Wann leidet ein Narzisst?

Da ein Narzisst stets selbstbewusst, dominant und sehr beherrscht auftritt, stellen sich viele immer wieder die Frage, ob ein Narzisst irgendetwas erschüttern kann, ob er überhaupt Gefühle hat und ob er emotionale Schmerzen empfindet. Kann ein Narzisst so fühlen wie jeder andere? Hat ein Narzisst wahre Gefühle oder besteht sein Inneres nur aus einer Leere? Was kann einen Narzissten berühren und wann leidet ein Narzisst?

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Wann leidet ein Narzisst? – Dies ist eine Frage, die von Betroffenen immer wieder gestellt wird und im Grunde recht einfach zu beantworten ist: Der Narzisst leidet, wenn seine Bedürfnisse nicht erfüllt werden oder er mit seinen Ängsten in Berührung kommt. Dies trifft aber letztlich auf jeden Menschen zu. Je länger ein Mensch auf seine Bedürfnisse verzichten muss und je intensiver er in Kontakt mit seinen Ängsten gerät, desto unsicherer fühlt er sich und desto mehr emotionalen Schmerz erfährt er.

Insofern unterscheidet sich der Narzisst hierin nicht sehr von seinen Mitmenschen. Allerdings sind die Art und die Ausprägung der Bedürfnisse und Ängste bei jedem Menschen sehr unterschiedlich und haben einen entscheidenden Einfluss auf die individuellen Verhaltensmuster und das situative Benehmen. Um die Frage „Wann leidet ein Narzisst?“ beantworten zu können, muss man sich daher intensiver mit den Bedürfnissen und Ängsten eines Narzissten beschäftigen.

Was braucht ein Narzisst, um nicht zu leiden?

Das elementarste Bedürfnis eines Narzissten ist das Erlangen von Bewunderung. Hierdurch bekommt er das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein. Durch Zustimmung, Bestätigung, Anerkennung, Verehrung, Lob oder Komplimente sowie durch eine bevorzugte Behandlung und das Genießen von Privilegien wird sein Selbstwert gestärkt. Auch können Gefühle anderer – ganz besonders Neid – dazu führen, dass sich der Narzisst als großartig erlebt. Außerdem fühlt sich ein Narzisst in Momenten, in denen andere ihre Schwächen und Verletzlichkeit preisgeben, stark und überlegen.

Daneben hat ein Narzisst das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Freiheit. Er will stets das tun können, wonach ihm gerade ist. Beschränkungen und Hindernissen möchte er nicht begegnen. Er will seinen Willen frei ausleben und sich von niemandem etwas sagen lassen. Vereinbarungen und Regeln haben daher für ihn keine Gültigkeit – es sei denn, er hat einen Vorteil dadurch oder er kann andere damit kontrollieren. Des Weiteren hat der Narzisst ein großes Bedürfnis nach Abwechslung, Abenteuer und Vergnügen. Ständig muss in seinem Leben etwas passieren, unentwegt muss er aktiv sein und etwas unternehmen, sonst wird ihm langweilig und seine Stimmung schlägt in Missmut um.

Ein Narzisst leidet, wenn er seine narzisstische Zufuhr nicht erhält?

Werden seine Bedürfnisse nicht kurzfristig befriedigt, wird er launisch und beginnt, sein Umfeld dahingehend zu manipulieren, dass es seine emotionalen Wünsche und Vorstellungen erfüllt. Er leidet, wenn er keine Bestätigung und Bewunderung erfährt, wenn seine Freiheit eingeschränkt, wenn er kritisiert oder abgelehnt wird oder wenn er keine Abwechslung und Aufregung erlebt. Zunächst äußert sich bei ihm ein Mangel lediglich in Form einer inneren Unruhe, Nervosität und Gereiztheit.

Bleiben seine Bedürfnisse über einen längeren Zeitraum unbefriedigt, beginnt er, auf aggressive Weise auf sein Umfeld einzuwirken, damit es sich seinen Wünschen widmet. Bekommt er jedoch weder auf freundliche noch auf destruktive Weise das, was er zur emotionalen Stärkung benötigt, dann leidet ein Narzisst. Er spielt das bedauernswerte Opfer, um das sich niemand kümmert, und beschwert sich darüber bei seinen Mitmenschen. Diese wenden sich dann aufgrund von Schuldgefühlen dem Narzissten zu, so dass er sie wieder für die eigenen Bedürfnisse missbrauchen kann.

Ab wann leidet ein Narzisst richtig? Scheitert der Narzisst in einem ihm wichtigen Lebensbereich, muss er einen herben Verlust verkraften, ist er allein und einsam und bleibt die Bewunderung seiner Mitmenschen vollständig aus, wird er mit seiner Minderwertigkeit und seiner innere Leere konfrontiert. Erlebt der Narzisst traumatische Situationen, die sein Selbstbild zutiefst erschüttern, kann es zu einer narzisstischen Krise kommen. Wenn die äußere Stabilität verloren geht und bisherige Bewältigungsstrategien versagen, schwindet die Selbstsicherheit des Narzissten und er wird von Gefühlen der Sinnlosigkeit überrollt.

Ein Narzisst leidet, wenn seine Ängste berührt werden

Hinter den Bedürfnissen des Narzissten sind gleichzeitig seine Ängste verborgen, die ebenso wichtig für die Beantwortung der Frage „Wann leidet ein Narzisst?“ sind: die Angst, minderwertig zu sein, Angst vor Abhängigkeit, Angst vorm Scheitern, Angst vorm Alleinsein oder Angst vor Bloßstellung. Um nicht in Kontakt mit seinen Ängsten zu kommen, arbeitet der Narzisst beständig daran, dass seine Bedürfnisse von seinen Mitmenschen stets vollständig befriedigt werden. Je stärker er seine emotionalen Bedürfnisse einfordert, desto sichtbarer wird daran, wie sehr er sich vor seinen Ängsten fürchtet und deshalb davor schützen will.

Je massiver der Narzisst durch die Einforderung seiner Bedürfnisse versucht, seine Ängste zu verbergen, desto sicherer treten sie durch die Hintertür wieder in sein Leben. So fordert er von seinem Partner unentwegt Aufmerksamkeit und Bestätigung. Mit diesem Anspruch vereinnahmt der Narzisst seinen Partner aber dermaßen, dass dieser in der Beziehung keinen Freiraum mehr erhält. Daraufhin wird der Partner zunehmend unzufrieden, weil er sich nicht ausschließlich um den Narzissten kümmern kann und will. Dies führt wiederum zu Unmut bei dem Narzissten, der daraufhin den Partner kritisieren muss. Daraufhin wird sich der Partner zunehmend von dem Narzissten distanzieren und ihn dadurch seine Abneigung spüren lassen. Dieser bekommt dann Angst, keine Bewunderung mehr von seinem Partner zu bekommen und für diesen nichts mehr wert zu sein.

Der Narzisst erzeugt letztlich mit seiner überzogenen Erwartungshaltung genau das, wovor er sich am meisten fürchtet: Der Partner lehnt ihn ab und der Narzisst bekommt das Gefühl, minderwertig zu sein. Die verstärkte Ausrichtung auf bestimmte Wünsche und Bedürfnisse in der Hoffnung, auf diese Weise die dahinterliegenden Ängste verbergen zu können, fördert diese erst recht zutage. Der Narzisst erzeugt sein Leid über Umwege selbst, schiebt aber dem Partner die Schuld in die Schuhe, weil er in ihm die Ursache zu entdecken glaubt.

Wann leidet ein Narzisst?

Werden seine Bedürfnisse über eine längere Zeitspanne nicht erfüllt, kommt er in Kontakt mit seinen Ängsten. Je weniger seine Bedürfnisse befriedigt werden oder je heftiger ein gravierendes Ereignis sein Selbstbild erschüttert, desto durchdringender spürt er seine Ängste. Er kommt dann in einen angespannten Zustand und fühlt sich wertlos, ungeliebt, unverstanden und missachtet. Er glaubt, von seinen Mitmenschen unfair behandelt zu werden, und beschwert sich anhaltend über deren vermeintliche Unaufrichtigkeit.

Er bringt sein Leid aber nicht in Zusammenhang mit seiner überzogenen Erwartungshaltung und seinen einseitigen Bedürfnissen und sucht daher die Schuld nicht bei sich selbst. Der Narzisst fühlt sich von seinen Mitmenschen hintergangen, ausgenutzt und betrogen. Alle Menschen, für die er sich angeblich geopfert und so viel Gutes getan hat, haben sich nun gegen ihn gewendet und müssen daher von ihm beschimpft und entwertet werden. Die Nichtachtung seiner Mitmenschen beantwortet er mit Hass und Verachtung. Er ist davon überzeugt, alle haben sich gegen ihn verschworen und ihm stoße alles Unrecht dieser Welt zu. Er sieht sich als unschuldiges Opfer, das durch üble Machenschaften getäuscht wurde.

Die offensichtliche Verdrehung der Wirklichkeit hat für den Narzissten einen entscheidenden Vorteil: Er kann sich durch die theatralische Inszenierung seines Leids wieder als einmalig erleben. Keiner zuvor auf diesem Planeten hat jemals so sehr leiden müssen und noch niemals musste jemand solche Höllenqualen durchleben wie er. Wenn der Narzisst schon alles verloren hat, nicht mehr beachtet wird und am Boden liegt, dann muss er wenigstens alle anderen, die sich schon einmal in einer ähnlichen Situation befunden haben, in seinem Leid übertreffen. Er muss der unglücklichste Mensch sein, den die Welt je gesehen hat. Dann kann er sich wieder als etwas Besonderes erleben und somit sein Selbstwertgefühl aufrichten.

Wie leidet ein Narzisst?

Es ist nicht so, dass ein Narzisst nicht leiden kann. Er verspürt aber eher ein diffuses Unwohlsein, eine aufwühlende Unzufriedenheit, die sich in Wut steigert und die er nur allzu gern so schnell wie möglich wieder loswerden möchte. Ab einem bestimmten Punkt kann er seine Gefühle nicht mehr unterdrücken und er schäumt über: Es kommt zu einem Wutanfall. Sein innerer Schmerz äußert sich in der Regel nicht in Tränen, sondern viel mehr in Hass und einer unbändigen Wut.

Da er sich keine Schwächen und somit auch keinen Schmerz eingestehen will, verbirgt er sein wahres Leid hinter seiner Aggressivität – oder er neigt zu einer großartigen Inszenierung seiner Verzweiflung: Er spielt anderen eine gewisse Rührseligkeit vor, die zwar einem tiefen Gefühl der Enttäuschung und Traurigkeit entspringt, in ihrer Überzogenheit aber irgendwie aufgesetzt wirkt. Auf diese Weise gelingt es aber dem Narzisst, von seinem eigentlichen Schmerz abzulenken und durch das Vortäuschen eines grandiosen Schmerzes das eigentliche Leid nicht an die Oberfläche kommen zu lassen und so seine Tränen zu unterdrücken. Sein Leid äußert sich dann in einem theatralischen Ausdruck von Sentimentalität.

Statt sich seinen schmerzhaften Gefühlen zuzuwenden, sie zu ergründen und ein inniges Verhältnis zu seinen Emotionen aufzubauen, nutzt er sein Leid, um daraus ein einmaliges Drama zu machen und so wieder seine lebensnotwendige Bewunderung zu bekommen. Ein Narzisst hat Angst vor seinen Gefühlen, weshalb er sich durch das Umgehen negativer Gefühle zu schützen versucht. Zwar kann er sehr wohl seelische Schmerzen empfinden, er lässt sie aber nicht zu, sondern muss sie auf kuriose Weise umwandeln, um sich wieder besser zu fühlen.


 

Veröffentlicht in Blog, Eigenschaften eines Narzissten
48 Kommentare zu “Wann leidet ein Narzisst?
  1. Pirol sagt:

    Hallo zusammen, vorerst möchte ich mitteilen, dass ich mich nach einer Trennung im letzten Jahr von meiner Narzisstin auf dem Weg der Besserung befand. Allerdings bin ich Ende letztes Jahr rückfällig geworden und habe bis Januar eine erneute Beziehung erleben dürfen, die einzigartig war. Anfang Februar begannen wieder die Probleme, die gar keine Probleme waren. Abwertungen, Gaslighting, Lügen und alle anderen Verhaltensweisen kamen mit voller Wucht, bis es9 vor gut 4 Wochen zur etme Trennung kam. Was ich damit sagen will ist, dass mich es gar nicht interessiert, ob meine Narzisstin leidet. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass wir als „Opfer“ leiden. Alles andere sollte uns nicht interessieren und daran haben wir arbeiten. Schönen, glücklichen und schmerzfreien Tag wünsche ich Euch.

    • Lilli sagt:

      Hallo Pirol,

      einen schönen, glücklichen, schmerzfreien Tag –
      danke,
      den erlebe ich,
      wenn ich zu den Narzissten in meiner Verwandtschaft Distanz halte.

      Narzissten leiden,
      wenn sie nicht bewundert und bedient werden.
      Wer ihnen diesen ‚Gefallen‘ zu tun versucht,
      scheitert, weil ihr/ihm die Bewunderung nie reicht,
      und die eigene Autonomie
      zweck dieses
      Bewunderungsfasses ohne Boden,
      von Seiten des/der Narzissten/in zu unterdrücken versucht wird.

      Gratuliere Dir zu Deinem Weg der Genesung.

    • Mary sagt:

      Ich kann Sie so gut verstehen. Ich war viele Jahren mit einem Narzisst geheiratet. Nach der Scheidung habe ich ein Jahr Therapie gehabt. Das hat mir so gut getan! 5 Jahren später habe ich ein netter Man kennengelernt. Die ersten 6 Monaten war sehr schön aber jetzt hat er sich entpuppt…Es ist so traurig und ich bin wieder so am Ende. Ich weiß aber, das Leben ist schön und ich will das wieder spüren können. Ich wünsche Ihnen viel Glück und eine Erholung von Ihrem Schmerz.

  2. ixi sagt:

    Hallo Reinhard Müller,

    da sind Sie ja wieder!

    Wir waren damals schon in Sorge, wo Sie abgeblieben waren. Und wenn man das so liest, haben Sie wohl nicht so gute Zeiten hinter sich. Das tut mir leid. Aber seien Sie froh, dass Sie mit dem Thema Narzissmus nicht in einer persönlichen Beziehung konfrontiert wurden. Sie können mir glauben und Sie lesen das ja auch hier, das ist nochmal eine ganz andere Hausnummer… In dem Sinne, alles Gute für die Zukunft und ein frohes Osterfest.

    • Uschi sagt:

      An wenn wenden sie sich? Wer ist wieder da?

    • Lilli sagt:

      Hallo ixi,
      in einer schlimmen Situation
      ist der Hinweis darauf,
      dass es Schlimmeres gäbe,
      kein hilfreicher Beitrag.

    • Anka sagt:

      Ixi, es ist meiner Erfahrung nach schon ein Unterschied, ob ich täglich mit narz. Verhaltenweisen „unter einem Dach“ konfrontiert bin oder „lediglich hin und wieder“.

      So habe ich zumindest die obige Aussage interpretiert.

      Es ist aber ein Irrtum, wenn davon ausgegangen wird, daß ein Konflikt mit einem Architekten/Bauingenieur und (vielleicht damit auch noch in Zusammenhang stehend!) Rechtsanwalt irgendwie „unpersönlicher“ wäre…

      Ich kenne den pers. Fall von R.M. nicht.
      Aber aus meiner Erfahrung geht es genau wie im familiären Bereich um Vertrauen, daß vorab gewährt wurde, gebrochene Vereinbarungen, verschleierte Fehler, bequemes Aussitzen,… und massive Folgeschäden, nicht nur in finanzieller Hinsicht…

      Wer davon nie betroffenen war meint vielleicht, bei „offensichtlichen Mängeln“ bei einem Bauvorhaben wäre doch alles „einfach, eindeutig und schnell zu regeln“.

      Ich glaube, du würdest dich „umgucken“, was da in 7Jahren so ablaufen kann… Und selbst wenn am Ende „die Gerechtigkeit“ siegt…

      Ich kenne eine Aussage zu gut aus meinem Lebensverlauf:

      „Was willst du denn…, du kannst doch froh sein,
      andern geht’s doch noch(!) schlechter.“
      Seltsamerweise kam diese immer von Leuten, die eben nicht auch nur einen Bruchteil meiner Erfahrungen machen mußten…

      War vielleicht
      „nicht so gemeint“…, aber ich fand’s „gelinde“ gesagt mehr als merkwürdig.

      • Anka sagt:

        PS. 7 Jahre gerichtliche Klärung!
        Davor wurden und werden i.d.R. Unmengen an persönlichen (!) Gesprächen geführt um zu einer Klärung zu kommen…

  3. Anka sagt:

    Im Grunde zeigt der Artikel sehr gut die ganze Tragik einer
    TRAUM (atisch) geprägten Persönlichkeit auf.
    Nicht nur Menschen mit den uns bekannten negativ überzeichneten narzisstische Anteilen, sondern auf alle, die beständig (mikro)traumatischen Erlebnissen und Erfahrungen ab ihrer Geburt/früher Kindheit ausgesetzt waren, können in diesem furchtbaren Kreislauf gefangen sein.

    Die unerlaubte und oft verlachte Angst, gerade (aber nicht nur!) bei Jungen, diese subtile Bedrohung oder Erfahrung verstoßen/weggestoßen zu werden, wenn man „nicht spurt“ und natürlich nicht zu vergessen, nur das (vielleicht) überschwengliche Lob, wenn man Muttis/Vatis „Stolz“ genährt hat.

    Was für arme, arme Kinderseelen…
    Hängengeblieben in Schockzuständen… Unwissend, was Liebe wirklich ist…
    Schlimmstenfalls noch (unbewusste) Angst vor wirklicher Liebe, weil…
    Die ist fremd und Fremdes ist gefährlich, haben wir doch gelernt.

    Was kann man(n)/Frau tun?
    Für einen Anderen im Grunde genommen gar nichts.
    Aber sich Selber und damit die eigenen Gefühle (immer besser) kennen lernen, akzeptieren und auch manchmal aushalten …

    Ich glaube mittlerweile, einen anderen sinnvollen Weg gibt’s nicht.

    Und von Menschen, die einen selbst immer wieder verletzen, mißachten oder sogar bewußt genüsslich quälen, darf und muss man sich trennen,
    aus Liebe und Achtung für sich selbst.

    Schauen wir besser auf unser eigenes Befinden.
    Damit es uns gut (er)geht…

  4. Uschi sagt:

    Sie leiden erst, wenn auch den geduldigsten und besten Menschen die es gibt, die Geduld endgültig reisst und niemand mehr etwas mit ihnen zu tun haben will.

  5. Uschi sagt:

    Meine Ärztin sagte, die leiden nie es leiden nur die andern unter ihnen.
    Ganz unrecht hat sie nicht.

    • Lise1 sagt:

      doch Uschi, sie hat unrecht. Narzissten können sehr leiden, nicht umsonst ist die Suizid-Rate relativ zu andern Störungen relativ hoch. Ebenso Süchte usw.
      Aber wichtig dabei: sie leiden nicht wegen Anderer, was sie gern behaupten, sondern wegen sich selber. Also kein Grund, sich Schuldgefühle machen zu lasen, außer man unterstützt oder deckt deren Verhalten als Co-abhängige.

      • Uschi sagt:

        Narzissten drohen vor allem mit Selbstmord und dann wird es den Leuten in ihrem Umfeld unheimlich und sie lassen sich noch mehr gefallen! Ich bin übrigens keine Co-abhängige, sondern die Schwester von so einem. Ich sehe die Narzisstin, schon seit 2. Jahren nicht mehr und höre auch nichts mehr von ihr. Gott sei Dank! Zu dem habe ich gebetet, um Schutz und Bewahrung von dieser Person zu erhalten und wie es aussieht wurde mein Gebet erhört.

        • Lilli sagt:

          Hallo Uschi,
          hallo Anka,

          ich denke schon, dass sie an ihrem Persönlichkeitsmangel leiden.
          Doch so lange sie ihre gestörte Art der Selbstüberhöhung und Abwertung anderer,
          nicht ändern wollen,
          kann man nur in viel oder völlige Distanz gehen.
          Lange konnte ich nicht glauben,
          dass das so ist.
          Die Leute mit mehr oder weniger Narzissmusstörung in meiner Verwandtschaft,
          kann ich nur loslassen.
          Ich kann nur mit viel oder völligem Abstand zu ihnen,
          bzw.da, wo sie nicht sind,
          das eigene normale Leben führen.

        • Anka sagt:

          Lilli, ich glaube gar nicht, daß sie sich im alltäglichen Umgang eines eigenen „Pers.-mangels“ wirklich bewusst sind…

          Wäre ihnen bewusst, was da in ihnen „abgeht“, wäre es ja ihrem „Selbst-Erkennen“ zugänglich und damit auch für sie regulier- und veränderbar…

          Ich meine, es ist vieles tatsächlich nur „so irgendwie latent und diffus“ für sie spürbar, nicht wirklich zuzuordnen, für sie nicht erklärbar…
          Da spreche ich jetzt aber über eine relativ „enge Interaktion“.

          Im allgemeinen sind sie, nach meinen „Beobachtungen“, in „ihrem persönlichen Skript“ und verstehen tatsächlich nicht wirklich, was um sie herum alles außerhalb ihrer eigenen „Gewohnheiten“ passiert…

          Klingt jetzt wiedermal bissel „böse“…, aber irgendwie tatsächlich wie Kinder, die sich bestenfalls wundern, schlimmstenfalls „austicken“, wenn die anderen „Traumfiguren“ in deren „Märchen“ nicht mitspielen.

          Letztlich muss und kann nur jeder von uns selbst entscheiden, ob er/sie das will, da stimme ich dir zu 100% zu.

          • Anka sagt:

            Hinzufügen möchte ich,
            daß das o.g. nicht für Menschen zutrifft, die tatsächlich vorsätzlich und daher bewußt ihre Umwelt zum eigenen Vorteil instrumentalisieren und täuschen!
            Die sind mir leider auch schon begegnet. Gehören aber zum großen Teil in eine „andere Klassifizierung“ für mich…

          • Lilli sagt:

            Hallo Anka,

            ich denke schon dass sie
            -mehr oder weniger-
            unter ihrem Persönlichkeitsmangel leiden.
            Dass sie nichts oder höchstens bei Leidensdruck etwas tun
            erinnert mich an Suchtkranke, die auch merken, dass ihnen Sucht nicht nur ‚gut‘ tut.
            Auch nur im Extremfall werden sie nüchtern oder clean ,
            über zwei Drittel schaffen es gar nicht, zerstören viel und sterben als Suchtkranke.

    • Lilli sagt:

      Solange die anderen sich bemühen,
      leiden Sie nicht,
      erst wenn man sich
      abgrenzt und
      nicht mehr mitspielt.

      • Waltraud sagt:

        ….und werden rachsüchtig und bösartig…

        • Lilli sagt:

          Ja, in ihrem Abwerterzwang.
          Doch wenn ich in Distanz bin,
          befeuerte ich nichts mehr,
          weder die narzisstischen Erwartungen,
          die wütende Rache bei Nichterfüllen derselben.

          • Waltraud sagt:

            In meinem Fall hat einfach die Tatsache gereicht, mich gegen den Narzissten (und in Unkenntnis dieser Störung) zu entscheiden gereicht, mich fertig zu machen.

          • Lilli sagt:

            … befeuere ich nichts mehr,
            und ich verbrenne mich nicht mehr.
            Die glühenden Kohlen,
            dies er/sie wirft,
            fasse ich nicht mehr an.

            Leidet jemand, der glühende Kohlen wirft ?
            Ja.
            Gibt ihm/ihr sein/ihr Leid
            das Recht
            andere zu verletzen ?
            Nein.
            Also:
            Richtungswechsel weg von Narzisst/in,
            egal was mich der Irrtum gekostet hat,
            nicht nach rückwärts schauen,
            nach vorne schauen …

          • Waltraud sagt:

            Das seh ich anders Lilli, man muss zurück schauen, um zu verstehen, um zu verarbeiten, um nie wieder rückfällig zu werden. Um das ganze Ausmaß des Missbrauchs zu verstehen. Und um Täter als das zu entlarven, was sie sind; Täter!

          • Lilli sagt:

            Hallo Waltraud,

            ja, der Prozess der Erkenntnis
            des Narzissmus des/der einen
            und des in Abhängigkeit
            Befinden des anderen,
            ich selbst,
            ist die Voraussetzung
            für den Richtungswechsel
            weg von Narzisst/in
            und der Pleite mit ihnen,
            mit Verlust und kleineren Brötchen,
            von Neuem nach vorn.
            Da ich auch noch hier schreibe,
            bin ich auch noch,
            im hoffentlich endenden
            Learning by Doing.
            Alles Gute …

          • Anka sagt:

            Waltraud, ich sehe „deinen Fall“ von einer anderen Seite. Die gefällt mir persönlich nämlich viel besser…

            Er hat dich nicht fertig machen können!

            Er mag vieles vorenthalten, vorgespielt und auch sich angeeignet haben. Du magst einige Entscheidungen getroffen haben, aus Unkenntnis.

            Aber, und das finde ich das Wichtige,
            du bist ausgestiegen!
            Du magst viel in materiellem Sinne „eingebüßt“ haben,
            nicht aber (vollständig und nochmalig)
            deine Würde!

            Du bist nicht „fertig“, sondern stark und konsequent, finde ich.
            Du bist allerdings „fertig mit ihm“ (!), als Teil deines weiteren Lebens…

            Ich fand ja bis jetzt deine Konsequenz bewundernswert.
            Sich von Familienfeiern der eigenen Lieben fern zu halten, wenn der „Arschengel“ dies und dich für „seine Inszenierung“ nutzt, halte ich ja für sehr stark!
            Weh tut’s sicher trotzdem auch, denk‘ ich.

            Ich finde es bewundernswert
            Ich wünsche dir eine umso schönere und liebevollere Zeit mit deinen Kindern und Enkeln, ohne Trubel und Show.

            Hoffentlich kannst du irgendwann die „Verluste“ als eine Art „bitteres Lehrgeld“ sehen und dich von Herzen an allem erfreuen, das dir geblieben ist.

            Nur deine Freude und wirkliche Zufriedenheit ist eine Art „Ausgleichende Gerechtigkeit“

            Ich wünsche dir sosehr, daß du dahin findest…

          • Waltraud sagt:

            Danke für Deine Worte Anka. Konsequent war ich viel zu lange nicht. Doch irgendwann hat man das Ende der Fahnenstange erreicht und endlich geblickt, was tatsächlich abgeht. Und nein es tut nicht mehr weh, wegzubleiben bei Familienveranstaltungen. Es ist eine bewusste Entscheidung mich zu schützen. Und ehrlich gesagt, kann ich keine Art von Show mehr ertragen (weil ich sie selbst zu lange mitgemacht hab), es dreht sich mir der Magen um. Diese beigebrachte Verantwortung für alles ist Vergangenheit. Ich bin mir verpflichtet, meine Kinder sind erwachsen und treffen ihre eigenen Entscheidungen. Und genau das mach ich jetzt auch. Meine Enkelkinder mag ich und freu mich, wenn ich sie seh. Aber ich geniesse, nur noch mir verpflichtet zu sein. Das Beste überhaupt.
            Solange ich nichts seh und hör vom Narzissten, ist alles ok.
            Natürlich verliert man nicht nur, sondern gewinnt auch etwas, z.B. Stärke (die mir immer abgesprochen wurde), Selbstwert, Eigenliebe, die Dinge machen, die einen selber freuen. Und die eigene Würde wieder herstellen, die man sich hat nehmen lassen. Und sich nie wieder respektlos behandeln lassen. Hat lange gedauert und ich hätte gern ein anderes Leben geführt, das werde ich mir noch vor, eben nicht konsequent gewesen zu sein, aber was solls. Es gibt viele Schicksale und die meisten haben sich nicht ausgesucht, was ihnen widerfahren ist.
            Wie heißt es, wenn du Zitronen bekommst, mach Saft draus.
            Muss noch Mal ne grosse Presse besorgen🤗

          • Waltraud sagt:

            Nicht werde sondern werfe

          • Anka sagt:

            Ja, nur sich selbst „verpflichtet zu sein“, ist grundsätzlich kein falscher Ansatz, Waltraud 👌
            Es gehört zu „gesunden Narzissmus“, sich selbst zu achten und wertzuschätzen.
            Dazu gehört mit Sicherheit auch, sich nicht von „irgendwelchen Figuren“ Stärke absprechen zu lassen. Diese haben schlicht und einfach gelogen. Ich glaube ja, daß jeder Mensch Stärke(n) hat. Nur worauf sie gesetzt und wie/wozu sie genutzt oder eben auch verschwendet wird ist eben verschieden.

            Dauert eben oder „braucht“ manchmal sogar noch einmal „einen Rückschritt“ bis man’s selber
            „rafft“, daß die „Verwendung“ der eigenen Stärke (die du ja angeblich nicht hast) schlicht und ergreifend lediglich fehlinvestiert wird/wurde.

            Würde eine angebliche Freundin dir Vorwürfe bzgl. deiner ehemaligen Inkonsequenz machen, gehörte sie „zum Teufel geschickt“!
            Und zwar, weil sie dir gegenüber ungerecht ist.

            Ich vermute, du hattest damals deine „guten“ Gründe für diese Entscheidung. Auch unabhängig vom Gebaren und Versprechungen …
            Was könnten (Selbst!) Vorwürfe daran ändern?! Es waren einfach falsche Hoffnungen, vielleicht auch falsche Wünsche oder wasauchimmer.
            Nur ein Fehler, der dann doch berichtigt wurde, von dir selber!
            ALLES i.O.☝️

            Wenn ich so von mir ausgehe, bezweifle ich, daß das Leben Recht „viel anders verlaufen“ wäre…
            Sicher, die Bühne wäre eine andere gewesen und die Personen…
            Allerdings glaube ich, daß erst unsere eigenen „blödsinnigen“Über-/Annahmen und geprägten Muster erkannt und ausradiert sein müssen, um wirklich Neues/Anderes leben und erleben zu können.

            Lernen wir am allerbesten jetzt ganz schnell und sorgfältig, uns selbst ein „guter Freund“ zu sein und kein (Selbst-) Ankläger und Abwerter!

            Ein paar „gute“ Jahre könnten damit immerhin noch rausspringen.

            Vielleicht „paddeln“ wir ja schon im „Zitronensaft“ und brauchen nur noch paar „Flusen“, aus falschen Gedanken und Einstellungen, entfernen 😁

            Diese „Arbeit“ könnte ja vielleicht sogar eine richtige „süße“ Verpflichtung sein…

            Und immer schön daran denken, daß jeder der etwas Neues lernen und ausprobieren möchte, bei „Null“ anfängt, manchmal bissel Ängstlichkeit überwinden und dranbleiben muß…

            Alles, alles erdenklich Liebe für dich und viel Bewußtsein für deine Stärke!

            Mit ganz herzlichen Grüßen Anka🤗🙋

      • Eva sagt:

        So hab ich das auch erlebt. Als ich mich immer mehr zurück zog, kamen seinerzeit solche Aussagen, wie:ich brauch doch doch! du gibst mir meine Energie! mach mich nicht kaputt! ohne dich bin ich tot!etc. Damals fand ich solche Aussagen ehrlich gesagt, einerseits ein wenig schmeichelhaft, andererseits auch etwas suspekt und beängstigend. Von Narzissmus hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Ahnung…Einen Schlußstrich konnte ich im Endeffekt nur durch ein absolutes „no contact“ durchsetzen. Ich glaub da drunter hat mein Narzisst, auch wenn wahrscheinlich nur ganz kurz, ein wenig gelitten.

        • Waltraud sagt:

          Ja und ich sehe es als absolut lächerlich an, das ein Narzisst leidet, bei allem zu was er fähig ist, seinem Partner, anzutun. Dieses „Leiden“ wurde missbraucht von ihm, um zu bekommen, was er begehrte. Sie schrecken absolut vor nichts zurück und ohne Gewissen geht das ganz wunderbar. Sie meinen in jeder Sekunde nur sich selber. Ihre Welt dreht sich nur um sie. Und sie beschaffen sich, was sie brauchen durch Manipulation, Erpressung, Drohungen, die Palette ist lang.
          Sobald dieses Muster durchschaut hat und noch in der Lage ist, bloß weg und keinen Kontakt. Einfach nur ein einziger Albtraum.

  6. silvi sagt:

    danke für den beitrag, herr grüttefien. endlich habe die begriffen, wie sich sentimentalität mit gefühlsslosigkeit und mangel an empathie für die mitmenschen verträgt. das war mir nämlich bisher immer rätselhaft!

    • Anka sagt:

      Ja,
      „… spielt anderen eine gewisse Rührseligkeit vor,…“ und
      „Sein Leid äußert sich dann in einem theatralischen Ausdruck von Sentimentalität.“

      Die gewählten „Ausdrücke“ haben bei mir auch einiges, was mir bisher „verhaltenstechnisch“ völlig rätselhaft war, gerade gerückt.

      Nachdem ich Bedeutung und Herkunft der „Begriffe“ auch extra noch einmal nachgelesen hatte, war mir auch plötzlich mein eigenes befremdliche Gefühl in den damaligen Situationen vollkommen klar.

      Ein fehlendes „Puzzleteil“ zu meinen Gefühlen, daß mir bisher gar nicht bewußt war.

      Dankeschön 😊

  7. Lambert Thomas sagt:

    Der Narzisst verhält sich letztendlich wie ein bockiges Kleinkind, das sein Spielzeug nicht bekommt oder das nicht mitspielen darf.Daher wohl auch, dass Dissoziale – DPS und NPS treten häufig gepaart auf – ein Sadist ist. Liegt hier eine Regression vor, weil der Narzisst mit Zurückweisung nicht klar kommt? Ich denke dabei gerade an das YouTube – Video Psychische Abwehrmechanismen Ihrer Kollegin Dinsing.

    Die Eigenschaften durchsetzungsfähig, dynamisch, zielorientiert, verhandlungssicher, oh so begehrt bei Führungs – Personal sind ja schon typisch narzisstisch. Was weiterhin auffällt, ist eine hohe Promiskuität mit Hochrisiko – Verhalten:

    Da ließ sich, natürlich unter Nick anonymisiert, in einschlägigen Foren durch investigatives Fragen und „Ortsbesichtigung“ wunderbar Psychopathenforschung mit unbefangenen Probanden betreiben: Das Ego narzisstischer Paare mit entsprechenden Profilen, teils er Chef, sie Sekretärin, kollabiert sofort, wenn man den ungeschützten Ehebruch oder Verkehr verweigert.

    Dem „Infektionsrisiko – Verweigerer“ wird dann aber auch dauerhaft (Nachtragend, paranoide Grundsymptomatik wie bei DPS auch bei NPS?) das „Mitspielen“ verweigert. Kann auch Promiskuität, die wollen ja alle nur „spielen“, eine Form der Regression sein?

    • Eva sagt:

      Hab ich das richtig verstanden? Ist es so typisch für einen Narzissten ungeschützten Geschlechtsverkehr einzufordern? (Gerade bei Affären und ständig wechselnden Partnern) Wenn ja, gibt es eine mögliche Erklärung dafür? Schließlich geht es auch um seine /ihre Gesundheit…und eventuelle Konsequenzen

      • Lise1 sagt:

        Narzissten sind relativ Angst frei, das lässt sie privat, aber auch geschäftlich, große Risiken eingehen. Sie meinen, sie stehen drüber und halten sich auch darin für über Andere stehend. Unverletzlicher.
        Oft führt es tatsächlich in sehr schwere Situationen, Firmen gehen zugrunde, oder unmoralische Handlungen fliegen doch irgendwann auf, oder die Gesundheit ist ruiniert. Allerdings sind dann die anderen schuld, die vorher wegen ihrer Vorsicht herablassend belächelt wurden.

      • Es ist vielleicht nicht unbedingt typisch, es könnte aber vorkommen: In seiner Überheblichkeit und seiner inneren Ablehnung, sich Vorschriften unterordnen zu müssen, glaubt der Narzisst, dass ihn ungeschützter Geschlechtsverkehr nichts anhaben kann. Und in seiner starken Selbstbezogenheit und mangelnden Empathie ist ihm der Schaden, den andere haben könnte, gleichgültig.

      • Capri sagt:

        Es gibt auch Narzissten, die bewusst andere mit Geschlechtskrankeiten anstecken.

    • .. auf alle Fälle ist es ein unreifes und unverantwortliches Verhalten!

    • Anka sagt:

      Also Lambert Thomas, ich verstehe überhaupt nicht, wieso überhaupt jemand in einer derartigen Konstellation „mitspielen wollen“ sollte.

      Was die Frage angeht, ob es sich (grundsätzlich) um „Regression“ im Sinne des psychologischen Abwehrmechanismus handeln könnte, habe ich das oft genau dafür gehalten.

      Allerdings setzt eine sogenannte Re-gression ja voraus, daß auf dem jeweiligen Gebiet überhaupt einmal eine Ent-wicklung, von einer kindlichen oder kindischen Sicht bzw. Einstellung weg, stattgefunden hat…

      Ich persönlich bin mittlerweile eher der Annahme, daß Entwicklung oder „Wachstum“ eigentlich nur auf Gebieten stattgefunden hat, die das geprägte (falsche!) Selbstbild weiter unter-Stützen und rechtfertigen.

      Ich meine auf vielen andereren, vor allem zwischenmenschlichen Ebenen liegt da ein „regelrechter Entwicklungsstop“
      (Fixierung auf alte Muster) vor.

      Müsste man nicht ansonsten nach „Abklingen der Stressauslöser“ vernünftig und altersentsprechend mit (s)einen Mitmenschen umgehen können?

      Jedenfalls gehe ich davon aus.
      Kann natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich sein.

  8. Lilli sagt:

    Hallo,

    wann leidet ein/e Narzisst/in?
    Wenn er/sie mit seinen/ihren
    den anderen/die andere
    vereinnahmen versuchenden
    Forderungen und Ansprüchen
    nicht durchkommt.
    Doch noch mehr leidet
    der oder die
    Sohn oder Tochter
    Bruder oder Schwester,
    Partner oder Partnerin,
    der/die von Narzissmus keine Ahnung hat
    und es ihm/ihr recht machen will.
    Wenn man dann nach und nach begriffen hat,
    was neben einem Narzissten/in
    geht und was nicht,
    kann man in viel oder völlige Distanz gehen –
    und –
    das eigene Leid beenden.

  9. Reinhard Müller sagt:

    Mein Name ist Reinhard Müller,
    ich habe es mit zwei extremen Nazzisten zu tun. Ein Rechtsanwalt und ein Architekt.
    Durch eine Therapie, ich hatte starke körperliche Probleme, habe ich den Begriff Nazzismus und deren Verhalten kennen gelernt.
    Der persönliche und finanzielle Schaden kostete meine Existenz.
    Genau schlimm ist das Unverständnis der Mitmenschen.
    Gruß Reinhard Müller

    • Lilli sagt:

      Hallo Reinhard Müller,

      ja, das ist schwer,
      dass der/die Narzisst/in
      seine/ihre ‚Fangemeinde‘ hat, die ihn nicht wirklich kennt und den/die Angehörigen nicht verstehen kann.
      Das lässt sich so wenig beeinflussen wie der Narzissmus selbst.
      Da hilft nur viel oder völlige Distanz.

    • Uschi sagt:

      Das kommt mir bekannt vor, besser gesagt ist mir auch passiert. Hochstapler und Betrüger und von Architektur keine Ahnung und korrupter Richter. Das ist gar nicht so selten.

  10. B. Martens sagt:

    „Daneben hat ein Narzisst das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Freiheit. Er will stets das tun können, wonach ihm gerade ist. Beschränkungen und Hindernissen möchte er nicht begegnen. Er will seinen Willen frei ausleben und sich von niemandem etwas sagen lassen. Vereinbarungen und Regeln haben daher für ihn keine Gültigkeit – es sei denn, er hat einen Vorteil dadurch.“
    Sie sprechen mir mit Ihren Artikeln aus der Seele und bringen es auf den Punkt. Ich bin immer wieder erstaunt, wie das alles 1:1 auf meinen Ex passt. Es ist der Wahnsinn…
    Danke!

    • Battle Angel sagt:

      Oh ja, allein diese Seite und jeder Artikel hat mir geholfen es rationaler und objektiver zu betrachten. Ich selbst bin ein sehr emotionaler Mensch und habe in meiner Ex Beziehung sehr gelitten und kam nur nach einer langen Krankschreibung wegen eines Erschöpfungssyndroms und psychologischer Betreuung einigermaßen wieder auf die Beine. Ich habe geliebt und dann stand ich da mit diesem Scherbenhaufen und dem was da im Kopf und in meinem Herz passiert ist. Diese Seite hier gibt mir jedesmal Kraft weiter zu gehen und trotzdem den Glauben an die Liebe und somit an sich selbst nicht zu verlieren. Halte durch, bleib stark! Versuche konstant zu bleiben. Alles Gute

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