Woran ein Narzisst misst, dass der Partner ihn liebt

Ein Narzisst hat ganz spezielle Methoden, mit denen er die Intensität der Liebe seines Partners bestimmt. Ein einfaches Liebesbekenntnis seines Partners genügt ihm nicht – der Narzisst will die Liebe seines Partners in jedem Wort, in jeder Geste und in jeder Handlung unmissverständlich sehen und spüren. Sobald auch nur die kleinsten Anzeichen einer Abnahme der Zuneigung bestehen, wird der Partner sofort mit dem Vorwurf der Vernachlässigung konfrontiert.

Bild: © rodjulian – Fotolia.com

In der Beziehung mit einem Narzissten muss sich der Partner ganz und gar dem Narzissten widmen, damit dieser sich der Liebe seines Partners wirklich sicher sein kann. Der Narzisst erwartet, dass sich sein Partner nur um ihn kümmert, dass er nur ihm zur Verfügung steht, dass er ihn verwöhnt, versorgt und begehrt. Wendet der Partner seine Aufmerksamkeit anderen Aufgaben oder Personen zu, fühlt sich der Narzisst sofort vernachlässigt. Er will unentwegt der unangefochtene Mittelpunkt im Leben seines Partners sein –  auch dann, wenn er gar nicht anwesend ist.

Anfänglich genießt der Partner durchaus das große Bedürfnis des Narzissten nach Nähe und erfreut sich an der gemeinsamen Zeit. Er glaubt, einen neuen Lebensinhalt gefunden zu haben, und kann sich gar nicht mehr vorstellen, jemals ohne den Narzissten zu leben und jemals an etwas anderes zu denken. Doch früher oder später mischen sich lästige Pflichten in die Beziehung und stören die romantische Zweisamkeit.

Während sich der Partner nichts dabei denkt, sich zwischenzeitlich auch anderen Aufgaben zuzuwenden und seinen eigenen Interessen nachzugehen, sieht der Narzisst in der vermeintlichen Abwendung des Partners einen Beweis für dessen Gefühllosigkeit. Er fühlt sich plötzlich nicht mehr beachtet und wertgeschätzt. Zwar kann er erkennen, dass das Leben seines Partners auch noch aus anderen Dingen und Menschen besteht, dennoch wird er das unbehagliche Gefühl nicht los, er habe plötzlich keine Bedeutung mehr für den Partner. Dann kann es zu den skurrilsten Annahmen, Unterstellungen, Forderungen oder Manipulationsversuchen kommen, um die Liebe des Partners zu testen:

Für den Narzissten verdächtige Situationen, die ihn an der Liebe des Partners zweifeln lassen

  • Der Partner telefoniert ausgiebig mit einem Freund, statt seine Zeit dem Narzissten zu widmen.
  • Der Partner ist zeitweilig abwesend, weil er Stress im Beruf hat und sich mit seinen eigenen Problemen auseinandersetzen muss.
  • Der Partner kümmert sich viel intensiver um die Kinder als um den Narzissten.
  • Der Partner verweigert dem Narzissten einen Gefallen, weil er momentan keine Möglichkeit dazu hat.
  • Der Partner kocht nicht mehr so oft und so gut wie am Anfang der Beziehung.
  • Der Partner vertritt eine andere Ansicht, weshalb der Narzisst glaubt, vom ihm nicht mehr akzeptiert zu werden.
  • Der Partner ändert seine Gewohnheiten: Er hat neue Hobbys, neue Arbeitszeiten, neue Freunde oder neue Interessen.
  • Der Partner bemängelt das Verhalten oder die Meinung des Narzissten.
  • Der Narzisst erfährt in einem Gespräch mit Freunden etwas über seinen Partner, was dieser ihm nicht selbst erzählt hat.

Ungerechtfertigte Unterstellungen

  • Der Narzisst unterstellt seinem Partner, eine Affäre mit einem Arbeitskollegen, Nachbarn oder dem Ex-Freund zu haben.
  • Der Narzisst ist überzeugt, dass sich der Partner anderen Personen gegenüber viel freundlicher und gelöster verhält als ihm gegenüber.
  • Der Narzisst behauptet, dass der Partner seine Freunde und Familie nicht mag.
  • Der Narzisst bemängelt, dass sich der Partner nicht ausreichend um ihn kümmert.
  • Der Narzisst ist der Meinung, dass sich der Partner in Gegenwart anderer sehr viel hübscher anzieht als in der Zeit, in der er mit ihm allein ist.

Seltsame Forderungen

  • Der Partner soll den Narzissten täglich mehrfach anrufen und ihm mitteilen, was er gerade macht.
  • Der Narzisst fordert vom Partner mehr Hingabe beim Sex sowie häufigeren Sex.
  • Der Narzisst drängt darauf, dass der Partner jede freie Minute mit ihm verbringt.
  • Der Partner muss alles gut finden, was der Narzisst sagt oder macht.
  • Der Partner darf keinen Kontakt mehr zu seiner Familie oder Freunden, Kollegen und Bekannten pflegen.
  • Der Partner soll dem Narzissten bei allen Aufgaben und Problemen unverzüglich zur Verfügung stehen.

Manipulationsversuche

  • Der Narzisst flirtet mit einer anderen Person, nur um zu testen, ob es den Partner berührt und dieser eifersüchtig wird.
  • Der Narzisst provoziert oder beleidigt den Partner auf ganz besonders grobe Weise, nur um zu prüfen, ob dieser dennoch bei ihm bleibt und ihn nicht verlässt.
  • Der Narzisst spricht nicht mehr mit dem Partner, nur damit dieser sich wieder um ihn bemühen muss.
  • Der Narzisst beendet die Beziehung von einem Moment auf den anderen, nur um zu sehen, wie sehr der Partner noch an ihm hängt.

Im Grunde sind es oft nur Kleinigkeiten oder Selbstverständlichkeiten, die den Narzissten an der Liebe des Partners zu zweifeln beginnen lassen. Leider hat er die Neigung, Erlebtes oder Gehörtes ungewöhnlich zu interpretieren und freundliche oder normale Handlungen als suspekt misszudeuten. Wenn der Partner zum Beispiel an einem Abend lieber ein Buch lesen möchte, statt mit dem Narzissten fernzusehen, vermutet der Narzisst, dass sein Partner etwas gegen ihn hat. Oder wenn der Partner dem Narzissten ein kleines Geschenk mitbringt, nur um diesem eine Freude zu machen, kann der Narzisst hierin den Beweis sehen, dass sein Partner offenbar ein schlechtes Gewissen hat – vielleicht, weil er fremdgegangen ist.

Der Narzisst erkennt nicht seine übertriebene Erwartungshaltung, die er gegenüber dem Partner hegt. Er sieht nicht die Unverschämtheit seiner Unterstellungen und die Unmöglichkeit, seinen Forderungen nachzukommen, weshalb es zu langanhaltenden und unwürdigen Diskussionen kommt. Der Partner wird nicht müde, dem Narzisst immer wieder klarzumachen, dass er keine bösen Absichten hegt und dass sich der Narzisst keine Sorgen um seine Treue zu machen braucht. Doch der Narzisst bleibt hartnäckig bei seinen verdrehten Ansichten und will in den Worten oder Handlungen des Partners den eindeutigen Beweis sehen, dass dieser nicht mehr dasselbe für ihn empfindet wie am Anfang der Beziehung.

Aufgrund seiner ungeheuren Sensibilität braucht es mehr als nur ein einfaches Liebesbekenntnis. Schon die Art und Weise, wie der Satz „Ich liebe dich!“ geäußert wird, kann den Narzissten um den Verstand bringen und in anhaltende Unsicherheit stürzen. Wenn die Worte nicht richtig betont werden und nicht mit einem leidenschaftlichen Gesichtsausdruck vorgebracht werden, glaubt der Narzisst, dass es mit der Liebe vorbei ist. Um diesen grundlosen Anschuldigungen zu entgehen, fühlen sich Partner dann genötigt, dem Narzissten übertriebene Liebe vorzuspielen. Der Narzisst bekommt so niemals den wahren momentanen Gefühlszustand seines Partners gespiegelt, sondern erfreut sich an der unechten Inszenierung des Partners, der Liebe heucheln muss, um die Harmonie in der Beziehung zu wahren.

Der Partner leidet erheblich unter den Verdächtigungen

Bei dem Partner löst das argwöhnische Verhalten des Narzissten zum einen Stress und zum anderen Unverständnis aus. Ständig muss er auf seine Worte und Handlungen achten, um nur nicht in Kontakt mit der übertriebenen Skepsis des Narzissten zu kommen und sich wieder den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, er liebe ihn nicht ernsthaft.

Um Diskussionen zu vermeiden, wird dann alles getan, um gar nicht erst einen Verdacht aufkommen zu lassen. Dieses Schutzverhalten kann bei dem Partner zu einer sozialen Isolation führen, weil der Narzisst zu leicht beunruhigt ist, wenn sich der Partner von ihm vermeintlich distanziert und mit anderen trifft oder unterhält. Der Partner kann so seine täglichen Aufgaben und Pflichten nicht mehr in der gewohnten Art und in der erforderlichen Qualität erledigen, weil der Narzisst ansonsten seine Aktionen missinterpretieren könnte.

Die Ursache für das Verlangen nach unentwegter Zuwendung und die übertriebene Missdeutung von gewöhnlichen Vorkommnissen ist das mangelhafte Vertrauen, das der Narzisst seinem Partner und im Grunde jedem Menschen entgegenbringt. Da er in seiner Kindheit möglicherweise gegenteilige Erfahrungen machte und lernen musste, dass ihm seine engsten Bezugspersonen nicht in der Weise zur Verfügung standen, wie er es gebraucht hätte, glaubt er nun, auch andere Menschen brächten ihm keine wahre Zuwendung, Ehrlichkeit und Wertschätzung entgegen. Immer vermutet er, dass hinter einer Handlung etwas Gefährliches, mindestens aber Dubioses stecken könnte.

Am Ende präsentiert sich die Realität dann auch tatsächlich so, wie sie der Narzisst wahrnimmt: Durch die permanente Kontrolle und Missdeutung aller Handlungen und Ansichten des Partners wendet dieser sich schließlich genervt ab und kann nicht mehr die Liebe empfinden, die er einst für den Narzissten empfunden hat. Das übertriebene Misstrauen des Narzissten tötet allmählich die Liebe und seine Befürchtungen bewahrheiten sich.

Der Partner muss dieses gestörte Verhaltensmuster erkennen und lernen, sich von der Meinung und der übertriebenen Besorgnis des Narzissten abzugrenzen. Er darf das Problem des Narzissten nicht zu seinem eigenen Problem machen, indem er auf die Ängste des Narzissten eingeht und sich ganz in seinem Sinne verhält in der Hoffnung, so Ärger zu vermeiden.

Partner können dem Narzissten die hinter seinen skurrilen Verdächtigungen verborgenen Ängste einfühlsam spiegeln, indem sie ihm versichern, dass sie ihn lieben und dass er sich keine Sorgen zu machen braucht. Sie müssen dies aber nicht inflationär tun und schon gar nicht in der Häufigkeit und in der Art und Weise, wie es sich der Narzisst wünscht. Für den Teil, der über normale Liebesbekundungen hinausgeht und vom Narzissten verlangt wird, muss dieser selbst die Verantwortung übernehmen.

Die hier beschriebenen anormalen Verhaltensmuster können auch im Rahmen anderer Persönlichkeitsstörungen oder psychischer Erkrankungen auftreten. Sie sind nicht nur explizit bei einem Narzissten zu beobachten, wenngleich sie bei diesem besonders häufig und deutlich in Erscheinung treten können. Das hier beschriebene Verhalten muss aber nicht automatisch bei jedem Narzissten zu beobachten sein und kann auch situativ bei ansonsten psychisch unauffälligen Personen auftreten.


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Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
47 Kommentare zu “Woran ein Narzisst misst, dass der Partner ihn liebt
  1. Suse sagt:

    ich hatte eine tolle Zeit mit meine Ex-N, bis…..
    ja, bis ich einmal selber darum bat, Gehört zu werden…..
    Wir lernten uns übers Internet kennen, passten hervorragend zusammen, gleich Interessen, selber Humor. Er trug mich auf Händen (mit Worten und Berührungen, nicht mit Geschenken). Ich fühlte mich wie auf Wolke 7….Tat alles für ihn. Er sagte mir ständig, „wie gut ich ihm tue“, und das glaube ich auch! Ich habe ihm all meine Liebe gegeben. Emotional und auch körperlich! Er war unersättlich… und ich habe es gerne getan! Ich habe mir unentwegt Gedanken gemacht, wie wir unsere gemeinsame Zeit verbringen, was wir kochen, …. ich habe mich ihm regelrecht aufgedrängt um für Ihn da zu sein. Ich habe es genossen, wenn ich sah, dass es ihm gut geht mit meinem „rundum sorglos Paket“…. und er hat es mir auch immer wieder bestätigt.
    Trotz das wir beide beruflich flexibel waren, sahen wir uns hauptsächlich an Wochenenden. Die Treffen innerhalb der Woche waren anfangs noch häufiger, dennoch telefonierten wir jeden Abend an dem wir uns nicht sagen.
    Je nachdem was ER erlebt hatte verliefen die Telefonate mal lang, mal nur ganz kurz….. Alle Gespräche beinhalteten ausschließlich seine Arbeit, meine Arbeit oder Probleme wurden nie erfragt oder besprochen. Wir haben auch niemals über uns gesprochen. Wir haben uns nie gestritten, keine Meinungsverschiedenheiten, nichts…. ich bin sehr Harmoniesüchtig und interpretierte es auch in ihn hinein. Eines Tages hatte ich einen wirklich schlechten Arbeitstag… ich rief ihn abends an und hätte gerne seine Aufmerksamkeit gehabt…. nur einmal…. ich habe ihn angefleht mir zuzuhören…. Er schrie mich auf einmal an „verstehst Du es nicht? Ich habe keine Lust mir Deine Probleme anzuhören..!“ ich war schockiert. So hatte ich ihn noch nie erlebt.
    Ein anderes mal am Telefon berichtete er mir von einem Problem auf seiner Arbeit. Ich hatte ihm gesagt, wie ich in dieser Situation damit umgehen würde…. Fehler: Er schrie mich wieder an….
    Aus diesen Erfahrungen hatte ich gelernt: keine Bedürfnisse äußern und keine Tips geben (werden von meinem Ex-N. als Kritik verstanden). Bewusst um dessen Verhaltensregeln herrschte wieder Harmonie in ganzer Linie…. Ich merkte allmählich, dass wir uns immer weniger sahen…. während ich mich nach ihm verzerrte, distanzierte er sich immer mehr, angeblich viel Arbeit….. Bei einem Spaziergang äußerte ich meinen Wunsch ihn wieder häufiger zu sehen worauf er mit „ich Dich auch“ antwortete und er wieder von sich und seiner Arbeit anfing. Mein Verlangen nach Nähe führte von seiner Seite aus zu noch mehr Distanz.
    Einige Wochen später kam es dann zu einer von ihm provozierte Situation (ich unterstelle jetzt mal unabsichtlich), die in mir Angst und ein ungutes Gefühl auslöste. Ich fühlte mich verachtet, unverstanden, allein gelassen, ….Meine Laune an dem Tag hielt sich in Grenzen, was er offensichtlich auch merkte. Als wir uns nachmittags sahen, ignorierte er mich komplett. Als ich die Situation abends ansprechen wollte um einfach nur mal darzulegen, was mich an der Situation am Morgen störte und welche Gefühle ich dabei hatte, schrie er wie ein Irrer los…. ich hatte den ersten Satz noch nicht einmal ausgesprochen…..
    Er schrie, warf mir 3 Fehlverhalten vor, so würde man mit ihm nicht umgehen…. Und Schluss!!!! Er war nicht mehr bereit, auch nur ein Wort mit mir zu sprechen….. Vorbei!!! Was habe ich daraus gelernt? Auch Gefühle wollte mein Ex-N. nicht hören…..
    Zu spät….! Es war vorbei! 11 Monate habe ich einen (oberflächlich betrachtet) Traum gelebt. Einen Traum mit einem Prinzen von dem ich hoffte, dass er niemals endet. Um eine perfekte Beziehung zu führen muss man halt Abstriche machen… aber geht es soweit, dass man sich selber aufgeben muss? Ein Roboter für einen N. werden, der genau dann das macht, was der N. möchte? Nur geben, niemals nehmen? Ich denke das darf niemals so sein…..
    …. sagt mein Verstand…. mein Herz wartet darauf, dass er wieder kommt. Ob das passieren wird? Keine Ahnung. 4 Wochen ist es her, keinen Kontakt, kein Zeichen von ihm.

    • Ben sagt:

      Liebe Suse,

      wie sehr ist das alles mit meinen Erfahrungen konform. Ich komme schon Jahre auf diese Seite und auch bei mir ist es eine ewige Sehnsucht nach meiner Narzisstin (obwohl sie mich seit langer Zeit ausgetauscht und weggeworfen hat).
      So wirklich verstehen tue ich es bis heute nicht, rational mit Foren, Gleichgesinnten und einer Menge fachspezifischer Literatur eher ja – emotional bis heute (vier Jahre danach!) nicht.

      Zu inkongruent sind die Lebensspuren, zu einfach auf Nutzen beim Narzsissten angelegt- bei Dir und auch bei mir hingegen zu feinfühlig gewebt.

      Viele raten zu einem neuen Partner, der all das vergessen machen soll. Dies funktioniert nicht, oder nur oberflächlich.

      Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut, erkennen zu können, was Du an einer solch gestörten und destruktiven Persönlichkeit so lieben und vermissen konntest und kannst!

      LG

      • Lise1 sagt:

        Zu Feinfühlig? Das ist doch der Riesen-Irrtum, denn dann würde man aus dem erlebten Schmerz sich selber vor dieser Sehnsucht nach Verletzung distanzieren können.

        Das Problem ist, dass man sich für feinfühlig und besser hält und somit nicht lernt, was wirklich ist. Dass uns in der Kindheit falsche Denkmuster anerzogen wurden, die zu solchem Schwarz-weiß führen.

        Nicht aleei der Narzisst nutzt aus, auch der Co-N. hat seinen Nutzen, aus der langen Trauer kann man schlussfolgern, wie viel.

        Der Partner eines Narzissten ist äußerst Gefühl los gegen sich selbst, auch aus frühen Verletzungen resultierend.
        Feinfühlig ist anders, da merkt man, an welcher Stelle man für sein Wohlergehen verantwortlich ist.

        Da helfen keine Bücher oder Foren voller Opfer, die hauen alle in die gleiche Kerbe. Für den Anfang sind ja gleich gesinnt gut, man wird endlich verstanden.
        Aber für das Ändern der eigenen Blockaden, die einen nicht aus dem Schmerz hinaus lassen können, ist mehr nötig.
        Bei mir war es eine lange Therapie bei einem, der sich mit Personlichkeitsstorungen auskennt. Der konnte mir erklären, was geschah und warum es mir passierte und warum ich so lange trauerte.
        Weil mir die Hälfte meiner Gefühle als „schlechte Gefühle“ aberzogen wurde, so dass ich mir gegenüber gefühllos wurde. Fast als Mutter Theresa daher kam und mich für Ach- so-gut hielt.
        Ich sah permanent eine Hälfte nicht.

        Klar, dass ich da Bücher und Foren lesen könnte, so viel ich wollte, es machte alles eher schlimmer,weil ich mich immer falscher verhielt und immer ausgelaugt wurde.

        • Ben sagt:

          Hallo Lise,
          zunächst Danke für Deine Ansichten.

          Ein Teil widerstrebt mir doch sehr, denn ich halte mich absolut nicht für „etwas besseres“. Vielmehr als Versager… (ist wirklich so).

          LG

          • Lise1 sagt:

            Ben, es gibt einen Mechanismus in der frühen Kindheit, der dazu führt, dass man sich irrtümlich für einen Versager hält. Das geschieht so früh, dass man sich kaum erinnern kann, wie einem ständig suggeriert wurde, nicht ok zu sein.
            Das ist aber eine verzerrte Sicht der Wirklichkeit, ebenso die Annahme der eigenen Feinfühligkeit. Das führt zu einem selbstentfremdeten Leben, was man selber dringend benötigt, kann man nicht realisieren.

            Dass man übersensibel werden kann, weil man ständig in einem Warnmodus ist und die Umwelt übersensibel mit seinen Sinnesorganen wahrnimmt, ist ein anstrengender Schutzmechanismus, der die gleichen Ursachen hat. Das hat aber nichts mit dem Feingefühl zu tun, was du gemeint hast.

            Sich für feinfühliger zu halten, als der Narzisst ist ein Irrtum, denn auch die nehmen die Umwelt feinfühlig wahr, und nutzen es dann zu ihrem Vorteil, sie kennen deshalb so gut die Knöpfe, die sie drucken müssen.

            Trotzdem halten sich viele Conarzissten für gefühlvoller als ihre narz. Partner, was aber so nicht richtig ist. Und halten sich in dem Punkt für überlegen, was aber leider zu Selbsmitleid, Opferrolle und Verharren im Leid führt

        • Silv sagt:

          @ Lise ja genau. Man ist unsensibel sich selbst ggü in einer solchen Beziehungen. Das hat man so in der Kindheit gelernt. Die Verletzungen kennt man auch genau daher. Mir ists, nachdem ich mich bis an den Abgrund hab treiben lassen, wie Schuppen von den Augen gefallen. Ich hab mich nach meiner Erholungs- und Therapiephase direkt auch von einem anderen unliebsamem Zeitgenossen und meinen Eltern getrennt. Nun gehts mir besser. Deutlich.

          • Ben sagt:

            Hallo Lise,

            ganz offensichtlich redest Du von einem anderen „Feingefühl“ als ich es tue.
            Ich habe meine Frau wirklich und tief geliebt, mit ihr die Ehe ebenso und hatte eine wunderbare Familie mit ihr und den Kindern. Bis zu dem Tag, an dem ich in den Mülleimer gekickt wurde..
            Wie kannst Du meinen, Narzissten wären zu Feingefühl fähig? Es ist nur das beständige Suchen nach Nutzen und Repräsentation. Keine echte Liebe! Bei mir hingegen war es das und daher die lange Trauerzeit, die mich auch heute noch oftmals begleitet. Narzissten haben keinerlei Feingefühl, sind allerdings in der Lage, dieses zu „erdenken“ und enorm passend anzuwenden. Viele Jahre war ich beim Psychologen, daher kann ich diese Differenzierungen immer besser treffen.
            Dass Narzissmus und CoNarzissmus die gleiche innere Wunde aus frühkindlichen Tagen in sich tragen – ja, damit hast Du Recht. Jedoch nicht mit Deiner Schlussfolgerung, Narzissten hätten „echte Gefühle“. Diese sind lange verschüttet und blockiert. Das erklärt die Schockzustände, die sie bei ihren Partnern auslösen können, ohne mit der Wimper zu zucken. Wo soll da noch Feingefühl sein?? Es ist Strategie eines erkalteten und Gweinnsuchenden Menschen(-restes). Vollständige Persönlichkeiten sind sie nicht!

            LG

          • Lise1 sagt:

            Silv, ich gratuliere Dir!
            Gestalte Dir drin Leben und lass es nicht durch die vergangenen Dramen bestimmt werden. Mir geht es auch so gut wie nie im Leben, seitdem ich in mich hineinspüre und wieder lerne, nicht mehr den Schmerz zu ignorieren, der einem ab und zu begegnet, dabei ist EG ob körperlich oder seelisch.
            Sogar meine körperlichen Beschwerden resultieren aus vielen Kindheitsverletzungen, weil die zu falschen Glaubensmustern und somit zu falschem Verhalten führten. führten

    • Silv sagt:

      @Suse du sagst es bereits selbst:‘ es ist vorbei‘- liest sich aber so, als wenn das auch gut so ist.
      Ein Mensch, der bei aufkommender Nähe oder dem Wunsch nach solcher so heftig abwehrt ist nicht beziehungskompatibel. Abgesehen davon, sollte man ‚ so nicht mit sich umgehen lassen.‘ Sei froh, dass er dir nicht noch mehr geschadet hat.

    • Anja sagt:

      Du möchtest ernsthaft mit diesem Menschen wieder Zeit verbringen? Einem Narzissten,der emotionalen Missbrauch mit dir begeht? Das ist keine gesunde Verbindung,das macht dich auf Dauer krank. Du wirst jemanden finden,der dich deiner wegen liebt und wertschätzt. Mach dich nicht abhängig,von jemandem,der dich immer und immer wieder fertig machen wird. Das hat niemals Zukunft. Du wirst dabei zu Grunde gehen und der Narzisst stärkt sein Ego,saugt dich aus! Tu Dinge die dir gut tun und mach dich nicht abhängig,von jemanden der es nicht ansatzweise verdient hat. Alles Gute.

    • Irene Huschka sagt:

      Ich hab das soeben gelesen und bin am Weinen.Genau das, fast eins zu eins habe ich auch erlebt und stecke noch mittendrin. Ich bin 1x die Woche bei der Psychotherapie,habe letzte Woche
      wieder, vor lauter Sehnsucht, Zugeständnisse für ein weiter Bestehen der Beziehung in irgendeiner Form gemacht. Ich erniedrige mich immer wiederund mein Herz schreit.Ich hab mittlerweile so viel über diese krankhafte Narzisstische Persönlichkeitsstörung gelesen,ich müsste einen Kontaktabbruch machen-ich schaffe es nicht.

    • J. sagt:

      Liebe Suse,
      Der Narzisst ändert sich nicht.Informiere dich über das Netz über Narzissten oder schau dir jou tube Videos an von Frauen,die auch durch die Hölle gehen mussten. Es handelt sich ganz klar um emotionalen Missbrauch. Das ist ein Straftatbestand. Und ein Mensch mit Persönlichkeitsstörungen,wie der Narzisst ist ein leerer,kaputter Mensch. Er sucht stets Anerkennung und Betätigung er hat kein Emphatievermögen und ein Leben mit so einem Menschen ist Psychoterror. Das hat niemand verdient. Du wirst jemanden finden,der dich bedingungslos liebt und wertschätzt. Das Leben ist zu kurz,um sich immer und immer wieder runterziehen zu lassen. Alles Liebe

    • Ina sagt:

      Liebe Suse,
      mach Dir eine Shit-Liste von dem „Prinzen“und steck sie ein.Diese Sehnsucht und das Gedanken kreisen wird irgendwann zumindest weniger. Du weist hoffentlich, das Du Dich von dem besser fern hälst. Aber ich schließe mich Ben an, wir wissen das sie uns
      schaden, was es noch schwieriger macht zu verstehen das man sich nach ihnen sehnt.Das die Sehnsucht manchmal unerträglich ist. Aber du kannst es vergleichen mit Drogensucht. Jeder abhängige sehnt sich nach dem winzig kleinen schönen Teil dessen. Nur die Hölle drumherum die er erlebt hat, hält ihn ab.Bei mir ist es jetzt ein Jahr her. Manchmal sehne ich mich, aber nicht mehr jeden Tag. Er ist damals 2 Tage später zu seiner Ex gezogen. Ich stand schwanger da und dachte sterben zu wollen. Das Kind habe ich verloren und die ersten Monate waren die Hölle aber mittlerweile finde ich mich wieder.Vor kurzem habe ich die Frau in einem Restaurant mit einer Freundin gesehen, die sah wirklich alles andere als glücklich aus.Ich finde den Gedanken manchmal tröstlich, das ich ohne ihn nicht glücklich bin(noch nicht)aber mit ihm wäre ich es auch nie geworden.
      Sollte der also wieder auftauchen, nimm die Beine in die Hand.

  2. Arianna sagt:

    Meine N Mutter war äußerlich gesehen nicht kontrollierend oder eifersüchtig. Aber sie war eifersüchtig auf ihren Exmann und hatte ständig Angst, ich könnte wieder zu ihn ziehen. Dann hätte er in ihren Augen „gewonnen“. Sie hat mich erpresst, isoliert und verunsichert, alles, um zu erreichen, dass ich immer ihre Tochter, d.h. ihr Produkt bin und immer für sie zur Verfügung stehe. Nach außen hin schienen wir eine gute Beziehung zu haben, wo die Mutter der Tochter stets genügend Freiraum einräumt, ihr zuhört usw., aber nichts war der Wahrheit ferner. Sie hatte mich mit seelischer Erpressung an die Kette gelegt und ich hatte mich mühsam damit abgefunden, da ich meinte, es sei meine Pflicht, für sie da zu sein, und sie meine es ja nur gut usw.
    Dass ich meinen Vater vielleicht gern besuchen ging, weil ich dort Ruhe hatte, kam ihr nie in den Sinn. Ich machte ihr und mir selbst jahrelang vor, dass ich sie liebte, aber es war eine reine Pflichterfüllung. Sie merkte es natürlich, war aber davon überzeugt, dass „ich zu ihm halte“, wenn ihr etwas nicht passte, d.h. ich ihr zu unabhängig wurde. Es war ein ewiger Kampf gegen ihn, mit der Überschrift „Meine Tochter kriegst du nicht“. Sie war davon überzeugt, dass er ohnehin an allem Schlechten in ihrem Leben Schuld war, wenigstens mich wollte sie „behalten“. Ich war ihre härteste Waffe gegen ihn und ihre eigenen Unsicherheiten. Sie verstand nie, dass ich sie um ihretwillen nicht mochte, nicht, weil er mich gegen sie aufhetzte, bestach etc.
    Wenn sie heute jemand fragen würde, würde sie mit Sicherheit mit überzeugter Leidensmiene sagen, „Er hat mir meine Tochter weggenommen.“ Dass ich immer von ihr weg wollte, weil ich sie kaum ertragen konnte, ist ihr glaube ich nie in den Sinn gekommen. Verständlich, wer konfrontiert sich selbst schon gern mit der Tatsache, dass niemand ihn lieben kann, nicht einmal das eigene Kind? Aber das ist die bittere Wahrheit.

  3. Martha sagt:

    Ich habe 23 Jahre mit einem Narzissten verbracht, und wunderte mich immer über sein Misstrauen, obwohl ich mich sehr auf ihn einstellte. Für ihn war ich eine lieblose, dominante Frau, obwohl ich mein Leben fast nur noch auf seine Bedürfnisse ausrichtete und von Freundinnen als unglaublich schwach und sehr verändert empfunden wurde. Nach 23 Jahren war ich nur noch erschöpft und innerlich leer. Da kam die Neue, jung, liebesbedürftig wie er und von einem Tag auf den anderen war es vorbei. Heute tut es noch weh, aber ich fühle mich frei, keine unerfüllbaren Ansprüche machen mir ein schlechtes Gewissen und ich weiß, meine Art zu lieben war nicht lieblos.
    @Thomas: Schon früher habe ich aus Erfahrung beschlossen, nie mit jemandem etwas anzufangen, der sich in einer bestehenden Beziehung befindet. Irgendetwas stimmt meistens nicht und sei es die Neigung, bei Problemen von einer gleich nahtlos in die nächste zu wechseln. Beim nächsten Mal ist man selbst betroffen. Das ist keine Kritik. Man fühlt sich gut, denn man ist ja“besser“ als der Vorgänger, aber es sind nur austauschbare Figuren im selben Stück. Auch dein Nachfolger kriegt seine Lektion oder gerechterweise mal der Narziss. Gewinner gibt es nicht. Nur meine neue emotionale Freiheit, die empfinde ich als späten Gewinn.

    • Moorkönigin sagt:

      Ja, Gewinner gibt es nicht.
      Lerne Dich selbst besser verstehen und lieben.
      Für den Narzissten geht es immer um seinen Auftritt, seine Wirkung. Wenn wir erschöpft oder ermüdet von ihm, Beifall versagen, sucht er sich jüngere Bewunderer. Arme Geschöpfe. Auf der Suche nach Liebe.
      Narzissten sind Zerstörer. Unglaublich, charmante, Schwarze Löcher. Wir haben das alle erlebt.
      Was bleibt? – Verbrannte Erde.
      Meiner hat jetzt eine Neue. Sie rannte ihm hinterher, war eine von vielen Bettgeschichten, ließ sich beschimpfen, steht immer wieder auf, beschenkt ihn. Er wollte sie gar nicht. Doch jetzt in Alter (ü 50) wägt er genau ab, welchen Nutzen sie ihm bringt. Sie hat Häuser in der Schweiz. Für einen erfolglosen Mann eine gute Partie.
      Was mich verwundert ist, wie er die neue Freundschaft zelebriert. Sie wird nicht gezeigt, nicht vorgestellt. Sie sehen sich alle 3 oder 4 Wochen, sie reist zu ihm. Doch in seiner Wohnung werden ihre Geschenke, ihre Liebesschwüre wie Reliquien ausgestellt. Es ist seine Martina. Und er ist im hohen Maß abhängig von ihr.
      Ich finde das unheimlich gruselig.

    • Silv sagt:

      Neu gewonnene Freiheit, die mir so gut tut. Und noch akzeptieren, dass ich mich so habe gängeln lassen. Weil ich positive Aspekte wie unter einer Lupe wahrnahm und dachte dass daraus was werden könne. Und ausblendete, wie er mit Vorgängerinnen umgegangen ist. Obwohl ich das genau wusste weil ich es ja gesehen habe. Auch wie diese Frauen reagierten als er sich ihnen wieder zuwandte. Plötzlich fühlten sie sich wieder geschmeichelt und haben sich am Spiel beteiligt. Auch weil sie nicht anders konnten. Mich hat das letztendlich in tiefste Abgründe gestürzt. Aber auch mit meiner Familiengeschichte in Berührung gebracht. Ich habe erkannt wie ich dahin gekommen bin. Das ist das einzig Gute an der Sache.

      • Waltraud sagt:

        Narzissten verstehen es hervorragend, das „Spiel“ nach ihren Vorgaben
        zu spielen. Bis man irgendwann mal dahinter kommt, was Sache ist. Eine bittere Erkenntnis…..

  4. Thomas sagt:

    Kleines Beispiel:
    Ich betreibe im Einzelhandel ein Retroartikelgeschäft.

    Angenommen, bei mir wird eingebrochen. Wer ist schuld, ich als Ladenbesitzer oder der Einbrecher?

    Meine Sicht:
    Der Einbrecher, dessen Denksystem sich auf Unerlichkeit und Gewissenlosigkeit beruht.

    Sicht des Narzissten:
    Der Ladenbesitzer, weil er mit seinem Sortiment den Einbrecher verführt hat.

    Anzuwenden auf alle Lebenssituationen!

    • Brigitte Haasler sagt:

      Das ist ein sehr anschauliches Beispiel und absolut treffend!

      Der Narzisst hat eine so verdrehte Sicht,dass man den Boden unter den Füßen verliert.

      Ist es zum Weinen,oder vielleicht sogar zum Lachen,aber absolut absurd.

    • Arianna sagt:

      Das sehe ich auch so. Diese Menschen sind wie Einbrecher – sie sagen sich, „der hat’s ja, während es mir sooo schlecht geht, ich sorge nur für Gerechtigkeit, indem ich mir hole, was mir zusteht“. Ihnen geht es nur um primäre Bedürfnisbefriedigung, und wenn sie dafür über Leichen gehen, halten sie sich für stark und selbstbewusst. Vielleicht auch für sendungsbewusst, sie sorgen ja nur dafür, dass „jeder bekommt, was ihm zusteht“.

      • Susanne sagt:

        Aber nur aus ihrer egozentrischen Sicht!! Einbrecher im wahrsten Sinne!! Diese permanenten Grenzverletzungen sind eine große Herausforderung!

  5. Moorkönigin sagt:

    Also, ich will gestehen:
    diese Punkte treffen fast alle auf mich zu. – als ernüchterte Co- Narzisstin.
    Nach 22 Jahren mit einem Cluster B Menschen. 3 Jahren Trennungsschmerz, habe ich mich gleich wieder in so einen Blender verliebt.
    Erzählt hat er mir wunderschönes, alles, was ich hören wollte.
    Seine Taten hatten nichts damit zu tun. All meine gerade verwundenen Erfahrungen wurden getriggert. Es ging mir nach 3 Wochen miserabel.
    Ich bestand nur noch aus Misstrauen, konnte nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, war in einem permanenten Adrenalinzustand, voller Sehnsucht und Schmerz. Sein Neid, sein Abwerten von allem hat mich extrem runtergezogen. Ich stand völlig unter Druck, den er bei mir abgeladen hat. Es ging immer um Geld. Wovon er keines hat, bei einem fürstlichen Gehalt.
    Nach 3,5 Monaten hab ich ihn vor die Tür gesetzt. Jetzt war ich nicht mehr nützlich. Erst gab’s charming, dann narzisstische Wut. Boh, so heftige Ausbrüche hatte ich bisher noch keine erlebt.
    Das ist jetzt 3 Monate her. Ich bin froh, dass es vorbei ist und will mich nicht mehr so schnell verführen lassen.

    Alleine geht es mir wunderbar gut. Ich bin voller Lebensfreude.
    Das wünsche ich Euch auch!

  6. Lambert Thomas sagt:

    Könnte es sein, dass das Verhalten eines Narzissten mit seinem ständigen Misstrauen paranoid ist? Zwischen Borderline, Narzissmus und Paranoia besteht eine hohe Komorbidität. Die Empathieunfähigkeit von Narzissten ist auch ein typisches Symptom der DPS F 60.2. Treten NPS und DPS nicht somit häufig oder überwiegend gepaart auf?

    • Lilith sagt:

      Ja, Lambert Thomas
      das habe ich mir auch schon gedacht.
      Es ist oft eine Mischung.
      Ich denke bei meinem Exemplar waren es alle drei Stöhrungen.
      Ein bunter Cocktail.
      Der erste Schluck süß und der Letzte sehr, sehr bitter.
      Deswegen finden wir auch oft keine Übereinstimmung mit den Eigenschaften die hier beschrieben werden, weil eben auch andere Stöhrungen dabei sind.

  7. Markus sagt:

    Nicht alle Verhaltensweisen, die in dem Artikel stehen, deuten auf Narzissmus hin. Z.B. kann der Sex mit einem Narzissten rapide abnehmen (z.B. nur 1 Mal im Monat nur noch Sex) und der Partner des Narzissten spricht beim Narzissten berechtigt an, dass ihm der Sex zu wenig ist und befürchtet, dass der Narzisst den Partner wieder mal betrügt und dies der Grund für den seltenen Sex ist (was auch meist der Grund ist).

  8. Thomas sagt:

    Als ich meine Ex-Frau kennenlernte war sie noch mit ihrem ersten Mann „zuammen“ und ihrer Herkunftsfamilie zu eng verbandelt. Mit ihm hatte sie 2 Töchter (damals 4 und 7 J.) wobei die ältere Tochter unter einer Zuckerkrankheit litt.
    Nachdem sie mich kennengelernt und ihren Mann mit mir ( wie 16 J. später mich mit meinem Nachfolger) ausgetauscht hat, zog sie mit den Kindern ein halbes Jahr später zu mir. Ihre Familie war gegen diese Beziehung und mich, was im späteren Verlauf ich offen und subtil zu süren bekam.
    Da meine 2 Zimmer Wohnung zu klein war bat ich meine Eltern den Speicher und das 2. Stockwerk zu einer Wohnung auszubauen. Hauptgrund hierfür eine Drittperson ( meine Mutter) als Betreungshilfe für die zuckerkranke Tochter der Ex zu haben. Nach Einzug , Geburt einer gemeinsamen Tochter und Hochzeit wohnten wir 2 Jahre im Haus der Eltern, als meine Mutter an Lungenkrebs erkrankte und 4 Jahre später starb.
    Nachdem die Krankheit der Mutter bekannt war und Aufmerksamkeit auf sich zog wollte die Ex-Frau (Krankenschwester!), mit Verweis auf den künftigen Betreuungsausfall aus der Wohnung ausziehen und zu ihrer Herkunftsfamilie zurückkehren. Ich stand natürlich in einem Loyalitätskonflikt: auf der einen Seite die Frau mit eigenem Kleinkind und auf der anderen Seite die kranke Mutter und Herkunftsfamilie mit Geschwistern die sich durch den vorherigen Wohnungsumbau beteiligt hatten.
    Ich entschied mich mit starkem Unbehagen für die Ex-Frau. Dieser Akt hatte natürlich Feindseligkeit und Isolation meiner Herkunftsfamilie meiner Person gegenüber.
    In ihrem Umfeld angekommen wurde mir Loyalität noch Respekt gezollt. Paarschwierigkeiten die aus narzisstischen Ursachen erfolgten wurden hinter meinem Rücken mit Dritten besprochen und trugen weiter zu meiner Isolation bei. ON/OFF gabs und schuld war immer ich. Selbst eine Paarberatung die von mir initiert wurde, war Geldverschwendung. Statt Verantwortung zu übernehmen wurde ich nachdem ein Neuer da war ausgetauscht!

    • Maritt sagt:

      Ja, brutal. Ich hab mir 30 Jahre lang einen Fuß ausgerissen und mein gesamtes Leben um den Narzissten herum gebaut. Es war nie genug. Zig Freundschaften hab ich geopfert, musste mir jede freie Minute erstehlen (mein Mann war Lehrer und hatte viel viel Zeit) und wurde dennoch ständig mit der Aussage konfrontiert „wann hast du einmal Zeit für mich“. Das war eigentllich das Schlimmste, die ständigen Vorwürfe deswegen, obwohl ich ja gar nichts anderes gemacht habe, als mich um ihn zu kümmern, neben Haushalt natürlich, der selbstverständlich auch meine Aufgabe war. Aber nur, wenn er nicht da war, denn sonst hieß es wieder „du hast nie Zeit für mich“. Es war so irre, objekt und eindeutig ungerecht, und dennoch habe ich es nicht geschafft die Vorwürfe einfach abprallen zu lassen und achselzuckend meinen Weg zu gehen. Ach hätte ich nur früher über ihn Bescheid gewusst. Ich glaube das hätte mir sehr geholfen.

      • Barbara sagt:

        An Thomas
        Ich erlebe diese Situation mit meinem Sohn. Er und meine Enkeltochter dürfen mich nicht sehen. Meine Schwiegertochter isoliert die Familie gegen mich und meine sehr kranke Mutter und auch gegen meine beiden anderen Kinder. Wir leiden darunter. Meine Mutter ist schwer krank und sie Wünscht sich ein Wiedersehen und ein Beenden dieser Machtsituation.

        • Lise1 sagt:

          Hilf ihr, zu verstehen und das damit umzugehen, dass die Machtsituation nicht allein durch Wünschen zu ändern ist. Notfalls holt euch professionelle Hilfe, damit das Leid aufhört und auch der Eigenanteil an der Situation aufgedeckt und somit vermindert werden kann

      • Silv sagt:

        @Maritt ach hättest du nur auf dein Bauchgefühl hören können das dir sicher schon vorher gesagt hat, dass etwas nicht richtig ist.Es ist ja leider in der Regel eine Passung wenn solch eine Beziehung trotz allem aufrecht erhalten wird.

    • Lise1 sagt:

      @Thomas, hol dir Hilfe, damit du aus der Jahrelangen Spirale raus kommst.

      Vielleicht war ja nach 16 nicht unproblematischen Jahren auch einfach die Liebe vorbei. Du hast doch das Gleiche deinem Vorgänger angetan. 16 Jahre sind ja nicht unbedingt kurz für eine Beziehung.

      Dass du wegen des Verlassen werdens verletzt warst glaub ich gern. Du bist jedoch extrem verletzt und kannst seit Jahren nicht zum normalen Leben zurück kehren. Warum?

      Ich verstehe auch nicht ganz, warum deine Mutter das zuckerkranke Kind pflegen sollte und du deshalb um den Ausbau der Dachwohnung batest. Das sind doch auch Verstrickungen und Abhängigkeiten, die nicht für jeden geeignet sind.
      Ich wäre da lange vor 16 Jahren weg, das sind doch nichtrückzahlbare Schulden, die einem ewig bei jedem Fehler aufgezählt werden, außer man geht irgendwann weg.

      • Thomas sagt:

        Verstehe die Antworten nicht.

        Ich hab alles für die Ex und Beziehung mit Kindern getan. Hätte sie die zuckerkranke Tochter nicht gehabt hätte ich nie die Verstrickungen mit meiner Herkunftsfamilie gehabt.

        Sie war verheiratet und hatte 2 kleine Kinder und ging auf Männersuche während der eigene Mann auf Arbeit war. Dann soll ich, der Single war, am zerbrechen ihrer ersten Ehe schuld sein?

        Ich denke das Thema Schuldumkehr hatten wir schon.

        Ich war nach der vergeblichen Paarberatung noch weiterhin dort um eine Trennungsberatung in Anspruch zu nehmen.
        Trotzdem bringt mir das weder Lebensglück noch die mir entfremdete Tochter zurück.

        • Lise1 sagt:

          Nein, Thomas, du bist nicht schuld am Zerbrechen der ersten Ehe, aber du warst williges Werkzeug, Thomas, du hättest ja auch deine Vorteile. Hast ihr geholfen, einen anderen zu verletzen. Du hattest ja die Wahl, genau so wie sie, was anderen Menschen angetan wird. Hättest das auch genau so gut ihr allein überlassen können die kaputte Ehe zu verlassen. Aber du hast mitgemacht.
          Kein Problem, es ist nicht moralisch zu bewerten, du wirst da Bedürfnisse gehabt haben, die sie erfüllte.

          Aber hör auf zu jammern, dass dir das Gleiche geschah und fang dein Leben an.
          Hol dir Hilfe, weil du da seit Jahren einfach nicht von weg kommst.

          Du schreibst, du hättest alles für die Ehe getan. Wie kommst du darauf, dass deine Methoden, wie zum Beispiel Schuldnerin und Abhängige deiner Mutter und der Dachgeschosswohnung zu werden oder eine Paartherapie wirkungsvolle Maßnahmen wären?

          Niemals zieht man ins Haus der Eltern, das minimiert erheblich die Möglichkeit, eine lange glückliche LiebesBeziehung zu haben. Wenn die Abhängigkeit von den Eltern so stark hergestellt wird, ist das Machtgefälle viel zu groß

          Hier haben viele Mitleid mit dir, ich auch! Es wir Zeit, dass du nach all den Jahren wieder in ein gutes Leben kommst. Beginne das Vergangene als dein Leben anzunehmen und sieh, dass irgendwann die Luft aus der Beziehung unrettbar raus war.
          Fang ein eigenes Leben an und sorge endlich für dein Wohlergehen!

          • Thomas sagt:

            Zu Anfang der Beziehung hat sie mir erklärt das sie unglücklich ist und ihr Mann sie geschlagen hätte.
            Das sie mich angelogen hat, wie später auch, und dass das zum narzisstischen Reportoire gehört wusste ich nicht. Natürlich war es mein Fehler in ihre Eheungereimtheiten einzubrechen ( würde mir nie mehr passieren). Auf jeden Fall hat die Ex vor mir und nachdem wir bei meinen Leuten ausgezogen mit mir und nach mir beständig bei ihrer Herkunftsfamilie gewohnt. Auf neutralem Boden hat sie ebensowenig gelebt wie sie in ihrem ganzen Leben noch kein einziger Tag Single war. In ihrem Umfeld gibts materielle und emotionale Bestätigung. Für alle Nützlichkeiten sind diverse Tankstellen vorhanden.
            Na ich werd mich nie mehr auf Frauen einlassen. Kein Vertrauen, viel zu gefährlich!

          • Lise1 sagt:

            Thomas, Frauen sind nicht gefährlich.

            Hol dir Hilfe, dein dir bestimmtes gutes Leben zu leben!

      • Thomas sagt:

        Der Grund warum ich auf den Blog, der wie Narzissten sich verhalten wenn man nicht 100% Aufmerksamkeit an sie abgibt zum Inhalt hat, geschrieben hat war wie die Ex die Krankheit meiner Mutter beantwortet hat.

        Stattdessen liest man meine Unverantwirtlichkeit gegenüber aller Beteilgten heraus. Kommt mir bekannt vor. Hab ich jahrelang so erlebt.

        • Barbara sagt:

          @ Thomas
          Ich verstehe Thomas sehr gut. Die Narzisten lügen, verdrehen duebTatsachen, manipulieren ihre Partner. Ich wünsche Thomas eine gute und normale Partnerin und wünsche ihm wieder Zugang zu seiner Herkunftsfamilie. Vielleicht braucht das noch etwas Zeit.

        • Lilith sagt:

          Hallo Thomas,
          ich sehe das auch als normal das deine Mutter sich um das Kind kümmern wollte. Auch das mit der Wohnung.
          Sowas macht man eben in Familien und das ist ja auch was schönes.
          Es muß ja nicht immer gleich Jeder was Schlechtes dabei sehen.
          So ein Beispiel mit der Krankenschwester habe ich auch erlebt.
          An mir selber.
          Da denkst du die helfen dir und im Notfall sind sie eiskalt und völlig Emphatiefrei.

          • Lise1 sagt:

            In Helferberufen hat man viel Macht über Bedürftige. Daher sammeln sich da gern Narzissten, die nach außen dann als edel und hilfreich gelten.

            Sogar das Helfersyndrom ist auch unter anderem ein Mittel, das eigene Selbstbewusstsein aufzupäppeln und Lob und Verehrung in großem Umfang zu bekommen. Da werden große soziale Leistungen vollbracht, Oft später wieder zerstört (siehe zu. B Skandal Weißer Ring).
            Jedoch ist es trotzdem ein selbstentfremdetes Leben mit unrealistischer Selbsteinschätzung verbunden (parallel wenig Selbstwertgefühl und gleichzeitig das Gefühl, besonders stark und edel zu sein).

            Der Helferberufe kann auch benutzt werden, um Abhängige zu haben. Züchten von Conarzissten oder Coabhängigen.

            Wenn diese dann nicht mehr den Zweck erfüllen und eigene Ansprüche haben, die nicht vom N gewollt sind, dann werden sie allein gelassen.

            Wort und Tat stimmen nicht überein, aber man traut es ihnen oft nicht zu, weil der Seelsorger-oder Helferberuf gut zur Verschleierung der wahren Motive (Macht, Anerkennung, Verehrung) zu gebrauchen ist

    • Silv sagt:

      Thomas, das hast Du bereits mehrfach so erzählt. Über längere Zeit hat dein Ärger nicht abgenommen und ist evtl in Verbitterung umgeschlagen. Jetzt schau, was ‚ für dich zu retten ist(Herkunftsfamilie) oder organisiere dein Leben zu deiner Zufriedenheit. Auch mit den Widrigkeiten die sich eingestellt haben. Damit du wieder froher und zuversichtlicher werden kannst

      • Lise1 sagt:

        Ich überlege seit einer Weile, dass wir seit längerem versuchen, Thomas zu sagen, dass es auch nach traumatischen Erlebnissen jeder in der Hand hat, selbstbestimmt und sinnvoll zu leben. Sich nicht mehr von den vergangenen Dramen steuern zu lassen.

        Vielleicht will Thomas das nicht, vielleicht ist das entgegengebracht Mitleid ein wichtiges Ding in seinem Leben und er will das so behalten.

        Ich höre mal einfach auf, ihn zu Verbesserungen seiner Lage Mut machen zu wollen und akzeptiere, dass seine momentane Lage viele Vorteile für ihn bietet

      • Silv sagt:

        @Lise1 ‚in Helferberufen‘ fehlt heutzutage der längerfristige Kontakt mit den ‚Abhängigen‘. Zumindest im Gesundheitswesen.

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