Die Art der Liebesbeziehungen eines Narzissten

Um sich in einer Liebesbeziehung sicher zu fühlen, muss ein Narzisst seinen Partner beherrschen. Da aber kein Partner auf Dauer bereit ist, ständig hinter dem Narzissten zurückzustehen, diesem zu dienen und auf die eigenen Bedürfnisse zu verzichten, sucht der Narzisst häufig alternative Liebesbeziehungen, in denen ihm nicht zugemutet wird, sich liebevoll um den Partner kümmern und sich rücksichtsvoll auf diesen einstellen zu müssen.

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Für einen Narzissten gibt es in einer Beziehung nur zwei Möglichkeiten: Entweder gibt er sich für seinen Partner auf oder der Partner gibt sich für ihn auf. Er kann sich gar nicht vorstellen, dass sich zwei Menschen lieben können, ohne dass einer von beiden bereit ist, auf seine Überzeugungen, Werte und Ansprüche zu verzichten. Der Gedanke, dass zwei Personen in einer Beziehung gleichwertig nebeneinander leben, ist für einen Narzissten unvorstellbar. Aus diesem Grund bevorzugt er Liebesbeziehungen, die ihm eine Vorrangstellung und eine größtmögliche Kontrolle über den andern ermöglichen.

Für einen Narzissten gibt es in einer Liebesbeziehung nur die totale Verschmelzung und das Einswerden mit dem Partner. Es darf keine zwei Meinungen, keine abweichenden Vorstellungen und keine fremden Überzeugungen geben, sonst fühlt sich der Narzisst sofort unwohl. Dabei erwartet er selbstredend, dass sich sein Partner seinem Idealbild einer Beziehung anpasst und auf eigene Wünsche, Bedürfnisse sowie autonome Bestrebungen verzichtet.

In einer narzisstischen Beziehung kann es keine gleichwertige Partnerschaft geben. Immer muss der Narzisst das Gefühl haben, den Partner zu dominieren und die Kontrolle über die Beziehung zu haben. Während der Narzisst selbst große Angst davor hat, in einer Liebesbeziehung seine Autonomie zu verlieren und abhängig zu werden, verlangt er genau dies von seinem Partner.

Da der Narzisst seine Idealvorstellungen von einer Beziehung allerdings niemals vollständig umsetzen und aufrechterhalten kann, ohne mit dem Partner aneinanderzugeraten, sucht der Narzisst häufig nach alternativen Formen von Liebesbeziehungen, die es ihm ermöglichen, seine Bedürfnisse vollständig zu befriedigen, ohne dem Liebespartner emotional wirklich nah kommen zu müssen, ohne von dessen Wünschen und Vorstellungen belästigt zu werden und ohne Rücksicht auf ihn nehmen zu müssen.

Die Prostituierte

Die Beziehung zu einer Prostituierten erfüllt das Bedürfnis des Narzissten nach einer schnellen und mühelosen Befriedigung seiner sexuellen Wünsche, ohne sich sonderlich um seinen Bettpartner bemühen und seine Erwartungen erfüllen zu müssen: Der Narzisst muss keine Eroberungsarbeit leisten. Zudem entspricht der Sexualpartner genau den Vorstellungen des Narzissten, ohne etwaige Ansprüche zu stellen – außer natürlich die finanzielle Entschädigung.

Zwar sind sich beide beim Geschlechtsverkehr körperlich sehr nah, berühren sich innerlich aber nicht – womöglich kennt man noch nicht einmal den Namen des anderen. Die Seele, die in dem Körper des Sexualpartners steckt, ist ohne jeglichen Belang. Der Narzisst kann sein Interesse also auf die rein funktionale Form des Geschlechtsverkehrs beschränken. So behält er die Kontrolle über den Vorgang und kann die notwendige emotionale Distanz wahren, die ihm Sicherheit gewährt.

Die Geliebte

Eine Geliebte dient bei einem Narzissten vorrangig dem eigenen Vergnügen und der Selbstbestätigung. Auch die Geliebte wird als Person ebenso wenig wahrgenommen wie die Prostituierte. Sie hat lediglich den Auftrag, den Narzissten glücklich zu machen, wenn ihm gerade danach ist. Demzufolge muss sie immer strahlen, liebevoll zugewandt, fürsorglich und gut gelaunt sein. Sie darf sich nur von ihrer besten Seite zeigen und in der gemeinsamen Zeit keine Schwierigkeiten bereiten; mit den nachteiligen Eigenschaften ihrer Persönlichkeit oder unzumutbaren Forderungen möchte der Narzisst nicht konfrontiert werden.

Im Gegenzug darf die Geliebte des Narzissten für einige Stunden die Anwesenheit einer vermeintlich grandiosen Persönlichkeit genießen und wird mit großzügigen Geschenken überhäuft, die als Abgeltung für ihren Verzicht auf Autonomie zu betrachten sind. Die Geliebte wird von dem Narzissten auf diese Weise zur perfekten Partnerin erzogen: Sie muss immer für ihn da sein, ihm vollständig ergeben und dankbar sein für alles, das sie von ihm bekommt. Wenn er kommt, muss sie sich freuen, und wenn er geht, muss sie traurig sein – ganz wie ein Hund, der von seinem Herrchen verlassen wird.

Der Narzisst erwartet ausschließlich Bewunderung und Verwöhnung von seiner Geliebten, sie ist nur ein hübsches Schmuckstück und ein amüsanter Zeitvertreib für ihn. Diese Tatsache beruhigt den Narzissten ungemein, da er in dieser Liebesbeziehung jederzeit gehen kann, wenn ihm die Nähe zu viel wird, und jederzeit wiederkommen kann, wenn er sie braucht. Da die Geliebte nur eine Funktion ausübt, kann sie der Narzisst auch jederzeit ohne großes Mitleid austauschen. Beginnt die Dame plötzlich, unbequeme Forderungen zu stellen, oder wird sie dem Narzissten zu langweilig und er sehnt sich nach neuen Reizen, kann er die Geliebte einfach fallenlassen.

Der One-Night-Stand

Noch unverbindlicher ist eine Liebesbeziehung, die nur für schnelle sexuelle Befriedigung eingegangen wird, mit einem Partner, den man kaum kennt oder der ohnehin nie ganz zu bekommen ist, wie beispielsweise die Ehefrau des besten Freundes oder des Chefs. Man kommt nur zusammen, um Zärtlichkeiten auszutauschen und sich für einen Augenblick der Leidenschaft hinzugeben. In einer explosiven erotischen Stimmung verliert man sich in dem anderen, ohne diesen näher kennenzulernen. Am nächsten Tag geht man wieder auseinander, als wäre nichts geschehen.

Manchmal kommt es auch zu einer Wiederholung, meistens ist der Fall aber mit dem einmaligen Geschlechtsakt und dem Erleben eines grandiosen Höhepunktes erledigt. Wiederholungen bergen die Gefahr in sich, dass man sich zu nah kommt und sich plötzlich Elemente in diese Form der Beziehung schleichen, die zu Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten führen.

Der Beziehungshopper

In diesem Fall geht der Narzisst zwar eine Liebesbeziehung ein, doch dauert diese in der Regel nur wenige Wochen oder Monate. Ist das romantische Feuerwerk abgebrannt, wird der Partner uninteressant und der Narzisst sucht sich ein neues Objekt. Die Schuld am Scheitern der kurzen Liebesbeziehung wird dann dem Partner zugewiesen, der damit auch der vorgebliche Grund für die Trennung ist. So kann sich der Narzisst ganz leicht aus einer Beziehung lösen, ohne sich selbst hinterfragen, eine Schwäche eingestehen oder sich langwierig mit dem Partner auseinandersetzen zu müssen.

Sodann bemüht er sich um einen neuen Liebesgefährten und wird erneut vom Feuer der Eroberung gepackt, bis die Flammen abermals erlöschen und er erneut das Weite sucht. Auf diese Weise kann der Narzisst die aufregenden Momente einer Liebesbeziehung genießen und wieder flüchten, sobald die Beziehung eintönig oder kompliziert wird. Während sich der Partner Hoffnung auf eine längerfristige Verbindung macht und sich ernsthaft um den Narzissten bemüht, missbraucht dieser ihn nur für einen vorübergehenden Liebesrausch.

Die Selbstbefriedigung

Diese egozentrische und erotische Form der Liebesbeziehung dient dem Narzissten dazu, sich in seiner Fantasie einen idealen Partner vorzustellen. Dieser Partner existiert nicht real, sondern wird entsprechend dem Idealbild des Narzissten erschaffen. Auf diese Weise entgeht der Narzisst den realen Schwierigkeiten und Enttäuschungen, die eine Liebesbeziehung mit sich bringen kann, denn in seiner Vorstellung ist der Partner immer so, wie er ihn braucht.

Hierbei kann man natürlich noch nicht einmal ansatzweise von einer Beziehung zu einem anderen Menschen sprechen, doch ermöglicht diese Form dem Narzissten durch die extremste Form der Distanz zu einem Liebesobjekt, seinen Traum von einer perfekten Liebe aufrechtzuerhalten. Während er sich selbst berührt und erregt, stellt er sich vor seinem geistigen Auge einen Traumpartner vor, der alles hat, was ihn glücklich macht. Diese Person kann durchaus real existieren und ihm als Vorlage dienen – der Narzisst meidet aber jeden ernsthaften Versuch einer Annäherung, um die Illusion vom perfekten Glück nicht zu zerstören.

Nähe nur, wenn sie kontrollierbar ist

Da ein Narzisst auf Dauer keine Nähe ertragen kann, haben die Liebesbeziehungen eines Narzissten meist eine geringe Halbwertszeit: Sobald der Partner erobert wurde, geht der Reiz verloren und der Narzisst sehnt sich wieder nach einem neuen Abenteuer. Auf Dauer wird dem Narzissten eine feste Beziehung zu eintönig – was weniger an dem Partner selbst liegt als vielmehr an der Sucht des Narzissten nach ständig neuen aufregenden Erlebnissen.

Ein Narzisst ist eben nur für den Anfang einer Beziehung geeignet, wenn er seine Verführungskünste einsetzen und in der Eroberung des anderen seine eigene Großartigkeit erkennen kann. Daher strebt der Narzisst im Grunde nur nach wechselnden und oberflächlichen Liebesbeziehungen, in denen er maximale Bestätigung und Idealisierung erfährt, ohne seine persönliche Freiheit für einen anderen aufgeben zu müssen. Zwar kann er durchaus eine langjährige feste Partnerschaft eingehen – er sucht sich aber nebenbei meist alternative Abenteuer.

Der Narzisst will nur das Gelbe vom Ei

Eine Liebesbeziehung hat für den Narzissten nur den Sinn, möglichst rasch und unkompliziert die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Durch eine Befristung der Beziehung können Nachteile und Komplikationen vermieden werden. Mit Schwierigkeiten möchte der Narzisst nämlich nichts zu tun haben – er braucht einen Partner nur für das vorübergehende Einswerden und für seine narzisstische Zufuhr, nicht aber dessen Wünsche, Sehnsüchte, Sorgen oder Probleme.

Ist der Vorgang der Eroberung abgeschlossen und geht das Liebesabenteuer in eine feste Partnerschaft über, wächst für den Narzissten zunehmend die Gefahr, dass Probleme in der Beziehung auftauchen, weshalb er lieber die Flucht ergreift oder dem Partner von vornherein klarmacht, dass seine Liebe begrenzt ist. Fühlt sich der Narzisst eingeengt, braucht er seine Freiheit und sucht die Distanz.

Daher kann ein Narzisst eine feste Partnerschaft sehr abrupt und scheinbar grundlos beenden und der Partner interessiert ihn plötzlich nicht mehr. Für den Partner ist es unverständlich, wie der Narzisst so resolut vorgehen kann, wo doch gerade so viel Nähe zwischen den beiden entstanden ist. Aber genau hierin liegt meist der Grund der Trennung: Man ist sich eben zu nah gekommen.

Die hier beschriebenen anormalen Verhaltensmuster können auch im Rahmen anderer Persönlichkeitsstörungen oder psychischer Erkrankungen auftreten. Sie sind nicht explizit nur bei einem Narzissten zu beobachten, wenngleich sie hier besonders häufig und deutlich auftreten können. Das hier beschriebene Verhalten muss aber nicht automatisch bei jedem Narzissten vorhanden sein und es kann auch situativ bei ansonsten psychisch unauffälligen Personen auftreten.


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Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
11 Kommentare zu “Die Art der Liebesbeziehungen eines Narzissten
  1. Margareta sagt:

    Ich möchte mich heute einmal ausdrücklich bedanken bei Ihnen, Herr Grüttefien, für Ihre einfühlsamen und klugen Artikel, die mich zwei Jahre lang bei der Verarbeitung meiner Erfahrungen mit meinem Ex-Mann begleitet und unterstützt haben. Sie haben mir einen wirklich großen Dienst erwiesen in all der Zeit, mich klarer und freier gemacht.

    Dank auch an die vielen betroffenen Partner, die sich in diesem Forum geöffnet haben. Ihre Beiträge haben mir immer wieder die Augen geöffnet für narzisstische Mechanismen, die ich während meiner langen Ehe nicht begriffen habe. Sie haben mein Verständnis vertieft und mir so weitergeholfen.

    Nun kann ich das Thema loslassen und ich möchte mich verabschieden aus diesem Blog. Allen Betroffenen wünsche ich Kraft für den Verarbeitungsprozess und Mut auf ihrem weiteren Lebensweg.

    Margareta

    • Ich freue mich zu lesen, dass Sie über diesen Blog und das Forum zu hilfreichen Erkenntnissen gefunden haben und sich aus einer narzisstischen Beziehung befreien konnten. Ich wünsche Ihnen für Ihren Lebensweg alles Gute! Herzliche Grüße! Sven Grüttefien

  2. Christine sagt:

    Tanz der Vampire,eine uralte Geschichte ,die genau das erzählt.Wesen ,die sich selbst im Spiegel nicht sehen können und andere Menschen aussaugen.
    Ein ewiges Thema ,das wir wohl niemals loswerden.
    Immer ein paar Knoblauchzehen im Haus haben……..😉

    • Bernhard (50) sagt:

      Hallo Christine, Deine Worte kann ich voll und ganz bestätigen, sowie auch die Erklärung dieses ganzen Kapitels hier: „Die Art der Liebesbeziehungen eines Narzissten“. Verstehen werden wir das wohl nie und das ist auch gut so, weil wir es einfach nicht verstehen müssen. Ich war vor fast 2,5 Jahren kurz mit einer Narzisstin zusammen und habe gute 2 Jahre gebraucht, um mich davon zu erholen. Man wird……. nachdem man ausgenutzt und ausgesaugt wurde….. einfach weggeschmissen und von jetzt auf gleich ausgetauscht. Aus dem Nürnberger Land grüß Bernhard.

  3. Moorkönigin sagt:

    Genauso war es.
    Oh, mein Gott ist das (dieses Wesen, der Narzisst) schäbig. Und ich habe mich täuschen lassen und ihn idealisiert.
    Jetzt hab ich genug geheult und gelitten, um ihn, um mich, um unsere Kinder, um seine Geliebten.
    Er nannte sich selber „Drecksgesicht“ am anfang vor fast 25 Jahren.
    Ich bin ihn los, habe viel gelernt über mich und das Leben.
    Und jetzt bin ich (fast) jeden Tag glücklich und sehr zufrieden.
    Haltet durch, befreit Euch, werdet wieder ihr selber.

  4. Matthias Keller sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe die Erfahrung mit meiner 1sten Freundin gemacht.
    Sie wollte immer die Nr. 1 sein, kontrollierte und isolierte mich.
    Wollte stets die Bestätigung haben, wie toll Sie alltägliche Aufgaben erledigt hatte. War ich nicht ihrer Meinung, war ich gegen Sie. Obwohl ich mit ihr zusammen war, hatte ich das Gefühl einsam zu sein.
    Sprach ich meine Bedürfnisse an, wurde ich zur Seite geschoben, bekam Antworten, wie das sage ich Dir nicht, das mußt Du selbst herausfinden.
    Vor anderen wurde meine Existenz verleugnet.
    Ich durfte nicht mit Freunden über unsere Beziehung reden, da war ich in ihren Augen ein Verräter.
    Ich kümmerte mich um Sie wenn Sie krank war, aber umgedreht keine Reaktion.
    Sie verhielt sich oft wie ein trotziges kleines Kind.

    Sie strafte mich mit Schweigen und Liebesentzug.
    Aus Partnerschaft machte Sie Freundschaft, und ließ mich fallen.

    Ich war nur Mittel zu Zweck. Ich beendete unsere Freundschaft.

    Sie wird sich ihr nächstes Opfer suchen, dieser Mensch tut mir jetzt schon leid.

    • Maja sagt:

      Wie bist Du von uhr weggekommen? Haben Dich Freunde, Familie drauf aufmerksam gemacht. Wir haben gerade das Problem mit meinem Bruder, aber er sieht die Lügen und Intrigen seiner Frau nicht. Hat den Kontakt zu uns und Freunden abgebrochen.

      • Matthias Keller sagt:

        Hallo Maja,

        von Anfang an, war die Beziehung zu Ihr sehr schwierig. Da Sie meine erste Freundin war, war ich auch sehr naiv, ich glaubte ihr viel, ließ vieles mit mir machen, aus Angst Sie zu verlieren.

        Wie gesagt tauschte ich mich viel mit meinen Freunden aus, und da viel dann mal das Wort Narzissmus. Daraufhin laß ich viele Bücher und konnte mich darin 1zu1 wiederfinden.

        Sie agiert unter verdeckte Narzisstin.

        Ihr Vater weiß bis heute nicht das wir nicht mehr zusammen sind.

        Auch als ich Sie kennenlernte erfuhr ich das ihr Ex immer noch einen Schlüssel zu ihrer Wohnung hatte.

        Ich weiß heute gar nicht was richtig oder gelogen war.

        Sie sprach von ewiger Liebe, ihrem Plätzchen, aber verleugnete mich bei Tanzpartnern. Sprach ich sie darauf kam, kam nur das sage ich Dir nicht.

        Das tut auch noch heute sehr weh. Ich meldete mich bei Ihr, rief Sie an, machte Vorschläge für das WE, von Ihr kam nichts. Ich war alleine, alleine gelassen mit Fragen, auf die ich bis heute keine Antwort bekommen habe.

        Ich konnte mich noch so anstrengen, es war nie gut genug ihren Augen.

  5. Angi sagt:

    Frage Dich bitte, warum du solange geblieben bist, bis von der eigenen Persönlichkeit nichts mehr geblieben ist? Was ist mit dir in dieser Hinsicht, daß ist doch eigentlich die existenzielle Frage. Frauen, die so ein Problem nicht haben, wären niemals so lange geblieben. Das ist nicht seine Problem, sondern Deins.

    • Matthias Keller sagt:

      Ich stimme Dir voll und ganz zu, ich blieb auch zu lange, liess mich klein halten. Ich konnte mich nicht abgrenzen, obwohl sehr oft meine Grenze überschritt.

      Ich war Bedürftigkeit nach Nähe, sie zu spüren, das Gefühl angenommen zu sein, deswegen ließ ich es zu wie Dreck behandelt zu werden, damit ist jetzt Schluß.
      Ich möchte keinen Kontakt mehr zu Ihr.

      Ich merkte zu spät, das Sie gar nichts fühlt, kalt wie ein Eisblock ist, eine Leere in ihren Augen hat.

      Unheimlich war mir ihre Gegenwart, häufig gab sie mir das Gefühl als wenn sie mehrere Persönlichkeiten hat.

      Sie manipulierte und log, ohne mit der Wimper zu zucken.

  6. Waltraud sagt:

    Ja so ist es. Nachdem ich durch seine Intrigen und Machenschaften große Verluste erlitten hatte, hat er mich allen Ernstes noch gefragt, ob ich
    nicht auf meinen Anspruch, ein eigenes autonomes Leben zu leben verzichten könne. Meine Antwort; das könne er ja machen, auf seinen Anspruch verzichten. Keine Antwort!
    Er hat mir solange wie wir uns kennen, geschadet. Hat es aber erfolgreich verstanden, mir die Schuld immer in die Schuhe zu schieben. Und das bis nichts mehr von der eigenen Persönlichkeit übrig bleibt und ich trotz grosser Widerstandsfähigkeit mich durch das Leben mit ihm geheult und gelitten hab.

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