Suizidgefährdung des Narzissten

Durch seine starren Verhaltensmuster sowie seine oft unpassende und unflexible Haltung in unterschiedlichen Situationen gerät der Narzisst leicht in Konflikte mit seiner Umwelt. Dann ist die Gefahr besonders hoch, dass der Narzisst aufgrund seiner mangelnden Fähigkeit zur Integration von seinen Mitmenschen ausgegrenzt und isoliert wird. Das erlebt der Narzisst als eine schwere Kränkung, weil er nicht mehr im Mittelpunkt steht und keine Bewunderung erhält. In manchen Fällen versucht der Narzisst dann, diese Krise durch einen Suizid zu lösen.

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Der Narzisst stellt sein persönliches Ansehen und seinen persönlichen Erfolg über alles. Zwischenmenschliche Beziehungen pflegt er nur, wenn sie einen Nutzen für ihn haben. Das bringt ihn zwar grundsätzlich schneller an sein Ziel, jedoch erweisen sich seine rücksichtslosen Eigenschaften auf Dauer als verhängnisvoll, weil sich andere Menschen von seiner arroganten und respektlosen Behandlung abgestoßen fühlen. Die Folge ist, dass sich seine Mitmenschen allmählich und unauffällig von ihm distanzieren, was der Narzisst in der Regel nicht nachvollziehen kann. Schließlich ist er von der eigenen Großartigkeit überzeugt und glaubt, für seine exzellenten Leistungen, seinen Erfolg, seine Attraktivität oder seine Macht uneingeschränkte Bewunderung erhalten zu müssen.

Ein Narzisst kann daher die Reaktionen seiner Mitmenschen nicht verstehen und erlebt deren Abwendung als ungerecht. Er glaubt, stets sein Bestes zu geben, denn sein Erfolg spricht schließlich für ihn. Dass er sich in der Wahl der Mittel wenig zimperlich zeigt und das harmonische Miteinander ständig stört durch seine Selbstherrlichkeit, seine große Empfindlichkeit jeder Form von Kritik gegenüber, seinen Mangel an Empathie und seine Neigung, andere ungeniert abzuwerten und zu erniedrigen, kommt ihm nicht zu Bewusstsein. Er empfindet sein Verhalten als durchaus angemessen und meistens sogar als vorbildlich.

Kritik wird durch Leistungssteigerung abgewehrt

Da der Narzisst ein äußerst labiles Selbstwertgefühl hat, reagiert er auf kritische Reaktionen und Äußerungen seiner Mitmenschen übertrieben empfindlich. Ein Angriff auf seine Person empfindet er als zutiefst beleidigend und meist kontert er mit provozierenden oder niederträchtigen Gegenangriffen. Dabei geht er in der Regel so unverhältnismäßig vor, dass die Beziehung zu anderen Menschen durch seine unbeherrschten Aggressionen schwer erschüttert wird. Erleben seine Mitmenschen öfter solche „Ausrutscher“, wenden sich sich irgendwann entnervt oder schockiert ab.

In der Regel versucht der Narzisst aber, eine drohende Isolation durch vermehrte Anstrengungen abzuwenden oder seine Mitmenschen durch Macht und Abhängigkeit an sich zu binden. Er wird noch mehr leisten, noch härter und verbissener arbeiten, noch mehr verdienen, noch mehr Einfluss ansammeln und noch weiter in der Hierarchie hinaufklettern, um sich unentbehrlich zu machen. Andere kommen dann nicht mehr an ihm vorbei und sind in irgendeiner Form von ihm abhängig, so dass sie sich nicht so einfach distanzieren können. Der Narzisst kompensiert dann seine mangelnde soziale Kompetenz mit Macht.

Dadurch gerät er allerdings früher oder später in die Gefahr der permanenten Selbstüberforderung. Bleiben dann trotz größter Bemühungen der Erfolg und die erforderliche Anerkennung als lebensnotwendige Treibstoffe aus, kann das zu Frustrationen, Ängsten und Depressionen führen bis hin zum Selbstmord. Der Narzisst verliert den Sinn im Leben, wenn er nicht von allen jederzeit bewundert wird, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht und sich mit großartigen Taten hervortun kann. Dann erschöpft sich sehr schnell seine Lebenskraft.

Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung nehmen ihr Verhalten nicht als sonderbar oder gar krankhaft wahr. Da es an Selbstreflexion mangelt, hinterfragen sie nicht die eigene Person, sondern suchen die Gründe für ihr Versagen ausschließlich in der Außenwelt: und noch weniger setzen sie sich mit einem gutgemeinten Rat auseinander oder nehmen psychologische Hilfe in Anspruch. Sie finden in einer solchen Situation nicht mehr aus ihrem Dilemma heraus und greifen daher oft zum letzten Mittel. Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung haben eine hohe Suizidgefährdung.

Narzissten sind lange Zeit immun gegen Suizid

Auf der einen Seite sind Narzissten durch ihr hohes Maß an Selbstliebe, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Lebenskraft lange Zeit vor Suizid geschützt. Solange sie Bewunderung erhalten, sind sie von einem Hochgefühl erfüllt. Der Jubel der anderen ist ihre Droge, die ihren Antrieb steigert und sie euphorisiert. Sie sind voller Saft und Kraft und ziehen aus ihrer hervorgehobenen Stellung gegenüber den anderen viel Lebensenergie. Lange Zeit prallen so alle Belastungen, an denen andere womöglich zerbrechen würden, an ihrem narzisstischen Schutzschild ab. Nichts kann sie irritieren oder aus der Fassung bringen, sie sind stark wie ein Fels in der Brandung.

Situationen jedoch wie zunehmende Isolation, der Tod einer engen Bezugsperson, mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz, Schulden, Erfolglosigkeit im Beruf, die Kündigung des Arbeitsplatzes, eine chronische Erkrankung oder der Verlust des Partners durch eine Trennung können letztlich zum Zusammenbruch des labilen Selbstwertgefühls führen. Sobald die Bewunderung durch das Umfeld ausbleibt und Demütigungen, Erniedrigungen und Schicksalsschläge an der Tagesordnung stehen, droht der Kollaps des narzisstischen Systems. Die alten Kompensationsmechanismen greifen nicht mehr, was nicht selten zu Resignation, innerer Leere und Angstzuständen führt und dann letztlich in Verbitterung und blinden Hass gegen die Umwelt umschlägt.

Die Frustration über die mangelnde Akzeptanz der Umwelt kann sich in letzter Konsequenz auch gegen den Narzissten selbst richten. Da er mit Aggressionen seine Situation nicht verändern kann und sich seine Gedanken und Handlungen immer mehr verengen, läuft der Narzisst immer zielstrebiger dem Suizid entgegen. Dann jammert er nur noch, fühlt sich verlassen und unverstanden, die Lebensumstände werden nur noch als negativ und hoffnungslos bewertet, nichts kann ihn mehr erfreuen, er fühlt sich machtlos und sieht keine andere Möglichkeit mehr, als aus dem Leben auszuscheiden. 

Der Narzisst hat einen schwachen, verletzlichen Kern

Somit ist der Narzisst auch wieder besonders suizidgefährdet. Da er im Grunde ein schwacher und verletzlicher Mensch ist, kann er ohne die permanente Bestätigung von außen leicht die Lebensfreude verlieren und in einen Zustand der Verzweiflung und Depression geraten. Außerdem steckt in jedem Narzissten ein erhöhtes Aggressionspotenzial, dass sich auch gegen ihn selbst richten kann. Der Narzisst kennt eben nur Extreme: Entweder er ist der Allergrößte und wird von allen bejubelt und bewundert oder er glaubt, es nicht verdient zu haben, zu leben.

Wenn er das beherrschende Gefühl hat, von niemandem mehr geliebt und verstanden zu werden, kann es gefährlich werden. Da er sich schon aus Prinzip von niemandem helfen lassen will, weil er sich keine Schwäche eingestehen kann, bleibt er mit seinen Aggressionen und Depressionen allein und findet kein Weg aus dieser Situation. Versagen, Schuld- und Schamgefühle kann sich ein Narzisst nicht verzeihen – dann wird es kritisch für ihn. Manche suchen zunächst ihr Heil in Alkohol oder Drogen, was die Verzweiflung zwar für einen Moment betäuben mag, aber nicht die Lebenskrise löst. Die völlige Unfähigkeit, das eigene Unglück als Aufgabe anzunehmen und  sich ein Scheitern einzugestehen, macht den Suizid für einen Narzissten zur paradoxen Möglichkeit, die eigene Allmacht zu erhalten.


Veröffentlicht in Narzisstische Gesellschaft
81 Kommentare zu “Suizidgefährdung des Narzissten
  1. Alex sagt:

    Stimme diesem Artikel zu als jemand der von sich behaupten würde, selbst an einer tiefgreifenden narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu leiden. Mit 25 Jahren muss ich aber auch sagen, dass diese Verhaltensweisen, die mir gerade erst mehr und mehr bewusst werden unmöglich zu ändern erscheinen, was nicht unbedingt daran liegt, dass man nicht wollte. Jedem, dem diese Störung bewusst ist, wäre es mit Sicherheit lieber, wenn er diese Störung nicht hätte. Es fühlt sich aber so an, als ginge es einfach nicht, die Verhaltensweisen zu ändern, selbst wenn ich wollte, weil sie bis ins Erbgut eingebrannt sind. Je länger ich im Krankenhaus liege und nachdenke, desto klarer wird mir auch dass diese Verhaltensweisen von meinen Eltern besonders von meinem Vater an mich weitergegeben worden sind und sich potenziert haben. Ich frage mich daher manchmal wirklich, ob es nicht besser ist, abzutreten, da man für sich selbst und seine Umwelt einfach nur eine Last ist, und das ist nicht im geringsten Mitleid erhaschend ironisch gemeint. Ich würde mir ganz einfach wünschen, dass auch für psychisch Kranke, die kein erfülltes Leben mehr haben, aus welchen Gründen auch immer (letzten Endes sind wir alle nur ein Produkt unserer Umwelt insbesondere unserer Erziehung), ein Gift verfügbar wäre, das ruhig und sanft einschlafen lässt.
    Ein sehr egozentrischer Beitrag, ich weiß.

    • M34 sagt:

      Marihuanna hilft dir bei der Selbstreflektion. Bin auch der Meinung das nur du dir selber helfen kannst.

      Bin grad dabei auch mit meinen Nahestehenden Leuten ( Mom& Dad, Bruder als auch meine beiden Kumpels ) darüber zu reden. Öffne mich Ihnen mit den positiven Nebeneffekt das sie mich unterstützen, mir zuhören als auch noch so einiges ertragen da Sie jetzt besser wissen wie es um mich steht. Haben auch erkannt das ich bereit bin mich zu bessern und mir einzugestehen bzw auch mitbekommen haben das ich auf ein stets für mich sehr guten Wege bin.

      Dachte auch zuerst an Therapie, Selbsthilfegruppe etc… Doch am besten funkt es mit der Zeit die du dir für dich nimmst und dich an Selbstreflektion übst.

      Verzichte auch auf Medikamente vom Therapeuten!!

    • M34 sagt:

      Das du erkannt hast, so zu sein wie du bist ist schon mal richtig gut. Es kommt auch nicht von irgendwo her. Versuche jetzt einmal deine Eltern zu verstehen bzw zu erkennen das es Ihnen wahrscheinlich in Ihren Kindheitstagen genauso womöglich a no schlimmer erging.
      Sie haben wahrscheinlich genauso wenig wie du gelernt sich zu öffnen und andere zulassen und zu aktzeptieren,…
      Höchstwahrscheinlich liegt emotionale Vernachlässigung auf allen eben bzw emotionaler Missbrauch in der Familie vor und das schon über mehrere Dynastien.

      Diese Erkenntnis allein hatte mir enorm geholfen. Und ich geb mir sehr viel Mühe diesen Teufelskreis
      weiter zu durchbrechen 😉

    • fjo sagt:

      Hey Alex, auch ich wollte​ mich mal aus ähnlichen Gründen umbringen. Ich kann nur sehr empfehlen, wie mein Vorredner, sich mit Selbstreflexion und Hirnentwicklung auseinanderzusetzen. Je mehr Du täglich in rechtshirnigen Denkmustern denkst, desto geringer wird der narzisstische Einfluss auf deine Gedankenwelt und desto weniger schadest Du anderen. Das heißt aber, dass Du erstmal Kompetenzen aufbauen musst, die bei dir bisher vermutlich nie gefördert würden. Stell dich darauf ein, dass es sehr schmerzhaft werden kann, sich aus dem narzisstischen Gedankenkorsett zu befreien. Aber je häufiger Du diese inneren (anfangs unerträglichen) Schmerzen lernst zu ertragen, die entstehen, wenn Du dich gegen deinen eigenen Vorteil entscheidest, desto geringer werden sie und desto freier bist Du von Vorteilsorientiertem Denken. Aber dazu braucht es meist ein höheres Ziel, auf das du hinarbeitet. Für mich hat sich als gute Faustregel etabliert, NIE meinen ersten Gedanken oder Einschätzungen blind zu vertrauen, da sie immer vorteilsbezogen sind. Stattdessen hinterfrage ich sie in Grund und Boden^^, bis ich dadurch auf eine viel bessere Lösung komme. Eine, die zum Wohle aller und nicht nur mir selbst ist. Noch ein Wort zum Suizid: Viele flüchten sich in den Gedanken, dass es besser für alle wäre, wenn man nicht mehr leben würde. Ich hab das auch versucht und wäre beinahe dabei draufgegangen. Es ist und bleibt aber eine Lüge, wenn Du eine Familie oder Freunde hast. Sie werden ein Leben lang um dich trauern. Sie werden ein Leben lang eine große Wunde mit sich tragen. Das kann man ihnen ersparen, wenn man sich gegen diese verk***te Narzisstische Störung durchsetzt. Und wenn es dich beruhigt: Quasi jeder hat Narzissmus in sich. Bei vielen kommt es nie ans Tageslicht. Aber Narzissmus ist eine von mehreren im Menschen verankerte Überlebensstrategie. Je stärker die Bedrohung des Lebensstandards, desto wahrscheinlicher, dass sie merkbar wird. Sehr vielen fehlt die Selbstreflexion, weshalb sie in sich und anderen Narzissmus ebenfalls nicht erkennen. Du kannst etwas Gutes tun in der Welt: Wenn du damit gelernt hast umzugehen, kannst Du vielen Menschen mit ähnlichen Problemen weiterhelfen zuerst damit, dass sie sich nicht alleine fühlen und zum anderen mit unaufdringlichen Geschichten über eigene Tiefpunkte und wie Du mit ihnen umgegangen bist.
      Sorry für diesen Text der Länge StarWars-Intro 😉

  2. God_of_thunder83 sagt:

    Stimmt alles – Leide selbst an narzisstischer Persönlichkeitsstörung, vom grandiosen typen mit zusätzlich impulsiven, emotional instabilen und antisozialen Elementen.

    Genießt euer behütetes Leben.
    Nur Gott ist mein Richter

    • Gudrun sagt:

      Schade, um Sie als Mensch.
      Mich hat gerade so ein großartiger Narzisst durch eine Geschäftsbeziehung gejagt. Himmel und Hölle, Angst, Panikattaken und Abhängigkeit bis zum geht nicht mehr. Und das alles war unnötig und sinnlos.
      Habe aber den Absprung geschafft, 20 kg leichter .Der Umgang mit Euch ist unglaublich hart.
      Und doch trauere ich um diese verlorenen Kinder

  3. Bawaky sagt:

    Hallo, entschuldigung, dass ich hier so reinplatze. Aber ich versuche herauszufinden, was meinen narzisstischen Exfreund in den Suizit getrieben hat und dank dieser Seite, komme ich dem Ganzen ziemlich gut auf den Grund.

    Kurz Zusammenfassung meiner Situation. Ich habe 1,5 Jahre mit eine Narzissten in seinem Haus zusammengelebt, bis ich ihm auf die Schliche gekommen bin. Er war wirklich ein Narzisst, wie er im Buche steht. Glücklicherweise bin ich ein Mensch, der sich nicht drangsalieren lässt. Als mein mittlerweile verstorbener Exfreund mich anfing mit beiden Händen auf den Kopf zu schlagen, habe ich von einer Sekunde auf die andere 5 Personen zusammmengetrommelt, die mit ihren Autos und Anhängern kamen und sämtliche Dinge, die mir gehörten aus dem Haus holten. DAMIT hatte mein Ex nicht gerechnet. Er dachte, er hätte mich im Griff. Wäre ich nicht auf diese Art und Weise geradezu von ihm geflohen, sondern hätte „nur“ mich ohne mein Hab und Gut gerettet, er hätte mich niemals ins Haus zurück gelassen um meine Sachen zu holen. Ich konnte mich vier Wochen bei einer Bekannten verstecken. Aber an meinem Arbeitsplatz lauerte er mir immer wieder auf. Brachte mir als Argument meine Post. Ich fand glücklicher Weise eine hübsche kleine Wohnung, in die ich zog. Meine Post konnte ich nicht zu meiner Wohnung umleiten, weil die Benachrichtigung an seine Adresse gegangen wäre. Dann hätte er sofort gewußt wo ich wohne. Er fand es dann trotzdem raus. Belauerte mich, bedrohte mich, dann bettelte er wieder ich möge zurück kommen, dann wurde wieder gedroht. Ich hatte Angst, blieb aber standhaft. Ich reagierte auf nichts. Von meiner Seite aus gab es keinen Kontakt. Ich antwortete nicht auf seinen Brief. Dieser Brief sollte das letzte sein, was ich von ihm höre sollte. Tage später kam es zum Drama. Ich hatte ihn im November 2015 verlassen. Im Januar kam ich mit einem Mann zusammen, der das komplette Gegenteil war. Es war noch keine feste Beziehung, dazu wäre ich gar nicht fähig gewesen. Dieser Mann war einfach nur für mich da. Hörte mir zu. Sagte mir zieh es durch, du schaffst das, ich bin da wenn du mich brauchst. Ich sagte ihm, dass ich Angst vor meinem Ex habe. Dass der niemals wissen dürfte, dass da jemand ist, der mir vielleicht beisteht. Das könnte gefährlich werden. Ich wusste nicht, wie Recht ich behalten sollte. Mein narzistischer Ex fand heraus, dass es einen Menschen gab, der mir aus meiner Situation helfen wollte. Am 7. Februar 2016 erschoss mein narzisstischer Exfreund (er war in einem Schützenverein und hatte mehrere Waffen zu Hause) meinen beinahe neuen Freund und danach sich selbst. Ich wusste es war keine Eifersucht. Es war Hass. Hass auf mich. Ich hatte ihn den großartige Narzissten verlassen. Sein Freundeskreis zog sich auch von ihm zurück. Das ist die Höchststrafe für einen Narzissten. Dafür rächt er sich maßlos. Er wollte, dass ich bis ans Ende meines Lebens leide. Ja ich habe gelitten. Denn mein vielleicht neuer Mann in meinem Leben, durfte nur 50 Jahre alt werden und hinterließ einen damals 17 jährigen Sohn. Ich hatte genau 1 Monat und einen Tag an dem ich mich nach 1,5 Jahren narzisstischem Horror, wohl fühlen konnte und dann war er tot. Dass sich mein narzisstischer Exfreund umgebracht hatte, war eine Erleichterung. Aber der neue Mann in meinem Leben, der konnte so gar nichts dafür. Langsam aber sicher befreie ich mich von der Vergangenheit. Und bis ans Ende meiner Tage leide ich nicht, dafür bin ich zu kämpferisch. Ich weiß, dass ich keine Schuld an dem Geschehenen habe. Ich habe immer wieder mal Alpträume, aber ich schaffe es. Ich kann nur jedem raten,der in einer narzisstischen Beziehung feststeckt: Geht und glaubt nicht, dass ihr einem Narzissten helfen könnt. Geht und rettet euer Leben. Ihr habt nur das eine.

    • fjo sagt:

      Wow… @Bawaki
      Ich kann Ihnen nur mein tiefstes Mitgefühl aussprechen. Es tut mir leid, dass sie so darunter Leiden mussten, einen narzisstischen Gefährten erwischt zu haben. Ich kenne aus meiner Vergangenheit die Gefühlswelt sehr gut, die ihren Exfreund dazu getrieben hat so eine Tat zu begehen und ich kann mir verschiedene Szenarien und Denkweisen vorstellen, die dazu geführt haben. Ich bin auch Narzisst, habe aber durch Selbstreflexion und die bewusste Entscheidung, dass mir kein Leiden eines Anderen mehr am Arsch vorbei geht, so etwas wie Empathie entwickelt, was mir vorher gänzlich gefehlt hat. Was dazu noch notwendig ist, kann ich hier in Kürze nicht in der nötigen Ausführlichkeit abhandeln, aber eine entscheidende Fähigkeit, die es zu lernen gilt, ist diesen unerträglichen Schmerz, der durch Comfortverlust im Hirn eines Narzissten zu Stande kommt (Wegfall des Sexualpartners, Wegfall von dauerhafter Bestätigung, Sinken des Sozialstatus, materieller Verlust…) erst einmal auszuhalten und einzuordnen, woher er kommt. Im Anschluss kann man darüber nachdenken, ob man das wirklich zum Überleben braucht, was man gerade verloren hat oder was man zu verlieren droht. Und wenn man sich davon etwas gelöst hat, gibt es einem die Möglichkeit noch einmal weitestgehen unabhängig von eigenen Vorteilsbedürfnissen darüber nachzudenken, was jetzt das richtige zu tun wäre.

  4. Kevin Bumsgrad sagt:

    Herr Grüttefien, ich würde mich sehr freuen, wenn Sie in der Zukunft die Reihe der Berümhmten Narzissten erweitern würden. Eine weitere Beschreibung zu David Bowie würde mich besonders freuen.

  5. Maritt sagt:

    Drohung die 1000 und Erste: Gerade schreibt mir mein narzisstischer Ehemann von dem ich mich vor 16 Monaten getrennt habe, dass er eine Scheidung nicht verkraftet und er sich vor den Zug legen würde, wenn da unsere Tochter nicht wäre. Ist es sehr schlimm, wenn ich mir wünsche, dass er seine Drohungen doch endlich wahr machen würde?

    • Lise1 sagt:

      Ja, wegen dem Lokführer, der möglicherweise eine Psychotherapie braucht oder seinen Beruf nicht mehr ausüben kann!

      Und weil die Angehörigen alle, aber auch alle Kosten bezahlen müssen (Polizei, Gerichtsmedizin, Schäden bei der Bahn u. s. w. da kommt was zusammen) Das weiß irgendwie keiner, also vorher Ehevertrag machen, damit man für die Schäden, die der Ex macht, nicht mehr haftbar ist.

      • Lise1 sagt:

        Ich finde es perfide vom Ex, seine letzte große Zufuhr so auf dem Rücken von so vielen anderen auszuleben. Oder damit zu drohen.

        Ich habe so etwas auch oft erlebt. Blieb damals in der verzweifelten Opferrolle, leider

        Heute würde ich das sofort weiter melden. Damit er mitbekommt, dass sich das weder du noch die Gesellschaft einfach so antun lässt

        Auch damit du die – nur scheinbare – Verantwortung nicht allein tragen musst

    • Lorin sagt:

      Hallo Maritt,
      diese Drohung ist eine Erpressung. Dein Ehemann übergibt Dir damit die volle Verantwortung für sein Wohl und Wehe, sprich die Verantwortung für sein Leben und Tod! Eine gottähnliche Macht! Tatsächlich hat man aber als Erwachsener selbst die Verantwortung für sein Leben. D.h.Du könntest ihm klar machen, daß er kein Kleinkind ist, sondern ein erwachsener Mann und daß es ganz und gar in seiner Hand liegt, was er mit seinem Leben anstellt und natürlich darf er sich auch für den Tod entscheiden. Gib ihm auf jeden Fall die Macht und Eigenverantwortung zurück und laß Dich nicht erpressen. Wenn Du immun gegen Erpressung bist, wird er das bemerken und davon ablassen. Schließlich hat er wohl nur die Absicht, Dich in die Enge zu treiben, damit Du das alte Spiel weiterspielst.

    • Rabe sagt:

      Hallo Maritt,

      auf Grund meiner eigenen Erfahrungen halte ich Deinen Wunsch für ein Zeichen von Aggression/Wut. Wenn man Verletzungen, Demütigungen und Entwertungen „wegsteckt“, bleibt das Aufbegehren ungelebt. Irgendwas muss aber damit passieren. Wohin damit? Und zwar so, dass man sich selbst damit gut und möglichst befreit und erleichtert fühlt. Ich bin am Ausprobieren, hier im Forum wurden so viele gute Tips gegeben und Erfahrungen mitgeteilt. Eine Variante benutze ich auch, und zwar stecke ich die Wut innerlich in einen Akku und wünsche mir, sie soll nicht weggehen, da es ja Meine eigene wertvolle Energie ist. Später im Atelier lasse ich sie dann durch eine angemessene Düse fließen, damit sie transformiert werden kann. Heute aber, benutzte ich sie beispielsweise als Antrieb, einen oft schon verschobenen Anruf zu tätigen (allerdings auch in der Hoffnung, durch einen guten Kontakt wieder ins normale Fahrwasser zu gelangen.
      Will sagen, da ist Sprengkraft in Dir, nutze sie (für friedliche Zwecke 😉
      In meiner Beziehung ist das „Loswerden wollen“ der gewissen Person ein Zeichen für zu nah drann sein meinerseits. Also Abstand herstellen, Selbstfürsorge betreiben.
      Toll, Dein Mut zur Offenheit!

    • Franzi sagt:

      Ist es nicht schlimm, wenn sie immer damit drohen? Das kann mein Noch-Ehemann auch gut. Einfach nur krank. Aber du hast Recht. Man denkt sich nur… Mach es doch endlich. Dann habe ich meine Ruhe.

  6. Renja sagt:

    Nach 24 Jahren Beziehung bin ich drauf gekommen dass mein Partner ein narzisst ist…bitte nicht lachen. ..ich hab immer geglaubt er ist bipolar, hat eine Ptb etc. ..na ja ich war halt ein williges Opfer. .mein narzisstischer Partner hat seit 14 Monaten eine intime Beziehung zu einer um 24 Jahren jüngeren narzisstischen Frau. Die spielt hingebungsvoll das Spiel von Nähe und Distanz. .ganz wie beschrieben. :streiten bis aufs Blut im Wechsel mit einer unglaublichen Nähe. In den Distanz Phasen wo es ja immer angeblich aus ist,verlangt er nach Tabletten damit er sich umbringen kann.das Leben hat keinen Sinn mehr und so weiter. .filmreife Szenen. Aber würde man das ganze verfilmen -kein Mensch würde es glauben. .

    • Lise1 sagt:

      Renja, bist du denn noch mit ihm in Beziehung?

        • Lise1 sagt:

          Renja, Wie soll es mit dir weiter gehen? Du warst ein williges Opfer, das versteh ich nicht

          • Lise1 sagt:

            Was ist denn in der Gegenwart geändert?

          • Renja sagt:

            Eine Erklärung überschreitet leider den schriftlichen Rahmen. Es geht mir jeden Tag besser. Ich grenze mich ab. Hör auf meine Bedürfnisse. Er hört Vorträge und liest Bücher über Narzissmus. Mir ist klar dass er sich nicht ändern kann. Wir sind ganz klassisch fast unlösbar wirtschaftlich verwoben. Vielleicht löst sich alles. Keine Ahnung. Ich stell mich auf die Füße. Lass mich nicht mehr klein machen. Nehme die guten Seiten die er ja auch hat. Er hat ja gott sei dank immer wieder längere Phasen der Normalität. Es ist alles unheimlich komplex. Aber ich kann es fast immer mit Abstand betrachten. Die Affäre hat mich zur Diagnose gebracht. Und die Diagnose zur weiter Entwicklung. Nur kurz zum mann der sich vor den Zug legen will.ich hab auch schon überlegt das nächste mal Tabletten her zu legen. ..

  7. Lise1 sagt:

    indem du solche suchst, die professionell sind und nicht beim ersten Mail vertraulich schreiben.

    In höheren Führungsebenen und an Hochleistungs-stellen trifft man einfach mehr Narzissten. Diese STELLEN ziehen Narzissten an, nicht du.
    Du machst das Spiel aber aus vermutlich wirtschaftlichen oder anderen wichtigen Gründen mit. Stoppst den Einfluss auf dich nicht. Das hast du nicht gelernt, aber du kannst es lernen.

    Ich habe mal einen Therapeuten sagen hören, wenn diese Führungskräfte in eine Therapie gingen, könnten viele ihre Führungsstelle, auch in der Politik oder in Helferberufen, nicht mehr ausüben, machmal kann sich ein Narzisst besser durchsetzen bis er später alles zerstört

    • Lise1 sagt:

      war @Anna gerichtet, ist aus Versehen hier hoch gerutscht

    • Anna sagt:

      @Lisa: Danke für deine Antwort.
      Ich habe mit dem Vorgesetzten keine vertraulichen Sachen ausgetauscht. Es ging nur um den Zeitpunkt des Vorstellungsgesprächs. Aber ich hatte das Gefühl, mit einem mir total vertauten Menschen zu schreiben. Das war ja gerade das Interessante.
      Noch stärker war dann das Gefühl beim Vorstellungsgespräch…. So ging es mir immer dann, wenn mir eine fremde Person vertraut vor kam. Ich bin mit denen meist aufgelaufen und später konnte ich sie dann in das Fach „Narzissten“ einordnen. Kam mir eine fremde Person hingegen fremd bis unsympatisch vor, habe ich mit denen (fast) ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.

      …. und die Tatsache, dass ich bei einer anderen Stelle nicht genommen wurde, obwohl ich laut Angaben des Chefs die beste Arbeitsprobe ablieferte mit einer hohen Anzahl an Bewerbern und mich trotzdem nicht wollte, spricht Bände…. Er konnte das selbst nicht genau begründen und meinte nur, die Dame, die er eingestellt hat, passte zu ihm besser als ich. Er war mir nicht vertraut, sondern total fremd. Ich wette, da hätte ich es besser gehabt. Aber er wollte mich nicht haben.

      Privat lief es übrigens nach dem gleichen Schema ab. Aber da finde ich es nicht so schlimm. Erstens kann man sich privat gut wehren und – das ist zumindest meine Einstellung – einen Partner brauche ich nicht – eine Arbeit schon, weil es um die wirtschaftliche Existenz geht. Sonst würde ich in der Arbeit auch dieses Spiel nicht mitmachen.

      • Lise1 sagt:

        Ja, Anna, ich hatte verstanden, dass du nichts Vertrauliche ausgetauscht hast.Ich weiß, was du meinst, wenn du schreibst, daß Gefühl der Vertrautheit war da. Narzissten wissen, wie sie formulieren müssen, damit dieser Eindruck entsteht, daß machen sie u bewusst und probieren es halt, angehimmelt werden ist doch zu schön. Es funktioniert auch, sie haben so standardformulierunfen, die sie überall einsetzen, und dann merken sie, wer andocken und wer sich abwendet.

        Ob Mitarbeitersuche oder Partnerbörse… Wenn sie genug Leute auf ihre bestimmte Art ansprechen, mögen sich 95 komisch fühlen und weg gehen, aber die paar, die andocken reichen ja. So kommen auch bei erfolglosen und hässlichen N viele Affären vor. Oder bösartige Chefs finden immer wieder Mitarbeiter, bis sie es irgendwann zu weit treiben und selber entlassen werden. Weil sie eine vermeintliche Vertrautheit suggerieren können – bis hin zum Heimatgefühl endlich angekommen zu sein – die ihrerseits in der normalen Form gar nicht existiert

  8. Waltraud sagt:

    An Lise1: Ich beschimpf Dich hier nicht, sondern wie Du, melde ich mich zu Wort, wenn ich etwas lese, was u.a. an mich gerichtet ist.
    Bei Deinem Kommentar hätte ich nicht vermutet, das Du weißt, wovon Du redest. Und es geht nicht um „Leid tun“, es geht darum wie NPSler unterwegs sind, um die Muster zu durchschauen. Aber wer bitte vermutet
    schon das man einem unglaublich guten Schauspieler aufgesessen ist. Und um das Wort „Opfer“ zu gebrauchen – ich wollte keins sein! Ich bin durch Unwissenheit und völlig naiv auf jemanden „reingefallen“. Meine Defizite hab ich sehr wohl im Laufe dieser „Nichtbeziehung“ erkannt. Ich hab sehr lange gebraucht, womit dieses ganze Leid in meinem und im Leben der gemeinsamen Kinder zu tun hat. Viel zu spät!! Und erst ab da konnte ich mich überhaupt zur Wehr setzen bzw. wie ich mich verhalten sollte. Ich kann aber leider überhaupt nichts daran ändern, das er es wirklich zu gut versteht, sich glaubwürdig bei anderen darzustellen, Tatsachen zu verdrehen und sie nach Strich und Faden zu manipulieren, wie er es bei mir und seinen Kindern getan hat und bei diesen nach wie vor tut. Ich kann nur die Distanz wahren.

    • Lise1 sagt:

      Ja, Waltraud, wenn man die Ursache nicht kennt, wundert man sich nur noch, wie es ging, dass man da nicht raus kam. Mit oder ohne Abstand.

      Dass man auf Schauspieler herein fällt, ist ja nichts Schlimmes und ganz normal. Wie lange man hereinfallen, das ist die Frage, wie lange man gewohnt ist, mit Lügen und Betrug zu leben und bewusst weg zu sehen. Ich weiß genau wovon ich spreche. War auch ganz unnütz viele Jahre lang verzweifelte Opfer. Deshalb schreibe ich ja immer, dass man da raus kann und das Leben so wird, wie noch nie war. Der Anfang ist, die wirklichen Ursachen aufzudecken, die Beziehungen sind nur Symptom, nicht die Ursache des Leids.

      • Waltraud sagt:

        Hallo Lise1,
        weg wollte ich schon relativ früh. Dem stand entgegen, das ich intuitiv wusste, ich würde keine Unterstützung haben mit 2 Kindern, sondern im Gegenteil würde er alles tun um mich noch mehr fertig zu machen, als ich ohnehin schon war. Körperlich und seelisch am Ende und null Ahnung, das es nicht an mir (was mir ja immer vermittelt wurde) sondern durch ihn hervorgerufen. Ängste hatte ich ohne Ende und überhaupt kein Selbstvertrauen mehr. Er war mein Herr und Gebieter (so würd ichs heut bezeichnen) und ich war seine Gefangene. Jetzt wo ich die ganzen Hintergründe kenne, kann ich nur noch kopfschüttelnd zurückblicken, ihm soviel Macht gegeben zu haben.

        • Lise 1 sagt:

          ja, Waltraud, ich hatte auch Kinder und blieb, sollten keine Scheidungskinder werden und außerdem sagte man mir in Familie und Kirche, Kinder brauchen einen Vater und vergib wie dir vergebren wird und liebe dienen Nächsten wie dich selbst. Aber ich habe mich ja gar nicht geliebt, ich verstand diesen Satz überhaupt nicht und plapperte ihn fröhlich 30 Jahre lang nach. Mannomann!

          Alles schrie in mir, Kinder aber nicht so einen Vater! Aber ich konnte das sehr gut mundtot machen, dieses Bauchgefühl. Ich hatte als kleines Kind gelernt, das nicht zu spüren oder binnen kürzester Zeit zu verdrängen. Das betraf seelischen Schmerz und verrückterweise auch körperlichen Schmerz. So dass man nicht merkt, wie es weh tut, zu lange am PC zu sitzen oder zu viel zu rauchen oder zu enge Schuhe zu tragen, oder von jemanden ohne Grund beleidigt zu werden oder unnütze Vorschriften gegen jedes Eigenintersse beachten zu müssen. Simples Beispiel: Es tut weh sich den Kuchen runter zu quälen, weil sonst Oma traurig ist. So verlenrt man aus Selbstschutz, sich zu spüren, weil man es sonst nicht ausgehalten hätte, dabei ist es Misshandlung der Kinderseele. Das hängt alles miteinander zusammen, nichts zu spüren, sich was hinzureden, körperlich und seelisch. Im Nachhinein weiß ich , dass ich alles gespürt ahbe, es aber schön verleugnet habe und die Wirklichkeit recht verschoben wahr genommen habe, um zu überleben.

          Langsam lernte ich alles wieder zu spüren, fühlt sich lebendig an. Nun kann ich was gegen das Unwohlsein unternehmen, wenn ich es spüre, das ist gut! Aber ich hatte gedacht, man muss sich vor den unguten Gefühlen schützen und es ist nicht gut, sich unwohl zu fühlen, also weg damit. Fataler Irrum, das Gegenteil befähigt zum Leben.

          • Nadine B. sagt:

            Liebe Lise 1

            Mein narzisstischer Mann hat sich nach fast 24 gemeinsamen Jahren und drei gemeinsamen Kindern vor sechs Wochen getrennt. Natürlich bin ich in seinen Augen diejenige, die dafür verantwortlich ist und, was das Schlimme ist, er legt die Verantwortung auch für ein mögliches zueinanderfinden Im Kopf der KINDER in meine Hände! Wie also überstehst Du dieses Manipulative Spiel deines Ex Mannes mit den Kindern? Die Kinder sagen mir also Dinge wie: “ Papa würde ja zurückkommen, wenn Du was tun würdest“ …..und das ist ganz bestimmt nicht romantisch – das ist nur ein Abwehren der Verantwortung für Sein Fehlverhalten und ich empfinde es auch als Erpressung. Er hat mich in den letzten Jahren so in die Knie gezwängt, dass ich mit Liebevollem Rückzug reagiert habe. Er hatte keine Angriffsfläche mehr und ist gegangen. Aber können die Kinder gesund sein, wenn der Vater so schwierig ist? Ich mache mir große Sorgen und bin. Ich nicht völlig orientiert. Viele liebe Grüße

          • Lise1 sagt:

            Nadine, meine Kinder sind erwachsen und haben aus meiner Sicht aufgrund ihrer Kindheits Erlebnisse einiges zu bewältigen.
            Auch sie haben seelische Überlebensstrategien angeeignet, die früher zum Überleben wichtig waren, heute überflüssig und destruktiv sind. Ich weiß das, sie wollen nicht in ihrer Kindheit graben, vor allen Dingen nicht mich schlecht reden, obwohl ich damit klar kommen würde, seit meiner langen Therapie. Ich habe sie nicht genug geschützt, nicht auf mein Muttergefühl gehört und statt dessen gemacht, was andere Institutionen, auch die Familie, mir als sinnlose oder sogar falsche Regeln und Gebräuche vorgaben.

            Ich habe mich dafür bei allen entschuldigt und ihnen auch von meiner hilfreichen Therapie erzählt, in der Hoffnung, dass sie sich individuell helfen lassen, wenn es ihnen aufgrund ihrer Prägung schlecht geht. Dass sie gute Menschen um sich scharen und keine, die sie ausnutzen oder benutzen. Als Mutter kann man da den Therapeuten nicht ersetzen, nur aufhören, sie weiter von oben herab – auch nicht als vermeintlicher
            schlauer Helfer – zu behandeln.

            Man kann die Vergangenheit nicht ungeschehen machen, sie ist in uns verankert und somit Gegenwart. Damit müssen ich und die Kinder leben lernen und als ein Bestandteil des Lebens (von vielen) annehmen

  9. Anna sagt:

    Ich verstehe eins nicht. Einerseits braucht ein Narzisst, andere Menschen, um so die Zufuhr zu bekommen. Bleibt sie aus, besteht Selbstmordgefahr.

    Auf der anderen Seite verhalten sie sich teilweise grausam zu ihren Mitmenschen.

    Haben die wirklich so wenig Selbstreflektion, dass die nicht merken, dass sich Menschen abwenden, wenn sie sie wie Dreck behandeln? Man würde doch meinen, dass das einem der gesunde Menschenverstand sagt, oder?

    Was mich noch interessiert: Was ist, wenn ein Narzisst auf einem Schizoiden trifft? Ein Schizoider wird wohl kaum in der Lage sein, einen Narzissten zu bedienen, oer?

    • Melanie sagt:

      Hallo Anna,
      genau, das ist das Dilemma! Ich musste die Erfahrung machen, dass es nicht unbedingt um „positive Zufuhren“ geht, sondern auch um negative Reaktionen wie Wut und heftige Reaktionen von meiner Seite, Hauptsache
      überhaupt ein Echo, damit er wieder den „Beleidigten“ spielen konnte.
      Ich bin ein durch und durch kommunikativer Mensch, der mit viel Freude
      durchs Leben geht – und Gott sei Dank habe ich mir dies erhalten können, trotz der vielen Demütigungen und Angriffe von seiner Seite, wo mir häufig der Mund offen stehen bliebt, weil ich sie auch nicht verstanden habe. Wenn es mir gut ging und ich fröhlich war, dann kam wieder ein Seitenhieb und ich war am Boden – hab die Welt nicht mehr verstanden und am wenigsten ihn!!!!

      Ich lese z.Zt. das Buch „Wie schleichendes Gift“ und „Liebe – kälter als der Tod“ – beide Bücher haben mir sehr geholfen, das ganze Ausmaß Schritt für Schritt zu begreifen und helfen mir bei der Verarbeitung der vielen vergangenen Jahre….
      In diesem Sinn viel Kraft und Ausdauer..
      Melanie

    • Burgi sagt:

      Liebe Anna,
      Narzissten reflektieren nichts aber rein gar nichts. Alles wird auf die Umwelt projiziert und „schuld“ sind grundsätzlich immer die anderen.
      Ein Schizoider wird den Narzissten nicht lange bedienen können, befürchte ich, wobei man dies nicht verallgemeinern kann, da ja jeder von der Psyche her anders gestrickt ist.

      Es ist egal in welcher Form ein Narzisst Energie bekommt, dies kann positive oder negative Energie sein, Hauptsache er kann entweder glänzen oder das „Opfer“ spielen. Dazwischen gibt es nicht viel.
      So habe ich meine Beziehung mit einem Narzissten durchlebt und ich bin gottfroh, dass ich, nach 7 Jahren, seit Juni 2017 von ihm getrennt bin.
      Mittlerweile habe ich keinen Kontakt mehr zu ihm und wieder gut in mein eigenes Leben zurückgefunden. Ja, man könnte sagen, das Leben macht mir wieder Spaß und das Interessante ist, dass ich einen Narzissten nun schon aus 100 Meter Entfernung förmlich riechen kann. Irgendwie bin ich jetzt auf Narzissten „geeicht“.

      Seitdem habe ich auch immer wieder mit Narzissten in meinem Umfeld zu tun, sei es beruflich oder privat, doch ich habe nun keine Problem mehr mit ihnen, weil ich weiß, wie sie ticken. Viele von ihnen sind auch absolute Choleriker, durfte ich feststellen. Ich finde es immer ganz amüsant, wenn die dann ausflippen und grinse in mich hinein und schüttle innerlich den Kopf; nur täglich möchte ich mit so einem Menschen nie wieder konfrontiert sein.

      Am besten ist es, wenn man diesen Menschen in einer Art innerlichen Verbundenheit gegenübertritt und dieses kleine verletzte Kind in ihnen sieht, dass um sich schlägt und nach Liebe schreit, denn darum geht es dem Narzissten ja eigentlich. In der Beziehung mit meinem Ex konnte ich dies jedoch nicht, weil die Übergriffe zu gehäuft auftraten und ich nicht mehr zur Ruhe kam.

      Die Zeit der Trennung bis heute war allerdings eine ziemlich emotionale Achterbahn, in der viele Tränen flossen. Aber das ist gut so, denn ich beweine da auch die Verletzungen aus meiner Kindheit, die er mir alle noch einmal aufgezeigt hat (Meine Mutter war eine Narzisstin und mein Vater Alkoholiker). Tränen sind das Ventil der Seele.

      Dies kann ich heute schreiben, weil ich genügend Abstand zu der Thematik gewonnen habe und das auflöse, was den Narzissten in mein Leben gezogen hat, nämlich meine eigene Bedürftigkeit, die ich nun mit Selbstliebe und Selbstfürsorge täglich selbst auffülle und ausgleiche. (Damit ist nicht der Egoismus gemeint.)

      Herzliche Grüße
      Burgi

      • Susanne sagt:

        Liebe Burgi, ganz genau so ist es! Glückwunsch, dass du den Absprung geschafft hast. Auch bei mir war die Trennung letztes Jahr im Juni….die Regeneration dauert seine Zeit. Doch es geht voran. Auch achte ich instinktiv und intuitiv vervaufstärkt auf auffällige Verhaltensweisen und lerne mich dadurch immer besser zu schützen. Leider gibt es viel zuviele selbstverliebte, grenzenlose, empathielose Parasiten auf diesem Planeten….

        Alles Gute weiterhin.

      • Anna sagt:

        Ja, so ist es mir heute wieder mal mit meinem Chef gegangen. Ich vermute ganz stark, dass er ein Narzisst ist, zumal er mir von Anfang an sehr vertraut war und das Gefühl hatte, ihn schon ewig zu kennen.

        Es klingt unglaublich, aber das Gefühl hatte ich bereits, als wir per E-Mail den Termin für das Vorstellungsgespräch vereinbart haben. Hätte ich meine psychologischen Kenntnisse damals gehabt, wäre ich vor lauter Angst nicht zum Interview gegangen, weil mir klar war: Das kann nur ein Narzisst sein.

        Aber ich wusste das nicht und hab mich auch noch gefreut, dass er mir so vertraut war. Es ist nämlich so, wenn man in einem narz. Umfeld aufgewachsen ist, kommen einen Narzissten, wenn man sie kennenlernt, unheimlich vertraut vor, weil das Unbewusste die Anteile erkennt, die auch die Eltern hatten.

        Also, mein Chef ist Dekan an der Uni und es ging darum, dass eine Promotionsstudentin eine Verlängerung ihrer Promotionszeit brauchte. Weil er ebenso wenig Ahnung hatte, wie die Leitung der Studentenkanzlei, hat er mich zusammengeschissen. Dabei hab ich ganz genau das gemacht, was man mir in der Einarbeitung sagte. Ich bin mir wirklich keiner Schuld bewusst.

        So sagte man mir auch in der Einarbeitung, wenn Auflagen bei der schriftlichen Doktorarbeit ausgesprochen werden, müssen die Doktoranden umgehend benachrichtigt werden. Ich tat es und bekam so einen Anschiss. Als ich das erklären wollte, meinte Herr Dekan auch noch, wenn ich nicht gleich meinen Mund halte, werde er mich noch so richtig zusammen scheißen und ich soll doch mal am Lehrstuhl fragen, wie er die Leute zusammenscheißen kann.

        Zuvor hatte ich einen anderen Chef, der war noch viel schlimmer. Der hat immer betont, er könne sich das leisten, weil er selbständig ist. Jeden Mist der er baute, waren andere schuld, nur nicht er. Einmal reklamierten Eigentümer Abrechnungen zu recht, er kündigte dann sowohl der WEG als auch derjenigen, die es verbockt hat. Das war eine Azubi, im 1. Lehrjahr, der er gar nicht hätte kündigen dürfen, weil die Probezeit längst rum war. Er hat sich das erlaubt, weil er der Meinung war, sie hätte anhand ihrer Lebenserfahrung die Buchhaltung richtig machen müssen.

        Ich frage mich, wann es endlich aufhört, dass ichs tändig an solche Leute gerate und was ich tun kann, damit ich solche Leute nicht mehr anziehe.

        Einmal hatte ich ein Vorstellungsgespräch. Da sagte der Chef, dass ich zwar die beste Arbeitsprobe abgelegt hätte und mein Englisch nahezu perfekt war, aber er wird mich trotzdem nicht nehmen…. Dann hat er so rumgeduckst und gemeint, die Dame, die er genommen hat, hat besser zu ihm passt… Er war auch mir total fremd, was er ja tatsächlich auch war. Das sagt alles.

        Ich werde wohl nur solche Chefs bekommen. Ich weiß, es liegt an meiner Kindheit, dass ich solche Leute anziehe. Aber wie kann ich das abstellen? Ich weiß auch, dass es auch nicht zum Thema „Suzid“ gehört, aber ich will jetzt Euch fragen, ob es einen Weg gibt.

      • Anna sagt:

        Liebe Burgi,

        ich begreife es trotz deiner ausführlichen Antwort nicht, wie man Liebe bekommen will, wenn man sich garstig verhält.

        Einmal sah ich einen Film, da war ein Paar bei der Eheberatung und der Mann behandelte seine Frau wie den letzten Dreck. Da fragte die Therapeutin ihn, warum er das macht und da meinte er „er wolle Liebe“.

        Haben die eine so verzehrte Wahrnehmung, dass sie glauben, durch Runtermutzen Liebe zu bekommen?

        Ich glaub, ich erkenne auch sehr schnell einen Narzissten, mittlerweile…. Aber besonders schlimm finde ich es, wenn das auf der Arbeit passiert. Da bin ich doch abhängig (Einkommen). Da kann man sich fast so wenig wehren, wie als Kind, wenn die Eltern gestört sind. Gut, man kann sich einen neuen Job suchen. Aber ich befürchte, ich bekormme nichts anderes. Das habe ich vorhin genauer beschrieben.
        Ich glaub auch, dass ich besonders schlecht mit Narzissten auskomme, weil ich schizoid bin. Das einzige, was ich will, ist meine Ruhe und dann gehen die immer auf mich los. Die sollen mich doch einfach endlich in Ruh lassen.

        • Yonne sagt:

          Hilfe! Ich glaube ich bin auch schizoid (geworden ?) nach meiner Beziehung mit narzisstischen Energieräubern und Parasiten. Will nur noch allein sein, auch wenn ich freundlich mit den Nachbarn und Leuten bin. Am Besten geht’s mir allein. Ich glaube auch, dass ich jetzt einfach Angst vor zu nahen Beziehungen habe. (Oder ist das jetzt auch schon Narzissmus?) Irgendwie seh ich da noch nicht ganz durch. Ich weiss auch nicht genau, wo der Unterschied zwischen Narzissmus und Egoismus, resp. überhöhter Egozentrik liegt; und wo gesunder Narzissmus in ungesunden kippt. Ich weiss nur, dass ich nicht mehr „ausgesaugt“, herum gescheucht, und ständig kritisiert werden will.
          Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um alle nach ihrer Fasson glücklich zu machen.

          • Lise1 sagt:

            Selber kann man das nicht diagnostizieren, dazu ist das viel zu komplex und man müsste sich von außen betrachten können. Verwechslungsgefahr ist groß. Fast unvermeidbar.

            Aber es geht doch auch nicht darum, wie das heißt, sondern wie man das wieder hinbekommt, was kaputt ging. Dazu gibt es Fachleute, die gut helfen, allein geht das kaum

          • Waltraud sagt:

            Hallo Yvonne,
            ich kann Dich total gut verstehen. Ich weiß zwar nicht, wie lange Du einem Narzissten ausgesetzt warst, aber es hinterletzt ja Spuren in der eigenen Psyche. Und es braucht Zeit, sich auf sich zu besinnen und alles wieder in die „richtigen“ Schubladen zu sortieren.

      • Silv sagt:

        @Burgi ein schizoider Mensch sucht keinen engen Kontakt zu anderen Menschen. Er ist stark zurückhaltend geradezu menschenscheu und misstrauisch. Das will der N nicht

        • Anna sagt:

          Ich bin leicht schizoid (diagnostiziert) und bin so oft an Narzissten geraten. Natürlich lerne ich Menschen kennen. Schon alleine deshalb, weil ich berufstätig bin. Es ist ja nicht so, dass ich Schizoide in einem Glaskasten stellen und nie Kontakt zu anderen Menschen haben. Die Narzissten ziehe ich an, weil ich in so einem Umfeld aufgewachsen bin. Aber ich bekomme besonders schlecht mit Narzissten zu recht, viel schlechter, als andere Menschen.

        • Waltraud sagt:

          An Yvonne: Oh Gott meine Rechtschreibung und die Spuren im Kopf; meinte hinterläßt

    • Silv sagt:

      Hallo Anna,
      Der Narzisst wird intuitiv die Beziehung zum Gegenstück suchen. Genau wie umgekehrt.
      Auch er möchte sich aufwerten durch die Beziehung. Sucht nach einer/- m adäquatem Partner. Den er für passend hält da gutaussehend, vermögend, selbstsicher wirkend im erfolgreichem Berufsleben. Um diesen dann durch Abwerten zu demontieren. Was den Narzissten dann aufwertet. Da stärker ( fühlend).Partner die ihm schon im ersten Aspekt schwach erscheinen, will er nicht. Er findet zielsicher seinen Gegenpart.

  10. Yonne sagt:

    Suizidgefahr besteht allerdings auch bei Opfern von Narzissten. Die Frage dies sich mir hier wieder einmal stellt, ist: WER genau ist denn nun der Narzisst? Oft bemühen sich ja die „Opfer“ von Narzissten bis zu Burnout es allen Recht zu machen. Nein, nicht wegen der Anerkennung, sondern weil sie vom „Narzissten“ so „programmiert“ wurden, durch ständige Schikane und Kritik. (Seien dies Eltern, Partner, Freunde oder Chefs….) Die Selbstverliebtheit der meisten Narzissten kann sehr wohl zu Wutanfällen und Zusammenbrüchen und evt. sogar zum Suizid führen. Genau die gleichen Symptome können aber auch die Opfer von langjährigen „Gaslighting-Beziehungen“ mit Narzissten aufweisen. (Vgl. den Film: A woman under influence) Darin wird sehr gut gezeigt, wie eine Frau langsam in den Wahnsinn getrieben wird, weil sie es „IHREM“ Mann einfach nie Recht machen konnte, wie und was sie auch tat…… .
    Also, diese Symptome können viele Leute aufweisen, eben nicht nur Narzissten, die gekränkt auf Abwertung reagieren. Ich habe misshandelte und ausgebeutete Frauen erlebt, welche sich endlich wehrten. Denen wurde dann vom Psychologen „narzisstische Persönlichkeitsstörung“ unterstellt, was völlig an der Wahrheit vorbei ging. Diese Frauen waren schwer traumatisiert. Allenfalls hatten sie eine „Anpassungsstörung“, aber sicher keine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Seither bin ich sehr sehr vorsichtig mit diesen Begriffen.

    • Lise1 sagt:

      Das Anpassen, bis hin zum Burnout, lieb sein, fleißig sein, usw. kann durchaus eine Form des Narzissmus sein. Auch diese Menschen haben ein unrealistisches Bild von ihrer Größe, Stärke und Moral einerseits und mangelndem Wertgefühl andererseits. Was eben bloß anders aussieht als der laute Narzissmus, Laien kennen diese Form von Narzissmus oft nicht, aber diese Form ist ebenso zerstörerisch und selbstzerstörerisch.

      Die Diagnostiker werden wohl Recht haben. Bloß weil Laien dieses Erscheinungsbild des Narzissmus nicht zuordnen, so tut das nichts daran, dass es das trotzdem ist.

      Traumatisiert wurden beide. Sie haben beide in der Kindheit zu viel oder zu wenig oder das Falsche bekommen.

      • Yonne sagt:

        Lise1: Mar ja sein, was Du sagst….. NUR: Was nützt diese Zuschreibung den Frauen im Frauenhaus?

      • Waltraud sagt:

        Hallo Lise1,
        das lieb sein wurde doch gerade den Mädchen in der Erziehung vermittelt. Sowie das sich um andere zu kümmern auch.
        Das seh ich völlig anders als Du. Bei mir kann ich sagen, das was mir von meiner Mutter vorgelebt und vermittelt wurde, hat mir im höchsten Maße geschadet und den Weg bereitet, um mich dann in einer ungesunden Beziehung wiederzufinden, der genau das als Frauenbild hatte.

        • Waltraud sagt:

          Das betraf auch bei meine 3 Schwestern.

          • Lise 1 sagt:

            Was genau siehst du anders? Ich meine doch auch das Frauenbild, lieb sein, fleißig sein, hübsch sein, das hat bereit gmacht, mit Narzissten zu leben. Gesundes Verteidigen der eigenen Grenzen wurde als garstig und unweiblich sanktioniert und bei mir auch bestraft, somimt fehlten die legitimen Mittel, um sich als Erwachsene nicht misshandeln zu lassen.

            Heute weiß ich, dass dass , was genommen wurde, auch wieder gefunden werden kann, wenn man überhaupt weiß, wonach man sucht. Daher schrieb ich oben, mit der Erkenntnis der eigenen Wahrheit (geht meist nur in ganz kleinen Schritten) ändert sich das Wehren

        • Lise 1 sagt:

          Trotzdem kann das eine Form des Narzissmus sein. Zu denken, besser zu sein, als der schlimme Partner, ebenso wie das mangelnde Selbstbewusstsein und die vielen Überlebenstrategien, die in Wirklichkeit selbstschädigend sind, um doch noch irgendwie Liebe zu bekommen.

          Auch die Kontrolle über den Narzissten und die Art über Hilfeleitungen/Helfersyndrom den andern in Kontrolle zu bekommen, sich gut und bessser als die anderen zu fühlen, kann alles Narzissmus sein.

          Die schwere Heilbarkeit des Conarzissmus ist ebenso ein Indiz. Man denkt ja, man ist richtig und der andere ist krank. Viele Parallelen. Narzissten spiegeln sich oft.

          Da gibt es den Begriff „narzisstische Kollusion“. Jürg Willi.
          Wenn man googelt, kann man lesesn, wie einer vom anderen abhängig ist. Und die Positionen können sich umkehren in den Jahren einer Beziehung, müssen aber nicht.

          Daher sind auch Narzissten völlig leer, und daher auch die Selbstmorddrohung, wenn sie den Conarzissten verlieren. Sie spüren auch, dass etwas schief läuft, haben es aber genau so verlernt, zu spüren, was genau. Wenn sie es wüssten, hätten sie unglaublich viel Trauer zu durchleben, da sterben sie lieber, anstatt Heilung zu suchen. Betrifft auch beide Arten des Narzissmus.

          • Waltraud sagt:

            Mag sein. Was ich früh festgestellt hab bei meinem Ex, das er gut bei anderen dar stehen wollte. Gedanken von mir, er verkauft sich bei anderen mit weisser Weste, ich stell aber ganz was anderes fest. Nach aussen macht er den Helfer und Retter, hinter verschlossenen Türen wollte er einen fertig machen und eins auswischen, wenns nicht in seinem Sinne lief.
            Ich hab ihn für mich auch mal als Wolf im Schafspelz bezeichnet. Was ich mir ankreide, das ich ihm aus Unwissenheit eine Plattform für sein handeln gegeben hab aufgrund von falschen Glaubenssätzen, von falschen Erziehungsmustern, begleitet von Selbstzweifeln der eigenen Wahrnehmung vertrauen und danach handeln zu dürfen/können. Ich war so darauf abgerichtet, mich im aussen und nicht im innen (bei mir) zu sein, weil scheinbar nur wichtig war, ob andere mit mir zufrieden sind als umgekehrt. Das widerum hat unglaubliche Frustration und Aggression in mir ausgelöst. Nicht meine Bedürfnisse, sondern die Bedürfnisse anderer sind wichtig und zu erfüllen. Das ist wirklich krank, aber so wurden wir, ich und meine Schwestern tatsächlich für unser späteres Leben zum Unglücklichsein programmiert. Der Mann ein höheres Wesen und gleichzeitig der Feind.

          • Lise1 sagt:

            Waltraud,wir können alles ändern, so lange wir leben.

            Ja, den Gedanken, zum Unglückliche in programmiert worden zu sein hatte ich auch schon, für beide Seiten.

            Aber die Kinderzeit ist vorbei, wo man dem ohne Chance ausgeliefert war!
            Ich glaube, wenn sich das herumspricht und das erkannt wird, wo so viel Unglück in der Welt herkommt, dann sitzen noch mehr Eltern allein und in der selbst verursachten Einsamkeit.
            Sie jammern über ihre verlorenen Kinder, auch teilweise am Unglück gestorbene, aber haben es selber verursacht.

            Die andere Sache ist wirklich, die Verantwortung für sich zu übernehmen und nicht mehr gefühlsmäßig halb kastriert durch die Welt rennen zu müssen, das ist nicht mehr nötig.

            Ich finde das Leben so bunt wie nie. Einfach ist es nicht, ich bin auch für viele unbequemer geworden, aber es fühlt sich richtig gut an.

  11. Nina sagt:

    Er versucht sich seit Wochen zu trennen hat alle Register gezogen, mich erniedrigt verletzt gedemütigt. Ich hab es mit mir machen lassen, wobei es unter dem schleichenden Prozess schwer erkennbar war. Ich als komplementär und er als Narzisst ein echt brutales Spiel des nicht los lassen Könnens beide sind total abhängig. Ich fasse allen Mut und springe über meinen schatten und lasse ihm den Willen das ich mich trenne. Gewahr dem was mir dann folgt an Spott weil er sich als den verlassenen feiern lässt. Ich habe bereits eine Therapie hinter mir die in den letzten Zügen sich dem Ende neigt und das gefühlt es ist nichts besser geworden. Es ist wie eine Krankheit mit dem entsprechenden gegenüber angeheizt. Ich dachte ich bin gut dabei und kann mich besser schützen, ich erkenne zwar die Muster im Verlauf der Beziehung die verachtende Art die Ignoranz etc und nehme starke Gefühle in mir wahr aber niemals als Wut bevor ich Zorn bekommen fang ich an und heule was ihn ja nur wieder bestärkt ihn über mir stehen lässt. Ein endlos erscheinendes spiel mein Selbstwert am Ende. Wobei ich super drauf war bevor ich ihn kannte und ja in der Anfangszeit war es der Himmel auf Erden zu perfekt unfassbar das es das für mich nich gibt. Ich hab das Gefühl für die Normalität verloren was bedeutet eine gesunde Beziehung ? Ich hab nur noch durch ihn gelebt kein selbst mehr bin ausgebrannt und leer. Empfinde keine Freude mehr wenn ich drüber nachdenke hatten wir kaum humorvolle Momente alles war bestimmt durch Leistung und seinen Vorteil.
    Ich rekapituliere vor dieser Krankheit und begebe mich in ein 12 Schritte Programm für Co-Abhängigkeit um endlich los zu kommen. Der Suizid der beschäftigt ihn das weiß ich aufgrund von Schulden und der mangelnden Erfolge im Job und seiner Überforderung. Eine Frage der Zeit. Ich werde ihn nicht retten und auch nicht aufhalten. Ich werde meinen Weg gehen in Liebe zu mir selbst und rate allen die diese Endlosschleifen drehen, steigt aus !
    Rettet euch selbst, seit stark. Es ist schmerzhaft in die Autonomie zu kommen der Weg ist der einzige der Chance auf ein besseres Leben bietet. Immer wenn ich es geschafft habe los zu kommen ging es mir alleine wieder gut nach einiger Zeit. Sobald ich in Beziehung komme und er mich so richtig flasht es zu schön ist, ist es wieder ein Narzisst! Ganz sicher.
    Ich wünsche euch alles Glück der Erde gebt euch niemals auf und bleibt wach und bei euch

    • Lise1 sagt:

      Bleib du auch stark und werde frei. Viel Glück!

      (Meine Therapie, die 3 Jahre dauerte brachte mich drauf, wer mich so werden ließ. Und wer ihn so werden ließ. Das war eine Riesenbefreiung, denn da konnte ich an ganz anderer Stelle mit dem Zurück holen des eigenen beginnen. Nun weiß ich dass ich aufhören kann, mich an jemand zu hängen, der nie mit mir verbunden war. Das ging sehr tief. Das wünsche ich jedem!)

    • Burgi sagt:

      Liebe Nina,
      vile Glück und gaaaanz vile Kraft, lies meinen Beitrag weiter oben, in dem ich der Anna geantwortet habe.
      Mir erging wie Dir und ich habe mich mit letzter Kraft in meine neue Wohnung geschleift. Heute geht es mir wieder gut und täglich besser. Du wirst es schaffen und wenn er sich umbringen will, dann ist das rein allein seine Entscheidung. Niemand kann einen Narzissten retten außer er sich selbst.
      Denke an Dich und wenn Du willst und Unterstützung brauchst schreib mir, ich bin hier im Forum angemeldet.
      Kopf hoch, alles wird gut!!!
      Herzliche Grüße
      Burgi

  12. Maritt sagt:

    Drohungen sind auch von meinem Mann ständig gekommen. Gegenüber mir und meiner Tochter. Wir haben innerlich nur noch die Augen verdreht. Und ich glaube er hat tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, allerdings nur mit der für ihn wohligen Vorstellung, welche Schuldgefühle er uns dadurch hinterlassen würde.

  13. Arabiata sagt:

    Mal etwas zum Schmunzeln: Vor Jahren hat ,mein` mittlerweile Ex-Partner auch dauernd von Suizid gesprochen, an einem Abend auch wieder. Am nächsten Tag wollten wir miteinander telefonieren, um zu vereinbaren, wann wir uns treffen wollen. Nachdem kein Anruf kam, versuchte ich es gegen 15h, da er immer sehr lange schläft. Um 16h hatte ich immer noch keinen Erfolg, es wurde 17h, ich fuhr zu ihm. Es war ein herrlicher Sommer-Sonnentag, aber die Rollos waren noch heruntergelassen, aufs Klingeln reagierte er nicht. Ich bekam ein mulmiges Gefühl ob der Aussagen am Vorabend. Überlegte, was zu tun wäre im Fall eines Falles. Polizei anrufen? Beim Nachbarn klingeln? Gegen 18h kam eine SMS: Er ist mit seinem Kumpel an die Ostsee gefahren, die beiden essen gerade lecker Fisch und haben Spaß. Seitdem habe ich diese Drohungen -welch wunder- nicht mehr ernst genommen mit den Worten „Entweder man macht das und wenn man es sowieso nicht tut, redet man nicht drüber!“ Seine Antwort darauf: „Du bist so unsensibel…“(!??) Man verzeihe mir meinen Sarkasmus, vielleicht meine Art, das zu verarbeiten.

    • Silv sagt:

      Das nennt man doch Manipulation. Er hat dich bewusst denken lassrn, es sei ihm etwas passiert. Und du hast ihm durch deine Sorgen gezeigt, wie sehr ‚ du ihn liebst‘. Denke ich mal so.

  14. Rabe sagt:

    Ja, ich kann das bestätigen. Ein langjähriger Freund sprang vom Hochhaus. Gute Freunde hatten sich auch von ihm zurückgezogen, wegen seiner Ignoranz ihrer wertvollen Meinungen gegenüber. Ich hatte den Kontakt beendet, seine Selbstherrlichkeit war mir unerträglich geworden. Meine Spiegelung seines Verhaltens beachtete er auch nicht.Ich bete für seine Seele, meine freundschaftliche Zuneigung bleibt. Es war seine Entscheidung!
    Dies alles ist wahrlich kein Zuckerschlecken.

    • Silv sagt:

      Wegen seiner Ignoranz ihrer wertvollen Meinung gegenüber haben sich die langjährigen Freunde getrennt. Aha. Er ist also ganz plötzlich so geworden? Oder warum waren sie langjährige Freunde.
      Vllt hatte er einfach eine Depression. Auch da fällts schwer, das erst einmal für sich so zu akzeptieren dass ein psych Peoblem besteht. Wird so beschrieben. Von Fachleuten.

  15. Jörg sagt:

    Hallo Herr Grüttefien,
    sowas ähnliches dacht ich mir auch schonmal. Was wenn ich meiner Ex die Wahrheit auf den Tisch kippen würde und sie statt Einsicht und Besserung auf die Idee kommen würde sich umzubringen. So sehr ich mir auch wünschte Ihr zu helfen, fragte ich mich irgendwann, aus welchem Grund ich helfen wollte, ist es nicht mein infantiles übertriebenes Harmonisierungsverlangen, eine Überlebensstrategie aus vergangen Kindheitstagen, das Verlangen es allem und jedem Recht zu tun unter der Aufgabe des eigenen Selbst ?
    Mir wurde klar, aus meinem Zustand heraus kann ich ihr gar nicht helfen, noch könnte ich die Verantwortung übernehmen, falls da bei der ‚Behandlung‘ irgendetwas schief geht. Das geht einher mit der Akzeptanz, das ich als Mensch gar nicht wahrgenommen wurde, eher als emotionale Tankstelle. Ich bin nicht mehr sauer darüber, so ist die Tankstelle auch nicht wertend gemeint, letztlich ist sie ein Mensch mit einer Persönlichkeitsstörung die wohl das passende Gegenstück zu meiner eigenen Persönlkichkeitsstörung darstellt, diese Erkenntnis war bitter aber notwendig und hilfreich.

    • Hallo Jörg,
      anderen zu helfen ist ja zunächst erst einmal nichts Schädliches. Der Wunsch, anderen helfen zu wollen, wird erst dann zu einer Belastung, wenn man seine Energie in Projekte steckt, die keine Lösung oder kein Vorankommen versprechen, wenn die Aufopferung so weit geht, dass man sich selbst aus den Augen verliert und wenn man sich selbst gefährdet. Diese Grenze sollte man im Auge behalten, um ein Unterlassen oder Abbrechen der Hilfe nicht als persönliches Scheitern zu verstehen.

    • Silv sagt:

      So ists. Leider.

  16. Thomas sagt:

    Ob Narzissten suizidgefährdet sind wag ich zu bezweifeln.

    Am Beisoiel meiner Ex-Frau sieht es so aus das sie mit 46 Jahren nach wie vor in den Räumlichkeiten der Herkunftsfamilie wohnt.

    Bei Oma, Eltern und mütterlicher Grosstante gibt es materielle und finanzielle Zuwendungen aller Art. Da kann man mietfrei wohnen, die Mutter macht oft das Essen, der Vater bezahlt juristische Rechnungen die in Prozessen mit dem bößen Ex-Schwiegersohn Nummer 2 anfallen falls diese Kosten nicht auf den Steuerzahler abgewälzt werden können.

    Da kann man sich bei partnerschaftlichen Problemen, dessen Schuld natürlich beim Partner lag und liegt, Streicheleinheiten holen. Die Freundschaften versogen berufsbedingt die Anschaffung und Instandhaltung neuer gebrauchter Autos oder im Elektrohaushaltsbereich ist die Versorgung eventueller Anschaffung neuer Gerätschaften oder Instandhaltung Dieser zum „Freundshaftspreiss“ welcher Art auch immer.

    Und dann hat man noch 3 Kinder aus 2 entsorgten Ehen die auch noch für Aufmerksamkeit und Nestwärme sorgen.

    Bevor hier Suizidgefahr besteht geht ein Elefant durch ein Nadelöhr.

    Da wird schon frühzeitig für entsprechenden Ersatz an Tankstellen JEGLICHER Art gesorgt!

    • Waltraud sagt:

      Hallo Thomas,
      ich seh das genauso. Ein Narzisst versteht es doch hervorragend, andere zu blenden, sich von der besten Seite zu präsentieren. Genau weil er solche hervoragenden Mittel wie Manipulation, Verdrehen von Tatsachen usw. einsetzt, hat es doch der Partner solcher Menschen so unglaublich schwer, bei anderen Verständnis zu erhalten bzw. wird doch eher die Glaubwürdigkeit des Opfers eines Narzissten angezweifelt. Und der Narzisst selbst hält sich doch für unfehlbar, warum sollte er Suizid begehen. Verzweifelt sind die, die es mit Narzissten zu tun haben und begehen Suizid, nicht umgekehrt.

      • sula15 sagt:

        Hallo Waltraud,
        ich finde, das hängt sehr stark von seinem Gegenüber ab, ist er der Meinung „ich hab die Leute im Griff“, hat er keinen Anlass ein Drama auszulösen. Sind die Widerstände zu groß für ihn, bekommt er durch den
        Suizid „Aufmerksamkeit“

      • Lise1 sagt:

        anstatt Hilfe zu suchen machen die das

        Es gäbe ja Hilfe, aber es wird alles getan, um da in dem Elend zu bleiben

        Das ist nicht besser und nicht schlechter als Narzissmus

        • Lise1 sagt:

          war an Thomas und Waltraud, die meinen, nur die Conarzissten sind einsam

          Sie treffen natürlich aufgrund ihrerPragung eine Entscheidung, in der armeOpferrolle bleiben zu wollen.

          Auch Sie nehmen wertvolle Ratschläge nicht an, sind beleidigt, werden einsam und verbittert, die anderen sind d Schuld und sie selber sind so gut.

          Aus der Mühle kann man raus, sofern man will.

          • Waltraud sagt:

            An Lise1: Du hast wohl die Weisheit mit Löffeln gegessen, wie sonst kommt man zu solch arroganten Aussagen.
            Aus der Opferrolle kann man erst raus, wenn man überhaupt eine Ahnung davon hat, das man es mit einer Nps beim Gegenüber zu tun hat. Und das es sich um Mißbrauch handelt, muss einem erst klar sein. Vorher wurde man ja massiv mit Schuldgefühlen klein gehalten. Etwas was man schon aus der Kindheit kennt. Der Narzisst sucht sich ja nicht umsonst gezielt das Gegenstück aus, das er zu seinen Zwecken mißbrauchen kann.
            Und Deine Aussage; „Aus der Mühle kann man raus, wenn man will.“ Wenn das nach Deinen Worten so einfach wäre, gibts ja keine Probleme. Zumindest bei Dir nicht. Glückwunsch

          • Lise1 sagt:

            Waltraud, ja kann arrogant sein.

            Ich war in 2 langen toxischen Beziehungen, einmal 12 und einmal 16 Jahre und habe den Missbrauch nicht erkannt. Und konnte nicht raus. Seit 30 Jahren suchte ich den Fehler im System.
            Wurde mit Schuldgefühlen klein gehalten. Habe jeden erdenklichen Horror durch, meine Kinder auch.
            Die Augen auf gingen mir erst wirklich, als ich zum ersten Mal in eine Therapie ging. Der Therapeut hatte Ahnung von Persönlichkeitsstörungen und ich sah endlich wo der Hase im Pfeffer liegt.
            Weil ich mir endlich Hilfe suchte, obwohl ich gar nicht wusste, dass ich sie brauchte – die andern waren ja schuld dachte ich – da konnte ich endlich aus dem aussteigen. Es war und ist harte Arbeit, aber ich wollte und will es unbedingt. Der Prozess ist lange nicht zu Ende. Ich konnte anfangen, bei den Verursachern aufzuräumen, die Beziehung gen waren nur Folgen des Grundproblems.
            Diesen Weg kann jeder suchen, ohne Hilfe geht es nicht, wie gesagt ich habe es 30 Jahre lang mit Büchern und Foren und Beklagen überall probiert. Ich tat
            auch vielen leid und einige wollten helfen, aber helfen konnte ich mir nur selber mit der Aufdeckung der Wirklichkeit. Warum ich So schlecht behandelt wurde und so ein Leben hatte, wo ich doch bestimmt keine Streitdrossel war, ganz im Gegenteil.

            Erst jetzt komme ich auch an die richtigen Bücher, zb Alice Miller Das verbannte Wissen. Jetzt weiß ich auch, warum die Ursachen unseres Unglücks so perfekt verborgen sind, bis ein guter Therapeut sie einem langsam und schonend eröffnet.

            Langsam und schonend bin ich nicht, wenn ich meine Erkenntnisse nach 30 Jahren qualvoller Suche hier schreibe, Ich will Mut machen, dass man da raus kommen kann, man muss den Schlüssel finden, aber der liegt nicht unter ner hellen Lampe, sondern schön verborgen und hinter Tabus versteckt im Dunkeln.
            Wen man ihn hat, geht man da raus wie aus einem Gefängnis und es gibt keinen Weg zurück. Raus aus der Opfer Rolle, nicht mehr das Leben der anderen leben, Gefühle wieder finden. Das wünsche ich allen

            Wenn ich mich nicht zurückhalten kann, dass das möglich ist und immer appelliere, den Weg zu suchen, tut mir das sehr leid, wenn es arrogant wirkt, arrogant will ich nicht sein. Ich weiß, dass ich nicht mehr bequem bin.

            Dass das Aufdecken der Ursachen mit viel Trauer verbunden ist, das wollen manche nicht. Das weiß ich, auch sogar das habe ich selber durch, alles wehrte sich in mir gegen die Realität, was geschah und was das für Folgen hatte.

            Also beschimpf mich ruhig, ich kenn dich gar nicht, aber such dein Eigenes. Lerne, Liebe von Hörigkeit zu unterscheiden. Wenn man es nie gelernt hat, ist das sauschwer. Und nur der erste Schritt eines langen Weges. Und dann wird Stück für Stück das ganze Leben anders und lebendig. Wie es noch nie war. Im Nachhinein wundere ich mich, dass ich nicht selber drauf kam, so wie ich fertig war und so intensiv wie ich verzweifelt suchte. Schuldgefühle und Tabus und die erzeugten blinden Flecke verhinderten das aber gründlich, im Grunde konnte ich es gar nicht sehen, so lange ich im System war. Es musste mir auf kluge empathische Weise aufgedeckt werden von einer Person, die absolut auf meiner Seite war und die von außerhalb sah, wo der Hund begraben ist. Vergrabene Hunde sind nicht angenehm zu suchen, aber es lohnte sich für mich

          • Silv sagt:

            @ Lise1 ganz richtig. Aus der Mühle kommt man raus. Manchmal erst, nachdem man sich komplett demontierenn ließ. So wie ich. Erst nachdem ich psychisch auf dem Zahnfleisch gehend in schwere Depression mit Suizidgedanken gerutscht bin, hab ich es geschafft. Blockade auf allen Kanälen- und er hat immer Einen gefunden-, Kontaktsperre, Beschäftigung und Wiederherstellen der eigenen psychischen Existenz. Freundschaften und Interessen pflegen. Das eigene Leben betrachten. Gottseidank war und wurde ich nie einsam. Als mein Ex begonnen hat, mich vor Freunden und Familie zu demontieren, war die Beziehung bereits am Ende. Unsöglich was der Typ an Gemeinheiten gebracht hat. Ich hab ihm seine gestörten Kontakte zu Kindern und Familie/ Freunde durch Vermittlungen gekittet und dann brauchte er mich nicht mehr. Zumal es auch beo mir mal was zu regeln gab. Da wollte er nir aber nicht beistehen.Ist weitergezogen um die nächste Beziehung seiner Next zu zerstören.

      • Silv sagt:

        Der Narzisst wird suizidal wennver kränkend scheitert und Alle sich abgewandt haben. Ich glaubr allerdings, dass er vorher neue COs anvisiert.

        • Silv sagt:

          Lise1
          So ist es.Die eigene verborgene Problematik erkennen. Das Thema kennt man selbst aus der Kindheit. Wie sind die eigenen Eltern? Wie sind sie mit dir umgegangen?

          • Lise1 sagt:

            Die Eltern werden traditionell geschützt bis zum getno. Den Kindern darf ungestraft fast jede seelische Grausamkeit zugemutet werden. Ein Tabu. Es wird selbst bei Menschen die die unsinnig Regeln und die dazu gehörigen Strafandrohungen und realen Strafen und Schuldgefühle erinnern müssten, von glücklicher Kindheit geredet oder dass sie selber schuld waren, wenn sie bestraft wurden. Aber sie waren es gar nicht, grausam, daß heute zu glauben. Das versetzt einen in die Lage, sich lange u d wiederholt in deprimierendeBeziehungen zu bewegen. Vermeintliche Liebe ist von Kindern dheit an mit Lüge, Betrug, Kontrolle und Manipulation gekoppelt, kann daher verwechselt werden mit echter Liebe, weil man das als Liebe verkauft bekam. Man wurde dumm geredet, wenn man als Kind ein gesundes Bauchgefühl hatte und zu irgendwas gegen die eigenen Interessen gezwungen wurde. Als Erwachsener kann der Mechanismus schön weiterlaufen, gelernt ist gelernt und es wird nicht mehr bemerkt, was wirklich los ist

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