Der Narzisst protzt mit früheren Beziehungen

Ein Narzisst nutzt seine Erfahrungen und Erfolge in früheren Beziehungen, um sich damit vor anderen zu brüsten und mit seinem außergewöhnlichen Charme, seinen ausgezeichneten Verführungskünsten, seiner Unwiderstehlichkeit und seinen genialen sexuellen Praktiken zu protzen. In neuen Beziehungen kann er sogar seinem neuen Partner die Vorzüge des Ex-Partners ständig unter die Nase reiben, um diesen damit zu manipulieren.

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Dem männlichen Narzissten ist es nicht peinlich, in der Öffentlichkeit mit intimen Details früherer Beziehungen zu protzen. Als besonderen Beweis seiner Einmaligkeit zählt er seine beachtlichen Verdienste in früheren Beziehungen auf. Dabei geht es weniger darum, seine menschlichen und sozialen Fähigkeiten herauszustellen, als vielmehr die geniale Technik seiner Verführungskünste, seine sexuelle Kompetenz sowie die Quantität seiner erotischen Abenteuer. Der Narzisst will sich mit dem Bild eines Don Juan vor anderen brüsten.

Der Narzisst sieht sich als himmlischen Verführer und unwiderstehlichen Frauenheld, dem das andere Geschlecht reihenweise zu Füßen liegt und das sich nach ihm verzehrt. Seine sexuelle Anziehungskraft und Potenz sind für ihn der Ausdruck seiner Stärke sowie seiner heimlichen Macht über das andere Geschlecht. Da ihn diese Rolle mit Stolz erfüllt, glaubt er, seine Errungenschaften auf diesem Gebiet besonders betonen und ausschmücken zu müssen.

Dabei ist auffallend, wie wenig er seinen jeweiligen Partner als Person eigentlich wertschätzt, sondern dass er diesen vielmehr als Objekt betrachtet, das es zu erobern und zu beherrschen gilt. Beziehungsmuster, die auf wahre Liebe schließen, wie Vertrauen, Innigkeit und Zärtlichkeit werden in seinen Ausführungen schmerzlich vermisst. Der Partner mit seinen individuellen Persönlichkeitsanteilen steht für ihn nicht im Vordergrund. Vielmehr wünscht er sich einen attraktiven und willigen Begleiter an seiner Seite, mit dem er auffallen und protzen kann. Der Partner dient lediglich als Aushängeschild und soll seine Großartigkeit noch steigern. Der Narzisst will keine Bindung, sondern er will erobern, und er will auch keine Liebe, sondern Sex.

Der Narzisst will sich mit seinem Können profilieren

Würde der männliche Narzisst nun seine sexuellen Verdienste nur unter seinesgleichen verbreiten und sie dort als Mittel zur Selbstbestätigung nutzen, würde er sich unbedingt mit ihnen messen und erleben wollen, wie gut er im Vergleich zu anderen Herzensbrechern ist und dass ihn alle anderen neidisch für sein Talent bewundern, wäre im Grunde nichts dagegen zu sagen. Unbeteiligten Außenstehenden mutet diese ekelhafte Protzerei jedoch eher lächerlich an.

Um sich ins rechte Licht zu rücken, werden außerdem ohne Rücksicht auf die Würde des Ex-Partners intimste Einzelheiten preisgegeben, die geschmacklos und abwertend sind. Der Ex-Partner wird vor dem Freundes- oder Kollegenkreis bloßgestellt und als naives Opfer beschrieben, das dem unglaublichen Reiz des einmaligen Narzissten verfallen ist. Der Ex-Partner hat keine Chance, sich zu verteidigen oder die übertriebenen und abstoßenden Darstellungen richtigzustellen. Bei seinen Schilderungen geht es dem Narzissten weniger darum, den Ex-Partner öffentlich zu erniedrigen, als vielmehr darum, mit seinen brillanten Leistungen zu protzen.

Zudem dichtet der Narzisst gerne zu seinen Fähigkeiten und Errungenschaften einige Unwahrheiten hinzu, übertreibt maßlos oder verdreht die Wahrheit bis zur Unkenntlichkeit. Da wird die Anzahl seiner Eroberungen schon mal nach oben frisiert, seine Ausdauer beim Geschlechtsverkehr oder die Länge seines Phallus beschönigt sowie eine grenzenlose Begierde des Partners bis hin zur Nymphomanie  erfunden. Hauptsache, er kann sein Publikum für sich einnehmen und sich als erfolgreichen Schürzenjäger präsentieren.

Der alte Partner lebt in der neuen Beziehung weiter

So richtig ekelig wird es aber, wenn der Narzisst ganz freizügig und ohne Scham seinem aktuellen Partner von Intimitäten früherer Beziehungen berichtet. Alle romantischen oder auch ungewöhnlichen – zuweilen auch skurrilen – Orte, an denen man sich liebte, und alle Varianten sexueller Stellungen werden detailliert und mit Inbrunst vorgetragen. Die grenzenlose Bereitschaft und die einmaligen Vorzüge des Ex-Partners werden besonders herausgestellt und der willige Vorgänger wird als Maßstab für den Sexualverkehr oder andere Liebesdienste innerhalb der Beziehung genutzt, an dem sich der neue Partner messen lassen muss.

Dem neuen Partner wird vorgeworfen, dass er beim Sex nicht genügend Lust und Kreativität zeigt, dass sich sein Körper nicht so gut anfühlt wie der des Ex-Partners oder dass er immer ein zu langes Vorspiel benötigt, was in früheren Beziehungen ganz anders war. Der Narzisst vermisst die Hingabe, Leidenschaft oder auch anregenden Sexspiele, die er aus früheren Beziehungen gewohnt ist. In seinen Beschreibungen schwingt ein vorwurfsvoller Unterton mit, der dem Partner das Gefühl gibt, minderwertiger im Vergleich zu früheren Partnern des Narzissten zu sein und mit deren Sexappeal und Sexpraktiken nicht mithalten zu können.

Der Ex-Partner wird in Situationen, in denen der Narzisst mit dem derzeitigen Partner unzufrieden ist, auf so unglaubliche Weise idealisiert, dass sich der neue Partner eigentlich die Frage stellen muss, warum der Narzisst nicht mehr mit dem Ex-Partner zusammen ist, sondern mit ihm, an dem doch offenbar alles schlechter ist. Stattdessen sieht der Partner in der Unzufriedenheit des Narzissten und den permanenten Abwertungen die Aufforderung, sich mehr anzustrengen und die vorherige Beziehung als Maßstab für zukünftige Liebesbeweise zu nehmen. Die Spitzenleistungen der Vorgänger werden als Ansporn gesehen, es besser als die Helden früherer Nächte zu machen.

Der neue Partner wird mit dem alten Partner erpresst

Das Vorhalten der Vorzüge früherer Partner löst beim aktuellen Partner eine starke Unsicherheit aus. Er kann sich nie sicher sein, ob sein Verhalten für den Narzissten gut genug ist oder ob er wieder mit dem Ex-Partner droht. Aus Angst, der Narzisst könnte ihn verlassen und beim nächsten Fehler wieder zu seiner Verflossenen zurückkehren, kontrolliert der Partner seine Worte und Handlungen und versucht, sich unbedingt den Vorstellungen des Narzissten anzupassen, um diesem zu gefallen. Er macht sich vom Urteil des Narzissten abhängig, aus Angst vor einer Trennung.

Dabei müsste der Partner eigentlich die Flucht ergreifen. Der Narzisst zitiert so oft am Tag den Namen seiner Ex, dass es dem Partner aus den Ohren herauskommen müsste. Wie ein Stromschlag fühlt es sich jedes Mal an, wenn der Name des Ex-Partners fällt: „Katja hat nie so viel gelesen wie du, sie hat sich nur um mich gekümmert!“ – „Katja hat immer mit mir zusammen Fußball gesehen!“ – „Katja hat mir den Kaffee morgens immer ans Bett gebracht!“ – „Katja kam morgens immer zu mir unter die Dusche!“ Dies sind dann die Aussagen des Narzissten, die seine Unzufriedenheit mit dem derzeitigen Partner und gleichzeitig seine Sehnsucht nach alten Ritualen zeigen.

Nicht nur, dass es für den Partner hochgradig demütigend ist, ständig mit dem Ex-Partner verglichen zu werden. Es bewirkt bei ihm auch eine zu starke Fixierung auf die Wünsche des Narzissten. Allerdings will der Narzisst mit dieser beschämenden Methode genau dieses Ziel erreichen: Er will der uneingeschränkte Mittelpunkt des Partners sein. Ihm liegt nicht wirklich daran, zum Ex-Partner zurückzukehren, und sehr wahrscheinlich werden dessen Vorzüge auch nicht realitätsgetreu dargestellt. Viel wahrscheinlicher ist es daher, dass der Narzisst den Ex-Partner zwar so haben wollte, wie er ihn jetzt seinem neuen Partner beschreibt, jedoch diese Form der grenzenlosen Verehrung nicht bekam, weshalb die Beziehung endete.

Die Schilderungen dienen aber hervorragend als Druckmittel, um den Partner an der Leine zu führen und ihm unmissverständlich zu verstehen zu geben, welche Wünsche für den Narzissten höchste Priorität haben. Der alte Partner dient dem Narzissten somit nur als Dressurstock, mit dem er den neuen Partner in die Spur bringen kann. Gleichzeitig will der Narzisst mit der Idealisierung des Ex-Partners, der angeblich jederzeit dazu bereit war, alles für ihn zu tun, um ihn glücklich zu machen, ausdrücken, was er doch für ein toller Liebhaber und Partner ist.

Die hier beschriebenen anormalen Verhaltensmuster können auch im Rahmen anderer Persönlichkeitsstörungen oder psychischer Erkrankungen auftreten. Sie sind nicht explizit nur bei einem Narzissten zu beobachten, wenngleich sie hier besonders häufig und deutlich auftreten können. Das hier beschriebene Verhalten muss aber nicht automatisch bei jedem Narzissten vorhanden sein und es kann auch situativ bei ansonsten psychisch unauffälligen Personen auftreten.


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Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
28 Kommentare zu “Der Narzisst protzt mit früheren Beziehungen
  1. Maritt sagt:

    Die Narzissten überschätzen sich gnadenlos, auch was ihre sexuellen Fähigkeiten anbelangt. Mein Ex hat einen riesen Ehrgeiz an den Tag gelegt, um mir einen Orgasmus zu verschaffen (bei ihm selber hat es nicht mehr richtig funktioniert). Das war schon lästig, aber vorher hat er nicht aufgegeben. Dabei war es eine rein mechanische Sache, die keine große Kunst ist, wenn man sich in der weiblichen Anatomie halbwegs auskennt. Als ich dann plötzlich gegangen bin hat er nicht begreifen können, wie man sich von Jemandem trennen kann, der einem soviel Freude bereitet ;). Leider hat das dazu geführt, dass er Jedem der es wissen wollte oder auch nicht lautstark verkündet hat, dass ich doch noch 3 Tage vor der Trennung einen Super-Orgasmus bei ihm hatte. Die Leute haben ihn nur irritiert angeschaut, aber das ist ihm gar nicht aufgefallen. Irrsinnig!

  2. Anna sagt:

    Mein Ex hat seine Exfreundinnen nur schlecht geredet und damit geprahlt, dass immer er die Beziehungen beendet hätte. Dafür hat er mich aber versucht mit dem ständigen Reden über Arbeitskolleginnen und Freundinnen eifersüchtig zu machen. Er hat oft gesagt, wenn wir nicht zusammen wären, hätte er mit Frau xy etwas angefangen. Bei den Exfreundinnen hat er immer nur die schlechten Eigenschaften betont und mir damit gedroht, wenn ich mich so verhalten würde (z.b. eifersüchtig) wäre das ein Trennungsgund für ihn. Er hat mir somit nie Sicherheit gegeben….

  3. Ina sagt:

    Ich hatte das leider schon so. Mein Ex hat mich mal durch Hachenburg geführt und mir bei seiner Stadtführung die Hotels gezeigt wo er seine Sexualität mit seiner Geliebten auslebte.Selbst Details wurden benannt. Ich fand aber am schlimmsten das in unmittelbarer Nähe die Ehefrau mit den drei Kindern lebte.Nicht mal die Spur von Reue.Ich litt sehr wohl während seiner Erzählungen aber kritisierte ihn nicht.Oder beim Einkaufen wurden mir die Dessous Läden gezeigt wo er für die Damen einkaufte.Mit dem Vornamen der Ex wurde ich ganz oft angesprochen.Ich möchte nicht wissen was er jetzt über uns erzählt. Er ist wieder mit seiner Ex zusammen an der er kein gutes Haar gelassen hat. Wenn die wüsste!
    Mir wird übel wenn ich meinen eigenen Text lese!!!

  4. Mia sagt:

    Mit früheren Beziehungen geprotzt hat mein Psycho Ex eigentlich nie – im Gegenteil, seinen Erzählungen zu folge könnte man meinen, er lebte die letzten 100 Jahre als Mönch, ohne jeglichen sexuellen Kontakte. Dabei hat er alles bestiegen was nicht bis drei auf den Bäumen war, wie es sich später herausstellte. Die Böseste von allen war seine Exfrau, die ihn seit der Geburt der gemeinsamen Tochter nicht mehr an sich ranließ

    • Eddy sagt:

      Liebe Mia, bei mir war es genauso. Als ich ihn kennenlernte, hatte ich von ihm das bild eines mönches. Er sagte von sich, dass er nicht so der „F….er“ sei. Es gab nur seine erste grosse liebe und seine ex. (Die bis zu unserer trennung grossen Einfluss auf ihn hatte). Heute weiss ich von anderen, dass er alles flach gelegt hatte, was bei 3 nicht auf dem baum war.

  5. Sarah sagt:

    Es muss nicht nur sexuelle Prahlerei sein, die ein Narzisst betreibt um den neuen Partner zu destabilisieren.
    Mir ist einer untergekommen, der zunächst immer von seiner Exbeziehung sprach, die ach so viel Geld hatte, wenn auch geerbt.
    Als einfacher Arbeiter war er höchst beeindruckt, dass diese sich einen sehr teuren Sportwagen kaufen konnte und ihn zu extrem kostspieligen Unternehmungen einlud.
    Er betonte stets, dass er so etwas wohl nur einmal im Leben erfahren würde und nie wieder.
    Mit dieser Beziehung hatte er gar kein befriedigendes sexuelles Verhältnis obwohl er sie heiraten wollte, warum wohl? Rente?
    Dann berichtete er von einer Exbeziehung, die er so gut riechen mochte, obwohl sie rauchte, was er eigentlich ablehnte.
    Wieder eine andere Exbeziehung war ihm sexuell stets zu Diensten…
    Dass Einige auch noch extrem gut aussahen, versteht sich natürlich von selbst;-)
    Sehr lustig, solchen Vergleichen unterzieht man sich nur wenn man selbst an sich zweifelt und diese Narzissten tun Alles dafür, dass es so bleibt.
    Daher hilft einzig und allein der Kontaktabbruch zu diesen Vampiren.

  6. W. sagt:

    Hallo Katja
    Schön das du so stark bist und so ein tolles Selbstbewusstsein hast.
    Du weist schon auf welchen Seiten du dich hier befindest?
    Was hast du für Erfahrungen mit Narzissten…oder warum bist du hier?

    lg W.

    • Katja sagt:

      Ich ziehe leider Narzissten an wie ein Magnet – wegen meiner Kindheit. Aber genau deswegen werde ich mir solche Demütigungen auch nicht bieten lassen, denn ich wünsche keine Wiederholung meiner „Eltern“.

      Ich habe wirklich schon viel erlebt – aber als ich den Text gelesen habe, kam mir das Grauen. Bis auf das eine Mal, der mit mir „anbandeln“ wollte, habe ich das in festen Beziehungen eigentlich nicht erlebt. Jedenfalls nicht in diesem beschriebenen Ausmaß. Ich dachte immer, mich haut nichts mehr um – dieser Artikel schon.

    • Katja sagt:

      …. was ich noch sagen wollte: Das hat m. E. nichts mit Selbstbewusstsein zu tun, sondern mit Selbstachtung. Wenn ich kein Selbstbewusstsein habe, werde ich es wohl kaum mit der ach so tollen Ex aufnehmen wollen, weil mir dann klar wäre, dass ich eh keine Chance habe, weil die andere viel toller ist, als ich.

      Wenn ich Selbstachtung habe – also Achtung vor mir selber – lasse ich es nicht zu, dass mich jemand so dermaßen unter der Gürtellinie demütigt.

      • W. sagt:

        Hallo Katja
        Ja du hast Recht ,die Selbstachtung ist hier wichtig.
        Wenn der Typ sich gleich von Anfang so benimmt kann man gleich handeln.
        Leider kommt es ja vor das die N. am Anfang ihr wahres Gesicht nicht zeigen( wir waren beide jung und unerfahren).In den ersten Jahren hat man gemeinsam was aufgebaut, war eigendlich eine schöne Zeit.Die Manipulation, Kritik und was alles sonst dazu gehört kam schleichend.
        Mir ging es immer schlechter, war völlig ausgebrannt und wurde krank.
        Habe bis dahin nicht kappiert was los war.Sein Verhalten während und nach meiner Erkrankung wurde immer seltsamer.Wusste bis Dato nichts über Narzissmus.Bin durch Zufall erst auf diese Seiten gestossen.Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen,weil ich kappiert habe das mein ganzes Leben Lug und Trug war.
        Nicht weils hier so geschrieben steht,sondern weil wirklich alles, jedes einzelne Thema egal obs um Sex, das Benutzen, Ausnutzen ,Rechthaberei, Pralerei usw. geht- es passt alles. Man könnte glauben er hätte nach einem Drehbuch gehandelt.
        Ich war ganz unten, bin jetzt dabei Kräfte zusammeln.
        Gewinne langsam wieder an Energie weil ich mich jetzt mit dem Wissen nicht mehr gegen meinen Willen benutzen lasse. Lasse mich nicht mehr rumkommandieren.Jetzt spühre ich nur noch Verachtung mir gegenüber.Bin dabei mich zulösen und meine Selbstachtung wieder auf zubauen. Meine Pläne eigene Wege zugehen werden langsam aber sicher konkret.Ich hoffe dasss ich die Kraft finde sie bald in die Tat umsetzen zukönnen.
        Denn weil ich meine verloren gegangene Selbstachtung endlich wieder gefunden habe weis ich das ich noch etwas anderes in meinem Leben verdient habe.
        Lg W.

        • W. sagt:

          W.
          Nicht ich verachte mich, sondern die Verachtung kommt von meinem Partner,weilich mich nicht mehr benutzen lasse und ihn sooooo verletzt habe. Wollte das nur ergänzen

        • Katja sagt:

          Sei nicht so streng mit dir, du wusstest ja nicht, mit was du es zu tun hast.

          Ich hab ähnliche Erfahrungen gemacht. Allerdings kam es bei mir nicht schleichend, sondern von heute auf morgen. Ich hoffte auf eine Krise, die vorübergeht. Mir war allerdings von Anfang an klar, dass ich Schluss mache, wenn das so weitergeht. Das hab ich ihm auch gesagt, dass er sich eine andere suchen muss, wenn er eine Frau braucht, die sich von ihm schikanieren lässt. Sein Vater ist mit seiner Mutter so umgegangen. Die hat sich nicht gewehrt, sondern ihm auch noch um Verzeihung angefleht. Ich hab das nie verstanden.
          Als ich wegen eines neuen Jobs weniger Zeit hatte (er drängte mich zur Kündigung) und zusammenziehen wollte, war er weg. Nicht mehr so viel Zeit haben und Nähe einfordern sind DIE 2 Gründe, weshalb ein Narzisst Schluss macht.
          Aber ich hatte Glück und er ist nie mehr wieder gekommen. Einmal hat er es, glaube ich, versucht. Ich habe ihn 6 Wochen nach unserer Trennung auf dem Volksfest getroffen und er wollte dauernd Blickkontakt zu mir aufnehmen. Ich habe ihn total ignoriert. Dann hat es auch nicht lange gedauert und er hatte eine neue Freundin, die er auch geheiratet hat. Ich hab sie mal zufällig im Supermarkt zusammen mit ihrer Mutter getroffen und gehört, wie sie den Tränen nahe ihrer Mutter erzählte, wie er sie behandelt. Ihre Mutter hat zu ihm gehalten und gemeint „….das ist normal, wenn man verheiratet ist“. Na toll. Die Ehe wurde später geschieden.

  7. Katja sagt:

    Mir hat mal ein Typ (Narzisst?) sehr intime Dinge über seine Exen erzählt. Er ging sehr ins Detail. (Er wollte was von mir). Aber mir ist nur der Ekel übergekommen. Wie kann es sein, dass es Menschen (Narzissten?) gibt, die meinen, damit punkten zu können? Für mich war das der größte Turn-Off.

    Aber es muss ja Frauen geben, die es anturnt, wenn ein Mann die intimsten Dinge von Frauen preisgibt und sich zum Teil auch darüber noch lustig macht.

    Oder bin ich einfach zu empfindlich?

  8. Katja sagt:

    Was mich eigentlich interessiert: Was sind das für Partner, die dieses Spiel mitspielen? Wenn so was mir einer sagen würde, würde er dies einmal tun, aber ein zweites Mal bestimmt nicht, weil ich dann weg wäre. Sind diese Partner, die sich das gefallen lassen, alles Masos?

    • Silv sagt:

      Nein. Conarzissten.

    • Wahrscheinlich ist die Angst, den Narzissten durch Kritik zu verlieren, größer als das Gefühl der Demütigung.

      • Katja sagt:

        … und was ist mit Selbstachtung? Würde mir jemand sagen, dass seine Ex besser Sex machen konnte als ich, würde ich sagen: „… dann schlaf wieder mit ihr“ und ich wäre weg – für immer.

        • Maritt sagt:

          Ach Katja, tut mir leid, aber so einfach ist das alles nicht. Das ist ja das tragische einer narzisstischen Beziehung, dass sich die Co-Abhängigkeit teils über Jahre hinweg entwickelt. Das stellt sich doch nicht so eindeutig dar wie in dem Artikel. So blöd ist der Narziss nicht. Aber das kann man Niemanden begreiflich machen, der das nicht selber erlebt hat. Klar fragt man sich später, wie das passieren konnte. Aber genau das ist das Gefährliche. Man erkennt nicht, wie sich die Schlinge langsam und auf subtile Art und Weise zu zieht.

          • Katja sagt:

            Ich ziehe Narzissten an wie ein Magnet. Aber ein solch brutales Ausmaß, wie es hier dargestellt wird, habe ich wirklich noch nie in meinem ganzen Leben erlebt. Zwar habe ich durchaus erlebt, dass mir der Narzisst von anderen Frauen vorgeschwärmt und mich als „dumm“ bezeichnet hat, dass sich nicht mal richtig hübsch herrichten kann, etc.. Dies trat aber erst gegen Ende der Beziehung auf. Ich hab gesagt: „… dann musst du dir halt ne andere suchen, wenn ich dir nicht mehr gut genug bin“…. Das hat er dann auch gemacht, was mir lieber war, als so was zu erleben, wie in diesem Artikel dargestellt. Ein anderes Mal (und das ist noch nicht mal so lange her) erzählte mir einer Brühwarm die sexuellen Erfahrungen mit anderen Frauen. Mir wurde speiübel. Ich bin noch nicht mal auf die Idee gekommen, dass es sich hier evtl. um einen Narzissten handeln könnte. Aber mir hat es gereicht, ihm einen Korb zu geben.

            Bei dieser langjährigen Beziehung war ich wohl auch emotional abhängig. Mir war jedoch von Anfang an klar, dass ich keine Wiederholung meiner Kindheit wünsche. Leider sah ich gerade da Parallelen. Damals sagte ich mir: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Obwohl ich keine Ahnung von der NPS hatte, war mir klar, dass ich mit diesem Mann kein gutes Leben haben werde. Ich habe mir gesagt, die Eltern konnte ich mir nicht aussuchen, den Partner schon…

        • Hannah sagt:

          Selbstachtung – das ist schwierig. Meiner Meinung nach kommt man ja mit Menschen zusammen, die in einer bestimmten Phase seines Lebens zu einem passen, oder weil man mit all seinen guten und schlechten Mechanismen wie zwei Seiten eines Reißverschlusses zusammenpasst.
          Wenn ich an mich und den Vater meines Kindes denke, dann sind wir zusammengekommen, weil er eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung hat und ich jemanden gesucht habe, der mir die mir gewohnte Struktur bietet. Auch schlechte Strukturen können einem ja Sicherheit geben.
          Mein Selbst war gar nicht da, also konnte ich es auch nicht achten.
          Wenn ich an Situationen zurückdenke, die Sie beschreiben („Würde mir jemand sagen, dass …“), dann ist es 1. so wie Herr Grüttefien sagt – ich weiß noch, wie ich gleich das Gefühl hatte, ich muss schnell wieder etwas gutmachen, damit er sich wohl mit mir fühlt und ich nichts kaputt mache (obwohl es ja er war, der etwas mit Absicht dauernd kaputt machte), und die Demütigung war egal, und 2. so, dass man sich ja sofort schuldig fühlt, wenn der Narzisst einen demütigt und kritisiert, egal, wie die Realität aussieht.
          Es ist eine so kranke und dichte Struktur, in der man sitzt – ich glaube, vernünftige Regeln, nach denen jemand von außen ganz selbstverständlich und gesund handeln würde, passen als Blickwinkel nicht.

      • Silv sagt:

        La. Wenn man richtig richtig drinhängt leider

  9. Mari sagt:

    „Er erzählte mir, die widerlichsten, intimsten Dinge, die er mit seinen Exen erlebt hat. Einfach nur widerlich.
    Er wäre einmal mit einer Nymphomanin zusammen gewesen, die mehrfach am Tag von im Sex verlangt hat. Nach einem halben Jahr hätte er genug gehabt und die Beziehung beendet.
    Oder er hätte mit einer Frau Sex gehabt, die nach dem Sex „ups“ gesagt hat und sich dabei über sie lustig gemacht. Tja, die Gute hat vergessen, ihn zu bewundern.
    Dann hätte er eine Frau gehabt, die angeblich „unten“ Schmutzig gewesen wäre. (Der scheint sich nicht mal in der Anatomie einer Frau auszukennen, sonst hätte er sicher gewusst, dass Frauen in einem bestimmten Alter ihre Tage habe und dass das Schmierblut manchmal wie Schmutz aussieht).“

    Sie sind nicht viel besser als der Mann über den Sie sich hier so auslassen. Was Sie hier tun, ist mindestens genauso widerlich.

    • Silv sagt:

      @Mari dein Kommentar ist am Thema vorbei.
      Vllt noch einmal den Beitrag lesen.

      @ Katja genau so ist es: kein Schamgefühl vonseiten des N. auch intimste Details mit Namen auszuplaudern. Es scheint regelrecht anzutörnen. Noch besser ist die Gesamtsituation, wenn er/sie den Kontakt zu den Vorbeziehungen noch ( heimlich) pflegt.

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