5 Beziehungsirrtümer mit einem Narzissten

Sicherlich ist es ein wunderbares Gefühl, frisch verliebt zu sein und einen Partner gefunden zu haben, der offenbar wie das fehlende Puzzle-Teil zu passen scheint. Sofort entstehen im Kopf die unglaublichsten Fantasien von einer glücklichen und vollkommenen Beziehung. Jeder fängt an, vom zukünftigen Glück zu träumen und malt sich ein sorgenfreies Leben aus. Gerät man dabei jedoch an einen Narzissten, so zeigen sich sehr schnell große Diskrepanzen zwischen den eigenen Erwartungen und der Realität.

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Die meisten Menschen erwarten von einer Beziehung die Erfüllung all ihrer Träume. Frei nach dem Motto:“Gemeisames Glück ist doppeltes Glück!“ will man zusammen mit seinem neuen Partner in eine hoffnungsfrohe Zukunft starten. Leider erweisen sich aber die hohen Ideale oft als eine Luftblase und nichts bleibt von den guten Vorsätzen übrig. Im Folgenden werden einige typische Irrtümer über Beziehung mit einem Narzissten beschrieben:

1.  Mein Partner soll mich glücklich machen

Die Erwartungen an eine Beziehung sind meistens unrealistisch hoch. In einer Beziehung möchte man sich angenommen fühlen, man will geliebt werden, man möchte wichtig für den Partner sein, man möchte das Gefühl haben, gebraucht zu werden sowie offen und vertrauensvoll kommunizieren zu können, Verständnis vom Partner erhalten, körperliche Nähe und Sex sowie emotionale und wirtschaftliche Sicherheit. Von einer Beziehung erwarten die meisten ganz allgemein die Erlösung von allem Übel und den Übergang ins Paradies.

Unter normalen Umständen sind diese hohen Ziele schon kaum zu erreichen. Gerät man dann noch an einen Narzissten und bleibt frohen Herzens bei seinen Erwartungen, müssen Enttäuschungen und Verzweiflungen die Folge sein. Die Partner von Narzissten hoffen, dass er Ihnen Sicherheit und Bestätigung gibt und ihren inneren Mangel füllt und befriedigt. Dabei stoßen sie jedoch auf das genaue Gegenteil.

Die Partner richten meistens ihre ganze Konzentration allein auf den Narzissten. Sie fixieren sich auf ihn und sind ständig mit den Gedanken bei ihm: Was macht er gerade ? Mit wem ist er gerade zusammen ? Denkt er an mich ? Wird er heute abend anrufen ? usw. Sie sind ständig darauf bedacht, dass  sich der Narzisst um sie kümmert und ihnen seine Liebe offenbart. Da aber ein Narzisst nicht daran denkt, den anderen glücklich zu machen, sondern nur darauf bedacht ist, selbst glücklich zu werden, dürfte dies wohl der Grund  für einen anhaltenden Beziehungsstress sein.

Außerdem schleppt der Narzisst selbst eine innere Leere mit sich herum, die er durch seinen Partner zu füllen versucht. Der Narzisst erwartet von seinem Partner, dass er ihm vollständig zur Verfügung steht und alle seine Wünsche vorausahnend von den Lippen abliest. Er sieht in der Beziehung die Möglichkeit, seine eigenen emotionalen Interessen zu befriedigen und sich in seiner Größe und Einzigartigkeit bestätigt zu fühlen.

Beide Partner brauchen den anderen, um ihren inneren Mangel an Selbstliebe zu überwinden. In erster Linie geht es den meisten Liebenden darum, selbst geliebt zu werden und damit ihr Selbstwertgefühl zu nähren.

Erst in zweiter Linie dreht es sich in einer  Beziehung auch um dem Partner. Das bedeutet, das Beziehungen primär zum eigenen Nutzen gestaltet werden und meistens auch auf Kosten des anderen. Es geht weniger um den Partner als vielmehr um die Funktion, die er für den anderen haben soll. Der andere bekommt unbewusst die Rolle aufgedrückt, jederzeit und immerwährend für den anderen da zu sein, ihn zu bewundern und glücklich zu machen.

Dabei verhält sich der Narzisst dominant und fordernd, während der Partner sich zurückhaltend und aufopfern verhält. Der eine lebt seinen Narzissmus offen aus, der andere lebt ihn verdeckt aus. Aber beiden geht es nur um die Erhöhung des eigenen Selbstwertgefühles und dem Gefühl, für das was man tut und ist, geliebt zu werden. Es ist ein permanentes Gefecht um Anerkennung und Bestätigung, das einem dauerhaften Glück unbewusst und laufend im Weg steht.

2. Die Beziehung soll harmonisch sein

Da die meisten Menschen einen permanenten Unfrieden mit sich herumtragen und mit sich alles andere als im Reinen sind, verharren sie in dem festen Glauben, dass sich durch einen Partner die ersehnte Harmonie einstellen könnte. Sie suchen das passende Gegenstück, das zur Glückseligkeit bislang fehlte und glauben, es in dem Partner zu finden. Somit rennen Sie jahrelang diesem Beziehungs-Ideal hinterher, dass sich einfach nicht einstellen will, solange die Partner nicht bei sich selbst angekommen sind und den Mangel in sich selbst erkennen, sondern nur immer den Grund für die Probleme beim anderen suchen.

Um eine Beziehung in Harmonie und Frieden zu führen, muss die Voraussetzung eine gegenseitige Wertschätzung, Respekt, Freiheit und bedingungslose Liebe sein. Dies sind aber Eigenschaften, die nicht mit den Wertevorstellungen eines Narzissten überein gehen. Er erwartet zwar Liebe, Respekt und Wertschätzung von den anderen, hält es aber nicht für nötig, mit guten Vorbild voranzugehen. Es ist eine einseitige Veranstaltung, bei der der Partner lange auf die Harmonie warten kann, nach der er in einer Beziehung sucht.

Ein Narzisst muss immer wieder aus dem Alltagstrott ausbrechen. Er kann gar nicht eine gleichmäßige, geregelte und harmonische Beziehung führen. Um seinen Adrenalinpegel zu heben, braucht er immer wieder den ultimativen Kick. Er bricht aus der Routine aus und sucht sich neue Abenteuer jeglicher Form. Solange der Partner aber zu stark auf den Narzissten fixiert ist, wird er es immer als Ablehnung seiner Person verstehen, wenn sich der Narzisst wieder abwendet und seiner eigenen Wege geht. Sicherlich trägt dies Verhalten auch nicht zur Vertrauensbildung bei. Auf der anderen Seite entgeht man von vornherein einer ganzen Reihe von Enttäuschungen, wenn man sich davon verabschiedet, einen Narzissten in ein Beziehungs-Korsett zwingen zu wollen.

Bevor man Harmonie in einer Beziehung sucht, sollte man zuerst die Harmonie in sich selbst gefunden haben. Der Narzisst wird Ihren eigenen ungelösten inneren Konflikt nur noch mehr Brennstoff geben.

3. Partner sollten Verständnis füreinander haben

Ein sehr vernünftiger Vorsatz ! Nur leider setzt dies einen gewissen Grad an Empathie und Größe voraus. In der Regel erwartet man vom anderen, dass er Verständnis hat und lernt, mit den eigenen Eigenarten umzugehen. Den meisten Menschen fällt es hingegen schwer, sich selbst auf einen Menschen einzustellen mit samt seinen Stärken und Schwächen. Meistens hat man immer etwas an dem anderen auszusetzen.

Ganz besonders der Narzisst erwartet von seinen Mitmenschen, dass Sie ihn nicht nur akzeptieren, wie er ist, sondern dass sie ihn auch noch dafür bedingungslos bewundern. Während er von seinem Partner erwartet, dass er sich voll und ganz auf ihn einstellt und seine Marotten ohne jeglichen Widerspruch akzeptiert, geht er mit seinem Partner umgekehrt weniger tolerant um. Der Narzisst meckert an allem herum, was ihm nicht gefällt und was nicht in sein Idealbild passt. Insofern kann man auch beim besten Willen nicht davon ausgehen, dass ein Narzisst in irgendeiner Form Verständnis für den Partner aufbringt, wenn der nicht so funktioniert, wie es sich der Narzisst vorstellt.

Die Sache mit dem Verständnis muss sich als eine Einbahnstraße herausstellen. Der Narzisst darf alles und der Partner darf nur das, was dem Narzisst recht ist. Ein selbstbestimmtes Vorgehen des Partners wird nicht toleriert.

 4. Je mehr Nähe und Gemeinsamkeiten, desto glücklicher 

Auch dieser Grundsatz muss sich im Umgang mit einem Narzissten als ein Irrtum herausstellen. Der Narzisst hat ein großes Problem mit Nähe. Zum einen hat er Angst, mit dem Partner zu sehr zu verschmelzen und abhängig zu werden, zum anderen muss er stets befürchtet, dass durch zu viel Nähe auch gleichzeitig auffliegen könnte, dass er doch nicht so genial ist, wie er vorzugeben versucht.  In der Distanz kann er sich besser tarnen. Außerdem engt ihn Nähe zu sehr in seinem Drang nach Freiheit ein. Er braucht das Gefühl, jederzeit tun und lassen zu können, was ihm gerade in den Sinn kommt. Einschränkungen und Abhängigkeiten jeglicher Form sind ihm ein Dorn im Auge.

Jeder Partner braucht auch in einer Beziehung die Luft zum Atmen. Wenn Paare nur ständig und ununterbrochen zusammen sind, dann kommt irgendwann nichts Neues mehr in die Beziehung und die gemeinsame Liebe wird grau. Leidenschaft lebt dort, wo etwas Unbekanntes und Neues ist und sie entsteht durch eine gewisse Distanz und Neugierde. Jeder Partner sollte daher auch die Chance haben, in einer Beziehung seinen Freiraum zu haben, um sich selbst, aber auch um neue Dinge zu erleben.

Die Wahrheit liegt also wie bei vielen Dingen in der Mitte. Der Narzisst will ständig ausreißen, um seine Leidenschaft wieder zu neu entfachen und der Partner ist nur auf den Narzisst fixiert und will ihn ständig um sich haben. Der Partner fühlt sich alleine minderwertig und will sich mit dem Narzisst aufwerten. Hier stoßen zwei extreme Einstellungen aufeinander, die einen Beziehungsstress zwangsläufig hervorrufen. Der Wunsch nach völliger Verschmelzung führt letztlich nur zu noch mehr Unverständnis und einer immer größere werdenden Distanz.

5. Ich muss den anderen bedingungslos lieben

Viele Menschen glauben, dass eine Liebe nur dann funktionieren kann, wenn man seinen Partner bedingungslos liebt. Sie wollen ihn so akzeptieren, wie er ist. Das setzt aber wiederum voraus, dass man seine eigenen Urteile und Vorurteile zurücknimmt und auch über die negativen Aspekte des Partners hinwegsehen kann und sein Verhalten toleriert. Sich diesem Ideal zu unterstellen, einen Partner bedingungslos anzuerkennen und zu lieben, stellt jedoch in dem meisten Fällen eine maßlose Überforderung dar.

Wie sehr sich Partner mit diesem Wunsch selbst belasten, wird ihnen vor allem durch einen Narzissten gezeigt.  Zu sehr kommen sie täglich mit den eigenen seelischen Wunden in Berührung, in die der Narzisst nur allzu gerne sticht. Das eigene Selbstwertgefühl wird auf diese Weise angegriffen und die Partner kommen in Kontakt mit ihren Minderwertigkeitsgefühlen. Sie fühlen sich gekränkt und müssen ihre eigenen Gefühle wie Wut, Eifersucht oder Neid verarbeiten. In solchen Situationen fällt es schwer, einen Partner bedingungslos zu lieben und ihm seinen egoistischen und unfairen Umgang zu verzeihen.

Die Partner von Narzissten lernen nach einer gewissen Zeit, sich  zu unterwerfen und  ihre eigenen Bedürfnisse zu verleugnen. Sie zahlen sehr oft den Preis der Selbstaufgabe, nur um die Beziehung zu retten und den Narzissten zufriedenzustellen. In seiner Gegenwart werden sie klein wie eine Maus, heben den Narzissten auf einen Sockel, passen sich seinen Wünschen und Interessen an, geben sich die Schuld an allen Problemen und verlieren sich selbst aus dem Auge. Nur so glauben sie, wenigstens ein Mindestmaß an Harmonie in der Beziehung aufrechterhalten zu können.

Sie opfern sich für die Beziehung und reden sich ein, dass es eine tugendhafte Leistung sei. Da sie aber für dieses Opfer gleichfalls eine Wertschätzung erwarten, lieben sie ebenfalls nicht bedingungslos.

Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
41 commenti su “5 Beziehungsirrtümer mit einem Narzissten
  1. sonja sagt:

    Hallo ihr alle..
    bin durch Zufall auf diese Seite gestolpert..und bin sehr froh dass ich euch getroffen habe. ..

    Ich bin seit 4 Jahren mit ich sage mal erfolglosen Narzissten zusammen. ..

    Wir haben eine Fernbeziehung uns trennen 300 km.vor zwei jahren wäre ich fast zu ihm gezogen. ..ich sage fast …denn zu der zeit fing ich an mir meinem Kopf bzw Gedanken zu machen dass mit ihm irgendwie etwas nicht stimmt. ..

    Die ersten beiden Jahre waren noch einigermaßen gut. .obwohl ich mir schon damals Gedanken gemacht habe über das was er mir erzählte…
    vom seiner exfrau…von der er seit damals 10 Jahren getrennt ist…aber bis heute noch nicht geschieden. ..von der exfreundin mit der er zwei jahre zusammen wAr …die dann eines Tages in ihre Heimat zurückgefahren ist und nicht mehr wieder kam..ihn einfach so verlassen hat…
    zu der zeit War er arbeitslos als ich ihn kennenlernte…aber mit Aussicht auf eine Eingliederung auf einem Amt. …
    dort fing er auch an mit täglich 3 Stunden. ..
    er erzählte mir auch dass er sich selbst auch schon vor Jahren in die Psychiatrie hat einweisen lassen….weil er mit sich und seinen drei Kindern die sein ex!!!!
    Ihm zurückgelassen hat nicht zurecht kam. ..

    Dass er an Depressionen leidet an mangelndem Selbstbewusstsein und dass er am liebsten nur noch schlafen würde den ganzen tag. …das hab ich schnell erkannt…
    sobald ich bei ihm War,war er wie ausgewechselt. …War voller Tatendrang erzählte mir wie toll es Es ist wenn ich da bin da wäre er ein anderer Mensch und was er alles kann und am liebsten wurde er ein Haus kaufen. ..von was. .hab ich mir damals gedacht? ??

    Freunde hathe er keine…wollte auch mit niemand kontakt…nur mit mir…ich durfte auch mit niemandem sprechen. ..bei ihm in der Nachbarschaft mit Nachbarn nicht..ich durfte nicht mal alleine einkaufen..und wenn dann hat er genau auf die uhr geschaut und wenn ich später zurück kam gleich wissen wollen mit wem ich gesprochen habe und wen ich getroffen hab! !!
    Es gab ziemlich öfters Streit und ich hab das einkaufen alleine bleiben lassen…wenn ich dann bei mir Zuhause War hab ich mich unendlich wohl gefühlt. …War dann froh meine Söhne zu sehen und zu arbeiten…
    aber selbst daheim hatte ich keine richtige Ruhe. ..wurde ständig in WhatsApp kontrolliert…wann ich online War und was ich nach arbeiten noch tu…wo ich rumrenne mit wem ich mich treffe. ..so ein quatsch. ..selbst zu meinen Söhne durfte ich keinem Kontakt mehr haben….was ich mit denen zu tun habe. ..wollte er immer wissen….
    hör mal das sind meine kinder…hab ich dann oft geantwortet. ..und doch schon ein komisches Gefühl gehabt…ich stand ständig unter kontrolle….
    ist er zu mir gekommen musste ich immer das tun was er wollte. …immer rumfahnen mit seinem Auto den er auch noch küsste wann immer er unterwegs War. ..so bescheuert dachte ich damals….
    und auch heute noch…
    wenn ich sorgen oder Probleme hatte und ich ihm davon erzählen wollte…ist er mir ständig ins Wort gefallen hat mir nicht zugehört statt dessen nur von sich erzählt und seinen Problemen in der Arbeit…
    dass er immer zu spät kommt und dass er zu langsam ist in der Arbeit (hatte inzwischen einen vollzeitvertragen befristet 2 Jahre )
    Dann ist sein Auto kaputtgegangen. ..statt danach zu schauen stand es ein jahr lang Rum und der TÜV War auch schon abgelaufen. ..ich sagte ihm dann tu es weg wenn es nicht mehr zu reparieren geht…ne was macht er …er mietet sich einen Stellplatz in der Nähe in der Tiefgarage. ..erst 4 Wochen später als ich zu ihm fuhr bin ich mit ihm zum abmelden gegangen. …
    und dann erzählt er großspurig seinen Kindern was er gemacht hat er hat sein Auto abgemeldet ….steht aber immer noch auf dem stellplatz…seit fast zwei Jahren. …

    Er bekommt nix alleine geregelt. ..aber wenn wir mal doch wo eingeladen sind dann tut er so toll wie wenn er alles kann und alle anderen sind blöd….und auf einmal auch ich…er lässt Treffer los die mir weh tun…
    und ich dann echt froh bin wenn ich wieder in meinem leben weit weg von ihm bin….
    Wir hatten eine tolle zeit…wenn wir vereist sind war es schön aber auch da hat er immer getan wie wenn er ein mann von Welt ist. ..dabei kaum Zuhause ist er wieder in sein Loch gefallen. ..nur geschlafen. ..dazu kam dann noch diese kaufsucht. ..kaum vorstellbar. ..kaufen kaufen kaufen..Dinge die er schon hatte gleich nochmal und noch besser und immer teurer
    sogar sein neues Auto..kein Geld aber ein Cabrio musste es sein…
    Hat Men Kredit aufgenommen. .frag mich wie das geht mit befristeten Arbeitsvertrag und jetzt kommt es…vor 8 Wochen hat man ihm in derArbeit gesagt er soll aufs Arbeitsamt sich arbeitslos melden und mir hat er vorgeworfen ich wäre schuld, wenn ich vor 2 Jahren zu ihm gezogen wäre dann wäre das nicht passiert. ..

    Ich höre nur noch ihm geht’s nicht gut. .ich bin schuld. ..
    ich bin schon so ängstlich dass ich nicht mal mehr auf seine Nachrichten reagiere geschweige denn ans Telefon gehe wenn er mich xmal anruft…sonst muß ich mir sein Jammern undsein Gemecker ständig anhören. ..
    wie schlecht es ihm geht …und dass er ohne mich nicht leben kann…

    Ist wie ein Teufelskreis und fühle mich nicht mehr wohl..

  2. Maike sagt:

    Ich bin froh für all die Phänome, endlich eine Bezeichnung dafür gefunden zu haben!
    Ich war selbst über drei Jahre mit einem Narzissten zusammen. Zu Anfang glaube ich meinen Traummann gefunden zu haben, ja geradezu meinen Seelenverwandten. Wir lebten die ersten zwei Jahre in einer Fernbeziehung und sahen uns ca. ein Mal monatlich. Wenn ich mich zurückerinnere, gab es schon bei den ersten Treffen immer mal wieder unerklärliche Ausraster, die für mich nicht nachvollziehbar waren. Aber unser Verliebtsein verblendete diese Momente ganz schnell. Ich dachte einfach, das man nicht unbedingt alles erklären brauch. Und so verging die Zeit. Unsere kurzen Treffen endeten in Extasen. Wir waren verrückt nacheinander und es schien alles perfekt. Es traten immer wieder enormen Stimmungsschwankungen seinerseits auf. Von einer auf die andere Sekunde konnte er sich völlig ändern und würde richtig bösartig. Aber als die Phase wieder verging redete er mir irgendwie ein, ich hätte erst seine „übertriebene“ Reaktion ausgelöst!
    Ich wollte nicht das wir uns wegen Kleinigkeiten streiteten und verzieh ihm. Gleichermaßen musste ich seine Ansicht von dem Geschehenen annehmen und mich ein Stück weit bekennen, ich wäre wirklich der Auslöser. Ich dachte, dass ich selbst zu verklemmt auf die Situation sehe und mein eigenes Verschulden daran falsch interpretiere.

    Also lebte ich mit ihm weiter in einem ständigen“sich im siebten Himmel befinden“ (er war unglaublich charmant, aufmerksam und leidenschaftlich) und dem totalen Gegensatz, diesen Streitigkeiten, die ein übermäßiges und zerstörerischen Ausmaß annahmen, emotional gesehen. Ich hatte sowas zuvor noch nie erlebt und war wie erstarrt. Ich hatte nur einen Beziehung zuvor und habe wenig Vergleichswerte, doch da trugen sich Unstimmigkeiten auf einem ganz anderen Level ab. Aber ich war in ihn verliebt und hin und wieder ein Streit, sollte nicht das Ende der Beziehung bedeuten.

    Wir zogen schließlich zusammen. Zuerst wollte er unbedingt weit weg mit mir wohnen, weg von all meinen Freunden und der Familie. Er male uns gedanklich einen schöne Vorstellung vom eigenen Haus mit Garten irgendwo auf dem Lande. Was ich auch sehr begrüße. Nur ging mir das zu schnell und ich konnte ihn doch dazu bringen in der Nähe unserer Eltern zu leben.
    Als wir begannen die Wohnung einzurichten war die Zeit sehr stressig. Ich machte währenddessen eine Lehre und war vor meiner Abschlussprüfung. Ich schiebte einen großen Teil des Stresses den Umständen zu. Zu Hause zeigte er immer mehr ein anderes Gesicht. Eines, was ich früher zwar schon gesehen hatte, aber nicht in dieser Häufigkeit. Auseinandersetzungen eskalierten förmlich und wurden auf der untersten Ebene ausgetragen. Häufig find er an mich zu beleidigen und mir einzureden, wie dumm ich doch sei, wenn ich seine Ansicht über das Streitthema nicht verstehe. Ich hatte das Gefühl, als würde nur seine Meinung und Ansicht über die Sache gelten und keine andere durfte Bestand haben, solange ich mich in der Partnerschaft befand. Teilweise war er auch richtig kalt und konnte geradezu nicht verstehen, weshalb ich so voller Ohnmacht weinte. Es ekelt ihn geradezu an. Ich versuchte dem schlechten Gefühl zu entkommen, indem ich schlafen ging.
    Am nächsten Morgen sprachen wir uns aus. Doch irgendwann schlich sich bei mir ein Gefühl ein, das alles hat so nicht seine Richtigkeit. Der bloße Gedanke darüber, versetzte in mir einen großen Schrecken und ich versuchte mir die gute Energie von außerhalb zu holen, mich abzulenken, es auszublenden. Als er mir dann noch verbot mich mit einigen meiner Freunde zu treffen. Er musste alle, mit denen ich mich traf unter die Lupe nehmen und entscheide, ob ich mich in Zukunft mit ihm (meist ging das Thema um männliche Freunde) treffen kann. Er verpackte aber diese Denkweise insofern er sagte, er habe Angst, dass mir etwas passiert und es nur zu meinem Wohle tut, da er die Verantwortung als mein Freund über mich trägt. Was hält ihr davon?
    Es gab noch viele solcher Situation, die erst im Blickwinkel des Narzissmus, als diese zu erkennen sind.
    So lief es schon länger nicht mehr gut in der Beziehung. Je mehr ich mich gegen seine sehr raffinierten Ansprüche an mich gewährt habe und seinen Forderungen und auch Bitten nicht nachkommen wollte, umso unglücklicher würde er mit mir und ich entsprechend mit ihm. Weil er mir immer mal wieder zu verstehen gab, ich wäre nicht das, was er sich als seine Frau/Freundin vorgestellt hatte, weil ich nicht dies oder das täte. Er schätzte mich schon lange nicht mehr für meine Seinsart, mich, wie ich wirklich bin, sondern nur, wenn das mit seiner Vorstellungen übereinstimmte.
    Meine Mutter und einige meiner Freunde habe mich auf seine nicht einzuordnenden Verhaltensweisen von, Hü auf Hopp, aufmerksam gemacht. Ich konnte und wollte es eine lange Zeit nicht wahrhaben. Er meint es sicher nicht so, versuchte ich mir einzureden. Er ist doch auch so liebevoll und charmant. Er konnte mich aber auch verbal zerstörten. Ich verstand nie, wie er mich so behandeln konnte, ja förmlich in Rage geriet und richtig aufging, als er mir die schlimmsten Dinge an den Kopf warf. Es missfiel mir einfach, ein Mensch täte sowas bewusst.

    Ich war verletzt, doch in einer letzten Auseinandersetzung, war ich nicht mehr bereit einzustecken. Ich wollte nicht schuldig für sein Gefühl an mir sein. Ich war selber unglücklich mit ihm, aber auch mit mir, weil ich mich stetig für ihn verbogen habe. Ich empfand immer weniger Lebensfreude. Ich suchte nicht mehr in der Welt, sondern fixierte mich auf ihn. Und diese Welt unterlag enormen Stimmungsschwankungen und somit auch meine.
    In diesem Streit trennten wir uns voneinander. Beide gleichermaßen. Mag sein, dass es eine Affekthandlung war. Aber wir spürten es doch bereits, dass etwas immer wieder schief lief. Ich wollte nicht mehr tun, was er forderte und er kontrollierte mich zusehends mehr. Jetzt nur, hat keiner von uns mehr genug Kraft und Toleranz des gegenüberliegenden Verhaltens.
    Wir hatten zum Glück noch keine Kinder, planten aber bereits welche.
    Wir waren etwas über drei Jahre zusammen, anderthalb davon wohnten wir zusammen.
    Eine Woche ist seit der Trennung vergangenen. Ich fühle mich befreit und miserabel zugleich. Im Moment lastet auf mir die Trauer über die Trennung mehr. Es ist schwer zu unterscheiden, ob ich mich in einem Alptraum befinde, oder aus diesem erwacht bin. Es tut sehr weh, die Illusionen zu verlassen.
    War meine Entscheidung richtig ihn zu verlassen?
    Hätte er sich ändern können? Er hatte nämlich erkannt, dass er häufig sehr grob war und konnte nach der Einsicht sehr lange lieb sein und kontrollierte sich.
    Ich meine, kann ein Mensch eine narzisstische Einstellung selber korrigieren, indem er es an sich erkennt und daran arbeitet? Oder ist das nicht möglich?
    Ich frage, weil mich Zweifel plagen, trotzallem.
    Bitte helft mir…

  3. Hans sagt:

    Vielen Dank für diese Unmenge an Informationen und Erfahrungsberichte.

    Endlich weiss ich, warum ich so bin, wie ich bin und warum ich ständig auf den selben Typ Partner hereinfalle und letztendlich vor einem Scherbenhaufen stehe, der mal mein Leben war.

    Ich bin ein Co-Narzisst und habe schon immer einen Faible für starke, attraktive Frauen – leider endeten alle Beziehungen immer wieder auf die gleiche Weise. Sie hat mich kurz und schmerzlos aus ihrem Leben verbannt. Weil sie einen „neuen“, „besseren“ Partner gefunden hat.

    Jede Beziehung – wie auch die jetzige – lief nach dem gleichen Muster ab. Erst waren wir ein Herz und eine Seele, der Sex angeblich „lifechanging“, ich war das Beste, was ihr je passiert wäre.
    Bis der Alltag kam. Das Zusammenleben gestaltete sich immer schwieriger. Sie gab den Ton an, ich hatte zu gehorchen. Wenn ich mit etwas nicht einverstanden war, verstand sie es immer, mich soweit zu manipulieren, dass ich tatsächlich die Schuld bei mir gesehen habe. Ich habe mich selbst immer mehr zurückgenommen und aufgegeben, in der Hoffnung ihr alles recht zu machen.

    Spannenderweise funktionieren die Narzisstinnen, die ich getroffen habe, alle ähnlich. Wenn in der Beziehung die Spannung wich, wurde versucht über ein Ersatzobjekt die beginnende Leere zu füllen. Bei der einen waren es Katzen (statt Kindern). Bei der anderen Hochzeit, Garten und Kind.
    Als jetzt noch der Wunsch nach einem großen Haus mit Grundstück (natürlich nur zum Wohl des Kindes) im Taum stand, habe ich mich gewehrt. Ich will nicht 12 Stunden am Tag arbeiten und deswegen mein Kind nicht mehr zu Gesicht bekommen. Das war dann wohl mein Fehler. Ich wurde aufmüpfig und war auch durch die hahnebuchesten Argumente nicht umzustimmen. Da wurde ich kurzerhand ersetzt.

    Natürlich nicht offiziell. Sie behauptet immer noch, sie hätte sich nur getrennt, weil ich zu wenig in unsere gemeinsame Zukunft und die unseres Kindes investieren wollen würde. Ich sage – Zeit und Liebe sind für ein Kind wichtiger als ein großes Haus.

    Wie dem auch sei, meine Narzisstin ist von früh bis spät am chatten. Noch vor ein paar Wochen musste ich auf Zehenspitzen die Wohnung betreten, wenn ich abends von der Arbeit kam – sie muss sehr früh aufstehen – weil sie unbedingt ihre acht Stunden Schönheitsschlaf braucht. Heute reichen dann plötzlich auch mal 5 oder 4 Stunden aus. Es ist für mich die Hölle. Sie liegt neben mir im Bett und chattet mit einem anderen Mann. Sie geht alleine aus dem Haus und nimmt den Ehering ab, steckt ihn aber auf, wenn sie zu hause ist oder wir gemeinsam bei Freunden sind. Warum denkt sie nur, ich könnte 1 und 1 nicht zusammenzählen? Oder ist das auch nur wieder ein perfides Spiel mit dem Ziel mich zu demütigen?

    Etschüttert hat mich ihre Kaltschnäutzigkeit. Vor ein paar Tagen sagt sie mir noch, dass sie mich liebt und plötzlich ist sie eiskalt und redet mir auch noch ein, ich wäre allein schuld an unserer Trennung.

    Das perfide – sie hat durch ihre ständigen Forderungen dafür gesorgt, dass ich quasi komplett unselbständig bin sowohl finanziell, als auch was soziale Kontakte anbelangt, hält mir das jetzt aber vor und benennt dies als einen der vielen Trennungsgründe.

    Ich bin gerade ziemlich fertig, allerdings auch sehr dankbar über die ganzen Informationen hier. Jetzt endlich verstehe ich, was mein Problem ist und kann daran arbeiten. Sie wird wohl nie verstehen, warum sie in jeder ihrer Beziehungen nichts als verbrannte Erde hinterlassen hat. Und Männer, die sehnsüchtig darauf warten, wieder mit ihr zusammen sein zu dürfen.

    Ich hoffe, ich bin stark genug, ihrem Einfluss zu widerstehen, obwohl ein Kontaktabbruch wegen unseres Kindes ausgeschlossen ist.

  4. Detlef sagt:

    Ach, und noch etwas, als entsprechend „weicher“ Mann bin ich bildender Künstler, fühle mich sehr beschädigt, arbeite nun daran, zu reparieren, finde dabei die grössten Schwierigkeiten in der Reibung zu gesellschaftlich konstruierten Rollenklischés, wie angeblich sei die Frau für Gefühle zuständig und der Mann für die Vernunft…uff, sowas ist schwer zu ertragen.Sehe einen hohen Wert in dem Blog im Zusammenhänge herstellen, Spaltungen aufzuheben. Prima, weiter so!

    • Thomas sagt:

      Hallo,

      Ich hab mich nach 5 Jahren von meiner narzisstischen Frau getrennt. Diese ständige Nähe und Distanz hatten mich gebrochen, ich hielt es einfach nicht mehr aus.

      Gott sei dank hat sie einen neuen und lässt mich ziemlich in Ruhe zur Zeit.

      Der Knaller aber ist, sie zieht am 15.8. direkt neben mir ein, einfach eine Haustür weiter im selben Haus.

      Ich freu mich schon auf die Zeit

  5. Detlef sagt:

    Hallo,
    danke.

  6. Bülent sagt:

    es ist sehr interesant, daß fast nur frauen über narzistische Partner schreiben, jedoch möchte ich auch über meine Beziehung schreiben. Fast vier jahr waren wir ein Herz eine Seele, mit immer wieder Unterberechungen, warum, weil es nicht so alles lief wie sie es wollte, sie war sehr hart, verletzend und hatte immer Recht, sie hat meine Ideen für ihr weiterkommen gebraucht und als ihre verkauft.
    Zu mir wurde so gesprochen, zu anderen wurde so gesprochen, als wäre Sie die erhabane und ich der, der ihr hinter her rennt. Die Beiträge davor spiegeln einiges. Schockiert hat mich immer wieder Situationen, in der Sie ihre eiseskälte gelebt hat, dieses Selbstverständliche, scheinbar sogar so natürliche Kälte, von der ich mich gewehrt habe, dies hat eher dazu geführt das sie ihr Plan der Trennung längst geschmiedet hat….

    • Claudia sagt:

      Es ging mir = Frau, exakt wie du es beschrieben hast.
      Am ende hat er immer auch noch meine ideen (die er aber nur “milde“ wegwischte anfangs) auch noch als SEIN GENIE auagegeben.

      … aber er hat nur das, ein grandioses A….. zu sein, kann sich aber perfekt verkaufen…und wird noch hochgelobt dafür

  7. Bettina Stegmann sagt:

    Ich war 19 Jahre mit meinem Mann verheiratet und er war gleichzeitig auch mein Chef bis ich im Dezember eine längst überfällige Reha angetreten habe und anschliessend nicht wieder zurück gegangen bin. Inzwischen habe ich meinen Umzug und alles was daran hängt erledigt und versuche jetzt wieder zu meinem eigenen Leben und zu mir selbst zurück zu finden.Mein Mann versteht das alles nicht ,auch den Weg zum Anwalt nicht,ich habe nicht gewartet bis er mir sagt wann ich gehen und wieder kommen darf !!!. Heute bin ich froh ,daß ich diesen Schritt gegangen bin und merke jetzt erst,wie sehr er mein privates,aber auch mein berufliches Leben beeinflusst hat. Ich bin allerdings noch krankgeschrieben,weil ich gesundheitlich sehr gelitten habe. Die Bücher über Narzissmus haben mir sehr geholfen. Weiß ich doch zumindest ,daß ich nicht anders reagieren konnte ,als ich es die Jahre über getan habe. Bei einem Narzissten hat man keine Chance. Gott sei Dank bin ich ein Kämpfer,sonst wäre das noch schlimmer ausgegangen. Leider konnte ich meine beiden Kinder 17/21 nicht mitnehmen ,da sie ihre Ausbildung und Studium weitermachen müssen. Ich wohne jetzt 80 km weit weg und versuche den Kontakt zu den Kindern zu halten . Meine Hoffnung ,daß sie mit der Zeit alles verstehen und nicht allzu großen Schaden erleiden. Es tut mir weh,aber ich mußte mich jetzt retten,nur so kann ich meinen Kindern eine Hilfe sein und bleiben.

  8. Kati sagt:

    Ich war über 10 Jahre mit einem Narzißten mit Persönlichkeitsstörung zusammen, davon fast 11 Jahre verheiratet und habe mich vollends im Komplementärnazosmuß wiedergefunden. Die ersten beiden Jahre führten wir eine Wochenendebeziehung, wo diese Auffälligkeiten in seinem Verhalten gar nicht zum Tragen kamen. Erst mit dem Zusammenziehen, war schon kürzeste Zeit später klar, das nichts so war, wie ich es gedacht hatte. Es folgte ein unglaubliches Auf- und Ab an Höhen und Tiefen in den nächsten Jahren. Ich tat und machte alles (einschließlich dem vorwiegenden Geldverdienen trotz gemeinsamen Kind), strampelte mich ab und er lebte, als sei er zwar verheiratet und mit Familie, aber dennoch wie ein Single. Außenstehende hatten oft auch das Bild eines liebevollen Papas vor sich und auch so war mein Ex-Mann ein hilfsbereiter Mensch, der sehr gut zuhören kann. Aber das zuhause ein anderer Wind wehte, sobald die Welt es an Verpflichtungen, Verantwortung usw. ging, ahnten sie nicht. Er bummelte stundenlange in der Weltgeschichte herum, während ich ohne Führerschein und der Möglichkeit auch ohne Geld oder damals sogar Telefonanschluß in einem kleinen Dorf mit unserem Baby saß, wo wir hingezogen waren. Alleine um nur etwas einzukaufen oder zum Arzt zu kommen, war ich auf ihn angewiesen. Das ging glücklicherweise nur zwei Jahre so, da zogen wir auf meine Iniative um – erst wollte er gar nicht diese Veränderung. Für mich wurden die Bedingungen dadurch besser, ich wieder selbstständiger. Ich habe mich sehr seinen Bedürfnissen angepasst. Als ich ihn kennenlernte, imponierte er mir, weil er so stark wirkte. Im Zusammenleben merkte ich jedoch sehr schnell, das er gar nicht so stark ist. Ich hatte bereits eine Ausbildung, da meinte er schon, das ich ja mal nur Chefsekretärin höchstens werden würde, er aber Manager. Dieses Studium hat er aber nie beendet. Wahrscheinlich nicht mal wirklich angefangen. Er hat wohl nie wirklich studiert. Als er angeblich ein Firmenpraktikum machte, fand ich nach über 3 Monaten heraus, das man ihn in der Firma gar nicht kannte!!! Selbst beim Aufdecken dieser Tatsache log er mich erst noch weiter an. Und in seinem Leben schien sich vieles um „wer schaut mich draussen von den Damen an“ bestimmt, ständig stand er vor Schaufenstern um sich seine Haare in die Stirn zu zupfen oder er lief am Schaufenster vorbei und betrachtete sich dabei stolz. Manchmal umarmte er mich dann von hinten, stellte sich mit mir vor ein Schaufenster und sagte: Guck mal, sind wir nicht ein schönes Paar. Ich dachte, das sei Liebe! Dabei hat er sich wohl nur selbst in dem Moment bewundert und ich war sein schmückendes Beiwerk, auch wenn ich nie ganz „natürlich“ an ihn heranreichte. Ich zoge mich nicht sexy genug für ihn an. Ich wartete nicht in Strapsen an der Haustür, wenn er heimkam, wie er sich das wünschte. Da hätte ich lange stehen können, da er oft über 9 Stunden wegblieb, oft die Nacht. Und mit einem Kind zuhause, ist das ja auch … aber soweit hatte er nicht gedacht. Zudem wollte ich das auch nicht. Das Sexleben ging direkt beim Zusammenziehen und einer nicht Entbindung mit Kaiserschnitt für ihn trotzdem weiter – am besten siebenmal täglich, dann Filmchen dabei drehen, er wollte mich instruieren, wie ich gucken und stöhnen sollte und als ich mich zunehmend weigerte, weil ich mich wie ein Statist oder eine Marionette fühlte, die Dinge machen sollte, die sie nicht wollte, wurde ich als frigide bezeichnet. Den Telefonsex, den er heimlich betrieb, bescherte uns immense Kosten damals – die Rechnungen versteckte er. Als ich ihm auf die Schliche kam, ihn zur Rede stellte, ob er das tat, sollte ich ihm tief in die Augen gucken und er sagte, das er niemals etwas tun, was unsere Beziehung gefährden und mich verletzen würde, das er viel zu sehr Angst hätte, mich zu verlieren. Ich würde mit meinem Mißtrauen unsere Ehe gefährden. Erst als die Fakten sowieso die Wahrheit ans Licht gebracht hätten, gab er es zu und ich war natürlich schuld, weil ich ihm nicht geben konnte, was er brauchte. Ich ging in Therapie. Darüber wurde ich belächelt. Als ich ihm sagte, nachdem ich herausfand, das er bei der Firma gar nicht war und mich wieder mal übelst belogen hat, das ich mich nun wirklich trennen würde, lachte er auch. Meinte, mal sehen, wer mich denn haben wollte. Ich könnte froh sein, das er mich mit meinen Marotten lieben könnte. Ich habe es trotzdem durchgezogen. Für unser Kind schwer, aber sie ist später selbst an den ganzen Verhaltensweisen von ihm zerbrochen und hat heute keinen Kontakt mehr zu ihm. Er war sehr gekränkt, als ich weg war, konnte das lange nicht glauben, hat auch noch nach zwei Jahren versucht, an meiner Tür zu rütteln, ob es ein Zurück gibt. Das ist nun aber viele Jahre her. Über ein Jahrzehnt. Heute bin ich seit fast einem Jahrzehnt schon wieder mit einem Mann verheiratet, wir haben noch zwei Kinder bekommen. Davor hatte ich auch noch zwei kurze Beziehungen, es war erst eine Odysee, aber heute bin ich glücklich. Es ist schön, mit einem Mann zu leben, der viel weniger uneitel ist, man nicht permanent das Gefühl hat, sich neben ihm beweisen zu müssen und nicht zu genügen. Es ist auch nicht immer alles eitel Sonnenschein, aber nicht so dramatisch und einseitig. Ich fühle mich angenommen, wie ich bin und habe nach der Trennung – ob mit oder ohne Partner, gelernt, mich wieder selbst zu sehen und wahrzunehmen, wo meine eigenen Bedürfnisse sind – ihnen auch Raum zu geben und mich nicht mehr für andere Menschen so aufzureiben. Zwar habe ich immmer noch nicht das beste Selbstbewußtsein – es bricht schnell in bestimmten Situationen ein, aber kann jetzt besser für mich einstehen und eine Grenze ziehen, wenn ich merke, das ich mich nur nach den Vorstellungen einer anderen Person drehen soll. Ich glaube, es ist viel anstrengender, das fehlende Selbstwert aufrüschen zu müssen oder durch Aufopferung anderen Menschen gefallen zu wollen, damit man Liebe und Anerkennung zurückbekommt, als zu lernen, sich selbst zu lieben. Im Übrigen habe ich heute zwar keinen Kontakt mehr zu meinem Ex-Mann, aber wenn wir uns sehen, kann ich ohne Groll oder Wut mit ihm reden und ihm sogar ein gutes Leben wünschen.

    • C. sagt:

      Hallo Kati
      In Ihrer Beschreibung der „Schaufensterszene“ hilft mit sehr.Genauso!!! habe ich es in seiner Wohnung vor Spiegeln auch oft erlebt.Und nun habe ich eine Erklärung.Ich war nur seine Affäre,er meine sozusagen.Ich bin immer noch so fertig und traurig nach 6 Monaten Trennung.Da war soviel,was ich nicht verstehe.
      Ich Mächte frei werden, die Erinnerung und die damit verbundenen Gefühle quälen mich sehr.

  9. Barbara sagt:

    Endlich hab auch ich nach 36 Ehejahren erkannt ,dass ich mit einem Narzissten verheiratet.Wohne wieder mit ihm zusammen,nachdem ich mich von ihm getrennt habe.4 Jahre sind es nun wieder,habe meinen eigenen Wohnbereich,kann mich zurück ziehen,nur finanziell bin ich abhängig,da meine Gesundheit sehr unter der Beziehung gelitten hat,physisch und psychisch und ich nach der Trennung einen Zusammenbruch erlebte,wusste nicht mehr wer ich überhaupt bin,wer ich war.Als unsere Kinder(3 Töchter)noch klein waren ,hat er mich keine Nacht durchschlafen lassen,immer kam seine Hand,ich wachte auf,er wollte Sex,ich lehnte ab ,bin zu müde,dann kam die Bestrafung…er ignorierte mich,beschimpfte mich mit, ich sei frigide,er wollte nicht verstehen,dass ich einfach keine Lust hatte.Das ging solange,bis ich zum Psychiater ging,um mir eine Professionelle Meinung über meinen Geisteszustand zu holen,dieser wurde als normal diagnostiziert,ich solle mich erholen.Das war erstmal beruhigend,ich war normal,das gab mir Kraft,weiter zu machen. Wenn er wieder repektlos auf mich einwirkte,fragte ich ihn,auf welcher Schule er denn gelernt hätte,so mit einem Menschen umzugehen,den er vorgibt zu lieben?!ich würde alles falsch wahrnehmen,ich sei Schuld….usw,er lässt sich scheiden,war seine Antwort darauf.Meine emotionale Intelligenz bewunderte er von Anfang an.ICh dachte immer in was für einen Film bin ich denn gerade wieder,es war nicht greifbar,auch wenn ich mit nahestehenden Freunden darüber gesprochen habe,wunderten sie sich,denn sie kannten Ihn nur als sanftmütigen,mitfühlenden Mann und Familievater.Ich war wieder mal die hysterische und Schuldige an den Vorwürfen.Naja in all den Jahren,die wir verheiratet sind,kam niemand darauf,dass er eine Persönlichkeitsstörung hat,nur ich wusste,dass da etwas nicht stimmt,nur war es für mich einfach nicht greifbar,da er einen guten Kern hat und das gab er mir immer mal zu erkennen.Tat er das,kam dann gleich hinterher,dieErniedrigung und Demütigung.Hab mich,als die Kinder aus dem Haus waren,von ihm getrennt.Da war es genug für mich,auf einer Party fragte er mich betrunken,was denn mit mir los sei,ich antwortete:er sei betrunken und ich nüchtern,das ist keine Basis für ein Gespräch,er soll mich bitte am nächsten Tag,nüchtern noch mal fragen,dann können wir reden.Er fragte mich natürlich nicht,eisernes Schweigen und ignorieren folgten darauf ,1 Woche lang,dann sagte ich eines morgen,ich trenne mich von dir…..darauf folgte bei ihm Atemnot und ich musste den Notarzt rufen,der ihm Beruhigungspillen gab.Zuerst wohnten wir getrennt in unserem Haus,konnten uns aus dem Weg gehen,doch bei unseren Freunden und Bekannten war ich die Böse ,die sich von so einem guten Mann trennt,sie kamen alle zu ihm zum trösten.Ich war allein,damit musste ich nun auch noch fertig werden,folglich kam es bei mir zum Zusammenbruch und zur Therapie.Habe meinen eigenen Freundeskreis aufgebaut,sie kamen wie ein Wunder auf mich zu und mein Therapeut,meinte,dass er es noch nie erlebt hat,dass sich ein Patient so schnell erholt hat.Ich konnte mich von meinem Mann distanzieren und aus dieser Distanz heraus,führten wir sehr gute Gespräche ,so gut haben wir uns noch nie verstanden.Aus finanziellen Gründen,bin ich dann mit gegenseitigem Einverständniss wieder bei ihm eingezogen,das sind jetzt 4 Jahre,wo wir wieder in einer Art WG wohnen.Alles gut,dachte ich ,bis jetzt.Hab ihn gefragt wie er es sieht,wenn wir uns wieder näher kommen würden,wie er das sieht,denn ich würde ihn immer noch lieben…..sein Kommentar:du hast dich doch getrennt und wir sind immer noch getrennt.Ich antwortete: ob er sich es vorstellen könnte ,auf einer anderen Basis,auf Augenhöhe,es zu versuchen? damit fing das Desaster wieder an.Er lies mich im Glauben,dass er eine Internetbekannschaft hat,redete nichts mit mir,provozierte mich solange bis ich ausrastete,die ganze Nacht nicht schlafen konnte,vor Wut dass ich wieder auf seine Machenschaften reinfiel und dann alles aufschrieb,die ganzen Demütigungen der letzten 36 Jahren ,in Dankesform.dann kam die Erkenntnis bei mir,dass es Narzissmus ist,eine Persönlichkeitsstörung,es war für mich eine Erlösung und gleichzeitig war es eine unheilbare Krankheit,die mich im Hintergrund,wie eine Krebsdiagnose bei meinem Mann beängstigte.Wir sind beide 60 Jahre alt und ich versuche mit Wissen und Achtsamkeit,habe mir ein Nebeneinkommen als Mosaikerin erarbeitet,gemeinsam zu leben.Aus all den kleinen Scherben unseres Lebens wurde endlich ein Bild.

  10. Ingrid sagt:

    Ich habe vor kurzem diese Website entdeckt und weiß nun nach dreißigjähriger Ehe endlich warum mein Mann nicht wie ein normaler Mensch reagiert.
    Bei manchen Passagen musste ich fast lachen,so bekannt kam mir das alles vor!
    Ich habe schon vieles hinter mir einschließlich Trennung und wieder Rückkehr.
    Im Augenblick geht es mir ganz gut nachdem ich eine Therapie mitEFT
    gemacht habe ,nachdem ich endlich bemerkt hatte,dass er sich nie andern wird.Also musste ich an mir arbeiten.
    Ich habe wieder angefangen zu arbeiten und gehe meinen eigenen Interressen nach.Das wird mir als Egoismus ausgelegt😀😀😀.Aber das stört mich nicht weiter.
    Es gibt allerdings eine Sache mit der ich grosse Probleme habe und das ist das tagelange Schweigen,Ignorieren und die bösen Blicke dabei.
    Ich halte das ungefähr drei Tage aus,dann muss ich Beruhigungsmittel nehmen ,weil dann Panik in mir aufsteigt.
    Auslöser für diese Bestrafungsaktion sind häufig nicht erfüllte Erwartungen, was ich besonders perfide finde da alles nonverbal stattfindet.
    Meine Bitte an den Autor wäre diese Thematik vielleicht in seinem neuen E-book zu behandeln,damit man mit solchen Situationen besser umgehen kann.
    Bis hierher herzlichenDank für die sehr hilfreichen Ausführungen.

  11. Arianna sagt:

    Man begeht nach meiner Erfahrung noch einen weitere Fehler: man hält den narzisstisch Gestörten für „selbstbewusst“.
    Ich stamme nicht aus Deutschland und kenne dieses Wort aus meiner Muttersprache gar nicht, und auch nicht die Haltung und Einstellung, die sich für manche Menschen daraus ergibt. Ich war in meinem Heimatland zu Rücksicht, Selbstbeherrschung und Höflichkeit erzogen worden: hier hieß es dann auf einmal, ich sei „schüchtern“, „verklemmt“, „altmodisch“ etc., und man müsse „selbstbewusst sein“, „sich holen, was man will“, „sich nichts gefallen lassen“, „die Ellenbogen herausfahren“, „sich wehren“ etc. Wie oft bin ich seitdem an Menschen geraten, die ich für selbstbewusst hielt und habe sie bewundert, weil ich glaubte, sie wären eben sicherer und klüger als ich! Es war grausam.
    Ich will damit nicht sagen, dass man in diesem Land automatisch ein potentieller Narzisst ist. Aber man wird geblendet in einer Welt, in der in erster Linie nicht Güte zählt, sondern „Selbstbewusstsein“. Nach einschlägigen Erfahrungen stellt man irgendwann fest, dass dies in Wirklichkeit Sturheit ist, Arroganz, Egoismus und mangelnde Selbsterkenntnis. Und, wenn man sich mit dem Thema „Narzissmus“ beschäftigt, dass man als narzisstisch Gestörter sehr leicht durchkommt, weil viele Menschen dieses unerträgliche, unsoziale und sogar grausame und verächtliche Verhalten für Anzeichen von „gesundem Selbstbewusstsein“ halten und den anderen lange nicht durchschauen, sondern Zeit damit verschwenden, sich selbst zu kasteien.
    Und nach wie vor wird überall „Selbstbewusstsein“ als überaus erstrebenswert angepriesen an Stelle von gesunder Eigenliebe und Nächstenliebe. Es ist wie die Katze, die sich selbst in den Schwanz beißt… 🙁

    • Nathalie sagt:

      Liebe Arianna

      Ich kann deine Worte sehr gut verstehen… dachte immer,wenn ICH respektvorll mit anderen umgehe, tut es meine Gegebüber auch.
      Schmerzlich musste und muss ich leider immer wieder erfahren,dass dem nicht so ist,eher das Gegenteil.

      Umsomehr lerne ich jedoch ,und vielleicht grade deshalb die respektvollen Menschen,die meine Freunde sind,die es trotz allem auch gibt, zu schätzten und lieben.

      Ich war auch mit einem Narzissten zusammen, bin dadurch überhaupt auf Narzissmus gestossen, … es hilft mir sehr,mich mit diesem Thema zu befassen,und mich mit Betroffenen auszutauschen, sonst würde ich es, denk ich, kaum mehr aushalten.

      Liebe Grüsse,

      Nathalie

      • Frau Holle sagt:

        Liebe Nathalie,

        dieser Respekt, unsere innere Haltung, anderen Menschen und Lebewesen achtsam und mit Respekt zu begegnen – das ist die Frage, die mich seit der Lektüre hier umtreibt: Wenn ich eine solche – in meinen Augen ehrbare und liebenswerte Haltung – habe, warum dann kann ich dann mir selbst gegenüber nicht ebenso sein? Wieso lasse ich mich von dem schädlichen Verhalten eines Narzisstenmenschen so „bestrafen“? Wieso kann ich mit mir nicht alleine sein? Wieso mag ich mich selbst so wenig? Für mich ziehe ich hier die Botschaft, dass ich mich selbst ein wenig mehr liebhaben sollte, OHNE Achtung und Respekt vor anderen Menschen zu verlieren. Hört sich so einfach an – aber hier liegt meiner Meinung nach der Frosch begraben – wie achte und respektiere ich mich, wenn ich’s nie gelernt habe, wenn’s mir seit frühester Kindheit ausgetrieben wurde ???
        Vielleicht liegt der Ansatz genau in solchen Seiten wie dieser hier – klare Worte, starke Bilder – fast wie eine kleine positive Gehirnwäsche – genau das brauche ich für den Ausbruch aus meinem Gefängnis im Kopf – den aller Anfang ist der GEDANKE….

    • Carlos sagt:

      Liebe Nathalie

      Dein Kommentar trifft es auf den Punkt!
      Danke dafür!!

    • Elena sagt:

      ja vieles kann ich nachfühlen und bestätigen. So lange ich sein Spiel nicht durchschaut hatte, war er zufrieden. Vor ihm habe ich schon gemerkt, dass wir nicht zusammen passen. Er hat es stets verneint. Als ich die Asymetrie bemerkte, meinte er nach 15 Jahren, wir passen kulturell nicht zu einander. Rassistische Parolen waren Gang und Gebe, „Türken und Perser, Moslems bringen es nicht, sie werden es nie schaffen.“ USW.Das hat der Herr Chefarzt und Psychiater vor Anderen verborgen und nur mir gegenüber geäußert. Als die Türkische Freundin seines schwierigen Sohnes, eine Ärztin aus einfachen Verhältnissen, ihm den Laufpass gab, war er überglücklich. Obwohl oder gerade, weil er selbst aus einfachsten Verhältnissen stammte, meinte seine Familie sei was ganz Besonderes. Behinderung war für ihn das aller Schlimmste. Gut, dass er nicht früher geboren wurde. Er machte da paar Anmerkungen stellte sich vor, wie in der Nazizeit ein Gestapomann mit hochgeklppten Kragen anklopft und fragt, ob er nicht bei der T-4- Kommision mitmachen möchte. Die berkung, hätte HITLER GEWONNEN; WÄRE ER JETZT STADTHALTER IN WLADIWOSTOCK HAT ALLES GETOPPT. Gespenstisch.

    • Silbertrauer sagt:

      Danke, das hast du sehr schön beschrieben.
      Eigenliebe und Nächstenliebe, Rücksichtnahme, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft sollten vielleicht Schulfächer werden, wenn das im Elternhaus schon nicht vermittelt wird!

    • Martl sagt:

      Es ist sehr schön, zu lesen, dass auch andere das so sehen. Selbstbewusst kann man ja nur sein, wenn man sich bewusst ist, dass man „selbst“ nur in der Gemeinschaft mit anderen sein kann. 😉

  12. Elena sagt:

    Ich bin seit 16 Jahren mit einem Narzissten verheiratet. Ich habe bis vor wenigen Tagen keinen Namen dafür gehabt. Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, als ich auf diese Webseite gestossen bin. Genau so ist es mir ergangen, all die Jahre. Aber ich beginne von vorne. Zu Beginn war unsere Beziehung wie ein Feuerwerk. Ich kam mir vor wie im siebenten Himmel. Er kam mir vor wie ein Seelengefährte. Ich fühlte mich endlich angekommen. Wenn ich jetzt zurückdenke hätten schon nach den ersten Wochen die Alarmglocken läuten müssen. Er übernahm ziemlich schnell mein Leben. Er drängte mich, meinen damaligen Partner sofort zu verlassen, da auch er seine Frau verließ. Wir zogen zusammen und ich wurde bald schwanger. Am Anfang beteuerte er, ich sei das Beste, das ihm je passiert sei. Er trug mich auf Händen und ich war glücklich. Ich wollte es zuerst nicht wahrhaben, doch er wurde immer unzufriedener mit mir. Er kritisierte mein Leben, das ich früher geführt habe, dirigierte mich, wenn wir über die Straße gingen, da ich dazu alleine ja nicht fähig wäre. Früher bin ich viel und weit gereist, teilweise ganz allein. Er war eifersüchtig darauf und hat mir vorgeworfen ich würde damit angeben. Somit bin ich in Gesellschaft immer stiller und kleiner geworden, nur um nicht zu viel zu glänzen. Wollte ich mich einmal mit meinen Freundinnen treffen, musste ich ein Genehmigungsverfahren einleiten. Habe ich ihm gesagt, dass wir uns zu einem bestimmten Termin treffen wollen hat er geschwiegen. Ein paar Tage später habe ich mein Ansinnen wieder vorgebracht. Meistens gab es eine beleidigte Antwort. Manchmal habe ich dann unter einem Vorwand abgesagt, manchmal bin ich mit Bauchweh hingegangen. Eines Abends bin ich dann nachhause gekommen und er war stark betrunken. Er war mit unseren mittlerweile zwei Babys allein zu Hause. Ich war entsetzt und in Sorge um die Kinder. Er hat fürchterlich herumgeschrien und mich beschimpft. Er war außer sich und total aggressiv. Geschlagen hat er mich zwar nie, doch ich hatte entsetzliche Angst. Diese Angst spüre ich bis heute ganz tief in mir. Am nächsten Morgen bin ich zu Bekannten geflüchtet, die mir zu Beginn nicht glauben wollten. Es kam zu einer Aussprache, in der ich ihm das Versprechen abgenommen habe, dass er ab nun nichts mehr trinken darf, ansonsten würde ich ihn verlassen. Von Tag zu Tag habe ich mich wieder sicherer gefühlt und es ist eine Zeitlang wieder schön geworden. Doch er dachte nicht daran sich an sein Versprechen zu halten. Kaum hatte er mich in der Tasche hat er wieder begonnen etwas zu trinken. Als ich ihn deswegen zur Rede stellte, hat er den Spieß umgedreht und mich als bieder und verrückt hingestellt. Dieses grausame Spiel hat sich in all den Jahren etliche Male wiederholt. Er hat immer alles geleugnet und mich als diejenige hingestellt, die an einer Wahrnehmungsstörung leidet. Ich hatte mittlerweile Angstzustände und Panikattaken bekommen. Ich war so naiv zu glauben, wenn ich ihm sage und zeige welche Angst ich vor ihm habe, wird er Mitgefühl haben und sein Verhalten ändern. Welch ein Trugschluss. Heute weiß ich, dass es Teil des Spiels war. Genau das wollte er haben. Ich liebe meine Kinder und will und wollte immer das Beste für die beiden. Meine größte Sorge war, dass er sie in der Nacht wecken würde und sie dann alles mitbekämen. Auch diese Angst habe ich ihm mitgeteilt, in der Hoffnung auf sein Mitgefühl den Kindern und mir gegenüber. Seine Antwort war, dann müsste ich halt darauf aufpassen, dass er das nicht macht. Damit hatte er mich vollständig in der Hand.
    Habe ich einen Vorschlag gemacht, was wir unternehmen könnten, hat er nicht darauf reagiert. Habe ich etwas später nachgefragt, hat er mich zurechtgewiesen, dass ich ihn dränge. Gemacht haben wir das, was ich mir gewünscht habe fast nie. Das was er wollte so gut wie immer. Er hat oft tagelang nichts mit mir geredet. War böse ohne dass er mir sagte warum. Von einer Minute auf die andere war ich dann wieder die beste Frau, die er sich vorstellen kann. Er hat mich ständig kritisiert und bei jeder Gelegenheit klein gemacht. Beim Einkaufen bin ich den Leuten im Weg rumgestanden, habe die Sachen falsch in den Einkaufswagen und aufs Förderband gelegt und in der falschen Reihenfolge eingepackt, mache beim Autofahren alles falsch und bin sowieso an allem und jedem Schule. Der Grund, warum ich das alles mitgemacht habe ist,dass es zwischendurch auch wieder schön war und ich gehofft habe, dass es so bleibt.
    Trotzdem geht es mir heute gut, obwohl ich ihn (noch) nicht verlassen habe. Ich habe mich in den letzten Jahren beruflich neu orientiert (gegen seinen Widerstand). Habe mehrere Therapien gemacht und fange wieder an meine Hobbies zu leben. Ich spüre, wie meine Angst immer kleiner wird und ich wieder schöne Momente, die das Leben mir bietet, genießen kann. Ich wehre mich, wenn er anfängt zu nörgeln und mich runtermacht. Ich unternehme sebständig etwas, das mir Freude macht und warte nicht mehr auf seine Einwilligung. Ich beginne mich neu zu entdecken und bin gespannt was das Leben noch für mich Schönes bereithält. Wie es mit der Beziehung weitergeht weiss ich nicht.

    Elena

  13. Sandra sagt:

    Sehr tolle Seite!

    Endlich kann ich dem Schlamassel, indem ich mich „gefangen“ fühle einen Namen geben…

    Dieses ewige Hin und Her von Nähe und Distanz. Einen Streit vom Zaun brechen, um 3 Tage voneinander getrennt sein zu können. Sich dann wieder zu sehen, um so zu tun, als wäre nie etwas gewesen. Ihn dann noch loben zu müssen, was er in dieser Zeit geleistet hat (was alles sowieso nur auf Lügen basiert). Ihn dann mit Liebe wieder überhäufen zu müssen, bis das Ganze wieder von vorne anfängt…. Jede Woche das selbe Spiel… Man wird ignoriert, weiß nicht wo er sich befindet, und verschwendet somit seine eigene Zeit mit Warten bis man wieder gebraucht wird.

    Für beide Seiten habe ich einen Namen dafür gefunden. Ich danke dafür! Jetzt muss ich anfangen, hart an mir selbst zu arbeiten, um dieser Hölle entkommen zu können…

  14. Tanja Gelz sagt:

    Hallo ihr lieben Überlebenden habe nach 15 Jahren Trennung immer noch ein Probleme damit anderen zu glauben das ich ein wertvoller Mensch bin. Mein Ex Narzist hat mir meine Kinder weggenommen. Ich habe seit 7 Jahren keinen Kontakt mehr zu Ihnen.Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf das sie auch irgendwann ihren Vater durchschauen u dann werde ich für sie dasein. Passt gut auf euch auf…

  15. Theresa sagt:

    Durch Zufall habe ich diese Seite gefunden. Eigentlich suchte ich nach Hilfe, falls ich zusammenbreche. Wollte aus Berichten erfahren, wie schlimm es nach meiner Trennung noch werden kann. Wollte einfach gewappnet sein, wenn mich das heulende Elend so richtig trifft.
    Vor 4 Wochen ging mein Mann plötzlich und ohne Vorwarnung nach über 30 Jahren Beziehung. Er hat mir die heile Welt vorgespielt und seine Liebe.
    Nach der Trennung bin ich natürlich total durcheinander, traurig und teilweise auch wütend, weil er mich schon seit Monaten mit der Neuen betrogen hat.
    Wenn ich auf dieser Seite über Narzissmus lese, muss ich aber fast schmunzeln.
    Da finde ich bei meinem Mann viele Übereinstimmungen, und manches wird mir jetzt klarer.
    Insgesamt ging es mir in den letzten Wochen nicht so schlecht wie ich es nach soviel gemeinsamen Jahren erwartet hätte. Habe mich schon über mein Verhalten gewundert, und gedacht, ich stehe noch unter Schock. Habe eigentlich jeden Tag mit dem heulenden Elend gerechnet. Für den Fall habe ich gute Freunde, die mir zur Seite stehen.
    Jetzt kommt mir der Gedanke, dass es für mich vielleicht sogar gut war, dass er ging.

    Ich bin jetzt frei von der Verantwortung für seine Launen, und muss ihn nicht mehr dauernd bewundern. Wir hatten eine gute, liebevolle aber für mich auch sehr anstrengende Beziehung. Ich dachte, wir entwickeln uns gemeinsam weiter. Scheinbar nicht. Während ich immer fröhlicher und lebenslustiger wurde, war er immer mehr
    unzufrieden.
    Wenn ein Narzisst immer Beifall und Publikum für seine Einzigartigkeit braucht, kann ich verstehen, warum er mich ausgewechselt hat.
    Ich konnte ihm nicht mehr den nötigen Beifall spenden.

    Vielleicht lasse ich das mit den heulenden Elend aus, und freue mich auf meine Freiheit , denn zum ersten Mal in meinem Leben(früher Eltern, dann Mann) werde ich nicht kritisiert und manipuliert .
    Ich liebe meinen Mann noch und habe auch irgendwie Verständnis. Es soll ihm ruhig gut gehen, und er soll auch mit der anderen glücklich werden.
    Nur ich will ihn NIE WIEDER zurück, und ich werde mich auch NIE WIEDER so für einen Menschen aufgeben.

  16. Rose sagt:

    Ich bin nun seit 5 Monaten geschieden. Mein Leben 24 Jahre war die reinste Hölle. Alles was hier auf diesen Seiten geschrieben wurde, spricht mir tief aus meiner Seele. Es sind hochgradige seelische Verletzungen, die sich in eine Verbitterungsstörung verwandeln, wenn man nicht wieder die Kraft aufbringt, sich neu aufzustellen. Ein bösartiger Narzisst hat nur eines im Sinn: Er will dich mit aller Kraft und psychischer Gewalt beherrschen. Du als Person interessierst ihn in keinster Weise. Er macht dich dermaßen abhängig, flößt dir sukzessive ein schlechtes Gewissen ein und lähmt dich vor lauter Angst und schlägt dann unerbittlich zu. Er macht dich bei all deinen Bekannten schlecht und gibt sich als das „Opfer“… Die Leute werden manipuliert und stellen sich gegen den höchst verletzten Partner. Lest den Sadisten nach im Buch „Scheißkerle“! Da steht die hinterhältige Vorgehensweise genauestens beschrieben.
    Ich rate euch, versucht diesen Menschen, so unmöglich es euch erscheinen mag, rigoros aus eurem Leben zu verbannen… Sie zerstören euch ohne schlechtem Gewissen. Sie sind lebenslange Blender, Lügner und Betrüger und haben null Empathie! Ihr könnt nie und nimmer gewinnen….

  17. Hartmann sagt:

    Ich habe 11 Jahre mit einem Narzißten zusammen gelebt,
    Seine Firma mit aufgebaut, sein Haus gebaut und immer noch voll arbeiten gegangen.
    Es kam nie die Frage ob ich das schaffe,dies war Voraussetzung. Am Rande der Kräfte bekam ich zur Antwort, ich gebe das Geld und du machst die Arbeit. So ist die Absprache! Zu Allem hat er mich dann auch noch belogen und betrogen , was seiner Meinung nach natürlich nicht so war, war wie immer eine Wahrnehmungsstörung von mir.
    Mein Persönliches Stopschild habe ich gefunden indem eine fremde Frau vor der Tür stand und ihm mitteilte das sie sich so nicht von ihm abspeisen lasse!!!!! Aber auch das habe keinerlei Hintergründe….! Ich bin umgehend ausgezogen, habe mir professionelle Hilfe geholt und fange jetzt erst an es zu verstehen was da mit mir geschehen ist! Wie schon beschrieben, erkennt man einen Narzißten nicht gleich, heute weiß ich das diese tollen, schicken, intelligenten Typen dein Leben komplett manipulieren! Also Vorsicht!!!!!
    Da nur intelligente Menschen auf Narzißten treffen, werden sie sich irgendwann reflektieren und ihr Leben wieder in den Griff bekommen! Im Übrigen….wenn sie gehen hört man nie wieder was von Ihnen, denn sie liegen in der Höhle und lecken ihre Wunden….denn sie sind ja die Opfer!

  18. A sagt:

    Narzissten sind eine Qual, und können sogar lächerlich wirken durch
    Ihre Künstlichen Übertreibungen, es ist belastend.

    Narzissten sind Gift für die Gesellschaft. Man darf Ihnen nicht in die Falle gehen, egal ob Familie oder Freund. Einfach ignorieren, nicht reagieren, auch wenn es schwer fällt. Sie dürfen keinen Anklang in der Gesellschaft finden.

    Auch schlimm: Kinder, die schon krankhaft egoistisch/ egozentrisch sind!

    • Narzissten haben ein großes Defizit im zwischenmenschlichen Bereich. Hier können Sie in der Tat sehr großen Schaden anrichten. Man sollte aber immer berücksichtigen, dass Narzissten zum Teil großartige Leistungen erbringen und erbracht haben ( wenn auch aus zweifelhaften Motiven ), die aber am Ende der gesamten Gesellschaft zu Gute kommen. Narzissten aus der Gesellschaft zu verbannen halte ich daher für übertrieben. Sie sollten nur besser dort wirken, wo Sie Ihre Stärken haben und in Ihrem Kompetenzbereich überwacht werden.

      • Arianna sagt:

        Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Narzissten sind bösartig. Das, was sie ggf. an einer Stelle Gutes getan haben, haben sie an anderer Stelle wieder zerstört.
        Napoleon z.B. wird bis heute als Genie verehrt – er hat aber Millionen Menschen das Leben gekostet und die damaligen Anfänge der Europäischen Union zerstört und damit die Grundlagen für zwei Weltkriege gelegt. Er war charismatisch, und das wirkt bis heute. Das ist der einzige Grund, warum er immer noch verehrt wird, während Adolf H. als Monster in die Geschichte eingegangen ist.
        Hass verursacht immer nur weiteren Hass. Diesen Menschen Raum zu lassen, wo auch immer, halte ich für extrem gefährlich. Wenn man merkt, dass man es mit so jemandem zu tun hat, sollte man ihm aus seinem Leben ausschließen und, so weit möglich, andere vor ihm warnen. Punkt.

        • Carina sagt:

          Hallo Arianna,

          Napoleon – wenn auch indirekt – für zwei Kriege verantwortlich zu machen, finde ich jetzt aber sehr weit hergeholt…
          Ich schließe mich der Stellungnahme von Herrn Grüttefien an zu der Thematik an.
          Außerdem ist es m.E. aus mehreren Gründen absolut utopisch zu glauben, dass es überhaupt möglich sei, alle bösartigen Narzissten in unserer Gesellschaft einfach entlarven und dann ausschließen oder gar eliminieren zu können.
          Spontan fällt mir der Vergleich zur Schnakenbekämpfung ein.
          Wenn jeder in der Gesellschaft in der Lage wäre, Menschen mit auspeprägter narzisstischer Persönlichkeitsstörung rechtzeitig vor Schadennahme zu erkennen und entsprechende angemessene Schutzmaßnahmen zu ergreifen, dürfte das Problem weitgehend gelöst sein.
          Und sobald die Narzissten niemand mehr finden,von dem sie sich „nähren“ können, indem sie ihn „aussaugen“, dürfte es mit ihnen auch weitgehend vorbei sein.
          Es heißt nicht umsonst „Wissen ist Macht“!
          Darum möchte ich mich auf diese Weise auch herzlichst bei Herrn Grüttefien für diese wunderbare Seite bedanken für die gut verständlichen „erlösenden“ Informationen bedanken, welche mich sicher davor bewahren werden, noch einmal einem Narzissten ins Netz zu gehen.
          Das allerwichtigste und effektivste ist es Öffentlichkeit und somit die Gesellschaft über die Problematik und passende Schutzmaßnahmen zu informieren.
          Es könnte und sollte in unseren allgemeinbildenden Schulen enorm viel dafür getan werden um das „Herangedeihen“ von Narzissten und Schattennarzissten zu verhindern oder zumindest stark einzudämmen.
          Aber leider werden Pädagogen welche sich genau dies zum erklärten Ziel setzen, dort früher oder später durch einflussreiche Narzissten nachhaltig daran gehindert.
          Ähnlich verhält es sich leider auch mit unseren „ach so unabhängigen, neutralen“ Medien.
          Jede(r) hier sollte wirklich einmal ernsthaft darüber nachdenken, inwieweit er/sie sich täglich nicht nur direkt sondern auch indirekt durch massenhaften „Informations-Müll“ in einflussreichen Medien von geschickten Narzissten beeinflussen und sehr viel mehr als nur das Geld aus der Tasche ziehen lässt.
          Darum hier noch einmal mein ausdrücklicher Dank an Herrn Grüttefien für diese tolle Website!

  19. Nicole sagt:

    Ich bin aufgewacht aus einem Albtraum. Ich habe mich über zwei Jahre aufgegeben und für ihn alles gemacht.

    Ich habe alle Kraft aufgewendet und mich befreit. Er ist nicht der Mann, der er vorgibt zu sein, der tolle, den alle bewundern. Er lügt und betrügt. Wie konnte ich nur so BLIND sein???

    Ich bin sehr dankbar für diese Seite und lese es immer wieder und verstehe nun endlich, was ich vorher alles nicht verstanden habe.

  20. Tatjana sagt:

    Ich lese die Texte, finde mich 100% wieder, habe mich selbst aufgegeben, MUSS aber KANN mich nicht trennen-
    Was kann ich tun ?
    Bin verzweifelt und habe große Angst…

    • Nicole sagt:

      Ich habe auch noch keine Ahnung, wie ich es endgültig schaffen soll… er lässt mich nicht gehen und hat es bis jetzt immer wieder geschafft, mich zurück zu holen. Diesmal will ich es aber endgültig schaffen…
      Angst habe ich auch. Zumal er in der letzten Zeit immer fordernder geworden ist. Aber mir hilft, dass es hier noch mehr Personen gibt, die in der gleichen Lage sind… und auch welche, die es schon geschafft haben…

      Was macht dir denn solche Angst? Mir, dass er danach wieder so lange Terror macht, bis ich es nicht aushalte… und er mir wieder Dinge verspricht, die aber nie wahr werden!!!!!

      • Barbara sagt:

        Trennung nach über 2 Jahren, endlich geschafft! Seine verbalen Demütigungen, seine Manipulationen, seine emotionale Gewalt nicht mehr ertragen müssen.
        Auch er ließ mich nicht gehen, beteuerte immer wieder seine Liebe. Ich ließ mich blenden, glaubte wieder an das Gute in ihm. NUR: nach drei Wochen war von diesem „Charme“ nichts mehr zu fühlen. ICH TAT ALLES FÜR IHN. Er konnte Kommen und Gehen, wie es ihm passte, er betrat meine „Räume“ mit Selbstverständlichkeit.
        Es ist vorbei, endlich vorbei!
        Allen wünsche ich das Beste und die Kraft, die Trennung aufrecht zu erhalten. Sie kämfpen nur, weil sie mit der Einsamkeit nicht umgehen können. Hat sich bereits ein neues „Opfer“ gefunden, ist der Kampf um die „Liebe“ ganz schnell vorbei!

  21. Erkenntnis sagt:

    Liebe Rose,

    Jede Frau, die Herzenswärme fühlt, kann nicht “ nicht in Ordnung “ sein! In Ordnung ist nur noch nicht, dass Du bislang durch die vielen ungezählten Übergriffe auf dein Selbstwertgefühl noch nicht deine Grenzen ihm aufgezeigt hast!
    Ich möchte dir mein Mitgefühl mit dir teilen und dich gleichzeitig ermahnen : keinerlei Anpassung mehr an ihn! Aber dafür vollständige Wandlung deiner Persönlichkeit ist hier der beste Schutz!

    • Rose sagt:

      Liebe Erkenntnis! Ich habe ihm immer wieder meine Grenzen aufgezeigt, doch hat er sie ständig überschritten. Nichts was ich machte war gut genug. Ständige Bemängelung, Kritik, Herrschsucht, Erniedrigung, Demütigung, Abwetung, hämisches Lachen, Lügereien, Betrügereien… Ich wusste nicht mehr was wahr und was falsch ist. An einem Tag/Stunde war ich die deppertste Frau und nach nicht langer Zeit hob er mich in den Himmel und erklärte mich zur absoluten Traumfrau. In der Öffentlichkeit und unter Freunden war er der absolute Vorzeigemann. Doch kaum waren wir im häuslichen Bereich ohne Zeugen begann das ganze Märtyrum. Keiner unserer Freunde kann mir glauben, was ich erlebt habe. Immer kontrolliert (Warmwasser wurde begrenzt, Fenster und Türen durften nur nach seinen Vorgaben geöffnet und geschlossen werden, durfte einkaufen gehen – musste aber nach einer halben Stunde wieder da sein, sonst Anruf und Erniedrigung, wo ich micj schon wieder herumtreibe…)dirigiert,angewiesen, bevormundet, reguliert, sekkiert usw.usf. Ich könnte stundenlang darüber schreiben! Wenn ich ihn fragte, warum er mich nicht meine Sache machen lässt, hieß es, er weiß schon was für mich gut ist. Ich solle nicht denken, dafür sei ich eh zu blöd, sondern strikt seinen Anweisungen folgen. Tat ich es nicht haargenau so wie er es wünschte gab es Abwertung und sogar körperliche und sowieso seelische Gewalt! Ich konnte dieser Spirale einfach nicht mehr entkommen. Immer hörte ich: Er sei der Beste und ich soll froh sein, dass ich SO einen tollen Mann hätte…
      Nun bin ich nur mehr froh, dass ich es geschafft habe diesem Tyrannen durch totalen Kontaktabbruch zu entkommen. Ich leide trotzdem noch unsäglich, aber 24 Jahre brauchen Zeit um zu verheilen… Ich hoffe, mir gelingt es weiterhin und ich bleibe nicht in dieser Verbitterungstraumata stecken…

  22. Rose sagt:

    Diese ganzen Texte sprechen zu 100 % aus meiner Seele… Es tut so gut, diese ganze seelische Gewalt in fachlichen Ausführungen zu lesen, denn das gibt mir das Verständnis, dass ich nicht falsch, nicht „nicht“ in Ordnung bin, sowie ich es immer zu hören bekam. Diese Seiten mit all diesen Darstellungen treffen vollsten zu. Es ist eine schwere Last, die da von Partnern solcher bösartigen Narzissen genommen wird. Ich Danke euch….

    • Aa sagt:

      Ich hatte ein halbes Jahr eine On-off Beziehung mit einem Narzissten. Ich habe ihm zwischendurch immer mal richtig die Meinung gesagt, da ich noch einigermaßen klar denken konnte. Dann haben wir uns abwechselnd mal ein paar Wochen nicht gemeldet. Dann hatten wir wiedermal zwei schöne Tage…immer im Wechsel. Seine Unzuverlässigkeit wurde mir aber irgendwann zu blöd, sodass ich mich mal mit einem anderen verabredete. Schön, dass er mich gerade an diesem Tag zum essen einladen wollte. So konnte ich ihm freudig mitteilen, dass ich ein anderes Date habe. Das hat ihm gar nicht gut getan und hat es auch zugegeben. Ich bin froh, dass ich ihn los bin!

  23. M. sagt:

    Immer wieder sehr gut geschriebene Texte. Vielen, vielen Dank!

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