Narzisstischer Missbrauch und die körperlichen Folgen

Stefanie berichtet über ihre persönlichen Erfahrungen mit einem Narzissten. In einem bewegenden Bericht erzählt sie von den zunehmenden körperlichen und seelischen Beschwerden in ihrer Beziehung mit einem Narzissten sowie dem schleichenden Zerfall ihrer Persönlichkeit.  Aus den Beschreibungen geht deutlich hervor, welches Leid sich in einer Beziehung mit einem Narzissten entwickeln und was narzisstischer Missbrauch anrichten kann.

Bild: © detailblick-foto – Fotolia.com

Ich möchte an dieser Stelle etwas über die Auswirkungen von Narzissmus auf Körper und Seele schreiben. In meiner langjährigen Ehe wurde ich von dem Narzissten, meinem Noch-Ehemann, immer wieder nach allen Regeln der Kunst manipuliert. Erst nach Beendigung unserer Beziehung und nachdem ich auf das Thema Narzissmus gestoßen bin, ist mir vieles klar geworden. Ich bin nicht verrückt und die psychosomatischen Beschwerden, unter welchen ich seit Jahren gelitten habe und zum Teil noch leide, sind durch den Missbrauch entstanden und ich bin mir ganz sicher: Hätte ich jetzt nicht die Reißleine gezogen, wäre ich in der Psychiatrie gelandet.

Aber eins nach dem anderen: Während meiner Ehe litt ich zunehmend an gesundheitlichen Problemen, welche sich immer wieder abwechselten: Rückenschmerzen, Unterleibsschmerzen, mal litt ich monatelang unter Bluthochdruck und hätte laut Aussage meines Arztes lebenslang Medikamente nehmen müssen. Komischerweise verschwand der Bluthochdruck, so wie er gekommen ist. Ich denke, das lag daran, dass „er“ mir etwas sagen wollte und ich nicht darauf gehört habe, und so wechselten die Krankheiten durch meinen ganzen Körper. Mal tat mir jeder Knochen weh, dann konnte ich nicht richtig sehen, dann hatte ich Halsschmerzen und oft bekam ich nur schwer Luft, was sich bis zu plötzlicher starker Atemnot mit Panikanfällen steigerte. Letzteres trat besonders oft auf, wenn ich in seinem Arm einschlief.

Körperliche Beschwerden ohne erkennbare Ursache

Die Probleme mit Rücken, Schultern und Magen bestanden immer wieder  wochenlang. Ich bekam oft Kopfschmerzen, ohne dass eine Ursache gefunden wurde und immer wieder wurde ich von Schwindelanfällen geplagt. Mein Kopf war oft wie in Watte gepackt, so dass ich nicht klar denken konnte. Ich wurde vergesslich und von meinem Selbstbewusstsein war nicht mehr viel vorhanden. Oft musste ich grundlos weinen.

Vor zwei Jahren begann es, dass ich immer wieder starkes Herzklopfen bekam. Die Beschwerden waren schlimm und kamen immer ohne erkennbaren Grund. Allerdings wurden auch hier keine Ursachen gefunden. Die letzten zwei Jahre wurde ich jeden Morgen von einer starken Übelkeit geplagt – wieder mal wurde hierfür kein Grund gefunden. Mittlerweile war ich so „kaputt“, dass ich spätestens alle zwei Wochen ein bis zwei Tage nicht arbeiten konnte, mich nur aufs Sofa legte und den Tag verschlief.

Auch abends war ich nun oftmals so fertig, dass ich schon vor 20 Uhr einschlief. Dafür wachte ich nachts alle zwei Stunden auf und wälzte mich hin und her. Jeden Morgen sah ich fix und fertig aus und wünschte mir einfach nur, mal gut aufzustehen, so wie früher, einfach mal gutgelaunt und ohne Schmerzen den Tag zu beginnen. Ich fragte mich, wo das alles hin war und ob das für den Rest meines Lebens so bleiben würde.

Psychische Störungen scheinbar ohne auslösendes Ereignis

Hin und wieder gesellten sich depressive Schübe zu meinen sonstigen Krankheiten. Besuche bei zwei verschiedenen Psychologinnen brachten keine Hilfe, da weder sie noch ich auf die Idee gekommen wäre, dass hier narzisstischer Missbrauch vorliegt. Ich hatte ja das Gefühl, in meiner Ehe sei alles in Ordnung. Ja, er machte, was er wollte, und ich stand immer an letzter Stelle. Er hielt keine Versprechungen ein und hin und wieder tobte er und schrie ohne erkennbaren Grund herum. Da er aber immer wieder den liebenden Ehemann herauskehrte, nahm ich die Probleme gar nicht so richtig wahr. Ich verdrängte die Probleme und er schaffte es immer wieder, meinen Kopf zu vernebeln.

Zwischendurch fragte ich mich beim Blick in den Spiegel immer wieder, warum ich so eingefallen aussah. Ja, mein Gewicht war viel zu niedrig und ich konnte nicht zunehmen, egal wie viel ich aß, aber das Gesicht war richtig eingefallen und blass und die Augenringe waren deutlich zu sehen. Ich schob das darauf, dass ich im letzten Jahr manchmal zu viel trank. Das Trinken gefiel mir nicht, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, den Nachmittag und Abend mit dem „Auf-ihn-Warten“, sonst nicht überstehen zu können.

Da es mir nichts brachte, reduzierte ich den Konsum auf ein „normales“ Maß, allerdings änderte sich an meinem Gesicht auch nichts. Auch nachdem ich dann ganz aufhörte, sah ich immer noch völlig fertig und krank aus. Was mir auch auffiel, war, dass ich mittlerweile nicht mehr aufrecht gehen konnte: Irgendwie war ich beim Gehen immer krumm und auch die bewusste Haltungskorrektur half mir nicht wirklich weiter.

Das Gefühl, allmählich verrückt zu werden

Dann meldete sich meine Seele zu Wort und da dachte ich im ersten Moment, dass ich jetzt wirklich verrückt geworden bin. Das Gefühl, verrückt zu werden, hatte ich die letzten Jahre ja schon öfter ansatzweise, da mein Noch-Ehemann mir immer irgendetwas als wahr verkaufen wollte, von dem ich „wusste“, dass es ganz anders war. So versuchte er mir z. B. weiszumachen, dass ich das Essen bereits gegessen hätte, obwohl mir klar war, dass ich es noch nicht gegessen hatte. Er redete so auf mich ein, dass ich heute noch an meiner eigenen Wahrnehmung in Bezug auf das Essen zweifele. Auch sagte er z. B. gerne, dass er mir wichtige Unterlagen gerade gegeben hätte, obwohl dies nicht so war und ich sie auch nach stundenlangem Suchen nicht finden konnte. Merkwürdigerweise lagen sie dann aber irgendwann genau dort, wo ich vorher gesucht hatte. Ich zweifelte immer mehr an mir, meinem Verstand und meinen Fähigkeiten. 

Auf dem Weg nach Hause gingen mir immer zwei Gedanken gleichzeitig durch den Kopf: Der eine war, dass ich mir wünschte, dass er daheim wäre, der andere war, dass ich mir wünschte, dass er nicht daheim wäre. Immer öfter kam in mir der Gedanke oder besser das Gefühl hoch, dass meine Ehe gar nicht echt ist. Ich kann es schlecht erklären, es war so, als träumte ich meine Ehe nur.

Es war ein erschreckendes Gefühl und ich konnte es zu dem Zeitpunkt nicht einordnen, ich hatte ja zwischendurch immer wieder auch schöne Zeiten mit ihm. Zunehmend hatte ich auch immer öfter das merkwürdige Gefühl, dass mich jemand vergiften wollte. Ich dachte, dass ich jetzt auch noch Paranoia bekäme, und behielt meine Gedanken natürlich für mich. Wer sollte mich schon vergiften wollen? Ich hatte ja keine Feinde und mein Ehemann versicherte mir doch immer wieder, wie sehr er mich liebte und dass er mit mir uralt werden wolle.

Ich bin mir sicher, dass jeder dem ich dies erzählt hätte, mich für völlig verrückt erklärt hätte und mir eine Einweisung in eine Klinik empfohlen hätte, welche ich mittlerweile sogar selber in Betracht gezogen hatte. Allerdings hatte ich – wenn auch anders als gedacht – im Nachhinein betrachtet Recht: Es war das Gift des Narzissten, welches mir tagtäglich in kleineren und größeren Dosen verabreicht wurde. Wenn der Verstand etwas nicht verstehen will, suchen sich der Körper und die Seele immer einen Weg, uns das mitzuteilen. Wir haben nur verlernt, darauf zu hören.

Kein Überblick mehr über die Alltagsaufgaben

Noch beängstigender wurde es dann kurz vor Ende unserer Beziehung. Morgens sah ich beim Duschen vor meinem inneren Auge immer wieder einen Schatten, der vor mir auf dem Boden kauerte und dieser Schatten war meine Seele. Das machte mir ziemliche Angst. Im Nachhinein betrachtet war sowohl mein Gesundheitszustand als auch mein psychischer Zustand katastrophal. Ich versuchte, dies gegenüber mir selber aber immer zu verleugnen und weiter zu funktionieren, was zuletzt aber kaum noch funktionierte.

Zu guter Letzt häuften sich auch meine Probleme mit Banken und allerlei wichtigem Papierkram, welchen ich nicht mehr erledigen konnte. Er selber fabrizierte ununterbrochen nur noch Chaos und machte mich dafür verantwortlich, sein Chaos zu beseitigen. Ich machte mir daraufhin einen Plan, indem ich mir vornahm, mich jetzt erstmal um meine Angelegenheiten zu kümmern. Das reizte ihn bis auf Blut und ich sah immer wieder seinen hasserfüllten Blick. Das darauffolgende Silent Treatment und seine zum Teil tagelange Abwesenheit empfand ich danach schon fast als entspannend.

Ich fing an, endlich wieder zu lesen. Das war etwas, zu dem ich während meiner Ehe schon ewig nicht mehr gekommen war. Er empfand das allerdings als Liebesentzug, und so wurde unsere Ehe die letzten Monate von Tag zu Tag schlimmer. Jetzt sage ich, dass es gut war, dass ich mir etwas von meinem Freiraum genommen hatte und er daraufhin den Bogen überspannt hatte: Nur so war es mir möglich, mich von ihm zu trennen.

Es sind jetzt ca. 12 Wochen und ich habe ihn überall gesperrt, wichtige Angelegenheiten, welche noch zu klären sind, werde ich über einen Dritten mit ihm klären.

Auch wenn es immer wieder Tage gibt, in denen es mir noch nicht so gut geht, so merke ich, dass es mir psychisch und physisch langsam wieder besser geht. Die merkwürdigen Gedanken sind weg, meine Seele habe ich umarmt und wieder aufgerichtet. Die morgendliche Übelkeit tritt kaum noch auf und mein Gesicht ist nicht mehr so eingefallen. Mittlerweile kann ich wieder aufrecht gehen, ohne bewusst auf die Haltung zu achten und  mein Schlaf ist besser geworden. Das ist ein echt gutes Gefühl. 

Das Lachen kehrt zurück

Außerdem kann ich immer öfter wieder lachen, etwas, was in meiner Ehe von Tag zu Tag mehr verschwunden war. Manchmal fühle ich mich zwar noch ziemlich kraftlos und ausgebrannt, gerade wenn ich mich intensiv mit dem Thema Narzissmus beschäftigt habe. Aber das muss einfach noch sein, da ich auf keinen Fall wieder in seine Fänge geraten will. Die Spuren dieser Beziehung werden sicherlich noch einige Zeit bestehen bleiben, doch irgendwann wird auch das vergehen.

Ich hoffe, dass meine Ausführungen euch ein bisschen helfen können, wenn ihr in einer Beziehung mit einem Narzissten seid und euch immer krank fühlt. Achtet darauf, was euer Körper euch sagen will, bevor es zu spät ist. Wenn ihr das Gefühl habt verrückt zu werden, sucht euch Hilfe.

Wenn ihr kurzfristig keinen Termin bei einem Therapeuten bekommt, könnt ihr euch zum Beispiel auch an Familienberatungsstellen wenden. Ich habe hier sehr gute Erfahrungen gemacht und es kann euch auch dabei helfen, Klarheit über die Beziehung zu bekommen. Die meisten Beratungsstellen sind kostenfrei und alle behandeln euer Problem anonym. Auch kann man hier relativ schnell einen Gesprächstermin bekommen.


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Veröffentlicht in Blog, Erfahrungsberichte
90 Kommentare zu “Narzisstischer Missbrauch und die körperlichen Folgen
  1. Nora sagt:

    Auch ich habe die Erfahrungen machen müssen, hatte einen Nässelausschlag bei jedem Streit bekommen, zudem Migräne, Schwindel durch Untergewicht, weil ich nur noch am arbeiten war und kaum schlief, da ich ein Baby hatte zu der Zeit und ein beginnendes Magengeschwür. Regelmäßig verschwanden sehr wichtige Dinge, die nach Neuanschaffung kurze Zeit später wieder an ihrem Platz waren. Mein Pkw hatte dauert diverse Macken, welche dann auf einmal nicht mehr da waren und kurze Zeit später wieder vorkamen, was lebensgefährlich für mein Kind und mich war, möchte das nicht weiter ausführen, um Narzissten nicht noch zu inspirieren. Er kennt sich sehr gut aus in der Hinsicht, da er beruflich die Kenntnisse hat. Zudem ist seine Mutter eine sehr bösartige Narzisstin und sie bilden zusammen eine Symbiose. Heute bin ich geschieden, durch mein Kind bin ich für beide immer noch angreifbar und kann den Kontakt nicht abbrechen, wie es der einzig richtige Weg wäre.

  2. Eva sagt:

    Hallo zusammen. Ich habe eine beste Freundin, die mit so ziemlich allen oben genannten Symptomen lebt und meint aber, sie sei glücklich…Ihr Partner ist in meinen Augen ein verdeckter Narzisst. Das habe ich ihr natürlich so nicht gesagt, aber ich habe diesen Begriff mal so im den Raum geworfen. Sie haben gemeinsame Kinder und diese zeigen auch schon die ersten Stresssymptome. Mir tut es richtig weh bei allem hilflos zuzusehen. Wie komme ich an sie ran? Habt ihr da Erfahrungen?

    • Johann sagt:

      Garnicht!
      Halte Dich da raus.
      Wenn Du jetzt an Sie rankommen willst, geht das Grün Dich nach hinten los. Dann bist Du nämlich die Böse die ihr das Glück nicht gönnt.
      Wenn das was Du sagst der Fall ist, muss sie selbst drauf kommen.

      • Eva sagt:

        Hallo Johann. Danke für deine standfeste Meinung. Wahrscheinlich liegst du damit auch richtig. Ist aber gar nicht so einfach Hast du selbst Erfahrungen mit solchen Situationen gemacht? Oder woher kennst du dich so gut aus?

        • Johann sagt:

          Ja hab ich. Wollte helfen und war am Ende der Buhmann der versucht hat, alle gegeneinander auszuspielen.

          Aber Karma hat zugeschlagen und man kam wieder angekrochen um sich zu entschuldigen weil ich Recht hatte.
          Zu spät

          • Eva sagt:

            Zu spät für was? Mir geht es nicht, um Befriedigung meines Egos, was ich es bei dir rauslese ( oder täuscht das nur?)sondern um Beistand. Der Wortschatz, den du hier benutzt, zeugt in meinen Augen, von nicht besonders gutem Karma WIE WÄRE ES,Johann,
            MIT VERGESSEN UND VERZEIHEN? 😉

          • Johann sagt:

            Liebe Eva, alleine dass ich „zu spät“ separat erklären muss und Du mit „vergessen und verzeihen“ ankommst, zeigt mir leider sehr deutlich, dass Du noch nie Opfer eines Narzissten würdest.
            Ich habe kein gutes Karma?
            Falsch, und weißt Du auch warum? Weil ich Zuviel getan habe um eine Person glücklich machen zu wollen, die ein narzisstischer Miststück ist.
            Vergeben und vergessen kann man immer leicht sagen, wenn man selbst keine Ahnung davon hat, was Opfer von Narzissten durchgemacht haben.
            Nimm’s mir bitte nicht übel, aber Du urteilst hier über etwas, wovon Du keinerlei Ahnung hast. Und sei dankbar dafür und hoffe dass Dir sowas niemals im Leben passieren wird.
            Dann aber mir schlechtes Karma zu unterstellen oder mir zu raten zu vergeben, ist in diesem Zusammenhang an Lächerlichkeit kaum zu unterbieten!

          • Johann sagt:

            Und noch was, es geht nicht um Befriedigung des eigenen Egos. Keine Ahnung wie Du auf sowas kommst.
            Es geht darum, das Ego nach dem Missbrauch wieder aufzubauen und sonst garnis!
            Du hast die Vermutung, er sei ein verdeckter Narzisst? MmN hast auf Dich mit denn thema nicht genug beschäftigt um hier überhaupt eine Diagnose abgeben zu können, sorry!

            Gruß von jemandem, der 12 Jahre von einer Narzisstin fast in den Selbstmord getrieben wurde

          • Susi sagt:

            Vergeben und vergessen…
            Vergeben vielleicht, irgendwann, irgendwie. Aber vergessen ist unmöglich nach massivem Missbrauch. Trotz Therapie bleibt die latente Angst, es könne sich wiederholen. Man muss sich ständig selbst überwinden anderen zu vertrauen um nicht zu werden, wie der Ex. Man kann es lernen und es wird besser, aber es ist eine Narbe da, die nie wieder ganz verheilt.

    • Lise1 sagt:

      Hallo, Eva, es gibt hier im Blog einen ausführlichen Beitrag, wie und ob man als Außenstehender helfen kann.

      • Eva sagt:

        Hallo Lise 1, danke für den Tipp. Muss das erstmal für mich sacken lassen und als nächstes an das Gute glaube. Mein Problem ist, dass ich mich in der Nähe ihres Partners so unwohl fühle und all seine Worte und Handlungen genaustens studiere. Er macht mich wahnsinnig und trotzdem möchte ich mir das nicht anmerken lassen. Meiner Freundin zuliebe; die ihn so abgöttisch verehrt. Das ist richtig crazy.

    • Alex sagt:

      Eva, anhand Deiner Schilderung kann ich rauslesen, dass Deine Freundin zwar glücklich/verliebt ist, aber Symptome aufzeigt, die oben genannt sind, richtig?

      Was sind dann die Symptome, die Dich glauben lassen, dass ihr Partner ein verdeckter Narzisst ist? Sind das Deine Vermutungen oder hast Du dafür Belege, die diese Theorie unterstützen?
      Warum ich Frage? Weil es sehr leicht ist zu sagen „XY ist ein Narzisst!“
      Sowas sagt sich immer sehr leicht, Besonders für Außenstehende.

      Ich muss hier daher Johann in mehreren Punklten zustimmen:

      1.
      Halt Dich aus deren Beziehung raus!
      Deine Vermutungen können genau so gut das komplette Gegenteil sein. Wenn sie verliebt ist, wird Alles was Du sagen könntest an ihr abprallen. Wenn sie meint, glücklich zu sein, akzeptier das!Sollte er ein Narzisst sein, muss sie Selbst drauf kommen und das erkennen. Selbst wenn Du jetzt Beweise hättest, dass was nicht stimmt, wird sie das nicht hören wollen.
      Und dann hast Du ein Problem!

      2.
      Sag NIEMALS zu einem Opfer von narzisstischem Missbrauch, dass es vergessen oder vergeben soll. Niemals!
      Das wäre in Etwa das Gleiche, als würdest Du einem hoch depressiven Menschen sagen „Jetzt stell Dich mal nicht so an!“.

      Ich gehe mal davon aus, dass Du direkt von narzisstischem Missbrauch selbst noch nie betroffen warst?
      Dann ist das sehr dünnes Eis auf dem Du wanderst, Besonders, wenn Du, unter diesem Hintergrund, einer Freundin gute Ratschläge geben willst.
      Auch hier kann ich nur raten, lass es!
      Wenns ihr schlecht geht und sie auf Dich zum Reden zukommt, hör ihr zu, aber vermeide ihr Ratschläge über ein Thema zu geben, von dem Du nie betroffen warst. Damit kannst du mehr Schden anrichten als sonst was. Außerdem wollen die Opfer sowas dann nicht hören, weil sie manipuliert wurden udn das nicht wahrhaben wollen.
      War bei mir ganz genau so!
      Deswegen musst Du nicht an sie rankommen, sondern sie amchen lassen.
      Was Du von ihrem Partner hälst, ist primär vollkommen egal, da nicht Deine Baustelle, selbst wenn Du Dich in seiner Nähe unwohl fühlst. Warum studierst Du seine Handlungen und Worte? Versteh ich nicht so ganz. Was lässt Dich da unwohl fühlen?
      Nochmal, es ist nicht Deine Baustelle!

      Hört sich zwar Alles kalt und hart an, aber das komplette thema des Missbrauchs ist etwas, mit dem man nicht leichtfertig umgehen sollte. Hier können Unwissende mehr Schaden anrichten als sonst was!

      • Waltraud sagt:

        Ja Eva, genau wie Alex schon beschrieben, versteh ich das auch nicht. Deine Freundin fühlt sich doch glücklich. Das ist die entscheidende Aussage. Wenn das Mal anders sein sollte, würde sie Dich doch bestimmt ins Vertrauen ziehen oder? Lass sie in Ruhe was das anbelangt. Auch sonst kann ich mich Johann und Alex anschliessen. Wenn Du selbst nicht Betroffene von narz. Missbrauch bist, kannst Du Dir kein Urteil und schon gar nicht Ratschläge an Geschädigte erteilen. Es ist einfach außerhalb jeglicher Vorstellung, wenn man es nicht erleiden musste.

      • Eva sagt:

        Ach du meine Güte, hätte nicht gedacht, dass mein Kommentar solche Reaktionen nach sich zieht. War so gar nicht meine Absicht. Doch ihr habt an dieser Stelle den Bezug zu meiner Frage verloren. Ich habe nicht behauptet, man soll den narzisstischen Missbrauch vergessen und DIESER einen Person verzeihen. Dieses Urteil erlaube ich mir nicht. Das muss jeder für sich entscheiden, wie er sein Leben wieder lebenswert macht. Nein, ich ging lediglich auf die Antwort von Johann ein. Ich empfand, und das auch nur unter Vorbehalt, dass er immer noch wütend ist, dass ihm damals nicht geglaubt wurde, als er helfen wollte und nun ist er, in meinen Augen, noch tiefst verletzt und gekränkt. Und gerade, weil diese armen, psychisch missbrauchten Person keine wirkliche Selbstreflexion mehr besitzen, sehen sie die mögliche Hilfestellung als Angriff. Und DAS meinte ich, mit vergessen und verzeihen. Wenn die geschädigte Person im Nachhinein merkt, dass die Hilfe damals gut gemeint war und sie sich beim Helfer entschuldigen möchte, dann würde ICH, dieses Angebot annehmen, nicht beleidigt tun, und würde für sie wieder da sein.

        Mein ursprünglicher Gedanke war, die Situation meiner Freundin (die sie absolut ausblendet und sich leider schön redet)erst gar nicht erst eskalieren zu lassen, damit sie nicht eines Tages so gar nicht mehr aufstehen kann…und das ist meiner Meinung nach nur menschlich.

        Hier wurde leider Vieles durcheinander gemischt,
        …doch bin ich mit mir im Reinen

        • Stefan sagt:

          „Und gerade, weil diese armen, psychisch missbrauchten Person keine wirkliche Selbstreflexion mehr besitzen, sehen sie die mögliche Hilfestellung als Angriff“

          Diese Art von Unterstellung kannst Du Dir bitte sparen, ok?
          Noch so ein unmöglicher Satz, der nur von jemandem kommen kann, der keinerlei Ahnung hat, wovon er redet. Du kannst Dich doch überhaupt nicht in Opfer reinversetzen, also hör auf, Ratschläge zu geben oder sinnlose Analysen zu stellen.
          Eva, solange Du nicht selbst mit Narzissmus zu tun hast, solltest Du Dich aus solchen Diskussionen raushalten.
          Ich geb auch nicht einer Frau Tips, wie sie sich bei Regelschmerzen verhalten soll.
          Und halte Dich aus fremden Beziehungen raus; das geht Dich nix an, egal was Du davon hälst

          • Stefan sagt:

            Sorry Eva, MEIN FEHLER.
            Grad gemerkt dass Du mit Deiner Aussage die Anderen meinst und nicht die Opfer.
            Entschuldige dass ich das durcheinander geworfen habe.

            Dennoch bleibe ich bei meiner Aussage, halt Dich da raus

          • bettina Lorbeer sagt:

            Mein Gott, nun is doch mal gut…soehst Du vielleicht auch mal das sie es irgebdwie gut meint mit ihrer Freundin?? Bei Fir hab ich das Gefühl…das Du jetut jemanden gefinden hast,auf den Du rum hacken kann. Sie versucht doch nur auf ihre Freundin aufzupassen. Desweiteren bin ich sehr froh darüber, dass sie diesen Missbrauch nicht durchgemacht hat bzw durch machen musste. Das is nämlich Hölle pur. Ich spüre diese Hölle tag täglich. Ich frage mich, warum ich moch nicht wahnsinnig geworden bin. Bitte verausgabe Dich nich so. Bleib mal bei Dir. Ich wünsche Dir alles liebe. Bitte lass es Dir gut gehen. Das wünsche ich uns allen die noch nicht da durch sind. Ich hoffe das ich es sehr bald geschaffthabe. Denn so kann man mich sehr bald von Boden abkratzen.Sorry für’s einmischen. Lg. Bettina aus Berlin

        • Johann sagt:

          Wow, Eva!
          Hier redet der Metzger über Kernphysik.
          Lass es einfach

          • Johann sagt:

            PS:
            Nicht wir haben den Bezug zu Deiner Frage verloren (was an Behauptung schon mal ne Frechheit ist), sondern Du hast (man muss hier sagen zum Glück) keinerlei Ahnung wovon Du redest weil Du selbst noch nie betroffen warst.
            Bete dass das so bleibt aber diskutier nicht mit Sachen, wo Dir jegliches Hintergrundwissen und Paraxiserfahrung fehlt

    • Klarsicht sagt:

      Liebe Eva
      Deine Freundin lebt mit allen oben genannten Symptomen und meint sie sei glücklich? Vielleicht liegt der Stress ja an einem ganz anderen Ort (Eltern, Schwiegereltern, Beruf, Schule der Kinder etc.) und gar nicht in der Partnerschaft? Dir scheint ihr Partner narzisstisch (Dir gegenüber wäre er es vielleicht auch), ihr gegenüber aber nicht…
      Als gute Freundin könntest Du sie ja fragen, was sie so stresst. Allerdings meine ich als gute Freundin würde man sich gegenseitig so öffnen, dass man sich solches erzählt und sonst ist die Freundschaft vielleicht doch nicht so tief und so gut… Ungefragt einer Freundin einen narzisstischen Partner „anzuhängen“, halte ich für sehr gefährlich. Sie wird denken, Du seist eifersüchtig auf sie und ihr Glück und mögest es ihr nicht gönnen…
      Öffnet sie sich aber und klagt Dir, dann ist es etwas anderes… Mir hatte eine gute Freundin die Augen geöffnet! Aber ich meinte nicht ich sei glücklich, ganz im Gegenteil! Ich hatte ihr wieder einmal ein Muster einer psychischen Misshandlung meines Partners erzählt und sie sagte nur: “ Das ist ja ein Narzisst!“ Dies hat mir die Augen geöffnet und ich bin ihr ungeheuer dankbar dafür. Es dauerte trotzdem noch Jahre, bis ich von ihm wegkam…
      Viel Glück und liebe Grüsse
      Klarsicht

      • Eva sagt:

        Hallo Klarsicht,
        ich danke dir sehr, für dieses Feedback… Nun weiß ich, was zu tun ist und es fühlt sich tatsächlich gut&richtig an.
        VLG

    • Alma sagt:

      Hallo liebe Eva. Mit Wahrheit kommt man am besten an sie dran. Auch ich habe ich darüber gehört gutes ein Jahr vorher bevor ich angefangen habe mich darüber zu informieren. Erst dann habe ich verstanden dass ich die ganze 17 Jahre Opfer von narzistischen Missbrauch war. Wichtig ist dass du ihr klar machst dass du von ihr nichts erwartest und kein Druck ausübst aber sie bittest sich zu informieren. Am besten die Info selber zukommen lassen und sie soll selber entscheiden wie viel es auf sie zutrifft. Ich bin mir sicher dass das mit ihr machen wird.

    • Susi sagt:

      Leider garnicht. Ich weiß es aus eigener Erfahrung. Ich habe alle Warnungen in den Wind geschossen, und es hat sehr lange, zu lange gedauert, bis ich es endlich verstanden habe.

    • Marcel sagt:

      Hallo Eva,

      ich habe auch eine Freundin, die einen Narzisst zum Ehemann hat. Ich habe jahrelang nur gesehen, dass Sie nicht immer glücklich ist und manchmal auch an der Beziehung zweifelte. Da wir (meine Frau und ich) mit beiden befreundet waren und uns das Ausmaß bzw. der Missbrauch nicht bewusst war, habe ich über Jahre immer gesagt, dass Sie schätzen soll was sie hat und es doch gar nicht so schlimm sein kann. Aber über die Jahre hat sie sich immer mehr verändert und zurückgezogen. Ihre eigenen Bedürfnisse nimmt sie nicht mehr war und ist nur noch damit beschäftigt zu . Bis Sie letztes Jahr nach einem erfundenen Vorwand ein Streit vom Zaun gebrochen wurde und sie drei Wochen lang wie Dreck behandelt wurde. Natürlich war danach alles vergeben und vergessen, nur das bei ihr die körperlichen und psychischen Folgen geblieben sind.
      Da haben wir es dann erkannt, viele Dinge aus der Vergangenheit auf einmal anders wahrgenommen und versucht Sie langsam auf das Thema hinzuführen.
      Es ist allerdings ein Kampf gegen Windmühlen, du kannst noch so viele Beispiele/Argumente aus der Vergangenheit bringen, ihr Mann kann ja auch ganz anders und hat so viele gute Seiten….
      Wenn du es bei deiner Freundin ansprichst und ihr Helfen willst, wird es auch für dich eine schwere Zeit werden, weil sie sich wahrscheinlich von dir abwenden will und dies auch tun wird, je nachdem wie stark eure Freundschaft war. Und der Narzisst ihr sobald er etwas merkt, natürlich den Kontakt zu dir nach und nach unterbinden wird…
      Ich muss ehrlich sagen, dass das ganze ziemlich auch an meiner Kraft zerrt. Es ist schwierig zu verstehen, dass sich Personen nicht helfen lassen wollen, dass sie trotz Zusammenbruchs sich von der Person helfen lassen, die ihn verursacht hat. Wenn man sich mit dem Thema eine Zeit beschäftigt, weiß man zwar das sich die Opfer so verhalten werden, aber nachvollziehen kann man als außenstehender die Reaktionen trotzdem nicht.

      • Eva sagt:

        Hallo Marcel, danke für dein aufbauendes Feedback bzw.für die Warnung. Ist eine wohl ziemlich ähnliche Situation bei euch und ihr habt bestimmt auch alles versucht. Bei mir ist es momentan so, dass ich einen entspannten Umgang zu ihr pflege , um sie nicht gänzlich zu verlieren. Wenn wir uns 2 treffen,passiert es nicht selten, dass ihr Partner plötzlich sterbenskrank am Telefon hängt, oder unerwartet schon früher daheim ist und er sie schrecklich vermisst und dazu noch am verhungern ist und und und. So, dass er unsere seltenen Treffen uns gänzlich vermiest.Thema: Schuldgefühle. Ich schau mir das mittlerweile nur noch an und denke mir meinen Teil. Habe mir schon die letzten Jahre den Mund fusselig geredet und es brachte nur Unmut zwischen uns und ich habe drunter gelitten und konnte wegen IHM! nachts nicht schlafen. Weil SIE mir so leid tat!Schrecklich!

        Habe nun gesunden Abstand, wie ich denke. Wird aber auch wohl daran liegen, weil mich meine Freundin „schonen“möchte und mir nicht mehr alles anvertraut. Weil ich mir alles so zu Herzen nehme, wie sie findet und es geht ihr ja schließlich blendend…wie sie behauptet. So haben wir diesen etwas unpersönlichen Mittelweg für uns gefunden. Klar, es ist nicht optimal, aber mir ist der Kontakt zu ihr wichtig und im Moment sehe ich keine andere Lösung. Ich bin jedenfalls da, wenn sie mich braucht. Ihr Partner hat wirklich null Freunde und kann das ja so gar nicht so nachvollziehen, warum sie sich mit mir trifft und hockt dann meistens schmollend daheim und sie ist dann wiederum unter Zeitdruck, weil er auf sie wartet. Ein Teufelskreis, ich kann es aber nicht ändern…und muss damit leben. Es ist schließlich nicht meine Angelegenheit. Diese Erkenntnis, war ein langer innerer Prozess, der wirlich kräftezehrend für mich war. So wie du selbst beschreibst, aber aufgeben war und ist nicht. Dafür ist mir meine Freundin zu wichtig. Man darf sich in solcher verzwickter Situation nur nicht selber aus den Augen verlieren und genau da war ich kurz davor…LG

      • Waltraud sagt:

        Marcel,
        Narzissten verkleiden ihre Gemeinheiten, die sie beabsichtigen zu verursachen in Hilfsbereitschaft. So hab ich es erlebt. Er hat die Ursachen für die Schädigungen mich betreffend so manipuliert, das er ja gar nichts dafür kann bzw. gar nichts damit zu tun hat und sich gleichzeitig als Retter und Helfer in Szene gesetzt. Es ist so abgefahren, das man braucht, um zu verstehen. Sowie als Opfer wie auch als Aussenstehender ( und hier ist das Erkennen noch komplizierter ).

        • Marcel sagt:

          Ich habe mich wirklich sehr viel mit dem Thema beschäftigt und tue es noch immer. Ich bin etwas optimistisch, das sie in der Zwischenzeit eine Therapie angefangen hat. Ich hoffe, dass Sie mit dieser irgendwann den richtigen Weg eingeschlagen hat. Im Moment stellt sie sich noch schützend vor Ihren Mann und sagt, die Familie ist das wichtigste. Vielleicht kommt sie doch irgendwann an den Punkt, an dem Sie erkennt, was sie kaputt macht. Es kann doch kein Zustand sein, ständig in Angst zu leben einen Fehler zu machen. Ich hoffe Sie kapiert es bevor ihr Kind alt genug ist und zum nächsten Opfer wird…
          Schwierig für mich bleibt es trotzdem, da es quasi keinen Kontakt mehr gibt. Der Kontakt den wir noch haben ist sehr oberflächlich und man mit Ihr über Dinge reden, die falsch laufen, sonst bin ich ja derjenige, der sie runterzieht. Dabei treffe ich damit nur die Wunden die ihr Mann verursacht hat.
          Das Interesse von Ihrer Seite etwas von mir zu erfahren oder gemeinsam etwas zu unternehmen hat auch stark abgenommen oder wird einfach verdrängt. Wahrscheinlich passiert das zum Schutz, damit man mal etwas durchatmen kann und sich aufbauen. Aber wenn man die Probleme nur verdrängt kommen sie irgendwann wieder hoch und es wird wahrscheinlich schimmer werden als zuvor. Deswegen tut sie mir jetzt schon ein bisschen leid.

  3. Peter sagt:

    Hallo zusammen, zum einen tut es ja gut zu hören das man mit dem Problem nicht alleine ist. Jedoch fällt mir auf das alle wesentlich früher aufmerksam wurden und Änderungen herbeigeführt haben. Ich habe es nunmehr 38jahre in meiner Ehe ertragen und bin jetzt in der trennungsphase. Mit allem was ihr beschrieben habt. Aber lieber spät als nie.
    Nach 5 Tagen externem Urlaub in dem ich prompt beschwerdefrei war , begannen die Schmerzen schon bei der Rückreise. Ein ziemlich eindeutiges Zeichen. In einem halben Jahr wenn ich ausgezogen bin und räumlich weit distanziert hoffe ich alles hinter mir lassen zu können

    • Melanie sagt:

      Hallo Peter,
      ich kann Dich mit 48 Jahren und davon 44 Ehejahren noch überbieten….
      Mir fiel es immer wieder schwer, wirklich zu begreifen, dass er ständig
      unsere Ehe aufs Spiel setzte. Sehr häufig habe ich geäußert, dass ich
      freiwillig bei ihm sei und auch durchaus ohne ihn leben könne – ich es aber eigentlich nicht wollte!!! Wie so häufig hier beschrieben, habe auch ich gedacht, wenn ich soviel wie möglich für Harmonie sorge, werden wir es schon schaffen… Was für ein Irrglaube!!! Das habe ich nun endgültig begriffen, denn er wird sich nicht und kann sich nicht ändern. Er wurde „einfach nicht erwachsen“ und ich hatte immer darauf gehofft…
      Ich weiß, dass ich den für mich einzigen und richtigen Weg gegangen bin, wenn er auch sehr schwer war. Ich bin positiv eingestellt und möchte mir meine noch verbleibende Zukunft bestimmt nicht mit permanenten Analysen und Hinterfragungen negativ beeinflussen, wenn auch ein bestimmter Ver-
      arbeitungsprozeß noch im Gange ist! Es gab ja auch schöne Zeiten und an die werde ich mich gerne erinnern… Ich denke, dass jeder selbst an sich arbeiten kann/sollte, sein Glück in die Hand nehmen muss/kann und nach vorne schauen sollte…
      In diesem Sinn wünsche ich allen Betroffenen viel positive Energie…
      Melanie

      • Peter sagt:

        Hallo Melanie
        Nun es ist zwar nicht gut aber beruhigt mich etwas das ich nicht der Einzige bin der solange bräuchte es zu erkennen und die Konsequenzen zu ziehen
        Ich wünsch Dir viel Kraft auf deinem Weg.

        • W. sagt:

          Hallo Peter

          Du bist tatsächlich nicht der Einzige.
          Ich habe meinen Partner mit 18 kennen gelernt, mit 55!!! bin ich entgültig erst gegangen.
          Anfangs saß ich mit roaroter Brille auf Wolke 7.
          Nach und nach veränderte sich sein Verhalten wie in den Berichten hundertfach beschrieben.

          Man will ja nicht gleich alles hinschmeissen bei den ersten Problemen und verbiegt sich damit man seinen Partner glücklich und zufrieden macht.
          Zu dem Zeitpunkt glaubt man ja tatsächlich noch ,dass es an einem sebst liegt.
          natürlich merkt man ,dass er sich anders verhält als andere Männer im Bekanntenkreis. Aber er ist halt so, hab ihn mir ja selbst ausgesucht.
          Chronische Schmerzen, Erschöpfung, Unsicherheit, später ernste Krankheiten OP s usw.
          Wenn man dann aus diesen diversen Gründen nicht mehr so funktioniert wie in all den Jahren zuvor wird man mit Verachtung gestraft.
          Erst dann als ich immer noch glaubte ich sei an allem schuld, habe ich nach Themen gesucht „Wie kann ich meine Ehe retten“

          Dadurch mit mittlerweile 54 habe ich das erstemal etwas über unser Thema hier erfahren.
          Mit diesem Wissen habe ich dann noch über 1 Jahr vor mich hin vegetiert und mir wurde bewusst, dass ich so vor die Hunde gehe.
          Ich habe alles auf eine Karte gestzt und bin gegangen.
          Das war die richtige Entscheidung.
          Das bedeutet allerdings nicht, dass mit dem Ausziehen alles erledigt ist. Man braucht auch hinterher noch einen verdammt langen Atem.
          Aber es geht in erster Linie darum zu überleben und sich dem Einfluss zu entziehen.
          Alles andere wird sich früher oder später finden.
          2..3 echte Freunde sind mehr wert als ein dutzend falsche.

          So ein gewaltiger Schritt braucht Kraft und gute Vorbereitung.

          Ich wünsche dir und allen ,die diesen Weg noch gehen müssen von Herzen alles Gut

          lg W.

    • Susi sagt:

      Hallo,
      gut,daß du es erkannt hast und gehen willst. Ich hatte auch eine sehr lange Beziehung und habe es ewig nicht gemerkt bzw. nicht merken wollen.
      Für die Heilung wirst du aber vermutlich viel länger brauchen als ein halbes Jahr. Lass dir Zeit.

  4. Johann sagt:

    Die körperlichen Folgen sind das geringste Problem. Die können im Besten Fall heilen.
    Das wirklich Schlimme sind die seelischen Folgen, denn die zu heilen, ist wenn nur schwer möglich.
    Nach einem Narzisst ist nichts mehr wie vorher und das prägt Einen für den Rest seines Lebens.
    Danach wieder ein normales Leben zu führen, ohne direkt in jedem potentiellen neuen Partner direkt was Negatives zu sehen, dass ist die Herausforderung

    • Lise1 sagt:

      Johann, da gibt es therapeutische Begleitung, um das wieder hinzubekommen. Ich kann nur Mut machen, sich da Verstärkung zu holen.

      • Johann sagt:

        Liese, glaubst Du etwa, das weiß ich nicht?
        Vollkommen egal, wie lange oder wie viele Therapien man auch macht, das wird Einen nie wieder loslassen, bzw. man wird nie wieder die selbe Person sein wie vor dem narzisstischer Missbrauch.

        • Lise1 sagt:

          Da habe ich bessere Erfahrungen gemacht, Johannes.

          • Lise1 sagt:

            Es wäre ja auf eine Art auch zu hinterfragen, ob man wirklich die gleiche Person wie vor dem Missbrauch werden will. Auch nach jeder körperlichen Erkrankung bleiben Körper und Immunsystem verändert, auch wenn man geheilt ist. Vielleicht ist das ein Bild, das man annehmen kann und die Veränderungen nach Missbrauch wichtig und als Teil des Lebens anzunehmen, was nicht nur schlechte Seiten hat

          • Johann sagt:

            1. ich heiße nicht Johannes.
            2. wer sagt, nach dem Missbrauch wird man wieder die Person wie vorher, hat Uno keinen richtigen Missbrauch erlebt.
            3. Ist das Resumee in der Theorie super. Nur leider sieht die Realität anders aus und das wüsstest du, hättest Du das durchgemacht weswegen die meisten hier sind

            Und damit bin ich raus aus der Diskussion

    • Waltraud sagt:

      Hallo Johann, dazu ist mir folgendes eingefallen. Ich war wegen körperlicher Beschwerden beim Hausarzt, als die Kinder noch kleiner waren. Aussage vom Arzt, es wären seelische Beschwerden. Das hat mich damals zusätzlich fertig gemacht, weil ich null Ahnung hatte, wo ich

      • Waltraud sagt:

        Hallo Johann, dazu ist mir folgendes eingefallen. Ich war wegen körperlicher Beschwerden beim Hausarzt, als die Kinder noch kleiner waren. Aussage vom Arzt, es wären seelische Beschwerden. Das hat mich damals zusätzlich fertig gemacht, weil ich null Ahnung hatte, wo ich da ansetzen sollte.

      • Johann sagt:

        Liebe Waltraud, das glaub ich Dir. War bei mir nicht Anders. Als die Seele angefangen hat zu heilen (hört sich doof an), wurden auch all die anderen Beschwerden besser.
        Aber grad das seelische wird nach einem wirklichen Missbrauch leider nie wieder komplett heilen. Man wird durch kleinste Situationen wieder dran erinnert und dagegen muss man arbeiten.
        Ich hoffe nur, dass die Täter irgendwann das volle Karma zu spüren bekommen

        • Waltraud sagt:

          Hört sich nicht doof an, Johann. Es ist ja eine Tatsache, das Körper und Seele eine Einheit sind und sich gegenseitig beeinflussen. Eigentlich eine gute Einrichtung, wenn man sich selber auch wichtig genug nimmt, das als Warnsignal zu erkennen. Aber es nützt einem nichts, solange man den toxischen Auslöser nicht geoutet hat. Auch das man immer wieder getriggert wird in vielen Situationen kenn ich zu gut und tue deshalb vieles nur noch mir zuliebe. Das war viel zu lange nicht der Fall. Der Narzisst kann mir gestohlen bleiben. Er sorgt schon selber für sein mieses Karma, ich hab ihn nur leider unbemerkt davon abgehalten.

  5. Alexandra sagt:

    Liebe Stefanie, du sprichst mir in jedem Satz aus der Seele. GENAU das gleiche Schicksal hat mich auch ereilt, nur dass meine körperlichen und psychosomatischen Beschwerden andere sind.Wir haben es offensichtlich beide geschafft, wir müssen stolz darauf sein!

    Ich bin noch mitten in der Scheidung, eine schreckliche, entwürdigende und grausame Erfahrung. Aber was erwartet man? Dieser Mann war schon immer egomaniac und völlig empathielos und als Psychologe noch sehr viel mehr geschult in Manipulation als andere Narzissten. Ich habe Jahre gebraucht, um mich trennen zu können, war immer von dieser unsäglichen Illusion getrieben, dass er mich doch „irgendwann liebt, ich seine Anerkennung bekommen kann“. So ein Schwachsinn, aber das sehe ich erst jetzt. Er verleugnet jede Verantwortung, will mich ohne Geld – nach 23 Jahren Ehe – abspeisen. Meine einzige Hoffnung ist nun die Gesetzgebung.`
    Und bei aller Angst vor der Zukunft – ich bin schon 62 – hat sich alles gelohnt. Ich hoffe, bald wieder Zuversicht und den Blick nach vorne zu bekommen. Alles wird gut !

  6. Lilli sagt:

    Angel,
    ein Partner/-in mit narzissmusgestörten Zügen, beachtet dich, wenn er/sie dich braucht,
    und nicht wenn du dies wünscht bzw. dies nach gesundem Nenschenverstand gegenseitig normal wäre.
    Ich durchlebte das mit meiner Mutter, und weiterhin mehrmals.
    Mit zu viel ‚Verständnis‘ und Rückstellung meiner Wünsche versuchte ich zu punkten bzw. zur Besserung der Beziehung beizutragen.
    Heute weiß ich, das ist Co- Abhängigkeit, bzw. Komplementärnarzissmus.
    Heute kenne ich mich selbst, und habe nicht mehr nötig, bei egozentrischem bevorzugtem Beachtetwerden,
    mitzuspielen.

  7. Angel sagt:

    Ich habe vor gut einem Jahr die Beziehung zu einer Narzisstin beendet. Bis heute bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich eine Narzisstin war oder ob ich mich aus der Beziehung gestohlen habe, weil ich zu viel Angst vor Nähe oder vor der erstmaligen lesbischen Beziehung mit einer Frau hatte. Oder ob die nazistischen Anteile in ihr gar nicht so groß sind als dass man damit nicht vielleicht doch zurecht kommen könnte. Bis weilen frage ich mich sogar, ob ich die Nazistein bin.
    Was ich aber sagen kann ist, dass es mir körperlich und seelisch besser geht seitdem ich keinen Kontakt mehr habe. Es fühlt sich an als käme ich zur Ruhe. In der Beziehung, die über einen doch beachtlichen Zeitraum ging und mit vielen Brüchen (on-off) versehen war, hatte ich stetig das Gefühl „hier stimmt etwas nicht“. Es ist nicht echt. Mir wird etwas vorgemacht. Und das lese ich jetzt hier sich in dem Beitrag. Das erinnert mich an meine eigenen Situation und daran, wie wichtig es ist, dem eigenen Gefühl und auch den Signalen des Körper zu vertrauen. In der Zeit der Beziehung hatte ich immer wieder Phasen, in denen ich kaum Luft bekam – im täglichen Tun, in der Gestaltung meiner Zeit, meines Berufs oder meiner Beziehungen, gefühlt und tatsächlich. Bis hin zu Panikattacken. Glücklicherweise nur einige wenige. Wenn man wie ich und offensichtlich viele andere unter stetiger Beobachtung und Bewertung und dem Druck des Narzissten/der Narzisstin steht, das Selbstwertgefühl des Narzissten/der Narzisstin durch ein – nach seiner Messlatte „angemessenem“ – Verhalten zu stabilisieren und dies einfach nie genügt, man also immer „falsch und nicht genug“ ist und sich nicht frei bewegen kann, wundert es nicht, wenn das zu körperlichen oder seelischen Schäden führt.
    Ich erhole mich Stück für Stück und es dauert wirklich lange. Und was es mir so schwer macht die wirklich enge Bindung, die wenigstens ich zu dieser Frau aufgebaut hatte (ob das auch von ihrer Seite so war kann ich bis heute nicht sagen), loszulassen, ist das nicht wissen darum, ob meine Einschätzung „sie ist ein Narzisst“ richtig ist oder ob ich eine große Chance vergebe und eine große Liebe nicht lebe/darauf verzichtet habe und das wissen darum, dass das Leben nie nur schwarz-weiß daher kommt. Jede Situation ist anders, jeder Narzisst auch bzw. der narzisstische Anteil, der in dem geliebten Menschen schlummert / aktiv ist und mit dem andere Menschen mit einer anderen Persönlichkeit vielleicht gut – besser oder überhaupt zurecht kommen. Gerne hätte ich hier Gewissheit. In jedem Fall habe ich gelernt bzw. lerne noch wie wichtig es ist, auf das eigenen Gefühl – auf sich zu hören. Und zu reflektieren, was einem selbst fehlt, damit man die eigenen „Schwächen“ kennt und weiß wo man angreifbar oder anfällig ist.

    • Feder sagt:

      Angel, ich würde meinen, wenn Du Dir die Frage stellst, ob Du eventuell der Narzisst sein könntest, dann denke ich, Du bist es sicher nicht. Ich schätze, ein echter Narzisst stellt sich diese Frage nicht. Er geht selbstverständlich davon aus, daß der Fehler beim anderen liegt.

    • Alma sagt:

      Hallo Angel.
      Du kannst dich glücklich schätzen und stolz auf sich sein dass du auf dein Gefühl gehört hast.
      Im Vergleich zu dir habe ich mein Gefühl oft erstickt! viel zu oft!.Aus meiner Erfahrung und Gesprächen mit anderen betroffenen Menschen und geschriebenen Erfahrungen im Netz, kommt mir so vor: „Kennst du einen Narzissten kennst du alle…“ Der Ablauf der Misshandlung und die Manipulationsmethoden sind bei allen zum verwechseln ähnlich!
      Aber die Auswirkung definitiv gleich zerstörerisch bei allen Betroffenen. Wer einmal mit Narzissten gelebt hat weiß dass man nie wieder mit einem Narzissten zu tun haben möchte,gleich egal wie schwer der Narzisst ein Narzisst ist.Das Leben mit denen hinterlässt definitiv Wunden und Narben. Auch au Geschäftsebene ist es genau das gleiche. Sie machen einfach gerne alle um sich herum unglücklich. Leider aber wahr.

  8. Melanie sagt:

    Hallo Stefanie,
    ich hatte 5 1/2 Jahre ein pulssynchrones Ohrgeräusch ( Tinnitus) und wusste nicht, was mir mein Ohr signalisieren wollte? Der Boden unter meinen Füßen öffnete sich, als mein ExMann von einer anderen Frau nach Hause kam und mein Tinnitus war mit einem Schlag weg!!!!! Eine wundersame Heilung bis heute!!!

    Die unglaublichen Gemeinheiten und brutalen subtilen/hinterhältigen Angriffe ertrage ich bis heute, denn es geht um Eigentum (mein Erbe) und wir wissen ja, ein NZ kann niemals aufgeben – ich aber auch nicht! Ich muss also weiterkämpfen und ihm klarmachen, dass er als beratungsresitenter NZ auch begreifen und lernen muss, dass Erbe kein Zugewinn ist! Ich glaube an die Wahrheit und Gerechtigkeit😀
    In diesem Sinn wünsche ich allen Betroffenen viel Durchhaltevermögen und Kraft,
    denn es gibt für uns nur. e i n e n Weg, den absoluten Kat!!!!
    Ich habe für diese Erkenntnis 44 Jahre Ehe benötigt, weil ich nicht aufgeben wollte!!!!!!!
    Herzliche Grüße
    Melanie

    • Lilli sagt:

      Melanie,
      Dein Beitrag macht mir bewusst, wie viele unglaubliche Gemeinheiten, subtile und hinterhältige Angriffe er mir im Lauf der Zeit bot,
      trotz zeitweiliger Teilnahme an der Beratungsstelle. Da bin ich mit dem Verschmerzen noch nicht fertig.
      Ich lebe in viel Distanz zu ihm, mein gesundes Leben.

    • Waltraud sagt:

      Hallo Melanie, das musst Du Deinem Ex nicht klar machen, denn es ist im Gesetz verankert, das Erbschaften nicht dem Zugewinn angehören, lediglich die evtl. Wertsteigerung. Da kann er sich auf den Kopf stellen. Allerdings sind Narzissten ja auch sehr trickreich und erfinderisch und man staunt nicht schlecht, mit was sie alles um die Ecke kommen. Aber für einen Anwalt zählen nur Fakten und Gesetze.

  9. Lilli sagt:

    Stefanie,
    Dein Erfahrungsbericht über die Erkenntnis der Narzissmusstörung Deines Mannes und Deine Erkrankungssymptome,
    ist bewegend und sehr aufschlussreich für alle Betroffenen!
    Ich wünsche Dir alles, alles Gute und einen liebenswürdigen nächsten Partner.
    Ich erkannte erst beim langjährigen dritten Partner und durch die Unterstützung der Freiheit meiner Kinder,
    wovon ich mich krank machen ließ, was mich seit den NPS- Wesenszügen meiner Mutter,
    mehrmals in den Bann gezogen hatte, und
    wogegen ich mein Leben lang erst vergeblich und dann erfolgreich, anruderte.

  10. Alexandra sagt:

    Liebe Stefanie, ich bin fassungslos, wie sehr deine Erfahrungen mit meinen übereinstimmen. Ich freue mich mit dir, dass du es geschafft hast, dich zu trennen und ich habe das Gefühl eine der wenigen zu sein, die wissen, was das wirklich bedeutet !

    Ich habe 23 Jahre mit einem Narzissten gelebt, ohne zu merken, wie mir geschah. Erst als ich krank wurde und psychosomatische Beschwerden bekam, erst als ich durch Zufall von diesem Begriff „Narzissmus“ und dessen wirklichen Bedeutung und Ausmaß laß und begriff, konnte ich mich langsam und in einem ewig erscheinendem Prozess die Kraft aufbringen, mich zu trennen. Ich lasse mich nun scheiden und warte verzweifelt darauf, dass dieses Trauma endlich ein Ende hat: diese subtile, unendlich gemeine manipulative und so etwas von unsägliche Niedertracht, die ich vor lauter Harmoniebedürfnis und „Liebe“ ?? immer wieder verdrängt hatte.
    Es ist ein unendlich langer Prozess, aber lass uns stolz darauf sein, dass wir es geschafft haben!!! Ich hoffe, dass es noch viele andere schaffen, sich von dieser Sorte Mensch zu befreien und ich kann nur jeden anregen, sich bei Swen Grüttefien und anderen Selbsthilfegruppen Hilfe zu holen!

    • Susi sagt:

      Hallo
      Es passt auch beinahe exakt zu meiner Geschichte. Ich habe div. chr. Erkrankungen und eine teilweise Arbeitsunfähigkeit mit aus dieser „Beziehung“ genommen. Ich war total am Boden und kämpfe mich zurück in’s Leben. Inzwischen bin ich dort wieder ganz gut angekommen und „lebe“ wieder. Ein wunderschönes Gefühl, was ich schon lange nicht mehr gespürt hatte.

  11. Friedel sagt:

    Psychosomatische Symptome und Erkrankungen aufgrund psychischer Gewalt-Missbrauch-Demonatage-Manipulation ist aus meiner Sicht durchaus gleichzusetzen mit physischer Gewalt. Häufig hört das ja mit Beendigung der Beziehung nicht auf. Vielfach beginnen dann Verleumdungs-Lügen-und Nachstellungskampagnen. Ebenfalls sind „Vogel Strauß“ Vorgehensweisen möglich, beispielsweise wenn es um die Herausgabe von Eigentum geht oder Ausgleich einer finanziellen Forderung.

    Ich möchte das zutreffende Zitat von Ulrich Schaffer anführen:

    „Geh Du vor“, sagte die Seele zum Körper, auf mich hört er nicht. Vielleicht hört er auf Dich.
    Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für Dich haben“,
    sagte der Körper zur Seele.“

    Das trifft aus meiner Sicht den Kern.

    Erst wenn Betroffene Antworten finden, womit sie es eigentlich zu tun haben und was ihnen widerfahren ist oder noch widerfährt, infolge weitere Informationen suchen und finden, schließt sich langsam der Kreis.

    Ein Auszug vielfach geschilderter Symptome und Erkrankungen durch toxischen Missbrauch geschädigter Betroffener:

    Übelkeit – Brechreiz – bis hin zum Erbrechen
    Teilweise massiver Haarausfall
    Rückenblockaden – Bandscheibenvorfall-Serienbandscheibenvorfälle
    Extrasystolen – Herzrhytmusstörungen
    Urtikaria (Nesselsucht) – Hautausschläge – Hauterkrankungen
    Autoimmunerkrankungen
    Schwindel – Sehstörungen – Tinnitus
    Massive Erschöpfungszustände
    Schlafstörungen – Wachzustände
    Konzentrations-Erinnerungs – und Sprachstörungen
    Unruhe – Zittern – Angstzustände – Panikattacken
    aus den Rudern gelaufenes vegetatives Nervensystem
    ungesunde, erhöhte Cortisolausschüttung (Stresshormon) bis hin zur Nebenniereninsuffizenz

    Das häufig angeführte Erbrechen über einen Zeitraum-insbesondere nach der Trennung und beginnender Klarheit, dem auch ich mich anschließen kann bzw. ehemals erlebte, führe ich auf eine regelrechte Vergiftung von Psyche/Seele zurück. Mir kam es häufig in den ersten Monaten vor, als müsste mein Körper das ausko….

    Für den Auszug! vorstehender Symptomatik finden Ärzte häufig keine organischen Ursachen. Das kann für Betroffene einhergehen mit einer Arzt Odyssee, Verdachtsdiagnosen als auch Fehldiagnosen.

    U.a. aus diesem Grunde ist es auch so wichtig, mit dem Entschluss der Trennung eine Kontaktsperre konsequent einzuhalten – bzw. bei notwendigem Umgang Strategien und Taktiken zu erlernen zum eigenen Schutze sowie im Umgang – um der Psyche/Seele und infolge dem Sprachrohr Körper Gelegenheit zur notwendigen Erholung/Rekonvaleszenz zu geben.

    Es bedarf dafür Geduld – durchaus auch viel Geduld -und Güte mit sich selbst.

    Selbstverständlich sollten körperliche Beschwerden durch einen Arzt abgeklärt werden. Ein befreundeter Arzt plant das Projekt der stundenweisen Anwesenheit einer Psychologin in der Praxis für Krisenintervention und erste Schritte, wenn sich darstellt, dass die Symptome psychischer Ursache sein könnten. Ein Beispiel, das aus meiner Sicht Schule machen sollte.

  12. Uta Möller sagt:

    Ein sehr klarer und deutlicher Bericht, danke dafür, Stefanie – und wie Du das zielgerichtet alles hingekriegt hast, Hut ab! Obwohl es in meinem Fall bei weitem nicht so schlimm war, habe ich aus Deinem Bericht viel gelernt. Wir sind stärker!

  13. Waltraud sagt:

    Es ist wirklich sowas von traurig, das man die ganzen gesundheitlichen Baustellen bei sich nie in Zusammenhang mit dem toxischen Partner in Zusammenhang gebracht hat, geschweige denn eine Ahnung von dem, was einem alles kaputt gemacht wurde und als Krönung noch Schuld hatte, bis einem dann durch was auch immer die Augen geöffnet wurden. Ich bin immer wieder fassungslos was diese im Leben von anderen anrichten. Ende offen!!!

  14. Fernando sagt:

    Während meiner 9 Jahren Beziehung mit einer Narzistischen Frau habe ich regelmäßigen Schlafstörungen, Magenbeschwerden, Aphthen und eine Allergie zum Gräßer und Getreidenpollen entwickelt. Die Magenbeschwerden und die Aphthen sind einige Wochen nach der Trennung vollständig verschwunden. Schlaffstörung habe ich auch nicht mehr gehabt (heute habe ich sogar schwierigkeiten morgen mit Wecker aufzustehen). Die Allergie ist leider noch vorhanden, aber die Symptome sind jetzt milder, wobei das kann vielleicht an einer besseren Behandlung liegen. Ich bin gerade 6 Jahren getrennt, absolut ohne Kontakt mit meiner Exfrau.

  15. Lilli sagt:

    Hallo,
    nachdem ich mich in jungen Jahren für ein aufgeschlossenes, emanzipiertes Leben entschieden hatte, scheiterte ich mehrmals, und versuchte dann, mit meinem dritten Partner und unseren Kindern ähnlich konservativ wie meine Herkunftsfamilie zu leben.
    Ich bekam Magen- Darmprobleme und Depressionen, und trank zu viel Wein.
    Mit Hilfe einer Psychotherapie und jahrelangen Besuchen der Familienberatungsstelle führte ich nach und nach wieder mehr individuelles Leben und bestärkte darin auch meine Kinder.
    Mein Mann war erfolgreicher Workoholic und ich hielt ihm den Rücken frei, wie ich als Jugendliche das schon bei meiner Mutter getan hatte.
    Erst im Lauf des Erwachsenwerdens unserer Kinder ging mir auf, wie egoistisch mein Mann im Grunde ist, und meine Mutter war, und fand im Internet das Thema Narzisstische Persönlichkeitsstörung und Co- Abhängigkeit bzw. Komplementärnarzissmus.
    In der Beratungsstelle wurde ich über Jahre zum Dauergast. Nachdem mein Mann nach anfänglicher Ehe- und Familienberatung sich wieder abwandte, ging er auf Anraten des Beraters allein zu ihm.
    Mein Mann erkannte seine Selbstwertproblematik, doch hielt er im Grunde mich für ’sein‘ Problem und stellte seine Besuche in der Beratungsstelle wieder ein.
    Ich löste mich noch mehr von ihm und ging meiner Arbeit und meinen Hobbys und damit verbundenen Bekanntschaften, Freundschaften nach.
    Im Nachzug sozusagen tat mein Mann das für sich auch ein bisschen, neben seinem überehrgeizigen Berufsleben.
    Gemeinsame Unternehmungen und Familientreffen verlaufen gut,
    ansonsten leben wir in einer Mischung aus WG und Ehebett.
    Denn mit Nähe tut mein Mann mit seinen NPS- Wesenszügen sich schwer, und ich mich mit meinen Co- und Komplementär- Tendenzen auch.
    Ich hatte Glück mit meiner Psychotherapeutin und der Beratungsstelle, dass wir im Rahmen der Ehe und Familie aus den Einengungen von Ego- und Co- einigermaßen herausrudern konnten.
    Magen- Darmprobleme hatte ich im Lauf der Jahre weniger, sie sind inzwischen mein Seismograph.
    Allen alles Gute!

    • Lilli sagt:

      Als Titel dieses Themas würde ich
      ‚Co-Abhängigkeit von Narzissten und die gesundheitlichen Folgen‘
      bevorzugen.

      • Susanne sagt:

        ES GIBT KEINE CO-ABHÄNGIGKEIT VON NARZISSTEN!!!

        BITTE RICHTIG INFORMIEREN; BEVOR HIER FALSCHE AUSSAGEN ZUR VERWIRRUNG FÜHREN!!

        • Lise1 sagt:

          Susanne, hier ist der Ort, wo du uns informieren kannst.

        • Friedel sagt:

          Hallo Susanne,

          DANKE für Deinen Kommentar!

          Die Bezeichnung Co-Abhängigkeit im Zusammenhang mit einer narzisstischen Missbrauch und psychischer Gewalt ist nicht zutreffend und auch irreführend. Sogenannter Co-Narzissmus beinhaltet eine eigene Persönlichkeitsstörung, beispielsweise die Dependente Persönlichkeitsstörung mit entsprechenden Narzissmuswerten. Diese betrifft jedoch die Wenigsten und die Mehrzahl von Betroffenen haben narzisstischen Missbrauch und psychische Gewalt erlebt. Lug, Betrug, Manipulation von empathiefähigen Menschen mit vollkommen gesunden und normalen Wertvorstellungen sowie Persönlichkeitsstrukturen.

          Wer sich also selbst einer Persönlichkeitsstörung zuordnen möchte, möge das tun. Das entspricht jedoch nicht der Mehrzahl der Betroffenen.

  16. Maren sagt:

    Ich muss mich anscheinend noch etwas gedulden.
    Die Trennung war ein Kampf, aber ich bin nun seit fast 3 Monaten von meinem Noch-Mann getrennt. Wir waren 8 Jahre zusammen, 2 1/2 Jahre davon verheiratet und zusammengezogen. -Der wahre Beginn der Höhle, er ist ein verdeckter Narzisst. Körperliche Beschwerden hatte ich während der Beziehung schon immer hier und da, waren aber auch zwischendurch immer wieder weg. Als wir zusammenzogen nahm es nachdem ersten 1/2 Jahr aber rasant zu,ständige Schmerzen im ganzen Körper, Dauererkältet, Ausgelaugt und ein immer stärker werdendes Ziehen in der Rechten Schulter bis in die Hand… wurde im Nov 18 deswegen an der Bandscheibe in der HWS operiert. Leider habe ich immer noch einen Bandscheibenvorfall über dem Operierten, wo ich noch nicht weis ob meine Schmerzen daher kommen, oder Psychosomatisch sind. Denn gerade nach der Trennung wurden meine Symptome nochmal schlimmer mit Schmerzen in Armen, Rücken und Beinen sobald ich nur seinen Namen gehört habe oder mich zu sehr in das Thema Narzissmus reingesteigert habe. Auch hatte ich vor 2 Wochen Panikattacken und seitdem mit Ängsten zu tun, die ich aber zum Glück einigermaßen im Griff habe. Zeitweise dachte ich schon jetzt ist es soweit du gehörst in die Klappsmühle und dann gab es wieder kleine Lichtblicke die mich positiv denken lassen. Seit der Panikattacke fühle ich mich komischerweise kopfmäßig deutlich klarer, so als wenn ich aus einem jahrelangen Schlaf erwacht bin. Allerdings bin ich noch sehr ausgebrannt. Ich versuche mich jetzt Stück für Stück ins Leben zurückzuholen, auch wenn es wahrscheinlich noch ein langer Weg wird. Es ist schon Wahnsinn was mit einem passiert ist… hätte ich jetzt nicht den Absprung geschafft wäre ich wahrscheinlich in der Beziehung/ Ehe gestorben.
    Ich wünsche allen Betroffenen alles liebe auf ihren Weg zur Heilung.

    • Friedel sagt:

      Hallo Maren,

      Bandscheibenvorfälle in Verbindung mit toxischem Missbrauch sind keine Seltenheit.
      Was Du beschreibst, ist mir sehr bekannt. Es gibt gute Physiotherapeuten, die ebenfalls Craniosacral Therapie anbieten. Ein Baustein aus der Ostempathie und sanfte Form der Behandlung mit großer, positiver Wirkung. Unter Bezugnahme auf Deine Ausführen und geschilderten Situation kann es dazu führen, dass die Muskeln im Bereich Schulter/Rücken betonartig verhärten. Dies führt wiederum dazu, dass der Muskel nahezu ausgewrungen wird und die Symptome/Schmerzen sich in anderen Körperbereichen darstellen. Das kann zu 24/7 Schmerzen, führen als auch zusätzlich Ängste schüren, die einen verzweifeln lassen und kein noch so starkes Schmerzmittel Linderung bringt. Die Einnahme von Lyrika über einen gewissen Zeitraum kann eine erhebliche Erleichterung bringen, so dass es auch besser gelingt, wieder mehr zu entspannen und auf konservative Behandlungen ansprechen. Gute Erfahrungen habe ich auch gemacht mit der Behandlung durch Akupunktur. Mittlerweile übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen unter gewissen Voraussetzungen eine Anzahl von Behandlungen.
      Zur Behandlung ist ein gutes Netzwerk von Arzt, Physiotherapeut und Akupunkteur notwendig. Operative Eingriffe an der HWS sind ja kein Spaziergang. Für mich kam das nicht in Frage, solange keine Ausfallerscheinungen wie Lähmungen oder Kontrollverlust von Blase und Darm auftreten. Geblieben ist ein Taubheitsgefühl im kleinen Finger, damit kann ich allerdings gut leben.
      Ich drücke Dir die Daumen und alles Gute für Deinen weiteren Weg!

  17. Renate Becher-Benke sagt:

    Ich bin selbst Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin in Hamburg, unter anderem auf Narzissmus spezialisiert. Kann die Enttäuschung verstehen, wenn einige empfinden, zu spät oder nicht entsprechende Hilfe von Experten zu erhalten. Der sogen. Verdeckte Narzissmus ist für viele schwer zu erkennen. Ich möchte Sie aber, auch dank dieser Seite, ermutigen, sich Hilfe zu holen, der Narzissmus ist inzwischen immer besser erforscht. Alles Gute,Renate Becher-Benke aus Hamburg

    • Greta sagt:

      Hallo Renate Becher-Benke,
      dumm nur, wenn der narzisstische Partner Psychiater ist. So ist es mir ergangen.
      Als ich auf Kur ging, nach einer Addison-Krise, riet er mir auf keinen Fall zu einem Psychologen zu gehen, der würde nur in meiner Kindheit wühlen und das würde mir nur schaden.

      Als ich einmal anmerkte, das ich depressiv sei und ihm bat etwas zu verschreiben, lehnte er mit der Begründung, das macht nur dick und dann bist du auch unglücklich.

      Als ich dann in der Klinik lag und völlig am Ende war (Morbus Addison war dort unbekannt und ich wusste auch nicht das ich dies habe), wollte mir mein behandelnder Arzt eine Tavor verabreichen, das lehnte mein damaliger Freund auch ab. Erst nach der Trennung kam ich auf Narzissmus.
      Was will ich sagen: Wenn jemand die Thematik auch noch studiert hat (wahrscheinlich wollte er sich nur selbst verstehen), kommen die Narzissten sehr subtil daher. Und natürlich fühlte ich mich bei meinem Partner – gerade nach dem Tod meines Ehemannes – in besten Händen…

  18. Ursula Müller sagt:

    Das Schlimmste sind diese Sätze: „Besuche bei zwei verschiedenen Psychologinnen brachten keine Hilfe, da weder sie noch ich auf die Idee gekommen wären, dass hier narzisstischer Missbrauch vorliegt. Ich hatte ja das Gefühl, in meiner Ehe sei alles in Ordnung“. Ich habe 25 Jahre der verschiedensten Beziehungen, immer wieder mit Narzissten, gebraucht, bis endlich eine der mehreren Psychologen, die ich aufgesucht hatte, SOFORT verstand, dass ich in der Narzisstenfalle klemme. Erst dann, vor drei Jahren, konnte ich der Sache langsam aber sicher auf den Grund gehen. Mit wievielen unfähigen Psychologen haben wir es denn eigentlich zu tun????

    • Waltraud sagt:

      Bei mir waren es mehr. Und weder ich noch die jeweilige Psychologin hatte eine Idee von Narzissmus. Ich war 55 J. als mein Narzisst wieder Anlauf in meine Richtung nahm und nachdem ich weiteren massiven Schäden und weitere Jahre verloren hab, bin ich selber dahinter gekommen.

    • Klarsicht sagt:

      @Ursula Müller
      Genau, traurig dass der Besuch bei Psychologinnen keine Hilfe brachte, da keine den Narzissmus erkannte. Aber das ist vielleicht auch schwierig (wenn sie selbst den Narzissmus nicht kennen oder durchgemacht haben). Bei mir war es noch krasser, der Psychologe sagte, ich solle es doch geniessen, dass ich von einem Mann (meinem Narzissten) so „umgarnt“ werde… Dies verstärkte noch mehr das Gefühl, es liege an mir… Erkannt habe ich es auch auf den Ausspruch einer Freundin, die sagte: „Das ist ja ein Narzisst!“
      @Stefanie
      Krank bin ich auch geworden, liebe Stefanie, sodass ich (sonst sportliche Frau mit überaus gesundem Lebensstil, keinen Risiken + guten Genen) mich sogar einer Herzoperation unterziehen lassen musste, weil ein Herzgefäss durch Spasmen das Blut nicht mehr durchliess und ein Infarkt drohte… Und genau das was Du sagst, das Lachen… das Lachen schmerzte, wenn ich lachen wollte, konnte ich die Lach-Muskeln nicht mehr betätigen, den Mund nicht mehr zu einem Lachen verziehen, so weh tat dies…
      Es ist nach der Trennung besser geworden, doch frei und erholt bin ich noch lange nicht, da ich noch keine wirkliche Ruhe habe. Das wird wohl erst so sein, wenn einer von uns beiden gestorben ist… bis dass der Tod Euch trenne…
      Lieben Gruss

    • Claudia sagt:

      Hi Friedel,

      ein Psychotherapeut ist kein Hellseher und wenn der Klient in der Therapiesitzung (bewusst oder unbewusst) nicht am Thema Ehemann “arbeitet“ und überzeugt ist, alles laufe Beziehungsmäßig gut…dann liegt es nicht am Therpeuten sondern an der Entwicklung im Klienten, die noch nicht soweit ist.
      Auch gibt es viele alte Muster, die dafür sorgen, auf dem Auge blind zu sein und sehr viele Verhaltensweisen vom Narz als “normal“ einzustufen und davon nicht in der Therapie zu berichten.
      Der Therapeut kann nur mit dem weiterarbeiten, was der Klient mitbringt.

      Und dann..sagen viele Klienten auch “doofer Psychologe“ , wenn dieser den Finger auf die Wunde legt- und brechen die Therapie ab…

      Wie lange haben wir Betroffene Körpersignale ignoriert?
      Wie lange wollten wir nicht wahrhaben, was wirklich in der Beziehung passiert?
      LG
      Claudia

  19. Gery sagt:

    Nach dem Trennung mit ein Narzisst( 20 J.Ehe) ist meine Autoimmun Krankheit sofort verschwunden. Ich bin seit 7 Jahren Symptom und Medikamenten frei.

  20. Ursel sagt:

    Hallo Stefanie,
    Ja, Narzissmus hat so viele Folgen. Die dauernden liebevoll vorgetragenen soo gutgemeinten Manipulationen lassen das eigene ICH allmählich zerfallen. 20 Jahre Partnerschaft , Trennung und seit über 10 Jahren juristische Auseinandersetzungen. Wie gut, dass Du Dich auch nach so langer Zeit für Dich entschieden hast. Du machst mir Mut, mich zu engagieren. Erholungs-und Aufbauzeiten bei mir anzubieten. Gemeinsamkeit gibt Kraft.

  21. Liebe Stefanie,

    Du beschreibst exakt das, was ich auch erlebt habe – vielen Dank dafür.

    Nach mehr als zwei Jahren geht es mir viel besser, ich kann seit kurzem wieder schlafen – ein Meilenstein und ich bin viel ruhiger und gelassener geworden. Die Kraft und der Elan kommt wieder zurück, ich staune, was ich in den letzten zwei Jahren geleistet habe und wieviel Energie in mir steckt. Diese Energie setze ich nun viel häufiger für meine Belange ein und habe auf einmal Erfolg – kaum zu glauben.

    Mittlerweile ist es mir meistens egal, was andere von mir denken. Diese Beziehung hat auch etwas positives gehabt, sie lehrte mich bei mir anzufangen, für mich zu sorgen, mit mir im Reinen zu sein und auf mein Gefühl zu hören.

    Ich wünsche Dir alles Liebe! Sabine

  22. Stephanie sagt:

    Ganz lieben Dank für diese Seite hier und die Erfahrungen.
    Nachdem mir ein Bekannter gesagt hat, dass es sich bei meinem Mann aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Narzissten handelt, fand ich diese Seite hier. Nun sind meine Augen offen und mir wurde sehr vieles klar.
    Besonders die Energieblockade. Sobald er zuhause ist, habe ich zu gar nichts mehr Lust. Obwohl ich mich danach sehne, wieder mehr zu tun. Er blockiert mich völlig. Schlafstörungen hab ich auch enorm. Ich persönlich bin nur froh, dass meine Ehe noch nicht so lange dauert (6 Monate) und ich nun endlich den Schlußstrich ziehe. Leider ist mein Vater ganz genau so. Dennoch habe ich Mitgefühl für diese Personen, da es sich ja niemand aussucht „ab morgen Narzisst“ zu sein. Ich wünsche allen hier nur das Beste und tolle Erholung. Danke!

  23. Susanne sagt:

    Hallo..,
    Bei mir war es so, das ich von einer Freundin ( sie arbeitet auf einer psychatrischen Station in einem Krankenhaus) den Hinweis auf Narzissmus bei meinem damaligen Partner bekam… Das Kuriose ist aber, das ich nach dieser wirkliche schlimmen Erfahrung(3 Jahre dauerte dieser Alptraum)), erst realisiert habe, das mein Exmann mit dem ich zuvor 26 Jahre verheiratet war, ebenfalls ein Narzisst war !!! Ich sehe das ganze als eine Lektion, die ich lernen musste!! Ich war zu vertrauensvoll und zu gutgläubig!! Das es solche Kreaturen gibt, wusste ich nicht..Mittlerweile sehe ich sie überall…

    • Lilli sagt:

      Susanne,
      Dein Satz ‚Mittlerweile sehe ich sie überall …‘ bewegt mich.
      Bei mir war es auch nicht nur einer.
      Heute frage ich mich:
      Was möchte ich persönlich in meinem Leben verwirklichen ?
      Nicht mehr: Was kann ich an anderen bewundern und was kann ich für sie tun ?
      Bei der Beantwortung meiner ersten Frage begegnen mir normale Leute.
      Bei meiner früheren Frage, seit meiner Mutter, traf ich Leute mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung.

  24. Marion sagt:

    Hallo, schliesse mich komplett an die vorherigen Aussagen an! Hing über 30 Jahre in der Ehe fest! Seit 5 Jahren getrennt und sei 7 Monaten glücklich geschieden! Es geht bergauf! Leider habe ich Nervenschädigungen davon getragen die nicht mehr verschwinden. Aber es geht mir gut und ich kann nur sagen: Man sollte auch nicht wegen der Kinder in so einer Beziehung ausharren! Auch meine Kinder sind durch ihn geschädigt! Ich hätte mindestens 10 Jahre eher gehen sollen; ich dachte auch an meine Kinder! Hinterher hat man sowieso eine andere Sichtweise auf alles!

  25. ANNETTE MEIJER sagt:

    Im Laufe der knapp 5 Jahrzehnte habe ich sämtliche psychisch/physischen Erkrankungen durch. Mein ganzer Stolz ist es, dass ich meine Alkohol/Medikamentenabhängigkeit (Halbjahres Therapie) immer noch nach 32 Jahren im Griff habe, er nicht mehr daran rütteln konnte. Nachdem ich vor sechs Jahren eine chronische Lungenerkrankung bekam, er mir noch den Qualm seiner Zigarette ständig zupustete, reichte es. Er oder Ich ! Habe mich für das „ICH“ entschieden und ihn nach 46 Jahren Ehe rausgeschmissen. Danach hat sich meine COPD Gold IV mit Emphysem auf den Stand von COPD II mit Emphysem verbessert. Zwar habe ich noch einen Sauerstoffkonzentrator für daheim, konnte aber mein mobiles Sauerstoffgerät wieder abgeben. Kurz um: mir geht es gut.

  26. Laju sagt:

    Liebe Stefanie,
    Deine Geschichte könnte meine sein! Auch ich habe jahrelang mit unerklärlichen, körperlichen Symptomen gekämpft, habe etliche, ärztliche Untersuchungen und beinahe sogar eine Herzoperation über mich ergehen lassen! Meinen ersten, beängstigenden „Herzanfall“ mit Atemnot hatte ich mit knapp 37 Jahren, aber erst im Alter von 54 Jahren habe ich mich von meinem Mann getrennt, weil ich ihn nicht mehr ertragen konnte. Wir waren insgesamt 28 Jahre zusammen. Nach der Trennung spürte ich, wie es mir langsam besser ging, zunächst physisch. Ich begann im Internet zu recherchieren, um ihn „zu verstehen“. Erst dann bin ich auf den Begriff Narzisst gestoßen und es war wie eine Erleuchtung. Ich habe mich drei Jahre intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Heute geht es mir auch psychisch besser, aber die Narben bleiben. Im Nachhinein denke ich oft, ich hätte viel früher gehen sollen, dann wäre mir viel erspart geblieben. Ich habe aber niemals meinen Mann in Frage gestellt, glaubte, dass er mich liebt und ich ihn. So habe ich immer nur auf mich geschaut und Fehler bei mir gesucht. Hinzu kamen unsere zwei Kinder, denen ich nicht das „heile“ Elternhaus nehmen wollte und konnte. So habe ich jahrelang das Bild der glücklichen Familie und Ehefrau aufrecht erhalten, bis ich, so wie Du, nur noch ein Schatten meiner selbst war und nicht mehr konnte. Danke für Deinen Bericht!

  27. Reh sagt:

    Konnte bei Deinem Bericht nur nicken. Magen-, Rücken-, Gelenkschmerzen die von jetzt auf gleich da waren, nicht fixiert werden konnten, Untersuchungen kein Ergebnis brachten, Schlafstörungen, schreckhaftes Aufwachen, Herzrasen oder Herzstolpern, Kribbeln in den Beinen, Gewichtsverlust, Augenringe, Haarausfall, plötzlich Neurodermitis, Asthma. Alles Warnsignale. Mein Hausarzt empfahl dann einen Psychotherapeuten aufzusuchen, als ich mich nach 10 Jahren Beziehung entschloss, eine Mutter-Kind-Kur zu beantragen. Das war der Anfang vom Ausstieg. Ganz gesund bin ich nach 4 Jahren immer noch nicht, aber Einiges ist weg und der Schlaf ist wieder ruhig.
    Ich drück Dich und wünsche Dir gute Besserung und Vertrauen in Dich und Dein Bauchgefühl.

  28. Jessica sagt:

    Liebe Stefanie,

    ich habe deinen Bericht gelesen und es ist, als ob ich ihn selbst geschrieben hätte. Ich möchte dir aber an dieser Stelle Mut machen! Ich bin seit knapp drei Jahren von meinem mittlerweile Ex-Mann getrennt. Nach der Trennung ging es mir zunächst nochmal deutlich schlechter, weil mein Ex aus allen Kanonen auf mich gefeuert hat. Zwangsläufig musste ich aufgrund unseres gemeinsamen Sohnes mit ihm in Kontakt bleiben. Aber irgendwann ging es bergauf und seit dem Scheidungstermin habe ich nicht ein einziges Mal mehr Rückenschmerzen oder andere unerklärliche Symptome gehabt. Den Kontakt habe ich derweil komplett abgebrochen. Mein Lachen ist zurückgekehrt und jeden Tag geht es mir ein Stück besser. Ich muss immer seltener an die traumatischen Situationen zurückdenken. Auch ich habe mich damals an eine Familienberatungsstelle gewandt und innerhalb von 2 Tagen einen Termin bekommen. Diese Menschen haben mir wirklich geholfen und mich in meinen Entscheidungen für meinen Sohn und mich bestärkt.

    Ich wünsche dir und allen anderen, die auch noch mittendrin stecken, ganz viel Kraft! Halte den Blick nach vorn gerichtet und du wirst wieder du selbst werden, nur ein bisschen stärker.

    Viele Grüße
    Jessica

  29. Lise1 sagt:

    Hallo, Stefanie, du schreibst, dass der Körper deutlich sagt, wenn wir etwas nicht sehen wollen. Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Körper es uns sagt. Wir haben verlernt, das zu spüren und können trotz starker Beschwerden noch jahrelang weiter machen.
    Der subtile Missbrauch verändert die ganze Biochemie, die Spannung der Muskulatur, usw. Ich habe mal gelesen, ob es wirklich immer so ist, weiß ich nicht, dass Kinder, die bei Tisch immer ein Donnerwetter erwarten, krumm sitzen und krumm werden. Ein geschimpftes „sitz gerade“ macht sie noch krummer. Wenn sie als Erwachsenen Rückenproblem haben, denken sie immer noch, sie hatten eine gute Erziehung.

    Aber ich will auch bestätigen, dass nach dem Beenden des Missbrauchs und mit ärztlicher Hilfe der Körper zumindest teilweise regenerieren kann. Ich merke heute über körperliche Symptome , z.B. Herzklopfen, Verspannungen oder Schlaflosigkeit, wenn etwas nicht stimmt. Kann auch Beziehungen auf der Arbeit oder Beziehungen allgemein betreffen. Leider über diesen Umweg, da der direkte Weg mir oft immer noch versperrt ist. Aber dass der Körper mir etwas sagt, dass die Symptome Warnschilder oder Wegweiser sind, ist eine extrem wichtige und neue Erkenntnis für mich gewesen.

    • Waltraud sagt:

      Wie schön liebe Stefanie, das Du Dich aus dieser Situation befreien könntest. Ich kann Deine Schilderung sowas von nachvollziehen. Genieß Dein Leben in vollen Zügen….

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