Die narzisstische Familie

Narzisstische Familien grenzen sich von ihrer Außenwelt ab, stellen eigenen Gesetze und Rituale auf und schließen Andersdenkende aus. Der familiäre Zusammenhalt hat oberste Priorität und wird über alle persönlichen Wünsche gestellt. Nähe, Einigkeit und Loyalität sind hohe Prinzipien, an die sich jedes Familienmitglied halten muss. Die Gemeinschaft, der Besitz und das Ansehen der Familie zählen mehr als das einzelne Individuum.

Bild: © Monkey Business – Fotolia.com

Die familiäre Verbundenheit lässt keine Ausreißer zu, alle sollen das gleiche denken und sogar das gleiche fühlen. Das eigene Leben muss in den Dienst der Familie gestellt werden, es muss unbedingt dem Protokoll der Ahnen gefolgt werden. Eine solche Familie mag es nicht, wenn sich die Kinder von den ehrenhaften Grundsätzen entfernen. Sie unterbinden die Bildung einer eigenen, sprich fremden Meinung und das freie Ausleben von Bedürfnissen, die nicht in das organisierte Familienleben passen.

Die Nachkommen werden gegenüber ungebetenen Einflüssen so weit wie möglich abgeschirmt. Fremde, die durch eine Beziehung oder Heirat in den Bund der Familie aufgenommen werden, müssen sich ungefragt den Regeln der narzisstischen Familie unterwerfen. Wer nicht bereit ist, den Gesetzen und Forderungen der Familie zu folgen, wird ausgrenzt, missachtet oder bestraft.

Der einzelne wird nicht als Individuum mit persönlichen Interessen und Vorlieben wahrgenommen. Jeder hat sich mit dem zum Teil über Generationen aufrechterhaltenen Regelwerk für die berufliche und private Lebensführung zu beschäftigen und die Anweisungen ernst zu nehmen. Es zählt nur der Schwur der Familie, dieses Band darf niemals zerschnitten werden. Normen und Standards dürfen nicht in Frage gestellt werden und sie werden sogar oft gegen jede Vernunft und wider besseres Wissen aufrechterhalten.

Dynastien sind wie eine Festung

Eine der wohl bekanntesten Dynastien, die unerbittlich die Treue der Angehörigen verlangte, ist die Kennedy-Familie, die den 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten hervorbrachte. Der Familienpatriarch Jeo Kennedy, unter Roosevelt als Botschafter eingesetzt,  übertrug seine eigenen unerfüllten politischen Ambitionen auf die Kinder und erzog seine Söhne zu großen Staatsmänner, die sich dem Willen des Vaters und dem Diktat der Familie unterzuordnen hatten.

„Es kommt nicht darauf an, was Du bist, sondern wofür Dich die Menschen halten !“ soll Joe Kennedey zum späteren Präsidenten J.F. Kennedy gesagt haben. Es spielte also gar keine Rolle, wie er war, sondern nur wie er zu sein hat, um die Ziele der Familie zu erreichen. JFK musste für diese Maxime seine großen gesundheitlichen Probleme unterdrücken. Die individuellen Sorgen der einzelnen Familienmitglieder zählen niemals so viel wie das Fortkommen des gesamten Clans.

In solchen narzisstischen Dynastien werden Partner nicht aus freier Wahl und Liebe geheiratet, sondern dienen einem Zweckbündnis. Der Schein muss gewahrt bleiben, daher wird dem Sohn oder der Tochter ein standesgemäßer Partner vermittelt. Diese Zwangsehen dienen alleine der Sicherung des Familienvermögens, der strategischen Positionierung und dem Fortbestand.

Da aber die Regeln und Gesetze einer narzisstischen Familie meist am wirklichen Leben vorbeigehen, wurde angesichts des Mangels einer Auswahl an geeigneten Partner, die den hohen Maßstäben gerecht werden könnten, in früheren Jahrhunderten innerhalb der Familie geheiratet. Auf diese Weise blieb man unter sich, ohne sich der Gefahr von Verwässerungen auszusetzen. Das Vermögen verblieb in der Familie, Traditionen und Geheimnisse wurden gewahrt und das Blut blieb rein. Vor allem in europäischen Königshäuser war dieses Vorgehen selbstredend. Somit konnten keine Quertreiber eindringen und man machte aus der Familie regelrecht eine Festung, die von außen nicht zu stürmen war.

Die Kinder werden flügge

Die erste autonome Entscheidung, die von den Kindern getroffen wird, ist meistens die Wahl des Lebenspartners. In vielen Fällen gelingt es sogar, sich gegen den Willen der mächtigen Eltern zu behaupten und den Partner hinter die Mauern der Dynastie einzuschleusen. Doch bei der Errichtung eines eigenen Familienlebens und der Umgestaltung des Regelwerkes beginnt der eigentliche Kraftakt, an dem sowohl der angeheiratete Partner wie auch das hoffnungsfrohe Familienmitglied zerbrechen können. Die Eltern fordern eiserne Loyalität und Einhaltung der teilweise Jahrhunderte alten Bestimmungen und das junge Paar bleibt in der Treuefalle hängen und sieht sich dem starken Konflikt zwischen den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen im Gegensatz zu den Erwartungen der Familie.

Versucht sich ein Nachkömmling gegen den Willen der Familie durchzusetzen, dann löst er eine kaum wiedergutzumachende Tragödie aus, die nur mit dem endgültigen und radikalen Ausschluss aus dem Clan enden kann, um weiteren Schaden von der Familie fernzuhalten.

Gerne werden auch Konflikte auf die Außenwelt übertragen, nur um sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen zu müssen. Dann wird die Schuld für Mängel bei Außenstehenden oder den Umständen gesucht. Besonders gerne werden auch autonome und nicht abgesprochene Handlungen der Kinder für das Zerwürfnis verantwortlich gemacht. Wird der Willen der Kinder bereits sehr früh gebrochen, dann sind sie meist auch noch im hohen Alter mit dem Familienhaus derart verstrickt, dass sie niemals die Chance bekommen, sich wirklich abzunabeln und freie Entscheidungen zu treffen.

Der neue Partner wird zum Sündenbock erklärt

Mit der Zeit stellen die Eltern an ihrem Kind seltsame und hinderliche Wesensveränderungen fest. Seit der Partner da ist, wird das eigene Kind gegen die Eltern aufgehetzt. Er treibt einen Keil zwischen die Familie. Dabei wird gar nicht erkannt, dass sich das Kind angesichts seiner neuen Lebenssituation verändern und beginnen muss, eigene Entscheidung zu treffen, die nicht immer mit den Ansichten der Eltern oder der Familientradition konform gehen können.

Die Eltern empfinden es jedoch als einen Anschlag auf die Familie und sehen das Gleichgewicht empfindlich gestört. Statt das Kind aber in die Freiheit zu entlassen, was ja gleichfalls für die Eltern bedeuten würde, ihn aus der Familientradition zu entlassen, wird der neue Partner zum Sündenbock erklärt. Würde man das eigene Kind verstoßen, dann würde es sich für die Eltern so anfühlen, als hätten sie jämmerlich versagt. Leichter ist es dann, dem neuen Partner ein Unvermögen zu attestieren.

Die Kinder haben oft große Schwierigkeiten, sich gegenüber der Herkunftsfamilie zu positionieren. Sie spüren die Loyalität zu den Eltern, aber auch die Treue zum Partner, der seinen eigenen Werte mit einbringen möchte.  Die Kinder wanken immer zwischen der Erwartungen der Eltern und den Vorstellungen des Partners hin und her, mit dem Ergebnis, es weder sich selbst, noch den Eltern und noch weniger dem Partner recht machen zu können. Indem Sie versuchen, diplomatisch und feinfühlig zu vermitteln, wird keine Erwartung wirklich erfüllt und sie zermürben sich an den eisernen Fronten.

Das Kind kann keine klare Stellung beziehen

Die Unfähigkeit, klare Stellung zu beziehen, resultiert aus einer übertriebene Loyalitätserwartung der Eltern und dem Unterdrücken der eigenen Wünsche des Kindes. Es hat nie gelernt, für die eigenen Bedürfnisse einzustehen und gegen die hohen Standards der Familie zu protestieren. Das Kind kommt in eine Konfliktsituation, die es zuvor nicht kannte und nun hilflos versucht, die Lage irgendwie zu entspannen. Die Lösung kann aber nur darin bestehen, sich vom Elternhaus zu lösen und klare Grenzen zwischen den eigenen Bedürfnissen, den Bedürfnissen der Eltern und der Familie zu ziehen.

Es muss klar werden, dass es sich um unterschiedliche Bereiche mit einer berechtigten Eigenständigkeit handelt. Die unnatürliche Vermengung sorgt aber dafür, dass individuellen Bestrebungen keinen Platz finden. Die Herausforderung besteht eben darin, dass individuelle pflegen zu können ohne das große Ganze zu gefährden. Dazu muss das Bestehende aber in Frage gestellt werden dürfen und Regeln der Zeit angepasst werden.

Die Tradition geht über alles

Traditionen werden in narzisstischen Familien sehr oft ohne einer kritischen Überprüfung aufrechterhalten. Sie werden nicht auf ihre aktuelle Angemessenheit überprüft und ihrem noch gültigen Sinn. Es wird als Ausdruck von Stärke und Verbundenheit gesehen, wenn Traditionen kritiklos weitergereicht werden. Überlieferungen, die sich über Jahrhunderte bewährt haben, sind nicht hinterfragbar und verhandelbar. Sie stellen ja geradezu die Berechtigung strenger und wachender Familienoberhäupter dar. Ohne die Traditionen wären die Eltern mit einem Schlag arbeitslos und unwichtig.

Traditionen stellen also in vielen Fällen ein Machtinstrument dar, um die eigene Funktion rechtfertigen zu können. Ein Angriff auf Traditionen zielt daher immer auf die Person des Oberhauptes, der glaubt, durch die Ablösung oder Aufgabe von Traditionen an Einfluss und Bedeutung zu verlieren. Der Patriarch sieht sich als Behüter und nicht als Reformer.

Die Nachfolger müssen die Last tragen

Dabei wird häufig der Eignung von Familienmitglieder für zukünftige Aufgaben kaum ausreichend Gewicht eingeräumt. Ob ein Stammhalter nun für die Position eines Königs, eines Geschäftsführers oder für andere Funktionen geeignet ist, wird nicht ernsthaft diskutiert. Was nicht passend ist, wird eben passend gemacht. Sehr früh geraten dann die Kinder unter einen extremen Erfolgsdruck der Eltern und bekommen ungefragt die ganze Last des Familienerbes auf ihre Schultern geladen. Meist unterlegt mit der Aussage des Familienpatriarchen: „Ich habe das alles für Dich aufgebaut, damit es Dir einmal besser geht!“ oder „Erbe verpflichtet“. Mit solchen Ansagen wird dem Nachfolger oft gar keine andere Wahl als ein Leben im goldenen Käfig gelassen. Ein Entkommen scheint aussichtslos.

Wehrt sich ein Nachkömmling gegen das großzügige Angebot, sich zukünftig um das Familien-vermögen kümmern zu dürfen, wird er ausgegrenzt, frühzeitig enterbt und für seine eigenen Lebenspläne verspottet oder bei der Umsetzung behindert. Ihm wird der Boden unter den Füßen entzogen, wenn er der Familientradition nicht folgt. Nicht selten kommt es aber vor, dass Kinder zwar dem Wunsch der Eltern folgen, an der Aufgabe aber zerbrechen und somit das ganze Vermögen verlieren, samt ihrer eigenen Gesundheit und dem eigenen Lebensglück. Die Alternative eines Scheiterns kommt aber in der Vorstellung von narzisstischen Eltern gar nicht vor. „In dieser Familie wird nicht gescheitert ! Es ist noch nie jemand aus unserem Haus gescheitert und so wird es auch bleiben.“ Man glaubt, wenn das eigene Blut im Körper des Nachfolgers fließt, dann müssen auch gleiche Ergebnisse erzielbar sein.

Diese Form von narzisstischen Familie beuten ihre Kinder aus und üben einen starken Missbrauch aus, indem sie ihre Grenzen verletzen und sie zu absolutem Gehorsam zwingen. Es werden teilweise Beziehung gelebt, die an Grausamkeit und Destruktivität nicht mehr zu überbieten sind. Die Kinder leiden ein Leben lang unter der Misshandlung und spüren besonders dann den Schmerz, wenn ihnen klar geworden ist, dass sie das wehrlose Opfer der eigenen Eltern waren. Ohne eine therapeutische Aufarbeitung ist die Gefahr sehr groß, dass die unmenschlichen familiären Muster an die nächste Generation weitergeben werden.


Veröffentlicht in Blog, Familie und Erziehung
8 commenti su “Die narzisstische Familie
  1. Iris sagt:

    Ein großes Danke für die wertvollen Informationen. Ich bin Kriegsenkel und habe tatsächlich bis vor Kurzem gar nichts von allem gewusst. Je mehr ich das Thema für mich erschließe (ohne, dass meine Familie, mit der derzeit kein Kontakt besteht, davon weiß) desto mehr unglaubliche negative Handlungen meiner narzisstischen Mutter und meiner beiden narzisstischen Geschwister tragen sich zu. Alsob sie dadurch mehr Antrieb bekommen. Konkret werde ich sogar verklagt, nachdem sie als erstes meinen Mann verklagten. Dieser war aber lange Jahre der erklärte Liebling meiner Eltern, der wie ein Sohn alles für sie tat. Plötzlich ist er aber in Ungnade gefallen, weil er aus dem Rahmen fiel. Ich habe auch daran gedacht, an sie zu schreiben. Aufgrund der Rechtsschritte ist das schwierig, aber nicht unmöglich, aber was ein unüberwindbares Hindernis ist, ist der deutliche Narzissmuss (unbändige Wut und null Empathie). Wie geht man richtig vor und wie wehrt man sich, wenn so viel Zerstörungswut im Spiel ist?! Dazu habe ich eigentlich nirgendwo etwas finden können. Ich gebe nicht auf, vielleicht liest das jemand, der dazu etwas beitragen kann? Ich würde mich freuen, Iris

  2. Elisabeth Mack-Dronia sagt:

    Super beschrieben, Herr Grüttefien!
    GENAU SO habe ich auch meine Ex-Schwiegerfamilie erlebt!
    Wer sich in solch einer Familie nicht anpasst/unterordnet, wird ausgegrenzt und niedergemacht!

  3. Sabbi sagt:

    Hallo,
    einiges kommt mir bekannt vor. Meine Schwiegerfamilie hat mich nie wirklich aufgenommen und mein Mann hat nichts dazu getan, dass das passiert. Er hat verbale Verletzungen, Provokationen, Einmischungen zugelassen und mir die Schuld gegeben, zu zimperlich zu sein und seine Eltern verteidigt. Selsbt als es hammerhart kam, hat er Loyalität zu seinen Eltern gezeigt. Als reifer Mann mit erwachsenen Kindern!
    In seiner Familie ging es immer rational und kühl zu, der Vater herrscht(e) über alle. Und niemand in der Familie hat bzw. erkennt das und wehrt sich!
    Alle haben das Spiel dort mitgespielt. Ich später nicht, wofür ich dann auch „büßen“ durfte. Heute weiß ich, dass ich viel zu viel Energie geliefert hatte, weil ich mich immer erklärt und verteidigt hatte, meine Verletzungen gezeigt und deutlich gemacht hatte.

    Ich bin überzeugt, dass die Familie stark narzisstisch geprägt ist, vor allem durch den Vater. Leider auch, dass mein Mann davon getroffen und geprägt sowieso wurde…
    Und leider will mein Mann nicht erkennen, dass auch ihm ein Stück Lebensglück fehlt, weil er das Leben lebt, was man ihm zu Hause zugedacht und als gut angesehen hat….

  4. Uwe Küpper sagt:

    Hallo Thomas , ich habe auch gerade deine Geschichte gelesen … ja …. sie wollte auch immer nur mein Geld … bzw … das ich mich an allen möglichen Sachen beteilige … und glaub mal … ich hab mich beteiligt …mehr als mir lieb war .. scheinbar reichte es dann doch nicht mehr aus … bzw… ich hatte mich n bisschen zurück genommen … um erst mal zu sehen was passierte … und ?! bums … aus … weil ich nichts mehr beigesteuert habe … zum Auto der Tochter / zu den Tierarzt Kosten … sms.. aus … ich war nur nicht verheiratet , deswegen ging es für mich etwas angenehmer aus … sie schreibt mir im Augenblick nicht und mein Anwalt sagt , dass sie ihre Reisestornokosten vom gemeinsam gebuchten Urlaub übernehmen muß … was mich sehr freut … ich würde auch sagen … in Zukunft … erst mal Augen auf und die Beziehung nicht sofort so groß werden lassen … nur was in der Anfangsphase länger braucht wird am Ende bestand haben …aber Kopf hoch …. sie sind auch keine Übermenschen .. unsere NPS ler auch für sie gibt es Grenzen … und ich freue mich das sie dran stoßen … es ist keine Schadenfreude … es ist eher so n … siehste Mädel / nicht immer ist es so wie du glaubst … Kopf hoch und schütteln …. weitergehen !!! es gibt Mädels , die haben Herz !!!

  5. Thomas sagt:

    Hallo Bettina,
    lieben dank für deinen lieben Kommentar. Ich habe unmittelbar nach der Trennung eine Therapie angefangen die ich nach ca. 10 Sitzungen abgebrochen habe da ich zu diesem Zeitpunkt noch so sehr schockiert war und in den Sitzungen Antworten gesucht hab (die ich dann später auf Webseiten wie dieser und diversen Büchern gefunden hab) dort nicht bekommen hab. Der Therapeut war, abgesehen von einem laschen Händedruck, eher passiv und wollte mich nur auf meine Persönlichkeitsentwicklung, was in einem späteren Zeitabschnitt sicher sinnvoll gewesen wäre, hinführen.
    Da ich ein kleiner Selbstständiger bin, mit einem Einzelhandelsgeschäft, war mit 25% Eigenanteil auf die Dauer auch die Kosten zu hoch. Jede Stunde kostete 110 € beim Therapeuten, also gut 27€ Eigenanteil.

    Auf jeden Fall hatte sie mich genauso ausgetauscht wie meinen Vorgänger und erzählt meinem Nachfolger wie böse ich bin. Man muss sich mal vorstellen: Sie war bis zum letzten Tag mt mir intim und hatte hinter meinem Rücken schon was Neues lam Laufen.

    Die Trennung ist jetzt über 2 Jahre her.

    Erst vor ein paar Wochen lief sie mit ihm zum zweiten mal händchehaltend an meinem Ladengeschäft vorbei um zu zeigen wie glücklich sie ist.

    Schlimm ist auch das der Kontakt mit meiner 16 jährigen Tochter zu mir selten und berechnend ist. Die ist völlig manipuliert. Ausser mein Geld will man von mir nichts.

  6. Thomas sagt:

    Das in diesem Blog beschriebene passt haargenau auf meine EX-Schwiegefamilie samt Ex Frau (16 Jahre Beziehung/Ehe mit Kind) zu:

    Meine Ex hatte ich vor 18 Jahren an Fasching kennegelernt wo sie mir am ersten Abend über ihre unglückliche erste Ehe (mit 2 Kindern damals 4 und 7 Jahre alt) in Kenntnis gesetzt hat. In weiteren Treffen hat sich bei mir weiter über ihren Mann sowie Herkunftsfamilie ausgeweint und somit bei mir das Helfersyndrom ausgelöst. Nach 2 Monaten hat sie ihren Mann und Herkunftsfamilie über unsere Beziehung in Kenntnis gesetzt. Reaktion dort war das alle durchgedreht sind.
    Zum besseren Verständnis möchte ich vorausschicken:

    Vater Deutscher, Mutter gebürtige Jugoslawien und Heirat aufgrund ungewollter Schwangerschaft mit 2 Mädchen (Zwillingen). Eine davon meine spätere Frau und die andere am DOWN-Syndrom leidend. Die Mutter die selbst Inakzeptanz seitens ihrer Schwiegerfamilie erfahren hat und in Dauerfede mit der Schwiegermutter (Eifersucht Mann/Sohn)liegt, war mit der Situation was hauptsächlich mit dem kranken Kind zu tun hat überfordert sodass teilweise das gesunde Mädchen (spätere Frau) von einer Grosstante betreut wurde.

    Nachdem die Familie wie gesagt über unsere Beziehung in Kenntnis gesetzt wurde hat sich oben erwähnte Grosstante genötigt gesehen ein Machtwort sprechen zu müssen:
    Nachdem meine Ex ihr damals mitgeteilt hatte wo ich wohnte ( konnte rückwirkend nie verstehen wie meine EX dieser Person meine Adresse mitteilen konnte) kam zuerst die damalige Freundin und eine halbe Stunde später diese Grosstante in meiner Wohnung an und stellte mich mit: „ob ich denn wisse das hier eine Familie (erste Ehe meiner EX) auf dem Spiel stehen würde und ob ich nur sexuelle Absichten verfolgen würde“ zur Rede. Rückblickend hätte ich da Schluss machen sollen, da ich aber dort in meiner Verliebtheit völlig benebelt war und meine EX von ihrer Familie gebrochen schien hab ich die dahinterliegenden Mechanismen nicht durchschaut.
    Die Familie hatte für die erste Ehe der Frau eine, noch sich in Abzahlung befindende, Eigentumswohnung gekauft um die erste Ehe samt Kinder besser kontrollieren zu können. Der erste Mann war Bäcker und wurde auch nie von der Familie akzeptiert.

    Nach 5 Monaten zog die Frau dann mit den Kindern aufgrund des dortigen Stresses dann zu mir. Da die Wohnung für 4 Personen auf Dauer zu klein war und die ältere Tochter mit 7 Jahren schon zuckerkrank war, war eine Betreuungsperson hierfür von Nöten.
    Ich habe darauf meine Eltern zum Umbau des Speichers zu einer Wohnung überredet. Nach einem halb Jahr Umbauzeit sowie Einzug wurde meine Frau gewollt schwanger mit unserer Tochter. Nach der Geburt heirateten wir und lebten für 2 Jahre im Haus meiner Eltern. Die Grosstante die damals ungebeten in meine Wohnung kam hatte ich nicht zur Hochzeit eingeladen, was das für Narzissten bedeutet ist ja bekannt. Meine Schwiegereltern gaben sich bei unserer Hochzeit wie auf einem Leichenschmaus.
    Nachdem wir 2 Jahre bei meinen Eltern gelebt hatten wurde meine Mutter krebskrank an dem sie 4 Jahre später erlag. Kaum war meine Mutter also krank wollte meine EX (gelernte Krankenschwester!)dort ausziehen und wähnte als Grund die zuckerkranke Tochter. Ich hab mich bequatschen lassen und wir sind dann in allernächste Nähe der Schwiegerfamilie gezogen die plötzlich wieder die „Guten“ waren. Für mich hat dann logischerweise der Auszug seitens meiner Eltern unbeschreiblichen Stress erzeugt die dann nsch dem Tod beider Eltern noch juristische Erbschaftsauseinandersetzungen mit meinen beiden Schwestern mit sich brachte.
    Die im Blog erwähnte Inakzeptanz des von aussen kommenden Schwiegersohnes samt Destabiliesierung der Ehefrau, für die Meinung und Freizeitgestaltung mit Dritten mehr und mehr ausgelebt wurde, nahm dann mit der Zeit massiv zu. Von meiner Familie war ich ja inzwischen isoliert, sodass ich dort keine Hilfe mehr erwarten konnte.
    Mitspracherecht was Erziehungsfragen der Kinder aus der ersten Ehe anbelangt wurde ich geschnitten seiten der EX sowie Schwiegerfamilie. Die Kinder hatten sich mit den anderen gegen mich solidarisiert.
    Wie gesagt dieser offene und subtile Prozess der Destabiliesierung meiner Person ging über Jahre.
    In meiner Not hatte ich dann eine Paarberatung angeleiert in der ich mit Unterbrechung mit meiner EX 3 Jahre besucht hatte. Dort wurden in der Zeit neben 2 Eheberatern viel von meinem Geld umsonst verbraten.
    In der Eheberatung hat meine Frau mit Rehblick und Händchen halten auf die Opferdrüse gedrückt, von den ehetauglichen Grundbegriffen wie „Wir-Gefühl“ leben, Grenzen leben gegenüber Dritten, Anstandsregeln den Kindern beibringen (haben mich nie gegrüsst, links liegen lassen, wie Luft behandelt oder freche Antworten gegeben) wurden nie in die Tat umgesetzt.
    Ich hatte das Gefühl mit allen auch Freunden (in der Wichtigkeit meiner Frau) gleichzeitig verheiratet zu sein aber an letzter Stelle zu stehen.
    Irgendwann wurde dann der Druck für mich so gross, meine EX stand in Konfliktsituationen bei allen nur nicht bei mir, dass ich sie mehrfach gebeten mit mir eine Wohnung auf neutralem Boden ( wir hatten zu allem Übel, was geschickt eingefädelt, wurde noch bei der Grosstante gewohnt wo ich Narr auch noch die Wohnung restauriert (Maler) hatte) gewohnt.
    Nachdem sie meiner Bitte nicht nachgekommen ist bin dann vor 3 Jahren allein ausgezogen immernoch in der Hoffnung dass sie mir folgen würde.

    Ein halbes Jahr ging sie dann noch mit mir in die Eheberatung, besuchte mich für Sex in meiner Wohnung, machte Besserungsverprechungen und bat sich Zeit aus um die Sache mit ihren Leuten zu regeln, rief mich mehrfach am Tag an und schickte Selfies mit dem Handy.
    Nach einem halben indem sie mir meine angebliche Wichtigkeit immer wieder bescheinigt hatte machte sie dann Knall auf Fall am Telefon gepaart mit Schuldvorwürfen Schluss nich ohne im Nebensatz zu erwähnen dass sie einen Neuen hat!
    3 Wochen später rannte sie zum Anwalt zwecks Unterhaltszahlungen für meine Tochter und verlogener hahnebüchender Behauptungen in ungeheuerlichen Anwaltsbriefen.
    Letzten Oktober hat sie ihre zweite Scheidung eingereicht die demnächst erfolgen wird.

    Was ich seitens meiner EX sowie Familie alles erlebt habe würde ein Buch füllen. Rückblickend sehr schmerzvoll.

    Ich wurde (wie der erste Ehemann) wie bekannt zuerst idealisiert, dann isoliert und dann nach und nach entwertet und zum Schluss durch Partneraustausch weggeworfen. Alle Bemühungen die Ehe zu retten waren einseitig und haben mich im Nachhinein zerstört.

    Ich hätte gerne einen neuen Menschen an meiner Seite, doch die Angst vor neuer Verletzung ist gross.

    • Bettina sagt:

      Lieber Thomas,

      habe gerade Deinen Bericht gelesen.
      Puh!
      Ich habe selbst Narzissten in der Familie und kann mir das, was Du erlebt hast, ungefähr vorstellen.
      Vielleicht darf ich Dir meine Gedanken zu Deiner Geschichte kurz schreiben?

      – vor neuen Partnern die noch mitten in einer Trennung/ Scheidung stecken, sollte man/ frau sich hüten. Deine Ehefrau hat sich Dich an Land gezogen, damit Du ihr hilfst sich von Deinem Vorgänger zu lösen. Ich denke jedoch, dass es die individuelle Aufgabe eines Menschen ist, seine Beziehungen/ Ehen selbst aufzulösen und zu einem Abschluss zu bringen.

      Du bist sicher ein gutmütiger und lieber Mensch.
      Genau mit diesen Eigenschaften – Du schreibst etwas von „Rehblick“/ „Helfersyndrom“ -eröffnest Du narzisstischen Menschen die Möglichkeit Dich auszunutzen.
      Du und ich sollten aus meiner Sicht deshalb uns in Zukunft besser abgrenzen und besser auf uns aufpassen bzw. dieses lernen.

      – Du schreibst, dass Dich Deine Frau letztlich zerstört hat.
      Thomas, niemand kann Dich zerstören, wenn Du es nicht zuläßt!
      Bitte kämpfe um Dich! Deine Exfrau kann Dich nicht zerstören!!!!!!!

      – Deinen Wunsch nach einem neuen Menschen an Deiner Seite ist mehr als verständlich. Mir geht es übrigens genau so.
      Ich denke, dass Menschen die eine Beziehung mit einem Narzissten überlebt haben, zunächst lernen sollten besser an sich selbst zu denken und für sich zu sorgen. Tue etwas für Dich, mache etwas, was Dir Freude macht und wieder aufbaut (Sport/ Sauna/ Lesen/ Kino/ Theater etc. pp.)
      Ich selbst mache eine Psychotherapie, um über meine Ehe mit meinem narzisstischen Ehemann hinwegzukommen.
      Meine Fragen gehen dabei in die Richtung was ich in Zukunft besser machen kann, damit mir so etwas nicht noch einmal passiert.
      Vielleicht käme für Dich ev. eine Therapie in Betracht?
      Im Internet habe ich gelesen, dass es in Lübeck eine Therapeutin gibt, die bundesweit Seminare zur Überwindung von Erfahrungen mit Narzissten anbietet.
      Vielleicht gibt es in Deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe?
      Kurz gefasst denke ich, und so handele ich auch für mich, sollten wir unseren Teil der Geschichte aufarbeiten, dann steht einer neuen Beziehung nichts im Wege und wir brauchen keine übersteigerte Angst vor erneuter Verletzung durch einen neuen Partner zu haben!

      Alles Gute für Dich und lieben Gruß
      Bettina

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