Ich bin es (mir) wert!

Ein Gastbeitrag von Sandra Kincaid

Mein Name ist Sandra Kincaid, ich bin Coach und Hypnotherapeutin in München. Und – wie alle Beteiligten hier – war auch ich schon betroffen von den Höhenflügen und Abgründen einer Beziehung mit einem Narzissten. Obwohl ich immer gewusst hatte, dass diese Beziehung alles andere als gesund war, brach eine Welt für mich zusammen, als er mich eines Tages abserviert hat – aussortiert wie einen alten Putzlappen. Ich konnte es einfach nicht verstehen, ich war in einer Schockstarre.

Bild: © tutye – Fotolia.com

Wie kann ein Mann, der mir schreibt „Ich fühle mich sooo reich beschenkt mit dir!“ mich zwei Tage später abservieren mit den Worten: „Ich habe eine Liste gemacht und es gefällt mir viel mehr an dir nicht mehr als mir an dir gefällt und ich liebe dich deshalb nicht mehr!“ Wie kann ein Mann, der mich ständig als Traumfrau bezeichnet, mir das Leben zur Hölle machen, weil ich seines Erachtens die Kartoffel beim Schälen nicht richtig halte?

Meine Liste an Auf- und Abwertungen würde den Rahmen sprengen und ich denke, jeder hier weiß, wovon ich rede. Ich befand mich vor einem Scherbenhaufen – war es doch genau dieser Mann, mit dem ich alt werden wollte… und es hat eine ganze Weile gedauert zu erkennen, dass er es nicht ist – eine Tatsache für die ich mittlerweile sehr dankbar bin.

Ich ging durch die Hölle und ich wollte wissen, was hier passiert war. Also begab ich mich auf die Suche nach Antworten. Nachdem mir in Gesprächen drei Psychologen – völlig unabhängig voneinander – gesagt hatten, dass es sich hier wohl um eine narzisstische Persönlichkeitsstörung handelt, begann ich im Internet zu recherchieren. Mein erster Kontakt mit diesem Thema war die Homepage von Sven Grüttefien, die mir sehr geholfen hat, die Dynamik dieser Beziehungen und auch meinen Anteil darin zu erkennen.

Die Suche nach Antworten und der Ablösungsprozess

Ich verbrachte also meine schlaflosen Nächte damit, Artikel, Bücher und Foren, die dieses Thema behandelten, zu durchforsten. In diesem ganzen Prozess und immer die Worte meines Vater in den Ohren „Wer weiß für was es gut ist!“, kam mir die Idee, eine Meditation zu schreiben, die Betroffene dabei unterstützt, wieder zu sich und einen Ausweg aus einer solchen kräftezehrenden Beziehung zu finden. Irgendetwas Gutes musste doch aus diesem ganzen Höllenritt kommen.

Also habe ich mich hingesetzt und mir überlegt, was denn wichtig ist, um diesen Ablösungsprozess zu beschleunigen. Was mir immer wieder in den Sinn kam, waren Selbstwertgefühl und energetischer Schutz. Natürlich macht jeder seine ganz eigene Erfahrung in der Beziehung mit einem Narzissten und die Dynamik kann variieren, dennoch – auch nach Gesprächen mit anderen Betroffenen – erschienen mir doch diese Attribute die wichtigsten.

Den Selbstwert zu behalten, geschweige denn zu stärken, ist meiner Meinung nach in der Beziehung mit einem Narzissten extrem schwierig. Zwar fühlt es sich wunderbar an, die Traumfrau, bzw. der Traummann zu sein und hofiert zu werden, doch der Preis ist sehr hoch, wenn sich das Blatt wieder wendet und das tut es ja permanent.

Die Schuldfrage klären

Ich glaube, viele Opfer suchen die Schuld bei sich und denken:„Wenn ich mich nur ändere, dann wird alles gut, dann liebt er mich wieder und wir verbringen wieder eine wundervolle Zeit miteinander!“. Leider ist das eben nicht so, selbst wenn – und wann passiert das schon? – der Narzisst seine Störung erkennt, wird es sehr lange dauern, bis er seine Themen mit professioneller Hilfe bearbeitet und geheilt hat.

Für mich war das der schmerzlichste Teil des Prozesses – anzuerkennen, dass er sich nicht ändern wird und ich, wenn ich mit solch einem Mann zusammen sein will, den Preis zu zahlen habe. Der Preis war und ist mir zu hoch! Also ging ich durch das Tal der Tränen und arbeitete an meinen Projekten und an meinem Selbstwertgefühl.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich einen ganz persönlichen Schlachtplan zu entwickeln, wie man sein Leben am besten wieder in den Griff bekommt. Keiner muss in so einer Beziehung verharren, jeder hat es verdient, geliebt zu werden.

In meiner Arbeit als Coach arbeite ich sehr viel mit dem inneren Kind und der Selbstliebe. Nur wenn wir uns selbst lieben, können wir wahre Liebe empfangen und auch geben. Also hier mein Appell an alle Betroffenen, arbeiten Sie an Ihrer Selbstliebe:  Sie sind wundervoll – jeder auf seine Art. Entdecken Sie Ihre Stärken, entdecken Sie, was Ihnen Freude bereitet, was Sie beflügelt… Je mehr Selbstwertgefühl Sie entwickeln, desto einfacher wird das Leben und desto einfacher wird der Ausstieg aus dieser destruktiven Beziehung.

Das Selbstwertgefühl stärken

Da ich in meiner Praxis auch energetisch arbeite, war es mir wichtig, einen Teil meiner Meditation dem energetischen Schutz zu widmen. Der kann für jeden anders sein und ich gebe nur Anregungen. Wichtig ist nur, diesen Schutz aufzubauen und zu halten, denn er hilft bei den Angriffen des Narzissten gelassener zu bleiben und sich sicherer zu fühlen. Ich kann niemals den anderen ändern, ich kann immer nur schauen, dass es mir gut geht und ich somit meine Umwelt positiv beeinflusse.

Nach den ersten Überlegungen habe ich mich hingesetzt und begonnen, diese Meditation zu schreiben. Ich habe sie immer wieder gelesen, reflektiert, verändert, verbessert. Ich habe hier meine eigene Leidensgeschichte mit meiner langjährigen Erfahrung als Coach und Hypnotherapeutin vereint und es ist mir eine große Herzensangelegenheit, damit möglichst vielen Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befinden, zu helfen.

Mein Seelenschmerz sollte nicht umsonst sein! Es hat mehrere Monate gedauert, bis ich endlich soweit war, sie in einem professionellen Tonstudio aufzunehmen und sie Ihnen hiermit zum Kauf anzubieten. Sie steht für 18,90€ im mp3 Format auf  meiner Homepage http://sandrakincaid.com/shop-skc/ zum Download zur Verfügung.

Die Vergangenheit loslassen

Das Leben ist ein Prozess und der Ausstieg aus einer ungesunden Beziehung ist ein Prozess. Je öfter Sie die Meditation hören, desto mehr wird sie sich in Ihrem Unterbewusstsein verankern. Jeder hat ein Recht glücklich zu sein. Manchmal geht man im Leben Umwege und das Ziel scheint unerreichbar zu sein. Das ist nicht immer schlecht, denn auch diese Erfahrungen können uns bereichern.

Ich appelliere an alle, weiter zu machen, dran zu bleiben, zu recherchieren, Ihre Anteile zu erkennen und zu heilen, an sich selbst zu glauben, sich selbst zu lieben, Freude zu haben, am Leben und seinen Herausforderungen und offen zu sein für die schönen Momente, die es einem bietet – und ja, es gibt sehr viele schöne Momente auch ohne den Narzissten…

Ich habe es geschafft und sitze hier und denke, diesen Mann will ich nicht mehr geschenkt zurück. Und wenn ich es geschafft habe, dann können Sie es ganz sicher auch schaffen. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass auch Sie schon sehr bald erkennen, wofür dies alles gut war, denn alles im Leben hat seinen Grund, manchmal braucht es nur eine Weile bis man ihn erkennt.

Alles Gute und ganz viel Erfolg, Licht, Liebe und Freude auf Ihrem Weg wünsche ich Ihnen von Herzen!

Sandra Kincaid

www.sandrakincaid.com


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Veröffentlicht in Blog, Hilfe für Opfer von narzisstischen Missbrauch
23 Kommentare zu “Ich bin es (mir) wert!
  1. Ina sagt:

    Komisch, das andere Menschen abwerten kenne ich doch noch…. und da findet man es so gehäuft genau an dieser Stelle wieder.
    Sehr Schade, ich dachte das wäre der Platz an dem man sich davor sicher fühlen darf.Ich frage mich Hr.Foeckeler wer hier wen haut?

  2. Lilith sagt:

    Hallo Frau Kincaid,
    das mit dem energetischen Schutz ist sehr wichtig, meiner Meinung nach geht das aber erst wenn man sich schon getrennt oder zumindest distanziert hat.
    Es ist ja eine Verbindung da und die muß erst getrennt werden.
    Ich habe immer wieder eine Meditation gemacht die heißt „Arschengel“ da trennt man die Bänder die einen noch verbinden.
    Das ist schwere Arbeit, aber mir hat es sehr geholfen.
    Und mich hat nicht meine Selbstliebe sondern meine Würde ( Selbstachtung ? )gerettet.
    Wobei das vielleicht auch das Gleiche ist?

    • Hallo Lilith,

      da meinen Sie bestimmt eine Meditation von Robert Betz, zumindest kenne ich diesen Ausdruck von ihm. Ich kenne seine Meditation nicht, aber das mit den Bändern trennen ist eine sehr effektive Methode, die ich auch in meiner Praxis und an mir selbst anwende. Schön, dass Sie Ihnen geholfen hat…

      Um sich energetisch zu schützen, müssen Sie nicht von ihrem Partner getrennt sein. Es hilft, eine „dickere Haut“ zu bekommen, mehr bei sich zu sein. Die Schamanen zum Beispiel schützen sich auch energetisch, dies ist völlig unbahängig vom Beziehungsstauts, es ist eine Praxis wie z.B. ein energetischer Reinigungsprozess es auch ist.

      Wenn Sie Ihre Würde/Selbstachtung bewahren, ist das doch ein Zeichen von Selbstliebe… 🙂

      Herzliche Grüße
      Sandra Kincaid

      • Lilith sagt:

        Ja, das war von Robert Betz.
        Ich konnte auch Alle durchtrennen ( bei mir waren es dicke Eisenstangen )nur eine starke Verbindung über mein Stirnchakra
        machte mir sehr zu schaffen.
        Bis ich dann anfing es mit der Wurzel auszureißen.
        Ich habe das richtig körperlich gespürt, auch die Wunde danach, die erst heilen mußte.
        Jetzt spüre ich es als leichter Druck auf meiner Stirn, wenn er versucht wieder anzudocken, obwohl es schon lange vorbei ist.

        Es ist gut das sie Sowas auch machen, ich kann es empfehlen.
        Herzliche Grüße zurück
        Lilith

        • Vielen Dank Lilith!

          Ja, das hört sich nach einer sehr starken Bindung an. Umso besser, dass Sie das alles trennen konnten.

          Wenn Sie von Ihrer Stirn reden, denke ich, dass da vielleicht noch eine Verbindung über’s dritte Auge (6. Chakra) besteht. Aber Verbindungen sind nicht schlimm, das was wir trennen wollen sind ungute Bindungen, die uns Energie rauben und unfrei machen. Wenn es Sie stört, probieren Sie doch mal, ob sie sich einen ganz eigenen Schutz kreieren wollen – eine Form oder Farbe – die nur noch positive Energien durchlässt. Da Sie ja schon Erfahrung mit Energiearbeit haben, denke ich, dass dies Ihnen leicht fallen wird…

          Herzlichst
          Sandra Kincaid

          • Friedel sagt:

            Hallo Frau Kincaid,

            nach meinem Empfinden geben Sie sehr gute Impulse. Dem kann ich nur zustimmen. Farben sind ein sehr guter Energieträger. Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen gemacht nach – durch – eine toxische Beziehung und nicht berechenbarer Erkrankung, mich auf eine Farbe zu konzentrieren. Nunmehr sehe ich, als auch meine informierten Freunde diese Farbe an vielen Stellen.
            U.a. dank dieser Energiearbeit war es mir möglich eine Operation aufgrund der positiven Energie zu vermeiden. Ich laufe diesbezüglich mit Ihnen absolut konform. Vielen Dank!

          • Lieber Friedel,

            vielen Dank für Ihr positives Feedback.

            Es freut mich immer zu hören, wenn Menschen so positive Erfahrungen mit Energiearbeit machen. Dass Sie dadurch sogar eine Operation verhindern konnten ist ja wunderbar!

            Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute!

            Herzliche Grüße
            Sandra Kincaid

          • Silv sagt:

            Das ist Esotherik- Blödsinn.

          • Friedel sagt:

            Frau Kincaid hat das Thema Schamanen angesprochen. Es gibt ein sehr interessantes Buch, ein Roman des Schamanen Hernán Huarache Mamani – Schattenfänger – inhaltlich eine Frau, deren Lebensmittelpunkt ihr Ehemann ist, sie eines Tages nach Hause kommt und er unangekündigt sämtliche seiner Sachen beräumt hat,um sich einer anderen – besseren??- Frau zuzuwenden. Die zusammbrechende Ehefrau macht sich dann auf ihren Weg und begibt sich in die Hände von Schamanen, wo sie herausfordernde Prüfungen zu bestehen hat, auf dem Weg zu ihrem Selbstwert und ihrer Selbstliebe. Aus meiner Sicht ein sehr Gedanken anregender Roman.

            Gedanken anregend finde ich ebenfalls den hier erfolgten Kommentar ohne Begründung „Esoterik-Blödsinn“.

            Ich stand vor der Wahl, infolge erheblicher Belastung innerhalb einer toxischen Beziehung, mir aufgrund der erfolgten Erkrankung Prothesen in der Halswirbelsäule in einer längeren Operation einbauen zu lassen oder zu überdenken, ob ich die Möglichkeiten alternativer und konservativer Heil- und Behandlungsmethoden in Betracht ziehe.

            Ich habe mich für die zweite Variante entschieden, nicht aus Sorge einer missglückten Operation, eher aufgrund Bedenken, dass inneres bildendes Narbengewebe Spätfolgen und Problematiken mit sich bringen können.

            Somit entschied ich mich, trotz des über Monate andauernden, unguten Körpergefühls ein grosses Nadelkissen zu sein und stellenweisem Taubheitsgefühl, zu Alternativmethoden.

            Als erstes gab ich meiner Erkrankung einen Namen, den Namen einer Farbe. Das dämmte meine Angst und ich konnte die Erkrankung als das annehmen was sie war. Eine Botschaft meines Unterbewusstseins/Seele an meinen Körper. Ich informierte meine Freunde und Familie- von denen niemand in der grossen Ommm „Esoterik -Blödsinn“- Szene unterwegs ist, und viele schöne Fotos erreichten mich. Über die ich schmunzelte, lächelte, lachte und viel positive Energie erhielt, sogar in Gemeinschaftsarbeit ein Bildband entstanden ist. Abgesehen davon, ich konservative Behandlung in Anspruch nahm sowie regelmäßig Vinyase Power Yoga unter Anleitung meiner Physiotherapeutin mache. Das Zusammenspiel dieser guten Energien hat innerhalb von 1,5 Jahren zu einem positiven Verlauf geführt und eine Operation ist in weite, ganz weite Ferne gerückt.

            Es stellt sich die Frage, was an diesem positivem Verlauf „Esoterik-Blödsinn“ ist und sich mir eher als Unverschämtheit darstellt, dazu nicht einmal eine Erläuterung abzugeben.

            Erinnern wir uns an den Ehemann im Tütü, der einzig und allein bestrebt war seiner krebskranken Frau ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, um ihr positive Energie zu schenken.

            Ein solcher Kommentar „Esoterik-Blödsinn“ ist lediglich der Versuch von – Entschuldigung – unqualifizierter, unwissender Klugscheisserei.

            Abschließend ein Zitat von Albert Schweitzer, den man zufolge solcher Kommentare aus den Geschichtsbüchern streichen müsste……

            Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.

  3. Maritt sagt:

    Ich kann dem Kommentar von N. Foeckeler nichts Positives abgewinnen. Was heißt hier „gesellschaftliches Emanzipationsproblem“!? Hört sich für mich so an wie „früher hielten die Beziehungen länger, weil die Frauen wussten was sie an ihren (versorgenden) Männern hatten und haben deshalb wesentlich mehr ausgehalten bzw mussten mehr aushalten. Oder was heißt „langjährige funktionierende Beziehungen werden durch andere gesellschaftliche Bedingungen für überholt oder für einseitig erklärt“!? Das sind genau die Argumentationen, die ich mir von meinem
    narzisstischen Ehemann anhören musste, für den die langjährige Beziehung im übrigen auch bestens funktionierte. „Du mit deinem Selbstbestimmungstrip machst alles kaputt“, „Früher waren die Frauen noch dankbar, wenn sie versorgt waren“ oder „Du musst dir deine Rente verdienen (indem du mir zu Füßen liegst)“. Entschuldigung, wir sprechen von narzisstischem Missbrauch und nicht davon, dass sich die Frau beklagt, weil der Ehemann zuwenig im Haushalt hilft.

    • Lilith sagt:

      Ja Maritt,
      für mich ließt sich das so, als ob hier ein sehr altmodischer Macho sauer ist das seine Frau sich emanzipiert hat und ihrer eigenen Arbeit nachgeht.( Also brav zurück in die Steinzeit )
      Und wer ist denn gesellschaftlich geächtet?
      Oder „Aushölung von Familien durch staatliche Lebensgestaltung“
      Ist da der Kindergarten oder die Schule gemeint?
      Ich lese da keinerlei wissen über Persönlichkeitsstöhrungen und Kompromisse gibts mit Narzissten eh nicht.

  4. Luna sagt:

    Hi, ich weiß, in meiner Kindheit vieles nicht gut war. Ich wollte es meinen Eltern recht machen um gesehen zu werden. Heute bin nach meiner fast 10 – jährigen Beziehung mit einem Narzissten, der ausserdem sadistisch und asozial ist, nur noch teilweise belastet. Als damals Coabhängige bin ich nun dank meiner Therapie sehr gewachsen und lasse mir deshalb wenig gefallen. Ich bestimme die Regeln mit, der mit mir Umgang hat. Ich schütze mich und bin es mir wert meine Grenzen aufzuzeigen und durchzusetzen. Das wünsche ich jedem, der diese ungünstige und ungesunde Beziehung mit einem Narzissten hinter sich hat. Schaut nach vorne. VG Luna

  5. Norbert Foeckeler sagt:

    „Von wegen Mediation“

    hier ist doch immer nur von „einem“ die Rede. Vom Stärken, Aufmauern und Verlassen.
    Wer heilt denn Beziehungen, in denen BEIDE narzisstische Anwandlungen haben. Die stellen sich zwar gesellschaftlich unterschiedlich geächtet da, sind aber dennoch oft vorhanden.
    Auf die gesellschaftlich geächteten wird draufgehauen mit geballter OPFER- Kraft.
    Beziehungsverhältnisse gestalten sich beidseitig und oft wird lange profitiert und irgendwann, frisch aufgehetzt, draufgehauen. Das Ganze ist ein gesellschaftliches
    Emanzipationsproblem. Langjährig funktionierende Beziehungen werden durch andere gesellschaftliche Bedingungen für überholt oder für einseitig erklärt. Sie sind aber in anderen Zeiten eingegangen worden, als man noch auf symbolisches Verhalten setzte.
    Ob die Ausnutzung der Frauen als Bruttosozialproduktverstärker und die Aushöhlung von Familien durch staatliche Lebensgestaltung für diese wirklich einen Gewinn darstellen,
    ist noch lange nicht bewiesen. Also an Alle in diesem Umfeld Überlegende und vielleicht auch Gutmeinende „seid selbstkritischer und schaut auf die gegenseitige Entwicklung,
    dann gibt es auch Kompromisse für „Opfer“ und „Täter“ oder „OpferTäter“

    • Silv sagt:

      @Norbert Foeckler
      Genau. In narz andauernden und oft on/off- Beziehungen haben beide Partner narz Anteile. Zum narz. Partner passt dann der Conarzisstische. Alle anderen Konstellationen brechen ja schnell komplett auseinander oder finden sich garnicht. Beide haben ihre Anteile. Den Eigenen zu erkennen und zu versuchen daran zu arbeiten- darum geht es. Solange der Eigenanteil nicht erkannt wird gibts auch keine Änderung in der Gestaltung von Beziehungen. Das können aber auch Beziehungen im Rahmen der Familie oder am Arbeitsplatz sein.

      • Lise1 sagt:

        Silv, stimmt. Das wollen
        die Opfer nicht hören, weil es verdammt weh tut. Mit dem Finger auf andere zeigen, tut dagegen nicht weh. Und der Gewinn aus einer Opferrolle ist auch nicht zu verachten, daher lässt die sich nicht jeder nehmen. Dazu müsste man den Schmerz aushalten, was einem geschah und außerdem einen Großteil seiner Lebenseinstellungen ändern. Für viele nicht machbar.

    • Anne Birkner sagt:

      Herr Foeckeler spricht endlich einmal aus, was ein gesellschaftliches (und besonders auch bei Psychotherapeuten verbreitetes) Tabu ist.

      • Lise1 sagt:

        Ja, finde ich auch. Bei Therapeuten ist es allerdings kein Tabu. Viele müssen aber zu lange gegen die Abwehr ihrer Patienten angehen und versuchen, sie in der Therapie zu halten und das erscheint dann so, als ob die Opferrolle verstärkt wird. Die Patienten nehmen immer das, was sie begreifen wollen. Wer echt aufräumen will, ändert was und hört auf, immer das arme Opfer zu sein.
        Das war man mal, aber heute ist man erwachsen und es ist überflüssig geworden.

        Man darf erwachsen werden und man darf wissen, dass man mit allen seinen Facetten ok ist und die unangemessenen Handlungsweisen auch aufgegeben werden können.

        Dann kommt man in glückliche Beziehungen, die echt sind.

        • Friedel sagt:

          Das sehe ich überhaupt nicht so!

          Vorab gilt es erst einmal zu verstehen und das erlebte Trauma zu be- und verarbeiten. Dazu erfordert es einen geschulten Therapeuten, Coach oder auch Heilpraktiker, der/die nicht übermotiviert sich zu Beginn an die eigenen Anteile macht. Der Teil ist was für Fortgeschrittene. Aus meiner Sicht gibt es immer noch viel zu wenig Therapeuten und Angebot, die Schritt für Schritt den/die Betroffene Möglichkeiten an die Hand geben, den Weg in den eigenen Selbstwert zu finden und die Erlebnisse in Maßen zu reflektieren.

          Einige in diesem Blog sind schon viele Schritte weiter. Erinnern wir uns an manchen Anfang und die harte Arbeit, in die Klarheit zu gelangen.

          • Silv sagt:

            @Friedel stimmt sicher. Erstmal ist Schadensbegrenzung und ggfs Traumabearbeitung angezeigt. Begleitend oder anschließend dann Ursachenforschung. Es gibt auch Menschen die kein behandlungsbedürftiges Trauma davon tragen. Und wissen möchten, wieso sie u.U. immer wieder in derartige Neziehungs- Konstellationen geraten

          • Goldmund sagt:

            Hallo Silv

            Warum Menschen immer wieder in solche Beziehungskonstellationen geraten, ist a.m.S. einfach zu beantworten. Es ist die fehlende Selbstliebe, die uns zu Opfern macht! Wir suchen im Aussen, was wir im Innern nicht haben. Die fehlende (Selbst)Liebe macht uns so Sehnsüchtig! Und genau das können und müssen wir von Narzissten lernen: Selbstliebe.

            Haben wir das einmal geschafft, sind wir nicht mehr so anfällig auf solche Beziehungen und so leicht manipulierbar.

    • Friedel sagt:

      Herr Foeckeler,

      unter Bezugnahme auf Ihren Kommentar erläutern Sie doch gerne einmal Ihre Definition zu „OpferTäter“.

      Ich danke für ein ein Aufschlüsselung.

    • Goldmund sagt:

      @Norbert Foeckler

      Was ist denn das für ein Quatsch?

      Jeder Mensch ist für sich und sein Leben selbst verantwortlich, daran ändert auch eine Partnerschaft nichts. Davon abgesehen sind Kompromisse mit Narzissten illusorisch.

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