Der narzisstische Sohn

Wenn Eltern zunehmend Schwierigkeiten im Umgang mit ihrem erwachsenen narzisstischen Sohn bekommen, weil dieser sich extrem egoistisch, arrogant und gefühllos verhält, wissen sie oft nicht, was sie machen sollen. Sie stellen fest, dass sie den Zugang zu ihrem Sohn verloren haben und das Verhältnis zwischen ihnen und ihrem Sohn von Streit, Intoleranz und Feindseligkeit geprägt ist.

Der narzisstische Sohn mit seinem Vater

Bild: © bialasiewicz – 123rf.com

Ein narzisstischer Sohn fällt bereits in der Kindheit damit auf, dass er immer im Mittelpunkt stehen muss, sich mehr für sich selbst als für andere interessiert und seine Bedürfnisse rücksichtslos einfordert. Er glaubt, etwas Besonderes zu sein und wertvoller als andere. Wie selbstverständlich besteht er auf eine Vorzugsbehandlung, vereinnahmt seine Mitmenschen für seine Zwecke und reagiert höchst empfindlich, wenn man sich ihm verweigert, ihn kritisiert oder seiner Meinung nach ungerecht behandelt.

Das macht es Eltern und Geschwistern nicht gerade leicht, mit ihrem Sohn oder Bruder umzugehen, weil dieser extrem viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und sofort gereizt reagiert, wenn es nicht nach seinem Willen geht. Er kann dann extrem launisch, frech und beleidigend werden. Daher gehen Eltern oder andere Familienmitglieder meist auf seine Wünsche ein in der Hoffnung, ihn so besänftigen zu können und endlich Ruhe zu haben. In den meisten Fällen steigert die elterliche Nachsicht aber die narzisstischen Tendenzen des Sohnes nur noch, weil er dann weiß, dass er nur laut und aggressiv genug fordern muss, damit sich ihm alle unterordnen.

In der Kindheit sind narzisstische Phasen bei Kindern durchaus normal und entwicklungsfördernd. Nur wenn Störungen in diesen Phasen durch erzieherische Fehler auftreten, die dazu führen, im Narzissmus gefangen zu bleiben, kann das Kind im späteren Leben einen narzisstischen Persönlichkeitsstil entwickeln. Man kann bei einem Kind noch nicht von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung sprechen – bestenfalls ist es verhaltensauffällig und zeigt narzisstische Tendenzen, die sich zu einer Persönlichkeitsstörung ausformen können. Oft zeigen sich starke narzisstische Züge auch erst im Jugendalter oder wenn das Kind das Elternhaus verlassen hat.

Der narzisstische Sohn missbraucht die Eltern für seine Zwecke

Im Erwachsenenalter kann sich der Narzissmus des Sohnes deutlicher herausbilden, woraufhin die Beziehung für die Eltern zunehmend anstrengender wird: Immer muss sich alles nur um den Sohn drehen und die Eltern werden ausschließlich für die Befriedigung dessen Bedürfnisse, die Erledigung von Aufgaben und andere Zwecke missbraucht. Die Meinung der Eltern zählt nicht und aus seiner Sicht hat er immer recht und die Eltern haben immer unrecht. Meist schlägt ein narzisstischer Sohn auch ganz bewusst einen anderen Weg als den seiner Eltern ein, nur um darin den Beweis zu finden, dass er besser ist als seine Eltern.

Die Eltern haben kein Mitspracherecht bei der Gestaltung der gemeinsamen Beziehung. Der narzisstische Sohn diktiert die Regeln und sobald die Eltern dagegen verstoßen, werden sie in irgendeiner Form bestraft. Wenn sie Kritik oder auch nur gutgemeinte Vorschläge in Bezug auf den Lebensstil, die Berufs- oder Partnerwahl äußern, wird er sofort aggressiv, bezichtigt die Eltern der unerlaubten Einmischung, hält ihnen Vorträge darüber, was sie in seiner Kindheit angeblich alles falsch gemacht haben, oder bricht den Kontakt einfach ab – bis ihm wieder einfällt, dass ihm seine Eltern noch etwas schuldig sind und er sie daher für bestimmte Aufgaben einspannen kann.

Ein narzisstischer Sohn kann seinen ganzen Hass auf die Eltern abladen, um auf diese Weise seinen Schmerz, den ihm seinen Eltern in der Kindheit vermeintlich zugefügt haben, loszuwerden. Von den Eltern wird dann nachträglich die Zuwendung verlangt, die er in der Kindheit gebraucht hätte – oder sie werden verstoßen und zu Unmenschen erklärt. Auf der anderen Seite kann der narzisstische Sohn seine Eltern aber auch über alle Maße lieben und verherrlichen, weil er in ihrem Beispiel ein Ideal sieht. Dann will sich der Sohn damit brüsten, dass er die besten Eltern der Welt hat und sein Verhältnis zu ihnen etwas ganz Besonderes ist. Er braucht dann dieses Ideal zur Selbststärkung.

Warum ist der Sohn so geworden?

In der Regel lässt sich diese Frage ohne eine tiefgehende Analyse – zumeist mithilfe eines psychologischen Fachmanns – nicht eindeutig beantworten. Meist wirft es noch mehr Fragen und Zweifel bei den Eltern auf, wenn sie versuchen, eine eigene Theorie zu entwerfen. Für die Entwicklung eines narzisstischen Persönlichkeitsstils sind biologische, psychologische und milieubedingte Faktoren verantwortlich. Welcher dieser Faktoren dabei mehr wiegt oder hauptverantwortlich für das gestörte Verhalten des Sohnes ist, kann ohne eine sorgfältige Untersuchung nicht beantwortet werden.

Eltern geben sich aber oft selbst die Schuld an dem Verhalten ihres narzisstischen Sohnes und finden schnell Versäumnisse ihrerseits in der Erziehung. Meist glauben sie, aufgrund einzelner Begebenheiten oder unangebrachter Verhaltensweisen den Sohn in den krankhaften Narzissmus getrieben zu haben. Dies muss aber nicht so sein. Ereignisse, die für die Eltern möglicherweise schwer wiegen und einen Grund liefern könnten, mögen für den narzisstischen Sohn gar nicht der Ausschlag gewesen, emotional völlig neutral von ihm aufgefasst und problemlos verarbeitet worden sein.

Wollen Eltern dieses Thema aufarbeiten, brauchen sie die Bereitschaft und Offenheit ihres Sohnes, an diesem Prozess mitzuwirken und gemeinsam zu klären, was in der Vergangenheit in der Eltern-Kind-Beziehung schiefgelaufen sein könnte, was den Sohn in besonderem Maß emotional belastet oder er vermisst hat. Alles andere sind nur Mutmaßungen und belasten die Eltern vielleicht völlig unnötig mit einem schlechten Gewissen, was ein narzisstischer Sohn immer zum eigenen Vorteil ausnutzen wird.

Die narzisstische Vater-Sohn-Beziehung

In vielen Fällen ist es so, dass der Vater des narzisstischen Sohnes entweder selbst starke narzisstische Tendenzen aufweist und seinen Sohn mit seinem autoritären Erziehungsstil permanent in die Schranken weist oder er sich viel zu nachsichtig verhält und dem Sohn alles durchgehen lässt. Beide Fälle führen dazu, dass sich der Sohn in der Kindheit ein neurotisches Verhalten aneignet: Entweder erfuhr er zu viel Begrenzung und Regulierung und musste seine Bedürfnisse ständig unterdrücken oder er konnte diese frei ausleben, ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen. Beides führt auch dazu, dass er eine überzogene Anspruchshaltung entwickelt – entweder weil er mehr Zuwendung gebraucht hätte oder weil er es gewohnt ist, diese immer zu bekommen.

Narzisstischer Soh und sein Vater

Bild: © bialasiewicz – 123rf.com

Ein narzisstischer Vater verurteilt zwar das narzisstische Verhalten seines Sohnes, stellt es aber keineswegs in Bezug zu seinem Erziehungsstil. Er kann sich überhaupt nicht vorstellen, an der Entwicklung der schlechten Eigenarten seines Sohnes beteiligt gewesen zu sein. Da ein narzisstischer Vater denkt, perfekt zu sein, kommt er auch nicht auf die Idee, er könnte im Umgang mit seinem narzisstischen Sohn etwas verkehrt gemacht haben. Wird er von seinem Sohn oder anderen Personen angeklagt, greift er zu den typischen Schutzmechanismen, die von den eigenen Fehlern ablenken sollen: „Ich war immer für dich da!“ – „Ich habe dir eine schöne Kindheit und eine gute Ausbildung ermöglicht!“ – „Es hat dir an nichts gefehlt!“ Ein narzisstischer Vater will nicht auf seine Schwächen und Defizite angesprochen werden und weist jeden Vorwurf von sich.

In diesem Fall wollen Väter ihren eigenen Narzissmus schützen und stellen ihre vermeintliche Makellosigkeit über den Schmerz ihres Sohnes. Eine Antwort auf die Frage, warum der Sohn narzisstisch und wie er so geworden ist, dürfte dann wohl darin liegen, dass sich der Vater mehr um sich selbst gekümmert hat, als sich hinreichend den emotionalen Bedürfnissen seines Sohnes zuzuwenden, was eine narzisstische Entwicklung allemal begünstigt. Das zukünftige Vater-Sohn-Verhältnis ist dann meist durch Rivalität und gegenseitige Verachtung gekennzeichnet, in dem keiner der beiden bereit ist, auf den anderen zuzugehen.

Wie kann man das Verhältnis zum narzisstischen Sohn klären?

Hat der Vater selbst keine narzisstisch gestörte Veranlagung und verhält er sich eher defensiv seinem Sohn gegenüber, unterstützt er ungewollt dessen Narzissmus. Oft verhält er sich aus Schuldgefühlen heraus zu nachgiebig und tut alles dafür, das Verhältnis zum Sohn entweder zu verbessern oder nicht noch mehr zu belasten, und geht daher auf alle Wünsche des narzisstischen Sohnes ein. Dies führt aber dazu, dass der narzisstische Sohn noch unverschämter und maßloser wird, weil er keine Grenzen erfährt. Da der Vater jedoch Angst hat, den narzisstischen Sohn zu kritisieren und ihn dadurch nur unnötig zu provozieren, kann sich die Beziehung zum narzisstischen Sohn nicht verändern.

Eltern sollten stattdessen die unbefriedigende Eltern-Sohn-Beziehung ansprechen und die Störfaktoren im Umgang klar und unmissverständlich benennen – jedoch ohne Vorwürfe zu machen. Sie sollten betonen, dass sie bereit sind, an einem besseren Verhältnis zu arbeiten, dass sie um ihren Anteil wissen und in der Vergangenheit sicherlich auch nicht immer alles richtig gemacht haben. Auf der anderen Seite müssen sie sich das arrogante und rücksichtslose Verhalten ihres narzisstischen Sohnes nicht gefallen lassen und alles hinnehmen, was dieser von ihnen verlangt oder ihnen an den Kopf wirft.

Sie können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, sie können aber daran mitwirken, dass die Zukunft besser wird. Dies bedarf allerdings der Mitwirkung des narzisstischen Sohnes. Wenn dieser aber die Einladung zu einem offen und klärenden Gespräch nur dazu nutzt, sich über seine Eltern zu beschweren und ihnen Vorwürfe zu machen, dann entsteht wieder ein Missverhältnis, auf dessen Grundlage keine gute Beziehung wachsen kann.

Eltern müssen sicherlich ertragen, einiges zu hören, das ihnen nicht gefällt und ihnen möglicherweise wehtut. Es gehört dazu, dem Sohn einen Raum zu geben, alles an- und auszusprechen. Sie dürfen sich jedoch abgrenzen, wenn der Sohn nur unfaire und beleidigende Äußerungen macht. In diesem Fall müssen sich Eltern eingestehen, dass sie trotz bester Absicht nichts ändern können und dass sie den Sohn so lassen müssen, wie er ist, ohne sich die Schuld daran zu geben und sich seinem rücksichtslosen Verhalten zu unterwerfen.


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Veröffentlicht in Blog, Familie und Erziehung
40 Kommentare zu “Der narzisstische Sohn
  1. Gerda sagt:

    Mein narzisstischer Sohn bringt mich ins Grab.
    Ich bin 80 Jahre, er ist so respektlos, beschimpft und erniedrigt mich..
    Ich fühle mich schon tot

  2. Asuman Gökce sagt:

    Hallo,mein Sohn ist 16,weist schwere,narzisstische Tendenzen auf,Verantwortung,Respekt,Rücksicht gleich null.Er ist wie ein Sandsack,den ich ständig aufstellen muss,dann sack er wieder in sich zusammen.Er scheint sich über sich selbst keine Sorgen zu machen,die mach ja ich und ich bin natürlich an allem Schuld.Kritik wird mit Beschuldigenden,aggressivem Verhalten gekontert.
    Mir reicht es jetzt…ich lasse ihn einfach in sich zusammengefallen an der Wand kleben und kümmere mich um mein eigenes Wohl.Alles andere geht nicht,meine Grenzen werden nicht beachtet,also lebe ich nach meinen eigenen Regeln und werde egoistischer.

  3. Ecatarina sagt:

    Auch ich bin wohl Mutter eines narzisstischen Sohnes. Wollte es lange nicht wahrhaben. Aber das was Ihr so schreibt, passt alles total auf meinen Sohn. Er ist nicht in der Lage, sein teilweise respektloses Verhalten zu hinterfragen. Er switscht zwischen oberflächlich alles belustigend und chronisch in Abwehr hin und her. Vernunft ist ein Fremdwort. Man kann nichts von ihm und jetzt auch seiner Partnerin erwarten. Er ist chronisch gestresst, manipuliert, lügt, verdreht Tatsachen und das schärfste, er unterstellt mir seine Charaktereigenschaften. Er machte krumme Geschäfte, Schulden in der Vergangenheit- ich holte ihn immer wieder als seine „Privatpsychologin“ aus seinem Tief bis zur nächsten Katastrophe. Dafür bin ich dann immer die allerbeste Mutter der Welt. Aber ansonsten braucht er mich nicht, so wie er sagt. Und wenn ich Ansprüche stelle z.B. pünktlich zu einer Verabredung zu kommen oder seine kränkenden Anschuldigungen zu erklären, dann streite ich in seinen Augen und darauf hat er keine Lust. Und auch wenn ich eine andere Meinung habe als er, ist er der Meinung ich wolle ja nur mit ihm streiten. Und deshalb bin ich Schuld daran, dass es keine Enkelin / Oma Beziehung geben wird. Ich soll mich rund um die Uhr kümmern, ansonsten heißt es, ich würde mich nicht für meine Enkelin interessieren. Die beiden hingegen können noch nicht einmal ein Treffen zusagen oder absagen und lassen mich z.B. 1 Monat warten, bis sie sich wieder melden. Und das soll für mich so ok sein. Wenn ich was dagegen sage, dann bin ich die, die wieder streiten will. Er macht es genauso wie sein Vater und mein Vater. Mir tut nur die Kleine leid. Ich bin wirklich gerne Oma. Aber wie soll ich das leben bei dem Verhalten der Eltern?

  4. Elisabeth sagt:

    Hallo ich bin auch eine Mutter und mein Sohn hat viel Dinge er ist narzisstische aber er war nicht immer so er hatte Föhr 10 jahre einen Unfall der war sehr schlimm bei dem Unfall sind seine zwei beste freunde gestorben er hat es nie richtig verarbeitet er war 4 monate im Krankenhaus und Reha dan kam er nach Hause und es war anders nach 1 Jahr war er wie ausgewechselt es war gut er lernte ein Mädchen kennen sie sind nach 6 Monaten zusammen gezogen dan nach 4 Monaten hat er mit mir ständig Streit gemacht ich weiß nicht wieso dan hab ich 2 Jahr nichts von ihm gehört dan hatte er ein neue Freundin und er wollte den Kontakt wieder aufnehmen ich habe eingewilligt weil ich ihn sehr vermisst hab ich habe dan mit bekommen das er in der zeit wo er keinen kontakt hatte hat er mit Drogen angefangen aber das wussten wir nicht er hat an und ab mal anrufen und fragte öfter nach geld ich hab es nicht verstanden weil er sehr gutes geld verdient hatte aber wie gesagt wir haben ihm immer ausgeholfen und Föhr 2 jahre kamm er und sagt kann ich bei euch einziehen bitte ich brauche eure hilfe mir war das nicht geheuer aber mein mann sagte ja dan komm die erste 6 monate waren okay wir haben ihm seine Schulden bezahlt von 23000 euro da nach war ihr die hole auf Erden was ich da mit sagen will er war bis zu seinem 23 jahr alt ein gute und fröhlich junger Mann wie kann das sein das er so gemein zu uns ist wo wir immer für ihn da waren ich hab insgesamt 2 junges und ein Tochter aber keiner Föhn denen ist so schlimm ich bin mittlerweile so das ich Abstand halte weil ich auch angst habe er will keine hilfe er sagt das er normal ist und wir nicht das schlimmste ich liebe mein kind und wurde ihm so gerne helfen aber ich habe keine ahnung was ich noch machen kann

  5. lilli sagt:

    … und so schreibe ich mit meiner ganzen Narzissmusstörungs- Familiengeschichte summa summarum nun,
    nach jahrelangem
    Lesen der Literatur über Narzissmus, Psychotherapie, Besuch von Beratungsstelle und Selbsthilfegruppen und
    als Teilnehmerin an dieser seriösen, wunderbaren, differenzierten Website von Sven Grüttefien hier:
    Abstand und Mut,
    und alles wird gut!
    Und wenn es
    noch nicht gut ist,
    ist es noch nicht
    zu Ende …

  6. lilli sagt:

    Liebe Angelika,

    viel Stärke und Gelassenheit sprechen aus deinem Beitrag.
    Danke, ganz so viel habe ich noch nicht.
    lilli

  7. Angelika sagt:

    Hallo, leider habe ich einen narzisstischen Sohn und einen ebensolchen Vater gehabt. Mein Vater lebt seit 2015 nicht mehr und ich vermisse ihn nicht. Einer seiner letzten Sätze: deine kleine Schwester, die habe ich geliebt aber auf ich war ich immer nur scharf! Hallo, das darf man nie zu seiner Tochter sagen. Mein Sohn hat die Beziehung zu mir einmal 2 Jahre abgebrochen, dann bin ich auf ihn zugegangen. Alles wurde einigermaßen wieder gut, bis ich ihm nicht 6000 Euro für ein Auto geben wollte. Wieder ein Jahr ohne Kontakt. Wieder habe ich es versucht, bis ich abgelehnt habe ihm mein Haus zu überschreiben. Bestraft wurde ich mir dem Satz: Wenn ich einmal Kinder habe, dann erzähle ich denen, dass die Oma gestorben ist. Seit 3 Jahren habe ich keinen Kontakt mehr und habe es jetzt überwunden. Ich wünsche allen Betroffenen viel Stärke und Gelassenheit.

    • Rebecca Lüke sagt:

      Hallo Angelika
      Ich bin ebenfalss betroffene Mutter eines Narzistischen Sohnes, war viele Jahre (25) mit einem Narzisten verheiratet. Aus dieser Ehe sind drei Söhne. Durch unterschiedliche Umstände und den narzistischen Vater, einer angeblich schwachen Mutter (mich), hat mein Sohn vermutlich seine narzistischen Züge entwickelt. Auch in eigenen Beziehungen, beide Mädels emotional zerstört und auch Gegenstände zerstört. Ihnen die Schuld gebend für die gescheiterte Beziehung, Kontakt zu mir abgebrochen, da ich mit seiner letzten Freundin polizeilich gegen ihn vor gegangen bin…leider vor Ort keine Ansprechpartner, wie man damit umgeht. Nun mit Lektüre eingedeckt, Gesprächstherapie beantragt mit ewigen Wartezeiten, keine Selbsthilfegruppen in der Nähe usw… allein tragend, da der Vater die Familie verlassen hat.
      Vielleicht hätten sie ja Lust, sich mit mir auszutauschen??
      Viele Grüße

      • Rabea sagt:

        Ja ich würde mich gern mit dir unterhalten. Mein Sohn hat nach mehrfacher Einweisung durch psychKG nun die Diagnose dissozial narzistische Pers.Störung. Aggressiv und kurz vorm totalen Absturz. Kontaktier mich gerne. Vielleicht kann man sich gegenseitig stützen. Liebe Grüße

      • smutje sagt:

        Habe ebenfalls einen narzisstischen Sohn von einem Narzissten. Verstehe noch nicht wie dieses Forum funktioniert, wäre aber an einem Austausch interessiert. Lieben Gruß

      • Rita sagt:

        Wie kann man Euch erreichen, würde mich auch gerne austauschen?

      • Regina sagt:

        Hallo Rebecca Lüke,

        ich bin auf diese Seite gestoßen, weil ich befürchte, einen narzisstischen Sohn (fast 25) zu haben. Aber all das hier nieder zu schreiben, würde den Rahmen sprengen. Es ist einiges passiert, dass mich mindestens an Narzissmus denken lässt. Ich habe mir insbesondere in den letzten Jahren viel zu viel von ihm gefallen lassen und immer noch sucht er nur die Schuld bei mir. Ich frage mich immer wieder: Was ist passiert???

        • Monk sagt:

          Hallo Regina und Rebecca,
          ich kann es nur aus eine Neutrale perspektive ein Feedback geben. Habe in meinen letzen 18 Jahren Beziehung mit 2 Männer die beide narzisstische Kinder haben. Das größter Problem und das Fehler ist das die leibliche Eltern, egal ob zusammenlebend oder getrent einfach viel zu viel geben und Wegsehen. Die Kinder kennen keine Grenzen, keine Regeln, die Kinder sind stehts vor allen beschutzt und können mit Probleme geschweige Misserfolge nicht umgehen. ( dann im jungen jähren Diagnose : Depression ) So ein narzisstische Kind fordert nur, Ihn steht alles zu, hat kein gerechtigkeitsinn , hat kein Mitgefühl ( außer wenn die Eltern IHN es ETWAS verweigert haben dann ist es ungerecht ) kann sehr gut manipulieren nur um seine Vorteile zu haben. Nicht falsch verstehen aber die Überempfindlichkeit und massenlosen Jubeln und Verbesserungen des Eltern an den Kindern, schaffen es ein Kind das nur an sich denkt, ist egoistisch, ungerecht und stehst fordern: da es nie ETWAS GUT oder GENUG ist ( da ER/ SIE schon immer alles bekommen hat ). Dann später oder schon früher stehlt sich fest das Er/Sie in der Zukunft nicht fähig ist allein oder im einen gesunden Beziehung zu Leben, DA musst MAN Kompromisse an gehen und das können Narzisstische Kinder leider nicht, die verstehen auch nicht wieso deren Partner/ Mutter/Vater/ Arbeitskollegen eine andere Meinung hat als ER/Sie “ Er/Sie hat doch immer recht bekommen und stand immer in der Mittelpunkt des Lebens “ Dann in einen realen Leben läuft es total anders: Das wissen wir alle. Schon als unsere Kinder klein sind müssen Sie wissen was richtig und was nicht richtig ist, was darf ich und was darf ich nicht, was tut gut und was tut nicht gut, das Man Konsequenzen für ein negatives verhalten tragen kann/muss. Verantwortung zu übernehmen für deren Taten. und Loben wenns das Kind es wirklich WAS Gutes gemacht/getan hat. Schaffen Sie denn Innere Gleichgewicht des Kindern. Das so ein Kind die Chance hat auf ein normales, liebevolles leben auf Augenhöhe mit anderen.
          Das habe ich an Elternabend meines Ziehkinder miterlebt: 97 % allen Eltern möchten nicht wahr haben das(sowie die Klassenlehrerin angesprochen hat )Sohn X von einem Facharzt mit dem Sohn Y von einer Anwältin und 2 weiteren Schulfreunde haben 2 Klassenzimmer Fenster mit Absicht zerschlagen damit der Mathetest nicht statt findet. natürlich waren alle andere Kinder schuld aber nicht die ENGELCHEN…das muss sich um eine Missverständnisse handeln….und so weiter.Das würde mein Sohn nie machen !!! und so weiter….
          Habe beobachten das die letze Jahre die Rollen zwischen Eltern und Kindern sich vertauscht haben. Leider ist das so, bitte nicht falsch verstehen aber überlegen Sie sich selbst und seihen Sie ehrlich zu sich selbst. Am Ende machen die Eltern alles das Was die Kinder möchten und nicht die Kinder. Leider Kinder wollen und entscheiden, wir tuen es. Nicht anders rum.
          Ich kenne das anders, ich habe Respekt und Mitgefühl für anderen, Gerechtigkeitssinn, Empathie zum Menschen und kläre meine leben Problemlos da es im meinen Elternhaus beigebracht worden ist, wofür ich bis heute meinen Eltern Dankbar bin.
          Denken Sie nach : “ kein Kind ist schlecht geboren “
          Ich denke das beste im Moment ist an sich zu denken und glücklich und gesund bleiben. ( Die Beziehung zum Narzissten:KIND/Partner/Familie kann Dich krank machen ). das heißt “ kontrolliert Fallenlassen “ lassen Sie Ihren Kind los aber bleiben Sie in seine Nähe ohne das ER/Sie das merkt. lassen Sie IHN/Sie beim nachten mal total alleine auf sich gestellt und selbst seine Sachen klärt; damit fangen die Kinder alleine nachzudenken und für sich alleine einen Ausweg aus der NOT Situation zu finden.
          Viel Kraft und Erfolgt

          • MissB sagt:

            Was wollen Sie uns damit sagen? Dass wir selbst Schuld sind, weil wir unsere Kinder nicht richtig erzogen haben? 🤔

          • Andrea sagt:

            Danke, 🙏nach 20 Jahren (mein Sohn ist 36),bin ich bald krank durch jagrelangen Stress, Beschimpfungen, Drohungen geworden. Aber ich habe auch „den Fehler“ gemacht, alles zu tun, zu helfen, zu erledigen, weil er mir immer wieder die Schuld an allem gegeben hat. Er tut gar nichts für mich. Ich kann und mag nicht mehr..

          • Claudia sagt:

            Hallo, ich habe gerade ihren Beitrag gelesen und ehrlich gesagt, macht mich das als Betroffene wütend… Ich glaube, sie haben da zwei verschiedene „Diagnosen“ durcheinandergebracht! Narzistische Züge haben alle Menschen, die einen mehr und die anderen weniger. Auch gibt es bei Kindern Zeiten, wo sie mehr dazu neigen! Wenn die Eltern sich so verhalten, wie sie es beschrieben haben, dann werden sich im Leben viele Schwierigkeiten ergeben und sie helfen ihren Kindern damit überhaupt nicht!
            Eine wirkliche narzistische Persönlichkeitsstörung ist nicht heilbar und nochmal eine andere Nummer und kann nicht nur auf Erziehungsfehler geschoben werden… Schuld!? Danach fragen sich betroffene Eltern genug und da ist es wenig hilfreich, einer Mutter oder einem Vater, die versucht haben, ihr Kind mit Liebe UND Konsequenz zu erziehen,auch noch einen Vorwurf zu machen!!! Ich habe einen 30jährigen Sohn mit einer narzistischen Persönlichkeitsstörung und ich konnte und hab ihm in seinem Leben ganz sicher nicht alles abnehmen können und eine konsequente Erziehung war mir immer wichtig! Natürlich liebe ich ihn, wurde aber in den letzten Jahren sehr oft verletzt . Damit umzugehen und sich selbst irgendwann zu schützen ist ein Prozess… Das kann sicher nur jemand verstehen, der selbst in so einer Lage war mit den eigenem Kind! Ich bin ein emotionaler, sehr empathischer Mensch, aber ich bin nicht dumm!!!

        • Ana sagt:

          Hallo an Alle hier, ich habe einen 16-jährigen Sohn. Wir sind grade im Urlaub mit meiner Schwester und ihren Kindern. sie sind zwischen 11 und 13 Jahren und es ist so schwierig, dass wir überlegen den Urlaub abzubrechen oder dass ich ihn von Rom nach Berlin alleine mit dem Zug zurück schicke. Seit Jahren versuche ich ihn immer wieder neu zu sehen, an mir zu arbeiten, frage mich was so falsch laufen konnte… immer wieder habe ich versucht ihn zu begrenzen, ihn früh zur Therapie geschickt und lange auch die „Schuld“ bei mir gesucht- er sieht mich als absolut schwach, nichts wert, sagt alles zu mir und entwertet mich permanent. Alles was ich tue reicht nie, ich bleibe trotzdem eine schlechte Mutter mit der er wenn er 18 ist sowieso nichts mehr zu tun haben wird. Wenn ich ihn frage was ich so schlecht gemacht habe sagt er es nicht konkret – dann wieder haut er alles raus, verdreht Dinge, sprechen kann ich mit ihm nicht, er hört nur was er hören will und sagt dann „halt die Fresse“ und viel Schlimmeres… ich liebe ihn aber weiß nicht mehr weiter, alle meine Versuche ihm zu helfen sind gescheitert – hat jemand ähnliche Erfahrungen und mag sich mit mir austauschen, manchmal geht / ging es mir so schlecht, dass ich regelrecht lebensmüde war… habe mich in den letzten Jahren durch eine Therapie gut entwickelt aber der Schmerz über meinen Sohn, er ist mein einziges Kind, tut unendlich weh, immer wieder – auch der Tipp ihm Wärme und Liebe zu schenken hilft nicht – manchmal geht es kurz gut aber sobald ich etwas erwarte, z.B. sich hier im Urlaub den anderen Kindern gegenüber so zu verhalten, wie er es sich selbst für sich wünscht, lächelt er arrogant weg. Er akzeptiert keine Grenzen, kein „nein“ – sagt er braucht niemanden, er ist der einzige der ehrlich ist und bringt uns zur Verzweiflung … ich kann nichts tun, habe lange versucht ihm nicht zu sagen, dass er so schwierig ist aber kann mich nicht mehr zurückhalten … vielleicht gibt es die Möglichkeit sich konkreter auszutauschen, wenn jemand auch das dringende Bedürfnis hat und wie geht das konkreter hier? LG Ana

          • Maritta Obendorf sagt:

            Ich kenne dein Leid sehr gut, weil es mich seit der Geburt meines Sohnes,im Jahr 2001 selbst betrifft. Würde mich auch sehr gern austauschen! Fühle mich damit wahnsinnig alleine gelassen und habe echt Angst, selbst noch daran zu zerbrechen und durchzudrehen.

      • Stefanie sagt:

        Hi Rebecca,
        habe heute eine Gruppe für Eltern gegründet. Vielleocht passt das ja?
        Stefanie

      • Antje L. sagt:

        Hallo, habe heute als Betroffene Mutter eines Sohnes(30) nach Hilfe gegoogelt. Habt ihr irgendwo ein Forum gefunden um euch auszutauschen? Liebe Grüße

    • Petra J. sagt:

      Hallo, ich würde mich auch gerne mit jmd austauschen. Gibt es da Möglichkeiten?

  8. lilli sagt:

    Hallo,
    meinen Erkenntnissen und Erfahrungen nach,
    ist Narzissmusstörung eine Familienkrankheit.
    Den ‚vom Himmel gefallenen‘ narzissmusgestörten Sohn, gibt es ihn überhaupt?
    Gibt es unter Menschen ein Leben ohne tiefere Schwierigkeiten?
    Ist das Leben nicht die Suche nach Erkenntnissen und das Finden von Lösungen?,
    wissenschaftlich von A bis Z,
    mit dem gesunden Menschenverstand,
    in fortwährenden Entwicklungsprozessen,
    innerhalb desr Gegebenheiten des Jahrhunderts, in dem man auf dieser Erde lebt
    ?♡?

  9. lilli sagt:

    … unserem Vater gegenüber waren wir als Jugendliche bzw. erwachsene Kinder fast ‚Monkeys‘ unserer narzisstischen Mutter.
    Er streikte immer wieder gegen die Wünsche unserer Mutter und war zu uns Kindern dann zu streng.
    Aus meiner heutigen Sicht war er überfordert und wir Kinder von unserer selbstmitleidigen beruflich künstlerisch Anerkennung heischenden Mutter, gegen ihn vereinnahmt.
    Dies Thema vom narzisstischen Sohn zeigt mir die Einordnung meines Bruders als Mann mit Narzissmusproblemen auf, der beruflich sehr erfolgreich war und sich durch das Fehlen der übermäßigen Anerkennung und den Neid auf einen Konkurrenten, beruflich selbst ein Bein stellte, nämlich freiberuflich und als solcher erfolglos wurde.
    Die ganze Tragik meiner Herkunftsfamilie verkrafte ich erst jetzt. Bisher hätte ich als die Helferkranke neben meinen ichbezogenen Schwestern, den Schlüssel zu dieser Geschichte über meinen Bruder, zu unserem Vater, nicht gefunden.

    • lilli sagt:

      … Väter von narzissmusgestörten Kindern, die bleiben,
      reden oder schreiben sie irgendwo darüber?
      Mein Vater versorgte sein Leben lang seine Familie, versuchte klarzukommen, sich abzugrenzen, verkündete vergeblich seine Meinung.
      Das helferkranke Kind, ich, tat dasselbe, bis ich erfuhr, was Narzissmus und Narzissmusstörung ist.

  10. lilli sagt:

    Hallo,

    ich frage mich, wie starke narzissmusgestörte Tendenzen mein Bruder hat. Wir sind Kinder einer Mutter mit Narzissmusproblemen.
    Seine Frau und erwachsenen Kinder leben ziemlich ohne ihn.
    Er hatte sich immer viel herausgenommen, Urlaubsreisen anknüpfend an berufliche Flüge, er war ziemlich auf seinen Vorteil aus.
    Von kinderlosen Nachbarn erbte er vor einigen Jahren Kunstgegenstände und Kunstbände, für die er sich nicht interessierte. Ich fragte, ob ich einen bestimmten Band haben könnte. Er gab ihn mir und verlangte vierzig Euro dafür. Ich war so platt, dass ich sie ihm gab. Ein kleines Beispiel.
    Abstand finden zu Angehörigen mit Narzissmustörungen in verschiedenen Ausprägungen, ist mein Lebensthema.
    Selber leben, tun was ich persönlich und individuell gern möchte,
    war und ist meine Lebensaufgabe,
    auch als Vorbild für meine erwachsenen Kinder und Enkelkinder.
    lilli

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