sicheren Erwartung, dass sein Partner das großzügige Angebot nicht nutzen wird. Dem Narzissten gefällt eine offene Beziehung nur, wenn er ungehindert seinen Vorlieben nachgehen kann, der Partner ihm aber mit seiner Zurückhaltung einen Liebesbeweis erbringt.


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Veröffentlicht in Blog, Fremdgehen, Affären, Sex
21 Kommentare zu “Der Narzisst braucht eine offene Beziehung
  1. Doro sagt:

    Es ist erschreckend wie vieles was hier im Text steht, meine Geschichte sein könnte.
    Ich kenne ihn seit 10 Jahren. Erst seit wenigen Wochen beschleicht mich das Gefühl einem Narzissten begegnet zu sein.
    Ich bin die unangenehme “Dritte” im Bunde. Er lebt seit 40 Jahren mit seiner Partnerin zusammen, sie haben zwei erwachsene Söhne, die aber noch im Elternhaus leben, auch weil ER seinen Söhnen nichts zutraut und lieber alles selbst erledigt, damit er nachher als “Retter der Nation” dasteht.
    Ich ließ mich für ihn scheiden, er hat mir jahrelang immer wieder Gründe genannt weshalb er jetzt gerade halt nicht seine Partnerin verlassen kann. Zuerst die kinder noch zu jung, dann pflegebedürftige “Schwiegermutter” und jetzt Corona und finanzielle Sorgen, die daraus resultieren.
    Unsere Affäre kam vor 6 Jahren raus, die Partnerin blieb trptzdem und ließ sich wie ich auf das Dreieck ein. Mir wurde kein zweiter Partner erlaubt, denn sonst wäre es sofort aus.
    Jahrelang hörte ich immer “gib mir noch Zeit. Ich kann jetzt grade nicht raus aus der Beziehung. Wir haben zuviel erlebt, als dass ich sie so verlassen kann.”
    Mir wurden immer kleine “zückerchen”gereicht. Hier ein Abend mehr, dort ein romantisches Wochenende.
    Zu ihm zu gehen, ging nie, seine Söhne kenne ich auch nach 10 Jahren noch nicht persönlich.
    All seine Versprechen, die er mir gab, wenn xy vorbei ist, verlasse ich sie… wurden nie gehalten. Im Gegenteil, mir wurde unterstellt, dass ich die Fakten verdrehen und nur das hören würde, was ich wollte.

    In all den Jahren habe ich versucht mich zu trennen. So viele male und habe ihn immer wieder zurück genommen, weil er die Bedingungen zu meinen Gunsten etwas angepasst hatte.

    Sein Profil passt nicht 100% da er weder laut, noch beleidigend oder rasend eifersüchtig war. Aber die Darstellung von mir als seine Geliebte passt wie die Faust aufs Auge.

    Bin ich wirklich einem Narzissten in die Arme gelaufen?

  2. Ingo sagt:

    WEnn ich das alles lese, bin ich einfach immer und immer wieder nur erschrocken. Was sind das für Menschen? Wie wird mit den Menschen umgegangen, die man angeblich liebt?
    Wissen diese MEnschen überhaupt, was Liebe ist?
    Auch da erinnere ich mich an Begebenheiten mit meiner Ex.
    Ich warte jetzt jeden Tag auf das Scheidungsurteil, damit zumindest dieses Kapitel abgeschlossen werden kann, bevor es an den Vermögensausgleich und die Vermögensverwertung geht. Das wird dann auch wieder ein Spass.

    • lilli sagt:

      Hallo Ingo,
      die Lebensfrage eines/r Narzissten/in ist:
      Was bringt mir das ?
      Ihre Vorstellung von Liebe ist, dass sie ihnen einseitig nutzen sollte.
      Traurig.
      Alles Gute für Deine Belange !

    • Brigitte sagt:

      Glückwunsch für klare Verhältnisse!!!
      Kein Haus und kein Vermögen ist es wert eine solche Beziehung zu erhalten.
      Alles Gute, Kraft und Frohsinn für den neuen Abschnitt.

  3. W. sagt:

    Ich habe das besonders perfide erlebt indem ich dazu überredet(genötigt)wurde einem gemeinsamen Hobby nach zugehen.Dabei ging es um Paartausch.
    “lass uns das zusammen machen, oder ist es dir lieber wenn ich alleine fremd gehe?”
    Zu dem Zeitpunkt waren wir schon mehr als 10 Jahre zusammen und verheiratet.
    Bei den Treffen mit einem anderen Paar hat es ihn nie interesiert was oder ob überhaupt etwas zwischen mir und dem anderen Mann zustande kam. Es war ihm egal.Hauptsache er kam auf seine Kosten.
    Er wusste das ich kein Interesse daran hatte und fühlte sich sicher.Außerdem hatte er so ein sauberes Gewissen.Er ist ja nicht fremd gegangen, schließlich wusste ich davon und wir haben es ja “gemeinsam” gemacht.
    Wollte ich nicht wurde mit Trennung gedroht.
    Nach einer Erkrankung meinerseits (ich habe es als Zeichen meines Körpers verstanden und bin endlich aufgewacht)habe ich mich geweigert.
    Dann kam das große Schweigen, nicht beachten und sonstiges typisches Verhalten wie aus dem Lehrbuch.
    Mit seinem Verhalten wollte er mich auf die Knie zwingen . Der Schuss ging aber nach hinten los ,zumal ich in der Zwischenzeit heraus gefunden hatte, das er mich trotz Allem die ganzen Jahre noch zusätzlich belogen und betrogen hat…..auch finanziell.
    Ich bin inzwischen geschieden, aber er ist natürlich das Opfer, was auch sonst?

    • Claudia sagt:

      Hallo !
      Ich habe ähnliches erlebt wie du.
      Nach einer schweren Krankheit hat er mich 3 Monate später (Ich war in einer Reha 3 Monate) zu Hause besucht. Nach einer Weile sagte er zu mir, er träume schon Wochen lang davon, mit mir einen Partnertausch zu machen. Ich war so schockiert und das war dann für mich der Endpunkt, wo Schluß war. So was perverses, krankes wie der, das kann man nicht glauben.

  4. Ruth sagt:

    Ja das musste ich auch erleben. Leider hatte ich nach 5 Jahren rausgefunden, dass ich die eigentliche Affäre war. Es gab schon eine längere Dauerbeziehung vor mir. Von anderen lockeren Spielchen vor mir, hatte er mir erzählt, aber diese alle waren nichts gegen einer guten ehrlichen und aufrichtigen Beziehung zu mir, so seine Worte.
    Als ich dann alles aufdeckte kam er mit der Ansicht, dass er eben zwei Frauen gleichstark lieben könne, was aber kein Hindernis zu einer Drittfrau darstellte.
    Es begann ein langes Hin und Her, Verzeihen, Therapie, versuchen zu vergessen……… letzten Endes hat alles nichts gebracht, ich habe an der Beziehung gearbeitet und er hatte neue Gespielinnen. NPSler werden sich niemals ändern. Es ist Zeitverschwendung mit ihnen Umgang zu haben.

    • Ruth sagt:

      Hallo Ruth,
      ich schreibe hier auch ab und zu unter dem Namen Ruth.
      Wie könnten wir uns hier unterscheiden, was meinst du?
      Vielleicht Ruth + Ruth1 oder so?

      gruss,ruth

  5. Ingo sagt:

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie sehr die Darstellungen hier immer wieder treffen. Als ob es ein Auszug aus dem eigenen Leben wäre.
    Meine Frau kommt aus dem Ausland. Wir hatten uns im September verlobt und seltsamerweise stand dann Neujahr ihr abgelegter Liebhaber vor der Tür. Ob sie nach der Verlobung mit ihm noch was hatte, kann ich nicht sagen, da ich ja in Deutschland war.

    Nun Jahre später hatte sie erst ein Verhältnis mit ihrem Chef. In der Zeit hat sie mich sogar gefragt, ob ich ich glaube, dass er sich wegen ihr scheiden lasse. Aber ich weiß das sicher und habe für mich Gott sei Dank Beweise scharz auf weiß, auch wenn sei das hinterher noch 5 Jahre geleugnet hat. Danach möglicherweise etwas mit einem Kollegen. Ich bin mir fast sicher, nur beweisen kann ich das nicht.
    Nach meiner Trennung / meinem Auszug hatte ich eine Freundin und auf einmal war ich derjenige, der sie betrogen hat. Ihre Affäre (eigentlich war es viel mehr) hat sie immer noch geleugnet.
    Alles wie im Artikel beschrieben.

    Damit bin ich zum Glück inzwischen halbwegs fertig geworden. Ist ja auch lang genug her.

    Beschäftigen tut mich folgendes immer wieder mal: Wir haben drei Kinder. Von denen sieht meine Älteste mir relativ ähnlich. Da bin ich sicher, dass sie meine Tochter ist. Nur meine beiden kleinen Kinder sehen sich zwar ähnlich, aber mir? Gefühlt sind es meine Kinder und ich mag sie um nichts auf der Welt hergeben. Aber sind sie von mir? Manchmal habe ich da meine Zweifel und überlege einen Vaterschaftstest zu machen. Aber dann sage ich mir wieder, dass das möglicherweise nur meine Beziehung zu den Kindern unnötigerweise belasten würde. Für sie bin ich auch ihr Papa und das steht ausser Frage.

    Das schlimmste an dem allen sind die ganzen Zweifel, die in einem selber entstehen und die sich nicht ablegen lassen.
    Das ständige Misstrauen anderen gegenüber.

    Gott sei Dank habe ich diese Seite hier gefunden. Damit habe ich erst Mal verstanden, was in meiner Ehe passiert ist und dass ich nichts ändern kann. Ich konnte aus dem Hamsterrad raus. Und trotzdem dauert es ewig, das alles zu verarbeiten.

  6. Amy sagt:

    Eines ist sicher – Single und glücklich können diese Menschen nicht sein. 🙁 Auch deswegen haben sie wohl immer gern jemanden “in der Hinterhand”: springt ein Partner ab, stehen ein Dutzend neue potentielle Partner vor der Tür.

    • lilli sagt:

      … glückliche Partner.innen können sie auch nicht sein.
      Sie sind als Single oder in der Beziehung nach SehnSÜCHTEN hungernde Einzelgänger,
      die andere Menschen nur als Tankstellen betrachten können.
      Ich lese immer wieder hier auf dieser Site ‘Umgang mit Narzissten’
      und halte Abstand zu den Tankstellen suchenden Narzissten in meinem/r Leben/ Verwandtschaft.

  7. Karin sagt:

    Genauso habe ich es erlebt. Er hatte ständig Affären – als ich ihm jedoch mehrfach eine offene Beziehung vorschlug – eher so als Test, wieviel ihm unsere Beziehung wert war – lehnte er das jedesmal vehement ab. Um selbst wie gewohnt weiter zu machen. Fast 10 Jahre lang. Bin seit über einem Jahr getrennt, lese jedoch die Beiträge hier regelmäßig und bin immer wieder erstaunt, wie treffend diese sind. Die Erklärungen helfen mir bei der Aufarbeitung meiner Beziehung sehr. Vielen Dank!

  8. Johanna sagt:

    Was mich interessiert: Sind alle Narzissten so? Oder gibt es auch solche, denen bestimmte Wertevorstellungen es nicht erlauben, diese Sucht nach Abwechslung auszuleben?
    Gibt es auch freiwillig monogame Narzissten?

    • Es ist ein typisches Muster von Narzissten – es ist deswegen aber nicht bei allen Narzissten zu beobachten! Narzissten können sich auch als grandios erleben, indem sie auf Treue besonders viel Wert legen, anderen in dieser Hinsicht ein moralisches Beispiel sind und alle anderen sofort abwerten, die ihren Partner betrügen. Es kann aber auch sein, dass der Narzisst sich in diesem Lebensbereich unauffällig verhält, dafür in anderen Bereichen seine Großartigkeit exponieren muss.

  9. Katinka sagt:

    In allen beschriebenen Bereichen erkenne ich meine Ex Partnerin und beinah Ehefrau wieder. Heute, gut zwei Jahre nach der Trennung, mache ich drei Kreuze, dass wir nicht geheiratet haben und ich für ihren emotionalen Ballast und Mist keine „Verantwortung“ mehr habe und auch dementsprechend nicht mehr damit erdrückt und belagert werde.

  10. Dirk sagt:

    Bei meiner narzistischen Partnerin ist es so, dass sie immer einen Zweitpartner hat und das ist über viele Jahre immer derselbe. Sie macht das ganz offen. Begründung: Ich kann ihr nicht alles geben, was sie braucht.Ich selbst darf aber keiner anderen Frau zu nahe kommen, dann ist die Hölle los.

  11. Efa sagt:

    In meiner Geschichte habe ich es genauso erlebt, nur gab es keine “Absprachen” in Vorfeld! Mein Mann hat einfach gehandelt. Ihm hat es auch nicht ausgereicht einfach nur ein abwechslungsreiches und aufregendes Liebesleben zu führen sondern es wurde gleich noch ein Kind gezeugt. Er brauchte eine neue Zweitfamilie zur Bestätigung seiner Grandiosität. Beschuldigt wurde natürlich ich als es heraus kam, denn ich wollte nur ein Kind haben. Nachdem das alles rauskam, bin ich jahrelang in allen Lebensbereichen durch die Hölle gegangen. Meinen Mann interessierte das überhaupt nicht und als Reaktion darauf versuchte er mich immer weiter in seine Schwierigkeiten, die er mit seiner neuen Freundin hatte, hineinzuziehen und suchte meine Unterstützung. Ich habe von Selbstmordversuchen der Schwangeren und späteren Misshandlungen des Kindes erfahren, habe an meinem Mann gesehen, wenn er sich mit seiner Freundin geprügelt hatte. Diese ganzen Szenarien stachelten seine Überheblichkeit nur noch weiter an, denn er wollte aller Welt zeigen, dass er in der Lage ist, die Situation zu kontrollieren. Die Geschichte endete so, dass die Ereignisse mich aus dieser Ehe gebracht haben, worüber ich sehr froh und glücklich bin. Meinem Sohn und mir geht es heute sehr gut und wir haben unseren Frieden gefunden. Mein damaliger Mann hat mit seiner Freundin ein weiteres Kind in die Welt gesetzt. Das erste Kind der Beiden hat eine psychische Störung davon getragen und befindet sich in therapeutischer Behandlung. Und der krönende Abschluss ist, dass mein ehemaliger Mann noch ein weiteres Kind gezeugt hat, von dem seine Freundin nichts weiß. Alle Frauen, waren immer seine Mitarbeiterinnen und fühlten sich von seinem Erfolg und den damit verbundenen Vorteilen angezogen und waren und sind bereit dafür alles zu tun.

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