Ein Narzisst kann starke Gefühle provozieren

Ein Narzisst kann mit seiner aufdringlichen, selbstherrlichen Art leicht Gefühle bei seinen Mitmenschen provozieren. Entweder wirkt er auf sein Umfeld charmant, verführerisch und imponierend ein oder aber rechthaberisch, anmaßend und rücksichtslos. Meistens schafft er es, mit seinen unangemessenen oder extravaganten Verhaltensweisen heftige Gefühlswallungen bei seinen Mitmenschen auszulösen.

Ein Narzisst kann Gefühle provozieren

Bild: © sifotography – 123rf.com

Ein Narzisst kann mit seinem überheblichen Auftreten und seiner eingebildeten Art bei seinen Mitmenschen heftige Gefühle provozieren. Allein seine arrogante Körperhaltung verbunden mit einem abschätzigen Blick von oben herab kann Abscheu auslösen, weil er so das Gefühl vermittelt, etwas Besseres zu sein und deswegen seinen Mitmenschen keine Achtung entgegenbringen zu müssen. Sie kann aber auch Unbehagen auslösen, wenn man sich von der dominanten und hochmütigen Ausstrahlung bedrängt und eingeschüchtert fühlt.

Dem Narzissten gelingt es häufig, nur über seine Anwesenheit seine Mitmenschen  zu verunsichern. Mithilfe einer starken Präsenz und bohrender Blicke drängt er seine Mitmenschen in die Defensive. Unterschwellig versprüht er permanent eine Aura der Ungeduld, Gereiztheit und Ansprüchlichkeit, vor der sich jeder ganz automatisch in Acht nimmt. Ein Narzisst kann seinen Mitmenschen auch minutenlang starr in die Augen sehen oder zwischendurch verächtliche Grimassen ziehen, so dass diese völlig verunsichert und gehemmt sind und in der Folge nicht  mehr wissen, was sie sagen und wie sie sich verhalten sollen.

Ein Narzisst kann mit seiner Ausstrahlung einen ganz Raum ausfüllen und zwingt dadurch die Anwesenden unbewusst zu Zurückhaltung, Unterwürfigkeit und vorauseilendem Gehorsam. Sein herrschsüchtiges Auftreten schüchtert ein und man verhält sich in seiner Gegenwart nicht mehr so, wie man sich normalerweise verhält: Man wird unruhig, nervös und zögerlich, weil man Angst hat, etwas Falsches zu machen und den Narzissten zu verärgern. Irgendwie fühlt man sich in seiner Gegenwart immerzu klein und schuldig, weil er jedem das Gefühl gibt, es ihm nie recht machen zu können.

Der Narzisst braucht die Gefühle seiner Mitmenschen

Die bloße Anwesenheit des Narzissten kann bei seinen Mitmenschen unangenehme Gefühle provozieren – er kann mit seiner Ausstrahlung aber auch höchst angenehme und erregende Gefühle auslösen. Wenn sich der Narzisst von seiner charmanten Seite präsentiert, zuvorkommend und höflich ist, kann er seine Mitmenschen mit seinen vorbildlichen Manieren beeindrucken und verdient sich so einen Ruf als Sonnyboy. Man sucht dann seine Nähe, fühlt sich von seinem Glanz angezogen und ist irgendwie ergriffen, wenn er sich Zeit nimmt und seinem Gegenüber freundlich, warmherzig oder zärtlich zuwendet.

Der Narzisst lässt seine Mitmenschen mit seiner Sprachgewandtheit, seinem schauspielerischen Talent und seinem unverwechselbaren Charisma ins Schwärmen geraten. Mit seinen Erzählungen, Ideen, Plänen und Fantasien kann er sein Publikum begeistern und es zum Staunen bringen. Mit seiner Attraktivität und seiner Liebenswürdigkeit kann er die Sinne seines Partners vernebeln und ihn in einen Liebesrausch versetzen. Sein Talent, andere mitzureißen, erzeugt bei seinen Mitmenschen eine ungeheure Motivation und beflügelt sie zu Taten, die sie ohne seinen Anstoß und seine Hilfe gar nicht ausführen könnten.

Der Narzisst versteht es auf vorzügliche Weise, seine Mitmenschen zu manipulieren und für sich zu gewinnen. Dies macht er jedoch weniger über den reinen Inhalt eines Sachthemas als vielmehr darüber, dass er nachhaltig ihre Gefühle berührt. Er braucht die Gefühle der anderen, denn nur wenn seine Mitmenschen auf ihn reagieren – ob positiv oder negativ – merkt er, dass er Einfluss auf sie ausüben kann und somit Macht über sie besitzt. Dies erzeugt das Gefühl von eigener Größe und Überlegenheit, das ein Narzisst braucht, um sich wertvoll und einzigartig fühlen zu können.

Positive oder negative Gefühle – beides ist dem Narzissten recht

Positive Gefühle erzeugt der Narzisst bei seinen Mitmenschen, indem er Begeisterung, Faszination, Leidenschaft oder Ekstase auslöst. Dies gelingt ihm, indem er ihnen seine Sympathie entgegenbringt, sie anerkennt, lobt, idealisiert oder mitreißt und sie an etwas Besonderem teilhaben lässt. Negative Gefühle löst er bei seinen Mitmenschen aus, indem er ihnen Angst- und Schuldgefühle einflößt und ihr Selbstwertgefühl angreift. Dies gelingt ihm, indem er hohe Erwartungen ausspricht, ihnen ständig ihre Fehler und Schwächen vorhält, sie unter Druck setzt und abwertet oder ausgrenzt. So wie der Narzisst seine Mitmenschen in den Himmel heben kann, so kann er sie auch abgrundtief verachten. Indem der Narzisst spaltet, provoziert er nachhaltige Gefühlsregungen bei seinen Mitmenschen.

Es ist recht schwer, die unsachlichen Äußerungen eines Narzissten einfach hinzunehmen, ruhig zu bleiben und sachlich zu entgegnen oder überhaupt keinen Kommentar abzugeben. Ein Narzisst stellt gern gemeine Behauptungen auf, verdreht die Tatsachen, vertritt extreme Ansichten, lügt oder bezichtigt den anderen der Unwahrheit. Zudem kann er arrogant-belehrend und bevormundend auftreten, dem anderen einfach das Wort abschneiden und seine Bemerkungen mit Ironie und Sarkasmus unterlegen. Immer tritt er so anmaßend und dreist auf, dass es dem anderen glatt die Sprache verschlägt oder dieser völlig empört und kopflos reagiert.

Der Narzisst überschreitet jegliche Grenze des guten Tons und nimmt bewusst gegenteilige und radikale Standpunkte ein, nur um seine Mitmenschen aus der Reserve zu locken und ihre Gefühlswelt in Wallung zu bringen. Er achtet nicht die Bedürfnisse, Rechte, Meinungen oder Würde seiner Mitmenschen, sondern tritt noch zu, wenn diese schon emotional am Boden liegen und um Nachsicht betteln. Er spürt eine Überlegenheit, wenn er seine Mitmenschen fortlaufend wie Trottel behandelt, sie ständig kleinmacht, entwertet und kränkt und damit schmerzhafte Gefühle in ihnen auslöst. Denn je schlechter sich seine Mitmenschen aufgrund seiner Beeinflussung fühlen, desto mächtiger fühlt sich der Narzisst.

Mit Gefühlen bindet der Narzisst seine Opfer an sich

Mit dem Provozieren von Gefühlen lähmt der Narzisst sein Gegenüber und nimmt ihm die Möglichkeit, sich rational mit einem Thema zu beschäftigen und angemessen auf seine Äußerungen zu reagieren. Der andere beginnt sich zu rechtfertigen oder den Narzissten seinerseits zu beschuldigen und zu kränken, kann sich aber nicht mehr sachlich mit dem Thema auseinandersetzen. Im Vordergrund steht für ihn, seine unangenehmen Gefühle wieder loszuwerden und zu einem emotionalen Gleichgewicht zurückzufinden.

Er denkt, sich über einen Gegenschlag emotional wieder aufrichten zu können, wenn er sich die Unverschämtheit des Narzissten nicht gefallen lässt und diesen ebenfalls verletzt. Der Narzisst wird sich jedoch nicht so einfach kränken lassen, sondern in den Kampf einsteigen und den anderen niederringen wollen. Der Narzisst hat niemals vor, ein Thema einfach nur sachlich zu diskutieren. Er will mit dem anderen streiten, kämpfen und gewinnen, um allen zu zeigen, dass er der Bessere ist. Und dies gelingt ihm, indem er Gefühle in seinem Gegenüber weckt und dieser daraufhin mit ihm in den Boxring steigt.

Er kann seine Mitmenschen über das Provozieren leidenschaftlicher Gefühle jedoch auch in eine Abhängigkeit treiben. Er wertet sie dann derart auf und verschafft ihnen auf diese Weise solche Glücksmomente, dass sie nie mehr auf diese Zufuhr von wunderbaren Gefühlen verzichten wollen. Auf diese Weise bleiben sie dem Narzissten erhalten und er kann über sie verfügen, indem er seine Zuwendung an für ihn vorteilhafte Bedingungen knüpft. Er ist dann nur noch nett zu seinen Mitmenschen, wenn diese auch nett zu ihm sind. Ein Narzisst bindet seine Mitmenschen an sich oder er stößt sie fort, indem er deren Gefühle auf gezielte Weise provoziert und lebendig hält.


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Veröffentlicht in Blog, Eigenschaften eines Narzissten
15 Kommentare zu “Ein Narzisst kann starke Gefühle provozieren
  1. Kersten sagt:

    (..) eine Abhängigkeit treiben.
    Er wertet sie dann derart auf und verschafft ihnen auf diese Weise solche Glücksmomente,
    dass sie nie mehr auf diese Zufuhr von wunderbaren Gefühlen verzichten wollen.
    # das geht verdammt schnell. Dass man dieses Glück behalten will…

    (..) Auf diese Weise bleiben sie dem Narzissten erhalten und er kann über sie verfügen, indem er seine Zuwendung an für ihn vorteilhafte Bedingungen knüpft.
    # genau. Schau, wir suchen GEMEINSAM einen Schrank aus.
    Aber Du Dummchen, Dein Geschmack ist peinlich. Das geht nicht.
    Schau der Schrank dort ist toll, das kann ich beurteilen.
    Du findest den auch toll oder?
    Braves Dummchen, jetzt liebe ich Dich ganz doll,
    schau, ich küsse Dich vor allen Leuten GAAANZ romantisch..
    UNd – schon steht sein Schrank in der Wohnung,
    und der CoNarz kuckt blöd und unzufrieden,
    und hat es im schlimmsten Fall auch noch bezahlt.

    (..) Er ist dann nur noch nett zu seinen Mitmenschen,
    wenn diese auch nett zu ihm sind.
    # ganz genau. wehe man ist sauer,
    weil das mit dem Schrank nicht gut gelaufen ist.
    Dann wird einem tagelang alles entzogen.
    Liebe, Respekt, einfach alles.
    UNd man wird ignoriert,
    hat die Aufmerksamkeit des Narz nicht verdient.
    UNd dann, nach Tagen und genug Unterwerfung,
    akzeptiert er gnädig, …. UND MACHT EINFACH WEITER!!!
    Es kommt in immer kürzeren Abständen der nächste Hammer..

    (..) Ein Narzisst bindet seine Mitmenschen an sich oder er stößt sie fort,
    indem er deren Gefühle auf gezielte Weise provoziert und lebendig hält.
    # das klappt besonders gut bei traumatisierten Menschen.
    Finde ich.

    Die sind diese extremen Gefühle gewohnt,
    oder haben sie leider kennengelernt,
    und merken erst gar nicht, dass das zuviel ist.
    Es ist ja so vertraut.
    Normale Menschen zucken zurück, traumatisierte nicht.
    Die merken das nicht, oder erst sehr spät.
    (hier sind alle Familien ausgenommen,
    die mit narzIn gross werden,
    denn dann ist das ja von Kinheit an erlernt,
    da kann man sich nicht wehren, kennt es nicht anders)

    Dass diese extremen Gefühle,
    die letztlich durch Traumen zuerst gefühlt wurden,
    nun nicht verlernt und auf ein normales Mass zurückgedrängt werden,
    nein – im Gegenteil – diese Gefühle werden verstärkt,
    sie werden schön wachgehalten,
    bis der CoNarz gar nicht mehr merkt,
    dass er statt normale Gefühle nur noch etreme Gefühle hat.
    extreme erschöpfung
    extreme trauer
    extreme wut
    extreme erleichterung

    Das Wort Liebe ist hier völlig falsch am Platz,
    das was man für Liebe hält, ist eigentich was anderes.
    Abhängigkeit, Einsamkeit, Selbstwertverlust, was weiss ich.

    Also ja – der letzte Absatz fasst gut zusammen was passiert:
    Jemand, der sich Liebe wünscht, kriegt Lob und Strafe im Wechsel.
    Das hält man nur aus, wenn man kein Korrektiv hat.
    (Also eine innere Messlatte,
    die das rasch erkennt,
    und einen zurückweichen lässt)

    Also, prima.
    Was mach ich jetzt?
    Weiterschreiben bis ich endlich handeln kann…

  2. Kersten sagt:

    Das mit den Gefühlen ist der Kern.
    Rational kann jeder rasch erkennen,
    das Narzissmus schadet.

    Aber die Gefühle, die ausgelöst werden.
    … Irgendwie eine zeitlang sehr schön.
    So gut fühlt man sich,
    dass die ersten Anzeichen,
    dass da was nicht stimmt,
    gern ignoriert werden.
    .. ging mir so… war halt schön…

    Man geht mit dem Massstab des Normalen ran.
    Hmmm, das ist jetzt komisch. Aber das klärt sich sicher.
    Im normalen ist das auch so. Aber nicht mit NarzisstInnen.

    Was passiert mit NarzisstInnen: es klärt sich nie, wird nur mehr.
    über „shifting baseline“ lässt man sich immer mehr vom Komischen gefallen,
    und auf einmal ist das Gute,
    weswegen man es sich anfänglich gefallen lassen hat, weg.

    man ist aufgewacht.
    aber irgendwie im Käfig drin.
    … will das Gute wieder, war ja so schön.
    … kämpft darum. wie ein normaler Mensch eben.
    Und merkt nicht, es ist schon lange nichts mehr normal.

    … und muss dann feststellen,
    man ist selber nicht mehr normal.
    … man hat sich schon so verbogen,
    dass das, was vorher war,
    schon längst weg ist, neu erlernt werden muss.
    was entsteht? .. ein bisschen CoNarzissmus eben…

    und jetzt?
    .. ich bin verbogen, durch Narzissmus.
    Selber schuld? Irgendwie ja.

    Und dann?
    wie komme ich da raus?
    Wie kann ich mich wieder selber stabilisieren,
    wie meine eigentlich normale Gefühswelt zurückhaben?

    Weg von diesen Exzessen,
    weg von diesen sich falsch anfühlenden Streitereien,
    den dabei geäusserten Gefühlen?

    … ich habe selber schon riesige Probleme,
    das, was ich früher erlebt habe,
    irgendwie einzuordnen, und was draus zu machen.

    Die Narben irgendwie zu pflegen,
    bis sie nahezu weg sind.
    Bildlich gesprochen.

    Und jetzt?
    Jetzt reagiere ich wieder wie früher.
    Das hat gar nichts mehr mit mir zu tun.
    Mit dem Wesen, das meine Werte und Moral widerspiegelt.
    Das ist irgendwie wer anderes,
    ein rein reagierendes, hilfloes Wesen.

    Jeder Schritt, den ich autonom mache,
    kostet wie ganz früher enorme Kraft.
    Sogar Heimlichkeit.

    Nicht, weil ich so scharf bin auf heimlich,
    sondern weil ich keinen anderen Weg der Kompensation mehr sehe.

    Nur bin ich nicht mehr jung und stark,
    ich habe einfach nicht mehr die Battariestärke,
    auf die ich unbegrenzt zugreifen kann.
    Um diesen Mist einfach aufzulösen.

    Es kostet unendliche Kraft,
    wieder in sich selber zu vertrauen,
    wieder den Weg selber zu gehen,
    wieder anzufangen, sich aus diesem Kreislauf des Reagierens zu befreien.

    Der Narz / die Narzisstin bestimmt alles.
    24h am Tag kreist das Denken nur noch um ihn/sie.
    Das merkt man nicht so gut.
    Man merkt nicht, dass man emotional, mit seinen Gefühlen,
    nur noch am Tropf des narz hängt.
    Das dauert eine weile, bis der Langmut,
    „na ja, ich komme auch noch zum zug“,
    lass ihn/sie mal, ich bin auch mal dran,
    so enttäuscht ist, dass man was merkt.
    Ähhh, 10 Jahre immer seine Bedürfnisse,
    und wo bin ich??? Hallo, hier ist noch wer???
    UNd dann ist es zu spät.
    Was willst Du denn, hat dir doch gefallen?
    Was willst Du denn, hättest ja was sagen können?
    (ähem, hab ich, wurde überhört?)

    Beispiele:
    NarzisstIn will was essen – man macht was gewünscht wird.
    Kreist um Narz. Stellt eigene Wünsche immer öfter hintenan.
    An Ende verlernt man, was man selber am liebsten isst…
    Man ist, was man isst, also bin ich Narz geworden.
    ekelhaft – das wollte ich doch nie..
    ich wollte wir..

    Narz will neues Auto. Man sucht mit,
    auch wenn man gar nicht will.
    Schon wieder um ihn gekreist.
    Was hätte man in der Zeit sonst lieber getan?

    Narz sucht Urlaub aus. Man macht mit.
    Ist ja erstmal bequem, und erstmal schon schön.
    Aber irgendwann merkt man,
    es geht nur nach seiner Pfeife.
    Normal wäre abwechselnd oder sowas.
    Ist aber nicht normal. Schon lang nicht mehr.
    Und wenn man dann sagt, hallo, ich will was anderes..
    … unmöglich oder nur mit riesigem Aufwand…
    und am Ende macht es auch keinen Spass mehr,
    seinen Willen bekommen zu haben. Dafür sorgt der Narz.
    „Da hast, was Du willst, jetzt leide ich wegen Dir…“
    Na super – genau so stell ich mir miteinander vor…

    Narz sucht Möbel aus.
    Man sucht mit, bis man merkt,
    dass eigene Wünsche nicht gehört werden.
    Wieder viel Zeit verschenkt.
    Was hätte man, in der Zeit ohne narz,
    alles finden können, was einem gefällt?
    Was hätte man alles entwickeln könen,
    wenn man nicht so um ihn gekreist wäre?

    Narz behauptet, er kreist um einen.
    Ja tut er.
    Er kreist so lang, bis er seinen Willen voll durchgestzt hat.
    Hartnäckig. Zieorientiert.
    Und dann wird das das Kompromiss verkauft.
    ICh bin voll auf dich eingegangen, habe Tage mit dir diskutiert.
    UNd jetzt bis du unzufrieden, du bis undankbar…
    Ja – was soll ich sonst denken, fühlen,
    wenn ich mit meinen Bedürfnissen an die Wand geredet wurde?
    Mit falschen Gefühlen zum Einlenken gebracht werde?
    Und dann merke, alles Lug und Trug, alles nur für Narz?
    Von wegen um mich gekreist,
    ich kreise um ihn – denn sein Wille setzt sich dann durch.
    Also hänge ich schon wieder an der emotionalen Leine.

    Er kreist ja so sehr um mich.
    Komischerweise wird mein Freundeskreis immer kleiner,
    nicht seiner. Also kreise ich wohl eher um ihn.

    Aber nicht genug,
    er empfindet es immer noch als ob er um mich kreise.

    Was für ein unerfüllbares Bedürfnis nach Aufmerksamkeit spiegelt sich hier?
    Nur bei absoluter Aufmerksamkeit und 100% Zeit für ihn,
    nur dann kreist er nicht mehr um mich?

    Was für eine Energie steckt er in den Wunsch,
    mich zu beherrschen?
    Er kreist so lang, bis er seinen Willen hat.
    Wenn es sein muss, tagelang.
    Aber – statt negativ mich zu beherrschen,
    könnte er auch positiv sein.
    Gemeinsam was entwickeln.
    Das kann er nicht.
    Sobald ich was sage, ist es ausserhalb seiner Kontrolle.
    UNd damit auf keinen Fall akzeptabel.

    UNd so weiter, und so weiter.
    Wer was dazu sagen mag, gern.
    Aer ich den,
    das findet sich hunderfach in schon geschriebenen Beiträgen,
    noch und nöcher…
    einmal mehr, nur anders formuliert…

  3. Vielen Dank für den tollen Artikel!!! Wirklich sehr gut beschrieben.

  4. Waltraud sagt:

    Den Inhalt dieses Blogbeitrags kann ich nur bestätigen, weil genauso erlebt.

  5. Susha sagt:

    Es ist schon Wahnsinn wie sehr man manipuliert werden kann .
    Danke für ihre sehr hilfreiche Seite !
    Es ist ein geistiger Kampf , Gottes Segen für Alle die damit zu tun haben !

  6. Punkt sagt:

    Perfekt beschrieben.

    Und der letzte Absatz ist die Krönung des Artikels!!!

    Wer in diese Abhängigkeit gerät und nicht weiß/erkennt,( oder es nicht erkennen will), womit man es zu tun hat, ist bereit, sich äußerlich so zu verändern, wie es sich der Narzisst wünscht. Man wird zur Marionette – und zwar so lange,bis man aufwacht.

    Es war alles eine Illusion.

    Aber : da es sich ja echt angefühlt hat, erlebte man für einen bestimmten Zeitraum eine schöne Zeit, die einem niemand mehr nehmen kann.

    Nach dem Erwachen muss jedoch erst ein tiefes Tal durchschritten werden – Lernprozesse beginnen – man muss sich mit sich selbst auseinandersetzen….

    Und irgendwann ist man dann froh,dass man sich nicht mehr verbiegt, dass dem Körper nicht weiter durch zu wenig Schlaf, Diäten,nur Kaugummi kauen, Verlustängsten oder Angriffen auf das Selbstwertgefühl geschadet wird. Körper und Seele erholen sich.

    Und dann kommt dieses wunderschöne Gefühl von Freiheit und von Freude auf eine gesunde Zukunft!!!

    • Sonnenblume sagt:

      … ist das nicht ein wunderschöner Entwicklungsweg, wenn am Ende die wahre Freiheit lacht und der Weg der Freude in eine gesunde Beziehung zu sich selbst, Gott und der Welt mündet….

      …. wäre ich aufgewacht ohne diesen „Alptraum“????

      …. hätte ich das Leben im Inneren begriffen und was unreife und reife und immer reifere Liebe bedeuten kann???

      …. nun, ich weiß es nicht, aber mir scheint, dass am Ende der neue Anfang vor der Türe steht und neue Räume sich öffnen. Vorher nicht.

  7. Martina sagt:

    Ganz genau so habe ich das 25 Jahre erlebt!!! Franzi, bevor du diesen Schritt der Trennung gehst, so verstehe ich dich zumindest, bereite dich gut vor!!! Ich habe hier jeden Beitrag gelesen und eine Trennung vom Narzissten ist noch um so vieles schlimmer, als alles andere bevor. Bitte lese dir ganz viel Wissen an, gerade weil du 2 Kids hast. Ich habe diese Seite leider erst nach meiner Trennung gefunden und habe 3 Jahre lang die Hölle durchlebt, so wie wohl fast alle hier 🙁

  8. Nikita sagt:

    Ich bin sprachlos und gleichzeitig erleichtert, dass es in meiner 20 jährigen Beziehung nicht an mir liegt. Ich habe immer an mir gezweifelt. Nach diesem Beitrag ist Schluss damit. Nur nicht ganz so einfach mit 2 Kids diese gewisse Entscheidung zu treffen.
    Danke für diesen aufschlussreichen Beitrag oder Text!!!
    Alles Gute und Gottes Segen!

    • lilli sagt:

      Hallo Franzi,

      hast du weitere Hilfe gesucht?
      gefunden?
      Wer hier liest ist schon auf der Straße der Freiheit, auf dem Platz der Wahl …

      Heute bin ich zu meinem Mann mit seinen Narzissmusproblemen trotz guten Abstands in Gefühlswallung geraten,
      wo ich ansonsten gehe, ‚oh ich wollte noch … erledigen‘
      oder eine freundliche sachliche Bemerkung mache, ‚das sehe ich so …‘
      lilli

  9. THOMAS sagt:

    Stimmt, Dritte bekommen dann die Gefühlswallungen des Partner mit und wird somit als der böse empfunden. Den provokanten Vorlauf des Narzissten/in nicht! Gerne auch dirch Triangulation! Hab das alles erlebt!

  10. Reh sagt:

    Dem ist nichts hinzuzufügen

    • lilli sagt:

      So ist es.

      Schweigen, um nicht mehr mitzuspielen,
      fällt mir beim Vater meiner Kinder und Großvater meines Enkelkindes schwer,
      doch es gelingt mir öfter und öfter.

      Der langen Bemühungen kurzer Sinn:
      Anders geht’s nicht!

      Darum sind die Filme ‚Besser geht’s nicht‘ und ‚Was das Herz begehrt‘ mit Jack Nicholson,
      u.a.Filme so schön:
      Sie enden happy,
      nicht wie im wirklichen Leben mit TrennungScheidung oder einengenden Kompromissen.

      Auf zu neuen Ufern!
      Ich mag die Nordsee mit dem Watt nicht mehr, da war ich zu Familienzeiten mit meinem narzissmusproblematischen Mann und unseren Kindern.
      Ich fahre nun lieber an die Ostsee oder ans Mittelmeer.
      Im Watt zu stapfen ist für mich DAS Bild meiner anstrengenden Ehe.
      Unsere Kinder fahren mit ihren Familien zu den Seenlandschaften, ans Mittelmeer oder gleich an die Weltmeere.

      Gute Zeit!

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