Man ist ihm einfach keine Antwort wert

Ausweichende Antworten, unerträgliche Ignoranz und tagelanges Schweigen können auch als eine Form von seelischer Gewalt gesehen werden. Narzissten können ihre Mitmenschen durch ihre gefühlskalte Geringschätzung verärgern und lösen damit bei ihnen anhaltende Schuld-, Scham- und Minderwertigkeitsgefühle aus. Betroffene dringen mit ihren Anliegen nicht bis zu dem Narzissten durch – egal, was sie tun und sagen. Der Narzisst verweigert jeglichen vernünftigen Austausch und erfreut sich insgeheim an der Verzweiflung des anderen.

Bild: © Kzenon – Fotolia.com

Ein Narzisst kann hartnäckig jegliche Antwort verweigern, wenn er sich gekränkt fühlt, keine Lust hat oder keinen Sinn darin erkennt, sich mit einem bestimmten Thema oder einer Aufgabe zu befassen. Er kann dann den anderen aus purer Boshaftigkeit und aus Freude am Quälen auflaufen lassen. Folgende Gründe können bei ihm dazu führen, dass der andere ihm einfach keine Antwort wert ist:

  • Der Narzisst interessiert sich nicht für das angesprochene Thema und sieht keinen Vorteil für sich, wenn er sich damit beschäftigt.
  • Der Narzisst hat gerade Wichtigeres zu tun, als sich mit dem Problem eines anderen zu befassen.
  • Es wird ein unangenehmes Thema angesprochen, das seine Schwächen offenbaren könnte, wenn er sich dazu äußern würde.
  • Er kennt sich in dem Thema nicht aus, will aber seine Unkenntnis nicht preisgeben.
  • Der Narzisst ist enttäuscht von dem anderen.
  • Der Narzisst ist wütend auf den anderen oder aus anderen Gründen gereizt und hat schlechte Laune.
  • Der Narzisst will den anderen mit seiner Verweigerung bestrafen – unter Umständen für einen Tatbestand, der schon sehr lange zurückliegt.
  • Er will keine Verantwortung übernehmen, um hinterher nicht die Schuld an einem möglichen Misslingen zu tragen.
  • Er will den anderen mit dessen Problem alleinlassen, nur um hinterher lästern zu können, wenn etwas schiefgeht.
  • Er genießt die Tatsache, dass der andere ohne ihn keine Entscheidung treffen kann oder bei einer Angelegenheit nicht weiterkommt, wenn er ihm nicht hilft.
  • Er will, dass sich der andere vor ihm erniedrigt.
  • Er will seine Macht demonstrieren.

Dabei ist es für den Narzissten unerheblich, ob das aktuelle Sachthema wichtig und dringlich ist. Der Narzisst stellt sein emotionales Befinden über die Notwendigkeit einer zeitnahen Klärung und kann dem Partner auf eine rüpelige Art zu verstehen geben, dass er mit unsinnigen Themen nicht belästigt werden möchte. Er ist weder bereit, dem Partner auf verständnisvolle Weise mitzuteilen, dass er sich derzeit nicht mit dem Thema beschäftigen kann, sich aber gerne später Zeit dafür nimmt, noch versucht er, den anderen wenigstens anzuhören und ihm Interesse entgegen- zubringen. Er bleibt unberührt und innerlich abwesend.

Statt klar und unmissverständlich zu sagen, was derzeit in ihm vorgeht, weicht er mit nichtssagenden Antworten oder Gestiken aus und gibt dem Partner das Gefühl, dass er ihm keine befriedigende Antwort wert ist. Folgende Reaktionen können dabei beobachtet werden:

Der Narzisst sagt etwas, ohne auf das Thema einzugehen:

  • Die Frage kannst du dir doch nun wirklich selbst beantworten!
  • Wie kommst du auf so eine Frage?
  • Hast du letzte Nacht schlecht geträumt?

Das Thema wird in einem ungünstigen Augenblick angesprochen:

  • Frag mich doch jetzt nicht so etwas!
  • Du siehst doch, dass ich jetzt keine Zeit habe!
  • Sprich mich ein anderes Mal darauf an!

Die Antwort wird dazu genutzt, den anderen abzuwerten:

  • Was soll denn diese blöde Frage?
  • Das habe ich dir doch schon ein Dutzend Mal erklärt!
  • Mit so etwas solltest du dich nicht beschäftigen – das kannst du nicht!

Die Antwort wird barsch verweigert:

  • Ich muss dir darauf nicht antworten!
  • Ich werde dazu nichts sagen!
  • Du hast es gar nicht verdient, dass ich dir überhaupt antworte!

Die Antwort soll den anderen einschüchtern:

  • Ich hoffe für dich, dass dein Anliegen wichtig genug ist, um mich jetzt zu stören!
  • Hoffentlich erzählst du nicht wieder so einen Schwachsinn wie beim letzten Mal!
  • Na, hoffentlich ist es interessant, was du zu berichten hast!

Die Antwort soll die Inkompetenz des anderen herausstellen:

  • Was hast du dir denn nun schon wieder Niedliches ausgedacht?
  • Was verstehst du denn davon? Du weißt doch gar nicht, worum es geht!
  • Du hast doch gar nicht den Durchblick!

Meist werden seine Aussagen noch begleitet von einer ablehnenden Körperhaltung und geäußert, ohne den anderen anzusehen. Der Narzisst kann auch einer Tätigkeit nachgehen, während er spricht, ohne diese aus Respekt vor dem anderen zu unterbrechen. Manchmal wird seine tiefe Missbilligung auch mit einem bösen Blick oder aggressiven Tonfall zusätzlich betont.

Bei so einer arroganten Abwehrhaltung dürfte es kein Wunder sein, wenn sich der andere gereizt fühlt und im Gegenzug ungehalten reagiert. Diese provozierende Gleichgültigkeit und Blasiertheit treiben jeden irgendwann zur Weißglut. Lässt sich der andere jedoch aufgrund der respektlosen  Bemerkungen des Narzissten zu lautstarken und aggressiven Beschimpfungen hinreißen, stärkt dies nur noch die Position des Narzissten. Dieser erreicht dann auf ganz elegante Weise sein Ziel und stellt zufrieden fest: „Was bist du so aufgebracht? Nun beruhige dich erst einmal! So kann man sich ja gar nicht mit dir unterhalten.“

Auf den Einwand des anderen, der Narzisst zeige gar kein Interesse an seinen Ausführungen und nehme ihn überhaupt nicht ernst, entgegnet dieser nur arrogant: „Wenn du dich so hysterisch verhältst, dann musst du dich nicht wundern, wenn man dich nicht ernst nimmt! Lerne erst einmal, dich vernünftig zu benehmen und ordentlich mit mir zu reden.“ Und auf den Hinweis des anderen, der Narzisst habe ihn mit seiner ersten Antwort provoziert, fragt dieser nur: „Warum bist du nur immer gleich so sensibel?“

Bleibt der andere hingegen ruhig und sachlich und lässt sich von den flegelhaften Antworten nicht aus dem Konzept bringen, lässt ihn der Narzisst so viel reden, argumentieren, bitten und betteln, wie er möchte: Er bekommt nur rüde oder ausweichende Antworten zu hören, mit denen er nichts anfangen kann. Während der Narzisst die Hilflosigkeit seines Gegenübers regelrecht genießt, gehen diesem allmählich die Argumente aus. Die Einsilbigkeit und das mangelnde Interesse des Narzissten bringen den anderen früher oder später aus der Fassung, weil er im Gegensatz zum Narzissten davon überzeugt ist, dass sein Anliegen durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient als ein paar läppische Antworten oder ein gelangweiltes Brummen.

Der Narzisst lässt sich nichts anmerken

Der Narzisst kann auch einfach schweigen und durch die Worte des anderen hindurchhören, so als hätte dieser gar nichts gesagt oder wäre gar nicht existent. Egal, wie penetrant der andere auf den Narzissten einredet, seine Bitten oder Forderungen wiederholt und schlüssige Argumente vorträgt: Der Narzisst schweigt. Dieses Schweigen ist für den anderen nicht zu deuten, weshalb er glaubt, noch mehr Überzeugungsarbeit leisten zu müssen, um den Narzissten zu einer sinnvollen Stellungnahme zu bewegen.

Doch weder an seiner Mimik noch an seiner Gestik ist irgendeine Tendenz abzulesen. Der Narzisst sitzt einfach wie versteinert vor seinem Gegenüber und schaut diesem bestenfalls starr in die Augen – zu einer Antwort lässt er sich nicht hinreißen. Der andere weiß nicht, was in dem Narzissten vor sich geht: Kann er noch mit einer Antwort rechnen, hat er etwas Falsches gesagt oder ist seine Botschaft nicht verstanden worden? Er versteht das Schweigen des Narzissten nicht.

Auch wenn es sich nicht um ein wichtiges, ernsthaftes Thema handelt, sondern der Partner einfach nur von seinem Tag oder einem freudigen Ereignis berichten möchte, kann sich der Narzisst provozierend unaufmerksam verhalten: Er hört gar nicht hin, sieht weiter fern, liest die Tageszeitung oder beginnt ein Gespräch mit einer anderen Person. Wenn es dem Narzissten gerade nicht passt oder behagt, ist ihm der andere einfach keine Antwort wert und er lässt ihn links liegen.

Das Ausweichen oder Schweigen als Reaktion auf die Aussagen eines anderen zeigt die bodenlose Geringschätzung und Respektlosigkeit des Narzissten. Sein hochmütiges und ignorantes Verhalten zielt direkt auf das Selbstwertgefühl des anderen. Dadurch, dass sich der Narzisst nicht so verhält, wie es partnerschaftlich und angemessen wäre, wird der andere verunsichert. Er dringt zu dem Narzissten nicht durch, weder mit Ruhe und Sachlichkeit noch mit Druck und Aggressivität. Der Narzisst steht wie eine unüberwindbare Mauer vor seinem Gegenüber, der ein Gefühl der Ohnmacht hat und keinen Ausweg aus seinem Dilemma findet.

Besonders dann, wenn jemand von seinem Glück berichten möchte, kann der Narzisst voller Neid dem anderen die Freude verderben, indem er ihm in diesem Moment überhaupt keine Aufmerksamkeit schenkt oder die positiven Erlebnisse des anderen schlechtredet. Ein Narzisst kann es nicht ertragen, wenn andere glücklicher sind als er – dann muss er die gute Stimmung durch überzogene Kritik oder unangebrachten Zynismus zerstören. Fühlen sich die anderen dann schlecht, fühlt sich der Narzisst wieder bestens.

Was können Betroffene tun, wenn sie dem Narzissten keine Antwort wert sind?

Betroffene werden den Narzissten nicht ändern können und die Vermutung liegt nahe, dass der Narzisst nur umso sturer und abweisender wird, je mehr sie weiter auf den Narzissten einreden, um ihn zu einer vernünftigen Reaktion zu bewegen. Betroffene müssen erkennen, dass sie machtlos sind und jedes weitere Wort nur dazu führt, dass sie sich noch mehr in ihren Ärger  hineinsteigern.

Sie sollten in einem solchen Moment ihre Bestrebungen fallenlassen und sich andere Gesprächspartner suchen und andere Hilfe in Anspruch nehmen. Brauchen sie allerdings den Narzissten für eine Entscheidung, sollten sie es entweder zu einem späteren Zeitpunkt nochmal versuchen oder ihr Anliegen schriftlich vortragen.

Eine schriftliche Kommunikation mag ein wenig seltsam und befremdlich anmuten, besonders wenn es sich z. B. um Ehepartner handelt. Sie birgt aber die Chance, dass sich der Narzisst irgendwann die Zeit nehmen wird, den Brief zu lesen und den Inhalt vollständig zur Kenntnis zu nehmen. Während des Gesprächs ist er ja nur mit rigoroser Abwehr beschäftigt, der Inhalt der Botschaft dringt überhaupt nicht zu ihm durch.

Betroffene wären mit einem Brief zumindest schon mal einen Schritt weiter: Die Sachlage muss nicht mehr erklärt werden und sie können davon ausgehen, dass der Narzisst über das Problem im Bilde ist. Nun kann in einem weiteren Gespräch an einer Lösung gearbeitet werden, wobei es natürlich sein kann, dass das Spiel wieder von vorne beginnt und der Narzisst erneut mit ausweichenden Bemerkungen antwortet. Betroffene sollten dann wiederum auf die schriftliche Form ausweichen und so Lösungsvorschläge unterbreiten sowie eine Frist setzen. Wird die Frist überschritten, ist der Betroffene berechtigt, auch ohne die Meinung des Narzissten zu entscheiden und zu handeln.

Kommt es auch hierdurch nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen, können Betroffene sich an Freunde, Familienmitglieder, Bekannte oder andere mögliche Helfer wenden, die einen positiven Einfluss auf den Narzissten haben und denen er sich öffnen würde. Betroffene sollten unbedingt ihr Bestreben im Auge behalten und nicht aufgrund der Kränkung durch die Ignoranz des Narzissten das Thema ruhen lassen – dann hätte der Narzisst nämlich sein Ziel erreicht.

Andererseits müssen sich Betroffene die Frage stellen, was von einer derartigen Beziehung zu halten ist, wenn es nicht einmal möglich ist, ein vernünftiges Gespräch zu führen, indem auch die eigenen Anliegen umfassend und zufriedenstellend erörtert werden können, sondern ein Gespräch vom Narzissten lediglich zum Anlass genommen wird, den Partner zu demütigen.


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Veröffentlicht in Blog, Tipps zum Umgang
134 Kommentare zu “Man ist ihm einfach keine Antwort wert
  1. Waltraud sagt:

    Ich hab vor langer Zeit die schriftliche Variante gewählt (reden wollte ich nicht mehr mit ihm). Das hat dazu geführt, das er seine Chance gesehen hat, mir lauter Lügen in schriftlicher Form zu präsentieren. Hätte ich damals schon gewußt, das ich es mit einer NPS zu tun hab, hätte mich das vielleicht gerettet.

  2. Arianna sagt:

    Na, ich weiss nicht… Mein Vater hat meine Mutter irgendwann auch nur noch angeschwiegen. Sie war sehr stolz darauf, dass sie „keiner Auseinandersetzung aus dem Weg ging“. Mir wurde erst nach Jahrzehnten klar, dass sie niemals zuhoert, den anderen unter Druck setzt, nur vage antworter, schmeichelt und am Ende doch immer tut, was sie will und eisern bei ihrer Meinung bleibt. Er hatte also Recht damit, sie anzuschweigen. Manchmal geht es nicht anders, sonst dreht man durch. Wobei man in so einem Fall am besten flieht, denn Ignorieren wird nur Rache auf den Plan rufen. Alles schon erlebt… 😞

    • Lise1 sagt:

      Arianna, danke für den Text, darin wird deutlich, dass Schweigen nicht immer etwas mit Narzissmus zu tun hat, sondern manchmal mit dem Schutz davor. Wobei die Angeschwiegenen dem resigniert Schweigenden dann Narzissmus oder sonstiges unterjubeln.

      Man muss immer aufpassen, warum jemand den Kontakt/die Kommunikation abbricht. Ich bin aber sicher, dass man das unterscheiden kann, ob ein Narzisst die Macht ausüben will oder ob ein dominanter, grenzverletzender Mensch oder Respektsperson wie Eltern, Lehrer, Priester, Gurus, Lebensberater, einem andern Narzissmus unterstellen, weil sie nicht so folgen, wie sie wollen.

    • Rabe sagt:

      Liebe Arianna,
      oft kriege ich das hin, zu schweigen, dann entspannt sich die gefühlte, oder auch gefürchtete Zuspitzung. So stelle ich mir das bei Deinem Vater auch vor. Schweigen ist Gold, sagte mir ein guter Freund. Denn, wenn die Partnerin einfach nicht antwortet, sondern irgendeinen Text erzählt, in dem sie eigene Heldentaten herausstreicht, oder mir eine Handlungsempfehlung/Anweisung gibt, was beides nichts mit dem Inhalt meiner Frage zu tun hat, steigt mittlerweile eine unglaubliche Wut/Empörung in mir auf. Das ist schrecklich. Ich glaube, Dein Vater war sehr weise und willensstark!

      • Lise1 sagt:

        Wenn man da nicht aus Spirale kann, ist es schlimm. Beim wütendenden Schweigen verliert man sich selbst, Leben mit Maske. Sich selber als besser einschätzen als den Partner, gekoppelt mit Ohnmachtsgefuhl. Eine brisante Mischung.

  3. Friedel sagt:

    Eine schriftliche Kommunikation ist in vielen Fällen dringend anzuraten. Häufig auch – je früher desto besser.

    Wie aufschlussreich im Newsletter beschrieben, werden Antworten verweigert, ignoriert oder im Sinne von „du bist doch zu blöd, ich habe es dir schon x Mal erklärt.“

    Irgendwann stolpern Personen mit stark narzisstischen Zügen jedoch über ihre eigenen Lügen, verzetteln und widersprechen sich selbst in ihren Darstellungen und eine schriftliche Kommunikation kann in der Klarsicht der Historie dazu ausgesprochen hilfreich sein, insbesondere wenn es darum geht, vermögensrechtliche, umgangsrechtliche oder sonstige Auseinandersetzungen gilt zu regeln.

    Das Umfeld ist ja häufig verunsichert und irritiert über die unterschiedlichen Darstellungen und der Narzisst verfügt über das „Talent“ zu seinem Vorteil und seiner „Glaubwürdigkeit“ das zu schüren.

    Eine schriftliche Kommunikation kann da Aufschluss geben und sofern erforderlich, auch gegenüber dem Umfeld die „Glaubwürdigkeit“ des Narzissten erschüttern.

  4. Rosenblüte sagt:

    Hallo alle miteinander,

    nachdem ich hier eher still mitlese, melde ich mich auch mal zu Wort.
    Der Beitrag ist wirklich super geschrieben und trifft den Nagel auf den Kopf.
    Für mich fallen vor allem die Kommunikationsmuster, die (mutmaßliche) Ns an den Tag legen, deutlich von den „gewöhnlichen“ Kommunikationsverhalten ab.
    Ich hatte bei Gesprächen wirklich das Gefühl, mir wurde das Wort im Mund rumgedreht. Nach wenigen Minuten hatte ich den roten Faden komplett verloren und saß mit dem Gefühl da, mir würde das Wort im Mund rumgedreht. Statt Nachfragen und reflektierendem Verhalten (Was für eine Situation liegt vor? Wie lösen wir sie?) gab es vorwürfe in meine Richtung, Probleme wurden klein geredet oder komplett verleugnet. Darauf folgte dann tagelanges Schweigen. Am schlimmsten habe ich allerdings die Beiläufigkeit erachtet und das Gefühl, die gemeinsamen Probleme wären ausschließlich mein Problem.
    Nach Sätzen wie “ Eigentlich würde ich jetzt gern noch joggen gehen, stattdessen muss ich mich jetzt mit deinen Dramen befassen [..]“ hab ich die Reißleine gezogen und bereue es bis heute nicht, da mir sein Verhalten nach dem Kontaktabbruch ( von bösen Blicken zu provozierenden Gesten war alles dabei) gezeigt hat, dass es in dieser Hinsicht absolut nichts zu bereuen gibt.

    Im Nachhinein muss ich sagen, auch wenn es komisch klingen mag, dass er das Beste ist, was mir im Leben passieren konnte. Er hat mich gezwungen, über mich nachzudenken – hat mir einen Spiegel vorgehalten zu meinen eigenen Verhaltensweisen. Ich habe gedacht, ich zerbreche daran, aber am Ende habe ich es aus meinem Schneckenhaus geschafft und mich in einen Schmetterling verwandelt.
    Ich empfinde keine Wut und keinen Groll ihm gegenüber, dazu stehe ich vielleicht inzwischen zu weit im Abseits was die Emotionen betrifft. Eigentlich wünsche ich mir eher, dass er sich irgendwann selbst annehmen kann und nicht mehr mauert. Allerdings habe ich nicht die Hoffnung, dass die geschieht. Meiner Erfahrung nach wird es mit zunehmendem Alter eher schlimmer.

    Lg
    Die Rose

  5. Moorkönigin sagt:

    Ich bin wieder baff, wie treffend der Artikel meine Wahrnehmung wiedergibt.
    Und ich dachte jahrelang, es liegt an mir,
    ich mache was falsch.
    Später sagte er einmal bekennend,
    ich hätte immer die richtigen Fragen gestellt.
    Jetzt bin ich ihn los.
    Endlich.
    Ich dachte, ich schaffe es niemals.
    Doch es ist vorbei. Das Leiden ist beendet,
    das Leben wieder schön.

  6. Lise1 sagt:

    Literatur dazu sind die Bücher von Alice Miller. Kurzauszüge davon findet man auch bei Youtube vorgelesen.

    Zb. Du sollst nicht merken, Evas Erwachen, Am Anfang war Erziehung, Das verbannte Wissen.
    Sie setzt sich ausführlich mit schwarzer Padagogik, den Erscheinungsformen dieser Padagogik in der heutigen Zeit, und den Folgen auseinander. Die Bücher sind heute noch aktuell, obwohl schon 20 bis 30 Jahre alt und die moderne Sauglingsforschung basiert (?) oder bestätigt ihre Ausführungen.

    Kinder nehmen von Geburt an viel mehr wahr, als im vorigen Jahrhundert angenommen, es wirkt sich sehr wohl aus, wenn sie allein gelassen werden oder die Konflikte der Eltern spüren oder auch nur das Gefühl haben, nicht ok zu sein. Wegen diesen Wissens können heute oder und Zukunft moderne Therapien anders gestaltet werden, es hat Einfluss auf die Gexachtnisfirschung und vieles mehr, bis hin zur Demenzforschung.
    Heilungsverhindernde Modellvorstellungen des vorigen Jahrhunderts können parallel dazu aufgehoben werden..
    Es ist verheerend, was mit einem Kind zwischen Geburt oder sogar vor der Geburt und Schulbeginn durch Ignorieren seiner Bedürfnisse geschieht, wenn es zu viel, zu wenig oder das Falsche bekommt. Später nicht mehr erinnerlich. Aber die Folgen lebenslang, wenn man es nie aufbricht. Und das Schlimmste, es wird an die nächste Generation weiter gegeben, weil es sozial unauffällig oder sogar zur so genannten Gute Erziehung gehört. Kinder haben keine Verteidiger, die Eltern schon, und wenn es das 4. Gebot der Christen ist, wenn sonst nichts mehr hilft.

    Natürlich gibt es auch neuere
    (Fach)bücher zur Sauglingsforschung in Zusammenhang mit psychischen Auswirkungen der frühen Kindheit und der Jugend. Die Kinder haben keine Chance, sich dem Einfluss zu entziehen, sie merken es nicht mal, was geschieht, das dürfen sie auch nicht

  7. Lise1 sagt:

    Das Thema, dass der Narzisst den Partner nicht für Wert erachtet, eine Antwort zu bekommen, ist ein bisschen an den Rand gedrückt worden, ich bin da mit dran Schuld, weil ich mich mal wieder von dem Eltern-Kind-Thema triggern ließ.

    Ich kenne einfach zu viel unglückliche Erwachsene, deren Eltern es „nur gut meinten“, und meinten gut und toll zu sein, indem sie ihre Erwachsenen Kinder täglich beleidigen, oder Entscheidungen herbei manipulierten, bis hin zu Berufs-, Wohnort- oder Partnerwahl, über Haarschnitt-, Putz- und Essensregeln usw., die gegen die Interessen der Kinder gingen und gehen.

    Diese Kinder lernen, dass Schweigen das Machtspiel umdreht, einfach und wirkungsvoll. Mit dem Schweigen eines
    Narzissten hat das aber wahrscheinlich nur teilweise Űberschneidungen.

    Wie kann man das unterscheiden?
    Und wie kann man herausfinden, womit man selber die Resignation beim andern hervorrief, um dann zu entscheiden, anders umzugehen oder – bei narzisstischem Schweigen – Abstand zu suchen.

    Schweigen mag immer eine neurotische Reaktion sein, aber wo kommt es her? Resignation oder Umkehrung der Machtverhältnisse? Genießen der Ohnmacht der Bittenden? Woran kann man das sehen?
    Es bleibt doch eigentlich nur, das „nicht der Antwort würdigen“ als Tatsache anzuerkennen und ins eigene Leben zu integrieren, oder?

    • Friedel sagt:

      @Lise1

      Auszug Lise1:
      „Das Thema, dass der Narzisst den Partner nicht für Wert erachtet, eine Antwort zu bekommen, ist ein bisschen an den Rand gedrückt worden, ich bin da mit dran Schuld, weil ich mich mal wieder von dem Eltern-Kind-Thema triggern ließ.“

      An den Rand gedrückt worden, dürfte wohl recht harmlos ausgedrückt sein.

      An dieser Stelle möchte ich gerne mein Bedauern ausdrücken, dass die massiven (und vollkommen am Thema vorbei ) Attacken aufgrund eines eigenen und offen kommunizierten Schicksalsberichtes dazu führten, dass die attackierte Blog- und Forenteilnehmerin zukünftig nicht mehr mit guten Impulsen und Anregungen hier teilnehmen wird und in der Konsequenz sich abgemeldet hat.

      Entsprechende Blogbeiträge dazu wurden gelöscht.

      Fleißig wird hier in einem sich darstellenden – u.a. auch (zufällig?) zu nachtschlafender Zeit „Chatverlaufes“ kommuniziert, dass ein Laie keine Diagnose stellen kann und sich gegenseitig die Bestätigungen zugeschossen werden, im Umkehrschluss jedoch selbstherrlich analysiert und diagnostiziert wird.

      Ich selbst bin hier ja auch schon häufiger analysiert und attackiert worden. Nunmehr mir sogar unterstellt wird, hier unter verschiedenen Nicknames mir selbst Bestätigungen zu schreiben.

      Es könnte fast der Eindruck entstehen, dass das Lesen zu vieler Fachbücher zu einer Reizüberflutung führt und aufgrund dessen in selbstanalytischer Form Schicksalsbeiträge niedergeknechtet werden.

      Dann hoffe ich doch mal, dass diejenigen die hier so viel Gas geben, sich besser fühlen.

      • Silv sagt:

        @Friedel
        Bitte nicht schon wieder.
        Wir alle hier haben unsere Gründe, in derartigen Foren ‚Unterstützung‘ zu suchen.

        Oft führt ein scharf- herablassender Ton anderen Forenmitgliedern ggü dazu unerwünschte Reaktionen zu erhalten.
        Evtl weiterführende Beiträge können Einen auch ‚ unangenehm‘ berühren und man möchte sich damit nicht befassen. Auch das kann zu einem Verkassen des Forums führen. Das entscheidet Jede/-r selbst. Es gibt keinen Grund, nun von deiner Seite weiterhin zu attackieren.

        • Friedel sagt:

          @Silv

          Das sind viel eigene Interpretationen in Bezug auf den gelöschten Blogverlauf. Wie ich ehemals mitteilte, ist mir die ehemalige Teilnehmerin im persönlichen Austausch bekannt und ich war fassungslos über die Kommentare auf ihren sehr offenen Beitrag. Der Grund, warum sie diesen Blog und dieses Forum verlassen hat ist mir bekannt, aufgrund der Attacken, die auch ich als solche nur als Leserin empfunden habe. Der Begriff „Unterstützung“ ist anhand dieses Beispiels in ganz weite Ferne gerückt. Ich bedauere ihren Entschluss, kann diesen jedoch durchaus verstehen, da niemand der hier Betroffenen so etwas braucht und es schlichtweg nicht notwendig ist. Insofern war und ist es mir WERT dazu zu meiner persönlichen Einstellung und Empfinden Stellung zu nehmen. Teilweise empfinde ich u.a. Deine Kommentare, teilweise ohne Begründung, als überaus anmaßend.

          Beispielsweise zum Newsletter „Ich bin es mir wert“ zu einem friedlichen Austausch unter Forenteilnehmer, die eine ähnliche Auffassung haben.

          Und nochmal, ich empfinde es es als überaus bedauerlich, insbesondere in einem Forum wie diesem, zum sehr sensiblen Thema und heftigen Schicksalserlebnissen der Betroffenen, wenn wertvolle Teilnehmer mit guten Impulsen und Anregungen diesen Blog und Forum verlassen, da sie derart unter Beschuss geraten. Aus meiner Sicht ein absolutes NO GO.

          • Lise1 sagt:

            wertvoller Teilnehmer, gute Impulse von einer Astrologin? Versprechen auf ihrer Webseite (zur Zeit offline, aber noch im Cache vorhanden):

            Zitat „Diese Vorteile hast Du mit Astrologie

            Du erfährst sehr schnell die Hintergründe Deines Problems
            Lösungswege können ganz einfach definiert
            und Krisen effektiv begleitetet werden
            Du sparst damit Zeit – Geld und Nerven
            Oft reicht schon eine Beratung, um gezielt den eigenen Lösungsweg zu finden
            Du kannst Deine Energie kurzfristig wieder auf die angenehmen Dinge Deines Lebens lenken.“..“habe ich mich für eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Variante der astrologischen Deutung (APL = Astropolarity nach Peter Johannes Hensel) entschieden.

            Die aktuellen Themen und Probleme des Klienten stehen dabei im Mittelpunkt. Daraus ergibt sich eine individuelle und präzise Diagnosemöglichkeit, mit der sich sehr schnell Lösungen und Ziele formulieren und umsetzen lassen.“

            Super seriös, oder? Dann hin!, das jahrelange an sich arbeiten kann gespart werden, eine Sitzung reicht, wer´s glaubt.
            Wollte sie hier beraten? Selber kann sie ja die Lösung in den Sternen lesen und ihr Problem mit den beschuldigten Kindern ganz einfach, vielleicht in einer einzigen Selbstberatung, lösen.

          • Friedel sagt:

            @Lise1

            Das nenne ich mal ein anschauliches Beispiel eines Ablenkungsmanövers nach erfolgten Attacken und Angriffe. Totale Verdrehung!

            Es handelte sich lediglich um einen ausführlichen Blogbeitrag zur eigenen Geschichte und dem Umgang damit.

            Ich habe nirgendwo in dem gelöschten Beitrag einen Hinweis auf eine Verkauf-oder Werbeveranstaltung gefunden.

            Entschuldigung, aber das kann man doch nicht ernst nehmen was Du hier versuchst zu initiieren!

          • Lilith sagt:

            Ja Friedel,
            zu dem Newsletter „Ich bin es mir wert“ hätte ich auch gerne mehr geschrieben, ich habe in dieser Richtung ( Bändertrennung usw ) gute Erfahrungen gemacht.Aber nach dem Kommentar von Silv „Esotherik Blödsinn“ hatte ich keine Lust mehr.
            Wenn es ein offener und toleranter Austausch wäre, hätten wir uns und Anderen vielleicht Tips und Hilfe geben können.
            Aber so wird das immer gleich im Keim erstickt.
            Es gibt viele Möglichkeiten die uns helfen.
            Und wenn ich jeden Donnerstag ein Glas Essiggurken essen muß und nachts, nackt bei Vollmond dreimal schwarzer Kater rufe und es hilft mir, tue ich das auch.
            Ich habe auch andere Sachen gemacht,die mir geholfen haben. Aber über die mag ich hier nicht schreiben, weil sowieso alles was nicht in einem Psychologiebuch steht runtergemacht wird.

      • Klarsicht sagt:

        Liebe Friedel
        Ich gebe Dir total recht. Ich finde auch, hier wird oft sehr schmerzhaft attackiert und dabei vergessen, dass wir alle verletzte Seelen sind und alle im gleichen Boot sitzen. Sehr schade! Ich kenne andere Blogs, wo man einander unterstützt und nicht attackiert. Liebe Friedel ich schätze Deine Einträge sehr und hoffe Du bleibst uns noch etwas erhalten.
        Ich kann verstehen, dass sich die betreffende Blogteilnehmerin abgemeldet hat. Sie hatte doch nur Hilfe gesucht, weil ihr Sohn eine narzisstische Partnerin hat, und sie als Grossmutter ihren Sohn und ihre Enkel „verliert“. Dass man da ihr unterstellt: Ich zitiere : „Und Kinder, die sich narz gelagerte Partner suchen, haben meist eine entsprechend prägende Erfahrung in der Kindheit gemacht“, dass ihr Sohn somit in seiner Kindheit eine prägende Erfahrung gemacht haben muss = sie, die Grossmutter, somit eine Narzisstin sei, finde ich doch recht „dicke Post“. Und genau diese Personen, die dies sagen, sprechen auch davon keine Ferndiagnosen zu machen. Friedel, gebe Dir absolut recht!

        • Lise1 sagt:

          Wieder sind andere schuld am eigenen Handeln.

          Die Alternative wäre, zu sich zu stehen. Es ist nämlich von vornherein klar, dass nicht alle die gleiche Meinung haben. Man kann auch diskutieren.Wenn man schreiben will, warum haben andere schuld, wenn man es nicht tut?

          Das Muster bringt einen immer wieder in die Lage, sich als Opfer zu fühlen, egal wo man sich aufhält.
          Aber bequemer ist es allemal, Zuwendung und
          Zugehörigkeitsgefühl bekommt man so auch von den anderen, die sich ganz genau so am Eigenen hindern lassen. Ich kann das wirklich verstehen, weil selber durch über lange Jahre.

          Aber es gibt den Weg raus aus dem Opfermodus, falls
          man will. Wenn nicht, dann nicht.

          • Lilith sagt:

            Lise1,
            da täuscht du dich!
            Ich mag kontroverse Diskusionen.
            Aber eben auf einen bestimmten Niveau.
            Mich stört nicht wenn Jemand anderer Meinung ist, im Gegenteil, das macht ja Gespräche fruchtbar.
            Mich stört die Art der Kommunikation.
            Das Wort „Blödsinn“ oder mir zu unterstellen ich wäre Friedel gehört für mich nicht zu einer anständigen Kommunikation.
            Oder der Satz an Friedel “ Bitte nicht schon wieder „.
            Das ist Abwertung und Manipulation.
            Ich war auch nie coabhängig oder bin ein Opfertier!
            Jedem der hier schreibt wird sofort Coabhängigkeit oder die Opferrolle unterstellt.
            Es gibt viele Gründe warum Menschen hier schreiben und das gilt es zu respektieren.
            Wenn dann Jemand tatsächlich narzisstisch ist oder ein Troll dann merken wir das schon.
            Und dein letzter Satz ist Arrogant. Du unterstellst mir einen Opfermodus und gleichzeitig auch das ich da nicht raus will.
            Ich finde echt Vieles gut was du schreibst, aber du weisst nicht Alles!

          • Lise1 sagt:

            Deine Zitate sind nicht von mir und unterstellt habe ich dir gar nichts, lies genau. Ich habe nie vermutet, dass du einen Doppelaccount hättest Ich meinte mit dem letzten Satz: jeder ist frei, was zu ändern oder nicht. Es stht mir nicht zu, das irgendwie zu erwarten, dass jemand sich ändert, sondern jemand will das oder auch nicht. Das ist doch wirklich jedem selbst überlassen, und es nicht zu tun hat ja auch nachvollziehbare Gründe. Aber die liegen eben nicht bei den anderen, die beschuldigt werden irgendwas zu verhindern, was man gerade machen wollte.

            Von dir hatte ich eher den Eindruck, du willst was ändern.

            Und natürlich weiß ich nicht alles. Diesen Punkt dass du hart aufarbeitest, mit viel Trauer, was dir geschah, das dachte ich schon.

            Und ich gebe zu, ich bin bin parteiisch für (auch erwachsene) Kinder, besonders wenn sie ihre Seite nicht darstellen können, denn ich weiß von einigen Bekannten, dass das wichtige Infos wären, die bei den alten Eltern nie ankommen werden, weil sinnlos.

          • Lise1 sagt:

            Lilith, ich habe meinen Text nochmal gelesen und es stimmt, ich habe es so allgemein ausgedrückt, dass du das mit dem Opfer bleiben auf dich beziehen kannst, sorry.

            Wobei ich bleibe ist, dass man schreiben soll, und sich nicht von andern abhalten lassen soll. Wir (?) haben eine lange Erfahrung damit, dass wir andere Meinungen über unsere stellen, und die eigene frustriert zurück halten und uns zurück nehmen, das hat ein bisschen was von Verbiegen, von dem man spürt, dass es weh tut.

        • Lise1 sagt:

          Klarsicht, deine „dicke Post“ hast du erfunden.
          Nirgendwo wurde die Großmutter diagnostiziert. Dass sie einen Einfluss auf die frühe Kindheit ihres Sohnes hat, kann aber niemand wegdiskutieren, außer sie hat ihren Sohn in andere Hände gegeben (Oma, Heim, frühe lange Krankenhausaufenthalte usw). Dazu muss man nicht Narzisst sein, um die Kinder zu Narzissten zu machen. Eine eigene strenge Erziehung reicht, ebenso traumatische Famileineereignisse oder Familiengeheimnisse. Aufzählung der Gründe unkomplett.

          • Klarsicht sagt:

            @Lise 1
            Ich habe nichts erfunden. Der Blogeintrag wurde gelöscht und das ist auch richtig so. Es war zu schmerzhaft, was die Blogteilnehmerin und wir hier lesen mussten. Und ich verstehe auch, dass sie sich abgemeldet hat.

          • Klarsicht sagt:

            @Lise 1
            Nachtrag: Ich finde man kann doch auch einfach einmal ganz wertfrei hier stehen lassen, was jemand schreibt. Es muss ja nicht gerade alles bewertet und „diagnostiziert“ werden. Dazu sind wir doch alle keine Fachkräfte, und wenn es einzelne hier sind, dann kennen wir trotzdem den speziellen Fall nicht zur Genüge… Hilfestellung ist sicher immer erwünscht (ich jedenfalls wünsche es mir).
            Gerade das Bänder-Trennen, welches hier erwähnt wurde, finde ich auch eine super gute Übung nach der Trennung um sich von noch belastenden Energien zu befreien, und dort wo jemand schrieb, das Ausreissen von Wurzeln hätte noch besser geholfen: -genau- müsste ich sagen, genau das hat mir enorm geholfen. Das kann man doch auch einfach einmal so stehen lassen. Den einen hilft es, den anderen nicht…

          • Friedel sagt:

            @Lise

            Das war doch gar nicht die Darstellung. Es handelte sich lediglich um ihre persönliche Geschichte und ihren Umgang damit. Und nochmal, da stecken so viele eigene Interpretationen immer und immer wieder drin, ohne die jeweilige Lebensgeschichte überhaupt einschätzen zu können (s. Dein Beitrag….Heim, Krankenhausaufenthalte etc.) Interpretationen strenge Erziehung usw. Darum ging es doch im Blogbeitrag gar nicht. Und aus meiner Sicht wiederholt sich das leider in diesem Forum immer und immer wieder.
            Für mich klingt das, all wenn im Hintergrund eine Analyse abläuft.

            Ich finde auch überhaupt nicht in Ordnung, dass Du so auf dem Thema Astrologie rum reitest und das ausgeführt hast bis ins letzte Detail.

            War gar nicht Thema des Blogbeitrages.

            Ebenfalls entspringt aus Deiner Sicht, die meisten von uns seien hier Opfer und es wird in den Beiträgen stigmatisiert. Ich persönlich benutze das Wort Opfer kaum und schließe mich den Ausführungen von Lilith an.

            Viele von den hier Schreibenden sind raus aus dem Opfermodus, sofern man sich selbst denn überhaupt als solches bezeichnen und damit identifizieren will. Was ja nicht heißt, dass jeder einzelne für sich die eigene Geschichte bearbeitet.

            Zu Deiner Anmerkung….falls man will. Mir ist das viel zu pauschalisiert. Das Aufarbeiten der eigenen Erlebnisse ist ja nicht im Schnelldurchlauf abzuarbeiten. Jeder in seinem eigenen Tempo, mit seiner eigenen Geschichte und Erlebnissen.

            Ich denke mal alle Betroffen wollen möglichst schnell die Erlebnisse bearbeiten und ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben finden, aber die Verletzungen der Seele und ihr Rufen sind nicht zu unterschätzen und dann dauert es so lange im eigenen Schritttempo samt Umwegen, wie es eben dauert. Das Wort bequem ist aus meiner Sicht vollkommen fehl am Platze.

            Wenn ich das lese, empfinde ich das eher als unverschämt.

            Zitat:
            „Die Alternative wäre, zu sich zu stehen. Es ist nämlich von vornherein klar, dass nicht alle die gleiche Meinung haben. Man kann auch diskutieren.Wenn man schreiben will, warum haben andere schuld, wenn man es nicht tut?“

            Vielfach haben Beträge nichts mit Austausch im Sinne von diskutieren zu tun, sondern gipfeln in unnötigem Rumgehacke oder unqualifizierten Einwürfen. Auffällig oft, wenn alternative Kraft- und Energiequellen aufgezeigt werden.

            Das muss ja nicht für jeden das richtige sein. Für manche aber schon. Damit tut man niemandem weh, der nichts damit anfangen kann. Im Umkehrschluss, aber genau diejenigen reingrätschen müssen, die nichts damit anfangen können. Unnötig und genau dann kann es dazu kommen, was Lilith beschreibt. Nämlich, dass man weiteren Austausch nicht fortführt.

            Die einfache Variante ist dann natürlich zu meinen, schreibe doch einfach weiter. Eine andere Möglichkeit ist aber auch die Toleranz aufzubringen sich einfach raus zu halten, wenn man zum Thema überhaupt keine Vorstellung hat.

            Du schreibst, dass Du parteiisch bist, für – auch erwachsene Kinder …….,
            denn Du weisst von einigen BEKANNTEN……

            Ich stecke mitten im Thema der Pflegebedürftigkeit eines narzisstischen und recht alten Elternteils. Natürlich ist es nicht einfach damit umzugehen und einen Tag geht es besser und einen anderen Tag ist es anstrengender. Auch hier, muss jedes Kind (wie ich ich eins bin) seinen eigenen Weg für sich finden damit umzugehen und sich bestmöglich abgrenzen.

            Insofern ich den Kommentar an Martin…..warum kannst du nicht einfach gehen, bloß weil er den unverdienten Titel Vater trägt, ungeheuerlich.

          • Lise1 sagt:

            Danke für euer Feedback, ich kann es verstehen, teilweise annehmen, teilweise nicht.

            Ungeheuerlich finde ich etwas anderes: dass in Kindern Denkmuster und Schuldgefühle implantiert wurden, die dazu führen, trotz schwerster Demütigung die Eltern nicht verlassen werden können, sogar noch gepflegt werden, wenn sie hilflos werden. Wieder werden die Kinder benutzt. Wieder sind sie Objekt. Das geht über normales menschliches Helfen weit hinaus, das ist auch keine Liebe. Das ist das Ungeheuerliche, dass wirksam das Beenden des Missbrauchs verhindert werden kann.

  8. Dora sagt:

    Dieser Newsletter hat mich beruhig, ich dachte am Anfang wirklich es liegt
    an mir, er wollte kein Gespräch mehr. Warum auch, alles ist mein Fehler, mein
    falsches Verhalten. Ich wünschte mir nur einmal gehört zu werden.
    Jetzt ist mir bewusst geworden er hat angst davor. Er kann einfach nicht.
    Nun ich bin stolz, dass ich die Trennung geschafft habe, obwohl mich
    die Traurigkeit manchmal einholt.
    Danke für diese Worte

    • SophiaB sagt:

      Liebe Dora!

      Nachdem mich der Narzisst nach über 20 Jahren verlassen hat, habe ich es ähnlich gefühlt wie du. Mein Verstand sagte mir, es hatte keinen Zweck. Aber mein Herz hielt an meiner Illusion von ihm fest. Ich hatte regelrechte körperliche Entzugserscheinungen. Unglaublich.
      Dann habe ich durch einen Tip sehr gute Erfahrung mit der Auflösung der energetischen Bänder gemacht: das ist nur eine kurze Meditation – es ist viel darüber im Internet zu finden. Tatsächlich konnte ich mich Gefühlsmäßig weitestgehend von ihm lösen. Was wirklich ein wichtiger Schritt war, um mich vor seinen nicht endenden Verletzungen zu schützen. Es reicht, das alles ohne Verliebtheit oder Verbindung durchzustehen. Das ist schon schlimm genug. Ich wünsche Dir viel Kraft.
      Alles Gute

  9. Anna sagt:

    Mein Ex und ich haben eine Fernbeziehung geführt und nach einem besonders schönen Wochenende hat er sich erst einmal ein paar Tage nicht gemeldet oder hat nur ganz abweisend geschrieben. Er hat natürlich somit wieder eine Distanz geschaffen und mich verunsichert.
    Wenn es Probleme gabe, die ich ansprechen wollte, ist er auch immer eingeschlafen während ich mit ihm geredet habe. Er begründet das damit, dass er über Probleme, die ihn betreffen, nicht reden kann, das packt er psychisch nicht. Wenn ich hartnäckig geblieben bin, hat er entweder Schluss gemacht oder ist in eine depressive Phase verfallen und ich habe mich schuldig gefühlt. Machmal auch beides zusammen.

    • Silv sagt:

      @Anna dein EX!sei froh drum

    • Silv sagt:

      @Claudia von ‚ generell übergriffig‘ hat Lise1 nichts geschrieben. Ja- es schmerzt, sich auch einmal mit diesem, dem Eigenanteil, zu beschäftigen.
      Und Kinder, die sich narz gelagerte Partner suchen, haben meist eine entsprechend prägende Erfahrung in der Kindheit gemacht.Das ist wissenschaftlich belegbarer Fakt. Dazu gibts reichlich Studien und Belege.

      • Claudia sagt:

        @ Silv:
        Eltern machen, selbst wenn sie ihre Kinder in der „richtigen“ Weise groß ziehen, immer Fehler.
        Für die prägende Erfahrung in der Kindheit bitte ich um Literatur, es interessiert mich ehrlich.

        @alle:
        Ansonsten ist mir das hier zu zeitraubend und ich diskutiere nicht weiter mit. Vielleicht gründe ich lieber einen Verein für anständige Schwiegermütter, die sich nicht einmischen und trotzdem niedergemacht werden.

        • Lise1 sagt:

          Es stimmt, ohne Fehler kann man Kinder nicht groß ziehen.
          Es gibt ja aber auch Unterschiede im Grad.

          Alles was bei Erwachsenen mit Strafe bedroht ist, Z. B Beleidigen, Runtermachen, Anlügen, erpressen, Angst machen, Schlagen, seelische Folter, kann man als gute Orientierung nehmen, dass das bei der Kindererziehung genauso ein NoGo ist. Dieser Meinung ist noch lange nicht jeder, es wird nicht realisiert, wie erniedrigen diese Dinge für die Wehrlosen Kinderseelen sind, aber Erwachsene die das tun, bagatellisieren die Folgen und erwarten, dass die Kinder die Eltern trotzdem zu ehren haben. Logisch, dass da Störungen erzeugt werden, ob nun Narzissmus, Essstorungen, Süchte hängt von Verschiedenem an, aber das nun wieder wird später hergekommen, damit sich wieder die Eltern in Zusammenarbeit mit Lehrern, Priestern, Teile der Gesellschaft über die Kinder erheben

        • Lise1 sagt:

          Claudia, versuch doch mal geduldig und mit ehrlicher Neugier herauszubekommen, was der Grund für das Niedermachen ist.
          Kinder lieben automatisch zuerst ihre Eltern. Es kommt auch nicht darauf an, was real geschah, sondern wie etwas beim Kind ankam.

          Ich kenne fast nur unschuldige Eltern, wo die Kinder den Kontakt minimieren, echte Kommunikation resigniert verweigern. Wenn man die Kinder fragt, dann gibt es jedoch Gründe, auch sie leiden, sie machen das nicht aus Jux und Dollerei.

          • Klarsicht sagt:

            @Claudia:
            Liebe Claudia
            Ich finde zwar Deine Aussage gerade nicht mehr, sie lag mir aber sehr am Herzen, da ich ganz Ähnliches in meiner Familie erlebe…Und ich meinte, wenn ich Deine Aussage richtig verstanden habe, ging es hier um etwas ganz anderes… Du sagtest doch, Du hättest eine narzisstische Schwiegertochter und leidest darunter Deinen Sohn und Deine Enkel zu verlieren, bzw. nicht mehr an sie heranzukommen… Ich kann Dich sehr gut verstehen: Ohne jetzt Deine Situation natürlich ganz im Detail zu kennen, wollte ich Dir sagen, was bei uns ganz gut funktioniert hat, was es allerdings nicht einfacher und nicht weniger hart macht: Versuche das, was sie Dir und den Deinen (an)tut nicht persönlich zu nehmen, es ist nicht gegen Dich gerichtet und es ist auch nicht Deine Schuld. Dein Sohn leidet enorm, wenn seine Partnerin eine Narzisstin ist, das kennen wir hier ja alle, dieses Leiden, und Deine Enkel leiden gerade auch. Versuch einfach für sie (Deinen Sohn und Deine Enkel) da zu sein. Er kann das wahrscheinlich im Moment nicht zugeben, auch nicht, dass er Hilfe braucht, denn Narzissten versuchen ihre Partner einzunehmen und von anderen fernzuhalten, also wird Deine Schwiegertochter dies tun, ihn von Dir (und anderen) fernhalten, genauso mit ihren Kindern. Den Enkeln ist aber sehr geholfen eine warmherzige Oma da zu wissen, zu der man in der Not immer gehen kann, Deinem Sohn ebenfalls. Ich würde versuchen ganz neutral zu bleiben, kein Wort gegen die Schwiegertochter, es ist seine Frau, und es ist ihre Mutter, die sie ja lieben. Aber eines Tages werden sie Deine Hilfe (ganz erschöpft) brauchen und werden Dir sehr dankbar sein, wenn Du einfach für sie da bist…
            Alles Liebe und Gute
            P.S. Ich versuche bei Narzissten auch immer noch zu schauen, was sie antreibt, bzw. was für eine Jugend sie gehabt haben = welche Verletzung sie haben. Das entschuldigt auf keine Art und Weise was sie uns antun, aber es nimmt dem Ganzen etwas die Härte…

          • Silv sagt:

            @Lise 1 und Claudia
            Ja genau-betroffene Eltern die sich fragen warum wenig oder kein Lontakt besteht bzw sivh die Kinder den Partnern zuwenden: darüber gabs im TV unter ’37Grad- Kontaktabbruch’mal eine entsprechende Mutter, die sich nicht erklären konnte, warum ihre Töchter den Kontakt zur doch statk liebenden Mutter abgebrochen haben. Sie habe doch alles gegeben. Aus Sicht der Töchter wurde es klar: Einmischung in deren Leben bis ins Unerträgliche mit fremdbestimmendem Verhalten. Reinreden in Alles.

        • Lilith sagt:

          Claudia,
          hihihihi das wäre echt mal ein guter Verein.
          Anständige Schwiegermütter.
          Wenn du einen Sponsor brauchst, meldest dich bei mir.

        • Klarsicht sagt:

          Liebe Claudia
          vgl. meinen Beitrag an Dich unten… und ich weiss zwar nicht genau, wie ihr hier darauf kommt, was Du in der Kindererziehung falsch gemacht haben solltest, aber ich bin auch Mutter, und genau, Du sagst es richtig: Eltern machen immer Fehler, und das macht man ja nicht absichtlich, sonst wäre es kein Fehler… Ein Fehler wird ja in bester Absicht gemacht, kommt einfach nicht so heraus wie man es beabsichtigt hatte. Und ich bin überzeugt, Eltern wollen für ihre Kinder immer das Beste.
          Ein gutes Buch fand ich übrigens als mein Sohn klein war: „Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen“…
          Lieben Gruss

        • Silv sagt:

          @Claudia: Buch ‚ Wie meine Mutter‘- Nancy Friday.
          ‚Das Drama des begabten Kindes‘- Alice Miller.
          Ältere aber gut darstellend, wie narz Familiengeflechte prägen
          Es gibt aber durch google noch viel mehr auch Fachliteratur. Z.b. über die Nachfolgegeneration der Kriegsgeneration.
          Fehler machen alle Eltern, das ist ja auch gut und normal. Narzissmus im Familienleben ist aber ein faral prägender, oft unbewusst ablaufender, Fehler.
          Und auch in Familien muss Abgrenzung zur eigenen Heilung betrieben werden.obwohl ider gerade weil Blut dicker als Wasser ist. Sonst geht man unter oder leidet am Erbe.

  10. Peter sagt:

    Ich bin verblüfft und ziehe meinen Hut! Es ist, als ob Sven Grüttefien in meiner Ursprungsfamilie eine GoPro-Kamera montiert, die Szenen transkribiert und schließlich alles fein säuberlich mit Audiokommentaren ergänzt hätte…! Verblüffend, diese Präzision in der Analyse. Kompliment!
    Leider gibt es bekanntlich keine missliche Situation, die nicht noch misslicher sein könnte 😉 Mein Bruder hat mir vor Jahren schriftlich mitgeteilt, dass er meine E-Mails nicht nur nicht beantworten werde, sondern sie nicht einmal öffnen werde. Dasselbe tut er mit Briefen, und sogar die Annahme eines Einschreibens wurde verweigert und das Einschreiben zurückgeschickt. Anrufe nimmt mein Bruder nicht mehr entgegen, und er macht sich in unserem gemeinsamen Umfeld lustig darüber, dass ich versuche, ihn anzurufen. Dieses extreme Verhalten betrifft alles gleichermaßen: konfliktgedingte Themen genauso wie normale, familiäre Inhalte wie Fotos oder reine Sachinformationen. Die Situation ist mittlerweile dermaßen abstrus, dass ich meine Bemühungen um eine adäquate Kommunikation ohne alle Selbstvorwürfe getrost aufgeben kann – aus purer Chancenlosigkeit. Schlimmer war jedoch die Phase davor, die Phase vor der NPS-Diagnose: Die ständigen Selbstvorwürfe, selber falsch zu kommunizieren, sich tatsächlich (wie vorgeworfen) im Ton vergriffen zu haben, und der ganze Kram genau so wie von Sven Grüttefien beschrieben.

    • Lise1 sagt:

      Er hat eine Diagnose?
      Wenn einer nicht antwortet, wozu wird so lange geschrieben?
      Er will es nicht, warum wird versucht ihn mit noch ner Schippe mehr dazu zu zwingen? Leg noch ne Schippe drauf und schick noch mehr Fotos…

      • Silv sagt:

        @Lisa1 ich glaube, dass was Peter beschreibt sind doch die typisch conarzisstischen Strukturen: bei Ignoranz wird das Bemühen verstärkt. Und der Andere dafür verhöhnt. Zum Beispiel.

        • Lise1 sagt:

          Ja, wenn ich theoretisch zu jemanden keinen Kontakt will, das klar kommuniziere, und der andere zwingt mich, 20 min zur Post zu gehen, 10 min in der Schlange zu stehen, um ein Einschreiben abzuholen, dann wäre ich bestärkt in der Meinung, mich diesem Druck erst Recht zu entziehen. Selbstverständlich lässt sich kein normaler Mensch so zum Befehlsempfänger machen und sich noch zusätzlich zur Belästigung durch nicht gewollte Post noch wertvolle Freizeit stehlen.
          Ich wundere mich über die Empörung, dass der Empfänger diese Schikane abprallen ließ. Es war ein Machtspielchen, das vorhersehbar vom Absender verloren wurde. Was hat er denn erwartet? Je mehr Druck, um so mehr Freude beim anderen? Oder war es von vornherein als Schikane gedacht, ihn gegen den Willen zu zwingen, Post zu lesen? Es muss ja klar gewesen sein, sonst wäre das „Einschreiben“ überflüssig gewesen. Wer ist das Opfer?

    • W. sagt:

      Hi Peter
      Endlich jemand der sich in diesem Block zum Thema äussert.
      Ich kenne das auch sehr gut.
      Vor einem Jahr etwa hat mich mein Partner am Tisch mit den Worten zurück gelassen nochml über das von mir angesprochene Thema zu schlafen- dann reden wir.
      Glaube er ist immer noch nicht aufgewacht.
      Ein anderes Mal habe ich mich ihm in einem 4 Seiten langen Brief offenbart und um Stellungnahme gebeten, wie er das weitere Leben führen möchte.Den hat er gelesen und einfach liegen lassen, so das ich ihn wieder an mich nehmen konnte.
      Stellungnahme, Anwort?-NICHTS
      Sein Verhalten wurde noch erbärmlicher.
      Ich arbeite an mir, das nächste was ich ihm schriftlich mitteile, ist wohl das ich gehen werde.
      Lg W.

      • Lise1 sagt:

        W, ich hatte den Brief nicht an mich genommen.

        Wenn du keine Partnerschaft mit ihm mehr haben kannst, ist Weggehen eine gute Option, um ein sinnvolles Leben führen zu können. Er bekommt die Ernte seiner Saat, kein Grund für ihn zur Klage. Für di h aber die Chance, Liebe und Anerkennung von Anderen zu bekommen

      • Silv sagt:

        @W lass einfach das Schriftliche.Und geh. Gut vorbereitet.

  11. Katinka sagt:

    Leider haben wir es über Jahre erlernt, uns zu verbiegen, um vermeintlich zu passen. Ein übles Vorgehen bei der Erziehung, was sich sog. Narzissten zu eigen machen. Es ist aus meiner Sicht oft nicht nur ein Narzisst in Reichweite, es sind so viel mehr, die entsprechende Aktionen und Reaktionen auffahren und man selbst entsprechend das Gelernte brav wieder auffährt. Bis man es merkt, reflektiert und dann auch noch neu überschreibt vergeht eine gewisse Zeit. Es ist mit so viel Gegenwind zu rechnen, dass es ordentlich pustig wird, es schwer wird, Luft zu holen. Doch der lange Atem wird tiefer und -> sehr deutliche Grenzen zu setzen ist unvermeidbares Pflichtprogramm, um im eigenen Leben Schritt für Schritt voran zu kommen und die Energie nicht in andere narz. Programme zu verlieren. Es lohnt sich…bei sich bleiben!

  12. Stefanie sagt:

    Martin HAHN, man kann sich auch von einem narzisstischen Elternteil lösen. Das kann sogar sehr gut tun! Viel Erfolg! 🍀

  13. Susanne sagt:

    Dieser Newsletter bringt es wirklich auf den Punkt!!! Vielen Dank dafür! 🙂 Ich musste beim Durchlesen mehrmals lachen, weil ich mein vergangenes Leben darin wiedererkannt habe. Ich bin seit 4 Jahren von meinem Narzissten geschieden und wir haben 5 gemeinsame Kinder im Alter von 11-22 Jahren, wodurch es aureichend gemeinsamen Gesprächsstoff gäbe und ich einen konstruktiven Gedankenaustausch bzgl. Erziehungsfragen usw. sehr schätzen würde…Leider ist dies natürlich absolut nicht möglich, da ich völlig ignoriert werde, egal welchen Weg der Kommunikation ich wähle. Bis etwas in seinen Augen schiefgeht. Dann bekomme ich einen Brief von seiner Anwältin.
    Inzwischen habe ich mich seelisch aber zum Glück wieder aufgebaut und im Griff. Die ganzen Kämpfe, die ich in der Trennungs- und Scheidungsphase mit ihm hatte, habe ich überlebt und im Nachhinein haben sie mich auch stark gemacht. Ich kenne ihn ja, habe viel über Narzissmus gelernt und habe ebenso gelernt, mich durch sein Verhalten nicht mehr kleinmachen zu lassen. Ich lasse es nicht mehr an mich ran und kläre z.B. schulische Dinge über die Kinder in einer rein sachlichen E-Mail. Da bekomme ich natürlich keine Antwort darauf, aber er ist im Bilde und hätte somit auch die Möglichkeit zu reagieren. Tut er dies nicht, bleibt mir keine andere Möglichkeit, als alleine zu entscheiden. Dann prallen aber auch eventuelle spätere Schuldzuweisungen an mir ab. Es ist SO wichtig und hilfreich, sich über die Verhaltensweisen von Narzissten zu informieren!!! Man wacht dabei förmlich auf und realisiert die Zusammenhänge… Dann ist es wichtig, an sich zu arbeiten, um das Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Der Narzisst ist, wie er ist. Man kann ihn nicht ändern. Man kann sich nur dafür entscheiden, den Tatsachen ins Auge zu sehen und so wenig Kontakt wie möglich zu haben, denn die erfahrene seelische Konditionierung sitzt tief. Ständiger Kontakt reißt immer wieder alte Wunden auf und wirft in alte Verhaltens- und Denkweisen zurück. Dieser Newsletter ist eine riesengroße Hilfe! Vielen herzlichen Dank dafür!!!

    • Hallo Susanne!
      Ich bin neu hier und neu in dem Thema, ich dachte bis vor kurzem immer das Verhalten meines Mannes( inzwischenEx-Mannes) wäre wegen seiner Alkoholkrankheit und einem versteckten Asperger Syndrom( ich dachte er hätte das) geschuldet. Nun erkenne ich ihn hier VOLL und GANZ wieder!!
      Wir haben zwei Kinder zusammen, nach 12 Hahren habe ich mich räumlich getrennt, dann folgten drei Kampfjahre, bis wir vor einem Jahr neu zusammen waren. Das hielt nur kurz, habe diese offensichtliche Respektlosigkeit und Geringschätzung mit gleichzeitiger Gleichgültigkeit mir gegenüber nicht lange ausgehalten.
      Er hatte mich trotzdem nicht in Ruhe gelassen, ich habe ihnnimmer wieder aufgefangen, bis er plötzlich eine neue Frau kennenlernte, eine ohne Kinder, die „frei“ ist, da ließ er mich plötzlich fallen, einfach so.
      Und er ist nicht fähig über einen Umgang mit den Kindeen zu reden oder zu schreiben. Es kommen auf Fragen, wie hast du am Wochenende Zeit für die Kinder, keine Antworten. Nur beleidigendes Zeugs.
      Nächste Woche wird beim Jugendamt schriftlich festgelegt, wie der Umgang anzusehen kann. Wenn er sich daran nicht hält, gibt’s eben keinen.
      Aber was mir neu ist, meine Welt wackelt. Ich bin verzweifelt, Trauer und Wut bestimmen meinen Alltag, das ist so schmerzhaft, das kannte ich do. in der Intendität und Dauer noch nicht.
      VG von Astrid

      • Susanne sagt:

        Hallo Astrid,
        ich verstehe Deine Verzweiflung. Als Mutter ist man eine Art Spielball zwischen dem Ex-Mann und den Kindern. Man möchte in erster Konsequenz ja, dass es den Kindern gut geht und muss aber unbedingt auch auf sich selbst achten. Das ist nicht einfach, wenn man plötzlich alleine dasteht. Ich weiß nicht, wie intensiv sich Dein Ex-Mann bisher um die Kinder gekümmert hat. In meinem Fall kann ich sagen, dass er schon immer eher ein „Gelegenheitsvater“ war. Inzwischen ist er auch neu verheiratet und geht in seiner Freizeit vorwiegend seinen eigenen Interessen nach. Eine feste Wochenendregelung wollte er nie, was den Kindern nebenbei bemerkt sehr recht ist, denn ein Umgang mit ihm ist auch für die Kinder sehr anstrengend und oft frustrierend. Wir wohnen nicht weit voneinander entfernt, somit reicht es ihm, wenn ihn die kleineren Kinder ab und zu mal für 2 Stunden besuchen kommen, (wenn er gerade daran denkt, dass er welche hat…). Es ist immer wieder ein Kampf. Der ganze Zirkus hört wahrscheinlich auch erst auf, wenn das kleinste Kind volljährig ist und man diesbezüglich keine Dinge mehr gemeinsam abstimmen muss.
        Wie geht es denn Deinen Kindern mit der Situation? Hast Du jemanden, der Dich auffängt? Am besten, Du informierst Dich so intensiv wie möglich über den Narzissmus. Wenn Du Dich „hinter den Kulissen“ auskennst, macht es Dich weniger angreifbar. Mir hat es sehr geholfen zu verstehen, dass ich ihn niemals ändern kann. Es ist auch egal was ich tue oder wie sehr ich mich anstrenge, es wird in seinen Augen niemals gut genug sein.
        Tief durchatmen und Dir bewusst machen, dass Du mehr wert bist, als das, was Du bisher durchgemacht hast! Versuche Zeit zu finden, um ab und zu Dinge zu tun, die Dir gut tun, damit Du Kraft tanken kannst. Denn die brauchst Du!
        LG Susanne

      • Silv sagt:

        @Astrid es ist wie Entzug am Anfang. Lass dich nicht osychisch völlig runterziehen. Du schaffst das.
        Mit dem ‚ wenn er sich nicht an Absprachen bzgl Umgangszeiten mit den Kindern hält dann gibts keinen‘ wird so nicht eintreffen. Da das Kindeswohl Vorrang hat und nur in wenigen begründeten Extremfällen dieses unterbunden wird.
        Bleib sachlich, kein Geheule u Geflenne und bitten u betteln ihm ggü. Lass das Ämter klären. Ansonsten suche DIR ggfs Unterstützung: gut strukturierte und ruhige Freundin due dich unterstützt, Familie.

      • Lise1 sagt:

        Stimmt, bei Narzissten wird manchmal zuerst vermutet, dass sie Aspie wären.
        Aber nicht nur diese beiden Dinge können miteinander verwechselt werden, sondern auch noch einige andere Dinge. Einem Laien ist das nicht möglich, zu unterscheiden. Hier im Blog werden Leute als Narzissten bezeichnet, die es manchmal gar nicht sind, die was anderes haben, oder sogar die Schreiber nicht merken, dass die Schwierigkeiten nicht immer von den anderen kommen.

        Ein Narzisst hält sein Verhalten für berechtigt und unauffällig, er spürt nur die Folgen und die kommen ja von den anderen, denen er dann die Schuld am Dilemma gibt.

        • Silv sagt:

          @Lise1 im echten Leben kann schon unterschieden werden in Abgrenzung zu anderen psych Erkrankungen. Da gibt’s typische Symptomatiken und Diagnosestandards

          • Lise1 sagt:

            Ja, das sind aber längere ausgeklügelte Verfahren. Die sind auch noch im Werden und es gibt viel Forschungsbedarf, wenn es auch Fortschritte gibt, die sich nur langsam rumsprechen.

            Laien können das Diagnostizieren mit Googeln oder Foren nicht machen. Da wird dann Narzissmus, Borderline, Autismus und noch so Einiges fröhlich miteinander verwechselt und die entsprechend falschen Konsequenzen gezogen und die Lage verschlimmert

          • Lise1 sagt:

            Wenn man jemanden für einen Autisten hâlt, der in Wirklichkeit Narzisst ist, da kann man sich wegen der Kränkung und dem eigenen verzeihenden Verhalten warm anziehen. Man hat den Narzissmus dann richtig befeuert, in dem Glauben, einem Aspie doch helfen zu müssen.

            Umgekehrt genauso schlimm.

            Helfen könnte da ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten, der Tipps geben kann, diese für Laien kaum erkennbare schlimme Falle zu umschiffen.

            Bevor eine Diagnose fest steht, irren sich sogar manchmal Fachleute über 3 oder mehr Umwege empor.

            Viel wi chtigerals der Name der Diagnose ist es, sich vor den Verletzungen zu schützen, was Frauen von vermeintlichen Aspies noch weniger machen als Frauen von vermeintlichen Narzissten. Da wir noch mehr geduldet und verbogen und man ist stolz drauf.

          • Silv sagt:

            @Lise1 ein Laie kann keine Diagnose stellen. Für Fachleute gibts Diagnosemanuale. Daraus kann schon recht eindeutig unterschieden werden. Leider lässt sich ein narz Mensch selten auf Therapie ein- häkt ersie doch die anderen für krank und kommt dann ggfs in Lebenskrisen. Da stellt dann der Therapeut- neben dem Behandlungsauftrag Depression, fest, dass es noch eine narz Problematik gibt. Im stationären Rahmen wird das nicht therapiert. Da fehlts an Therapieintensität und Behandlungslänge

      • Ina sagt:

        Hallo liebe Astrid,
        ich habe am Anfang ganz viele Filme gesehen, wenn ich den Schmerz nicht mehr aushalten konnte…(nur mal so als Tipp) Heute, über ein Jahr danach, kann ich sagen,dass ich nur noch traurig darüber bin das er mir nicht vorher passiert ist. Durch das viele arbeiten an mir, hat sich wirklich viel verändert. Ich muste mir Fragen stellen die ich mir ohne ihn nie gestellt hätte. Ich hab mein Leben ziemlich entrümpelt, das fühlt sich richtiger an.Du findest hier im Netz noch mehr hilfreiche Seiten,z.B YouTube. Es wir besser, ganz sicher. Meiner ist 2 Tage nach unserer Trennung zu seiner Ex gezogen die wie verrückt mit allen Mitteln gekämpft hat. Hat ihr einen Porsche geschenkt und einen Ring an den Finger geschoben. Die hab ich kürzlich gesehen….da war aber nix mehr von Glanz und Gloria:)))Ich hab mir damals eine Shit Liste geschrieben, hatte die immer bei mir. Als ich die beiden dann sah, konnte ich in mich lächeln und denken….tja,die hat jetzt den Typen mit Bremsstreifen in der Hose:)))

    • Sonnenblume sagt:

      Hallo Susanne,

      bei Deinem Beitrag bin ich gerade hängen geblieben, als ich mal wieder auf dieser Seite herumstöberte und nach guten Sätzen zu fischen, die meine Widerstandskraft wie Vollkornbrot nähren.

      Wunderbar der Satz: „Zum Glück habe ich mich seelisch wieder aufgebaut und im Griff“

      Zum Glück – also zu Deinem Glück hast Du selber innerlich eine gute Grenze aufgebaut und es geschafft, was entglitten und sich verselbständigt hat, fest in Deinen eigenen Griff zu bekommen (hat ja auch was mit begreifen zu tun).

      Da kommt bei mir so richtig rüber, dass Du handlungsfähig bist. Und nicht das Opfer der Umstände, die schwierig genug waren und vielleicht immer wieder sind.

      Du hast es nicht nötig, gegen ihn zu sein, sondern für dich. Ganz logisch, fast souverän anmutend sitzt du am längeren Hebel und willst ihn nicht aushebeln, sondern einfach nur nicht an dich ranlassen.

      Eine wohltuende Gelassenheit kommt da bei mir an.

      Es ist wie es ist. Sicher nicht wünschenswert als solches. Aber Realität. Punkt.

      Und daher umso erstaunlicher, wie viel Leben trotzdem oder erst recht möglich wird durch diese Wiederherstellung gesunder Grenzen und der Anerkennung von dem, was ist wie es ist….

      ….. so kann Schweres und Absurdes immer leichter werden und am Ende vielleicht kaum mehr an Bedeutung haben, weil losgelöst oder sogar ganz gelöst – aufgelöst – in reines Wohlgefallen – um deiner selbst willen und weil das Herzstück heil geworden ist……..

      Vielleicht habe ich jetzt den Mund zu voll genommen. Aber ich schreib es jetzt trotzdem so, weil ich daran glauben will, dass auch Schweres und Unvorstellbares sich wirklich und nachhaltig wandeln kann…… mit der Zeit, Schritt um Schritt……

      • Lise1 sagt:

        „Du hast es nicht nötig, gegen ihn zu sein,sondern für dich“

        🙂

        Sonnenblume, das ist ein Paradigmenwechsel, der das wunderbar ausdrückt, wie man in ein gutes Leben kommt.

      • Susanne sagt:

        Hallo Sonnenblume,

        freut mich, dass Du an meinem Beitrag hängengeblieben bist! 🙂

        Du hast recht und Du darfst fest daran glauben, dass das Schwere und Unvorstellbare sich wandeln kann, denn es kann!!!

        Und zwar genau dann, wenn man so tief in dem ganzen Mist drin sitzt, dass es keinen anderen Ausweg mehr gibt, als entweder zu handeln, oder daran kaputt zu gehen.

        Die eigene Schmerzgrenze sitzt ja oft sehr weit oben und letztendlich bleibt man auch gerne in der gewohnten „Komfortzone“, auch wenn sie längst nichts mehr mit Komfort, sondern eher mit Leiden zu tun hat. Man ist es einfach so gewohnt. Und dann ist da noch die Angst vor Neuem, die uns daran hindert, ewas zu ändern.
        Nur… wenn man selbst nichts ändert, ändert sich nichts.

        Das geht nicht von heute auf morgen und war auch bei mir ein Prozess über Jahre, in denen ich regelmäßig auch wieder in meine Verzweiflungs-Täler abgestürzt bin.
        Rückblickend kann ich aber sagen, dass es genau diese schwarzen Stunden waren, die mich dazu gebracht haben, zu recherchieren, zu lesen, und zu verstehen. So wird man mit der Zeit vom „Narzissmus – Opfer“ zum „Narzissmus – Profiler“. Und das ist ein großer Schritt zur Heilung.

        Durch die gemeinsamen Kinder muss man ja letztendlich immer wieder miteinander zu tun haben. Und wenn auch nicht direkt und persönlich (was sowieso die allerbeste Lösung ist), sondern durch E-Mails oder durch die Kinder…geht es doch selten ohne verbale Seitenhiebe seinerseits. Aber die entsprechen halt so stark dem Schema, dass er dafür glatt eine Eins mit Sternchen verdient hätte, wenn ich Noten vergeben dürfte! Somit wird er berechenbar. Seine Reaktionen und Kommentare planbar. Und irgendwann lehnt man sich tatsächlich nur noch entspannt zurück, weil man sich nicht mehr persönlich angegriffen fühlt.

        Es ist sicherlich nicht so, wie ich mir das damals vorgestellt habe, oder gewünscht hätte. Aber es ist jetzt meine Realität.
        Er ist, wie er ist, und ich bin, wie ich bin. Das ist aber eben nicht mehr so, wie ich war.

        Und…
        liebe Sonnenblume… UNSER großer Vorteil ist doch, dass WIR uns ändern können!!! Ein Narzisst kann es nicht!

        Wichtig ist, die ersten Schritte zu gehen. Stück für Stück. Und wenn es zunächst nur Baby-Schritte sind. Jeder von ihnen zahlt sich aus! Das sind wir uns doch wert, oder!?

        Liebe Grüße

        • Sonnenblume sagt:

          Liebe Susanne,

          Danke für Deine weiteren Gedanken, die Du geschrieben hast. Sie tun gut, so zu lesen. Schön!

          …. wenn einem immer mehr dämmert, was eigentlich läuft, dann geht ja wirklich immer mehr die Sonne auf. Ein neuer Tag bricht an, nach der Nacht….

          Auch wenn das Theater auf dieser Bühne noch lange Schatten wirft (oder einen recht langen Nachspann hat).

          Diese Bühne zu verlassen und ins Leben zu gehen ohne weiterhin eine Rolle spielen zu wollen und auch nicht mehr zu müssen im Leben des Anderen unter seiner „Regie“ wirkt sehr befreiend und attraktiv auf mich….

          ….. durch dieses Theater (alle Dramen inklusive) habe ich den Unterschied zwischen Wahrheit und Inszenierung deutlich zu spüren bekommen und bin mir selbst auf die Spur gekommen.

          Im Grunde war das alles dafür auch gut, wenn auch unvorstellbar und auch sehr verwirrend und wie mir scheint, auch nicht selbst gewählt.

          Opfer war oder wurde ich, dann aber nicht mehr.

          Ich habe viel über mich selbst gelernt. Auch darüber, wie ich zu einem solchen Opfer habe werden können. Ich verstehe mich und mein früheres Defizit und nehme es in den Blick.

          „Für mich“. Genau diese Richtung.

          Da hat ein „gegen den anderen sein“ gar keinen Raum und wirklich keine Bedeutung (mehr). Auch Abwertung ist nicht nötig, stelle ich fest.

          Auch wenn es noch Phasen gibt oder Szenen wie in einem Film an meinem Erinnerungshorizont erscheinen, lehne ich mich fast gemütlich zurück und schau es mir an.

          Wohlwissend, dass ich einen Film sehe und von wo aus. Ich spüre meine Umgebung, fühle mein „Zuhause sein bei mir vollständig und in Frieden mit dem wie es ist, mit dem Lösbaren und Unlösbaren und all dem Wunderbaren und Schrecklichen“….. das ist interessant für mich, dass scheinbar schon sehr viel ganz heil geworden ist.

          Mir gefällt sehr, wie vernünftig du mit der gemeinsamen Elternschaft umgehst und wie kreativ du mit seinem Verhalten umgehst, dass zwar unerwünscht und zuweilen anstrengend oder sonst was ist, aber dich dahin bringt, ihm sogar eine Eins ausstellen zu können….. weil du eben weisst, warum er so ist wie er ist und sich offensichtlich nicht ändern KANN oder auch nicht ändern KÖNNEN KANN….. es sei denn es geschieht ein Wunder…..

          Größtmöglicher Realitätssinn – macht wirklich Sinn!

          Danke nochmal und alles Gute weiterhin und auch für Eure Kinder, denen ich allen wünsche, dass sie gerade dadurch stark werden und das Beste aus dieser Realität für ihr Leben ziehen werden und daran wachsen und reifen….

  14. Martin HAHN sagt:

    Das ist genau das Kommunikationsmuster mit meinem Vater. Schriftlich ist aber auch vergebens, fühlt er sich noch erhabener. Damit waren wohl auch geklärt, wenn der narz. Persönlichkeitsgestörte der Vater ist, man nicht so einfach gehen kann.

    • Lise1 sagt:

      Martin, warum kannst du nicht einfach gehen? Bloß weil er den unerdienten Titel Vater trägt?

      • Friedel sagt:

        Nein, weil Blut nun einmal dicker als Wasser ist!

        Und es im Vergleich zu einem narzisstischen Partner noch eine größere gefühlsmäßige Herausforderung ist den Elternteil fallen zu lassen.

        Teilweise habe ich den Eindruck, dass hier „Grobmotoriker“ Kommentare abgeben.

        Als Kind, und auch als erwachsenes Kind, ist es schwer, den Narzissmus der eigenen Eltern zu aktzeptieren, den Vorteil durch Missbrauch am Objekt Kind.

        • Klarsicht sagt:

          Friedel, da gebe ich Dir absolut recht!
          Ich finde, unsere Eltern sind unsere Wurzeln und jeder Baum wird sich gut überlegen seine Wurzeln abzuschneiden, man könnte fallen…
          Ich habe eine narzisstische Mutter, deshalb bin ich wohl auch auf einen narz. Partner hereingefallen. Heute sage ich, das war meine Chance, ich habe so viel gelernt. Ich habe versucht zu verstehen, weshalb meine Mutter so geworden ist, was für eine Jugend sie hatte. Ich verstehe dies heute zwar, aber dennoch gibt es ihr nicht das Recht mich so behandeln. Aber sie hat es nicht anders gesehen und nicht anders gelernt in ihrer Jugend.
          Aber das spielt für mich gar keine Rolle mehr. Ich habe gelernt mein Helfer-Syndrom abzulegen, mein Gefallen-Wollen. Heute sage ich ihr (und überhaupt) klar, was meine Meinung ist, habe gelernt nein zu sagen; das tut mir sehr gut und empfinde ich als meine Heilung.

          • Lise1 sagt:

            Gratuliere, Klarsicht. Wenn du das gelernt hast, ist der oft empfohlene Kontaktabbruch zwecks Selbstschutz überflüssig geworden. Du bist nicht mehr Körperteil und Besitz der Eltern, Missbrauch und Manipulation ist nicht mehr möglich.
            Du lässt dich wegen deiner Selbständigkeit nicht meht herab würdigen oder dich zur Freizeitgestaltung oder Hilfeleistungen erpressen. Dazu haben deine Eltern dann andere gefunden und Bekanntschaften auf Augenhöhe (was zum Kind nicht geht) aufgebaut. Etwas Besseres kann dir und den Eltern nicht passieren

          • Lise1 sagt:

            Lilith, es wird der Tag kommen, an dem du merst, dass du einfach so ohne Grund wertvoll bist. Das wird in dir wachsen, das kann man ncht beschleunigen. Das war für mich eine totale Entlastung, ich kontte einiges einfach sein lassen. MeinTherapeut versicherte mir, es war in der Kindheit nötig, aber die ist vorbei. Er nahm mir auch die nachträglcihe Scham, weil er mir erklärte , dass es logische Folgen sind , die aus der Behandlung des jungen Kindes und er Jugendlichen vor über 40 Jahren kam, ist insofern normal. Irgendwie muss meine Selle ja darauf reagieren, von manchem zu viel, von anderem zu wenig und von vielem das Falsche bekommen zu haben. Er bestärkte mich, das anzuerkennen, auch meine Wut, Trauer und meine anstrengenden Marotten als REsultatr des Ganzen zu sehen, denn dann ann ich endlcih Verantwortung selber dafür übernehmen, beginnen damit umgehen zu lernen und es nach und nach immer weniger benötigen.
            Immer hübsch und fleißig und lieb zu sein ist sehr anstrengend, und mehr geliebt wird man nicht, und wenn, wäre es keine Liebe. Gut wenn man weiß, dass man es ein wenig ruhiger angehen lassen kann, dass man wahrhaftiger sein darf, und sich nicht mehr überfordern muss.
            Ich sage aber lieber dazu, dass der Therapeut das individuell für mich sagte, einem andern hätte er vieleleicht was anders gesagt, was den andern besser heilt. Mir nahm das eine Last, von der ich vorher nichts wusste, erst als sie weg war, spürte ich wie schwer die war.

            Liebe Lilith, fühle dich umarmt, ich verstehe

          • Friedel sagt:

            Hallo Klarsicht,

            das hast Du sehr treffend formuliert. Der Umgang mit Narzissmus in der eigenen Familie oder mit den eigenen Eltern ist noch einmal eine ganz besondere Herausforderung. Für mich stellt es sich dar, dass wir als Kind immer mit unseren Eltern/Elternteilen verbunden sind und es auch bleiben. Das muss sich nicht offensichtlich zeigen, im Innersten ist diese Verbindung jedoch kaum zu kappen. Anders als es im Umgang mit einem narzisstischen „Partner“ ist und infolge entweder der Kontakt gänzlich abgebrochen werden kann, oder je nach Situation eingeschränkt dosiert aufrecht erhalten werden muss.

            Der Weg, den Du beschreibst, ist genau der Weg und die Erkenntnis damit umzugehen.

        • Silv sagt:

          @Friedel: unterlasse bitte das grobmotorische Beleidigen der anderen Kommentierenden. Es ist nicht zielführend. Höchstens ggfs symptomatisch.

        • Lise1 sagt:

          Hilfreich könnte die Einsicht sein, dass der Elternteil einen schon lange fallen gelassen hat, er nur noch narzisstische Zufuhr vom Kind braucht. Kinder werden mitunter dann als Partnerersatz (bei Witwen) über Schuld-und Mitleidsgefuhle benutzt, oder für die Freizeitgestaltung gebraucht, weil die gehorsam sind als normale Freundschaften, die vom narz. Elternteil nicht aufgebaut werden (alle doof, Aber das Kind ist ja zur Bespaßung da)
          Da das Kind notgedrungen mitmacht, muss sich der Elternteil auch nichts suchen, ist ja anstrengend. Mitunter wird auch Erbschaft und Geld eingesetzt, um Liebe vom Kind zu kaufen, das sich den Forderungen nach Anwesenheit dann erst Recht noch entziehen kann. Es wird dann noch mal richtig deutlich wer wem überlegen ist, wer wen am Bändchen hält. Und die Ki der denken, die Eltern si d doch so einsam, ach Gottchen, dass die Eltern ihr Leben bewusst selbst so gewählt haben, und die braven Kinder ungefragt für ihre Lebensgestaltung in Anspruch nehmen, den Gedanken können sie irgendwie nicht denken.

          Ich nenne es das Braves-Kind-Syndrom. Egal welchen Preis das Opfer zahlt, Wegen dem unhinterfragten Dogma „Blut ist dicker als Wasser“ passiert viel Leid.
          Es gibt aber Auswege, das sei dazu gesagt

        • Lilith sagt:

          Hallo Friedel,
          ja es ist viel schwieriger die Eltern fallen zu lassen und ich habe es nie so ganz geschafft.
          Und ich gebe dir auch recht mit den “ Grobmotorikern „.

          Ich habe schon fast keine Lust mehr hier zu schreiben wegen der kalten und empatiefreien Kommentare.

          Manche hier meinen tatsächlich sie haben die Weissheit mit dem Schöpflöffel gegessen.
          Ich würde mir mehr Toleranz und Offenheit wünschen.

          Wir haben alle unsere eigenen Erfahrungen gemacht und ich mag es nicht wenn versucht wird mir eine Meinung überzustülpen.

          • Silv sagt:

            Friedel unter mehreren Nicknames.
            Wenn ich mir den Stil von F.s Kommentaren so durchlese, frage ICH mich ob ein wenig Selbstkritik nicht auch angebracht wäre.Und dann erscheinen immer kurz darauf andere Nicks, die das von Friedel eingebrachte Geschimpfe unterstützen. Hm.
            Hier sollte keine Spielwiese für Aggression sein, die ggfs woanders nicht losgeworden wird. Ist das Thema doch sensibel und die hier Schreibenden verletzlich.

          • Lilith sagt:

            An Silv,
            du solltest vielleicht mal über Paranoia und Verschwöhrungstheorien nachdenken.
            Und ich hab ja auch schon lange den Verdacht wenn ich hier die Kommentare von dir und Lise1 durchlese, das ihr die Gleichen Personen seid. ( vorsicht Ironie )
            Och….und ich habe sie doch so gerne meine Spielwiese für Aggression,jetzt hast du mich aber durchschaut.
            Bravo !

          • Lise1 sagt:

            Lilith, das du die Kommentare kalt findest und nicht mehr schreiben magst, kann ich gut nachvollziehen.

            Ich will dir sagen, dass ich das alles auch hinter mir habe und eine Zeit lang froh über jedes warme Wort, jedes Verstehen und jeden Zuspruch war, der mir bestätigte, dass mir Ungeheuerlich geschah. Nach und nach enthüllte sich mir, dass die EheBeziehung nicht das
            Problem, sondern das Symptom war.
            Mit der Zeit entblätterte sich auch immer mehr mein eigenes, für Missbraucher einladendes Verhalten,
            und ich habe das Gefühl wenn ich zusätzlich zu meiner Ansicht zu Ursachen, Eigenanteil und Möglichkeiten ins bessere Leben zu kommen, noch das Ausmaß meines Mitgefühls beschreiben würde, mache ich noch längere Texte.

            Vielleicht sollte ich es tun, ich krümme mich oft innerlich beim Lesen des erlittenen Leids und dem nichtgelebten eigenen Lebens. Das macht mich auch so wütend, wenn Respektspersonen sich beklagen, dass sie nicht mehr beliebig eingreifen dürfen ins Leben der Schwächeren, die nicht mehr die Schwächeren sein wollen.

            Ich will alle irgendwie damit trösten, dass es ein Leben nach dem Missbrauch gibt, was besser ist als jemals gehabt, dass man dazu aber Dinge oder Menschen innerlich verlassen muss.

            Dazu hätte ei e Therapie, die das unterste nach oben gekehrt hat, ich musste vieles ändern, das war traurig und schwer aber unglaublich gut.

            Ich wünsche allen Menschen ein erfülltes eigenes Leben und liebevolle Beziehungen voller Achtung und Anerkennung.

            Ich war selber so ein armes Opfer, kaum noch arbeitsfähig. Am Boden zerstört, aus einer lebenslustigenKarrierefrau war ein Wrack geworden. Alle anderen hatten Schuld und ich war doch so gut. Lach. Ist berechtigt, aber das war nur einer der ersten notwendigen Schritte, sich das Recht zu Trauer und Wut endlich zu geben. Danach geht’s weiter, wenn man sich traut und mag.

            Zuspruch von anderen fand und gab ich damals erstmalig in Foren und das tat unendlich gut. Und dann gings mit der daraus gewonnenen Kraft ans
            aufräumen.

            Lässt euch nicht vertreiben, wenn meine oder andere Kommentare kalt sind, holt euch Kraft überall wo es sie gibt.Und lernt auch, dass einige die Opferrolle einnehmen und dabei gleichzeitig Oper und Täter sind. Den Opferanteil bitte ich zu bearbeiten, den verschwiegen Täteranteil kann ich nicht aushalten, ich habe noch die für Außenstehende glaubhaften Klagen der Narzissten im Ohr, wie mit ehrliche Gesicht verlogen ihre Opferrolle spielten, nachdem sie ganze Familien in Schutt und Asche legten.

          • Lilith sagt:

            Hallo Lise,
            ich wollte dich nicht verletzen, tut mir leid!
            Du hast recht, ich wollte und will noch immer das die Menschen in meinem Umfeld verstehen was mir angetan wurde, welch fürchterliches Unrecht und welch fürchterliche Verletzungen.
            Ich verachte mich manchmal selbst für mein Verhalten.
            Das ich um Solidarität und Mitgefühl bettle.
            Das ich meine, beweisen zu müssen, das ich ein liebenswerter Mensch bin.
            Daran merke ich wie tief ich gesunken bin.
            Es wird langsam besser und ich merke das mir Manches echt schnurzwurst ist.
            Es ist einfach auch so schwer, weil du so allein dastehst.
            Meine Geschwister und auch der Rest der Familie verstehen einfach nicht was los ist.
            Ich steh jetzt an den Gräbern meiner Eltern und ich weine.
            Und Jeder denkt ich trauere um sie, aber das tue ich nicht.
            Ich habe mich schon lange innerlich von ihnen verabschiedet.
            Besser ausgedrückt, sie haben meine Liebe zu ihnen ermordet.

            Der Vogel schlüpft aus dem Ei,
            das Ei ist die Welt.
            Wer geboren werden will,
            muß eine ( seine ? ) Welt zerstören.

            Frei nach Hermann Hesse

          • Lise1 sagt:

            Lilith, du hast mich doch gar nicht verletzt! Es tat mir nur leid, dass hier Menschen sind, die auf Verständnis und Wärme hoffen, weil ihnen die so lange gefehlt hat und die dann kalte Kommentare lesen müssen, die das dauerhafte Verharren Opferrolle ablehnen. Allerdings weiß ich , dass Trauer Jahre braucht, auch das Klären, was einem passiert ist, das geht alles nicht schnell und in der Zeit braucht man viel Wärme und weniger Rat-Schläge

          • Lise1 sagt:

            Lilith, es wird der Tag kommen, an dem du merst, dass du einfach so ohne Grund wertvoll bist. Das wird in dir wachsen, das kann man ncht beschleunigen. Das war für mich eine totale Entlastung, ich kontte einiges einfach sein lassen. MeinTherapeut versicherte mir, es war in der Kindheit nötig, aber die ist vorbei. Er nahm mir auch die nachträglcihe Scham, weil er mir erklärte , dass es logische Folgen sind , die aus der Behandlung des jungen Kindes und er Jugendlichen vor über 40 Jahren kam, ist insofern normal. Irgendwie muss meine Selle ja darauf reagieren, von manchem zu viel, von anderem zu wenig und von vielem das Falsche bekommen zu haben. Er bestärkte mich, das anzuerkennen, auch meine Wut, Trauer und meine anstrengenden Marotten als REsultatr des Ganzen zu sehen, denn dann ann ich endlcih Verantwortung selber dafür übernehmen, beginnen damit umgehen zu lernen und es nach und nach immer weniger benötigen.
            Immer hübsch und fleißig und lieb zu sein ist sehr anstrengend, und mehr geliebt wird man nicht, und wenn, wäre es keine Liebe. Gut wenn man weiß, dass man es ein wenig ruhiger angehen lassen kann, dass man wahrhaftiger sein darf, und sich nicht mehr überfordern muss.
            Ich sage aber lieber dazu, dass der Therapeut das individuell für mich sagte, einem andern hätte er vieleleicht was anders gesagt, was den andern besser heilt. Mir nahm das eine Last, von der ich vorher nichts wusste, erst als sie weg war, spürte ich wie schwer die war.

            Liebe Lilith, fühle dich umarmt, ich verstehe

          • Lilith sagt:

            Hallo Lise,
            lieben Dank für deine Worte und deine Umarmung.
            Ich habe das Gefühl jetzt ist wieder ein Knoten geplatzt und ich habe geweint.
            Aber das war richtig gut.
            Ich möchte deine Kommentare nicht missen.
            Manche sind wie ein stochern in meinen Wunden,aber wer sich auf den Weg macht, dessen Wunden müssen erst ausbluten bevor sie sich schließen können.
            Und wir hier triggern uns auch gegenseitig, deswegen sind manche Reaktionen so heftig und es schaukelt sich was hoch.
            Aber das ist auch in Ordnung.

            Manchmal kommen dadurch die besten Sachen ans Licht.

            Liebe Grüße Lilith

        • Silv sagt:

          @ Friedel ja da gebe ich Dir recht. Sich von einem Elternteil absolut zu distanzieren ist noch mal eine ganz andere Hausnummer. Tut dann aber, nach Vollzug, unendlich gut. Mir jedenfalls. Nach 40 Jahren

    • Sonnenblume sagt:

      Lieber Martin,

      …. ja, ich kann das auch verstehen. Denn „der Vater“ ist eben in seiner Bedeutung „der Vater“. Schon allein als Figur.

      Aber offensichtlich verhält er sich dir gegenüber nicht wie ein Vater. Es ist traurig, finde ich. Wirklich schade. Vielleicht hast Du schon immer danach gesucht, dass er es doch noch für dich sein könnte….. Keine Ahnung, was deine Geschichte ist und wie weit und wie lange du gegangen bist….

      Ich denke, dass es auch möglich sein könnte, klar zu unterscheiden zwischen Verhalten und Sein. Er ist zwar dein biologischer Vater. Aber vielleicht nicht mehr als das.

      Dann könntest Du ja anfangen, so mit Dir und Deinem sogenannten inneren Kind umzugehen, es entsprechend zu beachten und zu verstehen, wie Du es gerne gehabt hättest…… und nimm vielleicht mit der Zeit Abschied von der Suche bei deinem biologischen Vater, der es offentlichtlich nicht sein kann. Das ist wohl alternativlos. Keine Wünsche und Hoffnungen mehr an ihn richten. Wie eine erwachsene Person innerlich (man kann sich ja trotzdem sehen) Abschied nehmen und gleichzeitig das innere Kind dabei gut versorgen.

      So stelle ich mir das vor, könnte es gehen…..

    • Waltraud sagt:

      Martin man muss nicht gehen, aber man kann sich distanzieren und das gleiche Verhalten des Vaters an den Tag legen…… Warum läuft man etwas hinterher, von dem man schon weiss, es geht ins Leere. Genau da sollte man ansetzen. Ich hab auch viel zu lange versucht, Antworten zu erhalten.
      Völlig sinnlos. Man macht sich klein oder bleibt weiter klein und in Abhängigkeit.

    • Hannah sagt:

      Hallo, lieber Herr Hahn,
      ich bin in einer Familie groß geworden, die aus einem lieben Vater, einer Mutter mit Narzisstischer Persönlichkeitsstörung, meiner Schwester und mir bestand. Mein Vater ist gestorben, als ich jung war, und ich bin ganz von meiner Mutter vereinnahmt worden und habe für die ganze Familie gesorgt, aber das kam mir gar nicht falsch vor, weil ich ja zeit meines Lebens eine bestimmte Rolle in ihren Augen hatte.
      Ich würde am liebsten mit Ihnen zusammen sitzen und Ihnen helfen. Ich weiß, was man damit meint, dass man nicht gehen mag, weil sie ja Mutter oder Vater sind. Aber wissen Sie, meine Mutter und Ihr Vater waren schon so, wie wir sie kennen und kannten, bevor wir geboren wurden. Und sie müssen selbst etwas so Schlimmes erlebt haben in ihrer Kindheit (keine Entschuldigung, nur eine nüchterne Erklärung), dass sie jemand geworden sind, der gar nicht Mutter oder Vater sein kann. Wenn Ihr Vater eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung hat und Sie ihn nicht verlassen mögen, setzen Sie vielleicht ein moralisches Gerüst in ihm voraus, dass er gar nicht hat. Wenn er eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, dann sind Sie wie alle Anderen auch „er“, denn er kann andere Menschen ja nicht als eigenständige Persönlichkeiten wahrnehmen.
      Wenn es Ihnen zu schwer fällt, sich zu schützen und sich von ihm zu trennen, dann könnten Sie überlegen, dass er ja krank ist. Meinen Sie, sie könnten ihn aus der Distanz betrachten und in Ruhe überlegen, was Sie (ganz allein Sie, nicht er) wollen?

      Wenn man es dann aus unserer „Kind-Perspektive“ betrachtet – wir als Kinder dürfen mehr erwarten von Eltern, Herr Hahn, nämlich dass wir nicht missbraucht werden, egal, wie alt wir sind. Eltern sind dazu da, dass sie einen lieben und dass man ihnen immer vertrauen kann. Sie dürfen einem nie das Gefühl geben, dass man erst etwas Bestimmtes erfüllen muss, so dass man in ihren Augen liebenswert erscheint.
      Aber ich weiß … es ist schwer.
      Wenn Sie mögen, lesen Sie doch einmal in diesem Buch nach https://www.epubli.de/shop/buch/Narzisstin-ist-tot-es-lebe-mein-Ich-Aber-wo-finde-ich-das-Hannah-Crispus-9783746730981/75454
      Ich bitte darum, dass nun niemand denkt, ich möchte damit hier Werbung machen. Ich habe zwar durch eine Systemische Familienaufstellung und eine Psychotherapie alles verstanden und würde auch nicht mehr zu jemandem mit einer Narzisstischen Persönlichkeitsstörung passen, aber das, womit ich zu kämpfen habe, ist, dass ich für das, was ich leiste, auch etwas bekomme. Da stehe ich trotz aller Erkenntnisse wie der Ochs vor´m Scheunentor. Das ist schwer. Mit einem Fingerschnipp kann ich für andere alles erreichen, was sie brauchen, für mich selbst etwas Gutes zu tun fühlt sich wie eine Quälerei an. Das ist aber wohl die letzte Folge der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung meiner Mutter, die ich beseitigen muss 🙂
      Ich würde mich freuen, wenn Ihnen das Buch helfen könnte. Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen, und bis heute weiß ich, dass es richtig war.
      Ich wünsche jedem, dass er jemanden bei sich hat, der ihm hilft, aus der Realität des Narzissten herauszutreten. Menschen wie Herrn Grüttefien, der Psychotherapie anbietet und sich auf diesem Gebiet so gut auskennt, müsste es in jeder Stadt geben.

      Es ist erschütternd, wenn man versteht, dass man eigentlich nur in einem Theaterstück mitgespielt hat. Wir haben doch nur ein Leben.

      • Lise1 sagt:

        Das Training, andern helfen zu wollen/zu können und sich selber ncht helfen zu können ist tatsächlcih der Drill und die verbognee Seele von Kindheit an. man musste eine rolle einnehmen, die außerhalb der ordnung ist. Z.B. wenn ein Kind sich um einen Elternteil kümmern muss. Mitunter bekommt man sogar den Auftrag von der umwelt: „pass gut auf mama auf, pass gut auf dien Gesschwister auf“ und kann als Kind oder Jugendlicher und später als Erwachsene nicht merken, dass es unzumutbar für ein Kind ist. Oder zumindest sehr brav sein muss, („gib Frieden“) damit es Mama oder Papa ncht noch schweeer haben. Da verlernt man dann, dass das Eigene eine Bedeutung hat.

        Wenn einmal an der Stelle gebrochen, kann jeder (Kollegen, Nachbarn oder sonstwer) die Hilfe gewollt oder ungewollt bekommen.

        Hilfreich sit, auch mla die negativben Gefühle zu sehen, die ständiges Geholfen werden bei normalen menschen auslöst. Scih in die Schuhe der andern zu begegben. Es ist nciht immer wertschätzend, wenn man sagt oder auch nur denkt, lass mich helfen, allein kannst du das nicht. Dann bekommt man natürlich nichts zurück, sondern es kann sein, das andere sich im Extremfall sogar abwenden, wenn sie durch Hilfe unmündig geahlten werden (z.B. heranwachsende Kinder oder Ungtergebene in der Firma, Partner mit vermuteten Störungen usw)

        Es gilt beim Helfersyndrom: weniger ist mehr.
        Das sagt jemand, der selber das Helfersyndrom hat und dagegen ankämpft. Zu wissen, warum man das hat, ist ja nur der erste Schritt. Zu wissen, wie man damit nerven oder sogar schaden kann, ein anderer

        • Hannah sagt:

          Hallo, Lise1,
          ich glaube, das Helfersyndrom ist etwas Anderes als das, was ich meinte. Das, was mir noch schwerfällt, ist, tatsächlich Geld am Ende meiner Leistung zu sehen, das mir zusteht und auf das ich mich freuen kann 🙂 Damit meine ich Geld, das über das hinaus geht, was ich dringend zum Leben und Wohnen brauche.

          Ich bin mein Leben lang selbstständig. Was Sie schreiben über das Training anderen helfen zu können, sich selbst aber nicht – das kann ich beides. Darauf kann ich mich auch immer verlassen. Ich hatte schon früh viel Verantwortung für Finanzielles, Materielles und einen Haufen Emotionales. Da haben Sie Recht – da hatte man es zu tun mit Dingen, die Kinder eigentlich gar nicht kennen lernen und auch nicht tragen sollten.

          Ich bin ein ziemlicher Eigenbrödler und bin am liebsten ganz allein. Wenn ich nicht Mutter wäre, wäre ich schon vor langer Zeit per Spinnweben mit meinem Schreibtisch und meinen Lateinbüchern verwachsen 🙂 Wenn ich jemandem helfe, dann hat er mich gefragt, und ich mache es sofort und gern und versuche erst immer etwas zu tun, so dass er sich selbst helfen kann, aber manchmal geht das auch nicht. Generell habe ich aber ein zu winziges Gesellschaftsleben, als dass ich viele Menschen treffe.

          Wenn man einen Elternteil mit NPS hatte, hat man ja auch damit zu tun, dass man seine Identität findet, seine Persönlichkeit. Als gebranntes Kind passe ich immer auf, dass ich mein Kind selbstständig sein lasse und nur helfe, wenn es Hilfe braucht oder damit es einen sicheren, geborgenen Rahmen hat.
          Ach, es ist gemein, wenn einem ein Elternteil beibringt, sich selbst nur über das zu definieren, was man ihm gibt. Grausam.

          • Lise1 sagt:

            ja, Hannah, es ist unerhört. Im doppelten Wortsinn.

            Ich hoffe, Sie können Ihr neues Buch gut verkaufen.

            Wie kommt es, dass Sie Eigenbrödler sind? Ist es die andere Seite der Medaille? Wollen Sie das sein? Wenn ja, warum? War das schon immer so? Wenn ja, warum?

            Ich bin sicher, dass andere Menschen Sie mögen, egal was Sie leisten, einfach nur weil Sie sind, wie Sie sind. Das ist vielleicht vom Verstand her zu begreifen, vom Gefühl ist das schwer, das als sicheres Wissen in sich zu haben.

            Das Buch über Brave-Tochter-Syndrom zeigt den einen oder anderen Denkansatz, wie sich das auf das ganze Leben auswirkt. Und wie man sich helfen kann. Einiges hätte ich vor 2 oder 3 Jahren noch nicht verstanden bzw abgewehrt. Aber wie ich an anderer Stelle schrieb, gibt es auch Therapeuten, die das kenne, sie hören jeden Tag davon und können Sie begleiten, das so zu gestalten, dass Sie ein gutes Leben für sich kreieren können und auffangen, wenn was schief läuft.

          • Hannah sagt:

            Hallo, Lise1 :-),
            unter Ihrem Post war kein Antwort-Button, daher weiß ich nicht, wo meiner jetzt landet 🙂

            Ja, ich war schon immer froh, wenn ich etwas mit meinem Kopf machen konnte ohne gestört zu werden. Das ist für mich nichts Negatives, und ich denke, wir sind alle verschieden. Ich würde jederzeit lieber zu einem Vortrag über Mathe oder Physik gehen als zu einer Party.
            Wenn ich Zeit habe zu überlegen, was zuerst da war – Big Bang oder Big Crunch – das ist etwas Besonderes (die Zeit zu haben :-)).

            Ich danke Ihnen für Ihre lieben Worte. Das Buch ist keine Aneinanderreihung von Erlebnissen, sondern eher ein Versuch, unsere Familienstruktur (auch bezüglich früherer Generationen) zu verstehen und besonders auch das Innere desjenigen mit der NPS, denn es ist so frustrierend, dass derjenige niemals verstehen wird.
            Und es ist ein Buch, das sich für die Hilfe durch einen Psychotherapeuten ausspricht.

            Ich habe den Vater meines Kindes schon vor elf Jahren verlassen, weil ich es beschützen wollte, als ich sah, dass er mit ihm umzugehen begann wie mit mir. Da ich unter keinen Umständen wollte, dass sie so wird wie ich, habe ich eine Psychotherapie und eine Systemische Familienaufstellung gemacht. So kam ich, wie so viele, vom Vater meines Kindes zu meiner Mutter und lernte dabei, was Persönlichkeitsstörungen sind und was eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung ist. Ich hatte eine ganz tolle Psychologin.
            Das liegt Jahre zurück, aber man braucht auch danach noch Zeit, um wirklich zu verstehen, was der Narzisst nicht kann und man nicht erwarten kann und deshalb ganz allein auseinanderklamüsern muss.

            Meine Mutter war eine Bilderbuch-Narzisstin, aber mein Vater war toll.

            Ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben, Lise1, aber für mich ist es so, dass das Verantwortlichsein für mein Kind und Nicht-Verkorksen der Seele meines Kindes das allerwichtigste war, was ich schaffen musste. Das hieß, ich musste mich erinnern, dass ich überhaupt da bin, dass ich liebenswert bin und etwas Gutes für einen anderen bedeute. Mein Kind konnte doch nicht mit jemandem aufwachsen, der sich in missbräuchlichen Mustern zu Hause fühlt. Das ging nicht.

            Ich habe eben ein bisschen über das Brave Tochter Syndrom gelesen. Ich glaube, auch die missbräuchlichen Beziehungen der Menschen mit einer NPS zu anderen Menschen sind unterschiedlich und haben verschiedene Auswirkungen. Ich habe nie nach Bestätigung gesucht, sondern nach dem Gegenteil von Aufmerksamkeit.

            Aber selbst, wenn man alles klar hat und den Kontakt abgebrochen hat, ist es noch einmal etwas Anderes, wenn der Narzisst schließlich verstirbt. Meine Schwester und ich sind gute, liebe Menschen, aber ich muss sagen, wir sind beide wie befreit. Es ist, als ob sich ein grauer Nebel aus unser beider Leben kontinuierlich verzieht und wir erst jetzt in unser eigenes Leben starten.

  15. Dani sagt:

    Leider ist das nicht einfach. Wäre es so, würde sich jeder ohne größere emotionale Probleme von einem Narzissten trennen können.

  16. Katja sagt:

    Wieso sollte man sich so für einem Narzissten verbiegen? Wenn ich den Verdacht habe, dass es sich um einem Narzissten handelt, suche ich das Weite und gut ist.

    • Jörg sagt:

      Das ist ja die Crux, wenn du nicht weisst, mit wem oder was Du es da zu tun hast, Lösungen suchst, die gar nicht fruchten können, weil, wie in meinem Fall, ich einfach nicht auf die Idee gekommen bin, dass ich es mit einer gestörten Persönlichkeit zu tun habe. Wenn man das einmal geblickt hat, ist man geimpft für den Rest des Lebens, würd ich mal sagen.

    • Silv sagt:

      @Katja da bist du halt nicht die Passung ( Conarzisst) und nicht in Gefahr in eine Abhängigkeitsbeziehung zu geraten. Aber: wenn du da keine Schwierigkeiten hast warum bist du dann hier?

      • Silv-2 sagt:

        Aber: wenn du da keine Schwierigkeiten hast warum bist du dann hier?

        Was für eine arrogante Maßregelung! Wird hier eigentlich langsam „Gesinnungsdiktat“ betrieben?

        • Lise1 sagt:

          Ich habe es so verstanden, dass es nicht darum geht, ob jemand hier schreiben darf, (das wird gar nicht in Frage gestellt), sondern dass die Probleme maskiert werden und von Katja so getan wird, als ob sie gar keine hätte, sich nur über die Probleme der Anderen wundert. Ich verstehe es als Provokation, damit Katja über ihre Berührungspunkte zum Narzissmus schreibt

        • Silv sagt:

          Silv-2🤣gute Idee dein Nick.
          Wenn sich eine Kommentierende in der Art wie Katja hier einbringt- frage ich mich ggfs schon: schreibt man als Betroffene oder als Forentroll?

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