Narzisstische Geschwister

Geschwister können die engsten Vertrauten und Verbündete sein, die nichts trennen kann. Manchmal gibt es aber auch unentwegt Zankerei unter den Geschwistern oder sie werden sogar Feinde. Es kann ein echter Hass entstehen, wenn ein Geschwisterteil unter den narzisstischen Zügen seiner Schwester oder seines Bruders leidet. Dann wird die Beziehung zwischen den Geschwistern zu stark von Neid-, Wut- oder Schuldgefühlen belastet.

Bild: © llike – Fotolia.com

Bringt ein Kind entsprechend seiner Veranlagung bereits einen starken Willen mit auf die Welt und ist lebendig, aktiv, präsent und fordernd, dann wird es sich von seinen Eltern nicht so leicht in die Schranken verweisen lassen. Meist sind solche Kinder unbequem, laut und quengelnd. Sie fordern bereits sehr früh ihr Recht ein, lehnen sich gegen andere auf und lassen sich nicht so einfach zu lenken.

Sind die Eltern dann zu nachgiebig und tolerant, wird dieses Kind den großzügigen Spielraum nutzen, um seine Bedürfnisse bis zum Anschlag und meist darüber hinaus einzufordern und auszuleben. Es erfährt keine Grenzen und glaubt somit, sich alles erlauben zu können. Wird es dann noch über die Maße hinaus verwöhnt und umsorgt, dann gewöhnt es sich an die Tatsache, immer im Mittelpunkt zu stehen und dass es immer Menschen gibt, die alles für sein persönliches Wohlbefinden tun werden

Strenge Eltern hingegen werden mit einem solchen Kind viel Arbeit haben, weil es immer versuchen wird, die Grenzen auszuloten, sich einen eigenen Weg zu bahnen und seinen eigenen Vorstellungen zu folgen. Es beugt sich nicht so leicht dem Willen der Eltern. Mit seinem Dickkopf geht es gegen die Worte der Eltern an, die in der Regel sehr viel energischer und konsequenter durchgreifen müssen, als bei ihren anderen Kindern. Stößt das Kind dann bei den Eltern permanent auf Widerstand und wird es für sein Vorgehen beschimpft, abgewertet oder bestraft, dann empfindet es diese Form der Zuwendung seiner Eltern als Ablehnung und Kränkung. Als Ausgleich wird es dann – um das Selbstwertgefühl wieder stabilisieren zu können – andere Wege finden, um Aufmerksamkeit und Bewunderung zu bekommen. Das Kind entwickelt dann starke narzisstische Züge und ist sehr schnell beleidigt, wenn es seinen Willen und die erhoffte Anerkennung nicht bekommt. Es kann aber auch einen verdeckten Widerstand leben, indem es zwar vordergründig die Regeln und Wünsche der Eltern akzeptiert, sich hinter ihrem Rücken jedoch anders verhält.

Die Geschwister halten sich zurück

Da die Eltern schon genug Ärger und Scherereien mit diesem kleinen Querulanten haben, ziehen sich dann die Geschwister oft zurück und verhalten sich brav, um den Stresspegel nicht noch zu erhöhen. Es genügt ja, wenn ein Kind immer gegen alles angeht und versucht, seinen Willen um jeden Preis durchzuboxen. Auf diese Weise aber lassen sich die anderen Kinder in die Defensive drängen. Ihre Bedürfnisse finden weniger Anklang, weil sie sich zum einen zurückhalten und weil zu viel Aufmerksamkeit vom narzisstischen Kind gefordert wird.

Um seinen Willen durchzuboxen, missbraucht das narzisstische Kind nicht selten hierfür die Geschwister. Es lockt die Geschwister mit verführerischen Angeboten, droht oder erpresst die Geschwister, um sie bei der Umsetzung seiner Pläne, die sich gegen die Verbote der Eltern richten, behilflich zu sein. Nicht selten gelingt es dem Kind sogar  – wenn der Plan schiefgeht und der Schwindel auffliegt – dem Geschwisterteil die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Typische Merkmale eines narzisstische Geschwisterteils:

  • Es will vor den Eltern eine gute Figur machen, um deren Aufmerksamkeit zu bekommen.
  • Es bringt auf irgendeinem Gebiet ganz hervorragende Leistungen.
  • Es drängelt sich vor, stößt seine Geschwister beiseite und achtet darauf, von allem am meisten und das Beste zu bekommen.
  • Es nimmt auf die Bedürfnisse und Gefühle der Geschwister keine Rücksicht. Es kümmert sich nur um die eigenen Interessen.
  • Es macht sich lustig über die eigenen Geschwister, es ärgert und entwertet die Geschwister.
  • Es verpetzt die Geschwister bei den Eltern.
  • Es will immer gewinnen und muss allen zeigen, dass es besser und stärker ist.
  • Es glaubt, alles besser zu Wissen und muss zu allem etwas sagen.
  • Es ist stark von sich selbst überzeugt und macht den Eindruck, anderen stets überlegen zu sein.
  • Es übernimmt nur ungern lästige Pflichten in der Familie.
  • Es lässt die Geschwister auflaufen, treibt die Geschwister durch Lügen und Intrigen auseinander.
  • Es bestraft die Geschwister, wenn diese etwas besser können oder mehr haben oder mehr Aufmerksamkeit von den Eltern bekommen
  • Es begibt sich in einen Konkurrenzkampf mit den Geschwistern.
  • Gleichzeitig kann es aber auch seine Geschwister mutig vor anderen Personen – auch den eigenen Eltern – oder Gefahren beschützen.
  • Es versucht für sich, bei den Eltern Sonderrechte zu bekommen.
  • Es verhält sich nicht so, wie es sich die Eltern wünschen und geht offen oder verdeckt gegen ihre Ansichten vor. Oder es verhält sich mustergültig, nur um die Aufmerksamkeit und Bewunderung der Eltern zu bekommen und besser als die Geschwister zu sein.
  • Werden andere Geschwister bevorzugt werden, rebelliert es.
  • Auf jede Form von Kritik, Missachtung, Ablehnung oder Benachteiligung reagiert es extrem empfindlich.
  • Es nimmt gerne in der Schule oder in Vereinen eine Führungsrolle ein.

Gelingt es dem narzisstischen  Kind nicht, die Aufmerksamkeit der Eltern oder seinem Umfeld in dem Maße zu bekommen, wie es diese benötigt, kann sich daraus ein verstecktes oder offen aggressives Verhalten entwickeln:

  • Es zeigt ein aggressives Verhalten anderen Kindern gegenüber einschließlich der eigenen Geschwister.
  • Die anderen Geschwister werden für die eigenen Zwecke missbraucht.
  • Die Geschwister werden zu Taten animiert, die ihnen eine Bestrafung durch die Eltern einhandeln werden.
  • Es werden Mutproben oder andere Heldentaten ausgeübt (z. B. barfuß über ein Feuer laufen), um Aufmerksamkeit zu bekommen.
  • Es hat grundsätzlich eine oppositionelle Meinung zu den Ansichten der Eltern.
  • Es spielt die Eltern untereinander aus.
  • Die Eltern und die angepassten Geschwister werden verspottet.
  • Es distanziert sich nach der Volljährigkeit sehr schnell von den Eltern.
  • Es flieht in Ersatzbefriedigungen wie z. B. Alkohol, Drogen, etc.

Vor allem, wenn der narzisstische Geschwisterteil männlich ist, also der Bruder, und in besonderen Maße die Aufmerksamkeit und Liebe des Vaters benötigt, diese aber nicht bekommt, verfallen solche Kinder leicht in eine Trotz-Reaktion nach dem Motto: „Wenn ich die Liebe meines Vaters nicht bekommen kann, dann werde ich allen zeigen, dass ich es auch ohne seine Liebe schaffen werde. Ich brauche ihn nicht, ich brauche niemanden.“ Dann stellt er sich offen oder verdeckt gegen den Vater und entwickelt gegen alles, was der Vater sagt oder will eine Oppositionshaltung. Es fühlt nur noch blanken Hass. Dann werden besonders die Geschwister verhasst, die sich mit den Eltern verstehen und solidarisieren.

Wie sieht der Nährboden aus, aus dem narzisstische Geschwister sprießen können:

  • Die Eltern schenken dem Kind zu wenig Liebe, Zuwendung und Verständnis oder das Kind wird überbehütet und mit allem, was es zum Leben braucht, verwöhnt.
  • Die Kinder werden unterteilt in gute und schlechte Kinder, ein Kind wird bevorzugt und ein anderes Kind wird benachteiligt.
  • Den Kindern wird nicht die notwendige Achtung und der notwendige Respekt entgegengebracht.
  • Es gibt in der Familie keine Struktur und keine Verbindlichkeiten. Die Kinder können sich auf nichts verlassen und finden keine Orientierung.
  • Neid und Eifersucht wird unter den Geschwistern gefördert.
  • Notwendige Bevorzugungen (wie z. B. eine intensivere Betreuung eines Kindes bei Krankheit oder bei Schwierigkeiten in der Schule) werden den anderen Kindern nicht hinlänglich erklärt.
  • Den Kindern werden die Entscheidungen der Eltern nicht richtig erklärt, z. T. bekommen die Kinder unterschiedliche Aussagen und Informationen und werden somit in die Irre geführt.
  • Es wird eine Reihenfolge oder Wertigkeit festgelegt: Der Erstgeborene wird zum Stammhalter gemacht, dass jüngste Kind muss das Nesthäkchen sein. Oder Jungs sind besser als Mädchen.
  • Die Eltern benutzen die Kinder im Beziehungskonflikt mit dem Partner und instrumentalisieren die Kinder. Sie wollen alle oder einzelne Kinder auf ihre Seite ziehen und sie dem anderen Elternteil entfremden.
  • Die Kinder werden nicht ihrer Veranlagung entsprechend gefördert.

Die Zerstrittenheit wird gefördert

So sehr sich die Eltern ein gutes Miteinander unter den Kindern wünschen, so wenig fördern sie oft das gegenseitige Vertrauen unter den Kindern. Durch die Spaltung in gute Kinder und schlechte Kinder oder durch einseitige Bevorzugung eines Kindes bei gleichzeitiger Benachteiligung eines anderen Kindes, durch die Vergabe von Privilegien an das eine Kind und das Auferlegen von Restriktionen an das andere Kind, wird der Neid und der Hass unter den Kindern gefördert.

Meist sind sich die Eltern dieser Tatsache nicht bewusst und haben auch gar nicht die Absicht, die Kinder untereinander aufzuhetzen. Besonders wenn sich das narzisstische Kind immer vordrängelt, die Eltern schikaniert und tyrannisiert und einfach mehr einfordert, so dass die Eltern entnervt aufgeben und zum Teil gegen ihre eigenen Grundsätze vorgehen, nur damit wieder Ruhe und Frieden einkehrt, kann der Neid unter den Geschwistern gefördert werden, wenn kein Ausgleich von den Eltern geschaffen wird.

In vielen Fällen wird das Streiten unter den Geschwistern auch einfach von den Eltern verboten. Dann kann ein Konflikt zwischen den Kindern nicht offen und bis zum Ende ausgetragen werden, weil sich die Kinder aus Rücksicht zu den Eltern nicht streiten sollen. Auf diese Weise gibt das angepasste und brave Kind in aller Regel nach und das narzisstische Kind behauptet wieder einmal seinen Willen. Dadurch, das Meinungsverschiedenheiten nicht geklärt werden, sondern einfach unter den Teppich gekehrt werden, bleibt die Wut auf das Geschwisterteil erhalten und entlädt sich dann bei einer anderen Gelegenheit.

Auf der einen Seite sollten Eltern zwar einen Streit unter den Kindern nicht fördern, sie sollten ihn aber auch nicht abwürgen, wenn er sich dann entfacht hat. Vielmehr sollten sie vermittelnd eingreifen und die Positionen der Kinder ernst nehmen und nachvollziehen können sowie zu einer für beide Seiten zufriedenstellenden Einigung beitragen.

Aus Geschwistern werden Konkurrenten

Aus Geschwistern können Verbündete werden, die zusammenhalten und gemeinsam durch Dick und Dünn gehen. Es können aber auch verbitterte Konkurrenten werden, die um die Gunst der Eltern kämpfen. Manchmal wechseln die Rollen auch von Situation zu Situation. Manchmal springt man für den anderen in die Bösche und manchmal schubst man ihn ins Feuer. Kinder geben ihren momentanen Gefühlen noch zu leicht nach, dahinter muss sich nicht immer pure Boshaftigkeit verbergen. Steckt hinter den Gemeinheiten jedoch eine Methode, dann kann das Verhältnis in blanken Hass umschlagen und man bleibt sich ein Leben lang verfeindet.

Wenn der Kontakt abbricht, weil man sich einfach nichts mehr zu sagen hat und das rücksichtslose und destruktive Verhalten des narzisstischen Geschwisterteils nicht mehr zu ertragen ist, dann geht ein Stück der eigenen Familie verloren. Das ist für viele bitter und daher suchen Betroffene oft nach Wegen, um doch irgendwie eine Beziehung zu dem Narzissten aufrechtzuerhalten. Meist enden jedoch weitere Versuch darin, dass Betroffene wieder nur auf das rücksichtslose und egoistische Verhalten stoßen und ausgenutzt werden.

In einer besonderen Dramatik zeigt sich diese ungesunde Entwicklung, wenn eines Tages ein Elternteil verstirbt und das Testament eröffnet wird. Wenn sich das narzisstische Kind nicht hinreichend berücksichtigt fühlt, kann es zu einem erbitterten Kampf ums Erbe kommen, wo nicht mehr der Wille der Eltern den Ausschlag gibt, sondern nur der Wille des Narzissten, der sich eine Benachteiligung auf keinen Fall gefallen lässt. In manchen Fällen hat sich der narzisstische Bruder oder die narzisstische Schwester bereits vor dem Abtreten der Eltern das dickste Stück vom Erbe gesichert.


Veröffentlicht in Familie und Erziehung
29 Kommentare zu “Narzisstische Geschwister
  1. Ich sagt:

    Meine ganze Familie ist kaputt .wir sind mehrere Geschwister und jeder macht jeden fertig .jeder will über jeden bestimmen.ich habe mich gelöst wollte kein Spielball mehr sein.habe nein gesagt und bin gegangen.seitdem spionieren sie mir im Internet nach ,machen Verleumdung und stellen mich als psychisch kranke da.ich bin froh mit solchen Menschen nichts mehr zu tun zu haben.meine eine Schwester hat sogar eine „nicht Hochzeit“ gefeiert ,nur weil sie keine normale Hochzeit wollte .es muss dann immer was „anderes“ sein …ich fand das nur noch peinlich …

  2. IH sagt:

    Meine Schwester ist, soweit ich das beurteilen kann aus dem, was ich hier lese, auch eine narzisstische Persönlichkeit. Ich habe, seit ich denken kann, erlebt, dass sie sich in den Mittelpunkt gedrängt hat, indem sie bspw. tagelang schwieg, wenn sie ihren Willen nicht bekam oder sich im Zimmer einschloss und Sachen aus dem Fenster warf.

    In der Kindheit sagte meine Mutter, die extrem überbehütend war und ist, dass ich mich nie wehren dürfe, denn meine Schwester sei die Kleinere und Jüngere (sie ist 2,5 Jahre jünger und war stets ca. 20 cm kleiner als ich). So versuchte ich zu tolerieren, wenn sie mir etwas wegnahm, etwas kaputt machte etc. Aber dankbar war sie nicht, denn sie „petzte“, wenn sie etwas angestellt hatte, dass ich es gewesen sei. Meine Mutter neigte nicht allzu sehr zu Strafen, aber Ärger und unangenehme Gespräche waren mir sicher.

    Fahrten ins Skilager, zum Schüleraustausch oder der Auszug zur Uni wurden mir nicht gestattet. Ich hatte zu Hause zu bleiben, angeblich weil meine Mutter sich um mich sorgte. Meine Schwester musste nie fragen, sondern stellte meine Eltern immer vor vollendete Tatsachen und durfte immer wegfahren, wegziehen etc. Das „Hauptargument“ lautete dann „Du weißt ja wie sie ist, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat“. Und so bekam sie ihre erste Wohnung von der Mutter finanziert (mein Vater starb, als wir jung waren), sie kam am Wochenende, damit ihre Wäsche gewaschen würde, und das wars.

    Ich habe jung geheiratet, auch um aus der Familie auszubrechen. Die Ehe scheiterte daran, dass mein Mann auch Narisst war und sich daher weigerte, sein Eigentum mit jemandem, wie seiner Frau oder seinen (noch nicht geborenen) Kindern zu teilen. Wir trennten uns und ich lernte meinen jetzigen Mann und Vater meiner Kinder kennen. Er selbst ist Opfer einer narzisstischen Mutter und leidet unter dem Konkurrenzdruck, den sie bei ihm und seinem Bruder ausgelöst hat. Dieser Mann versteht mich und unterstützt mich, wo er kann.

    Meine Schwester heiratete recht spät, doch genoss es sehr, wieder im Mittelpunkt zu stehen, als sie sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen musste und auch, das klingt hart, aber ich weiß, dass sie es genossen hat, als Supermutter da zu stehen, als bei einem Kind eine Behinderung festgestellt wurde und alle wieder voller Bewunderung von ihr sprachen.

    Es ist aber nicht so, dass sie sich wahnsinnig um die Kinder kümmert. Es geht mehr um den Instagram-Schein, die tollen Fotos und die schönen Sätze, die man lesen kann. In der Realität laufen die Kinder oft schmutzig und mit ungeschnittenen Fingernägeln herum oder werden im Kinderzimmer „geparkt“. Umgekehrt ist es nun so, dass ich gemerkt habe, dass sie offenbar die Unwahrheit über meinen Sohn erzählt. Mein Sohn hat eine Lernstörung, die therapiert wird, aber ich habe gehört, dass sie behauptet, ich sei als Mutter nachlässig und lasse ihn unkontrolliert „zocken“, so dass ich als Mutter scheitere. Das ärgert mich maßlos, denn es stimmt nicht, es stellt meinen Sohn als Deppen dar und da ich nicht jemand bin, der bpsw. Behinderungen oder andere Störungen öffentlich ausbreitet, kann sie ungehindert ihre Geschichten erzählen.

    Ich bin sicher, dass es mal Streit wegen des Erbes geben wird. Den Satz „Lass sie einfach, du weißt ja, wie sie ist“ habe ich heute erst wieder gehört, so dass ich sicher bin, dass, wenn es mal soweit ist, es keine Regelung für die Fairness geben wird, sonder stets zu ihrem Gunsten.

  3. Jana sagt:

    Ich muss an meine Kinder denken so lautet immer wieder der Spruch meiner Schwester. Und sich am Erbe der Mutter zu bereichern stellt sie sich als eine gebildete Pädagogin dar . Die kaum im Leben überhaupt was geschafft hat . Arbeiten und putzen oder anderen Hilfestellung anbieten ist nicht ihr Ding . Sie fordert immer mehr haben zu wollen an Erbteilen , Grundstück , Ackerland . Geld . Für 4 Kinder die alle schon erwachsen sind und bis zum 35 Lebensjahr studieren oder sich auf die faule Haut legen duerfen . Oma wird das schon wieder richten . Da kommt nach Jahren der Ehemann mal wieder zum Haendchen halten mit um die fast berentete Ehefrau zu unterstuetzen . Damit die Oma mal wieder eine nette Geschichte präsentiert bekommt was für ein toller Schwiegersohn er ist ( halb Algerier / halb Deutscher ) Adoptivkind eben fällt mir dazu nur ein . Er hat das Kind meiner anderen Schwester zur damaligen Zeit schon immer als Pisskind betitelt . Und als Nichtsnutz !! Wer sich mit Drohungen bestechen nur ein Beispiel von vielen alle leiblichen Kinder mit nach Algerien zu nehmen nur damit die Ehefrau in der Spur läuft so wie er das will.Der hat den Knall wohl noch nicht gehört !!! Aber fürs Erbe bleibt man doch gerne zusammen und meint auch noch die anderen checken das nicht . Wenn ihre eigene Mutter nach Krankenhaus Aufenthalt des Bruders wieder mal zum Notar geschleppt wird um ein Grundbesitz zu verschenken . Weil man Krankenbesuche getätigt hat und das 5 an der Zahl .Der Witz daran ist sie hat sich fahren lassen und ist nicht mal selbst dort hin gefahren . Man sollte den Ball einfach mal flach halten und auch lästige Pflichten gut meistern können . Aber davon versteht leider die ganze Familie nichts .Intrigen und Lügen schüren das ganze Leben lang wäre so gar nicht mein Ding . In diesem Sinne wünsche ich einen sonnigen Samstag

  4. Müde Möwe sagt:

    Liebe Betroffene,

    Auch ich habe eine narzisstische Schwester, die mir im Verlauf unseres Lebens erst die Kraft und die Nerven, jetzt auch die Gesundheit, die Existenz und den Lebensmut geraubt hat und aktuell daran arbeitet, mich endgültig zu vernichten.

    Aufgewachsen in einem liebevollen, christlichen Familienhaushalt mit fürsorglichen Eltern, die sich immer bemühten, beide Kinder gleich zu behandeln und ihre Liebe gerecht zu verteilen, beanspruchte meine Schwester fast allein jede Aufmerksamkeit, war super intelligent und übersprang auf eigene Wunsch gegen den Rat meiner Eltern drei Klassen, um mit 16 Jahren Abitur zu machen und Medizin studieren zu wollen.

    Abend für Abend gab es Horrorszenen, Gebrüll und Geschrei, weil sie dennoch nie zufrieden mit ihrem Leben war. Nacht für Nacht terrorisierte sie meine Eltern, die müde zur Arbeit gingen. Ich lief still nebenher, kam nie zu Wort und machte mein Ding, nicht exzellent aber doch gut.

    Dann kam die Krise: Meine Schwester erkrankte in der Pubertät an Bulämie bis zur Zwangsernährung. Trotz Einweisung in ein spezialisiertes Universitätskrankenhaus, brach sie jedwede Therapie gegen das Anraten der Ärzte und Professoren ab.

    Nach ihrer Entlassung ging es weiter: Trotz sehr gutem Abitur wartete sie drei Jahre auf einen Studienplatz. Als dieser erfolgreich eingeklagt worden war und sie den Zulassungsbescheid in Händen hielt bekam sie eine ihrer unkontrollierbaren Wutausbrüche und zerriß ihn! Ich klebte ihn zusammen, was sich heute als Fehler erwiesen hat, so dass sie Medizin studieren konnte.

    Heute ist sie Dr. med. und bezeichnet mich als „Hausmeister“, weil ich mich um die Familieneigenen Immobilien kümmerte, was sie nie tat. (Ich habe übrigens BWL und Jura studiert und abgeschlossen).

    Mit Anfang 30 litt sie unter Torschlusspanik, weil sie unbedingt ein Kind haben wollte. Leider hielt es weder ein Partner bei ihr aus, noch war sie in ihrem Job tragbar, da sie ständig mit Kollegen aneinander geriet.

    Auch der ständige Wechsel der Arbeitgeber und der räumlichen Umgebung änderten nichts an ihrer mangelnden sozialen Integrationsfähigkeit.

    Mittlerweile ist sie Mitte 50, hat einen verhaltensauffälligen Sohn und ebenso unverträglichen Mann, von dem sie sich wohl am liebsten trennen würde.

    All dies ist mir eigentlich leidlich egal, da wir eigentlich kaum nich bis gar keinen Kontakt hatten (meine schönsten Jahre).

    Leider erkrankte unser Vater in den letzten Jahren mehrfach lebensbedrohlich. Da sie bis auf das Erbe das persönliche Wohlergehen unsrer Eltern nie interessierte, kümmerte ich mich um beide (meine Mutter ist seit ihrer Kindheit schwerst gehbehindert).

    Mittlerweile verstarb mein Vater vor zwei Jahren, nachdem ich ihn 14 Jahre gepflegt habe. Ich habe ihn bis zum Schluss am Sterbebett begleitet.

    Obwohl auch ich mehrere anstrengende Jobs hatte und 300 Tage im Jahr in Deutschland unterwegs war und eine 7 Tage Woche hatte und zudem die persönliche Fürsorge unsrer Eltern übernahm, kam nie die Frage, ob meine Schwester irgendwie helfen könne.

    Stattdessen verklagte sie mich und meine Mutter das erste Mal vor Gericht. Mein Vater hatte zeitgleich einen Herzinfarkt und Schlaganfall und lag auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Als meine Schwester hierüber von mir hörte, kam sie entgegen jeder Absprache noch Nachts in die Klinik und verschaffte sich als Ärztin Zugang zu den Patientenakten und versuchte meinen Vater zu Erbrecht-Ochsen Verfügungen zu ihren Gunsten zu bewegen. Als ich am nächsten Morgen in die Klinik kam, wunderte ich mich, dass sein Zustand sich verschlechtert hatte statt, wie Tags zuvor von den Behandelnden Ärzten festgehalten. Die wahren Umstände erfuhr ich erst später durch meinen Vater, der überlebte. Nach seiner Entlassung fing meine Schwester Telefonterror bei meinen Eltern an, indem sie Tag und Nacht anrief, je nachdem, wann es ihre Krankenhausdienste zuließen. Hierdurch konnte sich mein frisch entlassener Vater nie erholen oder schlafen, was seine Genesung verhinderte. Nachdem ich von den wahren Umständen seines Rückfalls in der Klinik erfahren hatte, untersagte ich meiner Schwester Telefonanrufe zu Tages- und Nachtzeiten, um dessen Genesung zu ermöglichen. Daraufhin verklagte sie mich und meine Mutter und erzwang zunächst gerichtlich, dass wir meine kranken Vater zu jeder Tages- und Nachtzeit ans Telefon holen sollten.

    Letztlich könnten wir diesen unglaublichen rechtlichen Vorgang zurückdrehen, aber nur indem meine Schwester dafür sorgte, dass mehrer Richter im Wohnzimmer meiner Eltern saßen undwegen der Verhandlungsunfähigkeit meines Vaters kurzerhand die Verhandlung auf dessen Sofa führten. Die Sitauation war und ist in der Erinnerung immer noch abstrus und unwirklich, sollte aber noch längst nicht alles sein, was ich mit meiner nazistischen Schwster an Tiefpunkten erleben sollte. Es war eher der Auftakt für eine Feindbildprojektion gegen mich, die keine Grenzen kennt und in ihrer Zerstörungskraft einem Tsunami gleich kommt!

    Nach dieser Angelegenheit hatten wir zum Glück keinen Kontakt mehr, was mir ein paar Jahre „Ruhe“ bei meiner 90 Std. Woche bescherte. Mein Vater erkrankte zwar dennoch noch mehrfach lebensbedrohlich, überstand dies jedoch wie durch ein Wunder bis vor zwei Jahren immer wieder. Wir lebten ein bescheidenes, glückliches Leben trotz all der Aufgaben.

    Zur Hochzeit meiner Schwester, sowie der Taufe ihres Sohnes würde ich natürlich als einziges Familienmitglied nicht eingeladen. Damit könnte ich jedoch gut umgehen, auch wenn dies sicher als Boshaftigkeit gedacht war.

    Ich habe Frau und Tochter und alle Familienmitglieder vor Ort verstanden sich sehr gut ohne Kontakt zu meiner Schwester. Leider waren die dauerhaften Belastungen für meine Körper wohl zu viel, da die gesamte Verantwortung und Organisation neben meinen Jobs auf mir lasteten und keine Zeit für Arztbesuche zuließen. So erblindete ich zu 80% irreversibel und konnte nicht mehr im gleichen Umfang weiter machen wie bisher.

    Doch am Abend vor der Beerdigung meines Vaters kam es zum Supergau mit meiner Schwester. Sie beleidigte grundlos einen Teil der Gäste und Freunde meiner Eltern, so dass ich sie als Gastgeber in die Schranken weisen musste.

    Am folgenden Beerdigungstag kondolierte sie weder meiner Mutter noch mir, hinterließ ein völlig verhülltes Gästezimmer und reiste ohne Gepäck von sich und ihrem Sohn ab, das ich ihr nachschicken sollte. Das tat ich natürlich auch als „Hausmeister“ nicht.

    4 Tage nach der Beerdigung kam das erste Anwaltsschreiben, in dem sie ihre Erbansprüche anmeldete.

    Heute, zwei Jahre später, haben wir bislang kein Wort miteinander gesprochen. Passiert ist aber folgendes:

    Sie hat mittlerweile den dritten Rechtsanwalt. Dessen Vorgänger haben hingeschmissen, weil sie beratungsresistent ist – wie man heraushört.

    Ich habe ihre mittlerweile gerichtlich geltend gemachten Erbansprüche zunächst teilweise anerkannt, was ein Fehler war. Obwohl der Rechtsstreit nicht abgeschlossen war, hat sie sofort aus dem Teilanerkenntnis vollstrecken lassen.

    Zu diesem Zeitpunkt versuchte ich gerade ein Darlehen bei meiner Hausbank über eine hohen sechsstelligen Betrag zu erhalten, um sie auszahlen zu können.

    Obwohl sie von den Kreditverhandlungen in Kenntnis gesetzt worden war und von Vollstreckungsmaßnahmen dringend abgeraten wurde, um das Darlehen nicht zu gefährden, ließ sie meine Konten pfänden und erwirkte eine Zwangssicherungshypothek in mein Haus, in dem auch unsere gemeinsame, pflegebedürftige Mutter lebt, eintragen.

    Daraufhin kündigte die Bank das Darlehen, dass eigentlich ausgezahlt werden sollte. Das Eigenkapital für das Darlehen auf meinem Konto wurde von meiner Schwester gepfändet, ich erhielt eine Verfügungssperre über meine Konten und konnte nichts mehr bezahlen (nicht einmal meine dringend benötigten Krankenkassenbeiträge). Ferner erhielt ich eine. Schufa-Eintrag. Ohne meine Kenntnis ließ sich meine Schwester zudem eine Zwangssicherungshypothek in mein Haus eintragen.

    Innerhalb einer Woche wurde ich durch das Vorgehen meiner Schwester von einem Schufa-Bestwert (Bankaussage) auf kreditunwürdig gestuft. Ich konnte monatelang Mangels Kontos nichts mehr bezahlen. Die Zwangsvollstreckungsankündigungen häuften sich.

    Ich habe nunmehr versucht, auf anderem seriösem Weg ein Darlehen zu erhalten, aber meine Bonität ist durch meine Schwester vernichtet worden. Zugleich droht meine Schwester die Zwangsversteigerung meines Hauses an, wenn ich nicht bis Monatsende den hohen sechsstelligen Betrag zahle. Es ist ihr gleich, ob ihre Mutter oder meine Familie auf der Straße sitzen.

    Was ich vergaß zu erwähnen:

    Vor einem Jahr erkrankte meine Schwiegermutter völlig überraschend lebensbedrohlich und wurde zum Pflegefall. Mangels leider nicht getroffener Regelungen (sie war erst 70 Jahre) mussten wir die gerichtliche Betreuung durch Hans beantragen und waren 6 Monate damit beschäftigt, sie in 5 Kliniken im Umkreis von 300km zu betreuen und zu besuchen. Im Januar diesen Jahres verstarb sie in einer Pflegeeinrichtung nah bei uns, in der wie sie täglich abends besucht hatten.

    Ich führe dies nur aus, weil meine Schwester über die Situation durch die Anwälte laufend informiert war. Während sie gegen mich in aller Härte vorging, schickte sie meiner Frau Beileidskarten, obwohl diese keinen Kontakt zu ihr hatte. Welch krankes Verhalten! Oder wie die Römer schon wussten: divide et impera.

    Zusammenfassen läßt sich folgendes:

    Meine Narzistische Schwester hat es geschafft, mein von viel Arbeit aber auch Harmonie und Liebe geprägtes Leben und meine Gesundheit zu zerstören.

    Obwohl ich mich stets zurückgehalten habe und nur im Notfall klare Grenzen aufgezeigt habe, hat sie nichts unversucht gelassen, mich zu zerstören.

    Meine Erblindung schreitet fort, so dass ich nicht weiß, ob ich nicht bald einen sehr teuren Blindenhund benötige.

    Arbeiten kann ich daher auch nicht mehr.

    In Deutschland habe ich keine Bonität bei Banken, obwohl ich mein Konto nie überzogen habe.

    Ich bin sehr sehr müde ….

    Vielen Dank Narzistische Dr. med. Schwester!

  5. Micha sagt:

    In einer Woche werde ich 50 und sitze hier und heule, aber ich kann seit Wochen endlich mal klare Gedanken fassen und mich mit meinem Thema beschäftigen.
    Seit vielen Jahren weiß ich das ich eine ererbte depressive Disposition habe, war deswegen vor 10 Jahren für 8 Wochen in einer Suchtklinik, hab Alkohol missbraucht, danach hab ich 2 Jahre ambulante Therapie gemacht und viel gelernt und auch umsetzen können.

    Es ging mir gut, ich hatte mir eine gesunde Einstellung zu meiner Kindheit gemacht und meinen Frieden mit meinen Eltern, die mich emotional Missbraucht habe gemacht. Auf die Entfernung klappte es auch mit meiner Schwester gut, dachte ich. Leider begann ich dann den Fehler wieder in den Norden zu meiner Familie zu kommen um bei der Betreuung meiner dementen Mutter zu helfen, damit begann der Stress mit meiner Schwester.
    Sie wusste das ich depressiv bin und hat es mich spüren lassen wo sie nur konnte und innerhalb von 3 Monaten hatte ich wieder suizidale Gedanken.
    Das hat aber immer so versteckt stattgefunden, dass es keiner mitbekommen hat. Wir hatten sehr unterschiedliche Vorstellungen was Pflege und Betreuung angeht. Dann kam bei mir eine körperliche Krankheit nach der anderen dazu. Mastoiditis, Bandscheiben OP, dadurch Lähmung im Bein, Fibromüalgie, HIV,
    Die ganze Zeit habe ich gemerkt das da was überhaupt nicht gesund läuft und immer bei mir gesucht. Bin zu einer Umschulung nach Bremen, hab nebenbei gearbeitet und bin jedes zweite Wochenende zu meinen Eltern um den Garten zu machen und mich um Mutter zu kümmern, das war nicht genug und das was ich machte war falsch.
    Und immer dieser Spruch, „Du bist krank das siehst Du alles nicht richtig“. Meine Schwester hat immer alles so gedreht das sie als heilige dastand.

    Während meiner Umschulung schlichen sich dann Panikattaken ein, 2017 kam dann noch Krebs dazu, der wurde operiert, war aber Mitte 2018 wieder da.
    Seitdem geht es mir seelisch immer schlechter, hab mich komplett isoliert, bekomme selbst den Alltag nicht mehr geregelt. Termine machen und wahrnehmen, fast unmöglich, sich um finanzielles kümmern, nur wenn ich nen guten Tag habe. Mir droht die Obdachlosigkeit.
    Am Donnerstag vor Weihnachten habe ich einen Erbverzicht unterzeichnet, meine Schwester hat es geschafft, dass ich mich nur noch als nutzloses Stück Fleisch sehe. Mein Vater wurde erst von seiner Frau entmündigt und dann von meiner Schwester, er erträgt das im Suff.
    Letztes Jahr in der Reha, saß ich in einer Gruppe und sagte plötzlich meine Schwester ist mein Vater und ich bin der Symtomträger der Familie.
    Heute fällt es mir wie Schuppen von den Augen, meine Schwester ist narzisstisch und hat unsere Familie auf dem Gewissen, was ich aber seit Jahren weiß und was für mich fast umbringt, sie und ihr Mann missbrauchen ihre mittlerweile erwachsenen Kinder auch.
    Sorry für das ungeordnete getippe, aber das musste jetzt irgendwo hin, endlich konnte ich mal wieder nen Gedanken greifen.
    Danke für die Geduld.

  6. Lulu sagt:

    Hallo an alle Betroffenen! Ich verstehe Euch alle so gut und das große Leid, das dahintersteckt. Es ist zwar vernünftig, logisch und das einzig Richtige sich in Sicherheit zu bringen, aber genau das ist es doch. Dass ausgerechnet der innere Kern, die Familie wo man Schutz sucht und finden sollte so schwer beschädigt wird. Alle Beteiligten sind betroffen, die die selbst überfordert sind, die Narzissten selbst, die Eltern die ihr Kind auch nicht fallen lassen können oder selbst Narzissten sind. Schwerster Missbrauch und das schlimmste Gefühl der Hilflosigkeit und ausgeliefert sein, obwohl man wie jeder normale Mensch in Frieden, Gerechtigkeit und Zusammenhalt leben will. Ich hatte so lange so viele Fragezeichen über meinem Kopf, wie das alles sein kann. Es ist einfach so, man kann eine Persönlichkeitsstörung nicht verstehen und muss für sich selbst innerlich frei davon werden, helfen zu wollen oder Harmonie erreichen zu können. Der einzige Weg sich nicht mitreissen zu lassen in die Tiefen narzisstischer Wut, egal wieviel Wahrheit man dadurch scheinbar verraten muss. Es macht nichts und jedes versöhnliche Bemühen ist Energieverschwendung. Alles, alles Gute für Euch und 1000 nette Menschen über die Ihr Euch freut und die sich über Euch und Eure Werte freuen und höchsten Respekt dafür aufbringen, wie Ihr seid!

    • Waltraud sagt:

      Liebe Lulu, das hast Du sehr richtig beschrieben. Dir auch alles Gute….

    • Müde Möwe sagt:

      Ein toller Beitrag. Der Umgang mit Narzisten fühlt sich an wie Staub, der vom Staubsauger eingezogen wird. Sie saugen die eigene Energie ab, bis man müde, abgespannt und entkräftet wenn nicht gar krank ist.

      Dritte wenden sich zum unbewussten Selbstschutz oft rechtzeitig ab, aber Familie ist so sozialisiert, dass man viel länger durchhält, als gut für einen ist.

      Leider projizieren Narzisten ihren Hass oft auf die, die sich nicht wehren können!

      Ich drücke jedem. Der die Chance hat, sich zu retten, die Daumen, dass es gelingt!

  7. Mut tut gut sagt:

    PS: meine Mutter lebte 4 Stunden Autofahrt von uns entfernt, mein Mann arbeitet viel und ist ebenfalls alle 6 Wochen für zwei Wochen weit weg …. sonst wundert man sich, warum wir nur alle 6 Wochen bei meiner Mutter waren. In den Ferien waren wir oft eine Woche bei ihr. Mein Bruder hat keine Kinder.

    Und, als Geschwister eines Narzissten ist man gewohnt, sich permanent zurück zu nehmen, anzupassen, um des lieben Frieden Willens und zuerst seine Pflichten zu tun. Alles andere hätte ja sonst Jahre lang den Stresspegel in der Familie bis ins Unerträgliche erhöht.

    Seit zwei Tagen lasse ich meine Pflichten komplett ruhen, nehme mir Zeit für mich.
    Macht es früher als ich. Ihr seid es wert!

  8. Mut tut gut sagt:

    Wenn ich einige Einträge lese, lese ich meine Geschichte mit meinem Bruder. Er, gescheiterter Künstler, hat zu Lebzeiten meiner Eltern Unterstützung von 100.000 Euro mehr bekommen, sich aber nur 2 mal im Jahr bei meinen Eltern blicken lassen. Derweil habe ich mein Abitur, mein Studium fristgerecht und mit super Noten abgeschlossen, gearbeitet und Kinder bekommen. Als nach dem Tod meines Vaters und einer längeren Krankheitsphase meiner Mutter klar war, dass meine Mutter ihn finanziell nicht mehr unterstützen kann, hat er den Kontakt zu meiner Mutter und zu mir eingestellt, dazu sogar noch selbst einen Abschiedsbrief geschrieben, indem er das Einstellen des Geldes beklagt und diesen endet mit „behaltet euer Geld selbst“. Er hat sich 13 Jahre bis einschließlich zu ihrem Tod nicht gemeldet. Ich und meine Familie mit damals extrem kleinen Kindern sind 5 Jahre alle sechs Wochen zu meiner Mutter gefahren, die bettlägerig im Heim lag, um sie zu besuchen, lieb zu haben und zu regeln, was zu regeln war. Als meine Mutter starb und es mehrere 100.000 € zu erben gab, hat er sich pünktlich wieder gemeldet – ohne sie nochmal zu sehen. Ich war damals froh, den verlorenen Bruder wieder zu haben, wollte hier dem geistigen Erbe meiner Mutter gerecht werden und meine Familie und ich haben ihn mit offenen Armen aufgenommen. Das Ergebnis war drei Jahre Qual, geteiltes Erbe und ich, mein Mann und meine Kinder wurden immer wieder mit cholerischen Ausbrüchen wegen Kleinigkeiten konfrontiert. Er wagte es sogar, mich einmal als Schande meiner Eltern zu betiteln. Nun, da er das Geld auf dem Konto hat, meldet er sich wieder nicht und hat mir einen bitterbösen Brief geschrieben, weil noch eine Sache juristisch zu klären war, in der er natürlich nicht kooperiert. Eine angebliche Quecksilber Vergiftung durch Amalgan Plomben ist sein Sündenbock, nicht arbeiten zu können, wie immer er einen Sündenbock findet, nur er macht alles richtig. Wenn er neben mir und meinem Mann, der sehr sportlich ist, spazieren geht, läuft er schneller und ist fitter als wir.
    Er hat eine Lebensgefährtin, mit der er keine sexuelle Beziehung unterhält. Sie ist aber Tochter eines berühmten Schauspielers, hat aber weniger geerbt als gedacht , wofür er jetzt kämpfen will. Sie schuftet den ganzen Tag bis spät in die Nacht und er betitelt sie als Messi, sie stinkt körperlich und beschwert sich, dass sie die Reparatur von Mängeln in der Wohnung bei der Hausverwaltung nicht einfordern kann, derweil er seinen körperlichen Beschwerden aus der Vergiftung nach spürt. Er sagt, er ist schwer krank. Das ist er auch, aber psychisch.

    Ich könnte diese Kette noch lange fortführen.

    Was mich am meisten belastet ist, dass meine Eltern nie eingegriffen haben. Ich funktionierte, nach meinen Bedürfnissen wurde selten gefragt, erst als er ausgezogen ist.

    Warum haben meine Eltern alles zugelassen und mich seelisch vernachlässigt?

    Sie waren zu schwach.

    Jetzt versuche ich so stark zu sein, den Kontakt, der derweil ruht, bis wahrscheinlich das Erbe verbraucht ist, abzubrechen, meine Kinder zu schützen und mit dieser großen Frage, „wie konntet Ihr nur, liebe Eltern, Ihr hattet zwei Kinder!“, klarzukommen.

    Ich muss nach den Jahren wieder ins Leben zurück finden und all das hinter mir lassen! Zum Glück habe ich einen lieben, emphatischen und lebenstüchtigen Mann! Der alles mitgemacht hat und meine Mutter wie ein Sohn in der Krankheit und im Tod einfühlsam und seine Bedürfnisse zurück steckend begleitet hat! Nichts war ihm zu anstrengend, zu schwer und – gerade bei drei Ausgängen am Ende ihres Leidens – zu ekelig.

    Im laufe der drei Jahre fiel es mir wie Schuppen von den Augen gleichzeitig ärgere ich mich heute, nicht früher schon durch gegriffen zu haben.

    Neuerdings habe ich Angst, es könnte sich in der nächsten Generation wiederholen. Lehren aus dem eigenen Leben in die Erziehung der Kinder positiv einzubauen ohne überzureagieren und ins andere Extrem zu verfallen, ist das Schwierigste.

    Ich schreibe diesen langen Text in einem Forum von Menschen, die das Unbeschreibliche zwischen den Zeilen verstehen… auf dem Weg, sich von einem Narzissten und allem, was man mit ihm erlebt hat, zu lösen, egal wie eng man sich steht. Das ist ein extrem schwerer Weg, gerade, wenn die Muster der Familie seit der Geburt wirken.

    Geht diesen Weg! Brecht den Kontakt mit Narzissten ab, aber geht ihn strategisch schlau, so schnell wie möglich, so langsam wie nötig und mit wenig Worten, damit die narzisstischer Wut nicht zu sehr Euch trifft. Ein Minenfeld, aber es lohnt sich! Es gibt trotz vermehrter Narzistischer Tendenzen in der Welt zu viele gute Menschen, die auch ihre Rechte einfordern oder Meinungen klar vertreten, aber emphatisch und im normalen Rahmen reagieren und zum Nehmen und Geben fähig sind!

    Das Leben ist zu schön, um mit Narzissten weiter zu leiden!

    • MM sagt:

      Ich kann Dich so gut verstehen. Hut ab vor Deinem Weg und Deiner Leistung. Mach weiter und hab keine Angst, dass es sich wiederholen wird. Deine Kinder sind nicht er, Dein Mann und Du seid nicht Deine Eltern. Das sind ganz andere Beziehungen und ein anderes System. Und Du bist Dir der Zusammenhänge und Gefahren hr bewusst, Du wirst das Richtige tun. Alles Liebe!

      • Mut tut gut sagt:

        Liebe MM,

        Danke für Deine Antwort, es tut gut zu wissen, dass jemand meinen Text gelesen hat, haben doch jahrelang Menschen meine Gefühle nicht gelesen, damit es erträglich bleibt oder nicht lesen können, weil ich es nicht gesagt habe…..

        Bin weiter auf dem Weg, komme aber nicht so gut mit der Wut klar. Eigentlich muss sie dahin, wo sie hingehört, in einem Brief von meinem Bruder, habe aber Angst vor seiner narzisstischen Wut und dass er uns gefährlich werden könnte. Wohin mit der Wut ?

        Aber du schreibst, du hast auch sein Bruder. Was machst du, um mit allem klar zu kommen?

        Deinen Text habe ich mir noch mal durchgelesen und dabei gedacht, dass du ja noch mitten drin steckst, in diesem System des Narzissten.

        Wie geht es Dir?

  9. MM sagt:

    Wenn ich das so lese, fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Mein Bruder hat auch das komplette Programm mit mir und unseren Eltern durchgezogen. Sie sind mittlerweile arm wie Kirchenmäuse und geben ihm trotzdem ihr letztes Hemd.“Das arme verkannte Genie, das im Leben nicht Fuß fassen konnte, weil ihm so übel mitgespielt wurde, muss unterstützt werden, sonst passiert etwas ganz Schlimmes.“ Und wenn das Geld dann knapp ist, soll ich einspringen, natürlich nur um meine Eltern zu unterstützen (und damit indirekt ihn), obwohl ich alleinerziehend bin und nicht gerade in Geld bade. Ich habe über 40 Jahre gebraucht um zu verstehen, was da läuft und bin seit einiger Zeit auf Distanz zu ihm gegangen, was mir im Grundsatz gut tut.

    Leider ist er ein „erfolgloser“ Narzisst und sein Leben gleicht einem Trümmerhaufen. Er steht auch kurz vor der Obdachlosigkeit. Ich weiß, dass er momentan sehr leidet. Hin und wieder schreibt er auch Nachrichten mit „SOS-Charakter“, auf die ich gerade nicht antworte. Ich weiß schlicht und einfach nicht wie. Ich habe auch regelmäßig meine Mutter am Telefon, die weint und weiter die stille Erwartung hat, dass ich ihn irgendwie auffange und mich kümmere, weil sie zu weit weg wohnt und ich das schon so oft an ihrer Stelle getan habe. Aber ich kann einfach nicht mehr und ich weiß, dass er mich mit in den Abgrund reißen wird, wenn ich nicht auf Abstand bleibe. Obwohl ich das kognitiv kapiere, tut es weh und macht mich unendlich traurig. Können Sie mir einen Rat geben, wie ich aus dieser „eigentlich müsste ich was tun“ Denkschleife wieder herauskommen kann? Und wie kann ich damit umgehen, wenn er eines Tages mit Sack und Pack vor meiner Tür stehen sollte? Ich kann mir nicht vorstellen, ihn auch nur einen Tag bei uns zu Hause zu haben. Schon allein aus Verantwortung meinen Kindern gegenüber. „Aber wer setzt schon seinen eigenen Bruder vor die Tür“?

    • Lise1 sagt:

      Hallo MM, die Strukturen, in denen deine Familie funktioniert scheinen eventuell nicht gut zu funktionieren. Kannst du dir therapeutische hilfe sucehn, die dich begeliten kann, ab sofort und im Vorfeld, falls eines Tages der Worst Case eintreffen sollte? Damit noch wenigstens eine kurze Zeit hast, dich zu beraten und dich vorzbereiten

      Ein Forum oder Freunde oder gar Familienangehörige dieser Familienstruktur können dir da nicht sachlich und fachlich wirklich helfen. Die Familie wird dich in deiner (Helfer-)Rolle halten wollen, dazu hat sie viele Mittel (ganz schlimm das schlechte Gewissen oder das antrainierte Helfersyndrom oder Coabhängigkeit), die du kennen musst und die du entsprechedn erwidern lernen kannst.

      • MM sagt:

        Liebe Lise1, ich danke Dir. Mit der Helfer-Rolle hast Du ins Schwarze getroffen. Ich bin tatsächlich dabei, mir Unterstützung zu suchen, aber das ist nochmal ein guter Aspekt, den ich mitnehmen werde. LG

  10. Aschenputtel sagt:

    Ich habe ebenfalls eine narzistische Schwester.Sie hat sich stets bei den Eltern gut gezeigt, damit sie die Aufmerksamkeit bekommt, hat mich ständig verpetzt, ausgespielt. Die Eltern förderten den Streit zwischen uns, sie ermutigten sie stets und mich liesen sie fallen. Sie gaben mir das Gefühl wertlos, dumm und unerwünscht und nicht gut genur zu sein. Um sich mein Taschengeld zu verdienen durfte ich das Zimmer meiner Schwester putzen.Sie suhlte sich emotional in der Situation. Bis zu dem Tag, als ich zum Judendamt ging und auszog. Ich grenzte mich ab. Ich lernte nein zu sagen, ohne Angst haben zu müssen, dass sie mir Schaden zufügt. Ich lernte meinen eigenen Weg zu gehen. Später als ich eine Familie aufbauern wollte, versuchte sie sich, dazwischenzudrängen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und mich systematisch schlecht zu machen. Das verhinderte ich indem ich ab dem Zeitpunkt den Kontakt einschränkte und nur auf das nötigste beschränkte. Sher oberflächlich eben. Auch meinen Sohn versuchte sie zu manipulieren, in dem Sie unterschwellig derart schlecht über mich sprach, dass er mich ur anschrie, als ich ihn abholte. Auch in dem Fall reagierte ich.
    Sie hat das Erbe meiner Oma an sich gerissen, bis heute leugnet sie das.
    Sie macht mich bis heute bei ihren Kindern schlecht weil sie das Gefühl braucht, dass sie über mich steht, dass sie besser ist. Ich versuchte durch diese oberflächlliche Beziehung uns zu schützen, jedoch ist auf der anderen Seite auch keine Essenz mehr da. Wir haben in 95 % der Dinge verschiedene Ansichten, ich habe Werte und Grenze, sie nicht.Welchen Sinn hat es da, die Beziehung aufrecht zuerhalten, nur weil wir „Familie“ sind. Es kommt mir auch nicht ehrlich vor.

    Sollte man das aufrecht erhalten? Muss man es aushalten? Versagt man, weil man der versuchten Manipulation nicht stand hält?

    Wie trennt man sich intelligent?

    • Es ist letztlich eine Sache der Selbstliebe, sich aus ungesunden Beziehungen zu lösen. Besonders schwer fällt es ja, wenn es sich um die eigenen Familie handelt. Aber auch hier muss man lernen, sich abzugrenzen und die Betroffenen mit ihrer Störung allein zu lassen, da sie sich offensichtlich nicht helfen lassen wollen und die Wahrheit verdrängen. Das muss man akzeptieren, man muss sich aber nicht davon abhängig machen. Alles Gute!

      • B sagt:

        Danke, ich glaube, ich werde mir Ihre Zeilen ausdrucken und jeden Tag lesen.
        Hoffe, dass ich es eines Tages schaffen werde, habe den Eindruck, dass es mir immer schlechter wird. Arbeite leider zusammen mit beiden Narzisisten (Mutter und Schwester), muss mich erst finanziell unabhaengig machen.
        Mit den besten Gruessen
        B.

    • Aschenputtel 2 sagt:

      Mir geht es genau so. Mutter und Schwester pure Narzisstinnen, ich habe mich jetzt gelöst, und doch suchen sie weiter Wege, mich zu manipulieren und schlecht zu machen. Ich habe das Jahre ausgehalten, jetzt hat das endliche in Ende. Meine Mutter lehnt eine Psychotherapie ab. Sie schiebt alles Probleme auf andere. Der Abschluss tut weh, aber es ist besser so. 🙁

    • Mut tut gut sagt:

      Liebes Aschenputtel,

      Wie ich in meinem Kommentar von heute schrieb, trenne Dich, so schnell wie möglich, so langsam wie nötig und mit wenig Worten und Taten. Ich konnte mich den cholerischen Anfällen von meinem Bruder gut entziehen, indem ich schwieg. Jedes Wort macht alles schlimmer.

      Schriftlich und mündlich thematisiere ich seit längerem nie Beziehungsfragen oder Gefühle, die Gründe sind auf dieser Seite hinreichend dargelegt. Sie/Er wird sich nicht ändern, kann sich nicht in andere rein versetzen und seine Maßstäbe MÜSSEN für alle andere gelten. Ja, Narzissten machen einen mundtot, aber es ist die einzige Möglichkeit nicht noch mehr Angriffläche für die narzisstische Wut zu bieten und sich langsam aus dem Kontakt raus zu ziehen.

      Lenke die absolut notwendige Kommunikation nur auf SACHLICHE Themen. Notfalls habe ich jemanden neutralen eingeschaltet, der die narzisstischen Verbal Attacken besser verträgt. Wie zum Beispiel einen Rechtsanwalt oder ein Mentor.

      Je mehr du unabhängig wirst, es weniger zu regeln gibt, je mehr musst du schweigen, nicht an das Telefon gehen, Ausreden finden, den Narzissten nicht treffen zu müssen, dabei durchaus sein Ego mit kleinem Lob in homöopathischen Dosen bedienen, sonst kommt die paranoide Ader hoch, aber nicht zu viel, damit er sich nicht wieder zu dir hingezogen fühlt.

      Dabei jede Form der Ablenkung von Dir fördern, praktisch bei meinem Bruder ihm aus dem Erbe Lieder der Eltern überlassen, damit er erstmal damit beschäftigt ist, sie umzuschreiben oder ihn in seiner Vorstellung, dass er in einem Loch lebt, ermuntern, sich was Neues zu suchen. Das schenkt dir Zeit, dich zu sortieren, Gefühle zu verarbeiten, bei Dir zu bleiben, Deine Selbstachtung zu pflegen und die Trennung weiter zu vollziehen.

      Meine Freundin hatte einen narzisstischeren Freund, sie hat ihn auf jede Party geschickt, damit er eine Neue kennenlernt. Hat geklappt!

      Aber das Wichtigste ist die Einsicht:

      ein Narzisst ändert sich nicht!

      Sei vorsichtig, wenn er charmant ist oder wieder lieb ist. Das ist Manipulation für etwas was er braucht.

      Suche Dir Möglichkeiten, deine Gefühle anderswo zu verarbeiten, als bei dem Narzissten. Ich habe einen Brief mit meinen ehrlichen Gefühlen unter vielen Tränen meinem Bruder und meinen Eltern geschrieben, aber nicht abgeschickt . Dann habe ich mir einen Ort ausgesucht, den ich jeweils nur mit meinen Eltern und jeweils nur mit meinem Bruder verbinde. Dort habe ich die Briefe mit meinen Gefühlen vergraben, damit sie auch bei denen landen, wo sie hin gehören.

      Gleichzeitig habe ich das Positive, aus unserem Familienleben aufgeschrieben und dafür Erinnerungsstücke aus dem Erbe raus gesucht, keine Fotos von uns als Menschen! Diese Stücke sind gut konservatorisch aufbewahrt! Selbst von meinem Bruder gab es Positives wie zb eine hohe Allgemein Bildung, die er mir vermittelt hat.

      Natürlich hat man irgendwo immer noch einen minimalen Hoffnungsschimmer, dass die Beziehung normaler und wieder glücklich wird. Diese Hoffnung habe ich so bedient, in dem ich ein paar kleine weiter positive Erinnerungen/Dinge der Beziehung zu meinem Bruder und unsrem Familienleben in eine Mappe getan habe. Diese Mappe habe ich zu den Unterlagen von meinem Vater um das Erbe meiner Großeltern tief in den Keller gelegt – mit der Einstellung:
      entweder verschimmelt es hier und ich schmeiße sie irgendwann weg oder ich nehme sie eines Tages wieder in die Hand und werde sie garantiert anders betrachten
      oder ich vergesse sie und meine Nachkommen können dann, was auch immer sie damit machen wollen, machen, aber es ist dann nur das Positive.

      Als letztes ein Tipp zum Umgang mit den Menschen, die mit dir und dem Narzisten Kontakt haben. Es tut oft sehr weh, wenn auch sie die Lage nicht erkennen oder gegen Dich sind. Dabei ist es wichtig, dass du die Situation dieser Menschen im Verhältnis zu dir und ihres Lebens und ihrer Rolle in dem Beziehungssystem richtig bewertest und dann Dein Verhalten justierst.

      Als Beispiel: meine alte Tante, ist sehr lieb, ihr möchte ich in ihrem hohen Alter meine Sorgen im Umgang mit meinem Bruder nicht mehr zu muten. Ich rede mit ihr darüber nicht und genieße die verbleibende Zeit mit ihr.

      Jemand, der „zu weit weg ist“, und leider zwischen den Stühlen steht, berichte ich auch nicht davon. Wenn man auch da schweigt, ist es eher von Vorteil und der Narzisst mit seinen Wuttiraden über Dich steht blöd da.

      Die, die zu sehr mitschwingen und dich runter ziehen oder auch selbst darunter leiden, muss man loslassen! Leider! Weil erstmal Du vor gehst!

      Es gibt wenige, die mich oder Dich als Opfer verstehen. Diesen wenigen Menschen mute ich in einem Gespräch meine Gefühle wie Trauer, Wut oder Verzweiflung zu, aber meisten kündige ich es an wie „ich muss dich sehen, mir geht es nicht gut, weil…“ Ich biete aber immer an, dass ich es verstehen kann, wenn der- oder diejenige keine Lust auf solch ein Gespräch hat und nein sagen kann. Am Ende bedanke ich mich!

      Schlussendlich, sorge für dich und denke an die schönen Dinge in Deinem Leben und tue Dinge, die dir Kraft geben! Manchmal reicht auch nur eine Bank unter einem Lindenbaum oder der Blick auf das Meer oder die Berge!

      Ich habe ich einen Beitrag hier gelesen, dass Opfer von Narzisten selber zu Narzisten werden. Ein Stück weit stimmt das, aber man muss berücksichtigen, dass diesem „Narzissmus“ wie bei Aschenputtel oder der Gänsemagd eine lange Phase der Demütigung und Missachtung vorausging und auf der Zeitachse des Lebens dieser Nazissmus ein Prozess zur Heilung und Resilienz ist.

      Viel Glück!

      • Shadow sagt:

        Guten Morgen,

        deine Worte zu lesen tut so unheimlich gut. Ich war nun 4 Jahre lang mit einem Narzissten zusammen. Vor 2 Jahren habe ich schon gewusst, da stimmt was nicht. Habe mich viel mit Narzissmus beschäftigt. Aus mir unerklärlichen Gründen habe ich das beiseite gelegt und nochmals 2 Jahre mitgemacht, bis ein Schalter bei mir umgelegt wurde.
        Den Kontakt habe ich komplett abgebrochen. Leider erkannte ich aber vor ca. 2 Jahren auch, dass da etwas nicht mit meiner Schwester stimmt. Das ich mich jahrelang immer ihrem Willen, ihrer Meinung, ihrem Tun gebeugt habe. Seit 2 Jahren beuge ich mich dem nicht mehr und seither habe ich mit ihr die Hölle auf Erden. Oft habe ich darüber nachgedacht, ob mit mir etwas nicht stimmt. Ob ich der Narzisst bin. Auch was meinen Exfreund angeht. Und ja ich habe tatsächlich mit der Zeit narzisstische Züge bei mir festgestellt, die ich allerdings früher nicht hatte. Deshalb tut es so unheimlich gut zu lesen, dass dies zur Heilung beiträgt und hoffentlich nicht von dauer sein wird.
        Nach einem erfolglosem schlichtungsversuch mit meiner schwester, habe ich mich nun dafür entschieden, dass ganze abzuhaken. Nur das nötigste und auf keine Streitereien einzulassen. Ich möchte nur noch meine Ruhe, ich habe sehr schlimme Jahre hinter mir und mag einfach keine Streitereien mehr.
        Ein schwerer, aber unumgänglicher Schritt.
        Danke für deine Worte.

  11. Lina Denn sagt:

    Gestern habe ich gewagt, das Verhalten meiner Schwester zu kritisieren. Drei mal verabredeteten wir uns und dreimal hat sie mich „vergessen“ und ich stand wie doof in der Stadt und hab gewartet.
    Früher hatten wir kaum Kontakt. Jetzt hat sie ein Kind bekommen und ich liebe meine Nichte über alles.
    Also ist es mir sehr wichtig, dass sie meine Grenzen und Werte kennt.
    Ich sagte ihr gestern, dass ich ihr Verhalten nicht in Ordnung finde und sie mir bitte rechtzeitig Bescheid sagen soll….
    Puh, was dann kam. Unsere ganze Kindheit würde auseinander genommen, sie versuchte mir Schuld Gefühle zu machen, ein schlechtes Gewissen und nahm meine Schwächen und versuchte mich systematisch fertig zu machen.
    Seit ich wieder mehr Kontakt zu ihr habe, geht es mir immer schlechter. Entweder ich krieche ihr 24/7 in ihren popo oder ich werde derart angegangen.
    Ich habe schlimme Jahre hinter mir… genau genommen 7 Jahre… Tod und Pflege der Eltern und eine schwierige Scheidung.
    Jetzt möchte ich leben, lieben, lachen, glücklich und unbeschwert sein.
    Über 8 Monate habe ich darüber nachgedacht. Ich habe die Entscheidung getroffen, dass wenn meine Schwester mir nicht ein bisschen entgegen kommt, ich den Kontakt abbreche. Auch wenn es aufgrund meiner Nichte sehr weh tut.
    Ich will leben…

  12. Patricia Reichhardt sagt:

    Der Text ist sehr interessant und bestätigt meine Auffassung dieses Themas.
    Es spiegelt bis ins Detail die Beziehung zwischen meinem Ex und seiner jüngere Schwester.
    Wenn ich richtig verstehe, wird der Bruder durch das narzistische Verhalten seiner Schwester, selber narzistische geprägt?

  13. enditnow sagt:

    Guter Artikel. In Zukunft würde mich besonders ein Artikel über Karl Lagerfeld interessieren. Er wurde bereits als Narzisst in ihrem Buch identifiziert. Wie wäre es da mit einem genaueren Artikel? Auch an Muhammad Ali wäre ich interessiert.

  14. Marc vdM sagt:

    Ich, als getrennt lebender Vater, selbst Opfer eine narzistische Frau, habe vieles wieder erkannt bei meinem Kinder, 2 Jugendlichen im Alter von 18 und 19 Jahren. Die Frage stellt sich für mich: Wie gehe ich als empathischer Vater damit um, ohne dass ich selbst daran selisch kaputt gehe?

  15. Céline sagt:

    Obige Beschreibung passt auf einen Verwandten: jähzorniges Problemkind, Schulverweigerer, später Erbschleicherei übelsten Ausmaßes.
    Man ließ ihm alles durchgehen, da er die Mitleidstour voll ausspielte und grundsätzlich im Mittelpunkt stand.
    Später plünderten seine Partnerinnen ihr Bankkonto, um ihm einen großspurigen Lebensstil zu ermöglichen und dass er sich als verkannter Künstlertyp selbst verwirklichen kann.
    Heute ist er tiefenpsychologisch tätig, schart einen Harem an Bewunderinnern um sich und hat 4 unehliche Kinder in die Welt gesetzt, in deren Kreis er sich als Familienmensch inszenziert. Jahrelang lebte er auch mit mehreren Frauen gleichzeitig zusammen.
    Da er als auch seine Damen das psychoanalytische Brett vor dem Kopf haben, ist ein normales Gespräch nicht möglich.
    Streit gibt es zwischen uns immer, wenn ich seinem Gefasel, dass die Psychoanalyse eine Wissenschaft sei, widerspreche und das auch mit ernsthaften Argumenten der Wissenschaft unterlege.
    Von daher eigne ich mich nicht als Bewundererin, und habe weitgehendst Ruhe vor ihm.

  16. Selina sagt:

    Ich habe so eine Erfahrung gemacht und kann sogar bestätigen, dass der Kampf ums Erbe sehr früh begann. Meine Schwester hat seit ca 10 Jahren meine Eltern manipuliert und in die Irre geleitet. Ich wurde durch ihren fortgesetzten Druck „gezwungen“ Zuwendungen meiner Eltern nachträglich in Darlehen umzuwandeln, während sie sich umfangreiche Schenkungen einverleibte. Als die Eltern im Heim waren und die Rechtslage nicht richtig verstanden, kam es zu einem komplizierten Erbvertrag, der mich enterbt. Kurz darauf stellte sich zudem heraus, dass die Darlehensansprüche an sie abgetreten worden waren und sie die sofortige Rückzahlung einklagt. Meine Eltern sind in dem Durcheinander durch ihre Unterschriften zum Täter geworden.

    • CB sagt:

      Hallo Selina
      Klären Sie unbedingt ab, ob Ihre Eltern noch handlungsfähig waren, als sie den Erbvertrag aufgesetzt haben. Wenn Sie beweisen können, dass sie es zu dem Zeitpunkt nicht mehr waren (mit Aerzten, Krankenschwestern, Putzfrau etc). dann ist der Erbvertrag nicht gültig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*