Der Narzisst sucht sein Glück im Beziehungshopping

Ein Narzisst kann seinen Partner ungewöhnlich schnell auswechseln, wenn dieser zu viele Ansprüche stellt, Kritik an ihm äußert und scheinbar nur Schwierigkeiten in die Beziehung trägt. Wird ihm sein Partner lästig, trennt er sich unerwartet und sucht sich einen neuen Partner, der seinem Ideal eher zu entsprechen scheint. Diese Strategie kann zu einem sogenannten Beziehungshopping führen, weil der Narzisst nie mit einem Partner zufrieden ist und seinen Anteil am Misslingen der Beziehungen nicht erkennt.

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Im Grunde ist ein Narzisst nur für den Anfang einer Beziehung geschaffen: Wenn er seine Verführungskünste unter Beweis stellen, seinem Gegenüber den Kopf verdrehen und ihn zum Dahinschmelzen bringen kann, zeigt sich seine wahre Begabung. Die Intensität, die Leidenschaft und die Romantik, die ein Narzisst am Anfang einer Beziehung erzeugen kann, sind unvergleichbar und führen ihn und seinen Partner in einen noch nie zuvor erlebten Liebesrausch.

Der Partner ist entzückt über so viel Aufmerksamkeit, so wunderbare Liebesbekundungen und Schwärmereien und über so große Zärtlichkeit. Noch nie zuvor fühlte er sich so geliebt und noch nie lernte er einen Menschen kennen, der sich so um ihn bemüht und ihm unentwegt bestätigt, wie sehr er ihn liebt und wie gerne er mit ihm zusammen ist. Der Narzisst hat die Fähigkeit, seinen Partner in den siebten Himmel zu heben und ihm das Gefühl zu geben, absolut begehrenswert zu sein.

Der Narzisst sucht die totale Verschmelzung mit einem Partner und inszeniert dafür höchst prickelnde Augenblicke. Er schwärmt von der großen Liebe, schürt unbändiges Verlangen und erzeugt große Hoffnungen in seinem Partner. Die gemeinsame Zeit besteht aus intensiven Stunden der Harmonie und Verbundenheit sowie endlosem und genialem Sex. Die starke Sehnsucht und Anziehung sind am Anfang überwältigend und beide sind bereits nach kurzer Zeit davon überzeugt, dass diese leidenschaftliche, brennende Liebe niemals enden wird.

Das Feuer verglüht

Leider schleichen sich nach der Phase des Verliebtseins zunehmend die Alltagsaufgaben und -sorgen in das Leben des Narzissten und seines Partners ein. Allmählich senkt sich das Luftschloss, das sich beide erbaut haben, hinab auf den Boden der Realität und zu den romantischen Augenblicken gesellen sich nun immer häufiger Alltagspflichten, Sorgen und Probleme sowie unterschiedliche Ansichten und Interessen. Die wunderbare Harmonie wird gestört und das berauschende Gefühl vom Einssein mit einem scheinbar perfekten Partner wandelt sich bei dem Narzissten zunehmend in Unzufriedenheit verbunden mit einem Gefühl von innerer Leere.

Der Narzisst wird zunehmend mit den Wünschen, Forderungen, Problemen, Gedanken und Gefühlen seines Partners konfrontiert, mit denen er sich nicht auseinandersetzen will, und fühlt sich davon belästigt. Er will weiterhin sein Idealbild von der Liebe leben und in diesem Bild ist kein Platz für Probleme, Sorgen, Kritik, Zweifel und unterschiedliche Auffassungen. Der Narzisst verlangt die vollständige Übereinstimmung.

Auf der einen Seite sucht der Narzisst die totale Verschmelzung mit seinem Partner, erwartet aber auf der anderen Seite von diesem, dass er seine Persönlichkeit aufgibt und sich voll und ganz den Vorstellungen des Narzissten unterwirft, damit ein Einswerden überhaupt möglich werden kann. Für den Narzissten darf es niemals zwei Meinungen und keine unterschiedlichen Vorstellungen, Wünsche oder Gefühle geben – das löst bei ihm sofort Stress aus und er verliert dann mit der Zeit das Interesse an seinem Partner. Dabei erhebt er seine Vorstellungen und Wünsche zum alleinigen Maßstab in der Beziehung.

Der Partner stellt Ansprüche

Weil der Narzisst große Angst davor hat, seine Autonomie zu verlieren und die Kontrolle über die Beziehung aus den Händen zu geben, verlangt er von seinem Partner, dass dieser sich seinem Bild von einer perfekten Liebe unterwirft, sich jederzeit ausnahmslos seiner Meinung anschließt und seinem Willen folgt. Beginnt der Partner jedoch, zunehmend Ansprüche an den Narzissten zu stellen, von den Vorstellungen des Narzissten abzuweichen und sein Verhalten wiederholt zu kritisieren, wird der Narzisst grantig.

Möchte der Partner offen und vertrauensvoll über seine Zweifel, Ängste und Gefühle mit dem Narzissten reden, stößt ihn dieser unwirsch von sich. Der Narzisst will sich nicht mit fremden Problemen auseinandersetzen müssen, die ihn im Grunde nicht betreffen, und fühlt sich überfordert, wenn er sich auf einen anderen einstellen soll. Der Partner soll sich gefälligst auf ihn einstellen und nicht umgekehrt.

Gibt sich der Partner jedoch nicht mit der Position des angepassten und zurückhaltenden Jasagers zufrieden, sondern fordert er vom Narzissten mehr Aufmerksamkeit für seine Belange ein, geht dieser in den Widerstand – so hatte er sich die Beziehung nämlich nicht vorgestellt! Er braucht keinen Partner, der Ansprüche stellt, ihm auf die Nerven geht und ihm womöglich noch sagen will, wo es langgeht. Fühlt sich der Narzisst zunehmend bedrängt, kann er sich unvermittelt von seinem Partner abwenden, weil er Angst bekommt, der Partner könnte zu stark und selbstständig werden und ihn somit in die Defensive drängen oder seine weichen, verletzlichen Seiten aufdecken und berühren.

Die Trennung als Lösung für den Konflikt

In dieser Phase kann es dann zu einer Trennung durch den Narzissten kommen, die manchmal nur vorübergehend ist und wenig später wieder in eine Versöhnung mündet. In der Zwischenzeit kann sich der Narzisst jedoch einen Seitensprung erlauben, um seinen Hunger nach Eroberung, Romantik und Sex zu stillen. Es kann aber auch sein, dass der Narzisst eine neue Beziehung eingeht in der Hoffnung, hier endlich den idealen Partner zu finden, der bedingungslos sein Bild von einer vollkommenen Liebe unterstützt. Führt aber auch dieser Versuch zu Enttäuschungen, zieht er erneut weiter und gibt ausschließlich dem Partner die Schuld am Scheitern.

Sobald der Narzisst in der Beziehung mit Schwierigkeiten und Problemen konfrontiert wird oder um seine Unabhängigkeit und Macht fürchten muss, beendet er lieber die Beziehung, als sich der Gefahr auszusetzen, sich einem anderen unterzuordnen und seine Grandiosität einzubüßen. Dieser Schritt kann zuweilen äußerst rasch und rigoros erfolgen und ohne die Nennung eines triftigen Grundes. Der Narzisst wandert einfach weiter und betreibt Beziehungshopping. Zwar erlebt er dadurch einen Höhenrausch nach dem anderen, wird aber auch mit voraussagbarer Gewissheit immer wieder enttäuscht.

Aus Angst, ein anderer Mensch könnte ihm zu nahkommen und somit seine Schwächen aufdecken, flüchtet ein Narzisst immer dann, wenn es eng für ihn wird. Ein andauerndes Beziehungshopping wird dann zum Ersatz für eine perfekte Liebe. Aufgerieben zwischen der endlosen Suche nach der idealen Liebe und der zwangsläufig nachfolgenden Desillusionierung wird der Narzisst zu einem Rastlosen, der sich zwar unendlich nach Nähe sehnt, sofort aber einen Rückzieher macht, wenn sie sich zu realisieren scheint.

Der Narzisst plant von vornherein eine Trennung ein

Dabei ist es häufig mehr als erstaunlich, wie schnell ein Narzisst wieder unter die Haube kommen kann, nachdem er sich getrennt hat. Ein Narzisst kann ein außergewöhnlich effizientes Beziehungshopping betreiben und scheint schon auf das Ende vorbereitet zu sein, noch bevor die Beziehung überhaupt begonnen hat: Meist hat er noch Ex-Partner in der Hinterhand, auf die er zurückgreifen kann, wenn es in der aktuellen Beziehung nicht so läuft, wie er es sich vorstellt. In der Hoffnung, der Ex-Partner sei nun einsichtig und bereit, sich ihm vollständig zu unterwerfen, wagt er einen erneuten Versuch – bis das leidenschaftliche Feuer der Versöhnung abermals erlischt.

Die Unfähigkeit des Narzissten, das Alleinsein zu ertragen – weil er hier ja keine Bestätigung und Bewunderung von anderen erfahren kann –, macht ihn zu einem Beziehungshopper. Meist sucht er schon während der laufenden Beziehung nach weiteren potenziellen Kandidaten, um im Falle eines Falles startklar zu sein: Er flirtet am Arbeitsplatz, sucht die Nähe zu begehrenswerten Objekten auf Partys oder anderen gesellschaftlichen Anlässen oder nutzt das Internet, um dort Kontakte zu anderen, möglichen späteren Partnern zu pflegen.

In der Vorausahnung, dass auch die aktuelle Beziehung womöglich unbefriedigend verlaufen wird, legt sich der Narzisst heimlich eine Kartei potenzieller neuer Kandidaten zu, auf die er im Ernstfall problemlos zurückgreifen kann. Daher löst die Pflege von Kontakten zu neuen „Anwärtern“ bei ihm keine moralischen Bedenken aus, sondern dient lediglich der Prävention: In der Beziehung muss schon für die nächste Beziehung geplant werden.

Beziehungshopping, um echte Nähe zu vermeiden

Ein professionelles Management beim Beziehungshopping erleichtert somit eine Trennung ganz erheblich und macht es dem Narzissten leicht, dem aktuellen Partner blitzschnell und eiskalt den Rücken zuzukehren. Der Narzisst kann bereits sehr frühzeitig einen Absprung für den Fall planen, dass es für ihn zu ungemütlich in der Beziehung wird. Auf diese Weise kann das Beziehungshopping für den Narzissten eine echte Alternative zu einer festen, dauerhaften Bindung sein und daher einen besonderen Reiz für ihn haben: Er pickt sich nur die Rosinen heraus, kann sich ständig im Erobern beweisen, wird für seine Verführungskünste bewundert und erlebt nur die positiven Momente einer Liebe.

Nur das Erlebnis echter Nähe und inniger Verbundenheit kann ihm durch das Beziehungshopping niemals zuteilwerden. Da sich der Narzisst aber ohnehin davor fürchtet, von einem anderen abhängig zu werden und sich opfern zu müssen, ist das Beziehungshopping durchaus eine Möglichkeit für ihn, sein Bedürfnis nach kurzzeitiger Nähe, nach Bestätigung und nach Abenteuer zu befriedigen. Im Grunde ist diese Form der Beziehung für einen Narzissten nahezu ideal, würde er bei seinem emotionalen Raubzug nicht so viel verbrannte Erde und verzweifelte Ex-Partner hinterlassen.


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Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
59 Kommentare zu “Der Narzisst sucht sein Glück im Beziehungshopping
  1. Peter sagt:

    Oh Mann, das liest sich ja teilweise wie Auszüge aus meinem Lebenslauf. Vielleicht sollte ich mir mal Hilfe suchen..

    • Stefan sagt:

      „Hilfe suchen“ allein bringt nix. Vor Allem, wenn Du nicht erkennst, was überhaupt das Problem ist. Das ist ja das Fatale; wenn Narzissten Therapien machen, sind diese zu 95% nutzlos, weil der Kern des Problems weder erkannt noch behandelt wird.

  2. Arianna sagt:

    “When you’re young you think everybody out there really gets you. But you know, actually only a handful of them ever do. All the people who like you despite your faults. And if you discard them, they never come back. So, when you meet those people, you should just hold onto them. Really, really tightly. And don’ let them go.”

  3. silvi sagt:

    Du meine Güte, wenn ich den Beitrag von Herrn Grüttefien lese, kann ich denselben nur bestätigen. Alles hat sich so abgespielt wie dort beschrieben: Romantik pur, Aufmerksamkeit ohnegleichen etc. Ich war bedürftig und habe die Zuwendung genossen. Aber vorsichtig habe ich irgendwann meine Probleme brieflich geschildert und NIE eine Antwort bekommen! … Mit der Zeit verlosch der „Glanz“! Wir führten eine Fernbeziehung und wenn ich z.B. nach einigen Stunden Fahrt bei ihm anlangte, schlurfte der Mann rum, an Abendbrot war gar nicht zu denken. Aber ich will mich hier nicht auslassen … Fakt war, dass ich in Bezug auf Narzissmus völlig unwissend war und mir erst nach und nach die Augen geöffnet wurden/werden. Und ich staune noch heutzutage… erst jetzt kommen Bauch und Verstand übereinander.

  4. Arianna sagt:

    Das ist bei „Freundschaften“ nicht anders. Ich habe nicht mitgezählt, wieviele „Freundinnen“ meine N. Mutter hatte, wo zunächst alles super schien, dann aber nach ein paar Jahren der große Streit und Kontaktabbruch folgten.
    Ein Bekannter von mir war darin auch Meister.

    • In der Tat hat ein Narzisst auffallend häufig wechselnde Bekanntschaften. Wenn ein Kontakt unangenehm und schwierig wird oder keinen Nutzen mehr für ihn hat, dann zieht er weiter. Seine Beziehungsfähigkeit hat keine Tiefe, sie endet bereits an der Oberfläche.

  5. Lill sagt:

    Das kann ich genauso heute alles bestätigen. Keinerlei Rücksicht und Bindungsfähigkeit weder mit mir noch mit unseren Kindern. Bei ihm war die Heimlichtuerei wohl noch sein besonderer Kick. Das hat er perfektioniert. Nur dumm, dass ich nach der ersten Trennung gleich 1 Jahr nach der Hochzeit so traumatisiert war, dass ich ihn wieder zurück genommen habe und ich dann 30 Jahre davon ausging, dass er sich „ausgelebt“ hätte.
    Das ganze hat sich sehr perfide wiederholt. Die Trennung/Scheidung ist nun der Horror. Er wünscht mir den Tod, und mein chronisch kranker Körper hat dann auch direkt reagiert.
    Der Neuanfang ist schwer, doch bleiben ging nicht mehr. Meine inneren Werte sind völlig dem gegenüber im Gegensatz. Und wenn mal Ekel da ist geht gar nichts mehr, dann ist Flucht die einzige Möglichkeit für mich.
    Ich kann nur allen raten darüber sich zu informieren und in eine Selbsthilfegruppe … zu gehen. Seid wachsamer und weniger idealistisch als ich es war.

    • Anka sagt:

      Liebe Lill
      Er wünscht dir den Tod, und dein chronisch kranker Körper hat dann auch direkt re-agiert…

      Wenn ich so etwas lese, frage ich mich immer wieder, wie oft jemand wie du wohl in dieser
      un-heimlich langen Zeit gedacht hat, „sterben kann nicht schlimmer sein“… Oder so ähnlich.
      Wie viel „Leidensgewohnheit“ und „-selbstverständlich-keit“ sich da etabliert hat, ist im Grunde unfassbar!
      Letztlich ist es kein Wunder, daß der Körper da so dermaßen „verrückt spielt“…

      Schade, daß du den Schritt nicht früher gehen könntest!

      Ich wünschte mir, daß du in der kommenden Zeit lernst,
      NUR NOCH NEUE,
      DEIN LEBEN UND
      DEINE GESUNDUNG BEJAHENDE GEDANKEN
      einzulassen und zu akzeptieren…
      Und auch nur eben solche Menschen!

      Gut, daß du die „Konsequenzen“ eines viel zu langen, und prichwörtlich „elenden“, Ausharrens hier noch einmal deutlich aufgezeigt hast.

      Ein Neuanfang ist alles andere als einfach …
      Mit zunehmendem Alter und (massiven) körperlichen Beeinträchtigungen ist er sicher umso schwerer.

      Ich wünsche dir, daß du den letzten „Horror“ auch noch überstehst und dich endlich Stück für Stück „DEM LEBEN ZUWENDEN“ kannst!!!

      Alles, alles Liebe für dich,ganz viel Kraft und
      fühl dich herzlich umarmt

  6. W. sagt:

    Wieder einmal mehr kann ich das als selbst erlebt nur bestätigen.
    Mal davon abgesehen, dass er mich jahrelang dazu missbraucht hat sich diesen „Kick“ ständig über Partnertausch zu gönnen,weiß ich heute, das er paralell dazu auch über Jahre zusätzlich noch „alleine“ unterwegs war.
    Nach Krankheit meinerseits habe ich mich dann GsD endlich geweigert mich benutzen zulassen.
    Dann hatte ich stark das Gefühl , dass er daran „arbeitet“ mich ab zuschiessen.
    Dazu hat er sich mir auf allen Ebenen verweigert.
    Von einer Bekannten habe ich später sogar erfahren, dass er sich ja trennen wollte, aaaaber das war ihm zu teuer!!!!!
    Dann war es doch viel einfacher mich weiterhin als „ZAHLENDE“ Haushälterin zu dulden und alleine auf Jagt zugehen.
    Aber diesmal hatte er die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
    Ich habe ihn verlassen.
    Dann kamen erst Hooverversuche ohne Ende und Liebesbekundungen.
    Von „ich werde mich ändern und du bist die Wichtigste für mich“
    Über Selbstmorddrohungen und mir den Tod wünschen.
    Er hat sich unmittelbar nach der Trennung selbst „einweisen“ lassen und war 6 Wochen in der Psyschiatrie(Er als das arme Opfer)
    Momentan ist er schon wieder in einer 5 wöchigen Reha( und das nach nur einem Jahr).
    Aktuell habe ich erfahren, dass er mich kurz vor seiner jetzigen Reha gestalkt hat und von seinen Arbeitskollegen erwischt wurde(Wir arbeiten leider im gleichen Betrieb, was die Sache für mich nicht einfacher macht).

    Aber um beim Thema zu bleiben,unmittelbar nach meinem Auszug wurden bereits die ersten Kandidatinen bei ihm gesichtet und das obwohl der arme Mann ja so unsagbar leidet.

    Ich dagegen kann mir auch jetzt nach über einem Jahr der Trennung noch nicht vorstellen mich auf einen anderen Mann einzulassen….obwohl ich verlassen habe!

    • Lise1 sagt:

      Lill, das spielt ihm in die Hände, du bist ihm sogar in der Trennung noch treu.
      Bzw. Er könnte dein Vertrauen in den Rest der möglichen Partner erschüttern und du nimmst das hin, wie immer alles, was er dir antat. Ist sehr schade, dass er dein Verhalten immer noch steuert.

      Mach dich frei! Er hat das Recht dazu nicht mehr!

    • Lilli sagt:

      Hallo,
      im Vergleich ist mein narzisstischer Mann nicht so krass,
      er holt sich platonisch von jedem erreichbaren ‚beruflichen Rockzipfel‘ übercharmant flirtig seine Anerkennung,
      der kompensatorische Narzisst, laut Sven Grüttefins Formen- des- Narzissmus.
      Peinlichkeiten dabei bemerkt er nicht: er ist beruflich erfolgreich, doch wenn er der Bürgermeistterkandidatin Rat aus seinem Metier geben will, ist er nicht in ihrem Kielwasser sondern am Rande. Sie lässt sich schmeicheln und braucht ihn nicht.
      Heilsame kalte Dusche ?, leider nicht !
      Ich halte mich aus den Peinlichkeiten raus und mache meine eigenen Dinge.

    • Anka sagt:

      Liebe W.
      Weißt du was?

      Ich glaube
      DU HAST KEINE „AHNUNG“😆
      Entschuldige!
      So wie du das schreibst, hört sich das wirklich ziemlich „verkorkst“ für mich an …

      Ich habe dazu (bisschen dolle 😉) ein anderes Gefühl und eine andere Betrachtungsweise…
      Im Grunde ist für mich fraglich, ob dieser überhaupt je ein (erwachsener) Mann war, der überhaupt das „Format“ hatte, Ehemann zu sein…
      Egal wie alt. Mancher ist irgendwie ein pupertärer „Bubi“ im Inneren geblieben, fixiert auf die
      Be-Achtung von den „Mädels“ außerhalb der „heimischen Höhle“, wo „Mutti“ wartet…
      Hat ER dich überhaupt als DIE FRAU gesehen, der ER IN DER TAT BEWEISEN MUSS, daß er
      „Manns-genug-ist“ …?

      Nachdem du dich geweigert hast, dich weiter benutzen zu lassen, als Haushälterin u.a., wollte er dich nicht „abschießen“…, sondern dich (in meinen Augen) „zwingen“/“dazu drängen“, die alte Rolle in seinem „Film“ wieder zu spielen.
      Egal was er rumquakt, um ja nicht als „verlassener Versager(als Ehemann)“ dazustehen… vor der/einer Frau 😉

      Irgendwie kann man den
      ja schon „bedauern“…🤣,
      wenn man/Frau Lust drauf hat🤔
      Wie ein hilfloses, fast verhungerndes Kleinkind sich sofort an jeden „sich bietenden Rockzipfel“ zu hängen, ist ja irgendwie nicht sehr MANN-lich🤭
      Das „stalken“, deute ich eher als
      „hinterher-KRIECHEN“…😉
      Auch nicht sonderlich „reif“ und/oder „souverän“ 🤣

      Das arme „Männlein“ leidet schon, denk’ich. Der leidet aber vielleicht an seiner eigenen Ver-Weigerung…(Erwachsen zu werden und seinen Teil Verantwortung für die eigene Situation zu übernehmen).
      Weigerung und Widerstand kosten eine Menge Kraft, die zum Wachsen fehlt…
      Welche Frau will schon einen „Wicht“ …🤔🤣🤭

      Ich hoffe, mit ein bissel „geputzter Brille“ kannst du jetzt ein bisschen schmunzeln … 😉

      Nach über einem Jahr kannst du dir nicht vorstellen, dich auf einen … „einzulassen“?
      Mußt du doch auch nicht!

      Vielleicht wäre ja
      „dich Einmal einladen zu lassen“ ausreichend?
      Das verpflichtet dich ja zu keinen weiteren „Schritten“. 😁

      Ich finde EIN BISSEL SPASS DARF doch wohl für dich SEIN 👌

      Schön den Kopf hoch 😉,
      nicht daß das „imaginäre Krönchen“ verrutscht 👍

      Alles Liebe für dich!

      • W. sagt:

        Hallo Anka,

        Um in deinem Jargon zu bleiben:

        Das „Krönchen“ lag bereits zertrampelt im Dreck und ich daneben.

        Bin aber wieder auf gestanden, habe mich und mein „Krönchen“ poliert und es wieder auf gesetzt.
        Hin und wieder kommt es jedoch immer mal wieder in „Schieflage“.
        Meistens dann wenn ich wieder von IHM gehört oder gesehen habe.
        Daran arbeite ich noch, zumindest hab ich es wieder auf.

        Ansonsten siehst du das ähnlich wie ich.
        Habe mir in der letzten Zeit oft gedacht,er tut gerade so als sei ich seine Mutter die alles für ihn richtet.
        Es war mir auch bewusst, dass er mit seinem „Verweigern“ versucht hat mich zu erpressen.
        „Tue einfach was ich von dir erwarte, dann sehe ich dich auch wieder“.

        Trotzdem wollte er mich abschiessen, weil ich ihm seine Bedürfnisse nicht mehr erfüllt habe.Der Preis war ihm zu hoch.
        Und genau deshalb, weil er sich für Mich(mir ist bewusst, dass damit nur die billige und einfache Möglichkeit gemeint war)entschieden hatte, war die Kränkung für ihn umso größer.
        Wo er mich doch so gönnerhaft „behalten“ wollte habe ich ihn verlassen.
        Und das auch noch ohne ihn um Erlaubnis zu bitten.

        Lg W.

        • Anka sagt:

          Liebe W.
          Sehr gut!!!

          Ein Jahr ist nicht lange (genug), um „frei“ von all den tief- und oft „festsitzenden“ Verletzungen und Demütigungen zu sein…
          Den wichtigsten (ersten) Schritt hast du ja GsD gemacht!👍 Und die weiteren gehst du konsequent weiter… Natürlich wie alle, manchmal entschlossener und kraftvoller, manchmal mit „Rück-Schlägen“…

          In jedem Fall aber „gönnerhaft“ 😁👌
          Freiheit von IHM „gönnst DU DIR“!🤣

          Daß ihr in einem Betrieb arbeitet, macht es nicht gerade einfach… Andererseits kannst du diesen „doofen Umstand“ vielleicht auch bisschen dafür (aus)nutzen,
          ihn zu sehen, wie er „tatsächlich ist“ 🤔
          EINER ZUM VERLIEBEN … bestimmt nicht (mehr) 😉

          Ehrlich Mal…,
          selbst wenn dieser Herr „Wicht“ig sich eingebildet hat, daß „ER DICH ja abschießen könnte, wenn ER (nur wirklich) WÖLLTE…
          Das TUN und den WILLEN HAST DU im Leben BEWIESEN !

          Laß den „🐸-König“
          quacken …
          Behalte weiter deine „Haltung“ und …
          das wünsche ich dir, sei und werde gesund und glücklich !

          Alles Gute und Liebe für dich auf diesem Weg 💪👌👍

          • W. sagt:

            Anka, dein Froschkönig weckt da einen Gedanken in mir:

            „…Ich habe vor vielen , vielen Jahren einen Prinzen geküsst….und dann hat er sich langsam in einen Frosch verwandelt….“

          • Anka sagt:

            W., und das „ist mein Gedanke“.
            Vielleicht hast du ein/dein Spiegelbild „gesehen“…
            Das wäre dann eine POSITIVE PROJEKTION (gewesen) !!!

        • Anka sagt:

          Hatte dieses vorhin irgendwie ganz „vergessen“:

          Mit seiner Aussage:
          …“zu teuer!“,
          hat er sich selbst doch als „SCHUFT“ entlarvt und voll „degradiert“ vor dieser Bekannten.

          Deine Aussage:
          „Der Preis der Trennung wäre ihm zu hoch gewesen“, ist da für mich schon „stimmiger“!
          Allerdings nur, wenn man/Frau davon ausgeht, daß er damit die einzige Frau „abgeschossen“ hätte, die ihm jahrelang „treu ergeben gedient“ hat, viel ge- und ertragen und viel „gerichtet“…

          Glaub mir, ich streite mich mit dir doch hier nicht ‚rum!!!

          Du darfst ja bei deiner MEIN-ung bleiben…
          Ich finde nur, daß diese Meinung DEINE WIRKLICH VORHANDENE WAHRE STÄRKE UND AUCH BEDEUTUNG, die du für die (!) Beziehung hattest sehr stark „untergräbt“…

          Du warst viel wichtiger für ihn, als „Stütze seiner (eingebildeten) HERR-LICH-KEIT“, als du dir zu glauben wagst.

          Und das zeigt doch deine Kraft und nicht deine (Opfer)Schwäche!
          ER wußte das oder ahnte es zumindest…
          ER wollte nur nicht, daß
          DU DAS ERKENNST!

          Was ist er, seit
          „SEINE STÜTZE“ nicht mehr stützt?

          Wo sind denn seine Anbieterinnen?

          Gott sei Dank investiert du deine Kraft und Stärke nicht mehr an der falschen Stelle!

          Liebe Grüße

        • Anka sagt:

          Hatte dieses vorhin irgendwie ganz „vergessen“:

          Mit seiner Aussage:
          …“zu teuer!“,
          hat er sich selbst doch als „SCHUFT“ entlarvt und voll „degradiert“ vor dieser Bekannten.

          Deine Aussage:
          „Der Preis der Trennung wäre ihm zu hoch gewesen“, ist da für mich schon „stimmiger“!
          Allerdings nur, wenn man/Frau davon ausgeht, daß er damit die einzige Frau „abgeschossen“ hätte, die ihm jahrelang „treu ergeben gedient“ hat, viel ge- und ertragen und viel „gerichtet“…

          Glaub mir, ich streite mich mit dir doch hier nicht ‚rum!!!

          Du darfst ja bei deiner MEIN-ung bleiben…
          Ich finde nur, daß diese Meinung DEINE WIRKLICH VORHANDENE WAHRE STÄRKE UND AUCH BEDEUTUNG, die du für die (!) Beziehung hattest sehr stark „untergräbt“…

          Du warst viel wichtiger für ihn, als „Stütze seiner (eingebildeten) HERR-LICH-KEIT“, als du dir zu glauben wagst.

          Und das zeigt doch deine Kraft und nicht deine (Opfer)Schwäche!
          ER wußte das oder ahnte es zumindest…
          ER wollte nur nicht, daß
          DU DAS ERKENNST!

          Was ist er, seit
          „SEINE STÜTZE“ nicht mehr stützt?

          Wo sind denn seine Anbieterinnen?

          Gott sei Dank investiert du deine Kraft und Stärke nicht mehr an der falschen Stelle!

          Liebe Grüße

          Nicht Anbieterinnen 🙄
          sondern
          Anbeter-innen!

          • Anka sagt:

            Hier hab ich einen Fehler gemacht…
            Sollte nur die Ergänzung dastehen 🤔

            Könnten sie bitte den darüber stehenden Artikel löschen, Hr. Grüttefien?
            Dankeschön…

          • W. sagt:

            Anka, wirklich sehr großzügig von dir, daß ich bei meiner Meinung bleiben darf.
            Ich kenne ihn seit fast 39 Jahren und weiß wovon ich rede.
            Und wenn ich teuer sage, ja dann meine ich auch teuer in Form von Geld.
            Und ja , ich weiß auch wie wertvoll ich unabhängig vom Finanziellen Teil „MEINER“ Lebensgeschichte für ihn war.
            Und wenn ich im letzten Jahr eins gelernt habe dann, daß ich mir von anderen und erst recht nicht von wildfremden Menschen erklären lasse was und wie ich zu denken habe.Dafür erwarte ich aber jetzt keinen Aplaus von dir.
            Wie wäre es wenn du auch mal was von „DEINER“ Geschichte hier Preis gibst.
            Du hast doch eine ..oder??
            Wer weiß, vielleicht kann ich dich ja auch mal beraten.

          • Anka sagt:

            Na da ist mir jetzt aber „die Brille geputzt“…!!!

            Ich bin NICHT GROSSZÜGIG,
            sondern aufrichtig.
            Du „darfst“…,
            nicht durch irgendeine Erlaubnis, sondern weil du FREI bist!

            Mit Sicherheit steht nirgendwo, daß du etwas so oder so „zu sehen hast“ oder „sollst“.

            Seltsam…
            Irgendwie hab ich jetzt ein anderes „Bild“…

            Ob ich auch EINE Geschichte habe???

            Welche hättest du denn gerne?
            Die vom Kind ohne „Kindheit“…?
            Oder eine von den darauf folgenden?
            Ich hätte da ne ganze Menge anzubieten…

            Hier auf den Seiten sind nicht nur „wirklich Geschädigte“ unterwegs!
            Und SOLCHE können dann auch hier noch was dazulernen…

          • Sarah sagt:

            Anka, das ständige Großschreiben nervt einfach nur beim Lesen.
            Was soll das?

          • Anka sagt:

            Hallo Sarah,

            meine antwort(en) ist/sind nicht/nie GEGEN
            dich oder … (!)

            eine bemängelt großschreibungeine smileys
            eine überhaupt eine sicht…

            ein kommentar war sogar einmal:

            „SCHÄM DICH!“

            ich schreibe wie ich fühle,
            ich schreibe wie ich es ohne „stimme“ für angemessen halte,
            ich schreibe aus meiner seele (und meiner vergangenheit)heraus…
            ja, das mag nerven oder
            triggern…

            ICH WÜNSCHTE(!)
            ICH WÄRE NIE ÜBERHAUPT VERANLASST GEWESEN, EINE SOLCHE SEITE HIER FINDEN ZU MÜSSEN…

            dir sarah, trotzdem alles gute!
            deine worte in deinen kommentaren waren für mich wahr und fühlten sich auch aufrichtig „bemüht“ um verständnis an…
            ansonsten hätte ich hier(jetzt) gar nicht
            re-agiert!

            Alles Gute für dich!

  7. Alex sagt:

    Kann ich genau so unterschreiben.
    Was auch oft passiert, dass der neue „Partner“ erst mal intensiv berichtet bekommt, wie schlimm doch die vorige Beziehung war, wie sehr man vielleicht sogar seelisch missbraucht wurde und wie froh man jetzt ist, endlich einen verständnisvollen Partner zu haben…. Opferrolle halt.

    Immer die gleiche Masche, bis es auch hier irgendwann genau so abläuft, wie in den unzählichen Beziehungen davor.
    Lustig wird’s erst, wenn man den narzisstischen PArtner direkt auf die ex-Partner anspricht, vor Allem, wenn man diese und deren Sichtweise der Geschichte evtl. kennt.

    Das Schöne an der ganzen Sache ist aber, jedesmal wenn sie sagen „ich will jetzt ankommen und hab dafür den Partner gefunden“ dauert es meist nicht lange, bis genau dieser Partner genau so behandelt wird, wie Alle zuvor.

    Meine Ex macht das seit Jahren so. Als ich mit ihr zusammen war, hatte sie an einem Punkt 4 Kerle parallel. Danach zwischendurch auch immer mal wieder welche und alleine letztes Jahr (offiziell) 5; aber die Dunkelziffer ist weit höher. Natürlich gab’s zwischendurch immer Rumgeheule und der neue Partner war immer sofort der zum ankommen!
    Sie ändern sich eben nie und werden einsam enden; so wie sie es verdienen 🙂 !

  8. Elke sagt:

    Im Grunde ist ein Narzisst fuer gar keine Beziehung geschaffen! Denn er/sie erzeugt am Ende nur unnötiges Leid was keiner brauchen kann! Das ist mein Fazit nach 25 Jahren Beziehung Leid! Kein Mensch haelt diese ewigen Hoehen und Tiefen aus ohne krank zu werden!

  9. Uschi sagt:

    Hier hätten wir ein Beispiel einer solchen Person:
    Isabel Preysler, die erste Ehefrau von Julio Iglesias.
    Reich, berühmt und Erfolgreich müssen sie sein!
    Findet man einen noch reicheren, dann wechselt man aus!
    Der letzte Fund, der Nobelpreisträger für Literatur:
    Jorge Mario Pedro Vargas Llosa
    Er hat seine Frau verlassen für die 15. Jahre jüngere Isabel.
    Es gibt jede Menge kitschige youtube Filme über die Beiden.

    • Lise1 sagt:

      Die beiden haben geheiratet, bevor er berühmt war. Aber was ist mit dem chronischen Fremdgänger Julio I.?
      Das ist mir hier zu simpel, willkürlich irgendeine Person als narzisstisch zu bezeichnen, selbst wenn es gute Gründe gegeben haben könnte, einen Partner zu verlassen und einen anderen zu suchen

  10. Uschi sagt:

    außer dieser Partner ist REICH, dann wird er nur verlassen wenn sie einen REICHEREN finden, egal ob diese Person verheiratet ist oder nicht, sie scheuen auch nicht davor zurück Ehen zu zerstören.

    • Lise1 sagt:

      Wer von den Dreien einer Dreierbeziehung zerstört denn die Beziehung? Die Geliebte hat sehr oft nicht den Hauptpart dabei. Sondern sie kommt dazu, wenn alles schon schlecht ist, oder wenn eienr oder beide ehepartner beziehungsunfähig sind. Mal Vereinfacht ausgedrückt. Die Geliebte als Zerstörerin einer Ehe zu betrachten, ist den Fokus falsch setzen. Sie kann einem im Gegenteil – sehr oft nur Leid tun.

      Schon gewusst, dass eine heimliche Geliebte dazu führen kann, dass ab und zu ein schlechte Beziehung erhalten werden kann? Die heimliche Geliebte denkt lange, der Mann verlässt seine Frau, dabei denkt er nicht dran, denn so ist es ja für ihn einfacher, alles zu bekommen. Ehefrau und Geliebte, warum sollte er seine Frau+Kinder verlassen?

      • Uschi sagt:

        und die geliebte verliert dabei….
        Es könnte der schönste, intelligenteste usw. Mann auftauchen
        auf so etwas würde ich mich nie einlassen. Man hat schliesslich
        auch einen Verstand!

        • sarah sagt:

          LOL Uschi, glaubst Du das wirklich? Glaubst Du, jeder der hier auf so Leute reingefallen ist hätte keinen Verstand oder wäre blöd? Gerätst Du an ein raffiniertes Exemplar, bist Du schneller in dem Hamsterrad, als Du denken kannst. Davor ist niemand sicher

          • Uschi sagt:

            stimmt, man kann auch zu gut sein und dann kann man sich so viel Schlechtigkeit gar nicht vorstellen. Solche Leute sollte man zum Teufel schicken, dort gehören sie nämlich hin. Viele machen dies nicht, weil sie immer noch versuchen, das Gute in einer Person zu sehen und alles verzeihen.

            Aber was ich meinte ist folgendes:

            Ich rede ja von denen, die sich mit verheirateten Männern/Frauen einlassen. Dies gibt nur Probleme und dies weiss man…

          • sarah sagt:

            So, Uschi, das weiß man?
            Was ist, wenn du Dich in jemanden verliebst und erst nach einer gewissen Zeit erfährst, dass er, sagen wir mal, verheiratet ist?
            Bist Du dann so konsequent oder kannst Dud ass, dass Du sofort die Gefühle abstellst und dich trennen kannst? Auch wieder ein Trugschluss.
            Es ist immer einfach zu sagen „jene die sich auf Verheiratete einlassen, das gibt nur Probleme und dass weiß man“ wenn man selbst das noch nicht durchgemacht hat. Und ob es Probleme gibt oder nicht, entscheidet, genau wie beim Narzissmus, man meist selbst. Aber vorher weiß man eben garnix. Auch hier wird manipuliert, von daher…

          • Anka sagt:

            Sahra,
            Vergebliche Liebesmüh !!!

  11. Gabriele sagt:

    Ich bin nicht sicher, ob es immer Narzissmus ist, wenn „Trennung“ als „Lösung“ erachtet wird.
    Viele Menschen haben nicht gelernt, wie man Konflikte löst. Nicht gelernt, wie man offen kommuniziert, seine Wünsche äussert und auch einen gesunden Abstand von sich selbst haben. (Das Erkennen von übersteigerten Erwartungen an den Partner)
    Leider wird auch das nicht in der Schule gelehrt, dass Beziehungen immer durch 5 Phasen laufen.
    In jeder Beziehung und hat sie auch noch so leidenschaftlich begonnen, klasse Sex, super Gespräche, viel gemeinsame Aktivitäten usw. kommt zwangsläufig an einen Punkt früher oder später, wo man denkt „jetzt ist die Luft raus“. Nach den Hormonausschüttungen kommt die „Abkühlung“ die sich bis ins völlige Desinteresse steigern kann. Und gerade diese Phase muss durchlebt werden. Sie geht einher mit einer „Desillusionierung“, dem Ende jeglicher Projektion.
    Und genau da fängt eigentlich die richtige Beziehung an, dass man den anderen wirklich kennen- und lieben lernt. Diese Phase verpassen viele, weil sie vorher „Schluß“ machen.
    Sie verwechseln sexuelle Attraktivität mit Liebe. Unsere Großeltern kennen diesen Punkt einer Beziehung auch, nur die äusseren Zwänge, vor allem die Abhängigkeiten der Frauen damals hielten viele Ehepaare zusammen. Aber bei vielen dieser Paare stellte sich später die wahre Liebe ein und solche Ehen halten dann auch locker mal 40-70 Jahre ♥
    Es gibt für mich nichts schöneres zu beobachten, wenn ein altes Pärchen auf einer Bank sitzt und Händchen hält. Das rührt mich zu Tränen. „Liebe“ geschieht nicht einfach. Es ist auch etwas Arbeit damit verbunden.
    Will also damit sagen, dass es nicht immer Narzissmus sein kann, wenn ein Partner bei Problemen „schnell reißaus“ nimmt. Oft steckt dahinter, dass er/sie nie gelernt hat, Konflikte zu lösen und falsche idealisierte weltfremde und völlig irreale Vorstellungen von einer Liebesbeziehung hat.
    Denn der Partner ist nicht dazu da, uns glücklich zu machen. Das müssen wir selber tun ☺
    Er ist aber das Sahnehäubchen, der Punkt auf dem i wenn man so will. Nicht mehr und nicht weniger.
    Die besten Beziehungen sind die, wo man einander nicht „braucht“, sondern sich einfach nur lieb hat und gerne zusammen ist.

    • Anka sagt:

      Gabriele,
      daß du das hier doch „etwas relativiert“ hast, finde ich gut.
      Ich sehe das sehr ähnlich.

      Zu den von dir genannten 5 „Bindungsphasen“ möchte ich ergänzen, daß diese ja (z.T.) in umgekehrter Reihenfolge bei Männern und Frauen verlaufen „sollen“,wie ich gelesen habe. Und es sehr oft zu der Annahme kommt, der/die Partner/in „müßte doch“ auf der „gleichen Stufe“ sein…
      Ein Missverständnis!

      Da beginnt dann die
      „Auf-Reiberei“ …
      Klagen, Forderungen, Rückzug, Klammern usw.

      Ob nun Narzissmusstörung oder nicht…
      Wird aber gerne dann als solche „gesehen“.
      Verkannt wird dabei die eigene Fehleinschätzung.

      Ich glaube, es gibt sehr viel, was wir alle gar nicht oder völlig falsch „gelernt“ haben…

    • Hinter einer rigiden Trennung und einer Flucht vor Auseinandersetzungen müssen sich nicht immer automatisch narzisstische Eigenschaften verbergen – das ist richtig. In diesem Beitrag soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Narzissten sich besonders gerne Unannehmlichkeiten in Beziehungen kurzerhand entledigen. Aber auch nicht alle Narzissten reagieren grundsätzlich so. Manche wahren den Schein, spielen eine harmonische Beziehung vor und suchen sich ihre Freiheiten und Abwechslung heimlich.

      • Anka sagt:

        Sehr geehrter Hr. Grüttefien,
        dem kann ich auch uneingeschränkt zustimmen.
        Persönlich habe ich diese Erfahrungen des „heimlichen Entziehens“ gemacht,
        „unwissend“ prägungsmäßig Beziehungen „geführt“, ohne um irgendwelche normale/gesunde Dynamiken und Entwicklungsschritte zu wissen.

        Heute, bin ich mir relativ sicher, würde ich viel weniger auf „meine Annahmen“ bauen, sondern dem tatsächlichen Tun oder Unterlassen des Freundes oder Partners Beachtung schenken und entsprechende „Schlüsse“ ziehen.

        Danke auch, daß sie das noch einmal so verdeutlicht haben.

    • Sonnenblume sagt:

      In deinen Gedanken steckt ein doppelter Tropfen Gesundheit!

  12. Waltraud sagt:

    In meinem Fall seine Angestellte, die sogar Rechnungen ihres Chefs von ihrem Privatkonto verauslagte. Auf meine Nachfragen, als ich dahinter kam, lautete seine Antwort „sie müsse keine Überweisungsgebühren zahlen“. Meine Antwort; wie peinlich ist das denn für einen Chef. Letztendlich alles nur Verdummung in alle Richtungen. Hauptsache er kann mit seiner Dämlich Masche landen, bei wem auch immer. Und sie finden immer wieder welche. Unglaublich aber wahr.

    • Melanie sagt:

      Liebe Waltraud,
      es sind aber doch sehr arme, bedauernswerte Geschöpfe, die ständig auf der Suche
      nach ein bisschen Glück sind. Dazu sind sie ständig überfordert, sie verzetteln sich, können sich schlecht auf eine Sache konzentrieren bzw. an einer Sache dranbleiben, sind ohne erkennbaren Grund schlecht gelaunt und durch ihr unstetes Leben niemals wirklich glücklich.

      Ich bin so froh, dass ich dieses Chaos nicht mehr ertragen muss und in mir nun
      sehr viel Ruhe, Gelassenheit, Zukunftsneugierde, Freude, Frohsinn, Fröhlichkeit, Empathie und noch viel mehr….eingekehrt ist.

      Im Trennungsjahr stellte er mir mal die Frage: Warum dürfen die Frauen ihm nicht
      schreiben, dass sie ihn lieben? Dazu muss ich wohl nichts mehr sagen – oder?

      • Waltraud sagt:

        Melanie wenn man Abstand hat, auch schon wieder lustig, wie Narzissten unterwegs sind. Wobei ja viel zu viele unerkannt bleiben. Mein Narzisst war in seinem Element meistens gut gelaunt. Auf Bildern (falls es Mal eins gab) sah er allerdings sehr miesmutig aus). Als überfordert oder sich verzetteln, soweit es seine Firma betraf, kenn ich ihn nicht. Schließlich wollte er ja mit seinem Unternehmen punkten und betonte stets seine Unabhängigkeit.
        Ansonsten kommen sie ja gar nicht auf die Idee, das ihnen was nicht wie selbstverständlich zusteht.

        Alles Gute und behalt Dir Dein positives Denken

        • Melanie sagt:

          Waltraud wenn er auf Bildern miesmutig aussah und es nur wenige Bilder gibt,
          kannst Du aber auch sein Schauspieltalent bezüglich eines erfolgreichen und gut
          gelaunten Narzissten im sonstigen Leben erkennen.

          Ich habe eine Vision: Ich möchte dazu beitragen, dass anderen Menschen so viel
          Leid, wie wir es erfahren haben – erspart bleibt oder sie ganz schnell den Cut
          herbeiführen. Deshalb leite ich eine Selbsthilfegruppe und es gibt viel Nachfrage…. aufklären, aufklären und nochmals aufklären…..

          Auch Dir alles Gute und Du weißt ja, nach Regen kommt immer Sonnenschein….

          • Nadja Sieg sagt:

            Hallo ich habe gerade gelesen das sie eine selbsthilfegruppe leiten… sorry für meine doofe Frage aber wie sieht das aus und wie handhaben sie die wie läuft das im allgemeinen bei Ihnen ab?
            Ich frage das da ich aus einer eher ländlichen Region komme wo es nur Selbsthilfegruppen für Drogen oder Alkohol gibt.

      • W. sagt:

        Hallo Melanie, du hast eine Freundschaftsanfrage gestellt.

        Meintest du „Waltraud“ oder W.?

        LG W.

  13. Melanie sagt:

    …und bei Männern kommt hinzu, dass sie der „Vaterrolle“ nie gerecht werden und
    die Mutter die Doppelrolle übernehmen muss – leider so erlebt….

  14. Tom sagt:

    Bestens beschrieben! So erleben müssen.
    Was bei Frauen noch dazukommt ist die Entfremdung und Instrumentalisierung gemeinsamer Kinder.

  15. Katinka sagt:

    Mir wurde beim Lesen richtig übel. Vielen Dank für Ihre schonungslose und -meiner Erfahrung nach – realistischen Darstellung.

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