Silent Treatment – Schweigen als Waffe

Silent Treatment ist eine wirksame Manipulationsmethode, um den anderen durch eisernes Schweigen anhaltend zu verunsichern. Ein Narzisst nutzt diese Methode, indem er einfach nichts mehr sagt und sein Gegenüber wie Luft behandelt. Dieser wird daraufhin unsicher, weil er an den Narzissten nicht mehr herankommt und nicht weiß, was in diesem vor sich geht. Der Narzisst drückt mit dieser Haltung seine Verachtung für den anderen aus und unterbindet dadurch jegliche weitere Verständigung.

Silent Treatment - Schweigen als Waffe

Bild: © JackF – stock.adobe.com

Silent Treatment heißt übersetzt so viel wie „Behandlung durch Schweigen“ und ist als Weigerung zu verstehen, mit einem anderen zu kommunizieren. Hierbei handelt es sich um eine passiv-aggressive Form des emotionalen Missbrauchs. Dabei wird auf Fragen nicht mehr geantwortet und der andere entweder nur noch starr angesehen oder überhaupt nicht mehr beachtet, so als wäre er gar nicht anwesend. Die vollständige Ignoranz des anderen löst bei diesem innere Zweifel aus, weil er glaubt, etwas Falsches gesagt oder getan und damit den Narzisst unbeabsichtigt verletzt zu haben.

Ein Narzisst kann Silent Treatment in unterschiedlichen Situationen einsetzen:

  • Der andere widersetzt sich dem Willen des Narzissten.
  • Der andere versucht den Narzissten massiv zu bedrängen.
  • Der andere enttäuscht oder beleidigt den Narzissten.
  • Der andere führt Handlungen durch, die dem Narzissten missfallen.
  • Der andere richtet sich nicht nach der Entscheidung des Narzissten.
  • Der andere hat eine andere Meinung als der Narzisst.
  • Der andere hat bessere Argumente als der Narzisst, auf die dieser sachlich nichts entgegnen kann.
  • Der andere überführt den Narzissten der Unwahrheit.
  • Der andere hält dem Narzissten ein Fehlverhalten vor, das dieser nicht abstreiten kann.
  • Der Narzisst will sich nicht zu einem für ihn unangenehmen Thema äußern.
  • Der Narzisst will keine Entscheidung treffen, um die Verantwortung nicht übernehmen zu müssen.
  • Der Narzisst ist noch sauer auf den anderen aufgrund eines vorherigen Streits.
  • Der Narzisst sieht keinen Vorteil für sich, wenn er sich mit dem Thema des anderen beschäftigt.
  • Der Narzisst will seine Macht demonstrieren.

Der Narzisst kann in anhaltendes Schweigen verfallen, wenn sich ihm der andere widersetzt, seiner Meinung oder seinem Willen nicht folgt und ihm nicht die Zustimmung und Bewunderung entgegenbringt, die er verdient zu haben glaubt. Ein Narzisst geht davon aus, dass seine Mitmenschen seine Meinungen, Wünsche, Ideen und Forderungen allesamt großartig finden und diese im Grunde überhaupt keiner Diskussion bedürfen. Stößt er dann aber auf Widerstand und muss er feststellen, dass seine Ansichten keineswegs begrüßt werden, kann er in tagelanges Schweigen verfallen, um den anderen damit zu bestrafen.

Meist geht dem Silent Treatment eine Phase der Wut voraus. Der Narzisst wird aggressiv, wenn er keine Beachtung erfährt und seinen Willen nicht bekommt. Dann versucht er meist mit endlosen Monologen und einem lauten Tonfall, den anderen einzuschüchtern und mundtot zu machen. Gelingt dies nicht, verfällt er urplötzlich in Schweigen verbunden mit dem Ausdruck tiefster Verachtung und größten Missmuts. Der andere existiert dann einfach nicht mehr für ihn – auch nicht, wenn dieser vor ihm auf die Knie fällt und sich entschuldigt.

Der Narzisst kann aber auch in Schweigen verfallen, wenn ihn der andere während eines Gespräches beleidigt. Dabei muss die Kränkung nicht einmal beabsichtigt sein oder kann es sich um eine berechtigte Reaktion auf ungerechtes oder empörendes Verhalten handeln. Der Narzisst interpretiert aber in die Aussage des anderen feindselige Absichten und begründet damit sein Silent Treatment. Hat man sich in einem Moment noch nett und freundlich miteinander unterhalten, kann sich der Narzisst schon im nächsten Moment, wenn der andere ein unerwünschtes Thema anspricht, ein falsches Wort äußert oder ihm einen zweideutigen Blick zuwirft, unmittelbar abwenden und einfach nicht mehr weiterreden.

Silent Treatment: Der Narzisst stellt sich taub

Der andere ist ihm dann keines Wortes oder Blickes mehr würdig. Weder erklärt er die Umstände, die zum Silent Treatment geführt haben, noch lässt er sich durch Bitten und Betteln erweichen. Er sagt einfach nichts mehr, beachtet den anderen nicht mehr oder verlässt den Raum. Alle Bemühungen, dem Narzissten eine Erklärung zu entlocken, gehen ins Leere. Der Narzisst hört einfach nicht mehr zu, sieht demonstrativ woandershin, widmet sich anderen Tätigkeiten oder unterhält sich mit anderen Anwesenden. Der vermeintliche Peiniger wird aus seiner Wahrnehmung gestrichen und mit völliger Missachtung bestraft.

Mit Silent Treatment versucht der Narzisst, sein angeschlagenes Selbstwertgefühl wieder zu regulieren. Indem er den anderen auflaufen lässt, ihm keine Chance für eine Aussprache bietet, ihn unsicher macht und schlechte Gefühle in ihm auslöst, fühlt er sich stark und mächtig. Er allein kann den anderen von seiner Verzweiflung befreien und er allein kann die angespannte Situation durch die Wiederaufnahme des Dialogs beenden.

Dabei empfindet es der Narzisst als durchaus gerecht, wenn er den anderen durch Silent Treatment bestraft. Da der andere ihn verletzt hat, glaubt er, diesen auch verletzen zu dürfen. Dabei entspringt das Urteil des Narzissten zumeist seiner subjektiven Sicht. In den meisten Fällen hat der andere sich ganz normal verhalten und nichts weiter getan als seine Meinung geäußert. In solchen Fällen ist die Verstimmtheit der hohen Empfindlichkeit des Narzissten geschuldet, da er die Sichtweise des anderen nicht ertragen kann und zu unangemessenen Verteidigungsstrategien greift.

Silent Treatment: Der Narzisst versteinert

Das Silent Treatment wird von einer ablehnenden und missbilligenden Körperhaltung des Narzissten begleitet: Er verschränkt die Arme, schaut an die Decke, wendet sich mit seinem Körper demonstrativ vom anderen ab und zieht eine Schnute. Seine ganze Haltung verrät seine Geringschätzung und Borniertheit – er macht komplett dicht.

Diese versteinerte Haltung löst bei dem anderen nicht nur Schuld-, Scham- und Minderwertigkeitsgefühle aus, sondern häufig auch Wut. Das provozierende Desinteresse des Narzissten erzeugt in dem anderen Ohnmachtsgefühle, was ihn zornig machen kann. Mit seinem eisernen Schweigen und seinem betont zur Schau gestellten Widerstand treibt der Narzisst den anderen in den Wahnsinn, der sich dann zu lautstarken und aggressiven Beschimpfungen hinreißen lässt, um den Narzissten endlich zum Reden zu bringen. Doch dieser tut ihm nicht den Gefallen.

Die Steigerung des Silent Treatments ist das sogenannte Ghosting. Hierbei handelt es sich um einen vollständigen Kontakt- und Kommunikationsabbruch: Der Narzisst verlässt einfach den Ort des Geschehens ohne jegliche Vorankündigung und ohne eine Erklärung. War zuvor scheinbar noch alles in bester Ordnung, so löst sich der Narzisst urplötzlich in Luft auf und „wird zum Geist“. Auch dies kann eine Form der Bestrafung sein, die der Narzisst anwendet, weil sich der andere nicht hundertprozentig im seinem Sinne verhalten oder er einfach Angst vor zu viel Nähe bekommen hat.

 

Psycho-Test

 

Was können Sie tun?

Der Narzisst bringt durch Silent Treatment seine Empfindlichkeit und Verletzlichkeit deutlich zum Ausdruck. Im Grunde handelt es sich hierbei um einen primitiven emotionalen Selbstschutz: Der Narzisst zieht sich innerlich zurück, um sich auf diese Weise vor weiteren Verletzungen zu schützen. Gleichzeitig erhofft er sich damit eine Reaktion des anderen. Er will auf diese Weise die Aufmerksamkeit des anderen gewinnen, um sich durch dessen hilfloses Bemühen wieder stärken zu können.

Sie können in einer solchen Situation dem Narzissten Ihre grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisieren, die auch zu einem späteren Zeitpunkt noch gilt. Sie sollten ihm klarmachen, dass Sie ihm nur helfen können, wenn er sich mitteilt. Schweigt der Narzisst jedoch weiterhin, dann sollten Sie sich distanzieren. Mehr können Sie in diesem Moment nicht tun. Sie haben dem Narzissten die Hand gereicht – ergreifen muss er sie schon selbst.

Sie sollten erkennen, dass jedes weitere Einreden auf den Narzissten nur dazu führt, dass sich dieser noch mehr verschließt: Was auch immer Sie tun – schreien, fluchen, betteln oder weinen: Sie werden nur Schweigen und völlige Emotionslosigkeit ernten. Keine Logik, keine Vernunft, keine Rechtfertigung und keine Entschuldigung lockt den Narzissten aus der Reserve – er schweigt immer weiter.

Sie erleichtern dem Narzissten den Weg zurück in ein konstruktives Gespräch, wenn Sie sich nicht weiter um ihn kümmern und aufgrund seines beleidigten Rückzugs keine Schuldgefühle entwickeln. Da ein Narzisst ohne die Zuwendung seiner Mitmenschen nicht leben kann, wird er früher oder später den Kontakt wieder aufnehmen – wenngleich er sich bestimmt nicht freundlich nähern wird, sondern eher mürrisch und unversöhnlich. Sie können dann ruhig und sachlich mit dem Narzissten reden, ohne auf seine Stimmung einzugehen oder ihn für sein Schweigen zu verurteilen. Bleiben Sie Ihren Überzeugungen treu und bringen Sie dem Narzissten die notwendige Wertschätzung entgegen – auch wenn dies erneut zu einem Silent Treatment führen sollte. 

Die hier beschriebenen anormalen Verhaltensmuster können auch im Rahmen anderer Persönlichkeitsstörungen oder psychischer Erkrankungen auftreten. Sie sind nicht explizit nur bei einem Narzissten zu beobachten, wenngleich sie hier besonders häufig und deutlich auftreten können. Das hier beschriebene Verhalten muss aber nicht automatisch bei jedem Narzissten vorhanden sein und es kann auch situativ bei ansonsten psychisch unauffälligen Personen auftreten.


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Veröffentlicht in Begriffe, Blog, Eigenschaften eines Narzissten
103 Kommentare zu “Silent Treatment – Schweigen als Waffe
  1. Gerhard sagt:

    Sehr interessante Seite hier,

    warum handeln alle diese Wessen gleich (für mich sind es keine Menschen).

    Ich bin seit über 25 Jahren mit so etwas zusammen, und bis vor 3-4 Jahren keine Ahnung vom „Narzis“ oder „Bordis“.

    Rückwirkend gesehen habe ich die Schweigebehandlung mit Gewalt begegnet, ja sogar ihr ganze Kleidung in die Mülltonne gekippt; bringt absolut nichts, kein Wort.

    Es ist unglaublich, man kann sie wie der letzte Dreck behandeln, sie merken einfach nichts.

    • Randi Dohrin sagt:

      Diese „Klientel“ kompensiert ihren Selbsthass durch ein überzogenes EGO und Hass gegen ihre Umwelt. Mit dem ausgeprägten Schweigen steigern sie ihren Hass noch einmal deutlich, denn sie vermitteln ihrem Gegenüber damit eine entwürdigende Gleichgültigkeit. Bekannterweise ist Gleichgültigkeit noch entwertender als Hass. Irgendwann sagt die Selbstachtung: Jetzt reicht es und der äußeren Trennung folgt die Innere.

    • Rolf sagt:

      Boah Gerhard, eventuell ist in dieser Beziehung mehr als eine Person problematisch.

  2. Evelyn sagt:

    So was zieht mit mir einer nicht mehr ab.
    Ich kenne das und es ist grausam. Diese Menschen haben ein sehr eingeengtes Bewusstsein, was sich auch durch Reden und erklären nicht erweitern lässt. Eine Verhaltenstherapie hilft hier nicht.
    Vielleicht „Familienaufstellung nach Hellinger“. Aber Partner, Kollegen usw., die sich so verhalten, wie hier beschrieben, verhalten sich ja so, weil sie sich im Recht glauben. Die kriegst du in keine Therapie und die lesen auch keine Bücher über ihr Problem. „Sie haben kein Problem, der andere hat das Problem!
    Meiner Meinung nach hilft da nur Trennung oder aus dem Weg gehen, wenn es ein Kollege ist.

    • Peter sagt:

      Familienaufstellung nach Hellinger ??? Ich sage Ihnen mal was, gerade die Esoterik oder neue Spiritualität ist doch ein Sammelpool für faktenverachtende, an einen göttlichen Funken glaubende Narzissten. Seit ICD 11 auch hier unter DSM 5 vermerkt.

  3. Monika sagt:

    Ein sehr wichtiger Artikel ! Genau so ist es.
    Und mir fällt dazu auch sofort ein, was narzisstische Eltern oder unbewusste Eltern, vor allem Mütter bei ihren Kindern falsch machen:

    ERZIEHUNG DURCH LIEBES-ENTZUG !
    =========================

    Und Liebesentzug bedeutet auch Entzug der Kommunikation, ein Bruch, Schweigen.

    So was führt zur Traumatisierung bei Kindern und im späteren Leben zu großen Problemen in ihrer Sozialisation in der Gesellschaft und in der Paarbeziehung.
    Kinder, die nie gelernt haben, wie man richtig kommuniziert, mit Offenheit, Respekt usw. was sollen die weitergeben ? Wie sollen sie sich verhalten ? Sie geben es dann an ihre Kinder und Partner weiter oder werden depressiv.

  4. Alice1980 sagt:

    Liebe Geschädigte,

    die Ehe mit einem Narzissten ist sehr schwer. Meine Eltern haben diese Konstellation, und ich lebe sie jetzt auch, obwohl ich mir weiß Gott alles andere als das gewünscht habe.

    Noch vor zwei Jahren habe ich geweint, als mein Mann mich durch Silent Treatment entweder mürbe, fuchs teufelswild oder einfach nur zutiefst verzweifelt gemacht hat. Ich habe immer wieder seine Nähe gesucht, seine Probleme erörtert (das war immer meine Brücke zu ihm) und mich danach, auch wenn er wieder mit mir gesprochen hat, wie ein Häufchen Elend gefühlt, ohne jegliche Würde und Stärke. Da ich selber eine diagnostizierte PS habe, Missbrauch, schwere Essstörung und narzisstsiche Krise hinter mir habe, habe ich immer an mir gezweifelt. Ich habe selber so viel Leere in mir, dass ich den Partner viel mehr brauche als „normale“ Menschen – damit er alle die Strukturen abbildet, die nie angelegt worden sind oder nur mangelhaft, damit der „Sprung in der Schüssel“ für die anderen nicht so zusehen ist. Ich habe dependente Züge und hasse mich dafür. Glaubt mir, ich bin eine super ausgebildete Frau, sehe gut aus, bin sportlich, fröhlich, liebe meine Kinder etc. – würde man nicht darauf kommen.

    Und jetzt kommt es. Ich habe eine gute Botschaft für Euch. Die Zeit mit einem Narzissten, oder überhaupt die Zeit, in der man grosse Schwierigkeiten durchmacht, ist dazu da, dass wir wachsen und uns verändern. Ich habe schon viel an „Veränderungstrategien“ in meinem Leben hinter mir, etliche Therapien, stationär und ambulant, um meine Vergangenheit aufzuarbeiten beispielsweise. Und ich habe gedacht, dass ich jetzt damit durch bin. Dass mir so etwas nicht passieren kann, dass ich an einen Narzissten gerate. Doch das ist passiert.

    Als vor einem Jahr der Breakdown kam und ich Angst hatte, in dieser Ehe komplett den Verstand zu verlieren, habe ich angefangen, Tag und Nacht zu beten. Aufgrund meiner eigenen Traumageschichte triggert mich das abweisende Verhalten sehr stark und in den schlimmsten Momenten habe ich davon sogar Panikattacken bekommen. Mein Mann fühlte sich durch meine „Unpässlichkeiten“ noch mehr angegriffen und zog sich völlig zurück, in seine Welt. Das hat mich noch wahnsinniger gemacht, Kinder sind ausgeflippt, ich hatte noch mehr Schuldgefühle, gab dann nach etc… Ihr kennt ja den Kreislauf.

    Zum Glück habe ich dann irgendwann akzeptiert, dass ich mich selber retten muss. Ich bin auf Auyerveda gekommen, habe mir einen seriösen Heilpraktiker gesucht, der mich in der Stabilisierung mit Anpassnug des Tagesstruktur, Essen und pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel etc. unterstützt. Wenn ich meinem Mann davon erzählt habe, kam keine Reaktion. Das war sehr schmerzhaft. Durch die Suche nach weiteren auyrvedischen Maßnahmen bin ich auch die Vortragsreihe eines Arztes gestossen, der auch das geistige Leben behandelt. Und da ist mir ein Licht aufgegangen: Ich war so sehr darauf ausgerichtet, alles meinem Mann recht zu machen, dass ich darüber meinen Schöpfer im Himmel vergessen hatte. Durch eine vertiefte Gebetspraxis und die Verlagerung des Lebensfokus von meinem Mann weg hin zu Gott habe kann ich überhaupt wieder schlafen! Ich behandele meinen Mann mit Respekt, ich koche für ihn, ich tue meine Pflicht. Mehr nicht. Er hatte mich schon sehr frühzeitig mit Sexentzug bestraft, ich habe sehr darunter gelitten. Und vor vier Monaten habe ich beschlossen, dass das überhaupt nicht so wichtig in meinem Leben ist. Das ist ok so. Ich kann damit Leben, alleinstehende Frauen haben ja auch oft jahrelang keinen Sexualpartner und sterben nicht davon. Wir Partner von Narzissten haben nämlich viele Schwächen und wollen nicht an ihnen arbeiten, sondern wollen, dass das der strahlende Narzisst alles überdeckt und alle denken, dass wir auch so toll sind wie der Typ/die Typin.

    Was ich damit sagen will: Bitte verlasst diese paradoxe Double-Bind-Struktur, indem ihr Euren Fokus von Eurem narzistischen Partner wegnimmt. Wir machen den Narzissten zu einem Gott und ensprechend behandelt er uns dann auch. Dient keinen falschen Göttern und macht Euch keine Götzen, steht es in der Bibel. Das gilt für alle Lebensbereiche, nicht nur für die Partnerschaft. An erster Stelle muss Gott stehen! Wendet Euch Gott zu. Aber besprecht das bitte auf keinem Fall mit einem Narzissten. Er wird Euch jeden Wunsch/Motivation zur Veränderung des Lebens beschmutzen und ihr werdet passiv zurückbleiben. Macht Euer Ding, im Guten, in Liebe, doch bestimmt. Geht in eine lebendige Gemeinde, helft anderen. Und wenn dafür keine Kraft mehr da ist: geht in die Natur raus. Denn Kraft kommt von der Natur, von guten Menschen und von Gott. Aber versucht ja nicht, Euren Narzissten zu verändern. Lasst ihn in RUHE! Geht jeden Tag spazieren, weint dort, macht alles mit Gott im Gebet aus. Bittet Gott um Hilfe. Fangt an, christliche Musik zu hören. Es gibt so tolle, moderne Lieder (die Band Hillsong wäre da zu nennen)! Geht jeden zweiten Tag joggen, und wenn es 500m sind, die ihr schafft. Aber bitte erzählt niemanden davon, schon gar nicht dem Narzissten. Macht es einfach. Wenn er sich darüber lustig macht, sagt in euren Gedanken „Ich vergebe Dir“ und ihm sagt ihr „Danke für deinen Hinweis“ und macht Euer Ding. Überlegt, wie Eure Freunschaftsstrukturen sind. Oft stabilisieren Freundinnen die narzisstsiche Ehe (willst du wirklich alleinerziehend mit zwei kleinen Kindern sein?). Sucht Euch Freunde, die etwas Gutes tun in dieser Welt. Und die sich nicht über jeden und alles aufregen und von der Welt erwarten, dass sie ihnen gefälligst etwas zu bieten hat. Und wenn Ihr mit Gott partout nichts anfangen könnt, dann meditiert eben. Wenigstens 10 min jeden Tag. Sagt Euch, dass ihr die Kraft habt, Euer Leben zu verändern. Der Teufel versucht immer, uns zu qäulen und kaputtzumachen. Und durch Menschen, in die wir uns verliebt haben und die wir bewundern, kann er das besonders einfach schaffen.

    Diese Erfahrung in meinem Leben wollte ich gern mit Euch teilen.

    • Julia sagt:

      Was für Abgründe.

      Mir ist richtig schlecht.

      • Lilli sagt:

        Hallo Julia,
        hallo Alice1980,

        ‚Der Teufel versucht …‘. Das glaube ich nicht.
        Der Mensch kann gut und schlecht sein, hat Stärken und Schwächen,
        Fähigkeiten und Unfähigkeiten.
        Was Du ‚Versuche des Teufels‘ nennst,
        sehe ich als Schlechtigkeit, Schwäche oder Unfähigkeit bis hin zu psychischen Problemen des Menschen.
        Gott, die Höhere Macht, das, Universum braucht man für sich selbst,
        allein,
        im Austausch mit anderen,
        oder für die innere und/oder äußere Distanz zu anderen.

        Alice1980,
        das kommt in Deinem Beitrag gut rüber,
        dass Du schon viel für Dich selbst,
        auch mit Hilfe des Guten von oben,
        getan hast.

    • Lilli sagt:

      Hallo Alice1980,

      Du bist sehr tapfer.

      Auch ich habe gelernt,
      mich neben einem Mann mit Narzissmusstörung persönlich zu entwickeln,
      mit Gottes und des Universums Hilfe.
      Das hat mich bestärkt, Informationen und Hilfsquellen zu suchen und zu finden.

      Was mich anrührt, ist,
      dass Du im Zusamnenhang mit Silent Treatment den Sexentzug nennst.
      Mir geht es so, das ich im anderen Zimmer schlafe, wenn er solche Wochen herbeiführt.

      Mit Hilfe von oben
      ist auch mir das Wichtigste, meine eigenen Aufgaben und Hobbys zu pflegen,
      auch als Vorbild für meine Kinder.
      Auch ich kenne Liebesentzug seit meiner Kindheit und habe mir das in meiner Ehe und Familie auch weiß Gott nicht gewünscht.

      Ich gehe ab und zu in die Kirchengemeinde und bin in einem buddhistischen Kreis. Der Priester dort sagt: Ein Leben ohne Schwierigkeiten gibt es nicht. Der Buddhismus konzentriert sich auf die eigene Persönlichkeit, das tut mir sehr gut und ich kann öfter loslassen und in Distanz gehen, als früher.
      Ob man sich trennt oder nicht, ist bei mir nicht die Frage.
      Mein Mann bleibt da und ich bleibe da.
      Mit einem normalen Mann wäre ich nicht zusammengekommen, weil ich seit meiner ziemlich narzisstischen Mutter,
      ziemlich komplementärnarzisstisch bzw. helferkrank war.

    • Lilli sagt:

      … ‚mürbe, fuchsteufelswild oder verzweifelt‘,
      das ist gut formuliert.
      Nein,
      da sei Gott und das Universum vor,
      sich noch bei jemand einseitig zu bemühen,
      der/die Nichtsprechen als Verhaltensweise nötig hat.
      Ich verwende diese Energie für mich selbst,
      für meine Gesundheit und Pflege, für meine Aufgaben und Interessen,
      die ich früher zu oft
      im Bemühen um einen/eine Nichtsprecher/in
      verschwendet habe.

      • Lilli sagt:

        ‚… man will durch Anpassung vom strahlenden Narzissten was abhaben, damit man auch für so ne tolle Type gehalten werde‘-
        schreibst Du,
        liebe Alice1980.

        Da ist was dran,
        doch in Wirklichkeit hat man andere Stärken und andere Freunde.
        Mit dem Narzissten durch Anpassung zu glänzen, das kenne ich von meiner Mutter, in Wirklichkeit ist man ausgenutzt statt die eigenen Stärken zu pflegen und die Narzisstin/der Narzisst hat keinen Respekt mehr.
        Wenn man sie/ihn lässt und die eigenen Dinge macht,
        mit Gottes und des Universums Hilfe,
        der Literatur und des ‚Umgangs mit Narzissten‘ hier,
        steht man auf den eigenen Füßen
        und die Narzisstin/der Narzisst bringen einen nicht mehr aus dem Gleichgewicht.

        • Lilli sagt:

          Hallo Alice1980,

          mit Hilfe von Gott und dem Universum,
          fand ich zusätzlich zur Familienveratung Literatur und Sven Grüttefiens Website,
          um zu erkennen was Narzissmus und Abhängigkeit dazu, ist,
          schwamm mich mit deren vielen Hilfen frei
          und blieb da.
          Für unsere Kinder ist das gut so,
          für uns Ehepaar auch.
          Der buddhistische Prister in meinem Meditationskreis sagt ab und zu:
          Ein Leben ohne Schwierigkeiten gibt es nicht.
          Ob neben oder getrennt vom Narzissten,
          einfach ist es mit gemeinsamen Kindern sowieso nicht.

          Allen alles Gute …

        • Angela Bauer sagt:

          Nach vielen Jahren Erfahrungen mit einem Narzissten sage ich, dass nur eine Trennung dich glücklich machen wird.

    • Natalie sagt:

      So nen Blödsinn hab ich lange nicht mehr gelesen!!!

    • Silvia sagt:

      Super beschrieben, genauso ist es. Es geht mir genauso……Gott und Natur…nux anderes hilft.

    • Ara sagt:

      Hallo @Alice1980

      mein Freund spricht seit einer Woche nicht mehr mit mir. Er ignoriert mich. Ich war aufgrund der Arbeit viel beschäftigt und konnte mit seinem unnötigen Kommentar in dem Moment nicht umgehen, weshalb ich ihm klar machte, dass ich erschöpft bin und Ruhe brauche. Ich habe mich mehrmals entschuldigt und mich des Öfteren ihm erklärt. Alles was ich sagte, schien falsch. Er hat nichts angenommen und schon gar nicht meine Entschuldigung. Seit dem ist Ruhe und er möchte nicht reden.
      Ich möchte ihm auch nicht weiter auf die Nerven gehen und lasse ihm seine Ruhe. Aber wie lange noch?

      Er hat sich aufgrund meiner Aussage viel zusammengereimt und alles falsch interpretiert.

      Auch wollte er sich melden und sich mit mir treffen um zu reden. Aber auch das hat er nicht eingehalten.

      Wie soll ich vorgehen und was kann ich tun?

      Ich würde mich über Tipps sehr freuen.

      Vielen Dank und liebe Grüße

    • Heidrun Breuker-Siraj sagt:

      Meine Erfahrung und du hast es gut geschrieben!

    • Vanessa sagt:

      Sehr ehrlicher Beitrag!

    • Eva sagt:

      Liebe Alice, was du deinen Kindern damit antust, indem du bei diesem Mann bleibst, ist eine schwere Sünde. Ich weiß, wovon ich spreche. Sie werden durch dein Duldungsverhalten geprägt und gehirngewaschen. Du kannst Gift darauf nehmen, dass sie entweder selbst Narzissen sind, oder noch werden oder ihr Leben lang Opfer von Narzissen, oder Psychopathen sein werden, weil sie glauben werden, dort, wo der Narzisst ist, ist „zuhause“. Ihr, die ihr euch einredet, wegen der Kinder diese narzisstischen Partner nicht zu verlassen, lügt euch gewaltig in eure eigene Tasche, ihr missbraucht eure Kinder als Vorwand,um bei dieser/m schwer gestörten Partner/in von der ihr süchtig seid, bleiben zu können. Macht euch nichts vor:es ist die nichtstoffliche Sucht nach diesem Partner, die allein euch daran hindert, zu gehen. Wenn ihr bleibt, macht ihr eure Kinder zu psychischen Krüppeln. Ich konnte das nicht verantworten, als ich gemerkt habe, dass es um „sein, oder nicht sein“ ging. Es war sehr schwer, die Kinder haben es nicht verstanden, aber ich habe als sie älter wurden, oft mit ihnen darüber geredet, das Thema Narzissmus erklärt, immer wieder bringe ich es auf den Tisch, denn meine Tochter war schon so sehr an solch toxische Verhalten ihres Vaters gewöhnt, dass sie als typisches Opfer von Narzissen immer wieder und regelmäßig in die Narzissmusfalle tappt, bei der Wahl ihrer Partner. Die Kinder bekommen eine vollkommen toxische Prägung, wenn ihr diese missbräuchliche Situation, das Zusammenleben mit einem Narzissen aufrecht erhaltet. Wenn ihr eure Kinder davor bewahren wollt, lebenslang auf Psychotherapie angewiesen zu sein, holt sie aus dieser toxischen Hölle heraus und bringt ihnen bei, dass sie ohne solche Missbrauchen leben könne, besonders bringt ihnen bei, sie auf 10 m gegen den Wind „riechen“ und vor ihnen Reißaus nehmen zu können.

      • Sami sagt:

        Grossartig wie recht du hast. Ich bin kein Kind mehr aber genau das ist bei mir passiert. Ich ziehe Narzissten an…… habe es vor 2 Wochen endlich geschafft mich zu trennen nach 13 jahren Terror. Es geht mir ok.

      • C sagt:

        Wichtigster und bester Kommentar hier.

        GEHT…! Verlasst den Täter. Wenn schon nicht für euch selbst, dann zumindest für eure Kinder.

        Wir – meine Geschwister und ich – haben genau das erlebt: Unsere Mutter hat sich nicht getrennt, wir haben alle bis zum Alter von 18 bzw. 19 massive psychische und physische Gewalt durch unseren Erzeuger erlebt und waren bzw. teils sind alle schwer traumatisiert. Es braucht Jahrzehnte, um sich aus solchen Tramata zu befreien, braucht alle Kraft – und wer es überhaupt schafft, gehört zu den Glücklichen.

    • Mia sagt:

      Alice, Top! Herzlichen Dank!!!
      So wie Du schreibst, von A bis Z!!
      Hilfreich, stehend..klärend.

      Herzlichen Dsnk

      Mia

    • Die Tochter meines Lebensgefährten hat auch eine narzisstische Persönlichkeitsstörung.
      Da ich viele Jahre nicht darauf gekommen bin, hat mich das depressiv gemacht und an den
      Rand eines Selbstmords gebracht, zumal man mir meine Schwierigkeiten nicht glauben
      wollte. Nach jahrzehntelangen Recherchen ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen.
      Ich bin wohl eine Nummer zu groß für sie, darum hat sie mich niedergemacht und mit Nicht—
      beachtung bestraft. Als mir nach einem herzzerreißenden Brief meines Partners an sie klar
      wurde, dass sie völlig empathielos mit einem kategorischen Nein auf seine Bitten reagierte, deren Erfüllung lediglich etwas guten Willen gebraucht hätte, konnte ich endlich loslassen.
      Sie kann mich auf Augenhöhe nicht ertragen, macht mich in übelster Weise immer klein und
      zeigt keinerlei Empathie. Ich lebe auf, seit ich sie durchschaut habe und nicht mehr unter ihr leide. Mein Rat: jeglichen Kontakt vermeiden!

    • Enrico77 sagt:

      Amen, in dieser Situation kann wirklich nur der Herr Jesus helfen. Kein Götzendienst mehr gegenüber dem Partner, ER muss an erster Stelle kommen. Ihn sollen wir von ganzem Herzen lieben, der Rest ergibt dich daraus. Liest täglich die Bibel und betet.

    • Stefanie sagt:

      Hallo Alice,
      Deine Worte haben mich sehr betroffen gemacht und zu Tränen gerührt.
      Du bleibst trotz all der Umstände, weil Du selber soviel Leere in Dir hast und die Struktur fehlt? Das erlebe ich ähnlich und verurteile und schäme
      mich sehr für diese Abhängigkeit! Kann der Glaube da nicht heraus helfen?

  5. Michael sagt:

    meiner Erfahrung nach … und meine Geschichte ist über 25 Jahre lang … steht man irgendwann selbst mit dem Rücken zur Wand und es bleibt einem nichts anderes übrig, außer jede Möglichkeit der Kommunikation zu unterbinden. Email Adresse sperren, alle Social Media Wege blockieren und ne neue Nummer holen.

    …. wenn es doch nur so einfach wäre….

    Denn das wird natürlich als Ghosting erklärt. Da muss es einen Grund dafür geben und der liegt bei euch! Und um sich vor euch zu schützen, werdet ihr geblockt, gesperrt und plötzlich tauchen öffentliche Posts auf Facebook auf obwohl es die Jahre zuvor nicht einen einzigen gab.

    Darüber hinaus, liefert man dem Narzissten somit auch alle Argumente und Beweise, um seine Behauptung, ihr seit der Narzisst, die er/sie benötigt um es vor der ganzen Welt zu untermauern.

    Wie es dazu überhaupt kam….existiert gar nicht erst.

    Das ist eine schwere Zeit … sehr schwer….aber um Gotteswillen, ihr dürft auf keinen Fall und unter keinen Umständen nachgeben….und es ist völlig egal welcher Grund genannt wird …. wenn ihr das tut, sind die Konsequenzen unvorstellbar…. und ein Anruf oder eine Nachricht von ihr/ihm während …. ist kein Tippfehler…..WÄHREND sie/er gerade mit einem anderen Sex hat, ist das kleinste Übel!!!!

  6. Hyquia sagt:

    Ich bin keine Narzisstin. Trotzdem gehe ich hin und wieder in Kontaktsperre. Weil die Verletzungen einfach zu groß waren.

    Wenn mein Mann in der Klinik zu mir sagt, dass er eine Diagnose für mich braucht, um sein Netzwerk wiederzubekommen, dann tut das mehr als weh.

    Familie nennt er Netzwerk. Was soll man dazu dann noch sagen?

    Eben, nix. Das zu verdauen und seinen Selbstwertgefühl zu erhalten, bedarf auch einmal eine Runde Schweigen.

    Ich würde mir wünschen, dass die Klarstellung, dass es andere Persönlichkeitsstörungen oder eben.auch berechtigte Gründe sind, die das verursachen.

    Trennt man sich von einem Narzissten, hüllt man sich auch ins Schweigen und ist vollkommen normal.

    Zumindest so mein Befund aus der Klinik.

  7. Bianka sagt:

    Mein Vater ist Meister im Schweigen. Als Kind wünschte ich mir, er würde mich lieber anschreien.
    Oft ging es Tage lang. Passieren könnte es immer. Ohne erklärbaren Anlass, zu Weihnachten, Geburtstagen, Hochzeit – nichts war ihm „heilig“.
    Während des Schweigens konnte er prima durch seine Körperhaltung seinen Unmut ausdrücken.
    Wir waren zu Dritt und eine von uns hatte er immer am Wickel. Zu den anderen, war er besonders „lieb“ und so würde man vom Rest der Familie isoliert. Aus heiterem Himmel und ohne Erklärung war er wieder „normal“ und man war froh drum. War aber immer auf der Hut vor dem nächsten mal.

    • Eva sagt:

      Dass Narissten jedes, aber wirklich Fest „sprengen“ und sich egal womit, Hauptsache es passiert, in den Mittelpunkt stellen, ist allseits bekannt.
      Wer will schon mit jemandem zusammen leben, bei dem man niemals weiß, wann er einem das nächste Mal grundlos die Schweigebehandlung angedeihen läßt, oder wie aus heiterem Himmel ausflippt und eine bühnenreife Szene hinlegt, häufig auch gewalttätig wird. Hauptsache er hat die Kontrolle über dich, die Kinder, die Familie, die Firma, die Abteilung und kann euch Aussaugen, emotional, finanziell,psychisch, bis ihr nur noch ein Schatten seid.
      Rette sich wer kann, da hilft nur „weg da“ ,Trennung, totaler Kontaktabbruch, ohne ein on/off zuzulassen. Und das ist dann kein Silent treatment, sondern Selbstschutz und Opferschutz, wenn Kinder mit im Spiel sind. Das gilt gleichermaßen für narzisstische Partner, Mütter, Väter, auch für narzisstische Kinder, sobald sie auf eigenen Füßen stehen können.
      Es wird euch besser gehen ohne sie, denn ein Leben mit Narzissen ist kein Leben, es ist die Hölle.

      • Pedi Ra sagt:

        Liebe Eva!
        Ich stimme Dir voll und ganz zu. Ich habe per Rechtsanwalt meinem Erzeuger klipp und klar den Kontaktabbruch auf Lebenszeit und sämtliche Unterlassungen erklärt. Ebenso Haus- und Hofverbot. Dazu gab es eine sachliche Erklärung seines massiven Kranken Fehlverhaltens. Nach und nach fliegen auch meine Geschwister raus. Je weniger sie alle von mir wissen, desto besser. Und trotzdem versuchen sie alle drei Wochen über Dritte Kontakt aufzunehmen. Durch die Reaktion meines Narzissten Ex weiß ich, dass sie sehr wohl wissen, dass sie sich falsch verhalten haben, es aber niemals zugeben können. Er beschimpfte mich, ich sei krank, verrückt, solle mich im Spiegel anschauen. Ich fragte, warum er diese Behauptungen anführt, ich wollte ein Argument hören. Er konnte keines nennen, stattdessen begann er mit seiner Wiederholung der Beleidigungen. Ich habe sie damit bestraft, dass ich alle Zufuhr Kappe. Und da werde ich ganz hartnäckig bleiben, um mich zu schützen. Es bedeutet auch, dass man die restliche Familie tabu ist, bis sie ebenfalls das Spiel der Narzissten durchschaut haben und sich von ihm abwenden. Ansonsten sind sie seine Helfer und speisen ihn mit Infos von Dir. Ich habe mich inzwischen komplett neu ausgerichtet in meinem Leben und kann endlich ohne ihr Drama und ihr Bremsen mich weiterentwickeln. Beruflich wie auch privat. Mit meinem neuen Partner habe ich einen tollen Mann und Freund an meiner Seite. Meine alten Freunde sind alle wieder da und eine Tante, die auch unter dieser narzisstischen Sekte gelitten hat.
        Meine Kinder konnte ich leider nicht mehr retten. Sie sind der Gehirnwäsche von drei Hardcore Narzissten ausgesetzt. Sie haben aber die prägende Phase ihres Lebens bei mir erlebt. Sie werden auch eines Tages wach. Das weiß ich!

  8. Mare sagt:

    Hallo zusammen,

    der Artikel hat mir noch einmal mehr die Augen geöffnet und das bestätigt, was die Therapeutin, die ich heute in meiner Verzweiflung aufsuchte, ebenfalls vermutet.

    Der Mann, den ich liebe und der mich vor genau 22 Tagen eiskalt am Telefon hat fallen gelassen, ist wohl auch ein Narzisst. Ein Mann, der sehr vereinnahmend und irgendwo auch berauschend war, er konnte alles, war witzig, intelligent, ein Allround-Talent…dabei viel mir aber manchmal schon sein gezielt manipulativen Verhalten auf, aber den Gedanken mochte ich nicht weiter verfolgen…alles fand ich an ihm toll, alles schien zu passen…
    Wichtig war: ich musste immer gut drauf sein. Sonst hieß es gleich „Du bist immer am Limit“ Somit verstellte ich mich manchmal sogar, auch wenn es mir nicht so gut ging.

    Ich habe ihm in den 3 Wochen vor seinem Schlußmachen nicht mehr die gewohnte Bewunderung gegeben und mich zudem auch innerlich schützen wollte, da er das „Abtauchen“ und Schweigen schon vorher manchmal für 1,2 Tage gerne gemacht hat.

    Das Schlimme ist, dass ich dachte, dass er mich genauso liebt wie ich ihn und langsam verstehe ich, dass es keine Liebe war. Ich habe sein Ego aufpoliert und als ich in seinen Augen nachgelassen habe – und vor drei Wochen ICH IHN bat, dass ich das Wochenende Ruhe bräuchte, weil ich mit der immer wieder kurzzeitig einkehrenden Kälte nicht gut umgehen könne (die Kälte und der Rückzug kamen immer, wenn ich mich nicht genügend meldete – wir wohnen 1 Stunde auseinander) – empfand er plötzlich nichts mehr für mich – und ließ mich eiskalt fallen.
    Es kam für mich sowas wie aus dem Nichts – denn auch wenn er zwischendurch mal einen Tag schwieg, wenn wir uns sahen, erschienen wir wie ein Herz und eine Seele (bis auf dass er immer der „Anführer“ war und machte und tat und vorschlug und umsetzte und wusste und riet…)
    Ein Schock.
    Ich schrieb ihm noch eine Mail nach diesem verletzenden Gespräch und wollte alles dementieren: „Und es war wohl viel Gefühl bei Dir da…meine Schuld, ich war so oft verreist…es tut mir leid…“
    Zwei Tage später kam eine Antwort, dass es nun so ist wie es ist und wir gerne Freunde bleiben könnten!
    Vier Tage vorher schmiedeten wir noch Zukunftspläne!
    Ich bemühe mich nun seitdem, dass ich mich nicht mehr bei ihm melde.
    Es ist so ein krasser Bruch, mir geht es so schlecht, weil es so weh tut.
    Die Erkenntnis, dass er selbst nicht anders kann und vielleicht wirklich pathologische Züge in sich trägt, die hilft mir das Ganze besser einzuordnen.
    Mit einmal keinen Kontakt mehr. Er füllte alles bei mir aus…
    Ich hoffe, ich kann bald wieder besser atmen und finde mein Lachen wieder.

    • Lise1 sagt:

      Liebe Mare, ich bekam in so einer Situation von einer Fachfrau gesagt, nun wäre ich auf mich selbst zurückgeworfen, ich muss mich endlich um mich kümmern. Ich wollte und konnte diesen Vorteil lange nicht verstehen, erst nach langer Zeit der Trauer. Ich hoffe, du kannst dich um dich kümmern und für dich sorgen, für dein Wohlergehen, da zählt jede gute Mnute!

      Der Knackpunkt ist der Satz: „Er füllte alles bei mir aus“ Das führt auch in Beziehungen mit nicht gestörten Personen ins Elend. Manch einer wurde so erzogen, dass es etwas Gutes wäre, ist es aber nicht, sondern es schadet enorm.

      Bitte lass dir helfen, und fülle die Stellen, damit nie wieder ein Partner das derartig füllen muss, egal ob Narzisst oder nicht.

      Es gibt ein glückliches und gutes Leben nach der Trennung, das dauert vielleicht lange und ist schmerzhafte Arbeit an sich selber, es ist nicht einfach und geht nicht schnell, aber mach dich auf den Weg. Suche die guten Minuten, allein und mit guten Menschen, damit du bekommst, was dir wichtig ist (ein Typ mit Beziehungsunfähigkeit gehört definitiv nicht dazu) Es kann dir besser gehen, als je zuvor, wenn du die Ursachen ausräumst, die dazu führten, dass du ihm so etwas erlaubt hast.

      Alles Gute Dir!

      • Waltraud sagt:

        Ein definitiv guter Ansatz, nicht vom Partner alles ausgefüllt zu bekommen und das wechselseitig. Es macht frei, nicht die eigenen und nicht die Verantwortung für den anderen in dieser Hinsicht übernehmen zu müssen und zu wollen

    • Lisa sagt:

      Habe sehr sehr Ähnliches erlebt. Im Prinzip eigentlich das gleiche. Vor allem das Ende war genauso. Auch weiß ich ganz genau, was du meinst mit „zu dir selbst zurückgeworfen zu sein“. Man fühlt sich leer, machtlos und vor allem unfassbar wertlos. Als wäre er alles gewesen, was einem selbst Wert gegeben hätte. Ich wünsche Dir und uns allen, die sowas erleben mussten ganz viel Kraft und dass wir irgendwann den Wert in uns selber finden!

    • Claudia sagt:

      Ich weiß wovon Du sprichst.
      Hab alles recht ähnlich erlebt.
      Auch dieses immer gut drauf sein müssen.
      Und wenn ich es mal nicht war, dann immer dieser Spruch: „Bist nicht gut drauf?!“ Allein schon WIE er es sagte, diese unterschwellige Forderung stets die Fröhliche zu sein und ihn mit dieser Energie zu versorgen…
      Wie sehr ich ihn insgeheim hasste in diesen Momenten, und dennoch blieb ich ihm gegenüber sitzen, an diesem kalten überladenen Wohnzimmertisch den ich nie wirklich mochte, und versuchte halt irgendwie besser drauf zu kommen…
      Liegt jetzt alles lange hinter mir. Dass ich mich so verbogen hab für ihn, ja darüber kann ich heute nur noch den Kopf schütteln.

  9. Lilli sagt:

    Hallo,
    es tut mir gut oben zu lesen, dass kein argumentieren hilft, wenn der Narzisst im Silent Treatment verharrt,
    und sich zusätzlich im sog. Ghosting wortlos verdünnisiert.
    Ihn auch abzuwerten, wenn er mich abwertet, also spiegeln, hilft auch nichts.
    Man kann nur in Distanz bleiben und die Hand zum Gespräch bereit halten, ergreifen muss er sie schon selbst,
    steht oben im Text, und das stimmt.
    Der zweite Punkt, der mir oben im Text gut tut, ist, dass,
    wenn der Verstand versteht was Narzissmus ist, das Herz diese Tatsache nur loslassen bzw.verzeihen kann,
    um aus dem emotionalen Missbrauch des dies bedürftig suchenden Narzissten auszusteigen.
    Ich lese oben, wenn man sich eine ungute Situation mit dem Narzissten vorstellt,
    und meine Gefühle noch hochgehen, bin ich noch beim Verschmerzen und noch nicht beim Loslassen bis Vergeben.
    Die Trennung vom Narzissten ist das eine,
    Verstehen und Loslassen bzw. in seelischer Distanz bleiben, das andere.
    Ersteres geht nicht immer,
    das Zweite ist die innere Befreiung,
    die man auf die Dauer in jedem Fall braucht.

    • Lilli sagt:

      … und wenn der Narzisst beim nächsten Annäherungsprozess wieder in Silent Treatment verfällt, ist wichtig, k e i n e Schuldgefühle zu haben. Die Beziehungsprobleme macht der Narzisst, n i c h t das Kind, Partner/in, Freund/in oder Kollege/in.

    • Eva sagt:

      Vielleicht hilft das ja:
      Auch Du hast „ihn“ nie geliebt. Es gibt „ihn“ gar nicht. Er spielt immer nur jemanden, von dem er glaubt, dass du den toll findest.
      Das, was Du geliebt hast, war eine Fata Morgana, das hat es nie gegeben. Du hast dir in deiner Liebessucht gerne das vortäuschen lassen von dem er unschwer wissen konnte, dass du voll darauf abfährst.
      Schlimm wird es nach einer Trennung von einem solchen Menschen dann, wenn dir bewusst wird, dass du so viel Zeit, oft Jahre, Jahrzehnte in einer Lüge gelebt hast,dass nichts, wirklich rein gar nichts an all dem echt, ernst gemeint war, alles nur gespielt war, wenn du erkennst wie du nach Strich und Faden betrogen, ausgenutzt, richtiggehend wieder Treu und Glauben wider die guten Sitten getäuscht wurdest und wie dein ach so geliebter Traumtyp dich dafür auch noch zutiefst verachtet.Er hat dich nie geliebt, er kann nicht lieben. Er wollte nur seine Niedertracht, seine Bosheit und Gier, seinen Sadismuss befriedigen. Wenn du das einmal kapiert hast, kommt zuerst einmal ein schwerer seelischer Zusammenbruch. Dann rappelt du dich langsam wieder auf und dann kratzt meist schon sehr schnell der noch schlimmere und noch bösere Narzisst an deiner Kammertüre und will eingelassen werden. Als ob sie es riechen könnten, als ob nur für Narzissen sichtbar auf deine Stirn das Wort „Opfer“ tätowiert wäre. Dann beginnt die nächste noch schmerzhaftere Runde narzisstischen Missbrauchs.

      Ein Narzisst taucht immer dann für ein zwei Tage ab, wenn er bereits ein „neues Kalbsschnitzel in Butter brät.“ Ein Narzisst verlässt dich nicht, ohne bereits seit geraumer Zeit zweigleisig mit der zukünftigen Ex gefahren zu sein, oder eine frühere Ex zu „reanimiert“ zu haben.
      Mit einem Narzissen bist du immer zu „dritt“ oder zu „viert“. Auch das muss man wissen.

  10. Lilli sagt:

    Anka,
    Du schreibst, ein offener Austausch geht frei von der Leber weg !
    Gut gesagt,
    ich genieße jedes unkomplizierte offene Gespräch doppelt,
    da es diese mit den Narzissten, von meiner Mutter über manche Verwandte und Freunde bis zu meinem Mann,
    gar nicht bis wenig, gibt.
    Leber ist gut gesagt !
    Wenn ich denke, oh, heut Abend muss ich zur Entdpannung dringend ein zwei Gläser Wein trinken,
    ist es höchste Zeit für mich in einer meiner Hobbygruppen fröhliche umkomplizierte Gespräche und Umarmungennzu pflegen !

  11. Marina kop sagt:

    Hallo Ela.Ich komme aus Stuttgart.Und du..?

  12. Sabrina 89 sagt:

    Guten Tag,
    Ich habe eine narzisstische Mutter denke ich, sie ist ohne Liebe groß geworden bzw alle 4 Geschwister. Sie sind im Verhalten sehr ähnlich. Immer in der Opferrolle, überspielen Gefühle bzw. leugnen diese und sind absolut kritik unfähig. Leider bekomme ich das immer noch zu spüren.
    Meine Mutter ignorierte mich als Kind tagelang heute auch noch wenn ich etwaige Fehler machte oder meine Meinung äußerte…. Ich schrieb ihr dann immer Briefe aber sie redete nie mit mir.
    Mein Vater war nicht da also hatte ich keinen Vergleich oder andere Bezugspersonen.
    Sie hat mich immer kontrolliert und wenn sie keine Kontrolle hatte wurde ich mit Hausarrest bestraft. Noch dazu kommt sie war überfürsorglich und immer ängstlich das ist sie heute noch.
    Sie lässt mich nicht mein Individuelles Leben leben muss sich immer einmischen.
    Sie ist sehr unzufrieden mit ihrem Leben und man sieht es ihr regelrecht an.
    Das Problem heute.
    Sie hat seit 18 Monaten einen Enkel ein wunderhübsches Kind ganz was besonderes wie sie sagt. Natürlich ist für mich als Mutter mein Kind was besonderes.
    Jedoch hat sie extreme Muttergefühle, der kleine darf nichts machen wenn er bei ihr ist. Könnte ja was passieren.
    Sie verhätschelt ihn bis aufs letzte und beschenkt ihn immer.
    Sie hört nicht auf mich bzw respektiert meine Regeln als Mutter nicht. Reißt mir plötzlich das Kind aus den armen und macht das was sie gerade machen will.
    Ich will auch nicht mehr reden, denn sie fällt immer in die Opferrolle und spielt das Unschuldslamm das immer alles nur gut meint.
    Ich bin ratlos.
    Grenzen ziehen versuche ich, aber dann kommt immer nur ,, wir müssen unter 4 Augen reden“ ich weiß aber das diese Gespräche im Drama enden so wie immer.
    Was kann ich tun?
    Hab mich schon abgegrenzt mein Selbstwert aufpoliert und realisiert nach 30 Jahren was los ist.
    Wenn ich glücklich bin ist meine Mutter eifersüchtig auf mich.
    Sie ist neidisch und hilft mir nie. Hatte eine extreme Schwangerschaft und Ruhe war meine Aufgabe, wegen zu hohem Blutdruck.
    Sie rief nicht einmal an und fragte ob ich hilfe benötigte. Immer nur vorwürfe und Unterstellungen.
    Ein Chaos wirklich.
    Ich habe so oft sachlich mit ihr gesprochen aber sie verdreht immer die Wahrheit.
    Bestes Beispiel jetzt, sie hat einen 15 jährigen Golden Retriver ein braver Hund, aber wehe sie macht nicht Sitz wenn Frauli das sagt, dann wird sie lautstark und hemmt sich nicht.
    Ich habe Angst wenn mein Kind bei ihr ist, dass sie uns ausspielen wird, denn sie hat niemanden und kein Hobby, sie ist total fixiert auf ihren Enkel. Aber da sie sich nicht verändert hat und alle anderen einen Psychologen brauchen z.B. Ich
    wird sie ihr Muster auch bei meinem Sohn anwenden sobald er selbstständig wird und ein eigenes Individuum wird. Ich verwette alles.
    Kann mir jemand helfen?
    🙏

    • Lise1 sagt:

      Hallo, hier steht auf der Seite einiges zu den Eltern.

      Auch hier gibt es Wege, sich aus den Beziehungsdynamiken zu lösen. Eine Symbiose ist auch nicht gut, erst recht, wenn die Kinder über 18 sind. Es gibt kein unbegrenztes Recht der Eltern, beliebig sich in das Leben der Kinder einzumischen. Dazu wäre von deiner Seite aus wichtig, deine Grenzen zu ziehen. Da es bisher nicht geschah, wird es ohne Hilfe bestimmt schwer, da du eventuell gar nicht weißt, wo anfangen oder es überhaupt erkennen, was die Grenzverletzungen sind und wo sie schon im Kleinen anfangen.

      Alles unter dem Mantel der Gutmeinung, da kann man viel Böses tun, wenn der andere es erlaubt oder nicht erkennt und so aus Versehen unterstützt

    • Lilli sagt:

      Sabrina89,
      Dein Beitrag berührt mich sehr.
      Auch meine Mutter hat narzissmusgestörte Wesenzüge. Heute noch, obwohl gebrechlich im Altersheim, will sie bestimmen und kontrollieren.
      Du schreibst bereits in ‚Befreiung von Narzissten‘ unter ‚Silent Treatment‘, da bist Du viel weiter, als ich als junge Mutter war.
      Auch ich hatte damals gehofft, dass meine narzissmusgestörte Mutter angesichts ihrer süßen ‚unschuldigen‘ Enkelkinder, sozialer werden könnte.
      Sie ist erfreut über die Existenz ihrer süßen Enkelkinder,bis heute.
      Doch sie konnte wie alle Narzissten, nicht aus ihrer Haut, und ihre Enkelkinder besuchen sie selten, und schreiben ihr ab und zu eine Karte.
      Angesichts Deiner Tochter, über die Deine Mutter, als ihre Nachkommin, erfreut ist, kann sie auch nicht sozialer werden.
      D.h., die Grenzen kannst nur Du ziehen, und ihre narzissmusgestörten Verhaltensweisen,
      für Dich und Deine Tochter durchbrechen.
      Ich habe spät Kinder bekommen, und hatte davor zehn Jahre keinen Kontakt zu meiner Mutter.
      Mein Mann, der Vater meiner Kinder, hat auch narzissmusgestörte Wesenszüge, ebenso meine Schwägerin.
      Was mir geholfen hat, waren meine Besuche in der Beratungsstelle, bis mir aufging, dass ich nicht nur zur Helferkrankheit neige, sondern für die Helferei Anerkennung erwarten würde. Das erste könnte sich zur Co-Abhängigkeit entwickeln und das zweite ist der sog. Komplementärnarzissmus, umgekehrt egozentrisch als Deckel zum Topf.
      Empathie und Verständnis ist eine Stärke, dies bleibt sie aber nur,
      wenn Grenzen gezogen und Selbstliebe gepflegt werden kann.
      Ich fand dazu über verschiedene Hobbys.
      Was machst Du gern?, was macht Deine Tochter gern?
      Was könnt Ihr gemeinsam machen, wo unterstützt Du sie in der Verschiedenheit ? So kommt ihr auch unter andere Leute.
      Auch ich habe trotz allem Mitgefühl für meine Mutter. Doch für einen Menschen mit narzissmusgestörten Wesenszügen kann man von außen nichts tun, nur Grenzen ziehen und den Kontakt herunterfahren.
      Alles Gute !

    • Anka sagt:

      Liebe Sabrina, 89 … gefällt mir gut! Ist ein „Superjahrgang“ 👌
      Erstmal ganz herzlichen Glückwunsch, daß du die nicht ganz einfache Schwangerschaft auch ohne die Hilfe, die du dir sicher von Herzen ersehnt hast, eben doch „allein“ so gut gemeistert hast.
      Sieh dir DAS erst einmal in allen Phasen nochmals ganz genau an! Sei „stolz“ auf DICH, DU hast es geschafft, OHNE SIE !

      Leider kann ich dir aus eigener Erfahrung auch keine Hoffnung auf „Verbesserungen in DEINEM SINNE“ machen, wenn die „Konstellation“ nicht geändert wird…

      Ich schließe mich Lise1 und Lilli an.

      Genau genommen ist ja ohne Belang, ob und was bei deiner Mutter früher „schwierig für sie“ gelaufen ist!

      Entscheidend sollte doch für dich und DEIN KIND sein, was JETZT IST!
      Ob und wie sie dich jetzt als ERWACHSENE achtet, DICH als Mutter respektiert, DIR im Notfall Stütze ist und DIR hilft.

      Sicher machen alle Mütter mal Fehler. Und sicherlich gibt es kaum eine Groß-Mutter, die nicht auch hin und wieder ihren „Senf dazugibt“ …
      (Ich auch 😝)
      Aber du kannst wunderbar für dein Kind sorgen, weil mein Kind das auch kann! Punkt.

      Wichtig ist für dich ganz klar zu überdenken und zu überprüfen was du willst und klar zu erkennen, was du keinesfalls mehr „durchgehen“ lassen willst. Egal bei oder von wem!
      Vielleicht brauchst du da wirklich Unterstützung. Bei so „eingefahrenen Denk-und Prägungsmustern“ möchte ich dir das unbedingt empfehlen!
      Schau dich ruhig nach Erziehungsberatung und/oder einem passenden Psychologen um.

      Verringere erstmal in kleinen Schritten den Kontakt, wenn du nicht unbedingt darauf angewiesen bist.
      Besprich mit ihr nicht, was sie dir in irgendeiner Form vorwerfen oder madig machen kann.
      Schau dich auch nach Alternativen um.

      Und lerne …
      (Das meine ich ernst)
      NEIN!
      ICH MÖCHTE JETZT …
      ICH GEHE JETZT!
      DAS PASST/GEFÄLLT MIR NICHT!

      Und handle ent-sprechend.
      Du bist jetzt groß 😉
      Du darfst das nämlich 👍

      Wirkliche Ruhe und Zufriedenheit findest du erst dann, wenn du dir vollkommen klar darüber bist, daß SIE gar nicht anders „kann“.
      Nicht mit dem Hund, nicht mit dir, irgendwann auch nicht mehr mit dem Kind!

      Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg!

    • Karen sagt:

      Den Kontakt für euch zu deiner Mutter minimieren. Sei du immer dabei, wenn Sie Zeit mit deinem Sohn hat. Du kannst ihr nicht trauen. Sie wird ihn negativ beeinflussen, viel. Versuchen ihn auf ihre Seite zu ziehen, sie könnte ihn sogar gegen dich aufhetzen un deinen Sohn dir entfremden. Das ist nicht unwahrscheinlich, hat es alles schon gegeben. Du bist jetzt erwachsen. Wehre dich, greife ein, wenn dir etwas nicht passt. Zeig ihr dass du nicht mehr alles mit dir machen lässt. Schütze deinen Sohn und dich, ziehe gesunde Grenzen, setze ihr Grenzen. Wenn alles nicht hilft musst du den Kontakt abbrechen. Sie hat nichts in ihrem Leben, jetzt stürzt sie sich auf die Enkel und verzieht sie. Das wird euch nicht gut tun, ihr bekommt Schwierigkeiten. Wenn der Enkel größer ist versteht er alles besser, kann es einordnen, dass du dies tun müsstest um ihn zu schützen. Toxische Menschen, toxische Verhaltensweisen, toxische Beziehungen. Dies nur auf ein Mindestmaß beschränken oder eben ganz abbrechen. Es tut niemanden gut.

    • Eva sagt:

      Ja, aber das einzige, was hilft, wird dir nicht gefallen, nämlich totaler Kontaktabbruch, für immer.

  13. Lilli sagt:

    Hallo,
    seit ich weiß was Narzissmusstörung ist, kämpfe ich gegen Silent Treatment nicht mehr an, lasse ihn, betrachte es als seine Erkrankung,
    und tu und lasse währenddessen was ich individuell möchte.
    Wenn man mit dem,
    mit allem Rat von Sven Grüttefiens ‚Umgang mit Narzissten‘,
    einigermaßen erträglichen Narzissten,
    aus wirtschaftlichen oder familiären Gründen z.B.,
    zusammenbleibt,
    ist die Partnerschaft eine Zweckbeziehung.
    Eine Beziehung wie im Liebesfilm ist das nicht.
    Wichtig ist, die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen, und genug Distanz einzuhalten.
    Ich gratuliere jedem und jeder, der oder die irgendwann eine normale Partnerschaft erlebt.

    • Maria sagt:

      Hallo Lilli
      Ich finde schon erstaunlich wie du mit dem ganzen umgehst,du berechnest genauso ,sein Verhalten bestimmt dein tun?Und das abgrenzen beschneidet dich eine erfüllte Partnerschaft zu führen!Möchtest du so leben,aushalten??
      Du berechnest aber schon daß er genauso gut gehen kann,oder??
      Und dann?

      • Lilli sagt:

        Hallo Maria,
        erfüllte Partnerschaft schreibst Du,
        ich denke,
        dazu wäre ich selbst nicht in der Lage gewesen, mit meiner Co- und Komplementär- Tendenz.
        Ich habe seit meiner Kindheit um meine Belange und Grenzen gerungen, z.B. auf meinem von mir bevorzugten Rufnamen bestanden, seit meiner Mutter mit ihren narzissmusgestörten Zügen,
        und je mehr ich meine Dinge tat, habe ich später die narzissmusgestörten Erwartungen meines Mannes immer weniger bedient.
        Er geht nicht, und ich auch nicht,
        und verbessern kann ich nur, neben ihm mein eigenes Leben zu führen
        und das wenige Gemeinsame mit ihm zu tun.

  14. Barbara sagt:

    Hallo Herr Grüttefien,
    Opfer von Narzissten wird im weiteren Umgang mit dem Narzissten oft zur“Gray Rock Methode“ geraten. Irgendwie sehe ich Parallelen zum Silent Treatment des Narzissten.

    • Grundsätzlich ist es ratsam, den Kontakt zu einem Narzissten gänzlich abzubrechen und nach der Trennung auf nichts mehr zu reagieren, was noch von ihm kommt, und sich gar nicht mehr in ein Gespräch verwickeln zu lassen. Insofern kann in diesem Fall die Gray-Rock-Methode hilfreich sein. In einem aktuellen Gespräch mit einem Narzissten provoziert man ihn eher durch eisernes und anhaltendes Schweigen. Es kann als ein rhetorisches Mittel im Gespräch eingesetzt werden, indem man durch ein kurzes Schweigen – das jedoch nicht wie Sprachlosigkeit wirken soll, sondern eher den Ausdruck von Gelassenheit hat – entweder die Zustimmung verweigert, ihn spiegelt oder die Belanglosigkeit seiner Aussage andeutet. Die Gray-Rock-Methode ist eine Schutzmaßnahme für Betroffene, das Silent Treatment ist Ausdruck von passiver Aggression. Im ersten Fall will man den Narzissten loswerden und nicht länger belästigt werden, im zweiten will wird die Methode zur Manipulation eingesetzt.

      • Lilli sagt:

        Hallo,
        die sog.
        Grey Rock Methode ist mir nun klarer,
        ich verwende sie als rhetorisches Mittel,
        um selbst zur Ruhe zu kommen und dann wieder mit Selbstliebeund Grenzen,
        kommunikationsbereit in den Beziehungen mit meinen Leuten mit Narzissmusproblemen in der Verwandtschaft, zu sein.

    • Yvonne sagt:

      Gena! Mir ist auch schon aufgefallen, dass das Verhalten von Opfern von Narzissten irgendwann genau gleich wird, wie das Verhalten von Narzissten. Deshalb fällt es mir schwer immer genau zu unterscheiden, wer jetzt genau wo und warum der Narzisst ist. Aber vielleicht geht es ja nur mir so. Beziehungs- und Machtspiele mit Schweigen und Kränken sehe ich allerorten. Ich glaube aber nicht, dass es sich dabei immer nur um Narzissten handelt.

      • Lilli sagt:

        Hallo Yvonne,
        darüber denke ich auch immer wieder mal nach:
        Normale machen
        ‚Beziehungs- und Machtspiele mit Schweigen und Kränken‘
        ab und zu oder zeitweise;
        Narzissten machen das grundsätzlich und oft.

  15. Lisa sagt:

    Hallo Herr Grüttefien, ich kenne von einem Bekannten von mir, den ich aus vielen Gründen für einen (wenn auch nicht ganz so bösartigen) Narzisten halte, eine ähnliche Verhaltensweise und mich würde interessieren, ob sie dieses Verhalten auch als narzistentpisches Silent Treatment werten würden. Wenn man meinem Narzisten Vorwürfe oder Vorhaltungen zu einem bestimmten Verhalten macht, antwortet er häufig nicht, sondern starrt vor sich hin. Es ist aber kein beleidigte oder aggressives Schweigen, sondern wirkt eher „ertappt“, bzw verunsichert. So als wolle er vermitteln,dass er den Fehler einsieht, allerdings vor lauter schlechten Gewissens nicht in der Lage ist, in ein konstruktives Gespräch einzusteigen. Die Stimmung wird dann auch nie feindselig. Mich hat das dennoch schon häufig wahnsinnig gemacht, da es mir in den jeweiligen Situationen mehr geholfen hätte, wenn er sich erklärt und geredet hätte, statt nur zu schweigen. Vor allem, weil er häufig eine Antwort schuldig bleibt. Ist diese Form des Entziehens aus einem konstruktiven Gespräch ebenfalls typisch für Narzismus? Ggf Danke für Ihre Antwort!

    • Es hängt von dem Thema ab, das situativ besprochen wird und auf welche Weise der Narzissten durch diesen heiklen Punkt berührt wird. In dem beschriebenen Fall wurde offenbar seine Scham ausgelöst und er wollte sich nicht weiter zu diesem Punkt äußern. Dann ist das Schweigen nicht als eine aggressive Verweigerung zu deuten, um es dem anderen heimzuzahlen und diesen zu ärgern, sondern als Ausweichmanöver, um das für ihn peinliche Thema zu umgehen: Er will raus aus dieser Situation.

      • Anka sagt:

        Dieses Verhalten kommt auch mir sehr bekannt vor! Und ja, ich empfinde es auch als „ausweichen“ … Allerdings erscheint es mir mittlerweile eher als eine schauspielerische „Glanzleistung“. Die Rolle: „Kleiner gescholtener, betröppelter Junge, hör doch bitte, bitte auf …“ Verhaltenseinsicht? Keine. Kann man sich dann also auch sparen.

        • Lilli sagt:

          Anka,
          dem kann ich nur zustimmen.
          Silent treatment,
          ‚ertappt‘ bzw. Scham wegschweigen,
          Schweigen und Manipulieren – statt fairem Miteinander.
          Angesichts eines Todesfalls im Freundeskreis fällt mir auf, dass er auch hier durch komische Andeutungen im Mittelpunkt zu stehen versucht.
          Immer noch hoffe ich ab und zu, dass er kann, was er nicht kann, dann geht es mir schlecht.
          Er schweigt nicht aus Freiheit in Alternative zum Gespräch,
          er schweigt, weil er in Silent Treatment, Manipulieren und Nicht- individuell- reden- können, gefangen ist.
          So viel Distanz wie nötig,
          und die Hoffnung auf faire Partnerschaft aufgeben.
          Selber leben und allen Rat von Svens ‚Umgang mit Narzissten‘ beachten,
          ‚besser geht’s nicht‘.

          • Anka sagt:

            Liebe Lilli, die wirklichen „Motive“ kann man sich im Grunde genommen nur „zusammenreimen“.… Mir erscheint es tatsächlich wie „nicht können“, gar nicht zu wissen wie weiter … Ein offener und aufrichtiger Austausch geht frei-von-der-Leber-weg. Da mag sicher Angst und Unsicherheit im Spiel sein, doch insgesamt sehr anstrengend sowas!

      • Lisa sagt:

        Danke für Ihre Antwort! Nur nochmal die Frage, ob diese ausweichende Verhaltensweise auch typisch ist für Narzismus oder ob sich hier nur eine anderweitige schlechte Eigenschaft zeigt.

    • Eva sagt:

      Ein Kardinalsfehler zu glauben, Narzissen wären zu schlechtem Gewissen fähig.
      Narzissen haben überhaupt kein Gewissen, deshalb auch kein“schlechtes“
      Machen Sie sich frei von der Vorstellung, Narzissen wären zu positiven Gefühlen fähig. Sind Sie nicht. Die einzigen Gefühle, die sie antreiben sind Neid, Missgunst, Gier,Wut Hass. Sie spüren nichts positives, wie Liebe, Zuneigung, Freundschaft, Freude. Deshalb sind viele von ihnen süchtig nach der Ausschüttung von Hormonen, wie Adrenalin, Cortison und nach Sexualhormonen und begeben sich häufig in Gefahrensituationen, betätigen sich nur wegen des Adrenalinkicks als Kleptomanen, oder sind sexsüchtig um Sexualhormonausschüttungen zu provozieren um wenigstens irgendetwas zu spüren, denn sie sehen natürlich voller Neid, welche positiven Gefühle „Normalos“ empfinden können, worauf sie tierisch neidisch sind. Konstruktive Gespräche gibt es nicht. Sie werden vielleicht Zugeständnisse machen, wenn du ihnen das Messer auf die Brust setzt, aber das können sie nicht lange durchhalten und fallen bald wieder in das gleiche toxische Verhalten, meist schlimmer, als vor dem „konstruktiven“ Gespräch, zurück.
      Vergiss das alles, pack dein Köfferchen und geh, oder wirf ihn hinaus. Das war nie etwas, ist nichts und wird niemals etwas sein, was für dich gut wäre.

  16. Hoffnung sagt:

    Hallo

    Genau dieses Verhalten meines Partners, den ich nach dem Tod meines Mannes kennenlernte, hat mich bis heute wahnsinnig gemacht.

    Bin immer noch in dieser krankhaften Beziehung gefangen.
    Lügen, Missachtung, Empathielosigkeit, Schweigen, nicht antworten und nicht zurückrufen, so tun als bräuchte er nicht zu antworten!

    Nun bin ich draufgekommen, dass er mich seit Jahren betrogen und belogen hat mit seiner Exfreundin.

    Als ich ihn darauf ansprach, leugnete er immer und immer wieder. Er sagte ich bilde mir das nur ein! Ich sei soo eifersüchtig, dadurch sehe ich schon Gespenster!
    Was dem Fass den Boden ausschlägt ist, dass er ständig unsere Fotos weggeräumt hat, meine Schuhe und Kleidung versteckt hat, die Shampoos und Duschgels aus dem Bad weggeräumt hat wenn er sich SIE für Sex ins Haus holte!

    Immer wieder suchte ich meine Sachen, immer waren sie woanders, oder versteckt, oder nicht mehr auffindbar! Wenn ich ihn darauf ansprach „wusste er es nicht“ – „Wirst schon du woanders hin geräumt haben“ oder er sagte einfach nichts und lies mich im Irrglauben!!
    KEINE ENTSCHULDIGUNG!! Welcher Schmerz da zurückbleibt kann er gar nicht im geringsten erahnen, geschweige Mitgefühl für meinen seelischen Schaden empfinden. Er empfindet gar nichts!

    Bei jedem Ertappen schweigt er und hüllt sich in Schweigen.

    Dann wollte er plötzlich eine offene Beziehung! Er wusste, dass ich von Anfang an keine offene Beziehung dulden kann.
    Hat aber immer neben mir andere Frauen gehabt!

    Dann fängt er immer wieder an Hoffnung zu schüren und so zu tun als ob wir zusammengehören und er mit mir zusammen sein will!

    Aber mit welchem Schmerz ich das erleben muss, daran denkt er nicht.
    Er denkt nur an SICH und seine Bedürfnisse und dass diese gestillt werden -egal wie und egal mit wem.

    Ich muss da einfach raus!!

    • Melanie sagt:

      Ja, liebe Hoffnung, Du hast Dir die Antwort schon selbst gegeben — nur raus und zwar so schnell wie möglich! Jeder Minute, jeder Stunde und jeder Tag ist zu viel….

      Ich hatte meine sehr lange Ehe als mein Schicksal angenommen, weil ich nicht wusste, dass mein toxischer ExMannn ein verdeckter und äußerst bösartiger Narzisst war und ist!
      Ich habe mich „gerettet“, wenn der Weg auch sehr schmerzhaft war, denn ich konnte sehr schwer loslassen. Irgendwann gibt es den Punkt, wo man erkennt, das es so nicht mehr weitergeht, wenn man nicht kaputtgehen will — dann ist auch der letzte Hoffnungsschimmer dahin…

      Die Hoffnung, dass wir etwas ändern können, ist das, was uns bleiben lässt, aber die Erkenntnis, dass sich NZs nicht ändern wollen und nicht ändern können muss uns endgültig die Augen öffnen!

      Ich wünsche Dir viel Kraft für Dich, Deine Entscheidung bzw. Deinen weiteren Weg…..
      Herzlichen Gruß eines langjährigen „Opfers“…
      Melanie

      • ABC sagt:

        Nichts ändert sich bevor man sich selbst nicht ändert. Es liegt doch nicht am Narzissten dass du dich als Opfer siehst, du allein machst dich zum Opfer… der Narzisst ist krank, nicht du

      • Hoffnung sagt:

        Herzlichen Dank liebe Melanie,
        mache jetzt eine Psychotherapie, und hoffe, dass sie sich mit Narzissmus auskennt. Ich hatte bereits einen Ehemann der mich verbal und körperlich verletzte!!
        Ich als „Komplementär“ habe erkannt, dass ich daran kaputtgehe. Körperlich habe ich bereits Erkrankungen die durch die vielen seelischen Verletzungen entstanden sind.

        Warum geht man wieder in so eine Beziehung.
        Daran muss ich jetzt arbeiten und für mich sorgen.

        Liebe Grüße

      • Ina sagt:

        Liebe Melanie, du hast alles auf den Punkt gebracht. Genauso hätte ich es geschrieben. Bei mir waren es 30 Jahre. Ich könnte Bücher schreiben…Erst als ich eine Burnout Diagnose hatte und sehr viele pychosomatische Symptome, begann ein Wandlungsprozess in mir. Es hat aber noch mal 3 Jahre gedauert, bis ich endgültig ausgezogen bin und weitere 3 Jahre, bis alles abgeschlossen war. Ich habe mich damals gut auf den Auszug vorbereitet, da ich wusste, was dann kommt. Krieg ohne Ende über die Rechtsanwälte. Natürlich sollte ich mit nichts aus der Ehe gehen. Jetzt bin ich endlich frei und lebe mein Leben. Ein tolles Gefühl!

    • Anka sagt:

      Ja liebe Hoffnung, deine Hoffnung ist doch da ganz offensichtlich mehrfach „ent – täuscht“ worden und völlig fehl am Platz. Deine Vorstellung von einer Beziehung paßt nicht zu seiner. Punkt! Ich finde du hast nicht nur das Recht sondern auch die „Pflicht“ der Verwirklichung deiner „Beziehungsvorstellung“ 😉 Ansonsten spielst du ja nur weiter „die Ersetzbare“ … Sei es dir Wert und schaff Platz für Einen, der dich wirklich achtet und schätzt als „die wunderbare Frau an meiner Seite“ … Alles Liebe für dich 🤗

      • Hoffnung sagt:

        Liebe Anka

        Mehrfach enttäuscht, das ist das richtige Wort. Alles habe ich für meine Beziehungen gegeben. Bis zur Selbstaufgabe.
        Ich konnte keine Grenzen setzen!
        Heute weis ich, das ich es mir WERT sein muss, Glücklich zu sein.

        Alles Gute für Dich und DANKE 🙂

        • Anka sagt:

          Ganz genau !

          Es ist JETZT daran endlich einmal den eigenen Verstand „in-Frage“ zu stellen… Jedenfalls für mich 🤔 D.h. :
          – Was macht eine glückliche Beziehung für mich überhaupt aus ?
          – Wie sieht das konkret aus ?
          – Wie kann das umgesetzt werden ?

          Vor kurzem viel mir dazu ein Buch in unserer Bibliothek in die Hand.
          „Giftige Beziehungen“
          Schien mir erstmal uninteressant, da ja schon „bekannt“.
          Das wunderbare war der Teil, in dem sehr schön einfach das „gelingende Miteinander“ aufgezeigt wurde …
          Offengestanden war ich erschrocken. „Ach du Schei..“ war mein einziger Gedanke. Nichts davon hatte je mit „meinen“ „Männern“ stattfinden können. Da sind mir die Lichtlein aufgegangen! Sehr zu empfehlen, für alle ohne „gute Vorbilder“ 🤭

        • Mare sagt:

          Ich wünschte, ich wäre schon so weit wie Du! Ich kann auch keine Grenzen setzen. Zuletzt nun ein Mann mit stark narzisstischen Zügen, der mich wie eine heiße Kartoffel hat fallenlassen, weil ich ihn nicht mehr anhimmelte…Vor drei Jahren eine Beziehung, wo ich mich in eine ganz kranke Gewaltbeziehung verstrickte und mich nur mit Mühe, als es schon lebensgefährlich wurde, befreien konnte.
          Immer öffne ich mein Herz so weit und bekomme es nicht mehr geschlossen, auch wenn reingehauen wird.
          Heute der erste Therapietermin. Irgendwas muss ich ganz dringend mal aufarbeiten und hoffe, dass ich fündig werde und ich in der Zukunft einiges anders machen werde.

    • Beharrlich sagt:

      Dann geh doch raus, Hoffnung! Die Verhaltensmuster stimmen mit denjenigen meines Ex-Freundes zusammen.
      Du kannst seine Leere füllen und er weiss genau, was er Dir sagen muss, damit Du es tust. Er sagt, ihr gehört zusammen. Da regen sich natürlich bei Dir die Gefühle und genau, die braucht er, um sich grossartig und bestätigt zu fühlen, dieser NICHTS!

  17. Renata sagt:

    Man kann das silent treatmtent auch als letztes Mittel gegen Pseudogespräche und Pseudozugeständnisse seitens des Narzissten einsetzten. Bei mir war es so, dass meine Bedürfnisse trotz vieler Gespräche und Kompromisse meinerseits chronisch missachtet und ignoriert wurden. Ich habe jahrelang gesprochen, mich erklärt, um Verständnis, Aufrichtigkeit und ein ausgewogenes Verhältnis gebeten, doch es wurde alles letztlich in den Wind geschlagen und nicht mal angeschaut. Irgendwann, nachdem ich mal wieder angelogen wurde und dem Narzissten sogar seine schriftliche Zusage, die er hinter meinem Rücken gebrochen hatte, unter die Nase hielt, da behauptete er dennoch, dass er gar nicht gelogen hätte (dreistestes gaslighting, aber ich kann lesen) und wollte dann wieder mit mir reden oder wohl besser mich weiterhin beschwatzen und für dumm verkaufen.

    Ich habe daraufhin jegliche weitere Scheinkommunikation abgelehnt und den Kontakt radikal abgebrochen.

    Der Narzisst, dessen „grosse Liebe“ ich angeblich gewesen war, hat nach knapp einem Monat eine andere sicherlich auch „grosse Liebe“ gefunden…

  18. Marina kop sagt:

    Hey..Ela..haha..sportlich…blaue Augen….??

  19. Lilli sagt:

    Hallo,
    dass Silent Treatment eine Einschränkung des Narzissten ist,
    der keine Freiheit mit der Wahl zu reden oder zu schweigen hat,
    weiß ich erst,
    seit ich weiß was eine Narzissmusstörung ist.
    Lange hatte ich bei meinem Mann und Vater unserer Kinder dagegen angekämpft, den Kindern war schon klar, dass sein Schweigen keine Stärke ist.
    Heute gebe ich es nach oben ab, zur Höheren Macht.
    Praktisch betrachtet schweige ich selber öfter ihm gegenüber und fülle seine Schweigerei mit eigenem Leben, nach dem Motto: was würde ich einfach so, tun und lassen, wenn er gar nicht da wäre.
    Und ich schlafe immer wieder mal, einfach so, auf der Couch statt im Ehebett.
    Wenn ich für ihn auch immer wieder nicht so berechenbar bin,
    hält er immer wieder doch Grenzen ein.
    Wobei der vielfache gute Rat von Sven Grüttefien im ‚Umgang mit Narzissten‘ und Eure Beiträge, meine Möglichkeiten erweitert und erleichtert.

    • Lilli sagt:

      … ich beglückwünsche jede und jeden,
      der/die sich von Partner oder Partnerin mit narzissmusgestörten Wesenszügen,
      gleich abwenden oder bald lösen kann.
      Ich hielt seit meiner Kindheit und viele Jahre für Schicksal,
      was eine Persönlichkeitsstörung ist: Narzissmusstörung und Co- bzw. Komplementärabhängigkeit.

    • Angela Bauer sagt:

      Das ist doch kein glückliches Leben. Warum tust du dir und Kindern das an? Ja, der Weg könnte schwer werden, aber er führt zum Ziel. Ich habe es schmerzlich erfahren.

  20. Alex sagt:

    4 Monate Lovebombing ohne Ende; täglich 10 oder mehr mails, Bildchen, Sprüche, Wünsche, Geschenke per Post…
    Sie macht Pläne, will sich entschuldigen, es Besser machen, mich nie wieder verletzen oder enttäuschen und endlich die Chance nutzen mit mir alt zu werden…
    Dann, von einem Tag auf den Anderen, Silent Treatment, als ob es die letzten 4 Monate nie gegeben hätte.

    Für einen normal denkenden Menschen ist sowas nicht zu verstehen. Von Heute auf Morgen wird man wieder ignoriert, auf respektlosem Weg abserviert, als ob man keinerlei Gefühle hätte, wenigstens zu erfahren, was zum Henker denn das Problem ist.
    Aber Antworten wird man nie bekommen, nie!

    Das letzte Silent Treatment war endlich ein Weckruf für mich; der finale Sargnagel, der noch gefehlt hat, um zu erkennen, dass diese Frau pures Gift für mich ist. Da dies nicht das Erste Mal war, war der Schock zwar weniger groß, die Erleuchtung dafür umso mehr. Endlich konnte ich reflektieren, was ich fast 5 Jahre hab mit mir machen lassen.
    Und ich wurde sauer auf mich selbst weil ich es nicht verstehen konnte, wie ein Mensch so eine Kontrolle über mich erlangen konnte und in welche irrationale emotionale Abhängigkeit ich mich ungewollt begeben habe.

    Das letzte Silent Treatment war das letzte fehlende Puzzlestück um mich emotional zu lösen, weil mir dies gezeigt hat, dass sich Menschen nie ändern. Besonders nicht die komplett empathielosen Psychopathen, die nicht raffen, was sie durch so eine Aktion einem Menschen antun. Aber das ist wie immer, möglichst schnell einem Konflikt zu entfliehen.
    Parallel zum Silent Treatment erfolgte das Austauschen; innerhalb von 4 Tagen ein neuer Partner (der mittlerweile nach 5 Monaten auch schon wieder ausgetauscht wurde). Sie ändern sich nicht…

    Ich gehe schwer davon aus, dass ich in diesem Jahr oder spätestens im Frühjahr wieder von ihr hören werde, wenn sonst keine energielieferant mehr zur Verfügung steht. Diesmal jedoch wird das Spiel nicht mehr mitgespielt. Ich bin raus aus diesem kranken Kreislauf, der mich fast 5 Jahre meines Lebens gekostet hat.

    Auch in Zukunft werde ich bei Silent treatment nicht den Mund halten, es ansprechen und wenn sich das widerholt, meine Konsequenzen ziehen und gehen!
    So eine respektlose Behandlung hat niemand verdient, ausser dem Narzissten, denn man ist vor Allem ihm/ihr keinerlei Antworten mehr schuldig!

    • Klarsicht sagt:

      Geht mir genau gleich, Alex. Das letzte Silent Treatment war der Sargnagel für diese Beziehung. Ich finde das Silent Treatment ist die schlimmste Manipulation überhaupt. Man fühlt und erfährt so richtig, dass man nicht einmal mehr eine Antwort wert ist, wertlos halt einfach (für den Narzissten zumindest).
      Ich hatte in unseren langen Beziehung beim Silent Treatment immer wieder nachgefragt, was denn der Grund ist, was ich getan haben soll, was ihn verletzt habe, etc. etc. Natürlich habe ich darauf KEINE Antwort erhalten, aber gar keine. Nach einer gewissen Zeit ging er einfach wieder zum Alltag über…
      Beim letzten Mal, hatte ich mir gesagt, jetzt mache ich einfach dasselbe… ich frage nicht mehr nach, was der Grund für sein Schweigen ist, ich gebe nicht mehr stetig, sondern ich gebe genau noch soviel wie ich bekomme… ich schweige einfach auch, und zwar genau so lange wie er. Wenn er 10 Tage nichts mehr von sich hören liess, tat ich dasselbe, liess auch 10 Tage nichts mehr von mir hören (zugegeben fiel mir sehr schwer, und meist meldete ich mich doch schon vorher). Aber trotzdem ging da die Post ab: ER fühle sich ignoriert, es sei sehr anstrengend, war seine Meinung schon nach kurzer Zeit. Und er ward zum Opfer und ich zum Täter … Nun, wenn zwei dasselbe tun, ist es halt nicht dasselbe. Aber es war von meiner Seite keine gezielte Manipulation, ich wollte ihn auch nicht bestrafen, sondern ihm zeigen wie weh das tut. Und schlussendlich konnte ich einfach nicht mehr anders, nicht stetig geben und geben… mein Herz verschloss sich (ich konnte nicht einmal mehr das von ihm angebotene „offene Gespräch“ annehmen), ich war erschöpft und mir blieben schlussendlich (auch) die Worte weg…

      • Alex sagt:

        Die denken halt, sie machen das Richtige.
        Sie können, durch fehlende Empathie und durch die psychische Störung absolut nicht verstehen, was man einem Anderen damit antut (was ja eigentlich nur eine Schandtat von Vielen ist). Aber selbst wenn was kommen würde, wären die Aussagen eh nur Gelogen. Von daher gibt es keinen Unterschied zwischen ST und der finalen (falschen) Aussprache. Am Besten man geht wortlos, weil selbst Sachen an den Kopf werfen nix bringt.

        Ich habe oft nachgefragt und das war ein Fehler. Ich hätte mit den gleichen Mitteln agieren sollen wie sie. Komischerweise kam, wenn ich nicht umgehend geantwortet hab, sofort eine Antwort, mit der sie mir ein schlechtes Gewissen machen wollte.

        Meine Ex ist psychisch krank. Nach Allem was passiert ist, ist sie sofort zum letzten Ex zurück. Das hat keine 2 Tage gedauert. Natürlich wurde ihre Tochter auch direkt drauf angesetzt. Jetzt ist sie wieder mit einem Anderen, mit dem zusammen, der 2015 massive Intrigen gegen Sie gestartet hat und sie drillt ihre Tochter so, dass die zu dem Kerl sagt „Du bist der Beste den meine Mama je hatte. Ich wünschte Du wärst mein Papa!“. Das ist Kindesmissbrauch hoch Zehn und man kann nix dagegen tun. Jetzt wird der 5 Monate umworben, dann geht’s zum nächsten Ex, bin ich wieder an der Reihe bin. Was die ihrem Kind damit antut… ich darf da nicht dran denken. Und der Kindsvater weiß nix davon, bzw traut sich nix zu machen. Alleine dieses Jahr schonn 4 Kerle, in den letzten 4 Jahren knapp 10. Das geht an keinem Kind spurlos vorbei.

        Das Schöne ist aber, die Leute reden, und das nicht wenig. Sie hat mittlerweile ihren Ruf weg, nur kümmert sie das nicht.
        Sie wird immer so weitermachen wie bisher und nix lernen.

        Bin mal gespannt was passiert wenn sie erfährt, dass ich demnächst nicht alleine in den Urlaub fahre. Hab meine Begleitung sicherheitshalber schon mal vorgewarnt, dass was kommen könnte. Die sieht das zum Glück Recht locker und meint nur „Soll sie ruhig!“.

        Egal, Silent Treatment ist unmenschlich und jeder, der sowas praktiziert verdient keinerlei Respekt mehr. Eigentlich muss man zu so Personen direkt den Kontakt abbrechen und die überall löschen/blockieren!

    • Mare sagt:

      Das tut so gut zu lesen. Dass es andere auch erfahren haben.

  21. Ellem sagt:

    Hallo Herr Grüttefien,
    Silent Treatment ist wirklich das schlimmste, Unerträglich.

    Ich hätte aber eine Frage zu dem blauen kleingedruckten.

    1.Bei welchen anderen Persönlichkeitsstörungen wird denn auch Silent Treatment eingesetzt?

    2. Sind erwachsene Menschen die tagelanges Silent Treatment (wie oben beschrieben) machen psychisch krank oder gibt es auch gesunde Menschen die das einsetzen? Das Verhalten ist mehr als befremdlich in meinen Augen.

    • Silent Treatment ist keine Eigenschaft, die für eine bestimmte Persönlichkeitsstörung oder einer andere psychischen Erkrankung steht. Sie ist eine Abwehrreaktion, um sich vor unangenehmen seelischen Fremdeinflüssen zu schützen – und dies kann situativ bei jedem Menschen eintreten. Der Unterschied zum Narzissten ist es aber, dass diese Methode bei ihm häufig bewusst zur Manipulation eingesetzt wird – also nicht nur zur unbewussten Abwehr und Verteidigung, sondern auch als bewusster Angriff. Auch gesunde Menschen können diese Methode als einen bewussten Angriff einsetzen, sie werden sich aber in der Regel dieses kindlichen Verhaltens nachträglich bewusst und können sich durchaus auch dafür schämen oder sind bereit, es als ein ungeeignetes Verhalten zu erkennen. Durch Selbstreflexion und Einsicht kann hier eine Veränderung bewirkt werden – was bei einem Narzissten eher selten der Fall ist.

      • Lilli sagt:

        Diese Erklärung tut mir gut zu lesen.
        Ein Egoist kann seinen Egoismus einsehen und ändern,
        ein Egozentriker wenig unter Anwendung der Methoden hier im ‚Umgang mit Narzissten‘,
        und im Extremfall gar nicht, wo sogar zur eigenen Mutter mit Narzissmusproblemen, viel, oder über Jahre völlige Distanz nötig sein kann.

  22. Marina kop sagt:

    Hallo Ela.Habe eine Frage..heist dein N.Torsten..?

  23. Beate L. sagt:

    Die narzistische Mutter oder/und der Vater machen das gerne bei der Kindererziehung.
    „Bestrafung durch Liebesentzug“.
    Aufmerksamkeit ist ja eine Form der Liebe. „Du bist es mir wert, dass ich DICH beachte“.
    Sowas hinterlässt natürlich große Schäden und meist geben Kinder dann später im Erwachsennalter genau das Fehlverhalten an ihre Kinder weiter.
    Leider und ich muss das auch mal erwähnen, denn es ist etwas, was ich schon länger beobachte und als wahr erkannt habe:
    Sehr oft (nicht alle natürlich) aber sehr oft, wollen GENAU die Personen Kinder und Familie haben, die selber schlimmste familiäre Erfahrungen gemacht haben und eigentlich durch diese Verletzungen gar nicht in der Lage sind, Kinder zu begleiten und eine intakte Familie zu leben. Woher sollten sie das auch wissen. Selbst nach 100 Büchern über Pädagogik hätten sie nicht die Sozialkompetenz, da der emotionale unbewusste Bereich nicht zugänglich ist und der ein Eigenleben führt.
    Ich sag immer „heile dich erst mal selbst und werde erwachsen, bevor du dir Kinder anschaffst“. Damit würden schon mal diejenigen wegfallen, über die wir oft in der Zeitung lesen, wenn es mal wieder ein Familiendrama gab mit Verletzten, Toten und dem sogenannten „erweiterten Suizid“. Denn der Mensch versucht ja ständig, sich irgendwie zu therapieren, wenn er Defizite hat und sucht Projektionsflächen. Viele haben den Irrglauben, sie könnten ihre Vergangenheit nochmal neu inszenieren, wenn sie sich eine Familie aufbauen. Genau das Gegenteil ist oft der Fall. Sie gehen nochmals durch die Hölle und reißen alle anderen mit.

  24. Anka sagt:

    Die Frage „Was können Sie tun?“ halte ich persönlich für überflüssig. Wenn „Jemand“ wiederholt jeglichen Kontakt unterbricht, vermeidet oder boykottiert wäre doch die Frage angebracht : „Will ich mir das weiter antun lassen?“ Niemand ist für eine Veränderung des Verhaltens eines Anderen verantwortlich. Wie oft und wie lange „soll“ man denn „warten“? Bis zur „Bahre“? Wer nicht willig ist, muß nicht … Und ich will sowas nicht (mehr) !!!

    • Im Grunde haben Sie Recht – es sollte ein Alarmzeichen sein, wenn das Silent Treatment zu häufig vorkommt und noch weitere narzisstische Eigenschaften hinzukommen. Aber selbst eine Trennung lässt sich nicht immer von heute auf morgen bewerkstelligen und meist ist es ein langer Weg bis zur endgültigen Entscheidung, weswegen man in der Zwischenzeit ggf. durchaus noch Silent Treatment ertragen muss.

  25. Maria Bouha sagt:

    Das silent treatment habe ich gestern bei einer Strassenkatze mit ihren zwei Jungen beobachten können. Ich stellte einen grossen Teller Futter auf ihren Futterplatz. Die alte Katze fauchte, als sich eines, der zweimonate alten Jungen, näherte. Da schimpfte ich mit der alten Katze, die sich dann beleidigt zurückzog und demonstrativ in verschiedene Richtungen schaute, nur nicht zu mir, als ich etwas lauter mit ihr sprach. Auch als ich liebevoll ihren Namen sagte, schaute sie wieder in eine andere Richtung. Also doch eine evolutionäre Eigenschaft, die man bei gestörten Persönlichkeiten wiederfindet.

    • Waltraud sagt:

      Hm um zu überleben, ist mir der Rest egal? Da werd ich/man zum „Tier“?
      Ist vielleicht nicht so abwegig. Ich möchte es trotzdem nicht mehr erleben. Es war zu heftig und ich hätte es fast nicht geschafft, weil ich keine Ahnung hatte, was da verkehrt läuft. Ich hatte ja Schuld und war nicht richtig. Und dann irgendwann spät zu erfahren, das ich es mit einem verdeckten/altruistischen Narzissten zu tun hab. Krass!!! Und das in jeder Hinsicht.

  26. Ela sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag über Silent Treatment.

    Silent Treatment ist für mich eine der schlimmsten Verhaltensformen von toxischen Narzissten und auch die, von anderen Menschen mit entsprechenden Persönlichkeitsstörungen.
    Sie kann Partner in den Wahnsinn treiben, genauso, wie die ständigen ON/Off Phasen, in denen sich dann eine Art „Verneblung des Gehirns“ (Gehirnwäsche) einstellt.

    Bei den vielen unterschiedlichen Situationen, in denen u.a. Silent Treatment eingesetzt wird, muss man sich doch wirklich fragen, warum soviele Menschen (meistens Frauen) sich solchen Männern in einer Beziehung, mehr oder weniger ausliefern und in emotionaler Abhängigkeit, ihr eigenes Leben aufgeben.

    Ich habe den ganzen narzisstischen Kreislauf durchgemacht, mit einem verdeckten Narzissten. Der ist sehr subtil vorgegangen und war schwer zu erkennen.

    Damals hatte ich keine Ahnung, mit wem ich es zu tun hatte. Mit Persönlichkeitsstörungen hatte ich mich noch nie auseinander gesetzt.

    Ich habe den echt geliebt damals und merkte nicht, dass wir uns gegenseitig spiegelten und ich in ihm, meine eigenen Wünsche, meine Empathie, meinen Humor, mein Lachen, meine Liebe, sah…….er selbst konnte gar nicht lieben, nur sich selbst.
    Ein einziges perfides, gut einstudiertes Spiel.

    Wie der in die Silent Treatment Phase ging, wurde ich dermaßen getriggert, weil mir, bei viel späterem Nachdenken darüber, aufgefallen ist, dass mein Vater, wie ich ein Kind/Jugendliche war, diese „Strafe“ ebenfalls angewendet hat…….dadurch ist mir klargeworden, warum ich überhaupt solche verkorksten Typen anziehe.

    Ich habe viele Frauen kennengelernt, durch spätere Recherchen, die genauso wie ich, Jahre gebraucht haben, um aus diesem Wahnsinn von Manipulation, Gaslighting, Silent Treatment, Lügen rauszukommen.
    Meistens völlig ausgelaugt, reif für eine Therapie, haben es die Opfer geschafft, in no contact zu gehen.

    Viele werden immer wieder rückfällig, weil er in seiner Wut, erneut in die Lovebombing Phase geht und Hoffnung sät. Er will seine Energiezufuhr nicht verlieren, denn die bedeutet für ihn „überleben“.

    Wer das einmal durchschaut hat, wird wissen, dieser Mensch richtet einen zugrunde.
    Alle, die ich kenne, haben sich nach langer Zeit wieder erholt, aber die Beziehung zu so einem Menschen hat das eigene Leben geprägt.

  27. Melanie sagt:

    Hallo, das beschriebene Verhalten meines NZ habe ich fast bis zum Wahnsinn auskosten „dürfen“…. Ich hatte immer das Gefühl bestraft zu werden — ich wusste nur nicht wofür? Alle 14 Punkte treffen zu! Ich war und bin es Gott sei Dank immer noch: ehrlich, direkt, treu, kommunikativ, rhetorisch gut, fleißig, offen, zugewandt, verständnisvoll, fürsorglich, nur eines war ich leider nicht „konsequent“ und deshalb sind es viel zu viele Jahre bis zur endgültigen Trennung von meiner Seite geworden😳

    Vielen Dank für den heutigen aufschlussreichen weiteren Baustein, der mir bei meiner Verarbeiterung weiterhilft…..
    Liebe Grüße und viel Kraft bei der Entscheidungsfindung — es gibt nur einen Weg, den absoluten Cut!!!!
    Melanie

    • Lilli sagt:

      Hallo Melanie,

      habe mal wieder alles über Silent Treatment durchgelesen,
      den aufschlussreichen Text und Eure anrührenden Beiträge.
      Ich bemerke, dass in meinem Innersten immer noch ein unsinniger Hoffnungsrest als Glutstückchen glüht,
      den Clinch von Narzissmus und Co-Abhängigkeit in meiner Verwandtschaft und bei meinem Mann zu heilen.
      Und so beschäftige ich mich immer noch mit Gesprächsversuchen, wo nur bisschen Konversation Sinn macht und ansonsten wegen der interessearmen ausnutzenversuchenden Egozentrik viel Distanz nötig ist.
      Das ist mir am runden Geburtstag meines Bruders noch klarer geworden als bisher, mein Verstand weiß das schon lang, mein Herz glaubt das immer noch nicht ganz.
      Wenn ich mal die eigene Meinung sage, dann nicht weil diese dort zum Meinungsaustauch führen könnte,
      ich sage dann meine eigene Sichtweise für mich selbst, zu meiner Abgrenzung und eigenen Wertschätzung.
      Ich kann nur Abstand nehmen, die Clinchtendenz weder dort noch bei meinem Mann ändern,
      doch für mich durchbrechen,
      selber freiheitlich leben und meine Kinder darin unterstützen.

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