Putin – Ein Narzisst mit Weltmacht

Wladimir Putin ist seit Jahren Russlands unangefochtener Präsident. Bei seinem Volk ist er beliebt und wird als Held gefeiert, der sein Land zu alter Stärke zurückführt. International gilt er eher als ein schwer durchschaubarer Mann mit unkalkulierbarem Verhalten. Dabei sind seine krankhaften narzisstischen Wesenszüge alles andere als verdeckt. Es existieren zahlreiche Merkmale, die eindeutig aufzeigen, dass Putin nicht am Wohl seines Volkes oder anderer Nationen interessiert ist, es sei denn, er profitiert ganz persönlich davon.

Der russische Präsident Wladimir Putin vor dem serbischen Palast – ( ©Zoranm – istockphoto.com )

Es ist ihrem unbändigen Willen sowie ihrer gleichermaßen rücksichtsloser und intriganten Vorgehensweise zu verdanken, dass sich Menschen mit ausgeprägten narzisstischen Zügen mit hochkarätige Ämter bekleiden, die sie aufgrund ihrer egoistischen und antisozialen Disposition nicht einnehmen sollten. Sie handeln nicht immer zum Wohle aller Menschen, sondern in erster Linie zu ihrem eigenen Wohl. Bei solchen Regierungschefs bleibt es ein großer Glücksfall, wenn sich ihre eigenen Interessen auch zufällig mit den Interessen des Volkes überschneiden.

Der steile Aufstieg aus bescheidenen Verhältnissen

Wladimir Putin ist seit 2012 der amtierende Präsident von Russland. Am 7.Oktober 1952 wurde er als Sohn eines Fabrikarbeiters und überzeugten Kommunisten geboren. Nach dem Jura-Studium an der Universität Leningrad war er beim Geheimdienst KGB als Offizier tätig. Von 1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau und wurde dann in die frühere DDR versetzt, in der er bis zum Mauerfall 1990 mit Spionage beauftragt war. Er lebte in dieser Zeit in Dresden,  sehr unauffällig aber mit vielen Privilegien. Bis zu seiner Rückreise nach Moskau avancierte er vom Rang des Hauptmanns bis zum Oberstleutnant.

Nachdem er dann zunächst aufgrund von mangelnden Kapazitäten nicht mehr im KGB unterkam und eine Stelle als Berater an der Hochschule Leningrad annahm, wechselte er 1992 in die Politik und schaffte es zunächst bis zum Vize-Bürgermeister. Als der Bürgermeister 1996 die Wahl verlor, wechselte Putin in den Wahlkampfstab von Boris Jelzin. Von 1996 bis 1999 war Putin in mehreren unterschiedlichen politischen Ämtern tätig, bis er 1999 von Boris Jelzin zu dessen Nachfolger ernannt wurde. Von 2000 bis 2008 hatte Putin das Amt des Staatspräsidenten inne, dass er seit 2012 bis heute noch einmal besetzen konnte.

Putin weist auffallend viele narzisstische Merkmale auf

Wladimir Putin wird oft als James Bond des neuen Russlands bezeichnet. Der Zusammenbruch der riesigen Sowjetunion war für ihn die größte Katastrophe seines Leben. In dieser Zeit empfand er sein Land als schwach, geradezu wie gelähmt und traumatisiert. Er fühlte sich von seinem Staat im Stich gelassen, das Land brach vor der ganzen Welt auseinander. Eine Schmach, die er nie vergessen kann.

Seither hat er sich in den Kopf gesetzt, Russland wieder zu alter Stärke zurückzuführen. Macht, Herrschaft und Einfluss sind für ihn die antreibenden Motive seines Handelns. Putin ist machthungrig, egozentrisch, kompromisslos, eitel und hat eine Vorliebe für große Auftritte und Inszenierungen. Gleichwohl erscheint er gerne als bescheiden und selbstloser Diener des Volkes, der von früh bis spät arbeitet und sich für seine Nation aufopfert.  Widersprüchlich ist dabei nur, dass er nicht verheimlichen kann, wie gründlich er dabei seinen eigenen Bedürfnisse nachgeht.

Wladimir Putin betreibt einen beispiellosen Körperkult

Putin lässt sich gerne mit nackten Oberkörper und Schießgewehr fotografieren, oder beim exzessiven Sport wie Schwimmen im offenen Meer, Tauchen in unbekannte Tiefen und anderen Disziplinen wie Judo, Eishockey, Reiten in der sibirischen Steppe und intensiven Ausdauersport an Fitnessgeräten. Er will seinen Körper vorzeigen können. Die Demonstration seiner körperlichen Stärke soll zugleich ein Beleg für die Dominanz des russischen Herrschers sein. Die größten weltpolitischen Entscheidungen trifft er während des Trainings in seinem hauseigenen Swimming-Pool.

Putin hat Angst vor dem Altern, vor dem körperlichen Verfall, dem Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden und in Vergessenheit zu geraten. Er ist regelrecht verbissen darin, seinen Körper fit zu halten. Ein gebrechlicher Körper ist für ihn ein Zeichen von Schwäche. Auch eine chirurgische Gesichtskorrektur soll er sich unterzogen haben, um seine Jugendlichkeit nicht zu verlieren.

Die Ehe mit seiner Frau Ludmilla wurde trotz zahlreicher außereheliche Affären mit bildschönen Frauen aus der Promi-Szene für die Öffentlichkeit aufrechterhalten. 2014 kam es dann endgültig zur Scheidung, weil seine Frau die Selbstherrlichkeit ihres Mannes einfach nicht mehr ertragen konnte. Schon in seiner Zeit in Dresden liebte Putin die Gesellschaft auf Partys, feierte ausgiebig und konnte nicht widerstehen. Trotz des Kummers seiner Frau, ließ Putin sich nicht davon abhalten, seinen Leidenschaften weiterhin ungezügelt nachzugehen.

Putins ganz persönliche Note

Wladimir Putin kommt niemals pünktlich, er lässt seine Minister regelmäßig warten. Dabei stört es ihn keinesfalls, wenn es sich dabei auch um so gewichtige Staatsgäste wie Angela Merkel oder Queen Elisabeth II. handelt. Er betrachtet es als Ausdruck seiner uneingeschränkten Macht, wenn andere auf ihn warten müssen. Wobei es sich hierbei nicht nur um das gewöhnliche Viertelstündchen handelt, sondern manchmal sogar um Stunden.  Die Queen soll er gar eine halbe Stunde gewartet lassen haben.

Er sucht sich Freunde, Bekannte und Einflusspersonen in Politik und Wirtschaft, die ihm nützlich sind. Begegnet er Menschen, die ihm nichts zu bieten haben, missachtet er sie, hat jemand ausgedient, lässt er ihn fallen, wendet sich jemand gegen ihn, wird er zum Feind deklariert. Man muss Putin mit Fingerspitzengefühl anfassen. Wenn Putin das Gefühl hat, nicht mit genügend Respekt behandelt zu werden, kann jede Verhandlung scheitern. Wenn man ihn nicht entsprechend würdigt, kann jedes Gespräch erfolglos enden und eine zweite Chance gibt es dann meistens nicht mehr.

Sein Führungsstil ist von einem unglaublichen Kontrollwahn gekennzeichnet. Als einsamer Wolf trifft er alle wesentlichen Entscheidungen allein. Um ihn scharen sich ergebene Gouverneure und treue Berater, die ihm allesamt nach dem Mund reden. Schießt jemand quer, wird er abgesetzt oder in schlimmeren Fällen muss er sogar um sein Leben fürchten. Die Medien hat er fast ausschließlich unter Kontrolle und kann so die Meinungsbildung im Volk maßgeblich beeinflussen.

Das narzisstisches Auftreten wurde bereits in der Kindheit angelegt

Als seine Mutter ihre beiden ersten Kinder verloren hatte, gebar sie ihn als letztes Kind und zog ihn behütet und umsorgt auf. Als Einzelkind und einziger Überlebender himmelte ihn seine Mutter geradezu an, was eine narzisstische Karriere allemal begünstigte. Für Putin war es selbstverständlich, im Mittelpunkt zu stehen. Im dem Arbeiterviertel, in dem er aufwuchs, musste er sich durch körperliche Gewalt Respekt bei den anderen Jungen erkämpfen. Hier war es durchaus nicht selbstverständlich, im Mittelpunkt zu stehen. Er musste früh lernen, dass er stark sein muss, um die Anerkennung von anderen zu bekommen.

Seither hat er es nie ablegt, mächtig und perfekt, überlegen und unangreifbar erscheinen zu wollen. Dabei löst jede noch so kleine Kritik und jeder winzige Fehler in ihm das Gefühl aus, eben nicht perfekt zu sein. Dieses Bild muss sofort ausgelöscht werden, es darf nicht existieren und niemand darf es mitbekommen.

Putin glaubt an die imperialistische Größe seines Landes, er will sich nicht integrieren, sondern anderen Länder vorschreiben, was diese zu tun haben. Jeder, der sich nicht an seine Regeln hält, wird zum Feind erkoren. Sein unbedingtes Ziel ist, an der Macht zu bleiben. Seine größte Angst ist es, wie andere große Volksführer, die vom Thron gejagt wurden, zu enden – ganz vorneweg sein großes Vorbild Napoleon. Dazu wird das Repertoire an Mitteln immer skrupelloser.

Putin täuscht seine Mitmenschen, aber er täuscht sich auch selbst

Putin möchte ganz offensichtlich anders erscheinen, als er in Wirklichkeit ist. Er hat sich sozusagen eine zweite Haut zugelegt, wobei er sich in dieser Haut schon so wohlfühlt, dass es keinerlei bewusste Anstrengung mehr bedarf, diese Rolle auszufüllen. Er wird voll und ganz von dieser Rolle vereinnahmt und kann seine wahres inneres Selbst nicht mehr erkennen. Wie ich bereits unter der Rubrik „Körpersprache eines Narzissten“ erwähnt haben, muss sich ein derartiger Widerstand gegen die eigene innere Natur in disharmonischen Körpermerkmalen wiederfinden.

Der russische Präsident Wladimir Putin auf der Industrie- Messe Hannover 2005 – ( ©EdStock – istockphoto.com )

Putin steht außerordentlich straff und aufrecht vor dem Rednerpult, seine Brust wird betont herausgestreckt und seine Beine stehen breit auseinander. Durch diese Geste demonstriert er Macht, Dominanz und Selbstsicherheit. Dabei hat seine Körperspannung etwas Überzogenes, sie wirkt nicht natürlich. Wenn man ihn beim Gehen beobachtet, sieht man seine stark seitwärts gerichtete Oberkörperbewegungen, was nicht flüssig und harmonisch wirkt. Er will mit seinem Verhalten kraftvoll und gewichtig erscheinen, was er sich mühevoll durch Disziplin, aber auch durch Sport und in seinem Fall besonders durch den Kampfsport antrainiert hat.

Durch seinen festen Blick ( siehe oberes Bild ) wird auch sein fester Entschluss betont. Er will sich unbeirrbar zeigen. Gleichzeitig weist aber sein zu weicher Nasenrücken daraufhin, dass er bei Gegenwind ausweicht und sich momentan nachgiebig zeigt. Dies soll aber in seinem Fall nur ablenken. In Wahrheit bereitet er innerlich den nächsten Gegenangriff vor.

Können diese Augen lügen ?

Die Augen zeigen zwar das scharfe Beobachten, zugleich aber auch sein verdecktes Beobachten. Der Blick ist oft von unten hervor und seitwärts, was man auch als verstecktes  Lauern interpretieren kann. Putins Augen wirken stets wie von einem Schleier überzogen, was zum Ausdruck bringt, dass er sich um keinen Preis in die Karten blicken lassen will. Umgekehrt verrät genau dieser Blick, dass er seine wahren Ziele nicht offensiv vorträgt, sondern wesentliche Details überhaupt nicht erwähnt. Am Ausdruck seiner Augen kann man erkennen, dass ein gewohnheitsgemäßer Umgang mit der Unwahrheit besteht.

In der Machtdurchsetzung verhält sich Putin durchaus ähnlich wie seine Vorgänger. Nur das Putin deutlich differenziertere Kommunikationsmittel einsetzt als alle anderen russischen Staatslenker. Er ist raffinierter, kann besser täuschen und ist ungeheuer intelligent. Er weiß zu jeden Zeitpunkt, was er zu tun hat. Als langjähriger Führer des KGBs ist Putin mit jeglicher Form von Manipulation, Verleumdung, Erpressung, Propaganda sowie kriminellen Handlungen vertraut. Er weiß, mit welchen Mitteln er seine Mitmenschen überzeugen kann oder wie er sie notfalls aus dem Weg räumt.

Sein Ansehen in der Weltpolitik ist umstritten

Im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt wird ihm vorgehalten, das Völkerrecht zu missachten, Schwächere zu unterwerfen und sich über die Selbstbestimmung der Völker hinwegzusetzen. Eigensinnig strebt er nach Ansehen in der Welt und nach Akzeptanz als Supermacht. Er will den Einfluss Russlands in der Welt vermehren und wohl gleich auch seinen eigenen.

Seine Wirtschaftspolitik ist weniger eine soziale als vielmehr eine eigennützige. Er wird die Möglichkeiten des Geldes dazu nutzen, seine persönliche Macht zu bereichern und die militärische Stellung des Landes zu stärken. Dabei ist Putin kein Garant für einen Frieden und eine gute soziale Entwicklung. Er scheut nicht davor zurück, für seinen Ziele auch die Waffengewalt einzusetzen.

Wie sollte man mit Wladimir Putin in der Weltpolitik umgehen ?

Wladimir Putin darf als ein Mensch mit einer außerordentlich starke narzisstischen Prägung gesehen werden, dessen Streben ohne Limitierung ins Unermessliche drängen wird ohne Rücksicht auf anderen Staaten und Menschen, nicht einmal auf das eigene Volk. Die verbündeten Völker sind gezwungen, sehr strategisch ihr Vorgehen mit Putin auszuloten. Handeln sie zu nachgiebig und zeigen ihm keine Grenzen auf, wird es unmöglich, ihn noch zu stoppen. Setzen Sie ihm hingegen zu viel entgegen, könnte das seine narzisstische Wut entfachen und seine Nerven gehen mit ihm durch.

Weltpolitische Staatslenker mit extremen narzisstischen Zügen sollten keine unbegrenzte Macht haben. Sie vertreten in erster Linie ihre eigenen Interessen und fragen weder ihre Landsleute noch andere Staaten nach der Legitimierung ihres Handeln.  Sie glauben, dass alles was sie tun, auch uneingeschränkt für den Rest der Welt richtig und gut ist. An dieser Überzeugung lassen sie keinerlei Zweifel aufkommen und verlieren – wie in der Weltgeschichte oft genug gesehen – mit einem gigantischen Staatsapparat, der nur dazu ausgelegt ist, ihre Macht zu erhalten und auszuweiten, den Boden der Realität völlig aus den Augen. Kein Wunder, dass Staatsführer wie Putin Angst haben, der Macht enthoben und in die sibirische Wüste geschickt zu werden. Ihr selbstherrliches Handel führt sie zwangsläufig auf diesen Weg.

 

Veröffentlicht in Blog, Narzisstische Lebensläufe
2 commenti su “Putin – Ein Narzisst mit Weltmacht
  1. Monika sagt:

    Sehr interessant. Noch interessanter wäre so eine Analyse des
    Charakters von Bashar al Assad. Der hat ja noch viel mehr Dreck am Stecken.

  2. Georgina sagt:

    Zitat: „Putin glaubt an die imperialistische Größe seines Landes, er will sich nicht integrieren, sondern anderen Länder vorschreiben, was diese zu tun haben. Jeder, der sich nicht an seine Regeln hält, wird zum Feind erkoren. Sein unbedingtes Ziel ist, an der Macht zu bleiben.“ Zitatende
    Genau diese Beschreibung trifft auf die Amerikanische Regierung zu. Man halte sich nur vor Augen wie viele Kriege schon von diesem Staat angezettelt wurden und derzeit geführt werden, natürlich alles unter dem Deckmantel „Frieden, Freiheit und Demokratie“ bringen … Nein nein, dieser Artikel ist nicht glaubhaft, passt aber zum Rest der deutschen Staatsmedien.

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