Kann ein Narzisst wirklich nichts fühlen?

Für die meisten ist es schier unvorstellbar, dass es Menschen geben kann, die nichts fühlen und keine authentischen Emotionen zeigen können. Der narzisstische Mensch macht unbewusst eine Trennung zwischen seinem Selbst und seinem Ich und entfernt sich somit von seinen eigenen Wurzeln. Er baut stattdessen ein Idealbild von sich auf, nach dem er leben und für das er bewundert werden möchte. Allerdings muss er zu diesem Zweck seine Gefühle unterdrücken.

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Das Selbst spiegelt die unbewussten Tiefenschichten des Körpers wider, die bereits durch die Geburt mitgegeben werden. Das bewusste Ich oder besser gesagt das geistige Bewusstsein entwickelt sich in der Kindheit erst nach und nach. Der Mensch bekommt dann mit zunehmenden Alter ein bewusstes Selbstgefühl für seine körperlichen Impulse, wie Triebe, Instinkte und Gefühle. Je stärker ein Mensch mit seinen unbewussten Impulsen, dem Selbst, verbunden bleibt, desto stärker kann er ein Selbstgefühl und daraus ein Selbstwertgefühl entwickeln.

Das Ich steht im Grunde für alle bewussten und geistigen Prozesse und ist somit durch den eigenen Willen lenkbar und beeinflussbar. Das Selbst steht für die unbewussten und körperlichen Prozesse, die weitestgehend durch das vegetative Nervensystem gesteuert werden und daher nicht mit dem eigenen Willen zu lenken sind. Von daher ist grundsätzlich jeder Mensch der Gefahr ausgesetzt, sich mehr dem Ich zuzuwenden, weil es gestaltbarer ist, während das Selbst eine fixe Größe darstellt, die man nicht verändern kann und auch ohne willentliche Steuerung funktioniert.

Der Narzisst spaltet seine Persönlichkeit

Der narzisstische Mensch fühlt sich am sichersten, wenn er über alles die Kontrolle hat und nicht von seinen Gefühlen überrollt wird. Unwillkürliche Körperempfindungen sind unkalkulierbar und daher schlecht in das bewusste Selbstbild eines Narzissten integrierbar. Somit beginnt er, sein Bewusstsein vom Unterbewusstsein abzuspalten und sich nur auf das zu konzentrieren, was er willentlich beeinflussen und steuern kann.

Da er über die körperlichen Impulse glaubt, keine Kontrolle zu haben, widmet er sich diesen Kräften nicht und verdrängt sie so gut wie möglich. Statt die Persönlichkeit als ein Ganzes anzunehmen, spaltet der Narzisst den unbeherrschbaren Teil ab und identifiziert sich fortan nur noch mit dem beobachtenden und wertenden „Ich“.

Der Narzisst kann zwar sein Selbst beobachten und integriert es auf diese Weise wieder in sein Ich, er schließt aber meist nicht die richtigen Schlüsse aus diesen Empfindungen. Wenn er z. B. eine Nervosität an sich wahrnimmt, dann kann er versuchen, diesen in seinen Augen unerwünschten Ausdruck der Schwäche zu unterdrücken, indem er z. B. seine nervösen Hände versteckt oder sich bewegt, damit die unkontrollierbaren Körperimpulse nicht auffallen.

Auf diese Weise kommt das Selbst zwar zu Bewusstsein, es wird aber vom Ich dominiert. Das Selbst bekommt keine Chance, wirklich angenommen und akzeptiert zu werden. Es darf in den Augen des Narzissten gar nicht da sein, weil es sich bei einem ungesteuerten Ausleben konträr zu seinem Selbstbild auswirken könnte.

Das unbewusste Selbst lässt sich nicht steuern

Der größte Teil des Selbst befindet sich unterhalb der Bewusstseinsebene. Es sind alle körperlichen Funktionen, wie z. B. Blutkreislauf, Verdauung und Atmung und nervliche Impulse, wie z. B. ein plötzliches Jucken auf der Haut, die eben automatisch im Körper laufen und in der Regel nicht weiter beachtet werden müssen. Aber letztlich bestimmten sie den Zustand des Organismus und sind dafür verantwortlich, ob sich der Körper gesund oder krank, erregt oder niedergeschlagen, glücklich oder deprimiert fühlt. Was also gerade empfunden wird, hängt maßgeblich davon ab, was im Körper geschieht.

Da ein Narzisst seinen Blick nur auf äußerliche Dinge richtet, verliert er sein Gefühl für die unbewussten Abläufe im Inneren des Körpers und empfindet es dann in der Folge, wenn z. B. Gefühle oder körperliche Empfindungen auftreten, die nicht seinem Ideal entsprechen, als hinderlich. Es löst bei ihm eher eine Verunsicherung aus, weil er Angst hat, der Körper könnte die Herrschaft über sein Bewusstsein (sein Ich) bekommen.

Doch Gefühle können nicht mit dem Willen und dem Bewusstsein gesteuert werden. Wut oder Angst, ein sexuelles Verlangen oder ein Gefühl der Trauer können nicht willentlich erzeugt werden, auch wenn man sie unterdrücken kann. Solche Gefühle, wenn sie nicht von selbst aufsteigen und wenn sie nicht in dem Augenblick, in denen sie auftreten, angenommen und akzeptiert werden, können dann nur mit dem Willen imitiert werden. Sie können jederzeit mit dem Verstand nachgemacht und kopiert werden, ohne sie jedoch wirklich zu fühlen.

Ohne Selbstannahme kein Selbstgefühl

Es unterliegt aber der eigenen Wahl, ob man seinen Körper durch direktes Fühlen und eine liebevolle Hinwendung wahrnimmt oder ob man nur eine Vorstellung von seinem Körper entwickelt. In der Regel fällt bei einem gesunden Menschen die Vorstellung von dem eigenen Selbst mit der direkten Selbsterfahrung zusammen. Die Grundvoraussetzung hierfür ist aber die Selbstannahme. Man muss bereit sein, sich selbst so annehmen zu können wie man ist. Man muss bereit sein, seinen Körper und seine Gefühle anzunehmen und ihnen einen Raum zu geben.

Der Narzisst hat aber sein Ich-Bewusstsein vom Körper getrennt und investiert seine ganze Kraft ausschließlich in den Aufbau eines gigantischen Egos. So wie er seine ganze Außenwelt beherrschen möchte, so will er auch seinen eigenen Körper samt der unbewussten Funktionen beherrschen und steuern. Der Körper darf nicht so sein, wie er ist, er muss sich dem Willen des Narzissten unterordnen.

So, wie der Narzisst zu wenig Empathie für seinen Körper und seine unbewussten Vorgänge aufbringt, so wenig kann er auch Empathie für seine Außenwelt und seine Mitmenschen aufbringen. In der Weise, wie er sich selbst nicht annehmen kann, kann er auch anderen Menschen nicht annehmen. Er kann somit nicht nur die anderen nicht lieben, er ist nicht einmal in der Lage, sich selbst lieben zu können.

Er kann sich nur in das Bild verlieben, dass er sich durch sein Bewusstsein selbst aufgebaut hat. Es ist somit ein künstlich erschaffenes Bild, das völlig abgekoppelt von den körperlichen Impulsen (dem Selbst) existiert. Was nicht in das Bild passt, darf auch nicht sein und wird leidenschaftlich bekämpft, ob es nun von außen oder von innen kommt.

Der Narzisst wurde zwar mit einem Selbst geboren, er hat sich aber im Laufe seines Lebens gegen sein Selbst gewendet und nimmt es folglich nicht mehr wahr. Als Ersatz benötigt er dann andere Menschen, die ihm durch Bewunderungszufuhr ein Gefühl für sein imaginäres Selbst geben. Auf diese Weise wird aber nicht das wahre Selbst genährt, sondern nur die Vorstellung vom Selbst, also von dem, wie es sein sollte, aber nicht, wie es tatsächlich ist. Das Ich, dem der Narzisst all seine Zuwendung widmet, wird auf diese Weise von außen aufgeblasen, während das wahre Selbst verkümmert.

Der Körper ist nur ein Objekt

Der narzisstische Mensch konzentriert seine Aufmerksamkeit alleine auf die Vorstellung vom Selbst, er malt sich ein Idealbild von seiner Person, ohne es mit den wahren, inneren Impulsen zu koppeln. Das körperliche Selbst wird außer Acht gelassen und starke Gefühle werden gar nicht erst ins Bewusstsein gelassen. Der narzisstische Mensch sieht seinen Körper als ein Objekt, das getrennt von ihm lebt und dass er beherrschen muss. Er denkt, wenn der Körper nun schon mal da ist, dann soll er wenigstens für etwas nützlich sein.

Auf der anderen Seite kann die Außenwelt nun einmal nur durch den eigenen Körper wahrgenommen werden. Schneidet sich der Narzisst aber vom eigenen Körper ab und will nicht mehr fühlen, dann kann er auch seine Umwelt nicht richtig auffassen und begreifen. Der Narzisst begreift dann seinen Körper mehr als eine Maschine, die ihm behilflich sein soll, seine Ziele zu erreichen und ein perfektes Image aufzubauen.

Der Narzisst ist dann nur noch damit beschäftigt, sein Ego zu pflegen und alles zu vereinnahmen, was sein Ego stärken und vergrößern kann. Dabei kann das Erlangen von Macht, Erfolg oder viel Geld eine Ich-Befriedigung liefern, sie fördert aber nur das eigene Selbstbild und zahlt nicht auf das Selbstgefühl ein. Wird fortwährend nur auf das Ego eingezahlt, dann kann sich kein normales Körpergefühl einstellen und der Mensch kann nur eine vage Vorstellung davon aufbauen, wie sich ein gesunder Körper anfühlt und aussehen sollte.

Haben Narzissten denn überhaupt keine Gefühle?

Sind aber Narzissten nun gefühllose Wesen, die zu keiner wahren und tiefen menschlichen Regung fähig sind? Steckt überhaupt kein Gefühl in Ihnen? Zuweilen machen Narzissten in der Tat den Eindruck einer Maschine, die ohne jedes Gefühl und Bewusstsein funktioniert und nur nach einem fest eingebauten Programm agiert, zwar flink und geschickt, aber ohne jegliches empathisches Verständnis, sondern nur mit kühler Effizienz.

Doch auch bei Narzissten kann man durchaus Gefühle wahrnehmen, allerdings in wenig differenzierter Form. In der Regel äußern sich ihre Gefühle lediglich in Wut oder Sentimentalität. Die Wut ist meistens ein Ersatzausdruck für den Zorn oder den Hass, der in ihnen aufsteigt. Das Ausmaß der Wut ist dabei meist völlig unverhältnismäßig zu dem Umstand, der die Wut ausgelöst hat. Sie ist auch oft kein echter Ausdruck eines Gefühls, sondern die Wut wird nur benutzt oder inszeniert, um dem anderen Angst einzujagen und ihn einzuschüchtern.

Die Sentimentalität ist hingegen der Ersatzausdruck für Liebe.  Narzisstische Ehemänner brüsten sich oft damit, wie sehr sich für ihre Familie opfern und wie viel ihnen ihre Frau und Kinder bedeuten würden. Wenn man aber ihre Handlungen und ihren Umgang mit der geliebten Familie beobachtet, dann kann man schlecht zu der Erkenntnis kommen, dass es sich um Liebe handelt. In solchen Momenten der Zuneigung mag der Narzisst ein gewisse Rührseligkeit spüren, die aber auch schnell wieder abklingen kann.

Narzissten können wahre Gefühle nicht zulassen

Sie unterdrücken ihre Gefühlswelt, weil sie absolute Kontrolle über ihren Körper und alle Funktionen haben möchten. Daher wirken sie oft im Bereich des Oberkörpers wie versteift und betoniert. Ihre übertriebene Selbstbeherrschung zwingt sie zu einer starren Abwehrhaltung. Es wirkt, als hätte sie eine Panzerweste um ihren Leib, der sie schützt, aber auch einschnürt. Die Bewegungen des Oberkörpers wirken dann oft holprig, abrupt und kantig, fast schon wie die Bewegungen eines Roboters.

Da Narzissten nur einen unzureichenden Zugang zu ihren innersten Impulsen haben, können sie ihre Gefühle nicht differenziert wahrnehmen. Sie haben eher ein diffuses Gefühl von Unbehagen, dass sie auf irgendeine Weise versuchen wollen, wieder loszuwerden. Auf der anderen Seite sind Narzissten hervorragende Schauspieler, die sich darauf spezialisiert haben, sich eine genaue und detaillierte Vorstellung von Gefühle zu machen, um sie im entscheidenden Moment vorspielen zu können – ohne allerdings diese Gefühle innerlich wirklich zu spüren. Sie imitieren nur das Gefühl, weil es in diesem Moment ihrem Ich dient.


Veröffentlicht in Blog, Eigenschaften eines Narzissten, Gesamt
89 Kommentare zu “Kann ein Narzisst wirklich nichts fühlen?
  1. Marie sagt:

    Hallo! Ich hatte über drei Jahre eine on-off Beziehung zu einem narzisstischen Mann. Als ich ihn kennenlernte, erzählte er mir est nach drei Treffen, dass er in kurzer Zeit (zwei Wochen nach dem Treffen später) Vater werden würde, aber mit der Mutter des Kindes nicht zusammen sein möchte und sie nicht lieben würde und auch kein Kind mit ihr wollte. Er deklarierte es als Unfall bzw. schob ihr die Schuld dafür in die Schuhe und fühlte sich hintergangen. Ich hingegen war für ihn eine einzigartige und besondere Frau und wenn, dann hätte er gern mit mir ein Kind gewollt. Dies betonte er schon nach sehr kurzer Zeit, obwohl wir uns kaum kannten. Da ich zu diesem Zeitpunkt sehr verliebt in ihn war ließ ich mich auf eine „Beziehung“ mit ihm ein. Mal fühlte ich mich ihm sehr nah, oftmals war jedoch auch eine sehr große Mauer um ihn herum. Er hatte das Vetrauen in die Frauen verloren, so hieß es bei ihm dann. Nach knapp drei Jahren beendete er die „Beziehung“ zu mir von jetzt auf gleich-nach einer kleinen Kritik meinerseits an seiner Person. Zum einen hatte ich seine mangelde Zuneigung und Initiative im Bett kritisiert und seine ständigen Beleidigungen und Abwertungen meiner Person und zum anderen hatte ich ihn auf seine ständigen Seitensprünge angesprochen.
    Eine Woche später traf ich ihn mit der Mutter seines Kindes bei einer Wonungsbesichtigung an. Ich verstand die Welt nicht mehr und fiel in ein Loch, indem ich mich immer noch befinde, weil ich es nicht verstehen kann. In kürzester Zeit zeugte er das nächste Kind mit ihr und zog mit ihr zusammen. Dieses Jahr will er sie sogar heiraten. Auf einmal wirklt er sehr verliebt, macht Dinge, die er vorher für mich nicht gemacht hat, wie z.B. Spontanurlaube, Valentinstagsüberraschungen, die Buchstaben seines und ihres Vornamens auf dem Autokennzeichen und vergöttert die Kinder. Kann sich ein narzisstischer Mann wirklich so gravierend ändern und auf einmal für diese Frau, die er Jahre lang nicht wollte, ändern ,bedingt durch die zweite Geburt seines Kindes, und Liebe für seine Partnerin empfinden, was er bei mir offensichtlich nicht konnte? Diese Frage quält mich immer und immer wieder! Was sagen Sie dazu Herr Grüttefien? Zu mir sagte er schliesßlich nur, dass er mich gern gehabt hätte, aber ansich ja nichts weiter zwischen uns gewesen wäre.

    • Marie sagt:

      Kann bitte jemand zu meinem Kommentar auch etwas antworten?! Ich fühle mich immer noch total überfahren und komme mit seiner Hochzeitsabsicht und der wundervollen neuen Beziehung mit der neuen Frau nicht zurecht.

      • Hallo Marie,
        offenbar hat Sie dieser Mann getäuscht und wollte wahrscheinlich nie wirklich eine feste Beziehung. Was immer er in Ihnen sah und was immer er Ihnen sagte, diente nur dazu, Sie zu locken. Vielleicht hilft Ihnen der folgenden Beitrag ein wenig weiter:

        http://umgang-mit-narzissten.de/wie-verfuehrt-ein-narzisst/

        • Céline sagt:

          So ein Verführungsverhalten kommt sogar ausserhalb von Mann-Frau-Beziehungen vor.
          Ich habe eine Verwandte, die folgendermaßen operiert: anlocken mit sweet-talk, dann folgt der Versuch mich als staunendes, bewunderndes Dauerforum zu missbrauchen, unterlegt mit subtilen Signalen der Abwertung, damit ich als Langzeitbewunderer und willenloser Dienstleister herhalte. Ich wehre mich, es kommt zur Trennung und zuverlässig zu den Festtagen versucht sie mich erneut mit sweet-talk einzufangen.
          Wenn nichts mehr geht, wird mit Mitleidsgetue operiert. Da kann man mich allerdings leicht packen. Das ist meine Achillesferse, die ich bis heute nicht recht überwunden habe.
          Die Frau erinnert mich in ihrem Verhalten an frühere pick-up artists in meinem Leben, die ich aber konsequent nach verhältnismäßig schneller Zeit aus meinem Leben entfernt hatte. Die kamen regelmäßig zurück mit Lockangeboten.
          Als gar nichts mehr ging, blieben sie dann auch weg.
          Aber mit dieser Verwandten gelingt mir der endgültige Trennungsstrich nicht, weil man ja schon aus Höflichkeit zu den Festtagen Grüße austauscht. Und dann hat sie einen Fuss in der Tür und legt wieder los mit ihrem Sirenengesang.

  2. CH sagt:

    Kann ein Narzist wahre tiefe Gefühle für sein Kind entwicklen und kann zwischen Vater und Kind gegebenenfalls ein wirklich tiefer Bezug entstehen, wenn beim Vater keine tiefen Gefühle da sind / möglich sind…falls dem so ist?

  3. Corry sagt:

    Eine Frage werter Herr Grüttefien
    Sie schreiben in dieser Abhandlung. u.a., dass Gefühle nicht willentlich und mit dem Bewusstsein gesteuert werden können.
    Bezieht sich dass auch auf mich ,den „NIcht NArzisten „?

    Dazu :
    Ich versuche nun schon so lange (über 1 Jahr ) meinen “ Narzissten “ zu vergessen, bzw.innerlich langsam aber stetig freier von der Erinnerung zu werden. Das geht nur ganz langsam,mit emotinalen Rückfällen, suche aber mkeinen KOntakt zu ihm,bin tapfer…
    Die alten Gefühle, meine Sehnsucht ? oder was immer nach ihm und die Erinnerung an die für mich tolle Körperliche Nähe zu verdrängen.
    Endlich mal im Kopf freier zu werden.Ich habe keinen Kontakt, war auch die Aktive Person, die unsere Affäre beendete, weil er mich unbewusst zusehens quälte mit allen blühenden Facetten dieser Persönlichkeitsstörung.Etwas, dass ic hdamals nicht sah und es mich fertig machte.
    Schweigen, „Ändere dich ?“!“ usw.Ein Bilderbuchnarzisst.
    Attraktiv, charmant, umgänglich aber auch hörbar scharf in Überzeugungen und eitel, was mir so gefiel ,mich beeindruckte….und erkennbar dominant. klug,erfolgreich,eloquent, musisch begabt, sogar recht wohlhabend.Anfang 40 ,nie verheiratet, aber wohl meist in Beziehung,bewusst keine Kinder.Ich war hin und Weg,nie so einem beeindruckenden Mann getroffen….
    der mir DANN IN FOLGE SO WEH TAT
    Und trotzdem ist es schwer es nicht wieder zu wollen……
    Der Anfang so niedlich und vorsichtig und langsam und unvergesslich , dann das übliche Prozedere…. Distanz, Schweigen, Lügen ? Zunehmende latente Unverbindlichkeit,Abwertung, Kälte,Böse Worte, Dann wieder als ob nichts war usw.Nie Trost, Entzug von Zärtlichkeiten usw.wieder Schweigen,wenn ich ein „date „erbat usw.
    Ich flehte,weinte, und bettelte…
    Der Umgang mit mir, und dass ich so mit mir umgehen lies ,war weil ich ihn ncith verlieren wollte.Und wusste ic hwerde es ,wenn ich „DRuck „mache, wie er sagte…..
    Bis heute bin ich verletzt und das Vergangen beschäftigt mich beständig.
    Ich bin immer noch traurig, zurückgezogen denke an ihn und weiß doch dass ich in der Zeit mit ihm gelitten habe.
    Echte Nähe und Verbindlichkeit gab es nie.

    Wie gehen meine Gefühle bloß weg ?

    Das Ebook “ Wie befreien ich mich „…habe ich.Aber ich leide noch wirklich .
    Stehe sonst im Leben, arbeite usw.privat bin ich meist für mich , da ist noch das Beste im Moment.

    • Hallo Corry,

      die Gefühle sind sehr stark mit unseren Tiefenschichten verwurzelt. Echte Gefühle steigen aus unsere Tiefe auf und man kann nur versuchen, sie zu kontrollieren. Umgekehrt können wir unsere Gefühle natürlich provozieren, indem wir uns bewusst einem Thema zuwenden, dass emotional geladen ist. In diesem Moment werden unterdrückte Gefühle wachgerüttelt, die in der Vergangenheit nicht ausreichend bearbeitet worden sind. Gefühle wollen angenommen werden – sie brauchen Zuwendung. Versuchen Sie einmal, sich nur auf das Gefühl zu konzentrieren und spüren Sie einfach nur das Gefühl ohne an Ihren Ex-Freund zu denken. Erst wenn Sie sich wirklich mit Ihrer gesamten Konzentration den Gefühlen zuwenden, können sie gehen. Ärgern Sie sich nicht darüber, dass sie da sind – sondern erleben Sie sich über Ihre Gefühle selbst. Das ist konsequente Selbstannahme.

      • Corry sagt:

        Herr Grüttefien
        Danke für Ihre freundliche und ausführliche Antwort.
        Es ist mir auch unangenehm,sie noch einmal nach einigen Monaten angeschrieben zu haben.
        Tatsächlich aber bin ich in eigener Sache ein Hilfloser Helfer.
        (sonst prof. tätiger Helfer) und fühle mich meinen Gefühl und der Erinnerung geradezu hilflos ausgeliefert,es ist zum Weinen .
        Uhi, das was Sie mir schreiben, gilt es zuerst einmal zu verstehen und wird für mich nicht ganz einfach umzusetzen.
        Ich werde aber nicht aufgegeben, denn ich habe nur das eine Leben.
        Dass mich diese für mich tiefe Liebe zu diesem „Hammer-mann “ so fertig machen wird, die ganze Affäre mich vollkommen immer noch niederstreckt ach,- hätte ich das nur gewusst.
        In jedem Fall wittere ich jetzt NPS und sehe Menschen klarer.
        Vielen Dank an Sie und Ihre Seiten die uns „Getroffenen “ helfen
        zu begreifen.

        • Hallo Corry,
          die Aufarbeitung und Lösung von den Erlebnissen beginnt damit, dass Sie lernen, Ihre Vergangenheit nicht zu verfluchen. Sie wissen ja nicht, wohin Sie dass alles führen wird. Vielleicht war es ein ganz wichtiger Schritt auf den Weg in eine bessere Zukunft! Vertrauen Sie dem Leben!

        • Sylvia sagt:

          Hallo liebe Corry,
          jetzt sind zwar schon 1 1/2 Monate vergangen und ich hoffe, dass es dir schon besser geht mit deinen Gefühlen.

          Ich kenn dein Gefühl zutiefst…..Ich war jetzt selbst 17 Monate mit so einem Mann zusammen und es waren die härtesten Monate meines Lebens…So viele Mauern, Verletzungen und Beleidigungen, obwohl ich gespürt habe, dass hinter seiner Mauer ein sehr empfindsamer, verletzlicher Mann steckt. Und genau diesen Mann wollte ich immer wieder „heraus holen“. Diesen Mann habe ich geliebt und nicht den „Show-Man“, der mich nur verletzt. Mein Liebster ist ein klassischer Narzisst….In einer hohen Position in der Politik, liebt die Bühne und die Bewunderung, sagt, dass er Menschen hasst, obgleich er sie ja für seine Bewunderung braucht….ist komplett abgespalten von seinen Emotionen. Mir hat es vor wenigen Wochen gereicht. Ich liebe ihn nach wie vor, dennoch bin ich mir der wichtigste Mensch in meinem Leben. Er hat mir gelehrt, mich zu lieben und meine Grenzen ganz klar zu setzen, was ich wirklich in meinem Leben will bei allen Menschen und was nicht. Ich bin ausgestiegen aus der „Retter-Rolle“, aber auch aus der „Opfer-Rolle“. Wenn einer nicht will, dann will er nicht. Und wenn einer nicht wertschätzen kann, was er an mir hat, dann hat er mich gar nicht verdient. Und wenn einer in seiner „Grandiosität“ so weiterleben will, dann soll er das, aber ohne mich. Der Punkt ist der, viel mehr sich selbst zu reflektieren, WAS man eigentlich wirklich will. Willst du eine Beziehung, die dich leiden lässt? Wo du immer wieder um Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit bitten musst? …..ich hatte das auch 17 Monate…..oder willst du einen Mann, der dich in deinen Gefühlen und in deinem Leben nährt, der in allen Bereichen deines Lebens ein Riesenbeitrag für dich ist, der dein Leben bereichert mit Freude, Spaß und Leichtigkeit, der dein Leben noch schöner, glücklicher, freudvoller macht, als du es überhaupt jemals zuvor hattest? Es ist alles deine Wahl und der Spiegel deines Selbstwertes. Mein Ex ist nach wie vor die Liebe meines Lebens….dennoch lass ich mich nicht mehr weiter so behandeln und gestehe mir zu, dass ich einen liebevollen Partner verdient habe. Wenn er es nicht ist, ist das zwar sehr schade und auch sehr traurig, aber ich bin überzeugt davon, dass da draußen auch noch andere wirklich tolle Männer herumlaufen, die ich auch so riesig lieben kann und die mir aber gleichzeitig auch gut tun, mir beitragen, und mein Leben erweitern und bereichern, statt es so sehr einzuschränken mit all dem Schmerz. Ich gebe keinem Mann mehr die Macht, mein Leben mit all seinem narzisstischen Verhalten zu begrenzen, mich zu quälen….Mein Leben soll mit Freude und Lebensfreude erfüllt sein. Lass dir diese nicht nehmen! Auch wenn du so sehr liebst! Niemand hat das Recht, „Macht“ über dein Leben und über deine Lebensfreude zu übernehmen. Wenn es einer nicht checkt, dann lass ihn und geh weiter. Alles Liebe

          • Corry sagt:

            @ Sylvia,

            sehe just eben deiner so gut ausformulierte,hilfreiche und menschlich nahe Antwort, dein statement (an mich ).
            Dankedafür.
            Nein, wirklich gut geht es mir auch nach über 1 Jahr nicht :Klar, ich bin gefasster, stabiler, weniger nah am Wasser, aber das Erlebte ,meine Gefühle, das was ich mit ihm erlebte, unserer irres besonderes Kennenlernen, diese bis dato nie erlebte Leidenschaft und eben seine „2 Gesichter “ sind für mich nach wie vor ein Trauma,unfassbar.Es beschäftigt mich ständig.Ich schaffe es noch das alles gedanklich los zulassen.
            Null Kontakt und er hat mich tief verletzt und zeitgleich war er so schön mit ihm, es ist und bleibt eine Achterbahn.
            Danke alles gute ebenso
            Corry

      • Claudia2 sagt:

        Die Krankenkassen bieten Kurse der achtsamkeitsbasierten Meditation an. Da kann man diesen o.g. Umgang mit Gefühlen lernen.
        Unter der Voraussetzung, dass man regelmäßig übt – unterm Strich, sehr effizent.
        Die Methode wurde nun zur achtsamkeitsbasierten, kognitiven Verhaltenstherapie ausgeweitet und wird als Gruppentraining über acht Wochen angewendet. Die Effektivität wurde inzwischen in einer Reihe von klinischen Studien überprüft.

  4. Topflaash sagt:

    Ich entschuldige mich für meine Abwertung… Ich habe überreagiert… es tut mir leid… ich hab den schutz der anonymität hier sehr gut für mich ausgenutzt…. trotzdem… ich finde es sollte mehr differneiert werde zwischen einer NPS dem malignen Narzissmus und der Dissozialen Persönlichkeit….
    sry… diese Meinung behalte ich bei….

  5. SchallUndRauch sagt:

    Hier kurz reingestolpert und nur kurz quer gelesesen, aber:
    Das was ich gesehen habe reicht auch schon wieder.
    Mein Eindruck: Die pöhsen Narzissten werden als Täter herabgewürdigt und die armen Weibchen sehen sich als die Opfer.

    Gruppennamen wie „Opfer der Narzissten“ sprechen für sich.

    Naja, wer´s braucht. Und wem es nutzt, auch finanziell und so.

    LG von einem echten 🙂

    • M.H. sagt:

      Diese Internet-Site bildet die Wahrheit ab und hilft sehr, sich vor NPS
      in Acht zu nehmen. Danke schön dafür .

      LG , Mar .

    • Arianna sagt:

      Wir müssen alle vor unserer eigenen Tür kehren, das ist richtig. Aber bevor wir Kritik hinnehmen, sollten wir uns sehr gut überlegen, von wem und warum.
      Ich lasse mir jedenfalls ganz sicher nicht von einem narzisstisch Gestörten, der mich wiederholt jahrelang seelisch gepeinigt und benutzt hat wie ein Objekt, vorhalten, inwiefern meine Lebenseinstellung falsch sei und ich mich ändern müsse.

    • Topflaash sagt:

      Wieder mal eine Punktlandung

      Wäre geil, wenn Du mal die Dependente Persönlichkeitsstörung erwähnen würdest Master Sven….

      Liebe Grüße
      von ebenso einem Narzissten

  6. Claudia2 sagt:

    Es wäre begrüßenswert, würdeN sich die Psychotherapeuten in unserem Lande mal an das Konzept des berühmten Psychiaters Viktor Frankl halten, den Erfinder der Logotherapie – wo es vereinfacht darum geht, Sinn im Leben zu finden. Viktor Frankl überlebte das Konzentrationslager besser als viele, indem er anderen Gefangen dabei half, den Alptraum erträglicher zu machen.
    Also, nicht dauernd fragen, was kann das Leben für mich tun, sondern fragen, was kann ich für das Leben tun.
    Die Psychotherapie – ganz voran die Psychoanalyse- fördert die narzisstische Selbstbespiegelung ja geradezu, indem im Rundumschlag alle Patienten dazu aufgefordert werden, auf ihre Bedürfnisse zu lauschen und nur noch das zu tun „was ihnen guttut“.
    Ein sehr bekannter Hirnforscher, der nach dem Konzept Viktor Frankls behandelt, besorgt seinen zum Teil schwerstkranken Patienten zuallererst mal eine ehrenamtliche Tätigkeit, sei es im Altersheim, in Flüchtlingslagern, etc. Zuerst hatten sie Bedenken, aber dann nach wenigen Wochen blühten sie auf. Sie waren wieder Teil der Gemeinschaft geworden und trugen ihren kleinen Beitrag zum Wohl anderer bei.
    Wahrscheinlich wären die Psychobuden bei uns leer, würden man solche Behandlungsmethoden an die verzogenen altgewordenen Kinder herantragen. Das neoliberale Denken hat auch vor der Psychotherapie bei uns nicht halt gemacht: ich, icher am ichsten. Es ist die sicherste Methode, um unglücklich zu werden im Leben, denn die Hirnforschung hat nachgewiesen: Das Belohnungszentrum im Gehirn springt sofort an, wenn wir Gutes tun.
    Hier ein guter Artikel hierzu auf ZEIT online:
    ALTRUISTEN KOMMEN WEITER
    Auch auf arte tv gibt es sehr gute Dokumentationen hierzu:
    Altruismus als Wegweiser
    Die Neurowissenschaft des Mitgefühls
    undsoweiter undsofort……

    • Arianna sagt:

      Es gibt auch den „altruistischen Narzissmus“, eine besonders perfide Form dieser sozialen Störung, besonders heimtückisch und besonders schwer zu greifen und zu durchschauen.
      Solche Menschen sind u.a. daran zu erkennen, dass sie das Leid ihrer Mitmenschen nur evtl. ernst nehmen, um sich daran zu ergötzen, aber kein wirkliches Mitgefühl haben. Im Gegenteil, sie greifen oft den Missbrauchten an und verteidigen den Missbraucher. Das Prinzip ist Macht: der Missbrauchte ist schutzlos(er) und wird darum noch mehr fertig gemacht.
      Nur mal als Hinweis. Manche Menschen schmücken sich mit den falschen Federn des Altruismus, sind aber oft gefährlicher als andere.
      Altruismus muss gelebt werden, nicht gesagt. Wer altruistisch ist, spricht nicht darüber sondern findet es selbstverständlich. Wie immer gilt die Faustregel: achtet darauf, was der andere tut, nicht auf das, was er sagt. Und prüft seine Aussagen auf mögliche Widersprüche, anstatt euch von seiner angeblichen Tugendhaftigkeit einschüchtern zu lassen.

  7. Arianna sagt:

    Narzisstisch Gestörte kennen keine Liebe, kein gesundes Geben und Nehmen. Sie sind allein mit ihren Ängsten und Sorgen und ihrem immerwährenden Hunger nach Anerkennung. Sie haben keinen wirklichen Bezug zu anderen Menschen und dadurch auch nicht zur Realität. Sie bleiben innerlich abgespalten, anstatt zu reifen und zu lernen, mit der Realität zu leben.
    Ich denke heute, dass man mit der Fähigkeit, jemanden um seiner selbst zu lieben, nicht geboren wird, sondern diese lernen muss durch die Erfahrung, dies selbst erlebt zu haben. Wenn man aber narzisstisch gestört ist, wird man das wahrscheinlich niemals erfahren, da niemand einen schwachen und gleichzeitig immens arroganten Egomanen um seiner selbst willen liebt. Und selbst wenn man sich in das verlorene Kind verliebt, das dahinter steckt: das wissen sie nicht zu schätzen, da sie unter „Liebe“ bedingungslose Hingabe seitens des anderen erwarten.
    Wenn narzisstisch Gestörte für andere etwas fühlen, ist es unpersönlich – sie nehmen etwas an dem anderen wahr, das ihre Bedürfnisse erfüllt oder erfüllen könnte und ihre Phantasie anregt. Wie dieser Mensch wirklich ist, wissen sie nicht und wollen sie nicht wissen. Sie reagieren auf ihre Umwelt wie Kleinkinder.
    Darum: sie bedauern und ihnen vergeben, so man das kann, ja. Ansonsten kann ich nur sagen und wiederholen: rettet euch selbst, nicht sie. Ersteres könnt ihr. Zweiteres kann niemand.

  8. Brigitte sagt:

    fast alles ,was ich hier gelesen habe,könnte von mir sein.Ich lebe in einer Partnerschaft an der ich langsam zugrunde gehe.Schaffe den wirklichen Absprung nicht.Meine Gefühle , mein Denken,meine Wahrnehmungen werden von ihm verneint ,er sieht sich als das Grosse Opfer und ist nicht bereit seine eigenen Handlungsweisen zu hinterfragen.
    Hatte eine verantwortliche Position als Nautiker und kam auf keinem seiner Schiffe mit der Führungsebene zurecht,so das er immer wieder entlassen wurde,doch sieht er nicht bei sich die Schuld,nur bei den anderen.
    Manchmal habe ich solche Hassgefühle auf ihn,die mir selber Angst bereiten,ich weiss nicht mehr weiter,fühle mich so alleine,denn alle anderen aus der Familie kennen ihn ja nur als einen netten ruhigen Menschen.Liebe Grüsse

    • Hilde sagt:

      Liebe Brigitte,
      ja genau so wie Du das beschreibst kenne ich das auch.
      Ich bin seit September getrennt und habe die Scheidung durchgezogen. Dennoch leide ich weil ich das alles nicht verstehen kann.
      Es ist besser so aber es tut so weh.
      Diese Illusion einer großen Liebe und diese desillusionierte Wirklichkeit.
      Das kann niemand verstehen.

    • Lena sagt:

      Liebe Brigitte, lass dir unbedingt helfen, damit du nichts Unbedachtest tust!
      Es gibt Therapien, die deinen Co-Narzissmus behandeln können (bzw. etwas Gesundes daneben stellen können), du bist verletzt und das kann ganz schön nach hinten losgehen! Rache aus tiefster jahrelanger Verletzung wird immer ein wenig zu stark ausgeführt, das ist nicht ohne für dich und andere. Lass dich nicht von Wartezeiten abhalten, ich weiß wovon ich rede. Im Grunde denken auch Co-Narzisten, die sich hier im Blog tummeln, dass sie alles richtig machen und ganz toll sind, und keine Hilfe berauchen, damit stimmen sie mit Narzissten überein. Aber das stimmt so nicht. Und wenn die Bombe platzt, dann staunst du und dachtest nicht, dass du dazu fähig wärst.
      Geh besser vorher weg oder lerne Strategien, dich angemessen zu wehren, damit du nicht weiter verletzt wirst und selber nicht weiter verletzt.

      • Topflaash sagt:

        Beste Antwort Lena…..
        Daumen nach Oben….
        es findet in jeder Narzisstischen Kollusion eine Übertragung statt…
        Im Übrigen sind sich Bordi und Narzissten nicht so unterschiedlich…. beide Leiden… und das Umfeld leidet mit…

        Liebe Grüße
        von einem echten Narzissten

        PS: Schematherapie ist das Beste was es gibt

    • Eine Geschädigte sagt:

      Liebe Brigitte,

      was ich da höre, legt eigentlich nur eine Trennung nahe.
      Dann können Sie endlich selbstbestimmt und frei leben.
      Das Leben, Ihr Leben, ist zu kurz, um sich permanent nur
      ausschließlich um einen anderen zu kümmern.
      Keiner der wirklich liebt und es gut mit Ihnen meint,
      quält Sie dermaßen.
      Es gibt ein Leben ohne Narzissten, und das ist herrlich.
      Viel Glück und alles Liebe.

    • Topflaash sagt:

      Brigitte Trenn dich von ihm….
      dann hört auch das Mimimi auf… ehrlich…. wenn er krank ist, und sich nicht helfe lassenwill, musst du das respektieren, helfe dir selbst, indem du gehst.. sorry… aber dependenz kann man auch behandeln…

  9. Make America Great Again sagt:

    Ich bin selber Narzisst. Und selbstverständlich haben wir Gefühle. Wahrscheinlich tausend mal mehr als der Durchschnitt. Nur wir zeigen sie nicht vor anderen. Der Autor hat wirklich keine Ahnung und stellt Narzissten als bösartig dar. Er ist selber kein Narzisst und kann sich nicht mit ihm identifizieren. Sam Vaknin ist da geeigneter. In Wahrheit leidet der Narzisst hundert mal mehr als der Durchschnittsnormale, da er die hohen Statndarts die er an sich selber hat niemals oder nur schwer erfüllen. Ich zum Beispiel bin 24/7 depressiv da ich den hohen Ansprüchen derzeit nicht gerecht werden kann. Aber ich arbeite mit Hochdruck dran und hoffe das sich meine Umstände verbessern. Bitte zeigen sie etwas mehr Empathie für uns. Unser Leben ist wie ein ständiger Kampf. Dazu ein Trauma das niemals endet.

    • Mona sagt:

      Hallo Make America Great Again; wie hast du festgestellt, dass du ein Narzist bist?
      Aus Gesprächen mit meiner Therapeutin tun sich selbst Psychater, Neurologen, Psychologen damit schwer zu sagen „Sie sind ein Narzisst.“
      Es gibt viele Eigenschaften, die man als normaler Mensch zum Überleben braucht und nicht unbedingt mit Narzissmus in Zusammenhang gebracht werden müssen

      • Silv sagt:

        Ein narz.veranlagter Mensch sieht das ja gerade nicht bei sich selbst. Bei anderen Menschen allerdings schon. Die Diagnose wird wegen der Stigmatisierung nicht gern gestellt.

        • Claudia2 sagt:

          „Man wird nicht Psychotherapeut ohne eine narzisstische Problematik“, habe ich in einem Fachbuch gelesen.
          Sollen diese Leute erst mal die Splitter im eigenen Auge sehen, anstatt ihre Defizite auf hilflose Patienten abzuwälzen.
          Ich möchte nicht wissen, wieviele Menschen sich im sozialen Bereich tummeln, weil sie dort Allmachtsphantasien über Schwächere, Abhängige ausleben können – Lehrer, Altenpfleger, Krankenschwestern, Psychotherapeuten, etc..
          Und weil viele Menschen nunmal denkfaul und bequem sind, ist es nur allzu einfach, sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen und ihnen das Geld aus der Nase zu ziehen.
          Das ist das wichtigste betriebswirtschaftliche Gesetz: das Geld liegt auf der Straße, wenn man mal erkannt hat, dass mit der Dummheit der Leute eine schnelle Mark zu machen ist.

          • Silv sagt:

            Viele Therapeuten haben ein narzisstisches Problem. Das machen sie sich im Rahmen der psychotherapeutischen Ausbildung bei der sog ‚Selbsterfahrung‘ deutlich. Es gibt da sicher sehr von sich eingenommene Damen und Herren.

        • Make America Great Again sagt:

          Doch man kann den Narzissmus durchaus selbst erkennen. Ich empfehle dazu von Sam Vaknin: „Self Aware Narcisst: Still a Narcisst“

      • Make America Great Again sagt:

        Nein,ich bin ein sogenannter „Self Aware Narcisst“ der den Ursprung der Erkrankung verstanden hat und sie bei sich wiedergefunden hat. Wobei ich wie bemerkt nicht ausschließlich an der Narzisstischen Störung leide sondern teilweise auch andere Züge aus Persönlichkeitsstörung vorhanden sind. Wie gesagt bin ich manisch depressiv und es sind Züge aus der sadistischen und antisozialen Persönlichkeitsstörung Persönlichkeit vorhanden wenngleich ich nicht an der Persönlichkeitsstörung leide da ich noch nie kriminel aufgefallen. Gelichzeitig habe ich auch nie einen Psychater aufgesucht. Aber die narzistische Störung ist bei mir ohne Zweifel vorhanden. Die Störung ist jedoch für den Narzissten selbst komplexer als von außen angenommen, vor allem weil der Narzisst generell nicht gerne über Persönliche Sachen spricht. Ich bin hier auch nur so offen weil ich absolut anoym sein kann.

    • Ein Narzisst unterstellt sich den eigenen selbst gewählten hohen Standards, um perfekt erscheinen zu wollen. Er will nach außen immer gut dastehen und betreibt aus diesem Grund einen enormen Aufwand. Dies tut er aus Eigenschutz. Er will nicht verletzt werden. Und genau aus diesem Grund verdrängt er so intensiv seine Gefühlswelt. Gefühle sind sicherlich vorhanden – er findet aber keinen rechten Zugang zu ihnen, weil er eben Angst vor seinen Gefühlen hat.

    • Make America sexy again! sagt:

      Woran will man das schon festmachen, wieviel Gefühle ein Mensch wirklich hat? Jeder zeigt sie ja auf seine ganz eigene Weise. Gerade so besonders emotional, einfühlsam daherkommende Menschen verbergen hinter der Fassade ja häufig Gefühlsarmut. Und diejenigen, die Narzissten so abwerten, sprechen ja häufig über sich selbst.
      Um ein einigermaßen verläßliches Bild von der Gefühlsbefähigung eines Menschen zu bekommen, müsste man ihn in einen Scanner legen.

      • Silv sagt:

        Das Abhängigkeitsmuster Narzisst./.Conarzisst inkludiert das gegenseitige Auf- und Abwerten.
        Mein narzisstisch veranlagter Partner beschrieben oft seine Gefühlsleben: Gerührtsein bzgl.seiner Kinder, mitfühlen mit Benachteiligten….Aber wenn es darum ging, Empathie einfach nur zu zeigen, z.B. in Angesichts einer schweren Erkrankung eines nahestehenden Menschen- also einfach mitschwingt, da war dann zu spüren, dass kein authentisches Gefühl vorhanden zu sein schien sondern ein Verhaltensrepertoire abgespült wurde ‚wie man in solch einer speziellen Situation zu sein hat‘
        Das habe ich auf der Gefühlsebene deutlich gespürt.Vorgespielte Gefühle offenbar.
        B

      • …dazu bedarf es keinen Scanner. Um festzustellen, ob Empathie vorhanden ist, reichen oft die ersten Sätze einer Kommunikation, eine Ansprache, der Blick, die Mimik und die Gestik. Wärme und reichhaltig vorhandene Gefühle strahlen von innen nach außen – das ist mit einem geübten Blick nicht zu übersehen.

        • Silv sagt:

          So ist es. Ggfs mitfühlende Worte aber angewandte Körpersprache.
          SO:
          FROHE WEIHNACHTEN
          Ihnen und Ihren Angehörigen, lieber Sven Grüttefien
          Ganz herzlichen Dank für Ihre so wertvolle Arbeit

        • Arianna sagt:

          Diesen Scanner gibt es. Er heißt „Realität“. Hast du eine Bezugsperson (Partner, enger Freund, Kollege), der scheinbar nur lauter gute Eigenschaften hat und ebenfalls scheinbar überall beliebt ist, und geht es dir dabei immer schlechter und du suchst die Schuld immer nur bei dir, ist Vorsicht geboten.
          Körpersprache kann täuschen. Die langfristigen Folgen einer Beziehung mit einem narzisstisch gestörten Menschen machen sich immer bemerkbar. Man muss nur den Mut haben, sie zu sehen und zu akzeptieren, „es kann nicht nur an mir liegen, dieser Mensch tut mir einfach nicht gut.“

        • Claudia2 sagt:

          Wenn das so einfäch wäre mit dem „geübten Blick“, würden wohl kaum forensische Gutachter und sontige Fachleute legionenweise auf das virtuose Spiel der Narzissten reinfallen. Die Hirnforschung unterstellt Narzissten sehr wohl Empahtiefähigkeit, sie missbrauchen sie aber, um Menschen brilliant manipulieren zu können.
          Und einem Verliebten nützt der „geübte Blick“ schon rein gar nichts. Wenn Amors Pfeile getroffen haben, wird das Gehirn mit Glückshormonen überschwemmt und der Bereich im Gehirn, der für kritisches Denken zuständig ist, wird abgeschaltet. Deswegen spricht der Volksmund ja auch von „rosaroter Brille“.
          Der Verliebte wird das allerdings ganz anders sehen. Dank seinem „geübten Blick“ hat er sofort erkannt, über welch grandiose Qualitäten sein Narzisst verfügt.

          • …man sollte daher niemals eine Sache überschätzen, aber auch nicht unterschätzen, sondern sich einen neutralen Blick bewahren. Aufmerksamkeit wäre hier das Zauberwort!

          • Hilde sagt:

            und dennoch hatte ich von Anfang ein ein komisches Bauchgefühl.
            Hätte ich doch nur darauf gehört.

          • Silv sagt:

            Wenn man verliebt ist, dann denkt man nicht klar😀. Man verliebt sich ja auch in das grandiose Gehabe eines narz. gestörten Menschen und lässt sich blenden. Ich sogar soweit, dass ich mich vom Geschmeichel hab umgarnen lassen in einer ’schwachen‘ Stunde obwohl ich die Person schon seit Jahren als Narzissten identifiziert hatte.
            Bei ihm hatte ich oft das Bauchgefühl,dass er Gefühle nicht wirklich wahrnimmt sondern sich für die Sensation die diese mit sich bringen,begeistert.Sprich dann ist Action da, die er so dringend suchte- er war sehr schnell gelangweilt. Die Empathie wird gespielt sein, zeigte sich vor Allem dann, wenn sie ihm dienlich war.Wenn die Person,der gegenüber er sich empathisch zeigte, ihm nützlich war.

          • Topflaash sagt:

            Du bist so eine arrogante hochmütige Fotze.
            Die rede war von malignen Narzissten und von dissozialen Menschen, nicht von Narzissten die nach F. 60.80 diagnostiziert sind. Ihr haltet euch alle für die schlauen Opfer, und die Narzissten sind immer die Bösen. Du tickst ja nicht ganz sauber!

          • Gila sagt:

            Da greift das Sprichwort “ LIEBE MACHT BLIND “
            Wortwörtlich !!!!!

        • Topflaash sagt:

          Und du bist geübt?
          Du bist die größe Lachnummer Deutschlands!
          Du bist der größe Narzisst von Allen, Sven. Du bist maigne. Du bist wie Otto Kernberg sagte, ein Psychopath, der es versteht andere mit seinem sich selbst eingebildeten Wissen zu manipulieren. Du bust mein absoluter Feind. Und bald, wirst du Dir wünschen, mir wenigstens einmal via Email geantwortet zu haben.
          Woher weißt du, wie Narzissten sind? Beistzt du soviel Empathie, dass du es wissen kannst? Hälst du dich für Gott?

          • Arianna sagt:

            Narzisstisch gestörte Menschen sind sehr, sehr sensibel. Wenn es um sie selbst geht.
            Geht es um andere, sind sie neugierig auf deren Empfinden oder horchen sie aus, um sie für ihre eigenen Zwecke benutzen zu können. Wirklich ernst nehmen sie niemanden außer sich selbst.

          • Gila sagt:

            AN TOPFLAASH

            Ich bin fassungslos !!!!!

            Wie du die Leute hier angreifst !!!!!

            Fotze schreibt man V !!!!!

            Hier ist keiner und keine, die Diagnosen stellen, aber viele, die hier Hilfe bekommen und sich einfach NUR Ratschläge und Erfahrungen abholen oder weitergeben !!!!

            Dann erklär dich uns doch mal, ganz sachlich…..
            Das es auch verstanden wird und ein besserer Umgang gegenseitig stattfinden kann…..Im Leben und im Forum…..

      • Topflaash sagt:

        Du bist das Beste Beispiel….
        Ich ziehe absolut den Hut vor Dir und vor allem deiner Offenheit…
        Ich neige immer noch dazu Master Sven abzuwerten…
        aber es wird weniger… Dank Dir…

        Liebe Grüße
        von einem echten Narzissten

    • Katrin W. sagt:

      Hallo Trump-Fan,

      meine bescheidene Meinung zu dem, was du schreibst:
      Jeder Mensch ist ein Narzisst. Solange du dein eigenes Verhalten mit einem verständnisvollen und dennoch unumwunden ehrlichen Blick reflektierst, die Ursache für Probleme und Fehlentwicklungen nicht ununterbrochen bei anderen suchst und niemanden (auch dich selbst nicht) verbiegen oder manipulieren willst, ist alles in Ordnung mit dir.
      Die Diagnose ‚Narzissmus‘ kann nämlich auch als Vorwand herhalten, um dich für das Leben und das Wohlergehen anderer Menschen verantwortlich zu machen. Das bist du aber nicht. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft haben (wie jedes Ding) dort eine Grenze, wo du dich selbst verleugnen musst, um anderen zu gefallen. Wenn (nur als Beispiel) eine Frau ihr persönliches Lebensglück abhängig macht von der Frage, ob du ihre Kohlrouladen bis über den grünen Klee lobst, dann hat diese Frau ein Problem, nicht du.
      Davon zu unterscheiden ist natürlich der bewusste Versuch oder auch der unwillkürliche Drang, den anderen zu verletzen und nieder zu machen. Aber mit einer solchen Zuschreibung wäre ich vorsichtig. Auch dahinter steckt häufig nur der Versuch, mental übergriffige Menschen in ihre Schranken zu verweisen. Mit ‚mental übergriffig‘ meine ich, dass Menschen ihre Gefühle auch als Waffe gegen dich verwenden können, um dir ihre Sicht auf die Dinge aufzudrängen. Denn um eins mal ganz klar zu schreiben: Es ist pure (und ideologisch geprägte) Willkür, den Wunsch nach großer emotionaler Nähe für BESSER und moralisch höher stehend zu halten als den Wunsch nach Distanz und Abgrenzung. Wir Menschen benötigen beides. Nur das rechte Maß ist von Person zu Person verschieden.

      • Make America Great Again sagt:

        Jeder Mensch ist ein Narzisst im gewissen Sinne. Der Narzissmus an dem ich leide ist jedoch ein krankhafter. Sagen wir so jeder Mesnch möchte Anerkennung in seinem Leben. Berechnet auf einer Skala von 1 bis 100. Wàhrend der normale „Narzisst“ (nicht pathologisch) auf der Skala nach einem Level von 20 strebt, will der Narzisst im Idealfalle Anerkennung im Bereich 100. Nichts ist genug. Das kst kurz erklärt der Unterschied zwischem normalen und krankhaftem Narzissmus. Und der Narzisst ist nicht empathisch da er erkannt hat das dieser auf dem Weg zur Anerkennung der natürliche Feind ist. Es ist wie ein Lovh in seiner Seele das bis Ende seines Lebens gefüllt werden muss. Er kriegt nie genug Anerkennung und er braucht sie immer wieder.

    • Topflaash sagt:

      Ich gebe dir sowas von Recht. Ich bin auch diagnotizierter Narzisst. Ich kämpfe schon lange gegen Webseiten wie diese hier. Ich habe auch Gefühle. Bei mir sogar zusätzlich Hochsesiblität festgestellt. Ich kann mich komplett in Dich einfühlen, in die Dämonisierung, in Schuldzuweisungsmaschinerie, die der Autor dieser Seite forciert. Wahrscheinlich bekommt er jeden Tag Emails von Opfern, die Null Selbstreflektiert sind und erfreut sich daran (das ist dann maligner Narzissmus). Ich würde mich freuen, wenn Du dich meldest und wir mal schreiben können.
      Ich mache soga seit einem Jahr Therapie. Und ich bin alles andere als Böse.

      • Silv sagt:

        Falscher Ton. Troll.

        • Arianna sagt:

          Es wäre sinnvoller, eine eigene Homepage zu gründen, als gegen (vermeintlich) „Feinde“ zu kämpfen. Wir sind alle Menschen, die Heilung suchen.

          • Silv sagt:

            Es gibt keine Homepage/Selbsthilfe-forum für Narzissten. Menschen mit starken narz. Anteilen oder seltener einer Störung erkennen das Problem ja nicht bei sich selbst als ‚krankhaft‘. Und brauchen demnach keine Hilfe und Unterstützung.Sensibel in Bezug auf die eigene Person, aber höchst wenig Empathie beim Verletzen von anderen Menschen.Das ist unter Anderem ihr eigenes Los. Mein Expartner hat sich bei gesellschaftlich gut ankommenden/ empathischer Personen das Verhaltensrepertoire abgeguckt bzw.kopiert.

      • Make America Great Again sagt:

        Ich stimme zu aber eine Therapie gegen Narzissmus? Unmöglich. Anerkennung ist die Therapie gegen Narzissmus. Der Narziesmus sollte nicht verdràngt werden. Er ist eine natürliche Reaktion.

        • Silv sagt:

          Der natürliche Narzissmus nach angemessener Anerkennung ohne dabei unfaire, zerstörerische Mittel anzuwenden, ist sicher gut.
          Der krankhafte Narzissmus ist rücksichtslos auf seinem Weg zur Anerkennung.Er fordert und fordert oder erwartet immer mehr. Das schwarze Leere ist nie zu füllen. Und es wird zur Erlangung des Ziels letztendlich rücksichtslos vorgegangen. Tlw.unter Zerstörung von Beziehung, Leben.

          • Arianna sagt:

            Ich glaube auch nicht, dass Therapie Menschen mit narzisstischer Störung helfen kann. Man mag ihnen als Therapeut ehrlich helfen wollen (dass sie stark leiden, glaube ich sofort, ich habe lange mit meiner gestörten Mutter zusammen gelebt), aber man kann es nicht.
            Eine amerikanische Bloggerin, die ich sehr schätze, schrieb einmal, dass Narzissmus ein spirituelles Problem ist und kein geistiges oder psychisches. Das Problem sitzt viel tiefer, als jeder Therapeut greifen könnte. Solche Menschen haben sich von Gott abgewandt. Und das ist umso schwieriger, weil viele von ihnen sich für besonders religiös halten; ihr Verhalten zeigt aber, dass sie religiöse Moral nicht verstehen und nur so interpretieren, wie sie ihnen für die Verfolgung ihrer eigenen, egoistischen Ziele hilft.
            Wenn jemand betet, kann er nur zu dem beten, was in seinem eigenen Herzen ist; betet ein narzisstisch gestörter Mensch, hört er innerlich natürlich immer die Antwort „Ja, was du tun willst, ist richtig und ich werde dir dabei helfen.“ Äußerst gefährlich.

        • Topflaash sagt:

          Gesunder Narzissmus sollte auch in jedem Falle beibehalten werden… aber der krankhafte…. und die Schmerzen des verletzen inneren Kindes… die kann man mit Hilfe vn Schematherapie behandeln…
          glaub mir… mir hilft das ganz gut…

          ich bin übrigens jetzt auch sehr erschrocken über meine Beiträge…
          krass… da war ich wirklich böse….

    • Suchende sagt:

      Ich habe auch eine „narzistische Persönlichkeitsstörung“ und ich finde, dass das meiste was geschrieben wurde, stimmt. Ich habe fast keine Gefühle, nur Gefühle in Bezug auf mich und mein Ego. Schade finde ich nur, dass nicht geschrieben wird, dass man selber als narzistischer Mensch darunter unglaublich leiden kann. Das kommt natürlich auf die Fähigkeit der Selbstreflexion an. Ich würde auf jedenfall gerne wissen, wie der Narzist aus seiner Selbstlüge selbst heraus kommen kann. Ich weiß es nämlich nicht und würde es sofort tun, wenn eine Möglichkeit in Sicht wäre.

  10. Petra sagt:

    Danke für diesen tiefgreifenden tollen Beitrag. Das ist der beste in ihrem ganzen Blog. Das beantwortet nochmal ausführlicher, die Frage die ich Ihnen gestellt hatte, ob Narzisten liebe empfinden können. Ich glaube schon daß Narzissten was in dieser Richtung empfinden können, sie können es aber eben nicht selbst erkennen, also können sie es der betreffenden Person auch nicht direkt geben…schwer zu erklären. Ich kenne einen Narzisten bei dem es genauso ist wie beschrieben. Er hat Gefühle die er ständig zeigt aber es ist ein totales durcheinander. Wenn man mit ihm zu tun hat, ist man selbst danach gefühlsmäßg total durch und man ist verwirrt. Er ist ein sehr liebenswerter Mensch…nicht böse oder so aber dadaurch daß er keine Empathie hat ist der Umgang sehr schwierig. Für einen selbst ist man auch hin und her gerissen ob man ihn lieben oder hassen soll…

  11. Mia sagt:

    Danke für diesen wunderbaren Beitrag! Unbehagen und Trauer zugleich empfand ich beim Lesen dieses Beitrags. Vermutlich ist es wichtig, sich auch hier nicht zu sehr von seinen Gefühlen in diesen seelischen Abgrund mitreißen zu lassen. Ich lerne jeden Tag dazu für ein selbstbestimmtes Leben.

  12. Arianna sagt:

    Narzisstisch gestörte Menschen konzentrieren sich ganz auf andere. Das verkaufen sie gern auch als Altruismus, Beliebtheit etc. In Wirklichkeit wollen sie ihren Mitmenschen die Gefühle aussaugen, anstatt sich selbst zu fühlen. Vor ihren eigenen authentischen Empfindungen haben sie Angst.
    Vielleicht weil sie Kinder sind, die nie akzeptieren konnten, dass sie auch nur Sünder sind wie wir alle.

    • Katrin W. sagt:

      Hallo Arianna,
      du hast es auf den Punkt gebracht! 🙂
      Beim Lesen der Beiträge hier habe ich oftmals das Gefühl, nicht die Opfer von Narzissten, sondern die Narzissten selbst tummeln sich hier herum und kokettieren nur mit ihrer vermeintlichen Opferrolle. Dabei triefen ihre Worte vor Ichbezogenheit. Vor allem bei den Frauen fällt mir das auf. (Sorry für mein ‚Frauenbashing‘, aber die Zelebrierung der eigenen Hilflosigkeit mit dem Ziel, seine Wünsche auf Kosten anderer durchzusetzen, ist nun mal eine Spezialität von uns Frauen.)

      • Claudia2 sagt:

        Nun, die Taktik mit der Opferrolle kommt doch auch bei Männern vor.
        Selbst auf diesem Blog habe ich da schon so manches männliche Exemplar gefunden.
        Damit zielen diese Männer gezielt an die Fürsorgeinstinkte besonders mütterlicher Frauen. Aufmerksamkeit ist fast immer garantiert, während diejenigen, die hier wertvolle Tipps geben, oftmals nicht mal ein Dankeschön erhalten.
        Wieviele Heiratsschwindler bedienen sich der Opferinszenierung, um Frauen auszunehmen.
        Diese Taktik funktioniert sogar im Tierreich. Ausgewachsene Vögel können aufgesperrten Schnäbeln und hilflosem Flügelschlagen der Jungen einfach nicht widerstehen.

    • Topflaash sagt:

      bleib doch mal bei dir schnucki…. red doch nicht immer über andere…. oder redest du da gerade über dich selbst?

  13. salt sagt:

    Dass sogar Trauer um Verstorbene nur imitiert wird, anstatt sie wirklich zu fühlen, ist für mich als äußerst mitfühlenden (und zu Hochsensiblen zählenden) Menschen schwer nachvollziehbar. Theoretisch habe ich die hier beschriebene Funktionsweise von Emotionen bei einem Narzissten verstanden, aber es ist tatsächlich schwierig sich vorzustellen, wie es ist, nichts oder nur wenig Sentimentalität zu fühlen.

    In meiner Begegnung bzw. Freundschaft mit einem Narzissten ging es ja um die Trauer um seinen in 2013 verstorbenen Vater, der eine immense Trauer bei mir auslöste – bis letztes Jahr völlig unwissend darüber, dass durch dieses Ereignis bei mir unterdrückte Gefühle von Ablehnung durch meinen eigenen Vater hochkamen. Zusätzlich triggerte mein Narzisst wunde Punkte in Bezug auf Abwertung, Ablehnung und Ignoranz meiner Person.

    Die Erkenntnis darüber, dass mein ehemaliger Freund seine eigene Trauer nie richtig fühlen können wird und, dass es sich oberflächlich gesehen nur um sein Selbstmitleid handelte, ist ein weiteres Puzzleteil zur Aufarbeitung für mich. Imitierte Trauer macht insofern auch Sinn, da er – als sein Vater noch lebte – nur Schlechtes über ihn zu sagen hatte, mit hasserfüllten Worten. War mir damals nicht bewusst gewesen. Ich hoffte, dass der Verlust ihm sogar helfen würde, seine unterdrückte Liebe zum Vater wieder zu spüren. Manchmal braucht man ja erst ein erschütterndes Ereignis, um sich gewissen Dingen bewusst zu werden. Hilft beim Narzissten wohl leider nicht.

    Ich bin jetzt wieder einen Schritt weiter. Für mich ist die wichtigste Erkenntnis durch den Kontakt die Sache bezogen auf meinen eigenen Vater, von dem ich dann letztes Jahr per Brief offiziell Abschied genommen und ihm alles gesagt habe, was ich zwanzig Jahre lang nicht sagen konnte, weil er keinen Kontakt wünschte. Ganz sachlich, ohne Vorwürfe. Die Trauer, die ich spürte, gehörte zu ihm, nicht zu dem Vater meines Freundes – obwohl mir sein Verlust natürlich nicht komplett egal gewesen war.
    Mein Vater weis jetzt Bescheid wie ich mich als abgelehnte Tochter fühle und wird sich mit meinen Worten irgendwann auseinandersetzen (müssen) – spätestens auf dem Sterbebett. Für uns als Vater und Tochter ist es zu spät; die verlorene Zeit kann man nie wieder aufholen. So gesehen war der Kontakt zum Narzissten aber Gold wert, denn ohne ihn wäre ich nicht auf die Idee gekommen, mich meinen Emotionen zu stellen.

    Mein Narzisst muss nun ohne mich zusehen, wie er seinen eigenen Verlust verarbeitet. Meine Hilfe wollte er nicht, bestrafte mich mit Ablehnung, Ignoranz, Schuldzuweisung, Abwertungen und anderen Respektlosigkeiten. Somit ist mein Part in seinem Leben zu Ende. Und ehrlich gesagt, inzwischen bin ich mir selbst auch zu schade, sein narzisstisches, ausnutzendes, manipulierendes und ignorierendes Verhalten länger hinzunehmen. Ich habe zwar Mitgefühl für ihn, denn als Kind sah er wohl unbewusst keine andere Möglichkeit, als sein Ego von seinem Selbst zu trennen, um nie wieder schmerzhafte Emotionen fühlen zu müssen. Mitgefühl zu haben bedeutet aber nicht, dass ich mich weiterhin für ihn aufgebe und leide.

    Vielen Dank, Sven. Die Erklärungen in diesem Artikel waren es, die mir bisher gefehlt haben. Seine Trauer und auch die Sympathie mir gegenüber waren nie echt gewesen. Er kann halt einfach nicht erkennen, dass es ausser ihm auch andere besondere Menschen gibt. Das ändert allerdings nichts an meinem Wert, das habe ich endlich verstanden. Es ist, als wenn er durch einen Rosengarten ginge und feststellt, dass ihm eine bestimmte Rose nicht gefällt. Stört es die Rose? Hindert es sie am Wachstum oder ihrer Schönheit in voller Blüte? Nein.
    Irgendwann werden andere Leute/Freunde kommen, nicht Narzisstische, die sich an der Rose erfreuen und sie für das schätzen, was sie ist.

    Schon lustig, dass der Artikel am 13. erschienen und jetzt mit neuen Erkenntnissen für mich verknüpft ist. Mein Narzisst hat am 13. Geburtstag (zwar August); die 13 war jedoch sehr oft präsent in unserem Kontakt.

    Danke nochmals für Ihre äußerst wertvolle Arbeit, die Sie hier leisten! Sie ist eigentlich unbezahlbar.

    LG,
    salt

    • Petra sagt:

      Hallo Salt, du schreibst:

      „Meine Hilfe wollte er nicht, bestrafte mich mit Ablehnung, Ignoranz, Schuldzuweisung, Abwertungen und anderen Respektlosigkeiten. Somit ist mein Part in seinem Leben zu Ende. Und ehrlich gesagt, inzwischen bin ich mir selbst auch zu schade, sein narzisstisches, ausnutzendes, manipulierendes und ignorierendes Verhalten länger hinzunehmen. Ich habe zwar Mitgefühl für ihn, denn als Kind sah er wohl unbewusst keine andere Möglichkeit, als sein Ego von seinem Selbst zu trennen, um nie wieder schmerzhafte Emotionen fühlen zu müssen. Mitgefühl zu haben bedeutet aber nicht, dass ich mich weiterhin für ihn aufgebe und leide.“

      Genau daselbe habe ich mit meinen Narzissten, ich habe mit sehr viel Hingabe Verständnis für ihn gezeigt, wollte es ihm immer recht machen…und dachte daß er es wertschätzt jemanden gefunden zu haben, der ihm keine Vorwürfe macht, für sein Fehlverhalten und ihm immer zugehört hat. Gedankt hat er es mir mit desinteresse, ignoranz und manipulative Gespräche. Ich habe auch tiefstes Mitgefühl für seine Situation aber so kann man mit mir dauerhaft auch nicht umgehen, nur DAS begreift er nicht…daß man Menschen nicht einfach nur benutzt für seine Zwecke…

      • salt sagt:

        Hallo Petra,

        danke für deine Rückmeldung.

        Ja, es ist dann eben wichtig, dass wir es selbst erkennen und die Reißleine ziehen. Wenn wir immer nur warten bis jemand anderes für unser seelisches Wohl sorgt, können wir warten bis wir schwarz werden. Das kann durchaus ein harter Weg sein, zu lernen, für sich selbst zu sorgen und für seine Meinung und Werte einzustehen. Wenn wir es nicht tun, wer dann?

        Alles Liebe,
        salt

        • Katrin W. sagt:

          Hallo salt und Petra,
          entschuldigt, dass ich mich unhöflich in euer Gespräch dränge, aber
          seid ihr eigentlich schon mal auf die Idee gekommen, dass es umgekehrt von euch sehr egoistisch ist, einem Menschen Hilfe anzubieten, die er nur bei Strafe durch Missbilligung ablehnen kann? Woher nehmt ihr euch das Recht, den Wunsch eines anderen Menschen („ich möchte keine Hilfe“) zu bewerten? Aus Liebe?!? Ist das denn Liebe, wenn das Allerwichtigste fehlt, nämlich der Respekt vor diesem Menschen? Er hat doch das Recht auf seine Fehler und Schwächen, auf Versäumnisse und Irrwege – genauso wie ihr.
          Zwar erklärt ihr beiläufig, dass ihr doch total verständnisvoll gewesen seid, aber seltsamer Weise seid ihr das nur dort, wo ihr das Gefühl haben könnt, eine wichtige Rolle zu spielen – sei es als Hobby-Therapeutin oder als vermeintlich selbstlose Partnerin. Am Ende drehte sich eben doch alles nur um euch, aber auf eine ungesunde, weil gequälte Art.
          Womöglich gilt auch hier: Gleich und gleich gesellt sich gern. Narzissten finden immer zueinander. Und beschweren sich anschließend über den anderen…

          • Silv sagt:

            Hallo Kathrin,
            Ja-oft finden Narzisst und Conarzisst zueinander. Trotzdem findet bei einer Person mit starken narz. Anteilen so wenig bis keine Reflexion statt, dass diese sich auf Kosten des Partners aufbauen.Ein Partner ohne übersteigerten Narzissmus wird die Beziehung nicht lang so akzeptieren. Und sich lösen. Andere sind gefangen im Abhängigkeitsspiel.
            Narzissmus in der übersteigerten Form ist kein Kinderspiel: nicht als Kollege, Partner, Elternteil. Es geht um Rücksichtslosigkeit um eigene Ziele zu erreichen- dabei jegliche Mittel nutzend, Fehlen von Empathie, Verhaltensmuster können nicht variiert werden. Ich hab narz. Menschen in vielen Ebenen erleben dürfen: als Eltern und daraus resultierend auch in einer Partnerschaft. Und auch als Kollegen
            Immer gleiches Verhalten ohne tiefgreifende Veränderung über Jahre, Jahrzehnte..Trotz daraus gefolgten Krisen, Problemen.

          • Katrin W. sagt:

            Hallo Silv,

            du hast sicherlich Recht. Und tatsächlich habe ich wohl schlicht andere Prägungen erfahren als die meisten hier. Es wäre deshalb unfair, wenn ich andere Erfahrungen pauschal abwerten würde.
            (Ich schwanke im Nachhinein, ob ich meine bisherigen Beiträge hier als abwertend betrachten muss oder einfach nur als sehr kritisch ansehen darf. Ich bin nicht unbedingt dankbar, aber doch aufmerksam, wenn ich – von dir oder jemand anderem – ein Feedback dazu erhalte.)

            Mit Narzissmus habe ich in meinem Leben (wenn überhaupt, dann) nur in seiner weiblichen Form Bekanntschaft gemacht:
            * permanente Hilfsbereitschaft ALLEN Menschen gegenüber [bis hin zur Selbstaufopferung],
            * ewiger Perfektionszwang in ALLEN Dingen [und damit einhergehend ständige Unzufriedenheit],
            * totale Kritikunfähigkeit [selbst dann, wenn es doch eigentlich um MEIN Leben gegangen ist und nicht um ihres].
            Und wenn dann nicht alles einfach nur wundervoll war, wurde bei der einen geheult (bzw. still mit Tränen in den Augen dagesessen) und bei der anderen gezickt. Bis beide ihren Willen gekriegt (oder zumindest keinen aktiven Widerstand mehr durch andere erfahren) haben.

            Und genau deshalb bin ich [obwohl ich durchaus glaube, dass wir in einer narzisstischen Gesellschaft leben] sehr skeptisch über diese vielen (angeblichen) Opfer von Narzissmus. Dass er/sie das Opfer eines Narzissten geworden ist, ist ja erst einmal die Behauptung von jemandem, der enttäuscht worden ist. Ein Laie versucht sich in einer medizinischen Diagnose – möglicherweise, um selbst „gut“ dastehen zu können? Seien wir mal ehrlich: Einen missliebigen Menschen als „krankhaft“ abzustempeln, ist eine gewährte Methode der Diffamierung.

            Ich lese hier kaum einmal eine konstruktive, selbstkritische Analyse der eigenen Verfehlungen. Dafür lese ich immer wieder von selbstmitleidigen Zuschreibungen á la „ich bin halt so liebevoll und selbstlos“. – An dieser Stelle gebe ich zu, dass mir aus persönlichen Gründen die Hutschnur platzt bei solchen Worten. Ich bin da nicht wirklich neutral. Aber wer ist das schon.

            Ich vermute folgendes:
            a) An einen Narzissten gerät nur, wer selbst ichfixiert ist (aber halt in der Variante „ich bin immer das unschuldige Opfer“).
            b) Die meisten, die hier schreiben, sind nicht Opfer, sondern selbst Narzissten – halt in einer weiblichen Variante.

            Du merkst: MEINEN Hang zum Narzissmus lebe ich aus, indem ich in großer Runde gerne eine Mindermeinung vertrete. 😉

            Liebe Grüße
            Katrin

          • Katrin W. sagt:

            Es heißt natürlich „bewährte Methode“.
            War dir bestimmt klar, zur Sicherheit schreibe ich es trotzdem.

          • Silv sagt:

            Hallo Kathrin,
            ☺ich kann deine Argumente gut nachvollziehen.
            Mein Problem in einer narzisstischen geprägten Beziehung war nicht das Einnehmen der Opferrolle. Eher der Helferin in der Not. Durch meine Unterstützung konnte mein Expartner seine angegriffenen Beziehungen zu Familie und Freunden reparieren. Ich hab da ausgleichend gewirkt. So haben diese es mir reflektiert. Der narz.veranlagte Partner wurde in dieser Hinsicht deutlich entspannter. Seine Anspannung hat er dann durch unmöglich dominantes Verhalten hinter verschlossenen Türen abreagieren wollen.Das hat nicht funktioniert da ich mir das nicht habe gefallen lassen. Als er dann begann zu versuchen, mich vor meiner Familie/meinen Freunden/seinen Kindern zu demontieren durch despektierliche respektlose Bemerkungen war der Ofen bald aus bei mir..Das Problem für mich war, dass ich seine Kinder sehr ins Herz geschlossen und mich viel zu sehr eingelassen habe. Aber das macht ‚man‘ ja nun mal….
            Jetzt hat der Ex eine Frau, die als Mutter eines 13jährigen vor einem Jahr geheiratet hatte. Sie tut mir jetzt schon leid. Kenne ich doch auch den Ausgang all seiner vorherigen Beziehungen.

          • Katrin W. sagt:

            Hallo Silv,

            nicht, dass du mich missverstehst: Ich stelle nicht dein Leid in Frage oder das Leiden irgend eines anderen Menschen, der hier schreibt. Ich stelle den Blickwinkel, mit dem Menschen und Situationen, Entwicklungen und Erfahrungen betrachtet werden, in Frage.

            Wenn du weißt, dass dich deine Rolle als „Helferin in der Not“ aufs Glatteis geführt hat, dann weißt du sicherlich auch, dass eben dies DEIN Anteil an der Entwicklung gewesen ist. Andere Menschen kann man nicht ändern – aber sich selbst kann man ändern. Wo Menschen eine Art Krücke brauchen, um sich gut zu fühlen, da liegt etwas im Argen.

            Sicherlich gibt es auch Situationen, in denen ein Mensch nicht selbstbestimmt oder stark genug ist, um sich zu wehren – sei es als Kind, sei es in einer Lebenskrise. (Ein Mensch kann also durchaus „Opfer“ werden.) In allen anderen Fällen legt der Narzisst eine Wunde offen, die schon vorher da war.

            Ich höre übrigens aus deinen Worten heraus, dass du aus deinem (bzw. seinem) sozialen Umfeld eine positive Resonanz erfahren hattest, eben weil du ausgleichend gewirkt hast. Lob halte ich inzwischen für eine der perfidesten Formen der Manipulation…

            Womöglich bist du in die klassische Falle getappt, die offenbar extra für Frauen ersonnen worden ist:
            seine eigenen Bedürfnisse zu formulieren und ihre Befriedigung einzufordern, ist böse –> sich für andere einzusetzen, ist gut –> das Wohlergeben anderer über das eigene zu stellen, macht dich zu einem wertvollen Menschen –> stellvertretend für dich selbst durfte also dieser Mann ein schönes Leben führen.

            Vielleicht ist es am besten, direkt beim ersten Punkt anzusetzen, um nicht in diese Abwärtsspirale zu geraten? Das geht natürlich nur, wenn man damit leben kann, nicht immer seinen Willen zu kriegen! Ich kann zumindest für mich selbst folgendes schreiben: Dass ich früher meine Bedürfnisse nicht immer deutlich formuliert habe, lag (neben dem Gefühl, „im Unrecht zu sein“) auch an der Angst, meine Wünsche nicht erfüllt zu bekommen. Das ist bei Lichte betrachtet purer Narzissmus, nämlich nach dem Motto: „Wenn ich mich nicht durchsetzen kann, vermindert dies meinen Wert als Mensch.“ Genauso denken Narzissten.

            Liebe Grüße
            Katrin

          • Silv sagt:

            Hallo Kathrin
            Ich fand das ganz natürlich, mich für den narz.Partner einzusetzen um ihm zu helfen.Eigentlich hab ich mich ganz normal offen und freundlich den Menschen gegenüber gezeigt, mit denen er im Clinch war: Familie, Freunde, Kollegen.Dadurch wurden offenbar die Beziehungen wieder in ‚richtige’Bahnen geleitet. Mir wurde von Ihnen gesagt, dass ‚er‘ sich so positiv entwickelt hätte. Tatsache war, dass er nicht ertragen konnte, dass ich gut ankam und dann Keile versucht hat dazwischen zu treiben. Respektlose Bemerkungen, die vor anderen getan wurden und die Beziehung als ’nicht so gut‘ wirken ließen.Dies ohne tatsächlichen Hintergrund.Unter 4 Augen hat er dann versucht, seine Wut abzuagieren..Als er merkte, dass ich das nicht akzeptiere hat er die Beziehung beendet, da ich ja ’so negativ‘ sei😂.Projektionen. Nun versucht er, trotz neuer Beziehung, den Kontaktfaden wieder aufzunehmen. Als letzte Möglichkeit über ein Jobportal, da ich ihn überall gesperrt habe.Ich hab es zugelassen.Ich. Das habe ich erkannt
            Jetzt möchte ich ihm nie mehr begegnen.

          • Topflaash sagt:

            Bist du Karin Weyrich?

      • Suchende sagt:

        Es gibt die Narzistische Störung und Menschen, die mit ihrere narzistischen Störung umgehen. Ich selbst habe auch eine narzistische Störung und habe viele Jahre Therapie gemacht, dennoch konnte das eigentliche Problem, die extreme Kränkbarkeit und die Gefühllosigkeit anderen gegenüber nicht gelöst werden. Das liegt daran, dass sich leider sehr viele Therapeuten auch manipulieren lassen und nicht merken, was mit einem wirklich los ist. So macht man alle möglichen Nebenschauplätze auf, um ja nicht am innersten Kern seiner Störung zu arbeiten, macht viel zuviel Angst. Heute würde ich gern daran arbeiten, aber weiß überhaupt nicht, wie man aus dieser Lebenslüge heraus findet. Wer einen Tipp hat, ich nehme ihn gerne an.

        • Topflaash sagt:

          Meine Therapeutin lässt sich leider nicht manipulieren…. aber auch dieses Thema war schon Thema… und ja du hast Recht… ich sperre ich gegen vieles…aber auch das hat meine Therapeutin durchschaut gehabt und mir dann auch erzählt… also ich bin erstaunt…

  14. Ine sagt:

    Sehr differenzierte und aufschlussreiche Darstellung, danke!

  15. Elena sagt:

    Diabetiker haben Erektionsstörungen. Der Körper ist etwas, was bei ihnen funktionieren muss und wehe, wenn es nicht mehr so tickt, wie vorgesehen. Wer sich in einem Nrzisten „verliebt“ hat, hat schon verloren. Seine Ehefrau von der er 15 Jahre getrennt war, hat im Facebook ein Bild veröffentlicht: eine Frau versucht einen rosa Herzen den Berg hinaufzuwuchten. Ein Mann sitzt oben und tritt das Herz herunter. Mache mir große Vorwürfe, dass ich ihn nicht hinausgebeten habe, als er sagte: „ich gehöre in jedem System überall zur Elite, hätte Hitler gewonnen, wäre ich jetzt Stadthalter in Wladowostok.“ Das zu mir als Jüdin und er mit einem jüdischen Namen und auch Aussehen, ist aber Keiner. Wie Stachel im Fleisch. Wünschte ich hätte es getan.

  16. Elena sagt:

    Hervorragend und treffend. Das mit Selbt und Ich, muss ich nochmal gut durchlesen.

  17. brigitte0809 sagt:

    Unglaublich wie zutreffend jedes Wort in diesem Beitrag ist, zumindest für den Menschen mit dem ich zusammen war. Das mit dem Körpergefühl dem Selbst absolut zutreffend. Das äußerte sich in unzähligen Kleinigkeiten. Ersten war er Diabetiker und hat diese Krankheit einfach lange Jahre ignoriert, was ihm letztlich vor einem Monat das Leben frühzeitig gekostet hat. Es ging ihm immer öfter nicht gut alle Folgeerkrankungen der Diabtes haben sich nach und nach eingestellt. Wenn ich ihn z.B. gefragt habe, wie geht es dir, oder hast du Fieber konnte er mir darauf nie eine Antwort geben! Oftmals hatte er Fieber er konnte, oder wollte dies aber nicht wahrhaben. Auch im sexuellen Bereich hatte er massive Probleme konnte sich nur stimulieren mit Pornos und hatte einen ausgeprägten Lederfetischismus. Dies war oofenbar für ihn notwendig um überhaupt sexuell verkehren zu können, denn auf den Partner selbst „sprang“ er nicht an, um es mal so auszudrücken. Es gäbe noch so viel zu sagen, ich könnte fast ein Buch schreiben….. lg an Euch alle

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