Wie kann man als Freund einem narzisstischen Opfern helfen?

Wie kann man einem Freund oder einer Freundin helfen oder zur Seite stehen, wenn diese unter narzisstischen Einfluss geraten sind und in ihrer Beziehung leiden ? Viele erkennen den offensichtlichen Missbrauch an einem nahestehenden Menschen und wollen unbedingt eingreifen. In vielen Fällen stoßen Sie dabei aber auf hartnäckige Ablehnung, weil Betroffene ihre Not gar nicht sehen möchten und schon gar nicht darauf angesprochen werden wollen.

Bild: © jandruk – Fotolia.com

Vielfach erkennen Außenstehende das Schicksal oder das Leid eines Betroffenen sehr viel besser als der Betroffene selbst. Aus diesem Grund sind viele immer wieder gewillt, zu helfen und den Freund oder die Freundin auf ihr schweres Los hinzuweisen. Leider entgegnet ihnen dabei oft wenig Dankbarkeit und sie müssen akzeptieren, dass sich der Freund oder die Freundin keineswegs über die heilbringenden Erleuchtungen freuen kann.

Die Helfer sind dann verzweifelt, weil sie scheinbar machtlos sind, etwas gegen diese Not zu unternehmen. Sehr oft verfallen sie aus einem Gefühl des Mitleids selbst in ein regelrechten Kummer, der sie zuweilen an nichts anderes mehr denken lässt. Das Leid des Betroffenen überträgt sich dann auf sie selbst. Sie sind kaum noch in der Lage, sich ausreichend abzugrenzen und wollen um jeden Preis, das Opfer aus seiner Lage befreien – manchmal auch in erster Linie, um den eigenen Schmerz zu besiegen.

Doch wer sich in derartige Verstrickungen als Außenstehender einlässt, der sollte sich zunächst einmal darüber im Klaren sein, wie die Ausgangssituation aussieht:

1. Das Opfer erkennt nicht seine Situation

Der Freund oder die Freundin, der man helfen möchte, hat den Narzissmus noch nicht erkannt. Betroffene nehmen zwar wahr, dass die Beziehung zu dem Narzissten nicht glücklich verläuft und irgendetwas nicht stimmt, sie können aber dem Drama noch keinen Namen geben. Sie durchschauen nicht das perfide Spiel und befinden sich noch in einer Phase, in der sie glauben, dass sich alles wie durch ein Wunder eines Tages zum Besseren wenden wird.

Hier können Helfer ein Impuls setzen, das Thema Narzissmus beiläufig platzieren, vielleicht den ein oder anderen Buchtitel erwähnen oder die ein oder andere Webseite empfehlen. Das ganz sollte aber den Charakter der Unverbindlichkeit haben. Zwingen Sie dem Opfer nichts auf, machen Sie es nur auf ein paar Fakten aufmerksam und warten Sie ab, inwieweit es sich damit auseinandersetzen möchte und eventuell bei Gesprächsbedarf wieder auf Sie zukommt.

2. Opfer erkennen ihre Situation, wollen aber nicht darüber reden

In dieser Phase haben die Opfer ihre Situation erkannt und sehen durchaus die Hoffnungslosigkeit. Sie wollen es aber meistens nicht wirklich wahrhaben und sich den Missbrauch eingestehen – schon gar nicht vor anderen. Sie zeigen nach außen eher eine gespielte Souveränität mit dem Hinweis, dass Beziehungen eben auch mal schwierig sein können. Doch im Grunde wird unterstützende Hilfe abgelehnt. Zuweilen wird der Narzisst auch mit seinen wenig begrüßenswerten Aktionen in Schutz genommen und sie glauben, sich loyal verhalten zu müssen.

In dieser Situation werden Opfer jegliche Hilfe ablehnen. Sie werden nicht mal den gut gemeinten Hinweis auf den Narzissmus annehmen. Sie hören einfach weg, weil sie sich die Wahrheit nicht eingestehen wollen. Hier stehen Sie als Helfer auf verlorenen Posten. Sie wollen zwar helfen, aber es gibt niemanden, der sich helfen lassen möchte. Hier muss es leider erst noch schlimmer kommen, bis sich Opfer wirklich zu einem offenen Austausch entscheiden. Sie müssen abwarten.

3. Opfer erkennen ihre Situation, wollen auch darüber reden, glauben aber, nichts ändern zu können.

Opfer von narzisstischen Missbrauch glauben auch dann noch, wenn sie den Narzissmus erkannt und verstanden haben, irgendwie durchhalten zu müssen und nur nichts zu unternehmen, was den Narzissten  unnötig provozieren könnte. Um sich vor seelischen Schmerzen zu schützen, glauben sie, dass ihnen Gehorsam mehr hilft, als sich von diesem Drama zu lösen. Zuweilen liegen auch betonfeste Verstrickungen vor wie gemeinsame Kinder, kein eigener Beruf und die finanzielle Unselbständigkeit oder andere emotionale Abhängigkeiten.

An dieser Stelle sollten Helfer den Dienst leisten, der auch gewollt ist – Zuhören ! Seien Sie einfach nur für den Freund oder die Freundin da und hören zu. Lassen Sie ihn reden, ohne gleich den Rettungs-Sanitäter spielen zu wollen. Lassen Sie nur hin und wieder die Option einer Trennung einfließen, damit sich das Opfer zunächst überhaupt einmal mit dieser Alternative vertraut machen kann. Wenn  es dann intensivere Fragen zu einer Trennung stellt, dann  können Sie aktiver einhaken. Passen Sie aber auf, dass Sie nicht zu sehr auf den Narzissten „herumhacken“ und ihn schlechtmachen. Das könnte das Opfer womöglich abschrecken, weshalb es dann den Kontakt zu Ihnen einstellen könnte.

4. Opfer erkennen ihre Situation, reden darüber und wollen aus der Beziehung raus und brauchen dringend Hilfe

In dieser Phase ist dann wirklich aktive Hilfe gefordert. Fragen, wie die Trennung zu vollziehen ist, wie es nach der Trennung weitergehen soll, wie man seelische Wunden und körperlichen Beschwerden heilt, müssen dann geklärt werden. Es müssen weitere Helfer hinzugezogen werden, zum Teil sicher auch ausgebildete Fachleute. Wenn das Opfer soweit gekommen ist, dann muss keine Überzeugungsarbeit mehr geleistet werden, dann muss gehandelt werden.

Dabei kann es sein, dass das Opfer auch beim Trennungsvorgang eher eine vorsichtige und sanfte Methode wählen möchte, um den Narzissten nicht unnötig zu verärgern. Sie haben zu recht Angst vor seinen Wutattacken und Rachefeldzügen. Hierauf kann man aber nur noch bedingt Rücksicht nehmen. Den Opfern muss klar gemacht werden, dass die Trennung eine harte Angelegenheit sein wird, bei der man keine Kompromisse eingehen darf. Der Narzisst wird sich ohnehin dagegen wehren, ob es nun sanft oder hart angegangen wird. Entscheidend ist, dass man die Trennung mit Konsequenz angeht – es muss ein klarer und endgültiger Schlussstrich gezogen werden. Einen Zahn kann man auch nicht mit der Pinzette ziehen.

Der Einfluss ist zu schwach

Es kann auch sein, dass das Opfer zwar grundsätzlich Hilfe annehmen möchte, aber nicht von Ihnen. Sie merken vielleicht, dass Sie mit Ihren Worten das Opfer nicht erreichen können, es blockt ab oder fühlt sich von Ihnen belästigt. Dann könnten Sie auf andere Personen zugehen, wie z.B. den Eltern, Geschwistern oder ältere Kinder, sofern vorhanden. Diese Vertrauten könnten vielleicht eher einen wohlwollenden Einfluss auf das Opfer ausüben und eventuell einen sanften Druck aufbauen. Dann wäre es hilfreich, wenn Sie diese Personen mit Informationen über den Narzissmus versorgen und sich gemeinsam einen Plan überlegen.

Auf der anderen Seite werden Sie nichts machen können, wenn sich der Betroffene einfach nicht helfen lassen möchte. Dann müssen Sie diese Tatsache aushalten können und bestenfalls abwarten und Bereitschaft im Ernstfall signalisieren. Daher ist es so wichtig, dass Sie das Schicksal Ihres Freundes oder Ihrer Freundin nicht vollständig in sich aufsaugen und sich damit solidarisieren. Sie könnten selbst Schmerzen davontragen, weil Ihre selbstlose Hilfe nur auf eiserne Ablehnung stößt.

Sie sollten allerdings ungefragt eingreifen, wenn das Leben Ihres Bekannten nachweislich in Gefahr ist, wie z.B. körperliche Gewalt oder sexuelle Nötigung oder wenn der Einfluss des Narzissten zu kriminellen Handlungen führt. In diesen Fällen sollte die Polizei informiert werden und Strafanzeige gestellt werden. Es sollte sichergestellt werden, dass das Opfer anschließend vor dem gewaltbereiten Narzissten ausreichend geschützt wird.

Schützen Sie sich selbst

Sie sollten sich selbst schützen, indem Sie klar erkennen, bis zu welchen Punkt Sie in der jeweiligen Phase gehen können. Überschreiten Sie eine bestimmte Grenze, dann kann es sogar sein, dass Sie selbst in einen unerfreulichen Kontakt mit den Narzissten geraten. In der Regel erkennen nämlich Narzissten sehr schnell eine seltsame Veränderung an dem Partner und kommen dahinter, dass sie plötzlich einem anderen Einfluss unterliegen. Das kann dann die Wut des Narzissten auf Sie lenken und in den  meisten Fällen wird dann dem Opfer der Kontakt zu anderen Menschen gänzlich untersagt, so dass Sie schließlich überhaupt keine Chance mehr haben, an den Freund oder die Freundin heranzukommen und zu helfen.

Überlegen  Sie daher gründlich, wie Sie an Ihren Freund oder Ihre Freundin herantreten und dosieren Sie bei aller Dramatik Ihr Vorgehen. Die Entscheidung für eine Trennung von einem Narzissten ist ein hochsensibles Thema und braucht Zeit. Eine Trennung kann nicht mit der Brechstange herbeigeführt werden, Betroffene müssen unbedingt dahinterstehen. Begleiten Sie daher den Freund, aber bedrängen Sie ihn nicht!

Nutzen Sie ansonsten auch gerne die telefonische Beratung, um sich weitere Hilfen und Anregungen für die Unterstützung in einer konkreten Situation geben zu lassen!


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Veröffentlicht in Beziehung mit einem Narzissten, Blog
12 commenti su “Wie kann man als Freund einem narzisstischen Opfern helfen?
  1. berchiboy sagt:

    Hallo

    ich habe lange um meine Beste Freundin und ihr Leben gekämpft und hatte Sie schon aus den Fängen des Grauen ihrem Narzisstischen Freundes bekommen .

    Ich hatte es aber nicht wahr haben wollen das Sie immer noch ihm zurückfallen würde .

    Ich hatte Sie soweit und Sie hat schliuß mit ihm gemacht hat von sich aus alle Sachen aus ihrer Wohnung Verbannt Redete nur Abwertend über Ihren Ex und hat es auch GEschafft seine Telefon Terror und auch seine Inzenierten Selbstmord dran+men zu Überstehen.

    Doch die Beiden haben ein Gemeinsames Kind und Sie wollte doch nur das es im guten Auseinander geht und das man sich evtl mal Trifft und darüber Beredet wie es werden könne für das Gemeinsame wohl ihres Kindes .

    Und bei diesem Gespräch war ich nicht dabei Sie ist alleine Gefahren und der NArzisst hat alles gegeben und Sie wieder in Ihren Bann gezogen und mit Lügen weich bekommen .

    Ein Narzisst ist wirklich ein Schrecklicher Zeitgenosse in meinem Fall Zerstört er Systhematisch die Familie er hat es GEschafft das sich Schwestern Streiten wegen Ihm und fast entzweit haätten er Redet hinter dem Rücken Schlecht über Ihre Mutter Vater und ihr erstgeborene Tochter ist ihm Scheissegal er geht Fremd Besäuft sich lässt Sie Tage lang allein weil Sie ja nicht weg kann wegen der Kinder .

    Er hat sogar im Suff schon mal beinahe eine Minderjährige zum Beischlaf überredet es kann doch nicht sein und Sie Verzeiht ihm mit einem Simplen Satz von Ihm :

    Es tut mir Leid Ich Liebe Dich !

    Leute wenn ihr so einen Narzisten kennen Lernt lasst ihn Stehen ich hätte nie Gedacht das meine Beste Freundin die eine Atraktive Intelligente Frau mit viel Power ist auf so einen Schmierlappen reinfällt und nicht wieder Heraus kommt .
    Und es ist erschreckend wie der Einfluss von ihm immer wieder das Selbe hervor ruft nämlich das Sie zu Grunde geht Depressive züge Annimt und auch schon über Selbstmord nachgeacht hatte .
    ICh Baue Sie zwar auf aber immer nur für kurze Zeit das gefällt ihm nicht das Sie dann auf einmal Selbständig Entscheidungen trifft oder was alleine Unternehmen will .

    Aber ein Gerissener Schweine Hund ist er denn jedesmal wenn er wieder mal auf Tour gehen will dann macht er eine Szene rennt zu seinem Kind und sagt :
    Papa ist weg Mama will nicht mher musste Sie fragen warum das so ist Tschüß!

    Waas für ein Arsch ist das ab daan steht Sie wieder mal mit einem Verwirten Weinenden Kind zu Hause alleine und hat Schuld gefühle.

    An alle die aus den Fängen solch eines Wi…… ich sage mal Gefühlskrüppel entkommen sind Daumen Hoch und meinen Tiefst enmpfundenen Respekt.

    Lebt euer Leben ab nun Glücklich ausgelassen so wie Ihr wollt und habt Spaß ihr die Geschädigten habt es euch Verdient !!!!!!!!

  2. Anna sagt:

    Hallo! Danke. Die Seite ist sehr nützlich. Vielleicht finde hier auch ich eine Unterstützung. Hier meine Geschichte.
    Mein Bruder hat vor drei Jahren eine Frau kennengelernt und geheiratet. Ich fand meine Schwägerin seit Anfang an komisch: sie ist irgendwie hinterlistig, in Anwesenheit meines Bruders benimmt sie sich ganz anders als in seiner Abwesenheit, immer lügt und kann sehr meisterhaft ihre Lügen als die Wahrheit darstellen, ist kalt und gefühlslos, kann Kinder und Tiere nicht leiden, beleidigt und missachtet meine Eltern (sie besuchen sie ohnehin nicht oft), starrt einen manchmal minutenlang böse an, macht bösartige Sachen und gleichzeitig freundlich lächelt, wenn mein Bruder da ist, etc.
    Sie haben eine 2J. alte Tochter. Wenn mein Bruder nicht da ist, ist meine Schwägerin sehr grob mit dem Kind und vernachlässigt ihn. Wenn aber mein Bruder da ist, ist sie mit dem Kind sehr lieb, was sie sehr geschickt (aber nicht ganz authentisch) spielt. Sie hat keine Gefühle weder für das Kind, noch für meinen Bruder.
    Ich habe ein paar mal ihre Lugen entdeckt und sagte ihr, dass ich meinem Bruder darüber erzählen werde. Doch sie hat jedes Mal irgendwelche weitere Lügengeschichten erfunden, irgendwie alles umgedreht und mich als Lügnerin dargestellt. Obwohl ich fast 25 Jahe älter bin (meine Tochter ist fast so alt wie sie), scheint sie viel mehr lebenserfahrenere zu sein.
    Letztendlich sah das Alles so aus, als ob ich die arme Frau einfach aus irgendwelchem Grund bei meinem Bruder schlecht machen würde. Die schmerzhafte Folge ist, dass mein Bruder mich nicht mehr vertraut und glaubt mir kein Wort mehr.
    Wir (ich, meine Schwester, meine Eltern und einige unsere Verwandte, die meinen sehr netten Bruder wegen seinen fürsorglichen und hingebungsvollen Charakterzügen sehr lieben) merken, dass wir irgendwie für meinen Bruder fremd und unwichtig geworden sind. Wenn wir versuchen meinem Bruder mitzuteilen, dass seine Frau uns beleidigt, verteidigt er sie, glaubt nicht, dass solch eine nette Person einen beleidigen könne.
    Ich merkte schon früher, dass der Frau es nicht gefiel, dass er mich und meine Schwester sehr liebt. Sie versuchte uns zu entfremden. Da wir uns immer sehr liebten, könnte ich nie vorstellen, dass je so etwas passieren würde. Ich konnte nie verstehen, warum sie uns nicht mag: wir waren für die Familie immer da, haben sie immer (besonders finanziell) sehr stark unterstützt. Außerdem haben wir für sie, ob mit oder ohne Anlass, immer teure Geschenke (von unseren Ersparnissen) geschenkt, sie konnte alles von uns bekommen, brauchte nur zu wünschen. Obwohl sie nie gearbeitet hat und hat keinen Beruf, hat sie immer sehr hohe Ansprüche. Dabei sind wir nicht finanziell besser gestellt als mein Bruder; wir haben aber immer schwer gespart.
    Erst vor kurzem hat meine Freundin (Ärztin-Psychiater) mir erklärt, dass die Frau „perverse Narzissten“ ist – ein typischer, klassischer Fall. Danach habe ich viel über die Krankheit gelesen, beobachtete meine Schwägerin, und bin jetzt 100% überzeugt, dass sie tatsächlich diese Persönlichkeitsstörung hat. Leider konnte sie inzwischen meinen Bruder schon so manipulieren, dass er ihre „Sklave“ geworden ist. Er denkt wie sie, glaubt und vertraut sie 100%; für ihn ist sie ein idealer Mensch, er macht alles so wie sie es sich wünschen würde, er hat sich ganz verändert. All die für ihn wichtigen Dinge sind jetzt zweitrangig geworden. Wichtig sind für ihn jetzt nur die Bedürfnisse seiner Frau. Er ist begeisterter Kinderchirurg, mag die Kinder sehr, seine Arbeit machte ihm Spaß, jetzt interessiert ihn die Arbeit auch nicht mehr. Arbeitet nur fürs Geld.
    Ich würde nie glauben, dass sie der Massen meinen Bruder manipulieren kann, denn sie ist 11 Jahre jünger (also weniger lebenserfahren) als mein Bruder, sie hat durchschnittliche Intelligenz, sie ist hässlich und mein Bruder ist außergewöhnlich hübsch.
    Da mein Bruder trotz seiner hohen Intelligenz sehr naive und dazu noch sehr friedliche Person ist, habe ich Angst, dass dieser euphorische Zustand jahrelang dauern kann, bis irgendwann mein Bruder nicht mehr in der Lage wird (finanziell und seelisch) ihre Bedürfnisse zu befriedigen, wird für sie nicht mehr „nützlich“ und wird „weggeworfen“. Wie kann er dann das verkraften, ganzes Leben ihr zu widmen und im Alter verlassen zu sein?
    Nun meine größte Sorge: wie kann ich meinem Bruder über die Krankheit sagen. Er wird selbstverständlich daran nicht glauben, da er das wahre Gesicht (das wir schon lange kennen) seiner Frau nicht gesehen hat. Darf ich denn ruhig weiterleben, wenn mein Bruder in Gefahr ist?
    Nun habe ich diese sehr nützliche Seite entdeckt und habe große Hoffnungen hier mit Rat geholfen zu werden.
    Meine Frage an Männer: wie habt Ihr entdeckt, dass Eure Partnerin Narzisstin ist? Würdet Ihr es glauben, wenn jemand Euch darüber in der „harmonischen“ Phase sagen würde?
    Auch andere Betroffene, bitte hilft mir, was soll ich tun?
    Danke sehr.

    • Thomas sagt:

      Hallo Anna,
      bei mir war das ähnlich gelagert: Hatte meine jetzige EX-Frau vor 18 Jahren auf Fasching kennengelernt wo sie mir am ersten Abend von ihrer unglücklichen ersten Ehe samt 2 Kinder erzählt hat und somit mein Helfer-Syndrom geweckt hatte. Fühlte mich zu Anfang durch die Beziehung wo sie bei mir Schutz gesucht hatte aufgewertet. Ihre Familie waren die „Bösen“ die dann aufgrund der Bekanntschaft zu mir bei ihr und dann auch noch bei mir Stress gemacht hatten. Ihre Herkunftsfamilie (allesamt Narzissten) haben mich für das Scheitern der ersten Ehe verantwortlich gemacht und mich bis zum finalen auskotzen meiner Person mich gedemütigt.
      Jedenfalls war ich am Anfang der „Gute“ der dann, aufgrund ihrer Situation mit 2 minderjährigen Kinder, zuerst sie in meine für 4 Personen zu kleine Single-Wohnung gelotst hat und dann ein dreiviertel Jahr später, nach erfolgtem Umbau, das 2 Stockwerk meiner Eltern bezogen hat.
      Meinen Eltern und Schwestern fiel, im Gegensatz zu mir, das unechte falsche Verhalten auf. Meinen Sohn aus früherer Beziehung (damals 6 Jahre) wurde von meiner EX mit Abstand betrachtet. Als meine Mutter dann 1,5 jahre später an Krebs erkrankte, an dem sie 4 Jahre später starb, wollte sie aus der Wohnung ausziehen und schob neben Ungereimtheiten mit meinen Eltern eine ihrer an Zucker erkrankten Töchter als Grund vor. Ich liess mich auch aufgrund der jungen Ehe sowie eigenem kleinen gemeinsamen Kind zum Auszug manipulieren.

      Plötzlich waren ihre Leute die „Guten“ und ich hatte massiven Ärger mit meiner Herkunftsfamilie die den weiteren Kontakt teilweise unmöglich gemacht hat.
      Somit wurde ich von meiner Herkunftsfamilie durch sie isoliert.
      Wir wohnten dann bei ihrer Familie bei der ich dann zum „Bösen“ wurde und war und meine Ex war ständig entweder bei ihren Leuten oder mit Dritten männlichen „Bekannten“ unterwegs. Die Meinung Dritter und der Familie war wichtiger als meine. Der daraus resultierende Ärger meinerseits war dann immer Wasser auf Mühle der Familie und EX.
      Bei der Kindererziehung der Kinder aus erster Ehe wurde ich geschnitten und hatte null Einfluss. Bei alltäglichen Arbeiten wie Einkäufe erledigen, Wohnungsreinigung und sonstige Botengänge wurde ich zum Erfüllungsgehilfen. Je mehr ich einbrachte (auch eine von mir angeleierte und bezahlte Eheberatung) desto mehr wurde ich gedemütigt.

      Nach vielen Demütigungen wollte ich mit ihr ausziehen und eine neutrale Wohnung nehmen. Meine Bitten an meine EX diesbezüglich gingen mit fadenscheinigen „sie bräuchte noch Zeit“ Erklärungen ins Leere.
      Ich bin dann allein ausgezogen und sie hielt mich mit eben benanntem und Sex in meiner Wohnung noch ein halbes Jahr bei der Stange und suchte derweil, wie damals vom ersten Mann zu mir, meinen Nachfolger. Nachdem sich dieser eingestellt hatte wurde ich entsorgt wie ein paar abgetragene Schuhe. 3 Jahre Eheberatung in 16 jähriger Ehe war alles für die Katz. Neben meinen Nerven wurde, wie auch später in der Scheidungsauseinandersetzung, mein Geldbeutel ruiniert.

      Jetzt zweienviertel Jahre später wohnt sie mit meiner Tochter (16) nach wie vor bei ihrer Familie wo sie umsonst wohnt und mit Geld den Hintern gepudert bekommt.

      Was ich da durchlitten hab und heute noch leide ist niemand zu wünschen.

    • Thomas sagt:

      Halllo Anna, im Moment kannst du garnichts tun. Dein Bruder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Du kannst deine Arme offen halten und im emtionale Hilfe gewähren, wenn sie von ihm gesucht wird.
      In der Idealisierungsphase ist man geblendet und später will man destruktive Tendenzen nicht wahrhaben oder glaubt durch erhöhten Einsatz die Sache noch drehen zu können was sich jedoch als Irrtum herausstellt.

      Beobachte die Ituation und wenn er dann auf dich zukommt sei für ihn da.

      • Anna sagt:

        Hallo Thomas, danke, sehr klug!! Leider habe ich schon viele Fehler gemacht. Nun habe ich mein Vertrauen verloren. Und mein Bruder liebt mich nicht mehr. Er will mit mir nicht mehr zu tun haben, da ich, seiner Meinung nach, seine Familie kaputt machen möchte. Ich muss versuchen irgendwie seine Liebe zu mir wieder zu gewinnen. Ob das klappt???, denn seine frau verhindert.

  3. Arianna sagt:

    Hallo,
    in München gibt es eine Selbsthilfegruppe, allerdings vor allem bei narzisstischem Missbrauch in der Familie.
    Infos bei http://www.shz-muenchen.de

  4. Cindy sagt:

    Der Artikel ist recht gut und beschreibt anschaulich die Problematik.
    Wovon ich aber sehr abraten muss: Gehen Sie nicht zur Familie oder zu Verwandten des Opfers.
    Wenn das Opfer das bemerkt (und das wird es, weil Verwandte und Freunde in der Regel schlechte Psychologen sind) wird es an eine „Verschwörung“ denken, die SIE als Helfer inszeniert haben. Das Opfer wird den Kontakt sofort abbrechen. Keine Hilfe mehr möglich.
    Und Strafanzeige ? Gegen wen und wozu ? Ohne Beweise ?
    Da muss man sich schon etwas im Strafrecht auskennen.
    Ausserdem, angenommen der Unterdrücker (Narzisst) hat eine Straftat verübt, doch sein Partner (Opfer und hörig) deckt ihn/sie. Was wollen Sie da schon machen ?
    Am Ende bekommt der Anzeigenerstatter eine Strafanzeige wegen „Vortäuschung einer Straftat, Verleumdung und übler Nachrede“.
    Also Vorsicht mit solchen „Aktionen“. Die verbessern auch nichts. Beser ist, wie schon beschrieben, zu signalisieren „Ich bin immer für dich, wenn was ist“ und dem Opfer so zu ermöglichen, wenn es endlich erwacht ist aus seinem Dornröschenschlaf, sich dann zu melden, wenn eine Trennung möglich ist.

  5. Echo sagt:

    Hallo,
    ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll… also ich habe daheim einen ganzen Narzissten-Zoo (aka Familie) mit Raubtierspezialisierung. Entdeckt habe ich das erst vor einem halben Jahr und dabei festgestellt, dass ich mein ganzes bisheriges Leben unter diesem schädlichen Einfluss verbracht habe, inklusive -bis dato unerklärlicher- psychischer Nebenwirkungen.
    Es war ein regelrechtes Aha-Erlebnis, als ich mich im Internet zum ersten Mal zu diesem Thema informiert habe, es passte alles.
    Nun meine Frage: wo kann ich eine Selbsthilfe-Gruppe finden?
    Würde mich freuen, wenn jemand antwortet.

  6. Bärbel Bodendörfer sagt:

    Liebe Birgit,
    ich habe mich auch bei Good Kamera angemeldet, bisher ist leider nur die Rückmeldung gekommen, dass sie sich melden. Das Team ist wohl über die große Resonanz sehr erstaunt. Ich wollte nun einmal hören, ob es bei Dir schon zu konkreten Gesprächs-/Telefonkontakten gekommen ist?
    Liebe Grüße
    Bärbel

    • Birgit sagt:

      Hallo Bärbel,
      ja, ich wurde von einer Redakteurin angerufen, nachdem ich in einer mail mitgeteilt hatte, dass ich über meine Geschichte schreibe.
      Wir haben sehr lange telefoniert und sie fragte, ob ich bereit sei, vor der Kamera darüber zu berichten. Momentan sind die noch in der Recherchephase und brauchen schließlich einen Sender, der die Produktion finanziert. Es wird noch Monate dauern, bis bzw. wenn das Vorhaben realisiert wird.
      Ich hoffe, Dir damit weitergeholfen zu haben.
      Liebe Grüße
      Birgit

  7. Birgit sagt:

    Hallo Herr Grüttefien,
    zunächst vielen Dank für die zahlreichen Infos, die ich Ihrem Blog schon entnommen habe, um meine eigene Geschichte aufzuarbeiten! Auch bedanke ich mich für den Kontakt zu ‚Good Karma‘, mit denen ich eine Zusammenarbeit vereinbart habe, sollte die Produktion zustande kommen.
    Aber ich habe einen Kritikpunkt zu Ihren Texten. Es finden sich immer Rechtschreibfehler, vor allem im aktuellen wimmelt es davon. Meist sind es wohl Flüchtigkeitsfehler, aber oft auch Dativ-Akkusativ Verwechslungen. Ich würde gerne Korrektur lesen, wenn Sie Interesse haben. Melden Sie sich doch einfach bei mir.
    Liebe Grüße
    Birgit Leibrock

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