Narzisstische Wut

Narzisstische Wut ist eine besondere Form der emotionalen Entgleisung verbunden mit einer starken aggressiven Neigung. Sie entsteht, wenn sich der Narzisst in seinem Größenselbst angegriffen und verletzt fühlt. In der Folge muss er sich gegen den Widersacher zur Wehr setzen. Dabei kann er in eine äußerst heftige und anhaltende Wut verfallen, die verheerende und nicht wiedergutzumachende Auswirkungen nach sich ziehen kann.

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Die narzisstische Wut entsteht aufgrund einer intensiv erlebten Kränkung und führt zu einem starken Ausbruch von Aggressionen. Dabei steht die aufbrausende Reaktion des Betroffenen überhaupt nicht in einem angemessenen Verhältnis zu dem Auslöser der Kränkung. Die Kränkung wird aus einem subjektiven Empfinden heraus erlebt, kann nicht mit dem nötigen Abstand gesehen und versachlicht werden und legt die hohe Verletzlichkeit der betroffenen Person offen.

Jeder reagiert gekränkt, wenn er kritisiert, missachtet, beschimpft, angelogen, benachteiligt oder ungerecht behandelt wird. Dies ist zunächst eine normale Reaktion. Der Betroffene wird von Scham, Ärger oder Wut erfasst, versucht sich zu wehren und das Unrecht, das ihm widerfahren ist, offenzulegen. Dies macht ein gewisses Maß an aggressivem Verhalten durchaus notwendig: Ein Mensch verteidigt sich, wenn er angegriffen wird.

Doch in der Regel ist dieser erregte Gefühlszustand nicht von Dauer. Sobald mit dem Verursacher über die Kränkung gesprochen wurde, legt sich der Ärger wieder und das Gemüt normalisiert sich. Selbst wenn es nicht zu einem direkten Gespräch kommt, kann durch den Trost anderer oder durch die Reflexion des eigenen Verhaltens und der Situation, die zu der Kränkung geführt hat, eine Relativierung stattfinden und so das seelische Gleichgewicht wiedererlangt werden. Meist sieht die Welt schon ganz anders aus, wenn man eine Nacht darüber geschlafen hat.

Eine narzisstische Kränkung führt zu heftigen Wutanfällen

Dieser Mechanismus der Relativierung funktioniert jedoch nicht bei einem narzisstischen Menschen. Der Narzisst wird aufgrund einer Kränkung von einer derartig heftigen Wut erfasst, dass er sich nicht mehr unter Kontrolle hat, geschweige denn, dass er die Umstände, die zu der Kränkung geführt haben, auch nur annäherungsweise sachlich reflektieren kann. Dieser ungehemmte Ausbruch von Empörung geschieht, wenn der Selbstwert des Narzissten angegriffen wird, sein überzogenes Selbstbild nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmt und seine Illusion von Einmaligkeit und Überlegenheit zu zerbrechen droht.

Daher ist nicht allein der Grund der Kränkung ausschlaggebend für die unverhältnismäßig aggressive Reaktion eines Narzissten, sondern vielmehr dessen erhöhte Kränkbarkeit. Bereits kleinste Anlässe, eine harmlose Kritik, verkraftbare Misserfolge und alltägliche Missgeschicke können bei dem Narzissten zu einer narzisstischen Kränkung führen, die mit heftigem Ärger und Groll, mitunter auch mit starker Aggression – oder auch mit einem passiv-aggressiven Verhalten – einhergeht. Für andere ist dann überhaupt nicht nachvollziehbar, wie ein Mensch aufgrund einer Nichtigkeit derart zornig reagieren kann.

Typische belanglose Anlässe für eine narzisstische Kränkung können unter anderem sein:

  • Der Narzisst bekommt keine volle Aufmerksamkeit und steht nicht uneingeschränkt im Mittelpunkt des Geschehens.
  • Seine Bedürfnisse und Interessen werden nicht vollständig berücksichtigt.
  • Seine Meinung, Ideen und Vorschläge werden unnötig lange diskutiert und hinterfragt.
  • Seine Mitmenschen halten sich nicht an die von ihm aufgestellten Regeln, obwohl diese in manchen Situationen nicht einzuhalten oder schlicht unsinnig sind.
  • Seinen Wünschen und Anweisungen wird nicht unmittelbar Folge geleistet.
  • Wiederholter Widerspruch oder ergänzende Gegendarstellungen torpedieren die grandiosen Ansichten des Narzissten.
  • Der Narzisst fasst sachliche Äußerungen oder objektive Feststellungen als Kritik auf, obwohl sie gar nicht so gemeint waren.
  • Der Narzisst erfährt keine bevorzugte Behandlung, sondern nur eine normale Behandlung wie alle anderen.
  • Er ist neidisch auf die Leistungen anderer, statt sich mit ihnen zu freuen.
  • Der Narzisst muss sich zeitweilig aus Rücksicht zu anderen einschränken oder sogar unterordnen.
  • Der Narzisst wird eifersüchtig, weil sein Partner zu viel mit anderen Personen spricht und unternimmt.

Die hohe Verletzlichkeit des Narzissten zeigt, dass er starke Scham- und Minderwertigkeitsgefühle in sich trägt: Kritik löst Schamgefühle aus sowie die Angst, nicht gut genug zu sein und aus diesem Grund von anderen nicht mehr akzeptiert und bewundert zu werden. Der Narzisst fürchtet um seine Großartigkeit: Das wertvollste Gut, das der Narzisst besitzt, um sich vor dem Ausbruch seiner Minderwertigkeitsgefühle zu schützen, droht ihm abhandenzukommen. Selbst die kleinste Verletzung seines Selbstbildes erlebt der Narzisst bereits als eine existenzielle Bedrohung, muss daher sogleich in Verteidigungsstellung gehen und fährt dabei sein ganzes Waffenarsenal auf.

Folgende Reaktionen eines Narzissten können aufgrund einer erfolgten Kränkung ausgelöst werden:

  • Der Verursacher der Kränkung wird vehement beschimpft, kritisiert und abgewertet.
  • Aufgrund eines heftigen Wutanfalls werden Gegenstände beschädigt oder zerstört.
  • Es kann zu körperlicher Gewalt kommen.
  • Der Kontakt wird abrupt abgebrochen.
  • Der Narzisst schweigt tagelang und es herrscht eisige Stille.
  • Der Narzisst ist höchst beleidigt und reagiert sofort gereizt, wenn er auf den Verursacher der Kränkung trifft oder auf den kränkenden Vorfall angesprochen wird.
  • Der Narzisst bringt dem Verursacher seine völlige Missachtung entgegen.
  • Er gebraucht wiederholt Ironie, Sarkasmus oder Zynismus in einem Gespräch mit dem Verursacher.
  • Das Ansehen des Verursachers wird fortdauernd beschmutzt.
  • Selbst nach Wochen oder Monaten kommt es noch zu Gehässigkeiten oder einem Vergeltungsschlag.
  • Der Narzisst bedient sich eines passiv-aggressiven Verhaltens und schikaniert oder piesackt fortlaufend den Verursacher auf verdeckte, heimtückische Weise.

Die zum Teil heftige Wut und Aggressivität sollen die Person, die die Kränkung ausgelöst hat, demütigen und kleinmachen, damit sich der Narzisst wieder groß und überlegen fühlen kann. Sein Größengefühl, das er gegenüber seiner Person hat und durch die Kränkung herabgesetzt wurde, muss unbedingt wieder angehoben werden – koste es, was es wolle. Der narzisstische Mensch zeigt sich extrem dünnhäutig und nachtragend, wenn seine Großartigkeit auch nur ansatzweise in Frage gestellt oder unterlaufen wird.

Narzisstische Wut kennt kein Verzeihen

Auffallend ist, dass die narzisstische Wut unverhältnismäßig lange anhält. Eigentlich kann man davon ausgehen, dass sich die Wut eines Menschen irgendwann wieder legt und das kränkende Ereignis zu den Akten gelegt wird oder es im besten Fall eine Aussöhnung gibt. So aber nicht bei einem Narzissten: Der Groll gegen den vermeintlichen Verursacher kann ein ganzes Leben lang anhalten. Ein Narzisst vergisst nie eine Kränkung, und noch weniger kann er dieses Vergehen jemals verzeihen.

Die narzisstische Wut kann so stark sein, dass es dem gekränkten Narzissten nur noch um Rache geht. Der Narzisst gibt nicht eher Ruhe, bis die Würde des Verursachers irreversibel getroffen wurde, sein Ansehen ruiniert ist, sein Vermögen und seine Lebensgrundlage zerstört und dieser mit seinen Kräften völlig am Ende ist. Der Narzisst will seinen Feind am Boden liegen sehen und kann dazu die perfidesten Pläne schmieden, um das ihm zugefügte Unrecht vollends zu korrigieren. Dieser unerbittliche Zerstörungsdrang ist ein wesentliches Merkmal der narzisstischen Wut.

Durch eine narzisstische Kränkung kann der narzisstische Mensch in einen regelrechten Vernichtungswahn geraten, der für Betroffene zu einer echten Gefahr werden kann. Der Narzisst schreckt in seiner narzisstischen Wut vor keiner Grausamkeit zurück und macht sich auch keine Gedanken über die Folgen seines verwüstenden Feldzuges. Er ist dann nicht mehr zu einem vernünftigen Gespräch und einer Aussprache fähig. Wie mit einem Tunnelblick steuert er erbarmungslos auf sein Ziel zu: Er will den Verursacher der Kränkung unbedingt besiegen und ausmerzen. Er will keine Klärung, keine Entschuldigung und keine Versöhnung – er will nur Rache und Zerstörung.


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Veröffentlicht in Begriffe, Blog
122 Kommentare zu “Narzisstische Wut
  1. Susanne sagt:

    Hallo Sternenengel, deine Zeilen machen mich sehr betroffen. Es ist gut, dass du dir Hilfe gesucht hast und in Therapie bist. Ohne schaffen es viele Opfer einfach nicht.
    Mein Rat: Lerne! Lerne wie sich destruktive Persönlichkeiten (Cluster B) verhalten und erkenne deren Muster.
    Achte in Zukunft auf dein Bauchgefühl und lauf, wenn es sich meldet. Unser Bauchgefühl trügt uns nicht.
    Nach dieser Erfahrung wirst du „wach“ sein und besser auf dich achten können.
    Merke: Es ist nicht unsere Aufgabe andere zu therapieren, wir müssen lernen auf uns selber besser zu achten und an die 1. Stelle zu setzen und dürfen (gesunden) Egoismus walten lassen.
    Komm erstmal wieder zu dir und lerne mit dir alleine zu sein. Du ahnst gar nicht, wie entspannend und stressfrei das Leben ohne Partner/alleine ist.
    Und es wird sehr lange dauern, evtl. ein paar Jahre, bis du das verdaut hast. Aber das ist bei Missbrauch normal! Die Seele muss heilen, das dauert länger als beim Körper.

    Ich werde derzeit stark getestet. Sowohl in der Familie, als auch von Expartnern, die wieder um die Ecke kommen und mich einspinnen wollen.
    Es ist nicht immer einfach, aber ich habe es geschafft auf angemessenem Wege hier Grenzen zu setzen und sie abzuwehren.

  2. Friedel sagt:

    Die emphatische Wut kann auch sehr gefährlich sein, und zwar dann, wenn Betroffene klar und deutlich erkennen, wie sie benutzt hintergangen, belogen und betrogen wurden. Bricht die emphatische Wut in voller Ausdehnung aus, kann diese sehr hilfreich sein, den narzisstisch gepägten Menschen in seine Schranken zu weisen. Die Feigheit eines Narzissten ansprechen. Es darf der emphatischen Wut gerne Raum gegeben werden.

    • Randi Dohrin sagt:

      Richtig, wenn einem „Opfer bewusst wird, wie die „Narzissten“ ticken können, kann das eine
      Aggression gegen den narzisstischen Aggressor auslösen.
      Gut so mit der Konsequenz Grenzen zu setzen.

      • Friedel sagt:

        @Randi Dohrin,

        was im Übrigen nicht das Schlechteste sein muss. Der Narzisst baut auf das emphatische Verständnis. So entwickelt sich schleichend die Spirale. Ein Austarieren beginnt bereits zu Anfang. Mit einer gezielten und standfesten emphatischen Wut, Gegenwehr sowie klarer Position nach seinem Auffliegen rechnet ein Narzisst weniger. Vielmehr geht der davon aus – wie es doch kürzer oder länger funktioniert hat – wieder das Ruder zu seinen Gunsten und Machenschaften rumreissen zu können. Vielen Betroffenen fällt es jedoch – nachvollziebar – schwer, das viele sehr mitgenommen sind von der „Behandlung“. Gelingt es jedoch, kann es sehr häufig dazu führen, dass ein Narzisst zusieht, dass er das Weite sucht.

        • Randi Dohrin sagt:

          Liebe Friedel,

          ja, sehe ich sehr sehr ähnlich wie Sie.
          Nach meinem „Erleben“ musste ich feststellen, dass sich „handfeste“ Narzissten tatsächlich zurückziehen, wenn sie Widerstand erfahren.

          Also: Grenzen setzen, wenn man spürt, da wurde jetzt die eigene „Schmerzgrenze“ mal wieder heftig mit Füßen getreten. Darum das Wahrnehmen der eigenen Schmerzgrenze ist das A und O und führt zu den eigenen traumatischen Wurzeln.

    • Susanne sagt:

      Hallo Friedel, so ist es!

      Ich persönlich habe nicht, wie es stets empfohlen wird, geschwiegen (ignorieren), sondern habe sein Spiel aufgedeckt und er hat mehrfach „Verbaleinläufe“ von mir erhalten. Besonders dann, wenn er meinte, sich unbedingt noch einmal melden zu müssen.

      Da er aber fröhlich pfeifend zur nächsten Frau gehüpft ist und mir das auch mit Freude mitgeteilt hatte (er hätte jetzt eine „liebevolle“ Beziehung), um mir noch mal einen „rein zu würgen“, hat ihn das wohl nicht weiter interessiert.

      Schließlich sind Personen die sich für toll und perfekt halten nicht bereit und/oder in der Lage Selbstreflexion zu tätigen.
      Somit landet die Schuld immer beim Geschädigten. Allerdings nur, wenn die auch angenommen wird.
      Alleine das, er hätte jetzt eine „liebevolle Beziehung“ suggeriert automatisch, dass ich alles verkehrt gemacht habe und er sich in Unschuld wäscht. Das wirkt aber nur so lange, bis man das System durchschaut hat.

      Es ist nicht so, dass ich ihm keine liebevolle Beziehung gönne, ich weiß nur, er ist gar nicht in der Lage dazu. Wenn, dann nur auf Kosten der armen Frau, meiner Nachfolgerin, die jetzt sein asoziales Verhalten ertragen muss, so lange, bis sie es durchschaut und der Schmerz sie dort wegtreibt. Wobei auch fraglich ist, ob die Geschichte die er erzählt überhaupt stimmt.

      Ich persönlich bin auch der Meinung, man darf seine Wut zeigen, es ist wichtig um zu heilen.

      • Randi Dohrin sagt:

        Ja, liebe Susanne, man SOLL und MUSS seine Wut zeigen und damit dem ausgesetzten Ungemach Grenzen setzen. (Ausschließen sollte man es möglichst,
        bei den Menschen, wenn das Wissen über eine „echte“ Krankheit (Asperger, Autismus) vorliegt. …)

        „Alles, heraus, heraus, heraus, wenn man erkannt hat, was falsch läuft.“

        Schönes Wochenende,
        herzlich

        Randi

      • Friedel sagt:

        Liebe Susanne,

        es ist nicht von Notwendigkeit einem narzisstischen Ausbeuter „eine liebevolle Beziehung zu gönnen“. Es ist überhaupt nicht notwendig einen Gedanken daran zu verschwenden. Ein Narzisst kann bestens für sich selbst sorgen. Darüber sollte man sich gar keine Gedanken machen.

        • Susanne sagt:

          Hallo Friedel,

          letztendlich ist es so und sinnvoll, irgendwann von dem Thema Narzissmus Abstand zu gewinnen. Das stetige Befassen mit dem Thema, lesen von Beiträgen, Foren und Berichte, Videos, tragen dazu bei, dass dem Ex weiterhin Energie zugeführt wird, auf einer für uns nicht sichtbaren Ebene. Das sog. Trauma Bonding. Die Traumabänder zu trennen, ist ung. wichtig, um vollkommen Abstand zu gewinnen und den NPSler zu vergessen. Eine Sache, die mir bis heute schwer fällt, denn inzwischen besitzt man ein wenig Wissen darüber und möchte auch anderen helfen.
          Ohne den Hinweis in einem Forum, dass es sich um einen Narzissten handeln könnte, wäre ich nicht so schnell darauf gekommen, was tatsächlich läuft.
          Es gibt Personen, die sind so vernebelt, dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen können und somit nicht bemerken, dass sie Opfer von emotionaler Gewalt/Missbrauch geworden sind.
          Aufklägung ist ungemein wichtig. Ebenso wichtig ist es alle Bänder zu trennen, indem man sich irgendwann nicht mehr mit dem Thema befasst.

          • Ruth sagt:

            hi Susanne,
            warum sollte man sich nicht mehr mit dem Thema beschäftigen?
            Man kann soviel daran lernen, vorallem über sich selbst und menschliche
            Beziehungen.Das ist doch ein Lebensthema.
            Mir gingen und gehen immer noch die Augen auf und ich erkenne immer mehr an mir und meinen Mitmenschen.
            Hier und in anderen Medien erwerbe ich mir meine Instrumente zum Erkennen,
            und im gegebenen Fall zum Eingreifen und Handeln.
            Und auch zum Überwinden und weiter Entwickeln.
            Darüber bin ich froh,würde sonst zuviel leiden und auch resignieren.
            Ich bekomme auch hier von euch viel guten Stoff zum Nach- und Weiterdenken.
            mach’s gut.ruth

          • Sonnenblume sagt:

            … für mich persönlich ist der Weg der Verarbeitung, dass ich mir erlaube, mich so lange mit z.B. Narzissmus (oder eben anderen tiefgreifenden Themen) auseinanderzusetzen, weil das ein Weg der Verarbeitung (Bearbeitung) ist. MIt dem Ziel zu integrieren (der Erfahrung einen abgegrenzten Platz zu geben), aber Vergessen erscheint mir kein realistisches Ziel. Vergessen geschieht höchstens von selbst.

            So ähnlich wie bei Trauer. Als mein Vater von heute auf morgen gestorben ist, als ich 17 Jahre alt war, dachte ich quasi Tag und Nacht an ihn. Jahrelange Erinnerungs- und Bearbeitungsarbeit. Damals hätte ich mir nicht vorgestellt, dass ich ihn je „vergessen“ könnte.

            Hab ich auch nicht.

            Aber sein Platz ist nun selbstverständlich und ruhig. Nur manchmal kommt sie wieder an die Oberfläche.

            So denke ich es mir auch mit diesen Verletzungen, die ja auch Verluste mit sich brachten.

            Wir haben als Menschen ein Geschichte, die sich aus vielen Kapiteln besteht.

            Alles zusammen ergibt das Ganze.

            Aber ich finde trotzdem auch, dass die lange und anhaltende Beschäftigung mit diesem Thema an sich nicht zum Dreh- und Angelpunkt als Ersatzbezugspunkt über Umwege sozusagen entwickeln sollte. Denn dann würde das wie ein Ersatzschauplatz sein, der nicht frei macht, sondern festhält.

      • Raupe sagt:

        Genau… Wut ist ein Gefühl und Gefühle müssen raus ! Ich sehe es auch gar nicht ein, dass das alles ohne ein mucks über mich ergehen zu lassen.. besser kann es für den Narz nicht laufen… er spielt weiter wie gehabt und alle halten Ihren Mund! Vorallem wenn seine Next mir ein gemeinsames Bild aus deren Urlaub sendet, nachdem wir 4 Wochen erst getrennt waren, mit dem Hintergrund ich hätte es verdient verletzt zu werden, weil ich so bösartig und gemein bin ( nach dem sie sich ein eigenes Bild von mir gemacht hat – durch seine Erzählungen).
        Ich kann sowas nicht ignorieren , dann bin ich doch erst recht der Idiot !
        Und ich war ja auch selbst schuld an dem Bild, ich hätte Ihn einfach nicht entlarven dürfen, und die Affäre zulassen sollen – hätte ich das gemacht, wäre sie schon lange geschichte – sagte er !
        Ich war Schuld weil er deshalb sich nicht auf Arbeit konzentrieren konnte und so ca 100 T EUR Verlust hatte… Ich war Schuld dass er mir nie wieder vertrauen kann… usw.

        Mal ganz ehrlich, wenn einem sowieso schon die Schuld für alles zugeschoben wird, dann sollte man den auch mal gerecht werden und sich wirklich schuldig machen für Dinge die Ihm gar nicht gefallen.

        • Friedel sagt:

          Vollkommen egal was er denkt! Nur wichtig was DU denkst. Ein Baustein eines Nazissten. Bevor der Weg geebnet ist sich zu befreien aus seinem Gedankenkonstruckt., durchläuft der emphatische, verständnissvolle Partner/Ex Partner verschiedene „Stadien“. Immer dieses zwanghafte Verständnis…..!Und Glückwünsche,,,,,an einen Menschen der Vertrauen missbrauch, belogen und betrogen hat. Darauf kommen nur bestens kondiditoniere und manipulierte Emphaten. Aufwachen !!!

          • Klarsicht sagt:

            Du hast absolut recht liebe Friedel, es ist nicht wichtig was er denkt, sondern nur was Du denkst. Dennoch, die Wut, es ist zwar ein Gefühl, richtig und Gefühle müssen raus. Doch solange ich wütig auf ihn bin, gebe ich ihm auch Energie, gebe Energie in diese Wut, kostbare Energie, die mir dann fehlt. Ich persönlich versuche statt Wut GLEICHGÜLTIGKEIT zu erlangen. Sobald er mir völlig gleichgültig ist, bin ich (für ihn) kein Empath mehr, ist mir egal, was er sagt, tut, etc. und ich falle nicht mehr auf seine Maschen hinein, und mir gelingt die Gleichgültigkeit am ehesten, indem ich mir sage, dass die narz. Persönlichkeitsstörung halt etwas Krankhaftes ist (vgl. unten und MRT des Gehirns einer Person mit narz. Störungen). Ich denke und hoffe, dass diese Krankheit reversibel ist. Ihr werdet jetzt alle sagen, dass ich mir doch keine Gedanken machen soll über SEINE Heilung. Mir geht es nicht um eine Einzelperson, aber mir geht es um die viele Narzissten in dieser Welt und um die Zunahme und ich finde es sei eine Verantwortung erstens unsere Kinder davor zu schützen, an Narzissten zu gelangen und uns aber auch in die Verantwortung zu nehmen, dass unsere Kinder nie zu Narzissten werden… Ich finde das grösste Problem ist der massive Egoismus in dieser Welt, der Narzissmus ist eine Weiterentwicklung davon. Ich dachte diese Pandemie würde uns Menschen zur Einsicht bringen und solidarisch machen, doch wir sind leider weit davon entfernt…
            Alles Liebe und Gute Euch allen
            Klarsicht

          • Lilli sagt:

            Hallo,

            gesunde Wut ist gut,
            das ist die Wut, die für meine eigene Gesundheit sorgt,
            und viel oder völligen Abstand zu Narzissten hat,
            d.h. seine egozentrischen
            Gedankengänge
            zu blockieren !

    • Waltraud sagt:

      Ich kann mich Euch da voll anschliessen. Erst die Wut und Erkenntnis der Störung beim Gegenüber hat mich in die Lage versetzt, Geschütze gegen „ihn“ aufzufahren und für meine Rechte zu kämpfen und vor allen Dingen nicht mehr still zu dulden und zu schweigen gegen soviel Verlogenheit und Unverschämtheiten.

      • Anka sagt:

        Das hast du gut ausgedrückt, Waltraud.

        „Wut“ ist ja auch eine Steigerung von „Ärger(lichkeit)“ oder eine „Ballung“ von viel gechlucktem (kleinen) Ärger.

        Für halbwegs sozial und auf Gemeinschaftlichkeit eingestellte/ ausgerichtete Menschen, kann diese zu empfinden zu einem echten Erwachen und „Befreiungsstreben“ führen.
        Ja, tatsächlich auch zu einem „Befreiungsschlag“!
        Mut und Kraft stellt sich ein und die Entschlossenheit sich für die eigene Würde einzusetzen.

        Es ist sicher grundsätzlich nicht verkehrt, ein freundlicher und friedlicher Mensch zu sein.

        Ebenso wichtig ist aber eben auch zu erkennen, daß das dem entgegen-gesetzte durchaus auch „Berechtigung“ haben kann, sein darf und sogar not-wendig ist, um endlich wieder „aufrecht in den Spiegel schauen zu können“.

        Gerade du bist hier ein entsprechendes Beispiel, daß das gelingen kann!
        Auch wenn natürlich „immer wieder einmal“ entsprechende „Groll-Trigger auf-tauchen“ und die Gefühle einen Regelrecht „überschwemmen“ …

        Alles Liebe und Gute weiterhin für dich.
        Gruß Anka 🙋

    • Lilli sagt:

      Hallo Friedel,
      für mich ist das die gesunde Wut, die, die Lösungen sucht und findet.

      Sonnenblume,
      danke dass Du Deinen Sohn mit Aspergersyndrom beschrieben hast.
      Unser älterer Sohn hat eine spastische Behinderung, braucht/e viele Arzt- und Krankengymnastiktermine und Freizeitunterstützung.
      Dass mein Mann mit seinen Narzissmuproblemen und ich da geblieben sind, hat bei uns beiden auch mit der Fürsorge für unseren behinderten Sohn zu tun, er braucht seine Eltern und Geschwister immer wieder. Durch seine Behinderung habe/n ich/wir auch oft die Familienberatungsstelle frequentiert, was für jeden von uns und für unsere Familie gut war.

      • Klarsicht sagt:

        Liebe Lilli (und Sonnenblume)
        Da kann ich Dir/Euch gut nachfühlen. Hut ab wie Du/Ihr das mach(s)t!
        Da schäme ich mich fast ein wenig wie wir „nur“ unseren Narzissten und uns im Blickfeld haben. Ich hatte keine Kinder mit ihm. Mit Kindern, hätten diese, schützenswert, klar Priorität!
        Alles Gute und Liebe Euch und Eurer Familie !
        Herzlichst Klarsicht

        • Susanne sagt:

          Hallo Klarsicht,

          vor allem ist es wichtig, die Kinder vor dem Narzissten zu schützen. Sich selber natürlich auch.

        • Lilli sagt:

          Danke liebe Klarsicht.

          Liebe Susanne,
          unsere Kinder sind erwachsen und haben dank meiner und ihrer langjährigen Beratungsstunden bei der Familienberatungsstelle
          (mein Mann, ihr Vater war auch einige Male in Einzelberatung dort, gemeinsam wollte er kaum)
          ihr gesundes Selbstvertrauen.

      • Sonnenblume sagt:

        Hallo Lilli,

        Danke! Ja, Lilli, die Elternschaft besteht und ist etwas Eigenständiges, besonders, denke ich, wenn es große Herausforderungen zu bewältigen gibt. Man muß einen Marathon gehen und braucht alle Kräfte.

        Ich glaube, da gibt es so viele Gründe, die zusammenspielen und zusammenwirken. Und das ist doch insgesamt gesehen auch gut.

        Ich wünsche Dir ganz viel Liebe zu dem was ist wie es ist, die Freiheit der Annahme, auch wenn nicht alles gut ist und die Offenheit, Gutes zu empfangen und das zu geben, was du hast. Nicht mehr, aber auch nicht weniger….

        Ein Lied von Frieder Gutscher hat mich oft ermutigt. Es hat den Titel „Der Weg wächst im Gehen“….

        In diesem Sinne! Weiter gehts….

        Grüsse von Sonnenblume

        • Lilli sagt:

          Ja Sonnenblume,

          danke für Deine Worte.
          Weiter unten schriebst Du:
          ‚Nicht Idealvorstellungen pflegen, sondernn die Realität optimieren.‘
          Eine ähnliche Redewendung hilft mir :
          ‚Fortschritt, nicht Perfektion.‘

          • Sonnenblume sagt:

            Liebe Lilli,

            ja, das ist auch eine gute Redewendung.

            Da sieht man mal, was Worte können. Worte sind eben nicht nur Worte. Sondern haben schöpferische Kraft.

            Wir werden auch (nicht nur) was wir denken….

      • Randi Dohrin sagt:

        Liebe Lilli,

        nicht nur ein wundervolles August-Wochenende wünsche ich Dir, danke für Deine Grüße und Wünsche,

        liebe Grüße

        Randi

    • JohnShepard sagt:

      Was unternimmt man denn, wenn man von sich narzisstische Wut kennt? Welche Ansätze gibt es – entgegen der allgemeinen „Nichttherapierbarkeit“ – das wegzubekommen?
      Danke!

      • Randi Dohrin sagt:

        Das würde bedeuten, dass ein Mensch/Sie ? sein/Ihr Verhalten reflektiert/reflektieren kann.
        Selbst-Disziplin heißt das Zauberwort und statt der „gewollten“ oder ungewollten Wut, ein tiefes in sich Hineingehen und nach den wahren Gründen einer hochkommenden Wut forschen.

        Viel Erfolg!

  3. Sandra sagt:

    Hallo ihr Lieben,
    Das ist ja eine spannende Diskussion und ich freue mich über die vielfältigen Meinungen, denn über jede Sicht kann man ja mal nachdenken.

    Wie ich das sehe, sind jene, die (bewusst) bei einem Narzissten bleiben, in einem Stadium, in welchen sie sich mit den Umständen arrangieren. Das sage ich übrigens absolut wertfrei. Ich will niemandes Lage be- oder verurteilen.
    Aber jene, die zur Trennung raten, haben eben verinnerlicht, dass jeder Mensch das Recht auf Glückseeligkeit hat. Egal wie lange die narzisstische Beziehung schon andauert, Glückseeligkeit ist in ihr nie zu finden. Finanzielle, emotionale, gesellschaftliche, soziale… Sicherheit vielleicht, das vermag ich nicht zu beurteilen, aber Glückseeligkeit auf keinen Fall. Dafür ist das narzisstische Umfeld zu toxisch. Wenn man sich zufrieden gibt mit einem Partner, der bestimmte Grundbedürnisse abdeckt, kann so eine Beziehung vielleicht tatsächlich funktionieren. Sieht man ja schön am Ehepaar Trump. Aber wenn man sich nach persönlicher Entfaltung, Annahme, bedingungsloser Liebe und tatsächlicher Nähe sehnt, ist man bei einem Narzisst einfach an der falschen Adresse.

    Und ich möchte jedem Menschen, der in einer narzisstischen Beziehung lebt, laut zurufen: „Das Leben hat mehr für dich zu bieten! Sobald du zu dir stehst, steht das Leben voll zu dir und aus dem Leid kann etwas wachsen, das schöner und wunderbarer ist, als alles, was sich dein Verstand zum jetzigen Zeitpunkt ausmalen kann.“ 🤗

    Alles Liebe für euch

    • Randi Dohrin sagt:

      Hallo liebe Sandra,

      danke, dass Du Dich zu Wort meldest.
      In der Tat, es ist eine ausgeprägte Diskussion entstanden, und ja, jede Meinung beinhaltet natürlich richtige Meinungen. So wie es unterschiedliche Auffassungen, Empfindungen, Einstellungen und Ursachen von Opfern gibt, ist auch nicht jeder „Narzisst“ gleich „schlimm“. Die Abstufungen/Unterschiede sind eklatant.
      Was ich aber, aus meiner Erfahrung, „vereinheitlichen“ würde ist, dass man innerhalb einer Beziehung mit einem toxischen, ichbezogenen Menschen emotional allein bleibt.
      Ein hoher Preis, den man/frau eventuell für eine „finanzielle“ Absicherung, etc. zahlen muss, sofern er/sie sich dazu entschließt, solch Beziehung aufrecht zu erhalten. …

      Recht häufig kommt die knallharte Trennung aber auch vom toxischen Partner, wenn die narzisstische Zufuhr nicht ausreicht, oder wegen der häufig vorhandenen Bindungsängste.
      Für wichtig halte ich, das narzisstische Verhalten zu erkennen, und wie jeder sich dann entscheidet oder auch entscheiden muss, liegt in der Eigenverantwortung eines einzelnen.

      Einen wunderschönen „narzisstisch-störungsfreien“ Abend für euch alle.

      • Klarsicht sagt:

        Liebe Sandra und Randi Dohrin
        Ihr spricht mir aus dem Herzen! Und ich denke auch, es sind verschiedene Stadien, die für das Bleiben oder für die Trennung sprechen. Man versucht vielleicht lange Zeit zu bleiben, und ich kann mir vorstellen, dass es für viele einfacher ist oder wäre zu bleiben als zu gehen (finanzielle Gründe, Verstrickungen jeglicher Art). Aber genau, die Toxizität ist nicht zu verachten. Denn sie zehrt ungeheuer an den Kräften, wie sehr erkennt man erst, wenn man „draussen“ ist. Als Pluspol gibt und gibt man, bis man nichts mehr hat, das man geben kann… und dann geht er, weil es nichts mehr zu holen gibt…
        Auch ich habe lange Zeit versucht zu bleiben, und mir gesagt (vielleicht auch eingeredet), wenn ich das alles ja weiss, und akzeptiere, kann ich mir ein ordentliches Leben auch innerhalb dieser Beziehung gestalten. Doch wie viel Energie das kostete, sehe ich erst jetzt, nachdem ich wirklich gegangen bin. Die Erlösung ist unwahrscheinlich (gross). Und „no contact“ ist enorm wichtig, denn schon der kleinste Kontakt und schon ist sie wieder da, diese Spinne, die ihr toxisch-klebriges Netz um uns spinnt, uns wieder umgarnt und bewegungsunfähig macht… Ich kann nur raten, auf lange Sicht zu gehen, sich zu retten und nie nie mehr zurückzukehren, in diese Toxizität. Sie zerstört einen, mein Leben, meine Energie… und macht schlussendlich krank. Sie ist weg, die Lebensenergie, die man doch zum Leben so dringend bräuchte… Man findet sie wieder, es ist eine andere, eine befreiende und gute! Und als gebranntes Kind riecht man nun schnell und überall wo Feuer ist. Auch ich erkenne narzisstisches Verhalten sofort, habe auch aufgearbeitet woher dies in meiner Kindheit kam und kann zumindest bis jetzt sehr gut Gegensteuer geben, bzw. habe viel Kostbares daraus gelernt.
        Alles Gute und Liebe Euch!
        Herzlichst Klarsicht

        • Susanne sagt:

          Hallo Klarsicht, danke für deinen Beitrag!

          Ich habe eine Weile bei ihm gewohnt (ohne mein Haus aufzugeben).
          Das war gut, so konnte ich ihn hautnah erleben.

          Bei mir fühlte es sich immer an, als wenn ich nach Hause komme, wenn ich zu ihm gefahren bin. Meine Mutter hatte scheinbar stark narzisstische Anteile und mein Vater war der devote Part. Meine Mutt Bj 1924, die Kriegsgeneration, das ist noch ein Thema das auch damit zusammen hängt.
          Man wird gezwungen sich damit zu befassen und dann versteht man auch, warum die eigene Mutter einem nicht gut tat und es einem selber schlecht ging.

          Trotzdem können diese Typen jedem passieren, da sie einfach perfekte Schauspieler sind und je älter sie werden, es immer mehr perfektionieren. Ich bin nicht sicher, ob ich sofort einen toxisch/narzisstischen Partner erkenne. Ich bin aber sicher, dass ich bestimmte Muster erkenne und dass ich dann inzwischen die Kraft habe SOFORT Trennungskompetenz walten zu lassen.

        • Randi Dohrin sagt:

          Herzlichen Dank für Deine Zeilen, liebe Klarsicht.
          Mit Deinen Zeilen sprichst Du mir auch aus der Seele.
          Ich bin froh, ein so genanntes seismographisches Frühwarnsystem entwickelt zu haben als Schutz vor Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, nicht nur narzisstische…

          Ein schönes Wochenende und ein authentisches und traumafreies Leben,

          herzlich
          Randi

        • Susanne sagt:

          Leute, wacht endlich mal auf und hört auf die NPSler in Schutz zu nehmen.

          Die wissen genau, was sie tun. Noch einmal: Es ist ein Spiel und das können wir „Normalos“ nur verlieren.
          Genetisch bedingt ist diese „Störung“ mitunter auch. Das liegt nicht immer nur an den bösen Eltern.
          Selbstverständlich wissen sie in den meisten Fällen was sie tun und sie wissen auch genau ihre Manipulationstechniken einzusetzen.
          – Hailo Effekt
          – Reziprozität
          – Soziale Bewährtheit
          – gespielte Autorität
          – künstliche Verknappung.

          Mit diesen Manipulations-Techniken bekommen sie (fast) jeden um die Finger
          gewickelt.

          Was sagte mein Ex? „Ich kann jede haben“ und „ich habe über 35 Frauen flach gelegt, das ging immer nach dem gleichen Schema, mir wurde das schon langweilig“.

          Die wissen genau was sie tun. Der Fehler ist, sie werden immer noch in Schutz genommen und entschuldigt für ihre Taten.
          Die schwingen einfach nicht auf dem gleichen Level wie wir, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht und das muss verstanden werden, sonst landet man immer wieder in der gleichen Falle.

          Man sollte auch verstehen, dass es die Polarität gibt: Wo hell ist, ist auch dunkel, kalt-heiß und gut-böse gibt es auch, auch unter den Menschen.
          In jedem Menschen steckt etwas Gutes, selber in jedem Massenmörder. Trotzdem sind sie Täter und sollten auch so betrachtet werden.

          • Klarsicht sagt:

            Es geht nicht darum sie in Schutz zu nehmen. Nur zu verstehen. Ich kann mich selbst besser abgrenzen, wenn ich verstehe. Und je besser ich verstehe, umso besser mein Frühwarnsystem! Aber so muss das jeder für sich selbst entscheiden, wie er das macht, denn jeder hat seine eigenen Erlebnisse!

          • Susanne sagt:

            Liebe Klarsicht, ich muss da leider mal widersprechen.

            Dein Zitat:

            „Doch das Verständnis für den/die anderen Menschen war und ist immer da. Und dass auch narzisstische Persönlichkeiten oft gar nicht anders können, und vieles nicht mit Absicht tun, das habe ich oft erlebt (mein Expartner sagte oft, dass er das nicht absichtlich getan hat).“

            Du brauchst nicht für einen Menschen Verständnis haben und zeigen, der dich so behandelt. Du enschuldigst ihn damit, „dass er eben nicht anders kann“.
            JEDER Mensch kann anders und auch ein NPSler weiß was sich gehört und was nicht.
            Es ist deren Intention dich fertig zu machen, klein zu halten und zu zerstören.
            Je nach Ausprägung und Schweregrad.

            Hab mit DIR Verständnis und Mitgefühl, dass du so etwas erleben und ertragen musstest und dass du das Pech hattest auf einen hochmanipulativen Menschen herein zu fallen.
            Dem braucht du gar nichts verzeihen.
            Schau auf DICH und darauf, dass es dir gut geht!

            Alles Liebe Dir und ein schönes Wochenende!

          • Ruth sagt:

            Hallo Susanne,
            habe mir die Manipulationstechniken notiert und werde das weiter untersuchen.
            danke dafúr.
            Kúrzlich habe ich in einem Restaurant folgendes am Nachbartisch miterleben mússen:
            Ein Paar ,Mitte 50 ,hat offensichtlich eins ihrer ersten dates.
            Der Mann baut sich unglaublich auf,schimpft lautstark úber etwas Belangloses,
            betont immer wieder nachdrúcklich seine Meinung, ist dominant,arrogant,úberheblich,gibt sich weltmánnisch,spricht in diesem Ton von seinen Angestellten,seiner Firma,usw.
            Die attraktive,gestylte Frau sitzt da wie das Kaninchen vor der Schlange..
            sagt kaum was, wenn dann leise, bewundert ihn und lásst sich dominieren von diesem Angebertyp.
            Das ist ein Muster! Undzwar auf beiden Seiten.
            Er macht es weil er es kann!
            Sie macht das Spiel mit und arrangiert sich in der passiven Empfángerrolle.
            Daher Susanne stimme ich dir wieder zu : Wacht auf Frauen (und auch Mánner)
            Lernt eure Muster kennen, es ist der Ausweg.
            Die Wut gibt da die Hilfestellung.

          • Klarsicht sagt:

            Liebe Susanne
            Der Button unten fehlt… Danke für Deine lieben Worte. Du bist mir gerade zuvor gekommen… gerade wollte ich folgendes sagen: Mein Expartner ist nach 2 Jahren wieder aufgetaucht… erst hatte ich gar nicht erkannt, dass er es ist…so völlig unerwartet kam dies.
            Und, obwohl ich ihm klar und deutlich gesagt habe, NEIN, dass ich ihn nicht treffen möchte, arbeitet das doch in mir. Aber gerade nach der Antwort vorher, ich Dir gab, dass ich ihn verstehen möchte… habe ich diese letzten 30 Min. nachgedacht: Ich KANN einen narzisstisch gestörten Menschen nicht verstehen. Ich muss akzeptieren, dass ich auf ihn hineingefallen bin, ich muss akzeptieren, dass er so ist, wie er ist, und ich muss mich eher fragen, warum ich so lange (10 Jahre) trotz Schmerz bei ihm geblieben bin… Es war ja dieses (süchtig machende) komm her, geh weg- Spiel, das er nun gerade wieder starten will…
            Warum ich auf so etwas hineingefallen bin, und geblieben bin, habe ich aber aufgearbeitet, und das hat mich auch sehr viel weitergebracht in meinem Leben.
            Darauf gilt es sich jetzt wieder zu besinnen, und v.a. das toxisch-klebrige Netz der toxischen Spinne nicht an mich herankommen zu lassen, wo wir wieder beim Blockieren wären… Aber die finden Wege, es gibt immer noch kleine Waldpfade, die offen sind, und wir nicht bedacht hatten.
            Lieben Dank, liebe Susanne und ein schönes Wochenende!
            Herzlichst Klarsicht

    • Anka sagt:

      Sandra, ganz genau!
      Mit deiner Beschreibung „kommt mein Geist mit“.

      Wenn „sich arrangiert“
      wird, kann so was
      „funktionieren“ …
      Der Partner bleibt dabei aber selbst trotzdem weiterhin in der Rolle des „funktionieren müssens“, des „Funktionierenden“…

      Bei „Funktionalität“ bleibt echte Lebendigkeit, Äuẞerung der Meinung in Freiheit und auch gegenseitiger Austausch dabei auf der Strecke.

      Eine „eingeschränkte Beziehung“.

      • Susanne sagt:

        Liebe Ruth,

        danke für deinen Beitrag.

        Zitat:

        „Er macht es weil er es kann!“

        Jein!!

        Das Problem ist, bevor wir Geschädigten die Techniken und Manipulation durchschaut haben, ist es meist schon zu spät.

        Oftmals schon vollkommen vernebelt durch Gaslighting, Doppelbotschaften, subtile Abwertungen usw.
        Wer dann nicht wirklich stark ist, bleibt oft zu lange hängen und findet dann den Absprung erst, wenn es schon ums Überleben geht.
        Einige NPSler zeigen ihr wahres Gesicht dann auch erst später (wenn sie ihre Beute sicher haben) und die Frau steckt schon in einer Ehe oder Kinder etc.

        Dann tritt oftmals eine Art „Gewöhnungseffekt“ ein, bedeutet, die Frauen (oder seltener Männer) haben aufgegeben und sich an den Ton gewöhnt. Sie merken zwar, dass das nicht ok ist, aber sie haben nicht die Kraft und oder die Mittel sich zu lösen (denken sie).

        Ich kenne übrigens sehr selbstbewusste Frauen/Managerin, die damit zu kämpfen haben.
        Das ist also nicht immer ein Kriterium.
        Dazu kommt, dass diese Form des Missbrauchs, auch wenn es sich für uns Betroffene anders darstellt, hier in Deutschland immer noch recht unbekannt ist.
        Daher werden die Opfer auch von Therapeuten, die oftmals das Thema gar nicht kennen, verkehrt behandelt.

        Im Grunde muss der NPSler in Verhaltenstherapie. Nur die gehen eben meistens nicht, da sie ja unfehlbar sind und sich toll fühlen.
        Daher ist die Dunkelziffer wohl hoch und ich persönlich sage, bei dem was ich so beobachte, enorm hoch!
        Es wurde festgestellt, dass sogar in deren Gehirnen nachgewiesen werden kann, dass im Bereich für Empathie etwas fehlt (vorsichtig formuliert).

        Lieber Gruß

        • Ruth sagt:

          das stimmt wieder alles, Susanne und ist wieder wertvoll,absolut.
          Warum ist es denn oft zu spát?
          Weil das Frúhwarnsystem und der Seismograph noch nicht aktiv waren.
          Wie bekommt man das eingeschaltet?
          Durch die eigenen Muster+Defizite langsam nach und nach aufzuarbeiten.
          Der Selbstwert wird stabiler und
          gleichzeitig wird dann das System installiert.

          Es ist ja immer eine Interaktion zwischen 2 Menschen,der Betroffene hált das System in Stand,tragischerweise.

          Ist jemand mittendrin und hat nach 30 Jahren keine Kraft mehr (wie mein Freund,dem ich helfen will) braucht man Freunde die sich mit dem Thema bescháftigen und Hilfestellungen geben.
          (und dabei selber viel lernen,und doch beinah aufgeben…)
          lieben Gruss,Ruth

          • Susanne sagt:

            Liebe Ruth,

            „Warum ist es denn oft zu spát?
            Weil das Frúhwarnsystem und der Seismograph noch nicht aktiv waren.
            Wie bekommt man das eingeschaltet?“

            Wir müssen wohl lernen mehr auf unser Bauchgefühl zu hören. Die Muster kennen wir ja inzwischen und können schneller reagieren.
            Man wird ja regelrecht eingenebelt und genauso habe ich mich auch gefühlt, wie in Watte gepackt.
            Meine erw. Töchter haben das sogar gemerkt und mich gewarnt: Ich wäre gar nicht richtig anwesend und „durchscheinend wie Pergamentpapier“.
            Es ist, als wenn ein Gift injiziert wurde, du wirst regelrecht vergiftet.

            Letzendlich sind wir gegensätzlich (Narz/Empath). Die Empathen geben gerne und kümmern sich um andere. Wir müssen eben lernen mehr auf unsere eigenen Bedürfnisse zu achten und uns um uns selber besser kümmern und auf das, was uns gut tut. Es ist wichtig die eigene Wertigkeit zu erkennen und die Leere die einen mitunter befällt so auszufüllen, dass es den NPSler dazu nicht braucht.
            Der steht ja auf der anderen Seite und stellt den Gegenpol dar. Er findet sich toll, perfekt und liebt sich selber am Meisten (wobei das, wie wir ja wissen, auch eher auf sehr wackeligem Fuß steht).
            Genau dort setzt der Narzisst mit seiner (kalten) Empathie an. Er liest uns aus, wie ein offenes Buch, denn wir Empathen sind ja meistens recht arglos und unbedarft.

            Wir werden also gezwungen endlich einmal mehr auf uns selber zu achten und weniger auf die Bedürfnisse anderer. Deswegen sind wir dann aber nicht egoistisch, sondern wir lernen Selbstliebe. Dazu gehört auch das Grenzen setzen und konsequent einhalten.

          • Klarsicht sagt:

            Liebe Susanne, liebe Ruth
            Ganz spannend, was Ihr hier sagt und ich teile Eure Meinung. Er macht es, weil er es kann? Genau, und wenn er es bei mir nicht mehr kann, dann geht er halt zu Nächsten wo er es kann… Somit das Frühwarnsystem ist enorm wichtig. Doch man kriegt es erst, wenn man es einmal durchgemacht hat. Klar sagte der Bauch schon früh, hier stimmt etwas nicht, aber dabei war auch so viel Schönes, und es war spannend. So gab es keinen Grund sofort da raus zu gehen…nein, das war es gar nicht, retrospektiv: „Die Spinne wob ihr Netz und schon klebte man am dran“… Doch zurück zum Frühwarnsystem… ich habe mir viele Youtoube-Videos angehört auch von bekennenden Narzissten… Und ich merkte: „aha, wie mein Ex“… die Testosteron-beladene Stimme, die Grösse (Umrisse erkennbar), die Hände, der Marathon-Sport u.v.a.m…. ich will hier nicht verallgemeinern, doch ich frage mich, ob dies ev. genetisch ist… auch hormonell (sehr viel Testosteron!?). Auch wurde ja in einer Studie dargestellt, dass narz. Persönlichkeitsstörungen im Gehirn( MRT des Gehirns) eine messbar verkleinerte graue Substanz im Gebiet der Gefühle und Empathie haben ( ob angeboren oder (durch Erziehung) erworben und dann ev. reversibel? liess man offen ) … somit darf man diese Persönlichkeitsstörung ev. schon als Krankheit bezeichnen, und darf dann auch sagen, dass diese Personen eine Veränderung durch eine Krankheit haben und das (=den anderen verletzen) nicht (immer) mit Absicht tun? Wenn ich mich so dazu einstelle, dass man Gegenüber krank ist, dann kann ich das auch leichter ertragen. Mein Ex sagte z.B. oft, er sei nicht ein guter Mensch. Seine Mutter hätte das oft gesagt und sie müsse das ja wissen… Ob er das sagte, um mich zu „warnen“, d.h. mein Frühwarnsystem zu aktivieren, oder ob er indirekt um Hilfe bat, kann ich nicht sagen. Ich habe ihm (natürlich) auch Hilfe angeboten. Ich fragte ihn, ob er denn so sein wolle wie er sei? Nein, natürlich nicht, meinte er, aber er wisse nicht wie er sich anders verhalten solle/könne. Er merke es erst im Nachhinein, wenn er sich zerstörerisch benommen habe… ? Eine Therapie? Jemand anders könne ihm auch nicht helfen, das müsse er schon selbst rausfinden… Ich hatte dann auch den Eindruck, dass er sich petit à petit mit meinen immer wieder geduldigen Rückmeldungen geändert hatte, aber halt immer wieder in die alten Muster zurückgefallen ist, bis ich einfach keine Energie mehr hatte. Ich bin ja schlussendlich auch nicht seine Therapeutin.
            Ich will damit nichts beschönigen oder gutheissen, aber wenn es eine Krankheit ist, können wir uns anders dazu einstellen. Wichtig ist es unsere Kinder zu informieren, dass sie schon ohne ein solches Erlebnis narzisstische Persönlichkeiten erkennen und vermeiden, ein Frühwarnsystem entwickeln, denn wenn es niemanden mehr gibt, der das mitmacht, können sie (die narz. veranlagten Menschen) dies auch nicht mehr mit uns machen… (Ein Wunschtraum, ich weiss). Andererseits ist es auch ein Wunschtraum, dass es keine narz. gestörten Menschen mehr gibt, und ich denke das gibt es immer häufiger, und da müssen wir uns als Menschheit wohl auch an der Nase nehmen und fragen weshalb… und ist es für mich als Mutter eine Aufgabe zu schauen, dass mein Kind nicht so wird…
            Liebe Grüsse
            Klarsicht

      • Susanne sagt:

        Liebe Klarsicht,

        ja, es geht hier ein wenig durcheinander, ist anstrengend!

        Dein Zitat:

        „Mein Expartner ist nach 2 Jahren wieder aufgetaucht… erst hatte ich gar nicht erkannt, dass er es ist…so völlig unerwartet kam dies.“

        Frau muss sich immer klar machen, der kommt nicht um die Ecke, weil er dich liebt, sondern weil er etwas von dir will. Drei Mal darfst du raten. Vielleicht hat er auch nur Langeweile und gerade niemand anderen, dann klicken sie sich gerne durch ihr Adressbuch, um die „Exen“, deren Daten auch alle säuberlich gespeichert wurden, wieder zu aktivieren.
        Wenn du wieder auf ihn eingehst, hängst du wieder an der Angel und er hat seine Zufuhr, egal ob positiv oder negativ.
        Am Meisten ärgerst du ihn, wenn du ignorierst, blockierst etc, sonst fängst du wieder von vorne an.

        Bleib stark!

  4. Sonnenblume sagt:

    Ich möchte gerne noch einen Gedanken in diese ganze Gedankenkette einflechten, weil ich immer wieder lese, wie oft es vorkommt, nicht zwischen dem Menschen und seinem Verhalten unterscheiden.

    Gute Menschen – tolle Menschen einerseits – und böse Menschen und abgrundtief böse Menschen andererseits.

    Ganz schön harte Urteile, finde ich.

    Um bei der Würde des Menschen zu bleiben (die unantastbar ist und bleiben wird), wäre es meiner Meinung nach lebensförderlich zwischen der Person und deren Verhalten zu unterscheiden.

    Warum wird ein Mensch zu einem Täter oder andersherum oder mal das eine oder das andere in all den unterschiedlichen Ausprägungen?

    Das Leben ist meiner Meinung nach viel zu Komplex und niemand sieht und weiß die tieferen Gründe einer langen Kette von Störungen und Verletzungen, die zu sogenanntem „bösen“ Verhalten führen können, unter denen dann die Beziehungen (zu sich selbst und zu anderen) leiden oder sichtbar machen, dass es eine solche nicht geben kann.

    Je extremer die Ausprägung, umso schneller teilt man in gut und böse ein.

    Es gibt so viel Leid und Ungerechtigkeit in der Welt. Unverschuldetes und Unerklärliches.

    Woher kommt das?

    • Randi Dohrin sagt:

      Liebe Sonnenblume,

      niemand wird gezwungen, den Weg eines Täters (weiblich und männlich) zu gehen. Verletzt ein Individuum – wissentlich – ein anderes, ist das definitiv kein GUTES Verhalten dieser Person, die ihrem Opfer die Würde nimmt.

      Und in der Tat, es gibt unvorstellbar viel Leid auf dieser Welt, was zumeist durch Menschen verursacht wird. Das ist aber zu komplex – zumal für diese wundervolle helfende Seite des qualifizierten Autors Sven Grüttefien.
      Hier werden die unterschiedlichen Verhaltensweisen stark narzisstisch geprägter Menschen behandelt, es werden die Verhaltensweisen erklärt, die sich von der/einer Person nun einmal nicht trennen lassen.

      Ansonsten danke ich Ihnen für Ihre Gedanken, die sich für viele Menschen, Philosophen, Psychologen, etc. etc. etc., täglich stellen. Und es wird immer wieder OPFER dieser sogenannten toxischen Klientel geben, die das verletzende Verhalten nicht begreifen und sich deshalb nicht von denen lösen können (neben traumatischen Erfahrungen aus der frühkindlichen Phase).

      …“Es gibt so viel Leid und Ungerechtigkeit in der Welt.“…, Ihre Worte, liebe Sonnenblume. Es wird so bleiben, der Körper einer Kreatur lässt sich erfassen, erklären, die Psyche nur bedingt …

      • Sonnenblume sagt:

        Hallo, liebe Randi,

        …. Danke für Ihre Worte! Ja, genau so meinte ich es. Ein Verhalten kann wirklich nicht gut sein. Und auch wenn ein Mensch zu einem Täter wird, ist das nicht gut. Aber eben das Verhalten, nicht die Person an sich.

        Und ich finde auch, dass es zur Verantwortung eines jeden erwachsenen Menschen gehört, für das was er tut, die Konsequenzen daraus zu tragen und eben zu verantworten.

        Schlimm ist es aber ja besonders bei diesen Persönlichkeitsstörungen (es gibt ja auch noch andere als den Narzissmus), wo die Einsicht und Selbstreflektion beschränkt, manchmal auch gar nicht oder nur stellenweise möglich ist. Umso schwieriger für das Umfeld.

        Aber würde man denn einem blinden Menschen vorwerfen, er könne nichts sehen?

        Ich persönlich finde es gerade deswegen wesentlich, das Verhalten von der Person grundsätzlich zu trennen.

        Und wenn man auf dem Weg in der Beziehung zu einem massiv persönlichkeitsgestörten Menschen viel und tiefen Schaden genommen hat, bleibt vielleicht nichts anderes übrig, als Abstand zu nehmen, um nicht draufzugehen und einen Lebensraum zu haben, in dem man leben kann. Man kann das Verhalten ja auch nicht von der Person trennen. Insgesamt gesehen.Es ist so oder so schwer. Und auch tragisch. Letztendlich auch deswegen, weil aus einem Menschen das geworden ist, was sich so beziehungszerstörend auswirkt….und weil das auf dem Weg einer Täuschung sichtbar wurde.

        Auch wenn es sich vielleicht nach einer Idealvorstellung oder gar Utopie anhört, gehe ich über das wirklich ablehnenswerte Verhalten hinaus und kehre zu der Orginalidee Mensch zurück. Und habe eben diese offenen Fragen dabei und auch diese Gedanken. Denn – was war und was fehlte einem solchen Menschen, dass er derart krank wurde und so schauspielern und ausbeuten musste….?? Das zu bedenken, finde ich auch wichtig auf dem Weg der Auseinandersetzung. Sachlich betrachtet. Nicht im Gefühl der Betroffenheit gefangen….

        Angenommen, man hätte eine glückliche und angehme Partnerschaft über 30 Jahre erlebt und es stellte sich eine Krankheit ein, die eine Persönlichkeitsstörung nach sich zieht. Das Verhalten würde sich sehr verändern. Der einst geliebte Mensch wäre mehr und mehr verletzend und schwer zu ertragen, aufgrund seiner Persönlichkeitsveränderung. Die glückliche Zeit (auch der Anspruch auf Glückseligkeit?) war also einmal und käme so nie wieder……… Was wäre dann Liebe und was bedeutet sie eigentlich?

        In den unterschiedlichsten Variationen gibt es – wie ich schon sagte, Gründe, die schwer wiegen, zu gehen oder zu bleiben.

        Aber können wir – egal auf welchem Leidensweg – die Person dennoch achten oder wenigstens zu dieser Art von Achtung zurückkehren…..?

        Ich denke immer wieder über diese Dinge nach. Nicht nur im Kontext von Narzissmus.

        So mache ich hier erst mal einen Doppelpunkt. Denn es geht ja weiter….

        Danke fürs Lesen!

        Sonnenblume

        • Klarsicht sagt:

          Liebe Sonnenblume
          Danke für Deinen kostbaren Beitrag!Mir hat genau dies in unseren Diskussionen immer noch gefehlt… Wir (sehr verletzt) denken verständlicherweise (und ich im Speziellen, um nicht wieder in mein Helfersyndrom zu rutschen) an uns, da wir den anderen ja nach jahrelangem Versuch nicht heilen (und ihm auch nicht helfen?) konnten…
          Doch das Verständnis für den/die anderen Menschen war und ist immer da. Und dass auch narzisstische Persönlichkeiten oft gar nicht anders können, und vieles nicht mit Absicht tun, das habe ich oft erlebt (mein Expartner sagte oft, dass er das nicht absichtlich getan hat). Das habe ich ihm geglaubt, er wusste zwar, dass er andere verletzt, aber er hat es nicht voraussehend mit Absicht getan…
          Ich will dieses jene verletzende Verhalten damit nicht gutheissen, höchstens entschuldigen, bzw. verstehen. Wie Du sagst, einem Blinden kann man auch nicht vorwerfen, dass er nichts sieht… Deine Aussagen veranlassen mich nochmals sehr sehr nachzudenken… Denn nach der Trennung im no contact zu verharren ist zwar ein Selbstschutz, aber irgendwie eine Missachtung des anderen. Befriedigend, bzw. erlösend ist es wahrscheinlich für beide Seiten nicht. Wenn dem so wäre, wäre ich nicht mehr auf dieser Seite…
          Vielleicht wäre beiden Partnern geholfen, wenn man sich soweit öffnen würde, dass man versucht zu den anderen und seine Handlungen zu verstehen und zu akzeptieren… ? Du hast hier einen ganz guten Ansporn von einer ganz anderen Seite gegeben, und uns auch gezeigt, was Liebe wirklich heisst! Ganz lieben Dank Dir, viel Kraft für Dich, und alles Gute Dir und Deine Liebsten.
          Herzlichst Klarsicht

          • Sonnenblume sagt:

            Liebe Klarsicht,

            das freut mich jetzt aber sehr, dass in meinen Gedanken weiterführende Anregungen für Dich dabei sind, die Dich ansprechen und zu weiterem Nachdenken einladen.

            Noch etwas:

            Ich möchte auch nicht der Angst das Steuer überlassen. Auch nicht der Wut. Oder der Scham. Oder der Trauer.

            Sondern mit all den Gefühlen gut in Kontakt sein und ihnen zuhören, was sie mir sagen wollen und worauf sie hinweisen und sie äußern und guten Umgang mit ihnen pflegen, weil sie ein Teil von mir sind und alleine ich dafür verantwortlich bin.

            Ich bin nicht meine Gefühle, ich habe Gefühle.

            Die Gefühle werden vom Verstand gelenkt.

            Je mehr ich manches verstanden und neu einordnen konnte, umso handlungsfähiger und gestaltungsbereiter wurde ich. Und das in Bereichen, wo ich es noch vor wenigen Jahren wirklich nicht für möglich gehalten hatte.

            Es gibt nicht den Pauschalweg. Und wenn immer wieder gesagt wird, es würde „nie“ besser werden und „immer“ so bleiben, dann sind das meiner Meinung nach auch Festlegungen.

            Ich gehe davon aus, dass wir uns auf dem Weg in eine größere Freiheit und tiefere Liebe auch einen Veränderungsprozess durchlaufen. Ich möchte mich nicht auf „nie“ und „immer“ festlegen, sondern offen sein, für unerwartete und überraschende neue Möglichkeiten, die nichts mit Illussionen oder Idealvorstellungen zu tun haben und mit ihnen nicht verwechseln werden wollen.

            Wenn ich bei einem Verhalten, das mich früher umgehauen, verletzt und in Frage stellen konnte, auch hilflos gemacht hat, heute aufrecht stehe, die Grenzen meines Ichs gerade dann in Liebe spüre, zu mir stehe, ohne gegen den anderen zu sein, dann fühlt sich das ganz gesund an und gut und attraktiv, genau diesen Weg weiterzugehen, weil er so eine lösende und befreieende Wirkung auf mich hat, die mir einfach nur gefällt und mich glauben lässt, dass hinter der nächsten Wegbiegung die Aussicht wieder eine ganz andere sein könnte, als ich es jetzt sehe und einsehen kann….

            Das Leben ist doch weit mehr, als ich heute wissen kann und auf den Erfahrungsschatz meiner Verletzungen möchte ich nicht bauen.

            Nun – es ist so spannend und so lebendig, gerade auch der ehrliche Schmerz und die ehrliche Einsicht, dass es „so“ nicht weitergehen kann oder es Zeit ist für einen nächsten Schritt, den andere „nie“ für möglich halten konnten….

            …. herzliche Grüsse am Wegesrand,

            Sonnenblume

    • Anka sagt:

      Liebe Sonnenblume,

      dazu habe ich in
      „Ich Bin“ (Gespräche mit Nisargadatta Maharaja gute Antworten gefunden…

      DAS LEBEN IST LIEBE.
      ALLES LEIDEN WIRD VOM MENSCHEN ERSCHAFFEN DURCH DEN MISSBRAUCH SEINES VERSTANDES.
      UND ES LIEGT AM MENSCHEN DIESES LEIDEN ZU BEENDEN DURCH DEN RICHTIGEN GEBRAUCH SEINES VERSTANDES. DEN VERSTAND RICHTIG ZU BENUTZEN BEDEUTET GUTES UND SCHÖNES ZU ERSCHAFFEN, LEIDEN ZU BEENDEN.

      DER MENSCH WIRD DURCH SEIN VERHALTEN ZU DEM WAS ER IST.
      EIN MORD MACHT DEN MENSCHEN ZUM MÖRDER. DER MORD SCHADET DEM MÖRDER.

      Tja, irgendwie ist das einfach so…
      Von „gut oder böse“ einmal abgesehen und von irgendwelchen Ursachen.

      Es obliegt dem Menschen selbst über sich und sein Tun und Lassen zu reflektieren.

      Da gibt es einen hilfreichen Spruch, der vielleicht ganz gut ins Forum passt.

      WENN DU EINEM MENSCHEN SAGST, DASS SEIN VERHALTEN DICH VERLETZT UND ER TUT ES WEITER,
      MACHT ER ES MIT ABSICHT.

      Sollte „man“ sich dann wirklich weiter diesem Menschen aussetzen und anvertrauen?

      Versand benutzen…

      Lieber Gruß Anka 🙋

      • Sonnenblume sagt:

        Liebe Anka,

        …. vielen Dank für Deine Worte!

        Auf Deinen Spruch „WENN DU EINEM MENSCHEN SAGST, DASS SEIN VERHALTEN DICH VERLETZT UND ER TUT ES WEITER,MACHT ER ES MIT ABSICHT.“

        möchte ich eine Erfahrung danebenstellen.

        Mein Sohn ist Asperger Autist. Inzwischen 24 Jahre alt. Er musste und muss weiterhin das was andere, die diese Sinnesbeeinträchtigung nicht haben, das soziale Verhalten wie eine Fremdsprache lernen. Er kann Gesichter schlecht erkennen. Gesten und Metaphern nimmt er inzwischen nur wahr, wenn er sich bewußt dafür entscheidet. Kommen zu viele Informationen auf einmal auf ihn zu oder wenn er müde ist, kann er so überflutet werden, dass sein Verhalten unangemessen wird und er auch nicht mehr freundlich oder größtmöglich emphatisch reagieren kann, obwohl er es möchte.

        Gerade durch ihn habe ich oft erfahren, dass er sich anders verhalten möchte, als es dann gelingt. Manches merkt er. Vieles nicht.

        Ich erkläre ihm, was mich verletzt, es dauert einige Zeit bis er sich dann darauf einstellen kann. Würde ich so urteilen, wie es dieser Satz aussagt, täte ich ihm ganz Unrecht.

        Manchmal kann dieser Satz bestimmt zutreffen. Die Behinderung bzw. starke Beeinträchtigung in Emphatie gilt ja gerade auch für Narzissten. Nur können sie ja sehr gut schauspielern und treffsicher schmeicheln was mein Sohn und andere mit Asperger Syndrom betroffene Menschen in meinem Freundeskreis gar nicht gut beherrschen. Quasi andersherum. So erscheinen sie oftmals unfreundlich und unsensibel. Und sind gerade das Gegenteil davon. Was eben auch zu einer Fehleinschätzung führt.

        Was unfreundlich rüberkommt, war so oftmals nicht gemeint.

        Und dies ist ja nur ein Beispiel unter vielen.

        Das habe ich mit meinem Leben buchstabiert. Und lerne immer wieder weiter, großherzig und weit zu denken. Nicht auf Schmeicheleien hereinzufallen, genauso wenig wie durch eine monotone, rücksichtslos erscheinende Äußerung und VErhaltensweisen, die mich früher sehr verletzt haben. Heute nicht mehr.

        So finde ich es oftmals traurig, wenn ich merke, dass Menschen sehr schnell „verurteilen“ und „bewerten“.

        Vielen DAnk nochmals für alle Ihre Worte an mich!

        Alles Gute!

        Sonnenblume

      • Randi Dohrin sagt:

        Liebe Anka, liebe Sonnenblume,

        ich teile in Gänze die Worte…“Das Leben ist Liebe. Alles Leiden wird vom Menschen erschaffen durch den Missbrauch seines Verstandes.“… etc. etc.

        Verletzt ein Mensch aus Krankheitsgründen einen Menschen, weil er nicht anders kann, dann liegen doch noch einmal „Welten“ zwischen denen und einem Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung, die wissen, dass sie ihr Gegenüber verletzen.

        Ein harmonisches Wochenende und viele Grüße !

    • Anka sagt:

      Danke liebe Sonnenblume!

      Deine Ausführung hat mich sehr erleichtert,
      wenn auch gleich zeitig ebenso „betroffen“ gemacht.

      Bei deinen davor liegenden Kommentaren und mitgeteilten Überlegungen hatte ich schon das Gefühl, daß hier ein viel weitreichendetes „Thema“ mitschwingt.

      Natürlich ist die Reaktion und Interpretation der Umwelt für Angehörige von, schwer oder schwerst behinderten Menschen (verallgemeinernd gesprochen) noch einmal eine ganz „andere Sorge“. Die im Umgang im täglichen Leben tatsächlich anstehenden immensen „Anforderungen“ kann ja von einem „Unbeteiligten“ wie mir, bestenfalls erahnt werden.
      Da verstehe ich auch deine mit anklingende Sorge und auch „Bitte an die Menschheit“ …

      Ich hoffe, dich nicht zu verletzen.
      Aber Liebe und Beziehung zu einem Partner unterscheidet sich ja doch von der Art Liebe und Beziehung zum eigenen Kind, auch wenn es erwachsen ist.

      Da du auf die Ähnlichkeit zu narzistischem „Empfinden“ hingewiesen hast, stellt sich für mich natürlich eine Frage, abgesehen von gehen oder bleiben.

      Bin ich (nur) ein
      „liebender Mensch“,
      wenn ich (auch) bereit bin, einen (geistig oder emotional) Behinderten zu „heiraten“, bei ihm zu sein?

      Generell ist das wohl überhaupt nicht zu sagen und jeder muß seinen eigenen Weg gehen.

      Ganz herzliche Grüße und alle Liebe für dich
      Anka 🙋

      • Sonnenblume sagt:

        Liebe Anka,

        …. nochmals vielen Dank für Deine Worte!

        Ich habe nicht nur einen autistischen Sohn, mein Partner ist es auch…

        Gerade deswegen ist das Thema ja ein grundlegendes in verschiedenerlei Hinsicht.

        Vieles lernt man im Leben erst kennen, wenn man sich darauf einlässt (nicht nur wenn man darauf hereinfällt)mit der Zeit. Es dauert…. und bis man es sieht, ist man schon mitten drin.

        Manches sieht eben lange anders aus, als es ist.

        Und Beziehung ist eines der herausfordernsten überhaupt, denke ich.

        Man sieht es an so vielen Trennungen aus den unterschiedlichsten Gründen.

        Auch wenn es schmerzlich war und immer wieder auch ist, war es mein großer Weg der Auseinandersetzung und des unbedingten Kennenlernens meiner Grenzen, aber dann auch meiner Möglichkeiten. Narzissmus habe ich durch eine Beziehung erfahren mit der ich die Verluste durch Autismus wohl „heilen“ wollte und anfällig war, darauf hereinzufallen.Und meine Mutter wurde Opfer eines Missbrauchs durch eine narz. Persönlichkeit, die großen Schaden verursachen konnte (diese Geschichte könnte als Krimi verfilmt werden) Beide Extreme sind dann in der Summe aber der Weg in meine persönliche Freiheit geworden.

        Zu ahnen, was möglich wäre und nicht geschieht, macht traurig.

        Doch das gehört ja auch zur Liebe. Die auch für mich die Grundlage meines Lebens ist. Mein Fundament. Meine Quelle.

        Traurigsein über Behinderungen oder Verhinderungen ist aber ein gesundes Gefühl und ist die andere Seite der Liebe. Denn die Person ist ganz annehmbar, nicht aber ihr Verhalten.

        Und diese grundlegende Erkenntnis befähigt und beflügelt mich immer wieder.

        Für mich ist einer der interessantesten und faszinieresten Entdeckungen auf diesem Weg, dass sich meine Sicht stark verändern konnte und ich von anderer Perspektive dasselbe neu sehe. Die Geschichte meiner Mutter, die bis zum Äußersten ging, wurde ich hellwach und hätte nie gelaubt, dass ich einmal da sein könnte, wo ich jetzt bin.

        Durch Hilfe in Therapie und Seesorge gab es viele Entwicklungen, die in meine persönliche Freiheit geführt haben, in der ich mein Leben gestalte.

        Es stimmt, das Thema ist groß und eröffnet weite Horizonte. So wie die Liebe selbst.

        Das sprengt hier aber den Rahmen. Auch diese Worte sind nur fragmentarisch und ein kleiner Einblick.

        Daher jetzt mal noch ein Text zum Schluss dieser Gedankenkette, der mich irgendwie fand auf diesem Weg:

        Aus dem in den meisten Sprachen der Welt übersetzten Buch (die Bibel) hat er mich gefunden, der mir viel von einer Liebe sagt, die in mir Resonanz erzeugt:

        Das Hohelied der Liebe

        Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und meinen Leib dahingäbe, mich zu rühmen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir´s nichts nütze.

        Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihrte, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

        Die Liebe höret nimmer auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.

        Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war.

        Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

        Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

        – 1. Korinther 13 –

        Es grüßt Dich und alle anderen, die mitgelesen haben mit den besten Gedanken,

        Sonnenblume – am Wegesrand

        • Anka sagt:

          Ja, liebe Sonnenblume „am Wegesrand“…

          Das sind schöne und aufrichtige Worte. Sie sind wahr, gut und schön, deuten aber auch darauf, was Liebe nicht ist.

          Ich kenne sie aus dem wunderbaren Hörbuch
          „Wie die Liebe heilt“ von Joseph Murphy, gelesen von Walther Kreie.

          Sehr empfehlenswert. Denn auch dort wird, obwohl schon vor vielen Jahrzehnten geschrieben, Bezug genommen auf Vieles, „was wie Liebe“ erscheint…

          Ich wünsche dir, daß du sehr achtsam mit dir selber wirst/bist.
          Achtung für dich und dein Sein ist nicht weniger wichtig, als die Achtung der Anderen und deren „Behinderungen/en“

          Manchmal kann es durchaus durch entsprechende Umstände passieren, von sich Selbst unbemerkt, in einer Art „Märtyrerraum“
          zu leben, vor lauter „Annahmen“.
          Damit meine ich z.B. ein „idealisiertes Menschen-Bild“.

          Auch autistische Menschen sind durchaus fähig, gewisse „Strategien“ als erfolgreich zu erkennen und einzusetzen.

          Sich selbst zu vergessen und „auf-zu-opfern“, ausschließlich auf die vermeintlich durch Krankheit bedingte „Unzulänglichkeit“ Rücksicht zu nehmen, ist auch nicht LIEBE.

          Was dich „beflügelt“ ist sicherlich „kraftspendend“, keine Frage…
          Leider kann dir aber dadurch auch „Bodenhaftung“ abhanden kommen und das „Tatsächliche“ ist nicht (mehr) wirklich erkennbar.

          Sehr schwierig, da eine Mitte „im Spagat“ zu finden, denk ich.

          Ich wünsche dir viel Achtsamkeit für die Sonnenblume, die am Wegesrand steht…

          Alles Liebe für dich, Anka 🙋

          • Sonnenblume sagt:

            …. ja, so ist es. Und genau da ist auch der Weg. Dazu fällt mir noch eine ganz passende Empfehlung ein, die auch in diesem Buch steht:

            Liebe Deinen Nächsten WIE Dich selbst.

            Wenn ich also meine Grenzen achte und für sie einstehe, werde ich das auch bei den Grenzen der Anderen tun.

            Genauso, wenn ich meine Schwächen anerkenne, kann ich sie auch bei meinem Nächsten anerkennen.

            Wenn ich mich selbst gut behandele, werde ich mich nicht von anderen misshandeln lassen.

            Und ich ergänze noch das „Beflügeltsein“ mit „Verwurzeltsein in der Liebe“, die eben nicht zerstörerische Kräfte in sich hat, sondern das Leben zum Blühen, zur Entfaltung und zum Wachstum, auch zur Reife bringt…..

            …. und genau so fühle ich mich.

            Enorm frei.

            Ich bin da angekommen und merke, dass es kein Zurück mehr gibt.

            Es gäbe noch mehr zu erzählen, aber das soll genügen.

            Diese Grüße,

            am Wegesrand auf dem Weiterweg

  5. Vera sagt:

    Ich bin gerade mitten drin in der im Artikel beschriebenen narzisstischen Wut.

    Schön, dass in den Kommentaren pragmatische Lösungen genannt werden, wie Kontakt abbrechen oder wegziehen.
    Nur in der Realität ist das nicht immer möglich.

    Die narzisstische Kränkung war für meine Eltern meine Heirat vor 10 Jahren.

    Seitdem erleben wir Terror Par Excellence.

    Wir hatten das Glück, dass die beiden Narzissten durch Krankheiten einige Jahre ausgebremst wurden.

    Kaum gesundet, standen sie wutschnaubend aggressiv vor meiner Tür und verlangten lautstark Einlass.

    Als ich ruhig immer wieder nein sagte, kamen sie mit Geschenken und dem ganz großen Schleimkübel wieder. Sie würden unserem Kind den Verstorbenen Opa ersetzen wollen.

    Ich habe mich emotional einwickeln lassen, weil ich ihnen eine letzte Chance geben wollte. Das war der größte Fehler meines Lebens.

    Was dann folgte, war Ausspionieren mit passiv aggressiven Verhalten. Erst wohl dosiert, dann immer mehr.

    Als sie raus hatten, was sie wollten, wurden die immer aggressiver und haben mich dabei gnadenlos verarscht.

    Beispiel: ich erzähle von meinem Hochzeitstagsgeschenk, einem wertvollen Edelstein. Er will es sehen. Als ich es danach wieder versorgt habe, fragt er, wo ich es aufbewahre. Da hatte ich schon so ein komisches Gefühl. Als er gegangen war, bin ich sofort nachsehen gegangen: der Edelstein war weg. Geklaut. Von meinem eigenen Vater.

    Weiteres Beispiel:
    Er hat irgendwas in der Wohnung repariert. Dann sehe ich ihn an meinem Rolladen, wo er den Stopper rausbricht, und mir erklärt, er hätte ihn funktionsfähig gemacht. Den Stopper hat er mitgenommen.

    Wenn einem sowas passiert-mit den eigenen Eltern-denkt man sich permanent das kann doch nicht sein, dass die so sind. Ich will die ja auch nicht zu Unrecht beschuldigen. Dabei lächeln sie einem ins Gesicht und verabschieden sich mit den süßesten Worten.

    Das alles war nur der Anfang. Sie brechen seit einem halben Jahr 2 bis 4 Mal die Woche bei uns ein, Stehlen, demolieren, zerkratzen. Mein Mann wurde auf Arbeit und unser Kind in der Schule massiv gemobbt. Sachschaden circa 30.000 Euro.

    Wir wurden immer wieder mit den Polizisten in der Familie bedroht und ausgelacht, dass uns das keiner glaubt.

    Sie versuchen Rückschenkungsgründe für ihr Haus zu erfinden, das sie mir vor vielen Jahren „geschenkt“haben. Im Vertrag bin ich aller Rechte beraubt worden. Sie dagegen haben lebenslanges Wohnrecht und alle Rückschenkungsrechte. Ich zahle fleißig einige Tausend Euro im Jahr für dieses Haus ohne irgendeine Gegenleistung (seit 17 Jahren). Jetzt haben sie mir dreist ins Gesicht gesagt, ich sei nur der Depp zum Zahlen, und das Haus soll jemand anderes bekommen. Ich soll es ihnen freiwillig rückschenken und dabei auf meine einbezahlten Beiträge verzichten. Außerdem dürfte ich allein dann nochmals circa 40.000 Euro Schenkungssteuer bezahlen. Es gingen Anwaltsbriefe hin und her. Seit meiner Weigerung, versuchen die uns finanziell kaputt zu machen, sie klauen sogar die Klamotten aus dem Schrank und was sie nicht mitnehmen, sprühen sie mit Insektengift ein. Bereits mit 3 Jahren erhielt ich die erste Todesdrohung von meiner Mutter, die mich schwer misshandelt hat. Die zweite-sie werde mich kaputt machen bis aufs letzte Hemd und dann mit E 605 vernichten mit 18. Offenbar setzen sie ihren Plan in die Tat um. Mein Vater ist 80 und sagt von sich selbst, er hat nichts mehr zu verlieren.

    Ja warum gehen wir nicht zur Polizei?
    Weil die uns nicht helfen! Wir hatten viele anonyme und grundlose Anzeigen im Vorfeld-alles im Sande verlaufen. Auch unsere Gegenanzeigen.

    Übers Grundbuch des Hauses bekommen die immer mit, wo ich hinziehe. Ich bin schon einmal wegen denen umgezogen. Es wurde nur schlimmer.

    Das ist ein Vernichtungsfeldzug.

    Und derjenige, der das Haus bekommen soll, hilft ihm. Der Polizist, kurz vor der Rente.

    Meine Mutter ist inzwischen verstorben. Keine Sau hat mir Bescheid gesagt. Hab’s aus der Zeitung erfahren, wo ich kackendreist als trauernde Angehörige genannt wurde. Beisetzung im engsten Kreis ohne Angaben.

    Habe meinen Vater dann angerufen, und er hat tatsächlich weiter gelogen. Es war der Tag ihres 80zigsten Geburtstags und er wollte mir weiß machen, sie würde feiern und hätte keine Zeit. Dabei war sie tot!! Er gibt mir die Schuld an ihrem Tod ( kann gar nichts dafür, war eine Krankheit). Er will auch nicht, dass ich erfahre wann er stirbt und ich soll weder zu ihrer noch zu seiner Beerdigung kommen.

    Später hat er mich doch eingeladen zu ihrer Trauerfeier und wieder versucht Mich emotional einzuwickeln. Aber sein Statement hat er nicht dementiert, sich nicht entschuldigt, gar nichts. Statt dessen berichtete er mir, dass ich dann die Beerdigungskosten übernehmen muss, wenn er stirbt.

    Das Haus gehört mir erst nach dem Tod des Zweiten. So lange werden sie uns dasLeben zur Hölle machen und versuchen, uns zu vernichten, unsere Existenz kaputt zu machen. Vielleicht auch unser Leben.

    Und, was hab ich ihm getan? NIX!!!
    Ich wage es, ihm nicht zu Willen zu sein-das ist mein Fehler. Auch Eifersucht spielt hier eine Rolle.

    Lösen kann man das Ganze nicht. Eher auskämpfen und sehen, wer den längeren Atem hat.

    • Susanne sagt:

      Liebe Vera, harter Tobak! Tut mir leid, dass du das durchmachen musstest. Ist aber eine typische Geschichte bezügl, der Skrupellosigkeit dieser Personen. Die täuschen jeden, sogar den Rechtsstaat.
      Es gibt aber Rechtsanwälte (Vorsicht, auch die sind oft Narzissten), die sich mit dem Thema Narzissmus auskennen und sich spezialisiert haben. Informier dich mal, vielleicht hilft dir das weiter.

      Viel Glück und alles Gute!

      • Anka sagt:

        Ja, harter Tobak ist das, Susanne und auch BEZÜGLICH der Skrupellosigkeit ein typischer Geschichtsverlauf.
        Kann ich voll bestätigen, leider!

        Gruß Anka 🙋

    • Lilli sagt:

      Susanne,

      …’eine typische Geschichte‘ !?,
      eine besonders harte Geschichte ist das.

      Hallo Vera,
      ich würde Dir raten,
      Dich direkt mit Herrn Grüttefien in Verbindung zu setzen,
      seine Telefonnummer findest Du auch hier.

      • Susanne sagt:

        Lilly, so langsam gewinne ich den Eindruck, du hast dich auf mich „eingeschossen“? Hinterfrage einmal, woran es liegt, dass du meinst dein Gegenüber stetig maßregeln zu müssen.
        Das hat sicher Gründe, ich bin wohl nur der Auslöser, aber nicht die Ursache.
        Du wirst sicher auch konstruktive Beiträge schreiben können.

        • Lilli sagt:

          Liebe Susanne,

          ich bin Lilli,
          Lilly ist eine andere, die hier postet.
          Ich schreibe nur meine Erfahrungen und Anliegen
          aus dem Blickwinkel meines persönlichen Weges
          in die Freiheit.

          Allen alles Gute …

    • Anka sagt:

      Liebe Vera,

      eigentlich wollte ich zu diesem Artikel ursprünglich einen Beitrag schreiben,
      wie sich „narz. Kränkung und Wut“ allein schon durch die eigene Anmaßung „lebendgeboren“ worden zu sein, durch eine bisherige Lebensgeschichte ziehen kann…
      Das scheint mir fast auch bei dir der Fall zu sein. Spätestens jedoch im „Trotz- und Warum?-Alter“ hat wohl die Wut darüber eingesetzt, daß ein lebendiges Kind eben keine „Sprechpuppe“ ist, die nur redet, wenn sie eingeschaltet wird und ansonsten stumm und ohne eigenen Willen und Wollen ist.

      Nun aber zu deiner Geschichte. Und nun werde ich BÖSE!!!
      Vieles ist da ja im Unklaren und offengestanden mir sehr suspekt. Besonders die „Rolle“ des/der Polizisten in Familie.
      Ist dir/euch das alles „nur“ von Vater und (damals) Mutter „verklickert“ worden oder hast du diese Person(en) als „persönlich voll involviert“ selber erlebt?
      Vielleicht ist neben der „Boshaftigkeit“ des Vaters, diese Person der Pfeilerspitzer und Strippenzieher.
      Nutzt die charakterliche Konstitution aus?
      Ist die Person überhaupt in deinem Wohnbereich tätig?
      Du sollst dich offensichtlich fürchten!
      Du sollst dich hilflos, machtlos und „ausgeliefert“ fühlen!
      Bettelnd und angekrochen kommen wäre wohl auch noch ganz wünschenswert!

      Laß dich nicht ins Boxhorn jagen…
      Erstatte deine Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft direkt.
      Laß die Polizei ständig auftauchen und alle (!) Beweise (Chemikalien) sichern, bis die von ihrem evtl. „Kollegen“ die Schn…. voll haben.
      Installiert in der eigenen Wohnung winzige Kameras.
      Wohnt der Vater mit im Haus? Wenn nein, ein gerichtliches Näherungsverbot erwirken.
      Ein Wohn-Recht bedeutet nicht zwangsläufig ein Betretungs-, Nutzungs- oder Verfügungsrecht, wenn er nicht dort wohnt.
      Spiel vorher notfalls (ist ja schon) die TOTAL BESORGTE (um den Geisteszustand) UND VERSTÄNDNISLOSE (er kann doch unmöglich wissen, was er tut)…
      Vielleicht wäre ja wirklich über eine „Betreuung“ nachzudenken! (Wenn die Mal nicht schon jemand hat!)
      Suche dir Stellen, die über Polizeiübergriffe und „Machenschaften“, Vorteilsnahmen im und durchs Amt und Ähnlichem Bescheid wissen.
      (Eine ehemalige Kripobeamte hat auf YouTube den Kanal „BLICKWINKEL“, vielleicht kann sie dir als Ex-Pol raten, arbeitet jetzt auch mit Narz- und Psychop.-Themen, schreib sie über E-Mail an…)

      Wenn du wirklich kämpfen willst, mußt du jetzt jeglichen Skrupel (auch!) endlich ablegen und ein paar „ordentliche Geschütze in Stellung bringen“!
      Ich hoffe, du hast einen MANN an deiner Seite und kein wankelmütiges Weichei!

      Ansonsten …
      Sie wollen DEIN HAUS?
      Mach den Kaspern ein einmaliges (!) Angebot.
      Du verkaufst es für den Wert, den du bis jetzt investiert hast…

      Manchmal muß man doch begreifen, daß
      „Das kann doch gar nicht sein…“ ein grob fahrlässiges Denken ist.

      Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Energie und Zuversicht.
      Vielleicht denken bald Mal ANDERE
      „Das kann doch wohl nicht wahr sein, daß die so kann…“ ☝️💪👌

      Alles Gute für dich und ganz liebe Grüße Anka 🙋

    • Anka sagt:

      P.s.
      Vielleicht führt dein Vater aber den/die Polizisten auch „an der Nase rum“ und instrumentalisiert den/die …

      Manche sind in ihrem (regelrechten) Wahn so gefangen, daß ihnen die verrucktesten Sachen „abgenommen werden“…

      Dann vielleicht im offenen Gespräch konfrontieren und direkt ein Verkaufsangebot machen.

      Da käme der Irrsinn ans Licht und dein Vater würde enttarnt „blöd dastehen“.

      Mach ’nen Plan und zieh alle Register!

  6. Susanne sagt:

    Liebe Lilli, es gibt hervorragende Internetseiten zum Thema Narzissmus und Stockholm Syndrom. Schau dich dort um. Hier geht es nicht um Meinungen, sondern um Fakten. Mit Überlegenheit hat das gar nichts zu tun, das Negieren von Tatsachen hilft hier sicher niemandem.

    Diese Täter können nur so lange mit euch so umspringen, wie ihr es zulasst. Viele Geschädigte sind bereits so gehirngewaschen und vernebelt, dass sie gar nicht mehr merken, wo ihnen der Kopf steht.
    Mit Empathie und Liebenswürdigkeiten kommt man bei diesem Kaliber nicht weiter, da hilft nur die Flucht oder eben Vermeidungsstrategien, wenn man überleben will. Gruselig!

    • Randi Dohrin sagt:

      Bravo, liebe Susanne für Ihren Kommentar, dem ich VOLL beipflichte.
      Die „Klientel“ der ausgeprägten Narzissten erreicht man nicht.
      Wer mit denen und der Art leben kann, soll das tun.
      Ich könnte und kann das nicht (mehr).

      Danke für diese wundervolle Seite, die vielen Informationen, und das Erkennen dieser
      – offenbar zuhauf vorhandenen – Menschen erleichtert.

      Viele herzliche Grüße einer „Geschädigten“

      • Susanne sagt:

        Hallo Randi, danke! Ich habe es auch durch, das volle Programm (Lovebombing, Idealisierung, Future Faking,Destabilisierung,Abwertung, Kritik, Sticheleien, Kontrolle usw.) innerhalb weniger Monate (Kennlernphase) und bin krank dort raus gegangen. Er hat mich 1 Mal angepöbelt, beim 2. Mal war ich weg. Ich war ein schlechtes Opfer und zu durchsetzungsfähig. Er steckt immer noch in meiner Blockierliste.

        Dir alles Gute!

        • Anka sagt:

          Und das ist es, was bei einem/r „Neuen“ ansteht !

          Das ist es, was (wir) alle jahrelang mißachtet, verweigert und unter den Tisch gekehrt haben, den alten Spruch umzusetzen:

          Einmal ist keinmal doch zweimal ist einmal zuviel.

        • Randi Dohrin sagt:

          Hallo, liebe Susanne, und danke für Rückmeldung.
          Durch meine „letzte“ vermeintliche Lebensliebe, bin ich zu mir selbst gekommen. Ich wunderte mich über mich selbst, warum ich so unaufhörlich gelitten habe und „ihn“ innerlich nicht loslassen konnte, obwohl ich weggeworfen wurde wie ein benutztes Handtuch.
          Schon während unserer „Beziehung“ wunderte ich mich sehr über etliche Verhaltensweisen, dachte aber, dass sich das peu á peu regulieren würde.
          Ein veröffentlichtes Büchlein ist aus der „Episode“ geworden „Getäuschte Gefühle oder Wege des Verstehens“ (Apolline Ledoux, mein Pseudonym) Das Schreiben half mir immens, meine eigenes Verhalten/Überlebensstrategien zu erkennen. Inzwischen habe ich ein ausgeprägtes Frühwarnsystem und „wittere“ diese Klientel auf Anhieb, trotz Unterschiedlichkeiten, auch in der Intensität der Persönlichkeitsstörungen. Ich halte sofort einen inneren Abstand zu dieser „Sorte Mensch“ und wenn es möglich ist, den kompletten.
          Für Dich auch alles Gute, liebe Susanne,

          herzlich

          Randi

          • Susanne sagt:

            Hallo Randi, wer so etwas einmal erlebt hat und das Spiel dieser Personen durchschaut hat, der wird auf ewig einen Schaden haben.
            Warum du dort drin geblieben bist? Weil du abhängig warst, die Sucht ist vergleichbar mit dem Alkoholismus.
            Der Mechanismus ist der gleiche.

            Um es mal klar zu sagen: Wir wurden getäuscht und unsere Empathie und Gutmütigkeit ausgenutzt. Warum das so ist? Nicht, weil wir Co-abhängig sind, wie es immer so gerne impliziert wird, sondern weil getäuscht, belogen und eingwickelt wurden, wie von einer Spinne, die ihr Netz webt. Ehe man es versteht, ist man in dieser Abhängigkeit und sitzt fest. Und niemand kann sich vorstellen, dass es tatsächlich so abgrundtief böse Menschen mit einem so asozialen Verhalten gibt, schon gar nicht wir Schäflein, die im Grunde denken, dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt.
            Wir sind tolle Menschen und sie holen sich ohne Rücksicht auf Verluste, das was ihnen fehlt: Unsere Recourcen.
            Das ist der Grund, weshalb so viele bleiben und weiterhin ihre Grenzen ständig übertreten lassen. Wir können es uns einfach nicht vorstellen, dass für einen Streit tatsächlich nur ein Mensch verantwortlich sein kann. Es zu verstehen, würde doch das eigene Weltbild ins Wanken bringen.
            Der Vorsatz und die Bösartigkeit die dahinter steckt und unsere Scham, darin verwickelt worden zu sein und es nicht durchschaut zu haben. Dazu dann das Selbstbewusstsein, welches vom Täter subtil und offen malträtiert wird. Dazu dann Gaslighting und Doppelstandards. Steter Tropfen höhlt den Stein. Man wird regelrecht verrückt gemacht und irgendwann fehlt die Kraft sich noch zu wehren, man gibt einfach auf und unterwirft sich oder entwickelt andere Überlebensstrategien.

            Nein, wir sind nicht Schuld! Aber jeder darf sich fragen, woran es liegen mag, dass man bleibt, auch wenn man die Mechanismen kennt.

            Wir wollen doch alle geliebt werden und nur nicht unbequem sein und schon gar nicht jemanden in die Schranken weisen, der sich dominant (bei NPSlernnichts anderes als fehlende Kompromissbereitschaft) über unsere Empfindungen, Grenzen und Bedürfnisse hinweg setzt. Und da kommt dann auch die eigene Kindheit ins Spiel.

            Ich bin nur froh, dass ich 30 Jahre lang eine Ehe mit einem Mann auf Augenhöhe führen durfte. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es Frauen geht, die so einem Kaliber mit Anfang 20 bgegnen und sich von dem nach seinem Vorstellungen „formen“ lassen, wie mein Ex-Narz das mit seinen Frauen tat. Ich war nach dem Tode meines Mannes Gott sei Dank so gefestigt, dass ich diese Erfahrung nutze, um daran zu wachsen (die Beziehung mit dem Narz dauerte 5 Monate), auch wenn es mehr geschadet als genutzt hat, zumindest ist es bei mir so.

            Grenzen werden noch früher gezogen und vor allem auch ohne Kompromiss eingehalten. Das betrifft mein gesamtes Umfeld, in dem ich erstmal aufgeräumt und alles was mir nicht gut tat, soweit möglich, aus meinem Leben entlassen habe.

            Lieber Gruß, Susanne

        • Randi Dohrin sagt:

          Danke, liebe Susanne, für die weitere Mitteilung Deines qualifizierten Wissens, das ich so bestätigen möchte und muss.
          Abhängigkeit ist eine Form der Sucht. Und Sucht kommt von Suchen.
          Von daher ist das Nachforschen, woher sie stammt, dringend erforderlich.
          Insofern kann das Kennenlernen eines toxischen Menschen eine immense Hilfe zum Erkennen tiefliegender Traumata sein.
          Zu diesem Thema gab es auf dieser wundervollen Seite auch schon sehr gute Erklärungen zum Verstehen.
          Mich hat die Aufarbeitung und der lange Prozess des Loslassens bis zu den Wurzeln meiner frühen Kindheit gebracht, sodass ich mich inzwischen sehr gut von toxischen Menschen abgrenzen kann. Natürlich auch, da ich toxische Menschen inzwischen sofort wittere. … Diese Toxen, die es zuhauf gibt, tun mir leid, in deren Haut möchte ich nicht stecken, lasse mich umgekehrt von denen aber auch nicht (mehr) vergiften.

          Herzliche Grüße an alle, die sich im Netz eines toxischen Menschen befinden mit dem Wunsch, sich abgrenzen zu können, innerlich und wenn möglich auch räumlich.

          • Susanne sagt:

            Hallo Randi, danke für die Rückmeldung. Ich persönlich sehe es so: Eine Person, deren Dasein nur darauf ausgerichtet ist böswillig/willentlich das Leben anderer Menschen zu zerstören, um sich davon zu „nähren“, muss mir nicht leid tun.
            Zuallerst dürfen sich mal die Geschädigten/Opfer leid tun und um sich kümmern, um wieder gesund zu werden.

            Gruß Susanne

          • Susaxxx sagt:

            Liebe Frauen, wir sind wohl noch lange nicht durch mit dem Thema, sonst würden wir uns nicht auf dieser Seite tummeln. Ich wünsche mir Familienrichter, Anwaelte und Jugendamtsmitarbeiter und mehr gesellschaftliche Aufklärung ueber diese Thematik. Bis dahin wird wohl noch viel Zeit ins Land gehen. Ich bleibe, bis meine Toechter aus dem Haus sind, damit er sie nicht als Blitzableiter benutzt, wenn ich weg bin. Tue mir viel Gutes und genieße mein Leben und grenze mich ab. Auch meine Toechter merken langsam, wie unangemessen kindisch ihr Vater ist. Der tolle Vorzeige- Charmeur nach außen, hinter der Fassade haeufig emotional ueberfordert und tyrannisch, wenn man nicht so will wie er,… VG Susaxxx

        • Randi Dohrin sagt:

          Natürlich ist Deine Sicht definitiv nicht falsch, liebe Susanne, Das LEID TUN betreffend für diese pathologischen Narzissten. Es gibt aber nicht nur die ganz HARTEN dieser Klientel, von daher differenziere ich zum Einen und zum Anderen, möchte ich mit meiner Einstellung ausdrücken, dass ich froh bin, nicht mit einem solchem kranken Verhalten ausgestattet zu sein, solch ein Mensch zu sein. … Tauschen möchte ich mit dieser Sorte Mensch nicht, die innerlich voller Hass sind und absolut keinen Selbstwert verspüren, auch keine Wertschätzung und Liebe für andere Menschen haben, die ihr Gegenüber zum Überleben durch widerwärtige Verhaltensweisen „benutzen“ müssen.

          Liebe Grüße

    • Anka sagt:

      Liebe Susanne 😊

      Ich glaube, du „verbrennst“ dich hier ein bisschen…

      Faktisch gesehen stimmt natürlich, was du anbringst.

      Allerdings sind persönliche Umstände und Einstellungen doch sehr vielschichtig und vielseitig.
      Auch das Ausmaß, die Häufigkeit und die Intensität der narz. Verhaltensweisen (der benannten Partner), die wir ja doch alle habe (sollten!), sind ja hier nicht wirklich deutlich zu machen.

      So können Miß- und auch Unverständnis leicht entstehen…

      Mir haben die entsprechenden Beiträge wiedereinmal verdeutlicht, wie unterschiedlich die Facetten doch sind.

      Letztlich wird eine Trennung doch (nur) unausweichlich, wenn die „negativen Anteile“ in einer Beziehung überwiegen…

      Auf diesen Seiten sind ganz offensichtlich auch Menschen unterwegs, die sich durchaus bewusst „für den Fortbestand ihrer Beziehung“ entschieden haben und hier Anregung und Tipps für den weiteren „Umgang“ suchen.
      Und auch das ist doch völlig in Ordnung.

      Gehen oder bleiben… ?
      Es ist letztlich eine individuelle Entscheidung, die voll zu respektieren ist, wie ich finde.

      Liebe Grüße Anka 🙋

      • Susanne sagt:

        Liebe Anka, danke für den Beitrag. Ich lese hier zwischen den Zeilen, der Satz von Maria-Zitat (und verschiedene andere Sätze):

        „Nachdem er mich das erste Mal aus „seinem Haus, wegen einer Nichtigkeit geworfen hatte, war ich so verzweifelt, dass ich eine monatelange Therapie brauchte, um wieder ein einigermaßen normales Leben zu führen.“

        Ist so klar und deutlich, dass es hier wieder Miss-noch Unverständlichkeit gibt.

        Natürlich entscheidet jeder für sich selber, wie er sein Leben gestaltet und ob er sich vom Gegenüber missbrauchen und ausnutzen lassen möchte, nur um nicht allein und finanziell abgesichtert zu sein. Die Frage wäre allerdings, was dann wohl passiert, wenn der Partner als 1. geht,in welcher Form auch immer. Allein-Sein kann man lernen.
        Es ist immer wieder erstaunlich, was Menschen in einer Partnerschaft ertragen, nur um dem aus dem Wege zu gehen.

        • Anka sagt:

          Ja, wie dir erging es mir auch, nach dem benannten Beitrag…

          Außerdem hatte ich da noch voll meine Erkenntniss zum Artikel im Kopf…
          „“Das ist nicht „nur Wut“, sondern tief(er) liegende Verbitterung und Haß, die da hervortreten…“
          Und dann lese ich genau das in deiner Antwort an…

          Ich empfinde das „ganze“ wie du auch…
          Allerdings dürfen wir nicht vergessen, daß wir nicht „das Ganze“ wissen!

          Es soll angeblich auch Menschen geben, die für ihre eigene „Ausgeglichen- und Sicherheit“ derartige „Konstellationen“ zu brauchen scheinen…

          Das soll um Gottes Willen nicht heißen, daß es in DEM Fall auch SO IST!

          Ich habe den Beitrag und auch die folgenden auf deine „Intervention“ hin, genauso verstanden wie du,
          aber die Entscheidung für Fortbestand ist getroffen…

          Lassen wir’s doch einfach jetzt so stehen und wünschen das Allerbeste…

          „Was wäre,…?“ oder sein könnte wissen wir auch nicht.
          Und ja, jeder kann lernen…
          Wenn die Motivation dazu aber fehlt, braucht „man“ nicht weiter zu vermitteln suchen.
          Ist jetzt nicht dran.

          Ich verstehe deine Beiträge durchaus als wohlmeinende und wohlwollende Hinweise. Aber…

          Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

          Liebe Grüße 🙋

        • Mariadirohan sagt:

          Hallo Susanne und Ihr alle zusammen.
          Ja, allein sein kann und sollte man lernen, aber nicht mehr in einem Alter, in dem das Leben gemeinsam in jedem Fall leichter ist, finanziell, psychisch und auch was gegenseitige Hilfe angeht.
          Vor allem aber muss man in einer Beziehung lernen, nicht den Partner für das eigene Glück in erster Linie verantwortlich zu machen. Wenn es die Umstände erlauben, ist Distanz – räumliche und psychische – in jeder Beziehung besser, als ständiges Zusdammenhocken. „Zu viel Nähe ist der Tod jeder Ehe“, und dieser Satz gilt für alle Partnerschaften. Sein und sein lassen ist unerlässlich.
          Aber: Die Freiheit des Einen hört bei der Nase des anderen auf. Und wenn Narzissten meinen, sie müssten ihren Partner ständig kontrollieren, belehren und vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat und in schlimmeren Fällen beschimpfen, beleidigen und demütigen vor anderen, müssen ihnen Grenzen gesetzt werden. Und das Schlimmste für sie ist, sie zu ignorieren. Einfach auf nichts mehr eingehen während so eines Anfalles. Früher habe ich mich vehement gegen seine Anschuldigen, Vorwürfe und Beleidigungen verteidigt, erklärt …, bis ich durch diese Seiten erkannte, dass es keinen Sinn hat und Schweigen die beste Waffe ist. Der Weg dorthin war lang, aber auch das kann man lernen.
          Und ja, es stimmt, jeder kann mit einem anderen nur machen, was er mit sich machen lässt. Also wehrt euch! Und das geht auch ohne Gewalt. Denn Narzissten sind Menschen ohne Selbstbewusstsein, das wollen sie mit ihrem herrschsüchtigen Machtgehabe kompensieren. Manchmal genügt schon ein spöttischer Blick, um sie zu verunsichern, bevor man das Zimmmer wegen ihrer Tobsuchtsanfälle verlässt.
          Aber es ist legitim, an der Beziehung festzuhalten, jeder muss für sich entscheiden, wo seine Grenzen sind. Was man sich in einer langen Partnerschaft gemeinsam aufgebaut hat, gehört beiden, und der Vorwurf von finanziellen Vorteilen, die Mann oder Frau nicht verlieren wll, ist daher nicht berechtigt. Bei fast jeder Trennung ist es letzten Endes so, dass es Beiden finanziell und auch psychisch nicht besser geht.
          Aber auch bei mir wäre die Toleranz-Grenze bei körperlicher Gewalt überschritten und ich würde gehen!

          • Susanne sagt:

            Liebe Maria, ich bin 55, ist das alt genug um mitzureden? Dir alles Gute und viel Glück!

          • Anka sagt:

            Liebe Mariadirohan😊

            Schön, daß du diesmal von der gegenseitigen (!) Hilfe geschrieben hast…
            Das relativiert die „Sache“ für mich doch ein bisschen.

            Ich kann deine ersten Zeilen nachvollziehenund glaube aber, das gilt in jedem Alter. Gemeinsam (!) ist vieles „einfacher“ und auch finanziell günstiger, wenn es denn ein gemeinsam überhaupt gibt.

            Ich würde gern die Erfahrung eines echten (!) „gemeinsam“ in diesem Leben auch noch machen wollen.

            Allerdings muss ich sagen, daß dafür ein „Wüterich“ keinesfalls in Betracht kommt. Ich wöllte mich mit Mitte-50 darauf nicht ein-stellen müssen🤯

            Alles Liebe dir und einen herzlichen Gruß Anka🙋

          • W. sagt:

            @ Maria

            Genau so habe ich das auch lange gesehen.
            Ich habe auch geglaubt ich könne nicht alles was wir uns“gemeinsam “ aufgebaut haben leichtfertig aufs Spiel setzen`.
            Ja es wäre selbstverständlich einfacher gewesen auch im Alter(knapp 60)gemeinsam für einander dazu sein.Aber nur wenn beide das leben.
            Zusammen hätten wir finanziell Federn in die Luft blasen können.
            Ja das war ja auch Teil des Plans als wir vor mehr als 25 Jahren geheiratet haben(zumindest dachte ich das).
            Und genau deshalb weil ich davon ausging das wir beide die gleichen Pläne hatten(liebevoll mit gegenseitigem Respekt auf Augenhöhe zusammen alt werden)habe ich mich jahrelang dermaßen verbogen um das Ganze irgendwie zu retten.
            Bis ich schließlich gesundheitlich auf der Strecke geblieben bin.
            Wie war das ..? Gegenseitig für einander da sein im Alter und bei Krankheit?
            Genau das ist eines der größten Probleme dieser Menschen.
            Sie fordern die Aufmerksamkeit und Pflege beim kleinsten Schnupfen für sich ein aber für andere da sein , selbst für die nächsten Angehörigen sprich die eigene Frau und bei der eigenen Mutter kommt nichts .
            Im Gegenteil mir wurde sogar vorgegaukelt er müsse arbeiten und hatte deshalb nicht mal Zeit mich in die Klinik zu begleiten.
            Später habe ich dann erfahren, das er sich aber frei genommen hatte um angeblich für mich da zu sein.
            Tja am Arbeitsplatz den fürsorglichen Ehemann miemen und der eigenen Frau in Krankeit zu verstehen geben das alles andere wichtiger ist als sie.
            Ich habe es nicht mehr ausgehalten mich danach noch massiver demütigen und beschimpfen zulassen.
            Erst recht nicht mehr als ich feststellte, dass ich auch finanziell verar…t wurde, von wegen alles gemeinsam aufgebaut.
            Nur mit dem kleinen Unterschied das in allen wichtigen Dokumenten sein Name drin stand.
            Dafür haben die kleinen grauen Gehirnzellen dann doch ausgereicht.
            Und eine große Portion krimineller Energie.
            Was hatte ich also noch zu verlieren?
            Ich hatte schon alles verloren außer meinem nackten Leben.
            Und genau das habe ich gerettet.

            W.

    • Lilli sagt:

      Liebe Susanne,

      Deine Meinung über das, was Du Dir unter ‚Lilli‘ zusammenreimst,
      hat mir mir wenig zu tun.

    • Lilli sagt:

      Hallo Susanne,

      es gibt schon länger hervorragende Bücher und Seiten über NPS und Komplementärnarzissmus,
      was meine Tendenz ist.
      Und Deine ?

    • Ruth sagt:

      ..gerne mehr von deinen Kommentaren Susanne,
      man wird wach und das ist die richtige Richtung…
      gruss,ruth

      • Susanne sagt:

        Danke Ruth, aber es gibt Personen, die wollen das nicht hören.

        Es gibt da so einen Spruch:

        Wer will findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.

        In diesem Sinne einen schönen Tag!

    • W. sagt:

      Richtig… gehirngewaschen und vernebelt…
      So will und kann man nicht verstehen was da gespielt wird.
      Man will es von den/dem Menschen die/der einem am nächsten stehen/steht einfach nicht wahrhaben.
      Bis der Leidensdruck so groß wird, das man es einfach nicht mehr aushält.

      Ohne das Wissen um diese Persönlichkeitsstörung ist das ja auch kaum zu glauben.
      Doch mit dem Wissen und der Aufklärung über dieses Thema ist man erst in der Lage etwas zu ändern.
      Aussage meines Ex passend zum Thema

      „Ich bin wie ein Terrier, wenn dieser sich in eine Beute fest gebissen hat,lässt er sie nicht eher los bis sie völlig erledigt ist“

      Diese Sorte Mensch weiß genau was sie tut!

      W.

  7. Evelyn sagt:

    Mein damaliger Partner war in vielen Dingen sehr unreif, aber ich mochte ihn trotzdem.
    Aber es gab da so Dinge, wie z.B. Pünktlichkeit.
    Eines Abends waren wir verabredet. Es war für mich ein extrem wichtiger Termin. Ich sagte ihm die Uhrzeit und stellte sicher, dass er sie auch verstanden hat.
    Mein Partner kam erst nach 2 Stunden völlig verspätet. Hatte auch nicht angerufen, dass es später wird.
    Als ich wütend wurde und sagte „Wieso kommst du erst jetzt, du weißt doch, wie wichtig der Termin ist“
    da guckt der mich nur groß an, stellt sich dumm und meinte „Ist doch egal, jetzt bin ich ja da“
    Da bin ich ausgeflippt. Kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal so in Rage war. Es war ein Gefühl, als würde ich gleich meinen Körper verlassen. Ich erlebte das wie ein Film, den ich nicht anhalten konnte. Meine Stimme schwappte über und ich ärgerte mich in dem Moment, dass meine Stimme nicht das hergab, was sie sollte, Gott, war ich wütend. Schlagen könnte ich niemanden, aber ich schreie dann so laut, dass ich fast abhebe.
    Bin ich ein Narzisst ? Als „Kränkung“ würde ich sein Zuspätkommen nicht analysieren.
    Es war die Ignoranz von ihm, die Lässigkeit, Unachtsamkeit, Unsensibilität. Ich fühlte mich verraten und verkauft, so hilflos.

  8. Lambert Thomas sagt:

    Das passt gut zur nsrzisstischen Großkotzigkeit:

    „Beleve it, gentlemen, not even god himself (Anspielung auf die Abschottung, vergl. Schwesternschiff HMHS „Brittanic“) could sink this ship!“ ( Cpt. E.J. Smith, RMS „Titanic“).

    Selbst Gott könnte dieses Schiff nicht versenken???

    Vorher führte Cpt. Smith das bei der Kollision mit der HMS „Hawk“ mittschiffs fast halbierte baugleiche Schwesternschiff „Olympic“, die vorn und achtern abgeschottet schwimmfähig blieb.

    Auf der sinkenden „Titanic“ brach im Gegensatz zur havarierten „Olympic“ unter gleichem Kapitän die Befehlskette zusammen statt mit den Persennings und Davitaljen der Rettungsboote Lecksegel zu riggen:

    Auf „Landrattendeutsch
    mit den Flaschenzugseilen der ersten 3
    Rettungsboote deren Abdeckplanen von außen über die von innen lokalisierten Lecks ziehen, bis das Rettungschiff eintrifft. Der Kshn wäre Eimer, aber solange oben geblieben, um ihn in 2 – 3 Std. Restschwimmfähigleit zu evakuieren.

    Cpt. Smith brach auf seinem sinkenden Schiff seelisch zusammen: Typischer Narzisst.

  9. Maria sagt:

    Hallo Mariadirohan,
    ich kann dir nur beipflichten. Man kann mit einem Narzissten gut leben.
    Auch ich bin krank geworden durch meinen narzisstischen Ehemann. Nach dem 3. Klinikaufenthalt bin ich endlich dahinter gekommen, dass mein Mann Narzisst ist, oder sagen wir besser, narzisstische Störungen hat (als Nichtärztin kann ich es nicht diagnostizieren). Seit dieser Erkenntnis lebe ich gelassen mit meinem Ehemann zusammen. Es nervt mich, dass hier in diesen Foren immerzu geschrieben wird, dass man sich trennen muss und den Kontakt zu SEINEM Narzissten komplett abbrechen müsse. Das halte ich für fahrlässig.
    Genau wie du, Maria, ignoriere ich die Rechthaberei, Wutausbrüche und all die anderen Eigenschaften meines Mannes, die einen Narzissten ausmachen. Ich muss inzwischen innerlich lachen und schmunzel nur, wenn mein Mann wieder aus der Haut fährt. Er hat sich auch geändert, seit ich mich ihm gegenüber viel gelassener verhalte. Das Leben ist für mich inzwischen sehr angenehm geworden. Würde ich mich trennen, müsste ich wegen der langen Krankheitsphase seinetwegen von Harz 4 leben. Ohne Auto, ohne Urlaub, auf 50 qm (hier in Bayern bekommt man für das Geld lediglich 20 qm!) in einem Mehrfamilienhaus, dass wohl kaum eine adäquate Lebenssituation zulässt. Dass mich das fröhlicher und glücklicher machen und ich gesund würde halte ich für unfug. Das alles habe ich bereits schon einmal erlebt. Und es hat mich sehr viel Kraft und Jahre gekostet. Doch da war ich auch noch jung. Heute habe ich die Kraft nicht mehr, nochmal von vorne anzufangen und das möchte ich auch nicht.
    Wie gesagt, wir leben inzwischen in Frieden zusammen. Einen anderen Mann würde ich nicht mehr in mein Leben lassen. So lebe ich nun ohne finanzielle Sorgen in einer Partnerschaft und bin nicht allein. Das Alleinsein hat mich ebenfalls schon mal krank werden lassen. Also kein guter Tausch. Auch wenn ihr jetzt sagt, dass man das für „Geld“ nicht ertragen dürfe, so kann ich euch sagen, ich ertrage auch nichts mehr. Ich lebe so sehr gut und bin auf dem besten Weg, wieder gesund zu werden. Wenn man die Hintergründe des Narzissmus kennen gelernt und verstanden hat, von seinem Partner nichts mehr erwartet, kann man auch nicht enttäuscht werden. Ich biete ihm keine Angriffsfläche mehr. Wenn ihm etwas nicht passt und er mich wieder ignoriert drehe ich den Spies um und ignoriere ihn. Ich habe mein eigenes Reich in unserem Zuhause, so dass wir uns aus dem Weg gehen können. Das hält er nun nicht mehr länger als 12 Stunden aus. Wohingegen es früher durchaus länger als 1 Woche werden konnte und immer ich den ersten Schritt machen musste. Inzwischen macht er sogar den ersten Schritt. Tolpatschig meist, aber ER kommt. Es ist so, als lebte ich allein, bin es jedoch nicht. Ich gehe zu meinen Freunden allein (was diese begrüßen), fahre mit meiner besten Freundin in den Urlaub und habe viele schöne Hobbys. Außerdem gibt es durchaus Abstufungen von Narzissmus. Mein Mann ist zum Glück nicht gewalttätig. Und das seit mehr als 15 Jahren. Wäre er gewalttätig, sähe alles natürlich anders aus.

    • Susanne sagt:

      Was ist euer Preis? Du lässt dich demütigen, weil du finanziell abgesichert sein möchtest? Schon mal etwas von dem Stockholmysndrom gehört?
      Es gibt immer eine Lösung, auch für die Finanzen, nennt sich auch Autonomie!

      Man muss nicht lernen alles auszuhalten, sondern lernen nicht alles zuzulassen.

      • Lilli sagt:

        … eine eheliche Zugewinngemeinschaft
        ist keine Geiselname mit Stockholmsyndrom.

        • Susanne sagt:

          Lilli, du darfst es auch Traumabindung nennen. Die Geschädigten stellen sich auf die Seite des Täters, um (vermeintlich) einen weiteren Missbrauch zu vermeiden. Er wird in Schutz genommen,trotz seinen asozialen Verhaltens verteidigt, Entschuldigungen werden gesucht usw.
          Lieber gibt sich das Opfer selber die Schuld. Es gibt interessante Seiten zum Thema Narzissmus/Stockholm Syndrom.
          Und es ist immer wieder interessant, welche Vermeidungsstrategien Geschädigte auf sich nehmen, ich sehe da durchaus gewisse Übereinstimmungen hier in Texten von Geschädigten.

          „Zugewinngemeinschaft“ kann man da schon fast als Sarkasmus sehen.

          Ich habe eine Bekannte, die ist seit 16 Jahren mit einem Mann zusammen der sie fertig macht, ob er Narzisst, Soziopath oder Psychopath ist, weiß ich nicht, aber es ist immer wieder erstaunlich, wie sie ihn schützt.
          Er lädt fremde Frauen zu sich in ihre Wohnung (ja es ist ihr Eigentum), vergnügt sich dort mit denen, gerne auch wenn sie zur Reha ist um ihren desolaten physischen und psychischen Zustand (aufgrund seines Verhaltens) zu stabilisieren.
          Teilweise auch in ihrer Gegenwart.
          Er behandelt sie wie der letzte Abfall und sie lässt es mit sich machen.
          Sie nennt ihm „Hasi“ und trägt ihm noch den Kaffee hinterher und schützt ihn, sobald man auch nur mal wagt das zu kritisieren, anstatt ihn mit einem Fußtritt vor die Tür zu setzen und ihn nie wieder rein zu lassen.

          • Lilli sagt:

            Hallo Susanne,

            was Du beschreibst,
            ist
            Deine Meinung über Leute,
            in der negativen Form einer
            ‚überlegenen Diagnose‘ von außen,
            was keinem weiterhilft.

          • Anka sagt:

            Lilli,

            ich kann Susannes Reaktionen hier sehr gut verstehen.

            Der Artikel hat bei mir auch wieder viel ausgelöst und bewusst gemacht…
            Da steckt abgrundtiefe Verbitterung und Haß dahinter…, war auch meine Erkenntniss.

            Natürlich ist das meiner pers Erfahrung geschuldet und die „Abstufung“ bei ähnlichen, aber trotzdem anderen Erfahrungen nicht einbeziehbar.

            Susanne geht natürlich auch „von sich“ aus.

            Auf mich wirken ihre Zeilen eher „besorgt“.

          • Sonnenblume sagt:

            … es gibt ja auch ganz unterschiedliche Konstellationen in Beziehungen.

            Das könnte ja auch eine ausgewachsene Co-Abhängigkeit sein. Das Gegenteil von Freiheit.

            Aber es gibt eben auch die Persönlichkeitsentwicklung, die genau das nicht ist.

            Ferndiagnosen oder Ferneinschätzungen sind mit Vorsicht zu behandeln, denke ich. Man sieht eben nicht unbedingt die Beziehungsdynamik und Persönblichkeitsentwicklung, die wirklich dahintersteckt.

            Ich glaube, wie auch immer es ist, der Weg in eine echte autonome Freiheit, die sich und den anderen wenigstens respektiert (die Würde des Menschen ist unantastbar), bleibt und ist eine der größten Herausforderungen auf einem echten Weg der inneren und äußeren Auseinandersetzung.

            Das waren jetzt noch ein paar Gedanken von mir dazu….

          • Sternenengel sagt:

            Liebe Susanne,

            Ich bin absolut deiner Meinung. Ich war fast 5 Jahre mit so einem Mann zusammen, er hat mir alles, aber auch wirklich alles genommen, mich erpresst. Sicher gibt es Unterschiede, aber wenn man so dreckig und schäbig behandelt wird, sieht die Sache echt anders aus. Mit Ignoranz wäre ich da nicht weit gekommen, er hat wegen einer klitze kleinen Kleinigkeit einen Streit angefangen, den ich grundsätzlich verloren habe. Wenn ich heulend da saß , hat er mich nachgeäfft und mir zum xten Mal geblärrt, ich solle mich endlich aus seinem Leben verpissen. Er hat alles umgedreht und gelogen, dass sich die Balken biegen. Wollte das ich mich bei ihm entschuldige, ich war immer schuld, egal was war. Ich habe alles für diesen Menschen getan und habe mich längst nicht mehr als Frau gefühlt. Ich war nur noch krank immer schlecht gelaunt und fahrig. Ich war nicht mehr ich, aus mir hat er ein Wrack gemacht. Wenn ich versucht habe, ihn zu einer Therapie zu bringen, fing er an mich fertig zu machen, ich sei gestört und er müsse sich vor mir schützen. Er wollte drei mal mit zu meiner Therapeutin, jedesmal kam entweder ein gaaaanz wichtiger Termin oder am Abend vorher der größte Zoff, den er natürlich provoziert hat, dazwischen. Ich bin wirklich ein gutmütiger Mensch und ich habe irgendwann über vieles hinweg gesehen, aber es war zu viel, einfach zu heftig und krank. Ich habe an mir gearbeitet, er nicht, wenn dich ein Azubi fragt, wie viel Dreck du in deinem Leben noch fressen willst und das jeder sieht, wie es mir geht und alle wissen wie er ist, dann ist das wirklich heftig. Alle wissen es, er hat eine massive Wahrnehmungsstörung, aber zum Chef kann man nix sagen und er ist zerfressen von Neid, Missgunst und Boshaftigkeit. Keiner mag ihn und er weiß das und fühlt sich als Opfer, weil er es doch so gut meint…kennen wir alles. Ich habe noch nie einen verlogeneren Menschen kennen gelernt, heute bekriegt er jemanden, weil der nicht seiner Meinung ist und Morgen ist er sein Freund, sowie er es braucht. Er lästert hinten rum und kann es den Leuten niemals direkt sagen, ich konnte das, habe es auch getan und dann viel dieses a….Loch mir in den Rücken, er halte sich raus…und das ist nur ein Bruchteil von meinem Drecksleben. Selbst Nachbarn haben mich angesprochen, wie lange ich das noch ertragen will….alle Menschen die ihn kennen, hassen oder meiden ihn. Ich wurde von so vielen gewarnt und ich dachte arme Seele, hatte keine leichte Kindheit, den größten Narzissten als Vater und er wird diesem von Tag zu Tag ähnlicher. Meine Ärztin sagt je älter sie werden, desto schlimmer wird es und das ist so…Alle Frauen haben ihn nur benutzt und waren böse und er das arme Opfer. Ich würde so gerne mir den beiden vor mir reden, die eine ist nach kurzer Zeit nachts geflüchtet und die andere wurde niemandem vorgestellt und wurde mit mir beschissen und ich mit ihr. Ich kannte Narzissmus nicht.., erst als meine Therapeutin mir sagte, sie vermutet das ganz stark bei ihm… habe ich gelesen und meine Geschichte tausendfach gefunden. Keine Wohnung mehr, keinen Job mehr.. alles weg… ich war schockiert, auch das Tiere oder Kinder als Druckmittel benutzt werden… mich hat er erpresst, wollte mir das einzige was ich noch habe wegnehmen, mein Tier….ich denke, wer mit einem richtig kranken und gestörten Narzissten zusammen ist bzw. war, der muss sich schützen und alles abbrechen, denn sonst bringt man sich irgendwann um… diesen Gedanken haben viele , auch ich immer wieder, weil mein Leben mit der Trennung geendet hat und ich komplett zerstört wurde und trotzdem würde ich ihm niemals etwas Böses tun, ich bin einfach nicht so.

    • Mariadirohan sagt:

      Hallo, Maria, auch ich habe es als ungerecht empfunden, wenn immer nur kategorisch „Trennung“ geraten wurde. Es gibt andere Lösungen, die wir offensichtlich praktizieren. Man kann sich aus dem Weg gehen, bis sich die Fronten beruhigt haben, man kann auch mal den Mund halten und muss nicht noch provozieren. Auch bei mir ist es so, dass inzwischen er zuerst wieder ankommt, weil er inzwischen weiß, dass ich es nicht mehr bin. Ich habe durch Sven Grüttefiens Beiträge die innere Ruhe und Gelassenheit gefunden, ihn zu nehmen, wie er ist, und das klappt immer besser. Trennung ist nicht immer der beste Weg. Auch ich lebe lieber gemeinsam mit ihm weiter und mache das Beste daraus. Und es sind nicht immer finanzielle Gründe, ich war mein Leben lang berufstätig und könnte finaziell gut alleine leben, aber warum sollte ich ein schönes Zuhause, einen schönen Garten, den Freundeskreis und alles, was mir lieb und wert ist, aufgeben und alles kaputt machen?
      Machen wir weiter so, wir schaffen das mit der neugewonnenen inneren Freiheit. Und genießen wir dann auch die harmonischen Stunden.

      • Sonnenblume sagt:

        Hallo Mariadirohan und Maria,

        … diese Gedanken haben mir sehr gut getan und mich auch gestärkt….

        Ja, eine Trennung ist nicht immer der bessere Weg. Der steinige und lange Weg mit all diesen narz.(oder eben auch aus anderen Gründen, die einem das Leben schwer macht) geprägten schwerwiegenden Belastungen und Einschränkungen, hat offensichtlich bei euch in eine wirkliche innere Freiheit geführt und damit eine neue Grundlage entstehen lassen, um mit denselben Schwierigkeiten anders und besser umzugehen.

        Diese Perspektive gefällt mir und ich wünsche mir, sie wenigstens gleichberechtigt und gleichwertig neben der Möglichkeit von Trennung gelten und stehen zu lassen.

        Auch in anderen Beziehungen und Lebensbezügen in meinem Freundeskreis und durch meine Arbeit habe ich die Beobachtung gemacht, dass Trennungen öfter als angenommen neue und andere SChwierigkeiten mit sich bringen, die unterschätzt wurden und in der Bilanz nach Jahren kein Gewinn waren.

        Ich habe in meinem Leben auch die Erfahrung gemacht, dass, obwohl es schwer war und mit vielen Verletzungen und Krisen verbunden, meine Beziehung heute nach über 30 Jahren ein wirklich positiver Lebensraum geworden ist.

        Ich wurde gezwungen eine innere Freiheit auszubilden und es zu lernen, gut für mich selbst zu sorgen und die verschiedenen Aspekte dieses Lebens neu einzuordnen.

        Ein Leitsatz von mir wurde durch eine Therapie vor Jahren ganz wichtig und ein Lebenselexier für mich:

        „Nicht Idealvorstellungen hegen und pflegen, sondern die Alltagsrealität optimieren.“

        Überhaupt kam ich auf diesem extremen Weg sehr auf die Gegensätze im Leben. Es gibt das Schwere und das Leichte. Das Einfache und das Schwere. Das Begreifbare und Unbegreifliche, das was verbindet und das was trennt, Krankes und Gesundes, Erfülltes und Unerfülltes….etc. So und anders. In den unterschiedlichsten Lebenszusammenhängen. Ob mit oder ohne Narzissmus oder Autismus…..

        Ich danke nochmal für diese Ausführungen und das Anteilgeben. Viele Grüße!

        Ich d

    • Anka sagt:

      Man (!) kann mit einem Narzissten gut leben, Maria ?

      Ich halte diese verallgemeinernde Aussage für falsch, irreführend und auch für regelrecht „gefährlich“…

      DU hast gelernt mit narz. Verhaltensweisen deines Mannes umzugehen!
      DU lebst „so sehr gut“ in dieser, wie Lilli schreibt,
      „ZU-GEWINN-GEMEINSCHAFT“!

      Deine Zeilen lassen bei mir da auch gar keinen Zweifel aufkommen. Und ich persönlich halte deine Einstellung, an diesem Lebensstil festzuhalten auch für absolut legitim.

      Die Aufforderung zur „Trennung“ im Forum kommt von Menschen, die ein völlig anderes Ausmaß an „narzisstische Willkür“ erlebt haben…

      Eine Anmerkung will ich mir da jetzt aber doch nicht „verkneifen“…
      Du hast gelernt
      von deinem Partner
      nichts mehr zu erwarten ?

      Auto,
      Urlaub mit der Freundin,
      viele schöne Hobbys,
      ein eigenes Reich im Haus

      Finanziert du das nun doch irgendwie selbst ?
      Oder ist das von dir eine „selbstverständliche“ Erwartung an deinen Mann?

      Wie auch immer…
      Ich wünsche dir weiterhin gute Genesung und auch ein schönes Leben,
      wie uns allen hier.

      • Mariadirohan sagt:

        Es gibt tatsächlich auch Frauen, die ein Leben lang berufstätig waren und sich diese Dinge mit eigenen Mitteln leisten können.
        Und auch wenn Frau wegen der Kinder nicht berufstätig war, hat sie ihren Anteil am Besitz in der Ehe geschaffen und ein Anrecht auf eigenes Geld, das sie für sich ausgeben kann.
        Und so ist es tatsächlich eine „selbstverständliche“ Erwartung an den Mann und sollte nicht wie ein Vorwurf klingen.
        Es sind nicht immer finanzielle Gründe, die Frau bleiben lassen, denn zahlen müsste der Mann auch im Falle einer Trennung an sie, was oft dazu führt, dass Beide nach der Trennung nicht mehr genug haben wegen einer doppelten Haushaltsführung. Und oft geht durch eine Scheidung alles verloren. Ist es da so verwerflich, wenn Mann/Frau sich überlegt, dann vielleicht doch lieber zusammen zu bleiben und das Beste daraus zu machen? Kultivierte Menschen müssten das schaffen, und auch Narzissten sind in der Regel nur sporadisch und partiell unzurechnungsfähig oder auf den Punkt gebracht komplette Vollidioten.

        • Anka sagt:

          Verwerflich?
          Von verwerflich ist an Maria nicht die Rede gewesen!

          Nach meinem Dafürhalten lebt sie doch, wie die Made im Speck. Warum sollte ich das für verwerflich halten?

          Nach einer Scheidung haben Menschen nicht mehr genug?
          Nein, vielleicht nicht mehr so viel!
          Was denn für eine DOPPELTE HAUSHALTSFÜHRUNG?
          Separate Haushaltsführung ist das dann logischer Weise.

          „Kultivierte“ Menschen müssen das schaffen mit „Anfällen“ zu leben, da oder wenn sie angeblich nur „partiell“ sind?

          Tut mir sehr leid,
          wirklich „kultivierte Menschen“ benehmen sich gar nicht so, erwarten gar nicht, daß das tolleriert oder akzeptiert wird und „(er)dulden“ das auch nicht.

          Wenn ein Mensch den gewöhnten „Luxus“ um
          „jeden Preis“ beibehalten möchte, darf er das doch ohne wenn und aber.

          Wenn ein Mensch glaubt, er wäre nun zu alt, darf er das auch.

          Für zumindest fragwürdig halte ich allerdings, das hier (für mich subtil) als „besonders schlauen Schachzug“ darzustellen…

          Ich bin nach wie vor der Ansicht, trennt euch, wenn eure Würde angetastet wird.
          Wer das nicht will, sollte vielleicht besser damit wirklich
          „in Frieden leben“ …

          Das bedeutet für mich dann aber auch, den Partner hier nicht „vorzuführen“ und sich selbst als „Dompteur“ zu präsentieren.

          • Mariadirohan sagt:

            Wir sollten doch – alle – diese wundervolle Seite und diese Gelegenheit uns auszutauschen nicht dazu benutzen, persönlich zu werden, sondern zu akzeptieren, dass die Menschen verschieden sind, jeder auf seine Art reagiert und auch lebt, die Lebensumstände verschieden sind, aber die Sache, die uns beschäftigt, die Gleiche ist. Es gab viele hilfreiche und sehr schöne Beiträge, so sollte es sein.
            Die Made im Speck und einiges andere war nicht angemessen und gehörte nicht hierher.

          • Anka sagt:

            Liebe Mariadirohan,

            mir ist 1. nicht klar, was mit dem
            Ver-gleich (!) nicht stimmt, wenn man die von Maria beschriebene Situation betrachtet.
            (Wäre „in Saus und Braus“ nach deinem Urteil erlaubt?)

            Und 2. ist nicht klar, wieso du hier in die „Bresche“ für sie „springst“.

            Die Sache, die uns beschäftigt, scheint ja nicht wirklich die Gleiche zu sein!

            Ich will zumindest frei von einem derartig narz. strukturierten Menschen in meinem Zuhause sein und bleiben.

            Frei ist absolut und nicht ein bisschen, manchmal oder nur bis zum nächsten
            „Anfall“…

            Ich wäre vielleicht nicht so vehement, wenn „Narz-Gattinen“ hier nicht von
            GUT (!) LEBEN
            reden würden.

            Ein „gutes Pilzgericht“ ist auch völlig frei von Giftpilzen.
            Da käme auch (hoffentlich) niemand auf die Idee zu sagen, mit Einem davon ist es immer noch gut!

            Selbstverständlich kann jeder essen und schlucken was er will.

            Das aber als GUT „anzupreisen“ halte ICH NICHT FÜR ANGEMESSEN!

        • Ruth sagt:

          Hallo Maria,womit ich noch grosse Mühe habe ist deine Aussage:
          ‚Schweigen ist die beste Waffe‘
          sorry, aber das stimmt einfach nicht.
          ..und wieso eigentlich Waffe?

      • Lilli sagt:

        Also,
        Zugewinngemeinschaft heißt nur die Rechtsform einer Ehe mit gemeinsamem Einkommen und Aufgabenverteilung, in der Regel wegen der Kinder.
        Unser älterer Sohn hat eine Behinderung, brauchte mehr ärztliche und krankengymnastische Behandlung und Freizeitunterstützung als seine Geschwister.
        Das spielt sicher eine Rolle, dass wir zusammenblieben und dass ich bzw. wir von Anfang an die Familienberatungsstelle frequentiert haben.

  10. Sabine sagt:

    Wichtig ist meiner Erfahrung nach noch zu erwähnen, dass selbst wenn Narzissten irgendwann doch in die Bredouille kommen, sich „entschuldigen“ zu müssen, weil sie nur so wieder in Kontakt zu dem Menschen kommen können, dann ist ihre „Entschuldigung“ nichts wert. Und zwar niemals. Sie verfolgt immer einen egoistischen Zweck. Sie ist niemals ernst gemeint, reumütig, bedauernd. Ihre Kränkung behalten sie immer im Hinterkopf und sie sind auf Rache aus. Selbst wenn sie einem erst vorspielen, sich geändert zu haben und es ernst zu meinen. In Wirklichkeit warten sie nur auf die nächste Chance sich zu rächen. Garantiert.

  11. Mariadirohan sagt:

    Der heutige Beitrag veranlasst nun auch mich, mich einmal zu melden und vor allem mich zu bedanken. Nach einer sehr langen Leidenszeit mit einem Narzissten, den ich nicht verstanden habe, weil ich nicht wusste, dass diese Charaktereigenschaften eine ernsthafte Erkrankung in Form einer Persönlichkeitsstörung sind, bin ich auf ihre Seite gestoßen und war überwältigt, als mir klar wurde, dass ich ein nicht alleine bin.
    Seit Jahren nun lese ich Ihre Beiträge und habe viel, sehr viel gelernt.
    Nachdem er mich das erste Mal aus „seinem Haus, wegen einer Nichtigkeit geworfen hatte, war ich so verzweifelt, dass ich eine monatelange Therapie brauchte, um wieder ein einigermaßen normales Leben zu führen. Das heißt, dass ich langsam meine mir angeborene Fröhlichkeit und mein Selbstbewusstsein zurückgewann und mich damit abgefunden hatte, dass diese Beziehung beendet war.
    Aber dann wollte er mich zurück, und wer einen Narzissten kennt, weiß wie das läuft. Wie in den Jahren, bevor wir das erste Mal zusammenzogen, überschüttete er mich mit Aufmerksamkeiten, Liebe, Zärtlichkeiten und Geschenken, versprach, dass so etwas nie wieder vorkommen würde und wir niemals die Achtung voreinander verlieren dürften. Das hielt nicht lange, und fassungslos musste ich erleben, dass er in Gegenwart anderer hemmungslos herumschrie, mich beleidigte, Freunde anrief, die mir bezeugen sollten, dass es nicht an ihm läge, und schon nach einem Jahr musste ich einen Notarzt kommen lassen, weil ich dachte, einen Herzanfall zu haben wegen seines eisigen wochenlangen Schweigens nach einem solchen Streit. Oft wusste ich den Grund seiner Wut nicht, oft sprachen wir unbeschwert und fröhlich miteinander, und von null auf hundert begann er zu schreien. Das konnte stundenlang gehen und erinnerte mich immer an das berühmte HB-Männchen, denn er ist klein und schlank und sprang während des Herumschreiens gestikulierend herum.
    Das ertrug ich lange erschrocken, tief gekränkt und fassungslos, aber kehrte immer wieder zu ihm zurück, wenn er mich wieder einmal aufgefordert hatte, sein Haus zu verlassen, weil er mit einem Menschen wie mir nicht zusammenleben könne.
    Die Einzelheiten dieser Anlässe möchte ich nicht ausbreiten, sie sind schon mehrfach in
    Ihrer Website geschildert worden und gleichen sich oft aufs Haar. Vielleicht sind seine Äußerungen, dass ich eine Lügnerin, Diebin und partiell senil sei, eine leichte Steigerung.
    Inzwischen verlasse ich sein Haus nicht mehr, sondern verziehe mich in meinen Bereich und widme mich meinen schönen Hobbies oder besuche für ein paar Tage oder auch Wochen meine Kinder. Das alles habe ich Ihnen zu verdanken. Ich ertrage ihn jetzt mit einer gewissen Gelassenheit, nehme ihn einfach nicht mehr ernst – was ihn zutiefst verunsichert – und genieße die dann auch schönen Zeiten mit ihm, wenn der Anfall dann vorüber ist.
    Ich nehme keine Rücksicht auf seine Schwächen, die da sind, dass er keinerlei Kritik vertragen kann, schon eine andere Meinung zu haben, ist für ihn unerträglich, ein leichtes Heben der Augenbraue kann einen Wutanfall auslösen. Er lügt, dass sich die Balken biegen und dreht anderen Menschen das Wort im Mund um. Eine Rechtfertigung nützt nichts, er hat gehört, was er hören wollte, und da können auch andere Menschen, die dabei waren, ihm sagen, dass ich das nicht gesagt habe, dann lügen wir eben alle.
    Das alles ist mir inzwischen – fast – egal.
    Dank Ihrer Beiträge, die ich immer sehr aufmerksam studiert habe, habe ich es geschafft, mich nicht mehr verbiegen zu lassen, mich nicht mehr zu rechtfertigen und entschuldigen für etwas was ich gar nicht getan oder gesagt habe. Ich sage einfach: „Wenn du meinst …“ und gehe.
    Ich habe erkannt, dass auch er nicht möchte, dass wir uns trennen, und er hat eingesehen, dass er mich nicht klein kriegt, dass er seine Machtgelüste nicht an mir austoben kann. Aber ich lasse mich nicht mehr auf Machtkämpfe ein. Er ist er und ich bin ich, und auch wenn es manchmal sehr schwer ist, ist das Zusammenleben partiell möglich und kann sogar schön sein.

    • Susanne sagt:

      Mariadirohan, warum bist du weiterhin mit einem Mann zusammen, der dich anpöbelt und zusammenbrüllt, dich ausnutzt, belügt und dich als Fußabtreter für seine Launen benutzt?
      Das muss kein Mensch aushalten. Brech den Kontakt zu dem Mann ab, denn irgendwann wird dein Körper streiken und du wirst krank.
      Dann lieber Allein-Sein und es ist friedlich.
      Mir bräuchte ein Mann nur einmal sagen, dass ich sein Haus verlassen soll, dann käme ich sicher nicht mehr wieder.
      Arbeite mal an deinen Standards und Dealbreaktern, überlege dir, was DU dir wünscht und hör auf dich zu verbiegen und devot diesen Mann auszuhalten. Der ändert sich nie, das wird nur schlimmer und wenn du Pech hast, dann schlägt er dich.
      Denk daran, der liebt dich nicht der benutzt dich nur und im Grunde hasst er dich (und sich selber noch viel mehr)

      • Mariadirohan sagt:

        Nein, ich werde nicht mehr krank werden, das war ich ja schon. Ich habe diese Phase hinter mehr, ich nehme ihn nicht mehr ernst, wenn er seine Anfälle – anders kann ich das nicht bezeichnen – bekommt und denke mir, dass er eine ganz arme Wurst ist. Er ist dann einfach nur noch peinlich. Alles, was ich hier bei Sven Grüttefien in den letzten Jahren gelesen habe, ist die volle Wahrheit. Diesen Menschen ist nichts peinlich, sie müssen immer und überall im Mittelpunkt stehen, und ich sitze daneben, studiere meine Mitmenschen, sehe wie sie sich winden vor Fremdschämen, aber in die Schranken verweist ihn niemand, alle sind zu feige dazu, es ist ja auch peinlich, sich in Gegenwart anderer mit einem solchen Menschen zu streiten, dem nichts peinlich ist. Empathie und Schamgefühl sind gleich null.
        Aber dann gibt es wieder Phasen, in denen er der liebenswerteste Mensch ist, den man sich vorstellen kann. Er ist tatsächlich nicht immer nur Täter. Diese Menschen sind einfach krank, und dafür gibt es Gründe. Ich wäre die Letzte, die damit alles entschuldigen würde, aber es ist eine Erklärung. Wer mit einem solchen Menschen leben muss, möchte oder will – und das tue ich freiwillig – muss sehr stark sein, um ihm Grenzen zu setzen. Aber das ist möglich. Er würde es niemals wagen, mich zu schlagen.
        Von devot kann gar keine Rede sein. Und benutzen kann er mich nicht, wozu denn?

        • Susanne sagt:

          Es ist keine Krankheit, es ist eine Störung (bei einer NPS). Auch ein NPSler weiß, was Gut und was Böse ist, für ihn/sie ist es nicht mehr als ein (böses) Spiel. Ein Spiel, das sehr genossen wird. Wer sich auf Kosten seiner Mitmenschen/Partner bereichert, sie manipuliert, belügt sie aussagt wie ein „Vampir“ und ihnen schadet, das mit vollem Bewusstsein, ist ein Täter. Es ist Gewalt und nicht zu entschuldigen.
          Mehr sage ich dazu auch nicht, jeder muss selber wissen, wie er sein Leben führen möchte.

          • Mariadirohan sagt:

            Hallo, Susanne, ich gebe dir Recht und der Ausdruck „Krankheit“ passt nicht ganz. Ja, diese Menschen wollen bewusst quälen, schikanieren, manipulieren und gewinnen. Das sind ihre Spielregeln, aber ich muss sie nicht einhalten. Ich kann den Spieß umdrehen, und dazu muss ich nicht streiten, nicht einmal laut werden. Ich drehe mich um und gehe weg und lasse ihn vor sich hin schreien. Ich besuche eine Freundin und übernachte vielleicht auch dort, auf jeden Fall bin ich nicht erreichbar. Und das ist für diese Narzissten die größte Schmach, kein Publikum für ihre Auftritte zu haben. Unverstanden fühlen sie sich eh immer und sie sind immer das bedauernswerte Opfer, das von anderen dominiert wird. und das ist dann doch wieder echt witzig oder nicht?
            Es gibt praktisch nur diese eine Lösung: Einfach nicht ernst nehmen.

    • Lilli sagt:

      Hallo Mariadirohan,

      ähnlich, wenn auch wiederum mit anderen Schwerpunkten, ist das bei mir.
      Er ist er und ich bin ich, hast Du schön klar gesagt.
      Nur mit viel Distanz bis zur zeitweisen Kontaktsperre geht wenig gute Nähe.
      Auch wir bleiben beide da und führen wenig gemeinsames und viel verschiedenes Leben, jeder für sich und
      als Eltern unserer gemeinsamen inzwischen erwachsenen Kinder,
      die ihr eigenes gutes Leben führen
      und ab und zu kommen.

      Gehen oder bleiben ist nicht zuletzt auch eine Frage der bestehenden Möglichkeiten des ‚Umgang mit Narzissten‘.
      Wo nichts mehr geht bleibt nur gehen.

    • Chriba sagt:

      Ich verstehe dich sehr sehr gut.
      Seit fast 20jahren spielte sich das gleiche Drama in meiner Ehe ab.
      Nach dem ich für sein Verhalten einen Namen hatte,ging es mir ebenfalls etwas besser.
      Und was soll ich sagen,
      Im Januar dieses Jahres verstarb er plötzlich und unerwartet,nachdem wir noch einen harmonischen Bade/Tauchurlaub verbracht hatten!
      Ich verkaufte SEIN Haus,löste unsere gemeinsame Firma auf.
      Und jetzt mit 70jahren lebe ICH.

  12. Uschi sagt:

    da gibt es nur eine Lösung, Kontakt abbrechen und dies für IMMER!

    • Melanie sagt:

      ….wenn Blicke töten könnten – wäre ich schon sehr lange nicht mehr am Leben…
      ….wenn Schweigen krank machen würde, wäre ich schon sehr lange krank….
      ….aber Gefühlskälte macht sehr traurig und das war ich ganz viel…

      Leider holen mich diese gemachten Erfahrungen immer wieder ein, besonders dann, wenn wie heute
      wieder so ein unglaublich passender Artikel von Herrn Grüttefien eintrifft – Danke dafür….

  13. Nicole Frühauf sagt:

    Hallo liebes Team 🙂

    Vielen lieben Dank für die immer wieder interessanten, lehrreichen und hilfreichen Erleuchtungen über Nartissten. Sie helfen mir, diese Menschen zu lesen und mit ihnen umzugehen.
    UND DAS WICHTIGSTE:
    MICH UND AUF MEIN BAUCHGEFÜHL ZU HÖREN, FÜR MICH ZU SORGEN UND ACHTSAM ZU SEIN 😊🍀

    Ganz liebe Grüße Nicole 🌞💖🎶💃

    • Ursula Scholles sagt:

      Auch ich gehöre zu den Frauen, die sich nach viel Anstrengung, Kampf, Trauer und nach dem Lesen
      von Sven Grüttefiens Beiträgen und Büchern (ich bin Ihnen unermesslich dankbar, dass Sie dieses Thema gut verständlich darstellen und publik machen!) und nach einer Paartherapie mit meinem Narzissten arrangiert haben. Wir leben in getrennten Bereichen im Haus und treffen uns nur zu bestimmten Zeiten und Unternehmungen. Erst als ich bei der Rechtsanwältin war, um eine Trennung vorzubereiten, hat er angefangen, mich ernst zu nehmen. Eine Trennung wollte er nicht.
      Wir haben ein gemeinsames Wohnzimmer, das ich verlasse, wenn es mir zu viel mit ihm wird. Oft allerdings studiere ich sein so typisch narzisstisches Verhalten
      und kann mich dabei amüsieren. Nach etlichen düsteren Jahren mit ihm, habe ich für mich auch viel dazugelernt. Wichtig ist die Abgrenzung, meine Bedürfnisse wichtig nehmen und auf meine innere Stimme hören und mir nichts von ihm gefallen lassen. Da er sehr belesen und unterhaltsam ist, habe ich immer öfter auch eine gute Zeit mit ihm. Aber es bleibt anstrengend und ich muss ständig auf der
      Hut sein.
      Wünsche allen Betroffenen viel Mut.
      Gerda

  14. Marco sagt:

    Ich wünsche niemandem, so eine richtige Wut mitzubekommen. Ich habe das einmal richtig erlebt. Diese Narzissten ziehen sämtliche Menschen mit rein in dieses Psychospiel. Da werden Chefs angerufen und auch bei Kollegen wird nicht halt gemacht. Es wird gelogen, auch übers Internet. Bei sowas hilft nur eines: Die komplette umgebung wechseln, raus aus den social Medien, am besten Handy abschaffen,…

    • Nicole Frühauf sagt:

      Das stimmt lieber Marco.

      Pass gut auf Dich auf 🍀 und gehe Deinen Weg, höre auf Dein 💖

      Liebe Grüße Nicole Frühauf 🎶💃🌞

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