Ich kann jede haben!

Narzissten geben gerne mit ihrem unwiderstehlichen Charme und ihren Verführungskünsten an und behaupten, sie könnten jede (oder jeden) haben. Sie sind überzeugt, dass sie mit ihrer Ausstrahlung und Attraktivität jeden potenziellen Kandidaten erweichen können und dass sie ihm nur verliebt genug in die Augen sehen müssen – schon verfällt er ihnen. Der Narzisst braucht diese Illusion, um sich großartig fühlen zu können.

Mann flirtet mit einer Frau

Bild: © nomadsoul1 – 123rf.com

Narzissten sind vollkommen von sich überzeugt. Sie glauben, ungeheuer beliebt zu sein und von allen anderen bewundert zu werden. Sie denken, dass sich dort, wo sie auftreten, alle Blicke sofort auf sie richten. Sie meinen, von anderen für ihr Aussehen und ihre imposante Erscheinung bestaunt zu werden, wo auch immer sie sind, und von anderen hochgradig beneidet zu werden. Sie können sich gar nicht vorstellen, dass andere sie nicht so toll finden wie sie sich selbst.

Im Zustand grenzenloser Selbstüberschätzung hegen sie auch keinerlei Zweifel daran, jeden Liebespartner bekommen zu können, den sie sich wünschen. Sowohl der männliche wie auch der weibliche Narzisst ist davon überzeugt, jeden Partner in Windeseile um den Finger wickeln und ihn mit seinem Charme und seiner Attraktivität spielend leicht verführen zu können. Meist sind seine Eroberungskünste in der Vergangenheit auch durchaus erfolgreich gewesen, so dass ihn seine sensationelle Bilanz zu noch mehr Überheblichkeit antreibt.

Das hochmütige Gehabe findet seinen Höhepunkt in dem Ausspruch: „Ich kann jede haben, die ich will!“ In der Regel protzt der grandiose Narzisst damit, sich die Liebespartner aussuchen zu können und, wenn der eine nicht will, sofort den nächsten bekommen zu können. Er gibt damit an, sich nicht lange mit einem Partner herumquälen zu müssen, wenn dieser plötzlich langweilig oder unbequem wird, sondern ohne Probleme gleich zum nächsten Liebesobjekt wechseln zu können.

Partner wissen um die Attraktivität das Narzissten

Meist lassen sich abhängig gewordene Partner von der selbstverliebten Prahlerei des Narzissten verunsichern und bemühen sich dann umso mehr, diesem alles recht zu machen, nur um ihn nicht an einen anderen, vermeintlich besseren Partner zu verlieren. Der Narzisst übt mit dem Herausstellen seines Sexappeals erheblichen Druck auf seinen Partner aus und genießt es, von diesem aus Angst vor einem möglichen Verlust angebetet und verwöhnt zu werden. Der Partner seinerseits weiß um die enorme Anziehungskraft des Narzissten und sieht darin eine ständige Gefahr für die Stabilität der Beziehung, weshalb er sich lieber brav im Sinne des Narzissten verhält.

Doch der Partner kann noch so sehr seine Bedürfnisse zurückstellen und sich dem Narzissten unterordnen – am Ende muss der Narzisst doch irgendwann von seinem scheinbar von Gott verliehenen Talent Gebrauch machen und sich anderen Liebesobjekten nähern. Da es für ihn so mühelos ist, einen potenziellen Kandidaten zu verzaubern, ist die Verlockung allgegenwärtig. Als emotionale Erpressung dient das arrogante Herausstellen seiner unvergleichbaren Attraktivität allemal, um den Partner einzuschüchtern und gefügig zu machen.

Da ein Narzisst bekanntlich nie genug bekommen kann, wird er sein Talent zum Verführen auch nicht einrosten lassen – zumal er über das Spiel der Verführung gleichzeitig seine Zufuhr von Bewunderung erhält. Er wird deshalb selbst dann seinen „Marktwert“ immer wieder testen müssen, wenn er eigentlich von seinem aktuellen Liebespartner alles geboten bekommt, was er sich wünscht. Es reicht ihm aber nicht – immer treibt es ihn an, weitere Steigerungen zu erleben.

Der Narzisst prahlt mit seinen Verführungskünsten

Der Narzisst erlebt sich nur zu gerne in der Rolle des unwiderstehlichen Verführers –  es ist sozusagen seine Paraderolle. Schamlos gibt er mit seinen Eroberungen an, muss vor seinen Freunden unbedingt damit prahlen, wie leicht er jede oder jeden haben kann und dass es ihn kaum mehr als ein Augenzwinkern kostet, favorisierte Kandidaten zu erobern und schwach zu machen. In den bewundernden Blicken seiner Anhänger bekommt er dann seine Einmaligkeit gespiegelt.

Dabei kann es zuweilen höchst abstoßend sein, wie aufgeblasen er über die Kunst seiner Verführungsspiele spricht und wie sehr er sich über seine Opfer lustig macht, die seiner Meinung nach gar nicht mitbekommen, wie er sie lockt und mit ihren Gefühlen spielt. Während der Narzisst glaubt, die Macht zu besitzen, anderen den Kopf zu verdrehen und ihren Verstand zu rauben, amüsiert er sich heimlich über deren Schwäche und Naivität. Der Narzisst sieht eben in seinen Liebesobjekten keine Menschen, in denen eine verletzbare Seele wohnt, sondern nur verwertbares Material zur Befriedigung seiner Eitelkeit.

Von anderen, die die hinter der Protzerei liegende narzisstische Energie nicht erkennen, wird er aber häufig für seine Aufschneiderei bestaunt und sein amouröses Hobby wird ihm keineswegs als unsittlich, sondern vielmehr als heldenhaft ausgelegt. Der Narzisst findet eher Nachahmer, die auch so beliebt und unwiderstehlich sein wollen wie er und sich sogar noch von ihm „unterrichten“ lassen, um ebenfalls so unglaubliche Erfolge einfahren zu können. Er hält dann mit seinem Erfolgskonzept keineswegs hinter dem Berg, sondern prahlt mit seiner einzigartigen Virtuosität, die er sich im Laufe seines Lotterlebens zugelegt hat – wohl annehmend, dass es ihm ohnehin niemand gleichtun kann.

Der Narzisst sucht sich willige Opfer

Der Narzisst findet immer wieder Opfer, denen er Sand in die Augen streuen und die er missbrauchen kann. Betroffene, die eine Bedürftigkeit in sich tragen und auf der Suche nach schönen, wohltuenden Gefühlen sind, unterliegen leicht der ungehemmten Charme-Offensive eines Narzissten. Sie lassen sich die Sinne vernebeln und wiegen sich dann in dem Glauben, die Partie ihres Lebens gemacht zu haben. Dabei ist weniger die ungeheuerliche Attraktivität des Narzissten das ausschlaggebende Element als vielmehr ein unterschwelliges seelisches Mangelgefühl, das über eine atemberaubende Romanze vorübergehend betäubt wird.

Narzissten wittern die Bedürftigkeit potenzieller Opfer. Es gelingt ihnen meist, diesen einen magischen Moment zu erwischen, in dem sich ihre Opfer besonders schwach fühlen und sich wahnsinnig nach Komplimenten und Zärtlichkeit sehnen. Der Narzisst hat dann bei dieser Ausgangslage leichtes Spiel und muss sich nicht wirklich anstrengen. Es reichen dann lediglich eine gewisse äußere Attraktivität und der gekonnte Einsatz guter Manieren und das Werk ist vollbracht. Im Grunde muss man kein perfekter Gigolo sein, um Leidgebeutelte zu erobern – es reicht ein guter Riecher für den passenden Moment.

Der Narzisst dürfte es bei Personen, die sich aufgrund mangelnder Bedürftigkeit nicht so stark nach Liebe sehnen, weitaus schwieriger haben. Die Reserviertheit des anderen würde zwar seinen Ehrgeiz und seine Kampfeslust entfachen, sein Eroberungssturm würde aber so manches Mal im Sande verlaufen. Statt sich aber einzugestehen, dass er nur leichtes Spiel hat, wenn der andere ohnehin schwach ist und er ihn nicht erst schwach machen muss, bildet sich der Narzisst ein, er sei ein unwiderstehlicher Herzensbrecher.

So kann er das Größenbild, das er von sich hat, aufrechterhalten und umso stürmischer und ungenierter an potenzielle Opfer herantreten, bis er eines Tages in seiner Überheblichkeit an einen Partner gerät, der sich nicht blenden lässt und ihn ausbremst. Die Abweisung des anderen erlebt der Narzisst dann als eine tiefe Kränkung und er macht diesen sodann für seinen Misserfolg verantwortlich, statt sich einzugestehen, zu hoch gepokert zu haben.

Das hier beschriebene anormale Verhaltensmuster kann auch im Rahmen anderer Persönlichkeitsstörungen oder psychischer Erkrankungen auftreten. Es ist nicht explizit nur bei einem Narzissten zu beobachten, wenngleich es hier besonders häufig und deutlich auftreten kann. Das hier beschriebene Verhalten muss aber nicht automatisch bei jedem Narzissten vorhanden sein und es kann auch situativ bei ansonsten psychisch unauffälligen Personen auftreten.


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Veröffentlicht in Blog, Fremdgehen, Affären, Sex
34 Kommentare zu “Ich kann jede haben!
  1. Punkt sagt:

    Für Waltraud und LiBella : ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass diese Menschen in ihrer eigenen Welt leben. Dass sie sich ihr Handeln so zurecht legen, dass es absolut richtig und legitim für sie erscheint. Nach dem Motto “ alles richtig gemacht “

    Ich war der Ansicht, dass sie sich und vor allem auch anderen, den Ex-Partner bewusst schlecht reden. Der Zweck ist, dass der “ neue Partner “ die vermeintlichen Fehler der/des Ex nicht machen soll und dass keinerlei Gefühle des Bedauerns aufkommen sollen.

    Wenn sie jedoch wissen, was sie tun, es sogar bewusst und mit Freude tun, dann wird mir Vieles, was ich erleben musste, plötzlich vollkommen klar.

    Erschütternd !!!!

    • Waltraud sagt:

      Ja, liebe Punkt, es ist erschütternd und meist nur die Spitze des Eisbergs. Inzwischen denk ich, das man deswegen an so jemand gerät, weil es etwas vertrautes aus der eigenen Familie ist. Man lässt sich viel zu viel gefallen und man lässt sich Verantwortung überstülpen, für die man gar nicht zuständig ist. Und ständig ein schlechtes Gewissen, wenn man nicht macht, was gefordert wird. Viel zuviel Empathie für den anderen, anstatt für sich selber. Man verliert sich und seine Bedürfnisse aus den Augen. Fatal!
      GsD wenn man iwann doch noch den Durchblick bekommt, was eigentlich abgeht. Auch wenn es dauert, aber ab da geht’s bergauf. Alles was passiert ist, kann nachvollzogen werden und wird begreifbar. Nur schade, wenn man zu lange dafür gebraucht hat. Aber besser spät als nie.
      LG

  2. LiBella sagt:

    Hallo, liebe Leidensgenossen/innen,
    nicht zu glauben, dass es so viele Opfer gibt, die ein fast identisches, schicksalhaftes Leiden ertragen mussten, die so tief verletzt, in ihren Wertvorstellungen erbarmungslos erschüttert wurden.
    Die Aussage, dass die eigene Bedürftigkeit dazu führen kann, Opfer eines derart bösartigen, egoistischen, nur auf seinen eigenen Vorteil bedachten, rücksichtslosen Individuums (gegen die Bezeichnung „Mensch“ wehre ich mich noch) zu werden, kann bzw muss auch ich unterschreiben.
    Mein „Narzisst“ „fuhr“ auf der Mitleidsschiene: Er sei unglücklich und einsam, würde nur dahinvegetieren, ihm fehle Liebe, Zuwendung und Verständnis, all dies würde er in seiner Familie vermissen, er wolle einfach nur weg von dort, wo man ihn sowieso nicht angemessen wahrnimmt, ihm keinerlei Wertschätzung entgegenbringt, er wolle ein anderes Leben. —
    Nach einigen Monaten Lovebombing folgten unverschämte Forderungen, bei Nichterfüllung Schuldzuweisungen, emotionaler Missbrauch vom Feinsten, Abwertung, Rückzug bishin zu Gaslighting, obwohl es längst neue Opfer gab.
    Für alle Betroffenen hier meine gewonnene Sichtweise:
    Es gibt Individuen, die streifen wie Parasiten über das Land, hinterlassen überall verbrannte Erde. Sie sind über Alles und Jeden erhaben, lügen und betrügen, hinterfragen sich selbst niemals.
    Sie treten am Anfang charmant und empathisch auf, sind aber in ihrer ganzen Art hinterhältig, rücksichtslos und verfolgen nur ein Ziel: Ausbeutung!
    Sie kreisen nur um sich selbst, haben keine Skrupel, keine Empathie, machen andere Menschen für ihr Scheitern verantwortlich, weil sie nie gelernt haben, ihr Handeln zu reflektieren. S
    Sie halten sich selbst für grandios und unfehlbar.
    Es sind Seelenvampire, die Dich bis auf den letzten Tropfen Energie und Wärme aussaugen. Wenn sie alles von Dir genommen haben, Dein Selbstwertgefühl zerstört, Dich mit hemmungsloser Abwertung erniedrigt und Dich am Boden haben, lassen Sie Deine leere Hülle achtlos zurück.
    FAZIT:
    Es gibt Individuen, die irgendwann einmal ein Kapitel oder auch nur 1 einzige Seite im „Buch Deines Lebens“ waren.
    REIßE SIE HERAUS, REIßE SIE IN TAUSEND STÜCKE, VERBRENNE SIE UND WÄRME DICH AN DEN FLAMMEN DER ERKENNTNIS.
    Wie ihr sicher feststellen könnt, ist meine „Befreiung“ noch nicht lange hin…die Frage nach dem „Warum?“ wird unbeantwortet bleiben.
    Ich wünsche jeder/m Betroffenen die Kraft, mit den Geschehnissen fertigzuwerden, ins Leben zurückzufinden und Euch bewusst zu werden, dass ihr keine Schuld daran tragt, wie sich alles entwickelt hat.
    Ich glaube an Karma…ihr hoffentlich auch…

    • Punkt sagt:

      Hallo LiBella,

      Du hast alles perfekt beschrieben!… z.B. : „machen andere Menschen für ihr Scheitern verantwortlich „… So treffend!!!

      Dabei sind sie selbst schuld am Scheitern mancher Dinge, alleine durch die komplette Änderung des eigenen Verhaltens, die dafür sorgt, dass sich Menschen mit Persönlichkeitsstörung selbst enttarnen. Und DAS können diese Menschen niemals zugeben, einsehen oder gar akzeptieren. Dies würde nämlich bedeuten, dass nicht alle Menschen,die mit ihnen zu tun haben, dumm und naiv sind, wie es Narzissten so gerne annehmen.

      Zum Thema lovebombing : meine Erfahrung ist, dass unter anderem Songs genutzt werden, um intensive romantische Gefühle auszulösen. Bei mir war es ein Song von Tina Turner und einige von Annett Louisan…

      Bei Ex und Next und Next-Ex sind es sicher andere Songs, je nachdem, wie deren Gefühlswelt gestrickt ist.

      Was ich mich heute noch frage und mir selbst nicht beantworten kann, ist, ob ein Narzisst tatsächlich Respekt vor einer Frau hat, die er beliebig von Now to Ex to Next to Ex katapultieren kann, wie es ihm beliebt.

      Schwierig.

      Viele Kommentare hier beschreiben sehr gut, wie schmerzlich das Aufwachen aus einer völligen Ahnungslosigkeit ist. Wie man einer Illusion erlegen ist. Der kalte Entzug. Denn es gab ja wunderschöne Zeiten, die man für echt hielt.

      Alle, die hier wirklich betroffen sind, haben an die große Liebe geglaubt und am Ende stellten wir fest, dass wir mit unseren Träumen und Wünschen nur gespiegelt wurden und uns quasi in uns selbst verliebt hatten.

      Ich hoffe, Deine innere Freiheit liegt in greifbarer Nähe. Das Lesen hier kann sehr hilfreich sein. Und sich mit Betroffenen auszutauschen tut einfach ungemein gut!

      Alles Liebe für Dich

      • LiBella sagt:

        Liebe Punkt,
        ich danke Dir für Deine Bestätigung meiner Sichtweise.
        Zu Deiner Frage bezüglich Respekt: Narzissten, das wissen wir Betroffenen doch mittlerweile, bevorzugen vor allem Empathen als „Opfer“. Sehr schnell ist ihnen klar, wo die Defizite ihres „Opfers“ liegen. Dementsprechend fahren sie ihr komplettes Repertoire an (vorgetäuschter) Liebe, Zuneigung, Verständnis etc. auf, um ihr Ziel – das Opfer zu erobern, anschließend emotional abhängig zu machen, um die vollständige Kontrolle zu erlangen – zu erreichen…ohne Rücksicht auf Verluste.
        Demzufolge gehe zumindest ich leider davon aus, dass sie überhaupt keinen Respekt vor Frauen haben. Diese dienen ihnen lediglich – zeitlich begrenzt – als schmückendes Beiwerk, als Energiespender, zum Pushen ihres in Wahrheit verkümmerten Egos. Da Narzissten meiner Meinung nach absolut beziehungsunfähig sind, steht ausschließlich die Eroberung im Vordergrund (Trophäensammler).Danach wird aus anfänglichem Lovebombing und Idealisierung relativ schnell Abwertung mit anschließendem Wegwerfen. Respekt sucht man hier genauso vergeblich, wie Empathie, Selbstreflexion oder Reue.
        Herzliche Grüße

        • Punkt sagt:

          Danke für Deine Antwort, LiBella!

          Klingt sehr schlüssig, was Du schreibst. Kein Respekt, keine Reue. Jedenfalls nichts Echtes. Aber das muss eine Next/,Ex/,Next erstmal erkennen.

          Ggf irgendwann ein eiskaltes Wegwerfen, welches sogar noch Freude und Häme bei dem Narzissten und vor allem bei dessen “ Helferlein“ auslöst??!!!

          Und sie scheinen tatsächlich wirklich nicht zu verstehen, wie schmerzlich ihr Verhalten ist. Weil ihre Gefühlswelt anders ist.

          Unvorstellbar. Und vollkommen unnötig.

          Ich wollte nie eine Person an meiner Seite, die nicht lieben kann. Deshalb war ich auch nie wütend über das Ende. Es war nur die Art und Weise, wie es vonstatten ging, die mich kalt erwischt hatte…

          Ich hoffe, Du hast gute Freunde, die Dir durch diese Zeit helfen !!!!

        • Waltraud sagt:

          Hallo zusammen,
          Respekt fordern Narzissten für sich selber. Für ihr „Opfer“ ist das nicht vorhanden, ganz im Gegenteil. Und ihnen ist durchaus bewusst, wie sie ihre Opfer behandeln. In meinem Fall sollte das aber niemand mitbekommen, wie mies er vorgegangen ist. Nach aussen die Saubermann-Nr. und das Retter – und Helfer-Programm. Zu abgefahren, um das zu verstehen. Diese Seite hier ist ein Segen, um alles aufzudroeseln, was da vor sich geht. Wenn man das alles durch hat, ist man immunisiert und kennt die Vorgehensweise. Nur das schützt einen. Und dann no contact.

          • LiBella sagt:

            Genau so sehe ich das auch, liebe Waltraud. Ihnen ist absolut bewusst, was sie tun, vom Leid des Opfers nähren sie sich, es verleiht ihnen das Gefühl von Macht…erbärmlich, oder? Das Bewusstsein, ihr Opfer verletzen zu können, Energie und Lebensfreude absaugen zu können, befeuert ihr mickriges Selbstwertgefühl.
            Eigentlich wären sie zu bemitleiden…das Leben, das sie führen ist, genau wie sie selbst, eine einzige Lüge, sie spielen ihr Leben lang Theater. Irgendwann sind ihre Ressourcen aufgebraucht, sie werden zunehmend von ihren Mitmenschen durchschaut und – da bin ich mir sicher – sie werden einmal ganz einsam und verwahrlost sterben.
            Niemand mehr da, den sie aussaugen können, alle werden sich früher oder später genervt abwenden. Das Einzige, das mir Genugtuung verschafft.
            Ich denke, das Schwierigste ist und bleibt, sich selbst zu verzeihen, nicht schon viel eher das perfide Spiel durchschaut zu haben.
            Ich denke, Dein N. gehört(e) wohl zur „Gruppe“ der verdeckten N., eine ganz üble Sorte…
            Sei stolz, dass auch Du den Absprung einigermaßen heil geschafft hast…ich bin es!
            Lb. Grüße

          • Waltraud sagt:

            Danke für Deine Rückmeldung, liebe LiBella.
            Ja ich kann Dir nur bestätigen, es geht um Macht. Den Partner klein und unmündig und mundtot machen, damit der Narzisst über dich verfügen kann, wie’s ihm beliebt. Ich hab meinen Narzissten als verdeckt, altruistisch und maligne eingeordnet. Erkannt hab ich’s spät, er gab sich ja so normal und war erfolgreicher Unternehmer, der bei anderen gut ankam. Es gab zwar von Anfang an viele Anzeichen, ich hatte nur leider keinen Schimmer von dem Störungsbild. Das er auch andere gegen mich negativ beeinflusst hat, hatte ich immer Mal wieder im Gefühl.
            Im Nachhinein hab ich auch immer Mal wieder den Gedanken, nicht früher mich auf mich besonnen zu haben, aber Angst und Ahnungslosigkeit verhinderten das. Ich hatte lange Rachegedanken. Jetzt ist es mir egal. Leider finden sie immer wieder Mitläufer. Von daher ist es müßig, auf iwas zu hoffen, das sie für ihre Vergehen Mal bezahlen werden.
            LG auch an Dich

  3. lilli sagt:

    Liebe Punkt,

    ja, ist deine Antwort zu lilli 9.7 8:44.

    Meinem ersten Mann mit Narzissmusproblemen hatte ich alles gelassen, um an nichts erinnert zu werden. Das war nicht ‚Edelmut‘, sondern Notwendigkeit für mich, um aus der ‚Junkie‘- Rolle, wie du so deutlich schreibst, rauszuschwimmen.
    Ich bin eine gute Schwimmerin geworden
    und freue mich jeweils sehr über die anderen guten Schwimmer.innen in meinem Leben.
    Denn narzissmusproblematischen Abtauchern.innen mit Sprüchen wie ‚Tauch mit mir in den Himmel hinein‘,
    schwimme ich längst davon.

    Liebe Schmetterling,
    deine Trennungsmaßnahmen sind großartig!
    Alles Gute …

    • lilli sagt:

      … zu Punkt 9.7. 11:33
      … zu Schmetterling 19.7. 21:09,
      wollte ich auch dort wo anhängen.

    • Jessica sagt:

      Liebe Lilli,

      genau wie du habe ich ihm fast alles gelassen. Nur die Dinge, die ich selbst gekauft habe sind mit mir umgezogen.
      Das Haus konnte er behalten und mich unter Wert auszahlen, nur damit ich in komplett neuer Umgebung neu starten konnte. Neuer Ort, neues Häuschen und neue Bekannte!
      Es hat mich viel Geld gekostet, aber im Vergleich zu den 18 Jahren Tyrannei sind das Peanuts.
      Im September ist hoffentlich endlich (nach 2 Jahren) die Scheidung durch und das Urteil rechtskräftig.

      Zum Thema Attraktivität des Narzissten kann ich nur sagen, dass ALLES im Artikel auf ihn zutrifft. Er findet an jeder Ecke eine Neue… nach 2 Jahren ist er immer noch alleine; selbst als „Freundschaft + “ ist Keine in Aussicht. Obwohl er sein Jagdrevier deutlich verändert hat.
      Eine 30-Jährige wäre für ihn „standesgemäß“ als 55-Jähriger in der Midlife Krise, der trotz Fitnessstudio optisch nicht punkten kann. Dass Charme und Mitgefühl nur Show ist, wissen wir ja und mir scheint, dass alle anderen Frauen ihn schneller durchschauen als ich.
      Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man denken, er bereue es, wie er mich behandelt hat und versuche einen Neustart. Bis jetzt bin ich eigennützig und nutze seine „Hilfe“ noch aus – ich finde, das steht mir zu. Obwohl ich gar nicht so bin.

      Traurig, was ein Narzisst aus einem machen kann.

      • Waltraud sagt:

        Tyrannei trifft es wie Faust aufs Auge.
        Aber nach aussen den Gutmenschen mimen, der keiner Fliege was zu leide tun kann. Und diese Harmlosmasche tut sein übrigens.
        Ich finde es nur fair, das man den Spieß umdreht, sobald man erkennen konnte, mit wem man es zu tun hat/hatte und auch Mal etwas in Anspruch nimmt, was sonst nur Narzissten machen. Von daher👍

      • lilli sagt:

        Liebe Jessica,

        Freiheit ist das Ziel,
        mein’Lehrgeld‘ dafür brachte sie mir.
        Später bekommen wir Ehemaligen auch was von außen von ihnen vorgespielt,
        doch wir wissen den Ablauf und nehmen den Köder nicht mehr an.

        Liebe Waltraud,
        den Spieß umdrehen ja, doch dann mal den Spieß endgültig dem Spießgesellen überlassen.
        Die eigenen Werkzeuge wählen und für eigene Ziele verwenden,
        bei mir z.B. eine Töpferscheibe, die mir Freude macht.

        Alles Gute, sei es mit mehr Geld oder weniger, uns allen!
        lilli

        • lilli sagt:

          Hallo,

          musste feststellen, dass eine im letzten Jahr verwitwete gute Bekannte mir begeistert erzählte, sie hätte auf dem Stadtteilfest meinen ersten Mann getroffen. Er hätte immer noch seinen Charme … , erzählte sie schwärmerisch.
          Von ihr will er offensichtlich nichts, doch i c h
          werde mich auch von ihr fernhalten.

          • Punkt sagt:

            Liebe lilli,
            genau die richtige Entscheidung, sich von ihr fernzuhalten. Vor allem, wenn er weiß, dass Du Kontakt zu ihr hättest.

            Wir haben ja (auch hier) gelernt, dass es gut möglich ist, dass er völlig realitätsfremde Dinge über Dich sagt und dass sie ihm das auch noch glaubt. Und Du würdest es nie erfahren, was er alles erzählt hat.

            Also ist es genau richtig, sich von ihr vorsichtshalber zu distanzieren.

            Herzlichen Gruß an Dich!

  4. Jay sagt:

    Guten Morgen Sternchen,
    herzliches Dankeschön für Deine Antwort 👍
    Ja, hat warm gewechselt direkt zurück zu seiner ExAffäre(wahrscheinlich war die aber nie ganz weg) und seine offizielle Freundin hat er ja auch. Und wahrscheinlich noch ganz viele andere die sich von ihm blenden lassen.
    Er hatte mich angelogen, vermutlich nicht zum ersten Mal, doch mit der einen Lüge habe ich ihn konfrontiert- nur Gestammel und keine Entschuldigung oder so. Seitdem ignoriert er mich und ich ihn.
    Durch diese Website hier und den Kommentaren habe ich schon viel gelernt- nochmal passiert mir das nicht!

  5. Sternchen sagt:

    Wieder ein sehr interessanter Artikel!
    Mittlerweile muss ich fast lachen, wenn der Nebel einer unglaublich toxischen Beziehung sich langsam gehoben hat, die Augen langsam klar sehen können, dann begreift man warum narzisstische Menschen einen so leicht umgarnen können. Die eigene Bedürftigkeit spielt eine immense Rolle! Die eigene falsche Vorstellung von Liebe muss einem nur klar werden. Ein verdeckter Narzisst ist unheimlich schwer zu erkennen, ist man verletzlich, traurig oder hat Bedürfnisse von Zuwendungen, beginnt bei einem Narzissten das perfide Spiel. Sie erspüren diese Bedürftigkeit unglaublich schnell und lassen dann nicht mehr mit ihren vorgespielten Gefühlen locker. Wie eine Spinne die ihr Opfer in das Netz gelockt hat, umwebt der Narzisst sein Opfer und saugt alles an Energie, Emotionen, Liebe und Kraft aus seinem
    Opfer aus. Wird es dann schwach, wird ein neues Opfer gesucht. „Mein“ Narzisst hatte immer einige Frauen in petto denen er Aufmerksamkeit geschenkt hat, unter dem Mäntelchen der „Freundschaft“. Komisch ist es dann aber, dass alle seine Beziehungen die er geführt hat, vorher verheiratet waren. Wahrscheinlich gibt es ihm einen Kick wenn er anderen Männern die Frauen ausspannt und die Ehen scheitern läßt. Nur ist das Ziel erreicht, die Ehe kaputt, er die Frauen in seinem Netz, wird sich wieder umgeschaut nach dem nächsten Opfer. Er hinterlässt Schutt und Asche ohne Reue.
    Ich habe meinen Anteil erkannt, meine Bedürftigkeit. Ich kann nur jedem raten sich über Narzissmus zu informieren, sich professionelle Hilfe zu holen und den Narzissten „los“ zu lassen. Ich habe für mich lange gebraucht alles zu erkennen und ich habe unglaublich unter meinem Narzissten gelitten, weil ich fälschlicherweise gedacht habe, dass ich ihn liebe. Aber ich war abhängig. Und abhängige Menschen tun alles um ihre „Droge“ wieder zu erlangen. Sie erniedrigen sich selbst, tolerieren „Nebenfrauen“, geben sich komplett auf, um nur ein kleines Stück des gigantischen Märchens der Liebe des perfekten Prinzens auf dem weißen Pferd zurück zu erhalten. Das wird aber nie passieren.
    Egal wie sehr man sich anstrengt, egal wie sehr man sich aufgibt.
    Ein Narzisst bewundert sein Opfer am Anfang meistens. Die Opfer sind oft selbstbewusste Frauen die eine Krise haben. Wenn sie erobert wurden und sich dann zu mitleiderregenden abhängigen „Junkies“ entwickelt haben, sind sie uninteressant für einen Narzissten und werden mit Missachtung und Abscheu von ihm behandelt.

    Brecht aus diesem Kreislauf aus!! Ihr schafft es.

    Vielen Dank Herr grüttefien für diesen sehr hilfreichen Artikel. Sie haben mir sehr geholfen die Mechanismen des Narzissmus zu verstehen und meine „Geschichte“ zu überleben.

    • Punkt sagt:

      Hallo Sternchen!
      Deine Worte treffen Zeile für Zeile voll ins Schwarze! Ich hatte keine Ahnung,in WAS ich geraten war und habe an die große Liebe geglaubt. Er trennte sich 2019 nach 11 Jahren von mir. Er ging mit den Worten “ tu so, als hätte es uns nie gegeben. Schön wars“… zwei Stunden vorher sprach er noch davon, dass er mich liebt…Ich erinnere mich, wie ich minutenlang fassungslos an der Türe stand, die er hinter sich geschlossen hatte. Meine Geschichte begann so, wie es alle hier beschreiben : es war ein wunderschönes Märchen, welches 2008 seinen Anfang fand.Ich war vollkommen ahnungslos, hatte niemanden in meinem Umfeld, der sich mit Psychologie, mit Persönlichkeitsstörungen auskennt. ( die Geliebte hingegen hat diesen Vorteil). Ich habe alles für ihn aufgegeben, den Wohnort und den Arbeitsplatz gewechselt. Ich war so unendlich glücklich und bekam von allen Seiten die Rückmeldung, wie positiv er sich verändert hatte. Er war beliebt, respektiert und anerkannt bei seinen Mitarbeitern, bei seinen Kollegen in gleicher Position ,bei seinem direkten Vorgesetzten und auch weit in die Republik hinaus. Er sagte oft zu mir :“ Wir befruchten uns gegenseitig „. Heute weiß ich, was er meinte. Er profitierte von meiner Empathie, von meiner Wärme, von der emotionalen Intelligenz. Und ich bekam im Gegenzug ein buntes Leben von ihm. Dass es eine Entourage gab, die es gehasst haben müssen, zu sehen, wie positiv seine Veränderung war, wusste ich nicht. Heute kann ich nur erahnen, wie wütend, neidisch und eifersüchtig diese Damen auf mich gewesen sein mussten. Und dass sie alles daran setzen, diese Verbindung zu zerstören. Und dies geschah auf eine subtile Weise, die schon an Grausamkeit grenzt. Ein Beispiel: eine der Damen zitierte einen Spruch:“ Wenn man nur lange genug an einem Fluß sitzt und wartet, treiben die Leichen Deiner Feinde vorbei „.. ich wusste damals überhaupt nichts damit anzufangen. Ich fragte mich, warum sie mir das sagt. Ich bin doch nicht ihr Feind, ich habe doch nichts mit ihr zu tun… es kamen immer mehr subtile Botschaften von ihr, die mich auf die Spur bringen sollten, dass SIE die älteren Vertragsrechte hat.. und wenn ich es ihm erzählte, dementierte er alles. Ich fand Haare auf seiner Couch, die sie vielleicht dort bewusst drapiert hatte. Er machte sich lustig über mich, als ich es ihm zeigte. Er drehte jede meiner Wahrnehmung um, schenkte mir Schmuck, verlangte, dass ich nie wieder über sie sprechen dürfe und dann wäre er sofort “ wieder der Alte“. Ich erlebte tatsächlich alles, was beschrieben ist. Ich wollte nur lieben und geliebt werden… Und als er damals ging, begann ich zu lesen, lesen, lesen. Ich bin unendlich dankbar für diese Seite. Als ich vor etwa einem Jahr emotional so gefestigt war, dass ich auch den Blog zu den Themen lesen konnte, war ich überrascht, wieviele das identische erlebt haben. Was mich nicht überrascht hat, war, dass offensichtlich auch gewisse Leute diese Plattform nutzen, um Botschaften weiter zu transportieren. Kann man recht einfach an der Terminologie erkennen, wer hier schreibt und vor allem, Warum.

    • Brigitta sagt:

      Ja, genau so ist es mir auch gegangen. Ein Ex-Pädagoge und Künstler mit einer laaangen „Freundinnen-Liste“ . Auch als es schon ein neues Opfer gab, hat er immer wieder -leider erfolgreich- mich versucht einzufangen.
      Erst als seine Missachtung und vor allem sein teuflisches Grinsen, wenn er mich wieder am ausgestreckten Arm verhungern liess, sichtbar wurde, bin ich aufgewacht. Mein Kopf weiß schon lange Bescheid, mein Herz sucht aber immer noch nach Entschuldigungen für ihn.
      Er weiß genau, wie und wo er mich triggern kann. Ich arbeite an meiner eigenen Wertschätzung und habe Gottseidank Freunde, die mich unterstützen.

      • lilli sagt:

        Hallo Brigitta,
        was du mit teuflischem Grinsen beschreibst,
        ist für mich dieser starre gezielte hohle Blick, ohne Tiefe, ohne Anknüpfung an eigene Gefühle,
        nur auf egozentrisches Herrschen oder verdecktes Bestimmen aus,
        was nur negativ möglich ist,
        statt zueinander positiv zu sein.

        • Punkt sagt:

          Hallo lilli,
          genau diesen Blick kenne ich auch seit 3 Jahren. Vorher war der Blick warm,weich,interessiert und lächelnd. Von heute auf morgen, als wäre ein Schalter umgelegt worden, veränderte sich der Blick in eisige Kälte. Ich hatte große Angst um ihn, als ich sah, wohin seine Reise ging. Mag sich merkwürdig anhören, aber es war tatsächlich so. Ich war damals der Überzeugung, dass er nicht sieht, wie er benutzt, manipuliert und in die Knie gezwungen wird-von denen, die “ es“ besser drauf haben als er. Heute weiß ich, er wollte es genau so haben, dieses Machtspiel, auch wenn es ihn viel gekostet hat.

          Ich bin für diese Seite unendlich dankbar und die Kommentare von wirklich Betroffenen sind so hilfreich, man fühlt sich nicht mehr alleine. Hätte ich vor 3 Jahren bereits hier geschrieben, wären es Texte einer völlig traumatisierten Frau gewesen. Es hat diese Jahre und hunderte Stunden des Lesens gebraucht,damit ich wieder im Leben stehen kann.

          Ich möchte allen Betroffenen, die hier ihre schmerzlichen Erlebnisse teilen,DANKE sagen und Mut machen. Es heißt: die Zeit heilt alle Wunden. Ich für meinen Teil kann sagen: die Zeit UND diese Seite half mir, zu verstehen und somit meine Wunden zu schließen. Narben werden für immer bleiben, aber sie verblassen.

          Von ganzem Herzen alles Liebe von mir – glaubt an Euch !!!!

          • lilli sagt:

            Liebe Punkt,

            ja, diese Site hier ist die sehr gut anzuwendende Krönung aller von mir im Lauf der Jahre gelesenen und in der Beratungsstelle gehörten Erkenntnisse zum Thema Narzissmus, und,
            der Erfahrungsaustausch im Rahmen von Themen stärkt einen und festigt wieder die eigene Wahrnehmung und Präsenz.
            Narben bleiben, doch wie die echten Operationsnarben sind sie wertvoll und ermöglichen, mit Lebensfreude weiterzuleben.

          • lilli sagt:

            Liebe Punkt,

            dieser vor echtem Gefühl verschlossene dunkle Blick ist für mich das eine Erkennungsmerkmal der Narzissmusstörung, der an- und-ausknipsbare gekünstelt anteilnehmende Blick, das andere.
            Heute erkenne ich beides, was mir seit meiner Mutter als ‚echt normal‘ vorgekommen war,
            und geh auf Abstand.
            Wenn ein Mann aus meinem Alltag wirklich authentisch liebenswürdig ist und bleibt, könnte ich immer noch in Tränen ausbrechen, darüber, dass ich das heute erkennen und erleben darf.
            Schönes Wochenende mit Menschen, mit denen ungekünsteltes herzliches zueinander Liebenswürdig sein, möglich ist ♡

          • Ellen sagt:

            Danke euch, ich habe es geschafft von diesem krankhaften narzisst mich zu trennen, ich war die Nr.12 in seinem Leben seine Kinder hat er bei seinen Frauen gelassen,ich bin schwer krank geworden keine Hilfe keine Pflege oder Anteilnahme,nur wertgegenstände mit genommen und ab,waehrend meiner Kur,oft hat er grundlos geschlagen,ich wurde krank

    • Jay sagt:

      Hallo Sternchen…
      Ich hab eine Frage zu deinem Beitrag hier.
      Was passiert denn mit einem Narzissten wenn das „Opfer“ ihn durchschaut hat und kommentarlos verschwindet?!

      • Sternchen sagt:

        Hallo Jay,
        Das kommt wohl auf den Narzissten an. Wenn er bereits ein nächstes Opfer in Aussicht hat, das ihm die von ihm so dringende gebrauchte Aufmerksamkeit schenkt und ihn nicht kritisiert, wird er wohl seine Aufmerksamkeit erst auf das neue Opfer lenken. Allerdings, sollte er hier den erwarteten Zuspruch nicht bekommen, wird er auf dich zurück greifen wenn du ihm die Gelegenheit bietest. Und du als Junkie wirst auf das Love Bombing wieder hereinfallen und daran glauben, dass er sich geändert hat.
        Ist aber nie der Fall.
        Bis zum nächsten Mal, wenn Du bemerkst, dass alles nur auf „Lügen“ aufgebaut wurde.
        Mir ist das Ganze mehrmals passiert.
        Hier hilft nur konsequenter kontaktabbruch. Auch wenn es schwer fällt und man ständig darüber nachdenkt die Kontaktsperre wieder aufzuheben. Hier ist es Selbsterhaltungstrieb diesen beizubehalten.
        Dann wendet sich der Narzisst einem anderen Opfer aus seinem Repertoire zu.
        Das tut weh, hilft aber ungemein den kalten Entzug durchzuhalten um heilen zu können.

        Viele Grüße an Dich

      • Schmetterling sagt:

        Diese Frage kann und möchte ich gerne beantworten!

        Ich habe es so erlebt, dass ich endlich nach einer seeeehr langen Zeit – es hat genau vier Jahre gedauert – zu einem Zeitpunkt mit Kind und Kater ausgezogen bin, als er wieder einziehen wollte!
        Er konnte auf keinen Fall damit rechnen, weil ich es heimlich organisiert und innerhalb weniger Stunden umgesetzt habe!
        Als er es gemerkt, war für ihn ALLES zu spät! Ich habe ALLES mitgenommen, was mir gehörte und das war der gesamte Hausstand und nahezu ALLE Möbel!
        Das hat ihn dermaßen wütend gemacht, dass er meinen Arbeitgeber kontaktiert hat und versucht hat, meinen Ruf zu schädigen!
        DAS ist ihm jedoch nicht gelungen, weil ich dort mit offenen Karten gespielt habe und ich den Arbeitgeber
        v o r h e r über die von ihn inszenierte „Schlammschlacht“ informiert habe!
        Auch ist es ihm nicht gelungen, meinen Ruf in meinem Umfeld zu schädigen, weil ich auch diese Menschen, die mir wichtig sind, ganz kurz vor dem entscheidenden Auszug informiert habe!
        Deshalb behaupte ich nun hier, dass er sich wohl wie RUMPELSTILZCHEN geärgert hat! Mit diesem Bild in meinem Kopf geht es mir bis heute sehr gut! Und ich bin dankbar, dass ich den Schritt gegangen bin und ich nun mich selbst und mein eigenes Leben wieder habe!

    • Anni sagt:

      Oh ja, Sternchen
      deine Worte kann ich eins zu eins bestätigen. Als ob du meinen „Werdegang“ von der starken, selbstbewussten Frau zum Opfer, zum Junkie, beschreibst.

      Glücklicherweise habe ich mich irgendwann doch wieder auf meine Stärke besonnen, sie war nur verschüttet. Und ich hab es geschafft, bin aus dem Hamsterrad rausgesprungen.

      Die Beiträge auf dieser Seite haben mir dabei enorm geholfen. Vielen Dank dafür an Sven Grüttefien.

  6. lilli sagt:

    Hallo,

    bis ich meine eigene Liebesbedürftigkeit erkennen konnte,
    musste ich als vordergründig starke Frau
    einige Charme-Attacken von Frauenhelden mit nachfolgenden Ausnutzenversuchen
    durchleben.
    Ich habe mich zwar abgegrenzt und Maßnahmen ergriffen, z.B.
    Gütertrennung während meiner ersten Ehe, als er auch mein Geld ausgab,
    doch zu spät und mit mangelnder Selbsterkenntnis.
    Heute bin ich ärmer, und,
    klüger bzw. weiser.
    So war nun mal mein Lebensweg.
    Ich bin mit mir selbst versöhnlich, dass ich trotz Literatur etc.zum Thema und Halt im Spirituellen,
    laaange gebraucht habe,
    um meinen Pol bei diesem Magnetismus verschieden gepolter Bedürftigkeit,
    zu erkennen und abzubauen.

    Allen alles Gute beim Grenzen ziehen!

    • Punkt sagt:

      Liebe lilli ,
      Du sprichst mir aus der Seele. Augen sind der Spiegel der Seele, sagt man ja. Und das trifft, meiner Erfahrung nach, auch zu.

      Du beschreibst auf wundervolle Weise, wie es sich anfühlt, wenn man mit authentischen Menschen leben darf.
      Ich weiß nicht, wie es bei Dir ist – bei mir kommt manchmal noch ein tief sitzendes Gefühl des Misstrauens hoch, ob jetzt wirklich alles wahr und wahrhaftig ist. Und wenn ich dann spüre und erlebe, dass es TATSÄCHLICH wahr ist, überkommt mich ein warmes Gefühl der Dankbarkeit, dass ich nun diese(n) Menschen in meinem Leben haben darf. Das betrifft sowohl Partner, als auch Freunde und Kollegen.

      Seit ich die Wahrheit kenne, meide ich jede(n) aus dem Umfeld meines Ex. Denn von ihnen wurde ich grenzwertigst belogen. Das hat sich bei mir eingebrannt. Er dagegen ist nur Opfer von sich selbst. Es gibt hier sehr informative Beiträge, die mir dargelegt haben, dass er gar nicht erkennen kann, was er tut.

      Auch ich wünsche ein schönes Wochenende mit einer Vielzahl an Glücksmomenten !!!

      PS: Diese Antwort gehört an eine andere Stelle, aber der Antwort-Button fehlte

  7. Waltraud sagt:

    Während wir getrennt waren, hatte er mich iwo gesehen und sofort hieß es „die krieg ich wieder“. Aussage von seiner Schwester, mit der ich mich gut verstand.
    Heute wie damals denk ich; bäh nee, wie konnte ich. Wenn man dann das ganze endlich verstanden hat, gibt es keine Wiederholung. Das funktioniert solange, bis der Narzisst durchschaut wird/wurde.

    • Punkt sagt:

      Liebe Waltraud ,
      Deine Kommentare zu den verschiedenen Themen habe ich im letzten Jahr mit großem Interesse gelesen und ich möchte Dir gerne mitteilen, dass sie sehr wertvoll für mich waren.

      Deine Sichtweise und Deine Beurteilung der Dinge hat mir geholfen, Stück für Stück zurück zu mir zu finden. Vielen Dank dafür!!!

      Herzlichsten Grüße

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