Bereits in der Bibel wird Narzissmus beschrieben

Ein Gastbeitrag von Sonja Wieland

Die Pfarrerin Sonja Wieland aus der Schweiz führt zahlreiche Kerneigenschaften und Gefahren des krankhaften Narzissmus auf, die bereits vor über 2000 Jahren in der Bibel erkannt und beschrieben wurden. In der Bibel findet man zahlreichen Hinweise, wie man sich gegenüber narzisstischem Einfluss abgrenzen kann. Man findet aber auch Trost, wenn man die Erfahrungen mit einem Narzissten verarbeiten möchte.

Bild: © thodonal – Fotolia.com

Die Gründe, weshalb Menschen mit narzisstischen Tendenzen großen Schaden anrichten können, vor allem wenn sie in leitende Funktionen kommen, werden oft in den säkularen Disziplinen gesucht und zum großen Teil auch gefunden. Zum Beispiel in Soziologie, Anthropologie, Politikwissenschaft, Psychologie oder Ökonomie. Aber vielleicht könnte es auch eine weitere, eine spirituelle-existenzielle Perspektive öffnen, wenn auch geisteswissenschaftliche Disziplinen wie Mythologie und Theologie zum Gesamtverständnis hinzugenommen würden.

Vor 2-3 Tausend Jahren gab es natürlich noch keine Disziplin, die Psychologie genannt wurde – und Narzissmus wurde noch nicht als solcher benannt. Die Kennzeichen des Narzissmus waren aber sehr wohl bekannt. Wenn die Bibel vom „Bösen“ spricht oder „böse“ Menschen beschreibt, dann wird man häufig an die Merkmale des Narzissmus erinnert.

Natürlich ist die Bibel kein Buch über Psychologie, aber sie hat großartige Einsicht in die menschliche Natur und beschönigt nichts. Vor allem in den Klagepsalmen kann man den ganzen Schmerz spüren, den Menschen erlitten, wenn sie von Narzissten verfolgt und bedrängt wurden. Und wenn das Bild vom „Wolf im Schafspelz“ gebraucht wird, werden Charaktere beschrieben, die narzisstische Eigenschaften haben.

„Lost in Translation“ oder das Problem der großen Distanz

Die Bibel ist eine Bibliothek mit einzelnen Büchern, die entstanden sind über einen Zeitraum von grob 1000 Jahren im nahen Orient – einem Kulturkreis, der unserem westlichen so fern scheint. Dazu noch geschrieben in Griechisch, Hebräisch und Aramäisch. Dass die Sprache, die dabei verwendet wird – trotz sorgfältiger Übersetzungen – etwas fremd klingt, ist verständlich. Zudem brauchten die Kulturen, aus denen die Schriften gewachsen sind, häufig mythologische Bilder, Symbole, Metaphern und Parabeln.

Daher läuft man in eine Sackgasse, wenn diese farbige Sprache wörtlich genommen wird. Aber nach wie vor transportiert diese Art Symbolsprache einen Sachverhalt, der auch im 21.Jahrhundert verstehbar ist, weil die Sache an sich universell ist. So hoffe ich, dass die Beispiele in einem größeren spirituellen Kontext gesehen werden können und dabei hilfreich sind, auch in der Bibel zum Thema Narzissmus fündig zu werden, ohne gleich zu moralistischen Bilderwelten und dem ganzen kirchlichen Ballast zu springen, der sich über die Jahrhunderte angesammelt hat.

Der Ursprung des „Bösen“ in den Visionen von Ezechiel und Johannes

Wer von Narzissten verletzt wurde, hat mit den Erscheinungsformen des „Bösen“ zu tun und es stellt sich vielleicht manchmal die existenzielle Frage nach dessen Ursprung. Ich setze das Wort hier bewusst in Anführungszeichen, denn ob es das „Böse“ als eigenständige Macht gibt oder nicht, darüber gehen die Meinungen auseinander und sind oft ideologisch oder kulturell eingefärbt.

Vielleicht ist es zum weiterführenden Denken hilfreich, den Vorschlag der Bibel dazuzunehmen: Die Bibel beschreibt die vielen Erscheinungsformen des Bösen und warnt vor ihnen, anerkennt aber nicht, dass es eine eigenständige Macht in sich ist. „Böse“ ist eine Mangelmetapher: Böses entsteht aus Mangel an etwas Gutem – Mangel an Licht, Mangel an Gerechtigkeit, Mangel an Mitgefühl, etc..

Das Licht aber – die Metapher die das Göttliche beschreibt – ist etwas in sich selbst. Es hat „Sein“ und „Substanz“. Licht ist ja auch in unserer Realität messbar. Wir kennen Lichtjahre, Lux, Candela, Photonenstärke. Licht hat Wirkkraft: Eine einzelne Kerze kann in einem dunklen Sportstadion gesehen werden. Aber es gibt keine „Schachtel voll Dunkelheit“ die man öffnen könnte um das gleiche Stadion zu verdunkeln. Sobald die Schachtel geöffnet würde, würde das Licht die Dunkelheit in der Schachtel auslöschen. Man verzeihe mir dieses eigenartige Bild, aber ich hoffe es illustriert, dass das Dunkle nichts Eigenständiges sei.

Ebenso wenig wird der „Teufel“ als Gegenspieler Gottes gesehen. Der Luzifer war gemäß Ezechiel (Ez. 28, 17) und Johannes (Offenbarung 12, 7ff) ursprünglich ein Engel, der überaus schön und stark war. Das war ihm aber zu Kopf gestiegen und er wollte, dass die anderen Engel und auch Gott ihn selber anbeten sollten. Das war ein Schuss in den eigenen Fuß, wie Luzifer bald merken sollte. Denn er und die, die sich von ihm blenden ließen, wurden kurzerhand aus dem Himmel rausgeschmissen (und landeten auf der Erde gemäß der Legende…). Sein Name wurde ihm weggenommen und er erhielt einen anderen Namen – „Satan“. In der Volksfrömmigkeit wird Satan häufig als Gegenspieler zu Gott gesehen. Das stimmt nur bedingt, denn er ist immer noch ein Engel – ein Ex-Engel um genau zu sein – selber aber ein Geschöpf – nicht ein Schöpfer. Wenn schon der Ex-Engel Luzifer ein himmlisches Gegenstück haben soll, dann wäre das der Erzengel Michael.

Soweit der Mythos vom Ursprung des Bösen. Narzissmus auf kosmischer Ebene sozusagen – narzisstische Beleidigung als Ursprung einer metaphysischen Katastrophe. Luzifer’s Anspruchshaltung und Selbstvergottung wird in den alten Mythen vielleicht schon deutlich.

Um den Rahmen hier nicht zu sprengen, kann ich nur wenige Beispiele von narzisstischen Charakteristiken mit den entsprechenden Beschreibungen aus der Bibel illustrieren. Aber wenn man mal den Blick geschärft hat und die Narzissmus-Brille aufsetzt, dann springt es aus vielen Seiten geradezu heraus:

Schmierkampagnen

Psalm 109: David flüchtet vor dem eifersüchtigen Saul und dessen eifrigen Schergen. David ist im Psalm 109 emotional sehr expressiv. Er gießt sein Herz aus. David war beileibe selber kein perfekter Mann. Doch als er konfrontiert wurde, übernahm er Verantwortung. Er beschreibt in diesem Psalmlied emotional authentisch Gefühle von Menschen, die sich in einer Schmierkampagne wiederfinden. Der Psalm ist eine Ermutigung die eigenen Gefühle zu verbalisieren, denn ein Gefühlsausbruch gegenüber Gott ist legitim und menschlich. Das Niederschreiben dieser Tabugefühle kann kathartisch sein. Es gibt ein zeitgenössisches Buch mit dem Titel „Briefe an ein Monster“ von Caroline De Chavigny. Diese Briefe klingen überraschend ähnlich wie der Psalm von David.

Weitere Beispiele von der Zerstörungskraft von Schmierkampagnen sind vor allem in den Klagepsalmen zu finden, aber auch in den Weisheitssprüchen. Zum Beispiel im Buch der Sprichwörter: Sprüche 26, 28: Wer andere mit seinen Lügen zugrunde richtet, hasst sie auch dann noch. Verleumdung führt zur Vernichtung.

Spielen mit den Gefühlen anderer

Sprüche 26, 18: Wie ein Irrer, der mit Brandpfeilen und Waffen spielt, ist einer der seinen Freund betrügt und dann sagt: „Es war nur ein Scherz.“

Love bombing (Das Überschüttetwerden mit Aufmerksamkeit zu Beginn einer Beziehung)

Sprüche 26, 24: Ein böser Mensch ist voller Falschheit, aber er versteckt sie hinter Schmeichelworte. Und wenn er noch so freundlich redet, glaub ihm nicht. Er hat alle erdenklichen Teufeleien im Sinn.

Verdrehen der Realität bis sie ins eigene Weltbild passt

Johannes 9, 13 – 34: Der Blindgeborene wurde geheilt und wird nun von den Pharisäern ein paar Mal verhört, weil sie nicht verstehen können, was geschehen ist. Da sie Jesus ablehnen, wird auch dem Geheilten nicht geglaubt, obwohl seine Eltern als Zeugen gerufen werden.

Diese Geschichte beschreibt mit leisem humorvollen Unterton die völlige Vernageltheit der führenden Klasse, die keine andere Realität als die eigene anerkennt – sogar wenn der lebende Beweis vor ihnen steht.

Sie sehen sich selber als Maß aller Dinge

Psalm 10, 2ff: Schamlose Schurken stellen den Armen nach und fangen sie in heimtückischen Fallen. Sie geben auch noch damit an, dass sie so unersättlich sind. Nichts zählt bei ihnen – nur ihr Gewinn. In ihrem Größenwahn reden sie sich ein: „Wie sollte Gott uns zur Rechenschaft ziehen? Wo er doch gar nicht existiert!“. Weiter reicht ihr vermessenes Denken nicht. Sie tun, was sie wollen, und alles gelingt. Sie lachen spöttisch über jeden Gegner. „Was soll uns erschüttern?“, sagen sie. „An uns geht jedes Unglück vorüber; so war es immer, so bleibt es auch!“ Sie fluchen, sie lügen und drohen – was sie reden, bringt Verderben und Unheil.

Lüge / falsche Versprechungen

Johannes 8, 44: (der Teufel) ist von Anfang an ein Mörder gewesen und hat niemals etwas mit der Wahrheit zu tun gehabt, weil es in ihm keine Wahrheit gibt. Wenn er lügt, so entspricht das seinem Wesen; denn er ist ein Lügner und alle Lüge stammt von ihm.“

2 Petrus, 2, 17 ff: (Petrus warnt vor falschen Lehrern die nur Bewunderung suchen) Diese Menschen sind wie Quellen, die kein Wasser geben, wie Nebelschwaden, die der Sturm vor sich hertreibt. Sie reden hochtrabende, leere Worte und ziehen durch die Verlockungen eines ausschweifenden Lebens Menschen an sich, die eben erst mit knapper Not dem Leben im Irrtum entkommen sind. Freiheit versprechen sie ihnen – wo sie doch selbst Sklaven sind.

Der Feind im Bett

Sirach 11, 29 ff: Überleg dir genau, wen du in dein Haus einlädst; denn ein hinterhältiger Mensch findet viele Gelegenheiten, dir zu schaden. Ein böser Mensch ist gefährlich wie ein Lockvogel im Käfig; wie ein Späher lauert er auf eine Gelegenheit, dich zu Fall zu bringen. Er verdreht Gutes in Böses, sogar an der selbstlosesten Tat findet er noch etwas auszusetzen. Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Haufen Kohlen in Brand und ein Schurke wartet nur darauf, Blut zu vergießen. Nimm dich in Acht vor Unheilstiftern, sie planen nichts als Unheil und können deinen guten Ruf für immer ruinieren. Hol einen solchen Menschen in dein Haus und er bringt alles durcheinander; er entfremdet dich deiner eigenen Familie.

Suchtcharakter narzisstischen Verhaltens

Sprüche 4, 13 ff: Richte dich nicht nach dem Vorbild gewissenloser Menschen, folge nicht dem Beispiel der Unheilstifter! Hab nichts mit ihnen zu tun, geh nicht auf ihren Wegen! Wende dich vom Unrecht ab, lass dich nicht darauf ein! Schlechte Menschen können nicht einschlafen, wenn sie nicht vorher etwas angestellt haben. Sie finden erst Ruhe, wenn sie jemand zu Schaden gebracht haben. Unrecht ist ihr tägliches Brot und Gewalttätigkeit der Wein, an dem sie sich berauschen. Sie kommen zu Fall und wissen nicht, worüber sie gestolpert sind.

Kritikunfähigkeit

Sprüche 9, 7: Wer einen Eingebildeten belehren will, macht sich lächerlich. Und wer einen Unheilstifter zurechtweist, tut es zu seinem eigenen Schaden. Tadle keinen Eingebildeten, er wird dich hassen.

Sprüche 21, 4: Hochmütiger Blick, überheblicher Geist – einem bösen Menschen etwas sagen zu wollen führt zu nichts.

Fazit und Tipps

Wenn die poetische Sprache der Bibel das „Böse“ beschreibt und wenn die Psychologie über Narzissmus spricht, dann klingt das vielleicht beim ersten Hören sprachlich anders. Aber der Geist ist der gleiche. Wenn man die Bibel durch die Brille eines Menschen liest, der von einem Narzissten verletzt wurde, springen die Merkmale des Narzissmus direkt aus den Seiten.

Ganz salopp würde ich sagen, dass in den ersten drei Kapiteln der Bibel die Kosmologie der Welt drin ist: Kapitel 1  – Urknall und Werden. Kapitel 2 – Mensch will sein wie Gott. Und in Kapitel 4 haben wir schon den ersten Brudermord. Und dann geht’s los: die restlichen 1500 Seiten sind Fußnoten dazu, was krankhafter Narzissmus in Natur und Gesellschaft, zwischen Mensch und Mensch und zwischen Mensch und Gott anrichten kann – bis hin zu Jesus, der erst relativ spät im ganzen Drama, im Neuen Testament auftaucht. Er entlarvt den Narzissmus als das, was er ist: der Wahn, wie Gott sein zu wollen.

Hier habe ich noch ein paar Tips gefunden – auch aus der Bibel – wie man versuchen kann, sich zu schützen:

Sprüche 2, 1 ff: Einsicht und Besonnenheit beschützen dich. Sie bewahren dich davor, etwas Falsches zu tun. Sie halten dich fern von denen, die die Wahrheit verdrehen, die den geraden Weg verlassen haben und auf finsteren Abwegen sind. Es macht ihnen Spaß, Unrecht zu tun, über die schlimmsten Verirrungen anderer freuen sie sich.

Matthäus 18, 15: Geh und rede mit ihm/ihr. Wenn er/sie nicht hören will, nimm 2 oder 3 Zeugen mit. Wenn er/sie immer noch nicht zuhört, bring die ganze Gemeinde (!). Bring Zeugen! Niemand muss ewig versuchen, sich selber zu erklären oder gar zu rechtfertigen: versuche es, aber wenn es nicht geht, geh weg.

Fülle dein Herz nicht mit Angst, sondern ersetze die Angst mit lebenspendenden Gedanken: das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist langfristig eher sowas wie ein Lebensstil. Kranke Autoritätsfiguren haben in uns als Kind Malware installiert oder einen ‚Virus‘. Wir dürfen Geduld mit uns selber haben – das Umprogrammieren der Software dauert seine Zeit.

Nenne den „Teufel“ beim Namen. Sich selber eine gestörte Beziehung schönreden bringt nichts.

Phasen des Trauerprozesses abschließen und weitergehen. „Lass die Toten die Toten begraben.“

Werde dir klar über eigene Bedürfnisse. Jesus treibt Dämonen aus und hilt – aber immer fragt er vorher: „Willst du geheilt werden?“

Und am Schluss noch eine seelsorgerliche Bemerkung: Die Seligpreisungen in der Bergpredigt sind wie für Opfer von Narzissten geschrieben.

Sonja Wieland lebte in Deutschland, in der Schweiz und in den USA. Nach ihrer Ausbildung zur Chemielaborantin und einigen Jahren in den Labors studierte sie Theologie in Zürich und wurde zur Pfarrerin ordiniert. Nach 14 Jahren in San Diego, wo sie als Sterbebegleiterin in einem Hospiz arbeitete, kehrten sie und ihr Mann im Jahr 2014 in die Schweiz zurück, wo sie heute als Pfarrerin in zwei Gemeinden tätig ist.


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Veröffentlicht in Blog, Narzisstische Gesellschaft
52 Kommentare zu “Bereits in der Bibel wird Narzissmus beschrieben
  1. Kathi sagt:

    Guten Tag zusammen,

    also ich bin ehrlich gesagt sehr verwundert. Anstatt einen produktiven Austausch miteinander zu pflegen und sich konstruktiv auszutauschen wird hier auf der Meinung anderer herum getrampelt.

    Es wird keiner gezwungen an Gott zu glauben oder nicht.

    Menschen, die an Gott glauben sind nicht mehr oder weniger arrogant als andere.

    Ich als ebenfalls Gläubige kann aus Erfahrung sagen:

    Sich auf Gott einzulassen bedeutet in Beziehung zu ihm zu gehen und Zeit mit ihm zu verbringen (im Gebet, im Gottesdienst, in der Stille).

    Wenn man das nicht tut, kann seine Liebe nicht in DIR wirken.

    Was bedeutet das ?

    Nur weil du Christ bist bist du nicht automatisch ein besserer Mensch als ein Atheist.

    Gott verwandelt dein Herz, aber dafür musst du wie in jeder Beziehung hier auf Erden Zeit investieren. Von nichts kommt nun einmal nichts.

    Bedeutet es automatisch arrogant zu sein, weil ich zutiefst von ihm überzeugt bin und ihn liebe ?

    Nein, denn ich stempel keinen als blöd ab, weil er/sie nicht gläubig ist. Jeder Mensch hat in allem seinen eigenen Weg. Das würde ich nie als falsch, sondern als anders beschreiben.

    Es hat auch nichts mit Bekehrung zu tun, wenn Gläubige schreiben sie würden sich für andere wünschen, dass andere Jesus in ihr Leben lassen.

    Es hat damit zu tun jemandem etwas Gutes zu wollen.

    Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es ihn gibt (durch Erfahrungen, durch Logik beispielsweise) und wünsche anderen Menschen die Begegnung mit ihm.

    Was ist das ?

    Das ist keine Bekehrung. Das ist Liebe, weil ich anderen Menschen auch dieses Gute wünsche was mich erfüllt. Das ist Liebe, wonach sich jeder Mensch sehnt.

    Also warum diese Aufregung?

    Ein anderes Beispiel:

    Meine Mutter hatte damals im Teenageralter zu mir gesagt: „Du brauchst auch mal Zeit für dich.Das ist wichtig für dich. Sei nicht immer nur auf Achse“

    Ist das auch Bekehrung?

    Nein, das hatte sie damals aus Liebe und Fürsorge zu mir gesagt, weil sie davon überzeugt war, dass das wichtig und richtig für mich ist.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel 🙂

  2. Irène sagt:

    Nach meiner eigenen Erfahrung und Selbsterkenntnis sind Begegnungen und v.a. Beziehungen mit Narzissten wichtige Elemente, sich selbst zu erkennen. Narzissten stellen sich sozusagen als Protagonisten für uns zur Verfügung für unsere Entwicklung und unser seelisches Wachstum. Ob das in der Bibel Aufgeführte stimmt, sei mal dahingestellt. Es soll auch niemand bekehrt werden, denn jeder geht seinen Weg allein und ob Gott bzw. Jesus dabei eine Rolle spielen soll oder darf, kann jeder für sich selbst entscheiden. Mir kommt dabei nur grad in den Sinn, wie auch überzeugte Atheisten plötzlich zu Gott „beten“, wenn z.B. grosse Gefahr oder Angst da ist, wenn z.B. das eigene Kind oder eine sehr nahestehende Person verunfallt oder schwer erkrankt ist. Wie oft habe ich in solchen Momenten beobachtet, wie dann jemand ganz verzweifelt zu Gott ruft, er möge doch helfen usw. Daran sehe ich, wenn die Verzweiflung gross ist, es dann doch – wenn auch nur für einen kurzen Moment – irgendwie geschieht, dass jemand Gott ruft. Daher glaube ich, dass wir tief in uns drin schon wissen, dass es eine höhere Macht gibt, uns jedoch die greifbaren und unbegreiflichen Alltagserfahrungen etwas anderes glauben machen/lassen.

  3. Anathema sagt:

    Hmm, ich bin sehr skeptisch, wenn narzisstische Fakten mit Fiktion vermischt werden.
    Ja, in der Bibel wird u.a Narzissmus beschrieben, bei Harry Potter aber auch. Und bevor jetzt auf mich eingedroschen wird, ich halte die Bibel ebenso für Fantasie wie HP.
    Von daher finde ich, dass dieses Thema „Bibel und Narzissmus“ für den praxisgebrauch wenig nützlich ist. Man kann das höchstens als neg. Bsp nehmen, wie Narzissten agieren, aber selbst dann, die Grundlagen und der angesprochene praxisbezug sind für mich einfach nicht vorhanden.
    Von daher, sehr schwieriges und kontroverses Thema, wie alles, was mit Gott/Glauben zu tun hat.
    Manche mögen darin den Sinn sehen, warum sie an so Menschen geraten sind oder finden Stärke, das Gewesene zu verarbeiten, was auch ok ist.
    Für mich Allerdings ist das weniger hilfreich, da ich für meine Taten selbst verantwortlich bin und mich mit Gewesenem selbst auseinandersetzen muss.
    Als Opfer von narzisstischem Missbrauch mag Gott Kraft geben, aber am Ende muss ich da alleine rauskommen und auch wollen; da wird mir keiner der über 3000 genannten Götter weltweit wirklich helfen.

    • Ina sagt:

      Für alle, die auch in religiöser Sicht erwachsen geworden sind, empfehle ich das Buch von Jed McKenna ‚Spirituelle Dissonanz‘ sehr ernüchternd, aber auch sehr witzig. Er geht zurück zu dem, was wirklich ist und entlarvt die Strategien des (Selbst-)Einlullens im Namen Gottes – auch hier gilt es aufzuwachen.

  4. Sylvie Sophie sagt:

    schade, dass hier so mancher brauchbare Ansatz an vorgefertigten Meinungen scheitert … es schwingt so oft “ wir gegen die anderen “ durch, wer immer die Anderen sein mögen … Narze, Opfer, Täter, Gläubige gegen Atheisten …
    die Liste lässt sich beliebig fortsetzen …
    schade, dass die Kultur des Fragens in der Kommunikation immer mehr in Vergessenheit gerät … geht es doch darum Lösungsansätze für jeden wirklich Betroffenen zu finden … vor allem solche, die langfristig weiterhelfen will man sich nicht Jahre im Selbstmitleid suhlen oder in Härte gegen sich selbst und andere verfallen… und diese “ Versuchung “ ist groß …
    Peter Fox singt in seinem Lied “ Haus am See “ … alles gewinnen im Spiel mit gezinkten Karten, alles verlieren … Gott hat einen harten linken Haken …

    so … wer ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein …

    Mögen wir alle feiner werden in der Wahrnehmung für uns selbst und andere und mit geschmeidiger Kraft ein NEIN aussprechen, wenn es im zwischenmenschlichen Bereich nicht mit der
    Liebe, die jeder für sich selbst empfindet konform geht …

    Allen hier gute Zeit und guten Weg …

    Abajoue

    • Silv sagt:

      Hallo Abajoue,
      Hier in diesem Forum gehts nicht um ‚Fehler, die jeder natürlich hat‘- was immer Das bedeutem soll. Es geht um ihre in ihrer Persönlichkeit leichter oder schwerer gestörte Mitmenschen und ihre Umwelt, der sie das Leben entweder einfach nur schwer machen oder deren Leben sie quasi zerstören. Je nach Ausprägung.

  5. Arabiata sagt:

    Wie schön, dass auch Parallelen zur Bibel gezogen werden. Danke auch Evelyne Jakob für ihr Statement! Jesus ist der Weg, die Wahrheit, das Leben. Das ,Böse` in welcher Form auch immer kommt als ,brüllender Löwe` (Aggression) , ,Engel des Lichts`(Idealisierungsphase) oder ,verführerische Schlange` (Anfüttern) daher laut Bibel. Es geht nicht darum, Leute zu dämonisieren, sondern zu differenzieren, zu prüfen und sich in Sicherheit zu bringen, falls etwas nicht koscher ist..
    Es gibt viele viele Bibelstellen bezüglich dieses Thema, eine davon lautet (2. Korinther 11, Vers 20): „Und ihr habt nichts dagegen, wenn man euch schindet und ausnutzt, wenn man euch hereinlegt, euch von oben herab behandelt oder gar ins Gesicht schlägt..“ Den Lesern en Lesern + dem Verfasser alles Liebe und Gottes Segen! 🙂 Gruß, Arabiata

  6. Monika sagt:

    Genial! Narzissmus und die Bibel – für Gläubige und direkt Betroffene
    eine Offenbarung, dieser Essay. Eigene Erfahrung: Intensives Gebet zum Gott der Bibel, Jesus Christus, schenkt Weisheit, Mut und inspiriert zu wirkungsvollen, gewaltlosen Strategien gegen Narzissten und Narzistinnen. Man lernt, sich wirksam abzugrenzen. Mit der Zeit klappt der Selbstschutz
    immer besser.
    Monika

    • Silvia sagt:

      Ganz genau! Und die Waffenrüstung der Bibel durchbeten. Wer sich den Gürtel der Wahrheit umlegt ist nicht mehr manipulierbar und durchschaut Lügen und Unwahrheiten sofort. Danke für diesen tollen Artikel. Für mich der Beste und Hilfreichste aus dieser Serie!

  7. Chris sagt:

    Danke für diesen wundervollen Artikel, es auch einmal aus Bibel-Sicht zu beleuchten, sehr tröstlich, sehr hilfreich die Gedanken für uns „Geschädigte“.

  8. Nina sagt:

    Sehr schöner Artikel, ich habe vor ein paar Jahren diese Versen mir zu Herzen genommen. Mein Narzisst ist mit mir noch auf der geistigen Ebene verbunden. Durch Träume haben sich mir unsere Vorleben aus dem Römischen Reich offenbart, es sind keine normalen Träume, dazu die tiefe Liebe die nicht von dieser Welt ist.Ständig träumte ich wie sehr er mich liebt. Es passt aber nicht zu ihm, da er das Gegenteil ist. Den er lügt, betrügt, und ist eben ein Narzisst! Nach der Trennung von ihm würde ich oft von seinem Geist überfallen. Ich betete zum Erzengel Michael damit er mich beschützt , und in eine Nacht , war ich eine so starke leuchtende Seele, mein Licht war so schön und strahlte über 2 Meter aus mir heraus. Er kam auf Knien angekrochen, versteckte mit einer seiner Hand die Augen, da ihm das Licht so stark blendete. Er zitterte und bettelte mich an : Gib mit deine Lebensenergie!! Da wusste ich, bin von Erzengel Michael erhöht worden. irgendwann hatte ich alleine die Kraft ihn von mir wegzustoßen!Er war plötzlich in meinen Bett und wollte mich verführen. Ich hab ihn weggestoßen, er war wütend und verwandelte sich in einem Demon, der mich vergewaltigen wollte. Kampf war vorprogrammiert..dann war es mir bewusst mit wem ich zu tun habe .sowas hatte ich mit keinem Menschen erlebt. Und Ich dachte am Anfang , er ist mein seelenpartner, ja einer mit Hörner hihi .mittlerweile denke ich ,er ist ein Teufel, der meine Seele in den Abgrund ziehen möchte. Er wollte auf der geistigen Ebene so sehr, dass ich ihn liebe und vermisse.. aber es ist zu spät! Ich will ihn nicht mehr und mein Wille wird nicht gebrochen. Nach all den Kämpfen, träumte ich von ihm vor einem Jahr das letze mal, dass er am Sterbebett lag, ich ihn jedoch mit bedingungsloser Liebe umarmte und sagte, ich liebe dich so wie du bist, er transformierte sich auf meinen Augen, wurde viel jünger, vitaler und könnte ganz langsam aus dem Bett rauskommen. Ich lächelte ihn an und verlass den Raum. Seit dem wurde ich von ihm wie energetisch angeschnitten. Nichts geschah..ich dachte es ist endlich vorbei.. dachte ich.. bis vor kurzem 🙁 er tauchte nach einem Jahr wieder in einem Traum auf. Vor einer Woche träumte ich, er hat sich für meine Liebe und Treue bedankt. Er war mich nicht würdig, dazu gab er mir einen goldenen Ring mit Amethyst Stein.
    Ich dachte es ist vorbei, und meine Seele ist frei ,dazu haben wir keinen Kontakt seit 2 Jahren. Ich möchte meine Seele ganz befreien. Ich bete zur Jesus Christus, dass er meine Seele befreit. Ich möchte noch so gerne die Wunden heilen und ein ganz neues Leben anfangen. Alles was in der Bibel steht ist wahr. Ich bin eine Christin,katholisch erzogen, Und hätte nie gedacht wie stark Waffen des Teufels sind, um die Seele gefangen zu halten. Jetzt ist mir soviel klar wie Esoterik mit Seelenpartnern, Dualseelen, zwillingsflammen usw.. die arme Leute in irre führen zu lassen.
    Ich würde mich freuen , wenn Sie noch ein Artikel dazu schreiben, den viele stecken Jahrelang fest und hoffen noch, dass er der König kommt, sie merken nicht wie ihre Seelen gefangen sind und in die Abhängigkeit gezogen sind. Es ist tatsächlich ein dreckiges Spiel mit Feuer.

    • Alex sagt:

      Nina, ich habe eine wirklich ernst gemeinte Frage zu Deinem Beitrag.

      Und bitte nicht falsch verstehen, denn mein Hinterfragen möchte es einfach verstehen.

      Was ich aus Deinem Beitrag rauslese, ist ein tiefer Glauben und Gottesfurcht.
      Ok, akzeptier ich auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann.

      Meine Frage hier ist jetzt, ich lese raus, dass Du oft betest und auf Hilfe hoffst, dass Dir der Schmerz genommen und Deine Seele befreit wird. Richtig?

      Und hier ist die Krux für mich.
      Warum hoffst Du, dass man Dir die Seele befreit? Heisst das automatisch, Du selbst machst nichts und wartest drauf, dass man Dich erlöst?
      Oder sammelst Du dadurch Stärke, welche Dich bei Deinem aktiven „Kampf“ seelisch unterstützt?

      Letzteres kann ich nachvollziehen, aber das Erste hört sich für mich dann doch so an wie „ich brauch eh nix zu machen, Gott wird das schon richten“!

      Wie gesagt, ich will keinem seinen Glauben abreden oder schlechtreden, ich versuch nur zu verstehen, was sich Gläubige erhoffen und wiviel sie bereit sind aktiv selbst dafür zu tun, anstatt sich komplett in die Hand eines Anderen zu geben und zu hoffen.

      Schon mal Danke für Deine Antwort

      • Arianna sagt:

        Hallo Alex,
        hier meine Antwort: „Tue dein Bestes, und überlasse das andere (was du selbst nicht kannst) Gott“.
        Schönen Tag 🙂

        • Alex sagt:

          Sorry, die Antwort ist mir zu einfach!
          Ich habe eine Ernst gemeinte Frage gestellt, weils mich wirklich interessiert, ohne das abwertig zu meinen.

          Komisch, dass auf solche fragen fast nie eine wirklich entsprechende Antwort kommt!

          • Silv sagt:

            Hallo Alex,
            Verantwortung abgeben an Gott- so braucht ‚ man‘ nicht selbst aktiv werden. Das entspricht iwie auch dem Conarzissmus. Jemand Anderer trägt die Verantwortung für mein Leben und bestimmt, wie es mir geht.

          • Arianna sagt:

            @ Alex und Silv
            Andere halten sich für so intelligent, dass sie keinen Gott brauchen. Wozu, haben doch alles selbst im Griff und wissen alles. Und sind auch viel zu superschlau, um auf diese ganzen „Märchen“ hereinzufallen… Ihr Gott ist ihre Intelligenz.
            Ich habe hier ausdrücklich mehr als einmal von einem aktiven Glauben geschrieben. Es war keine Rede davon, alle Verantwortung Gott zu übergeben. Bitte erst mal lesen, ehe man seine Meinung abgibt.
            Man ist kein „Co-Narzisst“, weil man gläubig ist; Gott gibt den Menschen einen freien Willen, was kein narzisstisch Gestörter jemals zulassen würde.
            Meine Antwort mag einfach sein, aber wenn ich mich jetzt seitenweise auslasse, brauche ich viel Zeit und kann mir am Ende wahrscheinlich anhören, ich wolle jetzt alle missionieren. Außerdem halte ich diese Website wie schon gesagt nicht für den richtigen Rahmen dafür.
            @ Michaela
            Mit US-Amerikanern würde ich lieber nicht über Religion diskutieren: viele sind Abkömmlinge der Puritaner, und diese waren bekannt für ihre extremen Ansichten. (Es gibt in den USA natürlich auch die Moderaten und die Atheisten, aber man weiß nie; der Einfluss ist meines Wissens immer noch stark.)
            Ich ziehe mich jetzt mal aus der Diskussion zurück. Habe zu TUN. 😉

          • Michaela sagt:

            @Arianna

            Und genau das ist die Ignoranz, die mir bei vielen „frommen“ Menschen immer wieder begegnet.

            „Andere halten sich für so intelligent, dass sie keinen Gott brauchen“
            Vorurteil und haltlose Behauptung. Kennst Du die Leute?
            Woher weißt Du, dass es ihnen ohne Gott nicht sogar Besser geht?
            Jeder soll glauben an was er will, aber es sind meist die, die sich selbst als gläubig bezeichnen, die die verurteilen, die nix davon halten.

            „Und sind auch viel zu superschlau, um auf diese ganzen „Märchen“ hereinzufallen… Ihr Gott ist ihre Intelligenz.“
            Wow, da fällt mir nix mehr zu ein! Ziemlich arrogante Behauptung.

            „Gott gibt den Menschen einen freien Willen, was kein narzisstisch Gestörter jemals zulassen würde“
            Falsch, der Mensch gibt sich selbst den freien Willen und sonst niemand!

            @Silv
            Teilweise bin ich bei Dir.
            Viele Menschen machen es sich leider sehe einfach, hoffen auf Gott, machen selbst nix und wenns dann nicht Besser wird, wird wieder Gott herbeigezogen.
            Ist halt einfacher auf die göttliche Bestimmung zu hoffen als selbst aktiv zu werden.

        • Michaela sagt:

          Liebe Arianna,

          da Du auch anscheinend, wie viele hier, ein sehr gläubiger Mensch zu sein scheinst, auch von mir zwei Fragen, die ich durchaus Ernst meine:

          Ist Dein Gottvertrauen so groß, dass Du mit einer Augenbinde blind über eine Autobahn laufen und Dein Schicksal in Gottes Hand legen würdest?

          Oder was ist, wenn Du mal schwer krank bist?
          Bekannte aus Amerika schwören auf’s beten.
          Würdest Du auch hier auf Gott vertrauen oder entsprechend in ein Krankenhaus gehen?

          • Arianna sagt:

            Liebe Michaela,
            nein, ich würde nicht blind über eine Straße gehen. Warum sollte ich das tun? Ich sagte doch explizit, „tue dein Bestes“. Tue etwas. Ich werde sicher nichts extrem Dummes machen und dann sagen, Gott ist Schuld, wenn mir was passiert. Er hat uns Menschen einen freien Willen gegeben. Ein narzisstisch Gestörter hält sich für Gott und lässt seinen Opfern keinen freien Willen. Genau das ist das Schlimme an diesen Menschen.
            Ich wollte nur eine Antwort aus meiner Sicht geben und hier kein Fass zum Thema „Religion“ aufmachen. Hier ist nicht der richtige Ort, um darüber zu diskutieren, ob man glaubt oder nicht. Wer nicht glaubt, tut es eben nicht, das ist seine Sache. Wer mich fragt, bekommt eine Antwort, aber provozieren lasse ich mich nicht. Und es ist extrem provokativ, zu unterstellen, jemand sei so blind in seinem Gottvertrauen, dass er einfach ohne hinzusehen über eine vielbefahrene Straße laufen würde, oder im Krankheitsfall zu keinem Arzt gehen. Ich persönlich tue immer, was in meiner Macht steht. Erst wenn es nicht mehr geht, wende ich mich an Gott. Gott verlangt keine Dummheit und völlige Unterwerfung; nur, dass man seine Grenzen erkennt.

          • Michaela sagt:

            „Erst wenn es nicht mehr geht, wende ich mich an Gott.“

            Und dann?

          • Silv sagt:

            @Michaela
            Dieses Beschimpfen vonseiten Einzelner hier hat Tradition. Die Ein oder Andere hat sich damit schon in anderen Seiten hier sehr hetvor getan. ‚Fromme‘ die andere Ansichten nicht gelten lassen konnten haben in der Welt viel Unheil angerichtet. Für mich ist Jemand ‚fromm‘ der es gelten lassen kann, dass Andere nicht so sind. Ich bin auch durchaus ‚gläubig‘- Missionieren ist mir ein Gräuel. Und ich bleibe dabei: Das hat auch mit Natzissmus zu tun.

          • Michaela sagt:

            @Silv

            Ich möchte auf keinen Fall hier verallgemeinern.
            Habe halt die Erfahrung gemacht, das Leute, die sich selbst immer wieder durch ihren Glauben hervorheben und anderen ihre Meinung aufdrängen müssen, eben nicht fromm sind.
            Lustig wird’s dann, wenn man diese kritisiert oder mit Argumenten/Fakten daherkommt. Dann heißt es entweder „Das ist aus dem Kontext genommen“ oder es wird nicht drauf eingegangen oder eben haltlos „missioniert“.

            Und das von Leuten, die angeblich nach christlichen Wereten leben; komisch nur, dass die meist Alles sind, außer guten Christen!

            Wirklich fromme/gläubige Menschen, die ich auch kenne und respektiere, lassen Andere in Ruhe und akzeptieren Andere Menschen, wie sie sind, selbst wenn es Atheiosten, Agnostiker oder anhänger des fliegenden Spaghettimonsters sind!

        • Mike sagt:

          Arianna

          Jeder ist selbst für sein Verhalten und Handeln verantwortlich. Kein Gott oder sonst was.

          Wenn es wirklich sowas wie einen Gott gibt, dann ist der in einem selbst; der inner Konflikt zwischen „ja und nein“.

          Ich jedenfalls bin sehr gut alleine in der Lage, mein Leben zu meistern und brauch da keine von Menschen erfundenen Gottheit oder ein altertümliches Märchenbuch, welches übrigens an Gewalt und Rassismus sich nicht hinter aktuellen Geschehnissen zu verstecken brauch.

          Ich finde Deinen Kommentar übrigens zuemlich abwertend gegenüber Leuten, die nicht an das Alles glauben.
          Du unterstellst ihnen quasi minderwertig zu sein, wenn ich das so rauslese. „Wissen Alles“, „Superschlau“…
          Wo ist hier die Tolleranz, von der immer gesprochen wird?

      • Nina sagt:

        Ne.. ne:-) nichts tun und nur hoffen dass Gott mich befreit wäre totaler Unsinn. Lach..Ich hab alles getan um zu sich selbst zu finden. 3 Jahre ist es seit der Trennung her, ich hätte nie gedacht dass ich düsen schritt wagen werde, Scheidung habe ich auch eingereicht und vollzogen, was ihm den Atem raubte weil er damit nie gerechnet hätte, hab sogar meinen Namen gewechselt, damit ein neues ICH entsteht , damit ich wieder meine Identität finde. Das war der Anfang und damit fing der Weg zu mir selbst und fing hart an mir arbeiten. Bis zu mein inneres Kind wo ich dort auch die Ursachen fand, was er mir alles gespiegelt hat. Ich kann nichts dafür dass ich für Energien sehr empfänglich bin.. wenn dich so erwischt hätte wie mich, hättest du wahrscheinlich auch Gott um Hilfe gebeten , ist daran nichts verkehrt.. für mich ist es kein Problem , da beten gehört zu mein Leben dazu.. Ich bin teilweise geheilt, da ich ihn nicht mehr so abhängig „liebe“, nicht mehr vermisse, mitllereile ganz raus aus dem Leid bin. Es dauert aber etwas länger bis man die Seelelische Wunden heilt. Ja , es kann bedeuten dass er wieder auftaucht, weil ich dann neue Hersusforderung für ihn sein werde. Weil ich eben stärker geworden bin 🙂 und ich gehe davon aus , dass ich noch einmal mal geprüft werde. Es ist tatsächlich so, dass ich mit ihm energetisch verbunden bin, und sich daraus zu erlösen ist mein Ziel dorthin. So, meine Träume haben aber immer Recht, er wird wahrscheinlich auch auf mich zukommen, gestern war er schon vor meiner Tür, aber zuerst sucht Kontakt zu seinem Kind. Er war da um ihm ein Briefumschlag zu hinterlassen.. ja.. ich habe hart an meine Schutzmauer gearbeitet und fühle irgendwie dass es auch meine letze Prüfung sein wird, wo er versuchen wird mein Willen zu brechen. Ja .. vielleicht dann wird sich das energetisch mit ihm auflösen..

      • Nina sagt:

        Achso, Wieso Gottesfurcht? Lach 🙂 ich habe Gott mehrmals erlebt, hab mich mit ihm seelisch verschmolzen .. seit vielen Jahren erlebe ich Mystische Erfahrungen die mit keinem menschlichen Verstand zu erklären sind. Und eben diese wertvolle Erfahrungen sind unsere besten Lehrer.. die uns neue Erkenntnisse liefern wie neue Sichtweisen offenbaren..ich kämpfte mit der Dunkelheit nicht mit Gott.. Gott hat mir noch die Kraft gegeben es durchzustehen. ich bin auch Gott für diese Erfahrungen dankbar , weil ich eben nur für mich engüldig weiß ,dass das Böse tatsächlich existiert. Kannst von vielen Heiligen darüber lesen, das eben diese reine Seelen viel mit Teufel zu kämpfen hatten. Wenn man selbst einer ist , wird man nie mit ihm konfrontiert. 😉 do. einfach ist es 😉 je reiner die Seele desto schwieriger wird es, sich dem Teufel zu stellen um ihn zu besiegen.
        Jeder soll glauben was er möchte, ich urteile hier niemanden ob er gläubig , oder ein Atheist ist, den jeder hat freien Willen zu entscheiden an was man glauben möchte. Jeder macht eigenen Weg und ich kann nur über meine Erfahrungen berichten. Ob es einer glaubt oder nicht , ist es jedem überlassen. Nichts desto trotz .. ich und mein N. waren auch zwei Gegensätze, der Kampf der Titanen „lach“ war bereits vorprogrammiert 😉

        Alles Liebe 🙂

  9. Evelyne Jakob sagt:

    Super Artikel! Ja, die durch die Bibel erkennt man die ganze Natur des Menschen schnörkellos.

    Ein kleiner Hinweis – Satan wird als Wiedersacher genannt in seiner Funktion und nicht als sein Wesen. Er hasst die Menschen umd versucht ALLES, um sie von Gott fernzuhalten, von Gottbzulenken und möchte uns erst noch davon überzeugen, dass es beide nicht gibt. Man ist unvorsichtig, wenn man denkt, dass es einen Teufel gar nicht gibt und genau in diesen Momenten ist man sehr verführbar.

    Ihre Website ist sehr lehrreich, informativ und eine grosse Hilfe.

    Besten Dank!

    Segensreiche Grüsse,

    Evelyne Jakob

    Besten Dank dafür!

    • Susann sagt:

      Liebe Evelyne,

      mal davon abgesehen, dass ich, als Atheist, generell Nichts von religiösen Vergleichen halte, und beim Thema Narzissmus schon gar nicht.
      Soso, man ist als „verführbar“, wenn man denkt, einen Teufel gibt es nicht? Sorry, zu einfach!
      Ich will hier jetzt keine Glaubensdiskussion auslösen, aber wer an Gott glaubt, glaubt automatisch auch an seinen „Widersacher“. Das Eine gibt es ohne das andere nicht!

      Für mich sind das aber Alles von Menschen erschaffene Märchen und mehr belustigend als sonst was, aber das steht hier nicht zur Debatte. Jeder soll glauben was er will, aber bitte keinem seinen Glauben aufzwingen.

      Ob es Narzissmus in der Bibel gegeben hat, will ich auch nicht bezweifeln oder hinterfragen, aber das tut hier bei dem Thema nix zur Sache, weil eben für mich ein fiktives Buch ohne Bezug zur Realität.

      Auch ihre Annahme „Er hasst die Menschen und versucht ALLES, um sie von Gott fernzuhalten, von Gottbzulenken…“ ist falsch.
      Hier würde ich Ihnen raten, sich einmal intensiv mit der Thematik zu beschäftigen, denn selbst als nicht religiöser Mensch ernennt man, durch Studium der Materie, dass „Satan“ nicht unbedingt „schlecht“ oder „Böse“ bedeuten muss.
      Das liegt am persönlichen Empfinden.
      Ich habe Menschen in meinem Freundeskreis, die sich sebst als „Satanisten“ bezeichnen und das sind mitnichten böse Menschen oder solche, die dem gängigen Cliché entsprechen, im Gegenteil.
      Deren „Glauben“ ist für mich tolleranter als Alles, was die christliche Kirche einem zu verkaufen versucht.
      Aber ich komme vom thema ab…

      • Silvia sagt:

        Ich empfinde diesen Kommentar jetzt intolerant. Du willst Deine Meinung sagen, aber Du willst nicht diskutieren, Du willst die andere Meinung nicht hören…
        Satanisten sind nicht böse Menschen, weil Satan ja nicht direkt böse erscheint. Im Gegenteil, er kann sehr freundlich, zuvorkommend, verführerisch auftreten. Erinnert mich irgendwie an das Wesen des Narzissten…
        Ich glaube als Christin übrigens nicht, was die christliche Kirche mir zu verkaufen versucht sondern schaue auf Jesus Christus und entscheide und denke schlussendlich immer noch selbst.
        Sei gesegnet!

        • Susann sagt:

          Schon komisch, dass immer „intollerant“ kommt, wenn man anderer Meinung ist. Grad viele Gläubige haben ein Problem damit, wenn man eine andere Weltanschauung hat, weswegen ich nix von religiös bezogegen Artikeln hier halte.
          Und die Narzissten Unterstellung, wow!

          • Silvia sagt:

            Mit der Toleranz hast Du doch angefangen, ich gebe nur Antwort darauf….? Toleranz heisst übrigens ‚etwas zusammen tragen‘ oder ‚(er)dulden‘.
            Ich bin sehr dankbar und erfreut, dass dieses Thema mal aus christlicher Seite her beleuchtet wird. Falls Du das nicht so siehst, leg es doch einfach zur Seite und vergiss es; nächstes Mal kommt wieder etwas, das dir mehr entspricht!

          • Silv sagt:

            Jepp

  10. chris.h. sagt:

    Es ist traurig, wie stets nur die Täter-Seite des „Narzissten“ beleuchtet wird und nahezu STETS die Tatsache ignoriert wird, dass ein N. niemals so werden wollte, selbst ein Opfer ist, das in seiner Verzweiflung keinen anderen Weg lernen konnte, seine Probleme zu lösen…. Er ist in seinen ersten, entscheidenden drei Lebensjahren – und oft sogar pränatal – massiv traumatisiert worden, erlitt massivste Bindungsstörungen und kämpft (unbewusst) nur verzweifelt um sein Überleben. Wie hilfreich würde es sein, ihm helfen zu können und damit anderen Leid zu ersparen -Leid, das er überhaupt nicht verursachen will!! Er selbst leidet am meisten darunter, dass er so ist, wie er ist…. Wenn ihm das zu Bewusstsein kommt, so ist sein Leben unerträglich!!! Ich weiss, wovon ich spreche….
    wie kann man denn da helfen…? Was kann ich selbst tun…?

    • Mike sagt:

      Der arme Narz…
      Wie konnte er/sie nur so werden?!
      Und diese Leiden…schrecklich!
      Ich hab das durch, und da leidet garnix!

      Soll ich jetzt Mitleid haben?
      Entschuldigt das „niemals so werden wollte“ jetzt deren Handlungen und dass, was sie uns antun?
      Def. Nein!
      Warum sie so sind, ist mir relativ egal. Wenn sie selbst nicht raffen, was sie tun, ist mir der Ursprungsgrund komplett egal.

      An den/die Narz:
      Raffst Du’s, dann änder was und reiß nicht andere Menschen wegen Deinem verkorksten Leben mit in den Abgrund!

      Aber bitte kein geheucheltes Mitleid, denn einem Narz ist sein Gegenüber auch scheißegal!

    • Evelyne Jakob sagt:

      Danke für ihre Offenbeit!
      Wie in diesem Artikel beschrieben, ist die Bibel ein wirklich heilendes „Buch“ (das Wort Gottes) – vor allem das neue Testament mit Jesus als Erlöser – der einzige Weg.

      Gott liebt JEDEN MENSCHEN, setzt alles daran, auch jeden (in der Bibelsprache gesprochen) Sünder durch den Erlöser frei zu kaufen, dass er durch Gottes Gnade Heilung, Befreiung sowie eine Erneuerung bon Herz und Geist erfahren darf. Ich kann dies nur bestätigen. Er ist der lebendige, der einzige Gott. Bitte geben Sie Jesus eine Chance! So dass auch Sie diesen Weg beschreiten dürfen. Und es spielt keine Rolle, weshalb man so geworden ist, wie man ist in Gottes Augen. Man kann nur in der Gegenwart andere Entscheidungen fällen, welche die kommende Zukunft entsprechend verändern wird.

      Wenn Sie um seine Hilfe bitten, zB sagen „Unser Vater im Himmel, ich glaube an Jesus, dass er dein Sohn ist und dass er am Kreuz für uns gestorben ist. Um uns zu befreien. Und dass er am dritten Tag vom Tod auferstanden ist und somit den Tod und den Feind für immer besiegt hat. Amen.“ Als Voraussetzung (vor oder nachher) ist es unumgänglich, dass wir allen Menschen vergeben, die uns jemals verletzt haben und welche wir verletzt haben. Und Gott auch für die eigenen Übertretungen um Vergebung zu bitten. Ohne diesen Schritt wird nicht’s gehen. Vergebung hat nichts mit einer emotionalen Reaktion zu tun und es geht auch nicht darum, die Fehltritte anderer zu entschuldigen. Absolut nicht. Es ist eine Entscheidung, welche man für seinen eigenen Heilungsweg fällt.

      Ich möchte Sie segnen und erfreut ermutigen, diesen Schritt hin zu Jesus zu wagen.

      Gruss!

      • Mike sagt:

        @Evelyne

        Da ich nicht an Gott glaube, bin ich die falsche Person für ihre Antwort oder ihren Segen. Ich komme Besser ohne Gott im Leben klar!

        Und ich möchte generell auf einer Seite wie dieser nicht „bekehrt“ werden, sondern ich bitte darum, meine Meinung zu akzeptieren, ohne mir eine andere aufzudrängen.
        Danke!

        • Evelyne Jakob sagt:

          Na, meine Antwort hat sich an Chris H. grichtet und nicht an Sie, Mike.

          An allgemein: Interessant – ihr gebt eure Haltung hier bekannt und dasselbe gilt auch für mich. Gleiche Rechte für alle. Und trotzdem fühlen sich gewisse Menschen umgehend ‚bedroht‘, wie es der Anschein macht.

          Es entscheidet jeder Mensch für sich – es wäre schön, wenn man dieses Recht auch anderen Menschen zurechnen würde. Und zwar wirklich und nicht nur so dahin gesagt.

          Schlussendlich wünscht sich jeder Mensch inneren Frieden, ein Gefühl von angenommen sein sowie eine Ablehnung gegen Gewalt – vor allem in persönlichen Beziehungen. Genau um das geht es doch auf dieser tollen und wertvollen Webseite. Auf jeden Fall wünsche Euch allen Gute!

          • Mike sagt:

            „Gleiches Recht für Alle“!

            Richtig Evelyne, aber dann gleich zu sagen:

            – „das neue Testament mit Jesus als Erlöser – der einzige Weg“
            – „Er ist der lebendige, der einzige Gott.“
            – „Bitte geben Sie Jesus eine Chance so dass auch Sie diesen Weg beschreiten dürfen “
            – „Und Gott auch für die eigenen Übertretungen um Vergebung zu bitten“
            – „Ohne diesen Schritt wird nicht’s gehen.“

            das hört sich für mich leider sehr bekehrend an.
            Nicht bedrohend oder sonst was, denn ich kann schon entscheiden, wann ich mich bedroht fühle und wann nicht.

            Ich meine das absolut nicht böse oder negativ, aber wenn man nicht weiß, ob der Gegenüber gläubig ist oder nicht, bringen solche Tips in meinen augen herzölich wenig.
            Ein Gläubiger mag darin Erlösung oder sonst was finden, ein praxisorientierter Agnostiker dagegen nicht.

            Dein letzter Abschnitt ist richtig, das wünscht sich jeder. Aber das kommt leider nicht von alleine!

      • Alex sagt:

        Also bitte. Wird hier neuerdings missioniert?
        Ich denke jeder ist alt genug um zu entscheiden, ob er damit was zu tun haben will oder nicht.

        Ich jedenfalls brauch für mich und mein Leben weder dieses Märchenbuch noch einen imaginären Gott.

        Ich möchte aber auch drauf hinweisen, dass, wie von jemand Anderem bereits erwähnt, jeder an das Glauben soll, was er will.
        Ich erwarte nur, dass man mich damit dann in Ruhe lässt.

        • Mike sagt:

          „Er ist der lebendige, der einzige Gott.“

          Komisch, das sagen diese netten Herren mit Sprengstoffgürteln auch.
          Ironie anyone?

    • Chris sagt:

      @chris.h.
      Narzissten mangelt es an Selbsterkenntnis, für ihr Trauma machen sie ANDERE verantwortlich, SIE sind immer das Opfer. So kann keine Heilung gelingen, durch wen oder was auch immer. Einzig, wer in sich gehen KANN, sich selbst reflektieren KANN, kann auch Besserung erfahren. Narzissten sehen in sich kein Manko, kein Trauma, „die anderen“ sind für sie die Bösen. Was willst du da „helfen“, wenn sich jemand nicht als „hilfebedürftig“ sieht?

    • Ina sagt:

      Hallo Chris,

      ich verstehe dein Anliegen nicht. Was erwartest Du hier? Mach doch einfach eine Therapie – habe ich auch machen müssen nach meiner Beziehung mit einem Narzissten. Hat mir übrigens gut getan.

    • Flora sagt:

      Ein Narzisst, der sein Verhalten unerträglich findet, ist kein Narzisst im Sinne der Diagnose. Narzissten fehlt jegliche Krankheitseinsicht. Kann sein, daß da eine andere Störung vorliegt. Da jeder Mensch “ narzisstische Tendenzen“ hat, die jedoch einigermaßen sozialverträglich oder völlig unauffällig sind, gehen diese gelegentlich in Behandlung um ihr Sozialverhalten zu verstehen und gegebenenfalls zu ändern. Narzissten sind nicht immer gequälte, frühtraumatisierte Menschen. Sie rekrutieren sich ebensooft aus maßlos verwöhnten, überhöhten Kindern.

      Ich würde es nett finden, wenn der religösen Seite diese Themas ebenfalls Raum gelassen wird. Ich denke auch nicht, daß die Bibel wie jemand schrieb ein Sammelsurium seltsamer Texte ist, sondern eine Sammlung tief philosophischer, uralt überlieferter Lebensweisheiten, aus denen sich in der heutigen Welt viele Kulturen die Grundsätze ihrer Zivilisation entliehen haben. Also bitte Dolleranz 🙂

    • fggg sagt:

      -Leid, das er überhaupt nicht verursachen will!! – doch, das macht er gerne sogar, er könnte seine Resursen mit positiven Taten auch bekommen, ohne anderen zu schaden, aber es macht ihm kein Spass, jemanden zu schaden-das ist echt geil für ihn
      Man kümmert um die schon genug, obwohl die sind mit sich selbst zufrieden, mit Opfer von denen beschäftigt sich kaum jemand.

    • Arianna sagt:

      Das steht im Text oben: Gott kann heilen, doch er fragt zuerst, „Willst du geheilt werden?“ Dazu muss man erst einmal erkennen, dass man Heilung braucht. Man braucht dafür viel Mut, denn man weiß ja nicht, was Heilung und Gesundheit bedeutet. Aber ich denke, es lohnt sich.
      Ich weiß, dass narzisstisch Gestörte leiden – vorige Woche fiel mir meine Mutter heulend in die Arme, wir haben seit 10 Jahren Kontaktsperre, begegneten uns aber auf einer Beerdigung. Die Verstorbene war erst 45 und musste von der eigenen Mutter unter die Erde gebracht werden, doch meine floss über vor Tränen des Selbstmitleids! Keine Frage, ob es mir gut geht; wer der Mann an meiner Seite ist, wie er überhaupt heißt. Bei der ersten Gelegenheit wollte sie mich über meinen Vater ausquetschen – sonst hatte sie keine Anliegen. Sie ist von ihm seit 35 Jahren getrennt und seit 27 Jahren mit einem anderen verheiratet. Keine Einsicht, dass sie sich ihr Leid selbst macht, null. Alle anderen sind so gemein zu ihr. (Wir sind sofort vor ihr „geflohen“ und wieder nach Hause gefahren.)
      Einsicht ist immer der erste Schritt. Ich weiß, dass diese Menschen furchtbar leiden. Irgendwo tun sie mir auch leid. Aber rechtfertigen, entschuldigen, was sie tun? Nein. Ihnen helfen wollen? Nein. Das kann ich nicht. Das tue ich auch nicht. Von einem erwachsenen Menschen muss man ein Minimum an Selbstbeherrschung und Selbstkenntnis, oder zumindest Rücksicht erwarten können; wer das nicht macht, dem kehre ich sofort den Rücken zu. Vielleicht kann ihnen Gott helfen, wenn sie aufrichtig und lange darum bitten. Vielleicht auch mit Hilfe eines guten Seelsorgers – aber ehrlich gesagt möchte ich nicht in dessen Schuhen stecken, möglicherweise ist er nur das nächste Opfer.

      • Michaela sagt:

        Weisst Du, was für mich persönlich mein „Beweis“ ist, dass es keinen Gott geben kann (mal davon abgesehen, dass Andere Religionen genau das Gleiche „den einen Gott“ auch für sich beanspruchen)?
        Knochenkrebs bei Kindern!

        Welcher Gott lässt sowas zu? Welcher Gott lässt Kinder oder Menschen generell so leiden und heilt nicht? Weil die nicht geheuilt warden wollen? Ganz bestimmt nicht! Weil diese Menschen nicht gottesfürchtig sind? Dachte vor Gott sind Alle Menschen gleich?

        Sollte es wirklich einen Gott geben, würde ich mich gerne mal persönlich mit ihm genau über sowas unterhalten und nachfragen, was in ihm vorgeht, sowas (und andere schlimme Dinge) zuzulassen.

      • Céline sagt:

        @an Arianna

        „Ein narzisstisch Gestörter hält sich für Gott und lässt seinen Opfern keinen freien Willen. Genau das ist das Schlimme an diesen Menschen..“

        Dann lassen Sie Ihrer Mutter bitteschön Ihren freien Willen und akzeptieren Sie deren Verhaltensweisen und Ansichten. Auch Mütter dürfen Ihre Schwächen und Stärken haben.

        Werden Sie endlich erwachsen und hören Sie auf, von der Idealmutti zu träumen. Ich vermute mal, dass Sie selbst kinderlos sind.

        Sie werten das Weinen Ihrer Mutter als Selbstmitleid ab. Lesen Sie hier, was Schopenhauer über das Weinen schreibt:

        „..Das Weinen ist durch Fähigkeit zur Liebe und zum Mitleid und durch Phantasie bedingt; daher weder hartherzige, noch phantasielose Menschen leicht weinen, und das Weinen sogar immer als Zeichen eines gewissen Grades von Güte des Charakters angesehen wird und den Zorn entwaffnet. (W. I, 445.)…..“.

        Ich habe bei Ihnen das Gefühl, dass Sie sämtliche Verhaltensweisen Ihrer Mutter solange uminterpretieren, bis sie in Ihre angelesenen, vorgefertigten Denkschablonen passen.

        Vielleicht denken Sie bei Ihrem nächsten fleißigen Kirchgang mal darüber nach.

        • Frau Holle sagt:

          … Und Sie, Céline, lesen sich doch einfach mal wochenlang durch die vielen Kommentare Ariannas, dann werden Sie sie vielleicht verstehen – wenn Sie das können …

    • Silvia sagt:

      Erkenntnis ist schon mal der halbe Weg, lieber chris.h.!
      Du kannst Dir Hilfe holen, z.B. bei einem qualifizierten Seelsorger oder in einer Psychotherapie. Es stimmt, der Narzisst ist nie grundlos so geworden, wie er ist und diese Tatsache macht in grundlegend auch zum Opfer. Finde heraus, was für dich der Auslöser war und wie du dich gegen diese Traumata geschützt hast, welches Verhalten du daraus entwickelt hast. Und dann kannst du in die Korrektur gehen. Dieser Weg wird dir viel Geduld abverlangen und wohl auch schmerzhaft sein. Aber er wird dich in die Freiheit führen. Dabei kannst du auch Jesus um seine Hilfe bitten. Er schenkt dir Kraft und Erkenntnis. Denn Weg gehen musst du aber selber.
      Ich wünsche dir alles Gute!
      Silvia

    • Silv sagt:

      Mein ‚jepp‘ bezog sich auf Susanns Beitrag

  11. Sil sagt:

    Sicher auch noch einmal ein Ansatz um sich ‚ zu heilen‘

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