Umgangsrecht bei einer narzisstischen Mutter

Wenn Männer sich von ihrer narzisstischen Ehefrau trennen, dann hat das oft zur Folge, dass sie den freien und unbeschwerten Zugang zu ihren Kindern verlieren. Daher verharren häufig Männer in einer längst innerlich aufgegebenen Beziehung mit ihrer narzisstischen Frau, weil sie befürchten, dass der Kontakt zu den Kindern eingeschränkt und leiden wird.

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In den meisten Fällen ist dies aber ein schwaches Argument, die Ehe krampfhaft für die Kinder aufrechtzuerhalten, sich selbst zu opfern und das eigene Leid dadurch zu verlängern und zu vergrößern. Auf diese Weise bleibt der Ehemann der Narzisstin als Futter ihrer Launen ausgeliefert und ist weiterhin täglich dem Psychoterror ausgesetzt. Viele Väter glauben aber, mit ihrer Präsenz die Kinder vor den Attacken der narzisstischen Ehefrau schützen und so wenigstens das Schlimmste abwenden zu können.

In aller Regel wacht jedoch die Narzisstin so sehr über ihre Kinder und bestimmt deren Alltag, dass der Vater überhaupt nicht die Chance bekommt, seine Vorstellungen in die Erziehung einfließen zu lassen. Die narzisstische Mutter lässt es nicht zu, dass der Vater einen freien Umgang mit den Kindern hat und eine eigenständige Beziehung zu den Sprösslingen aufbaut. Sie schreibt ihm genau vor, wie er mit den Kindern umzugehen hat, was förderlich und was hinderlich für die Kinder ist und wie er sich auf die Kinder einzustellen hat. Sie gibt die Regeln vor und sie duldet keinen Widerspruch. Eine Narzisstin ist zutiefst davon überzeugt, dass sie sehr viel mehr von Kindererziehung versteht als der Vater und macht ihn daher zu einem unmündigen Ausführungsorgan, das ihre Befehle und Vorstellungen umzusetzen hat.

Die narzisstische Mutter geht dabei keinesfalls auf die wirklichen Interessen der Kinder ein, sondern entscheidet eher danach, was ihr selbst am nützlichsten erscheint. Vorrangig möchte sie, dass aus den Kindern gute und erfolgreiche Menschen werden, die das Idealbild der Mutter widerspiegeln. Sie werden zum verlängerten Arm der Narzisstin ohne jegliches Recht auf eine eigene Meinung, eigene Bedürfnisse und eigenen Ziele. Diese Masche ist ihr bereits bei ihrem Mann gelungen und wird nun nahtlos auch auf die Kinder übertragen.

Der Vater kann in dieser Beziehung kein echter Vater sein

Doch eine zwanghafte Aufrechterhaltung dieser Ehe kann für Kinder nur wenig förderlich sein. Der Vater steht den Kindern mit seiner Authentizität nicht zur Verfügung. Er darf nur die Rolle spielen, die ihm von der Narzisstin zugeordnet wurde. Jedes selbstbestimmte Handeln und jede Zuwiderhandlung werden umgehend getadelt und die Narzisstin scheut sich nicht davor, die Bestrafung auch vor den Kindern durchzuführen. Wodurch der Vater in seiner Unterwürfigkeit und Wehrlosigkeit nicht gerade Respekt bei den Kindern erntet, sondern bestenfalls Mitleid für seine eigene hoffnungslose Lage. Der Vater, der selbst in Kette gelegt wurde, wird die Kinder aus ihrer misslichen Lage nicht befreien können – zumindest nicht, solange er mit der narzisstischen Ehefrau unter einem Dach lebt.

Ehemänner, die die Ehe nur noch aufrechterhalten, um die Kinder nicht im Stich zu lassen, sollten sich dessen bewusst sein, dass sie das Bedürfnis ihrer Kinder nach liebevoller und ehrlicher Zuwendung nur erfüllen können, wenn sie sich dem Diktat der Narzisstin entziehen. Da der Vater selbst dem autoritären Führungsstil der Narzisstin im Familienleben unterliegt, wird er unter diesem Regime niemals den Kindern einen Rahmen für eine entspannte Zeit geben können, in der es ihnen möglich ist, ihre eigenen Bedürfnisse zu entdecken, ihre eigenen Veranlagungen auszuprobieren und sich frei zu entfalten.

Auch nach der Trennung wird der Vater noch missbraucht

Ist die Trennung hingegen vollzogen, dann wird die narzisstische Mutter weiterhin versuchen, den Vater für ihre Zwecke einzuspannen. In der Regel gelingt es ihr, die Loyalität des Vaters aufrechtzuerhalten, indem sie ihm genügend Schuldgefühle einredet. Sie macht ihn dafür verantwortlich, dass die Ehe kaputt gegangen ist und dass er sie nun mit den Kindern allein zurückgelassen hat. Meistens wird dem Vater dann noch unterstellt, sich nun ein schönes Leben zu machen, während die Narzisstin mit der Versorgung des Nachwuchses alleine gelassen wird. Und natürlich empfindet sie die monatlichen Unterhaltszahlungen als einen Hungerlohn, mit dem sie die Kinder nicht ausreichend versorgen kann.

Lässt sich der Vater auf diese Weise ein schlechtes Gewissen einreden, dann kann sie mit ihrem diktatorischen Verhalten fortfahren. Sie stellt strenge Regeln für den Umgang mit den Kindern auf und gibt dem Vater jedes Mal eine Gebrauchsanleitung mit, in der alles Wesentliche geregelt wird: Angefangen mit den Zeiten zum Schlafengehen über den Nahrungsverzehr, den Medienkonsum, Ausflüge oder Urlaub, Besuche bei den Großeltern bis hin zu Besuchen, die der Vater empfangen darf oder auch nicht. Auch werden dem Vater gerne Aufträge erteilt, die der Narzisstin lästig sind, wie z.B. Friseurbesuche, mit Lehrern sprechen, Einkäufe des täglichen Bedarfs.

Eine narzisstische Mutter verweigert ihren Kindern das elementare Recht, den Vater so zu erleben, wie er ist und den Raum für Vater und Kinder zur freien Gestaltung zu respektieren.

Gibt der Vater die Kinder dann wieder zurück, werden die Kinder meistens wie bei einer Inspektion von oben bis unten kontrolliert. Sofern ein Mangel aus Sicht der Narzisstin nicht sofort auffliegt, meldet sie sich Tage später, um den lieben Ex-Ehemann über sein Fehlverhalten gegenüber den Kindern aufzuklären. Dabei schlagen ihm jedes Mal ganze Orkane von Aggressionen ins Gesicht, die ihn in den meisten Fällen weiter einschüchtern und dazu veranlassen, sich dem Willen seiner Ex-Frau gutmütig unterzuordnen sowie weiterhin den braven, angepassten Vater zu spielen.

Der Neid der Narzisstin

Hat sich der Mann bereits ein neues Leben eingerichtet und kann in seiner eigenen Freizeit nach seinen Vorstellungen leben, ohne durch die Betreuung und Pflege der Kinder zu sehr eingeschränkt zu sein und hat er eventuell schon wieder eine neue Liebe gefunden, dann entflammt nicht selten der Neid der Narzisstin. Sie kann das Glück und scheinbar bessere Leben des anderen nicht ertragen, weshalb sie aus diesem Grund den Vater unentwegt angreifen und kränken muss. Im Grunde will sie ja selbst dieses unabhängige Leben führen und muss sich nun allein mit den Kindern herumplagen, was eigentlich als Aufgabe für den Vater vorgesehen war, der aber unerlaubter Weise geflüchtet ist.

Der Hass kann dann soweit gehen, dass der Vater seine Kinder einfach nicht mehr zu sehen bekommt. Es werden fadenscheinige Gründe angegeben, wie z.B. Krankheiten, wichtige Schularbeiten oder die Kinder werden vorgeschickt, um dem Vater sagen zu müssen, dass sie diesmal lieber bei der Mama bleiben wollen. Nicht selten stehen Väter vor der Wohnungstür der Narzisstin in froher Hoffnung, die Kinder in Empfang zu nehmen und erhalten dann eine Absage. In besonders schlimmen Fällen wird nicht einmal die Tür geöffnet.

Auffällig ist meistens, dass die Kinder bei den Besuchszeiten mit ihrem Vater offenbar ein Wahlrecht von der Mutter eingeräumt bekommen, während ihnen auf anderen Gebieten eine weniger freiheitliche Entscheidung gestattet wird.

Es kann auch sein, dass der Vater die Kinder mitnehmen kann, aber seine Umgangszeiten zu seinen Ungunsten beschnitten werden. Die Kinder müssen eher zurückkommen, weil die geliebte Großmutter zu Besuch kommt oder weil Freunde Geburtstag feiern und die Kinder dabei sein sollen. Meist nimmt die Narzisstin auch die Schulferien ganz selbstherrlich in voller Länge für sich und die Kinder in Anspruch. Der Vater darf die Kinder entweder gar nicht in den Ferien sehen oder er bekommt auf alle Fälle nur den kleineren und unattraktiveren Teil.

Die Narzisstin verhält sich illoyal

Besonders viel Freude bereitet es der Narzisstin, wenn der Vater an Tagen, wie Weihnachten oder an seinem Geburtstag alleine sein muss, ohne die Kinder zu sehen. Und manchmal erhält er nicht einmal einen Anruf. Geschenke und Briefe werden den Kindern von der Narzisstin vorenthalten und einfach nicht weitergereicht. Oder die Geschenke werden in Anwesenheit der Kinder herabwürdigend kommentiert. Dieser illoyale Akt dem Vater gegenüber bleibt den Kindern nicht verborgen, die diese Ungerechtigkeit zwar spüren, aber nicht richtig zuordnen können. Sie wollen zwar ihre Mutter nicht enttäuschen, freuen sich aber auch, etwas vom Vater zu bekommen oder zu hören. Wem sollen sie es recht machen? Hier passiert ein schwerer Missbrauch, der die Kinder noch lange belasten wird.

In den meisten Fällen fällt es Vätern schwer, sich nach der Trennung konsequent von der Narzisstin abzunabeln. Sie wollen nicht mehr und nicht weniger als eine friedvolle und normale Zeit mit den Kindern verbringen und müssen aber weiterhin kuschen, um den Aggressionen der Narzisstin zu entgehen. Die meisten Väter sind weder gegangen, um sich hinterher ein schönes Leben zu machen, noch wollen sie sich vor ihren Pflichten drücken. Sie wollen sich einfach nicht mehr länger schikanieren lassen.

Der Vater muss für sein Recht und das Recht der Kinder kämpfen

Auch wenn das Umgangsrecht per Gerichtsbeschluss eindeutig geregelt ist, dürfen Männer in einer solchen Situation davon ausgehen, dass sich die Narzisstin nicht daran halten wird. Sie wird versuchen, ihre eigenen Umgangsregeln durchzusetzen, die ihrem eigenen Vorteil dienen und weniger den Interessen der Kinder oder des Vaters. Der Ex-Mann bekommt die Kinder nicht, wenn es ihm zusteht, sondern wenn es der Narzisstin gerade recht ist. Ihr Verhalten begründet sie dann immer mit dem angeblichen Wohl der Kinder. Es ist besser für die Kinder, wenn sie entweder gar keinen Kontakt zum Vater haben oder nur einen begrenzten und reglementierten Umgang in Anspruch nehmen. Wobei eine Nichteinhaltung ihrer strengen Umgangsregeln in jedem Fall zum Anlass genommen wird, die Dosierung des Umgangs zu rechtfertigen.

Die Väter müssen sich bewusst sein, dass ihre Ex-Frau schlicht und ergreifend aus ihrer eigenen narzisstischen Wut heraus, die sie nicht unter Kontrolle bekommt, handelt. Sie will sich an ihrem Ex-Mann unter allen Umständen rächen. Mit einem kindgerechten Umgang und mit Fairness hat dies wenig zu tun. Sie handelt nach einem eigenen Faustrecht, das je nach Situation immer variiert.

Solange die Väter aber zum Wohle der Kinder handeln, können sie in der gemeinsamen Zeit alles tun, was sie wollen und brauchen sich von der Narzisstin keine Vorschriften machen zu lassen. Und für die Kinder wäre es extrem wichtig, bei dem anderen Elternteil die Liebe und das Verständnis zu bekommen, das für ihre Entwicklung so notwendig wäre. Eine alleinerziehende Narzisstin ist in der Regel mit der Erziehung der Kinder überfordert, auch wenn sie es niemals zugeben würde und alles in Kauf nimmt, um nach außen die brillante Mutter zu spielen. Doch das Gegenteil ist der Fall! Die Kinder spüren die emotionale Kälte, die von einer narzisstischen Mutter ausgeht, und merken sehr genau, dass sie nur für sie da sein müssen, aber nicht umgekehrt. Sie werden nur als Objekt behandelt und müssen ganz nach den Vorstellungen der Narzisstin funktionieren.

Umso wichtiger ist es für die Väter, den Kindern einen Raum zu geben, in dem sie sich frei und ungezwungen entfalten können, wo sie das Gefühl bekommen, so angenommen zu werden, wie sie sind. Dazu muss sich der Vater aber nicht nur von der Narzisstin getrennt, er muss sich auch emotional von ihr gelöst haben und zu einem selbst bestimmten Leben zurückfinden, ohne sich weiterhin der Reglementierung der Mutter zu unterwerfen. Doch was soll der Vater tun, wenn er gar keine Chance hat, selbst mit Gerichtsurteil, die Kinder zu sehen und bei sich zu haben?

Möglichkeiten eines Vaters

Wird das Kind oder die Kinder nicht herausgegeben, dann kann der Vater den Umgang einklagen. In der Regel steht dem Vater ein Umgangsrecht zu, weshalb es unter Umständen für die Mutter teuer werden kann, wenn sie die Herausgabe verweigert. Doch die narzisstische Mutter ist nicht dumm. Meist gibt sie dann vor, dass die Kinder nicht zu dem Vater wollen, dass sie unter den Besuchen leiden oder psychische Störungen entwickeln, die besonders nach dem Umgang mit dem Vater auftreten.

In solchen Fällen werden von den Gerichten psychologische Gutachten verlangt, aus denen dann der Umfang des Besuchsrechts abgeleitet wird. Die narzisstische Mutter manipuliert dann in der Regel geschickt den zugewiesenen Psychologen und oft genug verfallen die Kinder dann unbewusst in die Rolle, die von ihnen von der Mutter unausgesprochen erwartet wird. Das Resultat kann dann sein, dass der Vater seine Kinder nur wenige Stunden in Anwesenheit der Mutter oder einer anderen autorisierten Person sehen darf, was entwürdigend und demütigend sein kann. Die Eignung der Mutter wird in den meisten Fällen nicht hinterfragt.

In besonderen Fällen müssen die Kinder sogar dem Richter vorgeführt werden und sich erklären, ob sie zum Vater möchten oder nicht. Das bringt sie natürlich in einen schweren Loyalitätskonflikt, weil sie zum einen ihren Vater gerne sehen, aber zum anderen sich nicht gegen den Willen der Mutter stellen möchten. Meist sind es dann wieder die Väter, die einlenken und von einem solchen Vorgehen Abstand nehmen, um die Kinder zu schonen. Hinzu kann kommen, dass die Anwalt- und Gerichtskosten die finanziellen Möglichkeiten des Vaters übersteigen, weshalb er sich gezwungen sieht, das Verfahren einzustellen.

Weitere Informationen unter:

http://www.vafk-karlsruhe.de

http://www.väterwiderstand.de/

http://www.trennungsvaeter.de/


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Veröffentlicht in Blog, Familie und Erziehung
13 commenti su “Umgangsrecht bei einer narzisstischen Mutter
  1. Thomas sagt:

    Meine EX-Frau hat um ihre narzistische Wut zu befriedigen, obwohl sie mich nach 16 Jahren durch Warmwechsel ausgetauscht hat, unsere Tochter in einem juristischen Rachefeldzug mit haltlosen finanziellen Forderungen als Klägerin gegen mich instrumentalisiert. Welch ein Wahnsinn.

    Diese Frau hat 2 Ehen mit 3 Kindern an die Wand gefahren und war noch nie ein Tag Single. Die Ehemänner sind die langweiligen Lakeien für den Alltag während prickelnde Abenteuer im Aussenbereich das narzisstische Loch füllen sollen.

    Hier wurden Seelen durch meine EX und ihrer narzisstischen Herkunftsfamilie zerstört. Schuld waren natürlich die Geschädigten. Solche Leute gehörten hinter Gitter!

  2. Monika Ströhlein sagt:

    Lieber Sven,

    vielen Dank für diesen Artikel. Ich schreibe dir als eine Mutter von 3 Töchtern, die seit einigen Jahren genau diese Situation erlebt.

    Da ich auch noch keine wirkliche Patentlösung gefunden habe, um mit dieser Situation umzugehen, wünsche ich hier allen betroffenen Vätern aber auch Müttern Kraft und Ausdauer und eines Tages – Gerechtigkeit.

    Viele Grüße
    M.

  3. Francisco sagt:

    Lieber Sven,
    Als ich diese Artikel gelesen habe habe fast geweint. Sie beschreiben ziemlich genau was ich in der letzten 5 Jahren nach meiner Trennung erlebe. Meine narzisstische Exfrau hat immer noch die Kontrolle auf meinem Leben. Ich habe mich noch nicht von ihren Einfluss und Dominanz abgelöst. Meine Rolle als Vater könnte ich kaum üben da ich immer unter Überwachung war -jeder kleiner Fehler war immer eine Bedrohung- mittleweile hat sie unsere Tochter schlecht erzogen und manipuliert. Nach einer Reihen von falschen Vorwürfen (Kindesgewalt und danach sexuelle Missbrauch) hat sie letztendlich erreicht mich aus dem Weg zu nehmen sodass ich meine Tochter nicht mehr treffen darf… Nach 2 Jahren ohne Kontakt mit meiner Tochter fange ich jetzt kleine gerichtlichen Vorschritte zu machen um einen minimalen Umgang mit ihr herzustellen… Natürlich ist mein Kind sehr entfremdet und versteht im Moment nicht warum ich solange Zeit weg war… Darüber mag ich nicht reden, denn ich natürlich weiss dass meine Tochter sehr verwirrt gegenüber Ihrer Mutter und traurig sein wird. Sie ist noch 9 Jahre alt. Die Behörden und noch schlimmer, die psychologischen Begutachter der renommierten Projekt Petra!, haben ihr Problem leicht erkannt aber überaschenweise zum Schluss ignoriert. Der pychologischen Bericht erwähnt „erhöte narzisstischen Tendenzen der Kindesmutter gegenüber des Kindesvaters“ aber keine endgültige Aussage… Die Empfehlung: Kind soll lieber bei der Mutter leben… natürlich nur aufgrund Ihrer Angst (Tochter lebt schon bei der Mutter… Situation ist nicht ganz ok, aber lieber als mit den Vater von wem wir nichts wissen…) Ich könnte stundenlang mit Ihnen darüber reden, Dokumentation und Berichte diskutieren… Ich habe viel über Narzissmus in dieser Zeit gelernt, leider war ich allein gegen die ganze Welt. Die Behörden und sogenanten ‚Experte‘ warem am Schluss sehr naive bis inkompetent… Danke sehr für diese Artikel und Ihre wichtige Webseite, die ich allerdings vielen Freunden in ähnlichen Situationen empfolen habe. Unten anderen auch mancher Mütter die an ihren narzistischen Exmänner leiden. Es gibt sie auch!! Danke, Sven! Grüße aus Frankfurt, Francisco

  4. oakbark sagt:

    Ich bin seit 26 Jahren mit meiner Frau verheiratet und wir haben zwei gemeinsame Söhne 17/19 jährig. Nach viele Jahren Ehe-Achterbahn ist mir seit zwei Jahren klar, dass meine Frau unter verstecktem Narzissmus leidet. Ihre Familie wohnt in Nordamerika – Ihr Vater litt eher unter offenen Narzissmus. Für mich ist es noch heute unfassbar, dass es solche Sorten von Menschen gibt. Ich stehe nun auch vor der Frage, ob es sinnvoller ist auszuziehen oder abzuwarten. Vor einigen Monaten stand ich bereits kurz vor dem Auszug – als mir der jüngere Sohn mitteilte, dass er nun auch zu diesen Kindern mit geschiedenen Eltern gehören würde. Darauf beurteilte ich die Situation noch einmal. Zwischenzeitlich schlafe ich auf einem anderen Stockwerk. Das brachte etwas Entspannung.
    Der ältere Sohn befindet sich bereits auf dem Absprung.
    Was mich bei einem Auszug stört ist, dass die Kinder und ein gut befreundetes Paar glauben bzw. indoktriniert werden, dass ich das Problem sei. Sporadisch merken nun auch meine Söhne, dass etwas nicht stimmt. Wenn ich dem „Gezwänge“ einer Zweijährigen nicht nachgebe bzw. standhaft bleibe werde ich jedoch als kindisch betitelt (was ich eigentlich nicht sein will). Weiter stört mich, dass ich meine Erfahrungen nicht weitergeben kann. Ich hätte etwas zu bieten – ich bin mit mehreren Geschwistern aufgewachsen.
    Gegen eine Ehefrau, Mutter, Kirchgängerin – da hat man als Vater keine Chance! Was mir übrigens geholfen hat war das Beenden des gemeinsamen Tischgebetes. Auch dort wurden jeweils noch Schuldgefühle eingepackt.
    Ich bin der englischen Sprache ziemlich mächtig – aber es ist nicht meine Muttersprache. Sie hat über Jahre immer wieder neue Definitionen von Wörtern erfunden, um das Verwirrspiel zu spielen – bis ich es nun gemerkt habe.
    Das E-Book „Wie lebe ich mit einem Narzissten?“ von Sven Grüttefien war für mich übrigens sehr hilfreich.
    Ich wünsche mir und allen Betroffenen viel Kraft, Gruss oakbark.

  5. Mareike sagt:

    Sehr interessanter Artikel. Es gibt meines Wissens nach noch viel zuwenig Rat zum Thema Kinder in einer Beziehung zu einer/m Narzissten/in, man hört immer nur, sofort Beziehung abbrechen, aber wenn man Kinder hat, ist das eben nicht möglich! Also vielen Dank, Sven, hier einen Anfang gemacht zu haben! Es ist ein hochkompliziertes Geschäft, da statt zwei Personen und ihren psychischen Mechanismen und Machenschaften drei oder mehr Personen verwickelt sind. Dabei darf man nicht den Fehler machen, die Kinder als neutrale Opfer oder gar Marionetten zu betrachten, denn wenn sie der Situation auch ausgeliefert sind (daran ist nicht zu rütteln, leider), so sind sie doch alles andere als passive Statisten. Jedes Wort, jeder Blick von einem Kind hat Auswirkungen auf die liebeshungrigen Eltern, auf die Machtwut der/des Narzissten, den Wunsch, sie zu beschützen usw. Ihre Gegenwart wird zum Spielball in der Beziehung, wie in Ihrem Artikel klar dargestellt wurde. Ihre Persönlichkeit wird von dieser pivotalen Rolle, die sie zwangsläufig ausfüllen, stark beeinflusst, und schließlich benutzen sie selber diese verrückten Machtmechanismen, um zu bekommen, was sie wollen, Liebe, Aufmerksamkeit, Materielles, Gruppenzugehörigkeit… werden selbst zum (stellvertretenden) Bully und Manipulator. Es würde mich interessieren, wie die Situation im umgekehrten Fall aussieht, mit dem Vater als Narzissten. Ich habe mich leider nicht rechtzeitig von meinem Mann getrennt und meine fast erwachsenen Kinder „verlangen“ von mir -auf tagtäglicher Basis- dass ich in diesem Club „The Dad Appreciation Society“ uneingeschränkt mitspiele. Tue ich es nicht, werde ich ausgeschlossen. Sie begreifen nicht, dass es in diesem Club zu jeder Zeit einen Sündenbock geben muss, ein Opfer, eine Person, auf der herumgehackt oder die, fast noch schlimmer, subtil belächelt wird, damit die anderen auskommen. Wenn ich diese Rolle nicht ausfülle wie gewohnt (habe mir in zwanzig schmerzvollen Jahren ein seltsam dickes Fell zugelegt) und mich auflehne, wie es manchmal einfach sein muss, ist der Teufel los, und Mama ist eben verrückt, „bei jedem kleinen Ding auszurasten“. Oder, falls ich nicht streite, sondern es mit Humor und Spott schaffe, kurz mal die Oberhand zu haben, wird sofort eines der Kinder in die Opferrolle geschubst, und zwar kollektiv. Das heißt dann, Mama muss wieder ran, denn das schaffe ich nicht, dies zuzulassen, dann schon lieber ich… und so geht alles von vorne los. Im Endeffekt bin ich immer der Idiot. Wenn ich mich trennen würde, schon gar. Jetzt sind sie fast groß und kriechen ihrem Vater immer noch, oder erst recht in den Arsch. Ich habe keinerlei Probleme damit, dass sie ihn lieben : das war tatsächlich der einzige Grund, weshalb ich in der Beziehung geblieben bin; sondern damit, dass sie nicht sehen, wie sehr sie benutzt werden und so wenig Echtes zurückbekommen – statt dessen lernen, zu lügen und manipulieren wie er. Ich fürchte, für mich ist es zu spät, noch etwas daran zu ändern. Es tut mir weh, dass immer ich die Schuldige bin, aber ich kann doch meine Kinder nicht verlassen!?! Für mich persönlich ist es eine Übung in der Abnabelung, oder bedingungslosen Liebe. Es ist mir aber nicht mehr klar, ob dies das beste war. Es ist klar, dass eine frühzeitige Trennung von einem narzisstischen Partner wie in Ihrem Artikel beschrieben, Sven, für die Kinder immer und ewig mit unüberbrückbaren Spannungen und Schwierigkeiten verbunden ist. Ich habe versucht, dies zu vermeiden – und das war auch keine gute Lösung. Gibt es für Familien so etwas wie eine richtige Lösung, frage ich mich, oder sind wir alle, so wie wir sind, in einer narzisstischen Beziehung ohne Entrinnen zum Scheitern verurteilt?
    Vielen Dank für Ihr Blog! Weiter so! Danke!!!

    • Liebe Mareike,
      am Ende ist natürlich jeder Fall wieder einzeln zu betrachten. Die Kinder sitzen ja immer am kürzeren Ende, ob man nun mit dem Narzissten zusammen bleibt und auf diese Weise seine Ausartungen mitträgt oder sich trennt und in einer Verstrickung hängenbleibt. Die größte Unterstützung, den man den Kindern meiner Meinung nach geben kann, ist, wenn man sich zu dem Verhalten und der Beeinflussung des Narzissten abgrenzen kann und auf diese Weise den Kindern einen Raum schafft, in dem sie um ihretwegen akzeptiert und geliebt werden.

      • Mareike sagt:

        Lieber Sven, vielen Dank für Ihre Antwort. Zu demselben Schluß komme ich zur Zeit auch, jeden Tag. Man/Frau kann nicht alles perfekt machen und manche Dinge haben keine wirklich gute Lösung, leider. Es tut mir unglaublich leid, dass ich die Dinge nur beeinflussen, aber nicht grundlegend ändern kann. Es sind andere Menschen beteiligt, die ihr eigenes Leben zu leben haben, auch wenn es meine Kinder sind. Irgendwann werde ich mich selber von diesem Zirkus abnabeln müssen, damit ich nicht selber untergehe, und es wird ihnen freistehen, sich bei mir oder anderswo Hilfe zu holen, wenn sie das wünschen. Ich habe immer versucht, diesen liebevollen Raum für sie zu schaffen, von dem Sie sprechen, und werde das auch weiterhin tun, aber im Endeffekt, wenn sie groß sind, sind sie für sich selber verantwortlich und meine Einwände können vielleicht nur schaden? jedenfalls nicht viel nützen. – Im Moment ist es nur schwierig für mich, abzuwägen, jetzt, da ich den Narzissmus verstanden habe, ob meine „recovery“ – Genesung – wichtiger ist als der liebe Familienfrieden, denn meine persönliche Integrität und Ehrlichkeit ist mir „heilig“, und ich kann einfach nicht so tun als ob. Wenn was nicht stimmt, wenn einer egoistisch, manipulativ, oder einschüchternd wird, mach ich die Klappe auf, und wenn ich dann wieder gemissbilligt oder ausgeschlossen werde, muß ich mich entscheiden, wie lang ich das aushalten kann.
        Vielen herzlichen Dank für Ihr Blog und Ihr Schreiben; ich habe durch Sie viel gelernt, und es tut ungemein gut zu wissen, daß ich nicht verrückt und nicht allein bin. Alles Gute! Mareike

  6. Thomas sagt:

    Das hier Geschriebene würde in meinem Fall sicherlich eintreten wenn ich um das Umgangsrecht buhlen würde.
    Als zweiter EX-Mann aus der 2 Kinder mit meinem Vorgänger und ein Kind (16 Jahre) mi mir hervorgingen hatte ich in all den Jahren absolut NULL-Erziehungskompetenz was die Kinder aus erster Ehe betraf und den Fokus auf das gemeinsame Kind konnte ich dahingehend kaum legen, weil ich dauernd meine narzisstischen EX-Frau hinterherhecheln musste. Die war mehr damit beschäftigt ihre Zeit mit Dritten zu verbringen als an der Ehe sich zu beteiligen. Sie führte ein Singleleben mi ALLEM was dazugehörte. Wehe man hat diesbezüglich seinen Unmut geäussert war man auch vor Dritten und den Kindern aus erster Ehe der Buhmann.
    Selbst eine von mir angeleierte Eheberatung (3 Jahre mit Unterbrechung!) kosteten nur mein Geld und viel Nerven.

    Was noch sehr erschwerend dazukam waren Wohnverhältnisse die bei der Schwiegerverwandschaft stattfanden und die wie in einem anderen Blog beschriebenen Verhaltensweisen solcher Narzissten. Immer war man in der Verliereposition.
    Jetzt mehr als 2 Jahre in einer eigenen Wohnung und Trennung der EX nachdem sie mich nahtlos ausgetauscht hat war vor 5 Wochen die Scheidung. Dort wird nach wie vor juristisch ( auch mit Verleumdungen) nachgelegt, auch wegen Unterhalt den ich bezahle. 335 € reichen meiner EX ,die bei ihrer Verwandschaft ausser Nebenkosten zum Nulltarif wohnt, nicht aus.
    Der Kontakt zu meiner 16 jährigen Tochter ist sehr sporadisch. Sie kommt ab und zu bei mir in meinem Einzelhandelsgeschäft für 10 Minuten vorbei wenn sie war materielles will. Sie ist kühl und scheint berechnend und steht unter völliger Obhut der Mutter samt Herkunftsfamilie. Warscheinlich ist sie auch narzisstisch geworden wie dieser Clan.
    Ich leck bei der Mutter nicht die Füsse und buhl um Besuchsrecht.
    Das zuvor Erlebte war so demütigend für mich dass ich keinerlei Kontakt mit der Mutter mehr will.
    Das der ganze Ablauf der Entfremdung von der Mutter so iniziert und ich beim Kind und Dritten schlecht gemacht werde ist mir vollkommen klar.
    In dieser Familie, die den Wert einen Menschen auch nach seinem Geldbeutel bemisst, sind die Partner die Bösen und die Familie oder Aussenstehende Dritte ( möglichst aus besseren Kreisen) die Guten.

  7. JS sagt:

    Mich würde der umgekehrte Fall interessieren: Umgangsrecht/Sorgercht mit einem narzisstischen Vater… In der Regel wird nämlich der Mutter unterstellt, narzisstisch zu sein…

    • NHi sagt:

      @JS: Interessante Frage. In der Regel bekommt die Mutter doch auch das Sorgerecht. Sie sitzt somit auch am längeren Hebel (meine Erfahrung). Es sei denn, der Vater dreht den Geldhahn ab, erpresst Mutter und Kind/er,entführt die Kinder, o.ä..Was ja in das Bild des Narzissten passen würde.
      Gruß, NHi

      • JS sagt:

        Nein. Vaterrecht geht vor Kinderrecht. Gemeinsames Sorgerecht bleibt. (Trotz Diagnose über wiederkehrende schwerwiegende Depressionen mit psychotischen Symptomen – und das ist nur, was in dem Fall auf dem Narzissmus draufhockt). Älterer Sohn wurde so manipuliert, dass er Mutter zusammengetreten hat – nun beim Vater wohnt und sich ebenfalls zum Narzissten entwickelt – abgesehen davonist das Kindeswohl massiv gefährdet. Kind ist co-abhängig, aber Jugendamt will nichts tun. Kind fühlt isch dort richtig, bettet aber um jedes Wochenende bei Mir. Was aber weder mir noch dem anderen Kind guttut. Und wir sind kein Einzelfall.

  8. NHi sagt:

    Heftig! Sehr ähnlich habe ich es erleben müssen. Mann hängt am seidenen Faden und ist abhängig von der Gunst und den Launen der Mutter. Pure häusliche / psychische Gewalt, bei der nicht nur die Kinder und der Vater leiden sondern das gesamte Umfeld der Familie.
    Erstaunlich! Meine Situation scheint in dieser Form kein Einzelfall zu sein.
    Daher wünsche ich allen, die so etwas durchmachen, viel Kraft, Glück, jemanden der euch zur Seite steht (ohne werdet Ihr es kaum schaffen) und einen guten Psychiater um diesen Wahnsinn irgendwie zu verarbeiten.
    VG, NHi

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Es gibt viele berühmte Politiker, Schau- spieler, Wirtschaftsbosse, Sportler und Künstler mit auffallend narzisstischen Eigenschaften. Es scheint so, als sei Narzissmus notwendig, mindestens aber von Vorteil, um erfolgreich zu sein und berühmt zu werden.  

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