Ich habe Angst, dich zu verlieren!

Kaum ein anderer Satz kann in einer Liebesbeziehung treffender die unermessliche Sehnsucht des Partners ausdrücken und gleichzeitig die Bereitschaft, sich bedingungslos zu binden. Er zeigt die Angst des Partners davor, nicht gut genug für den anderen zu sein und seinen Willen, alles für die Beziehung zu tun, um nur keinen Verlust zu erleiden. Zugleich offenbart er die hohe Verletzbarkeit des Partners.

Bild: © Antonioguillem – Fotolia.com

Manch leidenschaftlicher Satz, der im Sinnestaumel die starken Emotionen ausdrücken soll, die man für einen anderen Menschen empfindet, und leichtfertig geäußert wird, kann unangenehme Folgen nach sich ziehen. Zwar hat die Person, die ihn ausspricht, zum Zeitpunkt dieses bewegenden Geständnisses meist die Absicht, dem Partner zu vermitteln, dass die Liebe zwischen den beiden niemals enden darf und dass er für immer mit ihm zusammenbleiben möchte. Allerdings kann diese Botschaft im weiteren Verlauf der Beziehung auch leicht gegen ihn verwendet werden.

Was bedenkenlos in guter Absicht und zur Förderung des Vertrauens geäußert wird, kann in der Beziehung mit einem Narzissten verhängnisvolle Folgen haben. Den Satz „Ich habe Angst, dich zu verlieren“ versteht der Narzisst nämlich ganz anders: Er sieht in dem Eingeständnis des verliebten Partners eine Gelegenheit, den Partner zukünftig besser manipulieren und von sich abhängig machen zu können. Umgekehrt nutzt der Narzisst diesen Satz seinerseits, um das Mitgefühl des leichtgläubigen Partners zu erregen.

Welche Auswirkung hat diese arglose Bekundung für den Partner und welche Absichten hat ein Narzisst wirklich, wenn er diesen Satz äußert?

Der Narzisst nutzt die Naivität des Partners aus

Der Narzisst benutzt den Satz „Ich habe Angst, dich zu verlieren“, um seinen Partner noch abhängiger von sich zu machen. In vielen Fällen versucht er, mit diesem Satz seine krankhafte Eifersucht zu bekämpfen. Wenn sich der Partner zeitweilig von dem Narzissten abwendet und sich anderen Personen freundlich und vergnügt zuwendet – vor allem, wenn es sich um Personen des anderen Geschlechts handelt, kann der Narzisst sehr misstrauisch werden und hinter der ausgelassenen Geselligkeit eine mutmaßliche Untreue seines Partners vermutet.

Um den Partner von diesem Verhalten abzuhalten, benimmt sich der Narzisst dann wie ein besorgtes Kind, das Angst hat, seine Mutter könne ihn alleine lassen. Er gibt vor, jedes Mal unerträgliche Ängste ausstehen zu müssen, wenn sich der Partner mit anderen trifft, unterhält oder amüsiert. Seine Paranoia kann so weit gehen, dass er hinter harmlosen Begegnungen eindeutige Anspielungen erkannt haben will, und interpretiert ernsthafte Annäherungsversuche hinein.

Aus Sicht des Narzissten nimmt sich der Partner möglicherweise auch zu viele Freiheiten heraus und möchte seine Zeit gerne auch mit anderen Personen und Beschäftigungen verbringen, anstatt nur mit dem Narzissten zusammen zu sein. Dann kann er auf höchst theatralische Weise mit Tränen in den Augen diesen herzzerreißenden Satz vorbringen, allerdings vorrangig in der Absicht, den Partner von seinen autonomen Vorhaben abzubringen und vollständig über ihn verfügen zu können.

Empathische Partner können in solchen Situationen den vorgetäuschten Schmerz des Narzissten nicht ertragen und leiden, wenn sie ihn so betrübt erleben. Sie fühlen sich schuldig, wenn sie nicht auf das Leid des Narzissten eingehen und er das Gefühl hat, von ihnen vernachlässigt zu werden. Um dem Narzissten zu helfen und ihn wieder glücklich zu machen, reduzieren sie fortan ihre selbständigen Aktivitäten. Mit der Zeit führt diese Zurückhaltung dazu, dass sich Partner zunehmend von sozialen Kontakten distanzieren, isolieren und bereit sind, nur noch für den Narzissten da zu sein. Sie opfern sich für die Liebe.

Der Narzisst hat somit sein Ziel erreicht: Mit diesem äußerst sentimental klingenden Satz trifft er genau ins Herz des Partners und löst dessen Mitgefühl aus. Der Partner fühlt sich sofort aufgefordert, die eigenen Bedürfnisse fallenzulassen, um den Narzissten aus seiner scheinbaren Not zu befreien. Auf diese Weise steht der Narzisst dann uneingeschränkt im Mittelpunkt des Lebens seines Partners, wo er sich am wohlsten fühlt, ohne dass er den Satz „Ich habe Angst, dich zu verlieren!“ in der Weise verwendete, in der er eigentlich zu verstehen ist.

Der Co-Narzisst macht sich mit diesem Satz abhängig

Der Partner eines Narzissten wiederum nutzt diesen Satz, um seine grenzenlose Liebe und seine unerschütterliche Treue zum Ausdruck zu bringen. Er will damit betonen, dass er den Narzissten braucht, dass er nicht ohne ihn sein kann, dass er sich wertlos ohne den Narzissten fühlt, dass er ständig an ihn denken muss und dass er bereit ist, alles für die Beziehung zu tun, damit es nicht zu einem Bruch kommt.

In dem Satz „Ich habe Angst, dich zu verlieren“ steckt das unmissverständliche Geständnis einer totalen Ergebenheit: Ein Leben ohne den Narzissten ist unvorstellbar. Insgeheim hofft der verzückte Partner, den Narzissten durch diesen Treueschwur enger an sich binden zu können, weil er davon überzeugt ist, dass der Narzisst ihn beschützen will und niemals mit seiner Not alleinlassen würde.

Der Narzisst seinerseits fühlt sich durch dieses offene und ehrliche Bekenntnis nicht nur geschmeichelt, sondern er nutzt im weiteren Verlauf der Beziehungen auch die damit verbundene Verletzbarkeit des Partners zu seinen Gunsten. Er beginnt, mit der Angst des Partners zu spielen, indem er droht, ihn zu verlassen, wenn er den Vorstellungen des Narzissten nicht uneingeschränkt folgt. Er nutzt diesen vertraulichen Einblick in das Seelenleben des Partners, der eigentlich nur seine starken Gefühle zum Ausdruck bringen wollte, um diesen emotional zu erpressen.

Der Partner liefert dem Narzissten mit diesem unbedachten Satz eine Steilvorlage: Mit Hilfe seiner Angst kann dieser ihn spielend leicht steuern. Weil er dem Narzissten die Macht verleiht, für sein Glück oder Leid verantwortlich zu sein, macht er sich emotional abhängig von ihm. Er kann nur glücklich sein, wenn der Narzisst bei ihm bleibt. Dieser Mindestanspruch ist gleichzeitig die Fessel, die sich der Partner in der Beziehung mit einem Narzissten selbst umlegt, ohne dass er beim gedankenlosen Aussprechen des Satzes „Ich habe Angst, dich zu verlieren“ diese Absicht gehabt hätte.

Diesen Satz sollten Partner von Narzissten vermeiden

Dieser schwärmerische Satz, der in fast keiner Beziehung fehlt, kann also hochgradig missbräuchlich verwendet werden – vor allem, wenn man es mit einem Narzissten zu tun hat. Entweder nutzt er selbst dieses Geständnis, um beim Partner anhaltendes Mitleid auszulösen und auf diese Weise dessen ganze Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, oder der Partner legt mit diesem Satz seine Schwächen schonungslos offen, die der Narzisst dann zum Zwecke der Manipulation brutal ausnutzt.

Ehrlicher als der Satz „Ich habe Angst, dich zu verlieren“ wäre von einem Narzissten die Aussage: „Ich habe Angst, nicht mehr bewundert zu werden.“ Da eine solche Aussage aber nur die übersteigerte Selbstsucht des Narzissten aufdecken würde, appelliert dieser besser an das Mitgefühl des Partners, um seine wahren Absichten zu verhüllen. Partner von Narzissten wiederum sollten – zumindest für sich selbst – diesem Satz die richtige Bedeutung zuweisen, bevor sie sich entscheiden, ihn auszusprechen: „Ich habe Angst, allein zu sein und mich dann wertlos und nicht liebenswert zu fühlen!“

Verliebte, die sich in einer Beziehung mit einem Narzissten befinden, sollten keine Angst davor haben, den Narzissten zu verlieren – sie sollten eher Angst davor haben, sich selbst zu verlieren. Da der Narzisst das Mitgefühl, das Vertrauen und die Hingabe des Partners nutzt, um diesen besser beeinflussen und steuern zu können, dürfte die Preisgabe dieses Geheimnisses auf Dauer eine höchst gefährliche Angelegenheit im Umgang mit einem Narzissten sein. In dem Maße, in dem man das Bedürfnis hat, sich in einer Liebesbeziehung hinzugeben, wird der Narzisst dieses Angebot missbrauchen.


 

Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
12 Kommentare zu “Ich habe Angst, dich zu verlieren!
  1. Vertrauen sagt:

    Ich habe 20 Jahre lang in einer narzisstischen Beziehung gelebt und Schlimmes zugelassen. Niemand hat mir geglaubt, wenn ich schier Unglaubliches erzählt habe. Ich habe mein Muster aus meiner Kindheit, nämlich alles zu tun um geliebt zu werden, in der Beziehung fortgeführt. Seit mehreren Jahren bin ich nun getrennt, habe das Leben ohne täglichen furchtbaren Stress genossen, doch immer wieder gehofft, mein Expartner möge doch erkennen, was ich zugelassen habe. Jetzt hat eer eine wunderbare Frau kennengelernt. Eine wirklich wunderbare Frau, für die mein Expartner seine Schattenseiten bearbeitet hat und vielleicht zu dem Partner wird, den ich mir immer gewünscht habe, der Partner, der vielleicht jetzt wirklich nur seine schönen Seiten, die ich immer an ihm geliebt habe, die er aber nur im Außen gezeigt hat, selten, wenn wir alleine waren, mir gegenüber gezeigt hat. Ich habe mich nach einem Menschen gesehnt, wie er zu den anderen war, ihn so aber nicht kennengelernt. Ich vermut, dass er es als sehr intelligenter Mensch wirklich geschafft hat, für diese Frau seine Schattenseiten zu bearbeiten – und es tut noch immer soooo weh, dass jetzt eine andere Frau die Früchte ernten darf, um die ich sooo lange gekämpft habe, die schönsten Jahre meines Lebens einer Illusion nachgelaufen, einer Sehnsucht gefolgt bin, und jetzt tu ich mir wahnsinnig schwer, damit umzugehen, dass es es mir nicht gelungen ist. Ich weiß, dass das Leben das für mich bereit hält, was für mich gut ist, trotzdem tut es einfach nur weh. Eine Frage zum Schluss, die noch in keinem, noch so wissenschaftlichen Buch beschrieben stand: weiß der Mensch mit narzisstischer Persönlichkeit, wie sehr er sein Gegenüber verletzt? Wie sehr sein Gegenüber leidet? Kann er das nachvollziehen? Mein Expartner war ein, den anderen Menschen gegenüber soooo einfühlsamer Mensch, so aufmerksam, einfach wunderbar, ein Mensch, wenn ich nur seine Lichtseiten betrachte, wie es ihn wahrscheinlich wirklich selten gibt. Ich habe Schlimmes zugelassen.
    Ja und noch etwas wollte ich immer schon sagen: auch ich musste Furchtbares erleben, urteile aber nicht über diesen Mesnchen, was ich in den Newslettern oder Kommentaren aber sehr vermisse. Hier werden diese Menschen oft als Bestien hingestellt, vergessen wir nicht, dass wir als das Gegenüber nicht gequält werden sondern es zulassen, gequält zu werden, auch wir im Moment nicht anders können – Sehn SUCHT – Sucht auf einer anderen Ebene – im Kopf weiß ich das auch, es tut nur soooooo furchtbar weh, zu erleben, wie Schattenseiten bearbeitet werden, man selbst aber nicht mehr der Nutznießer ist. Ich weiß, dass alles im Leben seinen Sinn hat – es ist einfach nur so schwer, wenn man eine so lange Zeit gehofft hat und Erniedrigungen zugelassen hat.Esist einfach sooo schwer, auc hin dem Wissen, dass es, wenn man nur die Sonnenseiten sieht, sicherlich kaum einen Menschen, mit all den Eigenschaften, Hobbies, Lebensgewohnheiten, Verständnis …. geben wird – das eigene Schicksal es nicht vorgesehen hat, dass die Lösung in dieser Beziehung stattfindet.

    • Natalia sagt:

      LIEBES VERTRAUEN.Wenn er ein echter Narzisst wäre, würde er sich eher nicht ändern.
      Diesen Menschen liegt eine krankhafte Störung ihrer Persönlichkeit zugrunde.
      Sie wissen wenn sie andere Verletzen und was sie Ihnen antun. Aber wegen ihrer fehlenden Empathie ist es Ihnen schlichtweg egal. Eher ist es so,dass sie dadurch, in dem sie dich quälen ihre Narzisstische Zufuhr sichern.( Er kann dich am Himmel fliegen lassen wenn er will, ebenso kann er dich am Boden zerschmettern wenn er das will. Das gibt ihm ein Gefühl von Macht. )Echte Narzissten sind persönlichkeitsgestörte Menschen, die nicht nur von deiner grenzenlosen Liebe und Bewunderung leben, sondern auch von deinem Leid. Ob dein Partner ein Narzisst war, ist nicht deutlich zu erkennen.

  2. Natalia sagt:

    Auch ich kann das bestätigen.
    Nachdem er mich anfangs mit Aufmerksamkeiten, eingehen auf meine Bedürfnisse und Wünsche und Sehnsüchte so in sich verliebt und emotional abhängig von sich gemacht hatte,(Ich glaubte meinen Traummann gefunden zu haben,nie war ich so verliebt.Bin 37 Jahre alt) lief von heute auf morgen alles anders herum…. plötzlich war ich diejenige, die immer mehr tun musste damit es funktioniert.
    Den grössten Fehler machte ich, in dem ich ihm sagte:“ Weisst du wenn ich immer nicht weiss wann wir uns wieder sehen, kann ich nachts gar nicht schlafen“.
    Von da an ließ er mich permanent in Ungewissheit wann die nächsten Treffen sein würden.
    Noch schlimmer kam es als ich sagte:“ Verlass mich bitte nie, ich stehe nie wieder auf wenn du mich verlässt…“
    Es folgte ein nicht zu erklärender Kontaktabbruch von heute auf morgen von ihm. Nach einer unbeschreiblich schlimmen Zeit von 6 Wochen (Ich dachte ich müsste sterben) kam er wieder an und tat so als wäre nichts gewesen…ich ging ihm ein 2.Mal ins Netz! Und alles wurde noch schlimmer. Mittlerweile habe ich die Trennung vollzogen aber leide 6 Monate später immer noch an den Folgen.
    Diese Menschen sind krank….

    • Alex sagt:

      Natalia, ich durfte 4 Ehrenrunden drehen.
      Dann kam sie letztes Jahr Nov nach 1,5 Jahren zum 5x in 3,5 Jahren wieder an, labert und hat parallel wieder nen Neuen.
      Und jetzt letzten Samstag, das sechste Mal (!). Gejammer, Geschleime, etc. Jetzt hat sie erkannt, was sie an mir hatte und sie bereut es, mich aus ihrem Leben geekelt zu haben und will mich wieder. Blablabla…

      Du must für dich den Abschluss finden, dass er Dir nix mehr kann. Stell dir einfach vor, Du wärst mit so jemandem noch 20 Jahre zusammen. Willst Du das? Er weiß, wie er dich „reaktiviert“ also spiel das, bzw sein Spiel nicht mehr mit und lose Dich von ihm, weil der mit sicherheit nicht der Kerl ist, der Dich glücklich machen wird. Im Gegenteil!

      Das Verarbeiten dauert. Ich hab fast 3 Jahre gebraucht bis ich nicht mehr anfällig für sie war. Aber da must Du durch, auch wenns weh tut. Denk immer an die folgen wenn du wieder schwach warden solltest

      • Natalia sagt:

        Ja, ich weiss.Nur wenn ich ehrlich bin,vergeht kein Tag an dem ich ihn mir nicht zurück Wünsche. Ich liebe ihn immer noch.
        Er hat mir beigebracht wie er es haben möchte. Wie sein Spiel funktioniert und was ich tun muss damit ich bekomme was ich will. ( Gehirnwäsche) Ihn…er will sich gut fühlen, er will dass ich ihm hinterherlaufe.
        In meinem Kopf weiss ich, würde ich ihn um Verzeihung bitten für alles was ich in seinen Augen getan( bzw. Nicht getan!!!)Habe, würde er wieder zu mir zurück kommen.OBWOHL ich mich von IHM getrennt habe!
        Das würde meinen sicheren Untergang bedeuten.Das weiss ich und deshalb mache ich es nicht. Und für ihn ein weiterer Beweis, wie sehr er mich in der Hand hat…
        Seit 6 Monaten habe ich nun nichts mehr von ihm gehört. Eigentlich das beste was mir passieren kann.

        Am Ende hat er noch geschafft mir einzureden, ich habe alles kaputt gemacht. Seine Schuldzuweisungen und Manipulationen haben sich in meinem Kopf verankert, so oft war ich kurz davor mich bei ihm zu entschuldigen.( Er machte NIE einen Fehler, wenn man ihn beim Lügen überführte hat er nicht mal dann zu gegeben gelogen zu haben, eher hat er in Windeseile neue Lügengeschichten aus dem Hut gezaubert, Verdrehung von Tatsachen, (Hätte ich nicht über die narzisstische Störung zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, hätte ich ernsthaft an meinem Verstand gezweifelt)

        Bin mittlerweile in Psychotherapie um zu Verarbeiten.

        • Alex sagt:

          Natalia, hab ich Alles selbst durch.

          Aber frag Dich mal ehrlich, ist DAS wirklich Liebe? Willst Du jemanden Lieben, der Dich nicht respektiert und SO behandelt? Das ist keine Liebe, das sind die Auswirkungen seiner Manipulationen Dir gegenüber, den wenn Du zu Dir selbst ehrlich bist, geht’s Dir ohne Ihn viel Besser.

          Wenn das nämlich der Fall ist, wird dir auch eine Therapie nicht helfen, denn dann hast Du leider noch nicht erkannt, was das Problem ist.
          Ich meine das nicht böse, aber dann bist Du eben noch nicht am Tiefpunkt angelangt, und der wird def. kommen.

          Das Einreden ist typisache Masche. Glaub so einen Mist nicht, denn solange Du das tust, hat er eine angriffsfläche, wenn er wieder ankommt. Und das wird er.

  3. Alex sagt:

    Standardsatz, der Null substanz hat.
    Wie oft durfte ich den hören, wie oft hat sie mich belogen und betrogen und Samstag kam sie zum sechsten (!) Mal in 3,5 Jahren erneut an und versucht es wieder mit genau dieser Masche.
    „Du warst DER Partner, der mich hätte glücklich machen können“.
    Eigentlich müsste ich antworten „Richtig, und du hast nix Besseres zu tun als mich wieder und wieder zu belügen und betrügen“, aber hier ware jegliche Reaktion sinnlos.

    Ich hab jetzt mehr Genugtuung, als ich mir je gewünscht hätte!

  4. Klarsicht sagt:

    Eigenartig, wenn ich diesen Satz höre, denke ich heute, den würde ich nie aussprechen und möchte auch nicht, dass mein Partner diesen Satz ausspricht. Es setzt den anderen unter Druck.
    „Ich habe Angst, dich zu verlieren“ drückt direkt eine grosse Verlustangst aus. Die sollte es in gesunden Partnerschaften nicht geben. Aber wir sprechen ja nicht von gesunden Partnerschaften. Und genau deshalb kommt es dort vor. Der Narzisst spielt ja mit dieser Verlustangst des Co-Abhängigen, sein Sich-nicht-Festlegen -Wollen- triggert diese Verlustangst und genau das scheint die Wunde des Co-Abhängigen zu sein. Und dies gilt es zu heilen. Keine Verlustangst mehr zu haben.
    Wenn ich genügend Selbstwert habe, brauche ich keine Angst zu haben den Partner zu verlieren. Denn wenn es nicht passt, dann gehe ich eben…

  5. Mia sagt:

    Es kann einem doch nichts Besseres passieren, als den Narzissten zu verlieren. Es gibt nichts Toxsischeres als eine einseitige Beziehung, wo Eine(r) alles gibt und der/die Andere alles nimmt. Ich bin mittlerweile heilfroh, meinen Psycho Ex verloren zu haben. Eine Beziehung mit jemand so Gestörten kann NIE gutgehen.

    • Silv sagt:

      @Mia ja aber in bestehenden oder on/ off- Beziehungen gibt es ja ein Abhängigkeitsverhältnis. Das basiert aus der Passung beider Partner Narzissmus und Conarz.

      • Mia sagt:

        Ich war eineinhalb Jahre in einem Abhängigkeitsverhältnis mit einem malignem Narzissten, bis ich von ihm entsorgt wurde. Am Anfang waren da Wut, Hass, Trauer, Selbstzweifel. Ich habe mich ausgiebig mit dem Thema der narzisstischen Persönlichkeitsstörung auseinandergesetzt, bin noch immer in Therapie. Ich habe erkannt, dass es nicht meine Schuld war. Ich liebe ihn nicht mehr, ich hasse ich nicht mehr, er ist mir egal. Er ist überall blockiert. Sollte er mich dennoch kontaktieren, wird er sofort Post von meinem Anwalt bekommen. Es ist schwer, aber man kann sich von einem Narzissten befreien.

  6. Dora sagt:

    Sehr geehrter Herr Grütefien
    Dem heutigen Beitrag kann ich nur zustimmen. Mir wurden alle ehrliche liebes Bekenntnisse zum Verhängnis.
    Ich hoffte auf emotionale Nähe , aber das konnte er nicht.
    Mein Körper reagierte mit Krankheit und Schmerz, nachdem ich immer die Schuldige war.
    Mein Verhalten sei krankhaft usw..
    Endlich fand ich den Weg zur Trennung, er wollte nie ein offenes Gespräch, warum auch
    er machte nie einen Fehler. Heute bekomme ich die ganze Schuldzuweisung.
    Es wird wohl noch lange Zeit brauche um all den Schmerz zu Verarbeiten.
    Ihnen Danke ich für Ihre Unterstützung mit all den guten Beiträgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*