Wer sich rechtfertigt, hat schon verloren

In einer Beziehung mit einem Narzissten kommt jeder früher oder später in die unangenehme Situation, sich für seine Ansichten oder Handlungen ständig rechtfertigen zu müssen. Der Narzisst konfrontiert seinen Partner mit den unglaublichsten Unterstellungen oder behauptet einfach Unwahrheiten, die so niemals stattgefunden haben. Das löst Empörung und Wut bei dem Partner aus, der die haltlosen Behauptungen nicht so im Raum stehen lassen kann und zur Gegenwehr ausholt.

Bild: © JackF – Fotolia.com

Fast automatisch beginnt man, sich sofort zu rechtfertigen, wenn man beschuldigt wird oder eine Meinung vertritt, die nicht auf Akzeptanz stößt. Dabei gerät man zunehmend unter Druck, je weniger sich der andere mit den eigenen Erklärungen und Argumenten einverstanden gibt. Man glaubt, den andere unbedingt vom eigenen Standpunkt überzeugen zu müssen und fühlt sich erst dann wieder wohl, wenn man seine Zustimmung erfährt. Man will sich angenommen fühlen und macht sich somit von der Reaktion des anderen abhängig.

Es wirkt ja auch kompetent, wenn man seine Meinung oder sein Vorgehen überzeugend begründen kann. Mit logischen Argumenten wird der eigene Standpunkt untermauert und man schafft auf diese Weise Vertrauen. Man gewinnt an Glaubwürdigkeit, weil man zeigen kann, dass man sich bei seinem Vorgehen oder seiner Entscheidung etwas gedacht hat und dass man etwas von der Sache versteht. In der Regel wird es von anderen geschätzt, wenn man seine Ansichten und Entscheidungen klar und nachvollziehbar erklären kann.

Der Narzisst lässt den Partner auflaufen

Im Umgang mit einem Narzisst trifft dies aber nicht zu. Ein Narzisst kann auch den sinnvollsten Argumenten widersprechen und behauptet einfach stur etwas ganz anderes, was zwar überzeugend klingen mag, aber nicht immer den Tatsachen entsprechen muss. Den anderen treibt dieses Verhalten dann oft zur Verzweiflung, weil er immer wieder von vorne mit seinen Erklärungen anfangen muss. Der Narzisst redet einfach nur dagegen an. Der Partner merkt, dass er mit seinen klugen Argumenten und freundlichen Erklärungen nicht weiterkommt. Der Narzisst streitet einfach alles ab, lügt und verdreht die Tatsachen oder behauptet das Gegenteil. Der anderen kann reden und begründen, wie er will, er dringt einfach nicht durch.

So kompetent und überzeugend es auch wirken kann, ausführlich zu begründen, so wenig zieht diese Methode bei einem Narzissten. Man will den Narzissten unbedingt vom eigenen Standpunkt überzeugen und genau das ist es, was der Narzisst nicht zulässt. Der Narzisst möchte immer Recht haben, er möchte immer das letzte Wort und unbedingt die Macht über den Gesprächsverlauf behalten. Daher wird er alle Gegenargumente verdrehen, nur um als Sieger aus dem Gespräch hervorzugehen.

Für einen Narzissten ist ein Gespräch nicht eine Form des partnerschaftlichen Austauschs, in der jeder seine Argumente sachlich vortragen kann, in der alle Fakten gegeneinander abgewogen werden und am Ende eine gemeinsame Entscheidung getroffen wird. Für den Narzissten ist es lediglich ein Wettstreit, den er gewinnen will.

Eine Rechtfertigung bedeutet für den Narzissten, dass sich der Partner nicht mit seiner Sichtweise einverstanden gibt und dass er sich gegen den Vorwurf wehrt. Es signalisiert dem Narzissten den offenen Widerstand gegen seine Person. Er versteht es als einen Angriff, gegen den er sich verteidigen muss. Daher kann man bei ihm auch nicht auf Verständnis hoffen, sondern muss damit rechnen, weiter beleidigt und erniedrigt zu werden. Jedes weitere Wort dient dem Narzissten nur dazu, immer mehr Öl ins Feuer zu kippen. Rechtfertigungen stärken nur die Position des Narzissten, weil er in den Begründungen des Partners dessen Hilflosigkeit spürt.

Der Partner dringt nicht durch

Die Strategie, sich unbedingt gegen die Behauptungen des Narzissten wehren zu müssen, um nicht unterzugehen, muss somit regelmäßig scheitern. Nur wenn Sie gar nicht erst den Versuch starten, sich rechtfertigen zu wollen und den Kampf aufzunehmen, sondern ruhig bleiben und sich weigern, auf die haltlose Unterstellungen einzugehen, behalten Sie auch die Kontrolle. Nur so können Sie den ewigen Kreislauf aus Angriff, Verteidigung und Eskalation durchbrechen.

Sobald Sie sich rechtfertigen oder entschuldigen und versuchen, den Standpunkt des Narzissten verändern zu wollen, machen Sie sich von seiner Entscheidung abhängig. Sie diskutieren und streiten solange, bis der Narzisst Ihnen endlich zustimmt. Sie machen sich also von seiner Reaktion und von seiner Zustimmung abhängig. Solange er kein Verständnis für Ihre Sichtweise aufbringt, fühlen Sie sich unverstanden und missachtet.

Wenn Sie sich rechtfertigen, dann wollen Sie, dass der andere Ihren Standpunkt akzeptiert. Wenn Sie sich entschuldigen oder um Verzeihung bitten, dann brauchen Sie das Einverständnis des anderen, um von Ihrem Schuldgefühl erlöst zu werden. Wenn der andere lügt, dann wollen Sie ein Klarstellung herbeiführen, aber die Lüge bleibt solange im Raum, bis der andere zugibt, dass er sich geirrt hat.

Der Partner bleibt in der Abhängigkeit

In allen Fällen machen Sie sich abhängig von der Reaktion des Narzissten. Sie können ohne die entlastende Reaktion des Narzissten nichts machen und rennen immer weiter gegen die Wand. Die hartnäckige Abwehrhaltung des Narzissten wird Ihre Wut nur noch weiter steigern und Sie werden kaum noch zu einer gelassenen Reaktion fähig sein. Der Narzisst genießt es dann, wenn Sie die Fassung verlieren. Er freut sich innerlich darüber, wie Sie sich um seine Gunst bemühen und lässt diese Schauspiel noch gerne eine Weile weiter laufen, weil es ihm so viel Freude bereitet, wie der Partner leidet.

Indem Sie sich von seiner Reaktion abhängig machen, geben Sie ihm die Macht zu entscheiden, wie lange das Gespräch dauern wird, welche Richtung das Gespräch nimmt und wann die Diskussion beendet ist. Da Sie zu sehr damit beschäftigt sind, ihm eine Zustimmung abzuringen und sich in Ihrer anhaltenden Wut verlieren, nehmen Sie gar nicht wahr, wie sehr es ihn im Innersten erfreut, dass Sie sich halb zu Tode reden.

Sie sollten daher eine andere Strategie anwenden. Nutzen Sie einfach nur folgende Sätze oder Phrasen, wenn der Narzisst Ihnen etwas unterstellen möchte, sie beleidigt oder beschuldigt:

  • Ah, ja!
  • Ach, so siehst Du das also!
  • Das ist aber ein interessanter Blickpunkt!
  • Du hast sicher ein Recht auf Deine eigene Meinung!
  • Du wirst es schon wissen!
  • Tut mir leid, dass Du das so siehst!
  • Es tut mir leid, dass Du jetzt wütend bist!

Auf diese Weise nehmen Sie keine Stellung zu seinen Aussagen. Sie bewerten sie nicht, Sie rechtfertigen sich nicht und Sie entschuldigen sich nicht. Sie bleiben neutral und lassen dem Narzissten seine Sichtweise, ändern aber auch nicht die Ihrige.

Ein Beispiel:

Narzisst: „Ich habe Dir schon hundertmal gesagt, Du sollst am Sonntag nicht immer in Deinen alten Klamotten herumlaufen!“

Sie: „Ah, ja!“

Narzisst: „Wenn ich schon so selten Zeit für Dich habe, dann kannst Du Dich wenigstens vernünftig anziehen!“

Sie: „Tut mir leid, wenn Dich das aufregt!“

Narzisst: “Ziehst Du Dich jetzt bitte um!“

Sie: „Ich werde darüber nachdenken!“

Narzisst: „Ich will aber, dass Du Dich jetzt umziehst!“

Sie: „Das habe ich verstanden, ich werde darüber nachdenken!“

Narzisst schlägt vor Wut auf den Tisch und bricht aus der Rolle: „Was gibt es da noch nachzudenken? Ich will es so und damit basta“

Sie: „Tut mir leid, dass Du jetzt wütend bist, aber ich weiß noch nicht, ob ich mich jetzt umziehe!“

Üben Sie ein nicht-defensives Verhalten

Bevor Sie es ausprobieren, sollten Sie diese Methode zunächst bei anderen Gelegenheiten üben. Sobald jemand etwas Kritisches, Abwertendes oder Beschuldigendes sagt, lösen Sie sich von dem inneren Druck, sich rechtfertigen zu wollen und begegnen den Argumenten mit einer neutralen Reaktion. Versuchen Sie diese Vorgehensweise mit anderen Personen, auf die Sie weniger emotional reagieren und bei denen Sie sich mehr zutrauen.

Sie müssen bei dem Training Konzentration und Ausdauer aufbringen, um nicht wieder in das alte Fahrwasser abzugleiten. Sie werden sicherlich am Anfang Fehler machen, weshalb Sie wahrscheinlich, falls Sie gleich bei dem Narzissten beginnen wollen, scheitern und glauben, diese Methoden wäre ungeeignet.

Es bedarf natürlich ein wenig Mut und Selbstvertrauen, diese Methode bei einem Narzissten anzuwenden, vor allem wenn sich dieser in seiner Wut noch steigert. Sie müssen seine Drohungen aushalten können, sofern er nicht gewalttätig wird. Leider sind oft die inneren Harmoniebestrebungen von Partnern stärker, als sich mit dem Narzissten zu streiten und in der Auseinandersetzung gefestigt zu bleiben. Zu leicht wird wieder nachgegeben. Dabei sollte sich der Partner bewusst sein, dass sich ein Narzisst immer gegen Grenzen wehrt. Grenzen sind der natürliche Feind des Narzissten. Daher braucht es Ausdauer, um ihn davon zu überzeugen, dass Sie auch einen Willen haben, den er respektieren muss und dass es Mauern gibt, die er nicht einreißen kann.


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Veröffentlicht in Blog, Gesamt, Tipps zum Umgang
60 Kommentare zu “Wer sich rechtfertigt, hat schon verloren
  1. Claudia2 sagt:

    Es ist nicht wichtig, ob man noch Kontakt mit dem narzistisch Gestörten unterhält oder nicht, sondern ob er einem noch im Kopf rumspukt. Solange das noch der Fall ist, ist man innerlich nicht frei.
    Für mich ist es heute noch ein Rätsel, wie ein Verhaltenstherapeut es geschafft hat, mich von einem Narzissten nach einer einzigen Behandlungsstunde zu befreien. Er spielte nach der ersten Stunde keinerlei Rolle mehr in meinem Kopf. Meine Freunde bemerkten das mit Verwunderung zuallererst.
    Nach einiger Zeit schickte der Narzisst mir Geld in einem Brief, um mich zur Rückkehr zu bewegen.
    Ich legte den Brief dem Verhaltenstherapeuten vor mit der Frage, was ich denn nun tun solle.
    Er lehnte sich wie eine Diva zurück und fragte gelangweilt: “ Nun, und wie verhält sich da eine Dame von Welt?“
    Ich schlug verunsichert vor, das Geld zurückzuschicken mit ein paar Sätzen.
    Er sagte noch einen Tick gelangweilter und divenhafter: „Meine Güte, Papierkorb! Stecken Sie das Geld ein, spenden Sie es für einen guten Zweck und basta!“
    Und dann lachten wir beide los und gingen zu anderen Themen über.
    Bei diesem Therapeuten lernte ich auch wieder zum Handkuss zurückzukehren.
    Bei meiner Frage, wie ich mich verhalten solle bei Zudringlichkeiten eines Mannes, sagte er erneut divenhaft: „Ich hoffe, Sie haben ihm die Hand mit Grandezza zum Handkuss gereicht, und dann elegant auf dem Absatz kehrt gemacht.“
    In diesen humorvollen Therapeuten musste man sich einfach verlieben!

  2. Claudia M. sagt:

    Sehr guter Artikel – dieses Mal sogar mit praktischen Tipps! 🙂
    Ich werde die neue „Taktik“ bei anderen (nicht-narzisstischen) Menschen ausprobieren; scheint mein persönliches Thema zu sein!

    Bzgl. „Liebe“ unterstelle ich mal: ein Narzisst kann nicht richtig lieben. Oberflächlich liebt er nur sich selber, innerlich hasst er sich selber. Wie soll er dann eine andere Person aufrichtig lieben können?! Ein männlicher Narzisst „schmückt“ sich lediglich mit Partnerin und Kindern.

  3. Arianna sagt:

    Mit das Schlimmste an narzisstisch gestörten Menschen ist, dass sie sich für unentbehrlich halten, während sie im besten Fall überflüssig und im Normalfall sogar schädlich und gefährlich sind. Ihre realitätsfremde Einstellung und die Macht, die sie auf die Phantasie und die Gefühle ihrer Mitmenschen ausüben, machen sie kurzzeitig faszinierend und ruinieren ihren Opfern dann langfristig alles, worauf sie Zugriff bekommen.
    Es ist so schön, eines Morgens aufzuwachen und festzustellen, dass dieser Mensch nicht mehr Teil deines Lebens ist! Auf einmal merkt man wieder, wie schön das Leben sein kann!

  4. Barbara sagt:

    Soo treffend beschrieben!

    • Silv sagt:

      Einen Narzissten ändert der Partner nicht
      Selbst wenn die narz. Eigenschaften nicht so ausgeprägt sind, kommen sie immer wieder durch
      Leider ist das beziehungszerstörend. Wer möchte schon Dauerkrieg und ständiges Selbstbehaupten?
      .

  5. Claudia2 sagt:

    Überaus wertvolle Anregungen im Umgang mit Narzissten werden hier geboten. Über so etwas kann ich mich richtig freuen.
    So etwas sucht man ja vergebens in Selbsthilfegruppen, wo die „Opfer“ wieder zusammenhocken und hochaggressiv über einen gemeinsamen Sündenbock „den Narzissten“ herziehen.
    Was ein gemeinsames Feindbild für entsetzliche, mörderische Folgen nach sich ziehen kann, kennt man ja aus der Geschichte.

    • Arianna sagt:

      Man darf diese Menschen nicht dämonisieren und glauben, man sei auf der Seite der „Guten“, das ist wahr. Trotzdem ist Distanzierung von ihnen und der Mut, einen eigenen Weg, ohne diese Menschen, zu gehen, unbedingt erforderlich für die eigene Heilung. Jeder Augenblick, den man in einer narzisstischen Verstrickung verbleibt, lässt die eigenen narzisstischen Wunden weiter schwären.
      Man kann diesen Menschen vergeben, sie bedauern, für sie beten, alles. Aber bei ihnen bleiben und noch versuchen, sie zu verstehen und ihnen vielleicht zu helfen – niemals.

    • Silv sagt:

      Hallo Conny,
      Du wirst Psychotherapie brauchen bei einem erfahrenem Therapeuten.
      Sonst kommst du nicht aus der Abhängigkeit. Es könnte allein nicht zu bewältigen sein. Ich bin erst nachdem ich ganz weit unten angekommen bin mit Hilfe genesen. Du musst lernen, keinen Kontakt zu ihm zu suchen bzw zuzulassen. Es wird dir schaden! Und dann gefestigt dein Leben ausbauen. Das geht auch ohne fam.Hintergrund.
      Mir gehts heute richtig gut mit intensivierten Kontakten. Und selbstständig zurück erobertem Lebensentwurf. Dafür war ich aber wirklich am Abgrund. Und nie hätte ich gedacht, dass es soweit kommen könnte.

      ganz

  6. Sesilla sagt:

    Ich habe auch eine Frage. Weiß nicht, ob es hier irgendwo in den vielen wunderbaren Artikeln steht, bin noch nicht ganz durch damit.
    Sind sich Narzzisten eigentlich bewusst, was sie da mit anderen Menschen treiben? Oder teilweise, oder läuft das einfach vollkommen unbewusst ab, da sie es nicht anders kennen?
    Wäre über eine Antwort sehr froh.

    • Natalie sagt:

      Liebe Sesilla,
      ja, die sind sich dessen bewußt aber für die ist diese Verhaltensweise „normal“. Durch das fehlende wohlwollende Gefühl für Dich selber, können sie natürlicherweise auch nicht mit uns mitfühlen…
      Also: bewußt, aber nicht aus boshafter Absicht, sondern um Kontrolle über die Situationen zu haben…

      • Natalie sagt:

        Sorry…für sich ist richtig, daß fehlende Gefühl für sich selber

      • … sie ind sich allerdings nicht ihrer Wirkung auf andere Menschen bewusst. Hier unterliegen sie sehr häufig einem Trugbild.

        • Silv sagt:

          Stimmt. Selbst beobachtet. Sich für einen genialen Teamkollegen gehalten. Nicht selbst gesehen, mit welcher Arroganz gute Ideen vorgebracht wurden unter Abwertung der Anderen.

        • Conny sagt:

          Hallo Herr Grüffefien,
          wenn sie sich ihrer Wirkung nicht bewusst sind, muss ihnen doch irgendwie klar sein, dass hier etwas nicht stimmen kann.
          Ich versuche meinem narz. Partner immer wieder an seinem Verhalten gegenüber Nachbarn, bei der Arbeit oder früheren Beziehungen aufzuzeigen, dass etwas mit ihm schiefläuft.. Wenn man die Arbeit, Nachbarstreitigkeiten, keine Freunde hat, die eigenen Eltern einen sogar aus der eigenen Wohnung haben wollen, Beziehungen ständig gegen die Wand laufen, Strafanzeige wegen Körperverletzung vorliegt, dann können es doch nicht immer die anderen sein. Als ich das mal alles schriftliche aufgeführt habe, hat er meinen Brief als Frechheit bezeichnet. Das zum Thema mit einem Narzissten kann man nicht diskutieren.
          Das ganze macht mich ziemlich nachdenklich

          • Silv sagt:

            Dann denke nicht zu lang nach- auch dein dadurch negativ beeinflusstes Leben geht weiter..nach Jahren mit einem solch egozentrischem Partner mit leeren Händen dazustehen, ist bitter.

          • …doch! Es ist ja einfacher, anderen die Schuld zu geben, als mit den eigenen Defiziten konfrontiert zu werden. Das ist der typische Abwehrreflex eines Narzissten – und zumindest er kann sehr gut damit leben!

          • Claudia2 sagt:

            Suchen Sie sich ein Ehrenamt, anstatt wertvolle Zeit auf diesen Menschen mit krimineller Energie zu verschwenden. Von einer Pschotherapie würde ich abraten: sie macht aus den meisten Patienten Loser: kein Job, kein Partner. Der gesunde Menschenverstand ist irreversibel bei den meisten geschädigt.
            Rufen Sie mal bei Roten Kreuz an, ob Sie in den Erdbebengebieten helfen könnten oder in Aleppo bei der Sanierung von Kliniken.
            Da tun Sie was Sinnvolles, sammeln wertvolle Lebenserfahrung – und lernen vielleicht sogar den Mann fürs Leben kennen.

    • Sesilla sagt:

      Danke euch allen!!

  7. Natalie sagt:

    Guten Morgen an alle!
    Ich möchte eine Frage loswerden, die zwar nicht so paßt, die ich aber in Forum noch nicht so gefunden habe….
    Was macht Ihr mit dem Liebesgefühl für den Narzissten, mit der Rührung, wenn er nicht manipuliert, wenn er sein eigenes Ich für Minuten unverholen gucken läßt ohne Bestätigungswunsch.
    Damit meine ich nicht das Abhängigkeitsgefühl, sondern wirklich die Liebe, die ich für ihn immer noch stark empfinde, weil ich intuitiv „weiß“, wie er ohne die Störung und Verpanzerung wäre…
    Ich hab eine Kontaktsperre noch nicht geschafft…aber mich Stück für Stück distanziert. Er hat nie eine andere Frau in Erwägung gezogen, nahezu keune dozialen Kontakte mehr, liebt mich immer noch (spüre ich deutlich), aber sträubt sich gegen die Öffnung…hat schon etliche Therapien hinter sich…und sieht meine erarbeitete Kritik permanent als Angriff…
    Also, Ihr Lieben…wie geht Ihr mit dem echten Liebesgefühl um, wenn kein anderer Partner im Spiel ist und Ihr spürt, daß er Euch auf seine kaputte Weise
    auch sehr liebt?

    • Natalie sagt:

      Ich meine damit, wenn Ihr merkt, daß Ihr der volltändigen Trennung nicht aus dem Weg gehen könnt, weil Ihr sonst ganz zerstört werden würdet…

      • Mia sagt:

        Liebe Natalie,
        ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Liebesgefühl zu meinem narz. Exfreund nicht echt war, vielmehr tat er mir leid. Ich habe mir all die Jahre etwas vorgemacht (hatte auch eine narz. Mutter) und durch die Bücher von Herrn Grüttefien ist mir klar geworden, dass ich eine Co-Narzisstin bin. Ich fühlte mich zu meinem Freund hingezogen (wie damals als Kind zu meiner Mutter), aber es war keine Liebe. Auch wenn dies herzlos klingen mag, tut man weder sich noch dem Partner einen Gefallen, wenn man sich selbst anlügt.
        Mir ist auch aufgefallen, dass ich in seiner Gegenwart immer extrem angespannt war, sehr kontrolliert in meinem Verhalten und ich mir wie eine graue Maus vorkam. Ich musste ständig auf der Hut sein, um ihm ja nicht zu verletzen und ihm ja alles recht zu machen.

        Ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Vielleicht hattest du keine narz. Eltern und du liebst ihn wirklich.

        Die Loslösung von ihm hat sehr lange gedauert, damals wusste ich auch noch nicht, dass er ein Narzisst war. Offensichtlich habe ich instinktiv richtig gehandelt. Ich habe den Kontakt von mir aus nicht mehr gesucht und er hat es dann irgendwann aufgegeben, als er einsah, dass er mich nicht mehr überreden konnte, ihm noch einmal eine Chance zu geben.

        Liebe Grüße

        • Natalie sagt:

          Liebe Mia,
          Danke Dir für Deine Antwort!
          Ich kann Dein Verhalten nachvollziehen und Ich finde gut, daß Dein eignes Ich die richtige Intuition hat!
          Wie lebst Du jetzt?
          Ich hab mir dieses Gefühl zu ihm über lange Zeit vom Gefühl und Verstand her angeschaut…und es ist sogar so, daß ich mir es zeitweise einreden wollte, ihn nicht zu lieben…und manchmal wünsche ich es mir auch…aber das ist ja das Dilemma
          ..ich fühlte mich ganz oft nicht angespannt, sondern könnte 100% Ich sein. Genau dieses Unkonventionelle, was manch anderer befremdlich fand… und konnte bis zur Phase seiner Abwertung/Abwehr auch ihn weiter verzeihen wegen des großen Liebesgefühls…
          Es war irgendwie eben nicht an Funktionen und Verhaltensweisen geknüpft, sondern pur und ganz echt…
          Aber Liebe und Beziehung leben sind eben 2 paar Schuhe…
          Deswegen fällt mir die Trennung so schwer…
          Ganz lieber Gruß,
          Natalie

          • Conny sagt:

            Hallo Natalie,
            es geht mir wie Dir. Ich war mit diesem narzisstischen Mann 3 Jahre in Beziehung und nach der Trennung 5 Jahre in “ Freundschaft“ bis vor kurzem. Und erst jetzt leide ich wirklich richtig. In diesen 5 Jahren hat er die gesamte Charme Offensive gefahren, die ein Mann haben kann. Ich war in dieser Zeit immer mal wieder in Beziehung und auch da ist er massiv dagegen vorgegangen,hat Kontakt zu den Maennern aufgenommen und sich wie ein Gorilla aufgeführt.. nach dem Motto, dass ist meine Frau. Mein Problem ist, dass ich aus einem absoluten desolaten Elternhaus komme und keinen Menschen wirklich habe. Das kann man sich kaum vorstellen aber so ist es. deshalb hat dieser Narzisst auch diese Macht über mich. Also habe ich mich mit diesem Narzisst irgendwie arrangiert. Einsam und Alleinsein, dass machte ich mir irgendwie solche Angst, dass ich seine zeitweisen bösen und verbalen Attacken, auch Handgreiflichkeiten in Kauf genommen habe. Seit Wochen hat es nun eine Intension erreicht, dass es nun ganz aus ist.Seine täglichen Anrufe sind weggebrochen und ich melde mich nicht mehr bei ihm. Wie lange ich das aushalte, kann ich nicht sagen. Zumindest leide ich wie ein Hund im Regen. Aber ich lese auch viel in diesem Forum, dass ich Gott sei Dank entdeckt habe und finde jetzt für viele Dinge endlich eine Antwort und suche das erste Mal nicht mehr nach schuldhaften Verhalten bei mir, sondern fange an zu verstehen. Das ist schon mal ein Anfang, der Weg wird noch lange gehen, dass weiss ich. Aber ich bin jetzt bereit für ein Leben mit mir alleine als immer mit diesem Wechselbad an Demütigungen und Streicheleinheiten.. Ein Leben mit einem Dr. Jekyll und Dr. Hyde in einer Person .. das möchte ich nicht mehr. Nur noch geschätzt werden.Ich wünsche Euch allen die notwendige Kraft aus dieser narisstische Beziehung aussteigen zu können. LG Conny

        • Arianna sagt:

          Das geht mir so ähnlich mit meiner narzisstisch gestörten Mutter. Sie tut mir leid, aber ich liebte früher nur die Frau, die ich in ihr sah: als ich sie näher kennen lernte, war ich nur noch entsetzt, wollte es einerseits nicht wahrhaben, hoffte andererseits, dass sie sich bessert, und wünschte mir in Wirklichkeit die ganze Zeit nichts sehnlicher, als von ihr wegzukommen.
          Es war sehr schwer, mich von ihr zu lösen, da ich mich für sie verantwortlich fühlte. Aber sie lebt in einer anderen Welt, und ich kann dort nicht mit ihr leben, da ich für sie nur das kleine, schwache, dumme Würstchen bin, um das sie sich hingebungsvoll kümmert. (An das sie sich andererseits klammert und um Hilfe wimmert, wenn sie nicht weiterweiß. Dankbar ist sie dafür hinterher nicht.)
          Es ist sehr schwer, aber man kann sich von diesem Gedankengift frei machen. Vor allem muss man sein Urteilsvermögen schulen, um solche Menschen zu erkennen und sich künftig zu distanzieren, bevor sie einem zu nahe kommen. Und man muss lernen, sich nur mit Menschen zu umgeben, die ehrlich sind und es wirklich gut mit einem meinen, und die nicht in einem schönen (für sie) Wunschtraum leben.
          Es gibt nur diese Alternative: entweder man lernt, wirklich für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, oder man bleibt mit ihnen in dieser Welt, in der es Eigenverantwortung angeblich nicht gibt, sondern nur „bedingungslose Liebe“ – worunter sie verstehen, man darf alles tun und sagen, was man will, ohne nachzudenken, ohne Rücksicht auf andere, und „die Liebe wird’s schon richten“.
          Es ist, wie gesagt, eine persönliche Entscheidung. Ich bin den Weg der Distanz gegangen und ich würde niemals zurückkehren. Wie sie glücklich wird, ist ihre Sache, aber ich werde ihr dabei nicht mehr beistehen. Vielleicht gibt es ein Glück für sie auf dieser Welt, aber nicht zu ihren Regeln.
          Man bekommt kein Wasser, wenn man ohne Krug zum Brunnen geht. Da gibt es keine Ausnahmen, für keinen Menschen.

    • Elli sagt:

      Ein Narziss liebt nicht. Er zerstört. Wenn er ein Narzisst ist, dann hast du noch nicht genug gelitten und solange er dich noch von seiner Liebe überzeugt, dich zur Verfügung halten kann, ist ihm jedes Mittel recht.Ist er wirklich ein Narzisst, dann hast du noch einen weiten Weg und viel Leid vor dir. Höre auf dein Bauchgefühl.

  8. Annika-Theresa sagt:

    Oh ja, ich kenne diese „Kampfdiskussionen“, bei denen es nicht um Konsenz sondern ums Rechthaben geht. Kaum habe ich ein Argument entkräftet, kommt ein neues, vielleicht sogar ein ganz neues Thema. Fällt ihm nichts neues mehr ein, kommt ein längst geklärtes Thema wieder in die Diskussion, als ob ich noch nie etwas dazu gesagt hätte oder er meine Erklärungen komplett vergessen oder ignoriert hätte. Und das vermaledeite „Spiel“ hört erst auf, wenn ich heulend und verzweifelt aufgebe. Das hat früher bis zu 3 Stunden gedauert!!! Und ich hab nicht kapiert, was da eigentlich abläuft. Heute lasse ich mich nicht mehr auf Diskussionen ein. Ich sage „ja“ oder gar nichts, schaue ihn nur an und nicke. Oder ich sage, wir können gerne später weiterdiskutieren, nur muss ich jetzt leider… tun. Oft hat er es dann vergessen und wenn nicht, sage ich, ich hab nur… min Zeit, dann eskaliert es nicht so leicht. Ihr Beitrag, lieber Herr Grüttefien, fasst diese Problematik in wunderbarer Weise zusammen. Herzlichen Dank dafür.

  9. Arianna sagt:

    @ Das mit der Wundertüte trifft es ziemlich gut 🙂
    Mein Vater schwieg meine Mutter während des letzten Ehejahrs nur noch an. Sie jammerte mir oft vor, wie grausam das sei und wie er einfach nicht mit ihr reden wolle. Wenn es ihm zu viel wurde, fuhr er einfach weg, und sie fühlte sich noch verletzter. Wie er sich fühlte, hat sie sich wahrscheinlich nie gefragt. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass er das einzig richtige getan hat – sich selbst geschützt und sich nicht mehr auf Diskussionen mit ihr eingelassen. Sie ernst zu nehmen und ihr zuzuhören war einer der größten Fehler meines Lebens.

    • Claudia2 sagt:

      Ich hoffe nur, Ihre bedauernswerte Mutter hat es geschafft, die Trennung zu vollziehen von diesem gefühlskalten Menschen, der es übers Herz bringt, einen anderen ein Jahr lang anzuschweigen. Das ist so ziemlich die grausamste Strafe, die man sich ausdenken kann für einen Menschen und führt häufig zu psychosoamtischen Erkrankungen beim Opfer.
      Nach Reinhard Haller ist dieses Schweigen eine besonders bösartige Strategie des Narzissten, Mobber bedienen sich häufig dieser pervesen Strategie. Nichts entwürdigt einen Menschen mehr, als ihn nicht mal anzuhören geschweige denn ernstzunehmen. Ein Mensch bleibt immer noch ein menschliches Wesen, egal, was er getan hat.
      Ein Mann von Format, Klasse und Stil – und einem Minimum an Herzensbildung – zieht aus, wenn die Ehefrau nicht mehr erträglich erscheint. Aber bleiben und anschweigen, ist wirklich schwach und feige – kalt und bösartig. Pfui!!!
      Ich wünsche Ihrer Mutter nun ein erfülltes Leben. Das wäre die höchste Strafe für Narzissten.

      • Arianna sagt:

        Mein Vater ist nicht narzisstisch gestört, sondern meine Mutter. Er führt seit der Trennung (vor 30 Jahren) ein erfülltes Leben, sie immer noch nicht. Er hat sich distanziert, um sich vor ihr zu schützen, und sich nicht getrennt, um die Familie nicht auseinander zu reißen, denn ich war damals erst 8 oder 9.
        Sie trennte sich am Schluss von ihm, aus reinem Rachegedanken, und tat alles, um sich zwischen mich und ihn zu drängen aus Eifersucht.
        Es gibt keine Lösung für eine Beziehung zu solchen Menschen: man wird entweder ähnlich wie sie, oder man geht zugrunde. Ich kann jeden nur ermutigen, der eine Beziehung zu einem narzisstisch gestörten Menschen beenden oder zumindest auf ein absolutes Minimum einschränken will. (Wobei auch das schwierig ist, da sie einen unterminieren und isolieren. Völlige Distanz ist das bessere.) Ich habe viel länger gebraucht als er, um zu begreifen, dass man sich von ihr fern halten muss, und wertvolle Lebenszeit damit verschwendet.

  10. Jasmin sagt:

    Hallo,

    zuerst einmal vielen Dank für diesen für mich sehr wertvollen Artikel. Früher habe ich auch aus reiner Überzeugung so geantwortet, ich war als Kind und als Jugendliche unbedarft und habe genauso reagiert wie die Dame oben. Die Narzisstin war meine Mutter, das wusste ich aber damals noch nicht. So weit kam ich allerdings in dem Gesprächsverlauf nie, da nicht mit der Faust auf den Tisch geschlagen und gebrüllt wurde, sondern ich gleich verdroschen wurde, bis sie ihren Willen hatte. Jahr für Jahr wurde ich scheuer, ängstlicher, dann kamen Rechtfertigungen, Erklärungen, Entschuldigungen meinerseits, damit die Stimmung nicht mehr in Gewalt ausartete, doch irgendwann schlug die körperliche Gewalt in verbale Gewalt um.
    Auch habe ich mich bis zum Umfallen verbogen, um Anerkennung von ihr zu bekommen, heute könnte ich mich für meine Blödheit selber ohrfeigen, dass ich mich umsonst selbst so klein gemacht habe und das jahrelang, für NICHTS!
    Im Verlauf der Jahre hat sich dann ein unbändiger Hass bei mir entwickelt. Mittlerweile reagiere ich wieder wie oben empfohlen, gehe meiner Erzeugerin mehr und mehr aus dem Weg, was diese noch aggressiver macht. Gleichzeitig wird mir vorgeworfen, dass ich sie nicht mehr an meinem Leben teilnehmen lasse.
    Einem Narzissten gegenüber verliert man immer! IMMER.
    Wenn ich reagiere wie oben empfohlen, dann kommt höchstens:“Ach, das ist alles, was du darauf zu sagen hast? Naja, was will man von dir auch erwarten?“ Dann kommen Schimpftiraden, etc. Glauben Sie mir, ich habe schon sämtliche Strategien durch…, man kann nur verlieren. Entweder kompletter Kontaktabbruch oder märtyrerhaft alles aushalten. Sorry, aber ich kenne das nicht anders. Bin daran fast zerbrochen.
    LG

  11. Dirk sagt:

    Ein großes Lob für diesen Artikel!

    Aufgrund persönlicher Betroffenheit eine Frage: Wie kann ein 12jähriger Junge sich von seiner Mutter abgrenzen, die keine Persönlichkeitsgrenzen kennt?

    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    • Hallo Dirk,
      das kann ein 12jähriger Junge noch nicht ohne die Hilfe einer Vertrauensperson. Ein kleines Kind braucht ja vor allem die Zuwendung seiner Eltern und das Gefühl von Geborgenheit. Wenn die für ihn wichtigste Person ihm dieses Bedürfnis nicht erfüllen kann, dann ist es sehr wichtig, dass es im Leben des Jungen andere vertrauensvolle Bezugspersonen gibt, die ihm zum einen ein Gefühl der Geborgenheit geben können, die ihm die Verhaltensdefizite der Mutter einfühlsam spiegeln und ihn von seinen Schuldgefühlen entlasten können – ohne jedoch seine Mutter zu verteufeln, denn eine kleines Kind hängt nun mal an seiner Mutter. Es soll sich nicht von seiner Mutter abwenden – es soll nur lernen, seinen eigenen Gefühlen zu trauen und die falschen Verhaltensmuster der Mutter nicht auf sich zu beziehen.

    • Elli sagt:

      Kinder verstehen oft viel mehr als wir erwarten. Wichtig und gut, wenn jemand behutsam und einfühlsam erklärt und auffängt. Kinder reagieren oft mit Wut und Aggressionen auf ihre Hilflosigkeit. Aussenstehende verstehen oft nicht, weshalb.Alles was man tun kann, ist dem Kind zu vermitteln, dass es so wie es ist geliebt wird und es verstanden wird. Gespräche können sehr wohl helfen. Dadurch fühlt sich das Kind respektiert und als Mensch angenommen.Sein Selbstwertgefühl muss gestärkt werden, so dass es die Entwertung der Mutter nicht verinnerlicht.Es muss lernen als Gesamtpaket (gute und schlechte Eigenschaften) sich selbst zu lieben. Wenn jemand betroffen ist, dann heisst das, dass er dieses Kind auch beschützen möchte. Das ist alles, was man für dieses Kind tun kann. Danke, dass du so jemand bist.

      • Dirk sagt:

        Danke euch beiden für die gute Übersicht.Ich bin jetzt in der Community zur Vertiefung beigetreten und erlaube mir eure Hilfe dort zu zitieren. Hier ist nicht genug Platz dafür … LG Dirk

  12. Mia sagt:

    Danke für diesen Denkanstoß!
    Für mich bedeutet dies auch, dass ich mich vor dem Narzissten klein mache. Ich rechtfertige mich für etwas, um dem Narzissten meine Lage zu beschreiben, in der Hoffnung, dass er mich dann „versteht“. Und genau das geht in die andere Richtung, nämlich gegen mich, weil der Narzisst mit „falschen“ Karten spielt.

  13. Conny sagt:

    Das ist unfassbar.Genau in dieser Form erlebe ich das -Tag für Tag Wenn man das in Worte und dazu so treffend beschrieben liest, ist man zuerst einmal sprachlos, dann aber wütend, dass man in den Fängen eines solchen Menschen hängt, der einem mit diesen „Spielchen“ es schafft, dass man sich ständig rechtfertigt.
    Bei dieser Nicht-defensiven Übung und damit verbundenen Satzbeispiel bin ich mir sicher, dass der Narzisst so wütend wird, dass es zu Handgreiflichkeiten kommen kann.
    Denn nichts kann einen Narzisst agressiver machen, als wenn man ihm seine Macht entzieht.Deshalb Vorsichtig walten lassen bei dieser Übung

    • .. ja, das ist natürlich richtig. Man sollt die Wertschätzung gegenüber dem Narzissten nicht verlieren. Wenn es aussieht, als wäre man völlig desinteressiert an dem, was er sagt, dann wird man seine Wut mit Sicherheit steigern. Ein Narzisst möchte sich ernst genommen fühlen. Daher spielt der richtige Ton, die Körpersprache, der Blick, die Situation, das Thema und das eigene Taktgefühl eine wesentliche Rolle bei dieser Technik. Es geht dabei in erster Line darum, sich abzugrenzen und nicht auf unsachlichen Unterstellungen einzugehen. Es geht nicht darum, den Narzissten zu provozieren.

      • Sesilla sagt:

        Abgrenzen, ja! Das ist es. Danke.

      • Barbara sagt:

        Entschuldigung,Herr Grüttefien, aber wie soll das mit dem „richtigen Ton“ gehen? Ich glaube nicht ,dass je einer von uns seinen Narz provozieren wollte. Der Narz, wie ich ihn kenn, wird JEDEN Ton als desinteressiert ,schnippisch oder schlimmer interpretieren.
        Das kann m.E. nur funktionieren, solange die Beziehung noch nicht gekippt ist und noch eine Vertrauensbasis vorhanden ist.

    • Sesilla sagt:

      Hat mich auch erstmal sprachlos gemacht, liebe Conny. Ich musste aber auch bei mir hinschauen, wie sowas überhaupt passieren konnte, mich auf so einen Menschen einzulassen.
      Bin fündig geworden… meine Selbstachtung und Wertschätzung war nicht im Gleichgewicht, eine riesen Lernaufgabe die ich jetzt zu bewältigen habe. Bin darüber sehr froh, dass zumindest dieser „Spiegel“ in mir klar geworden ist. Nun kann ich meinen Weg weiter gehen, wie, wohin oder was auch immer.
      Wut und Aggresion ist so schrecklich!

  14. Sehr guter Artikel! Ich habe auch lange um Zustimmung gekämpft. Ich wollte mich erklären und verstanden werden.

    Heute sag ich je nach Situation und Reaktion nur… „du irrst dich“ oder eben „aha“ oder gar nicht mehr. Das war ein langer Entwicklings- und Lernprozess.

    Und wenn der Narzisst wütend ist denke ich immer an den Rat eines Freundes:

    Was macht das tapfere Schneiderlein wenn ihm ein wütendes Nashorn begegnet… es tritt einen Schritt zur Seite …

  15. Juliane sagt:

    Ich habe es geschafft. Bin jetzt mit meinen Kindern ausgezogen. Nach dem Lesen dieser Seiten habe ich meinen Mann erkannt.
    Bei mir funktioniert’s: ich sage einfach gar nichts, egal was er so von sich gibt. Gehe aus dem Zimmer oder fange ein anderes Thema an. Es klappt, denn er hat ja diesen Schalter in sich und in 5 Minuten ist das eigentliche Thema sowieso vergessen. Es war ja auch eigentlich nicht wichtig. Wie bei einem Kind, hilft ablenken.

  16. Sesilla sagt:

    Ich bin sehr froh und glücklich darüber, diese Seite hier gefunden zu haben. Danke an Sven Grüttefien und die vielen lieben Menschen, die hier ihre Erfahrungen berichten.
    Ich laß erstmal mit weit offenem Mund, vermutete einiges schon und mir wurde immer klarer, klarer, klarer… was in meiner Beziehung mit meinem Partner abgeht. Nun versuche ich das ein oder andere, was hier beschrieben wurde, umzusetzen. Werde mich schnellsten aus der Beziehung lösen, ich kann das nicht fassen und auch nicht mehr aushalten. Bei allem Verständnis für das, was einem Menschen in seiner Kindheit geschehen ist. Ich denke mir einfach, es gibt immer Wege „für jeden“, wenn man will. Somit auch für einen Narzissten… wenn er denn nur einen Funken fähig ist, bei sich selbst hinzuschauen und Heilung zu wollen. Danke nochmal an ALLE hier.

  17. Natalie sagt:

    Es geht meines Erachtens viel mehr um die Defizite des Narzissten, als um die destruktiven Handlungen, unter denen wir dann wieder und wieder leiden…
    Der Narzisst spürt, daß ihm im Vergleich etwas existentiell Menschliches fehlt…das versucht er mit Machtgefühl zu kompensieren, in einer Scheinwelt, auf unterschiedlichste Art.
    Der einzige Schlüssel wäre sein Leiden und eigenes Bedürfnis, die Liebe zu fühlen…in alle Richtungen…mit allen Facetten…
    Und genau das hat er aber gelernt: ohne sie zu „leben“…und deswegen kommt es nie zu einer Reifung…
    Allein die mediale Technik verhindert die Reifung durch die vollkommene Einsamkeit als Voraussetzung der Entwicklung…
    Also: mit der Methode der Kommunikation oben grenzt man sich zwar ab, aber es kommt nicht zu der ersehnten warmherzigen Bindung, wo der andere gespürt, akzeptiert und gesehen wird…
    Die ist also für mich nur anwendbar bei z.B. Chefs oder Personen, die einen emotional nicht nah kommen.
    Danke herzlich trotzdem für diese wunderbare Seite!!!
    Natalie

    • Annika-Theresa sagt:

      Es ist schon richtig, dass es primär um die Defizite des Narzissten geht. Und auch, dass der Schlüssel dazu die Liebe ist. Das Problem ist aber, dass diese narzisstische Verhaltensweise für den betroffenen Menschen ein Überlebensprogramm ist, das er sich in seiner frühen Kindheit aneignen musste, weil er die erforderliche Liebe, Akzeptanz und Anerkennung, aber auch liebevoll korrigierende Maßnahmen nicht so erfahren hat, wie er es zur gesunden Entwicklung gebraucht hätte. Er hat sich derart verschlossen in seine enge, innere Welt und müsste sich zur Heilung öffenen können und genau das kann er nicht. Ich glaube, Narzissmus ist eine Art Schutzpanzer aus Angst vor Kränkung. Eine Heilung gibt es womöglich nur für die Fälle, bei denen der Narzissmus nicht so stark ausgeprägt ist.

      • Natalie sagt:

        Ja, liebe Annika-Theresa,
        der Leidensdruck müßte so ansteigen, daß er metkt, daß ihm was ganz Existentielles fehlt, was das Leben vom Funktionieren unterscheidet: die Liebe.
        Wenn jeder Narzisst auf eine einsame Insel käme, ohne jegliche Kompensationsmöglichkeiten (kein Handy, kein Fernseher usw.)und ohne Menschen, wär er zurückgeworfen auf sich selbst, automatisch müßte er sich auf sich konzentrieren…ohne Bestätigung irgendwelcher Art durch andere…
        Aber das ist natürlich nicht real möglich…

  18. Sabbi sagt:

    Ich kenne das auch von meinem Partner. Meist aber nur, wenn er sich tatsächlich etwas vorzuwerfen hat, manchmal auch relativ unerwartet. Und es stimmt, man redet sich zu Tode und das Ganze läuft mehr und mehr aus dem Ruder. Am Ende ist man verzweifelt, versteht die Welt nicht mehr und der Narzisst geht beruhigt aus dem Gespräch oder aber, was meist der Fall ist, er hat sich auch hochgeschaukelt, weil er die realität nicht so stehen lassen möchte. Die Dauer und den Charakter des Gespräches bestimmt eindeutig er. Schuld, dass es aus dem Ruder läuft bin natürlich ich. Weil man mit mir nicht in Ruhe reden kann. Stimmt, kann man auch nicht, weil er mich zur Weißglut und in eine absolute Richtigstellung- bzw. Verteidigungsposition bringt, wütend macht und hilflos zugleich.

    Die Strategie, die hier vorgeschlagen wird,funktioniert aber auch nicht wirklich. Dann wird vorgeworfen, wie ein dummes Kind zu antworten und nicht wie eine erwachsene Frau. Das macht ihn wütend und animiert ihn zum verbalen Angriff.
    Ich selbst käme mir, ehrlich gesagt, bei diesen Antworten lt. Beispiel, auch irgendwie vera… vor.

    Nicht immer reagiert mein Partner aber typisch narzisstisch. Manchmal scheint Einsicht vorhanden zu sein. Dazu muss er aber bereit gewesen sein, meinen Argumentationen zuzuhören und diese bzw. sein Handeln nachzuvollziehen.
    Sie sind wie eine Wundertüte … nur leider freut man sich zu selten über den Inhalt.

  19. Elena sagt:

    ja stimmt. Sie müssen immer im Mittelpunkt stehen. Das zeigt, die Bedürftigkeit. Kompensieren und wenn das nicht geht dekompensieren.

  20. Elena sagt:

    „Daher braucht es Ausdauer, um ihn davon zu überzeugen, dass Sie auch einen Willen haben, den er respektieren muss und dass es Mauern gibt, die er nicht einreißen kann“.
    kann ich leider nicht zustimmen. Das gibt die narzistische Struktur nicht her. Respekt passt nicht zu der narzistischen Struktur von Ich-Zentriertheit und Inflexibilität.
    Warum sich mit unnützen Taktiken so viel Mühe geben. Partnerschaft mit Narzisten, mission impossible. Entweder vrsuchen sie jemand abhängig zu halten oder sie sind von jemanden abhängig. Was anderes kennen und können Narzisten nicht.

    • Silv sagt:

      Das denke ich- aus eigener Erfahrung- auch. Wenngleich der narz.veranlagte Mensch meinen Willen für den Moment akzeptiert so versucht er im nächsten doch wieder diesen zu ignorieren oder unterminieren. Akzeptanz nur wenn es ihm grad was bringt. Leider habe ich Anschauungsmenschen im beruflichen Umfeld die mich dies immer wieder lehren. Ich bleibe objektiv. Ärgere mich leider doch- aber nicht öffentlich.

  21. Sil sagt:

    Selbst so erlebt.Nach einem harmonischen Familienabend mit seinen und meinen Kindern konstruiert der narz. Partner ein Missverständnis und beharrt auf seine dazu passende Sichtweise. Bezieht sogar seine Kinder mit ein. Klärungsversuche meinerseits werden beharrlich ignoriert.Der Gedanke an einen schönen Abend mit von mir und meinem Sohn selbstgekochtem Essen und netten Gesprächen zerstört. Schon im Verlauf hatte ich das Gefühl, der Narzisst fühlte sich nicht genug wahrgenommen, ja war evtl sogar eifersüchtig auf das gute Gelingen und Verständnis zwischen mir und seinen Kindern. Diese hat er egoistisch in seine Behauptungen mit eingebaut, indem er ihnen seine Sichtweise einreden. Ohne Rücksicht auf Verluste.Nie mehr solch einen Menschen in meinem Leben- Störung hin oder her. Man bezahlt ggfs wirklich mit Herzblut.

    • Silv sagt:

      Gottseidank ist der narz.Partner Geschichte in meinem Leben….So was will ich nie mehr und letztendlich hat er uns den Gefallen getan, die Beziehung zu beenden. Auf sehr unfaire Art und Weise und völlig respektlos.
      Monate später suchte er wieder Kontakt. Jetzt neue Beziehung und trotzdem Kontaktversuche. Er ist im SocialMedia blockiert, Telefon auch. Nur XING BLOCKADE habe ich vergessen und darüber versuchte er es dann auch 😁

    • Thomas sagt:

      Hallo Sil,
      in meiner 16 jährigen „Ehe“ mit einer Narzisstin ( bin jetzt seit knapp 3 Jahren getrennt/geschieden) war eine normale Patchworksituation mit ihren beiden Kindern aus erster Ehe, wir haben noch eine 16 jährige gemeinsame Tochter, von Anfang an nie möglich.

      Ich der damals Single war wurde von ihrer Herkunftsfamilie und Kindern in gemeinamer Sache als Zerstörer der ersten Ehe ausgemacht. Sie war damals verheiratet mit zwei 4 und 7 jährigen Mädchen und schob die Kinder zur Herkunftsfamilie ab während sie auf den Rassel ging zu nachtsarbeitender Zeit des ersten Ehemanns.
      So hat sie mich kennengelernt und hat es später auch in unserer „Ehe“ nach der der Idealisierungsphase getan. Entweder Tankstellen im Aussen oder die Herkunftsfamilie, wo sie heut mit 45 Jahren noch immer wohnt, waren Garanten für die Dauerzufuhr für ihren Narzissmus indem ich unterging.
      Die Kinder wurden in einem perfiden Spiel gegen mich instrumentalisiert und total antiautoritär erzogen. Die Frau stand nie vor Dritten oder Kinder zu mir. Durch negative Dreieckskommunikation wurde ich isoliert und nie respektiert was für die Ex einen Freifahrtschein in ihrem Verhalten wurde.
      Rückblickend ist mir klar geworden, wäre diese Patchworksituation wohlwollend gediehen hätte die Frau ihre Spielchen im Aussen garnicht betreiben können, denn dann wär ja statt Zustimmung Kritik seitens den Dritten gekommen. Getreu dem Motto „wärst du nicht so böse könnten wir eine gute Familie haben und ich bräuchte das Aussen nicht so sehr“.

      Einer ihrer Gründe beim telefonischen Schlussmachen nach 16! Jahren, bin durch Warmwechsel entsorgt worden, war :“Du konntest es nicht mit den Kindern händeln“!!! Dafür hat sie 16 Jahre und einen übergangslosen Wechsel gebraucht um zu dieser Erkenntnis zu kommen!?

      • Maria sagt:

        hallo Thomas…sie..sie sie… Okay.
        Doch wo bleibt hier Dein Anteil daran ? Den zu erkennen, wird Dir weiterhelfen, solange Du gedanklich bei ihr bist, kannst Du bei Dir nichts ändern… ungefragt mal den Tipp gibt. Alles Gute.

        • Thomas sagt:

          Hallo Maria, mein Anteil waren 2. Erstens bin ich in eine Co-Abhängigkeit gerutscht nachdem man mich von meiner Herkunftsfamilie isoliert hat und zweiten meine Hoffnung das eine von mir drei Jahre mit Unterbrechungen in die Wege geleitete Paarberatung Besserung brächte. Neben meinen Nerven wurde sinnlos mein Geld verbrannt. Sie war und ist halt mit ihrer Familie und den Aussentankstellen verheiratet.

        • Thomas sagt:

          Und nochwas Maria, wenn meine Ex in den Erhalt ihre beiden Ehen soviel Energie reingehängt hätte wie sie es im Scheidungskrieg, in der sogar unsere 16 jährige Tochter vor den Karren vorgespannt wurde, getan hätte und noch tut, dann wären wir bestimmt als Vorzeigepaar im Fernsehen aufgetreten!

      • Flora sagt:

        Hallo Thomas,
        fast alle haben im „Aussen“ eine zweite Existenz. Oft ein schmutziges Geheimnis um den dadurch hervorgerufenen Thrill zu genießen. Sie sind nur zufrieden wenn es uns schlecht geht. Mein Ex schwamm immer wie ein Fettauge obenauf.. Egal welches Drama er verursacht hatte, er hatte nix und überhauptnix damit zu tun. Unser Anteil? Ich kann sagen, bei mir war es wie ich es heute nenne mein krankhafter Optimismus. Wenn ich nur alles richtig mache, dann wird es schon werden. Ich hatte noch nie von Narzissmus gehört. Ich dachte der “ tickt“ wie du und ich. Drauf gekommen bin ich durch die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung die beim googeln fand. Ich glaub mir stand tagelang der Mund offen..
        Ich war auch von Kindesbeinen darauf trainiert eine Funktion zu sein, als eigenständige Person war ich nie wahrgenommen worden. Es hat lange gedauert bis ich herausgefunden habe, wo diese Zecken bei mir andocken. Und die Tür ist jetzt verschlossen. Ich bin heute total wach wenn ich Menschen kennen lerne, kenne die Warnzeichen und distanziere mich freundlich aber bestimmt. Gelegentlich betrachte ich ihr Verhalten aber auch, und amüsiere mich köstlich.

        Nimm ihr Gequatsche nicht so ernst, man findet keinen Sinn im Unsinn.

        Der Artikel ist sehr hilfreich im beruflichen Umfeld, weil er sozial verträgliche Lösungsmöglichkeiten bietet. In privaten Beziehungen sollte man überlegen, ob man tatsächlich ein Leben führen will, das wie ein Spaziergang über ein Minenfeld ist.

      • Silv sagt:

        Tja, lieber Thomas,
        Vorher hat sie keinen Besseren gefunden.Trotz offenbar intensivem Suchens. Das machen sie ja nun mal: immer schauen, ob es noch was Besseres auf dem Partnermarkt gibt. Jemand mit mehr Status, Geld, besseren Job. Und im Trennungsfall lass natürlich beim Partner.Es hat natürlich auch Gründe, warum man das als Partner mitgemacht hat. Mich hat es jdfs richtig Herzblut gekostet.Ich mochte seine Kinder sehr und sie mich auch.Jetzt sucht er auf verschiedenen Wegen Kontakt, obgleich er eine neue Beziehung hat.Zu einer Russin mit Kind, die allein in Deutschland lebt aber vor einem Jahr in Russland geheiratet hat
        Was ja auch wieder ne komische Geschichte ist😂

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