Der Narzisst lähmt seinen Partner mit Schuldgefühlen

Narzissten manipulieren ihren Partner über das Einflößen von Schuldgefühlen. Sie haben das Talent, sich jedes Mal aus der Verantwortung zu stehlen und es so aussehen zu lassen, als sei allein ihr Partner an allem schuld. Dieser fühlt sich sodann verpflichtet, seinen Fehler wiedergutzumachen, indem er dem Narzissten zur Verfügung steht und diesem zu gefallen versucht.

Traurige Frau

Bild: © boggy22 – 123rf.com

Ein Narzisst strebt nach Macht und Kontrolle in einer Beziehung: Er will den Partner dominieren und ihm seinen Willen aufzwingen. Aus diesem Grund versucht er permanent, seinen Partner zu verunsichern, dessen Selbstwertgefühl zu destabilisieren und ihn auf diese Weise in die unterlegene Position zu drängen. Dabei will er über das Auslösen von Angst- und Schuldgefühlen seinen Partner lähmen, um ihn besser lenken und über ihn verfügen zu können.

Drohungen, Einschüchterungen, Vorhaltungen, Lügen, Unterstellungen und Erniedrigungen sind dann die Werkzeuge, um aus dem Partner Zugeständnisse herauszupressen, die dieser nur aufgrund des immensen Drucks macht, hinter denen er in Wirklichkeit aber gar nicht steht. Doch dies ist dem Narzissten einerlei: Solange er seinen Willen bekommt, ist er zufrieden und fühlt sich stark. Wie sich sein Partner dabei fühlt, ist ihm gleichgültig. Aufgrund seines mangelnden Einfühlungsvermögens nimmt er den Schmerz seines Partners gar nicht wahr. Solange er seinen Willen bekommt, ist er befriedigt und glaubt, alles sei in Ordnung.

Da Narzissten eine mangelhafte Empathie besitzen und nicht in Resonanz mit der Gefühlswelt eines anderen gelangen, wird ihr destruktives Verhalten, das sie ihrem Partner entgegenbringen, nicht von Mitgefühl gemildert – und schon gar nicht tut ihm sein Partner nach einem verletzenden Angriff leid. Sie können emotionale Signale, die ihnen das Gegenüber sendet, nicht richtig deuten, ziehen keinen Rückschluss aus der Reaktion des Partners hinsichtlich des eigenen Verhaltens und können daher auch kein Mitleid aufbringen.

Der Narzisst erkennt nicht seine Wirkung auf andere

Aus Sicht des Narzissten kann es dann immer nur an dem Partner liegen, wenn sich Unstimmigkeiten, Missverständnisse und Diskussionen ergeben, nie aber an seinem Verhalten. Der Narzisst kann seine negativen Handlungen und Äußerungen nicht in Zusammenhang mit der unzufriedenen Reaktion oder ablehnenden Haltung seines Partners bringen. Er kann nicht ermessen, was sein Verhalten in seinem Partner auslöst. Einem Narzissten fällt es schwer, die emotionalen Vorgänge innerhalb eines Beziehungsgeschehens richtig zu deuten, und kommt folglich immer zu demselben Schluss: Schuld kann nur der Partner sein.

Widerstand des Partners wird dann als Bockigkeit empfunden, die es zu bekämpfen gilt. Der Narzisst meint, dem Partner dessen „trotzige Allüren“ austreiben zu müssen. Da Narzissten einen Mangel an Liebe in sich haben, können sie ihrem Partner auch nicht mit Verständnis, Güte und Rücksichtnahme begegnen, sondern ihren Willen nur mit Härte und Unnachgiebigkeit ausdrücken und einfordern. Narzissten entpuppen sich häufig als talentierte Überredungskünstler, die sich so lange beschweren und auf ihren Partner einreden – oder besser gesagt: verbal eindreschen –, bis dieser sich dem Narzissten endlich geschlagen gibt.

Dass dies aber keine freiwillige Handlung ist und die Einwilligung keineswegs aus einem Gefühl der Liebe und Verbundenheit resultiert, kümmert den Narzissten herzlich wenig: Hauptsache, er hat bekommen, was er wollte. Beschwert sich der Partner später, dass er der Meinung des Narzissten eigentlich gar nicht folgen wollte und dies nur getan hat, um die leidige Diskussion zu beenden, wird ihm dies vom Narzissten als Verrat ausgelegt. Der Narzisst beruft sich darauf, dass sein Partner zuvor seine Entscheidung akzeptiert und nun kein Recht mehr habe, sich zu beschweren.

Der Partner lässt sich über Schuldgefühle beeinflussen

So wird der Spieß einfach umgedreht und der Partner mundtot gemacht. Betroffene bekommen auf diese Weise das Gefühl, selbst schuld an ihrem unglücklichen Zustand zu sein. Dabei ist es ihnen in den meisten Fällen kaum möglich, der brachialen Redegewalt des Narzissten standzuhalten. Dennoch hoffen sie in vergleichbaren Situationen immer wieder vergebens, der Narzisst würde aus Mitgefühl irgendwann einsichtig und den Druck reduzieren. Leider tut er ihnen diesen Gefallen nie – er reduziert den Druck erst dann, wenn er seinen Willen bekommen hat.

Auf diese Weise lernen Partner, sich gar nicht erst zu verteidigen, sondern sich dem Narzissten gleich zu unterwerfen. Ihre Nachgiebigkeit macht jedoch den Weg dafür frei, dass der Narzisst immer mehr Forderungen stellt und immer ausschweifender wird. Vielleicht können betroffene Partner kurzfristig den Druck reduzieren, langfristig werden sie aber immer mehr leiden, weil der Narzisst den Hals einfach nicht voll bekommt.

Das größte Hindernis dabei, sich gegen den Narzissten entschieden zur Wehr zu setzen, sind ständige Angst- und Schuldgefühle. Anhaltende Angst vor den Aggressionen des Narzissten und das unentwegte Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, zwingen Partner in eine permanente Habachtstellung. Sie sind ständig darauf bedacht, nur keinen Fehler zu machen und keine unnötigen Aggressionen zu provozieren. Partner lernen so, dass sie ganz allein daran Schuld sein müssen, wenn der Narzisst wütend wird und sie schlecht behandelt.

Partner trauen sich nicht, sich zu verteidigen

Partner glauben zu lange an das Gute im Narzissten und denken, dass dieser sie sicherlich freundlich behandeln würde, wenn sie sich nicht so ungeschickt anstellen würden. Sie laden sich mit dieser Argumentation die Schuld auf die eigenen Schultern und entlasten so den Narzissten, was es ihnen dann unmöglich macht, diesen anzugreifen und sich angemessen zu verteidigen.

Manche Betroffene haben sogar ein so sensibles Gewissen, dass sie sich bereits schuldig fühlen, wenn sie nur heimlich ablehnende Gefühle oder Gedanken gegenüber ihrem narzisstischen Partner hegen. Da sie ihn lieben, meinen sie, nicht schlecht über ihn denken zu dürfen. Zu hohe moralische Grundsätze verhindern dann, der Wirklichkeit ins Gesicht zu sehen und das niederträchtige Verhalten ihres Partner eindeutig zu erkennen und zu benennen.

Betroffene müssen lernen, sich gegen die Schikanen des Narzissten zu wehren und diesem etwas entgegenzusetzen, was mindestens genauso stark oder noch stärker ist. Dies trauen sich aber die meisten Betroffenen nicht, weil sie einem anderen nicht wehtun und nicht als Unmensch angesehen werden wollen. Sie meinen, selbst in zutiefst entwürdigenden Situationen noch nett zu dem Narzissten sein zu müssen und nicht zurückschlagen zu dürfen.

Partner müssen lernen, sich zu wehren

Betroffene können oft nicht zwischen Angriff und Verteidigung unterscheiden: Jede Form des Widerstandes empfinden sie als unmoralisch, weil sie einen anderen Menschen nicht verletzen möchten. Daher löst bereits der bloße Gedanke an ein offensives Vorgehen sofort Schuldgefühle aus und verhindert, dass sich der Betroffene überhaupt mit einer Verteidigungsstrategie beschäftigt.

Betroffene sind aber keine schlechten Menschen, wenn sie entschlossen handeln und sich verteidigen. Sie sind nicht verpflichtet, den Psychoterror eines Narzissten auszuhalten, sich andauernd verletzen zu lassen und sich hinterher auch noch schuldig zu fühlen. Sie dürfen für ihre Rechte und Bedürfnisse kämpfen und nur weil sich ihnen ein anderer in den Weg stellt und ihre Interessen abwertet und nicht gelten lassen will, bedeutet dies nicht, dass sie etwas falsch machen.

Sie müssen dem Narzissten klarmachen, dass sie auch Munition im Gepäck haben und sich im Ernstfall nicht davor scheuen, diese einzusetzen. Narzissten sind zwar ganz groß im Einschüchtern, aber sehr feige, wenn sie mit den Konsequenzen ihres gemeinen Verhaltens konfrontiert werden und Verantwortung übernehmen sollen. Narzissten können zwar viel reden, zuweilen ist es aber nicht nur peinlich, sondern auch unsinnig, was sie an Argumenten zu bieten haben. Sie erlegen ihre Opfer in erster Linie mit ihrer Präsenz und enormen Suggestivkraft – die Inhalte sind aber häufig mehr als bescheiden.


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Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
81 Kommentare zu “Der Narzisst lähmt seinen Partner mit Schuldgefühlen
  1. Geli sagt:

    Kennt jemand auch sexuellen Missbrauch in der Ehe mit einem narzisst?

    Wenn ich es richtig eingeschätzt „lebe“ich seit nunmehr 30 Jahren mit einem narzisst zusammen….. lange Geschichte sehr lange hab erst vor einigen Tagen davon gelesen das es sowas gibt… den Begriff toxische Beziehung kenne ich…ich glaubte ich habe diese Form…. bitte fragt nicht warum schon so lange….( irgendwann habe ich angefangen zu glauben alles was mir passiert ist halt so… ehrliche liebe kenne ich nur von meiner Tochter)

    • Bea sagt:

      Ich kenne es zumindest, dass er Sex als Waffe missbraucht hat. Er hat oft aus dem Nichts aufgehört mit mir zu schlafen. Ohne Begründung. Das ging 4 bis 5 Monate so. Ich bin mir sicher, dass er sich das in der Zeit bei anderen Frauen geholt hat. Wenn er dann gemerkt hat, dass die Beziehung den Bach runtergeht, hat er plötzlich mehrmals täglich Sex gefordert.

  2. Lara sagt:

    Nachdem ich einige Jahre immer vermutet hatte, daß er sich als Narzisst entpuppen wird (er ist auch Asperger), habe ich seit 1 Jahr immer mehr die Bestätigung bekommen, weil wir mehr Zeit als früher zusammen verbracht haben. Ich wollte aus der Beziehung raus, aber das ist ja schwierig. Also habe ich ihn kritisiert, worauf sofort die Schuldumkehr kam (mit mir stimme etwas nicht),und die habe ich dann genutzt. Jetzt habe ich angeblich bei mir selbst psychische Störungen diagnostiziert, weshalb ich aus Rücksicht auf ihn die Beziehung nicht mehr weiterführen kann. Und ich habe ihm gedankt, dass er mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass NUR bei mir die ganze Schuld liegt. Und er glaubt es tatsächlich. Das ist so unfassbar.

    • Anni sagt:

      Das ist ja echt ein erfolgreiche Strategie Lara. In der Tat ist es unfassbar. Aber Narze glauben tatsächlich, was sie sich und anderen einreden bzw. einzureden versuchen.
      Wie oft habe ich diesen Satz gehört: „Mit dir stimmt was nicht.“ Was immer damit auch gemeint war.

      Am Ende bin ich seinen perfiden Anschuldigungen nur noch mit Nichtachtung begegnet, hab ihn im Glauben gelassen, der Sieger zu seine und siehe da, er hat mich ziehen lassen und behelligt mich nicht mehr. Irgendwann werden die unangenehmen Formalitäten ebenfalls erledigt sein und der Nachklang dieser 15 verrückten Jahre immer leiser werden, wie ein Echo irgendwann verschallen.

      Alle Liebe dir auf deinem Weg ohne ihn.

      • Lara sagt:

        Liebe Anni, vielen lieben Dank. Diese reflexhafte Schuldumkehr trotz der ganz eindeutigen mehrfachen Gemeinheiten und Abwertungen, natürlich ausgerechnet an meinem Geburtstag, hat die letzten Zweifel in mir verscheucht. In dem Moment wo die Email kam (ich hatte auf schriftlicher Klärung unserer Probleme bestanden und ein Gespräch vorerst abgelehnt) wusste ich: Das ist mein Exit. Er hat von mir verlangt, dass ich „dann eben eine Therapie machen solle und er auch trotz meiner Macken bei mir bleiben würde“. Nett, oder? Als er merkte bzw. dachte, dass ich durch die Erkenntnis meiner angeblichen psychischen Störungen nun langfristig am Boden zerstört bin (ja, ich kann auch schauspielern, nicht nur er), sagte er „Hätte ich das doch bloss nie gesagt“. Und ich dachte: Tja, mein Freund, da bist du in die selbst gestellte Falle gelaufen. Jetzt bin ich ohne grosses Theater da raus, und auch sein Gejammer, wie schlecht es ihm gehe beantworte ich nur noch mit einem leisen „Ja und mir erstmal“. Jetzt denkt er er hat sein eigenes Spielzeug kaputt gemacht und flüchtet sich in Alkoholexzesse, was er mich natürlich auch wissen lässt. Aber auch dann rede ich nur von mir, das kennt er gar nicht. Herrlich. Seit einigen Tagen ist Ruhe. Seine erwachsene Tochte r hat nochmal nachts (ich muss um 5 Uhr aufstehen aber das ist ihr natürlich wurscht) versucht mich anzurufen, obwohl sie mich vorher immer verachtet hat. Ne ne, ich nehm den nicht zurück, damit sie das Haus für sich hat wenn er hier bei mir rumschmarotzt. Und mein Leben ist wieder schön. Ich wünsche dir auch Kraft und Glück für deinen Weg. Vor Jahren bin ich auch aus einer 14 jährigen Ehe geflüchtet, und auch die Formalitäten hab ich überstanden. Man merkt dann erstmal wie stark und schlau man ist. Alles Liebe und ein narzfreies Leben für dich.

        • Anni sagt:

          Liebe Lara,
          vielen Dank für deine warmen Worte. Das dir ebenfalls die innere Umkehr gelungen ist, freut mich sehr. Es ist einfach jedem hier im Forum zu wünschen, dass er/sie den Absprung schafft. Das Leben ist einfach so viel leichter.

          In bestimmten Situationen oder an bestimmten Orten werden die absurden Verhaltensweisen des Narz immer mal wieder kurz in Erinnerung gerufen, in immer größer werdenden Abständen, immer mehr verblassend. Meist erwirken diese Erinnerungen eine Kopfschütteln, immer deutlicher wird mir, wie grotesk das teilweise war und wie sehr es meinen Alltag bestimmt hat.

          Inzwischen ist so eine wohltuende Ruhe in mein Leben eingekehrt, es kann so viel nicht verkehrt laufen bei mir. Tief in sich weiß man ohnehin um seine Stärke, aber diese konsequente Abwertung, diese permanente Schlechtrederei oder Ignoranz von Leistungen, mögen sie noch so alltäglich sein, hat eben doch an den Nerven gezerrt. Da tatsächlich keinen bleibenden Schaden davongetragen zu haben, dafür bin ich dankbar.

          Alles Liebe auch für dich in deinem Leben ohne ihn.

          • Lara sagt:

            Liebe Anni, noch kurz, weil es mir gerade passend erscheint: Meine 20jährige Tochter (die den Narz nie mochte), meinte zu mir „So, Mama, now it’s your time to shine“. Ich finde diese Jugendsprache immer irgendwie so mitreißend und positiv, daher auch an dich und alle, die noch „struggeln“: Now it’s time to seine. Etwas was man neben einem Narz nie durfte.

            • Anni sagt:

              Liebe Lara, deine Tochter hat so recht. Was für ein schönes Motto für das weitere Leben. Jetzt, wo wir endlich aus dem Schatten des Narz herausgetreten sind.

              Meine Tochter ist 25 und ihr ging es mit „meinem“ Narz ganz genauso. Sie hatte ihn irgendwie viel früher durchschaut als ich.

  3. Waltraud sagt:

    Besonders pervide Methode des Narzissten der Schuldsuggestion – wenn Dritte von ihm mit reingezogen werden. Ich erhielt in der Vergangenheit einen Anruf von ihm, indem mir mitgeteilt wurde, sein Steuerberater käme zu ihm und ob ich einer Zusammenveranlagung zustimme. Das verneinte ich entschieden. Dann kamen anschließend Anrufe in Abwesenheit seines Steuerberaters. Mir wurde auf den AB gesprochen. Er gab den Ahnungslosen. Ich rührte mich nicht. Dann hat er seinen Steuerberater entsprechend manipuliert. Dieser rief dann in Abständen immer wieder von seinem Büro an. Ich ging nicht ran. Die Krönung kam dann, indem sein Steuerberater ohne Einwillig und Befugnis von mir, beim Finanzgericht Einspruch in meinem Namen erhob gegen die bereits erfolgte Einkommenserklärung von mir und eine Zusammenveranlagung beantragte. Das erfuhr ich nur dadurch, das man vergessen hatte, die Kosten rechtzeitig zu zahlen. Und so flatterte mir eine Mahnung ins Haus und ich aus den Wolken. Der Narzisst hatte selbstredend nichts damit zu tun, im Gegenteil würde mir ein schlechtes Gewissen eingeredet und ich solle das gefälligst mit seinem Steuerberater klären. Leider kein Einzelfall, aber es würde z. weit führen. Die Kinder werden immer wieder für seine Zwecke instrumentalisiert. Ich sollte z. B. sein Fitnessstudio „retten“, nachdem er mich dazu gebracht hatte, alles was mir gehörte, zu veräußern. Er hatte dem Sohn eine Lügengeschichte aufgetischt und ich würde nach Geld gefragt. Er war wieder der arme gebeutelte Geschäftsmann. Die Liste ist lang und er schafft es immer wieder, andere für sich einzuspannen. Und egal was vorher schon alles gelaufen ist, das ist dann auf einmal nicht mehr relevant und vergessen. Und es findet eine 180 Grad-Drehung statt. Ein Phänomen das ich nicht begreife , aber akzeptieren muss, das es so ist und die einzige Möglichkeit heißt „nicht reagieren“. Seine Inszenierungen kauft man ihm immer und immer wieder ab.

    • lilli sagt:

      Liebe Waltraud,
      ich neige trotz allen Wissens noch dazu,
      zwar nicht mehr oft doch immer wieder,
      der/dem Narzissten/in Vertrauensvorschuß zu geben,
      seit meiner narzisstischen Mutter,
      so nach dem Motto ‚Das darf doch nicht wahr sein‘!
      Doch mit diesem sinnlosen Vertrauensvorschuss, erkläre ich mich auf dessen Rückseite indirekt für schuldig am Desaster um die Narzissmusprobleme,
      dem damit einhergegenden Vorteils- und Hauptperson- Denken,
      sowie der von ihr/ihm erwarteten selbstlosen Anpassung der Angehörigen an dieses.
      Beim ‚Umgang-mit-Narzissten‘ zu bleiben,
      was ich ja schon ganz gut mache, schaffe ich eben nicht immer, nämlich dann nicht wenn mir meine Verdrängungskunst funkt:
      Nein, das kann nicht sein, dass das dicke Narzissmusprobleme sein sollen, das wird schon noch gut werden!
      Und schon bin ich in Gefahr wieder auf die Schnauze zu fallen,
      wenn ich nicht noch schnell mit quietschenden Reifen die Kurve Richtung Abstand nehme.
      lilli

      • Waltraud sagt:

        Das kann ich nachvollziehen Lilli. Ging mir in der Vergangenheit nicht anders. Und solange man keine Ahnung hat von dieser Störung, denkt man ja, man selber liegt falsch bzw. traut der eigenen Wahrnehmung (die richtig ist) nicht. Das bedeutet Verunsicherung, was der Narzisst zu seinen Gunsten nutzt. Was ich nach wie vor nicht begreife, das er andere einschließlich Kinder immer wieder einwickeln kann und sie dann plötzlich die Seite wechseln bzw. ihm zugetan sind und ihn sogar noch in Schutz nehmen. Ich durfte zwar selber schon erleben, wie harmlos und unschuldig er sich geben kann. Aber genau das ist seine Tarnung um ans Ziel zu kommen. Deshalb hab ich selber wohl solange gebraucht, das zu durchschauen. Und erst durch die Tatsache, was ich alles verloren hab, bin ich schlauer geworden. Ende offen

        • lilli sagt:

          Liebe Waltraud,
          die Kinder stecken nicht in der Partnerschaft,
          wollen einfach ihren Papa gut finden,
          und gehen auf seine Charme- Attacken schon mal ein.
          Ich gestalte die Treffen mit unseren Kindern und Enkeln aktiv selbst. Er kann dabei sein oder nicht. Mit ihm allein treffen sie sich kaum, und wenn, dann halte ich mich da raus.
          Finanziell sind sie selbständig und leben im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
          Er ist eher knauserig, spart oder steckt es ins gemeinsame Häuschen, was ich ihn einfach lasse.
          Ich habe mein eigenes Konto, zwar mit ungerecht weniger Geld vom gemeinsamen als er, doch egal,
          mir reicht’s, ich will einfach nur leben, und leben lassen,
          er ist der Wirkoholic, ich normal tätig.
          ‚Besser geht’s nicht‘.
          lilli

          • Waltraud sagt:

            Liebe Lilli,
            solange ich nicht mit reingezogen werde, alles ok. Aber genau das ist dann jeweils die Absicht. Deswegen schrieb ich ja „nicht reagieren“ meinerseits ist das einzig mögliche. Das gelingt/gelang mir nicht immer, wenn gegen mich geschossen wird und ich die Dinge richtig stellen wollte. Inzwischen ist mir klar, bringt nichts. Und so lern ich immer noch dazu.

            • Waltraud sagt:

              Das reinziehen kommt nicht von mir, sondern ist die Methode des Vaters für Unfrieden zu sorgen. Gerne auch gegeneinander ausspielen. Wer das immer so hinnehmen kann. Deswegen sind keine Infos das Beste😁

            • lilli sagt:

              Ja, liebe Waltraud, sich selber aktiv abzugrenzen und abzusichern,
              ist notwendig.
              Und das geht gegenüber Narzissten wohl kaum ohne finanzielle Verluste
              und ohne Durststrecken oder gar Beziehungs- Verluststrecken zu den gemeinsamen Kindern.
              Ist hart und tut weh.
              Machen wir heute wieder selber was Schönes!
              Das tut immer wieder gut.
              lilli

    • Waltraud sagt:

      Soll heißen in Anwesenheit

  4. Waltraud sagt:

    „Der Narzisst erkennt nicht seine Wirkung auf andere“. Ich finde, das er seine Wirkung auf andere sehr genau kennt und dies bewusst zu seinem Vorteil einsetzt. Er beobachtet sein Gegenüber, was seine Handlung oder sein Gesagtes beim Gegenüber auslöst. Er genießt die Tatsache, das er so Macht über die Gefühle des anderen hat. Das gilt es zu unterbrechen, sobald das Muster erkennen konnte. Ein Narzisst weiss genau was er wann einsetzen muss. Mal das Opfer, Mal der Verständnisvolle, Mal der Gutmensch perse. Das Repertoire ist unerschöpflich und für jemanden der ganz anders tickt, schwer auszumachen

    • lilli sagt:

      Ich schaue,dass ich mich auf seine Schuldgefühle wecken wollenden Themen, gleich gar nicht einlasse.
      Z.B. dass meine Schwester nicht zu Besuch kommt, öder ich mich mehr um seine Schwester bemühen sollte.
      Da ist für mich selbst ganz wichtig, nicht über so ein von ihm aufgetischtes Thema zu reden, sondern mit einer Bemerkung abzuhaken wie:
      Es ist normal verschieden zu sein. Leben und leben lassen.
      Und in der Konsequenz ohne ihn für mich selbst, oder mit mir zugetanen Menschen was zu machen.

  5. lilli sagt:

    Hallo Ingo,
    deine Geschichte mit deinen Töchtern rührt mich auch.
    Bei mir war hilfreich zu unseren Kindern zu sagen: Dein junges Leben, bzw. euer junges Leben geht vor. Mutter und Vater kommen danach,
    mit der Einstellung von ‚Leben und leben lassen‘.
    Gut ist grundsätzlich, dass die Kinder ihre eigenen Kontakte Hobbys … haben, dann kann man sich treffen, wenn beide Beteiligten Zeit haben,
    oder Durststrecken zulassen.
    Über den anderen Elternteil nicht reden,
    man ist eben zu verschieden, fertig.
    Sondern mit den Anwesenden über Gemeinsames reden, bzw. was lebensfrohes Gemeinsames unternehmen,
    das finde ich am besten:
    z.B. im See Tretboot fahren, oder auf dem Ausflugsschiff,
    Waldwipfelweg gehen, …
    geführte Alpaka- Wanderung machen

    Die Tochter, die sich nicht meldet, würde ich schon mal anrufen: „Ich denk an dich und freu mich dass es dich gibt“
    sagen, Liebe strömen lassen,
    w i r haben sie in die Welt gesetzt.

  6. Bärbel sagt:

    Hallo,
    Bei mir ist es so, dass er mich immer wieder mit nichtachtung bestraft, mich beleidigt und dann meint, er sei halt schwierig, das wüsste er, aber er könnte doch nicht dazu, das er so sei. Auf der anderen Seite sieht er sich schon als sehr egoistisch. Dann bin ich wieder seine Traumfrau, ich weiss das nicht mehr einzuordnen. Ich bin ziemlich am Ende, kann noch nicht mal mehr weinen.

    • lilli sagt:

      Hallo Bärbel,
      mein Narzisst ist, schätze ich, ähnlicher Ausprägung, trotz Einsicht kann er wirklich nicht viel anders.
      Doch kurz gesagt,
      i c h kann anders.
      Er ist mein dritter narzisstischer Partner, nicht so schlimm wie meine ersten beiden.
      Mein Mann hat immer wieder begriffen, wie
      i c h durch Abstand nehmen und eigene Lebensbereiche ohne ihn lebe, unsere erwachsenen Kinder lassen ihn auch ins Leere laufen, wenn er sie auszuspielen versucht.
      Er ist geblieben und bemüht sich. Doch viel ändern konnte er im Lauf der Jahre nicht.
      Ich selbst bin selbstbewusst geworden und habe gelernt,
      seine Schwierigkeiten
      zu händeln,
      wie Sven Grüttefien so vielfältig
      differenziert aufklärt und aufzeigt, mit Beiträgen der führenden ärztlichen Narzissmus- Experten Prof.Lammers und Sachse, sowie Dr.Hagemeyer.
      Wie im Liebesfilm ist meine Ehe nicht, den hätte ich als Tochter einer Mutter mit Narzissmusproblemen selber gar nicht mitspielen können.
      Den ‚Umgang mit Narzissten‘ lernen –
      oder gehen.
      Heilung gibt es dabei leider nicht.
      Alles Gute,
      tu was für dich selbst und dein Selbstbewusstsein ♡
      lilli

  7. Raphael Adam sagt:

    Ich glaube ich habe eine narzisstische Frau. Habe das aber erst erkannt als ich einer für mich fast fremden (Bekannte von meinem Neffen) erzählt habe was bei mir zuhause so abgeht und sie sofort meinte deine Frau hat ganz üble narzisstische Züge an sich. Danach habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt und festgestellt das wirklich ein narzist in meiner Frau steckt. Ich habe mich vor 4Tagen getrennt. Wir leben aber noch zusammen in unserem Haus. Und haben 2 kleine Töchter jetzt hab ich eine Frage. Gibt es die Möglichkeit verlangen zu können das sie sich drauf testen lässt ob sie ein Narzisst ist. Ja ich weiß wird sie nicht zun. Aber ich muss halt irgendwie meine beiden Mädels hier raus bekommen die das wichtigste in meinem Leben sind. Sie ist aber nur bereit dazu das ich die große (6Jahre alt) mit nehmen darf. Und jetzt muss ich irgendwas machen weil auch wenn ich noch hier bin, ich mich so fühle als würde ich die kleine (4jahre alt) zu opfern um die große zu retten. Wie schaffe ich es das von mir aus auch von nem Gericht bestimmt, ich beide mitnehmen kann bzw. meine Frau einfach geht und ich mit meinen beiden kleinen Prinzessinen hier bleiben kann. Weil mir klar ist das sie sonst keine Vernünftigen Erwachsene werden können, weil der narzisst in meiner Frau von Tag zu Tag schlimmer wird. Kann mir jemand helfen. Und oder Tipps geben wie ich es schaffe beide Kinder mit nehmen zu können bzw sie einfach raus zu schweißen.

    • lilli sagt:

      Bleiben und den ‚Umgang mit Narzissten’erlernen,
      oder, gehen!
      Test von außen verordnen, wäre schön, geht aber nicht.

      • Raphael Adam sagt:

        Auf keinen Fall bleiben dafür ist zuviel passiert. Und mir auch die Gefahr viel zu groß das sie meine Kinder verseucht. Ich muss doch eine Möglichkeit haben die Kinder wegen ihrer Krankheit leichter bei mir halten zu können.

        • Raphael Adam sagt:

          Ganz ehrlich sie ist in meinen Augen schon gefährlich und sehr nah dran an der psychopatin

          • Raphael Adam sagt:

            Und ich kann auch in keinster Art und Weise verstehen wie man bei solchen Menschen bleiben kann. Vor allem mit Kindern.

            • lilli sagt:

              Hallo Raphael Adam,
              trotz aller Schwierigkeiten und Sorgen,
              sind unsere Diagnosen,
              wie ausgeprägt, und ob mehr als narzisstisch, psychopathischen?,
              laienhaft.
              Um eine Trennung zu planen,
              brauchst du Hilfe.
              z.B. die Telefonnummer von Herrn Grüttefien, findest du hier auf seiner Site.
              Alles Gute!

          • Heidi sagt:

            Guten Abend Raphael Adam es ist eine Schwierige Situation man kann so nicht leben mit einen Narzisst oder Narzisstin.
            Du kannst dich gerne mit mir in Verbindung setzen habe Erfahrung mit einem Narzisst drei Jahre mit gemacht.
            Es war schon ein Pychopat.

    • Patsy sagt:

      Es wäre besser und ehrlicher, wenn die andere – die beschuldigte Seite, auch zu Wort kommen dürfte. Ich lese viel hier mit und immer wird der nicht zu Wort kommende Partner/ in , einfach so beschuldigt. Geht etwas schief, hat der/die Partner/in eben krankhaften Narzissmus. Wer hier all das glaubt, was man zu lesen bekommt, dann Gute Nacht.
      Glauben kann man erst irgend etwas, wenn man den anderen Partner der Ehe/Beziehung – nämlich den stummen und verurteilten Partner – auch zu Wort kommen ließe.
      Erst dann kann man sich ein einigermaßen stimmiges Bild von außen machen.
      Es ist klar, dass der verletzte Partner sich hier in diesem Forum, durch Beschuldigungen des anderen ( der sich nicht wehren kann) einen Vorteil verschaffen kann. Denn seine eigenen Untaten, die zu dem beigetragen haben, wie es zu diesem – IST – Zustand kommen konnte, wird er wohl kaum zugeben.
      Von daher ist so ein Forum, welches sich allein auf die Aussagen eines – des angeblich benachteiligten Partners – stützt, wenig glaubhaft und nicht ernst zu nehmen. Auch nicht mit gut gemeinten Ratschlägen.
      Hier tauschen sich alle schwer getroffenen und benachteiligten Menschen aus, die massiv durch den Narzissten – ihrem Partner, gequält wurden.
      Man kann das glauben, muss es aber nicht.
      Ich glaube erst etwas, was ich gesehen und gehört habe – und zwar von beiden Seiten – Mann – Frau – Opfer – Täter – coBetroffene/r.
      Von daher ergibt solch ein Forum keinen Sinn.
      Erst solche Foren machen es möglich, dass jeder Ehezwist, mit der Diagnose – schwerster Narzissmus meines Partners – erklärt wird. Die Diagnosen werden auf der Siegerseite einseitig gestellt.
      Hier lese ich Eheprobleme, Machtausübung und Manipulation. Das gehört entweder zur Eheberatungsstelle, zum Jugendamt,bei Straftaten zur Polizei/ Staatsanwaltschaft oder zum Anwalt.
      Hier schreiben ausschließlich empahiebewusste Menschen, mit blütenweißen Westen, grandiosem fehlerfreien Charakteren, tugend- und gewissenhaft, die eben das Pech hatten, einen überaus bösen Narzsisten als Partner zu haben. Welch dummer Zufall aber auch.
      Es ist oftmals umgekehrt.
      Kein Forum kann hier helfen.

      • Waltraud sagt:

        Selber betroffen Patsy?

        • Patsy sagt:

          Mit was?
          Mit Durchblick ja, da bin ich betroffen. Es ist unfassbar, wie manche hier ( die meisten) ihren Partner, der nicht zu Wort kommt, der Schlechtigkeit des Narzissmus beschuldigt. Manche wiederholt geraten mehrfach denselben, narzistischen Partner. Zufall oder Einbildung? Seid ihr alle Psychologen, warum kommt eure andere Hälfte nicht zu Wort?!
          Da würden sich Abgründe auftun. Wie kann man einseitig ein Urteil fällen? Nur weil eure Gefühlslage und das Eheleben momentan schief hängen ?
          Das wäre gleichzusetzen – als würde eurer hassgeliebter Narzisst zum Arzt gehen und behaupten, ihr (also ihr Schreiber hier) hättet BPS! Ohne Diagnose, ohne Untersuchung – es wird einfach in den Raum gestellt – fertig.
          Ich führe eine harmonische Ehe auf Augenhöhe, mit ganz normalen Höhen und Tiefen, wie sie in jeder Ehe vorkommen. Kein Betrug, keine Lügen, kein Fremdgehen, keine Heimlichkeiten und trotzdem hat jeder seinen Freiraum. Zufall?
          Nein, jeden Tag etwas dafür tun, dass es so bleibt und man mit sich selbst und den anderen ehrlich ist und umgeht!

          • Waltraud sagt:

            Hallo Patsy,
            was macht man auf dieser Seite, wenn man gar nicht selber betroffen ist. Wenn die eigene Ehe nach eigenen Aussagen so harmonisch ist.
            Hier darf sich auch jeder zu Wort melden.
            Auch als nicht Betroffener.

      • Patsy sagt:

        Seltsamerweise sind hier innerhalb von 2 Stunden sehr viele Beiträge verschwunden, so auch meine sehr lange Antwort auf eine Frau, die behauptete, ihr Freund wurde ermordet, von ihrem narzistischen EX Partner. Hat hier jemand Angst, das Ganze wird genauer untersucht? Möglich. Vielleicht ein bisschen zuviel Ghostwriting?
        Daraufhin hatte ich ihr geantwortet, doch sämtliche Beiträge dazu sind gelöscht. Irgendetwas stimmt hier nicht.
        Ich habe Gott sei Dank alles kopiert. Ich werde das Ganze mal überprüfen und weiter beobachten.
        Ich vermute, dass viele Beiträge einfach generiert sind.

        • Bevor Sie solche Behauptungen aufstellen, sollten Sie vielleicht erst einmal beim Betreiber der Webseite nachfragen. Hier wurde keiner Ihrer Kommentare gelöscht und im Spam-Ordner befindet sich auch kein Kommentar von Ihnen. Wenn Sie alles kopiert haben, können Sie es gerne erneut einstellen.

    • Patsy sagt:

      Was hat denn deine Frau für narzisstische Züge? Nenne doch mal bitte zum besseren Verständnis, ein paar Beispiele aus eurem Alltag ! Danke

      • lilli sagt:

        Hallo Patsy,

        der von dir als stumm, nicht zu Wort kommende Partner/in,
        wäre ja fähig zum Gespräch.
        Ein Mensch mit narzisstischen Problemen, hört jedoch wenig bis gar nicht zu,
        und redet ziemlich oder total egozentrisch unfair selbst.

        Ich wünsche dir, von dieser Problematik hier nicht betroffen zu sein.
        Ich denke hingegen, dass du dir Narzissmusprobleme durch Redenlassen etc. als heilbar
        verklärst,
        wo nur viel oder völliger Abstand hilft,
        und die vielen Themen hier von Sven Grüttefien, bzw. die anderer Fachleute aus seiner Literaturliste,
        beim ‚Umgang mit Narzissten‘
        zu einen grünen Zweig führen.

        Alles Gute uns allen,
        lilli

        • lilli sagt:

          … Das Schwerste
          mit ‚meinen‘ Narzissten/innen,
          ist,
          mich ohne die Möglichkeit ehrlicher Gespräche,
          auszuklinken!
          Hinzunehmen,
          dass es eine Gesprächsebene
          nicht gibt.
          Die einzige
          Lösung im wörtlichen Sinne,
          ist:
          leben …
          und
          leben lassen …
          immer weiter weg vom ‚Umgang mit Narzissten‘,
          mein eigenes Leben
          auf der Gesprächsebene mit den normalen liebenswürdigen Mitmenschen meines Lebens,
          zu führen.

        • lilli sagt:

          Hallo Patsy,
          du öffnest mir nochmal die Augen,
          welch lange lange viel zu lange Zeit,
          ich mir selbst im Grunde die Schuld gegeben hatte, (Thema: Narzissten lähmen durch Schuldgefühle machen, angefangen bei meiner Mutter)
          und dachte,
          dass
          i c h nicht fähig wäre, durch Gesprächsanbahnungen Narzissmusprobleme „sozialisieren“ zu können.
          Obwohl ich schon lange von Narzissmusstörung wusste, hatte ich nicht wahrhaben wollen,
          dass in so einer Beziehung
          wenig bis gar nichts zu ändern ist,
          dass man einfach nur viel oder völligen Abstand halten kann!
          Deine Art, an „Beispielen“, die du in einem deiner Beiträge erfragen willst,
          erinnert mich an meine frühere Art:
          Als ob mit einem immer neuem Beispiel doch noch gelingenn könnte, was ein auf Hauptperson-sein-müssen fixierter Mensch mit Narzissmusproblemen,
          nicht oder nur wenig bringen kann!
          Denn sein Hauptperson-sein-müssen bedingt Virteilssuche und Lügen,
          schließt nun mal Gleichberechtigung und Fairness in den persönlichen Beziehungen ziemlich aus!
          Ich wünsche dir alles Gute,
          und dass dein Weg zur Freiheit eher gelingt,
          als das bei mir schon älterer Frau der Fall war.
          lilli

  8. Anni sagt:

    Besonders den letzten Absatz kann ich bestätigen. Was für ein gelungenes Fazit wieder einmal.

    Mein vergleichendes Bild zum finalen Satz ist ein großer barocker Schrank mit nett anzuschauenden Verzierungen. Dann mache ich die Türen auf und es ist nichts darin, außer ein paar abgetragener Klamotten, gleichzusetzen mit angestaubten patriarchalischen Ansichten aus dem letzten Jahrhundert, die mit Macht durchgedrückt werden.

    Vielen Dank für diesen absolut treffenden Beitrag an Sven Grüttefien.

  9. SonjaS sagt:

    mit einem narzissten gibt es keine ‚partnerschaft‘. wenn man ein freies und glückliches leben leben möchte, dann lässt man sich gar nicht erst mit einem narzen ein. das sind gestörte, boshafte menschen, die man nicht heilen kann. man sollte es als ‚partner‘ auch gar nicht erst versuchen, das kostet lebenskraft und -zeit und führt zu nichts.

  10. Stefanie sagt:

    Ja stimmt total !
    Wenn ein Narzisst und die Schwelle zum Psychopathen ist nicht weit … einen nicht so manipulieren kann, wie er will, kann er auch mal handgreiflich werden. Mir ist mein „Freund“
    an die Kehle gegangen. Er hat mehrfach zugedrückt. Erst als ich mich tot stellte, ließ er ab.
    Das ist ganz klar eine Tötungsabsicht gewesen. Vor einem Strafgericht „versuchter Totschlag aus niederen Beweggründen“.
    Leider konnte ich es nicht beweisen. Ich war bei der Polizei, es wurden auch Fotos gemacht von den Würgemalen und sonstigen Verletzungen. Doch der Typ hat später zu Protokoll gegeben, ich wäre geisteskrank und hätte mir die Verletzungen selbst beigebracht.
    Er hat mich bestohlen, meinen kompletten Hausrat unterschlagen und vor Gericht behauptet, ich hätte nichts gehabt, nur Sperrmüllsachen. Er hat mich hingestellt, wie eine Verrückte, eine Messie, eine Dahergelaufene.
    Das war wirklich schlimm.
    Ich war dann erst mal weg. Dann hat er sich gleich die nächste „Freundin“ geholt.
    Die blieb dann ein bißchen länger bei ihm ein paar Jahre. Hat ihn dann aber auch verlassen.#
    Ich denke, Narzissten sind im Alter alle einsam. Niemand hält es bei so einem Menschen aus,
    der selber ein gesundes Selbstbewusstein hat. Sie sind übrigens lausige Lügner.
    Sie vergessen ihre Lügen und widersprechen sich dann immer wieder. Für solche Typen zählt nur die Gegenwart und IHRE Ziele. Dafür tun und lassen sie alles.
    Ich kann nur jedem raten, die Weisheit zu beherzigen:
    „Wenn es weh tut, ist es keine Liebe“
    Wenn du merkst, mit dem anderen stimmt was nicht, spiele nicht den Therapeuten.
    Schick ihn/sie zu einem Therapeuten, der sein Handwerk beherrscht. Und wenn er/sie das nicht will, dann trenne dich, suche das Weite.
    „Rette sich, wer kann, ist die Devise“
    Niemand hat es nötig, für ein bißchen Zuwendung, sein Leben aufs Spiel zu setzen und sich zum Sklaven eines gemütskranken Menschen zu machen. Dafür ist Paarbeziehung nicht da.
    Ein Partner kann dich auch nicht glücklich machen. Dafür ist man selbst zuständig.
    Er kann nur ein „Sahnehäubchen“ sein, mehr nicht. Und wenn du merkst, es ist Essig, dann lass es ! Es lohnt sich nicht ! Und bleib bei so einem Typen auch nicht „wegen der Kinder“
    Die Kinder bekommen alles mit und nehmen diese kranke Beziehung als Muster später in ihre eigenen Beziehungen mit. Du tust denen keinen Gefallen.
    Für Kinder ist auch nicht wichtig, ob Mama und Papa zusammen wohnen oder in einem Bett schlafen.
    Kinder wollen den Papa und die Mama sehen, wann immer sie wollen. Alles andere interessiert sie nicht. Stelle DAS sicher. Mehr brauchst du nicht tun.

    • Mariadirohan sagt:

      Hallo Stefanie, ich wollte, ich wäre immer so klug und weise gewesen wie du, denn das hätte mir sehr viel Leid erspart! Und es tut mir auch um die vielen Jahre leid, in denen ich nicht glücklich sein konnte, wie kann man das sein, wenn man immer kämpfen, sich wehren, verteidigen und rechtfertigen muss? Das ist nicht der Sinne einer Partnerschaft, ein Partner sollte das Leben schöner machen, zu zweit kann alles besser sein, aber so …?
      Du hast in jeder Beziehung Recht!

  11. Pitt sagt:

    Meine lieben Eltern haben seit bislang geschlagenen sechzig Lenzen miteinander gerungen, wobei die besondere Ausprägung auf Seiten meines Vaters gelegen hat (und noch immer liegt, wenn es denn wieder „losgeht“ mit den üblichen Mustern). Als Sohn entwickelte sich aus mir eine Art vulnerable Persönlichkeit, meine Schwester dependent. Wir leben alle noch, meine Schwester `folgerichtig´ mit einem ebenso Gestörten seit über 20 Jahren verehelicht, ich solo aus `Erfahrung´ (was mir gut tut und was eher nicht). Nach außen alles in Butter, bis heute im gutbürgerlichen Rahmen, selbst verständlich. Vor einigen Jahren, als die ganze psychologische Forschung und Einordnung der Phänomene begann, identifizierte ich mich zuerst als typisch hochsensibel. Mittlerweile mit Abstand mehrerer Jahre und eigener Recherchen kam ich für mich zur Erkenntnis, daß diese Entwicklung zum „HSP“ eben ganz anderen Ursächlichkeiten entsprang, die mich teils noch heute beschäftigen, die ich u.a. auch dank Herrn Grüttefien einzuordnen verstehe, da das heutzutage überhaupt möglich geworden ist und Betroffenen wirklich sehr helfen und entlasten kann. Vielen Dank also und ich lerne immer gern hinzu.

    • Tina sagt:

      Genau das kenne ich auch und habe vieles – Elternhaus, Umgang und Wirkungen-erst nach dem Tod meines Vaters erkannt. Schwieriger Weg, der noch nicht beendet ist. Ich wuerde gern mehr von Deiner Geschichte erfahren-um zu sehen, wie ich meine weiter recherchieren kann.

    • Patsy sagt:

      Hallo Pit,
      Ihre Erkenntnis lässt mich schmunzeln. Wobei Sie es auch ein wenig poesiehaft ausgeschmückt haben, doch mal im ernst: Welche Ehe, die Jahrzehnte besteht, soll denn auf welchen aufregenden anderen Fundamenten beruhen – als diese – welche Sie sarkastisch betonten, standardisierten, bürgerlichen, fassadenhaften Fundamenten der gleichgültigen Ehe-Routine? Welche Basisoptionen würden Sie denn nach einer 50 jährigen, unspektakulären und dennoch funktionierenden Ehe für sich erwarten?
      Ist es nicht eher so, dass die medienverseuchte, irre Gesellschaft von heute, sich das erträumen, was nie erreichbar ist? Weil uns etwas vorgegaukelt wird, was real nicht lebbar ist?
      Definieren Sie mir doch bitte mal Ihre Vorstellung von persönlichen und gemeinsamen Glück – in einer jahrzehntelangen Ehe! Ist es nicht vielmehr so, dass diese irre mediengeile verseuchte Gesellschaft von heute, etwas was damals gut funktioniert hat, für sich selbst komplett verteufelt?
      Warum gabe es damals so wenig, bis kaum Scheidungen und heute lässt man sich beim kleinsten Pups scheiden/ trennt sich. Denn der nächste Depp ( natürlich auch ein Narzisst, au weia) steht schon vor der Tür?
      Erklären Sie mir das nicht mit der Emanzipation der Frauen von heute.
      Seien Sie Ihren Eltern dankbar, dass Sie in einer normalen Familie aufwachsen durften! Denn dieses Privileg, wird in Zukunft niemand mehr kennen lernen.

      • lilli sagt:

        Hallo Patsy,
        dieser allwissende Beitrag
        über Ehe und Trennung/Scheidung,
        passt meiner Erfahrung nach,
        eher zu einer Frau mit Narzissmusproblemen,
        als zu einer von diesen Narzissmusproblemen
        belasteten Angehörigen.
        lilli

        • Anni sagt:

          Genau meine Gedanken, lilli, schon beim ersten Beitrag von „Patsy“.
          Und ein Schlag ins Gesicht für alle Betroffenen, die sich hier gefunden haben und sich öffnen.

          • Geli sagt:

            Ihr seid alle so mutig davon bin ich leider noch weit entfernt…. Mittlerweile auch wegen Krankheit das einzige vielleicht positive das ich zu nennen weiß ist dass ich Versuche mir nichts sagen zu lassen mich were das aber immer in massivem Streit mündet und er oft aggressiv wird iPsychologie.behandlung 😔 ob ich es jemals schaffe mich zu trennen? Denn die Frage ob er einer ist oder nicht??? Aber nach allem was ich schon gelesen habe 85% treffen zu nur bin ich kein Richter

            • Waltraud sagt:

              Hallo Geli,
              entscheidend ist doch die Frage; bist du glücklich in deiner Beziehung? Das scheint mir nicht der Fall zu sein. Und nur deine Einschätzung ist wichtig, nicht die von jemand Dritten. Gönne Dir eine Auszeit und Abstand, um klarer zu sehen. Und plane für „Dich“, was Du für die Zukunft möchtest und was nicht. Und dann arbeite daran, um „Dein“ Ziel zu erreichen. Und lass Dich nicht mehr verunsichern.

  12. Calyx sagt:

    Dieser Beitrag beschreibt gut die Mechanismen in meiner Kindheit mit meiner alleinerziehenden Mutter.

    Aus der eingetrichterten inneren Schuld- und Schamfalle versuche ich mich seit Jahren (mit bisher mäßigem Erfolg) zu befreien.

    • Astrid sagt:

      Befreiung erfolgt einzig über liebevoller Annahme der Schuld- und Schamgefühle – Satz „Das darf dasein, das Gefühl“.

      Damit wird es überwunden.

  13. Blume sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    ich hatte es viele Jahre mit einem Narzissten zu tun. Seine Erscheinung war eher zurückhaltend und wortkarg. In ihm steckt natürlich viel mehr. Ich habe mich mit meinen rhetorischen Fähigkeiten gewehrt, allerdings ging der Schuss immer nach hinten los. Er wurde aggressiv, laut und alles endete immer mit Drohungen und …ich verlassen Dich….
    Vor 2 Jahren habe ich mich getrennt, absoluter Kontaktabruch, durch beständige Hilfe von Familie und Freunden und psycholog. Betreuung. Ich fühle mich immer noch auf Entzug, aber ich weiss, gehalten durch mein Umfeld, werde ich aus dieser Droge aussteigen. Danke an alle, die mir helfen. Es ist wirklich die einzige Chance, aus den Augen aus dem Sinn.
    Ich wünsche Euch allen viel Glück.

  14. Mariadirohan sagt:

    Das ist mit der treffendste Beitrag in all den Jahren, die ich hier folge. Als ich meine Beziehung zu meinem Narzissten einging nach vier Jahre langem Love-Bombing, glaubte ich, meinen Traummann gefunden zu haben und fiel nach wenigen Tagen des Zusammenlebens unter einem Dach aus buchstäblich Wolke Sieben auf den harten Boden der Tatsachen. Ich wusste nicht, was ich mit seinem Verhalten anfangen sollte, ich konnte es nicht deuten und war verzweifelt. Was ich durchgemacht habe, muss ich hier niemandem schildern. Aber ich habe zwanzig Jahre gekämpft wie ein Löwe um unsere Beziehung, weil ich es einfach nicht glauben wollte. Seit nunmehr fünf Jahren weiß ich, was ein Narzisst ist, aber auch diese Entwicklung der Erkenntnis ging langsam voran. Besser als in diesem Beitrag kann man es nicht ausdrücken, dass a l l e s sinnlos ist. Ich bin mittendrin in der Phase der Trennung und werde es schaffen, weil ich eingesehen habe, dass er sich niemals ändern wird. Und es stimmt auch, dass trotz all meiner Bemühungen alles immer nur noch schlimmer geworden ist, er wollte immer mehr, belehrte und erzog mich, wollte abends mit mir „über den Tag und das, was ich wieder falsch gemacht habe“ sprechen. Eine weise alte Dame hat mir einmal gesagt: „Er ist ein Mensch, in dessen Gegenwart man sich nicht wohl fühlt.“ Jetzt empfinde ich nichts mehr für ihn als Abneigung und freue mich auf mein selbstbestimmtes Leben.

    • Mailin sagt:

      Liebe Mariadirohan, interessant, dass Du von 4 Jahren Love-Bombing schreibst. Mit erging es ähnlich mit meinem Partner, ich nenne ihn mal verdecktes Opferexemplar. Solange es alles nach seinem Willen lief, und er gab sich so harmoniebestrebt, herrschte Friede, Freude, Eierkuchen. Und solange ich seine ebenfalls narzisstische Tochter, Typ grandios, ertrug und mir ihre Unverschämtheiten gefallen ließ, auch. Seit ich mich abgewendet habe, zeigt er nun sein wahres Gesicht. Ich bin ebenfalls in der Trennungsphase und empfinde nur noch Abneigung. Wenn Du Interesse an Austausch hast, würde ich mich sehr freuen.

      • Mariadirohan sagt:

        Hallo, Malin, oh ja, ich habe Interesse an einem Austausch, denn ich habe auch die bittere Erfahrung gemacht, dass fas niemand einem glaubt. Man steht ziemlich alleine da.

    • Patsy sagt:

      Omas weiser Spruch- der nach wie vor seine Berechtigung hat :
      * Kindchen, wenn du keinen Mann abbekommst, dann machst du es dir eben alleine schön ! *

  15. Christine sagt:

    Hallo ihr Lieben 🫶!
    Leider ist der einzige Weg, sich von Narzissten zu befreien eine Trennung! Es sei denn, man hat die Kraft ständig dagegen zu halten oder im Grunde genommen in die Akzeptanz zu gehen, keinen freien Willen mehr zu haben und sich völlig zu u ergeben! Auch das ist für den Narzissten langweilig auf Dauer!

    Ich habe mich mittlerweile vor 4 Jahren getrennt, von einem Narzissten! Vorteile ich habe keine Kinder mit dem Mann! Dann völliger Kontaktabbruch, weil Frau nur so heilen kann!

    Ich wünsche jedem, der in einer solchen Situation ist, die Kraft und genügend Selbstliebe aufzubringen und den Sprung in die Freiheit zu wagen! Es dauert eine Weile, bis man erst mal klare Gedanken fassen kann, der Entzug dauert ebenso, ich fühlte mich wie ein Junkee auf Drogenentzug!
    Aber es ist machbar!
    Alles erdenklich Liebe für euch und ganz viel Kraft🫶🫶🫶

  16. Barbara sagt:

    Ja, Chrissi da stimme ich Dir zu.
    Paroli kann man meiner Meinung nur dann bieten, wenn man eine stärkere Positon hat, also wirklich was in der Hand hat. Eine Provikation kann nach hinten losgehen. Selbst ein Nichtreagieren kann negativ aufgefasst werden.
    Leider hilft es nur sich mit Fluchtgedanken über Wasser zu halten und diese klug zu planen. Es ist ein Teufelskreis. Aber Du hast dir Kraft, das hinter Dir zu lassen. Vertrau auf Dich und Deine Stärken, solange das noch geht. Ich drück Dich!

  17. Chrissi sagt:

    „Munition im Gepäck haben und sich im Ernstfall nicht davor scheuen, diese einzusetzen.“

    Und was soll das sein, wie soll man das machen, ohne noch mehr narzisstische Wut zu produzieren?

    • Munition wäre z.B. Selbstbewusstsein sowie rhetorische Kompetenz und Geschicklichkeit

      • Carola sagt:

        Das Problem ist:
        Man kann Selbstbewusstsein nicht mehr im Gepäck haben, weil es im Lauf der Zeit mit einem Narzissten verloren gegangen ist, ebenso wie die rhetorische Kompetenz. Ich bin in Anwesenheit meines mich permanent korregierenden
        Partners immer stummer geworden, obwohl ich eigentlich rhetorisch berufsbedingt sehr kompetent bin.
        Geschicklichkeit wiederum erfordert emotionale Distanz. Die bekommt man meiner Erfahrung nach nur,wenn man, mit professioneller Unterstützung von außen, den Absprung schafft.
        Steckt man emotional noch in der Beziehung, macht man, bedingt durch Verlust
        von Selbstbewusstsein und der Fähigkeit, sich überhaupt noch äußern zu können
        alles falsch und gerät immer tiefer in die Reduktion….

        • Ja, natürlich wird in einer Beziehung mit einem Narzissten das Selbstbewusstsein geschwächt, wenn man das gestörte Verhalten nicht rechtzeitig erkennt und gegensteuert. Dann kann man sich nur wieder stärken und langsam aus der Schlinge ziehen, indem man in die Distanz geht, den Kopf frei bekommt und die Beziehungsdynamik aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt und an seinem Selbstwertgefühl arbeitet oder sich rhetorisches Rüstzeug aneignet, mit dem man sich wehren kann, ohne dadurch eine Eskalation auszulösen, sondern um das narzisstische Verhalten einzudämmen – oder man trennt sich.

          • lilli sagt:

            Hallo,
            mein nicht so krasser dritter narzisstischer Partner,
            bleibt, ich auch.
            Was bin ich heute sehr sehr dankbar,
            bei diesem neuen Thema zu lesen, wieviel ich seit meiner narzisstischen Mutter und meinen vorigen zwei Lovebomber-Wölfen- im- Schaftsfell,
            dazugelernt habe!
            Durch die Literatur, mittels, Glück im Unglück, guter Psychotherapie und Familienberatung,
            und last not least,
            durch Sven Grüttefiens
            so aufschlussreicher
            Darstellung dieses vertrackten,
            jedoch bei mir doch möglichen
            ‚Umgangs mit Narzissten‘.
            Keinen sozusagen normalen
            Liebesfilm drehen zu können, wie bei manchen von mir beneideten anderen der Fall,
            schmerzte mich früher seehr.
            Heute freue ich mich über meinen Fortschritt,
            und darüber, dass unsere erwachsenen Kinder in ihren Partnerschaften/ Familien
            liebevolle Beziehungen
            leben.
            Die sind mir sogar Vorbild im Abstand halten zu ihrem Papa.
            Sie kommen nämlich nicht so häufig,
            und dadurch
            läuft mein Mann fast zu normaler Hochform auf.
            Das konnten wir jedoch nur erreichen, weil ich gelernt hatte
            im ‚Umgang mit Narzissten‘
            seine nsrzisstische Konfrontation mit Verteidigung +Abstand,
            und meine klipp und klaren Ansagen durch Abstand nehmen unterstreichen
            kann.
            Grundsätzlich meine ich:
            Change it or leave it!
            Meine ersten beiden narzisstischen Partner haben mich Gottseidank verlassen.
            So konnte ich in einigen Singlejahren
            beginnen, mich zu entwickeln und ein freierer Mensch zu werden.
            Heute schon beinahe so frei wie die früher von mir schmerzlich Beneideten.
            Doch mein Leben ist mein Leben, und darüber bin euch heute einfach glücklich!
            lilli

            • lilli sagt:

              zum Tippfehler ich/ euch:… bin >ich< glücklich,und -euch- dankbar für all eure Beiträge!

              ..Lovebomber- Wölfe im Schafs-Fell (ohne -t-):
              die psychopathischen Wölfe im dünnen Polyester-Schafsfell,
              die muss man loswerden,
              denn diese können gar nichts begreifen.
              Und dass es solche Menschen gibt, das fällt mir immer mal wieder schwer zu glauben.
              Doch woher sollten Kriege kommen, wenn nicht von empathielosen, völlig ungerührten ,
              innerlich unheilbar unzufriedenen Menschen, wie aktuell Putin,
              der auch mit einer Kindheit in sehr harten Gegebenheiten und einer Geheimdienstkarriere vorbelastet ist.

              • lilli sagt:

                Das
                antwortet Sven Grüttefien etwas weiter oben;
                Es geht darum, wenn man bleibt,
                „…
                sich rhetorisches Rüstzeug anzueignen, mit dem man sich wehren kann, ohne dadurch eine Eskalation auszulösen, sondern um das narzisstische Verhalten einzudämmen“
                Das gelingt mir mal recht und schlecht, mal gut und besser,
                und ist für mich seit meiner narzisstischen Mutter eine Lebensaufgabe.
                lilli

        • Mariadirohan sagt:

          Meine Heilung begann während einer fünfwöchigen Trennung von meinem Nazissten, in der ich feststellte, dass es mir ohne ihn auf Dauer bedeutend besser geht. Ich konnte wieder schlafen und auch andere gesundheitliche Probleme besserten sich. Ich bin trotzdem wieder zurückgegangen, und es war nicht das erste und auch nicht das zweite Mal …, ich bin immer wieder auf seine Werbung um mich hereingefallen und habe jedesmal wieder gehofft, dass alles besser wird. Aber nach dieser langen Trennung war ich achtsamer, ließ mir seine ständige Kritik und Belehrung nicht mehr schweigend gefallen, gab auch mal patzige Antworten, die ihn tatsächlich irritierten. Ich verbat es mir, dass er mich ständig anschreit und sagte ihm er hätte nicht das Recht, überhaupt irgendeinen Menschen anzuschreien. Auf seine gemeine Frage: „Nenne mir eine einzige Sache, die du wirklich gut machst“ antwortete ich kühl: „Ich mache sehr viele Sachen sehr gut und manche sogar besser als du“ und erkannte mit Erstaunen, dass Kuschen und Gehorchen immer falsch waren und ich viel eher anders hätte reagieren müssen, denn er reagierte nicht wie sonst mit einem Wutanfall sondern war tatsächlich verunsichert. Ja, Herr Grüttefien, es gibt Munition gegen diese Menschen, denn sie haben wenig Selbstwertgefühl und sind feige, aber all das habe ich erst durch Sie erkannt, vielen Dank dafür! Der Weg war lang und schwer, aber ich habe erkannt, dass mein vermeintlicher Traummann eigentlich nur eine ganze arme Wurst ist. Diese Erkenntnis hatte mich erst einmal wieder gelähmt, ich hatte sehr viel Mitleid und habe immer gedacht, „Wie schlecht muss es einem Menschen selbst gehen, der Freude daran hat, andere Menschen, von denen er behauptet sie zu lieben, ständig zu demütigen, zu kritisieren und zu schikanieren“. Auch diese Phase habe ich überwunden, es ist kein Mitleid mehr da, es ist nur noch eine abgrundtiefe Abneigung. Noch einmal Danke! ich hätte es alleine nicht geschafft, weil ich gar nicht wusste, dass es solche Menschen tatsächlich gibt.

      • Ingo sagt:

        Und dann kommt noch dazu: Die Erfahrung mit meiner Narzisstin hat gezeigt, dass ein sich wehren dazu führt, dass es alles noch schlimmer wird. Also habe ich aufgegeben und ertragen, um es überhaupt erträglich zu halten.
        Gott sei Dank ist die physische Trennung inzwischen 7 und die psychische Trennung 3 Jahre her. Aber auch für die psychische Trennung musste ich erst verstehen, was da überhaupt abging.
        Und selbst heute denke ich manchmal zurück und dann kullert auch mal ein Tränchen. Das allerdings auch, weil ich an die Kinder denke, die kein „normales“ Elternhaus hatten. Es hilft nur eine gewisse Härte auch gegen sich selber. Sonst ist es nicht zu ertragen, dass meine große Tochter nicht mehr mit mir redet.

        • Waltraud sagt:

          Ich kann Dir zustimmen Ingo. Ohne eine gewisse Härte dreht man am Rad und iwann durch. Man kann nichts ungeschehen machen und wusste lange nicht, was die eigentliche Ursache ist und muss mit den Gegebenheiten klar kommen, was manchmal auch schmerzhafte Trennungen mit sich bringt. Alles Gute

        • lilli sagt:

          Hallo Ingo,

          ich selbst hatte mit meinem Vater auch Jahre des Nichtredens, obwohl unsere Mutter die Narzisstin war, die wiederum nichts mehr mit mir redete, als ich mit Papa wieder geredet hatte.
          Im Alter habe ich meine Mutter dann,
          Jahre nach Papas Tod, im Altersheim ab und zu kurz besucht. Da konnte sie sich trotz ihrer narzisstischen ‚Haut‘ in der sie steckte, noch freuen.
          Gib die Hoffnung nicht auf, geh ab und zu auf deine Tochter zu, ohnexexpliziet über Narzissmus zu reden, einfach wegen einer gemeinsamer Unternehmung wie ins Café gehen und über Kuchen und Torten reden, z.B. .
          Sie blickt vermutlich am wenigsten durch, hat nicht deine erwachsene Erfahrung, deinen Partner- Blickwinkel und nicht deine Ex-Partner-Distanz
          zu ihrer Mutter.
          Ich hielt jedenfalls lange unseren Papa für den Schwierigen und begriff erst spät, dass unsere narzisstische Mutter mich manipuliert und ausgenutzt hatte.
          lilli

        • Schwalbe sagt:

          Ach Ingo, das rührt mich mit deiner Tochter.
          Bemühe dich trotzdem immer und immer wieder um Sie, sie bleibt dein Kind.

          • lilli sagt:

            Ingo, ein Film hatte mir als Tochter geholfen, die zwar anders gelagerte, doch grundsätzlich gleiche Problematik zwischen meinen Eltern zu erkennen,
            dass eine narzisstische Mutter ihr Kind belog, und der Vater dies zuließ um das Kind nicht in eine Zerreißprobe zwischen der narzisstischen Mutter und ihn zu bringen:
            ‚Ich trag dich bis ans Ende der Welt‘ 2010
            mit Elmar Wepper und Ann-Kathrin Kramer.
            lilli

          • Ingo sagt:

            Natürlich bleibt sie meine Tochter. Und meine Tür ist immer offen, wenn sie kommt. Nur ich selber kann es nicht, da es mich zu sehr schmerzt und ich mir nicht jedes Mal wieder eine blutige Nase holen will.
            Zumindest mit den beiden anderen habe ich ein gutes Verhältnis. Wir dürfen halt nicht über ihre Mutter reden.

      • Mademoiselle sagt:

        Lieber Herr Grüttefien,
        ist vulnerabler Narzissmus heilbar? Kann jemand der diese Züge hat, und teilweise Einsicht zeigt( oder diese geschickt vorspielt) durch Verhaltenstherapie wenigstens lernen , seinen Partner nicht mehr seinem giftigen, psychisch gewlttige, ( gewalttätigem) Verhalten zuzusetzen?
        Kann ein v N doch so etews wie Zuneigung zu seinem Partner empfinden? Ist alles hoffnungslos, oder gibt es Hoffnung?
        Bin selbst sehr feinfühlig, empathisch und habe den starken Verdacht, bis eigentlich Bestätigung, dass mein Partner vN ist.
        Danke und Vg

        • Grundsätzlich kann die soziale Kompetenz verbessert werden, es braucht hierzu allerdings die ehrliche Einsicht der narzisstischen Person in ihr Fehlverhalten und den Willen, es zu verändern. Sie muss sich der Folgen ihres unangepassten Verhaltens bewusst werden und den eigenen Anteil an den Problemen im sozialen Miteiandere erkennen. Ist die Selbstreflexion allerdings so stark blockiert und das Eingestehen einer Schwäche nicht möglich, kann keine Heilung erfolgen.

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