Verlorenes Ich

Die Autorin Elena Digiovinazzo stellt ihr Buch über Erfahrungen mit der narzisstischen Persönlichkeitsstörung vor und beschreibt alternative Hilfen und Heilungswege:

Vor kurzem erschien mein Buch „Verlorenes Ich – Ein Essay zur narzisstischen Persönlichkeitsstörung“. Ich habe dieses Buch geschrieben während ich einer Freundin dabei half, sich von einem Narzissten zu befreien. Bei Therapeuten hat sie keine Hilfe gefunden – was einigen anderen Betroffenen leider auch so geht. Meine Ambition ist es, dass Betroffene Hilfe erhalten und die Gesellschaft für diese Thematik sensibilisiert wird. Aus diesem Grund habe ich das Buch geschrieben.

 

Klappentext:
Es ist nicht alles, wie es scheint. Das musste auch Mary lernen. Erst war es die perfekte Freundschaft, später die perfekte Beziehung. Dann erste Zweifel – doch es war zu spät. Sie war gefangen in den Ketten eines Seelenmörders: Lügen, Manipulation, Demütigung, Verlust der Orientierung, Hilflosigkeit. Dieses Buch beschreibt den schwierigen Weg einer jungen Frau aus den Fängen eines Narzissten.

 

 

Hier eine etwas nähere Beschreibung des Buchinhaltes:

Es geht um Mary, eine junge Frau, deren Seele sich unwissend in den Netzen eines Narzissten verfängt. In dieser wahren Begebenheit berichte ich über einen Kampf, der als einer der emotional härtesten gilt, vor den ein Mensch in seinem Leben gestellt werden kann: Die Trennung von einem Narzissten. Wie sich Mary von dem Einfluss des zerstörerischen Individuums, der einst ihr bester Freund gewesen ist, letztendlich doch befreien kann, ist eine lesenswerte Geschichte. Sie soll Betroffenen, die durch die unbewusste Einflussnahme vermutlich gar nicht wissen, dass sie Betroffene sind, die Augen öffnen.

Des Weiteren soll sie ihnen Mut machen: Der Abnabelungsprozess plus die vollständige Rehabilitation der entstandenen seelischen Schäden sind möglich. Anhand der erzählten Geschichte werden Manipulationsstrategien und Verhaltensweisen von Narzissten unter die Lupe genommen, was eine neue und aufschlussreiche Perspektive ermöglicht. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist ein Thema, welches in der Gesellschaft und häufig selbst unter den Fachleuten in Deutschland unzureichend aufgeklärt ist. Dabei kann ein falscher Behandlungsansatz das Leiden der Opfer noch verstärken. Meine Hoffnung ist, dass dieses Buch weiteren Opfern von Narzissten hilft, sich aus ihrem Leid zu befreien. Weitere Zielgruppen, die ich erreichen möchte, sind sehr feinfühlige Menschen, Therapeuten und Menschen, die in sozialen Berufen tätig sind oder generell mit Menschen arbeiten. Laut Lesermeinungen kommt allerdings kein Leser heraus, ohne nicht einen Wert daraus gezogen zu haben.

Der Unterschied zu anderen Erfahrungsberichten

Der deutlichste Unterschied im Vergleich zu anderen Büchern aus diesem Bereich ist der geistliche Aspekt im letzten Abschnitt des Buches. Dort erläutere ich spannende Entdeckungen aus der Bibel in Bezug auf das Thema Narzissmus.            

Opfer von Narzissten erhalten oftmals keine ausreichende Hilfe bei den Therapeuten. Abgsehen davon halte ich es auch für fragwürdig, wie menschliche Strategien derartige Wunden verschließen, ausgehungerte Kraftreserven füllen und Vergebung für das Erreichen eines echten Friedens schaffen sollen, wie es nach dem Kontakt mit einem Narzissten notwendig ist. Aus diesem Grund weise ich in diesem Zusammenhang auf die hilfsbereiten Hände von Jesus Christus hin:

Hände, die…

…Trost spenden und aufrichten:

„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der Gerechte muss viel erleiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR“ [Psalm 34,19-20]

…Kraft verleihen. Opfer von Narzissten sind bis aufs Äußerste entkräftet. Ich möchte unbedingt auf die Bibel hinweisen, denn sowohl Gott als auch das Lesen seines Wortes verleihen Kraft. Hier zwei von vielen Stellen, in denen die Bibel davon spricht:

„Er gibt den Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden.“ Hebräer 4,12: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftigt und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es schneidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.“ [Jesaja 40,29]

…alle Ketten sprengen können:

„Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, […]“ [Jesaja 61,1-2]

…Schuldgefühle zunichtemachen können. Zur vollkommenen Befreiung von einem Narzissten ist es wichtig, dass Sie alle Schuldgefühle ablegen, auch wenn dies vielleicht eine ungewohnte und schwierige Aufgabe für Sie ist. Es ist wichtig, dass Sie verstehen, dass Sie komplett unschuldig sind. Der Narzisst ist beziehungsunfähig und in dem Krankheitsbild liegt die Schuld. Gefühle von Schuld können die Einstellung zu sich selbst, die Körperhaltung und ein ganzes Leben negativ beeinflussen. Ich denke, dass wir Menschen gar nicht dazu in der Lage sind, uns unsere Schuld zu vergeben und dass unter anderem auch deswegen Jesus sterben musste, damit wir vor Gott bestehen können.

„Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit finden würden, die vor Gott gilt.“ Wenn Sie also Gott um Vergebung bittet, kann er Ihnen diese niederdrückende Last nehmen. [2. Korinther 5,21]

…uns ein Leben in Fülle geben möchte und nicht ein Leben in Gefangenschaft anderer Menschen.

„Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.“ [Korinther 7,23]

…Wunder wirken, Traumata heilen und aus einem trümmerhaften Leben einen Palast erstellen können.

„Mein Sohn, merke auf meine Rede und neige dein Ohr zu meinen Worten. Lass sie dir nicht aus den Augen kommen; behalte sie in deinem Herzen, denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leibe.“ und 2.Mose 15,26: „[…] denn ich bin der HERR, dein Arzt.“ [Sprüche 4,20-22]

 „Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der HERR […]“ [Jeremia 30,17]

…Frieden gewähren. Auch wenn dies für unmöglich erscheint und ich ihre Verwundungen nicht unterschätzen möchte, so möchte ich Ihnen Mut machen und auf einen Frieden hinweisen, der nicht von dieser Welt ist und dennoch existiert:

„Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.“ [Johannes 14,26-27]

…wahre Liebe veranschaulichen und praktizieren:

„Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf […]“ [1.Korinther 13,4]

… die über Führung und das Verleihen der Gabe der Geisterentscheidung, die abtrainierte Intuition wieder beleben und stärker denn je ausbauen können.

Weitere Informationen zu diesem Buch sowie zu den Veranstaltungen für Betroffene finden Sie unter: https://ed-verlorenesich.jimdo.com/


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Veröffentlicht in Blog, Erfahrungsberichte
193 Kommentare zu “Verlorenes Ich
  1. Elena Digiovinazzo sagt:

    Guten Tag allerseits!

    Ich habe mich sehr über jene Kommentare von denjenigen gefreut, denen ich eine Freude mit meiner Buchvorstellung bereiten konnte. Auch für die anderen Kommentare mit verständlichen Zweifeln und Fragen bin ich dankbar. Die meisten sind in meinem Buch, so gut es mir möglich war, beantwortet. Das ein oder andere Thema, welches häufig angesprochen wurde, möchte ich in diesem Rahmen noch einmal aufgreifen und darauf eingehen. 

    Es tauchte die Frage auf, weshalb man einem Narzissten vergeben soll – wo er doch seine Fehler nicht einsieht und Vergebung für ihn nur neu die Möglichkeit bietet, anzugreifen. Hierauf möchte ich antworten: Existieren Gefühle wie Wut und Trauer gegenüber einer Person, so haben diese Emotionen eine gewisse Macht über einen. Gerade durch Wut bietet man dem Anderen immer wieder die Möglichkeit, durch die dabei aufkommenden Erinnerungen kontinuierlich neu zu verletzen. Die Vergebung kann dabei helfen, Frieden zu erhalten. Ich habe sie Betroffenen in meinem Buch „empfohlen“, um zur inneren Freiheit zu verhelfen und nicht um dem Narzissten eine zweite Chance zu geben oder es gut zu heißen, was er getan hat. Im christlichen Sinne bedeutet Vergebung auch, die Verantwortung über den anderen an Gott abzugeben – „Er wird ihn richten… Ich gebe die Sache, die auf mir lastet an Gott ab damit in meinem Herzen keine Bitterkeit herrscht…“ Der Gedanke daran, dass der Narzisst oft nicht weiß, welchen Scherbenhaufen er angerichtet hat, kann den Vergebungsprozess erleichtern. Natürlich kann ich nur empfehlen, das alles mit ausreichend Abstand zum Narzissten zu praktizieren. Denn der Narzisst ist neidisch und erträgt es nicht zu sehen, dass der andere vergeben kann und lässt es daher auch nicht zu – indem er z.B. neu verletzt. 

    Des Weiteren kam der Kommentar auf, dass der Glaube an Gott und die Bibel nur eine Verlagerung der Abhängigkeit von dem Narzissten auf die von Gott ist. Hierbei kann ich zustimmen, dass es als Abhängigkeit gedeutet werden kann. Dass diese Vorstellung Angst macht und man diese Macht und dieses Vertrauen lieber keinem mehr entgegen bringt (gerade nach einer Begegnung mit einem Narzissten) – auch nicht Gott – leuchtet mir ein. Ich möchte aber dabei erwähnen, dass Gott diese Abhängigkeit nicht nutzt, um uns anschließend zu zerstören, sondern um uns ein Leben in Fülle und Freiheit zu geben. Manch einer hat wohlwollend vor Gott gewarnt und manch einer hat Gott sogar selbst als Narzissten bezeichnet. An dieser Stelle ist mir ein Bericht eingefallen, den ich vor einiger Zeit gelesen habe. Darin wird beschrieben, dass man, vor allen Dingen wenn man narzisstischen Missbrauch in der Kindheit erlebte, es besonders schwer hat sich in seinem Kopf ein positives Gottesbild zu verinnerlichen. Oftmals wird das innere Bild des narzisstischen Vaters oder der narzisstischen Mutter (wenn vorhanden) auf Gott projiziert. Die Bibel wird dann mit Angst gelesen und verleiht Gefühle wie „ich genüge den Anforderungen darin nicht, ich habe mich nicht genug angestrengt, ich bin überfordert.“ – so, wie es vielleicht als Kind war. 
    „Wenn Traumatisierungen schon in Kindheit und Jugend stattfanden, dann ist ein positives Gottesbild, wenn überhaupt vorhanden, sehr blass. In der Regel ist es – auch bei Gläubigen – nur rational. Besonders in der Bedrängnis und in der Ohnmacht ist es höchstens theoretisch vorhanden. Wie wir gerade besprochen haben, handelt es sich um die Projektion des inneren Bildes des narzisstischen Vaters oder der narzisstischen Mutter auf Gott. Narzisstische Gottesbilder Emotional ist aber untergründig – bei gläubigen Menschen oft wenig bewusst – ein negatives Gottesbild aktiv mit sadistischen, oft gehässigen narzisstischen Charakterzügen. Eine Bekehrung, eine Wiedergeburt mag überwältigend erlebt worden sein, wenn sie Christus als liebevolles Gegenüber wahrgenommen haben, eine tiefe Erfahrung, wie sie sie vorher noch nie erlebten. Wenn es aber in vor allem engeren Beziehungen zu traumatischen Reinszenierungen (Wiederholungen) des kindlichen und bzw. oder jugendlichen Konfliktes kommt, bleibt nur eine Erinnerung an diese besondere Gotteserfahrung zurück, zu der der emotionale Zugang verlegt zu sein scheint, wie abgeschnitten. Es bleibt der schmerzliche Eindruck, von Gott verlassen worden zu sein16 . Ko-Narzissten fühlen sich von dem ständigen Gefühl begleitet, z. B. der narzisstischen Mutter oder dem narzisstischen Vater, ihren bzw. seinen gestellten Anforderungen überhaupt nicht zu genügen, sich nicht genug angestrengt zu haben, völlig überfordert zu sein etc. Dieser verinnerlichte Elternteil, der Erwachsenenanteil, (siehe oben) wird oft auf Gott projiziert. Anknüpfungspunkte für solch eine Projektion können vor allen Dingen Bibelstellen sein, in denen Gott große Forderungen an uns stellt: Wer sich nicht selbst verleugnet, der ist mein nicht wert! Oder: Nehmt auf euch euer Kreuz! Oder: Haltet euch mit Christus für gestorben! In ihrem bisherigen Leben haben Ko-Narzissten sich dem Diktat des narzisstischen Elternteils unterwerfen müssen. Sie haben sich ständig verleugnen müssen. Sie ha- 16 Hintergrund sind die tief eingegrabenen negativen Erfahrungen des unbewussten Erwachsenenanteils, der ganz schnell aktiviert werden kann. Durch Projektion von und Identifikation mit diesem Erwachsenenanteil werden Situationen nach dem alten, tief eingeschliffen Muster auch aktiv konstelliert, so dass das positive Gotteserleben quasi »geraubt« wird. Gottesbilder bei Menschen mit einem Ko-Narzissmuss 12 ben ihr Leben nur als Kreuz erlebt. Tatsächlich erfahren sie z. B. die Zerstörung eines keimhaft aufstrebenden Identitätsgefühls wie ein Sterben-Müssen. Deshalb können solche Bibelstellen schnell zusammen mit Schuldzuweisungen zu Anknüpfungspunkten werden, um den verinnerlichten narzisstischen Erwachsenenpol auf Gott zu projizieren. Gott bekommt sadistische bzw. narzisstische Charakterzüge. Solche Bibelstellen springen solchen Menschen ins Auge, so dass oft eine Angst vor dem Lesen der Bibel aufkommt. Hier muss in der Seelsorge deutlich werden, dass diese Forderungen nur Sinn machen, wenn Menschen angesprochen werden, die innerlich auch ein Eigenleben verspüren, weil sie Liebe und Bestätigung erlebt haben. Es sind nicht Menschen gemeint, die schmerzlich erleben müssen, wie ihr Selbsterleben zusammenbricht, wenn sie lange Zeiten innerer Gefühllosigkeit durchleben müssen. Menschen, die so in Not sind, müssen erst einmal in die Lage versetzt werden, von Christus etwas annehmen zu können. Für die intensive Zuwendung Jesu zu Menschen, die am Limit gelebt haben, gibt es im Neuen Testament viele Beispiele. Ich erinnere nur an jene Frau am Jakobsbrunnen, an die Frau mit den unstillbaren Blutungen, an den missachteten Zolleintreiber Zachäus, der unbedingt Jesus sehen wollte, an Blinde, an Gelähmte, an ausgestoßene Leprakranke etc. Wenn beim Lesen der Bibel viele Stellen nur einengend, zurechtweisend, richtend wahrgenommen werden, wäre sinnvoll, die Bibel gewissermaßen »komplementär« zu lesen: zunächst einmal nur die entlastenden, die aufrichtenden, die tröstenden Aspekte im Umgang Jesu mit »schwachen Menschen« zu verinnerlichen17 .“ – Auszug von dieser Seite: http://www.psychische-stoerungen-und-gottesbild.de/resources/Gottesbilder+bei+Menschen+mit+einem+Ko-Narzissmus.pdf 

    An einer anderen Stelle stolperte ich über die Aussage, dass Christen oftmals sehr stolz sind und sich mit ihrer Einstellung, den einzig wahren Glauben zu haben, über andere Menschen stellen. An dieser Stelle kann ich sagen, dass auch ich solche Christen kenne. Ich finde das dann sehr schade zu sehen. Vielleicht sind es ja solche Menschen, die es aufgrund eines brüchigen Selbstwertes unbewusst benötigen, sich über ihren Glauben zu brüsten. Das ist aber so von Gott nicht gewollt – er liebt alle Menschen und möchte, dass wir auch so miteinander umgehen. Aber wir sind alle nur Menschen und machen Fehler. Da sich aber Gott durch Menschen, die an ihn glauben, anderen Menschen zeigen möchte, glaube ich, dass er solche Christen zurecht weisen und korrigieren wird. In der Bibel sagt er ganz klar, dass er Stolz in den Augen eines Menschen nicht mag und sich niemand über den anderen stellen soll. 

    Auch stieß ich über die Aussage, dass in Christengemeinden ein Machtmissbrauch herrscht. Auch hier kann ich sagen, dass so etwas leider tatsächlich passiert. Besonders sehr gewissenhafte Menschen leiden darunter und ich denke, dass hier jede Gemeinde aufpassen muss. Auch die Bibel warnt in Römer 16,17-19 vor dem psychischen Machtmissbrauch. „Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, dass ihr euch in Acht nehmt vor denen, die Zwietracht und Ärgernis anrichten entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und euch von ihnen abwendet. Denn solche dienen nicht dem Herrn Christus, sondern ihrem Bauch; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. Denn euer Gehorsam ist bei allen bekannt geworden. Deshalb freue ich mich über euch; ich will aber; dass ihr weise seid zum Guten, aber geschieden vom bösen.“ Gott wird leider nicht zuletzt hierbei für etwas beschuldigt, was die Menschen durch ihre Entscheidungsfreiheit anrichten.

    Sicherlich ist die Sache mit dem Narzissten nicht gegessen sobald man sich Gott zuwendet. Auch wird der Narzisst nicht sofort „normal“, wenn man beginnt, für ihn zu beten. Wobei es für Gott sicherlich kein Problem wäre, den Narzissten im Handumdrehen von seiner Störung zu befreien. Aber wenn man sich vorstellt, selbst ein narzisstischer Vater oder eine narzisstische Mutter zu sein (um bei diesem Beispiel zu bleiben) und plötzlich durch das Gebet der Tochter / des Sohns über ein Bewusstsein zu verfügen… und zu realisieren, dass man die gesamte Familie Jahrzehnte lang tyrannisiert hat – wie furchtbar muss das sein! Wie einige Christen bezeugen können, korrigiert und verbessert Jesus den Menschen nach und nach in seinem Verhalten – und dabei lastet er einem nur so viel auf, wie man auch verträgt. Gott liebt den Sünder, auch wenn er die Sünde nicht ausstehen kann.

    Ich glaube, dass der Glaube und das Erleben, dass die Bibel mit ihren Zusagen wahr ist, ein echter Friedenbringer und Tröster bei solch einem „Schicksal“ sein kann. Die Welt ist nicht fair aber Gott ist gerecht. Er richtet Menschen, die uns wehtun und das nicht erst nach dem Tod. Er ist ein Gott der Wiederherstellung. Er möchte alles neu machen, gebrochene Herzen heilen und uns in doppelter Menge hier auf der Erde das zurück erstatten was wir an Schwierigkeiten im Leben für Probleme hatten. 

    Herzliche Grüße,
    Elena Digiovinazzo

    • Flora sagt:

      Es ehrt Sie, wenn sie versuchen Mitgefühl für die armen Sünder zu wecken.

      Ich habe MIR vergeben, mich von so einem Hans Wurst an der Nase habe herumführen lassen.

      Wenn sie hier schreiben, wie schreckliches einem „durch Bibelstudium erwachten Narzissten „doch gehen muss, verkennen Sie die Tatsache, daß es sich um eine schwere Persönlichkeitsstörung handelt, die oft von Substanzmißbrauch begleitet wird und komplette Familien zerstört, gelegentlich sogar auslöscht!

      Für die Cluster B Gestörten sind wir die Idioten, gefühlsduselig, leicht zu manipulieren und auszunehmen. Zu blöd sie zu durchschauen, das macht uns minderwertig, wir haben deswegen verdient so behandelt zu werden.

      Nicht wenige wenden sich im Alter der Kirche zu, wenn sie alle Gebote ein Leben lang gebrochen haben, und wo das persönliches Umfeld sich diesen Menschen entzieht.

      Dort erhält er die nötige narzisstische Zufuhr. Es sei Ihnen unbenommen sich diese Menschen an’s Herz zu drücken, das gebietet ihnen ihr Glaube.

      Und nie vergessen, Gott vergibt, ein Narzisst nie.

    • Friedel sagt:

      Guten Tag Elena,

      ich möchte mich bedanken für den sehr ausführlichen Kommentar.

      Zusammenfassend erläutert Ihr letzter Absatz “ ich glaube, dass der Glaube und das Erleben, dass die Bibel mit ihren Zusagen wahr ist, ein echter Friedensbringer und Tröster bei solch einem „Schicksal“ sein kann“ m. E. eine – von vielen möglichen – Kraftquellen.

      Für mich selbst gilt die Bibel im Gleichnis zum Umgang mit Narzissten nicht als Kraftquelle. Durchaus glaube ich, dass es über ein Leben auf Erden darüber hinaus mehr gibt.

      Unterschiedliche Glaubensrichtungen -und sei es der Glaube in sich selbst- geben aus meiner Sicht eine gute Möglichkeit sich damit auseinanderzusetzen und für sich die eigene Kraftquelle herauszufinden.

      Einzig und allein in der Einzigartigkeit eines jeden Menschen ist m.E. dies wichtig, und sei es, dass jemand in Marathonläufen die eigene Kraft findet.

      Ich selbst bin mütterlicherseits in einer sehr gläubigen Familie aufgewachsen. Sei es, dass die Bibel und „unser Vater“ gehuldigt wurden oder Miss Eddy ultimativ die Lehren der Christlichen Wissenschaft verbreitete. Der Liebe – Lichtkreis die Erkenntnis, wie Leben und Sterben funktioniert verbreitet oder Das universelle Leben die Anhänger mit neuen Lehrbriefen versorgt. Ganz abgesehen von den Lorber Büchern.

      Da ich ausreichend Gelegenheit hatte damit aufzuwachsen, habe ich für mich festgestellt, wie unfrei es mich macht ausschließlich und letztendlich mich in eine Glaubensrichtung zu versteifen. So habe ich es im Übrigen auch bei meinen Verwandten mütterlicherseits erlebt.

      Ebenfalls habe ich mich sehr mit Vergebung auseinandergesetzt. Für mich habe ich festgestellt, dass ich mit meiner Auseinandersetzung in Bezug auf „meine“ Narzissten weitere Energie darein setze. Was passiert ist, ist nicht zu entschuldigen, aber es ist passiert. Ich gab meine Fürsorge, Verständnis, Liebe, Geld….etc. in die Beziehungen und am Ende, nachdem ein Trauma verpasst wurde, investiere ich meine Energie dem oder den Aggressoren auch noch zu vergeben.

      Vielmehr war mein Weg mir selbst zu vergeben. Eine oder mehrere narzisstische Beziehung schüren Selbstzweifel und eigene skurrile Schuldgefühle. Je mehr ich mich mit mir auseinandergesetzt habe und den Fokus immer mehr auf meine Lebenspläne für mein selbstbestimmte Leben gesetzt habe, umso mehr lösten sich meine eigenen Gefühle von Traurigkeit, Wut, Enttäuschung, Fassungslosigkeit etc. im Nebel auf.

      Meine Erfahrungen im Umgang mit Narzissten bzw. deren Umgang mit mir, werde ich sicher niemals vergessen. Genau diese Erfahrungen habe ich zu meinen Wächtern erklärt und auch dies betrachte ich für meine eigene persönliche Entwicklung als sehr gut. Die Werkzeuge, welche mir von Kindesbeinen nicht mitgegeben wurden, habe ich mir in Jahrzehnten in einem sehr lehrreichen Leben selbst erarbeiten müssen. Heute führe ich ein selbstbestimmtes Leben, mit meinem persönlichen Glauben, Kraftquellen und mit wunderbaren Freunden in meinem Umfeld.

      So unterschiedlich und individuell jeder Mensch ist, so wird auch jeder den für sich besten Weg suchen, oder vielleicht auch in der eigenen Tragik des Erlebten verweilen.

      Die Bibel als auch Gott sind für mich nicht ausschließlich die ultimativen Kraftquellen.

      Ich befürworte sehr den „bunten Strauß“ unterschiedlicher Kraftquellen und die Informationen dazu, um jedem die Möglichkeit eine Auswahl des eigenen Weges zu geben.

      Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich beim Taufgespräch mit dem Pastor vor vielen Jahren diesen fragte, warum „der Gott“ eigentlich männlich dargestellt wird. Konkret konnte er mir darauf nicht antworten. Im Tauf Gottesdienst predigte er dann in meine Blickrichtung von Gott mit seinen mütterlichen Zügen.

      Meinen Kindern habe ich die Möglichkeit gelassen selbst zu entscheiden sich mit Glauben auseinanderzusetzen, daher haben sie sich auch selbst erst in der Pubertät entschieden.

      Ich denke, Toleranz sollte das Schlüsselwort sein. Worin auch jede und jeder Betroffene die eigene Kraftquelle findet.

    • Lina2 sagt:

      Liebe Elena,
      Wie kommst du drauf, dass der Christengott, so wie die Bibel ihn darstellt, gerecht wäre?
      z.B. Das Gebot, nicht töten zu dürfen, galt nur für die eigene Sippe. Andere Völker, Andersglaubige, Hexen sollten (!) ermordet werden.

      Oder ist das Gebot, die Eltern zu ehren gerecht? Das Gebot gibt es nur aus dem Grunde, damit Eltern auch geehrt werden, selbst wenn sie es vergeigt haben, das Gebot wäre sonst völlig überflüssig. Das bringt unendlich viel Not über gläubige Christenkinder, denen die Eltern Schlimmes anraten. Ein Kind liebt zuerst automatisch die Eltern, es brauchte dazu kein Gebot. Wenn es nicht schlechte Eltern gäbe. Warum gibt es das umgekehrte Gebot zum Schutz der Kinder nicht?
      Wo ist das gerecht und Trost? Es ist für Betroffene eine schlimme Last, weil es etwas sehr Schweres abfordert, was nicht jeder kann oder will.
      Es sind nur Beispiele, die ich gerade gewählt habe, weil auch Menschen mit eher wenig Bibelkenntnis dieses Gebot durch unsere christliche Tradition kennen und es nicht hinterfragen, was damit los ist.
      Die Bibel ist voll von diesen untröstlichen Ungerechtigkeiten.
      Da es Gottesgebote
      sind, warum sollte Gott da was „helfen“?

      Dass Gott Narzissten richtet ist mir neu, egal wie viel Scherben sie machen. Er hat ja auch schließlich die Menschen einschließlich Gehirn und den da entstehenden Gefühlen gemacht. Und er fand es gut. Warum sollte er das dann richten, was er in die Menschen als Potenzial gelegt hat? Begreife ich nicht.
      Wunschdenken, reine Phantasie, stimmt nicht mal mit der Bibel überein.

    • AnnaFox sagt:

      Sehr geehrte Frau Elena Digiovinazzo,
      ich habe Ihren Beitrag hier aufmerksam gelesen, würde Ihnen dazu gern ein paar Fragen stellen.
      Wenn Sie von Gott sprechen, dann meinen Sie damit den christlichen Gott, den Gott der katholischen und protestantischen Kirche sowie ähnlich gelagerte religiöse Sekten, die sich ebenfalls auf deren Gott berufen.

      Hier in diesem Blog geht es beim Austausch vorrangig um das Thema Narzissmus/ narzisstische Abhängigkeit/ persönliche Verletzungen durch einen anderen Menschen mit angeblicher narzisstischer Persönlichkeitsstörung.
      Davon abgesehen, dass Sie diesen Blog für Ihre persönlichen Zwecke benutzen, nämlich für Ihr Buch Werbung zu machen, Ihr Buch zu vermarkten, geben Sie nun in Ihrem Artikel auch noch gewisse Ratschläge und Empfehlungen, in dem Fall auch durch Bezugnahme auf Gott, die Bibel, den christlichen Glauben.

      Im Hinblick auf die Millionen Opfern aus der Nazizeit, Millionen Menschen, die in den Gaskammern der Konzentrationslager umgebracht wurden – Kinder, Alte, Kranke, Frauen und Männer – erscheint mir diese Ihre Aussage, dass „Die Welt ist nicht fair aber Gott ist gerecht. Er richtet Menschen, die uns wehtun und das nicht erst nach dem Tod. Er ist ein Gott der Wiederherstellung.“ geradezu als perfide und ein Hohn auf alle diese Menschen, die umgebracht wurden.

      Ihr Gott ist nicht gerecht. Wer so etwas behauptet, ist unrealistisch, weltfremd, naiv und lebt in einer persönlichen Scheinwelt.

      Meine Frage lautet: Wie aber ist es nun, wenn es sich bei den betreffenden Menschen, die mit dem Thema Narzissmus und narzisstische Verletzung, um Menschen handelt, die entweder an gar keinen Gott glauben oder aber vor allem um Menschen handelt, die einem anderen Glauben haben, einer anderen Religion angehören, die zum Beispiels Moslems sind und deren Glaubensgrundlage zum Beispiel letztlich der Koran ist?

      Zudem Ihre Aussage: „Aber wenn man sich vorstellt, selbst ein narzisstischer Vater oder eine narzisstische Mutter zu sein (um bei diesem Beispiel zu bleiben) und plötzlich durch das Gebet der Tochter / des Sohns über ein Bewusstsein zu verfügen… und zu realisieren, dass man die gesamte Familie Jahrzehnte lang tyrannisiert hat – wie furchtbar muss das sein!“
      Diese Ihre Aussage ist nicht nur lächerlich, sondern zeugt auch von einem grossen Unwissen bezüglich „Narzissmus und narzisstische Persönlichkeitsstörung.
      Damit jemand etwas als „furchbar“ empfinden kann, was er anderen Menschen angetan hat, wo andere Menschen unter demjenigen zu leiden hatten,richtig, wie Sie schrieben, ganze Familie drunter zu leiden hatten, um so etwas als „furchtbar“ empfinden zu können, dafür braucht es ein Gewissen. Und nur jemand, der ein Gewissen hat, ist in der Lage etwas zu bereuen. Nur, wer fähig ist, sich selbst zu reflektieren und sich selbst in Frage zu stellen, sich selbst zu hinterfragen, nur so jemand ist dazu in der Lage etwas einzusehen, Fehler einzusehen, etwas aufrichtig zu bereuen, und ich betone „aufrichtig“ und nicht nur als momentanes Lippenbekenntnis. Nur so jemand ist fähig sich zu ändern.
      Aber all das, ist genau das, was ein krankhafter Narzisst nicht kann: denn er müsste sich selbst in Frage stellen. Das ist aber genau das, wozu er nicht fähig ist, eben WEIL er ein Narzisst ist!
      Könnte er sich selbst in Frage stellen, hätte er ein Gewissen und wäre damit fähig fähig zu aufrichtigen Bereuen, dann wäre er kein Mensch mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

      Wenn Sie nun schreiben, dass es für Ihren Gott sicherlich kein Problem wäre, den Narzissten im Handumdrehen von seiner Störung zu befreien – es aber dennoch nicht tut, dann kommt dies für mich wie dem Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung gleich.
      Wenn es für Ihren Gott kein Problem wäre, einen Narzissten von seiner Störung zu befreien, warum hat er dann nicht bei all den Narzissten, den narzisstischen, machtbesessenenen Schlächtern der Menschheit, wie es ein Hitler, Himmler, Göring, Goebbels und all deren Helfershelfer gewesen sind, getan?!

      Wenn dem so wäre, wie Sie schreiben, dass Ihr Gott im Handumdrehen Menschen von ihren Persönlichkeitsstörungen befreien könnte, zum Beispiel maligne Narzissten, Soziopathen, Pädophile usw., und Ihr Gott es dennoch nicht tut, dann ist es kein guter Gott.

      Kleines Beispiel: ein Mensch, der zuschaut, wie ein kleines unschuldiges Kind ertrinkt, obwohl dieser Mensch das Kind retten könnte, so einen Menschen bezeichnen wir als allgemein als keinen guten Menschen, als eine verantwortungslosen Menschen und so ein Mensch wird zu Recht zur Verantwortung gezogen.
      Warum sollte das bei Ihrem oder welchem Gott auch immer anders sein?!
      Es geht um Leben erhalten und nicht um Leben zerstören.

      Ich empfinde es als schlimm, in gewisser Weise verantwortungslos und verwerflich, dass Sie Ihren Glauben, Ihre Religion missbrauchen für so ein einschneidendes Thema, wie es das Thema der narzisstischen Persönlichkeitsstörung und der daraus resultierenden Verletzungen anderer durch eine narzisstisch gestörten Menschen ist.

      Beten zu irgend einen Gott ist keine konkrete Hilfe, um sich aus den Fängen eines narzisstisch gestörten Menschen befreien zu können, es ist bestenfalls die Verlagerung des eigentlichen Themas weg von demjenigen selbst auf irgend einen Gott oder irgend eine höhere Macht und damit soll auch die Eigenverantwortlichkeit abgegeben werden.

      Wenn jemand die schlimmen Folgen, die eine Begegnung mit einem narzisstisch gestörten Menschen, tatsächlich überwinden will, dann geht das nur, wenn derjenige bereit ist sich selbst zu stellen, sich zu hinterfragen, was das Ganze mit ihm selbst zu tun hat und kann so jemand das nur aufarbeiten mit Hilfe eines dementsprechend ausgebildeten Therapeuten, mit fachlich kompetenter, psychotherapeutischer Hilfe.
      Alles andere ist Unsinn, falsche Hoffnungen machen wollen oder wie im Mittelalter es die Quacksalberei gewesen ist.
      Sich selbst zu hinterfragen und sich selbst in Bezug zu setzen ist in so einem Fall mit Sicherheit keine leicht zu bewältigende Aufgabe, und natürlich ist es leichter, die Verantwortung abzugeben, indem der andere zu Recht oder zu Unrecht als Narzisst bezeichnet wird, indem die Veranwortung für sich selbst an irgend einen Gott abgegeben werden soll.
      Nur eine echte Hilfe und Bewältigung des eigentlichen Problems ist es nicht und es besteht weiterhin die Gefahr, dass derjenige dafür prädistiniert ist als „Opfer“ für den nächsten Narzissten, dass das Gleiche sich wiederholt und erneut passiert, deswegen, weil derjenige sein Problem nicht wirklich selbst aufgearbeitet hat.

      Narzissten suchen einen Lebenspartner, der ihnen unterlegen ist und nicht das Wasser reichen kann. Bei ihm können sie treue Gefolgschaft und Bewunderung für ihre Großartigkeit erwarten. Selbstbewusste Persönlichkeiten kommen für Narzissten in der Regel nicht in Frage, da sie befürchten müssen, dass ihr Imponiergehabe von ihnen eher belächelt wird und ihre Fassade auffliegt. Daher ziehen sie Personen vor, die ihrer Bewunderungspflicht nachkommen und ihnen unkritisch und widerstandslos folgen. Die typischen Partner von Narzissten sind bescheidene Menschen, die es gewohnt sind, sich anzupassen, und ein geringes Selbstwertgefühl haben. Und genau daran sollte angeknüpft werden und genau das sollte beleuchtet werden von demjenigen, von dem Betroffenen: sein geringes Selbstwertgefühl.
      Denn dass jemand ein geringes Selbstwertgefühl hat, der Opfer narzisstischer Verletzungen wurde, das staht völlig ausser Zweifel.
      Denn ein Mensch mit einem gesunden Selbstwert fällt auf einen Narzissten nicht herein, durchschaut seine charmanten Spiele und Machenschaften von Anfang an. Ein Mensch mit gesunden Selbstwertgefühl braucht es für sich nicht in eine unterwürfige Opferhaltung schlüpfen zu wollen und gewisse grenzüberschreitende Verhaltensweisen durchschaut ein psychisch gesunder Mensch mit einem gesunden Selbstwertgefühl sofort.

      Narzisstischer Missbrauch hat immer auch mit den psychischen Befindlichkeiten des anderen, des Partners, zu tun.

      Wohlgemerkt, ich spreche in dem Fall nicht von Kindern oder anderen abhängigen Schutzbefohlenen. Aber Lebensparter von narzisstisch gestörten Menschen, sind keine unmündige, abhängige Menschen, sondern es sind Menschen, die eigenveranwortlich handeln können, die es selbst in der Hand haben, ob sie sich gewisse Verhaltensweisen gefallen lassen oder mitmachen.

      Tatsächliche Überwindung und Heilung kann immer nur geschehen, indem sich jemand sich selbst zuwendet und sich selbst hinterfragt, was das Ganze mit ihm selbst zu tun hat, wieso er „so blind“ gewesen ist, gewisse Dinge nicht von Anfang an durchschaut zu haben, warum sich jemand grenzüberschreitendes, verletzendes, erniedrigendes, entwertendes Verhalten gefallen liess und nicht einfach die entsprechenden Konsequenten bereit war zu tragen und zu gehen, sich dem negativen, verletzenden Verhalten des anderen entzogen hat.

      Jeder hat diese Möglichkeit sich von Abhängigkeiten zu befreien. Aber um sich befreien zu können, braucht es als Allererstes die persönliche Einsicht, dass jemand abhängig ist (genau so wie jemand Alkohol- oder Drogenabhängig ist, gibt es auch emotionale Abhängigkeiten), dass sich jemand sich selbst stellt, anstatt immer nur mit dem Finger auf den bösen Narzissten zu zeigen und ihm die ganze Schuld zuschieben zu wollen, weil man sich als dessen Partner nicht wohl fühlt, nicht gut fühlt, verletzt fühlt und letztlich, weil Abhängigkeiten für viele allein schwer zu überwinden sind, sich professionelle Hilfe zu suchen.
      Und professionelle Hilfe kann weder ein Gott oder irgend eine Religion sein, bestenfalls kann dort jemand einen gewissen Trost finden, aber eine Lösung und eine tatsächliche Veränderung an der persönlichen Situation, das kann weder von Gott noch irgend einer Religion oder irgend jemand anderen kommen. Wirkliche Heilung entsteht im Inneren eines Menschen und diese innere Heilung muss sich jeder selbst kümmern. ist niemand anderes verantwortlich, als jeder selbst, so, wie jeder für seine eigenen Gefühle letztlich selbst verantwortlich ist.

      Und verehrte Frau Elena Digiovinazzo, bitte entschuldigen Sie meine Direktheit, diese sie aber in gewisser Weise auch herausforderten mit Ihren abstrusen Aussagen und Ihrer anmassenden Haltung Gott, eine Religion mit einer schweren psychischen Erkrankung, wie es die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist, verknüpfen zu wollen.

      Wer bitte repräsentiert Ihren Gott? Es ist vor allem die katholische wie auch protestantische Kirche. Diese dort „angestellten Menschen“ nennen sich sozusagen die Vertreter Gottes.

      Und Sie schrieben allen Ernstes: „Des Weiteren kam der Kommentar auf, dass der Glaube an Gott und die Bibel nur eine Verlagerung der Abhängigkeit von dem Narzissten auf die von Gott ist. Hierbei kann ich zustimmen, dass es als Abhängigkeit gedeutet werden kann. Dass diese Vorstellung Angst macht und man diese Macht und dieses Vertrauen lieber keinem mehr entgegen bringt (gerade nach einer Begegnung mit einem Narzissten) – auch nicht Gott – leuchtet mir ein. Ich möchte aber dabei erwähnen, dass Gott diese Abhängigkeit nicht nutzt, um uns anschließend zu zerstören, sondern um uns ein Leben in Fülle und Freiheit zu geben.“

      Nun, wenn das der Wille Ihres Gottes ist, warum gibt er nicht allen Menschen auf der ganzen Welt ein Leben in Fülle und Freiheit?
      Warum hilft die „Regierung“ Gottes, der Vatikan zum Beispiel, eine der reichsten Unternehmen weltweit, nicht Menschen, die in Not sind?
      Warum geschah in Namen Ihres Gottes so viel entsetzliches Leid und warum wurde im Namen Gottes so viel Missbrauch getrieben?

      Jedes Missionieren ist Missbrauch! Dort fängt beispielsweise auch der narzisstische Missbrauch an. Vielleicht mögen Sie mal darüber nachdenken.

      Die Menschen, die sich hier in diesem Blog zusammenfinden, sich austauschen, diese Menschen meine ich, suchen praktische Hilfe, sich aus bestehendem Leid zu befreien oder aber in Vergangenheit erlebtes seelisches Leid gänzlich zu überwinden.

      Da kann vielleicht der Austausch mit Gleichgesinnten hilfreich sein, aber Ihr Gott ist es mit Sicherheit nicht, sondern tatsächliche Hilfe kann immer nur praktische Hilfe sein, zum Beispiel die Hilfe von fachlich qualifizierten Therapeuten.

      • Wie können wir uns als Erdenbürgen anmaßen, mit unserem menschlichen Bewusstsein die tiefere Gesetzmäßigkeit der göttlichen (oder universellen) Kraft verstehen zu können. Sind wir überhaupt in der Lage, sie in ihrer Absicht deuten zu können? Am Ende bleibt es jedem selbst überlassen, ob er sich von einer göttlichen Kraft tragen lassen will oder ob er sich von ihr abwendet. Es gibt allerdings sehr viele Betroffene von narzisstischen Missbrauch, die auch Heilung durch den Glauben an Gott erfahren haben – insofern ist es durchaus angebracht, hier auch einmal solche alternativen Wege aufzuzeichnen.

        • AnnaFox sagt:

          Sehr geehrter Herr Grüttefien,

          ich stimme mit Ihnen überein, dass es letztlich jedem selbst überlassen bleiben sollte, von was oder wem, welchem Glauben an welchen Gott auch immer sich jemand tragen lassen will.
          Es gibt auch Menschen, die sich von gar nichts und von niemanden tragen lassen wollen, die die persönliche Stärke besitzen, gewisse Dinge mit sich selbst abzumachen oder aber ggf. wenn sie bemerken, dass sie ein Problem haben, sich dann entsprechende professionelle Hilfe suchen.

          Letztlich empfinde ich es persönlich aber als anmassend, wenn im Namen eines bestimmten Gottes missioniert werden soll oder aber nur der „eigene Glaube, an den eigenen Gott“ gelten gelassen werden soll.

          Unter Respekt und Toleranz verstehe ich auch „gleiches Recht für alle“ – für jeden seinen Gott, jedem seinen Glauben und auch die Toleranz zu üben, diejenigen Menschen als gleichwertig gelten zu lassen, die an gar nichts glauben.

          Ein Mensch, der durch einen anderen Menschen mit krankhafter narzisstischer Persönlichkeitsstörung geschädigt wurde, kann keine Heilung von irgend einem Gott oder irgend einem Glauben erfahren.

          Es sind psychische Schädigungen, Wunden, deren Heilung in die Hände von entsprechenden therapeutisch geschulten Fachkräften gehört. Alles andere ist Augenwischerei.

          Ein Glaube an einen Gott oder die Zugehörigkeit zu einer Religion letztlich nur eine Begleitung sein kann, wenn sich jemand tatsächliche Hilfe, nämlich therapeutische Hilfe sucht.

          Bewusstsein und ein entwickeltes Bewusstsein hat nichts mit dem Glauben an einen Gott zu tun. Dass dem so ist, dafür gibt es in der Welt viele Beispiele.

          • Friedel sagt:

            Letztendlich gibt es keinen Grund sich derart in die Ausführungen rein zu steigern.

            Das Buch als auch der Newsletter sind doch lediglich als Angebot zur eigenen Überlegung in Bezug auf den Glauben und Gott zu betrachten, für sich ggf. einen Nährwert oder eine mögliche neue Kraftquelle daraus zu ziehen und kein missionarischer Zwang.

            Auch ich kann mich heute nicht allen Ausführungen anschließen. Was nicht heißt, dass ich nicht auch meinen persönlichen Glauben habe an eine höhere Kraft. Und was auch nicht heißt, dass ich nicht im Verlauf meines weiteren Lebens zu weiterer Glaubenseinstellung gelange. Meine Entwicklung von morgen ist mir heute noch nicht bekannt.

            Vor Jahren bin ich sehr schwer erkrankt und war Monate in einer Klinik. Dort lernte ich einen vom Leben schwer gezeichneten raubeinigen Kerl kennen. Viel älter als ich damals. Mit großer krimineller Vergangenheit. Seine Diagnose war abschließend. Wie ich später erfuhr, brachte ein Gespräch, ich glaube auf der Strasse, über Glaube und Gott eine absolute Kehrtwendung in sein Leben. Die letzten Monate verbrachte er damit anderen Menschen zu helfen und schaffte es sogar noch vor seinem Tod darüber ein Buch zu schreiben. So wie es mitbekam, hat der am Ende seines Lebens gefundene Glaube ihn seine Freiheit finden lassen.

            Manche nennen es Gott, ich nenne es eine höhere Kraft, sind nicht verantwortlich für die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit, der Gegenwart sowie auch der Zukunft. Der Mensch ist dafür verantwortlich.

            Schon der Maya Kalender hat Auskunft gegeben, dass eine Zeit kommen wird, in der es einen Eintritt in ein neues Bewusstsein geben muss.

            Genau in dieser Zeit befinden wir uns.

            Am Ende, nach dem letzten Atemzug wird jeder von uns erfahren, wie dieses viel umschriebene Licht aussieht.

        • Flora sagt:

          Ich sehe es auch so, wer heilt hat recht.
          Ich selbst bin Agnostiker und doch freue ich mich, wenn Menschen durch ihren Glauben soviel Stärke erfahren um die Klippen des Lebens zu umschiffen.

          Mir hat manchmal die Telefonseelsorge geholfen, ich wurde nicht missioniert sondern sehr menschlich und wertschätzend behandelt.

          Diese Themen sind richtig in ihrem Blog, wem sie nicht gefallen, der findet genug anderen Lesestoff.

        • Céline sagt:

          Den Glauben an ein übergeordnetes höheres Prinzip empfinde ich als sehr hilfreich und wohltuend, weil es ein Gefühl der Verbundenheit mit dem Kosmos vermittelt.

          Gerade während des Betens oder Meditierens werden die Selbstheilungskräfte von Körper und Seele aktiviert. Stresshormone werden abgebaut, der Blutdruck senkt sich, die ganze Körperphysiologie kommt in Ordnung, die Stimmung hebt sich.

          Der Kontakt mit malignen Narzissten löst ja häufig Sresssymptome aus, was zu Entzündungsherden im Körper führen kann, ja sogar zu schweren Krankheiten.

          Warum soll ich mir derart heilsame Ressourcen wie oben genannt nicht zunutze machen.

          Das Schöne dabei ist, man bleibt unabhängig und wird weder von der christlichen Dogmen der Kirche noch von den Shrinks (therapeutischen Schrumpfköpfen) indoktriniert bzw. gehirngewaschen.

          Interessant auch Einsteins Haltung zum Thema Glaube:

          Er war sich der Grenzen des menschlichen Verstandes sehr bewusst und suchte stets in Demut die „unendliche Überlegenheit des [göttlichen] Geistes“ zu bewundern.

          Deutlich erklärte er darüber hinaus: „Ich kann mir keinen persönlichen Gott denken, der die Handlungen der einzelnen Geschöpfe direkt beeinflusste oder über seine Kreaturen zu Gericht säße.“

          • Lina2 sagt:

            Celine,
            warum wirfst du Beten mit Meditieren in einen Topf? Da gibt es wesentliche Unterschiede.

            Warum solltest du Kraftquellen nicht nutzen? Weil auch ein Alkoholiker im Entzug meint, das nächste Bier hilft. Er glaubt das echt, aber Außenstehende oder sogar aus der Sucht ausgestiegen sehen das ganz anders.

            Außerdem gibt es Untersuchungen, die allerdings vertieft werden müssen, dass Leute, für die gebetet wird langsamer heilen, weil sie sich mehr auf eine höhere Macht, einen Gott oder das Universum verlassen und damit die Rehamaßnahmen weniger ernst nehmen als Menschen, die wissen, dass sie allein auf sich und professionelle
            Reha angewiesen sind.

            Ich schrieb auch schon dass ich verstehe, warum Menschen an einen X-beliebigen Gott glauben (meist den Gott, den zufällig ihre Eltern haben)

            Ein blöder Nebeneffekt des überlebensnotwendigen Glaubenkönnens, um lernen zu können oder nicht jede
            Gefahr selber ausprobieren zu müssen. Glauben können ist im Alltag unverzichtbar, um überhaupt überleben zu können, als Menschheit insgesamt oder auch als Einzelner Mensch.

            Das gibt es oft, dass eine wichtige Eigenschaft negative Nebeneffekte hat.

            Nicht schlimm an sich, wenn die Motte ins
            Licht fliegt ist sie leider tot aber die Anderen, die Meisten, orientieren sich am Mond und kommen überall gut an. Die Eigenschaft, eine Lichtquelle beim Fliegen in gleichem seitlichen Abstand halten zu können, bringt für die Population überlebenswichtig Vorteile seit Millionen von Jahren. Die Gefahr künstlicher Lichtquellen, die zur Kreisbahn verführen weil sie zu nah sind, kann noch nicht vererbt werden.

            So ist es mit dem Aberglauben an irgendwas Höheres auch.

            Dass es trotzdem tröstlich ist, mag sein, ich habe es am eigenen Leib erlebt. Kann es gut nachvollziehen. Auch die
            Verteidigungsstrategien habe ich alle selber angewendet.
            Aber ich will einfach nicht mehr von Illusionen, getröstet werden. Und während dessen wird mir mein echtes Leben genommen, weil ich zu passiv bin.
            Eine derartige Fantasiegestalt kann aber für viele das Zugehörigkeitsgefühl zu etwas Gutem befriedigt und es kann Liebe fantasiert werden, die man bekommt, obwohl die Hälfte der heiligen Texte ausgefiltert werden.
            Gleiches Muster wie in der toxischen Beziehung: vermeintliche besondere Liebe und alles was rabenschwarz ist, schön ausblenden, um bloß irgendwo dazugehören und wenn es in Wirklichkeit noch so lieblos ist

  2. Roland Weigel sagt:

    Meine Mutter wollte nur das Beste. Ich glaube ihr, auch wenn es nicht immer das Beste für mich war. Und ich glaube auch dass das, was ich hier jetzt beschreibe, niemals ihre Absicht war. Sie wollte mir nicht schaden. Sie wollte alles besser machen, als ihre Mutter. Leider kopierte sie ihre Mutter und machte es genauso.

    Meine Mutter war sehr Konsequent und willensstark. Sie saß 8 Jahre lang im Elternbeirat meiner Klassen. Auch sonst war meine Mutter immer sehr sozial für andere engagiert. Sie gab sich wirklich Mühe, half mir sogar beim Aufräumen des Zimmers, auch wenn sie im Vorwege oft die Forderung stellte dass ich erst raus darf, sobald mein Zimmer aufgeräumt war. Wenn ich dann mein Zimmer aufgeräumt habe, kam sie um mich zu kontrollieren und als Konsequenz dessen, weil ich niemals so ordentlich war, wie sie es gerne hätte, hat sie dann angefangen bei mir aufzuräumen. Ich konnte ihr das in der Hinsicht niemals recht machen. Ich wollte nach der Schule ganz oft nur entspannen, runter kommen, an nichts Schlechtes denken und wurde dann von meiner Mutter unter Androhung von Strafe davon abgehalten. Für mich war es eine Strafe aufräumen zu müssen. Ich habe es einfach gehasst. DU MUSST. ICH MUSS obwohl ich nicht MUSS, DU WILLST ES NUR. (Der Anpassungszwang)

    Für mich war Physik ein böhmisches Dorf. Auch als ich die Schule wechselte, veränderte sich nichts. Ich fand Physik immer noch doof und schrieb mit Glück mal eine 4. Als mein Vater dann, meinen ehemaligen Klassenlehrer traf, der auch Physik unterrichtet, war Mama erleichtert, einen Nachhilfelehrer gefunden zu haben. Und der wollte es sogar für umsonst machen. Dass Herr F. Zu diesem Zeitpunkt geschieden war und sein Coming Out hinter sich hatte, wusste sie aber nicht. (Ich will keine homosexuellen Lehrer damit pauschalisiert als pädophil darstellen). Ich war 15 und rothaarig, was für viele Homosexuelle Männer ein Fetisch ist (ich erwähnte das in meiner Biografie). Herr F. Jedenfalls hat versucht mich anzumachen. Danach wollte ich nicht mehr zu ihm hin.
    Warum ich Dir das nicht erzählt habe Mama? Hättest du mir geglaubt? Du hast mir ja auch niemals geglaubt, dass ich Physik nicht verstand. Du bist immer davon ausgegangen, dass ich keinen Bock darauf habe und mich gesperrt habe. Ich habe mich nicht dagegen gesperrt. Ich habe es einfach nicht begriffen.

    Ich habe jedes Mal, wenn ich eine schlechtere Note nach Hause brachte, mich hinsetzen muss und dafür lernen und ich durfte erst raus, wenn es aus Ihrer Sicht saß. Ich weiß, dass meine Mutter das nicht tat, um mich zu verletzen, sondern weil sie wollte, dass ich eine anständige mittlere Reife bekam. Nur Physik war einfach nicht mein Ding.

    Immer wenn meine Schwester mich nachmittags mit ihren Freundinnen provoziert hat und ich mich dann gewehrt habe, wurde nicht sie bestraft, sondern ich. Und das obwohl ich wirklich jeden Tag schon in der Schule, das Opfer vieler dissozialer Kinder war, die wirklich ihre Freude daran hatten, mich zu quälen.

    Irgendwann hast du dann sogar gesagt, dass ich selber Schuld habe, weil ich mich ja provozieren lasse. Mama, ich war ein Kind. Und es hat mir sehr weh getan. Und ich fühlte mich hilflos und allein gelassen. Ich brauchte deinen Schutz. Ich habe mir jeden Tag gewünscht tot zu sein. Ich dachte immer, die Welt sei besser dran ohne mich.

    Meine Mutter war nie dabei. Im Nachhinein und immer erst, wenn ich mich gewehrt habe und als Reaktion eine Schulkonferenz einberufen wurde, hat sie sich für mich eingesetzt. Ich weiß aus Gesprächen mit ihr, dass sie und mein Vater sich immer versucht haben für mich einzusetzen vor den Lehrern. Aber irgendwann haben auch sie gemerkt, dass sie machtlos sind. Wenn 5 Leute etwas anderes behaupten, wem glaubt man dann mehr?
    Ich mache euch dafür keine Vorwürfe. Trotzdem habe ich mir gewünscht, als Folge dessen, dass ihr mich wenigstens einmal von der Schule abholt um euch ein Bild davon zu machen, wie grausam die anderen Kinder mit mir umgehen.

    Ich kann mich sehr gut in Martin Miller hinein versetzen. Er wusste so gut wie nichts von seiner Mutter. Trotzdem hat er ein wirklich großartiges Buch über seine Mutter geschrieben.
    Alles was ich von Dir und deiner Kindheit wissen wollte, hat Papa mir erzählt oder deine Schwester. Dank diesen beiden Menschen Mama, konnte ich Mitgefühl für dich entwickeln. Deine Entschuldigungen habe ich immer angenommen, auch wenn ich wusste, dass der Frieden zwischen uns, nie von langer Dauer war.

    Weißt du, wie oft ich als Kind, wegen meiner Klamotten gehänselt wurde? Und weißt du, wie weh das tut, wegen der Klamotten, die du für mich ausgesucht hast, für die ich also nicht mal etwas konnte, nicht dazu zu gehören?
    Weißt du wie schlimm es für mich, wenn ich deswegen heulend aufs Klo rennen musste, mir androhen was anzutun, weil der Lehrer sagte, ich soll aufhöre zu heulen, weil es den Unterricht stört?

    Du hast als Erwachsener nur meine Wut abbekommen. Das tut mir leid. Ich habe dir wehgetan. Das würde ich wirklich gerne rückgängig machen. Es gab sehr oft Abrechnungsszenarien am Telefon. Nicht einmal aber, hast du geweint. Ich habe mir so sehr gewünscht, dass du es schaffst mir gegenüber Schwäche zu zeigen.
    Eltern sind die Vorbilder ihrer Kinder. Du bist für mich kein gutes Vorbild gewesen. Ich möchte niemals so werden wie Du. Deswegen habe ich auch immer in Punkto Ordnung und Sauberkeit gegen dich rebelliert.

    Wie sich ein Kind verhält, liegt nicht am Kind, sondern an dem Umfeld, indem es groß wird.

    Aber ich als Kind, habe auch oft nur deine Wut abbekommen. Du hast dich in vielen Dingen eingemischt, weil du Angst hattest, dass ich es nicht packen würde, weil du mein Bestes wolltest. Ich glaube Dir, dass du vieles anders in Erinnerung hast und ich weiß wie sehr dich meine Worte treffen. Ich habe mich aber entschieden darüber zu reden, damit ich es verarbeiten kann. Wenn du eine andere Ansicht hast, kann ich es verstehen. Aber ich kann leider keine Rücksicht nehmen.
    Du hast mir ganz oft die Hoffnung genommen und Mama, ich habe bis Mainz (ja Mainz war meine Rettung), wirklich jeden gottverdammten Tag an Selbstmord gedacht. Und dank Mainz, und meinen Freunden und all den Kindern, denen es ähnlich mit ihren Müttern erging, ist es mir gelungen für Dich, für dein Leben, für dein Verhalten, eine Erklärung zu finden, mit der ich leben kann und somit auch meinen Frieden schließen kann.

  3. Arianna sagt:

    Ich möchte mich noch einmal kurz und wirklich ein letztes Mal in die Diskussion einbringen, da ich noch einige Zeit lang über diesen Blogeintrag und die darauf folgenden Kommentare nachdenken musste.

    Viele von uns sind zusätzlich zu allem anderen spirituell missbraucht worden: das ist eine üble Dimension, die ebenfalls behandelt und betrachtet werden sollte.
    Aus eigener Erfahrung kann ich eines sagen: der narzisstisch Gestörte hält SICH SELBST für Gott bzw. für ein gottähnliches Wesen. Auch wenn er nichts dergleichen sagt, sein ganzes Verhalten und seine Lebenseinstellung weist darauf hin.
    Darum wäre ich vorsichtig mit Aussagen wie „Gott ist ein Narzisst“. Wer oder was Gott ist, ob er daran glaubt oder nicht und in welcher Form er religiös ist oder nicht muss jedem selbst überlassen werden. Aber bevor man jede Art von Religion rundheraus ablehnt sollte man sich vielleicht überlegen, ob man nicht die Einstellung und das Verhalten narzisstisch Gestörter, von denen man gequält wurde, auf das, was man für „Gott“ hält, überträgt und deswegen vehement dagegen ist und religiöse Menschen angreift, für dumm und verleitet hält etc.
    Persönlich bin ich mir sicher, dass Gott nicht das ist, was uns diese Menschen vorgaukeln wollen – es ist kein böses Wesen, das uns straft, sobald wir nicht so sind, wie der narzisstisch Gestörte es will. Genau das ist spiritueller Missbrauch.
    Religion soll dem menschlichen Verhalten Grenzen setzen, ja, aber vor allem Trost und Halt bieten; Geborgenheit und kein seelisches Gefängnis. Tut sie das, ist sie keine gesunde Art von Religion.
    Gerade dubiose Sekten arbeiten oft mit den typischen Methoden dieser Energievampire – zuerst love bombing, dann das Opfer isolieren und verschüchtern, bis es sich nicht mehr traut, zu gehen, und anschließend nach Belieben ausnutzen. Das ist nicht ein und dasselbe.

    Noch einmal danke an die Betreiber der Website!

    • Lina2 sagt:

      Gott ist natürlich kein Narzisst!

      Der christliche Gott ist genau wie die Millionen anderen Götter der Menschheitsgeschichte incl. der Gegenwart ausgedacht und somit ein Spiegel der Menschen, die sie hinphantasieren. Einfach mal nach Gotterlexikon suchen und 10 beliebige Götter ansehen, an die man nicht glaubt. In Bezug auf diese ist man Atheist, jedoch werden die jeweiligen Gläubigen das ganz anders sehen und gegenüber den christlichen Heiligen atheistisch sein mit guten Begründungen)
      Allerdings haben einige der aktuellen Götter, auch der Christengott viele Züge mit Narzissten gemein.
      Gnädig oder liebevoll ist er nicht erdacht, sondern mordend, Zwietracht säend von Abel und Kain an, ebenso hat er laut Bibel einige Völkermorde beauftragt. Anders wäre er nie so ein verbreitetes Gottesbild geworden, sondern wäre noch der kleine zänkische Berggott Jahve. Die Nicht Nachfolge wurde mit dem Tode bedroht, noch heute wird in manchen Landstriche das christliche Gebot, dass Hexen zu töten sind an Unschuldigen zelebriert, von der Bibel zu 100% Gedeck. Abfall vom Glauben wird heute noch mit seelischem oder ewigem Tod bedroht, was für ein Horror! Es gibt da verschiedene Spielarten.
      Von so einer Virtuellen Figur möchte ich nicht mal in meiner Phantasie angelächelt werden.

      Ich verstehe allerdings, dass man sich Trost und nimmer endende Hoffnung aus Bruchstücken heraussucht, sowohl bei den beziehungsunfähigen Göttern als auch bei beziehungsunfähigen Partnern. (geht nicht nur bei Kirchen sondern allen Autoritäten wie Parteien, Vereinen, Familienclans usw.) Gelernt ist gelernt.
      Daher bleibe ich dabei, dass jeder, der in einer toxischen Beziehung war, aufpassen muss, nicht vom Regen in die Traufe zu kommen.

      Ansonsten ist es mir natürlich egal, ob jemand an den Sonnengott Ra oder Kargo oder einen x-beliebigen anderen glaubt und die jeweilig dazu gehörende Kunst wie
      Malerei, Architektur, Musik oder Literatur schön findet und zur Erbauung oder Inspiration nutzen mag. Bestimmt schadet es einem Maler nicht, die alten Gemälde zu studieren oder ein architektonisch Interessierter kann bestimmt viel von Schönheit oder Statik lernen und das bewundern, was die alten Meister (meist Auftragswerke) schufen. Dagegen will ich gar nichts sagen in diesem Zusammenhang.

      Aber so eine asymmetrische Beziehung wie die eines gläubischen Suchendenden zu einem Gott (oder anderen Autoritäten) zur Heilung narzisstisch verursachter Schäden gebrauchen zu wollen, da rollen sich mir die Fußnägel hoch.
      Das ist das gleiche Verhaltensmuster, nur mit neuem Herren, wenn man Pech hat, steht ein Gott noch höher als der Ex.

  4. Sonja W. sagt:

    Alte Texte, ob sie nun zu den Heiligen Schriften zählen oder nicht sind oft gewitzter bezüglich Menschenkenntnis als es auf den ersten Blick scheint. Alle sakralen Schriften erleiden das gleiche Schicksal: sie werden von verletzten und verletzenden Menschen interpretiert, sie werden verdreht, durch den Dreck gezogen und verleumdet. Das wird dann als Religion präsentiert. Kein Wunder geht’s so drunter und drüber und man versteht sein eigenes Wort nicht mehr. Wenn ich einen Satz lese aus der Bibel der mir unter die Haut geht und mich mit universeller Menschheitserfahrung verbindet fühle ich mich einfach nicht mehr so allein, und vielleicht auch ein bisschen von Gott angelächelt.

  5. Friedel sagt:

    Entschuldigung, aber geht´s noch!

    Eingangs wurde im Newsletter ein Buch vorgestellt, nicht mehr und nicht weniger!
    Hat irgendjemand mitbekommen, wie der ausschließlich persönliche Nahkampf im Austausch der eigenen Animositäten entglitten ist???

  6. Jonas sagt:

    Also ich hab hier mal so mich quer durchgelesen und finde das ist schon starker Tobak, was einige hier so von sich geben.
    Vor allem gegen diese AnnaFox.
    Ich meine, erstens hat die doch gar niemanden angegriffen, beleidigt oder so. Ausserdem das was die geschrieben hat, liest sich doch ziemlich vernünftig und klar im Kopf. was habt ihr denn alle gegen die?

  7. AnnaFox sagt:

    Lina2 – Danke für Deine freundlichen Zeilen!

    Aber mich mobbt niemand. Und Jonas hat es richtig erkannt: Des Mobbings bedienen sich nur Narzissten oder Menschen, denen es beispielsweise um Macht, Kontrolle, Manipulation geht.

    Jemand, der mir sich selbst in Einklang steht, ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein hat, der mobbt niemanden.

    Und angegriffen und alles auf sich selbst beziehen, das tun Menschen, die eben in sich nicht in Ordnung sind, und auf diese Weise wird dann auch offensichtlich, dass diejenigen sich der Porjizierung bedienen.
    Sinngemäss:es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    Ist halt immer der schwierigere Akt bei sich selbst hinzuschauen, sich selbst ehrlich zu hinterfragen, was hat das Ganze mit mir zu tun, was ist an mir nicht ok, was könnte ich ändern, in meiner Denkweise, in meinem Verhalten. Sich selbst zu stellen, sich selbst zu hinterfragen und selbst zu reflektieren, dazu braucht es Mut.

    Menschen, denen es nicht gelingt, bei der ersten narzisstischen Attacke sich umzudrehen und zu gehen, sich des narzisstischen Einfluss versuchen sofort und kompromisslos zu entziehen, weil sie sich das selbst einfach wert sind, diesen Menschen mangelt es leider nicht nur an einem gesunden Selbstwertgefühl, einer gesunden Einstellung zur persönlichen Würde eines Menschen, sondern diesen Menschen mangelt es einfach auch an Mut.

    Und weil sie eben eher nicht mutig sind, deswegen harren viele auch so lange aus, ertragen viele schlimmen Verletzungen, nehmen entwürdigendes Verhalten hin. Und warum? Letztlich doch nur, weil so von diesem einem Menschen, dem Narzissten, gesehen und geliebt werden wollen.
    Letztlich wollen diese Menschen geliebt werden.
    Weil sie sich selbst nicht genug lieben, weil sie sich selbst für nicht wertvoll genug halten, weil sie sich selbst nicht für würdig genug halten, weil die meisten einen Minderwertigkeitskomlex haben, den sie versuchen zu verstecken oder aber sich aufzuwerten versuchen mit dem Partner mit narzisstischer Persönlichkeit. Viele „spielen sich auf“, als würden sie der persönliche Retter des Narzissten sein, glauben, je mehr sie ihm Liebe zeigen, je mehr so tun und je mehr sie opfern und verzichten und einfach nur gut sind und helfen wollen, dass der narzisstische Partner sie doch dann endlich lieben müsste und wertschätzen müsste. Nur das kann dieser Menschen eben nicht.

    Die Partner von narzisstisch gestörten Menschen sind genau so „Bedürftige“, wie es der Narzisst auch ist.
    Der Narzisst braucht Anerkennung und Lob wie die Luft zum Atmen.
    Der narzisstische Partner braucht es gebraucht zu werden, weil er dadurch Bestätigung seiner selbst empfindet.
    Beides sind auf ihre Weise Bedürftige, deren Selbstwert darauf angewiesen ist, von aussen gestärkt zu werden, weil die innere Stärkung fehlt.

    Wer aber einen anderen braucht, der ihnen Liebe gibt, das ist ein Zeichen, dass derjenige selbst keine Liebe hat.
    Nur das, wofür ein Mangel in einem Menschen entstanden ist, aus welchem Grund auch immer, das will dieser Mensch haben, um diesen Mangel in sich selbst ausgleichen zu können.

    Das ist beim Narzisst so und umgekehrt beim Partner des Narzissten das Gleiche. Beide sind sozusagen in ihrer Psyche „gestört“.

    Jemand, der sich in eine emotionale Abhängigkeit begibt, ist genau so gestört, wie derjenige, der einen anderen emotional von sich abhängig machen möchte.

    Narzisst und Co-abhängiger Partner, beide gehören in eine Therapie, wobei es schwieriger bis wenig aussichtsvoll ist, dass ein Narzisst überhaupt die Bereitschaft zeigt, eine Therapie machen zu wollen.

    Alle die hier schreiben, sind offensichtlich mehr oder weniger durch die Berührung mit einem narzisstisch gestörten oder anderweitig psychisch gestörten Menschen ge- und beschädigt worden.
    Egal, ob das Eltern, Geschwister, Vorgesetzte oder Partner waren, letztlich sollte es anerkannt werden, dass man selbst einen Anteil daran hat, dass man selbst dafür mitverantwortlich ist.
    Partner von Narzissten haben eine Erwartungshaltung an einen Narzissten. Sie wollen geliebt werden von „ihrem“ Narzissten und wenn dieser das nicht tut, weil er dazu gar nicht in der Lage ist, dann bedienen sich viele Partner der Narzissten der emotionalen Erpressung, indem sie dem Narzissten versuchen Schuldgefühle zu suggerieren oder ihn sogar offen beschuldigen, dass er schuld sein würde, dass es ihnen schlecht geht, dass er sehen solle, was er angerichtet hat.
    Mit so einer Haltung, einen anderen Menschen darauf aufmerksam machen zu wollen, dass man sich durch gewisse Verhaltensweisen des anderen gestört oder gar als verletzend empfindet, kann man an psychisch gesunde Menschen herantreten und gehört werden. Nicht aber an einen Narzissten. Der kann nicht anders. Und ich habe nie wirklich verstanden, wieso jemand von einem Menschen etwas verlangen will, wozu der andere gar nicht in der Lage ist, dieses Verlangen zu erfüllen.
    Niemand würde von einem Analphabeten verlangen, dass er einem etwas vorlesen solle. Aber von einem narzisstischen Partner wird verlangt, dass der den anderen lieben solle. Das kann der genau so wenig, wie der, der nicht lesen kann.

    Aber! Der dauerhafte Umgang mit einer narzisstisch gestörten Person, oft über viele Jahre, hinterlässt auch in der nicht-narzisstisch gestörten Person einen narzisstischen Abdruck und es werden gewisse Verhaltensweisen unbewusst übernommen.
    Das ist beispielsweise etwas, was ich meine hier in den Beiträgen einiger wahrnehmen zu können.

    Ein psychisch gesunder Mensch geht immer erst Mal sachlich an ein Thema heran und schaut, was ist und was nicht ist, und ein gesunder Mensch geht grundsätzlich erst einmal von einer wohlwollenden Haltung des anderen aus. Auch dies ist hier bei einigen offensichtlich nicht das erste Verhaltenskriterium.
    Es sind geschädigte Menschen – beschädigt in ihrer Psyche und damit auch in ihrem Denkenund Verhaltensweisen. Menschen, die vermutlich jahrelang auf der Hut sein mussten, was sie sagten, wie sie sich verhielten und die es gewohnt waren sich selbst immer hinten anzustellen. Dementsprechend wittern sie heute „nach ihrem Narzissten“ in jeder anderen Sichtweise und anderer Meinung eines anderen zuerst eine vermeintliche Attacke auf sich selbst und meinen in den Verteidigungsmodus verfallen zu müssen.
    Jede noch so winzig kleine Provokation wird aufgegriffen und als persönlicher Angriff gewertet. Jeglicher Humor, dass man im Leben gewisse Dinge eben auch so sehen und so nehmen kann, ist offensichtlich verlorengegangen.
    Es geht nur noch darum“ entweder Du bist für mich, dann stimmst Du in allem mit mir überein und teilst meine Sichtweisen, oder aber Du bist gegen mich, wenn Du mir etwas vermitteln möchtest, was mir nicht passt, nicht konform geht, wie ich denke. Dann greift der Mensch, der durch narzisstische Übergriffe und Grenzüberschreitungen beschädigt wurde, selbst andere an, versucht den anderen Dinge zu unterstellen, die dieser so nie gesagt hat, meint sich verteidigen zu müssen, obwohl er gar nicht angegriffen wurde. Das alles ist schlimm und es sind schlimme, traurige Folgeerscheinungen, die die Lebensqualität und vor allem die Lebensfreude desjenigen beschränken und so ein Mensch lebt nicht mehr aus seinem vollem Inneren. Das ist schade, denn eigentlich hat jeder die Möglichkeit sich von diesen Mustern zu befreien, wenn er es denn wirklich wollte.

    Man kann sich einem Problem auch von einer anderen Seite annähern, als immer nur dem Gewohnten und Vertrauten folgen zu wollen, weils halt einfach bequemer und einfacher erscheint.

    • Silv sagt:

      Anna,Zitat ‚ hinterlässt auch in der nicht- narz. gestörten Person…‘ . Dauer- Beziehungen mit on/ off- Verhalten ( ganz typisch) gehen nur Narzissten und Conarzissten ein. Beide mit umgekehrten Vorzeichen.
      Das sind Abhängigkeitsbeziehungen. Und mit Sucht ist es nun einmal so: man kommt nicht so einfach daraus. Man weiß- wie ein Alkoholiker- das es schadet, aber trotzdem…’nimmt man es immer wieder‘- so lange, bis man zugrunde geht oder etwas so Schlimmes passiert, dass man sich lösen kann.
      Was genau machst Du denn hier auf diesen Seiten? Was ist dein Problem genau? Du referierst in sehr langen Epilogen, berichtest aber nichts von Dir selbst. Du stellst Dich damit übet die anderen Betroffenen, gibst das Gefühl, man müsse nur ausreichend reflektiert, selbstbewusst etc sein. Die Menschen, die hier Hilfe suchen, haben sich ganz sicher sehr mit sich selbst beschäftigt.
      Sich überlegen fühlen gehenüber den vermeintlich Schwachen ist durchaus auch sehr narzisstisch.

  8. Jonas sagt:

    Was ist denn hier los?

    • Lina2 sagt:

      Hier haben sich einige gefunden und zusammengetan, um Anna rauszumobben, deren Texte sie (absichtlich?) missverstehen und der sie Dinge unterstellen, die sie sich selber ausdenken und der Anna dann als Wahrheit vorwerfen, obwohl es nur ausgedacht ist. Schlimm.

      • Jonas sagt:

        Ach so. bin ich wohl falsch hier. dachte ist ne Seite wo sich die anderen zusammenfinden.
        Wieso wollen die denn jemanden rausmobben?
        Mobben tun doch eigentlich nur die Narzissten.

      • Lina2 sagt:

        harmloses Beispiel vom Anfang:

        Zitat Susanne „Jetzt denkst du sicher, ich würde mich nur auf Bibelstellen stützen….stimmt zwar nicht, aber ich lass dich in dem Glauben. 🙂“

        da wird Phantasie und die eigene Unterstellung für Wahrheit gehalten und dann süffisant gegen Anna gedreht. Dabei entbehrt es jeder Grundlage. Findeallein in Susannes Kopf statt Nur ein Beispiel von vielen. Hätte auch andere Userinnen zitieren können, immer das gleiche Prinzip.

        Ich fand gut, wie sachlich Anna auf die vielen komischen Unterstellungen reagierte. Die letzten Wortwechsel, wo immer steht, jetzt hätten sie eien narzisstischen Troll in Anna getroffen: das gleiche Prinzip. Wunschdenken.
        Die anderen sind schuld sind am Ärger der armen Opfer, dabei ist es selbst hinphantasiert. Zumindest in diesem Beispiel.

        So geht Mobbing.
        dass sie nicht anders können, um durchs Leben zu kommen, ist mir klar. Aber es muss ja nicht so bleiben, dass sie andern die eigenenProbleme unterjubeln.

        • AnnaFox sagt:

          Liebe Lina, stimme Dir unumwunden zu. Klug, was Du geschrieben hast, dass es nicht so bleiben muss, anderen immer die Schuld für die eigenen Probleme und eigenen Schwierigkeiten zuschieben sollte. Nur das ist eben zum überwiegenden Teil leider der Fall, auch, weil es der leichtere Weg ist.

          So sind halt Menschen. Und nicht immer sieht man ja nur schöne Dinge, wenn man wirklich den Mut hat, bei sich selbst hinzuschauen. Aber man kann andere Menschen nicht ändern. Niemand kann das. Aber jeder von uns kann sich selbst ändern, kann bei sich anfangen und hinschauen, was ist, und sich selbst in Bezug setzen und hinterfragen, was das Ganze mit einem selbst zu tun hat.
          Jede Beziehung – ob Freundschaft oder Partnerschaft – ist letztlich auch ein Spiegel, ein Spiegel unserer selbst.
          Wenn wir uns auf gewisse Menschen einlassen, weil wir vielleicht nicht tief genug hingeschaut haben, weil wir mit gewissen Dingen zu oberflächlich umgehen, Beziehungen mit rosaroter Brille eingegangen werden und der Wunsch der Vater des Gedanken war, wenn wir unser persönliches Heil in romantischen Beziehungen suchen, wenn wir Verantwortung an andere Menschen abgeben, indem wir diese verantwortlich machen wollen, wie wir uns selbst fühlen, dann ist das verantwortungslos uns selbst gegenüber.
          Jeder, mit Ausnahme von Kindern und anderweitig Schutzbefohlenen,ist als erwachsener Mensch für sich selbst verantwortlich, für sein Denken, sein Tun, seine Gefühle.
          Nur so, wenn das zwei Partner tun, kann eine Beziehung entstehen, die von gegenseitigen Respekt und einer Begegnung auf Augenhöhe getragen wird.

          Wer in dieser Hinsicht nicht an sich arbeiten will, der wird im Leben immer wieder mit ähnlichen Situationen und Begegnungen mit Menschen konfrontiert werden – so lange, bis er seine Lektion gelernt hat.
          Manche Menschen scheinen unverbesserlich zu sein und man könnte sagen, dass es vermutlich noch nicht schmerzvoll genug für sie gewesen ist, sie nichts aus der Vergangenheit gelernt haben, da sie immer noch nicht bereit sind, etwas zu ändern, einzusehen, dass sie an sich was ändern müssten, umdenken müssten, sich neuen Ansichten öffnen müssten.

          So lange jemand immer nur andere für seine eigenen Schwierigkeiten verantwortlich machen möchte und mit Schuld arbeitet und immer nur die anderen schuld sind, so lange das so ist, so lange ändert sich auch nichts im Leben solcher Menschen.

          Im Leben wird es immer so sein, dass manche Menschen einen mögen und wieder andere einen ablehnen, aber nichts von dem hat auch nur irgend was mit einem selbst zu tun. Und Menschen, die wie hier, andere meinen attackieren zu müssen, eigentlich sind das hasserfüllte Menschen und sie reflektieren mit ihrer Verhaltensweise jemanden mobben zu wollen, nur, wer sie selbst gern sein würden, selbst aber nicht sind.

          Freundlichkeit, Höflichkeit, Respekt und Toleranz kosten nichts, machen aber eine psychisch intakte Persönlichkeit aus.

          Ich persönlich bin dankbar für derartige Begegnungen, auch wie hier, wo einige meinten mich für dieses oder jenes „beschuldigen“ zu müssen, was eigentlich nur in ihren eigenen Köpfen stattgefunden hatte, meine Worte von ihnen anderes interpretiert wurden, als ich es geschrieben hatte.
          Ich bin dankbar für alles das, weil es mir zeigt, wie man exakt nicht reagieren sollte, wie man anderen Menschen nicht begegnen sollte. Insofern Danke an alle, die mir zeigten, wie es nicht sein sollte!

          • AnnaFox sagt:

            Jeder, mit Ausnahme von Kindern und anderweitig Schutzbefohlenen,ist als erwachsener Mensch für sich selbst verantwortlich, für sein Denken, sein Tun, seine Gefühle.

            Nur so, wenn das zwei Partner tun, kann eine Beziehung entstehen, die von gegenseitigen Respekt, Wertschätzung, Loyalität, Wohlwollen, Achtsamkeit usw. getragen wird und letztlich eine Begegnung von zwei Menschen ist, die sich auf Augenhöhe begegnen.

            Starke, in sich gefestigte Menschen, ergeben starke in sich gefestigte Beziehungen.
            Schwache, nicht in sich gefestigte Menschen, ergeben schwache, nicht in sich gefestigte Beziehung.

            Ist im Prinzip wie beim Kochen ;-)) Es kommt auf die Zutaten an, um ein entsprechend gutes Resultat erzielen zu wollen.

            Und natürlich haben wir Menschen alle Stärken und Schwächen und machen Fehler. Aber deswegen muss dies dennoch nicht zu toxischen, zerstörerischen Beziehungen führen.

            Menschen, die jahrelang im Milität in Krisengebieten waren, sind durch ihre Erlebnisse beschädigt worden. Genau so ist es, wenn jemand jahrelang sich in einer toxischen Beziehung befand. Dies ist wie ein schleichendes Gift und ein Partner nimmt unweigerlich Verhaltensweisen des narzisstichen Partners an, ohne dass er es selbst bemerkt.

            Vielleicht einfach mal drüber nachdenken. Oder einfach weiter klicken. Jeder ganz wie es ihm beliebt.

      • Silv sagt:

        Ach ‚Lina2‘ oder Jonas oder wer auch immer….

  9. AnnaFox sagt:

    Susanne: Woher weisst Du, dass ich nur Laie sein sollte?
    Du kennst mich doch gar nicht, Du weisst doch gar nichts von mir.

    Was wäre denn, wenn Du erfahren würdest, dass ich bei diesem Thema hier eben nicht nur Laie bin?
    Würde das dann was ändern?
    Oder würde es dann heissen, das ist jemand, den man eigentlich als Fachmann oder Fachfrau bezeichnen müsste, aber offensichtlich hat die keine Ahnung?

    Wie weit würde die Anmassung gehen?

    Spiegel vor Augen halten – das finde ich prima!

    • Susanne sagt:

      Ah, ins Schwarze getroffen…..

    • Roland Weigel sagt:

      Anna Fox…. Ich liebe Dich, bzw… ich liebe das, was du schreibst. Danke für deine wahren Worte.
      Im November wird in einem Publikumsverlag ein Buch erscheinen von einem reflektierten Narzissten, der sich seit 2 Jahren in Therapie befindet. Er ist selber Opfer einer traumatisierten narzisstischen Mutter (deren Mutter im Übrigen auch Narzisstin ist usw.). Er war dann auch später Opfer in der Schule, Mobbing und weitere Traumata waren die Folge. Sein Ausweg war am Anfang der Falsche. Er wurde zum Täter, spaltete seine verletzlichen Gefühle ab, benutzte, manipulierte, missbrauchte andere, um sich nicht mehr so schwach und verletzt zu fühlen, während er leider weiterhin unter dem Einfluss seiner Mutter stand, die ihn stets abwertete. Vor 4 Jahren erlitt dieser Mensch einen Zusammenbruch und begann in seiner Therapie (Schematherapie nach Jeffrey Young) sein Leben aufzuarbeiten. Er erkannte sein verletztes innere Kind und er schrieb ein Buch, ein Buch was wirklich alles erklärt. Er geht weit zurück in den zweiten Weltkrieg, er geht in das Trauma im Mutterbauch, die Beziehung zu seinen Eltern, und üblichen bezugspersonen um am Ende in beziehung zu sich selbst zu treten und um anderen zu helfen.
      Ich würde mich über einen Kontakt mit dir freuen, denn dann würde ich Dich mit diesem Autor verkuppeln. Ich glaube ihr zwei würdet euch wunderbar ergänzen.
      Nochmals Danke für deine lieben Worte.

  10. Johanna sagt:

    Leute, allgemeiner Tipp zur Diskussion hier:

    „Don’t feed the (narcisstic) Troll!“

    😉

  11. ssandy sagt:

    Also eines ist mal offensichtlich: das hier sind doch allesamt kluge und durchdachte Kommentare von Menschen, die sich viele Gedanken machen. Macht uns das nun anfälliger für Narzissen, die sich ja nun wirklich keine Gedanken um andere machen, oder kommt es daher, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen mussten, um aus dem narzisstischen Mißbrauch aufzusteigen? Auf jeden Fall bin ich beeindruckt von der Qualität und Ernsthaftigkeit der Kommentare. DANKE.

  12. Flora sagt:

    AnnaFox

    Du hast es sicher in deinem Eifer überlesen, ich bin jetzt die Dritte. die gern wüsste, ob du in einer narzisstisch missbräuchlichen Beziehung gelebt hast? Wenn ja, warum gibst du dir selbst die Schuld?

    Ich empfinde es als zwanghaft wie du hier Behauptungen aufstellst, denen jede Fachliteratur widerspricht.

    • Martin sagt:

      Würde mich auch interessieren.
      Mir ist das definitiv zu viel Text und zu wenig Fakt; bzw werden Behauptungen jenseits der Wirklichkeit aufgestellt

      • AnnaFox sagt:

        Wenn Dir das zu viel Text ist, musst Du diesen ja nicht lesen, kannst den überspringen.
        Und zu Behaupten, dass Behauptungen jenseits der Wirklichkeit aufgestellt werden – nun, wessen Wirklichkeit denn? Deiner Wirklichkeit? Meiner Wirklichkeit? Der Wirklichkeit anderer?
        Wie wirklich ist die Wirklichkeit. Übrigens auch ein tolles Buch!
        Lesenswert.

        Aber sicherlich leider auch zu viel Text für Dich, Martin. Aber das haben Bücher nun mal so an sich, dass sie hauptsächlich aus Text bestehen, zumindest die Sachbücher und für ein solches würde ich hier eine Empfehlungen geben wollen.

        Der Titel lautet „Wie schleichendes Gift“ ist von Christine Merzeder und behandelt als Thema „Narzisstischen Missbrauch in Beziehungen überleben und heilen.“
        Jammern hilft nicht. Aber entsprechende Sachbücher lesen, und dann über das Gelesene nachdenken und sich selbst in Bezug setzen und selbst hinterfragen, was man ändern kann, machen kann, dass einem wieder so richtig gut geht.
        Und eigentlich könnte es den meisten doch richtig gut gehen. Oder?
        Ich meine, wenn man den Idioten von Narzissten endlich durchschaut hat und seine Machenschaften, dann sollte es doch nach der ersten Entsetztseins-Phase und erstem Schock und dann endlich wieder möglich sein, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
        Oder was oder wer hält davon ab?

        Viele haben sich offensichtlich von ihrem Narzissten getrennt. Aber eigentlich gebt ihr dem immer noch die gleiche Macht über euch, selbst jetzt noch, aus dem Verborgenen heraus, aus der Entfernung, nach der Trennung.
        Warum seid ihr nicht einfach droh, dass der weg ist, dass ihr endlich weg seid von diesem Menschen? Das ist doch wunderbar!
        Ihr seid frei! Und könnt endlich unbehelligt leben, tun und machen, was ihr wollt, euch gute Freunde suchen, müsst euch nicht mehr blöd anreden lassen, werdet nicht mehr belogen, werdet nicht mehr runtergemacht, für blöd hingestellt und was weiss ich nicht noch alles. Das alles gehört der Vergangenheit an. Und vor euch liegt ausgebreitet wie ein schöner Teppich euer eigenes Leben. Also einfach drauf treten und sich freuen. Denn das Leben hat mehr zu bieten als so nen bekloppten kranken Typen, der es einfach nicht wert gewesen ist, dass ihr dem eure Zeit geschenkt habt. Kümmert euch doch alle ab heute um euch selbst. Macht Pläne, tut euch selbst was Gutes, macht irgend etwas, was ihr schon immer gern machen wolltet, euch aber nicht getraut habt. Es gibt so so so viele schöne Dinge die man auf dieser verrückten schönen Welt machen kann, auch ohne viel Geld, und vor allem ohne einen Menschen, der nicht gut zu euch gewesen ist.
        Sucht euch Menschen, die euch wertschätzen und die euch gut tun.
        Warum Zeit vergeuden mit jemanden der einem nicht gut tut? Das habe ich nie verstanden.

        • Martin sagt:

          Danke Anna, im ersten Abschnitt zeigst Du sehr deutlich narzisstische Züge.
          Thema hat sich für mich erledigt, weil mit solchen Menschen eine vernünftige Diskussion nicht möglich ist

          • AnnaFox sagt:

            Hallo Martin, ich wusste gar nicht, dass Du Psychologe oder Psychiater bist und aus diesem Grund kompetent bist Diagnosen zu stellen ;-)))

            Aber ich stimme Dir zu, dass mit Narzissten es nur schwierig oder gar nicht möglich ist, eine vernünftige Diskussion zu führen. Sowie dem Narzisst etwas nicht passt, nicht mit seinen vorgefertigten Meinungen, nicht mit seinen Ansichten übereinstimmt oder aber das, was man ihm versucht nahezubringen, eventuell auch mal in Erwägung zu ziehen,geht er sofort zum Angriff über und versucht den anderen abzukanzeln, indem er dann meist sagt: §Mit so jemanden, wie mit Dir kann man keine vernünftigen Diskussionen führen.“

          • Martin sagt:

            Wow, Anna, und schon wieder persönlich werden.

            Mir unterstellen „Bist Du Psychologe/Psychater“ und selbst hier die Weisheiten raushauen; ganz grosses Kino was Du hier abziehst.

            „Mit so jemanden, wie mit Dir kann man keine vernünftigen Diskussionen führen“ erkennst Du die Ironie in Deinem Posting?

            Von daher, klinke ich mich jetzt aus, den weiteres Futter bekommst Du von mir nicht mehr!

        • Martin sagt:

          PS: Übrigens, die von Dir angesprochene „Opferrolle“; wieso hab ich nur das Gefühl, dass Du immer wieder nur darauf ansprichst, wie sehr hier auf Dich angeblich eingedroschen wird?
          Auch dieses trotzige „Wenn Dir das zu viel Text ist, musst Du diesen ja nicht lessen“ oder „Aber sicherlich leider auch zu viel Text für Dich“; typisches mimimimi Verhalten von jemandem sich selbst wohl anders sieht, als er in Wirklichkeit rüberkommt. Sonst würden nicht diverse Leute Stellungnahme zu Deinen wirklich zu langen und sich ummer wiederhilenden Postings machen.
          Man muss nicht in einem Beitrag das gleiche 4x schreiben; da frgt man sich schon, ob hier jemand nach Aufmerksamkeit sucht. Deine Grundaussage ist korrekt, keine Frage, aber die Verpackung stimmt halt nicht.
          Aber das ist nur meine persönliche Meinung und jetzt darfst Du gern eine entsprechend lange Antwort geben.

          • AnnaFox sagt:

            Für Deine Gefühle bist Du selbst verantwortlich. Kannst Dich nur selbst fragen, woher Dein Gefühl resultiert.

            Manche Menschen bedienen sich halt gern der Projektion.

            Von so Verallgemeinerungen und Allgemeinplätzen wie „typisches Verhalten“ und „diverse Leute haben auch“ halte ich sowieso gar nichts. Nur weil „alle“ und „diverse“ Leute etwas so sehen, muss es noch lange nicht bedeuten, dass diese etwas richtig sehen.

            Und wenn Dir „meine Verpackung“ nicht passt? So what?
            Das ist ziemlich unerheblich.
            Das ist wie mit Büchern: den einen spricht der Inhalt an, dem anderen ist es zu langatmig und stimmt „die Verpackung“ nicht. So ist das eben. Und das macht auch nichts.
            (Wusste gar nicht, dass man Worte überhaupt verpacken kann, ausser zwischen Buchdeckel vielleicht mit einem ansprechenden Cover)

            Es gibt halt Gern- und Viel-Leser und Lese-Muffel.
            So ist die Welt. Und davon geht sie auch nicht unter 😉

          • Martin sagt:

            Was ein Glück bin ich nicht der Einzige, der die Ironie in Deinen Postings erkennt.

            PS: Und schon wieder beleidigent, Hammer wie sehr sich Deine Ratschläge und Dein Handeln unterscheiden!

          • AnnaFox sagt:

            Martin, vielleicht wäre es erwägenswert, wenn Du ein wenig an Deinem Selbstbewusstsein und Deinem Selbstwertgefühl arbeiten würdest?
            Offensichtlich hattest Du das Zeichen ;-))) überlesen.

            Wie dem auch sei. Du lebst in Deiner Welt und ich in meiner. Und alles ist gut ;-)))

          • Martin sagt:

            Oh, Meisterin Anna,
            bitte verzeihe, dass ich Deine Smileys und die Absicht darin nicht erkennen konnte. Muss an meinem nicht vohandenen Selbstbewusstsein liegen. Kurze Gegenfrage:
            Bist Du Psychater/Psychologe um das beurzeilen zu können?

            Ich stelle mich in die Ecke und überlege, bei einem echten Gespräch von nun an ein dezentes „Lol“ oder „Rofl“ in den Raum zu werfen, damit mein Gegenüber meine Absichten erkennt.

            Also echt…Du merkst es wirklich nicht oder?
            Ich bin raus, da kann ich mich auch mit nem Apfel unterhalten.

          • AnnaFox sagt:

            Martin, ich weiss: Deutsche Sprache, schwere Sprache.

            Hier zur Erklärung: eine Frage ist keine Feststellung.
            Gestellt hatte ich eine Frage. Nämlich: „Martin, vielleicht wäre es erwägenswert, wenn Du ein wenig an Deinem Selbstbewusstsein und Deinem Selbstwertgefühl arbeiten würdest?“

            Dies ist eine Frage und kann eventuell als Empfehlung auch verstanden werden.

            Mitnichten ist es aber eine Beurteilung.

            Eine Frage ist eine Frage. Nichts mehr und nichts weniger.

            Und Ratschläge hatte ich auch keine gegeben, bestenfalls Empfehlungen anheim gestellt, dass es vielleicht nachdenkenswert sein könnte, auch andere Sichtweisen als die eigene, betrachten zu können.

            Und Handlungen habe ich auch nicht vorgenommen, denn Handlungen sind immer aktiv. Hier kann man aber nur schreiben, was letztlich passiv ist.

            Du kannst meine Handlungen genau so wenig „beurteilen“, wie Du irgend was an mir beurteilen kannst, weil Du mich nämlich nicht kennst. Umgekehrt gilt das Gleiche natürlich auch für mich.

            Das Wort „sollte“ impliziert immer die Möglichkeitsform, nicht aber, dass etwas zwingend notwendig ist.
            Ich habe auch niemanden beleidigt, und wenn Du meinst, dieses Wort schon gebrauchen zu müssen, dann bitte auch dementsprechend richtig schreiben, als „beleidigend“ mit einem weichen „d“ am Ende. Danke.

          • Martin sagt:

            Je mehr Du Dich um Kopf und Kragen redest, umso mehr manifestiert (mit hartem „t“) sich die Meinung, die ich mit Anderen hier mittlerweile teile.

          • AnnaFox sagt:

            Du, Martin, hattest geschrieben: „Je mehr Du Dich um Kopf und Kragen redest, umso mehr manifestiert (mit hartem „t“) sich die Meinung, die ich mit Anderen hier mittlerweile teile.“

            Geht es denn hier darum, dass sich jemand um Kopf und Kragen reden könnte?
            Meines Erachtens konnte das nur im Mittelalter jemand, der vor Gericht stand und fürchten musste, dass er Kopf und Kragen verlieren könne, wenn er sich so oder so äussert.

            So viel ich weiss, kommt der Begriff „sich um Kopf und Kragen reden“ aus der Zeit der französischen Revolution, wo man die Guillotine einsetzte, um jemanden um Kopf und Kragen zu bringen.

            Nun, die Guillotine ist glücklicherweise in unseren europäischen Gefilden zumindest längst abgeschafft worden.

            Wir alle leben in einem demokrtisch freiheitlichen Staatssystem, wo sich niemand um Kopf und Kragen redet, der seine Meinung und Ansichten frei äussert.

            Bezeichnend ist eine derartige Denkweise dennoch, wenn jemand meint in einem Forum anführen zu müssen, dass ein anderer sich um Kopf und Kragen reden könne. Bezeichnend, wie der andere offensichtlich denkt und tickt.
            Wie es bezeichnend ist, dass jemand andere als Verstärkung seiner persönlichen Meinung offensichtlich braucht, indem er anführt, andere, viele, die Mehrheit vielleicht sogar, würde das auch so sehen.

            Weisst Du, was andere denken oder nicht denken, interessiert mich zwar, aber es hat für mich nicht die Bedeutung, dass ich mich als Mensch, als Person deswegen in Frage gestellt sehen würde.

            Im Gegensatz zu Menschen, die durch ihr Sosein und ihr So-Denken, oftmals ein perfektes Opfer für einen Narzissten abgeben, und denen sehr wichtig ist, dass andere sie als Gutmenschen sehen, ist es mir persönlich ziemlich gleichgültig, was andere von mir denken oder von mir halten.
            Der Grund dafür ist keine Arroganz, sondern der Grund dafür ist der, dass ich zum einen über ein gesundes Selbstwertgefühl verfüge und bestimmte Attacken anderer oder gar beleidigendes Verhalten anderer mich gar nicht treffen, mich gar nicht erreichen können, bestenfalls ein bezeichnendes Licht auf den anderen werfen, der meint verletzend, beleidigend oder was auch immer sein zu müssen.
            Es verletzt mich nicht, was hier wer über mich schreibt, weil ich es geradzu lächerlich finde, wenn jemand meint einen anderen be- oder gar verurteilen zu können, den er gar nicht kennt, aus dessen Leben er gar nichts weiss.
            Und weil ich weiss, wer ich bin, wie und was ich denke, deswegen kann mich ein anderer auch gar nicht beleidigen oder treffen. Und ein Pfeil trifft bekanntlich nur, wenn es dafür ein Ziel gibt – ein Ziel in dem, auf den der Pfeil abgefeuert wurde. Gibt es kein Ziel, geht der Pfeil ins Leere. So geschehen hier.

            Und eigentlich ist mir diese Art und Weise der Konversation auch zu blöd, zu schade um meine Zeit, denn offensichtlich habe ich mich geirrt, als ich dachte, dies hier sei eine Seite, wo Menschen interessiert sein würden sich mit anderen auszutauschen, auf diese Weise auch andere, neue Sicht- und Herangehensweisen erfahren zu wollen.
            Offensichtlich geht es hier mehrheitlich nur darum im eigenen Denken und auch in eigenen festgefahrenen Strukturen bestätigt zu werden.

            Genau wie ihre narzisstischer Partner, nur in umgekehrte Richtung,gieren hier viele nach Anerkennung und nach Bestätigung. Komplementärnarzissten eben. Und deswegen hatte es halt auch gepasst, wie Schloss und Schlüssel.

          • Roland Weigel sagt:

            Wie der Körper so hat auch die Psyche ein Abwehr- oder Immunsystem, die Projektion ist ein wesentlicher Baustein davon.
            Der Begriff Projektion umfasst das Übertragen und Verlagern eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche und Impulse, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können. Eine solche Projektion richtet sich auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt. X

            Wir alle kennen das Fieber, welches kommt, sobald wir etwas ausbrüten. Das Fieber ist auch als Gesundheitspolizei bekannt und hilft uns beim Aus(schwitz)en jeglicher Viren. Genauso kann man die Projektion verstehen. Nur dass es in dem Falle nicht den Körper betrifft, sondern die Psyche. Wir sitzen einen Konflikt aus, indem wir unser Gefühl zum Gefühl der anderen machen. Die anderen sind „schuld“ dass wir uns so fühlen. Besonders Menschen mit Persönlichkeitsstörung sind von diesem Phänomen der Projektion betroffen. (Liebe Leidensgenossen, nicht nur wir Narzissten sind so)
            Die klassische Projektion liegt dann vor, wenn bestimmte psychische Eigenschaften, wie Aggression, Sexualität, Gier, Neid, Lebendigkeit oder Unordnung in einer Person entwertet sind und daher von ihr nicht toleriert werden können. (Ich bin alles, was die anderen nicht sind)
            Da diese Anteile als schlecht oder böse bewertet sind, findet man sie nicht bei sich und schiebt sie anderen in die Schuhe und dort werden sie dafür überdeutlich als störend wahrgenommen und bekämpft. (Alles was an uns schlecht ist, schreiben wir anderen zu. Wir wollen es nicht wahrhaben, dass es von Innen kommt, daher bekämpfen wir gerne das Außen. „Die anderen sind der Spiegel, der das falsche Selbst spiegelt“). Wenn wir projizieren, übertragen wir also unsere eigenen Themen, Ängste oder Sorgen auf andere Menschen. Und das Gemeine ist, dass wir es im Normalfall nicht merken. Man nennt das übrigens auch: von sich auf andere schließen. Zur Projektion eigener Anteile gehört zusätzlich, dass man emotional gereizt auf dieses Thema reagiert und ihm scheinbar überall begegnet.
            Fast jeder persönlichkeitsgestörte Mensch lebt in einer Welt, in der es oft nur schwarz
            oder weiß gibt und in der Grauzonen (andere mögliche Sichtweisen) eine Rarität sind.
            Jeder, der unsere Meinung nicht teilt, wird im Sinne der narzisstischen Abwehr
            abgelehnt. (Als Kind wurde der Betroffene zumeist für sein „Andersein“ abgewertet, was er nun als Schutz umgekehrt hat). Jeder, der mit uns auf einer Wellenlänge ist, dagegen wird idealisiert. (Wir glauben, jeder der uns bestätigt, mag uns, versteht uns und lässt uns sein). Wir vergessen allerdings immer wieder, dass Niemand perfekt ist, man selber also nicht perfekt sein muss und weder schwarz noch weiß nötig sind, um sich eine Meinung zu bilden. Tränen sind keine Schwäche und Wut ist auch keine Stärke. Das wirkliche Gefühl, welches durch die Abwehr oft verdeckt wird, wird immer mehr zum Manko, was den Selbstwert mindert. Anstatt zum wahren Gefühl zu stehen, projizieren wir unser erlerntes Schema auf andere, was uns in der Folge daran hindert stabile Beziehungen einzugehen und aufrecht zu erhalten. Anstatt uns anzunähern, entfernen wir uns. Unser eigentliches Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung kompromittieren wir damit selber. „Der andere will uns an sich nichts Böses, der andere hat nur eine eigene Meinung“.

        • Johanna sagt:

          @AnnnaFox

          Du bist echt der Brüller.
          Will da auch gar nicht gross drauf eingehen, aber Vieles, was Du Narzissten unterstellst, machst Du aktiv in den Diskussionen hier:
          Unterstellungen, Dinge hinbiegen, aggressiv reagieren, beleidigen, nicht auf direkte Frageb eingehen…

          Alles Dinge, die bein narz Ex ganz genau so gemacht und sich immer schön in die Opferrolle geschoben hat.

          Und bitte verzichte darauf, auf meinen Kommentar zu antworten, denn ich kann mir schon ausmahlen, wie der wieder aussehen wird

          • AnnaFox sagt:

            Typisch. Stimmt. Weil die Menschen, die die perfekten Komplementärnarzissten sind, immer sofort davon ausgehen, dass ihnen irgend etwas unterstellt werden soll.

            Und dann natürlich vergleichen wollen, Menschen, die jemand gar nicht persönlich kennt.

            Ich habe niemanden beleidigt. Aber offensichtlich bist Du durch gewisse Begegnungen mit anderen psychisch so beschädigt worden, dass Du gar nicht mehr anders kannst, als Dich in die Rolle eines Opfers zurückzuziehen, anderen die Schuld geben zu wollen.
            Keine Ahnung ob das tatsächlich so ist. Ich kenne Dich nicht.
            Und was Dein narzisstischer Ex-Mann mit Dir gemacht hat, damit habe ich auch nichts zu tun.
            Aber vielleicht ist er gar nicht der Narzisst gewesen und Du bist der Narzisst? Könnte das möglich sein?
            Ich weiss es nicht. Ich habe lediglich oft festgestellt, dass es Menschen gibt, die das, was sie auf andere versuchen zu projizieren, selbst alles sind. Viele Menschen gehen von sich selbst aus und machen den fatalen Fehler von sich auf andere zu schliessen.

            Und schlussendlich, kleine Hilfe: „ausmahlen“ schreibt man ohne „h“ ;-)))

          • Johanna sagt:

            Und nochmal Danke für eine weitere Bestätigubg meiner These.

          • Johanna sagt:

            PS:
            Zitat Anna:
            „Ich habe niemanden beleidigt!“

            Ein Satz weiter:
            „Aber offbnsichtlich bist Du ….so beschädigt worden, dass Du nicht anders kannst…“

            Stimmt, Beleidigung und Unterstellung; die typisch trotzige Reaktion „Du bist doch der Narzisst“, wenn man einem Narz den Spiegel vorhält.

            Und je mehr Du hier postest, umso mehr bestätigst Du mir und Anderen das.
            Schönes Leben noch denn mit ist meine Zeit für sowas zu Schade

          • Johanna sagt:

            Pps:
            Und das gefundene Klugscheisser „h“ darfst Du natürlich behalten und daran erfreuen

          • AnnaFox sagt:

            Und gebrüllt wird hier glücklicherweise auch nicht.
            Aber offensichtlich entspricht das Deiner eigenen Haltung, ansonsten würdest Du so etwas nicht schreiben.

            Ich finde die Konversation hier, von einigen auf diese Weise inzwischen geführt und sich an mir, den vermeintlich festgestellten Narzissten, mittlerweile fast belustigend.
            Zumindest macht es deutlich, warum der eine oder andere offensichtlich gewisse Probleme haben könnte.

            Egal, wer hier was gegen mich schreibt oder mich als dieses oder jenes meint bezeichnen zu müssen: es trifft mich nicht.
            Es ist einfach nur lächerlich.

          • AnnaFox sagt:

            Oh, Danke für das „h“!

            Den Buchstaben „h“ kann man immergut gebrauchen, zum Beispiel für „höflich“.

          • AnnaFox sagt:

            Johanna, das Wort „offensichtlich“ deutet eine Möglichkeitsform an. Offensichtlich, bedeutet „könnte sein, könnte auch nicht sein.“

            Offensichtlich versuchst Du in meine Worte etwas anderes hinein zu interpretieren, als ich tatsächlich geschrieben und gemeint hatte.

            Und zum anderen gilt es als unseriös und kann fatal sein, einen Menschen mit einem anderen vergleichen zu wollen.
            Und einen Menschen vergleichen zu wollen, den man gar nicht kennt – nun, das geht gar nicht.

            Aber offensichtlich – da haben wir es wieder, dieses Wort der Möglichkeitsform – offensichtlich kannst Du nicht anders.

            Aber es ist ok für mich. Ich kenne Dich nicht, ich kann und will mir keine Beurteilung erlauben. Das steht mir einfach nicht zu. Ich kann nur für mich sprechen. Und ich vergleiche auch nicht einen Menschen mit einem anderen. Weil das gar nicht geht.

          • Roland Weigel sagt:

            Hobbypsychologen dürfen alles und Forenpsychiater sowieso. Hobbypsychologen und Forenpsychiater verstehen sich besonders gut darin im Stellen von Diagnosen aus der Ferne. Sie fühlen sich sogar dazu befähigt, einen Narzissten abzuwerten, als Psychopath abzustempeln und echte Psychotherapeuten als Scharlatane abzukanzeln, weil die ja nicht merken, wie ihr Patient (der Narzisst) sie um den Finger wickelt. Hobbypsychologen wissen in der Regel immer alles besser. Sie dulden keine zweite Meinung, neben der ihrigen. Sie merken nicht Mal, dass sie selber somit narzisstische Merkmale aufzeigen, mehr noch streiten sie es ab, weil sie ja nicht den Stempel haben, sie waren nur viel zu lange mit einem Narzissten zusammen und konnten erst nach ganz langer Zeit feststellen, dass ihr Ex- krank war. Und das obwohl sie sich mittlerweile so gut auskennen und deswegen dazu befähigt sind aus der Ferne eine Diagnose zu stellen. (Also wenn ich das meiner Psychotherapeutin erzähle, die wird sich schlapp lachen!)
            Ich bin bekennender Narzisst und ja, ich zeige dies auch offen. Wenn mich etwas kränkt, sage ich, dass mich das kränkt. (Meine Psychotherapeutin hat gesagt, dass ich ehrlich zu meinen Gefühlen stehen darf und diese nicht überdecken soll) Hobbypsychologen kanzeln mich ab. Sie sagen etwas, was mich kränkt, rechtfertigen sich aber damit, dass ich als Narzisst, das ja nur so empfinden kann, obwohl das aus ihrer Sicht nicht als Kränkung gedacht war und fühlen sich wieder darin bestätigt, alles richtig gemacht zu haben.
            Natürlich trage ich die Verantwortung dafür, dass es meinem kleinen Kind gut geht. Und ich muss auch aufpassen, dass niemand unter mir leidet. Dennoch darf auch ich Kritik üben, egal ob ich nun ein diagnostizierter Narzisst bin oder nicht. Laut Hobbypsychologen und Forenpsychiatern, habe ich dieses Recht aber nicht. Ein Narzisst verdient kein Verständnis.

            Hobbypsychologen ruhen sich auf den Behauptungen aus, die von dämonisierenden, nicht differenzierenden Webseitenbetreibern gestellt wurden, die nicht mal echte Psychotherapeuten sind oder Medizin studiert haben. Oft sind es Journalisten, die sich ewig lange damit auseinander gesetzt haben und überwiegend Kontakt hatten, zu Frauen, die einen narzisstischen Partner hatten. Es ist selbstverständlich, dass sich dann ein sehr einseitiges Bild manifestiert. Aber auch dafür haben die Hobbypsychologen und Forenpsychiater eine passende Erklärung parat. Einen Narzissten muss man nicht verstehen. Der denkt sich das eh nur aus.
            Narzissten manipulieren, Narzissten lügen, Narzissten haben wenig Empathie, und vor allem zeichnet sich ein Narzisst damit aus, sich selber einseitig zu informieren um dann seinem Kontrahenten glaubhaft zu versichern, dass er der Kranke ist. Ach ne, das machen Psychopathen, mein Fehler.
            Ich will gar nicht abstreiten, dass manche dieser Symptome auf einen Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung zutreffen. Aber dann sollte wirklich genau geschaut werden, ob dieser Mensch tatsächlich nur eine NPS hat, die im DSM-5 unter Cluster B beschrieben ist und laut ICD eine F.60.80 oder F.61. darstellt oder ob bei ihm maligner Narzissmus festgestellt wurde. Aber über dieses Spezialwissen müssen Hobbypsychologen nicht Bescheid wissen. Oder vielleicht doch?
            Hobbypsychologen plädieren genauso wie Forenpsychiater darauf, dass man Narzissten wegsperrt. Sie sagen auch, dass eine narzisstische Persönlichkeitsstörung nicht heilbar, geschweige denn therapierbar ist. Manche von Ihnen meinen sogar, dass man es im Blick von Menschen erkennen kann, ob es sich um Narzissten handelt. Sie wissen ganz genau, dass ein Narzisst keine Hilfe annimmt, die Schuld immer bei anderen sucht, andere entwertet, wenn sie seine Meinung nicht teilen und kein Mitgefühl für die Menschen hat, die unter ihm leiden. Da ja laut den Hobbytherapeuten, ein Narzisst kein Mitgefühl verdient, frag ich mich, wie dann ein Narzisst Mitgefühl für sich und andere gewinnen soll, wenn das schon allein von den Ausgangsbedingungen nicht realistisch ist? Aber das schert die Hobbypsychologen nicht. Sie dürfen abwerten. Und das nur, weil sie von sich sagen, dass sie keinerlei narzisstische Anteile in sich haben.

            Sind Hobbypsychologen überhaupt Menschen?
            Und Warum befähige ich mich dazu, diesen Artikel zu schreiben?
            Ich möchte im Grunde nur die selbsternannten Hobbypsychologen und Ferndiagnosesteller zum Reflektieren ihrer eigenen Anteile ermuntern, bevor sie wieder jemanden als Narzissten abstempeln, der in Wahrheit keiner ist.
            Wer seinen Schmerz als Wut kanalisiert in verachtender Manier auf Andere projiziert, muss wirklich ein schreckliches Leben gelebt haben. Der subtile Ablenkungszwang regiert unbeherrscht in den Köpfen der Gesellschaft, die sich auf den bösen Narzissten stürzen, der als Kind nicht geliebt wurde wie er ist und nun als Erwachsener alles dafür tut um gesehen zu werden, wenn auch auf die als Kind erlernte Art und Weise.
            Glauben sie wirklich, wir sind stolz auf unsere Rolle?
            Unter der Maske juckt es.

            PS: Wer sich angesprochen fühlt und mich jetzt beleidigt, den Text ins Lächerliche zieht, zeigt wirklich, wie krank und gefährlich er/ sie sein muss.

      • Roland Weigel sagt:

        Wir alle kommen mit unterschiedlichen Temperamentseigenschaften auf die Welt. Dies zeigt sich bereits bei der Geburt und auf der Neugeborenen Station.

        Wer am lautesten schreit, bekommt genau dieselbe Zuwendung/ Nahrung wie das Kind, was kaum oder gar nicht schreit. Wie das dann später zu Hause ist, steht auf einem anderen Blatt Papier. Auch wenn die Bedürfnisse dieselben sind, ist das Umfeld die Crux. Aber dafür kannst du nichts und ich auch nicht. Wir sind Babys. Wir können noch nicht reden. Wir sind leider dependent, also abhängig. Und diese Abhängigkeit verhält sich bei jedem anders. Die Eltern sind zwar die Vorbilder für ihre Kinder, aber am Ende haften die Kinder, für ihre Eltern.

        Als Kind werden wir nach bestem Wissen und Gewissen von unseren Bezugspersonen erzogen. Und auch unsere Bezugspersonen sich nicht perfekt. Sie machen Fehler. Diese Fehler können fatale Auswirkungen haben. Sie prägen uns, sie geben uns ein gewisses Grundgefühl, wie wir das Erlernte dann aber in die Tat umsetzen, liegt in unserer eigenen Verantwortung. Und wie wir das Erlernte an unsere Kinder weiter geben, ebenso. Wenn ich als Erwachsener einen Fehler mache, trage ich dafür die Verantwortung und nicht meine Eltern. Denn trotz der Fehler, schenkte das Leben mir ein Hirn und ein Herz. Natürlich sind die Umstände oft nicht dieselben. Auch das Umfeld bzw. unsere direkte Umgebung, in der wir aufwachsen, trägt seinen Teil dazu bei. Aber sie bestimmt nicht dauerhaft über unser Handeln.

        Unser Handeln wird ausgelöst durch einen Impuls. Diesen Impuls nennt man auch Trigger. Diese Impulse kommen vom Hirn. Forciert wurde dieser Handlungsimpuls durch eine Bewertung einer Situation, die ein (un)bestimmtes Gefühl nach sich zieht. Wenn dieses Gefühl bekannt ist und wiederkehrend auftritt, spricht man von einem Automatismus. Oft basieren diese Bewertungen, das Gefühl und der auftretende Automatismus auf deinen individuellen (prägenden oder auch traumatisierenden) Erfahrungen und damit einhergehenden Glaubenssätzen. (Bewertung wird in dem Falle durch die Elternmodi vorgenommen) Um es Dir und mir zu verdeutlichen. Du bist nicht dein Gefühl. Das was passiert ist, dass deine un(ter)bewussten erworbenen Automatismen greifen, die dich nach deinen (falschen) Glaubenssätzen oftmals unüberlegt handeln lassen. Diese Handlung wirkt sich (un)mittelbar auch auf die Reaktionen deines Umfeldes aus. Wie du siehst, geht es den anderen nicht besser als Dir. Auch die anderen haben ihre Erfahrungen machen müssen, die sie durch ihre erlernten Bewertungsmuster in Form von Gefühlen in die Handlungsebene führt, die sie somit ausdrücken. Du magst dich dabei hilflos, machtlos, kraftlos, erfolglos, motivationslos, überfordert oder nicht ernst genommen fühlen. Aber auch dieses Gefühl entsteht aufgrund deiner Bewertung.

        • Lina2 sagt:

          Danke für deinen Text.
          Dass Menschen, die du oben beschreibst andere abwerten und meinen, alles richtig gemacht zu haben, die meinen Narzissten wären unbelehrbar, das trifft sehr oft auf sie selber zu.
          Die so genannte weibliche Form des Narzissmus. Die Opferforen sind voll davon.
          Es macht mich manchmal hilflos und wütend, wenn ich die Überheblichkeit der Gutmenschen lese, die doch alles gegeben haben und so ausgenutzt wurden. Die Abwehr der eigenen Anteile. Der Finger zeigt in die ganz falsche Richtung.

          Leider ist es so, dass man selber auf der Suche nach des Rätsels Lösung, warum das Leben so komisch und schwer verläuft, zuerst Menschen mit gleichem Verhaltensmuster in Foren oder Büchern findet, die das noch verstärken. Und dann meint man viele Jahre, bescheid zu wissen. Ging mir auch lange so. Es war eine üble Sackgasse, diese Hausfrauenpsychologie, ist wie die Pest. So geht man den falschen Weg –
          mit den Fingern gern auf andere zeigend – immer weiter. Und wundert sich, dass trotz aller „Kenntnisse“ nichts besser wird. Dass man es selber ist, der das bewirkt (eine Eigenschaft, die ja angeblich nur die anderen haben), das ist eine schwere Erkenntnis, vor der schützt man sich mit trickreichen unbewussten Abwehrmechanismen. Aber wenn man das frei räumen kann, ist es bahnbrechend.

          nach 15 Jahren Richtung Burnout konnte ich vor einiger Zeit beginnen, meine in diesem Zeitraum angelesene Hobbypsychologie Stück für Stück in harter Arbeit kritisch zu prüfen (bin noch nicht fertig damit, begann zu spät damit).

          Ich finde im gleichen Maß Stück für Stück das störrische kleine Mädchen zurück und weiß, dass ich ohne die Dressur der Kindheit andere Männer gehabt hätte und auch andere Berufe erlernt hätte.
          Aber so lange man lebt, kann man was ändern, und es ist unendlich gut aus der Pippi-Langstrumpf-Welt langsam in die Realität zu kommen.
          Fühlt sich frei und stärker an.
          Und ich gönne mir endlich, was zu mir gehört.
          Aber es war kein Laienpsychologe, der das unterstützte, sondern einer, der sehr erfahren ist mit Narzissmus. Der mir sagte, dass ich endlich das Eigene verlorene suchen muss. Dass Vieles was ich an vermeintlich h Gutem tat hinterfragt werden muss, es war oft gut und schlecht zugleich oder sogar nur schlecht.
          Der alle Formen der Überlebensstrategien kennt und weiß, dass Viele nur damit die Kindheit überleben konnten. Aber als Erwachsener sind sie schädlich. Und dass es viel Zeit und Achtsamkeit und Nachdenken braucht.

          Das Gehirn ist änderbar, so lange man lebt, alles ist im Moment noch nicht heilbar, aber einiges schon, auch bei Narzissten oder Borderlinern.
          Das Leben wird auf andere Art anstrengend, wenn man nicht immer nur lieb und hübsch sein will, Freundschaften sortieren sich neu, manche Beziehung gen passen nicht mehr, wenn man anfängt, die eigenen (früher bestraften) Gefühle wieder zu spüren und sie sinnvoll ins Leben einbaut. Die haben alle Sinn und verdienen Beachtung, sie schützen vor Gefahr, sonst bleibt es so traurig wie es war.

    • AnnaFox sagt:

      Flora, es geht nicht um Schuld und es geht mir auch nicht darum um irgend jemanden die Schuld zu geben. Schuld ist meines Erachtens der falsche Ansatz.
      Warum soll ich hier mein Leben ausbreiten? Das tun ganz viele andere hier schon, da brauchts mein Leben nicht auch noch. Ausserdem bin ich es gewohnt mit meinen persönlichen Problemen selbst fertig zu werden und sollte ich bemerken, dass das nicht funktioniert, suche ich mir professionelle Hilfe.
      Warum ist es hier wichtig, anderen mitzuteilen, dass man in einer – wie Du es nennst „narzisstisch missbräuchlichen Beziehung“ gelebt hat?
      Man kann die Erfahrung mit narzisstisch verletzenden Verhalten gemacht haben, auch ohne irgend jemanden die Schuld zu geben.
      Schuldgeben – wie gesagt – ist aus meiner Sicht der falsche Ansatz um eine Lösung zu finden.
      Wer einem anderen die Schuld an seinem persönlichen Dilemma geben will, der schiebt die Eigenverantwortung von sich.
      Und für unsere persönlichen Gefühle, da ist jeder selbst für verantwortlich. Niemand anders ist „schuld“ wie ich mich fühle. Wenn dem so wäre, würde ich dem anderen ungeheure Macht über mich einräumen und würde in seine Hände legen, das es ihm obliegt, wie ich mich fühle, gut oder schlecht, wert oder unwert. Hallo?! Warum sollte jemand das tun? Um den anderen dann die „Schuld“ geben zu können und zu sagen „Du bist schuld, dass es mir jetzt schlecht geht!“ – „Hättest Du das und das nicht gemacht, hättest Du Dich so oder so verhalten, dann würde es mir jetzt gut gehen.“ Ich weiss, dass das viele Menschen und insbesondere Frauen gerne machen. Aber es ist Manipulation. Genau so, wie der Narzisst manipuliert, ist das nur auf andere Art und Weise ebenfalls manupulativ.

      Ich stelle auch micht zwanghaft irgendwelche Behauptungen auf, sondern diese Dinge die ich geschrieben habe, die kann jeder in wirklich guten Fachbüchern nachlesen. Guter Tipp: Reinhard Haller „Die Narzissmusfalle“ oder ebenfalls von Haller „Die Macht der Kränkung.“ oder ebenfalls ein richtig gutes Buch, wo mir der Autor momentan enfallen ist, das den Titel trägt „Die Masken der Niedertracht.“
      Genau so bei Kernberg zu finden.
      Alles lesenswert!
      Und so viel zum Thema „dem würde jede Fachliteratur widersprechen“. Tut sie nicht. Und mit dem Begriff „jede“ würde ich sowieso vorsichtig sein, denn „jede“ würde implizieren, dass Du „jede Fachliteratur“ über dieses Thema gelesen hast, was aber schier unmöglich ist.

      • Susanne sagt:

        Hallo Anna,

        du kannst mich nicht davon überzeugen, dass ein Problem, bei dem es um soviel Gefühle geht wie bei narzisstischem Missbrauch, nur auf der Sachebene zu klären und zu verarbeiten sei. Desweiteren hat hier noch niemand außer Dir den Begriff “Jammern“ eingebracht. Wie kommst du darauf? Steht für dich Gefühle zuzulassen auf gleicher Stufe mit Jammern? Also für mich nicht! Auch da gäbe es ein Gleichnis dazu: Jesus fordert den Gelähmten auf, aufzustehen und nicht jahrelang weiter zu jammern. Verkürzte Fassung. 🙂
        Jetzt denkst du sicher, ich würde mich nur auf Bibelstellen stützen….stimmt zwar nicht, aber ich lass dich in dem Glauben. 🙂

        Ausserdem kannst du davon ausgehen, dass ich mich selbst hinterfrage und immer offen bin für Veränderungen. Wie sieht es da bei dir aus? Läßt du dich emotional und geistig oder nur kopfgesteuert auf deine Mitmenschen ein?

        Ich versuche nur, dich zu verstehen.

        Aber vielleicht ist das ja meine Schwachstelle, an der ich arbeiten sollte. :;

        • AnnaFox sagt:

          Susanne, ich will Dich nicht und auch niemanden anderen auch nicht, von irgend etwas überzeugen.
          Im grundgenommen ist es mir gleichgültig, wer was meint für richtig oder falsch zu empfinden.
          Das muss jeder für sich selbst entscheiden und hat mit mir nichts zu tun.

          Fair zu kommunizieren, das ist hier offensichtlich nicht jedermanns Stärke. Aber auch das ist für mich ok.
          Und meine auch gut verstehen zu können, warum manche Menschen immer gleich sehr persönlich werden müssen, warum manche Menschen offensichtlich immer alles sofort auf sich beziehen und als persönlichen Angriff werten müssen.

          Verstehen sieht anders aus. Echtes Verstehen sieht anders aus. Denn dann kann jemand den anderen auch wertfrei stehenlassen und versucht das, was der andere versucht aufzuzeigen als Angebot eines gedanklichen Austausch zu sehen.

          Viele haben hier geschrieben, dass die Art, wie „ihr Narzisst“ sie behandelt hätte, nicht in Ordnung gewesen sei.
          Nun frage ich mich, wieso einige dann umgekehrt anderen, fremden Menschen in ähnlicher Art und Weise aggressiv begegnen?
          Hängt das eventuell mit dem Sprichwort zusammen: „Zeige mir, mit wem Du Umgang hast, und ich sage Dir, wer Du bist?“

          • Roland Weigel sagt:

            Wir alle fordern / wünschen uns Empathie und Verständnis für unsere Gedanken und Gefühle. Gilt dieser Wunsch, dann nicht automatisch auch für andere. Wir dämonisieren Menschen (z.B. Narzissten), die uns nicht gut tun und aus unserer Sicht böse sind. Damit dämonisieren wir aber auch uns, und hemmen die Möglichkeit, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Wir schließen es geradezu aus, dass wir nicht in der Lage sind, unser eigenes, kleines verletztes Kind zu schützen oder ihm das zu geben, was es brauch. In erster Linie fängt man damit an, wie in vielen Zitaten und Sprüchen beschrieben, sich selbst zu verändern, wenn man etwas verändern möchte. Und es hilft wirklich, im ersten Moment der Verletzung, einen Schritt zurück zu gehen, durchzuatmen, und dann das ganze aus der Beobachterperspektive zu betrachten. In der Therapie habe ich gelernt meine emotionalen Kompetenzen zu schulen. Ich muss zugeben, dass mir progressive Muskelentspannung nur bedingt geholfen hat. Ich bin eher der intellektuelle Typ, deswegen konnte ich mit Achtsamkeit und Gefühlsanalyse aus der Beobachterperspektive deutlich mehr anfangen, was nicht heißt, dass progressive Muskelentspannung bei anderen Menschen nicht hilfreich sein kann. Jeder hat die Möglichkeit auszuprobieren und dadurch zu entdecken oder zu erkennen, was ihm oder ihr am besten hilft, denn das muss unser Ziel sein. Unser Ziel muss sein, dass es uns gut geht und aus meiner Sicht gelingt dies nicht, wenn wir im Außen kämpfen und die Schuld bei anderen suchen, sondern indem wir die Verantwortung übernehmen, uns der Freund zu sein, den wir gerade am meisten brauchen.

      • Flora sagt:

        Welch ein Zufall,

        hab ich alle gelesen, und ganz besonders Marie-France Hirigoyen ( Die Masken der Niedertracht) betont immer wieder, daß man Opfer einer geschickten, wie sie sagt perversen Maniupulation wird, sie spricht von Enthirnung soweit ich mich erinnere?

        Alle sind sich einig, dass die Tatsache, dass Narzissten die Kunst verstehen unter der Maske der vorgtäuschten Gesundheit daherzukommen.

        Otto Kernberg erzählt, wie ein hoch angesehener Psychiater jahrelang unentdeckt in der Institutsbibliothek Bücher stahl, und sich empörte über den Dieb, alle getäuscht, über Jahre.

        Oder Robert Hare, der einem Narzisten so viel Vertrauen schenkte, dass er schlußendlich mit manipulierten Bremsen an seinem Auto unterwegs war.

        Außer Marie-France Hirigoyen gehen alle anderen nur sehr rudimentär auf die Opfer von Narzissten ein, schon gar nicht sagen sie explizit das, was du von dir gibst. Warum ich wissen möchte ob du ebenfalls Erfahrung hast, weil jemand der das nicht erlebt hat nicht nachempfinden kann. Echt steck dir deine Eigenanteile an den Hut, Ich habe geliebt, vertraut und verloren, so what?

        • AnnaFox sagt:

          So. Ich habe das auch alles erlebt. Zu gut Deutsch: ich bin durch die Hölle gegangen. Das was ich erlebt habe wünsche ich niemanden.
          Aber ich habe es überwunden und ich habe mich nie als Opfer gesehen und auch nie dem kranken narzisstischen Typen Schuld gegeben, denn ich war es letztlich die sich darauf einstellen eingelassen hatte, aus freien Stücken, es hatte mich nie jemand dazu gezwungen, also unterlag es meiner Verantwortlichkeit und der Narzisst war letztlich ein toller Lehrer für mich, weil ich durch ihn gelernt habe besser auf mich zu achten, dass man sich kleinmachenlassen muss, dass man sich zur Wehr setzen kann und dass es meine Entscheidung ist, ob ich etwas weiter mitmache, mit mir machen lasse oder nicht. Durch den Narzisdten habe ich meine wahre Kraft und meine Wünsche de entdeckt u d ich finde es hier eigentlich ziemlich blöd, dass es Menschen hier gibt, die meinen nur sie hätten unter narzisstischen Verletzungen zu leiden gehabt und jemand, der eben eine andere Herangehensweise hat, der wird gleich vorschnell abgestempelt dass er keine eigenen Erfahrungen und eigentlich gar nicht mitreden könne. Wieso eigentlich ?

          Ich habe niemanden irgend etwas abgesprochen oder gar jemanden verurteilt oder bewertet. Wieso aber fühlen sich hier einige von mir offensichtlich angegriffen? Weil meine Ansichten nicht zu den Ansichten des einen oder anderen passen? Aber dann ist das doch das gleiche Verhalten, wie das was viele bei ihrem Narzissten bemängeln! Der Narzisst kann auch nur seine Meinung und seine Ansichten gelten lassen und so wie jemand daher kommt und eine andere Meinung hat, dann macht er den runter, dann hat der entweder keine Ahnung, keine Erfahrung, kann eigentlich gar nicht mitreden usw.
          Genau das Gleiche machst Du doch dann auch!

          Und wer gibt Dir denn das Recht einen Dir völlig unbekannten Menschen beurteilen zu können, vonwegen wenn er keine eigenen Erfahrungen hat, dann kann er eh nicht mitreden?

          Ich habe den Eindruck hier sind einige Leute, die vom Umgang mit ‚ihrem‘ Narzissten ganz viel gelernt, befinden sich ständig in einem Verteidigungsmodus, fühlen sich sofort angegriffen.

          Wieso kann man nicht ganz einfach wertfrei was stehen lassen und einfach im stillen für sich mal drüber nachdenken, dass die andere Herangehensweise des anderen eventuell auch eine Möglichkeit sein könnte, wie man eine Sache sehen kann und wie man einen Konflikt bewältigen könnte?

          Hier wird aber sofort geurteilt, beurteilt, verurteilt und einfach unsachlich reagiert. Wieso eigentlich? Wieso glauben hier ganz viele nur sie hätten den großen Durchblick? Und nur die hätten Schlimmes erlebt? Nur weil jemand eben nicht emotional reagiert und nicht jammert und nicht bedauert werden möchte, müssen so jemanden dann gleich die Gefühle abgesprochen werden?

          • PaMa sagt:

            @AnnaFox:

            Ich lese nun deine Post schon ein paar Tage…auch die Antworten der jeweiligen Forumsteilnehmer auf deine Posts.

            Niemand greift dich an oder macht dich runter. Du bist diejenige die sich angegriffen fühlt. Du rechtfertigst dich permanent, wiedeholst dich und schaust auf andere Forumsteilnehmer hinab. Für mich sieht das aus wie ein permanenter Kampf um Anerkennung.
            Alles was du anderen „unterstellst“ vom „Jammern“ bis „sich in der Opferrolle sehen und sich dort wohl fühlen“ spricht nur von dir.

            Genau dasselbe hat mein Ex-Narc gemacht. Stundenlang doziert über mich, meinen Narzissmus und meine Fehler. Heute weiss ich, er hat nur von sich selber gesprochen.

            Es bringt dich nicht weiter wenn du deine „Verarbeitungsform“ als die einzig richtige und wahre Strategie anschaust. Es bringt dir auch nichts wenn du alle Bücher liest und sie dir wie ein Mantra einimpfst und sie runterzitierst ohne darüber nachzudenken wie die Mechanismen bei dir funktionieren und wie du mit dem umgehst.

            Ich wünsche dir, dass auch du deinen Kampfmodus irgendwann ablegen kannst und entspannt und ruhig zu dir und deinem Leben stehen kannst.

          • PaMa sagt:

            @AnnaFox:

            P.S:
            Habe eben gelesen, dass du noch nie in so einer Beziehung und Situation warst.
            Das erklärt dein schwurbeliges dozieren und deine militante Haltung gegenüber den wirklich Betroffenen.

            Die meisten Forumsteilnehmer hier wissen haargenau von was sie sprechen und schreiben, es sind immer ähnliche Beziehungsmuster.

            Sie erkennen auch die narzisstischen Züge hinter einem dozierten Geschwurbel; Typisches Merkmal von Menschen mit narzisstischen Zügen.
            Sie erkennen auch, jemand der permanent von sich selber spricht und sich um Kopf und Kragen rechtfertigt nur um keine Verantwortung für sein Tun und Handeln zu übernehmen: Typisches Merkmal von narzisstischen Zügen.
            Sie erkennen auch wenn sich andere Menschen über sie erheben um sich als Superheroes zu fühlen: Auch das ein typisches Merkmal von narzisstischen Zügen.

            Das Oben sind nur drei Beispiele…

            Wir Betroffenen oder ehemaligen Betroffenen sind nicht dumm, im Gegenteill, wir haben gelernt zwischen den Zeilen zu hören und zu lesen.

          • Sandra sagt:

            „Habe eben gelesen, dass du noch nie in so einer Beziehung und Situation warst. Das erklärt dein schwurbeliges dozieren und deine militante Haltung gegenüber den wirklich Betroffenen.“

            Richtig.
            Aus Sachen, die man selbst nicht erlebt hat, soltte man sich lieber raushalten und erst Recht keine guten Ratschläge geben.
            Ich geb meinen Senf auch nicht zu Themen, von denen ich keinen Schimmer hab und evtl. mal bissl Fachliteratur gelesen habe

          • Susanne sagt:

            Diesen Kommentar, liebe Anna, kannst du dir wortgetreu selbst predigen.

            🙂

          • Martin sagt:

            Lustig, dass Anna Folgendes schreibt:

            „Aber ich stimme Dir zu, dass mit Narzissten es nur schwierig oder gar nicht möglich ist, eine vernünftige Diskussion zu führen. Sowie dem Narzisst etwas nicht passt, nicht mit seinen vorgefertigten Meinungen, nicht mit seinen Ansichten übereinstimmt oder aber das, was man ihm versucht nahezubringen, eventuell auch mal in Erwägung zu ziehen,geht er sofort zum Angriff über und versucht den anderen abzukanzeln, indem er dann meist sagt: „Mit so jemanden, wie mit Dir kann man keine vernünftigen Diskussionen führen.““

            dann hier Ratschläge gibt, aber selbst ganz genau so handelt und diskutiert, wie sie im obrigen Text beschreibt und den Narzissten zuspricht.
            Eigentlich zum Lachen…

          • Flora sagt:

            Du gehst nicht mit einer Silbe auf meinen Kommentar zu deiner Behauptung ein, führende Autoren würden deine Sichtweise stützen.

            Viel lieber wiederholst du “ mehr vom selben“ ( Watzlavick)

            Ich habe den Eindruck, deinem Narzissten ist es prima gelungen seine Projektion (du bist mangelhaft) in dir auszubreiten. Genau wie seine fehlende Empathie und seine Kaltherzigkeit.
            Das ist manchmal eine Spätfolge narzisstischen Mißbrauchs.

            Das negative Selbstbild und die Enttäuschung über das eigene Verhalten(sich nicht geschützt zu haben)führt zu Selbstbeschuldigung.

            Wer sich alles selbst zugefügt hat, muß nicht zugeben, dass er täuschbar und manipulierbar ist, Opfer halt.

            Es kann ja in deinem Falle auch alles zutreffen was du sagst, ich frage mich bloß, warum dir das nicht langt? Warum möchtest du, daß wir das, was du fühlst, fühlen?

            Dankbarkeit gegenüber dem Mißbraucher? Kann es sein, das auch das Stockholm Syndrom bei dir zuhaus ist? Wenn dir dieses Erlebnis den Zugang zu dir selbst geschaffen hat, wie kommst du darauf, dass es allen so geht?

            Na sicher hat alles was ich tue oder lasse mit mir zu tun? Was für eine Feststellung deinerseits :-).

            Trotzdem sollte man doch die Kirche im Dorf lassen, und seine Charakterstärken, Loyalität, Hilfsbereitschaft, Wunsch nach echter Bindung und Frieden nicht durch die Erfahrung mit einem Narzissten zu pathologisieren. Du bist noch sehr stark verletzt, verständlich, und deine Beiträge lösen bei mir die Empfindung aus, als wenn ein kleines Mädchen im dunklen Keller laut singt um die Angst zu verscheuchen. Leider nutzt es nicht, auch da solltest du einmal hingucken?

      • Sandra sagt:

        „Ausserdem bin ich es gewohnt mit meinen persönlichen Problemen selbst fertig zu werden“

        Aber dann Anderen sagen wollen, was für sie am Besten ist!?
        Is klar…

        • PaMa sagt:

          @Sandra:

          Auch ein typisches Merkmal von Narzissmus 😉👍🏻

        • Roland Weigel sagt:

          Wie krass es doch beweist was der Mensch doch für ein böses und hinterhältiges Tier sein kann!
          Das “ arme Opfer “ was sich zum Ende auf die selbe Stufe stellt wie der “ böse Täter“….
          Empathie gleich 0, Toleranz gleich 0, Akzeptanz gleich 0, Reflektion gleich 0
          Rache ist Blutwurst oder besser die Ausrede des „einstigen Opfers“ welches seine Maske fallen lies und aufgrund eigener nicht Fähigkeit sich selbst zu reflektieren lächelnd das Stumpfe Messer von hinten durch das Herz sticht.
          Dabei sich noch selbst seiner Taten lobt und meint diese rechtfertigen zu können.
          Applaus Applaus der Vorhang geht auf , dass Publikum klatscht und ruft laut
          “ Endlich ist die Maske gefallen. Der Narzisst ist Tod es lebe die Narzisstin“

      • Silv sagt:

        @AnnaFox Du führst, ggfs wie ein sehr narz.veranlagter Mensch, Endlosepiloge und diskutierst, um des Diskutierens willen.
        Und erkennst dies nicht selbst.
        Hier sind sicher Etliche mit narz. Problemen ( sonst wäre man nicht länger in einer narz Beziehung gefangen)- aber Du ragst gerade entschieden heraus. Meine Meinung.

    • Silv sagt:

      @Flora: mich interessiert welche Fachliteratur Du meinst?
      Die Youtube- Videos ferner Heilsbringer die Du gemeinsam mit Cèline in diesem Forum empfohlen hast, da ja Psychologen und Fachleute hier keine Ahnung hätten?

  13. Claudia M. sagt:

    Das Buch interessiert mich eigentlich sehr!
    Aber schon hier in der kurzen Vorstellung sind mir viel zu viele Bibelstellen drin…

    Ich bin kein Atheist, aber das ist mir aktuell einfach „zuviel“. – Sorry!

    Oder soll ich vielleicht den Rückschluss ziehen: Genau weil ich derzeit nicht bibelfest und in der Kirche aktiv bin, ist mir das Schlimme mit einem Narzissten passiert???
    (…)

    • Lina2 sagt:

      Nein, im Gegenteil. Der Glaube an einen Herren, der dir sagt, wie man so am besten lebt ist eine gute Vorbereitung auf einen Narzissen.
      Dazu Training in Langmut, Vergeben und Beistehen, Glauben von Unmöglichkeit sind das I-Tüpfelchen.

      Da Narzissen gern Macht ausüben, finden Sie beruflich oder als Laienprediger gern dort Unterschlupf und sind Opfer und Täter zugleich.
      Vermeintliche Gotteswort ist ein tolles Instrument zum Beherrschen von größeren Menschenmassen. nebenbei wird narzisstischen Nachwuchs produziert, denn es wird etwas Liebe genannt, was keine ist. Somit kann man kein gutes Gefühl dafür entwickeln, was wirklich liebevolles Verhalten ist. Damit kann man später von Narzissten dann auch liebloses Verhalten mit Liebe und Begehren verwechseln.

      Ich will das nicht auf Gottesnachfolge beschränken, aber unter anderem dort ist das weit verbreitet, egal unter welchem der Millionen von Göttern.

    • Silv sagt:

      . Bibelsprüche können einem gläubigen Menschen vllt.helfen, wirklich ‚ heilen‘ werden sie nicht.

      • Mike sagt:

        Bibelsprüche können beruhigen, aber aktiv muss man selbst was machen. Und richtig, heilen können diese Sprüche erst Recht nicht.

      • Brigitte sagt:

        Nein, die Bibelsprüche helfen in dem Sinn nicht, denn es ist Gott der hilft. Aber sie helfen einem gläubigen Christen zu wissen, was Gott sagt und was er tun will. Die Hilfe kommt von Gott!

        • Lina2 sagt:

          Warum sollte er helfen, er hat die Menschen und die Welt genau so gemacht wie sie sind.
          Und er sah dass es gut war.
          Hat er Abel vor Kain geschutzt?
          Im Gegenteil, er hat Kain über Abel vorher erhoben, Eifersucht geschürt, weil er Fleisch wertvoller alsPflanzen bewertete. Und dann das Kind als gegeben, damit Kain nicht hat bestraft wird.
          Das zieht sich neben den ganzen Genoziden bis heute durch alle heiligen Schriften der Welt.
          wisst ihr, was ihr da glaubt?
          Vielen Dank auch für den obersten Narzissten.

          Er ist weder allwissend noch allmächtig. Wenn er es wäre, wäre er ein Monster.

        • Mike sagt:

          Brigitte,
          „Gott“ hilft niemandem!
          Finde es immer wieder lustig, wie manche Leute davon fast besessen sind, dass ihr Gott ihnen aktiv was sagt oder hilft.

          Naja, wenn’s Dich und andere Glücklich macht, glaubt weiterhin an Euer Märchen.
          Ich lebe lieber in der Realität und packe die Dinge selbst an, anstatt mich zurückzulehnen und an die Hilfe eines imaginären Helfers zu klammern, dem die Menschen egal sind (Stellen genug sind in der Bibel zu finden, aber das übersehen die bibeltreuen Menschen immer wieder gern)

  14. Arianna sagt:

    Sorry, waren wir nicht eigentlich hier, um uns als Opfer oder ehemalige Opfer narzisstischem Missbrauchs auszutauschen? Wie ist daraus eine hitzige Diskussion über Religion geworden? Ich glaube, wir lesen und schreiben nicht hier, um uns gegenseitig zu missionieren.
    Ich bin auch gläubig. Deswegen will ich niemandem meinen Glauben aufdrücken oder halte mich aufgrund meines Glaubens für etwas Besseres. Wer nicht glaubt, lässt es. Das ist seine Sache. Er oder sie möge aber bitte anderen ihren Glauben lassen (vor allem, wenn diese Trost und Halt darin finden) und sie nicht als Idioten, Co-Narzissten oder oder abstempeln. Am Ende liegt es am Menschen selbst: Glauben kann man nur mit dem, was man im Herzen hat. Wer darin hauptsächlich Wut und Hass hat, wird jede Religion falsch verstehen und missbrauchen. Andere sind durch Glauben bessere und stärkere Menschen geworden.
    Zu der Frage, warum Gott so viel Leid zulässt, kann ich hier nur kurz aus eigener Erfahrung berichten: ich habe mich früher oft gefragt und mit Gott gehadert, warum ich das oder jenes Schlimme erdulden musste. Heute bin ich heilfroh, denn ohne dieses Leid hätte ich nicht gelernt, was ich gelernt habe, und wäre heute nicht hier. Wahrscheinlich wäre ich z.B. meiner N-Mutter hilflos ausgeliefert, mit Tabletten ruhig gestellt und für verrückt erklärt. Ich wusste damals nicht, was sie für ein Mensch ist und was für einen schlimmen Einfluss sie auf mich und mein Leben hatte. Ohne das von mir erlittene Leid hätte ich das nie begriffen.
    Darum und auf die Gefahr hin, mir jede Menge Feinde zu machen: ich danke Gott für das Leid, das ich erleben musste. Ich weiß heute, Jahrzehnte später, dass es bitter nötig war. Ich hätte wahrscheinlich keinem Therapeuten, Verwandten, Sachbuch etc. geglaubt, wenn sie mir gesagt hätten, wie diese Frau wirklich ist: ich musste es selbst erleben.

    Der Gläubige weiß nicht alles besser; er soll Gott suchen, nicht sich einreden, ihn gefunden zu haben. Wer stolz darauf ist, nicht zu glauben, meint aber oft, die Wahrheit gefunden zu haben. Kein Mensch glaubt an nichts: wer stolz verkündet, an keinen Gott zu glauben, weil er oder sie dafür zu intelligent, aufgeklärt etc. sei, hält eben sich selbst für den Mittelpunkt der Welt. Sorry, da hat so manch einer nicht verstanden oder nie verstehen wollen, wobei es um gesunden Glauben geht. Ich hatte lange Zeit selbst starke religiöse Zweifel und habe in dieser Zeit andere Menschen zum Mittelpunkt meiner Welt gemacht: ein gefundenes Opfer für narzisstisch Gestörte. Mir geht es erst wieder besser, seit ich weder zum Glauben an Gott zurückgefunden habe und nicht mehr, weder mir selbst noch jemand anderem, eine Rolle zuspiele, die keinem Menschen zusteht.

    Habe in letzter Zeit zu viel auf dieser Homepage gelesen und geschrieben (bin im Juni auf einer Beerdigung meiner N-Mutter nach 10 Jahren wieder begegnet und das hat leider vieles aufgewühlt). Ich hoffte, hier wieder Verständnis durch andere Betroffene zu finden, und nun begegne ich Hasstiraden… Schade, dass solche nützlichen und gut gemachten Websites für diese Zwecke missbraucht werden.
    Ich werde mich erst mal zurückziehen, dieses Gedankengift wird mir zu viel. Vielen Dank an die Gründer und Leiter dieser Website und denen, die hier posten aus aufrichtigem Wunsch, Hilfe zu finden zu und zu geben. (Ob sie nun gläubig sind oder nicht. 🙂 )

    • Susanne sagt:

      Dem kann ich nur zustimmen, Arianna. Jeder soll glauben was er möchte. Aber den anderen auch in Ruhe seinen Glauben leben lassen! Denn wenn wir uns gegenseitig angreifen lacht sich Jemand ins Fäustchen. 🙂

    • AnnaFox sagt:

      Hallo Ariana, ich habe Deinen Text aufmerksam gelesen und stimme Dir in dem einen oder anderen auch zu. Was ich allerdings nicht ganz verstanden habe, das ist, dass Du von Hasstiraden sprichst resp. schreibst, die hier in diesem Blog von sich gegeben würden.
      Ich habe die Diskussion hier ganz gut mit verfolgt und die meisten Texte gelesen, aber ich kann keine Hasstiraden entdecken.

      Ausserdem empfinde ich es als sehr fragwürdig, was Du geschrieben hattest… „Glauben kann man nur mit dem, was man im Herzen hat. Wer darin hauptsächlich Wut und Hass hat, wird jede Religion falsch verstehen und missbrauchen. Andere sind durch Glauben bessere und stärkere Menschen geworden.“

      Um humorvoll zu antworten, würde ich als erstes sagen: im Herzens hat man zu allererst zwei Herzkammern und ich bezweifle, dass man damit irgend etwas glauben kann.
      Glauben findet nicht im Herzen statt, sondern Glauben findet im Denken eines Menschen statt.
      Glauben ist – wie jeder weiss, nicht Wissen. Glauben ist eine Vermutung, die bis dato nicht bewiesen ist und wofür es keine empirischen Beweise gibt.
      Zu schreiben, wer hauptsächlich Wut und Hass im Herzen trägt (auch diese Eigenschaften finden im Denken statt), wird jede Religion falsch verstehen und missbrauchen. Diese Deine Aussage finde ich anmassend. Ich finde sie deswegen anmassend, weil nur weil jemand etwas nicht versteht, bedeutet das noch lange nicht, dass er Wut und Hass in sich trägt, wie ebenso wenig, dass jemand etwas missbraucht, wenn er etwas nicht richtig versteht.
      Man könnte das Ganze – wie fast alles im Leben, auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
      Kann man eine Religion überhaupt verstehen? Kann man einen Glauben überhaupt verstehen?
      Verstehen bedeutet logisch nachvollziehen zu können. Religionen aber, gleich welche, sind logisch nicht nachvollziehbar.

      Ich denke, wenn sich jemand einer Religion zugehörig fühlt, darin aufgehoben und bestärkt fühlt, dann ist das seine persönliche Sache. Ich vertrete die Ansicht, dass jeder glauben kann, was er will, an welchen Gott auch immer und alles ist richtig.
      Für mich hört es nur dort auf, wenn Menschen glauben für sich in Anspruch nehmen zu können, dass sie den „richtigen Gott“ haben und alle anderen, die eben an einen anderen Gott oder was auch immer glauben, so behandeln, als ob die noch ein wenig unterentwickelt sind, denn wenn sie schon „weiter“ wären, würden sie ja auch an ihren Gott glauben.
      So eine Haltung ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich. Leider habe ich im Laufe meines Lebens immer wieder feststellen müssen, dass viele Menschen, die sich Christen nennen, so eine innere Haltung haben, glauben, dass es nur einen „richtigen“ Gott gibt, und das ist „der Herr“ der der Religion des christlichen Glaubens entspricht. So eine Haltung empfinde ich beispielsweise als eine Haltung, der es an rechter Menschenliebe mangelt, obwohl die Christen sich ja den Gedanken der altruistischen Nächsten-Liebe gern auf die Fahnen schreiben.
      Aber dennoch fehlt es denjenigen an Liebe, die meinen ihr Gott ist der Richtige. Es ist anmassend, lieblos und respektlos so zu denken.

      Denn die Mutter in Indien, die Hindhu ist und ihr Kind zu einem rechtschaffenen Menschen leiten möchte, die aber eben an paar tausend Götter glaubt, für jede Sache einer zuständig ist, wie es Religionen gibt mit Göttern, die viele Jahrhunderte, Jahrtausende älter sind, als der christliche Gott – sind diese Menschen dann alle verblendet? Fehlgeleitet? Manche Christen beantworten diese Frage mit „Ja.“ und das ist falsch, denn sie glauben nur, dass es so ist, aber sie wissen es nicht. Und ich habe beispielsweise mal gelernt, wenn man etwas nicht weiss, tatsächlich weiss und dieses Wissen nicht durch Fakten belegen und beweisen kann, dann solle man den Mund halten und das, was man glaubt, für sich behalten. Denn ansonsten kann durch so etwas viel Leid angerichtet werden.
      Der Glaube eines jeden anderen Menschen ist zu respektieren. Und damit ist´s auch schon gut. Nicht aber missionieren wollen, denn damit hat das Christentum zwar auch Gutes getan, aber umgekehrt auch sehr viel Leid angerichtet, im Namen von ihrem Gott. Und wenn die Menschen heute sagen, das ist die Kirche, die das gemacht hat, auch das ist falsch, denn den Kirche ist nicht eine abstrakte Institution, sondern die Kirche besteht aus Menschen. Und Menschen sind es, die anderen Leid und Unheil antun, im Namen irgend eines Gottes.

      Ein Thema, um das es hier eigentlich nicht geht, das aber provoziert wurde zu einer spannenden Diskussion, wo es eigentlich um das vorgestellte Buch gegangen ist.

      • AnnaFox sagt:

        Ah vergessen… und die einen sagen, sie würden mit dem Herzen glauben und die anderen sagen mit der Seele.
        Was denn nun? 😉
        Beides verkehrt. Geglaubt wird mit dem Denken. Und Beweggründe, dass jemand so oder so denkt, gibt es so viele, wie es Sandkörner am Strand der Meere gibt.

        • Susanne sagt:

          Hallo Anna. Auch ich habe deine Kommentare aufmerksam gelesen. Mir fiel dabei auf, dass du auf das Thema Glauben sehr allergisch reagierst. Das wird seinen Grund haben, den nur du für dich herausfinden kannst. Du schreibst sehr viele und lange Kommentare, die sich oft wiederholen. Auf mich macht das den Eindruck, als würdest du rein intellektuell an dieses sehr hochsensible Thema herangehen. Für mich gehört jedoch nicht nur der Verstand sondern auch das Gefühl zum Verarbeiten negativer Erlebnisse dazu. Irgendwie vermittelst du, dass du durch das Hervorheben des bibl. Anteils in diesem Buch vom eigentlichen Thema abweichst. Vielleicht kannst du mich mit etwas mehr persönlichem Erfahrungsbericht eines Besseren überzeugen. Aber so, wie du hier schreibst, macht das einen irritierenden Eindruck. In der Schule hieß das: Thema verfehlt. Kannst es gerne humorvoll sehen.

          • Silv sagt:

            Missionieren und Nicht-Akzeptanz des ‚ Nicht- Glaubens‘ kann allerdings allergisch reagieren lassen.
            Der liebe Gott wird den Narzissten nicht ändern. Uns nur wemn wir uns darauf einlassen können. Die Verantwortung für das eigene Handeln oder Nicht-handeln kann aber auch nicht an Gott wegdelegiert werden.
            Und geholfen hats offb in der Beziehung auch nichts

          • AnnaFox sagt:

            Hallo Susanne. Du hast geschrieben, ich würde allergisch regieren bezüglich des Thema Glaubens. In gewisser Weise stimmt das auch und den Grund, warum ich darauf so allergisch reagiere liegt zum einen darin, dass ich im Laufe meines Lebens vielen Menschen begegnet bin, die ihr ganzes Heil in die Hände Gottes legen, damit jegliche Eigenverantwortung abzugeben versuchen im Sinne von „Gott wirds schon richten.“
            Das empfinde ich verantwortungslos sich selbst gegenüber, dem eigenen Handeln gegenüber. Es ist sozusagen der bequemere Weg.
            Und zum anderen bin ich ebenso vielen Menschen begegnet, die sich anmassen, dass sie den richtigen Gott haben würden und die anderen, die entweder an keinen Gott glauben oder einen anderen Gott haben, bestenfalls milde herablassend belächeln im Sinne „Ach du wirst schon auch noch dahinterkommen, wer der rechte Gott ist.“ oder aber die süffisant von Nächstenliebe sprechen, dieses sich aber nur an Menschen richtet, die an den gleichen Gott glauben oder aber es wird missioniert, wird geholfen, mit dem Hintergrund, das „verirrte Schaf“ zu der Herde zurück zu führen. Auch so etwas hat für mich einen Ansatz von narzisstischer Denkweise, abgesehen davon, dass es anmassend und überheblich ist. Was mich an so einer Haltung stört, das ist die Unaufrichtigkeit gegenüber Andersdenkenden, gegenüber Andersgläubigen, anderen Religionen, die in gleicher Weise ihre Daseinsberechtigung haben und letztlich ist es diese verlogene Haltung bestimmter Christen, die meinen sie müssen im Namen Gottes handeln.
            Ich bin der Meinung, wenn denn der christliche Gott der Allmächtige ist, dann braucht der doch niemanden, der ihn auf Erde vertritt.
            Also so viel dazu. Und hier auf dieser Seite, wo es eigentlich um ein ganz anderes, ziemlich schwerwiegendes, heftiges Thema geht, da verstehe ich nicht, wieso auch hier sozusagen Betroffene sich immer noch auf Gott berufen wollen, dass er ihnen zu Hilfe eilen solle und sie aus ihrem Schlamassel ihres Gefühlsdurcheinanders herausziehen solle, weil sie selbst für sich offensichtlich immer noch keine Verantwortung übernehmen wollen und sehen, wie sie selbst da wieder raus kommen.

            Was heisst, ich würde rein intellektuell an dieses Thema herangehen? Nun, vielleicht sieht das so aus, aber ich bin der Ansicht, wenn man ein echtes Problem hat, da nutzt es nichts ewig zu jammern und bedauert werden zu wollen und zu warten auf Hilfe von einem höheren Wesen oder irgend jemanden, sondern man sollte dieses Thema sehr wohl intellektuell versuchen anzugehen (denn gefühlsmässig weh getan hat´s ja wohl schon mehr als genug) und versuchen über die Vernunft die Probleme sachlich angehen.
            Alles Jammern, was ja emotional ist, bringt doch letztlich gar nichts, ausser dass sich jemand hinterher noch schlechter, noch mieses, noch mehr erinnert fühlt, an all das Schmerzvolle, was eben gewesen ist.
            Das Einzige, was meines Erachtens wirklich helfen kann, das ist nach vorne schauen und sich sagen: Ok, da war ich hinein geraten, aber da will ich raus, da will ich nie mehr hinkommen, so etwas darf mir nie mehr passieren und damit es mir nicht mehr passiert, muss ich lernen so etwas vorher besser zu durchschauen, und muss mich natürlich auch fragen, WARUM ist mir das passiert? Was ist in mir oder mit mir, wass hat das Ganze mit mir zu tun? Und es hat mit jedem selbst etwas zu tun, dem so etwas passiert.
            Die meisten möchten das von sich schieben, sehen sich immer noch in der Arme-Opfer-Rolle und der Narzisst, der Böse, der Schuldige. Damit schieben diese Menschen jegliche Eigenverantwortung von sich, verharren lieber in der Rolle des Opfers, um bedauert zu werden. Im Prinzip ist das nächste Falle, in der jemand gefangen ist, nachdem derjenige in der Falle des Narzissten gesessen ist.
            Aber um frei zu werden von alledem muss man lernen umzudenken. Denken und sich fragen „Warum ist mir das passiert? Was hat das mit mir selbst zu tun?“
            Jammern und ewig bedauert werden, damit muss irgendwann Schluss sein. Jede Leidens- und Trauerphase muss irgendwann ein Ende haben und kann nicht ewig weiter dauern.
            Verstanden zu haben, wie ein Narzisst denkt, hinter dessen Strukturen zu steigen und zu wissen, was sich hinter seiner Taktik verbirgt. Und wenn das verstanden ist, wirklich verstanden ist, dann passiert es auch nicht mehr, dass sich jemand in ein Abhängigkeitsverhältnis begibt.

            Ich denke nicht, dass ich das Thema verfehlt habe, wenn man die Seite hier als eine Seite betrachten möchte, wo es darum geht, Narzissmus und narzisstische Persönlichkeitsstörung zu verstehen – und sich selbst dazu in Bezug zu setzen und versuchen sich selbst zu verstehen.
            Wenn man diese Seite hier jedoch als eine Jammerseite und nach Bedauertwerden versteht oder als seelischen Mülleimer, dann stimme ich Dir zu, dass ich dann das Thema verfehlt habe.

            Ich denke, dass alle Konflikte in unserem Leben immer nur auf der Ebene der Vernunft gelöst werden können. Emotional zu werden bringt gar nichts, ganz im Gegenteil, es kann zu Eskalation und Verschlimmerung führen. Wie willst Du auf der emotionalen Seite konstruktive Lösungen finden?

            Jemand, der einen anderen Menschen nach einem Unfall schon mal aus einem Auto gezogen hat und ein bewusstloses Baby in Armen hielt, der kann auch nicht gefühlsmässig/ emotional reagieren, sondern muss seinen Verstand und seine Vernunft einsetzen.
            Ich denke, dass es nicht möglich ist negative Erlebnisse über das Gefühl zu verarbeiten, sondern negative Erlebnisse können meines Erachtens nur auf der Sachebene verarbeitet werden, indem man sich selbst in Bezug setzt, sich fragt, was der eigene Anteil gewesen ist an diesem negativen Erlebnis, indem man die Dinge ehrlich und ernsthaft hinterfragt und versucht an die Wurzel zu gehen, und die Wurzel kann immer nur bei jemanden selbst liegen.
            Nicht der Narzisst ist „schuld“, sondern derjenige der wider besseren Wissens, wider schlechter Erfahrung dennoch nicht geht, sich dennoch immer wieder einlullen lässt, warum auch immer. Wir alle leben in Freiheit und jeder hat die Freiheit zu gehen oder einen Weg zu finden, um zu gehen. Alles andere sind Ausreden. Und eines darfst Du mir glauben: ich weiss erfahrungsgemäss sehr genau, wovon ich da schreibe.

            Und nur, weil jemand versucht Probleme auf der Sachebene zu lösen und aus Beweggründen der Vernunft reagiert, deswegen sollte man diesem Menschen noch lange nicht die Gefühle absprechen.

            Wohin Emotionalität führen kann, in welch gefährliche Gefilde, das macht uns ein emotional unberechenbarer Donald Trump gerade sehr deutlich.

            Hoffe, ich konnte angemessen antworten und wünsche Dir eine gute Zeit und solltest Du eine Betroffene sein, wünsche ich Dir ganz viel Kraft.

  15. Susanne sagt:

    Hallo zusammen.

    ich habe jetzt alle Kommentare (die leider chronologisch durcheinander sind) gelesen.
    Am Ende stellte sich mir jedoch die Frage, was haben wir alle gemeinsam und wie habt ihr euch aus den Fängen eines Narzissten befreit? Wie schützt ihr euch vor weiteren Beziehungen mit Narzissten? UND:
    Habt ihr das Buch „Verlorenes Ich“ gelesen?

    Einfach zu sagen, man hat kein stabiles Selbstwertgefühl und daran sollte man arbeiten, ist mir viel zu wenig. Ich denke ein Jeder besitzt eine gesunde Selbstreflexion und stellt sich irgendwann diese Frage von allein. Denn nicht immer und sofort kann man Abstand nehmen. Z.B. Narzisstische Vorgesetzte, narzisstische Eltern oder Geschwister. Von einem Partner kann man sich mehr oder weniger dauerhaft distanzieren.

    Also was mich hier stört, sind die ausschweifenden und sehr langen Kommentare und Argumente von einigen Lesern gegen jede Art von Glauben. Nur so am Rande: Der Mensch ist ein gläubiges Wesen, das unterscheidet ihn von allen anderen Lebewesen.

    Wir sollten also unsere Zeit und Energie dafür verwenden, positive Beiträge und hilfreiche Beispiele zu schreiben und uns nicht gegenseitig angreifen.
    Wieso wird die Bibel heute wie vor 2000 Jahren noch immer abgelehnt? Vor allem von der Kirche?? Vielleicht weil sie wahr ist?!
    Denn Kirche und Glaube sind zwei ganz verschiedene Stiefel!!
    Dies hat uns Martin Luther vor 500 Jahren bewiesen und Jesus hat genau diese Institution mit ihrer Macht- und Kontrollausübung angeprangert (röm. Besatzer) Die Menschen damals wie heute waren von dieser Macht unterdrückt, sahen in ihm den Retter, haben ihm geglaubt und würden es heute wieder tun. Schaut euch um. Viel hat sich an den Zuständen von damals nicht geändert. Sie tragen nur andere Namen. Jesus war sicher nicht der Einzige, dem es um Frieden und Vergebung ging, wieviele noch dafür sterben mussten und noch immer dafür weltweit sterben, weiß niemand. Jedenfalls zuviele. Eins ist mir noch sehr wichtig: Jesus und Allah in einem Atemzug oder wie hier in einem Satz zu nennen geht überhaupt nicht. Vielleicht erst mal informieren bevor man alles in einen Topf wirft!!

    So, nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Dieses Forum soll ja Tipps geben und zur Unterstützung beitragen:

    Was wäre denn eurer Vorschlag, wenn ihr gegen Frieden und Vergebung seid? FÜR was seid ihr dann? Was wäre denn eure Lösung oder Erlösung für das erlittene Leid beim Thema Narzissmus? Denn anscheinend habt ihr einen anderen Weg gefunden, der mich sehr interessieren würde.

    LG

    • Mike sagt:

      „Habt ihr das Buch „Verlorenes Ich“ gelesen?“
      Nein und wozu sollte ich? Ist dieses Buch das einzig Wahre was helfen kann? Mit Sicherheit nicht!

      “ Der Mensch ist ein gläubiges Wesen, das unterscheidet ihn von allen anderen Lebewesen.“
      FALSCH, der Mensch ist ein DENKENDES Wesen!
      Nur so am Rande, Kritik am Glauben ist nötig und absolut legitim!
      Hier greift Niemand jemand Anderen an sondern liefert Argumente.

      „Einfach zu sagen, man hat kein stabiles Selbstwertgefühl und daran sollte man arbeiten, ist mir viel zu wenig.“
      Wer hat das getan?
      Man soll nicht rumheulen und auf eine göttliche Hilfe warten, sondern das eigene Schicksal selbst in die Hand nehmen, denn weder ein erfundener Gott noch das Beten an selbigen wird irgendwas ändern, ausser man wird selbst aktiv und ändert was!

      „Denn Kirche und Glaube sind zwei ganz verschiedene Stiefel!!“
      Hier stimme ich Dir zu, brauche aber Beides absolut nicht!

      “ Eins ist mir noch sehr wichtig: Jesus und Allah in einem Atemzug oder wie hier in einem Satz zu nennen geht überhaupt nicht. Vielleicht erst mal informieren bevor man alles in einen Topf wirft!!“
      Lustig, weil genau das ein „Argument“ ist, welches jede Religion mehr oder weniger sagt. Die eigene Religion ist immer die einzig Wahre und Alle Anderen…bloss nix drüber sagen. Ziemlich albern.

      „Was wäre denn eurer Vorschlag, wenn ihr gegen Frieden und Vergebung seid? FÜR was seid ihr dann? Was wäre denn eure Lösung oder Erlösung für das erlittene Leid beim Thema Narzissmus? Denn anscheinend habt ihr einen anderen Weg gefunden, der mich sehr interessieren würde.“
      Warum soll ich einem Menschen vergeben, der Alles dafür getan hat, dass es mir über Jahre schlecht ging? Der gelogen, betrogen, hintergangen und was weiß ich noch Alles hat? Am Ende noch Beste Freunde werden oder wie? Ja, die Bibel sagt man soll vergeben, super. Wer das kann, bitte, aber ich wette irgendwann ist man wieder genau in der Spirale, aus der man raus wollte..
      Ich sehe das nicht ein so einem Menschen irgendwas zu vergeben; Vergebung muss man sich verdienen.
      Was die Erlösung ist?
      Diese Person ein für allemal aus seinem Leben zu verbannen und nie wieder die Möglichkeit bieten, dass diese Person auch nur den Hauch einer Chance hat an einen zu kommen.

      • Susanne sagt:

        An Mike,

        erstens mal JA, das Buch „Verlorenes Ich“ sollten Sie gelesen haben, wenn Sie hier schreiben möchten. Denn es sind diesbezügliche Kommentare.

        „Diese Person ein für allemal aus seinem Leben zu verbannen und nie wieder die Möglichkeit bieten, dass diese Person auch nur den Hauch einer Chance hat an einen zu kommen.“

        Wie würden Sie das im Falle narzisstischer Eltern oder Geschwister handhaben??

        Ich bat um Lösungen, leider keine verwertbare dabei.
        Schade.

        • Mike sagt:

          Liebe Susanne,
          weder ich noch sonst jemand kann Dir, sofern du gemeint bist, da DEN perfekten Rat geben.
          Jede Situation ist anders und da muss man für sich alleine eben entscheiden, was für einen selbst das Beste ist.
          Und wenn das im schlimmsten Fall heißt, mit seiner Familie zu brechen, wenn die voller Narzissten ist, dass ist das zwar eine harte aber nachzuvollziehende Entscheidung.

          Du erwartest Lösungen? Dann mach Dir mal Gedanken, was für dich am Besten ist, den niemand ausser Dir selbst kann Dir da raushelfen!

          Und das Buch muss ich mit Sicherheit nicht lessen, um hier kommntieren zu dürfen, ganz falsche Annahme!

        • Mike sagt:

          PS:
          Du batest um Vorschläge, nicht Lösungen.
          Darin besteht ein kleiner aber feiner Unterschied und einen Vorschlag hab ich Dir geliefert.

      • Lina2 sagt:

        Ich habe nicht geschrieben, dass ich gegen Frieden bin. Im Gegenteil. Jedoch denke ich, dass man das tiefer erreichen kann, wenn man das erlittenen Leid ganz genau betrachtet und aus den gezogenen Lehren heraus das Leben ändert, so dass man nie wieder derartig ausgelaugt werden wird. Man führt dann ein ganz anderes Leben. Es ist dann egal ob man in herkömmlichen Sinn vergeben hat oder nicht. Wenn man lernt, das Leben mit eigenem Sinn zu füllen, wird der Nazisst uninteressant, man lernt das eigene sinnvolle Leben mit echten Gefühlen, völlig egal was er damit anfängt.

        Und warum will man ihn entschulden? Die Frage finde ich sehr wichtig, warum will man ihm Schuld von den Schultern nehmen, die er nicht mal anerkennt? Weil man das so macht oder warum?
        Viel wichtiger für das eigene sinnvolle Leben wäre, wie mit einer Lupe genau die eigenen unterdrückten oder abtrainierten Gefühle zu betrachten, die einen ja erst in diese Lage gebracht haben.

        Wenn man den Kampf kämpft, dem anderen die Last zu entschulden, dann muss man sehr sorgsam die eigene Seele betrachten, ob man da nicht wieder berechtigte Gefühle deckelt. Dann kommt man nämlich bald wieder in die gleiche Lage.

        Das Gutmenschentum interessiert den Ex nicht, er empfindet ja auch gar keine eigene Schuld. Es lässt ihn höchsten genervt zurück.

        Frieden findet man, indem man sein Loch im Herzen in Zukunft sinnvoll füllt. Mit Vergebung im herkömmlichen Sinn hat das gar nichts zu tun. Vergebung ist nicht die Voraussetzung für Frieden! Sondern das Aufdecken dessen, warum man das nicht gemerkt hat, was los ist. Das allein dauert lange, das Ändern dann nochmal, da hat man mit sich selbst genug zu tun. einfacher ist es, wenn man die Aufmerksamkeit vom Ex abzieht und sich vielleicht erstmalig nach der Kindheit wieder spüren lernt.

        • Lina2 sagt:

          Sich vor narzisstischen Angehörigen zu schützen gelingt am besten, wenn man die eigenen Gefühle zulässt, also besonders die „verbotenen“ wie Wut, Neid, Eifersucht und Ähnliches. Ich meine nicht das schlimme Ausleben, sondern das spüren, und Zugeben und genaues Betrachten, denn sie haben einen wichtigen und berechtigten Grund. Das ist schwer, und wir wurden anders erzogen. Ein bockiges Kind spürt genau, warum es zum Beispiel den Milchreis nicht essen möchte. Was passiert aber mit dem aufsässigen Kind, das bis dahin noch ein gesundes Körpergefühl hat und sagt, was es verträgt oder nicht:es wird „erzogen“. Irgendwann spürt man nicht mehr, wenn die Grenzen von Autoritätspersonen verletzt werden, berechtigte eigene Bedürfnisse werden gedeckelt, man merkt das nicht mal mehr. Und ist noch stolz, wenn man etwas, was man nicht verträgt dann doch ohne Mine zu verziehen aushält. Körperlich und seelisch. Anfang der Rettung wäre, wieder in sich reinzuhorchen, warum sich was schlecht anfühlt.
          Erst in der Folge kann man angemessene Reaktionen lernen. Man kann dann lernen, sich in jeglicher Beziehung zu konfrontieren und zu fragen, hey, warum machst du das, Mutter oder Kind oder Chef oder Partner? Und Gefahren zu meiden, oder nicht das Leben gemäß fremder Willen zu führen.

          ——

          Ich habe mich auf Grund streng religiöser Erziehung sehr genau und viele Jahre lang mit religiösem Glauben befasst und habe absichtlich alle erdachten Gottweseauf eine Stufe gestellt, und symbolisch nur 4 von den vielen Millionen genannt. Alle werden von den Anhängern ernsthaft lebensgestaltend wahrgenommen, alles sind von Menschen erdacht, sie man daran, dass sie menschliche Eigenschaften haben, nach Raum und Zeit unterschiedliche, so wie die Phantasien der Menschen gerade so sind. Jeder denkt sich seinen eigenen Gott oder Jesus ganz individuell, auch der Christ in der KirchenBank neben einen hat eine andere Phantasie wie der jeweilige Gott wohl ist.
          Und die Bibel kenne ich besser als so mancher noch gläubischer Christ und bin oft entsetzt, was da salbungsvoll und vermeintlich bedeutungsschwer aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wird.

          ja, dass der Mensch einem Anderen glauben kann ist überlebenswichtig.
          Religion ist aber eine negative und missbrauchte Auswirkung einer lebenswichtigen Eigenschaft.
          So wie die Motte ins Licht fliegt, weil sie das lebenswichtige Talent hat, sich am Mondlicht zu orientieren. Dass lebenswichtige Eigenschaften manchmal in unnatürlichen Verhältnissen schaden, das gibt es oft. Das lebenswichtige Glaubenkönnen und die Religionen sind nur ein Beispiel von vielen. Nichts ungewöhnliches, sondern sehr menschlich. Wir haben auch aberzogen bekommen, die geglaubten Dinge nach Sinn und Wahrscheinlichkeit zu untersuchen.

        • Susanne sagt:

          Hallo Lina 2,

          und wie füllst du dein Loch im Herzen sinnvoll?

          Und doch glaube ich, dass Vergebung der erste Schritt ist, um inneren Frieden zu finden. Es heißt ja nicht, dass ich vergessen muss, was mir angetan wurde. Es geht um die eigene Vergebung. Darum, dass ich mir in erster Linie vergebe, dass ich alles zugelassen habe. Und dann vielleicht kann ich dem Narzissten vergeben, aber ich brauche ihn nicht zu mögen oder weiterhin Kontakt halten.

          LG

          • Mareike sagt:

            Würde nicht sagen Vergebung, vielmehr Gleichgültigkeit.
            Ich muss zB mir selbst nicht dafür vergeben, was jemand Anderes mir angetan hat.
            Das „Vergeben“ ist doch genau das, was den ANrzissten immer wieder Futter gibt! Deswegen öfter mal LMAA sagen und den Narz Narz sein lassen; nur ohne mich!

          • Lina2 sagt:

            Wie ich nach sinnvolle Leben suche, nutzt dir nichts.
            Ich bin seit Jaren dabei, das was mir in der Kindheit von mir genommen wurde, wieder zu erinnern.
            zB Musik machen. Leichten Sport machen.
            Sagen, wenn was weh tut. Zum Arzt gehen, die Medizin hat sich weiter entwickelt bei früher nicht heilbar Dingen. Sinnvoll leben im Doppelsinn. Was berührt die Sinne angenehm? Fühlt sich nach mir an?
            Ich habe mein Arbeitsumfeld stark verändert, um nicht weiter Dinge zu machen, die dem Körper schaden (zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung, Zusammensein mit toxischen Menschen, zu enge Schuhe, Überstunden.. alle Facetten also, immer nachfühlen… wie ist das für mich, das musste ich neu lernen)

            Da musste ich für jedes Einzelne heulen und oft viel drüber nachdenken und jeden mm hinterfragen. Oft auch ohne zu wissen, was richtig oder falsch ist. Das ist ja vorbei, dass mir das einer sagt. Kein Guru, kein Narzisst, keine Eltern, kein Lehrer, Kein Therapeut (der zwingt mich, endlich selber zu suchen). Dir kann das auch keiner sagen, das musst du selber finden!
            Einiges, was ich bisher als
            Alternativlos hielt aufgeben.
            Ich esse andere Dinge gerne, genieße mehr, bin störrischer und weiß,
            dass ich mich schwer spüre. Wusste ich bis vor Kurzem nicht, hielt mich für gefühlvoll.
            Viele Gefühle merke ich nur über den Umweg von Köperreaktionen, das wurde sehr jung kaputt gemacht. zB wenn mein Herz rast oder ich schlaflos bin und weiß nicht warum, dann weiß ich, da ist was, vielleicht Wut oder Trauer, das habe ich neu gelernt zu sehen und das zu beachten. Und an der Stelle was zu ändern.
            Ich habe gelernt, den Anfängen zu wehren, wenn jemand was macht, was mir Bauchschmerzen macht. Nicht lächelnd dulden.

            Ein Riesenkomex.
            Bei dir werden es andere Dinge sein. Aber das zurückholen des Eigenen ist schwer, das muss man echt
            wollen. So lange ich dachte, der Andere ist gestört und mich damit
            befasste, konnte ich mich nicht mit mir befassen. Ich meine, viele haben schwere Beziehungen gen, weil das gut vom Eigenen ablenkt. Ein schwieriger Partner ist gut geeignet, das Loch im Herzen zu übertünchen, man hat dann keine Zeit für das viel schwierigere Problem, die eigene Verlassenheit und den dagegen entwickelten komischen Überlebenstricks zu sehen, das tut viel zu weh.
            dann lieber am Narzissen fest halten und klagen. Märtyrertum ist auch Krankheitsgewinn

      • AnnaFox sagt:

        Bravo! Klasse Schluss-Satz! Sehe ich ganz genau so,Mike!

    • Radulf sagt:

      Hallo Susanne!
      Die Lösung ist nach meinem Dafürhalten eine Konfrontation des Narzissten mit dem Leid, das er fabriziert hat. Auch sollte man ihm/ihr den Spiegel vorhalten, das es sich hier um eine psychische Störung handelt, die eigentlich behandlungsbedürftig ist. Mehr geht nicht

      • Mareike sagt:

        Radulf, aus Eigener Erfahrung kann ich sagen, das bringt nix!

        Konfrontation des Narz mit dem Leid des Anderen ist gleich mit einer Wand reden.
        Der Narz kann oder will das nicht verstehen, weist jede Schuld von sich und überträgt diese dann auf sein Partner.
        Erfolgschancen gleich Null.

        Und sag mal einem Narz, dass er an einer psychischen Störung leidet. Ich gehe mal schwer davon aus, sowas hast Du noch nicht selbst gemacht, denn die Reaktion des Narz ist zu 95% immer gleich. Und dann lauf!
        Davon kann ich nur jedem abraten, weils auch Null bringt.

        Der einzige Weg um langfristig Ruhe zu haben, ist den Narz vollkommen aus seinem Leben zu verbannen. Und wenn das familiar bedingt ist, sollte man zeitweise mal auf Abstand gehen aber, auch wenns schwer ist, früher oder später wird auch hier der Kontaktabbruch leider das einzige Weg sein um dem Terror zu entfliehen.

        • Susanne sagt:

          Hallo Mareike,

          das habe ich schon des öfteren getan, aber es funktioniert innerhalb einer Familie nicht wirklich. Es sind zuviele involviert. Auch die eigenen Kinder usw….

          Am schlimmsten ist es, dass diese gestörten Menschen gar nicht an einer Klärung oder einem friedvollem Miteinander interessiert sind. Sie brauchen den Streit und das Intrigieren wie die Luft zum Atmen. Wenn du das erst mal erkannt hast, fällt die Trennung einfacher, aber innerhalb der Familie kann es keine wirkliche Trennung geben…Mist. Familie bleibt Familie!!

          • Mareike sagt:

            Hi Susanne,

            ich hatte zum Gluck „nur“ mit einem ex Partner zu tun und will mir nicht ausmalen, ware das in meiner Familie passiert.

            aber ich kenne im Bekanntenkreis 2 Fälle, wo die narzisstische Familie der Grund war.
            Die Narzissten warden niemals eingestehen, dass sie Unrecht haben oder anderen wehtun. Darauf kann man ewig warten; wird nicht passieren.
            die Bekannten haben jeweils komplett mit der eigenen Familie gebrochen und, jetzt Jahre später kann ich als aussenstehende Person sagen, für sie war dass das Beste, den beide haben endlich neuen Lebensmut gefunden, während in ihren Familien weiterhin der Narzissmus wütet. Auch wenns schwer fällt, manchmal ist der radikale Weg der einzig Richtige

        • Lina2 sagt:

          Ich wünsche mir manchmal, alle, die die narzisstischen Auswüchse bemerken, würden sich nicht schweigend abwenden, sondern deutlich reagieren.
          So muss man sich noch anhören, dass man die Einzige ist, die meckert. Und der Narzisst
          denkt, er ist völlig ok, bloß die Partnerin heult rum und ist krank.

          Hier steht auch oft, dass es jedem passieren kann, auf einen charmanten Narzissten reinzufallen. Kann sein… kommt wohl auf die Art des Narzissten an und auf die Passung.
          Aber was ich oft gemerkt habe, dass Menschen von meinem Ex schnell Abstand hielten, sogar fragten, was willst du mit dem… ich glaube, dass das wirklich was damit zu tun hat, wie man eigene Grenzverletzungen zulässt oder wie weit man stolz auf seine Duldsamkeit und Gutmütigkeit ist. Oder wieviel man bereit ist, sich zurück zu nehmen usw. Ganz klar haben andere Menschen da mehr Gespür gehabt oder weniger Angst, allein zu bleiben en. Es war ihnen egal,
          ob der Narzisst sie mag oder nicht und sie haben zwar damit den Narzissmus verstärkt, aber ohne Folgen für sich, sie spürten etwas hinter dem Charme. Ich nicht. Und ich war noch stolz drauf.
          Das Wort Opfer ist zu einfach.
          Die Beziehung passt einfach wie Topf und Deckel und die wenn der Topf verbogen ist, ist es der Deckel auch.
          Wenn der Deckel aber die Beulen raushämmert, passt er nicht mehr auf den Topf. Eine Frage der Weiterentwicklung und Heilung.

          • AnnaFox sagt:

            Bravo Lina2! Genau so ist es! Schönes Beispiel, mit dem verbeulten Topf und verbeulten Deckel.
            Das, was Du beschrieben hast, dass manche Menschen sich von einem Narzissten sofort abwenden, ganz egal wie charmant der dem Moment ist, so etwas kenne ich auch, von einer Freundin, die sich in so einen Typ verguckt hatte und auch noch für ihn schwärmte, wie toll und klug und was weiss ich nicht alles, er sein würde. Ich habe mich damals nur gewundert und zu irh gesagt: „Was willst Du denn mit dem? Mit dem stimmt doch irgendwas nicht!“ Das war sofort mein Gespür und das merkt so ein Typ auch, wenn er von anderen durchschaut wird. Von diesen Menschen hält er dann auch nicht viel.

            Es geht genau darum, was Du geschrieben hast: um persönliche Grenzen und dass jemand da sofort Stop sagt, so wie ein anderer versucht diese persönlichen Grenzen zu überschreiten. Dazu hat niemand ein Recht!
            Und wenn so etwas passiert, selbst wenn es nur kleine „Ausrutscher“ sind, wie manche sagen und meinen „Ach, das ist doch nicht so schlimm, das hat er nicht so gemeint, wer weiss, hatte vielleicht nen schlechten Tag, der Arme.“ – da gehen bei mir sofort alle Alarmanlagen an und ich spreche diese Menschen auch an die sich grenzverletzend verhalten und frage sie, ob sie gerade selbst registriert hätten, was sie da gesagt haben, was das soll und was sie sich dabei denken!

            Für grenzverletzendes Verhalten gibt es keine Entschuldigung! Da gibt es nur eines: umdrehen und gehen. Denn so einen Menschen braucht man nicht in seinem Leben!

        • Silv sagt:

          Genau
          Leider…

      • Susanne sagt:

        Radulf,

        sogar wenn sich diese Menschen in Therapie begeben WÜRDEN, sie würden die gewonnen Erkenntnisse für sich nutzen um sie wieder gegen ihre Mitmenschen einzusetzen und zu manipulieren. Vielleicht noch grausamer als zuvor.
        Aber NIEMALS um an sich selbst zu arbeiten. Das ist leider traurige Gewisseheit und es ist schwer zu erkennen, wenn es innerhalb der Familie geschieht.

        Ist ein Narzisst nicht sogar noch Stolz darauf, narzisstisch zu sein??

        • Lina2 sagt:

          Ja, viele sind in der Seele verbogen, und dann haben stolz drauf, nicht nur Narzissten. Auch Coabhängige.

          Auch anders gestörte, denn sie haben Uberlebenssrategien hart erarbeitet, dabei so manches Talent entwickelt kelt und lassen sich das in Therapien nicht nehmen.

          Ich persönlich glaube, dass bei innerer Notwendigkeit Besserung möglich ist, so lange man lebt, im Gegensatz zu der alten Auffassungen ist
          das Gehirn und Einstellung lebenslang formbar, aber das Wollen kann nie von außen kommen. Hilfe gibt es, es sind Überlebensstrategien, die einen zum Narzissten oder Conarzissten machen.
          Aber wenige wollen das, es ist sehr hart, das was einen in der Kindheit überleben ließ, aufzugeben.

          Dass echte Profis bei echtem Willen der Gestörten nicht helfen können ist ein krankheitsbedingter
          Irrtum. Narzissten vertrauen schwer und fühlen sich klüger als
          dieProfis, aber wer da bei genügend Leid endlich über die eigenen Grenzen geht, kann zumindest kleine Teiländerungen erreichen.

          Aber der Partner kann das nicht und so lange er nicht auch sein Verhalten ändert muss auch der Narzisst sich nicht andern. Also als Partner sollte man nicht hoffen, sondern die Anderung ist nur bei großer Not ferne Zukunftsmusik.

          Aber pauschal zu sagen, da geht gar nichts oder Therapie macht es schlimmer, ist nur eine Hälfte der Möglichkeiten. Das ist bestimmt meist so, aber kein Naturgesetz.

      • AnnaFox sagt:

        Sorry, Radulf, wenn ich das so direkt formuliere, aber einem Narzissten einen Spiegel vorhalten und vielleicht sogar noch zu ihm sagen, das es sich hier um eine psychische Störung handelt, die eigentlich behandlungsbedürftig ist – das funktioniert gar nicht!
        Jedenfalls mit einem Narzissten nicht.
        Der lacht denjenigen entweder aus oder sagt, dass der andere ne Störung hat, aber er doch nicht! Dafür ist er doch ein Narzisst!

        Das ist ungefähr so, als ob jemand zu einer Kuh sagen würde, sie soll ab heute Eier legen, so wie die Hühner es machen.
        Eine Kuh ist eine Kuh, ein Huhn ein Huhn und ein Narzisst ein Narzisst.
        Basta!
        Das Einzige, was hilft, ist sich von einem Narzissten zu befreien, indem man geht und diesen Menschen nie mehr in sein Leben lässt.

        Wenns nicht so traurig wäre alles, könnte man über Narzissten lachen! Helllauf lachen, denn Narzissten sind schwache, lächerliche Menschen und ein in sich gefestigter Mensch, lässt einen Narzissten abblitzen, kann so jemand keinen Eindruck machen.
        Vielleicht einfach mal von dieser Seite betrachten und den Narzissten als Witzfigur sehen, denn jemand, der meint immer recht zu haben, alles zu können und alles besser zu können, jemand der sich grösser, stärker, mächtiger fühlt, weil er einen anderen Menschen glaubt entwerten und runtermachen zu können, so jemand ist ein armes kleines Würstchen und irgendwann in den Kinderschuhen steckengeblieben.

        Und mich interessiert auch nicht, dass es da von manchen heisst: „Ach der Arme, der hat eben eine schlimme Kindheit gehabt.“ Die Kindheit eines Narzissten ist mir piepegal. Fakt ist, dass es heute ein erwachsener Mensch ist und voll verantwortlich ist für was er sagt und tut. Irgendwann ist das Ablaufdatum der armen Kindheit überschritten und heisst es selbstverantwortlich handeln.

        Uns rettet kein höheres Wesen. Das hat der gute alte Brecht schon gesagt und das stimmt. Helfen und retten muss jeder sich selbst, so wie jeder die verdammte Pflicht hat selbstverantwortlich zu sein und dazu gehört auch, dass man gewisse Dinge einfach nicht mit sich machen lässt.

        So zumindest sehe ich das. Und somit hat ein Narzisst bei mir auch keine Chance. Würde mir aber wünschen, dass andere Frauen auch zu so einer Entwicklung und Bewusstsein kommen und sich von niemanden verletzen, runtermachen oder entwerten lässt.

        Und wenn jemand alleine mit dem allen nicht fertig wird, dann finde ich, ist es nicht der Gang zur guten Freundin und der die Ohren voll jammern, wie schlimm der Narzisst sich wieder benommen hat und was er alles gemacht hat, sondern der einzig richtige Weg ist sich professionelle Hilfe zu holen. Vielleicht ist der erste Therapeut nicht der richtige und vielleicht passt auch die zweite Therapeutin nicht, aber es gibt richtig gute Therapeuten und die können auch helfen, dass es besser wird und damit so etwas nie wieder passiert.
        Das Lernen fängt nicht an den Narzissten verstehen zu wollen. Das ist egal. Wichtig ist, dass jemand sich selbst versteht und selbst erkennt, was mit ihm selbst im Argen ist, so dass so etwas passieren konnte.
        Keiner sagt, dass das alles leicht ist. Ist es sicherlich nicht. Muss es aber auch nicht. Aber es ist möglich, dass es ein gutes, glückliches, zufriedenes Leben auch nach einem Narzissten gibt!
        Ansonsten gebt ihr dem Narzissten auch weiterhin Macht über euch!
        Ihr könnt euch ändern! Der Narzisst kann es nicht!

    • Arianna sagt:

      Hallo Susanne,
      ich habe das Buch nicht gelesen, habe aber keinen sehr guten Eindruck. Ich glaube, es malt zu sehr schwarz-weiß.
      Ich persönlich bin absolut für Frieden und Vergebung, aber Vergebung bedeutet ganz klar NICHT Aussöhnung.
      Meine eigene Mutter hat mir das Leben zur Hölle gemacht und mich fast in den Selbstmord getrieben. Ich habe ihr Traumata zu „verdanken“, die ich bis heute nicht ganz überwunden habe. Ich lebe 800 km von ihr weg und um nichts in der Welt würde ich zu ihr wieder Kontakt suchen.
      Ich kann ihr vergeben, indem ich versuche, ihr nicht mehr böse zu sein und mir zu sagen, dass sie es nicht besser weiß. Sie leidet unter sich selbst und redet sich ein, unter anderen zu leiden; ich kann ihr da nicht helfen.
      Indem ich mich bemühe, zu vergeben und innerlich loszulassen, finde ich Frieden mit mir selbst, und das ist das Wichtigste. Frieden mit ihr ist nicht möglich.

      • AnnaFox sagt:

        Hallo Susanne,
        das sehe ich anders. Ich habe Deine Ausführungen aufmerksam gelesen.
        Daraus geht allerdings nicht hervor wie alt Du bist.
        Ich denke, die Beziehung zu der Mutter insbesondere Mutter-Tochter-Beziehung, ist eine ganz besondere Beziehung und ganz egal ob gut oder weniger gut, so ist das Band zwischen Mutter und Tochter nie wirklich zerschnitten.
        Ich würde jeder Frau raten, sich der Aufgabe zu stellen und das Traumata zusammen mit der Mutter und einem guten Therapeuten aufzuarbeiten und dann das Verhältnis versuchen auf eine neue Ebene, die von Erwachsenen, zu stellen.
        Ohne Aussöhnung ist übrigens auch Vergebung nicht möglich.
        Wer hat die Diagnose gestellt, dass Deine Mutter eine Narzisstin ist? Ist das Deine Diagnose, oder die eines Fachmanns oder Fachfrau?

        • Susanne sagt:

          Hallo Anna. Ich habe nirgends von meiner Mutter gesprochen. Sorry, da hast du etwas missverstanden.

          • AnnaFox sagt:

            Sorry Susanne, da war ich im Text verrutscht. Das war Ariana die von ihrer Mutter geschrieben hatte.

        • Silv sagt:

          AnnaFox
          ‚Zusammen mit der Mutter‘ und einem Therapeuten geht bei einer narz. Mutter nicht. Sie wird dich als verrückt titulieren, gerne auch vor dem Therapeuten (‚ich weiß garnicht was mit meiner Tochter los ist‘)

        • Silv sagt:

          Und manchmal gibts keine Vergebung.
          Ich hab jahrelang der Mutter ‚ vergeben‘ mit dem Endeffekt, dass ihr Verhalten immer expansiver wurde.

    • Silv sagt:

      Der ‚Narzisst’/die ‚Narzisstin hat keine gesunde Selbstreflektion

  16. Friedel sagt:

    Ich würde an dieser Stelle gerne mal eine Lanze brechen.

    Im Rahmen der Veröffentlichung einiger Newsletter ist immer wieder deutlich geworden, dass dies teilweise zum „verbalen Nahkampf“ führte innerhalb der Kommentare, teilweise sogar eine Lawine losgetreten wurde aufeinander los zu gehen. Einräumen möchte ich auch, dass auch ich nicht immer ganz frei davon bin, insbesondere, wenn augenscheinlich narzisstische Züge kommentieren.

    Jedoch möchte ich zu bedenken geben, dass mittlerweile im Blog/Newsletter ein „bunter Strauß“ von vielen Betrachtungsweisen zur Verfügung gestellt wurden. Letztendlich geht es doch genau darum. Jede/r Betroffene/r muss für sich seinen eigenen Weg, ob im Glauben, der Religion oder anders finden, mit den Erlebnissen umzugehen und für sich zu bearbeiten.

    Aus meiner Sicht eröffnen die unterschiedlichen Blog Veröffentlichungen Zugang zur Suche nach oder Findung der eigenen Kraftquelle. Es ist für jeden etwas dabei.

    Ein simples Beispiel: Nur weil eine Freundin gerne joggen geht, muss das doch nicht auch auf mich zutreffen und ich schwimme vielleicht lieber.

    @hendricks,elvira

  17. Sandra sagt:

    Ich habe viel mit Menschen zu tun (gehabt), mit allen möglichen Formen von Narzissmus und Co-Narzissmus (beruflich und privat).

    Gleichzeitig bin ich mich selber auch immer wieder am Prüfen(-lassen) und Erkennen, wo ich noch Aspekte davon lebe (finde immer wieder mal etwas zum ‚Reparieren‘ 😮 ), lerne diese zu Erkennen, Ablegen, Bearbeiten und Umtrainieren (beide Seiten).

    Dazu hilft mir der biblisch-christliche Aspekt sehr viel. Gerade in diesem Bereich durfte ich schon viele regelrechte ‚Wunder‘ erleben, die auch wirkliche Hoffnung machen, in menschlich ‚hoffnungslosen‘ Situationen eine Lösung zu suchen und zu erwarten.

    Parallel zu den ermutigenden Worten möchte ich auch das kleine Büchlein erwähnen von Edin Lovas: „Wölfe im Schafspelz – Machtmenschen in der Gemeinde“. Es beschreibt die ’schwierigen‘ Fälle, welche zusätzlich zum narzisstischen Problem noch die ‚frommen‘ Verdrehungen miteinbeziehen sehr gut, und hilft Betroffenen, diese, manchmal sehr raffinierten Geflechte zu erkennen und sich daraus herauszulösen, ohne gleich den ganzen Glauben über Bord werfen zu müssen.

    Es gefällt mir, wie es Herrn Lovas gelingt, diese Differenzierungen freundlich aber klar, ohne Hass und Bösartigkeit, aber auch ohne Beschönigungen aufzuzeigen.
    Nur mit einem Satz am Schluss war ich nicht ganz einverstanden, dass er schreibt, dass es für einen solchen Machtmenschen keine Hoffnung auf Veränderung gäbe.

    Die Hoffnung und die Möglichkeit für Veränderung sind für jeden Menschen da, finde ich. Ich durfte schon bei sehr schwierigen Fällen schöne Veränderungen miterleben. – Vielleicht ist es aber auch wichtig, zwischen Wunschdenken und Realität unterscheiden zu lernen, und deshalb klare Worte zu schreiben.

    Danke, dass Sie auf dieser Seite ein christliches Buch erwähnen. Es ist ein Aspekt, der durchaus neue positive Wege und Perspektiven eröffnen kann (abgesehen von schlechten Erfahrungen mit religiösem Machtmissbrauch einiger Gruppen), an die man vorher vielleicht noch gar nicht gedacht hatte. – Mir hilft es jedenfalls. – Sehr!

    • Silv sagt:

      Ein Mensch mit einer narz PS kann nichts umtrainieren. Es handelt sich um eine frühkindliche Störung, die ist überdauernd und tritt ommer wieder zu Tage. Spätestens bei Stress- beruflich oder psycho- sozial.

  18. Céline sagt:

    Mich wundert nicht, dass die Autorin keine Hilfe bei den Shrinks (Schrumpfköpfe, amerikanisches Schimpfwort für Psychoanalytiker) finden konnte.
    Beziehungstraumata entstehen innerhalb hierarchischer Beziehungsstrukturen – das beginnt oft schon im autoritären Elternhaus. Menschen mit einem solchen Hingergrund finden die menschenverachtende, verknöcherte, fundamentalistisch geprägte Psychotherapieszene von daher ganz normal. Schon allein das äußere Arrangement – hier der Therpeut, der sich hinter Anonymität, Neutralität, Reife, Überlegenheit verschanzt, dort der problembeladene Patient, der nicht mehr weiterweiss – ist eine Perversion. Das Machtgefälle ist unübersehbar. Der Therapeut gibt nichts von sich preis, greift aber grenzüberschreitend in die Seele, ins Innerste des Patienten.

    Die einzige Chance für die Aufarbeitung von Traumata erhält man nur innerhalb gleichberechtigter BEZIEHUNGSSTRUKTUREN. Das heißt, man muss sich auf die Suche nach Freunden machen und auch selbst erlernen, Beziehungsarbeit zu leisten. Echte Zuwendung auf Augenhöhe bekommt man nicht auf dem silbernen Tablett serviert nach Abliefern eines Krankenscheins.
    Und wenn diese Freunde fehlen, erschafft man eben einen fiktiven, besten Freund. Das ist allemal besser, als sich einem Shrink zu unterwerfen, der keinerlei Beweis erbracht hat, dass er mit dem Leben besser zurechtkommt als sein Patient. Gott kann in Notzeiten eben als bester Freund fungieren.

    Aber meine Kritik gilt nicht nur den Shrinks sondern auch dem gehorsamen Michel, der dieses menschenverachtende System erst möglich macht, indem er sich unterwirft, indem er Shrinks auf einen Sockel stellt und sich ihnen als Steigbügelhalter für das Ausleben ihrer Machtgelüste anbietet.

    Buchvorschlag: Arno Gruen: Wider den Gehorsam

    • Silv sagt:

      Ach Cèline: was haben sie dir angetan: “ die Psychotherapeuten“ dass du so vehement dagegen an wetterst.
      Wer, denkst du, hat die intrapsychischen Kenntnisse, um mit Betroffenen etwas Gewinnbringendes zu erarbeiten?
      Vllt bist du an die Falschen geraten? Oder hast dort unliebsame Dinge über dich selbst erfahren?
      Mam kann natürlich auch auf Youtube Videos von fernen Heilsbringern anschauen…😉

    • Silv sagt:

      ‚Auf die Suche nach Freunden machen‘? – die dann helfen sollen? Sicher können sie das, mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen

  19. hendricks,elvira sagt:

    bis heute habe ich diese Seite ja für seriös gehalten. Da nun aber hier für dieses Buch geworben wird, entsteht für mich ein ganz anderer Eindruck.

    Zitat“
    Abgsehen davon halte ich es auch für fragwürdig, wie menschliche Strategien derartige Wunden verschließen, ausgehungerte Kraftreserven füllen und Vergebung für das Erreichen eines echten Friedens schaffen sollen, wie es nach dem Kontakt mit einem Narzissten notwendig ist. Aus diesem Grund weise ich in diesem Zusammenhang auf die hilfsbereiten Hände von Jesus Christus hin“

    Was heißt diese Aussage denn konkret. Nur wer die Hilfe Jesus Christus in Anspruch nimmt kann wirklich genesen. Hatten wir doch gerade auch schon gehabt, nur das da der Narzisst wusste was gut und schlecht für uns ist und so wie wir waren, waren wir auf alle Fälle falsch. Von einer Abhänigkeit in die nächste. Jetzt weis Jesus was richtig und/oder gut für uns ist.

    von einer Abhängigkeit in die nächste – die Zeugen Jehovas lassen grüßen.

    • Lina2 sagt:

      nicht nur die Zeugen…auch andere -als harmlos einsortierte – Kirchen benutzen das gleiche Modell

      Das Loch im Herzen/die Sehnsucht geliebt zu werden wird nun mit pahntasierten Gestalten gefüllt, die agieren, wie es jegliche menschliche Phantasie erdenken kann, je nach Bedarf. Jeder stellt sich seinen Gott anders vor. Völlig willkürlich. Jeder sucht sich Bibelsprüche, die ihm gefallen, nicht gerade die vom völkermordenden eifersüchtigen ungerechten narzistischen Gott…oder manchmal doch, wenn gerade der Rachegott, oder der Allwissende, benötigt wird…egal.

      Und wieso soll Vergebung zu Frieden führen? Was versteht man da unter Vergebeung? Was versteht man unter Frieden? Oder ist es nicht ein Scheinfrieden, weiteres Verleugnen der berechtigten eignen Gefühle und das wertlos stellen der eigenen Bedürfnisse? Mance Arten von (oberflächlichen) Vergeben sind der Weg in die Hölle, in die Depression, das Thema Vergebung ist vielschichtig und ncht mit dem Vergeben laut Bibel abzuhandeln.

      Ich finde, Frieden geht auch nach Anerkenntnis des Geschehenen, ohne dass man „vergibt“ sondern im Gegenteil die Tasachen bewusst und klar sieht und damit erkennt, wie man selber tickt und was man daraus lernen kann und wie man in Zukunft nicht mehr in solche Situationen gelangen will. Dann wieder ein lebendiges reiches Leben mit allem Kummer und Schmerz und mit sich selbst leben lernt. Dann wird die sogenannte Vergebung egal, man lebt einfach wieder echt und richtig, egal was der Ex irgendwo weit weg macht.

    • Lina2 sagt:

      von einer Abhängigkeit in die nächste, elvira hendricks, das ist richtig. Gerade Religionen trainieren von Kindheit an das Zurückstellen der eigenen Gefühle, man verlernt das gesunde Gefühl für sich selbst, trainiert das Aufschauen zu einem Höher gestellten, das Glauben an unmögliche Dinge, trainiert den Glauben, dass man – wenn man lieb und wie gewünscht ist – Heil erlangt. Religionen agieren mit Angst, in Ungnade zu fallen, wenn man sich nicht genug Mühe gibt, kein gutes Kind Gottes ist.
      Was in der jeweiligen Religion als gut gilt, ist ebanfalls skurril und überall anders und willkürlich. Eben nach Bedarf der Führungskräfte. Damit kann man Menschen gut steuern.
      Seht ihr Liebesbedürftigen denn die Parallelen nicht, wenn ihr Heil in einem andern Über-Herren sucht, egal wie er heißt?
      Man kann auch zur Abhängigkeit erzogen werden, das ist auch bequem, dann muss man sich selber ncht ändern, sondern es kann einfacher erscheinen, das Leben eines Andern zu leben. Die Alternative haben wir alle nicht gelernt, aber das kann man (teilweise zumindest) nachholen.

      Jesus, Gott, Allah, Kargo, Zeus usw. oder Narzisst, für den folgsamen Diener das gleiche Drama

    • AnnaFox sagt:

      Das sehe ich genau so, wie hendricks, elvira.

      Zitat aus dem empfohlenen Buch:
      “Abgsehen davon halte ich es auch für fragwürdig, wie menschliche Strategien derartige Wunden verschließen, ausgehungerte Kraftreserven füllen und Vergebung für das Erreichen eines echten Friedens schaffen sollen, wie es nach dem Kontakt mit einem Narzissten notwendig ist. Aus diesem Grund weise ich in diesem Zusammenhang auf die hilfsbereiten Hände von Jesus Christus hin“

      Ich stimme hendricks, elvira zu, wenn sie schreibt: von einer Abhängigkeit in die nächste – die Zeugen Jehovas lassen grüßen.

      Gleichgültig, ob es nun Zeugen Jehovas sind oder andere religiöse Glaubensgemeinschaften oder all die Religionen, die es auf der Welt gibt.

      Was hat Narzissmus mit Religion zu tun? Nichts!
      Narzissmus hat nichts mit Narzissmus zu tun.

      Und das Christentum oder die Bibel oder der Koran oder der Talmut oder die Suren – keine Religion kann eine geeignete Therapie sein und bieten, um einen Menschen zu helfen, der sich in einer toxischen Beziehung befand oder befindet, wie es die Beziehung mit einem Menschen ist, der mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung behaftet ist.

      Narzisstische Verhaltensweisen sind in allen Teilen dieser Welt zu finden, in allen Religionen, in allen Kulturkreisen.

      Insbesondere ist krankhafter Narzissmus auch in der katholischen Kirche zu finden, wenn man beispielsweise all die Missbrauchsdelikte durch sogenannte kirchliche „Würdenträger“ in Betracht zieht.

      Bei krankhaften Narzissmus bzw. der narzisstischer Persönlichkeitsstörung geht es um Macht und Kontrolle.
      Dies trifft ebenfalls auf Religionen und Sekten zu, auch dort geht es um Macht und Kontrolle.
      Gut beschrieben in dem Sachbuch „Im Namen Gottes.“, wo Intrigen im Vatikan aufgezeigt werden und ein Papst sogar von seinen eigenen Leuten vergiftet wurde.

      Narzissten wollen Macht haben über ihre „Opfer“, weil sie sich selbst in ihrem tiefsten Inneren letztlich als ohnmächtig und „kleine Würstchen“ fühlen. Sie wollen andere abhängig machen, dabei idealisieren sie den anderen zuerst, danach erfolgt die Entwertung und Vernichtung.

      Im grundgenommen sind die Machenschaften eines Narzissten leicht zu durchschauen, wenn man denn genauer hinschauen möchte, wenn man die romantische, rosarote Brille abnimmt und sich nicht täuschen lassen möchte.

      Es ist nachvollziehbar, dass es sich für eine Frau gut anfühlen muss, wenn sie sich begeht und hofiert fühlt, letztlich angenommen fühlt, so wie sie ist. Ein gutes Gefühl. So weit so gut.
      Nur in dem Moment, wo der Mann beginnt die Frau abzuwerten, selbst kleine Sticheleien, die abwertend sind, in dem Moment muss die Frau das Ganze stoppen und aufzeigen, dass hier Schluss mit Lustig ist, dass sie nicht gewillt ist, sich derartige Verhaltensweisen gefallen zu lassen.
      Hier an dieser Stelle zeigt sich, wie es wirklich um das Selbstwertgefühl der Frau steht. Ob sie in ihrem Selbstwertgefühl tatsächlich eine gefestigte Persönlichkeit ist, oder aber ob sie bereit ist sich zum Opfer machen zu lassen.
      Jemand der sich zum Opfer machen lässt, hat kein gefestigtes Selbstwertgefühl. Eine Frau, die in ihrem Selbstwertgefühl und Gefühlen davon abhängig ist, dass ein Mann dieses ihr Selbstwertgefühl stabilisiert, ihr einen „Wert“ gibt, indem er sie hofiert und toll findet, so eine Frau hat nicht wirklich ein gesundes Selbstwertgefühl. Behauptet sie von sich etwas anderes, macht sie sich selbst etwas vor.

      Denn ein Mensch mit einem gesunden Selbstwertgefühl – egal ob Frau oder Mann – macht schon beim ersten „falschen Ton im Orchester des Narzissten“ kehrt, bei einem Menschen mit einem gesunden, stabilen Selbstwertgefühl hat ein Narzisst keine Chance.

      Ich weiss, dass viele bei diesem Satz aufschreien, sich angegriffen fühlen, weil sie der Meinung sind, ein gesundes Selbstwertgefühl zu besitzen, starke Pesönlichkeiten zu sein.
      Das kann aber nicht stimmen und jede oder jeder, der sich von einem Narzissten verletzt fühlt, sollte sich fragen. Was hat das Ganze mit mir zu tun? Wie ist es wirklich um mein Selbstwertgefühl bestellt.

      Selbstwertgefühl hat etwas mit Würde zu tun. Und jemand, der ein gesundes Selbstwertgefühl besitzt, dessen Grenzen zu seiner Würde sind hoch und unüberschreitbar.
      Krankhaftes narzisstisches Verhalten ist eine Attacke gegen die Würde eines Menschen. Sind die Grenzen eines Menschen zu seiner persönlichen Würde niedrig (aus welchem Grund auch immer), dann ist es dem Narzissten möglich, diese Grenzen zu überschreiten
      Insofern hat es immer mit demjenigen zu tun, der es zulässt, dass ein anderer diese seine persönlichen Grenzen überschreiten kann.
      Niemand hat dazu ein Recht. Aber es ist keine wirkliche Hilfe den Angreifer auf die Würde zu fragen: Warum machst Du das mit mir? Sondern die Frage muss lauten: Wieso lasse ich das mit mir machen? Wieso lasse ich mir dieses grenzüberschreitende Verhalten, dieses würdelose und meine Würde verletzende Verhalten gefallen? Warum lasse ich mich zum Opfer machen.

      Denn abgesehen von Kindern und minderjährigen Jugendlichen, Kranken und behinderten Personen, alle die, die sich nicht in vollem Umfang zur Wehr setzen und selbst verteidigen können, haben alle anderen Menschen letztlich die Freiheit sich zu wehren, sich selbst zu verteidigen bzw. sich gewissen zerstörerischen, toxischen Verhaltensweisen anderer zu entziehen, den Kreis der zerstörerischen Beziehung verlassen, sich selbst in Sicherheit bringen.

      Zum Opfer wird man nicht gemacht, sondern zum Opfer lässt sich jemand machen!
      Wer sich nicht zum Opfer machen lässt, begehrt auf und entzieht sich der zerstörerischen Situation, auch, wenn dafür gewisse andere Nachteile in Kauf genommen werden müssen, auch, wenn das Ganze nicht einfach ist.
      Weggehen ist immer eine Möglichkeit. Dafür gibt es beispielsweise Frauenhäuser. Aber so weit sollte es eigentlich gar nicht kommen.

      Meiner Meinung nach kann wirkliche Hilfe und Heilung von jemanden, der durch krankhafte narzisstische Verhaltensweisen eines anderen verletzt wurde, immer nur an der Stelle anfangen, indem jemand sich selbst hinterfragt und nicht den Narzissten hinterfragen möchte.
      Hilfe und Genesung kann nur erfolgen, indem sich jemand selbst hinterfragt, warum jemand sich gewisse respektlose und abwertende Verhaltensweisen gefallen liess und warum oft auch noch für die eigentlich unentschuldbaren Verhaltensweisen des Narzissten Entschuldigungen finden wollte.

      Dort, an dieser Stelle müsste meiner Meinung angesetzt werden.
      Es ist völlig gleichgültig, warum der Narzisst sich Scheisse verhalten hat, warum er beleidigend und entwertend ist,mies, brutal, untragbar oder wie auch immer sich verhält.
      Fakt ist, dass er das tut. Und warum er das tut, ändert letztlich nichts an diesem Fakt.

      Es geht um die menschliche Würde. Und Würde hat etwas mit Selbstwertgefühl zu tun. Und es gibt Grenzen, die ein Mensch weder bei einem anderen überschreiten darf noch jemand zulassen darf, dass ein anderer diese eigenen persönlichen Grenzen überschreitet.

      So hart es vermutlich klingen mag – aber gewisse Wahrheiten sind im Leben nicht immer angenehm und manchmal einfach hart – so ist es letztlich immer zutreffend, dass sich Narzisst und Komplementär-Narzisst treffen, sozusagen Schloss und passender Schlüssel.

      Jemand, der auf einen Narzissten „reinfällt“, sollte sich nicht fragen, warum der Narzisst sich so oder so verhält, warum der Narzisst das mit einem macht, sondern die Frage sollte immer lauten: Warum lasse ich das zu? Warum lasse ich das mit mir machen. Wer bin ich, dass ich das zulasse?
      Eine Antwort darauf kann nicht sein zu sagen: Weil ich den Narzissten liebe. Weil diese Antwort nicht wirklich der Wahrheit entspricht, denn Liebe fängt bekanntlich bei einer gesunden Selbstliebe an.
      Und eine gesunde Selbstliebe ist auch beschützend – nämlich sich selbst und damit die eigene Würde.

      Es geht um die eigene Würde und den eigenen Selbstwert. Hat jemand ein gesundes Selbstwertgefühl, so jemand dreht sich auf stehendem Fuss um und geht weg von so einem Menschen, der sich verletzend, beleidigend, grenzüberschreitend verhält.
      Jemand, der einen Scheisse behandelt, den liebt man nicht und dem bringt man auch keine Liebe entgegen, weil das ganz einfach Perlen vor die Säue bedeutet und genau an der Stelle entsteht, dass sich jemand zum „armen Opfer“ machen lässt, vielleicht sogar noch dem Narzissten gegenüber anführt, wie sehr diesen doch lieben würde und was alles für ihn getan wurde und wie viel Last auf sich genommen wurde, was sich alles gefallen lassen wurde, und das müsste er doch sehen…
      Nein, ein Narzisst sieht das nicht und will das auch gar nicht sehen, den kotzt es nur an und empfindet es um so abstossender, wenn jemand sich vor ihm auch noch klein macht, und je mehr sich jemand vor ihm klein macht und unterwürfig erscheint, um so mehr wird er auf diesem Menschen „herum trampeln“. Er wird sein grenzüberschreitendes Verhalten ins masslose ausweiten, denn ein Narzisst hat selbst keine Grenzen.

      Es ist anmassend sich einzubilden einen Narzissten bekehren oder heilen zu können. Das können, wenn überhaupt, nur entsprechende professionelle Psychiater und Psychologen und auch nur dann, wenn der Narzisst sich dazu bereit erklärt und erkennt, dass er was an sich ändern muss und will. Erfahrungsgemäss tut er das nicht, ist nicht therapiebar, denn ansonsten wäre er ja kein krankhafter Narzisst.

      Was mich hier auf dieser Seite oft stört, dass ist, dass viele hier einen anderen Menschen, der eine andere Meinung vertritt, als es die ihre ist, denjenigen sofort ebenfalls als Narzisst abstempeln.
      Im Prinzip ist dies ein ähnliches Verhalten wie es das des Narzissten zeigen: nur er hat Recht, nur er hat die richtige Sichtweise und wenn jemand eine andere Meinung hat, wird er diffamiert und abgewertet.

      Wenn man hier einige Kommentare liest, wie sich Frauen, die angebliche oder wirkliche „Opfer“ von narzisstischen Angriffen wurden, hier dann gegenseitig „angreifen“ und versuchen den anderen runterzumachen, dann ist das für mich nur die Bestätigung für die These, dass sich immer Narzisst und Komplementärnarzisst zusammenfinden.

      • Mike sagt:

        „Denn ein Mensch mit einem gesunden Selbstwertgefühl – egal ob Frau oder Mann – macht schon beim ersten „falschen Ton im Orchester des Narzissten“ kehrt, bei einem Menschen mit einem gesunden, stabilen Selbstwertgefühl hat ein Narzisst keine Chance.“

        Jein.
        Das ist mir zu einfach thematisiert, implizierst Du damit ja automatisch, dass nur Menschen mir geringem Selbstwertgefühl auf den Narz reinfallen und das ist FALSCH! Hier kommen wieder die Spielereien und Manipulationen des Narz ins Spiel und vielleicht die Gutgläubigkeit des Opfers, aber das hat nix mit dem Selbstwertgefühl zu tun. auch glaub ich nicht dass es Menschen gibt, die Narzissmus innerhalb von ein paar Minuten/Sunden „riechen“ können, den sowas kristallisiert sich nicht am ersten Tag, sondern nach einer gewissen Zeit, meist 3-5 Mionate erst heraus.
        Selbst die an sich stärksten Menschen können in die Falle Tappen, aber ich geb Dir Recht, dass es Menschen mit geringem Selbstwertgefühl gibt, die selbiges dann durch den PArtner aufwerten wollen.

        • AnnaFox sagt:

          Keine Frage, Mike, da stimme ich Dir völlig zu: selbst Menschen mit einer integren, starken Persönlichkeit können sich täuschen lassen und in die Falle eines Narzissten geraten.
          Aber der Unterschied ist: ein in sich gefestigter, starker Mensch mit einem gesunden Selbstwertgefühl erkennt die Falle sofort und ist ruckzuck aus der Falle wieder draussen.
          Ein solcher Mensch lässt sich gewisse Dinge einfach nicht gefallen, schon beim ersten Versuch des Narzissten nicht und ein Narzisst hat bei so einem Menschen mit gefestigten Selbstwertgefühl keine Chance!
          Wenn jemand bei einem Narzissten bleibt, dessen Affentanz von idealisieren, entwerten, runtermachen, beleidigen usw. mitmacht, so ist genau das immer ein Zeichen dafür, dass mit demjenigen, der sich ein solches Verhalten nicht gefallen lässt, irgend etwas nicht stimmt. Letztlich hat derjenige ein genau solches psychisches Problem, wie es der Narzisst hat, nur umgekehrt eben.

          Ein psychisch gefestigter Mensch, der um seinen Wert weiss, lässt sich kein entwertendes Verhalten gefallen. Von niemanden.
          Weil er ein gesundes Selbstwertgefühl hat, weil er weiss, dass er etwas wert ist und deswegen auch von seinem (narzisstischen) Partner keine Bestätigung braucht.
          Ist doch egal, was der Narzisst sagt, wenn jemand weiss, wer er ist, kann ihn der Narzisst nichts anhaben, kann der sagen, was er will.
          Es ist auch eine Frage der Persönlichkeit, ob sich jemand mieses Betragen anderer gefallen lässt oder nicht.
          Wieso hat denn ein Narzisst ansonsten bei gewissen Menschen keine Chance?

          • Stefan sagt:

            „..ein in sich gefestigter, starker Mensch mit einem gesunden Selbstwertgefühl erkennt die Falle sofort und ist ruckzuck aus der Falle wieder draussen.“
            „Ein solcher Mensch lässt sich gewisse Dinge einfach nicht gefallen“
            „Ein psychisch gefestigter Mensch, der um seinen Wert weiss, lässt sich kein entwertendes Verhalten gefallen“

            Und diese Aussage ist falsch, den ich hab Menschen mit einem verdammt hohen Selbstwertgefühl an einem Narzissten zerbrechen sehen.
            Diese Aussage ist mir nicht nur zu theoretisch sondern auch in der Realität einfach falsch. Damit unterstellst Du Jedem ein mangelndes Selbstwertgefühl, der liebt, Hoffnung hat und eben nicht beim ersten Problem aufgibt.
            Daher ware ich mit solchen Äußerungen sehr vorsichtig!

        • AnnaFox sagt:

          Das sehe ich anders, Mike.
          Sicherlich kann man Narzissten nicht riechen, aber man kann sie sehr schnell an ihrem Verhalten erkennen. Vielleicht sogar nicht beim ersten Aufeinandertreffen, denn der Narzisst versteht es wie kein anderer Gefühle vorzuspielen, ist charmant, witzig, blahblahblah. Wer nur oberflächlich auf Menschen acht gibt, seine eigenen Sehnsüchte und Erwartungshaltungen auf einen anderen Menschen projiziert, so jemand ist – wie man so sagt – ein gefundenes Fressen für einen Narzissten. Und zwischen gutgläubig und gutdumm ist es nur eine kurze Entfernung.
          Den Traumprinzen auf dem weissen Pferd, den gibt es nicht, wie es auch die Traumprinzessin nicht gibt, sondern wir alle sind Menschen mit Stärken und Schwächen und Fehlern.
          Ein Narzisst beispielsweise ist wunderbar zu entlarven mit der belustigenden Frage: „War das jetzt Dein Fehler oder meiner?“ Das ist einer seiner wunden Punkte und da hört für ihn auch der Spass auf und er wird lauthals protestieren bzw. verkünden, dass er keine Fehler macht, und wenn, dass das dann immer die Vorlage des anderen gewesen sei.
          Es ist so lächerlich! Und damit entlarvt man diesen Kleingeist doch sofort und da ist es egal, ob der nun akademische Titel trägt oder als Vorstandsvorsitzender von einer grossen Bank arbeitet. Das zählt alles nicht, denn Narzissten sind überall zu finden, in jeder Gesellschaftsschicht.
          Die einzige Frage, die sich jemand stellen kann, der aus so einer Beiehung raus will oder bereits raus ist und es ihm aber dennoch keine Ruhe lässt, die quälenden Fragen: „Warum nur hat der das mit mir gemacht?“ – Das ist der falsche Ansatz! Denn es impliziert immer, dem Narzisst die Schuld zu geben. Und? Was soll daraus werden? Glaubt wirklich jemand, dass so ein Mensch, der so tickt, jemals einsehen würde, dass etwas an ihm liegen könnte? Nein, das wird er nie.
          Also was soll diese Frage bringen „Warum hat er das nur gemacht? Warum hat er mir das angetan?“ Diese Fragen bringen niemanden weiter und auch keine Heilung und auch keine Befreiung.
          Die einzige Frage ist die Frage, die sich jeder selbst beantworten kann und sollte, der in so eine toxische Beziehung geraten ist, das ist die Frage „Warum habe ich das mit mir machen lassen? Warum habe ich mir das bieten lassen? Aus welchem Grund habe ich das so lange mitgemacht?“

          Und im Prinzip gehts auch nicht um Schuld. Gehts nicht darum, dass geklärt werden müsste, ob oder dass der Narzisst schuld haben würde. Denn Schuldhaben beinhaltet immer die Frage – ob oder ob nicht – sich jemand richtig oder falsch verhalten hat.
          Schuld wird vor Gericht verhandelt und dafür gibt es Richter. Und selbst wenn der den Narzissten schuldig sprechen würde, selbst dann ändert sich doch an der eigentlichen Situation nichts, dass ein Mensch sich hat verletzen und schlecht behandeln lassen. Brauchts da noch die Zustimmung und von anderen hören zu wollen, dass der Narzisst sich Scheisse verhalten hat; mies und niederträchtig verhalten hat?

          Nein, das braucht keine Bestätigung mehr, denn das weiss doch jeder selbst, dass das so ist, wenn der andere ihn schlecht behandelt hat.
          Oder gibt es tatsächlich Menschen, die die absurde Hoffnung in sich tragen, dass der Narzisst sich ändern könne? Dass der nochmal so nett und charmant und zuvorkommend sich verhalten würde, wie beim ersten Aufeinandertreffen es vielleicht der Fall gewesen ist? Nein, das wird er nicht mehr. So wie seine Maske gefallen ist und so wie sich jemand erniedrigendes, beleidigendes, entwertendes Verhalten hat von ihm gefallen lassen, dann wird er nie mehr zurückkehren zu seiner charmanten Schauspielerei.
          Die meisten, die hier schreiben, bekunden, dass sie „ihren Narzissten“ oder „ihre Narzisstin“ heute durchschaut hätten und wissen würden, heute, was das für ein mieser Charakter ist, was der alles mieses gesagt und gemacht hat.
          Wenn das so ist, wenn alle diejenigen, die so etwas schreiben, das tatsächlich durchschaut haben, dann frage ich mich: Was wollt ihr von so einem Typen noch?
          Liebe? So ein Typ kann nicht lieben. Denn wenn er es könnte, würde er sich nicht so menschenverachtend verhalten, würde sich respektvoll verhalten und achtsam.
          Also warum halten so viele so lange an so einem Sch— Typen fest? Das verstehe ich nicht.
          Wer möchte denn gerne mit einem seelenlosen Schauspieler zusammensein, einem Menschen, dessen Integrität, Loyalität und Verantwortungsbewusstsein sich jemand nie sicher sein kann?
          Ich denke, alle die hier schreiben, die mit Sicherheit miese Erfahrungen gemacht haben, all diese Menschen haben etwas besseres verdient als einen Narzissten, denn so ein Mensch kann weder ein Freund noch ein Partner sein, denn ein echter Partner, der ist auch der beste Freund!

          Vergesst den Narzissten und kümmert euch um euer eigenes Leben und sorgt dafür, dass es euch gut geht!

          • Stefan sagt:

            Wenn da sAlles so einfach ware zu erkennen wie Du es sagst, dürfte es keinen narzisstischen Missbrauch mehr geben.
            Oder haben Alle Opfer entsprechend kein Selbstwertgefühl?
            Sorry, aber Deine aussage diesbezüglich ist mir zu simple gestrickt und Du wiederholst Dich zu sehr

          • Miriam sagt:

            @A
            Deine Theorie und die gängige Praxis sind leider zwei vollkomme verschiedene Paar Schuhe!

          • Mike sagt:

            Sorry Anna, das ist mir zuviel Theorie abseits der gängigen Praxis was Du schreibst.
            Mit der Kernaussage magst Du Recht haben, aber die Wirklichkeit ist leider anders

    • Silv sagt:

      Elvira, du hast völlig recht. Es wird absurd hier
      Schade.

  20. Marjeta sagt:

    und ich will dich erretten aus der Hand der Bösen und erlösen aus der Hand der Tyrannen. (Jeremia 15,21)

    Ich kann nur bestätigen, dass es so ist wie es geschrieben steht!
    Gott rettet, jeden der in anruft um Hilfe. So rettete und erlöste er auch mich von dem Tyrannen, dieser Bestie. Lob und Ehre sei Ihm allein!

    • Lina2 sagt:

      Nein! bestimmt nicht, wenn jemand ihn anruft! Die Abhängigkeit entsteht, indem er mal „rettet“ und mal nicht. So wie beim Narzissten.
      Mit dem Christengott wurde ein Narzisst erdacht. Der über Leichen geht. Kennt ihr überhaupt die Bibel? Oder sucht ihr euch nur raus, was so salbungsvoll liebevoll sich anhört, aber es gar nicht ist? Das stolze Zugehören zu einer auserwählten Gruppe, die weiß, wie das Leben geht, weil der Herr es sagt, ist zutiefst narzisstisch. Und das hat unendlcih viel Elend über die Welt gebracht und bring t es noch heute. Gutmenschen, die viel Schaden machen, zumindest die Menschen in Irrtümern lassen. Die werden schief und krumm in der Seele und sind noch stolz drauf. Wenn das aml aufhört, wird es auch weniger Narzissten in männlicher als auch in der dazugehörigen weiblichen Form geben.

      Auch die Nachfolger einer virtuellen Gestalt leben ein selbstentfremdetes Leben!
      Erziehung zur Unselbständigkeit, Unterordnung unter einen, der sagt wie es geht?
      Geht´s noch? Und dann über Narzissten schimpfen, sich dem aber bewusst selber aussetzen 🙁

    • Sabine sagt:

      Marjeta,
      sorry, aber wenn ich so einen Quatsch lese.

      „Gott“ rettet niemanden, denn wenn es einen Gott geben würde, der über die Welt wacht, gäbe es diverse Misstände nicht.
      Und jetzt komm mir nicht mit „das ist Alles Gottes Plan“, denn wenn zu Gottes Plan auch Kindesmissbrauch (überwiegend von Priestern) gehört, dann ist dieser Gott ein ziemlich arroganter Arsch!
      Was ist denn der (christliche) Gott? Ein selbstloser und arroganter Narzisst; quasi genau das, wovor die Menschen hier fliehen wollen.

      Genau wie Lina2 geschrieben hat, man sucht sich immer nur das raus, was man will, übersieht aber die grenzenlose Brutaität und Absurdität der Bibel. Aber glaubt ihr weiterhin an Euer Märchenbuch, welches Euch sagen soll, wie ihr Euer Leben zu leben habt. Beschäftigt euch mal mit ihrer Geschichte, dann sollte jeder normal denkende Mensch erkennen, wie absurd dieses Buch am Ende ist.
      Wenn dann nach dem Tod die schwarze Leere kommt, und nix anderes wird kommen, steht ihr nämlich ziemlich doof da.

      Religion = von Menschen erdachtes Instrument, um Macht über Andere Menschen zu haben, diese zu unterdrücken, bzw abhängig zu machen und denen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
      Nix Anderes ist Religion, egal wo auf der Welt!

      Keine Ahnung ob ich tief gläubige Menschen beneiden oder bemittleiden soll, denn sie verlassen sich meist auf eine nicht eintretende Hilfe ihres imaginären Freundes, da sie Null in der Lage sind, ihr Leben alleine und ohne die Vorgabe eines Märchenbuchs zu meistern. Und sollte es wirklich einen Gott geben, müsste sein Nichtstun Euch eigentlich zeigen, wie komplett egal ihr ihm seid.
      Glaubt weiterhin, dass Gott Euch aus Eurer Misere raushilt, dass ihr nix dafür tun must und eine göttliche Kraft euch am Ende heilt.
      Oder ihr bekommt den Hintern selbst hoch und macht was, aber das verlangt ja, dass man selbst tätig werden muss.

      • AnnaFox sagt:

        Den Ausführungen von Sabine stimme ich zu.

        Und würde ergänzen wollen: wenn es denn diesen einen allmächtigen Gott gibt, der die Macht hat über die Welt, über die Menschen, über alles, über Gut und Böse wacht und die Macht hätte einzugreifen, dann vertrete ich auch heute noch die Meinung, die ich bereits mit 11 Jahren hatte, dass das dann kein „guter Gott“ sein kann, denn wäre ein „guter“ Gott, würde er ja eingreifen und würde ganz viel Leid und vor allem das Leid von Millionen Unschuldiger verhindern.
        Und nun bitte nicht wieder mit der Mär kommen, dass Gott schliesslich die Verantwortung in Menschen Hand gelegt hätte.
        Denn wenn die Menschen Gottes Kinder sein sollen, dann verhält es sich hier genau so, wie zwischen Vater und Mutter und deren Kinder, für diese auch die Verantwortung in Händen halten und ggf. zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie sich gegenüber ihren Kindern die ihre Schutzbefohlenen sind, verantwortungslos verhalten.

        Jeder erwachsene Mensch unterliegt seiner eigenen Verantwortlichkeit und da braucht es auch keinen Gott, sondern die weltweit bekannte „Goldene Regel“ tut´s schon, in der es heisst: Was Du nicht willst, was man Dir tu´, das füg´ auch keinem anderen zu!

        So einfach ist es.

        Eigenverantwortung heisst, selbst tätig zu werden, eigenverantwortlich zu handeln.

        • Mike sagt:

          Schönes zitat von Ricky Gervais (britischer Comedian)

          „Niemand kann wissen, ob es Gott gibt, daher sind wir eigentlich alle Agnostiker. Darum geht es kurz gesagt beim Atheismus:
          Du sagst, es gibt einen Gott.
          Ich frage: Kannst Du das beweisen?
          Dann sagst Du: Nein.
          Und ich sage: Dann glaube ich Dir nicht.

          Wissenschaft kann immer bewiesen werden. Wenn man jedes fiktionale Buch und jedes heilige Buch vernichten würde, würde es diese Bücher in tausend Jahren nicht wieder geben. Wenn man hingegen jedes Wissenschaftsbuch vernichten würde, würde es in tausend Jahren sicherlich wieder dieselben Bücher geben.

          Der Atheismus lehnt lediglich die Behauptung ab, es gäbe einen Gott. Er ist kein Glaubenssystem. Das ist Atheismus, in aller Kürze.

          Es gibt etwa 3000 Götter zur Auswahl. Im Grunde lehnen Sie einen weniger ab als ich; Sie glauben nicht an 2999 Götter, und ich glaube an nur einen weiteren nicht. “

    • Mike sagt:

      Ein Narzisst macht abhängig, beutet Einen auf diversen ebenen materiell und seelisch aus, man wird blind vor Liebe, verliert das rationale Denken. Das eigene Leben dreht sich nur noch um ihn, man lässt sich schlecht behandeln und bleibt dennoch bei ihm, egal was passiert. Für jegliche Enttäuschung gibt man sich selbst die Schuld und man bleibt weiterhinn in seinem Trott, seiner Verzweiflung….

      Na, fällt was auf? Gott = Narzisst!
      Kein Wunder, dass es Vielen nicht Besser geht!

      • AnnaFox sagt:

        Liebe ist niemals blind!

        Liebe ist einfach. Und Liebe beginnt zuallererst immer bei sich selbst. Gesunde Selbstliebe, die gleichzeitig ein Schutz ist.

        Jemand, der fähig ist zu lieben, wahrhaft liebt, der lässt sich nicht schlecht behandeln, der lässt sich nicht abhängig machen, der lässt sich nicht ausbeuten, dessen Leben und dessen Denken dreht sich nur noch um einen anderen Menschen, der ihn schlecht behandelt und jemand der der wahrhaft liebt, der bleibt auch nicht bei jemanden, egal, was passiert.
        Tut das jemand trotzdem, dann ist mit demjenigen ebenso etwas nicht in Ordnung. Genau so, wie mit dem Narzissten etwas nicht in Ordnung ist.
        Ein psychisch gesunder Mensch mit einem gesunden Selbstwertgefühl, was beinhaltet auch eine gesunde Selbstliebe zu empfinden, der lässt sich nicht schlecht behandeln, der lässt sich nicht abwerten und bleibt schon gar nicht bei jemanden, egal, was auch passiert, egal wie Scheisse der andere ihn behandelt, denn das wäre VERANTWORTUNGSLOS sich selbst gegenüber.

        Jeden Menschen seine verdammte erste Pflicht ist es sich selbst zu beschützen!
        Nur so kann er letztlich auch anderen Menschen Schutz bieten.
        Deswegen heisst es in Flugzeugen auch immer, dass man sich als estes selbst die Atemschutzmaske anlegen soll und danach erst anderen helfen soll.

        Und so wie Mike geschrieben hat, dass derjenige für jegliche Enttäuschung selbst die Schuld gibt – nun: dann hat jemand auch selbst schuld, wenn er sich derartig zerstörerisches, verletzendes Verhalten gefallen lässt!

        Ein Narzisst ist ein Narzisst und dazu gehört, dass er sich Scheisse verhält, dass er grenzüberschreitend verhält und zutiefst verletzend verhält.
        Würde er das alles nicht tun, wäre er kein Narzisst.

        Im Englischen gibt es eine gute Weisheit, die lautet:
        Take it, change it or leave it.

        Also: wenn jemand sich von einem Narzissten verletzendes, entwertendes, mieses Verhalten gefallen lässt, dann „nimmt er es hin“ und ist letztlich selbst dran schuld, wenn er sich das gefallen lässt.
        „Change it“ fällt bei einem Narzissten schon mal von vornherein aus, weil man einen Narzissten nicht ändern kann, denn der ist, wie er ist.
        Und wenn man nicht abgewertet, nicht verletzend, nicht würdelos, nicht beleidigend, nicht mies behandelt werden möchte von einem Narzissten, dann muss ihn ganz einfach verlassen.

        Aber dennoch sich die Frage stellen: Warum war ich bereit mir derartig mieses, verletzendes, entwertendes Verhalten gefallen zu lassen?

        Denn dass sich das jemand gefallen lässt, über kurzen oder längeren Zeitraum, das ist ein sicheres Zeichen, dass mit demjenigen ebenfalls etwas nicht stimmt, genau so, wie mit einem Narzissten etwas nicht stimmt.

        • Mike sagt:

          „Denn dass sich das jemand gefallen lässt, über kurzen oder längeren Zeitraum, das ist ein sicheres Zeichen, dass mit demjenigen ebenfalls etwas nicht stimmt, genau so, wie mit einem Narzissten etwas nicht stimmt.“

          Sorry, aber diese Aussage ist mir viel zu einfach und stimmt in meinen Augen nur teilweise.
          Wenn was mit dem Anderen nicht stimmt, dann dass man zu doof oder gutgläubig war und sich hat manipulieren lassen.
          aber das hit, aber auch rein garnix mit mangelndem Selbstbewusstsein oder damit was zu tun, dass bei einem selbst evtl etwas nicht stimmt.

          • AnnaFox sagt:

            Sorry, wenn ich widerspreche. Ich tue es nicht um zu provozieren, sondern ich tue es, weil ich weiss, dass es so ist, dass jemand, der sich über kürzeren oder längeren Zeiraum von einem anderen Menschen alles gefallen lässt, auch wenn ihm das nicht gut tut, auch, wenn es ihn verletzt, dann stimmt mit demjenigen etwas nicht, dann ist es ein mangelndes Selbstwertgefühl, ganz klar. Denn jemand der ein gesundes Wertgefühl zu seinem Selbst hat, der lässt sich nicht schlecht behandeln. Wieso auch? Warum soll man sich von jemanden mies behandeln lassen?
            Das macht keinen Sinn.
            Tut es dennoch jemand, ist das ein klares Zeichen dafür, dass mit demjenigen etwas nicht stimmt. Und dieser Sache sollte derjenige auf den Grund gehen, herausfinden warum das so ist und sich nicht Gedanken darum machen, warum der andere sich so oder so verhält, der vielleicht ein Narzisst ist, oder auch nicht ist, sondern einfach nur nen miesen Charakter hat, keinen Respekt und keine Achtung vor der Würde des Menschen hat, weil er selbst keine Würde hat.

            Jeder sollte sich darüber Gedanken machen, wie er gern behandelt werden möchte von anderen und wie er gern gesehen werden möchte von anderen. Und dementsprechend einfach sich von jemanden entfernen, der sich eben nicht so wie gewünscht verhält. Und unter „gewünscht“ und selbstverständlich verstehe ich, dass sich jemand würdevoll, respektvoll, anständig, höflich, wohlwollend anderen gegenüber verhält. Tut das jemand nicht, lasse ich diesen Menschen von vornherein nicht in meinem persönlichen Kreis.
            Vielleicht sind es damit nicht viele Menschen, die in meinen Kreis passen, aber um Quantität gehts ja auch nicht, sondern um Qualität. Und ich denke, viele Menschen haben Angst vorm Alleinsein und weil grad nichts besseres da ist, wie so ein bekloppter schäbiger Narzisst, nehmen sie eben dem seine Marotten und mieses Verhalten in Kauf, betrachten sich noch als liebenswertes Opfer und suggerieren ihrem Narzissten, was sie alles für ihn getan haben und ausgehalten haben und dass er sie doch dafür lieben müsse und lassen sich dann aus Angst vorm Alleinsein von ihrem Narzissten abspeisen mit ein Brocken die er ihnen erniedrigend vor die Füsse wirft, je nach Lust und Laune.
            Hallo?! Warum macht denn jemand so etwas mit? Warum will den jemand von so einem A… geliebt werden? Ausgerechnet von so einem? Besteht die Welt denn nur aus diesem einem Menschen?
            Nein, tut sie nicht. Glücklicherweise nicht!

        • Susanne sagt:

          Anna,mich würde interessieren, ob du aus eigener Erfahrung sprichst oder ob Vieles von dem, was du schon zigmal berichtet hast, nur blanke Theorie und deine Wunschvorstellungen sind. Vor allem die Aussage “Ruck zuck wieder raus aus der schlechten Beziehung“ finde ich interessant und hätte dazu gern ein Beispiel von dir, wo du so gehandelt hast, wenn es um Vorgesetzte oder Partner usw. geht.

          • Miriam sagt:

            “Ruck zuck wieder raus aus der schlechten Beziehung“ kann auch nur jemand sagen oder raten, der noch nie wirklich in den Fängen eines Narzissen war.

          • Mike sagt:

            Anna, nimms mir bitte nicht übel, aber Du schreibst zwar viel, aber auch viel Sachen, die leider in der Realität nicht so einfach sind, wie Du sie darstellst.

            „Warum macht denn jemand so etwas mit?“
            Tja, glaubst Du etwa, die Opfer narzisstischem Missbrauch stellen sich nicht genau diese Frage?
            Nachher ist man immer schlauer, aber während der Beziehung laufen viele Faktoren zusammen, die das Erkennen leider nicht so einfach machen, wie Du das hier beschreibst. Denn wenn das wirklich so einfach ware, gäbe es zu 90% weniger narzisstischen Missbrauch und ich glaube kaum, dass die überwiegende Mehreit der Opfer entweder einen an der Klatsche oder mangeklndes Selbstbewusstsein hat oder die situation nicht erkennt. Das ist sehr wohl der Fall, aber hier kommt die Schauspielreri des Narz wieder ins Spiel.
            Und ich finde es sehr fatal von Dir, allgemein über Leute zu urteilen und denen was zu unterstellen, die Du nicht kennst und vor Allem nicht deren Hintergründe.
            Dann muss ich mich auch fragen, bist Du hier, wil Du Selbiges auch durchhast (anhand deiner Aussagen wohl nicht, den Du hast dieses Blick der uns allen Andweren dann wohl fehlt) oder aber aus einem anderen Gund.

          • AnnaFox sagt:

            Susanne, um Deine Frage zu beantworten, ob ich aus eigener Erfahrung spreche, kann ich Dir antworten: Ja, spreche ich, schreibe ich.
            Ansonsten hätte ich nicht das geschrieben, was ich geschrieben habe.

            Interessant finde ich, dass sich hier einige sofort angegriffen fühlten, nur weil ich zu gewissen Dingen eine andere Meinung habe.
            Dasist zum Beispiel etwas, was ich von Narzissten kenne: die können nur sich selbst gelten lassen, nur das, was sie sagen und sie meinen zu wissen ist richtig und hat jemand eine andere Meinung wird er belächelt, mit Zynismus bedacht oder auf andere Weise angegriffen.

            Warum können hier viele nicht einfach mal ne andere Sichtweise stehen lassen, wertfrei, als das, was sie ist: ne andere Sichtweise, andere Erfahrungswerte, anderer Standpunkt, anderes Bewusstsein?

            Diese Seite ist eine Seite, wo sich Menschen austauschen können, in ihrem Erfahrungen usw. Aber oftmals verstehe ich diese zum Teil mir sehr aggressive Haltung einiger nicht.
            Wieso eigentlich? Oder aber ihr seid alle so sehr geschädigt, dass ihr schon gar nicht anders mehr könnt.

            Was hat euch denn bis jetzt geholfen? Jammern? Den Narzissten beschuldigen? Sich in die Arme-Opfer-Rolle flüchten? Gar immer noch mit der kitzekleinen Hoffnung dass der reumütig zurückkommen würde und sehen, was ihr doch für Gutmenschen, Gutfrauen und Gutmänner seid?
            Ich habe immer ältere Frauen bewundert, die ein hartes Leben mitgemacht haben, die den Krieg mitgemacht haben, nichts mehr hatten, im Krieg vergewaltigt wurden, alleine drei Kinder aufgezogen haben und versuchten irgendwie über die Runden zu kommen. Ich habe mich mit vielen solcher Frauen von berufswegen unterhalten und keine war am Jammern, nicht mal die, die das KZ mitgemacht haben. Die meisten sagten, das war halt so, und ich kanns ja rückwirkend auch nicht ändern und es musste weitergehen und so hab ich halt die Ärmel aufgekrempelt und einfach getan, was getan werden musste.
            Und wisst ihr was: diese Frauen sind nicht verbittert, die sind lebenserfahren und sind auch warmherzig und gefühlvoll, aber alle haben eines gemeinsam: sie haben das Leben aus vermünftigen Beweggründen bewältigt und Schwierigkeiten bewältigt, wohlgemerkt, alleine bewältigt, und klagen und jammern nicht, dass irgend jemand an irgendwas schuld gewesen wäre.

            Jammern nutzt gar nichts. Und sich gegenseitig bedauern bringt auch niemanden weiter.
            Aber vielleicht habe ich diese Seite hier auch falsch verstanden.
            Ich dachte, dass es hier vielleicht darum geht sich gegenseitig zu ermutigen und Wege aufzuzeigen, wie jemand aus dem ganzen Schlamassel rauskommen kann.

            Und immer wieder wird hier auch der Fehler gemacht, dass jemand ganz schnell verurteilt und abgeurteilt hat, nur weil er eben ne andere Meinung, andere Sichtweise, andere Erkenntnisse hat, wird dann geglaubt feststellen oder argwöhnen zu können, dass der andere, so wie ich, entweder keine Ahnung hat, noch nie etwas Schmerzvolles erlebt hat, jemand nicht weiss, wovon er da schreibt, weil er noch nie mit einem Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung begegnet ist.
            Und warum? Weil derjenige, so wie ich, nicht so reagiert, wie ihr euch das vorstellt, wie jemand sein sollte, der narzisstischen Missbrauch oder Verletzungen durch einen krankhaften Narzissten erfahren hat.

            Hier „urteilen“ viele sehr schnell ganz im Sinne: Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Aber im Leben gibt es mehr als nur die eigenen Erfahrungen und auch andere haben negative schlimmer Erfahrungen gemacht, nur jeder geht eben anders damit um.
            Ich finde es bedauerlich, wenn jemand auf der Stelle tritt und nicht weiter kommt mit sich selbst, sondern eben in der Arme-Opfer-Roller verharrt und/ oder schlimmer noch darauf wartet, dass ein höheres Wesen kommt und sie rettet.
            Meine Grossmutter hat immer gesagt: Hilf Dir zuerst selbst, dann hilft Dir vielleicht auch irgendwann Gott. Aber zuerst: hilf Dir selbst und seh zu, wie Du da selbst raus kommst. Denn alles, was wir bewältigen, aus eigener Kraft, das macht uns stärker und lässt uns wachsen an uns selbst.

            Wir alle sind keine kleinen Kinder mehr und wir alle haben unser Leben selbst in der Hand. Und wir alle sind auch für unsere Gefühle selbst verantwortlich, jeder seines Glückes Schmied.
            Das ist nicht nur Gerede, sondern wenn man das einmal verinnerlicht hat, dass Schicksal machbar ist, dann gehts auch voran und dann hat man auch die Kraft gewissen Dreck wieder abzuschütteln.

            Naja da höre ich den einen oder anderen schon wieder aufstöhnen, wenn er mir daraufhin schreibt: „Ha, das sagt sich so leicht. Aber so leicht ist es nicht getan.“ Natürich ist es nicht so leicht getan. Wer hat uns denn beim Eintritt in unser Leben das Versprechen gemacht, dass es immer leicht wäre und immer nur eitel Sonnenschein sein würde? NIEMAND!
            Das Leben, das Leben ist dramatisch schön und das Leben will gelebt und bewältigt werden.

            So und nun kann mich der eine oder andere wieder angreifen. Auch damit habe ich kein Problem. Aber vielleicht hilfts dem einen oder anderen auch, mal drüber nachzudenken, mal tiefer nachzudenken, über das, was ich geschrieben habe. Es ist ein Angebot. Das kann jemand annehmen oder ausschlagen. Das ist alles.

      • AnnaFox sagt:

        Und nein, der Narzisst macht nicht abhängig. Wer das behauptet, gibt die eigene Selbstverantwortlichkeit ab.
        Sondern jemand lässt sich abhängig machen!
        Das ist ein riesiger Unterschied!

        Es ist genau wie mit anderen Drogen auch: der Alkohol macht nicht jemanden abhängig, sondern der Alkoholiker lässt es zu, dass er abhängig wird. Wer Kokain schnupft oder Gras raucht – ist genau das Gleiche. Wir wissen alle, dass das Drogen sind und wer sie nimmt, der weiss auch, dass die Gefahr besteht, abhängig zu werden.

        Genau so ist es mit unserem persönlichen Umgang, den wir mit anderen Menschen pflegen. Und da gehört der Umgang mit einem Narzissten dazu.
        Früher gab es so ein gutes Sprichwort: Sage mir, mit wem du umgehst und sage dir, wer du bist.

        Und das könnte man in gewisser Weise auch auf den Umgang mit einem Narzissten umlegen.
        Niemand würde sich mit einem Menschen auf ein näheres intimes Verhältnis einlassen, von dem er weiss, dass er Lepra hat, aus Angst vor Anstrengung.
        Unseren Kindern haben wir versucht beizubringen, sich ihren Umgang genau anzuschauen. Aber dass ein Narzisst ein toxischer Mensch ist, diesen Umgang verbieten sich viele troztdem nicht, obwohl sie das erkannt haben. Wieso eigentlich nicht?
        Warum pflegt jemand mit jemanden Umgang, der ihm ganz klar nicht gut tut? Das verstehe ich nicht.

        • Silv sagt:

          Anna: ‚ macht abhängig‘ und ‚ lässt sich abhängig machen‘ ist keon Widerspruch sondern bedingt einander. Das Eine geht nicht ohne das Andere

        • Silv sagt:

          @Anna Weil er/sie selbst ‚ ein Thema‘ hat…sprich ein Problem. So schwer zu verstehen ist das doch nicht

        • Susanne sagt:

          Anna, bist du noch in einer abhängigen Beziehung??

          • AnnaFox sagt:

            Nein ich bin in keiner abhängigen Beziehung und ich würde auch nie in eine emotionale Abhängigkeit geraten.
            Ich kann verstehen, dass das manchen Menschen passiert und wohlgemerkt: ich urteile auch über niemanden.
            Wenn jemand eine Meinung über eine bestimmte Sache oder zu einem bestimmten Thema hat, bedeutet das noch lange nicht, dass deswegen andere be- oder verurteilt oder gar bewertet werden.
            Es muss möglich sein in einer sachlichen Diskussion eine andere Meinung zu vertreten, Dinge anders zu sehen.
            Oder seid ihr alle nur hier, weil ihr Bestätigung sucht?

    • AnnaFox sagt:

      Welcher Gott???

      • Susanne sagt:

        Liebe Anna,

        mit dieser Frage von Dir hat die Diskussion um Glauben begonnen. Deswegen wollte ich wissen, warum du so allergisch reagiert hast, wenn du doch für freie Meinungsäußerung bist. Aber ist mir mittlerweile egal. Du redest immer nur um den heißen Brei herum, bringst Vergleiche (2. Weltkrieg, Unfallopfer etc.) die keinem weiter helfen.

        In diesem Sinne.

        Alkes Gute.

        • Lina2 sagt:

          Ich kann nicht sehen, dass Anna um den heißen Brei redet. Ihre Meinung begründet sie, ich sehe lebendigen Meinungsaustausch.

          Aber leider sehen hier manchmal einige Angriffe, wo gar keine sind und ziehen sich beleidigt zurück.

          Das tut mir leid, weil gerade andere Meinungen bereichern und können gerade dagegen schützen, in asymmetrischen Beziehungen leben zu müssen. Aber gelernt ist gelernt 😉
          Einigen scheint es völlig ok vorzukommen, dass sie aufschauen zu Einem, der angeblich das Heil bringt und einige vergöttern halt gern, egal ob Ra, Zeus, Neptun oder ihren Narzissten. Für die es es alternativlos. Andere können Alternativen finden. Das Leben ist bunt.

          Ich kenne beide Seiten: starke Gläubigkeit und vom Glauben zum Schauen gekommen zu sein. Egal ob der Herr Gott, Jesus oder Freund hieß. Aber es ist eines der schwersten Dinge, den Glauben der Eltern zu verlassen. Nicht anders als von einem menschlichen Narzissten loszukommen. Daher verstehe ich es, zumal ich selber 15 Jahre dafür brauchte.

          Auch hier sehe ich, wie andere beschuldigt werden, und dem andern das in die Schuhe
          geschoben wird, was Maße er macht. Und manipuliert wird, ein schlechtes Gewissen gemacht wird wird, obwohl man selber im Glashaus sitzt.

          Aber auch das bereichert die Diskussion und ist ein vermutlich nicht zu vermeidender Schritt in neue Überlegungen und freiere Denkmuster.

          Anna diskutiert auf Augenhöhe. Was ihr Gekränkten damit anfangt, liegt bei euch. Das Recht beleidigt zu sein hat schließlich jeder, das Gefühl ist wichtig und nicht verboten, es sagt was Wichtiges.

          Ich für mich nehme mir auch das Recht heraus, mich hier gegen den abergläubischen Quatsch zu wehren, es belästigt mich unendlich, zumal offensichtlich die Gläubigen die Bibel am wenigsten kennen, es berührt mich peinlich,mir wären die Weisheiten aus Grimms Märchen als Weisheit des Volkes und stärkende Sprüche angenehmer.

          Schön mal den Eisenhannes aus Grimms Märchen gelesen? Da ist mehr Hilfe für Narzissten und deren Partner drin als in den aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelsprüchen.

          • AnnaFox sagt:

            Liebe Lina, nun bin ich fast versucht Danke zu sagen, für Dein in die Bresche springen.
            Alles, was Du geschrieben hattest, spricht mich sehr an und sehe ich im Prinzip genau so. Diskutieren und Meinungen austauschen, dabei sollte man immer davon ausgehen können, dass das zwischen erwachsenen Menschen auf Augenhöhe stattfindet. Jeder hat die freie Wahl für sich zu entscheiden, ob für ihn etwas erwägenswert erscheint, drüber nachzudenken, ob eine andere Sichtweise, als die eigne, eine andere Herangehensweise als die eigne, eventuell auch eine Möglichkeit sein könnte, sich einer Sache vielleicht von einer anderen Seite zu nähern und so andere, bessere oder überhaupt Lösungen finden zu können.

            Offensichtlich sind viele „Gekränkte“ – egal auf welcher Seite die Kränkung stattgefunden hat – viel zu sehr in ihren alten, festgefahrenen Mustern verhaftet, als das sie sich dvon lösen können und eine Sache einschliesslich ihrer eigenen Sichtweisen hinterfragen zu wollen.

            Du hast eine wunderbaren Satz geschrieben, den ich mir sogar hier auf meinem Schreibtisch nun auf einen Zettel abgeschrieben habe. Du hast geschrieben: Ich kenne beide Seiten: „starke Gläubigkeit und vom Glauben zum Schauen gekommen zu sein.“ Das ist richtig gut: vom Glauben zum Schauen gekommen. Genau das trifft es! Exzellent, wie ich finde.
            Denn das ist es, was weiter bringt. Derjenige, der nur „glaubt“, der ist in gewisser Weise auch nicht bereit Dinge zu hinterfragen. Glauben ist oft blinde Gefolgschaft. Aber wenn jemand zum Schauen kommt, dann versucht dieser zu sehen was ist, und nicht, was sein könnte, oder sein sollte, oder was derjenige für wünschenswert erachtet, sondern jemand, der schaut, der will sehen, was wirklich ist.
            Denn nur das, was ist, das zählt wirklich. Und nicht, was jemand gerne möchte, wie die Dinge seiner Meinung nach sein sollten. Nur aus dem Ist-Zustand kann man eine Entscheidung treffen. Für sich. Und das impliziert dann auch Eigenverantwortlichkeit.

            Deinem Vergleich mit den Märchen und dass man aus Märchen oft wirkliche Weisheiten fürs Leben ableiten kann, dem stimme ich unumwunden zu.
            Das Märchen vom Eisenhannes und die damit verbundene Weisheit kenne ich sehr gut. Und auch das Märchen „Vom Kaiser und seinen neuen Kleidern“ lehrt uns, dass die Dinge eben oft nicht so sind, wie die Masse es schreit, wie es sein würde.

            Nachdem ich hier manche Beiträge gelesen hatte, konnte ich mich oft des Eindrucks nicht erwehren, dass es manchen Menschen hier gar nicht darum geht, vielleicht etwas Neues, eine neue, andere Sicht- oder Herangehensweise erfahren zu wollen, dass viele hier nur nach Bestätigung suchen, selbst bestätigt zu werden, dass sie die „Guten“ und die „Richtigen“ sind und der böse Narzisst ihnen übel mitgespielt hat. Und wenn dann jemand daherkommt, wie ich, der eine andere Meinung zu gewissen Dingen hat und vielleich auch den Mut hat bei gewissen Dingen den Finger in die Wunde zu legen, dann wird derjenige sofort abgestempelt als jemand, bei dem auch narzisstische Züge feststellbar sein würden. Und damit meinen diese Menschen sofort in den Verteidigungs- oder Angriffsmodus umstellen zu müssen.

            Aus meiner Sicht können Beiträge hier lediglich als ein Angebot betrachtet werden, wo man von anderen erfährt, dass man gewisse Dinge vielleicht auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann, dass die Herangehensweise an ein Thema, an ein Problem vielleicht auch eine andere sein kann, als es die ist, die derjenige Leser bisher kannte und nutzte.
            Wenn ich es richtig sehe, dann sind hier viele auf dieser Plattform versammelt, auch, weil sie Hilfesuchende sind, weil sie es bis heute aus eigener Kraft noch nicht geschafft haben, sich wirklich von traumatischen Erlebnissen zu befreien. Offensichtlich hat ihnen ihre eigene Betrachtungsweise und ihre eigene Herangehensweise bisher nicht den erhofften Erfolg gebracht sich von schlimmen, traumatischen Erlebnissen befreien zu können. Warum also nicht mal umdenken und sich in gewisser Weise einer anderen Herangehensweise eines anderen Menschen, der es geschafft hat, sich von schlimmen psychischen Verletzungen zu befreien, warum sich dessen Ansichten nicht einfach mal vorurteilsfrei öffnen? Das verstehe ich nicht. Denn wenn die eigene „Therapie“ nichts gebracht hat und ein anderer es geschafft hat, so kann doch eigentlich nur vernünftig sein, sich zu fragen „Wieso hat der das überwinden können, woran ich offensichtlich immer noch zu knabbern habe?“

            Aber es gibt Menschen, die dann eher dazu greifen zu sagen, dass der andere gar keine Ahnung hat, sein Leid gar nicht so schlimm gewesen sein kann, wie das des anderen und es wird verbal ausgeholt und gesagt, wenn der wirklich wüsste und wenn der das durchgemacht hätte, was ich alles durchmachen musste, dann würde der anders reden. Und Stempel drauf: der hat doch gar keine Ahnung, jemand der sachlich diskutiert wird als überheblich hingestellt, jemand der für ein gesundes Selbstwertgefühl plädiert, der wird dann ruckzuck ebenfalls als Narzisst hingestellt.

            Nur damit, mit so einer Haltung, damit ändert sich eben im Leben derjenigen Menschen nicht wirklich etwas, sie drehen sich weiter im Kreis und sind letztlich für den nächsten „Narzissten“ ein gefundenes Fressen oder bestes Opfer. Ganz einfach, weil sie bis heute nicht anerkennen können, dass sie Komplementätnarzissten sind, dass sie durch ihre persönliche Haltung einen Narzissten perfekt ergänzen.
            Aber das möchten diese Menschen natürlich nicht wahrhaben, denn damit müssten sie sich ja selbst in Frage stellen und das möchten sie nicht, denn der alleinige Schuldige ist ja bereits gefunden in dem anderen, der als Narzisst abgestempelt wird – entweder zu recht als solches bezeichnet wird oder aber einfach als Narzisst bezeichnet wird, weil es so am besten passt.

            Viele Menschen hinterfragen ungern gewisse Dinge, und am wenigsten sich selbst. Jemand der über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügt, eine gefestigte Persönlichkeit, an so jemanden beisst sich ein Narzisst die Zähne aus, aber das lässt er lieber gleich und wendet sich sehr schnell wieder ab. Narzissten spüren sehr genau, wer in ihr Beuteschema passt. Es sind meist Menschen, die eine stark ausgeprägte Obrigkeitshörigkeit haben, deswegen auch leicht Sekten und fanatischen Religionen zum Opfer fallen, Menschen, die ein Helfersyndrom haben, die sich gern vor anderen klein und auch unabkömmlich machen möchten. Am Anfang tun sie alles, um in den Augen des super tollen Narzissten Anerkennung und Lob zu erhalten. Wenn der Narzisst dieses Spiels irgendwann müde geworden ist, es ihn langweilt, ihn die Unterwürfigkeit anwidert, und er in die nächste Stufe übergeht und beginnt den anderen zu entwerten, erst ganz subtil und dann unverschämt und direkt, dann fallen diese unterwürfigen Menschen aus allen Wolken und können es nicht fassen und frage sich, was denn nun passiert und versuchen noch besser zu werden, ihrem Narzissten alles recht zu machen, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen, nur um von ihm gesehen zu werden, nur seiner huldvollen Zuwendung zuteil zu werden.
            Es ist erniedrigend, so ein Verhalten und ich empfinde es auch als abstossend. Warum soll sich ein Mensch vor einem anderen Menschen klein machen? Nicht einmal ein Bettler auf der Strasse sollte vor anderen auf den Knien liegen!

            Menschen haben eine Würde. Und das vergessen manche Menschen offensichtlich. Die Narzissten sowieso und die anderen, die sich kleinmachen lassen, die es eine ganze zeitlang zulassen, erniedrigt zu werden, bloss gestellt zu werden, beleidigt und entwertet zu werden, auch diese Menschen haben offensichtlich vergessen, dass sie eine Würde haben. Und diese Würde, die gibt es zu verteidigen! Um jeden Preis.
            Denn die Würde macht einen Menschen erst zu einem vollkommenen Menschen. Das vergessen viele Menschen, und weil manch einer selbst würdelos behandelt wurde und würdeloses Verhalten hat über sich ergehen lassen, deswegen haben wohl einige überhaupt das Gefühl für Würde verloren und behandeln andere wiederum, wie sie selbst behandelt wurden. Der Kreislauf hat begonnen, ein Kreislauf mit Mustern, aus dem viele nicht mehr rauszukommen scheinen, weil sie es eben so gewohnt sind und viele vielleicht auch nicht rauskommen wollen, weil sie es sich in ihrer Rolle als ewiges Opfer und „die Guten“ bequem eingerichtet haben.

            Ich denke da anders. Nicht besser und nicht schlechter, aber anders. Meine Devise war es schon immer: zuerst etwas selbst versuchen. Kann ich es alleine nicht schaffen, sehe ich mich nach entsprechend kompetenter Hilfe um. Es ist keine Schande Hilfe anzunehmen, aber es ist eine Schande alles beim Alten zu lassen, wenn das Alte miserabel ist und einem nicht gut tut.

            Ich kann nur für mich sprechen und weil ich nur für mich spreche, deswegen bin ich noch lange kein Narzisst. Denn nur für sich zu sprechen, impliziert zum einen, dass jemand für sich selbst die volle Verantwortung übernimmt und wenn was schief geht, auch nicht die schuld dafür bei anderen sucht; und zum anderen impliziert so eine Haltung, dass man einen anderen Menschen nicht bevormunden möchte, diesem auf Augenhöhe begegnen möchte, dass das, was auf eine selbst zutrifft nicht zwangsläufig auf andere zutreffen muss.
            Es ist eine gewisse vorurteilsfreie Offenheit, beinhaltet aber auch, dass, wenn man selbst zu einem Problem, das man hat, keine Lösung dafür finden konnte, alle Versuche und Herangehensweisen nicht erfolgreich waren, dass man anderen, neuen Ansichten und Herangehensweisen gegenüber auch offen ist dafür, dass andere, die es geschafft haben sich von etwas zu befreien,dass deren Sichtweise es zumindest wert ist zu überdenken, ob das vielleicht für einen selbst auch eine Möglichkeit sein könnte, um aus dem persönlichen emotionalen Schlamassel rauszukommen.

            Eigentlich ist es alles gar nicht so schwer, ist es ziemlich einfach, wie ich meine. Ist nur die Frage, ob jemand wirklich etwas ändern will oder an der Illusion festhalten möchte, dass es schon irgend ein Gott richten wird, oder aber der böse Narzisst doch irgendwann einsehen muss, wie gut der andere ist und dann endlich sich lieb und gut und genau so verhält, wie der andere Gutmensch es von ihm erwartet. Da kann man eigentlich nur noch sagen: Träum weiter! Aber im echten Leben wird das nicht passieren und vor allem nicht, wenn Du nicht endlich Dein Leben selbst in die Hand nimmst und selbst dafür sorgst, dass es Dir gut geht!

            Wenn jemand einen bestimmten Kuchen backen möchte und sein persönliches Rezept funktioniert nicht und dann ein anderer den gleichen Kuchen backt und es funktioniert, dass man sich da dann einfach fragt: Hey, wie hast Du das gemacht? Was hast Du anders gemacht, als ich?
            Man sollte immer lernbereit bleiben und aufgeschlossen für Neues, Anderes, und lernen kann man halt immer von dem, der etwas geschafft hat, der etwas erreicht hat, womit man sich selbst offensichtlich immer noch schwer tut.

            Und an alle, die sich nun wieder beschweren, dass es zu viel für sie ist, was ich geschrieben habe – wie bereits erwähnt: es ist ja niemand gezwungen es zu lesen. Und wenn hier auf der Seite eine Limitierung vorgesehen sein würde, dann wäre von vornherein hier gar nicht die Möglichkeit gegeben, dass jeder schreiben und zum Ausdruck bringen kann, wie er meint, dass es für ihn zum Thema angemessen erscheint.

        • Susanne sagt:

          Anna: Nur noch eins: Die Aussage, dass du niemals in eine abhängige Beziehung geraten würdest, ist absolut überheblich, arrogant, herablassend….Narzisstisch?!!!!

          Deine Aussagen strotzen von Arroganz, Unantastbarkeit, Besserwisserei, Überheblichkeit. Gefühlskälte, Grandiosität etc.

          Und nun kannst du erst sagen, dass du hier angegriffen wirst.

          • AnnaFox sagt:

            Jeder sollte für sich selbst sprechen können.
            Von sich selbst zu sagen, dass einem dies oder jenes nicht passieren würde, ist absolut nicht überheblich, nicht arrogant, ist nicht herablassend, ist mitnichten auch nur irgendwie wertend, sondern ist eine sachliche Aussage, die jemand von sich selbst macht.

            Legt es jemand anders aus, als es gesagt wurde, so ist dessen Sache.

            Man sollte nie über jemanden urteilen, niemanden bewerten.
            Und jemanden, den man nicht persönlich kennt, von den kann man schon zweimal nicht sagen, wie oder was der ist.

            Offensichtlich sind manche Menschen aber psychisch so geschädigt, dass sie gar nicht mehr anders können, als in diese Verhaltensmuster fallen.

            Vielleicht könnte es eine gute Idee sein sich einfach professionelle Hilfe zu suchen.

            PS… übrigens das, was ich in meinen Beiträgen geschrieben hatte, gibts hier auf dieser Website einen offiziellen redaktionellen Teil, der genau das Gleiche aussagt.
            Aber vielleicht nutzen hier die meisten nur diese Seite um ihren eigenen Ballast loswerden zu können und sich gegenseitig die schlimmen Erfahrungen mitzuteilen, die die meisten hier offensichtlich gemacht haben.

            Ich würde sehr vorsichtig damit umgehen, jemanden als „narzisstisch gestört“ abzustempeln. Das ist gefährlich und letztlich sollten sich Laien davor hüten andere Menschen zu stigmatisieren und als „psychisch gestört“ hinstellen zu wollen. So eine Haltung ist gefährlich.

        • AnnaFox sagt:

          Was meinst Du denn, was würde Dir denn weiter helfen?

          • Susanne sagt:

            @ Anna

            Deine Aussagen widersprechen sich permanent. Schon gemerkt?

            „Man sollte nie über jemanden urteilen, niemanden bewerten.
            Und jemanden, den man nicht persönlich kennt, von den kann man schon zweimal nicht sagen, wie oder was der ist.

            „Offensichtlich sind manche Menschen aber psychisch so geschädigt, dass sie gar nicht mehr anders können, als in diese Verhaltensmuster fallen.“

            „Ich würde sehr vorsichtig damit umgehen, jemanden als „narzisstisch gestört“ abzustempeln. Das ist gefährlich und letztlich sollten sich Laien davor hüten andere Menschen zu stigmatisieren und als „psychisch gestört“ hinstellen zu wollen. So eine Haltung ist gefährlich.“

            Denn auch DU bist NUR ein LAIE!

            Ich glaube das ist dein größtes Problem! 🙂

            Deine Tipps kannst du dir alle selbst geben, versuch es mal damit.
            Kümmere dich erst mal um dich selbst bevor du deine Mitmenschen beleidigst und als hirnlos hinstellst.

            Übrigens versuchst du permanent die „vielen Anderen“ und „manche Menschen“ die hier in deinen Augen hier nur Ballast abwerfen, zu missionieren und deinen Ballast aufzubürden! NICHT umgekehrt.

    • AnnaFox sagt:

      Welcher Gott ist es, der die „Guten“ aus der Hand der „Bösen“ rettet?

      Und warum, wenn es denn diesen einen Gott gibt, der die Fähigkeit und Möglichkeit hat, die „Guten“ aus der Hand der „Bösen“ zu retten, warum rettet dieser Gott dann nicht all die anderen vielen vielen „Guten“ aus der Hand der „Bösen“?

      Welcher Gott ist hier gemeint?
      Von welchem Gott der vielen Götter, der tausenden Götter, die auf dieser Welt im Laufe der Jahrtausende von Menschen erdacht wurden, ist hier die Rede?

    • AnnaFox sagt:

      Marjeta, welchen Gott meinst Du?
      Und was ist mit den Menschen, die beispielsweise in Indien leben und so an die 2000 Götter dort haben?
      Werden die dann nicht gerettet? Glauben die dann an den falschen Gott?
      Ist nur „Dein“ Gott der richtige?
      Genau bei dieser Frage fangen die Kriege an!

  21. Marla sagt:

    Hm, naja. Und die „Opfer“ des Narzissten sind dann die Gerechten? Und Gott richtet dann über den Narzissten mit seinem flammenden Schwert? 😉

    Während viele Artikel auf dieser Seite mir neue Perspektiven eröffnet haben und für mich sehr erhellend waren – mit diesem Buchvorschlag kann ich nichts anfangen. Was mir ein mulmiges Gefühl bereitet: Trost und Liebe sind sicherlich bitter nötig nach einer solchen Zeit. Auch. Genauso nötig ist die ehrliche und reflexive Auseinandersetzung mit sich selbst und den eigenen Anteilen an der Situation.

    Aus bitterer eigener Erfahrung kann ich nachvollziehen, wie schnell und einfach man in eine (Abhängigkeits-)Beziehung mit einem Narzissten „hineinrutscht“. Trotzdem bleibt man damit ja immer noch ein aktiver Part und spätestens bei der zweiten oder dritten Irritation steht es einem frei, das Weite zu suchen. Bleibt also die Frage: warum tut man es nicht? Und diese Antwort findet man nur in sich selbst, weder der Narzisst, noch Gott werden da eine Antwort geben.

    Ich sehe auch eine Gefahr darin, von einer Abhängigkeit (die dringend benötigte Aufmerksamkeit des Narzissten, die betörenden Liebesbekundungen, die höchsten Höhen, in die er einen katapultieren kann…) in die nächste zu rutschen (das Seelenheil, die wie auch immer geartete „Erlösung“ durch den Glauben…). Da fehlen mir Eigenanteil, Selbstverantwortung und der Empowermentgedanke. Das klingt jetzt vielleicht sehr bissig, aber mir kommt da spontan folgender Gedanke: was der eine (der Narzist) nicht geschafft hat, soll jetzt Gott erledigen…och nö.

    Ich maße mir nicht an, Menschen zu verurteilen, die ihren Trost im Glauben suchen (und auch ich bin im Übrigen gläubig). Nur hoffe ich, dass dabei weiterhin Eigenverantwortung und eine proaktive Bewältigung im Vordergrund stehen. Eben ein „sowohl – als auch“, statt blindes Hoffen und Glauben. Gott hat uns immerhin ein Gehirn zum selber denken gegeben.

    • Arianna sagt:

      Da stimme ich zu – man neigt als Betroffener leicht dazu, in ein schwarz-weiß-Muster zu fallen (armes Opfer, böser Narz). Ebenso, wenn man über diese Dinge hört oder liest.
      Ich kann nur immer wieder sagen und betonen, dass wir alle narzisstische Anteile haben; genau daran docken diese Menschen an. Um uns von ihnen zu befreien und so etwas nicht mehr zu erleben müssen wir uns damit auseinandersetzen und nicht nur den Narz anklagen.
      Mir graust bei der Vorstellung, dass meine Mutter auf den Begriff „Narzissmus“ gekommen wäre! Sofort hätte sie Gründe en masse dafür gefunden, warum mein Vater schwer narzisstisch ist – womit sie teilweise sicher recht gehabt hätte, aber damit von ihrer eigenen, viel schlimmeren narzisstischen Störung abgelenkt hätte.
      Vorsicht vor einseitigen Berichten, um Himmels Willen! Niemand ist in diesem Leben ganz unschuldig. Und Gott hilft nur denen, die sich ihm zu Füßen werfen, nicht denen, die ihn auffordern, „Strafe diesen Menschen, der nicht so ist, wie ich es mir vorstelle.“ Darum heißt er der „Herr“ und nicht „Das Instrument der Rache“ o.ä.

    • Lina2 sagt:

      Ich meine das genau so. Gut geschrieben! Ich war in beiden Abhängigkeiten, zuerst die religiöse und die hat eigentlich erst ermöglicht, in die narzisstischen Kollusion zu geraten.
      beiden Gemeinsam ist:
      die Realität nicht zu sehen,
      – trainiert zu sein, Unmögliche zu glauben
      – Heilssuche und Verschmelzung, besondere Liebe
      -sich als was Besonderes zu sehen
      – die Meinung oder die Bedürfnisse von anderen werden über das Eigene gestellt
      und vieles mehr.
      Und sich damit gut fühlen, das Eigene einem Ideal unterordnen und dem dann noch stolz drauf sein.

      Es ist das Gleiche!

  22. Christin sagt:

    Nehmt’s mir bitte nicht übel, aber das „verlorene Ich“ muss schon selbst aktiv werden, anstatt diese Bürde in die Hände eines fiktiven Wesens (bzw eines Märchenbuchs) zu legen und zu hoffen, dass dadurch Alles besser wird.

    Ich meine das absolut nicht respektlos oder beleidigend, aber ich war als Jugendliche auch gläubig, wurde dann aber agnostische Atheistin und damit fahre ich für mich wesentlich besser als Anders rum. Und zufriedener bin ich auch.
    Aber jeder wie er will und denkt, es ist für ihn am Besten!

  23. Brigitte sagt:

    Wow! Nun bin ich echt überrascht, denn diesen Aspekt habe ich bisher immer vermisst. Ich glaube an Gott und sein Wort. Vor 24 Jahren war genau dieser Vers: „Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben. Der Gerechte muss viel erleiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR“ [Psalm 34,19-20], die Initialzündung zu einem Leben mit Gott. Dass dieser Vers mir jetzt wieder im Zusammenhang mit Narzissmus begegnet trifft mich tief. Ich weiß, dass Gott dort kann, wo ich nicht mehr kann, dass er heilt, was zerbrochen ist, dass er Leben schenkt, wo Tod ist. Nur das Loslassen ist oft so schwer.
    Lieber Herr Grüttefien, danke, dass Sie den Mut hatten, dieses Buch vorzustellen! Werde es mir auf jeden Fall durchlesen und bin sehr gespannt darauf! LG, Brigitte

    • AnnaFox sagt:

      Sie glauben an Gott. Ok. Mich würde dabei interessieren an welchen Gott?

      Und wieso sollte der Gerechte viel erleiden müssen?

      Menschen werden nicht dafür geboren, um viel erleiden zu müssen!

      Allerdings ist diese Bibelzeile „Der Gerechte muss viel erleiden, aber aus alledem hilft ihm der HERR“ ist die perfekte Grundlage für alle jene Frauen, die sich gern zum Opfer machen lassen, weil sie letztlich dadurch als „Gerechte“ aufgewertet empfinden, auf der „richtigen“ Seite meinen zu befinden.
      Und genau da fangen die Religions-Kriege an! Egal um welche Religion es sich handelt. Weil Menschen glauben, dass sie zu den Gerechten gehören und sich damit in ihrem Selbstwertgefühl aufzuwerten versuchen: ich bin einer, der zu den Gerechten gehört und Du nicht.
      Diese Denkweise ist gefährlich.

      Meines Erachtens dürfte überhaupt niemand verlauten lassen, an welchen Gott er glaubt oder nicht glaubt, zu welcher Religion er sich zugehörig fühlt oder nicht zugehörig fühlt, denn dann würde wir alle uns gegenseitig nur als eines sehen: als Menschen und Mitmenschen!

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