Der Narzisst macht sich mit Geheimniskrämerei wichtig

Der Narzisst kann sich mit Geheimniskrämerei wichtigmachen oder versuchen, sich darüber einen Vorteil zu verschaffen. Sein Wissensvorsprung versetzt ihn in eine überlegene Position, was ihn interessant und gleichzeitig auch mächtig machen kann. Je mehr andere versuchen, ihm sein Geheimnis zu entlocken, desto großartiger fühlt sich der Narzisst und umso mehr genießt er die Neugier oder Not der anderen.

Bild: © jeremias münch – stock.adobe.com

Ein Narzisst kann sich unter anderem damit aufspielen, dass er neue, interessante, vertrauliche oder weiterführende Informationen für sich behält. Er fühlt sich großartig in dem Gefühl, etwas zu wissen, was andere nicht wissen, und kann daher zu ausgiebiger Geheimniskrämerei neigen. Besonders gut fühlt er sich dabei, wenn ihn andere um die geheimen Informationen geradezu anbetteln und ihn unbedingt zum Ausplaudern scheinbar wichtigster Informationen und Nachrichten oder faszinierendster Ereignisse bewegen wollen.

Im Folgenden werden einige Situationen aufgeführt, in denen sich der Narzisst durch Geheimniskrämerei wichtigmachen will:

  • Er behauptet, anderen gegenüber einen Wissensvorsprung zu haben, gibt diesen jedoch nicht preis.
  • Er gibt damit an, dass er aktuellste Neuigkeiten über ein Thema erfahren hat, behält diese aber für sich.
  • Er erwähnt arrogant, dass er intimste Nachrichten erfahren hat, an die nur er gelangen konnte.
  • Er berichtet stolz, dass er von einer Person vertrauliche Informationen erhalten hat, die er unter gar keinen Umständen weitergeben darf.
  • Er macht scheinbar ganz nebenbei interessante Andeutungen, die er jedoch näher zu erläutern verweigert.
  • Er lässt seine Mitmenschen im Unklaren darüber, welchen Unternehmungen und Interessen er nachgeht, antwortet auf Nachfragen lapidar: „Das geht euch nichts an!“, und erregt dadurch erst recht dessen Neugier.
  • Er nimmt keine Stellung zu bestimmten Situationen und Vorgängen, obwohl er eigentlich mehr über die Sache wissen müsste. Er will sich aber nicht in die Karten blicken lassen und macht daher ein Geheimnis daraus.
  • Er besitzt bezüglich eines bestimmten Themas ein Spezialwissen, verrät es aber nicht, wenn andere ihn danach fragen (z. B. ist der Narzisst Anwalt, weigert sich aber, seinem Partner zu erklären, was eine eidesstattliche Versicherung ist).

Der Narzisst setzt dieses Verhalten ein, um sein großes Bedürfnis nach Bewunderung zu stillen. Er gibt vor, ein besonderes Wissen zu besitzen, rückt damit aber nicht heraus. Das kann bei anderen Neid auslösen, die sich in der Folge darum bemühen, an die wertvollen Informationen zu gelangen. Je dramatischer oder schwammiger die Andeutungen des Narzissten sind, desto eher löst seine Geheimniskrämerei bei anderen eine gewisse Spannung aus. Der Narzisst kann auf diese Weise um sich und sein Geheimnis einen Zauber legen.

Der Narzisst nutzt Geheimniskrämerei zum eigenen Vorteil

Geheimniskrämerei erhebt den Narzissten über seine Mitmenschen und macht ihn besonders. Daher kann er es geradezu lustvoll genießen, durch die Verweigerung spezifischer Informationen eine gewisse Erregung zu erzeugen, durch zurückhaltende und vage Andeutungen die Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen hochzuhalten sowie deren Neugier und Fantasie anzuregen. Sein Geheimnis entwickelt sich somit zu einem aufregenden Gesprächsthema und löst bei anderen eine gewisse Begehrlichkeit aus.

Je intensiver sich die anderen darum bemühen, das Schweigen des Narzissten zu brechen, desto mächtiger fühlt er sich und umso weniger wird er sein Geheimnis preisgeben. Nicht einmal den kleinsten Hinweis wird man dann seiner Mimik entnehmen können. Bestenfalls verwirrt der Narzisst seine Mitmenschen durch zweideutige Anmerkungen oder einen widersprüchlichen Gesichtsausdruck noch mehr und erfreut sich insgeheim an deren Ahnungslosigkeit.

Wenn der Narzisst sein Geheimnis überhaupt preisgibt, dann nur, weil er sich davon einen Vorteil erhofft. Er weiht dann nur solche Personen in das Geheimnis ein, für die diese Informationen äußerst hilfreich sind und die daher dem Narzissten für seine Gefälligkeit dankbar sein werden. Oder es erhalten nur diejenigen einen exklusiven Zugang zu den geheimen Informationen, die damit richtig umzugehen wissen und absolut vertrauenswürdig sind. Der Narzisst bindet die Eingeweihten dann in eine Art Verschwörung ein und erwartet fortan deren Treue, um sie später für andere Dienste zu missbrauchen.

Durch Geheimniskrämerei werden die Emotionen anderer geweckt

Der Narzisst kann aufgrund der inszenierten Geheimniskrämerei große Begierde bei seinen Mitmenschen wecken und dadurch ihr Interesse auf sich lenken. Er kann damit aber auch Ärgernis und Wut beim Gegenüber erzeugen, der auf die Informationen dringend angewiesen ist. Der Narzisst verweigert jedoch hartnäckig die Herausgabe und freut sich heimlich über die Hilflosigkeit des anderen. Er erlebt in diesem Moment das Gefühl von Macht, das nach außen wie reiner Sadismus anmuten kann.

Oft handelt es sich bei den Kenntnissen des Narzissten auch lediglich um banales Wissen, um das andere gar kein großes Aufsehen machen würden, weshalb es geradezu lächerlich ist, diese Informationen für sich zu behalten. Häufig kann dieses Wissen auch leicht über andere Quellen erlangt werden und es erzeugt meist nur mitleidiges Kopfschütteln, wenn der Narzisst z. B. die Telefonnummer seiner Arbeitsstätte, das Ziel seiner nächsten Dienstreise oder den Film, den er im Kino gesehen hat, nicht nennen will.

Nicht zuletzt daher kommt der Begriff „Geheimniskrämerei“: Ein Kleinkrämer versucht, sich mit banalem Wissen wichtigzumachen, und verrät seine Kenntnisse um keinen Preis. Er muss ihnen eine besondere Bedeutung zukommen lassen, um das Interesse anderer zu wecken. Er glaubt, durch das Verschweigen wichtiger Details seine Kompetenz erhöhen oder bewahren oder durch Verschleierung im Gespräch bleiben zu können. Es ist nichts weiter als eine primitive Methode, andere zu schwächen und sich selbst zu stärken.

Geheimniskrämerei als Manipulation

Für den Narzissten hat Geheimniskrämerei den Nutzen, seine Mitmenschen verunsichern und manipulieren zu können. Zum Beispiel kann er seine Verschwiegenheit nutzen, um andere zu erpressen: Er enthüllt die wertvollen Informationen nur, wenn sie etwas für ihn tun. Allein dies ist für den Narzissten Grund genug, Geheimnisse zu erzeugen, an denen an sich überhaupt nichts Geheimnisvolles ist, die aber bei anderen eine Begehrlichkeit wecken oder auf die andere dringend angewiesen sind – woraufhin diese bereit sind, eine Gegenleistung zu erbringen, wenn er ihnen alles erzählt.

Der Narzisst kann durch das Verschweigen eines Geheimnisses auch das Interesse anderer auf sich und das Thema lenken und so zum Mittelpunkt werden. Je spektakulärer die Andeutungen um das Geheimnis sind, desto größer das Interesse und der Drang der anderen, das Rätsel unbedingt lüften zu wollen. Es ranken sich dann aufsehenerregende Gerüchte oder mysteriöse Geschichten um den Narzissten selbst, der scheinbar einen großen Schatz verborgen hält. Jeder hofft dann, als Erster an die wertvollen Informationen zu gelangen und so zu dem exklusiven Club der Eingeweihten zu gehören.

Geheimniskrämerei ist nichts weiter als ein Ausdruck von Eitelkeit. Die mangelnde Offenheit und Ehrlichkeit tragen nicht dazu bei, das gegenseitige Vertrauen in einer Beziehung zu erhöhen, sondern erzeugen durch den scheinbaren Wissensvorsprung des einen ein Unterlegenheitsgefühl bei dem anderen, was zu Abhängigkeit und Wut führen kann. Geheimniskrämerei erzeugt Unverständnis und Zwietracht. Informationen und Wissen sollten nur dann zurückgehalten werden, wenn ein anderer dadurch einen erheblichen Schaden erleiden könnte.

Die hier beschriebenen anormalen Verhaltensmuster können auch im Rahmen anderer Persönlichkeitsstörungen oder psychischer Erkrankungen auftreten. Sie sind nicht explizit nur bei einem Narzissten zu beobachten, wenngleich sie hier besonders häufig und deutlich auftreten können. Das hier beschriebene Verhalten muss aber nicht automatisch bei jedem Narzissten vorhanden sein und es kann auch situativ bei ansonsten psychisch unauffälligen Personen auftreten.


Veröffentlicht in Blog, Eigenschaften eines Narzissten
34 Kommentare zu “Der Narzisst macht sich mit Geheimniskrämerei wichtig
  1. Christa sagt:

    Hallo
    jetzt schreibe ich doch noch mal.

    Meiner Meinung nach, gibt es kein für alle gültiges Falsch/Richtig,
    wie jeder Mensch mit seinen narzistischen PartnerInnen
    umgeht, umgehen kann.
    Jede/Jeder kann seinen Weg selbst am Besten gehen!

    Wertschätzende Unterstützng bedeutet, einen Menschen aus der Kriese zu begleiten, in dessen eignen Tempo/Bedürfnissen/Möglichketen/Erkenntnissen….. Nicht bewertende Vor-Verurteilung!!!!

    Niemand sollte sich über andere bewertend hinwegstellen. Unterstützung ist nicht „weichgespült“!

    Sven Grüttefien unterstützt uns, ermöglicht uns eigne Erkenntnisse zu gewinnen.
    Da bin ich sehr Dankbar, durch Ihn, seine Bücher und diese Artikel dieser Seite, war/ ist sicher noch/ mein Heilungsprozess ganz in meinem Tempo, ohne weitere Traumatisierung, eigenständig und selbstbewusst.
    Meine Kinder konnte ich so gut begleiten und sie konnten eigne Entscheidungen treffen, sich gut abgrenzen vom N.
    Personen und „Freunde“ mit Rad-Schlägen oder Holzhammer-Hethoden haben mich sehr re-traumatisiert und ich habe mich distanziert davon!

    Ich wünsche Allen hier schreibenden/ lesenden Menschen, einen erkenntnissreichen, für sich selber guten Prozess. Heilungen der Traumatisierungen! Die meissten davon liegen in unserer eignen Kindheit, wiederholt in narzistischen Beziehungen…das sind meine eignen Erfahrungen.
    Grüße Christa

    • Ruth sagt:

      Hier mein Vorschlag:
      ‚Holzhammermethode‘ ersetzen durch ‚Klartext reden‘.
      Dies sollte nur im passenden Kontext, feinfühlig im richtigen Moment und konstruktiv
      eingesetzt werden.
      Auf keinen Fall darf es verletzen.
      Übrigens finde ich den Meinungsaustausch darüber hier hilfreich.

  2. Ruth sagt:

    Hallo Silke,
    wieder ein Satz von dir der mir sehr gefallen hat:
    …aus dem Loch herauskommen.
    Das ist sauschwer,aber wenn man den Punkt einmal erreicht hat,geht der Rest wie von alleine.‘
    und nochwas von mir: die Zeit ist reif fúr ehrliche Worte.
    Aber eine gute und respektvolle Kommunikation spielt dabei eine grosse Rolle…

  3. Ruth sagt:

    Hallo Silke,
    Durch deine Reaktion auf die kritschen Beiträge von Christa und Klarsicht auf wiederum deinen Kommentar zu Thomas, verstehe ich jetzt besser wie du es meinst.
    ich bekomme mehr Einsicht in deinen Hintergrund und deine Beweggründe.
    Deine Geschichte mit dem Aufwachen gefällt mir.
    Ich habe Sympathien für die Holzhammermethode,ich finde du hast da durchaus recht.
    Sie wirkt meiner Erfahrung nach aber nur gut im 4-Augen Gespräch.
    Für das Aufwach-erlebnis braucht man den Austausch mit einem lebendigen Gegenüber.
    In einem anonymen Forum mit eigentlich unbekannten Leuten,wirkt sie eher distanzlos und zynisch,es fehlt die Nähe.

    • Lilli sagt:

      Das eine schließt das andere nicht aus: Psychotherapie etc. von Person zu Person –
      und ein Forum wie hier.-
      Ich bin für beides.

    • Anka sagt:

      Es gibt aber auch
      „Schlafwandler“…

      Solche sind am Aufwachen und Aufstehen gar nicht interessiert.
      Die wollen weiterschlafen und träumen, sie wären doch (eigentlich) ein so „toller Fang“ gewesen …

      Ich finde, Silke hat sich da ja noch „ordentlich“ zurückgehalten!
      Diese beständige subtile „Lieb-Jungen-Wehleidigkeit“ ist auch bei mir ein richtiger
      „Hammer-Trigger“.

      Die Krönung ist aber, daß sich dann immer wieder in „Muttchen-manier“ die weiblichen Retter auf’s „Spielfeld“ schwingen …

      Unseren erbarmungswüdigen
      Thomas H. wird’s freuen.
      Ich tippe das ist (s)ein Schema…
      Und ich tippe weiter:
      In der Schule hat er für diese „Inszenierungen“ ordentlich „was bezogen“.

      Im Übrigen bin auch ich der Ansicht, daß sich hier im Forum der eine oder andere (verdeckte) Narz seine Streichel-oder Trosteinheiten holt.
      Nach vielen Jahren kann das schon einmal auffallen…

      Aber ist ja auch egal, Hauptsache wir haben wieder
      „viel Gewedel um Thomi“
      🤣🤣🤣

  4. Arianna sagt:

    Narzisstisch Gestörte tun geheimnisvoll, weil die Wahrheit ihrem Image schadet. Also tun sie so, als würden sie schreckliche Geheimnisse hüten über furchtbare Dinge, die ihnen angetan wurden und als würden sie ihr Gegenüber nur „schonen“ wollen, indem sie ihm nichts sagen.
    Erfährt man irgendwann die Sachlage, sieht in dem Szenario der N. alt aus, nicht so sehr der angeblich Schuldige. Damit lenken sie von ihrer eigenen Verantwortung ab.
    Eigentlich amüsant. Aber mit N. ist das ganze Leben ein Theater. 🙂

  5. Kiep Detlef sagt:

    Ja, diese Eigenschaft kenne ich sehr gut und ich finde es haarsträubend, wie dadurch mein Denken und damit meine kostbare Aufmerksamkeit auf die Narzisstische Person gezogen wird.

  6. Ruth sagt:

    Ach,wie gut,dass niemand weiss,dass ich Rumpelstielzchen heiss.
    (warum diese Geheimniskrämerei?)
    Heute back ich,morgen brau ich,übermorgen hol ich der Königin ihr Kind.

    Märchen sind immer voll Weiheit.
    Hier wird eine verhängnisvolle Verstrickung beschrieben.
    Die Königinn als Mädchen hat Schwachstellen,ist ohne Schuld in Not geraten,
    da ist Rumpelstielzchen sofort zur Stelle und nutzt ihre Schwäche und die Notlage, setzt sie unter Druck und macht sie abhängig.
    Die Königinn wurde aber als Mädchen schon vom Vater ausgenutzt und missbraucht,
    und eigentlich in voller Absicht an den König verkuppelt.

    also:
    -Rumpelstielzchen ist ein Narzisst,nutzt Schwachstellen von anderen zu seinem Vorteil.
    er arbeitet im Geheimen und geniesst seine Macht.
    -Der Vater ist auch Narzisst, er verschachert seine eigene Tochter,hat keine Empathie.
    -Der König,ist eiskalt,setzt sie unter lebensgefährlichen Druck (Stroh zu Gold spinnen)
    wird später ihr Ehemann
    -Die Königinn ist die Betroffene, wird ausgenutzt, missbraucht,es wird mit ihr gehandelt, Vater und Ehemann schieben sie dahin ,wo sie mit ihr Gewinn machen können.
    Sie hat aber auch Vorteile,zB.die Ehe mit dem KÓnig,Gold, Reichtum, Macht,ein Kind.
    Würde sie nicht mitmachen,könnte die Dynamik nicht in Stand gehalten werden.-
    Sie versucht das Geheimnis von Rumpelstielzchen zu lösen,seinen Namen zu erraten.
    Dieses schon wieder unter lebensgefährlichem Druck,das Kind ist in Gefahr.
    Aber mit Hilfe eines Boten gelingt ihr die Demaskierung.-

    Den Namen des Narzissten erraten…also sein geheimgehaltenes Selbst zu entdecken,
    ihn beim Namen zu nennen bedeutet ihn im Innersten zu erkennen,
    dies gibt der Narzisst hier als Aufgabe und Rätsel, leider unter lebensgefährlichen Bedingungen.

    Das Märchen nochmal zu lesen,lohnt sich.

    • Lilli sagt:

      In ‚Rumpelstilzchen‘ läuft dann die Befreiung von Narzissmus namens Rumpelstilzchen ab,
      denn es hat durch das Wissen der anderen um seinen Namen keine Macht mehr, über das junge Königspaar.
      Naja, ist zwar ein Königspaar mit Kind, nicht gerade einfache Umstände, doch den Narzissmus sind sie schon mal los …

      Allen einen schönen Tag
      mit guten Abgrenzungen
      und immer mehr persönlicher Freude !

      • Ruth sagt:

        Hallo Lilli,
        nochmal zu Rumpelstielzchen..
        ich glaube ,die Tatsache,dass er als Narzisst erkannt wurde ,war nur der Anfang.
        Das ist der 1.Schritt auf dem Weg, das Phänomen erkennen,zu wissen worum es eigentlich geht.
        Der ‚Bote‘ hat ihn entlarvt, steht das vielleicht für Therapeut?
        Auf jeden Fall für Hilfe von aussen.

        mach’s gut,
        gruss Ruth

        • Lilli sagt:

          Hallo Ruth,

          das seh ich auch so.
          Doch darüber hinaus ist der Weg das Ziel, wie die Buddhisten sagen.
          Wenn man nicht mehr versucht, mit den Narzissten Schritt zu halten,
          kommt ein eigener persönlicher Schritt nach dem anderen persönlichen Schritt…

  7. Mone sagt:

    …ich habe diese Erfahrung gemacht und mich hat die Geheimniskrämerei glücklicherweise u.a. total abgetörnt und letztlich dazu beigetragen endlich und endgültig gehen zu können. Zu Geheimniskrämern kann man langfristig kein Vertrauen aufbauen und das ist auch gut so, in der Nähe von Narzissten geht man ja auch ein mit der Zeit… Am habe es gemocht, dass ich diese Form der Manipulation durchschaut habe und nicht drauf eingegangen bin, ein Elend für den Geheimniskrämer…

  8. Lilli sagt:

    Hallo,
    die Geheimniskrämerei
    gestehe ich umgekehrt auch mir zu, was meine Dinge angeht.
    Ich kann zu den Narzissten in meiner Verwandtschaft nur Abstand nehmen !
    Das ist wegen dem Sichabfinden mit nur geringen Gemeinsamkeiten traurig,
    doch dann stelle ich immer wieder fest, dass Abstand der einzig mögliche Schutz meiner eigenen Angelegenheiten, ist.

  9. Thomas Hagenunger sagt:

    Meine Ex und deren Familie bei Familienzusammenkünften in meiner Gegenwart:

    Belanglose Themen über Dritte wie Nachbarn, Todesfälle, Krankheiten, Dorfgeschehen.

    Nichts Familiäres, Konflikte, Persönliches, Anerkennung oder Ähnliches. Mit mir wurde nur insoweit Konversation betrieben als ob ich noch was zu essen oder trinken wolle.

    • Martin sagt:

      Naja, bei Familienzusammenkünften irgendwas persönliches zu diskutieren macht für mich keinerlei Sinn. Da werden eher belanglose Themen über Dritte, Nachbarn, Todesfälle, Krankheiten, Dorfgeschehen diskutiert, was vollkommen normal ist.
      Warum hast Du nicht Themen eingebracht oder das Kommando übernommen anstatt nur drauf zu warten, dass man mit Dir spricht?

      • Thomas Hagenunger sagt:

        Wenn man in der nartisstischen Schwiegerfamilie nicht akzeptiert und geschnitten wird, wie soll man sich da einbringen? Nein, rückblickend hätte ich mich, aufgrund vieler Illoyalitäten seitens der Ex, viel früher verabschieden sollen. Ich war abhängig und eine gemeinsame Tochter hielten nich ab.

        • Silke sagt:

          Hätte, hätte, hätte!
          Hast Du aber nicht. Genaunso wenig, wie bei Gesprächen mal dominant die Führung übernommen. Natürlich kann man das jetzt auf die Anderen schieben, die ja alle narzisstisch sind, was sein kann, aber am Ende hast Du Dich da unterbuttern lassen. Das muss man nicht umschreiben.
          Wenn Du’s damals schon gemerkt hast, warum hast Du nix gemacht? Weil Du Angst vor den Folgen hattest ubd jetzt unter Selbigen seit Jahren leidest. Warum lässt Du Dir nicht endlich helfen und zerbrichst Dir weiterhin den Kopf über Dinge, die Du nicht ändern kannst? Die Sache dass Therapien ziviel Geld kosten, ist eine Ausrede. Denn wenn Du Dich da mal richtig informieren würdest, könntest Du eine Überraschung erleben. Ich glaube eher, und sorry für meine Ehrlichkeit, Du fühlst Dich in deiner Opferrolle pudelwohl und willst da garnicht raus, weil Du Angst vor einem Leben ohne Drama oder die narzisstische Ex/Tochter hast. Und da kann man Dir Ratschläge geben, soviel man will, was hier seit Jahren passiert. Du nimmst die nicht an und versuchst noch nicht mal, aus Deinem Trott rauszukommen, weil ja die Anderen Schuld sind und Du das Opfer bist. Dass Du aber lang genug das Opfer gewesen bist, der Gedanke kommt Dir nicht. Der wäre aber nötig, um endlich einen Fortschritt bei Dir zu sehen, für den Du auch selbst was machen musst. Nimms mir nicht übel, aber Du wirst in 5 oder 10 Jahren noch genau auf der Gleichen Stelle treten wie jetzt. Es sei, es passiert noch was schlimmeres was Dir die Augen endlich öffnet. In diesem Fall wäre das vielleicht nicht verkehrt. Ich hoffe, Du schaffst es, aber glaube nicht dran.
          Sorry für die ehrlichen Worte, aber ich schleime nicht rum, nur damit sich jemand Besser fühlt. Manchmal ist die direkte Wahrheit am Besten

          • Christa sagt:

            Nun lese ich schon seit Jahren die Artikel und finde immer, dass sie gut
            sind. Mal mehr, mal weniger finde ich meine Lebensgeschichte darin widergespiegelt. Wer mit einem Narzissten zusammengelebt hat, kann die Artikel von Herr Grüttefien vermutlich nachvollziehen.
            @ Silke
            keinesfalls kann ich Deine Reaktionen auf den Kommentar von Thomas Hagenunger nachvollziehen. Sehr verurteilend, sehr unsozial. Schlimm finde ich das.

            Manchesmal denke ich das auch narzisstische Menschen hier mit kommentieren.
            Schade wenn Kommentare angreifen oder verurteilen.

            Das Niveau dieser Austauschplattform innerhalb der Kommentare, ist seit einiger Zeit abgesunken, sehr schade.

            Freundlichkeit, Rücksicht, Toleranz sollte hier sein!

            Grüße von Christa

          • Klarsicht sagt:

            @Silke
            Ich schliesse mich dem Kommentar von Christa an! Schlimm, Silke, wie Du hier über Thomas Hagenunger herziehst, schlimm, einfach nur schlimm!!! Und eigenartig, warum erinnern mich Deine Worte an meinen narzisstischen Ex? V.a. Dein letzter Satz! Dass Du nicht rumschleimst, damit sich jemand besser fühlt, manchmal sei die Wahrheit halt am besten? Und Du denkst, das rechtfertige Deine verletzenden Worte, die Du an Thomas wendest? Ich kann mich nur wiederholen: Wir sind hier auf der Seite wo Opfer Hilfe suchen, und für jemanden, der jahrelang eine narz. Kränkung erlebt hat ist so etwas einfach schlimm, und ich wünschte mir, dass solche Kommentare gar nicht zugelassen würden…

          • Silke sagt:

            @Christa und Klarsicht.

            Schade, dass ihr die Intention meines Postings so falsch versteht. Kann ich nicht ändern und akzeptier ich. Wenn iht der Meinung seid, ehrliche Worte Schaden, dann ist auch Das Euer Gutes Recht zu denken, zeigt mir aber, dass Ihr (vermutlich) lieber den einfachen, langen Weg geht, als den schweren. Bei mir hat die Holzhammermethode, ehrliche Worte ohne gross drumrum reden, die Augen geöffnet und dafür bin ich Dankbar. Jeder in meinem Umfeld hat Mitleid vorgeheuchelt und nur Eine Person hatte den Mumm, mir ordentlich den Kopf zu waschen und Dinge direkt anzusprechen. Auch ich empfand das Angangs als Angriff, aber am Ende, war diese Eine Person und ihre Art, mich zum Nachdenken anzuregen, der Auslöser für den Ausbruch aus meiner narz Abhäbgigkeit.
            Aber wenn Ihr meint, die Mitleidsmethode bringt mehr, dann ist das so. Leider zieht sich dadurch das Leiden nur noch mehr.
            Und noch was, ich habe Thomas nicht beleidigt. Ich habe ihm aufgezeigt, was er sich selbst antut, genau so wie ich mir das Gleiche angetan habe. Wenn das ein Fehler ist, und wenn es unangebracht scheint, dass man Dinge hier umschreiben muss, bloss, damit sich ja niemand angegriffen oder beleidigt fühlt, dann sehe ich den Sinn in solchen Diskussionen nicht

          • Lilli sagt:

            Hallo Silke,

            wenn eine Methode die garantiert Wirkungsvolle wäre,
            wären wir fein raus !
            Die Wege sind verschieden, vor allem verschieden schnell.
            Wer hier postet,
            ist auf dem Weg
            und liest die Texte und Beiträge hier …

          • Silke sagt:

            Lilly, auf jeden Fall. Aber dennoch gilt für Alle von uns, schönreden oder bloß nix Falsches sagen, ist falsch. Lieber direkt und ehrlich, aös nicht auf den Punkt und dahingeschrammelt.
            Mir haben klare, direkte Worte die Augen geöffnet. Oftmals wird hier leider nur Mitleid mit Anderen gezeigt, ohne direkt anzusprecheb, was das Problem ist. Und das hilft niemandem.
            Jeder hat das Gleiche dennoch Anders durchgemacht, aber jeder muss irgendwann verstehen, dass es nix bringt, weiterhin im Loch des Selbstmitleids zu verweilen. Vor Allem nicht nach Jahren.
            Sollte also jemand meine Ehrlichkeit als Angriff auf Thomas sehen, hat er/sie leider auch nicht verstanden, was es heisst, ehrliche Hilfe zu geben. Denn Mitleidsbekundungen bringen langfristig nix.

            LG

          • Klarsicht sagt:

            @Silke
            Dass Thomas bei Gesprächen nicht mal dominant die Führung übernommen hätte? – Wie willst Du das wissen? – ist eine Unterstellung!
            Wenn er sich bezüglich einer Therapie einmal richtig informieren würde, könnte er eine Überraschung erleben? – Wie willst Du wissen, was er schon bezüglich Therapie(n) schon unternommen hat? – Ist doch eine Unterstellung!
            Er fühle sich in seiner Opferrolle pudelwohl? – Ach ja?! Das weisst Du ? – Dein Text ist voller Unterstellungen… und weisst Du woher wir das kennen? Genau! In diese Kerbe zu schlagen ist keine ehrliche Hilfe. Denn ehrliche Hilfe ist aufbauend, und das ist mehr als abbauend… Du schlägst mit Deiner Sichel genau in die Wunde, die wir nach narzisstischem Missbrauch alle haben und die es zu heilen (und nicht aufzureissen) gilt…
            Tut mir leid!

          • Lilli sagt:

            Die eigenen Erfahrungen zu posten,
            ist hilfreich.
            Den Beitrag eines anderen zu ‚therapieren‘,
            nicht.
            Ich hab heut Abend mal wieder versucht,
            den Narzissten neben mir zu ‚therapieren‘ –
            bringt nichts, brems ich mich nur in meinem eigenen Weg ab, bis ich es wieder sein lasse.

            Allen alles Gute !!!

          • Silke sagt:

            @Klarsicht

            Das ist keine Unterstellung, das hat Thomas bereits mehrfach selbst zugegeben. Oftmals ist Lesen sinnvoll, bevor Du Anderen was unterstellst.
            Auch die Unterstellung mit den Therapien; auch hier bitte erst lesen.
            Und woher ich denke, dass er sich in seiner Opferrolle wohl fühhlt?
            Ich hier verweise ich Dich sehr gere nochmal auf seine ganzen Postings der letzten 5 Jahre. Hast Du die Alle gelesen? Mit Sicherheit nicht.

            Wenn Du denkst, ich schlage mit meinen Aussagen in eine Wunde der narzisstischen Opfer, wozu ich selbst mal gehört habe, dann ist es natürich Dein Gutes Recht das zu denken, ist aber an sich falsch.
            Ja, wir sind Opfer von narzisstischem Missbrauch, ja, wir leiden wie die Hunde, aber irgendwann sollte man sich dessen auch bewusst werden und was dagegen tun. Das ist das Schwere, aber es ist nicht unmöglich. Jahrelang nur erzählen, wie schlecht es Einem geht, bringt niemanden weiter wirklich weiter und verlängert nur unnötig die verschwendete Zeit. Wenn das für Dich ok, ist, dass sei es so. Mir war meine Lebenszeit dafür zu Schade, und ich garantier Dir, jeder, der irgendwann mal drüber weg ist, ärgert sich über die Jahre, die man an seinen Narz Gedanklich verschwendet hat. Mein Heilungsprozess konnte erst aktiv einsetzen, nachdem mir, mit ehrlichen, schonungslosen und vor Allem direkten Worten richtig der Kopf gewaschen und ich mir bewusst wurde, was passiert ist und warum. Und dass es NICHT meine Schuld war. Oftmals bringt die Wattebällchenmethode nix mehr, sorry das zu sagen. Plus, bei mir kam noch körperliche Gewalt dazu, also erzähl Du mir bitte nix von, ich würde Andere Leute beleidigen oder anderweitig angehen.
            Am Ende ist jeder für sich selbst verantwortlich, aber man sollte irgendwann auch mal drüber nachdenken, was sinnvoller ist. Sich wieder und wieder drüber beschweren, wie schlecht es einem geht, oder wie sehr man doch hintergangen wurde, oder endlich die Beine in die Hand nehmen und endlich, mit Hilfe andere, aus dem Loch herauskommen. Ja, das ist sauschwer, aber wenn man den Punkt einmal erreicht hat, geht der Rest fast wie von alleine.
            Und damit schließe ich auch meinen Kommentar ab, da direkte und ehrliche Hilfe hier anscheinend nicht gewollt ist, da ehrliche Worte, wie immer, nicht den Nerv der Zeit treffen. Und wenn man ehrlich ist, beleidigt oder unterstellt man Leuten was. Da kann ich nur den Kopf schütteln, tut mir Leid. Jedem hier Alles Gute.

  10. Heiko sagt:

    Oh man, wie immer sehr einseitig recherchiert und wissenschaftlich unterlegt.

    Dann sind jetzt nach diesem Artikel wohl mindestens 50 Prozent der Menschen attock als pathologische Narzissten diagnostiziert.

    Es gibt wirklich gute Artikel hier, doch der reisserische Faktor nimmt zuletzt arg zu und nährt so die „Aktivisten“ der „anderen Seite“ immer nur im Außen nach Gründen zu suchen und so die eigen Transformation der Persönlichkeit zu verhindern.

    Das ist keine Unterstützung.

    • Waltraud sagt:

      Heiko keine Unterstützung für wen?

    • …am Ende des Beitrages wird darauf hingewiesen, dass das beschriebene Verhalten nicht grundsätzlich bei allen pathologischen Narzissten auftreten muss und auch kein explizites Merkmal des krankhaften Narzissmus darstellt, sondern auch bei allen anderen Personen vorkommen kann. Es stellt aber eine beliebte Manipulationsart von Narzissten dar.

    • Lise1 sagt:

      Heiko, in meiner Umgebung sind es keinesfalls 50%, sondern ein bis drei Personen, die sich so verhalten. Und mein Bekanntenkreis ist nicht gerade klein.

      Wenn es bei dir 50% sind, dann würde ich an deiner Stelle versuchen, da wegzukommen.

      Außerdem hast du ganz unten, unter dem Artikel die wichtige blau kursiv gedruckte Bemerkung gelesen?

    • Anka sagt:

      Oh man (!) … 🙈🙊
      „wie immer“ …
      „attock“ … 🤯
      „diagnostiziert“ 🙄

      „… immer nur im Aussen nach Gründen zu suchen und so die eigen Transformation der Persönlichkeit zu verhindern.“ ☝️☝️☝️

      Vielleicht wäre Erkenntnis des eigenen Tatsächlichen ein erster wichtiger „Schritt“!

  11. Waltraud sagt:

    Die Geheimnisskrämerei kann ich voll und ganz bestätigen. Sie diente ihm zu seinem ausschließlichen Vorteil. Und um sein Gegenüber zu schädigen.

    • Melanie sagt:

      Bei vielen erfolgreichen Jahren eines „Doppellebens“ meines NZ bedurfte es eine immens große Vertuschung und Geheimniskrämerei! Es ging teilweise so weit, dass er sich an Gesprächen so gut wie nicht mehr beteiligte (heute weiß ich: aus Arroganz bzw. er wollte nicht Gefahr laufen, sich evtl. zu „verplappern“!)

      Ja, – Ihr Wissenden hier im Forum – sicher könnt Ihr Euch vorstellen, wie groß (für mich) aber vor allen für I h n der „Absturz“ beim Aufdecken seiner Geheimnisse war!!!🤗
      „Der Krug ist lange zum Brunnen gegangen, aber dann für immer zerbrochen“😣

      Ich bin dabei nicht „zerbrochen“ — nein Gottseidank nicht🤗 Ja die gemachten Erfahrungen waren schmerzlich und eigentlich auch überflüssig, aber sie gehören zu mir und meinem Leben und ich hoffe Ihr könnt es mir glauben — ich war noch nie so stark, so glücklich, so selbstbewusst und autark wie hier, jetzt und heute🤗🤗🤗

      Ich wünsche Euch allen, dass Euer Weg (meiner hat einige Jahre gedauert, aber es ist nie zu spät😂) Euch auch an das Ziel führt, wo ich Euch freudestrahlend sagen kann, ja ich bin angekommen…..
      Ganz viele liebe Grüße
      Melanie

      • Angelika N. sagt:

        Auch ich kann diesen Beitrag voll und ganz bestätigen.
        Mein Ex Narzisst ist ein absoluter Geheimniskrämer und krankhafter Lügner !
        Alle wussten immer Bescheid, nur die eigene Partnerin nicht. Wie oft hat er wichtige Entscheidungen heimlich selber getroffen und mich vor vollentete Tatsachen gestellt.
        Mein Misstrauen wurde so groß und mein Vertrauen so klein, das ich nach 10 Jahren, mit mehreren On – Offs endlich den Absprung geschafft habe.
        Er hat es nur belächelt, da er schon lange eine Neue am Start hatte.
        Sie sieht aus wie meine Oma, aber sie hat Geld.
        L.G.
        Angelika

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