Kommt ein Narzisst zurück, wenn er sich getrennt hat?

Betroffene beschäftigen sich mit der Frage, ob ein Narzisst zurückkommt, wenn er sich von ihnen getrennt hat. Entweder hat er sie verlassen und sie sehnen sich nach ihm oder sie sind mit der Trennung einverstanden und wollen ihn gar nicht wieder zurückhaben. In beiden Fällen interessieren sich Betroffene dafür, ob der Narzisst sie weiterhin im Augen behalten und sich ihnen wieder anzunähern versuchen wird.

Bild: © Antonio Guillem – 123rf.com

Narzissten brauchen die Gesellschaft anderer Menschen, um ihr unersättliches Verlangen nach Aufmerksamkeit und Bewunderung zu stillen. Auch wenn sich ein Narzisst selbst gerne als freie und völlig unabhängige Persönlichkeit sieht, die auf den Rat und die Hilfe anderer Menschen gut verzichten kann, so gerät er doch sehr schnell in Unruhe, wenn sich seine Mitmenschen von ihm distanzieren, er allein ist und keine narzisstische Zufuhr mehr erhält. Sofort stellen sich Entzugserscheinungen bei ihm ein, die ihn dazu treiben, sich wieder in die Nähe anderer Menschen zu begeben.

Ein Narzisst kämpft mit diesem Jo-Jo-Effekt: Erlebt er zu viel Nähe, braucht er Abstand, und hat er zu viel Abstand, braucht er wieder Nähe. Ob ein Narzisst zurückkommt, wenn er sich getrennt hat, hängt somit davon ab, wie stark sein derzeitiges Bedürfnis nach Nähe ist und somit sein Verlangen nach narzisstischer Zufuhr: Erhält er auch ohne den Ex-Partner ausreichend Zuwendung, Verwöhnung und Bewunderung, dann wird er diesen nicht zwangsläufig wieder aufsuchen. Erhält er keine oder zu wenig Aufmerksamkeit und Bewunderung von anderen, wird er sich voraussichtlich recht schnell wieder bei seinem Ex-Partner melden, um diesen für seine Suchtbefriedigung zu missbrauchen.

Zudem hängt dies davon ab, unter welchen Umständen die Trennung erfolgte. Löste der Narzisst die Trennung aufgrund einer ihm zugefügten Kränkung aus, dann wird er seinen Ex-Partner noch benötigen, um sein angeschlagenes Selbstwertgefühl wieder aufzurichten und so seine Zufuhr zu erhalten. Er muss beweisen, dass er der Bessere ist, dass er alles richtig gemacht hat, immer Recht hat oder sein Ex-Partner der Schuldige oder ein Dummkopf ist. Die Kränkungswut des Narzissten kann nicht durch die Zuwendung und den Trost anderer Personen beseitigt werden, bestenfalls gelindert. Wenn der Narzisst jedoch an seinen Ex-Partner denken muss oder ihm wiederbegegnet, ist sofort auch der Kränkungsschmerz wieder da.

Der Narzisst bleibt mit dem Ex-Partner emotional verbunden

Auf diese Weise bleibt eine emotionale Verstrickung mit dem Ex-Partner bestehen. Der Narzisst hat sich in diesem Fall zwar aufgrund einer Kränkung getrennt, muss aber unbedingt mitbekommen, wie sein Ex-Partner nun unter der Trennung leidet. Der Narzisst beruhigt sich erst wieder, wenn er es dem Ex-Partner heimzahlen konnte, dieser frustriert und niedergeschlagen ist, seine in den Augen des Narzissten kränkende Handlung bereut und sich entschuldigt und der Narzisst auf diese Weise wieder das Gefühl bekommt, großartig zu sein. Diese Zufuhr kann er sich nicht woanders holen – dafür muss der Ex-Partner herhalten. Ist also noch eine Rechnung offen, dann wird er den offenen Saldo auch einfordern – und kommt zurück, selbst wenn er sich getrennt hat.

Folgende Gründe können einen Narzissten zu einer plötzlichen Trennung veranlassen:

  • Der Partner schenkt ihm nicht mehr so viel Aufmerksamkeit wie früher und wird zunehmend selbstständiger.
  • Der Partner bewundert ihn nicht mehr uneingeschränkt und kritisiert den Narzissten zu häufig.
  • Es schleichen sich zu viele Alltagsprobleme in die Beziehung und man streitet sich nur noch.
  • Der Partner trifft sich vermehrt mit anderen und löst damit Eifersucht bei dem Narzissten aus.
  • Der Narzisst deckt harmlose und unbedeutende Heimlichkeiten des Partner auf und fühlt sich sofort hintergangen.
  • Der Narzisst langweilt sich, braucht die Abwechslung und das Abenteuer und beendet aus diesem Grund die Beziehung.
  • Der Narzisst findet seinen Partner nicht mehr attraktiv.
  • Der Narzisst will von mehreren Frauen gleichzeitig begehrt werden und trennt sich dann, um seinen Freiraum zu haben, betrachtet den Ex-Partner aber nach wie vor als seinen Besitz.
  • Die Vorzüge, die der Partner hatte, sind während der Beziehung verlorengegangen (z. B. die Gesundheit durch eine chronische Erkrankung, finanzielle Mittel aufgrund eines Misserfolges etc.)
  • Der Narzisst hat sich frisch verliebt und entscheidet sich für einen neuen Partner, weil er glaubt, dieser sei besser.
  • Der Narzisst will seine Freiheit haben und fühlt sich von der Nähe des Partner erdrückt.
  • Der Narzisst will testen, ob ihn sein Partner noch liebt, und inszeniert eine Trennung, um zu sehen, wie sehr sich der Partner um ihn bemüht.
  • Der Narzisst will seinen Partner bestrafen und betrachtet die Trennung nicht als endgültiges Beziehungsende, sondern nur als einen Denkzettel.

Es gibt viele Gründe, warum sich ein Narzisst ganz plötzlich von seinem Partner trennt. Der Auslöser muss nicht zwangsläufig eine Kränkung sein. Es kann auch sein, dass seine Grundbedürfnisse in der Beziehung nicht mehr hinlänglich befriedigt werden: Er bekommt zu wenig Bewunderung, er vermisst seine Freiheit, er braucht mehr Abwechslung und Aufregung oder die Beziehung bietet ihm keine Vorteile mehr. In seinem Glauben, seine Bedürfnisse anderswo besser befriedigen zu können, und seiner überheblichen Überzeugung, den Partner nicht mehr zu benötigen, bricht er zu neuen Ufern auf und schaut nicht mehr zurück – vorerst.

Bleibt der von der Trennung erhoffte Effekt jedoch aus, beginnt der Narzisst, sich wieder nach seinem Ex-Partner zu sehnen: Der neue Partner schenkt ihm nicht oder nicht mehr die Aufmerksamkeit und Bewunderung, die er benötigt, er findet keinen neuen Partner und ist allein, seine gewonnene Freiheit kann nicht sinnvoll ausgefüllt werden oder der Ex-Partner reagiert nicht auf die provozierte Trennung. Der Narzisst bekommt dann nicht seine Zufuhr, hat dringenden Bedarf und wendet sich an altbewährte Quellen, die ihm seine Zuwendung in der Vergangenheit gesichert haben.

Der Narzisst kommt zurück, wenn er keine Bewunderung findet

Da sich ein Narzisst zu seinem Trennungsgrund meist recht einsilbig und verschwommen äußert, kann der Partner den Entschluss nicht wirklich nachvollziehen, sucht nach möglichen Ursachen und vermisst den Narzissten. Dann beschäftigt er sich fortlaufend mit der Frage: Kommt ein Narzisst zurück, wenn er sich getrennt hat? In der Regel laufen betroffene Partner dem Narzissten hinterher, um diesen umzustimmen. Meist ist dies aber wenig erfolgversprechend, weil es letztlich dem Narzissten nur die Gewissheit gibt, dass ihn sein Ex-Partner noch begehrt und er jederzeit zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen kann – wenn er wieder Bedarf hat.

Verhalten sich Betroffene jedoch ganz zurückhaltend und akzeptieren sie die Situation einfach, besteht eher die Chance, dass der Narzisst wieder zurückkommt, weil dieser es nicht ertragen kann, scheinbar vom Partner fallengelassen zu werden und keine Bedeutung mehr für ihn zu haben. Auch wenn er gar nicht die Absicht hat, die Beziehung fortzusetzen, so kann es dennoch sein, dass er sich vergewissern muss, dass der Ex-Partner noch an ihn denkt und er ihn jederzeit zurückerobern könnte. Der Narzisst braucht die Sicherheit, von seinem Ex-Partner weiterhin geliebt zu werden, und muss daher noch einen Fuß in der Tür haben. Das erleichtert es ihm, seinen Neigungen ungehemmt nachzugehen und seine Freiheit auszukosten, weil er weiß, dass er jederzeit zurückkommen kann, falls seine Expeditionen scheitern.

Zuweilen sind Betroffene aber auch durchaus mit der Trennung einverstanden – haben sie doch selbst oft daran gedacht, sich zu trennen. Nun wurde dieser Schritt von dem Narzissten ausgeführt. Dann stellen sie die Frage „Kommt ein Narzisst zurück, wenn er sich getrennt hat?“ nicht, weil sie sich nach ihm sehnen und ihn zurückhaben wollen, sondern weil sie hoffen, dass sie ihn endlich los sind und sein selbstherrliches und rücksichtsloses Verhalten nicht länger ertragen müssen. In diesem Fall gilt jedoch in der Regel dasselbe: Solange Betroffene ihm noch das Gefühl geben, dass er willkommen ist, und auf seine Anliegen eingehen, wird er immer wieder zurückkommen – vor allem dann, wenn er keine neuen Quellen findet, an denen er seinen Durst nach Bewunderung stillen kann.


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Veröffentlicht in Blog, Trennung von einem Narzissten
44 Kommentare zu “Kommt ein Narzisst zurück, wenn er sich getrennt hat?
  1. lilli sagt:

    Kommt ein/e Narzisst/in zurück- kurz gesagt:
    nein.
    Er/sie will nur weiterhin so viel ‚Audienz‘ wie möglich erhalten.
    Also:
    Abstand, Abstand, Abstand !!!

    • lilli sagt:

      … denn es geht lediglich um seine/ihre
      egozentrischen Ego- Bedürfnisse,
      nie um wirkliche Liebe zu jemand anderem oder
      ihn/sie selbst.

    • Alex sagt:

      Hallo,

      Ich habe mich vor drei Wochen von meinem Freund getrennt… Narzisst..

      Eine Woche später ist er zurück gekommen mit Tränen und er vermisst mich und möchte mich zurück… Neun Jahre waren wir zusammen…

      Es war immer ein hin und her… Zoff drama Trennung zu 95% bin ich nachgelaufen und wir kamen wieder zusammen…

      Und nun 14 Tage nach dem wir uns wieder versöhnt haben… Hat er meine Meinung nach einen Zoff getriggert…

      Hat er natürlich nicht zugegeben… Ich bin in dem Zoff explodiert… Ich konnte einfach nicht anders… Er hat mich beleidigt runtergemacht… Ich wäre paranoid… Bilde mir alles nur ein… Hätte es mal wieder geschafft…

      Funkstille…

      Am nächsten Tag war ich noch voller Wut… Hab ihm mein Herz ausgeschüttet und meine Sicht geschildert… Im Nachhinein waren einige Dinge vielleicht nicht so nett ausgedrückt.. woraufhin er mir den Mittelfinger gezeigt hat und meinte ich solle abhauen…

      Ich wäre jetzt schuld an der Trennung… Und ich wäre doch Geistesgestört.. Krank usw…
      Das war Sonntag.. Woraufhin ich geflohen bin… Den kontak sofort abgebrochen habe… Abends hat er versucht anzurufen… Hab ich ignoriert.. Montag abend.. Kam eine SMS.. Mit den Worten… Er habe nachgedacht und eine Trennung wäre besser.. Ich habe ihm das Herz komplett gebrochen und ein zurück wird es nicht geben… Darauf vollgten 12 Tipps wie ich mit einer Trennung umgehen soll… Die er „extra für mich geschrieben hat“ die waren allerdings aus dem Internet kopiert…

      Ich habe kühl geantwortet und gesagt das er ihn nicht zurück will..

      Daraufhin hat er seine Art geändert und meint das es ja eh nicht bringt… Er mich noch so liebt aber es besser wäre zu gehn…

      Das ging ne ganze Weile so… Ich bin dann schwach geworden… Es hat mich in ein Loch geworfen und ich habe mich klein gemacht… Gebettelt…

      Er hat wieder seine Art geändert und meinte… Er hätte an allem schuld… Wäre eh nicht gut genug.. Ich wäre sein idol.. Er würde mich so lieben aber es geht nicht mehr… Ich soll ihm nicht mehr schreiben und ihn vergessen.. Er wäre Schuld an allem und ich hätte was besseres verdient.. Er will nur mein bestes usw hat mich auch Hase genannt und immer wieder gesagt er liebt mich…

      Es hat mich so fertig gemacht das ich wieder gebettelt habe und er dann den Kontakt abgebrochen hat…

      Ich stecke mitten in einem Loch… Versuche klar zu kommen… Nach außen hin stark zu sein..

      Ich werde mich nicht mehr bei ihm melden… Mir gehen tausend Dinge durch den Kopf… Er will gar nicht mehr aufhören zu denken…

      Wohin mit mir und meinen Gedanken… Gefühlen…

      Ich fühl mich wie am Ende angekommen..

      Alex

  2. Traurig sagt:

    Er hatte gleich eine neue . Ich habe die Trennung einfach akzeptiert, bin sofort ausgezogen, bei Kommunikation (orga) , einfach nett und distanziert reagiert. Wenn ich das wieder lese, musste er denken mir ist das alles egal. Nachdem alles geregelt war, hat er mich bei WhatsApp blockiert.
    Das ist nun fast zwei Monate her, die Blockade macht mich immer noch fertig, da ich einfach nicht weiß was ich so schlimmes gemacht haben soll.

    Ja, ich hab leider noch die Hoffnung das er sich nochmal meldet, einfach nur um zu verstehen warum er mich so behandelt, mich einfach so austauscht und auslöscht

    • Susanne sagt:

      Niemals vergessen, wenn er tatsächlich Narzisst ist, dann meldet er sich nicht wieder, weil er dich liebt, sondern weil er etwas von dir möchte, Aufmerksamkeit, Bestätigung, Sex, whatever.
      oder er meldet sich, weil er Langeweile hat oder seine Neue ist weg und er versucht es wieder bei der Ex.
      Liebe ist das nicht, denn sonst wäre er bei dir und hätte nicht sofort eine neue Zufuhrquelle. Wenn du die Kraft hast, dann entscheide du für dich, dass du nie wieder etwas zu tun mit ihm haben willst.

      • Traurig sagt:

        Hallo Susanne
        Natürlich hast du recht, aber es fällt mir einfach so schwer. Ich dachte immer ich wäre die „eine“ für ihn, und dann kann er mich so einfach austauschen , mich ausradieren

        Mir ist einfach so unverständlich wie jemand so reagieren kann. Die Schuldfrage frisst mich zusätzlich auf, immer wieder das Gefühl „alles habe ich zerstört , was so groß zwischen uns war“ . Werde dabei echt wahnsinnig

        • Susanne sagt:

          Es ging nie um dich, sondern immer nur um ihn.
          Und du bist NICHT Schuld, denn du wurdest getäuscht.

          Die Typen sind einfach Meister der
          Manipulation, die ticken nicht wie wir „Normalos“.
          Die laufen auf einem anderen Betriebssystem.

          Das, was so schwer fällt ist Abhängigkeit und Entzug….
          Du schaffst das, 2 Monate sind schon um und es wird noch ein wenig dauern,
          aber es wird besser werden. Neben dieser Seite empfehle ich dir auch wärmstens bei YouTube die Susanne Lohrey.

        • Melanie sagt:

          Hallo Traurig,
          ich verstehe Dich sehr gut, denn ich habe nach 44 Jahren Ehe ein mehrjähriges Doppelleben aufgedeckt und die einzige Antwort, die ich erhalten habe war:
          „…ich bin schon lange Dein Gequatsche leid!“
          Das ich mich sofort habe scheiden lassen, hätte er nie von mir erwartet, aber es ist die größte Genugtuung für mich und die baut mich täglich auf!!!
          Sei stark, er hat Dich nicht verdient und vor allem, Du hast keine Schuld! Wir haben geglaubt, geliebt zu werden, weil wir geliebt haben, leider können NZ nicht uns lieben, sondern nur sich selbst! Sie sind einfach nur arme „Geschöpfe“, aber sie verdienen noch nicht einmal unser Mitleid, denn sie konnten uns
          b r u t a l. austauschen!!!
          Ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem weiteren Weg und schaue nur nach vorne – Du schaffst es….
          Die Sehnsucht tut weh und glaube mir, ich weiß, wovon ich spreche, aber Du bist es DIR wert!!!!
          Viele gute Gedanken und Wünsche an Dich….
          Melanie

          • lilli sagt:

            Hallo,

            sich selbst zu sammeln und zu regenerieren,
            ist das,
            was für uns ‚Getäuschten‘ ansteht.
            Ich lese noch fast täglich,
            den Abschnitt
            ‚Befreiung von Narzissten‘ durch,
            und konzentriere mich auf meine Anliegen.
            Unglaublich,
            doch leider wahr: eine ‚Aussprache‘ mit Narzissten/innen gibt es nach seiner /ihrer Façon
            endlos,
            also besser gar nicht.

        • Anka sagt:

          Natürlich, du bist jetzt sehr traurig…
          Wer, der je so richtig ver-liebt war, der die Erfüllung seiner Träume und Hoffnungen schon zu „haben“ meinte, könnte das nicht nachempfinden ?!

          Ich glaube aber, liebe Traurig, daß du die
          Ent-Täuschung, also das Ende der
          (Selbst-)Täuschung überhaupt (noch) nicht in Betracht gezogen hast.

          Deine Zeilen sprechen nach meinem Gefühl sehr dafür.
          Mein Eindruck ist, daß du noch vollkommen „in der Verliebtheit festgesteckt“ hast, zum Zeitpunkt der „Trennung“…
          So bist du vielleicht auch (zu) schnell, eben in diesem etwas
          „ver-rückten Zustand“ bei IHM ein-gezogen ?!

          Verliebtheit verfliegt immer!
          Beim Einen früher als beim Anderen…
          Schau einfach einmal, ob nicht das „der wirk-liche Grund“ ist.

          Egal ob wir uns alle am Anfang „einbilden“(!) den „Anderen“ zu lieben, das ist nicht so.
          Wir kennen diesen ja überhaupt nicht wirklich (ganz)!
          Wie auch ? Es braucht sehr viele Jahre und die unterschiedlichsten Situationen dazu…

          Wir alle „lieben“ am Anfang lediglich ein BILD, daß uns erstmal gezeigt wird und welches wir selbst auch noch „berauscht“ vom eigenen „Hormoncocktail“ ausschmücken. So, daß es in unseren „Traum“ passt…
          Das passiert auf beiden Seiten!

          Deine Traurigkeit und dein Schmerz sind völlig verständlich. Tut immer weh, von einer „Wolke“ auf dem Boden zu landen.

          Ich schätze aber, du machst dir das selber noch schwerer, wenn du dich weigerst, deinen Traum lediglich als Traum/Träumerei zu erkennen und zu akzeptieren.

          Ja, nach so einer Ent-Täuschung steht jetzt einiges für dich an.
          Da sind ganz sicher einige Annahmen, Gewohnheiten und eigene Strickmuster auf den Prüfstand zu stellen…

          Ich wünsche dir alles Gute!
          Liebe Grüße Anka 🙋

  3. Christine sagt:

    Meine Erfahrung ist das die Situationen einer Trennung inszeniert sind. A.) weil das Bedürfnis nach Zuneigung nicht unmittelbar erfüllt wird.
    B.) oder man ihn in seiner Rede über sich nicht ernst nimmt.
    Ich habe schon erlebt das er mich angeschrien hat ich solle aufhören zu reden obwohl ich kein Wort gesagt habe. Am nächsten Tag sagt er doch tatsächlich zu mir also sowas macht er nicht nochmal mit er hätte die ganze Nacht nicht schlafen können weil ich so unverschämt war. Das wars jetzt. Stunden später war das auch wieder nie passiert. Das schwierige an diesen Situationen ist halt das man nicht vorwartskommt es ist immer ein Fall nach hinten. Da der narzisst es nie dulden wird wenn sein Partner mehr Erfolg hat wie er.

  4. Anka sagt:

    Es ist nach meinem Dafürhalten absolut belanglos, ob ein Narziss
    „zurück kommt“ oder zurück will.
    Ebenso belanglos ist, wer die Trennung an- oder letztlich ausgesprochen hat.

    Genaugenommen gibt’s da für mich nur ein paar wenige Gedankensätze dazu:

    Will ich nicht.
    Bin nicht ich.
    Ist nicht meins.
    Tut mir nicht gut.
    Brauch ich nicht.
    Kein Interesse…

  5. egal sagt:

    Mich würde mal interessieren, was narzisstische Zufuhr sein soll?

    Ist damit die Situation gemeint, in der der Herr der Schöpfung sich in einem unglaublich bescheuerten Ausmaß selbst feiert? Also die Situation in der man sich fragt, ob der Mann wirklich so dämlich ist, man es für unmöglich für bare Münze nehmen kann. Man es als Spaß, Satire oder Zynismus abhakt?

    Und daraus ziehen diese Typen einen Gewinn?? Heftig.

    • lilli sagt:

      Ja, so san’s,
      de ‚oidn rittersleit‘,
      bzw. Leute mit Narzissmusstörung.
      Guten Abstand zu diesen in ihre Egozentrik eingezwängten Menschen !

    • Uschi sagt:

      das Gegenteil von Abfuhr. So eine hätten sie dringend nötig, da geht ihnen die Luft aus!

    • Anja Dräger sagt:

      Wenn jeman besonders attraktiv ist und der Narzissit möchte sich schmücken mit Attraktivität dann kauft er sich die „schöne“ Frau mit Taschen, Schmuck usw. kommt die „schöne“ und kritisiert ihn anstatt ihm anzuhimmeln was er doch für ein geiler, toller Typ ist dann bestraft er die Dame. Bis hin zu Trennung, weil Sie ihn ja nicht unterstützt, begleitet usw.

  6. Sil sagt:

    Sie suchen stets- auvh während einer Beziehung- nach besserer Zufuhr und Vorteilen bei anderen pot. PartnerInnen.
    Haben sie es gefunden kommen sie nicht zurück, solange es ‚was Besseres, Schöneres, Erfolgreicheres, Reicheres‘ in ihren Augen gibt, welches sie für sich vereinnahmen können.
    Erst in Einsamkeitsphasen oder Langeweile schauen sie dann mal nach weiterer Zufuhr oder versuchen, die alten Quellen wieder an zu zapfen.
    Einer meldete sich nach 10 Jahren wieder zurück. Er war da bereits, nach verloren gegangener Attraktivität, allein.
    Zurück haben wollen macht ja auch so gar keinen Sinn, wenn ich an mir selbst gearbeitet habe. Und nun weiss, warum ich solche Menschen anzog.

  7. Tina Friese sagt:

    Die angeblich bessere Qualität ist ja auch nicht von langer Dauer.

    • Waltraud sagt:

      Stimmt. Wenn das so wäre, hätte man endlich Ruhe. Die hab ich bis heute nicht. Alles was sich ihm bietet, nutzt er, obwohl ich auf nichts mehr reagiere. Was mir vor Jahren aufgefallen ist, er redete und schreibt in der Wirform. Damit bin nicht ich gemeint, sondern seine vermeintlichen Follower bzw. Flying Monkeys, die er natürlich vorher entsprechend manipuliert hat und die sind selbstredend seiner Meinung, obwohl er ja entscheidet, was Sache zu sein hat. Ich hab mich gefragt, ob er diese als Verstärker missbraucht und um mehr Druck bei mir aufzubauen. Oder ob er einfach nur ein feiges A…… ist, der nicht alleine für seine Schweinereien einstehen kann. Ich denke, es ist eine Mischung aus beidem. Und das ganze wird immer schön in Gutmenschentum verkleidet, um die Chancen für sich selber und sein schädigendes Ansinnen zu erhöhen.

      • Anka sagt:

        Waltraud,

        Sehr gut!
        Ich denke nämlich, du hast mit „…seine vermeintichen(!)…“
        tatsächlich den Finger auf der richtigen Stelle.

        Ich gehe als Außenstehende sogar davon aus, daß er den Leuten um sich herum elendlich „auf den Senkel geht“!
        Klar ist es wahrscheinlich, daß er sich überall mit „weißer Weste“ präsentiert (hat).
        Aber ehrlich gesagt interessieren sich doch die meisten Leute gar nicht dauerhaft für irgendwelchen persönlichen „Mist“. Auch nicht für seinen…
        Und ich halte es ja eher für wahrscheinlich, daß der größte Teil seine selbstgefälligen Darstellungen mittlerweile anzweifeln wird, wenn auch nur „hinterm Rücken“.

        Mit diesem (bescheuerten) „wir“ läßt sich doch leicht suggerieren ALLE…
        Entschuldige, der ist doch einfach nur erbärmlich! Und irgendwie ahnt er das wohl auch…
        Was bleibt so einem, als sich zu verstecken, in/hinter einer fiktiven (!) „Masse“ ?!

        Du machst alles richtig…
        Das macht den (k)irre!

        • Waltraud sagt:

          Hallo Anka, als er vor mehr als zehn Jahren wieder Anlauf in meine Richtung nahm, wusste ich nichts von Narzissmus und wie es sich zeigt.
          Er schuldete mir Geld. Es kam aber nicht. Reden wollte ich nicht mit ihm und bat meinen Steuerberater. Der machte das auch. Gab mir aber den Rat, ihn selbst noch Mal drauf anzusprechen. Das machte ich schriftlich. Böser Fehler. Damit hatte er sich wieder Zugang verschafft und bombardierte mich mit Faxen. Lügen über Lügen das wusste ich. So diese typische narzisstische Opferhaltung. Hätte ich da schon Ahnung gehabt, ich hätte nichts mehr unternommen oder reagiert wegen des Geldes. Aber so hat sich unglaubliche Wut bei mir breit gemacht und das hat ihm voll in die Hände gespielt. Der Rest gleicht einem schlechten Film. Ich hab fast alles verloren. Aber nach Feststellung seiner Störung hab ich zum Gegenangriff ausgeholt und mir teilweise was zurück erobert. Ich war ganz unten und der Herr gab sich noch als Retter und Helfer. Ich war allein mit meiner Erkenntnis, er hatte alle auf seiner Seite und die waren selbstredend seiner Meinung. Auch unsere Kinder.
          Sowas hätte ich nicht für möglich gehalten. Das ein vermögender Unternehmer sich als Opfer inszeniert und damit durch kommt.
          Die Frauen, von denen ich weiss, waren nicht lange an seiner Seite.
          Auch die hat er natürlich Vera….. Das er immer Mal wieder Versuche startet, ob er nicht doch noch andocken kann, ist z. einem ein Spiel/Sport, zum anderen ist er
          wirklich nur erbärmlich. Aber er glaubt auch noch, er hätte das mit vordergruendigen Erklärungen gut verschleiert. Früher hab ich mich ausgeliefert gefühlt, weil ich nichts wusste von diesem Störungsbild. In den letzten Jahren hab ich darauf hingearbeitet, ihm keine Angriffspunkte mehr zu bieten.
          Er findet immer noch was, meint er zumindest. Ich bin geheilt, was ihn betrifft.

        • Anka sagt:

          Hallo Waltraud

          Ja, nachdem einem selbst tatsächlich endlich „aufgegangen ist“, was und wie wirklich alles gelaufen ist…

          Bei deinen Zeilen bekomme ich jedesmal sooo einen Hals“ auf den … Dem liegt wohl eine gewisse „Ähnlichkeit“ zugrunde.

          Andockpunkte gibt’s bei mir zum Glück keine, aber bei den erwachsenen Kindern.

          Ja, da gibt’s dann doch immer wieder „Sachverhalte“, da wechsele ich innerlich zwischen Erstarrung/ Entsetzen und „tierischer“ Wut.

          Braucht manchmal auch noch länger, dies ziehen zu lassen…
          Ich hatte mich in der Vergangenheit sogar dabei „ertappt“, wirklich stinksauer zu werden, insbesondere auf meinen Sohn, der es eigentlich „besser wissen“ müßte.
          (Vorgestern erst „plapperte“ mein „Ferienkind“… Vorhin wurde er abgeholt, von seinem Papa.)
          Ich hatte beschlossen nichts davon verlauten zu lassen.

          Aber es ist schon „interessant“, mit was für einer Selbstverständlichkeit „Muttis Wohlwollen“ gerne (aus)genutzt wird, einem derartigen „Vater“ aber immer wieder eine Plattform geboten wird, sich zu präsentieren…
          Vor Jahren kam einmal die Bemerkung, es ginge ihn ja schließlich nichts an, wenn: „ihr euch nicht versteht“
          Tut schon weh!

          Der nette, charmant-galante, selbständige „Weißwestler“ hat, trotz insgesamt 18Jahern ausbleibendem Unterhalt, Unterhaltsklagen (auf
          NULL-€-Feststzung) gegen seine beiden Erstgeborenen nicht die geringsten Skrupel.
          Er sitzt ganz „selbstverständlich“ dazugehörend in der großen Familien-Runde…

          Solchen ist Nichts zu doof!
          Deshalb frage ich auch besser gar nicht erst nach, ob es irgendwelche Themen mich betreffend (je) gab.

          Da konzentriere ich mich mittlerweile doch lieber auch einmal voll-narzisstisch auf mich selber:
          „Meine Güte,
          was hab ich doch alles „geschafft?!“

          Es gibt Menschen, die sind noch nichtmal einen Gedanken wert, so ist es.
          Na ja, einen vielleicht…
          „Weiche(t) von mir!“

          Unsere eigenen „Fehler“ können wir nicht mehr rückgängig machen.
          Gut-und Leichtgläubigkeit gehört bei mir da an erste Stelle.
          Aber wir können dafür sorgen, sie nicht zu wiederholen, jedenfalls nicht mit dem gleichen Kasper.

          Lieber Gruß und weiter viel Durchhaltevermögen und alles Gute dir, Waltraud.

          Anka 🙋

          • Waltraud sagt:

            Hallo Anka, was Du schreibst, kenn ich leider auch.
            Der „Vater“ stand immer gut dar bei seinen Kindern.
            Ich hab das wegen des nichterkennen der Störung nicht verstanden. Er war zu oft so sch….. Und trotzdem. Mich hat er ganz subtil immer schlecht dastehen lassen. Machte mich oft an wegen Geld an. Und dann fiel mir irgendwann auf, das er mich und die Kinder gegeneinander ausspielt. Ich bin so froh, die ganzen Zusammenhänge verstanden zu haben. Spät leider, das lässt mich manchmal noch trauern um die „verlorene Zeit“. Aufgrund von Erziehung und entsprechendem Vorleben in der eigenen Familie tut man sich Sachen viel zu lange an aus den falschen Gründen. Genüssen wir unsere Zeit, die uns bleibt und lassen uns nicht mehr runterziehen durch die Verhaltensweisen anderer.
            Glückliche Zeit und bleibt alle gesund

          • Waltraud sagt:

            Geniessen!!

          • Anka sagt:

            Ja das sehe ich bei mir leider auch noch,Waltraud.
            Die eigene „Prägung“ steht einem recht beharrlich im Wege…
            Sicher haben wir zum Glück vieles, wenn auch sehr spät erkannt, konnten auch erst ab da alles anders ein-ordnen und auch „verhaltensmäßig“ Änderungen einleiten…

            Gefühlsmäßig kommen dann aber doch immer wieder einmal „Gewitter mit Überschwemmungen“.

            Aber ist das ein Wunder?
            Nö, ganz und gar nicht…
            Wie viele Momente hat allein 1Tag ?!
            Wie viele Momente da noch gefühlsmäßig hochkommen werden, wissen wir nicht.
            Aber eins wissen wir jetzt, die Wut und alles Andere darf von uns als legitim akzeptiert werden. Da müssen wir durch… Dann klappt es auch immer mehr und mehr mit dem echten Genießen…

            Wir sollten und dürfen uns erlauben, VOLLKOMMEN zu SEIN und eben nicht
            nur lieb, sanft und voll Verständnis für alle(n) und jeden… (Mist) 👍😁

          • Waltraud sagt:

            Kann ich so unterschreiben Anka👍🙋

      • lilli sagt:

        Hallo,

        statt persönlich individueller Ich- Meinung
        kommen vereinnahmende Wir- Äußerung,
        da der Mensch mit Narzissmusstörung, egal ob ohne oder mit vorübergehenden Anhängern,
        zu einem demokratischen Austausch von Meinungen nicht in der Lage ist,
        sondern in dem Sumpf von ‚Allmachtstreben‘ und
        ‚Angriff ist die beste Strategie‘,
        rumhamstert.
        Auf wirklicher menschlicher Ebene agiert er/sie nicht wirklich,
        bis ihm/ihr
        die Art und Weise von
        ‚Umgang mit Narzissten‘, möglicherweise zu denken gibt.

        • Waltraud sagt:

          Hallo Lilli, das mit dem rumhamstern gefällt mir. Der Sumpf würde mir vom Narzissten attestiert, nachdem er eine Abfuhr von mir erhielt: dann solle ich doch in meinem Sumpf bleiben. Durch ihn bin ich erst hinein geraten. Man kann keine Beziehung mit ihnen haben. Nur Abstand hilft. Ansonsten erfolgt Vereinnahmung ohne Ende.

          • lilli sagt:

            Hallo Waltraud,
            ja, vernünftiger Abstand
            statt gemeinsamer Beziehung,
            denn Vereinnahmung ergibt kein wir.
            Auch nicht im narzissmusgestörten Vater- Kind- Verhältnis.
            Da wird Deine Klarheit und Konsequenz gute Auswirkungen haben.

        • Anka sagt:

          Lilli,

          das trifft es.
          Es ist ein Sumpf!

          Wer es geschafft hat, sich daraus zu befreien, kann ja wohl nicht (mehr) „im Sumpf stecken“ 🤣

          Wer alles oder viel verloren oder
          ein-gebüßt hat, mag ja in materieller
          Hin-Sicht „arm“ sein…

          Zurück-gewonnen ist aber die eigene WÜRDE !
          DARAUF läßt sich (auch) in ganz kleinen Schritten etwas „Solides“ aufbauen.

          Im Sumpf von wirklichen Narzissten ist kein wirklich „fester Boden unter den Füßen“…

          „Man“ lasse sich also kein X für ein U vormachen. Aus einem 🐸 wird kein Prinz, ob er sich nun eine Krone
          „über-stülpt“ oder eine weiße Weste.

          Vielleicht gar keine schlechte Idee,
          sich den jeweiligen Narr im Notfall mit Froschkörper vorzustellen,
          güldenes Pappmaché auf der Birne und den Hintern auf ’nem „Topf“ 😉

          • lilli sagt:

            Hallo Anka,
            dass einem/einer Narzissten/in
            nichts zu doof ist,
            das ist mir am schwersten gefallen,
            wahrzuhaben.
            Doch wenn man sich in diesen Doof- Sumpf nicht mehr reinbegibt,
            sondern
            s c h w e i g t
            und die eigene Spur zieht,
            bleibt er/ sie mit seinen/ihren Hamstervorräten in seinem Ego-Sumpf zurück.
            Da kann/will er/sie nicht raus, sondern eine/n Willige/n ‚einladen‘.
            Wenn die Kinder noch reinfallen,
            nicht vergessen, wie lange man selber für den inneren Abstand und äußere Distanz gebraucht hat,
            wie lange man die Sumpfgegebenheit ändern wollte.
            Wenn die Kinder grundsätzlich was Abgrenzendes sagen,
            gefällt mir das auch nicht,
            doch ich lasse sie und rede mit ihnen über meine positiven Dinge.
            Wenn die Eltern ’sich nicht verstehen‘,
            finde ich gesund, wenn die Kinder dazu Abstand nehmen und für sich sein wollen.
            Ein Leben ohne Schwierigkeiten gibt es nicht.
            Wenn ich klar und konsequent Abstand zu den Narzissten/ innen in der Verwandtschafthalte und von den Kindern keine Parteinahme erwarte,
            sehe ich beim Spaziergang mit meiner Tochter z.B., wie schön der Herbst auf dieser Welt ist und hebe Blätter, Kastanien, Nüsse vom Boden auf.
            Ich hab mal irgendwo gelesen,
            wenn dir ein negativer Gedanke kommt,
            setze sieben positive dagegen.
            Der wahre Gewinn ist nicht gegen jemand oder etwas im Sumpf,
            sondern f ü r
            das eigene Dasein auf dem festen Boden.

          • Waltraud sagt:

            Stimmt leider, Lilli. Narzissten ist nichts zu doof. Die haben andere Prioritäten. Hauptsache es führt sie zu ihrem Ziel. Machen wir das Beste aus unserem Wissen und setzen uns ganz oben auf unsere Agenda.
            Bleibt alle gesund

          • Anka sagt:

            Ja Lilli,
            genauso war es, alles gehamstert…

            18 Jahre kein Unterhalt, kein kleines Geschenk zu Geburtstag oder Weihnachten. Noch nicht einmal eine Karte.

            Nach Briefen der Kinder, damals 12 und 9, die ihn sehen wollten, erhielten sie keine Antwort von ihm. Allerdings erhielt ich eine Vorladung.
            Er hatte die Briefe ans Jugendamt gefaxt.
            Natürlich mit dem Hinweis, daß die Kinder sich das ganz sicher nicht ausgedacht hätten. Und er wäre ja auch interessiert.

            Aha, und sie erhielten keine Antwort.

            Nun ja, aber ein „wichtiger Amts-Vorgang“ kam ins Rollen. Vorladung der Kinder, nochmals Rücksprachen, bla, bla…

            Letztlich wurde mir mitgeteilt, der „Herr… würde den Termin mit den Kindern und der Mitarbeiterin (Psychologin!) nur ohne die Mutter wahrnehmen.
            Ich solle mir aber keine Sorgen machen.
            Sie (!) wäre ja als Unterstützung für das Anliegen der Kinder dabei!
            Ziel wäre ja ein regelmäßiger Kontakt.
            Dann die Frage, was ich denn dazu meinte. Mir war lediglich REGELMÄßIGKEIT wichtig…
            Als sinnvolle Möglichkeiten sah ich von 14tägig bis wenigstens 1/4jährlich.

            Was war nun das Ergebnis dieser Inszenierung ?

            (Es lief mir
            die ganze Zeit bereits „die Hand hoch 😬)

            Die Kinder saßen mit diesem, für sie fremden Mann allein am Tisch in einem Konferenzsaal, vorn am Eingang.
            Die fremde „Hilfe“ unterstützend am anderen Ende unterm Fenster, mit ein paar Ordnern…

            Immerhin,
            einen Brief haben die Beiden dann doch noch erhalten, von der Psychologin des Jugendamtes…

            Sie hätten sich ja „sehr wacker gehalten und gut argumentiert“. Und „es täte ihr sehr leid, daß ihr Anliegen kein Gehör gefunden hat“.
            (Seine Worte wären gewesen,nach ihren Angaben, „DAS ginge auf gar keinen Fall, er hätte schließlich eine eigene Familie!“

            Nun ja, es kam zu keinen weiteren „Treffen“…
            Ich verbrachte noch ein paar Jahre mit Rechtsanwälten und Pfändungsversuchen…
            Schließlich, zum Mutmachen(!), flossen dann doch alle Rückstände an Beide, plus Zinsen bei meiner Tochter.
            (Gezahlt hat aber die ganze Chose eigentlich sein Vater…)

            Mein Sohn erhielt die Zinsen auch noch, später…
            Nachdem er sich zu einem Treffen bereit erklärt hatte.(Ist der einzige „Stamm-Halter“ …)
            Tja, damit hatte Mann den Fuß in der Tür. Mann „konnte leider nicht alles auf einmal“ aufbringen…

            Es ließen sich noch einige „Folgen“ anmerken. seine Schriften bzgl. Bafög der Tochter usw… Aber,
            was soll’s ?

            Er ist mir erst vor 3Jahren zum Schulanfang des Großen (meines Großen) wieder begegnet.
            „Ooooh-Aaankaa“ 🙈🙈
            Zum Glück blieb er mit seiner Neuen nicht lang.
            Bei der Verabschiedung „trampelte“ er unschlüssig vor mir von einem Bein auf’s andere, drehte sich noch zweimal um… 🙄🤔
            Ich wußte nicht, was da mit ihm los war. Schien mir, als würde er erwarten, daß ich irgendwelche Worte an ihn richte…
            Einfach „Tschüss“ war ihm vielleicht nicht „angemessen“ 🤣
            Na ja, der ganze alte „Schmus“ eigentlich nur als „Erklärung“ zu meinem Geschreibsel, daß mein Sohn „es besser wissen müßte“.

            Aber wer weiß, vielleicht ist es auch (s)eine Art, so wenigstens finanziell „Zuwendung“ für seine Kinder „abzuholen“.

            Finde ich zwar ziemlich 🤮ig, geht mich aber nix an…

            Bissel „beleidigt“ bin ich trotzdem 🤭😁

            Liebe Grüße Anka 🙋

          • lilli sagt:

            zu Anka
            30.10. 18:03

            Hallo Anka,
            dieses Aufkreuzen und beachtet werden wollen
            kenne ich auch.
            Eine Zeitlang hab ich mich dann einfach verdünnisiert
            und habe mich selbst beachtet.
            Kompliment für Deine Kinder und Dich,
            sowie die Psychologin vom Jugendamt,
            besser geht’s mit ihm eben nicht.
            Grenzen wahren,
            sich selbst beachten (liebe … wie dich selbst)
            und gesund bleiben.

          • Waltraud sagt:

            Anka Deine Geschichte zeigt wieder einmal, wie stark Partner von Narzissten sind. Um das alles zu stemmen und den Kindern noch Hält zu geben, bei all dem Gegenwind und der unglaublichen Gemeinheiten. Statt ein unterstützender Vater zu sein, nur zusätzlich das Leben schwer machen, haben die echt drauf. Sei stolz, auf deine Leistung und was Du trotz der Gegenwehr geschafft hast. Jetzt bist Du dran, nicht vergessen.

          • Anka sagt:

            Waltraud, deine Bemerkungen dazu, drücken es treffend aus!

            Ich möchte mich auch ganz herzlich für deine und Lillis Anerkennung bedanken…
            Irgendwie hatte ich bisher nicht „den Schneid“, mir das Ausmaß vollumfänglich zu Bewußtsein zu bringen. Das Wochenende habe ich nun, Dank eurer Worte, dieses nun endlich einmal angeschaut. Manchmal ist so ein „kleiner Hinweis“ doch sehr hilfreich! Gerade dann, wenn Frau es gewohnt ist, alles als selbstverständlich „ab-zu-tun“…
            So wie du es kürzlich treffend einmal geschrieben hattest, Waltraud. Das eigene Licht ständig unter den Scheffel stellen…

            Also nochmal ganz herzlichen Dank und liebe Grüße Anka 🙋

      • Waltraud sagt:

        Inzwischen denke ich, das die Wir-Form für Narzissten ganz selbstverständlich ist, weil sie gar nicht davon ausgehen, jemand könnte eine andere Meinung haben als sie selber.

  8. Lilli sagt:

    Hallo,

    ob oder dass er /sie ,
    Geschwister, Partner, Freunde/innen mit Narzismusstörung
    zurückwollte/n,
    damit hielt ich mich lange auf,
    und brachte mich nicht weiter.
    Ich kam erst ab dem Zeitpunkt weiter,
    ab dem ich mich selbst
    genau so wichtig nehmen und mich gegen egozentrische Vereinnahmung abgrenzen konnte.
    Narzisstischen Expartnern gehe ich aus dem Weg,
    und, bei meinen narzisstischen Geschwistern hörte ich nach und nach auf,
    Kontakte zuzulassen,
    gehe ihnen also auch aus dem Weg.

  9. Thomas Hagenunger sagt:

    Narzissten tauschen übergangslos aus. Warum sollten sie bei “ besserer“ Qualität zurückkommen.

    • Mariadirohan sagt:

      Doch, sie kommen zurück, fast immer, irgendwann! Und dann spulen sie das ganze Programm wieder ab, Love-Bombing pur, bis du wieder drauf reingefallen bist und glaubst, dass er sich ändern wird – hat er doch geschworen -, und wenn er dich dann hat, geht es vorne los, auch wieder das ganze Progamm. Die einzige Abwehr ist: Nicht mehr loben, nicht zuhören, wenn er wieder seine Heldengeschichten über sich selbst erzählt, schweigen, nicht reagieren, wenn er rumschreit, sich umdrehen, weggehen, was anderes machen. Zu so einem Menschen kommt er irgendwann nicht zurück.

      • Wildkraut sagt:

        Zurückkommen geht ja nur, wenn jemand auch „aufgenommen“ wird…wenn er zurückkommen kann…d.h. ich müsste es zulassen, dass jemand zu mir zurückkommen kann…im Falle eines (Ex -) Narz wäre ich nie wieder so „von Sinnen“, dass mir das passieren könnte, wage ich zu behaupten! Egal was er verspricht, ich weiß, dass es nur Lügen sind! So etwas würde ich mir nie wieder antun!

        • Mariadirohan sagt:

          Wenn das alles so einfach wäre, gäbe es diese Seite und dieses Forum nicht. Mir gefällt deine Formulierung „von Sinnen“ sehr gut, es trifft den Zustand, in dem man ist. Man ist partiell von Sinnen und schämt sich später vor sich selbst für sein Verhalten, man kann es nicht fassen, wie bescheuert man war. Aber da muss man erstmal hinkommen, und es ist ein langer beschwerlicher Weg. Und wenn man den geschafft hat, dann ist es so, wie du sagst: So etwas würde man sich nie wieder antun.

          • Wildkraut sagt:

            …von einfach war nie die Rede…du hast Recht – es war ein langer beschwerlicher Weg und ich trage immer noch schwer an den Erfahrungen aus dieser Zeit.
            Ich möchte aber allen, die auf diesen Seiten unterwegs sind Mut machen: der harte Weg lohnt sich,denn irgendwann kommt man wieder bei sich selber an!

          • lilli sagt:

            Nein, so etwas würde man sich nie wieder antun.
            Ich hatte mal einen hilfreichen Traum: Um auf einen schönen Berg zu wandern, nahm ich die kürzere Strecke um schnell zu sein.
            An einer steilen Strecke hörte ich hinter einer dürren verstaubten Sträucherwand die ‚vertrauten‘ Stimmen meiner narzisstischen Verwandten.
            Ich blieb stehen und war versucht, hinter dem Gestrüpp nachzusehen.
            Als ich stattdessen nach oben blickte,
            sah ich den grünenden Bergwanderweg in der Sonne und ging erfreut hoch.
            Dieses Bild vergegenwärtige ich mir.
            Die letzten Zeilen des Vaterunser helfen mir auch:
            ‚Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.‘

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