Der Narzisst als Bezugsperson für seine Kinder

Die Erziehung gemeinsamer Kinder mit einem Narzissten kann für jeden Elternteil eine echte Herausforderung sein – vor allem dann, wenn man sich von dem Narzissten getrennt hat. Der gutgemeinte Rat, zum Wohle der Kinder mit dem narzisstischen Elternteil zu kooperieren und sinnvolle Lösungen für die Kinder zu finden, stößt hier sehr schnell an seine Grenzen. Der narzisstische Elternteil ist nur an seinem eigenen Vorteil interessiert und berücksichtigt die Bedürfnisse anderer nicht bei seinen Entscheidungen.

Bild: © JackF – Fotolia.com

Ein Narzisst will in einer Beziehung nicht mit dem Partner kooperieren – er will den Partner vereinnahmen und beherrschen. Trennt sich der Partner von dem Narzissten, ist er erst recht nicht bereit, zu kooperieren, weil er sich hintergangen fühlt und meint, dem Ex-Partner nun aus Rache das Leben besonders schwer machen zu müssen. Einvernehmen bedeutet für den Narzissten Frieden, und den kann er seinem Ex-Partner auf gar keinen Fall gewähren. Schon allein aus diesem Grund wird er immer einen anderen Standpunkt einnehmen als der andere Elternteil.

Insofern müssen Elternteile nach einer Trennung damit rechnen, dass es im Umgang mit dem Narzissten permanent zu weiteren Anfeindungen und Streitigkeiten kommen und der narzisstische Elternteil die Kinder instrumentalisieren wird, um weiterhin Macht über den Ex-Partner und die Familie zu haben. Er begegnet den Kindern nicht mit Liebe, Fürsorge und Verständnis – er spielt es bestenfalls vor – sondern er benutzt sie als Waffe gegen den anderen Elternteil und missbraucht die Kinder für seine niederträchtigen Ziele.

Daher müssen die Kinder in besonderer Weise vom anderen Elternteil geschützt werden. Allerdings ist dieser nach einer Trennung meist einer doppelten Belastung ausgesetzt: Er muss sich nicht nur in einem emotional ausgeglichen Zustand befinden, um den Kindern seine ganze Aufmerksamkeit zukommen lassen zu können – was bei dem streitsüchtigen Verhalten des Narzissten kaum möglich ist -, und muss außerdem noch die zahlreichen Fehler des narzisstischen Elternteils im Umgang mit den Kindern ausgleichen. Einem Narzissten fehlen fundamentale Eigenschaften dafür, fürsorglich und förderlich auf die Kinder einzugehen und ihnen als eine vertrauensvolle Bezugsperson zur Seite stehen zu können.

Was muss eine Bezugsperson für ein Kind leisten können?

Kinder brauchen eine Bezugsperson, bei der sie Hilfe, Schutz und Zuwendung finden. Diese Person muss ständig präsent sein, was nicht heißen muss, dass sie ununterbrochen neben dem Kind sitzen muss. Die Bezugsperson sollte für das Kind nur im Bedarfsfall, dafür aber unmittelbar verfügbar sein.

Folgende Eigenschaften sollte eine Bezugsperson mitbringen:* 

  • Die Bezugsperson ist mit dem Kind vertraut.
  • Die Bezugsperson und das Kind haben gemeinsame Erfahrungen gesammelt.
  • Die Bezugsperson ist jederzeit für das Kind verfügbar.
  • Die Bezugsperson ist verlässlich. Sie hält sich an Absprachen und steht für Stabilität.
  • Die Bezugsperson geht angemessen auf das Kind ein. Sie berücksichtigt die individuellen Eigenheiten des Kindes und setzt vernünftige Grenzen.
  • Die Bezugsperson schützt das Kind vor Gefahren und konfrontiert es nicht mit Aufgaben, denen es noch nicht gewachsen ist.

Diese Eigenschaften sind für die Entwicklung von Kindern notwendig, damit eine Bindung entstehen kann. Das emotionale Grundbedürfnis von Kindern ist, sich sicher und geborgen zu fühlen, Zuwendung, soziale Akzeptanz und Wertschätzung zu erfahren und sich entsprechend der inneren Veranlagung entwickeln zu können. Je kleiner das Kind ist, desto wichtiger ist der Faktor der Geborgenheit.

Ein narzisstischer Elternteil handelt sich nicht im Sinne des Kindes

Wenn nun ein Elternteil eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, stellt sich die Frage, ob die Eigenschaften eines Narzissten überhaupt mit den Anforderungen an eine Bezugsperson in Einklang zu bringen sind. Hier zeigen sich doch deutliche Grenzen, die kaum zu überwinden sind.

  • Vertrautheit: Weil sich Narzissten ausschließlich den eigenen Interessen widmen und entweder ständig an ihrer Karriere basteln oder sich auf ihre Hobbys oder andere Tätigkeiten fokussieren und die Erziehungsaufgaben an den anderen Elternteil delegieren oder hierfür Betreuungspersonal einstellen, muss man davon ausgehen, dass sich zwischen dem Kind und dem narzisstischen Elternteil keine Vertrautheit aufbauen wird, weil sie kaum Zeit miteinander verbringen und daher auch keine gemeinsamen Erfahrungen machen können. Selbst wenn der Narzisst sich um das Kind kümmert, beschränkt sich seine Betreuung meist darauf, das Leben und die Probleme des Kindes pragmatisch zu regeln. Er sorgt lediglich für die materiellen Bedürfnisse und organisiert den Alltag. Das Kind spürt aber, dass dies nicht seinetwegen geschieht. Der Narzisst geht nicht wirklich auf die Bedürfnisse seines Kindes ein, nimmt sich keine Zeit für das Kind, hört nicht zu und beschäftigt sich nicht ihm. Ein Narzisst will nur, dass alles funktioniert, er füllt die Beziehung zum Kind aber nicht mit Wärme.
  • Verfügbarkeit:  Da der Narzisst meist durch Abwesenheit glänzt, weil er außerhäuslichen Tätigkeiten nachgeht oder sich vom Familienleben fernhält, wird er vom Kind kaum wahrgenommen. Nimmt das Kind hingegen den narzisstischen Elternteil wahr, dann spürt es in erster Linie die dominante und meist aggressive Ausstrahlung des Narzissten. Dieser versprüht mit seinem meist unzufriedenen Gesichtsausdruck und seiner hohen Erwartungshaltung eine gereizte und zwanghafte Atmosphäre. So muss in dem Kind ein starkes Gefühl der Unsicherheit und Angst entstehen, was seinem elementaren Bedürfnis nach Geborgenheit komplett entgegensteht.
  • Verlässlichkeit:  Eines der wichtigsten Bedürfnisse des Narzissten ist sein Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit. Er mag keine Regeln, Absprachen und Zwänge. Routine und das Erledigen von alltäglichen Aufgaben ermüden ihn, machen ihn launisch und depressiv. Er muss immer wieder aus einem festgefahrenen Rhythmus ausbrechen, sich neuen Herausforderungen stellen und sich in Abenteuer stürzen. Daher darf man bei einem Narzissten nicht auf Verlässlichkeit hoffen. Er ist nicht da, wenn ihn sein Kind braucht, sondern er ist da, wenn es ihm gerade beliebt. Regeln und Absprachen werden immer wieder auf den Kopf gestellt, an Versprechen kann er sich plötzlich nicht mehr erinnern oder behauptet, die anderen hätten die Absprachen falsch verstanden. Außerdem fühlt er sich in seinem Drang nach Entfaltung gestört, wenn er seine eigenen Bedürfnisse aus Rücksicht auf das Kind zurückstellen muss. Das Kind hat für ihn da zu und nicht umgekehrt. Diese Überzeugung kann ein Narzisst nicht ablegen – da kann man auch nicht an seine Vernunft appellieren. Er tut, was er will, und zeichnet sich eben gerade nicht durch Verlässlichkeit, sondern durch Sprunghaftigkeit aus.
  • Angemessenheit:  Da ein Narzisst keine Empathie besitzt, kann er sich auch nicht in sein Kind hineinversetzen und auf dessen Eigenheiten, Vorlieben und Wünsche angemessen eingehen. Er ist davon überzeugt, besser zu wissen, was das Kind braucht, und versucht es nach seinem Bild zu formen. Er ist davon überzeugt, dass das, was für ihn gut ist, auch für das Kind gut ist. Daher wendet er einen autoritären Erziehungsstil an, der keinen Widerspruch duldet, hohe Erwartungen setzt, keine Fehler toleriert und mit Bestrafungen arbeitet. Auf diese Weise wird das Selbstwertgefühl des Kindes nachhaltig gestört und die Entwicklung von Autonomie verhindert. Dass Druck, Zwang und Bestrafungen keine geeigneten Erziehungsmittel sind, sieht der Narzisst nicht. Im Gegenteil: Er ist davon überzeugt, das Kind zu seinem Besten in die Knie zwingen zu müssen.
  • Behutsamkeit: Der Narzisst kann ein Kind nicht entsprechend seiner Veranlagung fördern. Entweder er überfordert das Kind maßlos, indem er ihm Aufgaben stellt, die es noch gar nicht bewerkstelligen kann, oder er vernachlässigt es, weil er dem Kind nichts zutraut oder sich nicht für das Kind interessiert. Oft werden Kinder – vor allem Söhne – vom narzisstischen Vater regelrecht gedrillt und mit hohen Erwartungen konfrontiert, um so das Kind angemessen aufs Leben vorzubereiten. Sie müssen dem Idealbild des Vaters entsprechen. Autonome Bestrebungen werden nicht nur untersagt, sie werden meist auch noch bestraft, damit das Kind gar nicht erst auf die Idee kommt, etwas zu machen, was dem Narzissten nicht recht ist.

Ein kleines Kind kann sich bei einer solchen Behandlungsweise niemals geborgen fühlen. Da es sich zu stark am Bild des narzisstischen Elternteils ausrichten muss, kann es sich nicht entsprechend seiner Veranlagung entwickeln und findet nur dann Akzeptanz und Sicherheit, wenn der Narzisst zufrieden ist. Es ist also darauf angewiesen, den Narzissten zufrieden zu stellen und seine hohen und teilweise absurden Erwartungen zu erfüllen, um Bestätigung, Wertschätzung und Zuwendung zu erhalten.

Das Kind muss sich dem narzisstischen Elternteil anpassen

Das kleine Kind eines narzisstischen Elternteils lernt, dass es sich Anerkennung und Aufmerksamkeit erst verdienen muss und dass es nicht um seinetwegen geliebt wird, sondern nur für die Erfüllung der Rolle, die ihm der narzisstische Elternteil zugewiesen hat. Auf diese Weise entfernt sich das Kind von sich selbst und entwickelt starke Minderwertigkeitsgefühle, weil es seine eigene Veranlagung nicht ausleben und sich seines eigenen Wertes niemals ganz sicher sein kann.

Im späteren Leben wird es weiterhin glauben, um die Aufmerksamkeit von anderen kämpfen und anderen auf irgendeine Weise gefallen zu müssen. Es wird dann leicht anfällig für jede Form von Verführung, weil es sich als etwas Besonderes erleben oder an etwas Besonderem teilhaben möchte, um die eigenen Minderwertigkeitsgefühle zu überwinden. Seine Aufmerksamkeit ist dann zu stark darauf ausgerichtet, die eigene narzisstische Wunde zu versorgen.

Kinder, die diese Form der Erziehung erleben, können psychische Störungen wie Angststörungen, zwanghaftes Verhalten, Persönlichkeitsstörungen, Depressionen oder andere krankhafte psychische Symptome entwickeln. Da sie sich nicht entsprechend ihrem Alter und ihrer Veranlagung entfalten können, sondern stets einem permanenten Erwartungsdruck ausgesetzt sind, kommt es zu Entwicklungsstörungen, die sich in der Kindheit in Form einer übermäßigen Anhänglichkeit, von Schüchternheit, Isolation, eines aggressiven sozialen Verhaltens oder anderer psychischer Auffälligkeiten zeigen können. Auch mit körperlichen Symptomen wie vermehrten Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Schlafstörungen, Hautausschlag und vielem mehr kann ein Kind auf die nicht wesensgerechte Erziehung reagieren.

Narzisstische Eltern glauben, alles für ihre Kinder zu tun

Narzisstische Eltern sind davon überzeugt, dass sich ihre Kinder zwangsläufig wohlfühlen, wenn sie ihr Leben so angenehm und so schön wie möglich gestalten. Sie engagieren Betreuungspersonal für die Kinder, planen Freizeitaktivitäten und Vergnügungsangebote, organisieren jede Form von Förderung, ermöglichen den Kindern teure Urlaube und Hobbys und machen alles nur Erdenkliche, damit es den Kindern an nichts mangelt. Doch letztlich delegieren sie den Erziehungsauftrag nur an externe Betreuer oder Einrichtungen, sind aber nicht in der Lage, wirklich tragfähige Beziehungen zu den Kindern aufzubauen.

Es schafft keine Bindung, die Kinder irgendwie zu beschäftigen und alles für sie zu regeln. Narzisstische Eltern machen dies jedoch häufig, um zu zeigen, dass sie alles für die Kinder tun oder um diese damit zu beeindrucken und an sich zu binden. Sie erwarten dann im Gegenzug für ihre scheinbar selbstlosen Dienste Dankbarkeit von ihren Kindern und beschweren sich energisch bei ihnen, wenn die Anerkennung für ihre Bemühungen ausbleibt oder ihr Vorgehen gar kritisiert wird. Der pädagogische Wert einer solchen Methode dürfte sehr fraglich sein.

Kinder wollen nicht „entertaint“ oder „organisiert“ werden. Sie wollen liebende Bezugspersonen,  unabhängig vom äußeren Rahmen. Oft reicht hierfür schon, dass man einfach gemeinsam Zeit miteinander verbringt, indem man dem Kind z. B. aus einem Buch vorliest, gemeinsam eine Wanderung unternimmt oder mit dem Kind spielt. Es müssen keine großen Sensationen sein und es braucht auch keinen luxuriösen Rahmen – viel wichtiger sind der empathische Austausch und die gemeinsame Zeit, die Raum für Spontanität und Kreativität lässt.

Dem Narzissten ist das normale Leben zu eintönig. Ohne Abwechslung und Spannung erträgt ein Narzisst sein Leben nicht. Außerdem fällt es ihm sehr schwer, sich dauerhaft auf eine Beziehung zu konzentrieren und sich wirklich tief auf einen anderen Menschen einzulassen. Daher ist die Beziehung zu seinen Kindern meist durch eine auffallende Oberflächlichkeit gekennzeichnet oder er versucht, den Zusammenhalt durch zwanghafte Rituale aufrechtzuerhalten. Die vertrauensvolle Partnerschaft zum Kind wird nur vorgetäuscht. Wenn sich das Kind mit seiner Meinung vom Narzissten distanziert, dann ist es mit der Freundschaft meist sehr schnell vorbei.

* Vgl. Remo H. Largo, Glückliche Scheidungskinder, Piper Verlag, München 2003, Seite 124


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Veröffentlicht in Blog, Familie und Erziehung
21 Kommentare zu “Der Narzisst als Bezugsperson für seine Kinder
  1. T. sagt:

    Ich habe einen zweijährigen Sohn mit einem Narzissten.ich habe Angst, dass durch eine Trennung alles noch schlimmer wird. Er ist gut zu dem Jungen, aber sie sind selten allein, er ist fast immer bei mir. Ich habe Angst, dass er darauf besteht ihn zur Hälfte zu betreuen und ih dann aber schlecht betreut oder zu deiner schrecklichen Familie gibt. Was soll ich tun?

    • T. sagt:

      Zu seiner Familie muss es natürlich heissen. Ich habe Angst vor narzisstischer Wut. Ich will meinen Sohn schützen, weiss aber nicht, was der beste Weg ist.

      • björn sagt:

        Probiere es aus…. und schau ob es deinem kiddi bekommt.
        Narzissten sind doch keine monster wie es hier so pauschal dargestellt wird, das ist von fall zu fall verschieden.
        Mir hat meine tochter sehr gut getan ohne sie hätte ich mit sicherheit einen anderen weg gewählt.
        Zumal kinder dir die wahre liebe geben.
        Ich komm zwar sehr schnell an meine grenzen….aber es ist auch ein ansporn Verhaltensmuster zu ändern.

  2. Alex sagt:

    Was ich bei der Sache besonders schlimm finde, dass sich die Tochter meiner Ex mei mir so wohl gefühlt hat und das der Mutter vollkommen egal war.
    Ich will nicht sagen, dass sie ihre Tochter nicht liebt, aber als kranke Person konnte sie es nie haben, wenn die Aufmerksamkeit von mir eine bestimmte Zeit mehr bei dem Kind lag als bei mir. Sie hat ihre eigene Tochter quasi als Konurrenz gesehen.

    Warum war die Kleine denn gern bei mir? Warum wollte sie öfter zu mir oder hat geweint, als ich immer gefahren bin? warum haben wir stundenlang zusammen gespielt, während sie zu Anderer Zeit wie wild durch die Wohnung life und der Mutter ständig ins Auto gekotzt hat??
    Weil ich mich wirklich und ehrlich um das Kind gekümmert habe, anstatt es als Ballast zu sehen, wie die anderen Kerle mit denen sie was hatte.
    Hätte sie hier nur nach dem Wohl ihrer Tochter geschaut, hätte sie erkennen müssen, dass ich zu einer normalen Bezugsperson geworden bin, bei dem das Kind auch mal Kind sein konnte, ohne dem Einfluss der narzisstischen Mutter zu unterliegen.
    Ich hatte ihr damals gesagt, dass sie außerhalb ihrer Familie nie wiederjemanden finden wird, der ihr Kind so liebt wie ich es tue. Das hat sie sogar aus Versehen mal zugegeben, dass ich recht habe, auch wenn die aussage umgehend wieder relativiert wurde „Die kleine hat nix damit zu tun!“.
    Und was amcht sie? Übertreibt es mit der Mutterliebe. Glaub sowas nennt man „Helicoptermutter“. Jetzt muss sie überall präsentieren, wie lieb sie ihre Tochter doch hat. Ständig neue Fotos zusammen oder Pseudokarten, die das Kind im Kindergarten gemals und geschrieben hat. Dabei erkennt man deutlich, dass die Handschrift nie und nimmer von einem Kind ist.
    wenn sie ihr Kind so liebt, warum hat sie ihm dann in knapp 4 Jahren 8 verschiedene Kerle vorgesetzt?
    Sie soll froh und dankbar sein, dass die Kleine nicht von mir ist, denn dann wär die längst nicht mehr bei ihr.

    • Petra sagt:

      Toll das es Männer wie dich gibt.So wie deine ex mit ihrem eigenen Kind umgeht ist mein expartner mit meiner Tochter umgegangen. Schlimm und man tun was man will es ändert sich nichts und man versteht nicht wie man so mit einem Kind umgehen kann. Rest als ich mit gepackter Tasche vor einer psychiatrischen Klinik stand um mich einweisen zu lassen …. Hab ich begriffen das ich was ändern muss. Hab jetzt schon vier Monate durchgehalten …es ist die Hölle…aber einer Tochter geht es Esser und unsere Beziehung ist noch besser und tiefer geworden. Man wird nie Genugtuung bekommen von dem ex nie Dankbarkeit oder Entschuldigungen. Man muss sich eingestehen das man nur Mittel zum zwec war und nie geliebt wurde…es ist die Hölle und tut furchtbar weh…aber nicht zu vergleichen mit den schmerzen und Gefühlen in der Partnerschaft mit einem narzissten. Wünsche dir Alex das du eine Partnerin findest die dich verdient.

      • Alex sagt:

        Sie denkt ja, dem Kind ginge es gut.

        Dabei merkt sie nicht, was sie ihrer Tochter antut, wenn sie ihr ständing neue Kerle vorsetzt. Als ich ihr genau das sagte und dass sie nie sehen wollte, warum die Kleine so gern bei mir war, kam nur „Das tut hier nix zur Sache, der geht’s gut“!
        Sie will und kann es nicht sehen und die Packung wird irgendwann in vielen Jahren kommen. Sie sieht nur sich und denkt ich-bezogen, auch wenn sie mir hundert Mal gesagt hat „Ich hab mich geändert und ich will Dir das beweisen“.
        Man muss sich das mal vorstellen, fast 4,5 Monate heult sie rum, erzählt was ich hören will und macht….nix! Die hat sich nicht geändert; das kann sie nicht.

        Bzgl Genugtuung, die hab ich schon bekommen, da es mit meinem direkten Nachfolger auch wieder nicht geklappt hat. Sie sagt „unterschiedliche Einstellungen und Interessen“, er sagt „ich konnte dieser Frau nicht mehr trauen!“.
        Soviel zum Thema, sie habe sich geändert.
        Jetzt gibt’s wieder einen jüngeren Neuen und es ist nicht die Frage ob, sondern wann sie das auch wieder gegen die Wand fahren wird. Und das wird sie.

        Soll mir aber egal sein, alleine dass sie zum 5x bei mir angekrochen kam, egal ob Mittel zum Zweck oder sonst was, ist Genugtuung genug.
        Sie kann halt nur labern und ist nicht in der Lage, auch mal zu Handeln.

        Als ich ihr vor 3 Wo gesagt hab, dass jetzt Schluss ist und ich mich nicht länger verarschen lasse und ich längst weiss, dass sie nen Neuen hat, kam „Das Eine hat mit dem Anderen nix zu tun. Ob ich jemanden hab oder nicht, spielt keine Rolle; hier geht’s nur um uns“
        Is klar.
        Dann noch ein „Du übertreibst grad maßlos“ oder „Was fährst Du den jetzt für einen Film?“ und ich hab ihr ein paar unschöne dinge gesagt und sie dann blockiert.
        Aber das kann und wird sie nicht auf sich sitzen lassen.
        Da wird noch was kommen.
        Krankes Miststück!

  3. Arianna sagt:

    Meine Mutter hat sich damals von meinem Vater getrennt in der festen Überzeugung, das beste für mich zu tun, da er ein böser Mensch und nicht normal sei. Ich glaubte ihr, da sie es geschafft hatte, mir vor ihm Angst einzujagen.
    Nun ist er kein einfacher Mensch und schleppt auch eine Menge mit sich herum, aber er ist verglichen mit ihr harmlos. Ich habe Jahrzehnte gebraucht, um zu verstehen, dass sie sehr viel schlimmer war. Er schwieg auch und dadurch erfuhr ich immer nur von ihrer Perspektive, die ja sehr überzeugend klang. Da zu differenzieren, ist für ein Kind sehr schwer. Es will ja eigentlich nur in Ruhe aufwachsen und nicht in den elterlichen Kleinkrieg hineingezogen werden.
    Eltern sollten sehr vorsichtig damit sein, den Expartner zu verteufeln. Ich will nicht gefühllos sein, aber man hat sich diesen ja aus einem bestimmten Grund ausgesucht; irgendetwas muss da auf unbewusster Ebene gepasst haben. Da ist nicht einfach ein Elternteil der böse Narzisst und der andere das arme Opfer.
    Ich glaube allmählich, dass meine Mutter überhaupt keine Persönlichkeit hat. Ihr Charakter hat sich nie über die reine Bedürfnisbefriedigung hinaus entwickelt. Sie übernimmt nur Ideen und Wertesysteme, wenn sie für sie überzeugend klingen und ihren Zielen dienen. Mein Vater hat wenigstens eine Persönlichkeit, trotz all seiner Fehler.
    Aber ich hätte meine Mutter nach der Trennung niemals verlassen, so wie sie litt und weinte und jammerte, das hätte ich mich einfach nicht getraut. Ein fataler Fehler. Ich konnte mich auch nicht innerlich entwickeln, blieb innerlich Kind und von ihr abhängig und traute mich ewig lange nicht, mich von ihr zu distanzieren. Als ich es tat, gab es einen jahrelangen Kampf. In jedem Fall eine vertrackte Situation, die das Kind erst als Erwachsener mit genug Erfahrung und Abstand besser durchschauen kann.

  4. Petra sagt:

    Bei mir zum Glück auch nicht. Hab eine tolle Tochter. Danke

  5. Petra sagt:

    Vielen Dank das sie das Thema aufgreifen möchten. Mit Hilfe ihrer Bücher und dieser Seite hab ich erstmal begriffen was in meiner Partnerschaft nicht stimmte und mich an meine Grenzen brachte bis hin zu Depressionen. Ich habe in all den Jahren für meine Tochter gekämpft und immer zu ihr gestanden, ich würde gerne verstehen was in einem narzissten vor geht wenn er ein Kind so abwertend behandelt und immer besser sein muss. Es ist ein Kind das ihm alles entgegen brachte. Ich möchte es gerne verstehen. Ich habe mich gerade von ihm getrennt und hab verstanden warum er mit mir so umgegangen ist und hoffe das ich es Dieses mal durchhalten kann. Aber warum geht ein erwachsener Mann so mit einem Kind um ?!
    Freue mich auf Ihre Ausführungen.

    • Ein Narzisst fehlt es an der sozialen Kompetenz, weshalb er sich nicht adäquat auf ein Kind einstellen kann. Stattdessen versucht er seine Lebensprinzipien auch auf die Erziehung der Kinder zu übertragen: Alles muss sich um ihn drehen, das Kind muss sich unterordnen und die eigenen Bedürfnisse verdrängen. Es wird nicht so gesehen, wie es ist, sondern wie es der narzisstische Elternteil haben möchte. Zu Problemen kommt es dann in der Erziehung, wenn sich das Kind nicht so verhält, wie es sich der narzisstische Elternteil vorstellt. Weitere Informationen finden Sie in meinem Ratgeber:
      https://umgang-mit-narzissten.de/gemeinsame-kinder-mit-einem-narzissten/

      • Zufrieden sagt:

        Und wenn sich das Kind nicht so verhält, wie gewünscht, dann gibt der Narzisst dem anderen Elternteil den Auftrag, das Kind zu massregeln und „die Probleme“, die das Kind bringt, zu lösen. Damit schlägt der Narzisst zwei Fliegen mit einer Klappe, nämlich einmal sich die sogenannte weisse Weste sauber zu halten und zweitens den anderen Elternteil in Zwiespalt zu bringen. Der Partner steht dann vor der Wahl sich für das Kind zu entscheiden oder für den Narzissten.

        • Lise1 sagt:

          Zufrieden, du hast sowas von Recht.

          Selbst sogar bei den alten Eltern eines erwachsenen Partners so erlebt. Vater (damals 65)stand oben versteckt auf der Treppe, dachte er wird nicht gesehen (Hand lag aber zu weit vorn auf dem Geländer, Fingerspritzen waren zu sehen) und gab die Anweisungen, was die Mutter zum 40jährigen Sohn an Beleidigungen sagen muss. Mutter Conarzisstisch bis zum geht nicht mehr, Putzwahn, Perfektionismus bis über alle Grenzen, log den Vater z.B. über eigene Fehler an und sagte, die Kinder waren das und sah zu, wie der Vater die Kinder bestrafte, für Dinge die der Mutter schief gelaufen waren.

          Heute weiß ich für mich, dass ich einen Partner, der solche Eltern hat, nicht mehr haben will, außer er distanziert sich stark und hat eine Therapie gemacht.

          • Zufrieden sagt:

            Lise1 danke für Deinen Kommentar.
            Für mich kommt generell kein Mann mehr, der nicht integer ist und Verantwortung tragen kann, dem irgendein Mutter-Vater-Expartnerinproblem anhaftet, das er selber nicht imstande ist zu lösen, in’s Haus.

            alles Gute für Dich

  6. Petra scholz sagt:

    Können sie mal einen Artikel schreiben wie narzisstische Partner ein uneheliches Kind was die Partnerin in die Beziehung mitgebracht hat behandeln, sich diesem gegenüber verhalten. Ich bin 45 habe eine 13 jährige Tochter. Als diese sieben war bin ich auf meinen narzisstischen Partner getroffen. Und es einfach nur schlimm.

    • Lise1 sagt:

      Schütze dein Kind und bring es (und dich natürlich auch) aus dem Einflussbereich raus!

      Weiter kann man da nichts schreiben. Die Rechte des Kindes sollten über denen des Narzissten stehen, zumal er selber schon für sich sorgen wird. drin Kind hat keine Chance, sich angemessen zu wehren.

      Was ist los, dass du das zulässt, dass dein Kind unschuldig so etwas ertragen muss?

    • …gerne nehmen ich Ihren Vorschlag auf!

    • Ina sagt:

      Hallo Petra, meine Söhne waren fast erwachsen als ich mit ihm zusammen kam. Am Anfang waren sie toll für ihn, aber schon nach wenigen Wochen fing er an mich von Ihnen zu isolieren. Ich hatte bei meiner Vorgängerin dieses Verhalten an ihm Jahre zuvor beobachten können, da ich aber damals nichts von Narzissmus wusste, dachte ich das sie ihren Sohn selbst aus dem Weg räumt.Ich glaube das Spiel wird immer das gleiche sein, weil sie einen ganz für sich selbst wollen und da stören Kinder. Ich glaube dabei ist es egal ob es die eigenen oder die des Partners sind.So hab ich es jedenfalls erfahren. Seine Kinder konnte er auch nur kurz um sich haben. Bring Dich in Sicherheit, denn die Zeit mit Deiner Tochter kommt nicht zurück! Liebe Grüße

      • Ina sagt:

        Und jetzt mal was mit ganz viel Stolz….
        das hat er nicht geschafft, unser Band zu zerreißen nicht mal im Ansatz! Meine tollen Jungs!

    • C.Hört sagt:

      Hallo, bin in genau derselben Situation wie Sie. Nur mit einem 14 jährigen Sohn.Er war 7 als ich ihn heiratete. Ich würde mich so gern mit ihnen unterhalten, erstmal ausserhalb dieses Forums.

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