Die narzisstische Krise

Je unrealistischer das Selbstbild ist, das eine Person von sich hat, desto stärker wird diese Person erschüttert, wenn sie plötzlich mit der Wirklichkeit konfrontiert wird und alle bisher angewendeten Verdrängungsmechanismen und Bewältigungsstrategien nicht mehr greifen. Wenn das eigene Selbstbild nicht mehr aufrechterhalten werden kann und  auseinanderzubrechen droht, kann es zur narzisstischen Krise kommen.

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In seiner Fantasie ist der Narzisst besser und großartiger als jeder andere. Er ist davon überzeugt, für seine brillanten Fähigkeiten, seine grandiosen Leistungen und Erfolge, seine außergewöhnliche Attraktivität sowie seine materiellen Besitztümer von anderen bewundert zu werden und daher eine besondere Behandlung erwarten zu dürfen. Der Narzisst braucht eine Vorrangstellung gegenüber anderen sowie die Bewunderung seiner Mitmenschen, um auf diese Weise unentwegt Bestätigung für sein völlig überzogenes und unrealistisches Selbstbild zu erhalten und somit das eigene Selbstwertgefühl zu regulieren.

Der Narzisst kann seinen Selbstwert nicht aus sich selbst heraus bestimmen. Er ist zutiefst unsicher, was seinen Wert als Person anbelangt, und braucht daher andere Menschen, die ihm seine Bedeutung spiegeln und ihm somit erst einen Wert verleihen. Daher verbringt er seine Zeit vorrangig mit Menschen, die ihn als Person akzeptieren, ihn in seiner Einzigartigkeit bestätigen und für seine Fähigkeiten bewundern. Personen, die ihn kritisieren, ihm widersprechen oder ihm klarmachen wollen, dass er gar nicht so toll ist, wie er vorzugeben versucht, meidet er oder bekämpft sie.

Der Narzisst braucht Bestätigung von anderen

Erhält er für sein überzogenes Selbstbild nicht mehr genügend Bestätigung von außen, kann es durch permanenten Zuspruch und die Anerkennung anderer nicht mehr aufrechterhalten werden oder wird es gar abgewertet, erlebt dies der Narzisst als eine schwere Kränkung. Um sich vor solchen schmerzhaften Erfahrungen zu schützen, wird von vornherein eine Aura der Unnahbarkeit aufgebaut sowie Stärke, Macht und Perfektion demonstriert, um Kritik gar nicht erst aufkommen zu lassen. Niemand soll auf die Idee kommen oder es wagen, seine grandiose Persönlichkeit in Frage zu stellen – alle sollen ihm ausnahmslos zustimmen und ihn bewundern.

Zudem macht der Narzisst andere Menschen meist von sich abhängig – entweder materiell oder emotional –, indem er in ihnen starke Gefühle auslöst, die diese nicht beherrschen können und daher leicht zu manipulieren sind. Der Narzisst nutzt die Schwächen seiner Mitmenschen für seine Zwecke aus. Auf diese Weise erhält er treue Helfer, kritiklose Bewunderer und loyale Verbündete, die jederzeit zu ihm stehen und ihn in seinem Selbstbild bestätigen.

Der Narzisst glaubt, so einen Schutzwall um sich errichten und seelischen Verletzungen weitgehend entgehen zu können: Keiner kritisiert ihn, keiner lehnt sich gegen ihn auf und keiner wendet sich von ihm ab. Alles, was er tut, findet Anerkennung und Bestätigung. Solange er ausreichend Abhängige um sich hat, die ihn unterstützen und bewundern, und solange er seine Leistungsfähigkeit und Attraktivität erhalten kann, erhält er seine narzisstische Zufuhr und kann so sein überzogenes Selbstbild aufrechterhalten: Da er keinen Widerstand erfährt und auf keine Grenzen stößt, glaubt er, sein Selbstbild entspreche der Realität.

Die Gefahr der Desillusionierung

Dies ist aber der grundlegende Irrtum des Narzissten, der ihn in eine narzisstische Krise führen kann: Er läuft nämlich jeden Tag einer Illusion hinterher. Er erschafft sich eine Scheinwelt, die nicht mit der Wirklichkeit korreliert und nur seiner Fantasie entspringt, die er jedoch durch geschickte Manipulation am Leben zu erhalten versteht. Treten Ereignisse in sein Leben, die seine Scheinwelt erschüttern, sein Selbstbild gehörig ins Wanken bringen und seine grandiose Fassade zusammenbrechen zu lassen drohen, erlebt er eine schwere Enttäuschung.

Zum Zusammenbruch des narzisstischen Gleichgewichtes kommt es dann, wenn die Konfrontation mit der Realität nicht mehr kompensiert werden kann und das grandiose Selbstbild zu stark erschüttert wird. Wenn die äußere Stabilität verloren geht, schwankt das labile intrapsychische System des Narzissten und es kommt zur narzisstischen Krise.

Der Narzisst ist durch die allgegenwärtige Gefahr einer Desillusionierung einem hohen Risiko für Krisen ausgesetzt. Wenn sich das Schicksal plötzlich gegen ihn wendet, wenn sich seine Mitmenschen von ihm distanzieren, seine Fassade zerbröckelt und seine Mängel und Schwächen deutlich werden, wenn sich keiner mehr auf seine Seite stellt, wenn seine Leistungsfähigkeit nachlässt und er die Realität nicht mehr länger verdrehen oder leugnen kann, dann droht der narzisstische Kollaps.

Folgende Situationen können dazu führen, dass der Narzisst in eine narzisstische Krise gerät und dabei der eigenen Hilflosigkeit, Ohnmacht und Minderwertigkeit begegnet:

  • Verlust des Partners
  • Verlust von Schönheit, Gesundheit, Fitness und Jugendlichkeit
  • Verlust der sexuellen Anziehungskraft und Potenz
  • Verlust des Arbeitsplatzes
  • Verlust des Eigentums und Vermögens
  • Verlust der Familie
  • Verlust des Freundeskreises
  • herbe, wiederkehrende Misserfolge
  • permanente Konflikte mit dem sozialen Umfeld
  • chronische Krankheiten
  • mangelnde Flexibilität und Mobilität im Alter
  • Erschöpfungszustände bis hin zum Burn-out
  • Berentung
  • Todesfälle
  • Opfer von kriminellen Verbrechen

Diese Situationen erlebt der Narzisst als eine schwere Bedrohung in seinem Überlebenskampf. Die vermeintliche Grandiosität des Narzissten wird bis aufs Mark erschüttert und sein Mechanismus zur Regulierung seines Selbstwertgefühls setzt aus: Ihm wird der Schauplatz für seine Eitelkeiten entzogen. Er kann sich nicht mehr als großartig inszenieren und erleben, weil er unvermittelt von den Schattenseiten des Lebens, die er stets verdrängt hat oder mit denen ihn die anderen nie zu konfrontieren gewagt haben, überwältigt wird. Er sieht sich mit der nackten Realität konfrontiert.

In eine narzisstische Krise stürzen Menschen, die stark verunsicherte Persönlichkeiten sind und die in einen Zustand totaler Verlassenheit, Hilflosigkeit und Ohnmacht geraten, aus dem sie sich nicht mehr selbst befreien können, da bisherige Bewältigungsstrategien versagen.

Wenn der Narzisst vor dem Nichts steht, wenn er alles verloren hat, wenn ihm niemand mehr zuhören will und ihn bewundert, wenn keiner mehr da ist, der ihm sein grandioses Selbstbild spiegelt und er einsehen muss, dass er auch nur ein gewöhnlicher Mensch ist, der Fehler und Defizite hat, der Krisen erlebt und Verluste aushalten muss, droht sein Selbstwertgefühl zusammenzubrechen.

Der Narzisst macht sich aus dem Staub

Um sein Selbstwertgefühl aufrechterhalten zu können, bedient sich der Narzisst der Realitätsverleugnung sowie der Idealisierung der eigenen Person und seines Umfeldes. Greifen diese Strategien aber nicht mehr, kann nur durch Rückzug, Flucht oder gar Selbstmord die drohenden Katastrophe abgewendet werden. Nur so kann der narzisstische Mensch sein überzogenes Selbstbild retten und der Demütigung entgehen, sich seinen negativen Persönlichkeitsanteilen stellen zu müssen.

Oft ahnt der Narzisst bereits im Vorfeld, dass sich eine Krise anbahnt und er nur durch eine rechtzeitige Flucht dem Debakel entkommen kann. Noch bevor er kritisiert oder beschuldigt wird, bevor ein Schaden entstehen und seine Fassade aufgedeckt werden kann, macht er sich heimlich aus dem Staub. Für seine Mitmenschen ist dieses überstürzte Verhalten oft unbegreiflich, doch steckt hinter dem rasanten Ausbrechen Panik vor dem Verlust des Selbstbildes, das dem Narzissten Halt in seinem Leben gibt.

Vor allem der Verlust einer Machtposition kann einen Narzissten in eine tiefe Krise stürzen. Während die Machtposition dazu diente, das eigene Selbstwertgefühl zu erhöhen, sieht sich der Narzisst nun mit einem Bedeutungsverlust seiner Person konfrontiert. Seine Identität und damit alles, was ihn aus seiner Sicht ausmacht, geht mit dem Verlust der Position oder des Amtes, das er innehatte, verloren. Der Narzisst glaubt, nichts mehr zu sein. Die Folge sind Gefühle wie Wertlosigkeit und Scham. Seine Quelle der Anerkennung und Bewunderung ist versiegt und der Narzisst sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben.

Wie verhält sich der Narzisst in einer existenziellen Krise?

In der narzisstischen Krise kommt es zu dauerhaften Gefühlen von innerer Leere und Sinnlosigkeit. Der Narzisst fühlt sich ungerecht behandelt, ist verbittert und wendet sich von seinen Mitmenschen ab. Er wird des Lebens müde und flüchtet in die Isolation oder tröstet sich mit selbstwertstabilisierenden Wirkstoffen oder Aktivitäten wie Alkohol, Drogen, Spielsucht und Sex. Das Gefühl der Wertlosigkeit und Unsicherheit kann so zumindest vorübergehend betäubt werden.

Das Gefühl der inneren Leere sowie die Unfähigkeit, anhaltende Freude oder Glück empfinden zu können, wird von dem Narzissten zunehmend als quälend erlebt. In dieser Verfassung ist der Narzisst noch kränkbarer. Seine Ichbezogenheit steigert sich ebenfalls und er sieht nur noch sich selbst und sein Elend, verliert die emotionale Verbindung zu seinen Mitmenschen sowie den Bezug zur Realität. Der Narzisst wird chronisch unzufrieden und kann in der Folge in einen Zustand starker Verbitterung verfallen.

Bleiben die Anerkennung und die Bewunderung seiner Mitmenschen aus, die der Narzisst als Lebenselexier so dringend benötigt, kann er antriebslos und depressiv werden. Auf der körperlichen Ebene kommt es  zu unterschiedlichen Symptomen wie  Schlafstörungen, Appetitlosigkeit,  Magen- und Darmstörungen, Herzbeschwerden sowie zu Störungen der Sexualität bis hin zum Libidoverlust. Auch selbstzerstörerische und selbstverletzende Tendenzen sind möglich.

Der Narzisst kann jedoch selbst in seiner größten Krise den eigenen Anteil an der schrecklichen Situation, in die er geraten ist, nicht erkennen, sondern macht ausschließlich andere Menschen oder äußere Umstände für sein Leid verantwortlich. Er fühlt sich als Opfer und versinkt in Selbstmitleid, statt auf die Idee zu kommen, sein überzogenes Selbstbild zu hinterfragen. Es scheint, als könne keine Krise der Welt – und sei sie auch noch so groß – den Narzissten jemals dazu bringen, an sich selbst zu zweifeln.


Veröffentlicht in Blog, Narzisstische Gesellschaft
95 Kommentare zu “Die narzisstische Krise
  1. Ben sagt:

    Sehr geehrter Herr Grüttefien, liebe Community!

    Schon seit Jahren lese und schreibe ich hier – immer wieder einmal.
    Ich war mit einer malignen Narzisstin verheiratet und bin bis zum heutigen Tage noch immer „vergiftet“. Und das sind nun schon 4 Jahre; ich merke das beim Knüpfen neuer Beziehungen oder an Arbeitsaktivitäten; da brauche ich dann ganz schnell Ruhe und Rückzug.
    Aktuell werde ich wieder gerichtlich angegangen und die gemeinsamen Kinder sind zur Psychotherapie verdonnert worden. Natürlich bin ich Schuld und das „beweist“ sie aus allen Rohren. Das absolut erschreckende daran ist: Ihr wird geglaubt! Und wenn ich dann mit ihrer NPS komme – so ist das ja nur eine (meine) Meinung. Seit 2014 lese ich viel über NPS und es stimmt immer und immer, rückblickend wie aktuell. Über drei Jahre war ich selbst beim Psychologen – ich bin kein Narzisst. Aber sogar die neue Psychologin der Kinder (so weit ist es schon..) lächelt dann nur. Keiner hört mir zu, keiner glaubt mir. Meine Ex ist Ärztin und ich ein Arbeiter – wenns schon daran scheitert, bitte…?!

    Was soll ich tun? Was kann ich machen? Ich will nicht, daß die Kinder durch die Psychomühle müssen, weil sie nur Probleme transportieren. Warum glaubt das keiner und weiß darüber niemand Bescheid??

    LG
    Ben

    • Glücklich sagt:

      Hallo Ben.
      Ein Tipp, der Dir evtl. etwas helfen kann:

      Schau mal auf dem Youtube Kanal von phönix life coaching, Anna Aurora.
      Dort triffst du viele Betroffene in deiner Lage!

      Viel Erfolg und Kraft!!

    • W. sagt:

      Hallo Ben
      Auch ich empfehle dir mit aller bestem Gewissen die Videos von Anna Aurora.
      Sie ändern das perverse Verhalten der Narzissten zwar nicht, helfen dir aber dabei deren Strategie zu verstehen.
      Ich weis genau wovon du hier schreibst, ich erlebe es im Moment auch dass das ganze Umfeld ihm auf den Leim geht und mich dafür verurteilt das ich den Armen netten , liebenswürdigen , fleissigen, treuen, hilfsbereiten Ehemann einfach so verlassen habe und ihn damit in die Krise seines Lebens gestürzt hab.
      Ich bedaure auch sehr ,dass Jugendämter , Anwälte und Richter nicht besser mit der Materie vertraut sind.
      Hat man erstmal den schwierigen Absprung vom Narzissten/tin geschafft, beginnt der neue Kampf gegen Windmühlen.
      Anna klärt super auf und ist ein Segen für Betroffene.
      Aber du bist ein Erwachsener Mann, sieh es dir an und entscheide selbst
      ob du was für dich damit anfangen kannst.
      Alles Gute für dich und deine Kids.
      W.

  2. Nadine sagt:

    Hallo, generell können diese Krisen alle treffen und nicht nur Narzissten. Besonders empathische Menschen treffen die genannten Krisen doch viel härter.Finde ich jetzt nicht unbedingt nur auf narzissmus passend.
    LG Nadine

    • Lise1 sagt:

      Nadine, das hatten wir hier schon. Weiter unten.

        • Friedel sagt:

          M.E. ist der Newsletter klar definiert. Die Überschrift und Inhalt unmissverständlich. Es geht um Aufklärung zur narzisstischen Krise und nicht um Definition einer Krise, in die betroffene Partner geraten können durch narzisstischen Missbrauch.

          Zweifelsfrei können – und geraten eine Vielzahl von Betroffenen in eine Krise aufgrund narzisstischer Machenschaften.

          Erläuterungen und Ausführungen dazu wären jedoch ein gesondertes Thema.

  3. Mike sagt:

    Was macht der/die Narzisst(in), wenn er/sie von sich selbst denkt, in keiner Krise zu sein? Oder wenn er/sie sagt „Mit mir ist Alles i.O“ und dennoch all diese Merkmale hat?

    Oben steht „Oft ahnt der Narzisst bereits im Vorfeld, dass sich eine Krise anbahnt und er nur durch eine rechtzeitige Flucht dem Debakel entkommen kann“.
    Die Flucht kann auch kommen, wenn er/sie das hat, was er wollte, nämlich den Ex wieder einzulullen. Dann ist „Ghosting“ eine oftmals verwendete Aktion.
    Und ich hasse das. Ghosting ist, anch dem missbauch, mit das Schlimmste, was der N machen kann, denn der Partner wird vollkommen überraschend verlassen/geblockt/mit Schweigen bestraft.
    Auch wenn ich zB keine Antworten mehr erwarte, ist Ghosteing etwas sehr schlimmes, womit ich grad wieder zu kämpfen habe!
    Nach 3 Monaten kämpfen von Ihrer Seite und dann dem erneuten weglaufen, ist das echt hart

    • Black sagt:

      Ich antworte dir ehrlich, bin eine Narzisstin…eine richtige Krise hatte ich noch nie.
      Wenn ich jemanden ghoste, dann ist mir dieser Mensch gerade egal, interessiert mich nicht, nervt mich.

      • Lise1 sagt:

        Ah, aber keine Krise. Klar.

        • Black sagt:

          Nein,so emotional bin ich nicht

          • Lise1 sagt:

            Genau.Das schützt dich gut vor der Wahrnehmung. Ist keine besonders tolle Sache. Falls du dachtest, die Nichtemotion erhebt dich über die anderen Schreiber hier. Das beste in so einem Fall ist es tatsächlich, das Gefühl zu verlieren und nur noch die halbe Realität zu spüren. Es gibt kaum Alternativen. Ob „zum Glück“ oder „leider“ hängt vom Alter ab.

          • Susanne sagt:

            @ Black
            Was suchst du hier auf dieser Seite???

      • Goldmund sagt:

        Ein schönes Beispiel für die mangelnde Empathie.

      • Mike sagt:

        Black, also wenn das keine Krise ist…
        Das Problem bei Narzissten, sie denken, sie sind normal, bei Ihnen ist Alles gut. Was sie anrichten ist ihnen scheißegal und vor Allem, durch mangelnde Empathie, verstehen sie nicht, was sie anderen antun.
        Soviel zum Thema „eine richtige Krise hatte ich noch nie“.
        Diese Menschen sind eine personifizierte Krise und dürften niemals auf Andere losgelassen werden.
        aber, und das ist das schöne, Karma ist ne Bitch und schlägt irgendwann doppelt und dreifach zurück. Spätestens im Alter bekommen Narzissten was sie verdienen!

        • Mike sagt:

          PS: Wenn man jemanden ghostet, dem man vorher evtl. noch Gefühle hingeheuchelt und Versprechnungen gemacht hat, ist das einfach nur krank und zeugt nur davon, was für ein empathieloser Krüppel man am ende ist!

          • Black sagt:

            Du weißt doch Bescheid, dann lass los…verstehe nicht warum alle immer wieder zu uns Narzissten zurück wollen und betteln und klammern…geht und kommt nicht zurück

        • Mike sagt:

          Nimms mir nicht übel, Black, aber mit einem Narzissten über Narzissmus und dessen Folgen zu diskutieren, ist so unnötig wie sonst was.
          Ich könnte dir hier jetzt diverse Dinge über Narzissten erzählen, aber raffen würdest du es dennoch nicht. wie auch?

          • Black sagt:

            Du bist kein Narzisst, alles nur Theorie bei dir. Wissen ist es nicht.

          • Marla sagt:

            Naja im Grunde hat Black doch Recht: Es zwingt einen doch keiner. Und ab dem Moment, in dem man begriffen hat, womit man es zu tun hat, kann man auch nicht mehr dem Narzissten die Schuld geben.

          • björn sagt:

            Finde ich nicht unnötig im Gegenteil, wenn man reflektiert mit sich und seiner Störung ist kann man darüber auch normal reden.

      • Sandra sagt:

        Die Betonung liegt auf „grade egal“.
        Nämlich so lange, bis man denjenigen aufgrund seines nicht vorhandenen selbstwertgefühls wieder anzapft um energie zu klauen.
        Alle gleich!

        • Susanne sagt:

          @ Sandra
          Ah, deswegen ist Blacxk hier unterwegs, um Energie zu tanken.
          Was sonst?

          • Friedel sagt:

            Was Black schreibt ist m.E. klar definiert und unverblümt. Ich laufe nicht konform mit dem Kommentar „lass los………..warum immer alle zu Narzissten zurück wollen und klammern………“

            Häufig hält der Narzisst das Band aufrecht und die Hintertür offen, klammert im indirekten Sinne, so dass sich die Schneise der Verwüstung weiter ziehen kann.

            Ansonsten, cool, sachlich und frei von Emotionen geschrieben. Kalt, eiskalt schlichtweg.

            Das, was viele von uns erlebt haben.

      • klam sagt:

        Hallo Black.
        Haben dich allen anderen abgeschossen,
        das du hier um Aufmerksamkeit betteln mußt?
        Bewundern wird dich hier niemand.
        Aber ihr seit so verklemmt, das selbst negative Aufmerksamkeit euch am Leben erhält.
        Erbärmlich.

        • Susanne sagt:

          @ klam
          Hatte den gleichen Gedanken wie du. 🙂

        • Black sagt:

          In dir steckt viel Aggressivität

        • Waltraud sagt:

          Warum lassen sich hier einige von Blacks Äußerungen animieren zu reagieren. Ob positive oder negative Aufmerksamkeit funktioniert ja nur im Zusammenspiel. Man könnte auch einfach ignorieren….
          Ist das nicht unsere Lernaufgabe, uns nicht mehr so leicht aus der Reserve locken zu können/lassen. Ich betone aber, es kommt darauf an, in welchem Verhältnis man zum Narzissten steht und um was es geht. Seine Rechte sollte man wo nötig verteidigen…

          • Anett sagt:

            @Waltraud
            Diese Gedanken hatte ich auch, als ich Blacks Kommentare gelesen habe: Ganz schön ehrlich und eine gute Übung, gelassen zu bleiben. Genau so kennen wir doch unsere Narzissten.

            „…verstehe nicht warum alle immer wieder zu uns Narzissten zurück wollen und betteln und klammern…“ – Nein! Das wollen wir nicht. Aber wir wollen das mit dem N. Erlebte verstehen und verarbeiten, deshalb sind wir hier im Forum.

    • Lise1 sagt:

      Wenn er alle Merkmale hat und sagt, mit ihm ist alles ok, dann ist es eben seine Weltsicht, die er nach außen trägt. Hier geht es ja im Text unter anderem auch um Realitatsverlust.
      Oder um Demonstration bestimmter Eigenschaften, die ihn als überlegen aussehen lassen.

      Du kannst nichts machen und er will auch nicht, dass du was machst, außer endlich weg zu bleiben, bis er wieder Bedarf hat.

  4. Rose sagt:

    Niemand der jemals mit einem Narzissten zusammen war oder noch zusammen ist, würde diesen Artikel als „Narzissten-Bashing“ bezeichnen, wie jemand unten. Es sei denn, jemand ist selbst Narzisst und möchte diesen „Spieß“ wieder umdrehen und sich zum Opfer machen.
    Das gemeinsame Leben mit einem Narzissten ist gespickt mit Verdrehungen und Täuschungen, so dass der Partner oft jahrelang nicht durchschaut was los ist, nur eine dumpfe Ahnung hat. So ist es mir ergangen. Ich habe es erst nach 18 Jahren jetzt erkennen können. Zum „Glück“ ist er „nur“ 50% Narc. Ein 100%iger hätte mich ausgelöscht. Ich frage mich, ob ein Narzisst überhaupt eine Seele hat mit göttlich/spiritueller Anbindung, oder ob er selbst ein ferngesteuertes fremdartiges Wesen ist, mit dem einen Zweck, andere auszusaugen um sich selbst dadurch am Leben zu erhalten? Habe ich zugestimmt, diese Erfahrung zu machen? Ich selbst arbeite sogar im Bereich der Energieheilung und Transformation und habe es zugelassen. Ich arbeite jetzt an meiner eigenen Heilung. Sende euch Liebe und Kraft der Heilung!

    • Marla sagt:

      Statt „Narzissten-Bashing“ hätte ich auch „exzessive Auseinandersetzung mit dem Narzissten“ schreiben können. Das ist m.E. reine Energieverschwendung, wenn man sich ernsthaft lösen möchte.

      Der Schmerz und die Wut sind absolut nachvollziehbar, wenn man erstmal begriffen hat, was einem da eigentlich wiederfahren ist. Aber denn Narzissten eine eigene Seele absprechen? Das finde ich schon ganz schön hart und – bitte nimm es mir nicht übel – ganz schön überheblich. Wer kann sich denn anmaßen, über das Leben eines anderen zu urteilen? Und ja: nicht mal über das Leben eines Narzissten möchte ich urteilen.

      Der Narzisst ist eben als Narzisst auf der Welt. Und klug wäre, diesen Menschen aus dem Weg zu gehen. Und wenn man verstrickt ist, sich aus diesen Verstrickungen zu lösen. Denn mit einem Narzissten gibt es kein Happy End, wie wir hier ja nun alle schmerzhaft erfahren haben.

      Und: ich WAR tatsächlich mit einem Narzissten zusammen. Und ich kann sicher mit allem mithalten, was hier so beschrieben wird. Ich lebte in einer Welt aus Verdrehungen, unterschwelligen Drohungen, Manipulationen, bis später hin zu körperlicher Gewalt, Verleumdungen, Stallking, massiven Anfeindungen und am Ende zwei Gerichtsverhandlungen. Und jetzt? Ich habe meinen Frieden gemacht.

      Und rückblickend habe ich zu viel Zeit damit verschwendet, es „Verstehen“ zu wollen und mich viel zu viel mit ihm und dem Thema beschäftigt. Mein Rat an alle, die sich ernsthaft lösen wollen, kann deshalb nur lauten: wechselt die Richtung und dreht euch nicht mehr um. Auch und erst recht, wenn er noch mal richtig aufdreht. Jede Beschäftigung mit ihm und denn Thema gibt ihm Macht und weiteren Einfluss.

      Als ich damals in der Frauenbestärkungsstelle war und über ihn sprechen wollte, sagte die Beraterin: „jetzt sind sie wieder bei ihm, bleiben Sie doch mal bei sich“. Ich war wütend und habe das nicht verstanden, ich WOLLTE mich mit ihm beschäftigen und doch einfach nur Verstehen! Im Nachhinein war es genau richtig, was sie gesagt hat. Ich war komplett verstrickt und habe mich da total reingesteigert. Und ein Verstehen wird es sowieso niemals geben.
      Aber Achtung: es ist MEINE Erfahrung und MEIN Weg gewesen. Das muss nicht für jeden hier zutreffen, es ist einfach eine Perspektive, die ich an dieser Stelle zu bedenken gebe: Loslassen heißt auch, nicht mehr nach Antworten und Erklärungen zu suchen, sondern „einfach“ zu gehen.

      • Lise1 sagt:

        Marla, du hast vollkommen Recht.

        Jede Minute „befassen mit dem Ex oder den Eltern“ fehlt an der Beschäftigung mit den nunmehr eigenen Dingen. Wenn man sich mit dem Thema befassen will, dann sucht, wie ihr gute Stunden haben könnt oder erforscht, was euch dazu gebracht hat, sich so schlecht behandeln zu lassen. Wo kam das her, und falls man das noch vermisst, wie das sein kann, dass man sich nach Misshandlern sehnt. Da ist jede Menge Arbeit und aber auch sehr Befreiendes zu erleben

        • Marla sagt:

          Und das möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bestätigen und bekräftigen: es gibt ein Leben danach, auch wenn es sich jetzt vielleicht noch nicht so anfühlt.

          Kleine Anekdote am Rande dazu: „mein“ N. hat mir tatsächlich nach drei Jahren neulich auf Facebook eine Freundschaftsanfrage geschickt. Wir haben eine Weile hin und her geschrieben, er hat seine „Bröckchen“ geschmissen („weißt du noch, damals…“, „wir beide, das war schon besonders“), ich hatte kein Bedürfniss, sie aufzuheben. Kurz danach blockte er mich mit den Worten „…ist besser so, wegen eventueller neuer Partner…“, um kurz danach eine erneute Anfrage zu schicken. Also die gleichen verrückten Spiele wie immer.wir sind jetzt befreundet auf FB und hin und wieder schreibt er.

          Und was mich wirklich mit Glück erfüllt: es ist mir egal. Ich fühle nicht mal Genugtuung, weil er beruflich immer noch auf der Stelle tritt und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält (aber wie immer „kurz vorm Durchbruch“). Es ist mir schlichtweg egal und es macht nichts mehr mit mir. Nicht mal Mitleid, weil ich es mittlerweile als seine Entscheidung sehe. Er ist ein erwachsener Mann, der seine eigenen Entscheidungen trifft. Es ist sein Leben und seine Entscheidung- und ich habe mein Leben und treffe meine Entscheidungen. Es gab eine Zeit, da habe ich das nicht für möglich gehalten. Ich war komplett am Boden und wollte tatsächlich nur noch sterben, weil ich dieses Gefühl nicht mehr ausgehalten habe…aber es gibt wirklich noch ein Leben danach. Und das ist manchmal total schön und toll und manchmal nervig und scheisse. Aber es ist echt. Wenn ihr mich fragt: es lohnt sich.

          • Friedel sagt:

            Hallo Marla,

            prinzipiell stimme ich Dir zu, jedoch vermute ich, dass auch Du verschiedene Phase durchlaufen musstest, um zu der Erkenntnis zu gelangen, nur noch nach vorne zu blicken.

            So geht es eben auch vielen „Neueinsteigern“ oder „Mittendrineinsteigern“.

            Der Impuls ist gut, sich schlichtweg nicht mehr umzudrehen und nach vorne zu sehen.

            Die Uhr „der Schneise der Verwüstung ist eh nicht mehr zurückzudrehen“, jedoch braucht jeder, absolut jeder, ab dem Zeitpunkt der Klarsicht und Erkenntnis Zeit, die normalen und infolge nachfolgenden Phasen zu durchlaufen.

            Die Phase der Wut, ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten und sehr gesunde Phase, die zelebriert und auch ritualisiert werden sollte, jeder in seinem eigenen Zeitfenster.

            Verleugnete Gefühle, sind nicht gelebte Gefühle und können in Verbitterung führen, insbesondere wenn zwanghaft Energie aufgewendet wird verzeihen zu müssen.

            Verharren wäre fatal, ausleben gesund.

            Nahezu alle, die durch toxischen Missbrauch ausgebeutet wurden, gehen da durch.

            Anhand vieler Kontakte und Gespräche stelle ich jedoch fest – erfolgreich und mit Blickrichtung nach vorne in das eigene selbstbestimmte Leben.

      • W. sagt:

        Schön für dich wenn du alles hinter dir lassen konntest MARLA….aber wieso bist du dann immer noch hier unterwegs????

        • Marla sagt:

          Weil ich mich noch nicht von dem Newsletter abgemeldet habe und neugierig auf den Artikel war 😉

          • Marla sagt:

            Und weil ich beim Lesen des Artikels ein Störgefühl bekommen habe, wollte ich eine weitere Perspektive aufzuzeigen. Nämlich dass diese Focussierung auf den Narzissten vielleicht hilfreich ist, um Dampf abzulassen und Bestätigung dafür zu finden, das die eigene Wahrnehmung stimmt (was absolut berechtigt und wichtig ist!), aber das diese Phase auch nicht zu lange dauern sollte, weil man dadurch „fest klebt“.

            Und: es IST tatsächlich schön, es hinter mir gelassen zu haben. Und vielleicht hilft das dem einen oder anderen ja auch dabei, die Hoffnung zu finden, dass es ein Leben danach gibt. Wenn es für mich möglich war, ist es für jeden anderen hier auch möglich.

          • Kxenia sagt:

            Marla, du bist weit davon entfernt, das alles hinter dir gelassen zu haben.
            Eine FB Einladung, ist doch genau das was ihn bestätigt, das du nicht los kommst.
            Ladet er dich zum Essen ein, nimmst das auch noch an.

            Du schreibst dir ist es egal , nein das ist es dir nicht.
            Du bist immer noch süchtig,

          • Kxenia sagt:

            Marla
            Ich greife sicher hier niemand an , auch Yvonne nicht ,
            Wie du weiter unten mir antwortest, und mich zurecht weisen magst.
            Hier darf jeder seine Meinung äußern,
            Und wenn du ganz unten in dem Sumpf warst, wirst auch du bemerken , das auch du dich verändert hast.
            Und das auch wir an uns arbeiten müssen, um wenigstens einen Teil, der uns mal liebenswert gemacht hat, zurück gewinnen können, und in Zukunft, die Schönheit getarnt, nicht die Hässlichkeit von innen übersehen
            Viel Kraft und Mut
            Glg Xenia

  5. Sonnenblume sagt:

    … „Es scheint, als könne keine Krise der Welt – und sei sie auch noch so groß – den Narzissten jemals dazu bringen, an sich selbst zu zweifeln.“

    …. dieser letzte Satz von H. Grüttefien hat es in sich.

    Er steht wie ein Wellenbrecher in der emotionalen Brandung.

    Inmitten der Auseinandersetzung zusammen mit dem unsterblichen Wunsch nach endlich echtem Einsehen und Verstehen seitens des sogenannten Narzissten in einer Nähebeziehung bleibt das unmöglich scheinende bittere wahre Realität.

    Sich dieser Realität zu stellen, lässt ein anderes Licht auf diese vermeintliche Tatsache fallen.

    Die Wahrheit macht frei.

    Und die Liebe kann noch viel mehr….. sie ist in der Lage, die echten, wahren Grenzen des Anderen und die eigenen anzuerkennen und stehen zu lassen und dann das Bestmögliche zu tun, um Land zu gewinnen, Festen Boden unter den Füssen…..

    Das sind für mich himmlische Aussichten (ich sehe gerade in meiner Vorstellung, wie klein ein Fels in der Brandung angesichts des großen Meeres aussieht….. – so wichtig ist dieser eine dann auch wieder nicht….

    Wer mit diesen Gedanken nichts anfangen kann, darf sie ruhig sofort wieder vergessen…. 😉 und eigene Bilder finden, die das Unverrückbare in ein anderes Licht stellen…..

    ….

  6. Athlena sagt:

    Auch „mein“ N. ist tatsächlich geschockt bzw. ungläubig über seine Ausbrüche. Er kann sich nicht erklären, weshalb er so oder so gehandelt hat. Er empfindet Scham, so wie in anderen Beiträgen schon beschrieben. Das nachhaltige Leugnen oder Abstreiten macht für mich jetzt Sinn. Er kann nicht anders, wenn er sich nicht solch einer Desillusionierung und Entlarvung seines kranken Selbstbildes samt seiner Folgen stellen will. Helfen kann und will ich ihm nicht. Ich erkenne seine „Qual“ sehr wohl und genieße seine innere Zerissenheit, wenn ich ehrlich bin. Möge man mich dafür verurteilen.
    Nach fast 30 Jahren mit der späten Erkenntnis, womit ich es zu tun habe, bemühe ich mich, das ganze nicht gar so nahe an mich heran zu lassen. Der Nachsatz in dem Bericht hat mich nach anfänglichem Aufatmen schnell wieder auf die Beine gestellt. Narzisst zu sein ist sehr komplex, aufwändig und anstrengend.

    • Anett sagt:

      Athlena, ganz ähnlich geht es mir auch. Für die inneren „Qualen“ meines N. kann ich auch kaum mehr Mitleid empfinden, es ist wohl eher Schadenfreude und Genugtuung. Schließlich ist das Maß des in der Vergangenheit Ertragenen so übervoll, dass ich mich darauf beschränke, es zu beobachten. Helfen könnte ich ihm sowieso nicht, er würde es auch nicht zulassen. So muss er stundenlang in seinem stillen Kämmerlein im Alkoholrausch brüten und sich selbst ertragen.
      Es war ein jahrelanger Lernprozess, es zu schaffen, alles nicht mehr so an sich heranzulassen, nicht permanent das eigene Selbstbewusstsein zertrampeln zu lassen, die Demütigungen zu ertragen, ohne selbst dabei bleibenden Schaden zu nehmen.
      Dieses Forum hat mir sehr dabei geholfen. Danke, Herr Grüttefien.

      • Athlena sagt:

        Anett, da möchte ich auch hin, so wie du es beschreibst. Abstand wahren, einen Schutzschild aufbauen. Die Erkenntnis um was es sich handelt, die perfide Manipulationstechnik, die nicht mal der eigene Partner, Familienangehörige und eigene Kinder erkennen können, macht mich immer noch sprachlos. Hoffnung auf Mitgefühl und Erkenntnis bzw. Besserung seinerseits hab ich keine mehr, nein, vielmehr muss ich mich wappnen. Ich trage alles an Hilfe zusammen, was ich kriegen kann. So hab ich entdeckt, dass ich nicht allein dastehe. Unglaublich, welche Kontakte und Leidensgenossen das Leben hereinschneien lässt wenn man es gerade braucht.
        Dass du einen Weg gefunden hast, es zu ertragen, liebe Anett, das gibt mir Hoffnung. Leider befinde ich mich in finanzieller und gesundheitlicher Abhängigkeit. Auch mit den Kindern, von denen eines noch minderjährig ist.
        Das kleine Gratis-e-book beschreibt haargenau meine Geschichte. Unglaublich, auch ein herzliches Danke von mir an den Herrn Grüttefien.
        …auch wenn ich mich momentan im braunen Bereich befinde 😉

        • Lise1 sagt:

          Leider machen einige N. Ihre Partner gern abhängig. Aber so wie es einen Weg hinein gibt, gibt es allermeisten auch einen hinaus. Kann sein, dass man dabei auch Verluste erleidet, so wie man vorher Gewinne hatte. Wenn man darüber nachdenkt, kann man eventuell darüber nachdenken, nicht mehr in der Abhängigkeit zu bleiben. Es kann ein schneller oder auch auch langsamer Prozess sein, aber Abhängigkeit von einem N. Ist ziemlich übel. Obwohl es eine Zeit lang Vorteile hatte.

          • Lise1 sagt:

            Das Kind ist vielleicht nicht erfreut, daran Schuld zu sein, dass es der Mutter schlecht geht. Nur mal als Denkansatz, wenn minderjährige Kinder als Argument benutzt werden.
            Sie merken das, ohne das genau benennen zu können. Als Erwachsene haben sie noch lange damit zu kämpfen.

          • Athlena sagt:

            Lise1, da geb ich dir vollkommen recht. Sowas darf man nicht vorschieben, unbewusst nicht und bewusst schon gar nicht.
            Ich bleibe nicht wegen des Kindes sondern weil ich Krebs habe. Somit entfällt die Schuld und es ist meine Sache, bzw. meine Entscheidung. Mir ist es wichtig, mit meinen Kindern zu kommunizieren, auch mit den Älteren, bereits Erwachsenen, denen das Ganze nicht verborgen bleibt. Ich klage nicht an, ich jammere nicht, ich verändere mich bloß. Meine Beziehung zu ihm ist eine andere als die meiner Kinder, die er auf seine eigene Weise sehr liebt und sie ihn auch.
            Sollte ich wieder zu Kräften kommen, werde ich eine Entscheidung treffen müssen. Viel Zeit bleibt mir wahrscheinlich nicht mehr, umso eher muss ich mich um mich selbst und um meine Bedürfnisse kümmern. Sollte ich wider Erwarten doch Pensionsbezieherin werden, dann hoffentlich in einem kleinen Häuschen irgendwo an der Ostsee. Ich bin eine Kämpfernatur, habe so vielem getrotzt und mich selbst durch Immunerkrankung und Krebs nicht in die Knie zwingen lassen. Auch das kriegen die Kinder mit und lernen, dass man nicht aufgeben darf. Nun muss ich mit der Erkenntnis leben lernen, die ich in diesen Blogs erfahren habe.

        • Anett sagt:

          Das ist schon ein großer Schritt, sich aus der Isolation zu befreien, in der man jahrelang gelebt hat. Aber die Menschen, von denen man isoliert wurde, sind immer noch da. Sie stehen bereit, um zu helfen. Lange habe ich das nicht wahrgenommen. Auch meine inzwischen erwachsenen Kinder sind mir eine große moralische Unterstützung, sie haben zum Glück ihre eigene Sicht auf den N. und durchschauen seine „Machenschaften“ genau wie ich. Da muss ich auch Lise1 recht geben, sie bemerken ganz genau, dass etwas falsch läuft, auch wenn sie es erst später richtig einordnen können.
          Finanzielle Abhängigkeiten zu schaffen sind meiner Meinung nach des N. erste Maßnahmen, die er ergreift, um den Partner an sich zu fesseln. Sich daraus zu befreien, ist ein schwerer Prozess, ich bin auch noch dabei, aber auf ganz gutem Weg, denke ich.
          Alles Gute für dich, bleib stark!

          • Lise1 sagt:

            Alles Gute auch von mir, Athlena!

          • Athlena sagt:

            Lise1 und Anett, danke euch beiden, ihr sprecht aus Erfahrung, ich bin noch am Anfang. Deshalb bin ich froh um eure Meinung. Meine Kinder haben Priorität. Deshalb werde ich reflektieren und mir meine Schritte genau überlegen. Natürlich merken sie etwas, mit der Wahrheit hinterm Berg zu bleiben um sie zu schützen, das ist sicherlich nicht der richtige Weg, sie verwirrt es nur noch mehr und geholfen wird schließendlich dem Verursacher, der schön dargestellt wird. Soweit hab ich das jetzt verstanden. Ich hoffe, dass sich meine Fehler in Grenzen halten. Es ist ein Drahtseilakt. Ich bewundere jeden, der den geschafft hat.
            Und es stimmt, das mit der finanziellen Abhängigkeit! Ich erfahre es am eigenen Leib. Auf jeden Fall gehe ich nicht mehr ungeschützt in den Kampf…

    • Nimo sagt:

      Mit geht es genauso und ich helfe auch nicht mehr. Die Qualen die man mur zugefügt hat , sind nicht mehr rückgängig zu machen. Soll sie mal sehen wie es umgekehrt ist. Ich weiß, daß Narzissmuss krankhaft ist, aber ich kann hier auch nicht mehr mitfühlen.

  7. Yvonne sagt:

    Ps. Ich finde diese Fokussierung auf Narzissten etwas sonderbar. Auch viele andere Leute können bei diesen aufgezählten Ereignissen in eine schwere Krise, samt Trauma fallen. Was genau hat dies jetzt mit Narzissten zu tun? Ja, Opfer von Verbrechen und Verlust von Angehörigen oder Vermögen und Arbeitsplatz und Mobbing können in eine Krise führen. Aber sicher nicht nur Narzissten. Wieso werden jetzt Narzissten als „abnormal“ definiert. eine Krise ist eine normale Reaktion auf Verlust. Nichts zu spüren oder noch Schuld dem Opfer geben, ist m.E. ein Zeichen von Narzissmus. Also, was jetzt?

    • W. sagt:

      Hallo Yvonne

      Natürlich können auch „Normale Menschen“ in eine Krise stürzen, an einem Born out leiden usw.
      Als ich erkannt habe womit ich es zutun hatte, und mir klar wurde dass es keinen normalen Weg daraus gibt ,bin ich auch in eine Krise gestürzt.
      Als ich kappiert habe,dass dieser Mensch mich in allen Bereichen des Lebens ausgenommen hat wie eine Weihnachtsgans habe ich auch an Selbstmord gedacht um daraus zukommen.
      Allerdings habe ich es nicht jedem auf die Nase gebunden der mir über den Weg gelaufen ist.
      Ich habe erstmal still vor mich hingelitten, um nach Monaten mich langsam einem einzigen Menschen anzuvertrauen., der mir dann Mut gemacht hat da aus zusteigen.
      Erst mit der Sicht des Aussenstehenden wurde das ganze Ausmass auch für mich deutlicher.
      Ich habe mich auf die Hinterbeine gestellt um das zuschaffen.
      Ich hätte genauso gut die Show abziehen können ,an die Öffendlichkeit gehen können mit dem was mir wiederfahren ist.
      Aber „normale “ Menschen reagieren nicht so.
      Das Herr Grütefien diese Krisensituation hier auf die Narzissten bezieht mag wohl daran liegen , dass wir uns hier auf einer Seite befinden auf der es ausschliesslich um das Thema „Narzissmus geht.
      Zumindest glaube ich es so verstanden zuhaben .
      LG W.

      • Yvonne sagt:

        Danke, genau das habe ich gemeint. Ausserdem musste ich damit umgehen, dass ich mich oft und gerne als Weihnachtsgans zur Verfügung stellte. Erst dank der Krise, konnte ich aus diesem Muster ausbrechen. Ich war ja immer die „Gute“ die allen geholfen hat. Eben, bis mich selbst die Krise traf. Darum meine ich ja, es kann ALLE, auch Empathen treffen. Danke.

    • Hallo Yvonne,
      Sie haben Recht – eine Krise kann jeden treffen. Der Unterschied bei einem Narzissten liegt in der Art, wie er damit umgeht!

    • Siggi sagt:

      Der Autor behandelt das Thema Narzissmus. Es geht hier um Narzissten. Narzissten verhalten sich in Krisen schon ein wenig anders als andere.
      Und wieso sollte er dieses Thema der Krise auslassen ?
      Ist doch absolut korrekt, was er schreibt.

      • Marla sagt:

        Durch die Beispiele war es für mich aber auch erst ganz schön verwirrend. Ich verstehe schon: es geht darum, wie aus einer existenziellen Krise eine narzisstische Krise werden kann, also den Umgang des Narzissten mit Krisen, der noch einmal Besonderheiten mit sich bringt.

        Mich hat der Artikel allerdings etwas ratlos zurück gelassen – was war jetzt das Ziel? Außer vielleicht den Narzissten einmal mehr als selbstsüchtiges Monster dastehen zu lassen und insgeheim so etwas wie Genugtuung zu empfinden dafür, dass es ihm auch mal schlecht geht? Ich finde das zu einfach.

        Das Verhalten des Narzissten ist halt narzisstisch, das liegt in der Natur der Sache. Und wenn man sich für das Leben an der Seite eines Narzissten entschieden hat, hat man eine Entscheidung getroffen. Ich glaube es ist wichtig, sich das immer wieder klar zu machen: es ist eine Entscheidung, für die man seine „guten“ Gründe hat. Und dann ist die Frage nicht, ob und wie der „Narzisst“ in eine narzisstische Krise gerät, sondern ob man das aushalten kann und will. Und wenn nicht, zu entscheiden, was man dagegen zu tun gedenkt.

        „Narzissten-Bashing“ – und so wirkt das auf mich – mag kurzfristig Erleichterung verschaffen, langfristig hält man sich damit aber selbst in etwas sehr ungesundes verstrickt. „Verstehen“ kann dazu beitragen, einen Ablösungsprozess einzuleiten, aber erlöst ist man damit noch lange nicht. Schon gar nicht, wenn man sich zu viel mit dem Gegenüber beschäftigt, anstatt mit sich selbst. Deshalb bin ich so gespalten angesichts dieses Artikels.

        • Friedel sagt:

          Es wäre wünschenswert
          ….das Verhalten eines Narzissten einfach ablegen zu können mit der Aussage „ist halt narzisstisch….“

          Dem ist in der Vielzahl von Betroffenen jedoch leider nicht so. Abgesehen von den Schäden, die narzisstische Machenschaften während der Beziehung verursachen, endet dieses leider häufig nicht mit der Trennung. Vielfach dreht der Narzisst dann richtig auf. Sei es aufgrund des Machtverlustes sich fiese Schweinereien und ein Lügenkonstrukt auszudenken, den Umgang mit gemeinsamen Kindern vorsätzlich zu sabotieren, sich vor vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen zu drücken oder weiterhin abzocken zu wollen.

          Das ist für eine Mehrzahl von Betroffenen leider Alltag!

          Eine Vielzahl von Betroffenen hält sich nicht vorsätzlich verstrickt, sondern ist gezwungen zu handeln oder auch auszuhalten, aufgrund der Machenschaften.

          Setzen Betroffene sich aktiv zur Wehr, womöglich noch erfolgreich, dann schlittert ein Narzisst sehr häufig in eine Krise, sofern noch kein neuer Wirt „angefüttert“ wurde.

          Ich schreibe hier nicht von Einzelfällen, sondern eher vom „Standardprogramm“.

          • Marla sagt:

            So sah tatsächlich auch mein Alltag aus und ich kenne das alles. Was ich meine ist: die Beschäftigung mit dem Narzissten führt meiner Erfahrung nach nicht dazu, sich aus diesen Verstrickungen zu lösen, im Gegenteil. Das ist wie auf eine Herdplatte fassen und verzweifeln, weil sie heiss ist. Der Narzisst ist ein Narzisst ist ein Narzisst. Wenn man an dem Punkt angelangt ist, dass man das erkennt, dann kann man traurig, wütend und verletzt darüber sein, das ändert aber nichts an daran, dass er ist, was er ist. Also: so what?

            Was bringt mir das Wissen darüber, wann und wie der Narzisst in eine narzisstische Krise stürzt? Das ganze Leben mit einem Narzissten ist doch eine einzige Krise, da kommt es doch dann auch nicht mehr drauf an. Zu gehen ist eine Entscheidung, zu bleiben auch. Ich finde wichtig, wieder in die Rolle der/des Handelnden zu kommen anstatt zu „reagieren“. Und dazu gehört, sich seine Entscheidung (wofür auch immer) bewusst zu machen.

            Die Ablösung von einem Narzissten ist zugegebenermaßen nicht so einfach, wie die Hand von der Herdplatte zu nehmen. Vor allem wenn er – wie du richtig schreibst – dann erst richtig aufdreht. Und trotzdem glaube ich daran, dass es immer einen Weg raus gibt. Der Weg raus ist meistens maximal beschissen. Und dann wird es irgendwann wieder gut. Daran glaube ich.

  8. Yvonne sagt:

    Leider können solche Totalkrisen auch „normale“ Menschen treffen, oder sogar „Opfer von Narzissten“, wenn ihnen dann endlich die Augen aufgehen. Besonders in den letzten Jahren mit zunehmender Arbeitslosigkeit und Finanzkrisen, etc. waren viele Menschen Krisen-geschüttelt. Einige brachen zusammen, andere sind an der Krise gewachsen. Alles nur den Narzissten „anzuhängen“ ist irgendwie nicht ganz richtig, glaube ich. Ich kann mich aber auch täuschen.

    • Waltraud sagt:

      Stimmt Yvonne. Bis ich hinter die NPS von ihm kam, hatte ich einige Krisen. Wer kommt da nicht in eine Krise, wenn er ständig abgewertet und für schuldig befunden wird von diesem, vom Rest ganz zu schweigen….

    • Lise1 sagt:

      Yvonne, der Unterschied ist die Art und Weise des Umgangs.

      Außerdem sind die Guten und die Opfer von Narzissten in manchen Fällen selber auch Narzissten, aber auch ihnen ist ihr Anteil nicht bewusst. Das kann ein außen Stehender dann oberflächlich damit abtun, dass ja jeder in eine Krise kommen kann und damit so weit unzulässig verallgeimern, ohne die inneliegenden Muster zu kennen, die halt den Unterschied machen.

      • Yvonne sagt:

        @Lise1 mag ja sein, dass auch ich narzisstische Züge habe (hatte). Keine Ahnung. Aber ich habe weiss Gott an mir gezweifelt und sicher nicht allen andern die Schuld zugeschoben. Aber schön ist so eine Krise trotzdem nicht. Einige versuchen da sogar noch Kapital daraus zu schlagen. Überall nur Ratschläge und Besserwissereien. Aber helfen muss man sich eh selbst. Und das ist auch gut so.

    • Kxenia sagt:

      Yvonne, ich glaube du hast hier grundsätzlich was nicht verstanden.

      Und warst noch nie mit einem Narzisten zusammen. Das stürzt dich nicht in eine Krise, die du mit Finanzen oder Arbeitslosigkeit gleich setzen kannst.

      Deine Seele wird vergewaltigt, und zwar macht der Narzist dies ganz bewusst.

      Deine Seele und dein Verstand sitzen in einem Gefängnis, benebelt durch ihn.
      Ganz bewusst.

      Dann wacht man auf, irgendein Ereignis oder durch andere Menschen.

      Dann beginnt der Terror, und wenn er dann wie treffend in diesem Artikel beschrieben, in seine Krise stürzt, ist kurz Atempause, kaum hat er sich erholt, durch ein neues Opfer , beginnt alles von vorn.

      Der Hass den er dir entgegen Schleudern muss , damit er die Neue lieben kann. Trifft dich mit aller Härte .

      Liebe Yvonne, wenn du wirklich mit einem Narzist zusammen warst. Brauche ich nicht weiter zu erklären.

      Ich rede bei mir von 10 Jahren. Davon 3 Jahre getrennt. Diese 3 Jahre haben mir gezeigt, wieviel Macht er über meine Seele gewonnen hatte!!!!!!

      Langsam gehen ihm seine Machenschaften über mich aus.
      Auch er macht mal einen Fehler, und ich habe gelernt, nicht mehr auf seine Tricker zu reagieren.

      Ich wünsche allen ganz viel Mut ,dies durchzustehen
      Kxenia

      • Friedel sagt:

        „Dirty John“ auf Netflix.

        Mehrere Folgen.

        Nach einer wahren Begebenheit und noch nicht sehr lange her.

        Dazu gibt es ebenfalls eine Doku mit Untertiteln, in welcher die betroffenen Frauen und Kinder sich äußern.

      • Marla sagt:

        Na hoppla. „Yvonne, ich glaube du hast hier was grundsätzlich nicht verstanden“?!?

        Ich glaube, Yvonne hat etwas sehr wichtiges verstanden. Nämlich dass es ein Wechselspiel zwischen einem selbst und einem Narzissten ist. Und dass da durchaus auch eigene narzisstische – und bedürftige – Anteile eine Rolle spielen. Wir fühlen alle unseren Schmerz ganz individuell. Kein Grund, sich gegenseitig anzufeinden. Wir haben doch nun alle weiß Gott genug durchlitten. Muss es denn wirklich sein, dass wir uns hier jetzt auch noch angiften?

  9. Heike sagt:

    Wer 35 Jahre diesen Zirkus mitgemacht hat, empfindet ein wohltuendes Gefühl der Bestätigung, dass man selbst nicht untergegangen ist, sondern sich und der Welt zeigen kann, sogar BESSER als mit diesen ausbeuterischen Menschen über- und leben zu können!
    Wer das nicht nachempfinden kann, hat diesen seelischen Missbrauch entweder nicht selbst an Leib und Seele gespürt, oder viel zu sehr. Und den Zugang und seine Gefühle zu sich und den anderen Normalos (noch) nicht.
    Diese unerträgliche Ichhaftigkeit ist das Wesen des Narzissmus und bringt so viel Leid gerade für die Empathen, und ein Empath ist autentisch – und wird es bleiben.
    DESHALB muss er auf sich achten, „es“ nicht mehr nah an sich zu lassen.
    So einfach. Aber bis dahin war es ein Martyrium.
    :-))

    • Lise1 sagt:

      Heike, was meinst du mit “ ein Empath ist authentisch“?
      Ich finde, gerade Partner von Narzissten sind nicht sie selbst, sie passen sich an, um die Beziehung zu erhalten.

      Ich habe auch Schwierigkeiten mit dem Wort Empath. Ich finde es nämlich nicht besonders empathisch, lange Zeit bis jahrelang nicht zu bemerken, welche Nichbeziehung der Narzisst hat. Da wird eine Meisterschaft im Nic htbemerken und Welt-schön-reden entwickelt, da kann ein Außenstehender nur staunen, wie wenig wahrgenommen wird (wahr genommen im Doppelsinn). Ich finde es unempathisch in Bezug auf das, was mit der Beziehung ist und völlig gefühllos sich selber gegenüber. Sonst könnte es nicht so lange geschehen, wenn man das Gefühl für die eigene Würde nicht verloren hätte, ebenso die Ehrenrunden könnten nicht geschehen, wenn man Empath wäre. Man ist nicht mehr oder weniger empathisch als andere.

      Man kann nicht die geduldeten Verletzungen und deren Folgen als Empathie umdeuten, ich meine, es ist das Gegenteil, wenn man es immer und immer wieder nicht merkt, ob etwas Gefühl oder Manipulation ist.

      • Waltraud sagt:

        Lise1 um das mit der Manipulation aufzugreifen; ich bin erst sehr spät und das beim 3. Anlauf von ihm überhaupt auf die Idee der Manipulation gekommen. Ich hinterfragte das auch noch. Aber frag einen Manipulator ob er manipuliert. Von daher. Mir war nicht klar, in was ich mich da befand. Aber es wurde klarer nachdem ich den Tsunami einigermassen hinter mir gelassen hatte. Ich konnte mir förmlich hautnah anschauen wie er unterwegs ist. Etwas was ich bis dahin nicht zu deuten wusste. Mir war nur immer klar, es ist völlig
        sinnlos mit ihm Klärungen herbeizuführen und das sein Reden nicht mit seinem Handeln übereinstimmt. Man hatte sich ihm anzupassen. Seine Aussage dazu „einer muss sagen, wos lang geht“. Damit war selbstverständlich er gemeint. Bei Finanzfragen und meinen Einwänden „ist doch egal wer das Geld hat“ seine Aussage. Meine Antwort; gut dann könne er mir das Feld überlassen. Dann wars aber nicht mehr egal. Antwort des „N“ ; ich mach mich doch nicht abhängig.
        Zu mir und meiner Authentizität hab ich erst gefunden, nachdem ich wusste, wer er ist. Vorher war ich so mit Schuld beladen. Mich gabs praktisch nicht, weil der Narzisst soviel Raum eingenommen hat. Ich hab funktioniert. Etwas was mir vorgelebt und beigebracht wurde.

        • Lise1 sagt:

          Waltraud, was du schreibst, liest sich wirklich schlimm. In so einer Beziehung verliert man sich selbst und weiß lange nicht warum. Und sortiert das unter „überall gibts mal Probleme“ ein. Und als besonders gute Fähigkeit, die man hat, indem man jede Unglaublichkeit (bei manchen schweigend und lächelnd) duldet und entschuldigt oder sogar unterstützt. Das ist oft Selbstsabotoge, ohne es bewusst wahr zu nehmen, was genau läuft. Daher sind auch N auf eine Art Empathen, weil sie sonst die Manipulation der Umwelt nicht so gut einfädeln könnten.

          • Waltraud sagt:

            Stimmt leider – das mit der Selbstsabotage. Auch das der Narzisst sich empathisch gibt (aber er ist es ja nicht), um sein Ziel zu erreichen.

          • Lise1 sagt:

            Naja, um die Knöpfe zu finden, die er drucken muss, braucht er schon Empathie. Er setzt sie nur ganz krank ein.

            Er weiß genau, womit er Druck machen kann, Angst erzeugen kann, Erpressen kann. Ebenso, was andere hören wollen, um ihn toll zu finden. Ganz individuell.

            Ich habe mal einen erlebt, der innerhalb einer Minute bei zwei Personen genau das Gegenteil glaubhaft versicherte. Es ging um seine Einstellung zur Religion, einmal einen Atheisten gegenüber, eine paar Sekunden später einem religiösen Menschen gegenüber. Beides überzeugend. Beides ein Lächeln beim Gegenüberund Gemeinschaftsgefúhl auslösend. Ich dachte, das gibt’s doch nicht und glaubte dem seitdem nicht ein Wort mehr. Aber empathisch fand ich ihn schon, es ging auch ganz geschmeidig, nur dass er das Talent ganz krank missbrauchte.
            Ich hätte es nicht gemerkt, wenn ich nicht beides gehört hätte.

          • Friedel sagt:

            Es handelt sich dabei um kognitive Empathie, jedoch nicht um emotionale Empathie.

          • Lise1 sagt:

            Ach, mir fällt als Nachtrag ein, es war einer meiner Vorgesetzten, der eines Tages fristlos gekündigt wurde und dann ein halbes Jahr in der psychiatrischen Klinik. verbrachte. Geändert hat er nichts. Er versucht immer noch seit ca 5 Jahren Kontaktaufnahme zu den Kollegen, um sein ungerechte Leid zu klagen, die meisten lächeln drüber, einige glauben ihm. Ich drücke seit 4 Jahren die Anrufe weg. Aber die letzte gefühlvolle SMS kam vor 4 Monaten.

            Nicht immer, aber manchmal werden auch mittelgroße Sünden bestraft, wenn der N dachte, zu weit über dem Gesetz zu stehen. Hat heute Berufsverbot in unserer Branche.

          • Lise1 sagt:

            Ja, Friedel, ich weiß. Gefühle haben sie trotzdem, zum Teil auch intensive, aber nicht immer die, die sie glaubhaft vorspiegeln.

          • Lise1 sagt:

            Friedel, auch die Unterscheidung ist gut für die Theorie im Nachhinein, aber in der Praxis direkt wenn es geschieht, hilft es zu wissen, dass der Andere einen genau lesen kann, zum Teil besser als man selbst und das für sich auf eine kranke Art nutzen kann.

          • Friedel sagt:

            Lise 1, genau das ist es. Ein Narzisst verfügt über die Fähigkeit mittels der kognitiven Empathie und seiner „Gabe“ sein „Gegenüber“ zu studieren. Aus diesem Grunde schildern unzählige Betroffene ja auch in schillerndsten Farben die „Lovebombing Phase“ und sind fassungs- und ratlos, wenn sich die Beziehung dann immer schleichender und später offensiver in der demontierenden Abwärtsspirale bewegt.

          • Lise1 sagt:

            Ja, die so genannten Seelenzwillinge.

            In Wirklichkeit gibt es so etwas nicht, aber der Glaube lässt sich nicht ausrotten. So lange sich die Erziehung und die Werbung ni ht ändert, aber ist anderes Thema.

            Wenn einer dieses Wort oder was Ähnliches, erwähnt dann schrillen bei mir die Alarmglocken, die Wahrscheinlichkeit, dass da einer genau sieht, was gesagt und getan werden muss, um Zufuhr zu bekommen, ist fast bei 100%

  10. Lise1 sagt:

    Wenn man einen Menschen im Umfeld hat, der auf so eine Krise zusteuert, z. B. einen Verwandten, wie kann man sich da verhalten?

    Kann man als Zuschauer irgendwas tun, um den Betroffenen erkennen zu lassen, dass es Notbremsen oder Alternativen gibt? Oder vermitteln, dass es spezialisierte Therapeuten gibt, die ihm helfen, den eigenen Anteil zu erkennen und anders damit umzugehen?

    Oder muss man sich sagen, dass sogar ein Suizid eine Entscheidung eines Erwachsen ist? Wobei ich ja glaube, dass diejenigen nicht sterben wollen, sonder nur nicht mehr leiden wollen. Wenn es also alternative Wege gäbe, das Leiden zu beenden, wer könnte da Zugang zu einem Menschen in derartigen Krisen finden? Oder muss die Krise durchlitten werden, um eventuell grundsätzliche Änderungen der Glaubenssatze und Abwehrstrategien anzugehen?

    Oder ist kein Ausweg möglich?

    • Grundsätzlich sollte man natürlich Hilfe anbieten und sich gesprächsbereit zeigen, wenn jemand in Not ist. In der Regel verweigert der Narzisst aber jede gutgemeinte Hilfe, wenn sie nicht in sein Selbstbild passt. Hilfen, die ihm eine persönliche Veränderung abverlangen, lehnt er meistens ab. Letztlich wird man dies als Helfer akzeptieren müssen. Über den Willen des Narzissten hinweg kann man erst dann Hilfe organisieren, wenn eine gegenwärtige, erhebliche Gefahr für das Leben des Narzissten besteht, d.h. wenn der Narzisst unmittelbar versucht, sich selbst zu töten.

  11. Maritt sagt:

    Stimmt alles. Hab meinen Narzissten nach 35 Jahren verlassen, Kontaktabbruch, Scheidung, bin in eine andere Stadt gezogen. Habe nun das Gefühl, dass er „irre“ wird in dem Versuch alle, aber insbesondere sich selbst, davon zu überzeugen, dass er am Scheitern der Beziehung in keiner Weise verantwortlich ist. Es ist unglaublich was er alles anstellt nur um sich nicht der Frage aussetzen zu müssen, bin ich vielleicht nicht so großartig und souverän wie ich das gerne sein würde. Es grenzt an Irrsinn. Ich weiß Mitleid ist nicht angebracht aber es ist trotzdem schwer, diese verzweifelten Versuche nicht an sich heran zu lassen.

    • Lise1 sagt:

      Was lässt du denn da genau an dich heran?

      • Lise1 sagt:

        Soll er doch glauben, dass er unschuldig ist. Du bist doch da weg, es ist doch allein sein Ding.

        • Maritt sagt:

          Ja.Stimmt. Weiß ich ja. Alles weiß ich und doch seh ich die Verzweiflung die dahinter steckt und das lässt mich nun mal nicht kalt. Und Nein, ich brauche keine psychologische Hilfe deswegen.;)

          • W. sagt:

            Hallo zusammen

            Dieser Bericht trifft mal wieder voll ins Schwarze.
            Ich habe den“N“ vor gut 3Monaten nach37 Jahren(davon 30 unter einem Dach)verlassen.
            Ein gemeinsames Leben war es schon lange nicht mehr.
            Habe oft versucht ihm klar zumachen ,dass es so nicht weiter gehen kann und ich meine Konsequenzen ziehen werde.Er hats ignoriert.
            Dann ist er aus allen Wolken gefallen als ich ihm sagte das ich gehe.
            Eine Show die ihres Gleichen sucht.
            Liebesbriefe ,Mails ,SMS, Blumen und Geschenke.
            Allerdings nie ohne mit Suizid zu drohen.
            Mein Umfeld konnte natürlich nicht verstehen wie ich dem armen Kerl sowas antun konnte und das nach soviel Jahren.
            Er hat sich im ganzen Bekannten und Verwandtenkreis ausgeheult.Er meinte er hätte sich nicht immer richtig verhalten…..aber doch nur weil….Natürlich war immer ein anderer oder etwas anderes schuld an seinem Verhalten.
            Er hat sich selbst eingewiesen, auch eine Art Aufmersamkeit zu bekommen.
            Was hat die Frau ihm wohl angetan, dass es ihm sooo schlecht geht.?
            Mir ist klar ,dass es ihm nicht wirklich gut dabei geht(wie von Herrn Grütefien beschrieben), aber nach aussen wird trotzdem die perfekte Show abgezogen.
            Und natürlich lässt es einen normalen Menschen nicht kalt wenn der langjährige Partner(für den man ihn ja gehalten hat)ständig mit Selbstmord droht, man weis ja nicht wirklich ob er es ernst meint oder es nur ein Erpressungsversuch ist.

            Er aber ist sich sicher auf diese Weise auch immer noch die Aufmerksamkeit auf sich zuziehen.
            Mal sehen wie es weiter geht, finanziell ist noch einiges zuklären.
            Ich bin auf alles gefasst.

            Gruss W.

          • Lise1 sagt:

            Welche Verzweiflung? Er hat doch freiwillig gesät und erntet nun das Gesäte und ist ganz unschuldig. Da kann er sich doch freuen.

          • Lise1 sagt:

            War an Maritt gemeint

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