Ein Narzisst verursacht ein schlechtes Betriebsklima

Aufgrund seines extremen Egoismus und seiner Sucht nach Bewunderung stellt ein Narzisst die eigenen Bedürfnisse stets über die Interessen des Betriebes und erzeugt durch seine Selbstsucht ein schlechtes Betriebsklima im Unternehmen. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen ist nicht von Vertrauen, Respekt und Kooperation geprägt, sondern von Rücksichtslosigkeit, Eigennützigkeit und Intoleranz.

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Für einen Narzissten stehen der Kampf um persönliche Anerkennung und die damit verbundene Selbstdarstellung im Vordergrund seines Handelns. Nicht das Unternehmen, die Kunden, die Kollegen oder das Betriebsklima haben für ihn Priorität, sondern ausschließlich seine Karriere, sein Ansehen, sein Erfolg und seine Macht. Narzissten sind selbstbezogene Menschen, die nur darauf aus sind, sich eine Vormachtstellung vor anderen zu sichern und ihre Mitmenschen für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Diese Grundeinstellung erschwert den Aufbau einer kooperativen Zusammenarbeit unter den Angestellten erheblich. Wenn einer immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist, sich immer vordrängeln muss, die anderen nur zur Erreichung seiner persönlichen Ziele benutzt und keinerlei menschliches Interesse an ihnen besitzt, wenn er sich die Erfolge anderer rücksichtslos zu eigen macht sowie die Rechte und Interessen anderer konsequent missachtet, dann kann sich kein Wir-Gefühl im Unternehmen einstellen. Stattdessen entsteht ein vergiftetes Betriebsklima, gekennzeichnet durch Streitigkeiten, Neid, Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Anfeindung und Hass.

Narzisstisches Verhalten verhindert Verbindlichkeit, Fairness und Zusammenhalt, weil der Narzisst eine beschränkte Integrations-, Konflikt-  und Kritikfähigkeit besitzt. Narzissten können sich nicht unterordnen, weil sie zu viel Angst davor haben, die Kontrolle zu verlieren und sich gegenüber anderen minderwertig zu fühlen. Sie brauchen das Gefühl, einzigartig zu sein, und müssen aus diesem Grund permanent Bestätigung für Ihre Person bekommen – andere Belange müssen dafür zurückstehen.  

Der Narzisst erzeugt Zwietracht und Unfrieden

Um sich selbst zu erhöhen, sucht der Narzisst unentwegt nach Wegen, um sich in den Vordergrund zu bringen und mit positiven Leistungen zu beeindrucken. Dabei schreckt er nicht davor zurück, seine Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzten offen oder subtil zu diskreditieren. Der Narzisst präsentiert sich gerne so, als habe nur er den Durchblick, als könne nur er Probleme lösen und als sei nur er in der Lage, die betrieblichen Ziele zu erreichen. Immer muss er mit seinen Fähigkeiten, mit seiner Meinung, mit seinen Leistungen und Erfolgen prahlen, während er alle anderen offen oder hinter vorgehaltener Hand als unfähig bezeichnet.

Vor allem, wenn sich der Narzisst gekränkt und ungerecht behandelt fühlt, greift er zu Instrumenten der Erniedrigung und entwertet seine Umwelt, um auf diese Weise seinen seelischen Schmerz zu verarbeiten und sich für eine zugefügte Schmach zu rächen. Es geht dann nicht mehr um die Klärung von Sachthemen, sondern um Intrigen, Ränkespiele und persönliche Abrechnungen. Das Klima schlägt in Ablehnung und Verachtung um. Jeder Versuch einer konstruktiven Auseinandersetzung wird von dem Narzissten sabotiert und es geht nur noch um seinen persönlichen Vergeltungsschlag gegen denjenigen, der ihm die Niederlage oder Blamage zugefügt hat.

Die Zusammenarbeit mit einem Narzissten ist gekennzeichnet durch folgendes Verhalten:

  • Anschwärzen von Kollegen
  • mangelnde Wissens- und Informationsvermittlung
  • Weiterleitung von falschen Daten und Fakten
  • Verschleppung von Aufgaben und Vereinbarungen
  • übertriebene Diskussions- oder Streitlust
  • Verweigerung der Zusammenarbeit oder deren Sabotage
  • intensives Lästern über Kollegen, Mitarbeiter oder Vorgesetzte
  • Neid auf Kollegen
  • unentwegtes Hervorstellen der eigenen Leistungen und Erfolge
  • fehlende Wertschätzung und mangelnder Respekt gegenüber anderen
  • Einmischen in Themen, die für den Narzissten nicht relevant sind
  • Einbringen von Themen und Anliegen, die nicht auf der Tagesordnung stehen
  • Bevormundung von Kollegen
  • Einengen des Handlungsspielraums von Mitarbeitern oder Kollegen durch Kontrollzwang
  • Eigensinnigkeit in der Durchführung von Aufgaben
  • Rigidität beim Vertreten der eigenen Ansichten und Pläne
  • Hektik und übertriebener Aktivismus
  • übertriebene oder unrealistische Zielsetzungen
  • subjektive und meist negative Bewertung der Leistungen anderer
  • regelmäßiger Einsatz von Ironie, Spott und Zynismus
  • ungehemmtes Ausleben der eigenen Launen gegenüber anderen
  • Erzeugung von Konkurrenzsituationen
  • notorische Schuldabweisung und sofortige Identifikation von Sündenböcken
  • Missachtung oder Bevorzugung anderer
  • mangelnde Bereitschaft, sich an Anweisungen oder Regeln zu halten
  • Manipulation von Aufzeichnungen, Dokumenten, Ergebnissen oder Betriebsmitteln
  • Anwendung von Intrigen, Stalking oder Mobbing

Narzissten streben die Alleinherrschaft an und wollen nichts von ihrer einmal erlangten Macht wieder abgeben – und zwar im Kleinen wie im Großen. Ob sie nun als Lagerarbeiter beschäftigt sind oder im Vorstand: Immer wollen sie ihren Willen durchsetzen und die Hoheit über die Meinungsbildung und Entscheidungsprozesse haben. Als einfacher Angestellter versuchen sie, die Kollegen auf ihre Seite zu ziehen und der heimliche Chef der Abteilung zu werden. Als Vorstand führen sie das Unternehmen in einem autoritären, absolutistischen Stil: Alle Entscheidungen treffen letztendlich nur sie, bestimmen alles mehr oder weniger allein, dulden keine Einwände und sehen in ihren Mitarbeitern lediglich Hilfsmittel zur Erreichung ihrer großen Ziele.

Ihre Kommunikation ist weniger von Einfühlungsvermögen und Wertschätzung geprägt als vielmehr von Befehlen, Überreden oder Verführen. Schnell artet ein Gespräch in Streit und Besserwisserei aus, wenn der Narzisst befürchten muss, sich nicht durchsetzen zu können, oder wenn Kritik geäußert wird, die sein Selbstbild in Frage stellt. Es fällt ihm schwer, richtig zuzuhören und adäquat auf seine Mitmenschen einzugehen. Stattdessen muss er einen Dialog dominieren und unbedingt seine Ideen und Vorstellungen durchsetzen, während andersartige Meinungen rücksichtslos bekämpft werden.

Kränkungen als Grund für ein schlechtes Betriebsklima

Narzisstische Kränkungen sind häufig der Motor für Unzufriedenheit, Zank, Intrigen, Eskalationen und unüberwindbare Konflikte. Erhält der Narzisst nicht die erwartete Anerkennung, wird er nicht bevorzugt behandelt, bleibt der erhoffte Erfolg aus, sind andere besser und erhalten sie mehr Lob, dann löst das bei ihm eine ungeheure Wut aus. Der Narzisst kann eine Zurückweisung, eine Missachtung oder einen Misserfolg nicht ertragen und muss seine Peiniger oder die vermeintlich Schuldigen dafür schikanieren und bestrafen. Dann zählt für ihn nur noch die Bekämpfung oder gar Vernichtung des anderen. Letztlich zeigt sich in der ungeheuren Wut des Narzissten seine große Verletzlichkeit, die in ihrer Wirkung zerstörerisch sein kann.

Werden Kränkungsgefühle während der Arbeit immer wieder unkontrolliert ausgelebt, muss damit gerechnet werden, dass dadurch großer betrieblicher Schaden entsteht und sich ein schlechtes Betriebsklima entwickelt. Die Kränkung zeigt sich in dauerhaften, schwelenden Konflikten sowie in einer kalten Atmosphäre bestehend aus Misstrauen, Neid und Verachtung. Auffallend sind die mangelnde Kooperationsbereitschaft und das Blockieren einer konstruktiven Zusammenarbeit seitens des Narzissten: Er hört nicht mehr zu, schenkt den anderen kein Interesse mehr, trifft Entscheidungen über die Köpfe anderer hinweg, verändert oder torpediert immer wieder Abläufe und verdreht Tatsachen oder ersetzt sie durch Lügen. Der Arbeitsplatz wird zum Kriegsschauplatz, auf dem es für den Narzissten nur um die Bekämpfung und das Bezwingen von Widersachern und Feinden geht.

Der gekränkte Narzisst fühlt sich als Opfer, dem Böses zugefügt wurde, wogegen er sich wehren muss. Aus der vermeintlichen Tatsache, dass ihm Unrecht zugefügt wurde, zieht er sein Recht, andere bekämpfen und ebenfalls kränken zu dürfen. Der Narzisst verliert dabei jede Verhältnismäßigkeit aus den Augen und will nur noch zerstören. Der Täter wird so lange bekämpft, bis er am Boden liegt und restlos in die Knie gezwungen wurde. Der Narzisst bedient sich sämtlicher Ressourcen des Betriebes und unrühmlicher Methoden, um seinen vernichtenden Rachefeldzug zu führen. Die Betriebsmittel werden dann nicht zur Erreichung von Unternehmenszielen verwendet, sondern nur noch für die private Schlacht des Narzissten.

Den Narzisst betreibt ausschließlich Eigenmarketing

Im Kampf um Erfolg und Bewunderung ist der Narzisst ungeduldig und rastlos. Er strebt nach Bestleistungen, um sich damit hervortun und seine Stärke demonstrieren zu können. Er ist zielstrebig, durchsetzungsstark, kompromisslos und hartnäckig. Er entscheidet allein, hört nicht auf den Rat anderer, bringt kein Verständnis für deren Sichtweisen auf und zeigt keine Rücksicht bei der Einforderung seiner Anliegen. Er fordert zwar Loyalität und redet von Teamgeist, Zusammenhalt und Gerechtigkeit, tut aber gleichzeitig alles dafür, dass sich diese Werte niemals entfalten können. Die Worte bleiben leere Floskeln, die die anderen blenden sollen.

Besprechungen und Meetings werden als Bühne für die Eigeninszenierung genutzt. Der Redeanteil narzisstischer Chefs oder Angestellter ist überproportional hoch: Andere sollen nicht zu Wort kommen, andere Meinungen dürfen keinen Platz einnehmen und Gegendarstellungen und Kritik dürfen gar nicht erst geäußert werden. Mit überzeugend klingenden Argumenten, hochtrabenden Visionen und imponierenden Charts werden der eigene Standpunkt, das eigene Können und die eigene Genialität anschaulich und beeindruckend präsentiert, selbst wenn es sich dabei nicht um die eigenen, sondern um fremde Konzepte handelt, die als eigene Schöpfung verkauft werden. Bei solchen Veranstaltungen geht es mehr um die Inszenierung des Narzissten als um die kontroverse Diskussion von Inhalten verbunden mit der Suche nach der besten und sinnvollsten Lösung.

Die Auswirkungen eines schlechten Betriebsklimas

In Betrieben, in denen sich narzisstische Persönlichkeiten um jeden Preis und mit allen Mitteln hervortun wollen, denen es nur um die eigene Macht und das eigene Ansehen geht, ist das Betriebsklima durch Arroganz, Misstrauen, Neid, Unfrieden und Angst gekennzeichnet. Irgendwie herrscht ständig eine angespannte Atmosphäre, nie können Mitarbeiter wissen, was gerade vorgeht und wie sie sich verhalten sollen. Auf diese Weise werden sie zu einer erhöhten Achtsamkeit gezwungen.

Neben der allgegenwärtigen Unberechenbarkeit des Narzissten, die in der Belegschaft anhaltende Unsicherheit auslöst, sorgt dessen überhöhte Erwartungshaltung dafür, dass die Mitarbeiter stets aufpassen müssen, keinen Fehler zu machen, um nicht mit den Aggressionen des Narzissten in Kontakt zu geraten. Mitarbeiter unterliegen dann einem erhöhten Leistungsdruck, sind stark darauf fixiert, alles richtig zu machen, und haben große Angst davor, dass ihnen ein Fehler unterläuft, weil sie dann mit harten Konsequenzen rechnen müssen.

Diese nervliche Überbelastung führt zu Krankheiten und vermehrten Ausfällen oder zu inneren oder äußeren Kündigungen. Die Krankheitsquote ist auffallend hoch, die Fluktuation verdächtig groß. Da es in dem Betrieb oder in der Abteilung an Menschlichkeit mangelt, ist das Engagement der Mitarbeiter gering. Der Narzisst jedoch fühlt sich für diese Entwicklung in keiner Weise verantwortlich. Wenn Mitarbeiter und Kollegen wenig motiviert oder kränklich sind, wird dies immer auf äußere Umstände geschoben, während der Narzisst von seiner Makellosigkeit vollständig überzeugt ist. Die Suche nach der Ursache für das schlechte Betriebsklima wird elegant in eine andere Richtung gelenkt und der Virus kann weiterhin sein Unwesen treiben.


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Veröffentlicht in Beruf und Führung, Blog
7 Kommentare zu “Ein Narzisst verursacht ein schlechtes Betriebsklima
  1. Feder sagt:

    Verdeckte Narzissten in der Firma sind mindestens genauso schlimm. Mein MA ist permanent beleidigt, weil er ständig der Meinung ist, ich erkenne sein wahres Genie nicht. Dabei hat er absolut nichts drauf, außer Schein. Die Kunden sind erst hingerissen von seiner tollen Art, bis sie merken, daß nichts dahinter ist. In den letzten Wochen wurde er oft als komisch bezeichnet. Hat keine Beziehungen ( Ende 50 ) und keine Freunde. Sobald ihn jemand lobt, steigert er sich in den Größenwahn und hält sich für die Mitte des Universums. Die kleinste Kritik – wird sowieso nicht angenommen und sofort das Thema gewechselt – und er ist voller Hass auf die Welt, die ihn auf Händen tragen sollte. Dies alles immer irgendwie leise und versteckt. Ein seltsamer Mensch, den niemand wirklich mag

  2. Marco sagt:

    Ich war mehrere Jahre in so einem Arbeitsumfeld gewesen. Anfangs merkte ich das nicht so wirklich. Bekam später auch Burnout. Obwohl ich sogar Beleidigt und geschlagen wurde (auch von den Fakten, die im Text beschrieben wurden), war ich viel zu schwach, um mich in irgendeiner Weise zu wehren. Ich konnte mich noch nicht einmal irgendjemandem anvertrauen. Meine Mutter hat dieses nicht ernst genommen und die Umwelt, die diese üblen Chikanen mitgemacht haben, schwiegen oder machten selbst mit (Feiglinge!!!). Meinen Job habe an sich habe ich über alles gleibt. Wahrscheinlich war das der Grund, warum ich solagen durchgehalten habe.

    Erst, als ich sieben Wochen, krankheitsbedingt daheim war (die ersten zwei Wochen im Krankenhaus), dämmerte mir langsam, dass in dieser Abteilung etwas nicht stimmt. Da ich in einer großen Firma arbeitete, suchte ich mir einen neuen Job. Nach über einem Jahr klappte das. Als die Kollengen das ein halbes Jahr vorher erfuhren, waren sie so nett, wie am Anfang (Lovebombing!!!). Als ich doch weg wollte, machten sie mir in den letzten zwei Wochen das Leben in dieser Abteilung zur Hölle. Selbst in der neuen Abteilung knüpfte der Narzisst schnell kontakte und ließ mich schlecht aussehen. Da wehrte ich mich. War bei der Personalabteilung, beim Betriebsrat und beim Vorstand. Ich konnte die Verleumdungen wwar stoppen, aber die Hetzkampagnen gegen mich gingen weiter. Ich hielt es nicht mehr aus und unterschrieb einen Auflösungsvertrag.

    Durch Zufall habe ich erfahren, dass der Narzisst, jetzt, über zehn Jahre nach meinem Ausstieg aus dieser Firma, immer noch in dieser Abteilung ist und er zum vertretenden Chef ernannt wurde. Und dass, obwohl die Kollegen mitbekamen, was für ein Spiel gespielt wurde. In welcher Welt leben wir heute überhaupt?

  3. Anett sagt:

    Hallo Stefan,
    gut schon mal, dass du die Narzisstin durchschaut hast. Bist du nur nicht vor Ort, weil du krank geschrieben bist oder hast du das Unternehmen verlassen? Warum besteht der Einfluss noch?

    Auch ich habe erlebt, was oben beschrieben wird. Nach fünf Jahren stand für mich fest: Ich kann es nur ganz allein für mich ändern und habe nach einem Vorkommnis, was das Fass hat einfach überlaufen lassen, endlich gekündigt. Als sich die Tür des Unternehmens ein letztes Mal hinter mir geschlossen hat, fiel eine zentnerschwere Last von mir, jeden Tag noch ein bisschen mehr. Heute – mit dem Abstand von sechs Jahren, frage ich mich, warum ich diesen Schritt nicht eher gegangen bin. Beruflich bin ich heute sehr zufrieden, hab mich weitergebildet und kann mir vorstellen, in diesem Unternehmen bis zur Rente zu bleiben. Denn immer, wenn eine Tür sich schließt, öffnen sich mindestens zwei neue.

    • Stefan sagt:

      Hallo Anett

      Seit 6 Monaten bin ich dort weg. Es ist eine soziale Einrichtung, Stufung, die sich um gehandicapte Menschen kümmern. ( ca 400 Mitarbeiter, wächst ständig)

      Der sogenannte soziale Kuchen, „man „ kennt sich…

      Da der neue Arbeit Geber Referenz fordert, gibt es Rückfragen beim alten.
      Durch weiter führen von Beziehung, ehemaliger Kollegen , weis ich das hinter dem Rücken, gelogen wird , halb Wahrheiten verbreitet, nur um zu diskreditieren!
      Es dort eine hohe Fluktuation ca. 10 %
      In meiner Zeit gab es längere Krankheits Fälle, Kündigungen, mit den fatalen Folgen für Betroffene, mit Jahre lange Regeneration Zeiten..
      Es ist schwer zu beweisen..ich habe das nicht für möglich gehaltenen… es ist als ob sich da unsichtbare und doch Präsidente Kräfte, durch das leid der anderen nähren würde..,

      BeimVorstellungsgespräch neuer Arbeitgeber sieht’s zuerst gut aus, nach der Referenzanfrage kommt die Absage. (Soziale Kuchen, man kennt sich)

      seit Jahren am Forschen über diese Störungen, weis ich, dass diese Spiele für viele schwer bzw. Gar nicht zu durchschauen sind…

      mittlerweile bin ich über 60.
      also nicht so einfach eine neue Stelle zu bekommen.

      Ich sehe mich mittlerweile nicht mehr als Opfer und habe meine Anteile durch Reflexion durchschauen schauen gelernt.
      Mich mit der Thematik Mobing intensiv auseinandergesetzt.
      Bin dabei meine alten Traumata aufzuarbeiten und nehme mir den Raum dafür.
      Dankbar dafür das ich nicht ganz zu Grunde gegangen bin und langsam wieder Boden unter den Füssen bekomme.

      • Anett sagt:

        Das hört sich übel an und aus den Berichten einer Freundin (60), die ebenfalls bei einer evang. Hilfsorganisation arbeitet, weiß ich, dass sie oft ganz Ähnliches erlebt und sich jeden Morgen ein sehr dickes Fell anzieht.
        Mein vormaliger Arbeitgeber ist für seinen Umgang mit dem Personal weitgehend bekannt und man kann auch im Stellenmarkt der örtlichen Printmedien beobachten, dass sich das Personalkarussel ständig dreht (man erweitert sich ständig – na klar). Instinktiv habe ich wohl das Richtige getan und mir nach dem Ausscheiden aus der Firma sozusagen eine Kontaktsperre auferlegt, keine Telefonate etc. Selbstverständlich haben mir auch die Kollegen gefehlt, wir waren ja sozusagen Leidensgenossen. Zugegebenermaßen ist das mit damals 44 einfacher als mit 60 und ich muss nun auch 50 km täglich fahren, aber das ist es mir wert. In der gleichen Stadt ist es mir gegangen wie dir, man kennt sich…

        Die Auseinandersetzung mit dem Thema Narzissmus, vor allem in diesem Forum, hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und ich lebe heute anders.
        Du bist noch beim Aufarbeiten, das dauert seine Zeit. Dass du gestärkt daraus hervor gehst ‚wieder Boden unter den Füßen bekommst‘ und auch noch mal eine neue Stelle, die dich ausfüllt und zufrieden macht, dafür drücke ich ganz fest die Daumen.

  4. Stefan sagt:

    Genau dieser Beschreibung nach kann ich bestätigen, aus Erfahrung.
    Extrem subtil, dieses Spiel zu durchschauen. 4 Jahre, mit den Folgen, burnout, Mobing, Krankheit.
    1. Jahr habe ich gebraucht zu durchschauen, welche Spiele durch die Chefin gespielt wurden und immer noch gespielt werden. Trotzdem ich ich nicht mehr vor Ort bin gehen die Intrigen weiter.
    Ich frage mich wie komme ich aus dem Dunstkreis des Einflusses heraus?

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