Durchhalten einer Kontaktsperre

Betroffenen von narzisstischem Missbrauch fällt es oft schwer, den Narzissten endgültig loszulassen und eine totale Kontaktsperre durchzuhalten. Die Sehnsucht nach den liebevollen und aufregenden Momenten mit dem Narzissten schwingt immer noch zu stark mit, als dass Betroffene ihren Vorsatz, nie mehr an ihn zu denken, wirklich umsetzen könnten. Sie versuchen zwar, die Kontaktsperre konsequent durchzuhalten, weil sie wissen, dass es gar keine Alternative gibt – ihre Gefühle spielen aber bei diesem Plan nicht mit.

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Während der Beziehung mit einem Narzissten werden Betroffene in eine emotionale Abhängigkeit getrieben, aus der sie sich nur sehr schwer wieder lösen können. Der Charme und die Verführungskünste des Narzissten am Anfang einer Beziehung können so überwältigend sein, dass Partner meinen, im siebten Himmel zu schweben. Diese unglaubliche Nähe, diese romantischen Stunden der Zweisamkeit, diese außergewöhnliche Leidenschaft und Intimität sind unvergleichbar und machen süchtig. Betroffene können nicht genug von dieser süßen Form der Umwerbung bekommen.

Partner genießen es, auf Händen getragen und von dem Narzissten unentwegt idealisiert zu werden. Leider beginnt der Narzisst im weiteren Verlauf der Beziehung seine liebevolle Seite mehr und mehr auszublenden, und stellt zunehmend größere Forderungen an seinen Partner, kritisiert und beleidigt ihn ständig und zeigt offen seine Unzufriedenheit. Der Partner versucht daraufhin, mehr auf die Wünsche und Vorstellungen des Narzissten einzugehen und sich seinem Willen anzupassen, um ihn auf diese Weise zu besänftigen und den liebevollen Lebenspartner zurückzubekommen, den dieser anfänglich verkörpert hat.

Betroffene lernen im Laufe der Beziehung, dass der Narzisst nur dann sanft und freundlich zu ihnen ist, wenn sie sich voll und ganz auf seine Bedürfnisse einstellen und sich nach seinen Erwartungen richten. Sie fühlen sich äußerst unwohl, wenn sich der Narzisst von seiner launischen und rücksichtslosen Seite zeigt. Sie können Spannungen und Konflikte in der Beziehung nicht gut aushalten und versuchen daher mit allen Mitteln, einen harmonischen Zustand wiederherzustellen. Auf diese Weise geraten sie in eine verhängnisvolle Abhängigkeit: Sie können sich nur dann wohlfühlen, wenn sich der Narzisst wohlfühlt, und sie können nur dann mit sich selbst zufrieden sein, wenn der Narzisst mit ihnen zufrieden ist.

Die emotionale Abhängigkeit macht eine völlige Kontaktsperre fast unmöglich

Je länger die Beziehung mit dem Narzissten anhält, desto mehr brauchen Partner dessen positive Zuwendung und Anerkennung. Kritisiert sie der Narzisst oder wendet er sich ab und kümmert sich nicht um sie, dann fühlen sie sich ungeliebt und wertlos. Zeigt sich der Narzisst hingegen von seiner liebenswerten Seite und widmet sich ihnen einfühlsam, dann blühen sie auf und freuen sich. Ihr emotionales Gleichgewicht ist extrem abhängig von der Behandlungsweise und Stimmung des Narzissten – sie brauchen den Narzissten, um ihr inneres Gleichgewicht zu halten.

Kommt es dann zu einer Trennung, weil sie den Egoismus, die Rücksichtslosigkeit und Arroganz des Narzissten nicht länger ertragen können, und möchten sie ihm auf keinen Fall mehr begegnen, bleibt die emotionale Abhängigkeit jedoch bestehen.  Das Unbewusste hat sich an den Mechanismus der Selbstwertregulierung, die über den Narzissten erfolgte, gewöhnt: Wenn Betroffene plötzlich allein sind, fühlen sie sich leer, ungeliebt und unvollkommen. Es gelingt ihnen nicht, aus sich selbst heraus – ohne die Zuwendung des Narzissten – ihre Selbstsicherheit aufrechtzuerhalten, und es kommt im Zuge der Kontaktsperre zu den folgenden typischen Entzugserscheinungen:

  • ständig anwesendes unterschwelliges Gefühl von Unbehagen
  • beständige quälende Sehnsuchtsgefühle
  • wiederholtes Auftreten diffuser Ängste und starke Selbstzweifel
  • ständiges Gedankenkreisen
  • anhaltender Zustand von Lustlosigkeit, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit und Pessimismus
  • starke Stimmungsschwankungen und Interessensverlust bei Tätigkeiten, die der Betroffene zuvor gerne gemacht hat
  • erhöhte Agitiertheit und plötzliche Entladung von Aggressivität
  • Flucht in die Isolation
  • vermehrte vegetative Störungen wie Schlafstörungen, plötzliches Zittern, Schwitzen, Herzrasen und Atemnot oder Appetitlosigkeit und Übelkeit

Hinzu kommt, dass das Durchhalten der Kontaktsperre nicht nur durch die ohnehin auftretenden Entzugserscheinungen erschwert wird, sondern auch noch durch die ständige Präsenz des Narzissten. Der Narzisst hält sich nämlich keineswegs an die auferlegte Kontaktsperre, sondern taucht permanent entgegen dem Verbot seines Ex-Partners weiterhin in dessen Leben auf, um diesen umzustimmen und zurückzuerobern. Der Narzisst beginnt, seinen Ex-Partner wieder zu verführen und ihn mit schönen Worten und netten Gesten herumzubekommen.

Der Narzisst spielt den großen Casanova, bereut glaubwürdig all seine Fehler und gelobt Besserung. Er gibt seinem Ex-Partner alles, was dieser braucht, und dieser hat die allergrößte Mühe, den schmeichelhaften Verlockungen zu widerstehen, nicht wieder schwach zu werden und die Kontaktsperre durchzuhalten. Plötzlich überkommen ihn starke Zweifel, ob es wirklich richtig war, den Narzissten zu verlassen, und ob er wirklich so streng bei der Kontaktsperre sein muss.

Jeder weitere Kontakt ist sinnlos

Doch auch wenn der Narzisst keine Kontaktversuche unternimmt, werden Betroffene von Sehnsuchtsgefühlen überrollt und denken darüber nach, von sich aus wieder mit dem Narzissten in Kontakt zu treten. Allein die Tatsache, dass sie nichts mehr von dem Narzissten hören und dieser scheinbar die Beziehung ohne Bedauern abgehakt hat, macht sie nervös und konfrontiert sie mit einem Gefühl von Wertlosigkeit. Sie glauben, die Kontaktsperre etwas lockern zu müssen, um sich wieder besser fühlen zu können, und starten ihrerseits einen Kontaktversuch.

Doch die erneute Annäherung führt nicht zum gewünschten Ergebnis: Entweder zeigt sich der Narzisst völlig unbeeindruckt und desinteressiert, was Betroffene nur noch unruhiger werden lässt und ihre Vermutung verstärkt, offenbar nie einen Wert für den Narzissten gehabt zu haben. Oder der Narzisst nutzt die Kontaktaufnahme als willkommene Gelegenheit, seinem Ex-Partner alles in die Ohren zu säuseln, was dieser gerne hören möchte. Der Narzisst berührt das Herz seines Ex-Partners, indem er ihm erzählt, wie sehr er ihn in der Zwischenzeit vermisst hat, wie oft er an ihn denken musste und wie fade und sinnlos sein Leben ohne ihn ist. Diese herzzerreißende Offenbarung ist für Betroffene häufig zu viel und sie sinken wieder in die Arme ihres Liebsten.

Auch kann die Lockerung der Kontaktsperre dazu führen, dass der Narzisst eine Vorwurfshaltung einnimmt und beginnt, den Ex-Partner für sein Verhalten zu kritisieren, unentwegt an ihm herumzumäkeln und ihn als Sündenbock abzustempeln, der in der Beziehung alles falsch gemacht hat. Die Tatsache, dass der Ex-Partner noch bereit ist, mit ihm zu sprechen, macht ihn wieder stark und der Narzisst meint, diesen wie gewohnt beherrschen und erniedrigen zu können.

Wie können Betroffene die Kontaktsperre durchhalten?

Um einen Narzissten wirklich loszuwerden, gibt es keine Alternative zu einer konsequenten Kontaktsperre. Betroffene müssen sich von jeglichen Reizen, die durch den Narzissten ausgelöst werden könnten, abschirmen, damit sie sich aus der emotionalen Abhängigkeit befreien können. Solange sie noch mit der „Droge“ in Berührung kommen, kann der Schmerz nicht abklingen. Durch einen zwischenzeitlichen Kontakt mit dem Narzissten, aus Sehnsucht des Betroffenen, kann der Schmerz bestenfalls kurzfristig gelindert werden – meistens wird er jedoch aufgrund unerfreulicher Reaktionen des Narzissten noch erhöht.

Begleitende Entzugserscheinungen – wie oben aufgeführt – müssen während der Kontaktsperre leider in Kauf genommen werden. Sie halten aber nicht ein Leben lang an. Es hilft nur, sich in Augenblicken, in denen die Sehnsucht nach dem Narzissten am größten ist, vor Augen zu halten, wie schädlich die Beziehung war, wie sehr man litt und auf wie viel man in dieser Zeit verzichten musste. Betroffene sollten viel über die Auswirkungen von narzisstischem Missbrauch lesen, um sich die Gefahr immer wieder zu vergegenwärtigen, die mit einem erneuten Kontakt zu dem Narzissten einhergeht. Betroffene können auch mit Vertrauten und Gleichgesinnten über ihre Erfahrungen sprechen, um ihre Gefühle zu verarbeiten.

Kontaktsperre muss auch Kontaktsperre bedeuten: Es gibt nie wieder einen Kontakt zu dem Narzissten und dem Narzissten wird es nahezu unmöglich gemacht, in die Nähe des Betroffenen zu gelangen. Auch muss es in manchen Fällen sogar eine erweiterte Kontaktsperre geben, die sich auch auf den Familien- und Freundeskreis des Narzissten erstreckt, damit niemand aus dessen Umfeld aufgrund von verdeckter Manipulation durch den Narzissten auf den Betroffenen zukommt und diesen zu einem erneuten Treffen überredet.

Das Durchhalten einer Kontaktsperre ist unglaublich hart – ohne Frage! Und es ist auch nur zu verständlich, wenn Betroffene wieder schwach werden. Ein Rückfall bedeutet aber immer, dass man in der Abhängigkeit steckenbleibt, nicht autonom wird und sich das Leiden zwangsläufig fortsetzen wird. Ein Rückfall kann andererseits bei Betroffenen aufgrund weiterer, unvermeidbarer Enttäuschungen auch die Entschlossenheit fördern, beim nächsten Trennungsversuch endgültig die Kontaktsperre durchzuhalten.


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Veröffentlicht in Blog, Trennung von einem Narzissten
44 Kommentare zu “Durchhalten einer Kontaktsperre
  1. daphne sagt:

    Ob ich das hier sagen darf oder nicht, weiß ich nicht. Aber es gibt ein gutes Lied von Chris de Burgh: „The Head And The Heart“ —

  2. Mike sagt:

    „No Contact“ an sich halte ich sogar noch nicht mal für so schwer.
    Das schwierigere bei mir war, wenn Sie dann wieder ankam und nicht locker lies. Selbst, wenn ich ihr sagen wollte „FU!“ hat sie den Spieß so rumgedreht, dass ich wieder auf Gespräche eingegangen bin. Daher, sobald der/die narz Ex wieder Kontakt aufnimmt. blockieren, löschen, NICHT lesen….Alles abblocken was kommt.

    • Waltraud sagt:

      Mike aber es geht doch gerade darum, nicht zu reagieren, wenn sie wieder ankommen. Egal was sie sich einfallen lassen.

      • Mike sagt:

        Geht es das?
        Ich würde mal behaupten, die Meisten haben mehr Probleme damit, nicht von sich selbst wieder Kontakt zu suchen. Das ist doch dass, was man hier immer liest.
        Da will man Gründe erfahren, noch einmal reden, man kommt mit dem Ghosting nicht klar…. Also ist die Art der Kontaktaufnahme doch wesentlich verbreiteter, als wenn der N wieder zurückkommt.

        • Waltraud sagt:

          Es ging doch bei deinem Beitrag darum, wenn der/die Narzisst(in) wieder in Kontakt treten möchte….
          Nicht umgekehrt.

          • Mike sagt:

            Eine Kontaktsperre erfolgt auf zweierlei Ebenen:
            1. Selbst nicht versuchen, mit dem/der N in Kontakt zu treten.
            2. Nicht auf Kontaktversuche des N ragieren

  3. Hendrik sagt:

    Guten Morgen,
    seit Jahren on off mit allen Facetten, unglaublich seelische Verletzungen, Ermiedrigungen und Demütigungen. So, wie mir es im Leben nicht einfallen würde. Diverse Arzt-und Therapeutenbesuche haben nichts genützt. Habe mehrere Blockierungen nicht durchgehalten. Nun ein neuer Versuch. Die letzte Verletzung war so stark, dass ich sie Tag und Nacht nicht aus dem Kopf bekomme. Bauchzittern, zu nichts in der Lage sein, Ihr wisst ja Becheid. Vor ein paar Tagen kam dann der Höhepunkt und ich habe mich an Armen und Beinen geschlitzt.Habe mich nicht mehr im Griff. Diese optische und körperlich Sucht zerstört mich völlig. Ich habe Angst ins Bett zu gehen und nochmehr, aufzuwachen. Egal.
    Sollte jemand in Potsdam und Umgebung einen kompetenten Arzt kennen oder eine Selbsthilfegruppe, bin ich sehr dankbar für eine Info.
    Ich wünsche Euch alles Gute und haltet durch. Diese Sätze kann man immer sehr gut zu anderen sagen. Vorallem, wenn man es für sich selbst nicht schafft.

  4. Susanne sagt:

    No Contact zum Täter. Das Schwerste, was ich bisher im Leben mitgemacht habe, neben dem Schmerz, der unerträglich war.
    Die Dauer eine Beziehung zu so einer gestörten Persönlichkeit hat nichts mit dem Verarbeitungszeitraum zu tun. Auch wenige Monate Misshandlung reichen hier, um dich für Jahre unfähig zu machen wieder eine feste Bindung zu Menschen einzugehen und Vertrauen zu können.
    Dazu gehört, dass das gesamte Umfeld gescannt wird und auf Trigger extrem reagiert wird, bis hin zu Kontaktabbruch (auch in der Familie)
    In den heutigen Zeiten so und so schwer, da Unverbindlichkeit das neue Modern ist.

  5. Friedel sagt:

    Es dauert so lange wie es dauert ! Eine „äußere“ Kontaktsperre ist dringend und entgegen jeglicher sinnfreien – durchaus auch irrationalen – Gefühlsintensität und Gedankenspirale auszuhalten. Mit jedem Tag wird es besser die Distanz zu ertragen und jeder Tag ist ein Schritt zu sich selbst. Diszipliniert aushalten bringt Überraschungen zu Tage. Abzuspalten ist davon die psychische Kontaktsperre, die durchaus länger bis lange andauern kann. Diese dauert so lange, wie sie andauert und bedarf einen bewussten und sensiblen Umgang mit sich selbst. Dieses psychische Trauma ist vergleichbar mit einer Verletzung, je größer, desto länger kann die Zeit andauern. Es kann auch Jahre dauern und ist nicht ausgeschlossen, dass eine/diese Narbe sich beizeiten immer mal wieder meldet. Es gibt keinen erzwungenen Zeitraum, so sehr es auch gewünscht ist. Akzeptanz kann hilfreich sein. Selbst diese zu erlangen, kann einen unbestimmten Zeitraum in Anspruch nehmen. Nach einer narzisstischen „Behandlung“ wird das eigene Leben nie wieder so unbefangen sein, wie es vllt. einmal war. Mit dieser neuen Persönlichkeitsgrundlage gilt es nun zu arbeiten. Es dauert so lange, wie es dauert…..bis die „Sonne“ an manchen Tagen und immer mehr Tagen wieder frei von Gedanken und in sich selbst scheint. Geduld und Güte !

    • W. sagt:

      Ja liebe Friedel , es dauert solange es dauert.
      Bei Menschen die 30 Jahre in einer solchen „Beziehung“ waren wahrscheinlich auch länger als bei Solchen wo es sich nur um wenige Jahre oder nur Monate gehandelt hat.
      Alleine schon deswegen weil man in den ganzen Jahren viel mehr erlebt und ertragen hat.
      Und vor allen Dingen dieser Manipulation wesentlich länger ausgesetzt war.
      Aber das Ganze erkannt und sich getrennt zu haben, war ja der wichtigste Schritt.
      Man muss sich nach der Trennung selbst die Zeit geben die man braucht.
      Selbst wenn man davor sicher ist zurück zu wollen, fällt man leicht in den Gedanken zurück an allem Schuld zusein.
      Schließlich wurde es einem ja Jahrzehnte so eingeimpft.
      Genau deshalb ist es so wichtig keinen Kontakt zu haben um sich aus diesem perfiden Spinnennetz zu befreien.
      Meiner Meinung nach sollte man sich auch nur mit Menschen umgeben denen man bedingungslos vertrauen/sich anvertrauen kann.
      Ja Menschen , die uns glauben und uns in unserem Handeln unterstützen.
      Es ist auch normal sich in der ersten Zeit zurück zuziehen wie ein verwundetes Tier und sich seine Wunden zu lecken.
      Man muss die Möglichkeit haben , sich dem Geschehenen bewusst zu werden um es zu verarbeiten..
      Ja und das dauert solange es dauert.
      Es macht keinen Sinn sich auf die Menschheit zu stürzen oder eine neue Beziehung ein zugehen solange man nicht mit sich selbst im Reinen ist.
      Auf diesem Weg wird es Höhen und Tiefen geben.
      Aber die Phasen der Höhen werden länger und die der Tiefen nehmen ab.
      Es wird besser, auch wenn man es sich anfangs nicht vorstellen kann.

      Viel Kraft all denen, die noch da durch müssen.

      W.

      • Lilli sagt:

        Es ist schwer,
        glücklich die, die früher erkannten,
        was los ist.
        Nach vielen vergeblichen Runden in älteren Jahren selbständig glücklich zu werden, geht auch,
        ein mehr oder weniger langer Entwicklungsprozess ist das in jedem Fall.

    • Ruth sagt:

      Friedel,das Leben kann nicht mehr so unbefangen sein wie zuvor?
      Ich glaube es war vorher befangen.
      Und die neue Persönlichkeitsgrundlage ist die echte Persönlichkeitsgrundlage.
      Endlich kann hieran gearbeitet werden.
      Das ganze ist sehr schmerzhaft,aber absolut auch eine Chance.

      • Melanie sagt:

        …..ja, es dauert…., wir waren nicht nur befangen, sondern „gefangen“!!! Wir waren davon überzeugt, wenn wir a l l e s geben, wir das „Unmögliche“ möglich machen können! Das war ein Irrtum und ein Trugschluss, aber nicht unsere Schuld! Wenn wir dies in seinem ganzen Umfang anerkennen, haben wir auch die große Chance endlich loszulassen und nur nach vorne zu schauen! Trotzdem, die mit unseren NZ gelebten Jahre können wir nicht ungeschehen machen und auch nicht auslöschen — sie gehören nun mal zu unserem Leben😇
        Was w i r aber selbst können ist, die „verschleuderte“ Energie nur noch auf uns zu fokussieren — sie verdoppelt sich somit🤗 und unser Leben wird bzw kann dadurch reicher und reicher werden — jeden Tag ein bisschen mehr — es liegt nur an uns….
        Jeder neue Tag ist kostbar, wenn wir ihn nach unseren Wünschen und Vorstellungen gestalten! (Ein kleiner Tipp von mir: Mein Leben sehe ich nur noch als „Kür“ und nicht als „Pflicht“ an🤩) Wenn wir es nur wollen, dann schauen wir hoffnungsvoll und ein bisschen auch neugierig in die Zukunft und freuen uns darauf,
        welche Überraschungen es für uns bereithält! Das können wir aber nur schaffen, wenn auch an uns glauben!!👍 Wir sind so wertvoll und haben es uns verdient, endlich glücklich zu sein😂

        Es hat auch bei mir fast 5 Jahre gedauert, aber ich möchte Euch Mut machen, es ist nie zu spät mit dem „Glücklichsein“…..
        Ganz herzliche Grüße an Euch alle… wir — und wir alle schaffen das…..
        Melanie

      • Friedel sagt:

        Das machen Betroffene sicher unterschiedliche Erfahrungen und empfinden es anders. Diese neue Persönlichkeitsgrundlage ist nicht verbindlich die „echte“ Persönlichkeitsgrundlage. Die leidvolle Erfahrung kann eine Chance sein, individuell, jedoch auch eine Erfahrung, die einen unbestimmten Zeitraum in Anspruch nimmt „sie zu verdauen“. Niederträchtige Erfahrungen mit einem Narzissten sind nicht zwingend daran geknüpft die eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Es kann auch ganz simple und einfach sein. Nämlich, dass ein Mensch mit hohen Narzissmuswerten und niederträchtigen – bis hin zu bösartigen Absichten, rein zum eigenen Vorteil, schlichtweg einen empathiefähigen, und nicht in diesem gestörten Gedankenkonstrukt verankerten, Menschen aushöhlt. Nicht in allem muss ein „wofür oder dafür war es gut“ stecken.

        • Susanne sagt:

          Friedel, super Beitrag, genau so ist es. Die Typen können jeden einwickeln, auch noch so selbstbewusste Personen. Wer rechnet schon damit, dass jemand zu seinem eigenen Vorteil so perfekt schaupielern kann. Und schwups hängt man an der Angel und die Abhängigkeit beginnt.

  6. Lilli sagt:

    Hallo Elfride Meyer, hallo Kati,

    was Sven Grüttefien ‚in der Lage ist zu formulieren‘,
    muss ich, länger als ich dachte,
    ‚immer und immer wieder lesen‘
    mit all Euren Beiträgen dazu.
    Danke !
    Hier ist meine wichtigste Quelle,
    um mich vom Magnetismus zu Narzissten zu befreien,
    mit denen ich seit meiner Mutter zu tun habe bzw. hatte.

    Allen einen schönen persönlichen Tag !

    • Kati sagt:

      Ich möchte Euch mit Herrn Grüttefiens Zustimmung noch zwei andere wichtige Quellen, die mir unendlich geholfen haben, empfehlen zum besseren Verständnis des Magnetismus.
      Bitte googelt FREIERES LEBEN sowie DER SCHUTZGARTEN,falls ihr sie noch nicht kennt. ALLE Beiträge hier sind sehr wertvoll.
      Weierhin viel Kraft beim Erkennen , Befreien und (über euch hinaus) Wachsen.

      Alles Liebe, Kati

    • Lilli sagt:

      … bildlich gesprochen: nicht mehr mit den Narzissten Tandem fahren,
      sondern immer mit dem eigenen Fahrrad.

  7. Sylvia sagt:

    Danke Herr Grüttefien für Ihre einfühlsamen und so treffenden Erklärungen.
    Von Ihnen und den meisten anderen (meist) Frauen in diesem Forum fühlt man sich verstanden, getragen und umarmt.

    Ich bin auch gerade auf kaltem Entzug und die Abhandlungen „Der Narzisst braucht die Liebesaffäre“, „Der Narzisst braucht das Beziehungshopping“, „Ich komme nicht von ihm los“ und „Warum man den Narzissten nach der Trennung noch beobachtet“, sind momentan genau meine Themen.

    Es ist mindestens mein dritter Narzisst. Jeder war auf seine Art anders, deshalb erkennt man sie so schwer, obwohl ich schon seit Jahren Ihre Berichte, Bücher und die Kommentare hier im Forum lese und es eigentlich besser wissen müsste.
    Auch halte ich IMMER zu lange durch und kann einfach nicht konsequent sein.
    Übrig bleibt dann immer nur die Demütigung, wenn der Narzisst sich von MIR trennt, weil er inzwischen eine andere hat.

    Ich habe das Vertrauen in die Männer vollständig verloren und glaube nicht mehr an Ehrlichkeit und Loyalität.

    Danke, dass es Sie und Ihre Newsletter gibt, Herr Grüttefien. Dadurch merke ich, dass ich nicht verrückt bin und wie viele Frauen in ähnlichen Situationen es gibt.
    Mein Umfeld ist nur noch genervt und will davon gar nichts mehr hören.
    Sie und die Frauen hier geben mir den nötigen Rückhalt und Halt.

    • Anka sagt:

      Liebe Sylvia,
      ganz genau, du bist
      NICHT VERRÜCKT!

      Du bist bedürftig!
      Und ich finde es gerade jetzt nach diesem Artikel und was er in mir zu Bewußtsein gebracht hat, legitim einmal damit aufzuräumen, daß das irgend etwas grundsätzlich Falsches sein soll…

      Wenn wir einmal „Bedürfniss“ gegen „Wunsch“ austauschen/ersetzen ist das klar und völlig legitim!

      Aber es gehört immer Beides zusammen.
      Liebe bedeutet lieben und geliebt werden/sein,
      Verständnis bedeutet verstehen und verstanden werden/sein,
      Akzeptanz bedeutet akzeptieren und akzeptiert werden/sein…

      Fehlt „Gleichgewicht“, ist eine Schieflage vorhanden…
      Und ich glaube, mein Fehler war, durch „mehr vom Selben“ meinerseits auszugleichen.
      Das geht von der falschen Stelle an die falsche Adresse…

      Du bist nicht falsch, lediglich vielleicht dein „Bemühen“ irgendwo etwas „heraus-zu-hoffen“, wo nicht ist…

      Sieh hin, was du selber schreibst…
      „Kalter Ent-zug“!
      Geh da jetzt mutig durch!
      Ich vermute, dieses
      „kalt (sich) entziehen“ kennst du bereits aus der Ver(!)Bindung…

      In dir ist Wärme, Liebe und noch ganz viel mehr Schönes für „Andere“, bis jetzt.
      Lass all das für dich dasein, indem du die äußere Kälte jetzt aushältst.

      Dir muß klar werden, daß du einen Kühlschrank nicht in einen Ofen verwandelt, indem DU VON ANFANG AN (?) immer wieder „Glut reinlegst/in-vestierst“.

      Ich wünsche dir ganz viel Achtsamkeit!
      Liebe Grüße Anka 🙋

    • Kati sagt:

      Liebe Sylvia und alle lieben Mitbetroffenen…. dein dritter Narzisst bedeutet, dass du zum drittenmal die selbe Rolle in einem selbstgewählten Drama spielst. Die Narzissten sind die Puppenspieler und wir die Marionetten. Sie verachten uns für unser Verhalten. Wir müssen uns selbst aus der demütigenden Situation befreien. Der Narzisst nimmt uns erst wahr, wenn wir ihm unsere Energie entziehen und ihn ignorieren. Dann erst werden wir für ihn interessant und erst dann werden wir stark. Siehe NARZISSMUS ALS CHANCE. Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft von Herrn Grüttefien. WIR lassen es zu, dass sie uns so behandeln. Macht Schluss damit.
      Wenn wir stark werden, brauchen wir die Narzissten auch nicht mehr. LOSLASSEN !FÜR IMMER! KEIN WEG ZURÜCK! Und es gibt auch noch andere Männer, mit denen man unglaublichen Sex haben kann.
      Steht auf, klopft den Schmutz ab, lauft und seid ein paar Monate lang stark. HALTET ES AUS.
      Und nach einer Zeit, je nachdem wie ihr durchhaltet, steht am Ende des Tunnels jemand, der euer Liebe würdig ist.

      • Melanie sagt:

        ….super, liebe Kati, unsere Situation von uns A l l e n
        hast Du sehr gut beschrieben!
        Wir Marionetten müssen dem Puppenspieler unbedingt den „Faden“ aus der Hand reißen,
        denn das ist unsere Rettung und der Puppenspieler guckt in die „Röhre“…🤗
        Vielen Dank 🙏 und kraftvolle Grüße
        Melanie

      • Lilli sagt:

        Narzissmus als Chance,
        heißt für mich,
        die Entzugserscheinungen, sehr differenziert im Text neun an der Zahl aufgeführt,
        durchstehen, nach Rückfällen weiter und erst recht,
        warum?,
        um mir selbst verlässlich zu vertrauen !,
        und einen normalen Weg,
        ohne Magnetismus mit Narzissten,
        für mich zu ebnen.

    • Ich freue mich zu lesen, dass Sie hier Halt finden und zu mehr Klarheit in der Bewertung Ihrer Lebenssituation kommen. Alles Gute Ihnen!

  8. Anka sagt:

    Liebe Elfriede,

    deine Zeilen wirken auf mich sehr verwirrend und auch irgendwie „verwirrt“.
    Trotzdem möchte ich dir etwas dazu schreiben.

    Ich habe es so verstanden, daß
    der gemeinsame Sohn 12 Jahre bei dir aufgewachsen ist und im Anschluss zu seinem Vater gezogen ist, zu dem allerdings eine gewisse Zeit lang eine (gerichtlich durchgesetzte) Kontaktsperre bestand.
    Jetzt lebt er aber trotzdem (!) bei ihm seit 4 Jahren und hat zu dir auch Kontakt.
    Dieser ist für dich „terorrisiernd“…

    Alle Hintergründe und Zusammenhänge liegen hier ja nicht offen.
    Diese können auf einer solchen Seite auch gar nicht durchdringend dargestellt und beleuchtet werden.

    Ich möchte dir hier Mut machen, neben deinem Hausarzt einen psychotherapeutisch arbeitenden Arzt zu suchen.

    Ich vermute, daß dein Sohn auf eigenen Wunsch bei seinem Vater wohnt!
    Vielleicht hattest du im Vorfeld einem Kontakt zugestimmt.

    In jedem Fall erscheinst du mir hier sehr „angeschlagen“!

    Was auch immer früher gewesen und/oder entschieden worden ist,
    heute hast du für
    DEIN WOHL zu sorgen!
    Heute hast du die Verantwortung nur (!) noch für dich (!) und dafür, dich (!) vor jeglichem Terror zu schützen und diesen auch Notfalls durch KONTAKTSPERRE (!), auch gegen das eigene Kind (!),
    absolut zu unterbinden…

    Wir sind Menschen.
    Wir machen Fehler.
    Du hast ganz sicher genauso Fehler gemacht wie ich auch.

    Aber,
    wenn dein Sohn
    (auf eigenen Wunsch ?) jetzt bei seinem Vater lebt, hat dieser jetzt (noch) die Verantwortung für ihn „übernommen“, die du (nach eigener Aussage) 12 Jahre getragen hast.

    Vögel müssen früher oder später das Nest verlassen…
    Aber keine „Vogelmutter“ würde zulassen, daß ein „Nestflüchter“ bei „flüchtigen Besuchen“, das Nest und/oder die Mutter attackiert!

    Von Tieren können wir manchmal mehr lernen/abschauen, was natürlich ist, als uns „ge-bildet-en“ Menschen lieb ist…

    Alles Gute für dich!
    Anka 🙋

  9. Carina sagt:

    Es tut so gut durch diesen Artikel zu sehen, dass viele Menschen genauso große Schwierigkeiten mit dem Durchhalten der Kontaktsperre und der endgültigen und dauerhaften emotionalen und energetischen Loslösung von dem Narzissten haben.
    Insbesondere, da man i.d.R. ja nahezu niemand in seinem persönlichen Umfeld hat, der nur annähernd verstehen kann, was man nicht nur durchgemacht hat, sondern was man noch durchmacht, wenn Verstand und Herz oder Seele im Inneren förmlich auf härteste Art gegeneinander kämpfen. Und das kostet soviel Kraft; sich immer wieder vor Augen führen zu müssen, wie schlimm, egoistisch, unzuverlässig, ignorant und verletzend er sich verhalten hat.
    Oft quält man sich auch noch mit dem Grübeln darüber, ob, wo und warum man angelogen wurde und fast immer mit Schuldgefühlen, Selbstzweifeln darüber ob an die Vorwürfe und Forderungen des Narzissten vielleicht doch berechtigt waren.
    Eines der schlimmsten Dinge ist wohl, wenn man kaum bis gar nicht mehr in der Lage war seine Arbeit ausreichend oder überhaupt zu erledigen. Wenn man dann noch seinen Arbeitsplatz oder – wenn man selbständig ist – einfach nur viel Geld verliert, das ist das reinste Gift für das eigene Selbstbewusstsein. Und in der Depression wird es noch viel schwerer nicht rückfällig zu werden, da man befürchtet, dass man eh keinen besseren, passenderen (Geschäfts-)Partner als den Narzissten mehr bekommen kann.
    Und oft ist man auch schon seine ganzen Freunde losgeworden.
    Ich persönlich habe momentan schwerst zu kämpfen die Aufgaben, welche ich in meiner Beziehung mit meinem Narzissten einfach von der Energie her nicht mehr erledigen konnte, nun aufzuarbeiten und die dadurch entstandenen finanziellen Schäden zu begrenzen.
    Dies und die häufige Beschäftigung mit Narzissmus um mich vor Rückfällen zu schützen,
    das kostet soviel Kraft und Zeit, dass ich kaum noch Zeit für meine schönen Hobbys wie z.B. Musizieren finde.
    Vielen Dank für diesen Artikel!
    Und auch vielen Dank dafür, dass Sie anderswo geschrieben haben, dass es leider gar nicht so leicht ist, einen passenden Therapeuten zu finden.
    Diese Erfahrung musste ich leider auch schon machen. Und diese Erfahrungen machen es mir immer schwerer, mich auf eine neue Therapeutin einzulassen.
    Was die letzte in der letzten Sitzung zu mir sagte, nagt noch heute an mir; auch wenn ich denke, dass ihre Aussage über mich zutiefst unprofessionell,ungerechtfertigt und unangebracht war.
    Es ist mittlerweile so schwer überhaupt einen Therapieplatz zu bekommen, und man ist nach narzisstischem Missbrauch so verunsichert, dass es extrem schwer wird, sich dafür zu entscheiden, dass der Therapeut, bei dem man relativ zeitnah ein Erstgespräch bekommen hat,
    nicht der passende ist.
    Wenn ich das bei meinen probatorichen Sitzungen erlebte Revue passieren lasse, erinnert es mich sehr an mit meinem Ex erlebtes.
    Ich bin nur sehr froh, dass ich mittlerweile einen Psychiater gefunden habe, der wohl Ahnung von toxischen Beziehungen hat und wie schwer es ist, sich endgültig daraus zu lösen, obwohl man vom Verstand her eigentlich genau weiß, dass sie einem nicht gut tun.
    Ich war nie der Freund von Psychophamarka.
    Aber ich bin froh, dass er mich dazu bewegen konnte,ein Antidepressivum einzunehmen.
    Ohne dies und meine Selbsthilfegruppen für (ehemalige) Angehörige/PartnerInnen von Alkohol- und Suchtkranken weiß ich nicht, wo ich heute wäre.
    Sobald ich wieder Zeit finde, werde ich mich in dem Forum anmelden und freue mich schon sehr auf den Austausch mit gleichgesinnten.
    Das ist wirklich toll, dass dieses Forum ins Leben gerufen wurde.

    • Anka sagt:

      Oooor Carina,

      da hast du punktgenau zusammengefasst, was meine persönlichen Schwierigkeiten in „meiner Aufarbeitungszeit“
      waren…

      Danke dafür, und herzlich Willkommen hier!

      Schön, daß du zunächst für dich sagen kannst, daß es diesmal mit der ärztlichen Begleitung „passen könnte“.
      Ich wünsche dir, daß es so ist!

      Ein „besserer“ Partner oder Geschäftspartner wird nicht gebraucht… ☝️
      Wenn wir uns im Negativ-/Minusbereich „bewegen“ und „Besseres“
      wollen oder wünschen, bekommen wir (vielleicht) mehr von Selbigen 😆🤯😡

      NEUES zu wünschen wäre vielleicht gut?
      Das für den Moment NEUE, un-mögliche auch tun…
      Das WAHRE, GUTE und SCHÖNE gehört zu „uns“…

      Ab heute wieder …
      MUSIZIEREN! 👌👌👌
      Eine halbe Stunde „Auszeit“ dafür fest zu RESEVIEREN reicht…
      Reservieren heißt ja nicht DURCHHALTEN MÜSSEN!
      Die ersten Töne einer Sonate „anschlagen“, die irgendwie an „fliegen“ erinnert …
      Oder spanische Gitarrenmusik, wie sie gerade bei mir läuft 🤣
      🤩🤩🤩🤩🤩

      Ganz herzliche Grüße
      und alles Läuft für dich Anka 🙋

  10. Anka sagt:

    Mich hat der Artikel jetzt doch noch einmal sehr „hart erwischt“.
    Mit 8 (der genannten) „Entzugserscheinungen“ habe ich meine Lebenszeit in der Herkunftsfamilie zugebracht.

    Das Gefühl der Ausgeschlossenheit und Zurückweisung hätte ich benennen können, mehr aber auch nicht.

    Insofern sind die Zeilen für mich doch hilfreich und wichtig.

    Im Artikel geht es um Kontaktsperre nach einer Trennung.
    Oft hat eine echte und warmherzige Beziehung vielleicht gar nie wirklich bestanden…

    Vereinzelte
    „schöne“ Momente sind letztlich wie „Krümel“ mit denen man sich „zufrieden gibt“.
    Sich bewusst zu sein, daß es letztlich nur die Krümel sind, nach denen man „sich sehnt“ kann hilfreich sein.
    Und natürlich die Frage, ob man sich selbst nur diese weiterhin als angemessen empfindet.

    DIE Episode im Film des eigenen Lebens ist abgedreht…
    DAS IST GUT SO WIE ES IST.
    Ein ganz neues Drehbuch muss her, jedenfalls für mich.

  11. daphne sagt:

    Zu schweigen war mit die größte Herausforderung für mich. Ich kann sämtliche Aussagen von Herrn Grüttefien bestätigen, u.a. die Versuchung, selber eine „kleine Nachricht“ auf den Weg zu bringen oder den Besserungen (nicht) zu vertrauen und den schmeichelnden Verlockungen nicht zu erliegen. Es kostet mich immer wieder Überwindung „schweig fein still“ (aus einem Lied von r. mey) zu praktizieren. Aber es ist die EINZIGE Möglichkeit, jedenfalls für mich – auch um emotional klar zu sehen.

    • Anka sagt:

      Deine Zeilen kann ich vollkommen bestätigen, daphne.
      Auch ich muss mich immer wieder einmal …
      Selbst „kleine Nachrichten“ lassen „die Nadel nur in eine alte Rille (zurück) springen.
      So jedenfalls meine Erfahrungen.
      Ja, schweig(t) schön still…

    • Lilli sagt:

      ‚Mein achtel Lorbeerblatt‘ von Reinhard Mey hilft auch mir sehr beim Schweigen:
      Refrain:
      ‚Und ich bedenke was ein jeder zu sagen hat
      Und ich schweig fein still
      Und setz mich auf mein achtel Lorbeerblatt
      Und mache was ich will‘.

  12. Raupe sagt:

    Bei gemeinsamen Kindern ist die Kontaktsperre leider gar nicht umsetzbar , das macht es alles nur noch schlimmer ! Den Kindern zu liebe, denke ich sollte man das Spiel ein wenig mitspielen, wenn er die Kontrolle haben will, dafür die Kinder aber weniger leiden .., dann erzählt man dem Narzisst was er hören will und hat so seine Ruhe … das sind meine Erfahrungen !

    Ansonsten, weiß ich aber auch das der Naruisst sich schon vor der Trennung ein Hintertürchen setzen wird, damit wenn Gras drüber gewachsen ist … ein erneuter Kontakt unumgänglich ist.

    Das wichtigste ist doch emotional mit der Sache abzuschließen, und wenn das geschehen ist… dann hat man auch bei Kontakt, nichts zu befürchten.

  13. Kati sagt:

    Danke Herr Grüttefien, dieser Newsletter ging heute auf alle Fälle auch an mich :). Ich halte eine 80tägige Kontaktsperre aufrecht und der Narzisst ist mein Nachbar. Hatte heute früh einen Knoten im Kopf. Bis ich das hier las. Man muss es immer und immer wieder lesen, alles zu diesem Thema.
    Weil man es nicht wahrhaben will und die Wahrheit zu langsam ins Bewusstsein dringt.
    Unglaublich, wie skrupellos diese Menschen sind , hier die männlichen Narzissten , die jahrzehntelang ihre Ehefrauen betrügen und viele unglückliche Frauen mit gebrochenem Herzen und Fragezeichen im Kopf zurücklassen ohne eine Spur von schlechtem Gewissen. Sie bemerken ihre perfide Art nicht im Ansatz,ein antisoziales Verhalten ist das, was strafrechtlich erfolgt werden sollte.
    Möge es eine zumindest höhere Gerechtigkeit geben!

    An alle verzweifelten Geschöpfe: macht euch frei. Es ist hart, aber es ist machbar. Schade um jeden verlorenen Tag, der euch immer mehr Nerven kostet und an eure Substanz geht.

    Seid euch MEHR WERT als die schlechte Behandlung, die man euch zuteil werden lässt und auf die ihr nicht verzichten wollt. Wacht auf!

    • Cornelia Rittmeier sagt:

      Also, das könnte meine Geschichte sein…. leider habe ich es noch nicht geschafft, den Kontakt abzubrechen. Er ist mein Nachbar und ich
      kann ihm nicht aus dem Weg gehen

  14. Elfride Meyer sagt:

    alles was Sie schreiben..mache ich seit Jahren durch………ich bin noch nicht g a n z daran t´zerbrochen, doch fast ga nz…

    Ich habe einen Sohn ( jetzt 16…..) der seit viewr Jharen beim Vater lebt….dieser Narzist und racheübender EX…..mit Geld und teils ALKOHOLMISSBRAUCH:ER Manipuliert seit vier Jahren meinen Sohn.den ich 12 Jahre lang alleine erzogen habe. / % JHahre mit gerichtlic´her Kontaktsperre zum Vater. Doch seiz ich wieder Kontakt erlaubte.führete alles erneut zu dem Teufelskreislauf.aus denen ich mich mit KInd vor Jahren versuchte zu entziehen.dank des Gerichtes …erfolgreich.

    Doch genau das wird mir jetzt zum verhängnis.der EX arbeitet „erfolgreich daran..den mUtter Sohn KONTAKT komplett zu zerstören……!!!!!! JUnge mittlerweile “ wie terrorist gegen mich“ ( worte meines Artztes…denn arbeiten kann ich in Folge dessen schon seit zwei Jahren nicht mehr)))!!! Ihre Artikel sind mir immer wieder sehr hilfreich…!!!! Eine Beratungsstellegab mir hinweis….in diese Richtung einmAL ZU LESEN11 biS ZU DEM tAG X WAR MIR 2NARZISTISCHE pERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG 2 EIN fremdwort!!! D O C H was sie in der Lage sind zu FORMULIEREN.bestätigt sich seit Jahren HAARSCHARF iun meinem LEBEN!!!!! Danke für ihr so gutes SCHREIBEN………..es hilft mir………………….DANKE!!!! ..zu erkennen…so wie auch mein Arzt mir hilft…zwei Ärzte …!!

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