Vom vulnerablen bis zum antisozialen Narzissten

Narzissmus zeigt sich in so vielfältigen Variationen, dass es oft sehr schwierig ist, krankhaften Narzissmus eindeutig zu erkennen und zuzuordnen. Narzissmus tritt nicht nur offen in grandioser, selbstverliebter Form zutage, sondern er wirkt viel häufiger im Verborgenen und ist vielfach überhaupt nicht wahrnehmbar. Das Spektrum des Narzissmus erstreckt sich vom gesunden über den vulnerablen bis hin zum antisozialen Narzissmus. Im Folgenden sollen die Kennzeichen und Unterschiede erläutert werden.

Bild: © Edler von Rabenstein – stock.adobe.com

Narzissmus zeigt sich in vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen: Es gibt nicht nur den grandiosen, selbstverliebten Narzissten, der seine Mitmenschen offensiv vereinnahmt, täuscht und ausbeutet. Es gibt auch den verdeckten, bescheidenen und verletzlichen Narzissten, der seine Mitmenschen durch seine hohe Anpassungsbereitschaft und (Schein-)Selbstlosigkeit an sich bindet und so ihre Sympathie ausnutzt. In beiden Fällen liegt ein überhöhtes Bedürfnis nach Zuwendung und Anerkennung vor.

Beide Formen – der grandiose und der verletzliche Narzissmus – sind in besonderem Maß von der positiven Resonanz ihres Umfeldes abhängig. Während der grandiose Narzisst sein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bewunderung offen einfordert und zum Teil sehr aggressive Manipulationstechniken anwendet, um seine narzisstische Zufuhr zu erhalten, geht der vulnerable Narzisst verdeckt vor und verhält sich zurückhaltend, nachgiebig und angepasst, um die Zuneigung seiner Mitmenschen zu erlangen. Jede der beiden Formen nutzt die im Rahmen von persönlichen Grundveranlagungen vorhandenen Möglichkeiten, um ihre Mitmenschen für sich zu gewinnen und von diesen Aufmerksamkeit und Bewunderung für ihre Eigenschaften zu bekommen.

Narzissmus ist eine Form der Selbstwertregulierung. Jeder hat das Bedürfnis, wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden und trägt daher narzisstische Anteile in sich – aber in unterschiedlichem Ausmaß. Nicht jeder braucht unentwegt den Zuspruch und die Bewunderung anderer, um sich bestätigt, sicher oder gar großartig zu fühlen. Ist das Verlangen nach Aufmerksamkeit und Bewunderung hingegen überzogen, weil es dem Betreffenden nicht gelingt, seinen Selbstwert aus sich heraus zu bestimmen und somit sein seelisches Gleichgewicht zu regulieren, sucht er fortlaufend in seinem Umfeld nach Sympathisanten, die bereit sind, ihm seinen Wert durch eine entsprechende Zuwendung und Behandlung zu spiegeln.

Das narzisstische Spektrum

Narzisstisches Verhalten verbirgt sich nicht nur hinter einer offenkundigen Selbstverliebtheit, Dominanz und Angeberei. Narzissmus begründet sich nicht allein in der inneren Einstellung eines Menschen, absolut perfekt und einmalig, mächtig und überlegen zu sein. Das narzisstische Spektrum erstreckt sich von der inneren Einstellung „Ich bin wertlos“ über „Ich bin okay“ bis hin zu „Ich bin großartig“. Das Bild, das ein Mensch von sich selbst hat, beeinflusst seinen Selbstwert. Je unrealistischer das Selbstbild dabei ist, desto dringender benötigt der Mensch eine positive Bestätigung aus seinem Umfeld, um sein wackeliges Selbstbild zu festigen. Nur so gelingt es ihm, ein gutes Selbstwertgefühl aufrechtzuerhalten.

Somit hat nicht nur der großartige Narzisst aufgrund seines übertrieben positiven Selbstbildes ein erhöhtes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Bewunderung. Auch Personen, die ein übertrieben negatives Selbstbild von sich haben, gehemmt sind und sich unterlegen und wertlos fühlen, haben ein erhöhtes Bedürfnis nach Zuwendung und Anerkennung, um ihr Selbstwertgefühl regulieren zu können. In letzterem Fall spricht man von dem vulnerablen oder verletzlichen Narzissten.

Der vulnerable Narzisst fühlt sich häufig unsicher, leidet unter andauernden Gefühlen von Angst, Besorgnis und Minderwertigkeit, meidet häufig soziale Kontakte aus Angst vor negativer Bewertung, reagiert auf Kritik meist sehr empfindlich, macht sich von der Meinung und Entscheidung anderer abhängig oder orientiert sich an ihnen, stellt die eigenen Bedürfnisse und Interessen zugunsten anderer zurück, verzichtet auf autonome Bestrebungen und ist weniger durchsetzungsstark als andere Menschen. Dies kann von einer selbstunsicheren Persönlichkeitsstruktur über eine ängstlich-vermeidende Akzentuierung bis hin zu einer ängstlichen oder abhängigen Persönlichkeitsstörung reichen.

Diese Form des Narzissmus erscheint zunächst untypisch, weil sie sich als unsicheres, vermeidendes und zögerliches Verhalten äußert und scheinbar mit dem großartigen und krankhaften Narzissmus nichts zu tun hat. Während der großartige Narzisst extrovertiert ist und sich nach außen aufbläht, ist der vulnerable Narzisst introvertiert und macht sich klein: Er neigt zur Zurückhaltung, zur sozialen Distanz und zur Selbstentwertung. Mithilfe der Ausstrahlung von Unterlegenheit und Hilflosigkeit gelingt es aber dem vulnerablen Narzissten ebenfalls, sich interessant zu machen und Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Für den großartigen Narzissten ist die Strategie des vulnerablen Narzissten zum Erlangen von Aufmerksamkeit undenkbar: Er will unter gar keinen Umständen auch nur den Hauch einer Schwäche zeigen, sondern muss in allen Situationen dominant und makellos erscheinen. Er pflegt ein grandioses, aber völlig unrealistisches Selbstbild und braucht hierfür unentwegt die Bestätigung aus seinem Umfeld. Dieses überhöhte Verlangen nach Aufmerksamkeit kann von einer Persönlichkeitsstruktur mit einer leichten narzisstischen Akzentuierung über eine narzisstische Persönlichkeitsstörung bis hin zum bösartigen Narzissmus mit antisozialen Zügen reichen. Der großartige Narzisst beschäftigt sich fortlaufend damit, andere von sich zu beeindrucken, spannt andere für die Erfüllung seiner Bedürfnisse und Interessen hemmungslos ein, stellt hohe Ansprüche und reagiert schnell gereizt, wenn sich seine Vorstellungen nicht realisieren lassen, er kritisiert wird oder keine bevorzugte Behandlung erfährt.

Im Gegensatz zu dem großartigen Narzissten ist der verletzliche Narzisst weitaus schwieriger zu erkennen, weil er sich nicht so imposant in den Vordergrund stellt und seine Unaufdringlichkeit und scheinbare Selbstlosigkeit eher angenehm wirken. Während die Aggressivität des grandiosen Narzissten, mit der er sein Verlangen zu stillen versucht, häufig abstoßend, erschreckend oder geradezu angsteinflößend ist, erscheint der verletzliche Narzisst mit seiner Sensibilität, Bescheidenheit und Scheu eher harmlos und unbeholfen, aber gerade deswegen auch irgendwie hilfsbedürftig und daher anziehend.

Grandioser und verletzlicher Narzissmus sind äußerlich verschieden, aber im Kern gleich

In beiden Fällen ist jedoch Vorsicht geboten: Krankhafter Narzissmus kann sich sowohl hinter scheinbarer Zurückhaltung, Fürsorglichkeit und Selbstaufopferung als auch hinter Draufgängertum, Rücksichtslosigkeit und Egoismus verbergen. Der vulnerable Narzisst ist defensiv und zeigt offen seine Unsicherheit, um seine verdeckt schlummernden Größenfantasien zu verbergen. Der großartige Narzisst ist offensiv und versteckt seine Unsicherheit hinter einer übertrieben zur Schau gestellten Selbstsicherheit. Beide stehen für die Unfähigkeit, sich ihres Wertes als Person bewusst zu sein und dies als stabile Quelle der Selbststärkung zu nutzen. Erst durch die überreichliche Bestätigung anderer Menschen spüren narzisstisch gestörte Menschen ihren Wert als Mensch und fühlen sich in ihrer Haut wohl und sicher.

Der großartige Narzisst und der vulnerable Narzisst bilden die beiden extremen Pole des narzisstischen Spektrums. Zwischen diesen beiden Polen gibt es alle nur denkbaren Zwischenstufen – wie in diesem Schaubild dargestellt. Da jeder Mensch in unterschiedlichem Ausmaß narzisstische Eigenschaften und Tendenzen besitzt, wird sich letztlich auch jeder in diesem Schaubild wiederfinden können. Dabei ist aber nicht jede Form krankhaft – manche Formen sind nur unangenehm oder problematisch, können jedoch nicht als eine psychiatrische Störung bezeichnet werden. Hingegen stellt der gesunde Narzissmus die Voraussetzung für eine stabile Persönlichkeit dar und daher ist ein gewisses Maß an narzisstischen Eigenschaften sogar notwendig und durchaus wünschenswert, solange die Person selbst oder ihr Umfeld nicht unter diesen Eigenschaften leidet.

Umso bedenklicher wird es, je mehr sich das narzisstische Verhalten den äußeren Polen nähert: Die starke Selbstbezogenheit des verletzlichen Narzissten kann zwar im Gegensatz zu dem polternden Auftreten des grandiosen Narzissten viel länger unentdeckt bleiben, die leichte Kränkbarkeit sowie die schleichend sichtbar werdende überzogene Anspruchshaltung, wenn seine Bedürfnisse nicht befriedigt werden, und die damit verbundene parasitäre Energie verraten jedoch irgendwann die Bedürftigkeit dieser Person. Der verletzliche Narzisst schenkt Liebe, um Liebe zu bekommen. Er schenkt keine reine Liebe, sondern instrumentalisiert sie für seinen Nutzen.


Autor der Webseite

Mein Name ist Sven Grüttefien. Ich bin der Verfasser dieser Webseite. Als ausgebildeter Heilpraktiker für Psychotherapie habe ich mich auf die Beratung von Menschen, die unter narzisstischen Missbrauch leiden, spezialisiert und biete zu diesem Thema zahlreiche Bücher, Coachings, Seminare und Vorträge an.

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Veröffentlicht in Blog, Formen des Narzissmus
23 Kommentare zu “Vom vulnerablen bis zum antisozialen Narzissten
  1. Sven S. sagt:

    “Eine echte gute Tat ist wie, wenn man sich in dunklen Hosen selber bepisst. Ein warmes Gefühl, aber keiner merkts.”
    – das las ich mal und musste lachen. Wenn man fortwährend von Selbstdarstellungskünstlern umgeben ist, werden einem Dinge wie Sympathie heischen (vortäuschen man teile Interessen), vermutete Antipathien nicht immer nur vorgetäuscht) auszunutzen immer suspekter. Allerdings muss ich natürlich auf mich aufpassen, nicht was reinzudeuten, wegen meiner, ähh , Erfahrungen.

    “Helden” brauchen immer auch ihre “Antagonisten”.
    Und ist eine(r) nicht willig, das “Opfer” oder den “Retter” zu spielen, so brauchen sie Gewalt, oder stilisieren unwillige gleich selbst zum “Antagonisten”. Wiederholt sich das fortwährend und fallen mir dazu noch Trigger auf (wohlbemerkt nur beobachtend um die eigene Wahrnehmung nicht subjektiv zu verzerren) dann seh ich zu das ich meinen Narzismuß auspacke und das einfach Mauere.

    Das hier zu lesen gibt mir wieder Selbstvertrauen zurück. Scheint als läge ich doch nicht verkehrt mit meiner Einstellung zu solchen Dingen. Und diverse gezielte Provokationen in letzter Zeit bekommt mein Sarkasmusteufelchen zu fressen. Das gibt immer wieder die ein oder andere witzige ausbeute, welche ich niederschreibe und mich darüber amüsieren kann, wenn ich’s dann wieder lese.

    Danke für den Artikel. Ich kann jetzt wieder klarer differenzieren und die Gaslighting Nachwirkungen lassen nach. Werde ich heute mit sowas konfrontiert, dann heißt es abwarten, passiv beobachten und Tee trinken.
    Und erst wenn ich in Ruhe bin genauer draufschauen und im Zweifel aus dem Weg gehen.

    Die Verleumdungen verlieren langsam auch ihr Echo.

  2. Adam sagt:

    Ups…bin versehentlich auf den Sendenknopf gekommen.
    Also nochmals:

    Ich danke, dass es diese Seite hier und euch, die ihr Kommentare schreibt, gibt.
    Es tut mir gut…nicht allein zu sein mit dieser merkwürdigen Problematik. Freu.

    Meine Ex (seit 8 Mon.) ist eine Borderline-Narzisse. 14,5 Jahre versuchte ich dieses Setting zu verstehen.
    Nach 6 Jahren, trennte ich mich von ihr. Allerdings gab es Wochen später, einen Rückfall, wir trafen uns, quatschten und landeten im Bett. Dieser “Ausrutscher” beschehrte mir unser erstes Kind. Die Geburt dauette 18 Stunden und es musste reanimiert. Trauma für mich und die Mama. Seitdem…waren wir wieder zusammen…so dachte ich.
    2 Jahre später…unser Sohn und weitere 3 Jahre unsere 2. Tochter.
    Das Thema Borderline…war nicht mehr wirklich präsent.
    Meine Ex gefiel mir als Mama und ich verliebte mich neu.

    Dass sie keinen Bock auf mich hatte, viele Dinge meinerseits nicht interessierte…schob ich auf das Mama-Dasein und es war in Ordnung für mich.
    Doch ich war auch verwundert, dass sie mich immer schroffer und unsanfter wegbiss. Mehr und mehr offenbarte sie mir, dass es an mir liegt und ihre Freunde bestärkten und bestärken sie darin.
    Vor 4 Jahren…schickte sie mich auf den Jakobsweg, mit der Hoffnung, dass wir wieder zusammenkommen, wenn ich wieder zu mir finden würde.
    13 Wochen war ich unterwegs…3000km…und es brachte mir wirklich etwas. Ich wusste nun…was zu tun war…aber meine Ex….zog nicht mit. Sie habe die Kinder und damit genug zu tun…sie will nicht noch Beziehungsarbeit leisten…es läge ja sowieso nur an mir. Ich…der Narzzist…der Psychopath…der Soziopath!!!
    Eigentlich schnakkelte ich schon, dass hier etwas nicht stimmt…doch ich sichte die Schuld bei mir. Denn wenn so viele “Freunde” meiner Ex beistehen…dann wird es wohl stimmen.
    Ich zweifelte mehr und mehr an meiner Wahrnehmung. Bin ich wirklich schizo?!
    In den letzten 7 Jahren…12 mal unbefriedigender Sex…sie machte einfach nicht mit und ich war froh…sie mal für 5-10min anfassen zu dürfen ( mehr ließ sie nicht zu, weil…die Kinder und so)…aber Knutschen….nein…immer gabs eine Ausrede. Mundgeruch, ihre nicht besonders gepflegten Zähne….etc.
    Ich entwickelte für Alles Verständnis. Bei 3 Kindern, Haus, Hof, Garten, Holz und Kohle….ist am Abend die Luft raus….kein Bock auf Sex.

    Vor 8 Monaten, ich war schon 10 Wochen auf Montage (bin Selbständig)… sendete sie mir eine Nachricht, dass Schluss ist und sie mit unserem Nachbarn zusammen ist. Er wurde als Mr. Perfect dargestellt….1000 mal besser als ich!!! Und die Kinder haben kein Problem…er mag sie und sie mögen ihn. Aha…Mr. Perfect. Seit seinem 9. Lebensjahr mit Alkohol und Drogen unterwegs, unehrlich, unberechenbar, faul und dümmlich. Aber er sieht gut aus…auch mit Plastikzähnen.

    Ab diesem Zeitpunkt…musste ich mir Hasstiraden von Beiden geben. Ich wurde als der mieseste Mensch hingestellt den es gibt. Gewalt und Polizei gegen mich eingesetzt. Androhung von Kindesentzug und Unterhaltsklage: Ich mach dich, deine Firma und deine Eltern fertig!!! Niemand wird dir helfen…deine Kinder zu sehen!!!
    2.500€ meines Ersparten haute sie auf den Kopf…mit der Begründung- ich hätte es verdient, so wie ich sie behandelte.

    Nach 6 Monaten prügelte meine Ex den Nachbarn aus dem Haus…nachdem er völlig zugedröhnt…Sachbeschädigung am Haus und auf dem Grundstück beging. Ab da, richteten sich ihre Wut und ihr Hass gegen ihn.
    Mir machte sie das Angebot: Lass uns Eltern sein, die Kinder genießen, aber Paartnerschaft..nein. Dafür hat sie 14 Jahre zu viel von mir fressen müssen. Unterstützung im Haushalt…ja….finanziell auch…aber Paartnerschaft und Sex…NEIN!
    7 Wochen starte ich mit ihr das Experiment und wir waren noch nie so harmonisch miteinander.
    Dennoch…es war wie die letzten Jahre. Anstelle sich Gedanken um uns zu machen…wie es gehen könnte…”therapiert” sie ihre Weibermafia (alles völlig chaotische Pärchen…Drogen/Alkohol/häusliche Gewalt/ Polizeieinsätze)…häckelt, strickt, zockt Handyspiel und seit Anfang Februar…chattet sie mit Männern. Unter anderem flirtet sie mit einem Pornodarsteller. Hier holt sie sich ihre Bestätigung.

    Ich bin nicht stolz drauf…aber…es ergab sich so. Ich gab, einfach nur aus Blödsinn, ihren Nicknamen und ein Passwort ein….und siehe da…war ich in ihrem Profil und konnte die Nachrichten lesen.
    Oh mein Gott….Abgründe offenbarten sich mir. Sie reagiert auf jede, auch noch so sinnfreie Nachricht…nur um ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Und was sie Alles an Unwahrheiten schreibt….der Hammer!!! Nummern werden auch getauscht.

    Seit einer Woche kontakte ich sie nicht. Heute…sendete sie mir 3 Bilder von unseren Kindern und gsb einen Wochenabriss…den ich nicht kommentierte, da sie sich wieder selbst lobte und von mir eine Bestätigung erhoffte.
    Aber nein. Seitdem ich hier lese….bestärkt es mich immer mehr…sie gehen zu lassen. Auch wenn es mir wehtut, dass ich meine Kinder nur noch am WE und in den Ferien sehe.
    Wenn die Kinder (7/5/2) bei mir sind…benötigen sie einen halben Tag…um runterzukommen und sich liebevoll auf mich und sich selbst einzulassen. Und am Sonntag…gibt es immer dad Problem, dass sie nicht zur Mama …sondern bei mir bleiben wollen. Ich frage warum?! Und die Antwort lautet: Weil wir uns bei dir zu Hause fühlen! Weil du uns nicht Ohrfeigst, weil du nicht rumschreist und schimpfst!
    Das tut mir weh und leid…doch im Moment…kann ich sie nicht zu mir nehmen. Ich lebe im Wohnmobil und bin in Deutschland nicht mehr gemeldet.
    Aller 3-4 Tage…ruft mich meine Große heulend an und beklagt sich über die Mama, dass geschimpft und geohrfeigt wurde. Papa…wann kommst du wieder?!

    Ich arbeitete 15 Jahre in der Familienhilfe…ich war richtig gut….aber diese BL-N- Störung…ist nicht zu schaffen, wenn der Betroffene (meine Ex) nicht erkennen kann, was er anrichtet.
    Ich sagte ihr…dass ich ihr verzeihen kann….aber ob ich ihr vergeben kann?!…..das ist die Königsaufgabe!!!

    Im Augenblick ist das Alles noch zu frisch und ich muss mich erstmal neu orientieren. Arbeit…neues Grundstück, wo ich mein Wohnmobil abstelle und mich häuslich einrichte…die Trennung von den Kindern….und nebenbei noch der Korona-Irrsinn!!!

    Aber…ich bin guter Dinge…ich packte schon ganz Anderes!!!

  3. Peter Doerschlag sagt:

    Die Einordnung “vulnerabler Narzisst” halte ich mit Verlaub für definitiv komplett daneben. Die dieser Einordnung zugeschriebenen Attribute sind die kausalen Konsequenzen in einem narzisstisch geprägten Umfeld, stehen für sich betrachtet aber geradezu diametral einer narzisstischen Signifikanz entgegen. Womöglich bin ich zu wenig im Thema unterwegs, aber diese Beschreibungen passen doch gar nicht zusammen!?…. – Wie bitte kann jemand (eigentlich doch in einer Art Opferrolle anzutreffen!?…) zugleich “Narzisst” sein??? – Gruß

    • Sonne sagt:

      Da bin ich ganz bei Ihnen. Ich würde das andere Ende des Spektrums auch eher als Echoist bezeichnen
      Was meinen Sie

    • Bianca sagt:

      Na sicher kann er das, Peter.
      Er ist das “arme Opfer”, um nie Verantwortung übernehmen zu müssen.
      Siehe Trump.
      Zieht sich beleidigt zurück, anstatt Biden zu respektieren bei der Feier zum Präsrdentenamt…
      Lies unter verdeckter Narzisst bei Google.

  4. Susanne sagt:

    Niemand muss hier lesen und schon gar nicht texten.

    Die empörte Damenriege darf sich also beruhigen.

    Nach wie vor geben hier bestimmte Personen gerne den Ton an.

    Diese dürfen sich fragen, warum sie nicht in der Lage sind auch Personen zu respektieren, die nicht
    unserem Weltbild entsprechen.

    @Mariadirohan: Du bist vermutlich immer noch mit deinem dich missbrauchenden Partner zusammen.
    Das wird sicher einen Grund haben. Du MUSST gar nichts ertragen.

    @Anka: Und auch du bist nicht das Maß der Dinge. Überlese doch einfach den Text von dieser Person, der Name steht ja dabei.
    Und ja, ich erlaube es mir, dich persönlich anzuschreiben.

    • Anka sagt:

      Geht dich doch wiedermal gar nix an.
      Aber natürlich auch wiedee ganz wie gewohnt, ganz die
      Kapitäääns-Ex-Gattin

      🤣🤣🤣
      Kannst

      • Susanne sagt:

        Anka, du möchtest gerne BESTIMMEN, wer hier texten darf und wer nicht und noch lieber hast du es wenn man dir nicht widerspricht.
        Und wenn es dann doch passiert, gibt es Kindergarten oder du wirst schnell wirst ausfallend.
        Dein Niveau, nicht meins.
        Lambert Thomas stört MICH nicht.

        In diesem Sinne, alles Gute.

        • Anka sagt:

          Daß ich nicht dein “Niveau” hab, ist mir glücklicher Weise auch ohne deine “gescheite Anmerkung” voll bewußt.
          🤣🤣🤣👍👍👍

    • Anka sagt:

      … ja einen Besuch der “Datscha auf Rädern” abstatten.
      Sind vielleicht gleich Zwei versorgt.

    • Bianca sagt:

      Du Susanne,
      was meinst Du mit dem anderen Weltbild?

      Wie kommst Du darauf, dass man alle Menschen respektieren muss, auch wenn sie zB deutlich gegen soziale Regeln verstoßen und andere selbst nicht nur nicht respektieren, sondern psychisch und oder physisch misshandeln?

    • Ruth sagt:

      Was mich irritiert sind persönliche Beleidigungen und Abwertungen in diesem blog.

      gruss ruth

      • lilli sagt:

        Hallo,
        ich bin vor allem dankbar für diese Site, für die Texte von Sven Grüttefien und die geteilten Erfahrungen in den verschiedenen Beiträgen.
        Vorschriften von unserer Seite in puncto Inhalt und Schreibstil der Beiträge sind nicht hilfreich.
        Am besten übergehen, was man nicht für sich selbst brauchen kann.

        • Sonnenblume sagt:

          …. ja, ich bin auch dankbar und finde es eine Bereicherung, immer wieder neue Aspekte und Sichtweisen von Sven Grüttefien hier zu lesen und auch mal etwas schreiben zu können und über diesen Blog ein wenig mit anderen kommunizieren zu können.

          Dazu gehört für mich auch, zu sagen, wenn einen etwas irritiert…

          Oder auch Fragen zu stellen…

          Deshalb frage ich jetzt noch: Weshalb sind Abwertungen von anderen nötig oder Verurteilungen?

          Ich würde das gerne verstehen. Was soll daran gut sein oder hilfreich?

      • Sonnenblume sagt:

        ….. mich auch…

        Das liest sich für mich alles andere als souverän und fair und von Freiheit ist da dann auch nichts mehr zu merken….

        Schade….

  5. Bianca sagt:

    Hallo in die Runde,

    ich denke, solange man “einordnet”, ist man noch im Spinnenetz der Egomanie des Gestörten.

    ME ist nicht ausschlaggebend, IHN zu erkennen, sondern seine Manipulationstechniken, die von Personen, Situationen und Launen, abhängig sind.
    Und nicht von verdeckt, offen usw.
    Sie ziehen uU alle Register, wenn sie mit einem Muster, einer ROLLE, nicht weiterkommen, nehmen Sie das ider die nächste…

    Das Lernen und dann ErKennen der Manipulation, die verbunden ist mit dem Gefühl der Unfreiheit, der zunehmenden Selbstzweifel, des übersteigerten Mitgefühls, in der Fälle zu sitzen, mit schlechter Konzentration, nicht mehr richtig denken können, körperlichem Unwohlsein oder auch des suchtartigem Rausches in seiner Nähe, sind u.a. Zeichen, dass es besser ist, bei wiederkehrenden Situationen, unbedingt ins eigene Leben zurückzugehen, ohne ihn, sich auf sich konzentrieren und auf Metaebene von oben zu schauen, was da eigentlich abläuft.

    Und ja,es ist für Unerfahrene schwer zu begreifen, welch riesiger Kraftakt das sein kann, welch Zeit dies oft braucht!

    Solange man bei SEINER STÖRUNG verweilt, ist man immer wieder versucht, zu verzeihen, sie in ihrer praktischen Folge im Verhalten, als Krankheit und damit heilbar und zuwendungsbdeürftig zu sehen, oder sich die Schuld, gehirngewaschen, selbst zu geben…

    nicht als seelische, emotionale, verbale Gewalt. Bis hin zur körperlichen.
    Von seiner Seite.

    Er ist der Täter.

    Also, lasst den T.Lamb.hier einfach beiseite, weg…sobald er Eure Aufmerksamkeit bekommt, hat er Futter und quält Euch umso mehr…

    • Anka sagt:

      Bianca,

      da stimme ich mit dir voll überein, was das Alltägliche im Leben angeht…

      Und doch gehe ich jetzt einmal davon aus, daß auch du einem Fuchs den Zutritt auf deinen Bauernhof versperren würdest.
      (um da einmal eine Metapher zu verwenden.
      Es muß schon auch einmal den Punkt geben, wo Konsequenzen gezogen werden müssen.
      Wer ein “Problem” vor der eigenen Nase immer wieder nur ignoriert, für den kommt es immer wieder zur Hintertür herein.

      Ich denke, das ist eine Erfahrung, die wir wohl alle auch schon machen mußten.
      Wie auch immer, wir werden sehen …

  6. Sonne sagt:

    Der Narzisst projeziert seine unrealistische Innenwelt ins Außen, als Ergebnis finden sich dann ungezählte Lügen. Das Lügen bemerkt er zwar, aber er erkennt die Quelle nicht.

    • lilli sagt:

      Hallo,
      das narzisstische Spektrum von
      grandios über vulnerabel bis asozial
      zeigt sich in jeweils anders liegender Egozentrik.
      Menschliche Gemeinsamkeit ist da schwer bis unmöglich,
      und das ist traurig.
      Also geht es um Abstand nehmen und Selbstliebe pflegen,
      mit Gottes und des Universums Hilfe.

      • lilli sagt:

        … sich nicht mehr in die Egozentrik des/der anderen begeben, was immer wieder auf die Ansprüche des/der Egozentrikers/in hinausläuft,
        sondern mit Selbstwert-gesundem Abstand
        in Liebe loslassen,
        leben und leben lassen.
        Besser geht’s nicht.

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